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Theater Münster - Junges Theater

Als Theaterschaffende für junges Publikum verstehen wir uns als Unterstützer und Motivatoren, die zur freien und spielerischen Auseinandersetzung mit ästhetischen Formen und inhaltlichen Konzepten anregen.

Gemeinsam mit Ihnen und euch besuchen wir MEISTERDETEKTIV KALLE BLOMQUIST und finden heraus, WAS DAS NASHORN SAH, ALS ES AUF DIE ANDERE SEITE DES ZAUNS SCHAUTE. Zudem diskutieren wir gemeinsam über Inszenierungen wie GESPRÄCHE MIT ASTRONAUTEN und begegnen Schauspieler*innen, Musiker*innen, Tänzer*innen, Regisseur*innen sowie Dramaturg*innen, um mit ihnen im Rahmen von THEATER, ORCHESTER & SCHULE über ihre Arbeitsweise auf und hinter der Bühne zu sprechen. Junge und junggebliebene Theaterfans können dann beim THEATER- UND TANZLABOR selbst einmal auf der Bühne stehen und sich ausprobieren.

Mit all unseren Angeboten stellen wir uns immer wieder neu den folgenden Fragen: Was ist eigentlich Theater und mit welchen ästhetischen Mitteln wird welches Ergebnis erzielt? Wie ist das Verhältnis zwischen Bühne und Zuschauerraum? Welche Themen werden verhandelt? Und: Was hat das Ganze eigentlich mit mir zu tun?

Wir freuen uns darauf, Sie und euch kennenzulernen, mit Ihren und euren Augen Münster zu entdecken sowie Theater für bzw. mit Ihnen und euch zu machen.

Frank Röpke
Leiter Junges Theater Münster

Kontakt

Theater Münster - Junges Theater
Neubrückenstraße 63
D-48143 Münster

Telefon: +49 (0)2 51-59 09-0
Fax: +49 (0)2 51-59 09-202

 

Theaterkasse
dienstags bis freitags 10:00 -19:30 Uhr
samstags 10:00 -14:00 Uhr
Tel.: +49 (0)2 5-59 09-100
Fax: +49 (0)2 5-59 09-205
Theater

Gespräche mit Astronauten

Schauspiel von Felicia Zeller

Premiere: 15. März 2019

Für alle ab 14 Jahren / 8. Klasse

»Für mich ist die Erde ein Mutterraumschiff. Von oben sieht man nur eins: Die Erde in ihrer Verletzlichkeit, sehr diffizil, sehr filigran.«

Felicia Zellers Stück Gespräche mit Astronauten trifft ins Herz der »Latte-Macchiato-auf-dem-Spielplatz« -Elterngeneration. Aus Gesprächen mit Au-pairs und ihren Gastmüttern hat die Autorin eine bitterböse Familien- und Gesellschaftssatire in Zeiten der Globalisierung destilliert.

Sie heißen Mascha, Olanka, Olga und Irina, kommen aus Rostland, der Schlamparei, der Mogelei oder der Ukulele und sind Au-pair-Mädchen. Eingeladen, um in Knautschland auf die Kinder von Karrierefrauen und Helikoptermüttern aufzupassen. Und neben der Hausarbeit wollen die jungen Frauen eigentlich auch die knautsche Sprache lernen, studieren und ein bisschen Spaß haben – wenn auch nur im internationalen Burgerrestaurant. Und wo sind eigentlich die Männer? Die schweben in Schwerelosigkeit im All und schicken Fotos nach Hause…

Felicia Zeller ist eine der bekanntesten deutschsprachigen Gegenwartsdramatikerinnen. Wiederholt wurden ihre ­Stücke für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert, so auch 2011 das Stück Gespräche mit Astro­nauten. »Eine wahnwitzige Wortkaskadenkomödie, eine Sprechoper […] Da wird mit Worten jongliert, gereimt und gekalauert, was das sprachliche Rüstzeug hält, und vor den Nerven brechen schon mal die Sätze zusammen.«
Christine Dössel, Süddeutsche Zeitung, 21.10.2010

Inszenierung: Gregor Tureček
Bühne & Kostüme: Juliette Collas
Video: Julia Novacek
Dramaturgie: Barbara Bily / Peter Hägele
Theater

Co-Starring

Eine europäische Schulhofgeschichte von Theo Fransz

Aus dem Niederländischen übersetzt von Uwe Dethier
Für Jugendliche ab 12 Jahren/ 7. Klasse

»›Normal‹ ist das langweiligste […], abscheuerregendste und komatöseste Wort, das es auf der Welt gibt. Und das will er überhaupt nicht sein: Normal… Das ist seine Mutter schon!«

Eines Morgens wacht Co auf und plötzlich ist alles an seinem Körper anders! Aber so richtig anders! Ihm wird klar, mit dem Leben als Nebenrolle muss ab sofort Schluss sein. Kurzerhand nagelt er sein Kuscheltier an die Tür, denn logisch will er groß und berühmt werden. Aber auch die Außenwelt hat sich verändert, sie ist plötzlich unberechenbar, voller Gefahren und Tücken.

Co nimmt uns mit in die Welt eines heranwachsenden Jugendlichen. Wer kennt sie nicht von sich selbst, diese lebendige Vorstellungskraft und die ungefilterten Emotionen, die ganz alltägliche Situationen plötzlich gigantische Formen und höchste Dringlichkeit annehmen lassen? »Das Hirn eine Baustelle« ist kein Scherz! Und wenn einem dann noch die erste große Liebe begegnet…!

Theo Fransz hat einen poetischen Monolog übers Erwachsenwerden geschrieben, der humorvoll überhöht beschreibt, was ab einem bestimmten Alter in unseren Köpfen vor sich geht. Sein Stück war Beitrag für die europäischen Schulhofgeschichten und wurde 2001 mit dem Holländischen CJP (Cultural Youth Passport) Bühnenpreis ausgezeichnet. Die Begründung der Jury lautete: »Co behandelt ernste Themen auf unbeschwerte, absurde und humorvolle Weise, indem es diese Themen leicht greifbar macht und es ist ein originelles Stück mit Biss.«
Theater

Teufels Küche

Ein szenisches Konzert für 3 Musiker, 1 Schauspieler, Gemüse und viele Kinder von Moritz Eggert

»Es dampft, brodelt und zischt – zwischen den Töpfen und Pfannen herrscht wildes Chaos…«

In dieser Küche ist wahrlich der Teufel los: Gemeinsam mit seinen ­fleißigen Helfern versucht der Satan höchstpersönlich, ein höllisch gutes Menü zuzubereiten. Dazu werden nicht nur die mitgebrachten Instrumente wie Klarinette, Violoncello und Schlagwerk bespielt, sondern auch Töpfe, Suppenschüsseln und sonstige Küchengerätschaften zum Klingen gebracht.

Alles dampft, brodelt, zischt und nebelt. Topfdeckel heben sich von magischer Hand. Als der Teufel beginnt, die Klänge der ­Kochutensilien und Zutaten zu vertauschen, entsteht ein exotisch-musikalisches ­Gericht: ein Konzert-Happening nicht nur für Kinder.

TEUFELS KÜCHE wurde 2014 als Auftragswerk des internationalen Neue-Musik-Festivals Kinder.Kinder und BigBäng mit Sitz in Hamburg vergeben und dort zur Uraufführung gebracht. Moritz Eggert, der bereits eine Vielzahl von Kompositionen für Kinder und Jugendliche erarbeitet hat, schafft mit diesem Werk eine neue Form des Szenischen Konzerts aus Alltagsgegenständen.
Konzert

2. Kinderkonzert: Schlag auf Schlag

Sinfonieorchester Münster
Studierende der Schlagzeugklasse der Musikhochschule Münster
Stefan Veselka, Musikalische Leitung
Hartwig Maag, Konzept & Moderation


Musik von Darius Milhaud, Emmanuel Séjourné, Ney Rosauro und Nebojša Živkovic

Ab 6 Jahren

Sie sind nicht wegzudenken, die Schlagzeuger in einem großen Orchester. Doch meistens spielen sie ihre Instrumente hinter den Blasinstrumenten – etwas versteckt. Das sei gut für den Klang, sagen die Dirigenten. Doch in diesem Konzert ist alles anders. Die Schlagzeuger bauen ihre Instrumente vor dem Orchester auf und spielen gemeinsam mit den anderen Musikern ganz besondere Musikstücke. Da wollen die Schlagzeuger zeigen, was sie so drauf haben auf ihren Pauken und Trommeln, dem Vibraphon und einem riesenlangen Marimbaphon.

Zwischendrin wechseln die Profis mit kleinen Musikern ab. Die „Kleinen“ aus einigen JeKits-Gruppen von Münsteraner Grundschulen können es auch! Was? – na, auf die Pauke hauen, oder auf Djemben und Congas. Es geht also Schlag auf Schlag – Profis mit dem Orchester und Kinder wechseln sich ab. Und am Schluss spielen drei Schlagzeuger auf einer Riesentrommel. Das wird der Hammer.
Theater

Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute

von Jens Raschke

Für alle ab 10 Jahren / 5. Klasse

»Ich erklär dir mal, wie das hier so läuft. Die Gestiefelten sind die Bosse. Und die Gestreiften sind gar nichts.«

Ohne dass es die Tiere bemerkt haben, sind die Vögel aus dem nahegelegenen Wald verschwunden. Erst der Neuzugang, der Bär, macht die Bewohner des Zoos darauf aufmerksam. Auch der immer größere Gestank des Schornsteins auf der anderen Seite des Zauns scheint die anderen Tiere nicht zu stören. »Aber warum werden die Öfen im Frühjahr noch geheizt?«, fragt der Bär. »Frag mich nicht, was das soll. Ich misch mich da nicht ein. Und nicht zu neugierig sein. Sonst geht es dir wie dem Nashorn«, rät Papa Pavian dem Bären. Dabei kann man sehr gut erkennen, was die Gestiefelten den Gestreiften hinter dem summenden, brummenden Zaun antun. ­Keiner schaut auf die andere Seite des Zauns. Das tut nur der Bär. Was sah das Nashorn, als es auf die andere Seite des Zauns schaute? Was ­sehen wir, wenn wir auf die andere Seite des Zauns schauen? Und was tun wir, wenn wir ­sehen, dass auf der anderen Seite des Zauns Unmenschliches geschieht?

»Es gab tatsächlich einen Zoo im Konzentrationslager Buchenwald«, schreibt Jens Raschke. Aber »es ist kein Stück über das Konzentrationslager Buchenwald – darüber lässt sich womöglich gar kein Stück schreiben –, sondern ein Stück über die Frage: Bär oder Pavian?«

Inszenierung: Thomas Hollaender
Bühne & Kostüme: Janina Mendroch
Dramaturgie & Theaterpädagogik: Paula Linke
Familie / Konzert Bielefelder Philharmoniker Bielefeld, Brunnenstraße 3-9