Luzerner Sinfonieorchester LSO

International ausgerichtet – lokal verankert

Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) ist das Residenzorchester im KKL Luzern, dem 1998 eröffneten, nach Plänen des Architekten Jean Nouvel gebauten Kultur- und Kongresszentrum. Als ältestes Sinfonieorchester der Schweiz hat das LSO weit über seine Luzerner Heimat hinaus internationale Anerkennung erlangt. Stark verankert in der weltweit bekannten Musikstadt Luzern, bietet es alljährlich mehrere eigene Konzertzyklen an. Als Partnerorchester des Luzerner Theaters begleitet es zudem dessen Musiktheaterproduktionen. Namhafte Dirigenten wissen das spezifische Potenzial dieses mittelgrossen und weltoffenen Orchesters zu nutzen. Seit der Saison 2011/12 steht James Gaffigan dem LSO als Chefdirigent vor.

Regelmässig übernehmen führende Dirigentenpersönlichkeiten wie Michael Gielen, Neeme Järvi, Sir Neville Marriner, Leonard Slatkin, Matthias Bamert, Andrey Boreyko, Kristjan Järvi, Peter Eötvös, Andris Nelsons, Vasily Petrenko und Tugan Sokhiev einzelne Konzertzyklen. Regelmässig gastiert auch der ehemalige Chefdirigent Jonathan Nott beim LSO. Weltweit renommierte Künstler treten in den Konzerten des LSO auf, unter ihnen Renaud Capuçon, Isabelle Faust, Julia Fischer, Vadim Gluzman, Hilary Hahn, Gidon Kremer, Viktoria Mullova, Nicholas Angelich, Martha Argerich, Nelson Freire, Lang Lang, Radu Lupu, Maria João Pires, Fazil Say, Krystian Zimerman, Gautier Capuçon, Truls Mørk, Martin Fröst.


Konzertsaison 2017/18

Samichlaus-Konzert im Tierpark

Blechbläser des Luzerner Sinfonieorchesters

Der Auftritt der Blechbläser des Luzerner Sinfonieorchesters beim grossen Samichlaus-Anlass im Natur- und Tierpark Goldau ist in den vergangenen Jahren zu einer beliebten Tradition geworden. Auf der Bühne des Musikwagens präsentieren die Musiker ein halbstündiges Programm rund um Musik und Tiere, bei dem sich die Besucher am Lagerfeuer aufwärmen und den Sonntag im Tierpark ausklingen lassen können.

In Kooperation mit dem Natur- und Tierpark Goldau

Ort:

CH-6410 Goldau, Parkstrasse 40 (Musikwagen, Panoramaplatz im Natur- und Tierpark Goldau )

Termin:

So, 3.12.2017, 16:00 |

Marek Janowski dirigiert Schumann

Sinfoniekonzert

Luzerner Sinfonieorchester
Marek Janowski, Leitung
Elisabeth Kulman, Mezzosopran


Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791): Ouvertüre zur Oper «Don Giovanni»
Gustav Mahler (1860 – 1911): «Kindertotenlieder»
Robert Schumann (1810 – 1856): Sinfonie Nr. 4 d-Moll op. 120

Gustav Mahler hat die Gattung des orchesterbegleiteten Lieds auf eine einsame Höhe geführt und mit den «Kindertotenliedern» zweifellos seine ergreifendsten, zutiefst berührenden Gesänge geschrieben. In der Mezzosopranistin Elisabeth Kulman finden sie eine besonders einfühlsame Gestalterin; singen und sagen wird hier eins, Musik und Text verschmelzen in ihrem subtilen Gesang zu einer bedeutungstiefen Einheit. Marek Janowski wird oft als letzter Exponent der ehrwürdigen deutschen Kapellmeistertradition bezeichnet – eine besondere Wertschätzung, die Janowskis über Jahrzehnte gewachsene, tiefe Vertrautheit mit dem klassisch-romantischen Repertoire zeigt. Die Romantik – im Zentrum Richard Wagner – hat es ihm ganz besonders angetan, und zur Welt Schumanns hat er eine speziell ausgeprägte Affinität: So hat Janowski seine Amtszeit als Chefdirigent beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin mit einem fünfteiligen Schumann-Zyklus begonnen, und die vier Schumann-Sinfonien liegen in einer viel beachteten Einspielung vor – genuin romantisch, aber ohne sentimentale Weichzeichnerei.

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termine:

Mi, 6.12.2017, 19:30 |
Do, 7.12.2017, 19:30 |

Tanz 26: Hinter Türen

Ein choreographischer Blick durchs Schlüsselloch. Choreographie von Jo Strømgren.

Luzerner Sinfonieorchester
Jo Strømgren, Choreographie und Bühne
Bregje van Balen, Kostüme
David Hedinger-Wohnlich, Licht
Gerhard Pawlika, Violoncello
Tanz Luzerner Theater


Stichwort Zuhause: Der Norweger Jo Strømgren geht in die Stadt, auf Spurensuche für und mit Luzernerinnen und Luzernern. Man darf gespannt sein! Hinter geschlossenen Türen, tief in den Kellern und Speichern lässt sich Ungeahntes entdecken. Was der international beachtete Choreograph in Luzern zu Tage fördern wird, bleibt offen – da ihn Theater, Tanz und Musik gleichermassen interessieren, werden die Choreographien zu kleinen Gesamtkunstwerken. In seinen Arbeiten geht Jo Strømgren gern an Grenzen, provoziert und unterhält – wobei dem Publikum das Lachen durchaus auch im Hals stecken bleiben kann.

Mit dieser Uraufführung begibt er sich auf eine Reise durch versteckte Winkel und durch verschiedene Formen des zeitgenössischen Tanzes, mit all seinen Facetten. Als Reiseleiter der Tänzerinnen und Tänzer dient ein Schauspieler, die musikalische Begleitung liefert der Luzerner Cellist Gerhard Pawlica. Ein spartenübergreifendes Theatererlebnis für Luzern.

Ort:

CH-6003 Luzern, Theaterstrasse 2 (Luzerner Theater )

Termin:

Do, 7.12.2017, 19:30 |

Weihnachtsmatinee 2017 mit Steven Isserlis

Extrakonzert «MYPFISTER»

Luzerner Sinfonieorchester
Steven Isserlis, Violoncello


Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Orchestersuite Nr. 1 C-Dur BWV 1066
Carl Philipp Emanuel Bach (1714 – 1788): Konzert für Violoncello und Orchester A-Dur H 432
Joseph Haydn (1732 – 1809): Sinfonie Nr. 59 A-Dur «Feuersinfonie»
Joseph Haydn: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur Hob. VIIb:1

Steven Isserlis hat das komische Talent eines Clowns und die wilde Haarpracht eines Rockstars, hinter dem man, zumindest auf den ersten Blick, nicht unbedingt einen weltweit gefeierten Star-Cellisten vermuten würde. Das aber ändert sich schlagartig, wenn er zu spielen beginnt: Isserlis und das Cello – das ist eine geniale Verbindung. Unter seinen Händen wird dieses Instrument zu einem beredten Erzähler – jedenfalls hat man immer wieder das Gefühl, einer hochspannend erzählten Geschichte zuzuhören, wenn Isserlis Cello spielt. Und ein Erzähler ist er tatsächlich: Um die Klassik auch den Kleinsten schmackhaft (und verständlich) zu machen, hat er Kinderbücher geschrieben. Mit Fragen wie «Warum Beethoven mit Gulasch um sich warf» lockt er sie zur Musik. Dieses Mal aber lockt er sein Publikum mit Haydn sowie mit dem ältesten Bach-Sohn Carl Philipp Emanuel. Wetten, dass Steven Isserlis auch über sie jede Menge Spannendes zu erzählen – resp. zu spielen – weiss?

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termin:

So, 17.12.2017, 11:00 |

Jubelklänge

Weihnachtssingen 2017 - für Kinder und Erwachsene

Luzerner Sinfonieorchester
Luzerner Mädchenchor
Luzerner Sängerknaben, (Leitung: Eberhard Rex)
Konzertchor Klangwerk, (Leitung: Moana N. Labbate)
Projektchor Reussbühl, (Leitung: Sergej Aprischkin)
Stiftschor Engelberg, (Leitung: Ruth Mory-Wigger)
Delia Mayer, Rezitation & Moderation
Instrumentalistinnen und Instrumentalisten der Musikschule Luzern


Das diesjährige Weihnachtskonzert für Kinder und Erwachsene steht ganz im Zeichen festlicher Musik und altbekannter Weihnachtslieder. Strahlende Trompetenklänge und feierliche Chöre lassen die Vorfreude auf Weihnachten gross werden.

Und das Beste: Kinder und Erwachsene sind aufgerufen, uns ihre Weihnachtslieblingslieder zu nennen. Senden Sie uns eine E-Mail oder Postkarte bis zum 25. November – jedes Familienmitglied hat eine Stimme! Die meistgewünschten Lieder werden im Konzert gemeinsam gesungen.

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termin:

Mi, 20.12.2017, 18:00 |

Traditionelles Weihnachtssingen

Luzerner Sinfonieorchester
Luzerner Mädchenchor
Luzerner Sängerknaben, (Leitung: Eberhard Rex)
Konzertchor Klangwerk, (Leitung: Moana N. Labbate)
Projektchor Reussbühl, (Leitung: Sergej Aprischkin)
Stiftschor Engelberg, (Leitung: Ruth Mory-Wigger)
Delia Mayer, Rezitation & Moderation


Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Sinfonie aus der Kantate BWV 42 «Am Abend aber desselbigen Sabbats»
Joseph Haydn (1732 – 1809): Die Schöpfung Hob. XXI:2 (Auszüge)
«Stimmt an die Saiten», «Vorstellung des Chaos» und «Vollendet ist das Werk»
Camille Saint-Saëns (1835 – 1921): Weihnachtsoratorium «Tollite hostias»
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847): Verleih uns Frieden gnädiglich
Georg Friedrich Händel (1685 – 1759): «Halleluja» aus Messiah, «Hornpipe» aus der Wassermusik

Weltbekannte Werke verleihen dem diesjährigen Weihnachtssingen strahlende Festlichkeit, feierliche Chöre lassen die Vorfreude auf Weihnachten gross werden. Konzertante Musik und Lieder zum Mitsingen wechseln sich ab und stimmen auf Festtage ein.

Und das Beste: Kinder und Erwachsene sind aufgerufen, uns ihre Weihnachtslieblingslieder zu nennen. Senden Sie uns eine E-Mail oder Postkarte bis zum 25. November – jedes Familienmitglied hat eine Stimme! Die meistgewünschten Lieder werden im Konzert gemeinsam gesungen.

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termin:

Mi, 20.12.2017, 19:30 |

Ich höre was, was du nicht hörst!

Werkstatt & Neujahrskonzert

Mit Musikvermittlern und Musikern des Luzerner Sinfonieorchesters

Wenn die Kinder nach der Konzertpause ihre Plätze im Konzertsaal einnehmen, haben sie gegenüber ihren Eltern einen Vorsprung: Sie hören anders und vielleicht mehr als die Erwachsenen. Denn in der unmittelbar vorher stattfindenden Musik-Werkstatt nähern sie sich auf spielerische Art und Weise und durch aktives Mitwirken den Musikstücken, die in der zweiten Konzerthälfte erklingen. Die Kinder werden für den Workshop in zwei Gruppen eingeteilt (4– 6 und 7– 10 Jahre).

Treffpunkt zwischen 10.30 und 10.45 Uhr beim Bühneneingang KKL (neben der Seebar)

Ort:

KKL Luzern, Probesaal und Konzertsaal

Termin:

Di, 2.1.2018, 10:45 |

Mit Gershwin ins Neue Jahr

Neujahrskonzert

Luzerner Sinfonieorchester
James Gaffigan, Leitung
Angel Blue, Sopran
Nicholas Angelich, Klavier


George Gershwin (1898 – 1937):
Auszüge aus der Filmmusik «Shall We Dance»
«Wintergreen for President» aus dem Musical «Of Thee I Sing»
2 Songs aus der Oper «Porgy and Bess»
«Concerto in F» für Klavier und Orchester
5 Songs für Singstimme und Klavier
«An American in Paris»

Der Jazz, sagte George Gershwin einmal, sei ein Konglomerat vieler Dinge: «Er besitzt ein wenig vom Ragtime, vom Blues, vom Klassizismus und von den Spirituals. Im Grunde ist er eine Rhythmusfrage. Jazz ist das Ergebnis der in Amerika aufgespeicherten Energie.» Ähnliches könnte man, im übertragenen Sinn, auch von Gershwins Musik sagen – ein Konglomerat unterschiedlichster Stile und Traditionen. Seine einzigartige kompositorische Kunst bestand nicht zuletzt darin, dass er alle diese verschiedenen musikalischen Ebenen so genial miteinander zu verweben verstand. Selbst in seinen eher «klassischen» Kompositionen arbeitete Gershwin konsequent auch mit Stilelementen des Jazz und der vom New Yorker Broadway inspirierten amerikanischen Unterhaltungsmusik. Genau darum ist seine Musik so vital und voller Energie. Sie spricht direkt zum Publikum, heute genauso wie damals: Der Sogwirkung seiner lasziven Melodien und Klänge, seiner schrägen Rhythmen und Beats kann man sich kaum entziehen. Ein beschwingter, unterhaltsamer Auftakt zum Neuen Jahr.

Neujahrszauber: 20.00 Uhr | Traditionelles Feuerwerk im Luzerner Seebecken

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termine:

Mo, 1.1.2018, 17:00 |
Di, 2.1.2018, 11:00 |

Konzert & Einstimmung für Menschen mit Demenz

Sebastian Bohren, Violine
Benedict Kloeckner, Violoncello
José Gallardo, Klavier


Johannes Brahms (1833 – 1897):
Violinsonate Nr. 2 A-Dur op. 100
Cellosonate Nr. 2 F-Dur op. 99
Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101

Opus 99 bis 101 – was nahe beieinander liegt, gehört auch zusammen: Johannes Brahms arbeitete im Sommer 1886, den er wie die beiden folgenden in Thun verbrachte, parallel an diesen drei Werken. Das Haus direkt an der Aare mit traumhaftem Blick über den Fluss in die Berge, steht nicht mehr. Aber Brahms fühlte sich sehr wohl hier und schrieb seinem Verleger: «Ich glaube, es ist die schönste Wohnung, die ich noch hatte, und ich bin sehr froh, mich zur Reise hierher entschlossen zu haben.» Obwohl sie gleichzeitig entstanden, könnten die drei Werke unterschiedlicher kaum sein: Kraftvoll und frühlingshaft zupackend wirkt die Cellosonate, sommerlich verträumt und verinnerlicht die Violinsonate, herbstlich düster das Klaviertrio, das Clara Schumann restlos begeisterte: «Genial durch und durch in der Leidenschaft, der Kraft der Gedanken, der Anmut, der Poesie.»

Musik aktiviert ungeahnte Ressourcen, ruft Erinnerungen wach und berührt durch ihre unmittelbare Präsenz – für Menschen mit Demenz gilt dies in besonderer Weise.
Wir möchten ein schönes Erlebnis über Mittag ermöglichen und dazu anregen, weiterhin gemeinsam Konzerte zu besuchen.

Bereits um 11.30 Uhr findet eine Einführung statt, bei der die Besucher mit Musik und Wort auf das Konzert eingestimmt werden und eine Mittagsverpflegung erhalten.

Informationen: T +41 41 226 05 19 oder Diana Lehnert

Ort:

KKL Luzern, Treffpunkt Bühneneingang

Termin:

Fr, 12.1.2018, 11:30 |

Brahms am Thunersee

Lunchkonzert 3

Sebastian Bohren, Violine
Benedict Kloeckner, Violoncello
José Gallardo, Klavier


Johannes Brahms (1833 – 1897):
Violinsonate Nr. 2 A-Dur op. 100
Cellosonate Nr. 2 F-Dur op. 99
Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101

Opus 99 bis 101 – was nahe beieinander liegt, gehört auch zusammen: Johannes Brahms arbeitete im Sommer 1886, den er wie die beiden folgenden in Thun verbrachte, parallel an diesen drei Werken. Das Haus direkt an der Aare mit traumhaftem Blick über den Fluss in die Berge, steht nicht mehr. Aber Brahms fühlte sich sehr wohl hier und schrieb seinem Verleger: «Ich glaube, es ist die schönste Wohnung, die ich noch hatte, und ich bin sehr froh, mich zur Reise hierher entschlossen zu haben.» Obwohl sie gleichzeitig entstanden, könnten die drei Werke unterschiedlicher kaum sein: Kraftvoll und frühlingshaft zupackend wirkt die Cellosonate, sommerlich verträumt und verinnerlicht die Violinsonate, herbstlich düster das Klaviertrio, das Clara Schumann restlos begeisterte: «Genial durch und durch in der Leidenschaft, der Kraft der Gedanken, der Anmut, der Poesie.»

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termin:

Fr, 12.1.2018, 12:30 |

The French Connection

Sinfoniekonzert

Luzerner Sinfonieorchester
James Gaffigan, Leitung
Renaud Capuçon, Violine


Edgar Varèse (1883 – 1965): «Tuning up»
Édouard Lalo (1823 – 1892): Symphonie espagnole d-Moll op. 21 für Violine und Orchester
Édouard Lalo: Scherzo d-Moll
Claude Debussy (1862 – 1918): Images pour orchestre

Spätestens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Paris zu einer neuen Weltstadt der Musik. Édouard Lalo erregte bereits in den 1870er- und 1880er-Jahren Aufmerksamkeit: zuerst mit der 1874 vollendeten, hochvirtuosen «Symphonie espagnole», dann 1889, als das orchestrierte Scherzo aus seinem Klaviertrio Nr. 3 anlässlich der Pariser Weltausstellung open air direkt unter dem Eiffelturm aufgeführt wurde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts geriet Debussy zunehmend in den Fokus des musikalischen Interesses – vor allem mit seinen viel gerühmten «Images», die wegweisend für den musikalischen Impressionismus französischer Prägung wurden. Wie sich der Maler an Gegenüberstellungen von Farbtönen, am Spiel von Schatten und Licht freut, so freute sich Debussy an der Mischung von exquisiten Klangfarben. Edgar Varèse, gebürtiger Pariser und auch am dortigen Konservatorium ausgebildet, emigrierte 1915 in die USA, wo seine grossen Werke entstanden – darunter «Tuning up», eine virtuos konzipierte, witzige Parodie auf das Stimmen des Orchesters vor Konzertbeginn. Und genau so klingt es – wie wenn 100 Musiker ihre Instrumente stimmen.

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termine:

Mi, 17.1.2018, 19:30 |
Do, 18.1.2018, 19:30 |

Kammermusik-Matinee 3

So klingt Heimat

David Guerchovitch, Violine
Reiko Koi, Violine
Julia Malkova, Viola
Jonas Vischi, Violoncello


Alfred Schnittke (1934 – 1998): A Paganini (1983) für Solovioline
György Kurtág (*1926): 12 Mikroludien op. 13 (1978) für Streichquartett
Robert Schumann (1810 – 1856): Streichquartett a-moll op. 41 No. 1 (1842)

Alfred Schnittke, geboren in der ehemaligen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Wolgadeutschen, war nach dem Zweiten Weltkrieg nach Wien geflüchtet, war dann zurückgekehrt nach Moskau und hatte letztlich in Hamburg ein letztes Zuhause gefunden – was mochte Heimat für ihn und sein künstlerisches Schaffen bedeuten? Umgekehrt wurzelt György Kurtág tief und fest in der ungarischen Musiktradition – hier war seine Heimat jahrzehntelang. Und in seinem Unterricht machte er diese Tradition auch für seine Schüler zu einer Heimat.

Ort:

CH-6003 Luzern, Theaterstrasse 2 (Luzerner Theater )

Termin:

So, 21.1.2018, 11:00 |

Symphonie fantastique

Gemeinschaftskonzert im Rahmen des Musikfestivals Szenenwechsel 2018 «Question de Style» der Hochschule Luzern

Luzerner Sinfonieorchester
Jacek Kaspszyk, Leitung
Florian Hoelscher, Klavier


Maurice Ravel (1875 – 1937): Introduction et Allegro
Francis Poulenc (1899 – 1963): Konzert für Klavier und Orchester cis-Moll FP 146
Hector Berlioz (1803 – 1869): «Symphonie fantastique»

Es war Liebe auf den ersten Blick – aber leider eine einseitige: Berlioz sah die irische Schauspielerin Harriet Smithson im Theater als Ophelia und steigerte sich in eine überspannte Liebe zu dieser gefeierten Künstlerin (die später dennoch, zu seinem und ihrem Unglück, seine Ehefrau werden sollte). In seiner «Symphonie fantastique» liess Berlioz all diesen exaltierten Gefühlen freien Lauf – autobiografische Musik, ein romantischer Künstlerroman in Klängen. Das Idealbild der unerreichbaren Geliebten taucht immer wieder als musikalische «idée fixe» auf. Und zum Schluss träumt sich der Komponist gar sein eigenes Begräbnis – mit «Dies irae», Hexen und Geistern. Ganz andere Klänge, nämlich leichte und unterhaltsame, schlägt Poulenc in seinem Klavierkonzert an. «Eine Art Erinnerung an Paris» nannte er es – an die ungezwungene Atmosphäre von ausgelassenen Festen. Negro Spirituals klingen an und brasilianische Tanzmelodien, und es ist höchst bewundernswert (und oft auch amüsant), mit wie viel Geschicklichkeit Poulenc diese disparaten stilistischen Elemente miteinander zu vereinen wusste.

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termin:

Mi, 31.1.2018, 19:30 |

Fazil Say live

Sinfoniekonzert

Luzerner Sinfonieorchester
Fazil Say, Klavier


Wilhelm Friedemann Bach (1710 – 1784): Sinfonie F-Dur F. 67 «Dissonanzen-Sinfonie»
Fazil Say (*1970): «Space Jump» op. 46, Klaviertrio
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791): Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 F-Dur KV 37
Joseph Haydn (1732 – 1809): Sinfonie Nr. 59 A-Dur «Feuersinfonie»
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414

Die klassische Musikszene betrat er einst als vielfach begabter Unruhestifter – ein Multitalent nicht nur am Flügel, denn Fazil Say, der türkische Pianist der Sonderklasse, hat auch als Komponist grossen Erfolg. Gerade diese Doppelrolle ist für Fazil Says künstlerische Persönlichkeit charakteristisch. Zudem geht es ihm auch darum, klassische Musik ernsthaft mit Jazz in Verbindung zu bringen und Elemente türkischer Volksmusik in seine eigenen Kompositionen zu integrieren. «Musik ist für mich nicht einfach Klavier oder nur Jazz», sagt Fazil Say. «Musik ist für mich eine innere Stimme. Sie bestimmt mein Leben.» Dass er zu Mozart eine besonders intensive Beziehung hat, zeigte bereits seine allererste CD-Einspielung von 1998 mit drei Klaviersonaten Mozarts. 18 Jahre später doppelte er mit einer Gesamteinspielung sämtlicher Mozart-Klaviersonaten nach. Für ihn sind Mozarts Sonaten und Klavierkonzerte mehr als «nur» Sonaten und Konzerte – nämlich Dialoge, Monologe und Szenen, wie sie sich auf einer imaginären Bühne abspielen könnten. Live mit Fazil Say.

Ort:

KKL Luzern, Konzertsaal

Termin:

Do, 22.2.2018, 19:30 |

Luzerner Sinfonieorchester LSO

Pilatusstrasse 18
CH 6003 Luzern

Telefon: +41 41 226 05 15 Kartenbüro
E-Mail: lso@sinfonieorchester.ch