zur Startseite
1

Luzerner Sinfonieorchester LSO

International ausgerichtet – lokal verankert

Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) ist das Residenzorchester im KKL Luzern, dem 1998 eröffneten, nach Plänen des Architekten Jean Nouvel gebauten Kultur- und Kongresszentrum. Als ältestes Sinfonieorchester der Schweiz hat das LSO weit über seine Luzerner Heimat hinaus internationale Anerkennung erlangt. Stark verankert in der weltweit bekannten Musikstadt Luzern, bietet es alljährlich mehrere eigene Konzertzyklen an. Als Partnerorchester des Luzerner Theaters begleitet es zudem dessen Musiktheaterproduktionen. Namhafte Dirigenten wissen das spezifische Potenzial dieses mittelgrossen und weltoffenen Orchesters zu nutzen. Seit der Saison 2011/12 steht James Gaffigan dem LSO als Chefdirigent vor.

Regelmässig übernehmen führende Dirigentenpersönlichkeiten wie Michael Gielen, Neeme Järvi, Sir Neville Marriner, Leonard Slatkin, Matthias Bamert, Andrey Boreyko, Kristjan Järvi, Peter Eötvös, Andris Nelsons, Vasily Petrenko und Tugan Sokhiev einzelne Konzertzyklen. Regelmässig gastiert auch der ehemalige Chefdirigent Jonathan Nott beim LSO. Weltweit renommierte Künstler treten in den Konzerten des LSO auf, unter ihnen Renaud Capuçon, Isabelle Faust, Julia Fischer, Vadim Gluzman, Hilary Hahn, Gidon Kremer, Viktoria Mullova, Nicholas Angelich, Martha Argerich, Nelson Freire, Lang Lang, Radu Lupu, Maria João Pires, Fazil Say, Krystian Zimerman, Gautier Capuçon, Truls Mørk, Martin Fröst.

Kontakt

Luzerner Sinfonieorchester LSO
Pilatusstrasse 18
CH-6003 Luzern

Telefon: +41 41 226 05 15 Kartenbüro
E-Mail: lso@sinfonieorchester.ch

Bewertungschronik

Luzerner Sinfonieorchester LSO bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Luzerner Sinfonieorchester LSO

Konzert

Saisoneröffnung mit Bruckner und Brahms

Sinfoniekonzert

Luzerner Sinfonieorchester
James Gaffigan, Leitung
Joshua Bell, Violine


Johannes Brahms (1833 – 1897): Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 (Kadenz von Joshua Bell)
Anton Bruckner (1824– 1896): Sinfonie Nr. 4 Es-Dur «Romantische»

Sozusagen mit einem Paukenschlag eröffnet das Luzerner Sinfonieorchester die neue Konzertsaison – mit Bruckners «romantischer» Sinfonie. Mit einem Komponisten also, der bislang nur selten in den Programmen anzutreffen war. Darin manifestiert sich nicht zuletzt die Entwicklung des Luzerner Sinfonieorchesters in den vergangenen Jahren zu einem der erstrangigen Schweizer Orchester, das in der Region als Residenzorchester im KKL Luzern ebenso hoch geschätzt wird wie auf Gastspielen und Tourneen weltweit. Die Kombination von Bruckners Vierter mit dem Violinkonzert von Brahms birgt zudem einigen historischen Zündstoff. Denn beide Werke entstanden zur selben Zeit in Wien – und beide Komponisten lebten seit Jahren in der Donaumetropole, jeder mit seinen eigenen Anhängern! Und die lieferten sich regelmässig erbitterte Kämpfe. Indes, hätten die Brucknerianer damals schon den amerikanischen Meistergeiger Joshua Bell in Brahms’ Violinkonzert erleben können, so wären sie vermutlich ebenso begeistert gewesen, wie es heutzutage die Musikfreunde in aller Welt sind.

Saisoneröffnung mit Bruckner und Brahms bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Saisoneröffnung mit Bruckner und Brahms

Konzert

Gipfelwerke auf dem Pilatus – Nachtkonzert 2

Beethovens Streichquartette

Hagen Quartett:
Lukas Hagen, Violine
Rainer Schmidt, Violine
Veronika Hagen, Viola
Clemens Hagen, Violoncello


Ludwig van Beethoven (1770 – 1827): Streichquartett Nr. 12 Es-Dur op. 127
Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130/133

Zweieinhalb Jahre nach Beethovens Tod, Anfang November 1829, schrieb Goethe, damals bereits achtzig Jahre alt, an seinen Berliner Musikfreund Carl Friedrich Zelter: «Wär’ ich in Berlin, so würde ich die Möserischen Quartettabende selten versäumen. Diese Art Exhibitionen waren mir von jeher von der Instrumentalmusik das Verständlichste: Man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten, glaubt ihren Diskursen etwas abzugewinnen und die Eigentümlichkeiten der Instrumente kennenzulernen.» Die Formulierung von den «vier vernünftigen Leuten» ist längst zum geflügelten Wort geworden, wenn von der Gattung des Streichquartetts die Rede ist. Goethes ureigene Erfindung ist sie jedoch nicht: Bereits 1773 schrieb Johann Friedrich Reichardt in der Vorrede zu seinen «Vermischten Musikalien »: «Bei dem Quartett habe ich die Idee eines Gesprächs unter vier Personen gehabt.»

Als Beethoven Ende 1792 nach Wien kam, bereits zum zweiten Mal und diesmal für immer, war die Gattung des Streichquartetts bereits zu klassischer Vollendung gediehen. Zu verdanken war das vor allem Haydn und Mozart, und seither galt das Streichquartett in Wien als anspruchsvollste musikalische Gattung, als Königsdisziplin der Kammermusik. Begreiflich, dass das für den aus Bonn neu Zugezogenen anfänglich eine schwierige Situation war. Erst nach sechs Jahren wagte sich Beethoven an die Komposition seiner ersten Streichquartette op. 18. Dann aber begleitete ihn die Gattung fast ein Leben lang: Insgesamt 16 Quartette schrieb er zwischen 1798 und 1826.

Es hat sich eingebürgert, sie in drei Gruppen, in die frühen, mittleren und späten Quartette einzuteilen. Für Beethoven wurde die Gattung immer mehr zum Gefäss für intime, allerpersönlichste Mitteilungen, dies auch als Folge seiner Ertaubung, die ihm eine direkte Kommunikation mit der Umwelt mehr und mehr verunmöglichte. Das hatte Folgen für seine Streichquartette. Die frühen – die Sechsergruppe des op. 18 – lehnen sich noch hörbar an die Tradition Haydns und Mozarts an, allerdings nicht, um diese Tradition sozusagen blind zu übernehmen, sondern um sie von Werk zu Werk zunehmend kritisch zu reflektieren. Die späten Quartette dann – ab Nr. 12 op. 127 – scheinen mit dieser Welt des op. 18 kaum mehr etwas gemeinsam zu haben. Und auch die Formulierung von den vier vernünftigen Leuten, die sich untereinander unterhalten, will hier nicht mehr recht greifen. Beethovens späte Streichquartette sind vielmehr Selbstgespräche, sind bewegende, zuweilen auch verstörende Zeugnisse persönlichster Herzensergiessungen. Das hatte zur Folge, dass die langsamen Sätze zum eigentlichen Herzzentrum der Quartette wurden: Musik wie von einem anderen Planeten. So sagte Beethoven von der Cavatina im Streichquartett op. 130 einmal, sie sei sein liebster Satz, und nur schon die Erinnerung an ihn würde ihn jedes Mal Tränen kosten. Die Gegenüberstellung der fünf späten und einiger frühe Streichquartette, wie sie das Hagen Quartett für seine vier Pilatus-Konzerte programmiert hat, offenbart das mit einer bezwingenden, zuweilen fast schonungslosen Intensität.

Gipfelwerke auf dem Pilatus – Nachtkonzert 2 bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Gipfelwerke auf dem Pilatus – Nachtkonzert 2

Konzert

Konzert & Einstimmung für Menschen mit Demenz und Begleitung

Stephen Waarts, Violine
Alexander Besa, Viola
Heiner Reich, Violoncello
Gabriele Carcano, Klavier


Robert Schumann (1810 – 1856): Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 a-Moll op. 105
Béla Bartók (1881 – 1945): Ungarische Volksweisen für Violine und Klavier nach Sz 42
Johannes Brahms (1833 – 1897): Klavierquartett g-Moll op. 25

Selbst der bedeutende Geiger Joseph Joachim, Freund von Brahms und Komponist eines Werks mit ungarischen Melodien «alla zingarese», musste eingestehen, dass ihn Brahms mit dem letzten Satz seines Klavierquartetts, einem «Rondo alla zingarese», meilenweit übertroffen habe. In der Tat: Brahms beherrschte den ungarischen Tonfall fast wie ein geborener Ungar. Mit diesem Werk – und besonders mit seinem abschliessenden «Zigeunersatz» – erreichte Brahms in Wien, wo er sich erst kürzlich niedergelassen hatte, endgültig seinen Durchbruch. Die Ungarischen Volksweisen von Béla Bartók gehen auf seine Sammlung «Für Kinder» für Klavier zurück mit insgesamt 79 Stücken – 40 ungarischen und 39 slowakischen Kinderliedern. Sechs der ungarischen stellte er zu einem eigenen kleinen Zyklus, nun für Violine und Klavier, zusammen. Lebhaft und leidenschaftlich – allerdings nicht ungarisch – geht es auch in Schumanns erster Violinsonate zu. Bei der ersten Aufführung spielte Schumanns Frau Clara den Klavierpart: «Es liess mir keine Ruhe, ich musste gleich heute Roberts neue Sonate probieren. Wir spielten sie und fühlten uns ganz besonders durch den ersten, sehr elegischen, sowie durch den zweiten, lieblichen Satz ergriffen.»

Konzert & Einstimmung für Menschen mit Demenz und Begleitung bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Konzert & Einstimmung für Menschen mit Demenz und Begleitung

"Alla zingarese"

Lunchkonzert 1

Stephen Waarts, Violine
Alexander Besa, Viola
Heiner Reich, Violoncello
Gabriele Carcano, Klavier


Robert Schumann (1810 – 1856): Sonate für Violine und Klavier Nr. 1 a-Moll op. 105
Béla Bartók (1881 – 1945): Ungarische Volksweisen für Violine und Klavier nach Sz 42
Johannes Brahms (1833 – 1897): Klavierquartett g-Moll op. 25

Selbst der bedeutende Geiger Joseph Joachim, Freund von Brahms und Komponist eines Werks mit ungarischen Melodien «alla zingarese», musste eingestehen, dass ihn Brahms mit dem letzten Satz seines Klavierquartetts, einem «Rondo alla zingarese», meilenweit übertroffen habe. In der Tat: Brahms beherrschte den ungarischen Tonfall fast wie ein geborener Ungar. Mit diesem Werk – und besonders mit seinem abschliessenden «Zigeunersatz» – erreichte Brahms in Wien, wo er sich erst kürzlich niedergelassen hatte, endgültig seinen Durchbruch. Die Ungarischen Volksweisen von Béla Bartók gehen auf seine Sammlung «Für Kinder» für Klavier zurück mit insgesamt 79 Stücken – 40 ungarischen und 39 slowakischen Kinderliedern. Sechs der ungarischen stellte er zu einem eigenen kleinen Zyklus, nun für Violine und Klavier, zusammen. Lebhaft und leidenschaftlich – allerdings nicht ungarisch – geht es auch in Schumanns erster Violinsonate zu. Bei der ersten Aufführung spielte Schumanns Frau Clara den Klavierpart: «Es liess mir keine Ruhe, ich musste gleich heute Roberts neue Sonate probieren. Wir spielten sie und fühlten uns ganz besonders durch den ersten, sehr elegischen, sowie durch den zweiten, lieblichen Satz ergriffen.»

"Alla zingarese" bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte "Alla zingarese"

Konzert

Gipfelwerke auf dem Pilatus

Beethovens Streichquartette
Nachtkonzert 3

Hagen Quartett:
Lukas Hagen, Violine
Rainer Schmidt, Violine
Veronika Hagen, Viola
Clemens Hagen, Violoncello


Ludwig van Beethoven (1770 – 1827): Streichquartett Nr. 15 a-Moll op. 132
Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131

Zweieinhalb Jahre nach Beethovens Tod, Anfang November 1829, schrieb Goethe, damals bereits achtzig Jahre alt, an seinen Berliner Musikfreund Carl Friedrich Zelter: «Wär’ ich in Berlin, so würde ich die Möserischen Quartettabende selten versäumen. Diese Art Exhibitionen waren mir von jeher von der Instrumentalmusik das Verständlichste: Man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten, glaubt ihren Diskursen etwas abzugewinnen und die Eigentümlichkeiten der Instrumente kennenzulernen.» Die Formulierung von den «vier vernünftigen Leuten» ist längst zum geflügelten Wort geworden, wenn von der Gattung des Streichquartetts die Rede ist. Goethes ureigene Erfindung ist sie jedoch nicht: Bereits 1773 schrieb Johann Friedrich Reichardt in der Vorrede zu seinen «Vermischten Musikalien »: «Bei dem Quartett habe ich die Idee eines Gesprächs unter vier Personen gehabt.»

Als Beethoven Ende 1792 nach Wien kam, bereits zum zweiten Mal und diesmal für immer, war die Gattung des Streichquartetts bereits zu klassischer Vollendung gediehen. Zu verdanken war das vor allem Haydn und Mozart, und seither galt das Streichquartett in Wien als anspruchsvollste musikalische Gattung, als Königsdisziplin der Kammermusik. Begreiflich, dass das für den aus Bonn neu Zugezogenen anfänglich eine schwierige Situation war. Erst nach sechs Jahren wagte sich Beethoven an die Komposition seiner ersten Streichquartette op. 18. Dann aber begleitete ihn die Gattung fast ein Leben lang: Insgesamt 16 Quartette schrieb er zwischen 1798 und 1826.

Es hat sich eingebürgert, sie in drei Gruppen, in die frühen, mittleren und späten Quartette einzuteilen. Für Beethoven wurde die Gattung immer mehr zum Gefäss für intime, allerpersönlichste Mitteilungen, dies auch als Folge seiner Ertaubung, die ihm eine direkte Kommunikation mit der Umwelt mehr und mehr verunmöglichte. Das hatte Folgen für seine Streichquartette. Die frühen – die Sechsergruppe des op. 18 – lehnen sich noch hörbar an die Tradition Haydns und Mozarts an, allerdings nicht, um diese Tradition sozusagen blind zu übernehmen, sondern um sie von Werk zu Werk zunehmend kritisch zu reflektieren. Die späten Quartette dann – ab Nr. 12 op. 127 – scheinen mit dieser Welt des op. 18 kaum mehr etwas gemeinsam zu haben. Und auch die Formulierung von den vier vernünftigen Leuten, die sich untereinander unterhalten, will hier nicht mehr recht greifen. Beethovens späte Streichquartette sind vielmehr Selbstgespräche, sind bewegende, zuweilen auch verstörende Zeugnisse persönlichster Herzensergiessungen. Das hatte zur Folge, dass die langsamen Sätze zum eigentlichen Herzzentrum der Quartette wurden: Musik wie von einem anderen Planeten. So sagte Beethoven von der Cavatina im Streichquartett op. 130 einmal, sie sei sein liebster Satz, und nur schon die Erinnerung an ihn würde ihn jedes Mal Tränen kosten. Die Gegenüberstellung der fünf späten und einiger frühe Streichquartette, wie sie das Hagen Quartett für seine vier Pilatus-Konzerte programmiert hat, offenbart das mit einer bezwingenden, zuweilen fast schonungslosen Intensität.

Gipfelwerke auf dem Pilatus bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Gipfelwerke auf dem Pilatus

Gübelin Luzerner Sinfonieball

Luzerns einzigartige Ballnacht

Nach einer glamourösen Premiere geht es weiter im Dreivierteltakt: Am zweiten Gübelin Luzerner Sinfonieball geniessen Sie ein facettenreiches Programm mit Musikern des Luzerner Sinfonieorchesters sowie kulinarische Köstlichkeiten aus einer Spitzenküche. Nik Hartmann führt galant durch den Abend. Wohlbekannte Walzer und moderne Musik laden ein zum Tanz.
Kurz: Eine weitere unvergessliche Ballnacht wartet auf Sie!

Der Luzerner Sinfonieball ist eine Benefizveranstaltung für das Luzerner Sinfonieorchester. Mit dem Erlös werden Familien-, Kinder- und Jugendprojekte gefördert. Das Ziel ist es, junge Menschen für klassische Musik zu begeistern und eine Bindung zum Luzerner Sinfonieorchester herzustellen.
Programm

17.30 Uhr
Türöffnung, Champagner-Apéritif
19.00 Uhr
Eröffnung der grossen Ballnacht (Moderation Nik Hartmann)
Festliches Galadinner mit Chef de Cuisine Tanja Grandits
Musikalisches Rahmenprogramm durch das Luzerner Sinfonieorchester
22.00 Uhr
Begrüssung und Apéritif für Flaniergäste
Tombola-Losverkauf auch für Flaniergäste
22.30 Uhr
Verlosung der Tombola-Hauptpreise und Silent Auction
ab 23 Uhr
Eröffnung der Tanzfläche, Walzer und moderne Discomusik
Barbetrieb

Dresscode: Frack, Smoking und Abendkleid

Gübelin Luzerner Sinfonieball bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Gübelin Luzerner Sinfonieball

Gipfelwerke auf dem Pilatus – Matinee 3

Hagen Quartett:
Lukas Hagen, Violine
Rainer Schmidt, Violine
Veronika Hagen, Viola
Clemens Hagen, Violoncello


Ludwig van Beethoven (1770 – 1827): Streichquartett Nr. 15 a-Moll op. 132
Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131

Zweieinhalb Jahre nach Beethovens Tod, Anfang November 1829, schrieb Goethe, damals bereits achtzig Jahre alt, an seinen Berliner Musikfreund Carl Friedrich Zelter: «Wär’ ich in Berlin, so würde ich die Möserischen Quartettabende selten versäumen. Diese Art Exhibitionen waren mir von jeher von der Instrumentalmusik das Verständlichste: Man hört vier vernünftige Leute sich untereinander unterhalten, glaubt ihren Diskursen etwas abzugewinnen und die Eigentümlichkeiten der Instrumente kennenzulernen.» Die Formulierung von den «vier vernünftigen Leuten» ist längst zum geflügelten Wort geworden, wenn von der Gattung des Streichquartetts die Rede ist. Goethes ureigene Erfindung ist sie jedoch nicht: Bereits 1773 schrieb Johann Friedrich Reichardt in der Vorrede zu seinen «Vermischten Musikalien »: «Bei dem Quartett habe ich die Idee eines Gesprächs unter vier Personen gehabt.»

Als Beethoven Ende 1792 nach Wien kam, bereits zum zweiten Mal und diesmal für immer, war die Gattung des Streichquartetts bereits zu klassischer Vollendung gediehen. Zu verdanken war das vor allem Haydn und Mozart, und seither galt das Streichquartett in Wien als anspruchsvollste musikalische Gattung, als Königsdisziplin der Kammermusik. Begreiflich, dass das für den aus Bonn neu Zugezogenen anfänglich eine schwierige Situation war. Erst nach sechs Jahren wagte sich Beethoven an die Komposition seiner ersten Streichquartette op. 18. Dann aber begleitete ihn die Gattung fast ein Leben lang: Insgesamt 16 Quartette schrieb er zwischen 1798 und 1826.

Es hat sich eingebürgert, sie in drei Gruppen, in die frühen, mittleren und späten Quartette einzuteilen. Für Beethoven wurde die Gattung immer mehr zum Gefäss für intime, allerpersönlichste Mitteilungen, dies auch als Folge seiner Ertaubung, die ihm eine direkte Kommunikation mit der Umwelt mehr und mehr verunmöglichte. Das hatte Folgen für seine Streichquartette. Die frühen – die Sechsergruppe des op. 18 – lehnen sich noch hörbar an die Tradition Haydns und Mozarts an, allerdings nicht, um diese Tradition sozusagen blind zu übernehmen, sondern um sie von Werk zu Werk zunehmend kritisch zu reflektieren. Die späten Quartette dann – ab Nr. 12 op. 127 – scheinen mit dieser Welt des op. 18 kaum mehr etwas gemeinsam zu haben. Und auch die Formulierung von den vier vernünftigen Leuten, die sich untereinander unterhalten, will hier nicht mehr recht greifen. Beethovens späte Streichquartette sind vielmehr Selbstgespräche, sind bewegende, zuweilen auch verstörende Zeugnisse persönlichster Herzensergiessungen. Das hatte zur Folge, dass die langsamen Sätze zum eigentlichen Herzzentrum der Quartette wurden: Musik wie von einem anderen Planeten. So sagte Beethoven von der Cavatina im Streichquartett op. 130 einmal, sie sei sein liebster Satz, und nur schon die Erinnerung an ihn würde ihn jedes Mal Tränen kosten. Die Gegenüberstellung der fünf späten und einiger frühe Streichquartette, wie sie das Hagen Quartett für seine vier Pilatus-Konzerte programmiert hat, offenbart das mit einer bezwingenden, zuweilen fast schonungslosen Intensität.

Gipfelwerke auf dem Pilatus – Matinee 3 bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Gipfelwerke auf dem Pilatus – Matinee 3

1

Luzerner Sinfonieorchester LSO

International ausgerichtet – lokal verankert

Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) ist das Residenzorchester im KKL Luzern, dem 1998 eröffneten, nach Plänen des Architekten Jean Nouvel gebauten Kultur- und Kongresszentrum. Als ältestes Sinfonieorchester der Schweiz hat das LSO weit über seine Luzerner Heimat hinaus internationale Anerkennung erlangt. Stark verankert in der weltweit bekannten Musikstadt Luzern, bietet es alljährlich mehrere eigene Konzertzyklen an. Als Partnerorchester des Luzerner Theaters begleitet es zudem dessen Musiktheaterproduktionen. Namhafte Dirigenten wissen das spezifische Potenzial dieses mittelgrossen und weltoffenen Orchesters zu nutzen. Seit der Saison 2011/12 steht James Gaffigan dem LSO als Chefdirigent vor.

Regelmässig übernehmen führende Dirigentenpersönlichkeiten wie Michael Gielen, Neeme Järvi, Sir Neville Marriner, Leonard Slatkin, Matthias Bamert, Andrey Boreyko, Kristjan Järvi, Peter Eötvös, Andris Nelsons, Vasily Petrenko und Tugan Sokhiev einzelne Konzertzyklen. Regelmässig gastiert auch der ehemalige Chefdirigent Jonathan Nott beim LSO. Weltweit renommierte Künstler treten in den Konzerten des LSO auf, unter ihnen Renaud Capuçon, Isabelle Faust, Julia Fischer, Vadim Gluzman, Hilary Hahn, Gidon Kremer, Viktoria Mullova, Nicholas Angelich, Martha Argerich, Nelson Freire, Lang Lang, Radu Lupu, Maria João Pires, Fazil Say, Krystian Zimerman, Gautier Capuçon, Truls Mørk, Martin Fröst.

Luzerner Sinfonieorchester LSO bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Luzerner Sinfonieorchester LSO

Konzerte / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Konzerte / Konzert Lucerne Chamber Circle Luzern, Europaplatz 1
Konzerte / Konzert Sinfonieorchester Kanton Schwyz Siebnen, Stachelhofstr. 21
Konzerte / Konzert Accento musicale Kanton Schwyz Siebnen, Stachelhofstr. 21
Konzerte / Konzert PIANOissimo Alpnach, Biel 3
Konzerte / Konzert Obrass Classic Events Luzern Luzern, Löwengraben 11

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.