NEUE PINAKOTHEK
Europäische Malerei und Skulptur des 18. und 19. Jahrhunderts
Die Neue Pinakothek bietet einen Überblick über die Epochen der europäischen Kunst vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Gründer ist König Ludwig I. von Bayern, der das 1853 eröffnete Museum für seine aus Privatmitteln erworbene Sammlung von Werken zeitgenössischer Künstler errichten ließ. Nach der Zerstörung des ursprünglichen Gebäudes im Zweiten Weltkrieg und einer provisorischen Präsentation von ausgewählten Werken im Haus der Kunst wurde 1981 der Neubau nach Plänen des Architekten Alexander von Branca eröffnet. Durch eine stetige Vermehrung der Bestände durch Stiftungen und Erwerbungen zählt die Neue Pinakothek heute zu den bedeutendsten Museen zur Kunst des 19. Jahrhunderts weltweit.
SONDERAUSSTELLUNGEN
George Stubbs
Do, 26.1.2012 - So, 6.5.2012


Der englische Tiermaler George Stubbs (1724-1806) ist der bedeutendste Vertreter der sog. »sporting art«, die sich im 18. Jahrhundert im Zuge der Begeisterung für Pferdezucht, Rennsport und Jagd als Beschäftigung einer prosperierenden Oberschicht zu einem Höhepunkt entwickelte. Sein Werk besteht hauptsächlich aus Porträts von Rassepferden und ihren Reitern, von Hunden und Jagdszenen. Mit subtil ausgewogenen, gelegentlich kühnen Kompositionen erreicht Stubbs eine Klassizität mit Bildinhalten, die ganz dem zeitgenössischen Leben entnommen sind.
Im angelsächsischen Raum ist George Stubbs seit langem als einer der größten Künstler seiner Epoche etabliert und gilt neben William Hogarth und Thomas Gainsborough als der bedeutendste englische Maler des 18. Jahrhunderts. Die Neue Pinakothek, die über eine vorzügliche Sammlung englischer Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts verfügt und das einzige Gemälde von George Stubbs in Deutschland besitzt, zeigt die erste Ausstellung zu diesem Künstler auf dem europäischen Kontinent. Eine Auswahl von dreißig Gemälden aus zumeist englischen Sammlungen wird ergänzt durch Zeichnungen und Druckgraphik, die seine weit reichenden Einflüsse auf die Tiermalerei in Frankreich und Deutschland belegen.
Ort:
Neue Pinakothek
Johann Christian Reinhart (1761–1847):
Ein deutscher Landschaftsmaler in Rom
Di, 21.2.2012 | Eröffnung


Di, 21.2.2012 - So, 26.5.2013


Johann Christian Reinhart gehört zu den zentralen Künstlergestalten der Zeit um 1800. Als Zeichner, Grafiker und Maler hat er ein umfangreiches Werk geschaffen.
Gemeinsam mit Joseph Anton Koch entwickelte er den Typus der heroischen Ideallandschaft und schuf damit eine wichtige Grundlage für die Aufwertung der Landschaftsmalerei im 19. Jahrhundert. Seit 1789 lebte er in Rom und war dort der Mittelpunkt des deutschen Künstlerkreises. Gemeinsam mit der Hamburger Kunsthalle widmet die Neue Pinakothek diesem Künstler erstmals eine größere Ausstellung.
Gezeigt und gewürdigt werden dabei nicht nur Reinharts Landschaftskunst, sondern auch seine bissigen Karikaturen, die er als Korrektiv zu seiner idealistischen Malerei verstand.
Neben den Gemälden, die ihn als einen Künstler des idealen Klassizismus ausweisen, werden auch Druckgrafiken gezeigt, denen er zeitlebens große Beachtung schenkte.
Ort:
Neue Pinakothek
Neapel und Süditalien
Fotografien des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Dietmar Siegert
Fr, 11.11.2011 - So, 26.2.2012


Neapel und der Süden Italiens waren im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ziel der Reisenden und damit auch ein attraktives Motivrepertoire für die Fotografie. In Neapel war es vor allem der aus Frankfurt am Main stammende Fotograf Giorgio Sommer, der die Motive dieser Region für das noch junge Medium erschloss.
Schwerpunkte der Ausstellung mit frühen Fotografien aus der renommierten Sammlung von Dietmar Siegert bilden Neapel mit seiner Umgebung, dem Vesuv und den archäologischen Stätten Pompeji und Paestum, sowie Sizilien mit Ansichten aus Palermo, Agrigent und Taormina. Neben Fotografien klassischer Landschaften und Städte werden Genre- und Alltagsszenen zu sehen sein, aber auch außergewöhnliche Aufnahmen wie die des Vesuvausbruchs 1872 oder die fotografische Dokumentation des Erdbebens, das 1883 die Stadt Casamicciola zerstört hat.
»Neapel und Süditalien« bildet den Abschluss der Reihe von Ausstellungen zur Frühzeit der Fotografie in Italien aus der Sammlung Siegert, die 1996 mit Venedig begann und 1997 mit Florenz und der Toskana sowie 2005 mit Rom fortgesetzt wurde.
Ort:
Neue Pinakothek
Neue Pinakothek
Barer Straße 27, Eingang: Theresienstraße
D-80799 München
Telefon: ++49 (0)89-23805-195
E-Mail:
info@pinakothek.de
Öffnungszeiten
Täglich außer MO 10.00 - 18.00
DI 10.00 - 20.00
Geöffnet: Neujahr (01.01.), Ostermontag, Karfreitag, Pfingstmontag, Tag der deutschen Einheit (03.01.)
Geschlossen: Montag, Dienstag, Neujahr (01.01.), Heilige drei Könige (06.01.), Fasching (16.02.), Maifeiertag (01.05.), Christi Himmelfahrt, Fronleichnam