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Schauspiel Stuttgart

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Schauspiel Stuttgart
Oberer Schloßgarten 6
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)7 11-20 32-0

 

Spielstätten:
SCHAUSPIELHAUS: Oberer Schloßgarten 6, 70173 Stuttgart
NORD: Löwentorstraße 68 / Löwentorbogen, 70376 Stuttgart
KAMMERTHEATER: Konrad-Adenauer-Straße 32 (Neue Staatsgalerie), 70173 Stuttgart
ERDGESCHOSS: Theodor-Heuss-Str. 4, 70174 Stuttgart
TÜRLENSTRASSE (Arena / Werkhalle / Box&Klub): Türlenstraße 2, 70191 Stuttgart
Theater

Schöne neue Welt

nach dem Roman von Aldous Huxley

Premiere: 07. April 2018, Nord

Aldous Huxleys Schöne neue Welt gilt als zeitloser Klassiker. Die Diktatur, in die uns der Roman entführt, ist eine Welt des permanent erzwungenen Dauerglücks. Ein Großteil der Menschheit lebt polyamourös, alle Leiden sind abgeschafft – es gibt keine Armut mehr, kein Alter, keine Krankheit. In gottesdienstähnlichen Zeremonien wird die Bevölkerung zu gleichförmigen Mitläufern des Systems erzogen. Die Droge Soma macht sie willenlos. „Oh, schöne neue Welt, die solche Wesen trägt.“

Nur der Außenseiter Bernard Marx entzieht sich dem Diktat der Herrschenden. Gemeinsam mit Lenina Crown unternimmt er eine Expedition in das Eingeborenen-Reservat, in dem die Menschen frei von staatlicher Kontrolle leben – mit Leiden und Krankheit, aber auch beseelt durch Leidenschaft und Fantasie.
Mit Schöne neue Welt von Aldous Huxley, Fahrenheit 451 von Ray Bradbury und 1984 von George Orwell sind am Schauspiel Stuttgart in der laufenden Spielzeit drei der bekanntesten Dystopien des 20. Jahrhunderts auf der Bühne zu erleben. Drei Regisseure widmen sich aus unterschiedlichen Perspektiven und Lebensaltern heraus der Zukunft, die in Teilen unsere Gegenwart ist. Schöne neue Welt ist nach Schulden, Seymour, Das schweigende Mädchen, Dysmorphomanie und Katzelmacher die sechste Koproduktion mit der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in der Intendanz von Armin Petras.

Regie: Philipp Rosendahl
Bühne und Kostüme: Brigitte Schima
Musik: Marco Mlynek
Dramaturgie: Bernd Isele
Theater

Amerika

nach dem Roman von Franz Kafka

Premiere: 13. April 2018

Sein Glück soll der sechzehnjährige Karl Roßmann in Amerika suchen. So wollen es zumindest seine Eltern, die den Jungen auf die Fahrt über den Atlantik geschickt haben, nachdem er ein Dienstmädchen geschwängert hatte. Amerika erscheint als Sehnsuchtsort: Glück, Erfolg, Reichtum – so soll es sein. Vor Jahren ist Karls Onkel ausgewandert und lebt mittlerweile als angesehener Geschäftsmann in diesem fernen Land. Doch Karls Weg erzählt eine andere Geschichte. Die Freiheitsstatue hält zum Empfang statt einer Flamme ein Schwert in Händen. Die Menschen, denen er begegnet, treiben ihn auf dieser Reise in ein anderes Amerika. Denn so einfach ist das nicht im Exil. Karl erlebt Ungleichheit, soziale und wirtschaftliche Not und Unfreiheit. Von zu Hause aus gesehen ist er längst Der Verschollene (so auch der Titel der späteren Ausgaben des Textes). Einer, der mehr und mehr zur Seite geschoben wird, der im fremden Land immer fremd bleibt, so herzlich und offen er auch versucht, Begegnungen zu stiften, und dem seine eigene Identität dabei abhanden kommt.
Kafka selbst ist nie in Amerika gewesen, verfolgte aber das Schicksal der Auswanderer in seiner Familie mit größtem Interesse. Reiseberichte, Zeitungsartikel, Fotos, Stummfilme und literarische Vorbilder wie James Dickens prägten sein Schreiben an diesem ersten – Fragment gebliebenen – Roman. Der negative Entwicklungsroman reiht sich in unserem Spielplan ein in die Beschäftigung mit den Dystopien von 1984, Fahrenheit 451 sowie Schöne neue Welt.

Regie: Lilja Rupprecht
Bühne: Anna Ehrlich, Annelies Vanlaere
Kostüme: Christina Schmitt
Video: Moritz Grewenig
Musik: Romain Frequency
Licht: Felix Dreyer
Dramaturgie: Katrin Spira
Theater

Daumenregeln

von Iva Brdar

Deutschsprachige Erstaufführung: 21. April 2018, Nord

Aus dem Serbischen von Alida Bremer

Ana und Monika bilden ein Team. Sie nehmen an einem Wettbewerb teil und trampen von ihrer schwedischen Heimat Richtung Strezimirovci, einer geteilten Stadt auf der Grenze zwischen Bulgarien und Serbien. Die Spielregeln sind simpel: Das Team, das als erstes ankommt, gewinnt. Vier weitere Regeln gibt es: Nur trampen ist erlaubt. Übernachtet wird im Zelt. Bei Gefahr darf man entweder lächeln oder einen Stein werfen. Die letzte Regel: Wenn du anfängst zu zweifeln, dann renn so schnell du kannst. Der ausgestreckte Daumen bedeutet jedes Mal ein Eindringen in eine fremde Lebenswelt und manchmal gewaltvolle Abhängigkeit. Ana und Monika reisen auf Umwegen. Am Ende rennen sie.

Geografisch beschreibt Daumenregeln eine Fahrt von Nord nach Süd, kulturell begeben sich die Frauen auf eine Reise von West nach Ost: Die unterschiedlichen Lebensentwürfe, Wertvorstellungen und Träume prallen aufeinander. Je näher die Autos dem Ziel kommen, desto mehr verschwimmen die Grenzen, die Bilder, die Menschen. Die 1983 in Belgrad geborene Autorin Iva Brdar entwirft mit einem leichten Roadmovie-Spirit ein ernstes Bild von Europa und hinterfragt die europäische Gemeinschaft als solche. Und dennoch: Die Figuren sind kämpferisch und finden in der Fremde ein Stück ihrer Selbst. Nach der Uraufführung im Februar 2018 am Cherry Arts Theatre, Ithaca bei New York, wird mit Daumenregeln nun zum ersten Mal ein Stück von Iva Brdar auf einer deutschsprachigen Bühne zur Aufführung gebracht. Dies ist der Auftakt einer dreiteiligen Inszenierungsreihe von Stücken, die sich im Vorfeld des Festivals The Future of Europe mit dem Thema beschäftigen.

Regie: Wibke Schütt
Bühne: Vanessa Sgarra
Kostüme: Svea Schiemann
Sound Design: Justus Wilcken
Licht: Gregor Roth
Dramaturgie: Franziska Baur
Theater

König Lear

von William Shakespeare

Neufassung von Jutta Ferbers nach der Übersetzung von Wolf Baudissin
Im Anfang steckt schon das Ende, die ganze Katastrophe: Der alte König Lear will vor der Zeit abdanken, Macht, Besitz und die Sorge um den Staat ablegen und sein Reich unter seinen drei Töchtern zu gleichen Teilen aufteilen. Er stellt die Liebe seiner Töchter auf die Probe und veranstaltet einen Wettstreit unter ihnen: als Preis für ihr Erbe sollen sie ihm ihre Zuneigung bekunden. Goneril und Regan, die beiden älteren, entledigen sich eloquent ihrer Aufgabe – und bekommen ihre Teile. Ihre Heuchelei bringt Cordelia, die jüngste, von ihm am meisten geliebte Tochter dazu, sich dem rhetorischen Wettbewerb zu verweigern – auf die Frage, was sie sage, antwortet sie: „Nichts.“ Mit diesem „Nichts“ nimmt die Tragödie ihren Lauf: Wutentbrannt verstößt und enterbt ihr Vater sie und teilt sein Reich unter den beiden anderen Schwestern auf – womit er seine Macht aufgibt und sich Goneril und Regan ausliefert. Die Worte seines Narren, zu ihm als Warnung gesprochen, können ihn nicht mehr erreichen. Dieses „Nichts“ hallt durch die Welt. Was ist Wahrheit? Was ist Täuschung? Goneril und Regan jagen ihren Vater in die Wüste und degradieren Lear zum Ausgestoßenen. Aus Schmerz, Trauer und Wut verfällt Lear dem Wahnsinn. Dieses „Nichts“ ist das Fanal einer dunklen Apokalypse: Gesetz, Moral, Logik und Vernunft implodieren, Gewalt, Chaos, Wahnsinn und Zerfall treten an ihre Stelle. Am Ende sind alle tot.

Regie: Claus Peymann
Bühne: Karl-Ernst Herrmann
Kostüme: Margit Koppendorfer
Licht: Karl-Ernst Herrmann, Felix Dreyer
Dramaturgie: Jutta Ferbers, Jan Hein
Theater

Der Steppenwolf

nach dem Roman von Hermann Hesse

Der Steppenwolf, begonnen 1925 in Basel, vollendet 1927 in Zürich, ist das Werk, von dem die internationale Renaissance Hermann Hesses ausgegangen ist – seine Wiederentdeckung als Autor vor allem von der jungen Generation Amerikas während des Vietnamkrieges. Im Steppenwolf erkannte sich der Teil der Jugend wieder, der an den Strukturen der Gesellschaft zweifelte: „Es gibt nun Zeiten, wo eine ganze Generation so zwischen zwei Zeiten, zwischen zwei Lebensstile hineingerät, dass ihr jede Selbstverständlichkeit, jede Sitte, jede Geborgenheit und Unschuld verlorengeht.“, heißt es im Roman.

Mindestens zwei Welten wohnen in seiner Brust: Harry Haller, ein einsamer Intellektueller, zerreißt sich selbst zwischen dem bürgerlich-angepassten Leben und seiner Sehnsucht danach auszubrechen. Die Welt um ihn herum scheint einen neuen Krieg geradezu herbeizusehnen, während er selbst vollkommen menschenfern und zurückgezogen in einer Mansardenwohnung lebt. Haller ekelt sich vor der Welt. Wie auch Faust will er versuchen, sich umzubringen, trifft aber auf eine schöne,
geheimnisvolle Frau: Hermine. Unter mysteriösen Umständen wird ihm das Traktat vom Steppenwolf zugespielt, in dem er sich wiedererkennt. Hermine beeindruckt ihn und bereitet ihn auf den Eintritt ins „Magische Theater“ vor, wo er neben Goethe und unter Mozarts göttlichem Gelächter das Figurenspiel der Unsterblichen lernen soll.

Nach Unterm Rad setzen wir mit Der Steppenwolf, in der Regie von Philipp Becker, der das erste Mal in Stuttgart inszeniert, die Beschäftigung mit Hermann Hesse fort.

Regie: Philipp Becker
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Katharina Müller
Musik: Johannes Hofmann
Licht: Sebastian Isbert
Dramaturgie: Carmen Wolfram
Theater

Uraufführung

von Hofmann&Lindholm nach einem Motiv aus Goethes Faust. Der Tragödie zweiter Teil

Nach ihrer Inszenierung Familie Weiß am Schauspiel Stuttgart befasst sich das Künstlerkollektiv Hofmann&Lindholm nun erstmals mit einem klassischen Bühnenstoff. In Uraufführung setzt es sich mit einer der geheimnisvollsten Szenen aus Goethes Faust II auseinander – dem sogenannten Abstieg zu den Müttern. Geheimnisvoll ist die Episode vor allem, da sie nur aus einer vielsagenden Auslassung besteht, die sich zwischen der Vorbereitung des Abstiegs und dem Wiederauftauchen des Titelhelden auftut. Goethe schrieb die Szene nicht, er konnte sie nicht schreiben, da der Abstieg zu den Müttern einer Reise an den Anfang gleichkommt – in eine Zeit vor der Geburt der Zeichen, an den Ursprung der Welt und des Sichtbaren. Mephisto, der „Geist, der stets verneint“, vermag nur ex negativo darzustellen, was Faust im Reich der Mütter zu erwarten habe: „kein Ort, noch weniger eine Zeit [...] Kein Weg! Ins Unbetretene, / Nicht zu Betretende; ein Weg ans Unerbetene,/ Nicht zu Erbittende“ – ein bloßes Chaos, vor dem Moment der Formwerdung, abseits räumlicher und zeitlicher Lokalisierung.

Hofmann&Lindholm widmen sich der nicht geschriebenen, nicht beschreibbaren Szene aus Faust II und inszenieren eine ebenso bildreiche wie verstörende Begegnung mit dem Vorbegrifflichen und Vorbewussten. Der Tragödie zweiter Teil dient ihnen dabei als Folie für ein opulentes Panoptikum des Flüchtigen und Prozesshaften. Der notorische Sinnsucher Faust begibt sich in „der Gebilde losgebundene Reiche“ und entdeckt die Quelle aller Wandlungen und Destabilisierungen: „Gestaltung, Umgestaltung, / Des ewigen Sinnes ewige Unterhaltung“.

Regie: Hofmann&Lindholm
Bühne: Julian Marbach
Kostüme: Svea Schiemann
Licht: Gregor Roth
Produktionsleitung: Silinee Damsa-Ard
Dramaturgie: Anna Haas
Theater

Das 1. Evangelium

frei nach dem Matthäus-Evangelium

Und Gott wurde Mensch. Auf den Spuren des Matthäus-Evangeliums, Bachs Passionen und der Verfilmung von Pier Paolo Pasolini erzählt der Regisseur Kay Voges vom Ur-Mythos des Neuen Testaments. Zwischen dem Schrei der Geburt und dem Schrei des Todes ereignet sich das Leben des Menschen Jesus von Nazareth. Wie kann man die Menschwerdung Gottes heute erzählen? Pasolini hatte Jesus als realistische, menschliche Figur inszeniert. Im italienischen Matera drehte er fast ausschließlich mit Laiendarstellern. Auch Fred Holland Day, einer der ersten Pioniere der amerikanischen Fotografie, inszenierte im Sommer 1898 auf einem Hügel mit Nachbarn aus seinem Wohnort Norwood eine Passionsserie. Er selbst übernahm die Rolle Jesu Christi – inspiriert hatte ihn dazu ein Besuch bei den Oberammergauer Passionsspielen. Pasolinis und Days Beschäftigung mit dem Evangelium bieten Kay Voges die Folie, parallel zur Passionsgeschichte das „Live-Making-of“ der Inszenierung in Szene zu setzen: Er zeigt, wie die Bilder, die einen überwältigen, hergestellt werden. Dadurch lernt man zugleich, diesen Bildern zu misstrauen. Voges’ Arbeiten bewegen sich im Grenzbereich zwischen Bildender Kunst, Theater, Film und Liturgie. Frei nach Matthäus erzählt er von den Passionen unserer Welt, vom Glauben, vom Verlust des Glaubens und vom Leben des Künstlers als Schmerzensmann.

Regie: Kay Voges
Bühne: Michael Sieberock-Serafimowitsch
Beleuchtungs- und Videokonzept: Voxi Bärenklau
Kostüme: Mona Ulrich
Musik: Paul Wallfisch
Live Kamera: Tobias Dusche, Daniel Keller
Video: Robi Voigt
Ton-Angler: Max Brunner, Eva Dörr
Live-Ton-Sampling: Philipp Roscher
Dramaturgie: Anna Haas, Jan Hein
Theater

Lulu

Ein Rock-Vaudeville

Mit Musik von The Tiger Lillies nach Frank Wedekind

Lulu ist Wedekinds weltberühmte Tragödie, an der er 21 Jahre, von 1892 bis 1913, arbeitete und in ihr die beiden Teile Erdgeist und Die Büchse der Pandora vereint. Das Stück brachte ihm den Vorwurf „moralischer Anrüchigkeit“ ein, dem sich Theaterskandale und ein langwieriger Gerichtsprozess anschlossen. In der Version der britischen Kultband The Tiger Lillies wird aus Wedekinds „Monstretragödie“ eine „Mörderballade“ (Lulu – A Murder Ballad). Wie in einer lüsternen und blutigen Moritat verfallen die Herren der Gesellschaft Lulu, ob sie nun Dr. Goll, Schwartz, Shunning oder Alwa heißen. Lulu ist Engel, Monster, Kind, Muse, Tier, Verführerin, Beute, Mörderin in einem. Sie ist eine Nachtwandlerin der Liebe, ist die Kindfrau, die die Männer fasziniert. Sie ist real und ein Fantasieprodukt. Lulu herrscht und wird beherrscht. Bürgerliche Moral scheitert an ihrer Unbedingtheit.

Regie: Armin Petras
Musikalische Leitung: Miles Perkin
Bühne: Julian Marbach
Kostüme: Annette Riedel
Licht: Norman Plathe
Choreografie: Berit Jentzsch
Dramaturgie: Carmen Wolfram
Familienprogramm

Der Zauberer von Oz

Familienstück für alle ab 6 Jahren
nach dem Roman von L. Frank Baum

Als ein Wirbelsturm das Holzhaus erfasst, in dem Dorothy mit ihrer Tante und ihrem Onkel lebt, wird sie mit dem Wind fortgetragen in ein geheimnisvolles Land. Bei ihrer Landung hat sie mit ihrem Haus unabsichtlich die böse Hexe des Ostens unter sich begraben. Sie wird als Befreierin gefeiert und darf ab sofort die Zauberschuhe der Hexe tragen.
Doch Dorothy will vor allem eins: dringend zurück nach Hause, nach Kansas. Sie erfährt, dass ihr dabei nur der Zauberer von Oz helfen kann, der Herrscher der Smaragdstadt. Auf ihrem Weg dorthin trifft Dorothy auf sehr spezielle Wegbegleiter. Auf eine Vogelscheuche, die den Kopf voller Stroh hat, auf einen Blechmann ohne Herz und auf einen feigen Löwen. Die ungleiche Gruppe überwindet auf dem Weg etliche Hindernisse. Gemeinsam kommen sie schließlich am Ziel an – und erhoffen sich vom Zauberer Herz, Verstand, Mut und den Weg zurück nach Hause. Doch sie haben noch eine Hürde zu überwinden: Einer von ihnen muss die böse Hexe des Westens besiegen, nur dann wird der Zauberer ihre Wünsche erfüllen.

Der Roman Der Zauberer von Oz von L. Frank Baum wurde quasi über Nacht ein Verkaufsschlager. Es folgten noch 13 weitere Bände über das Märchenland Oz. Der Stoff wurde seither etliche Male für die Bühne bearbeitet, als Musical gezeigt und mehrfach verfilmt.

Regie: Wolfgang Michalek
Bühne: Natascha von Steiger
Kostüme: Sara Kittelmann
Musik: Max Braun
Licht: Felix Dreyer
Dramaturgie: Katrin Spira
Theater

Faust I

von Johann Wolfgang von Goethe

Schneller, höher, weiter. Faust ist der Klassiker der deutschen Moderne. Der Troll des Fortschritts, der Unrast, der unstillbaren Lust und Energie. Faust ist die Dichtung der Superlative: das meistzitierte und meistbesuchte Theaterstück in Deutschland und (rechnet man die Entstehungsphase beider Teile zusammen) im vollen Wortsinn ein Lebenswerk. Goethe beginnt in jungen Jahren zu schreiben, arbeitet ein Leben lang an seinem Faust und vollendet ihn nach eigenem Ermessen nie. Das Werk ist Jugendstreich und Alterswerk zugleich. Schneller, höher, weiter…

Mindestens ebenso vielgestaltig wie die Stadien des Werks sind seine Lesarten: als Nationalepos der Deutschen oder als Weltentwurf, als politische Parabel, als Zitatenschatz oder als die Gelehrtentragödie eines Universalgenies. In der Eröffnungsinszenierung der Spielzeit lauscht Regisseur Stephan Kimmig auf das Schlagen der drei jungen Herzen, die in „Der Tragödie erster Teil“ wohnen: auf das unstillbare Verlangen eines vom Durst nach Leben Getriebenen, auf die Künste und Verlockungen eines großen Verführers und auf die Hingabe einer in ihrer Liebe radikalen, jungen Frau.

Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Sigi Colpe
Licht: Wolfgang Göbbel
Musik: Malakoff Kowalski
Dramaturgie: Bernd Isele
Theater

Der Scheiterhaufen

nach dem Roman von György Dragomán

Rumänien 1989 /90: Zwei Monate nach dem Sturz Ceauşescus stehen die Überreste des diktatorischen Regimes in Flammen. Die 13-jährige Waise Emma wird von einer Unbekannten, die sich als ihre Großmutter vorstellt, aus dem Internat abgeholt und soll von nun an bei ihr leben. Widerstrebend folgt sie der Fremden in eine neue Stadt. In ihrer neuen Schule wird sie gemieden, denn ihre Großmutter gilt als Spitzel und Verrückte, die im Kaffeesatz, in Mehl und Blut die Zukunft liest.

Der viel beachtete Roman von György Dragomán richtet den Blick auf eine von Angst und Unsicherheit geprägte Umbruchszeit. Durch die Augen eines Mädchens schaut er auf die blutige Geburt einer jungen Demokratie: auf eine Welt zwischen dem Gestern und dem Heute, auf die Rituale von Schuld, Rache und Trauer, auf die merkwürdige Freundschaft zwischen einer Großmutter und ihrer Enkelin, auf das Schicksal der Überlebenden und auf die Wirkmacht der Toten. Die Uraufführung entsteht als besondere Form der Koproduktion. Armin Petras probt den Abend mit sechs Schauspielerinnen aus drei am Projekt beteiligten Ländern. Die Inszenierung wird in der jeweiligen Landessprache und mit jeweils zwei Schauspielerinnen in Dresden, Stuttgart, Sibiu und Budapest zu sehen sein.

Regie: Armin Petras
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katja Strohschneider
Musik: Jörg Kleemann
Licht: Norman Plathe
Dramaturgie: Bernd Isele, Anne Rietschel
Theater

Was hält uns zusammen wie ein Ball die Spieler einer Fußballmannschaft? (AT)

von René Pollesch

„Es ist vielleicht nicht so, dass in den menschlichen Geschichten auch Gegenstände vorkommen, sondern dass die menschlichen Geschichten untrennbar mit den Gegenständen verbunden sind. Man fragt sich ja, was hält die Handlung in Gang, unser Leben und das alles, wie hielten wir das alles in Gang? In Filmen sind es oft Dinge. Der Falke aus dem ‚Malteser Falken’, oder der Tesserakt aus den ‚Avengers’. Ich würde gerne über ein Ding sagen können, dass das WIR sind, nicht weil wir darin leben, oder sitzen oder liegen, also weil es Teil unseres Milieus ist, sondern weil es in der Lage ist, eine Gruppe, ein Kollektiv zusammenzuhalten, wie etwa ein Ball die Spieler einer Fußballmannschaft.“
René Pollesch

René Polleschs Inszenierungen entstehen immer in engster Zusammenarbeit mit dem Ensemble und haben wegen der humorvollen, überbordenden Sprech- und Spielweise Kultstatus erworben. Seit über 15 Jahren sind seine Arbeiten am Schauspiel Stuttgart zu sehen. Nach dem live gespielten Film Stadion der Weltjugend im Autokino Kornwestheim, stellt der Autor und Regisseur René Pollesch den Schauspielern in seinem neuesten Stück auf der Bühne des Schauspielhauses einen Frauenchor zur Seite.

Regie: René Pollesch
Bühne: Janina Audick
Kostüme: Svenja Gassen
Chorleitung: Christine Groß
Licht: Sebastian Isbert
Dramaturgie: Anna Haas
Theater

Autostück. Belgrader Hund

Von Anne Habermehl

Theater auf Rädern. Die Stadt als Bühne. Ein Auto fährt mit Ihnen auf der Rückbank durch das abendliche Stuttgart. Auf dem Fahrersitz ein Schauspieler. Das Radio läuft. Musik. Nachrichten. Die Ampeln springen um. Das Zentrum lassen Sie hinter sich. Eine Frau steht am Straßenrand, der Wagen hält, sie steigt zu, auf den Beifahrersitz. Ein Wortwechsel, plötzlich scheint alles möglich. Ein winziges, intensives, intimes Kammerspiel entspinnt sich zwischen den beiden. Wenige Zentimeter vor Ihren Augen, Ohren und Nasen. Während draußen die abendliche Stadt vorüberzieht wie ein Film. Vielleicht beschlagen irgendwann die Scheiben. Der Wirklichkeit ausgesetzt verändert sich Ihre Wahrnehmung. Die Grenzen zwischen Realität und Spiel, zwischen Schauspielern, Statisten und Zuschauern verschwimmen. Eine Expedition zu den Rändern des Theaters. Und der eigentliche Held ist die Stadt selbst, durch die Sie fahren. Sie blickt zurück.

„Ein Stück wie ein Roadmovie – zwischen Brinkmann und Lynch. Das Auto als kleinstmöglicher Zuschauerraum. Stuttgart als Bühnenbild für eine Uraufführung.‟ Stefan Pucher

Regie: Stefan Pucher
Co-Regie: Tom Stromberg
Soundtrack-Design: DJ Koze
Dramaturgie: Jan Hein
Aufführungen / Theater Schauspiel Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 6
Aufführungen / Konzert Malta Philharmonic Orchestra Floriana, Malta, 1, Triq John Lopez
Aufführungen / Konzert SWR Symphonieorchester Stuttgart, Neckarstraße 230
Aufführungen / Theater Theater der Altstadt Stuttgart Stuttgart, Rotebühlstraße 89
Aufführungen / Konzert Int. Bachakademie Stuttgart Stuttgart, Hasenbergsteige 3
Aufführungen / Konzert Akademie Schloss Solitude Stuttgart, Solitude 3
Mi, 25.4.2018, 19:00 Uhr
Aufführungen / Theater Boulevärle - Schwäbisches Theater e.V. Stuttgart, Neckartalstraße 261
Fr, 27.4.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Neugereuter Theäterle e.V. Stuttgart, Schneideräckerstr. 57
Sa, 28.4.2018, 20:22 Uhr
Aufführungen / Aufführung Stuttgarter Kammerorchester e.V. Stuttgart, Johann-Sebastian-Bach-Platz
Mi, 2.5.2018, 19:30 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstraße 5
Do, 3.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Boulevärle - Schwäbisches Theater e.V. Stuttgart, Neckartalstraße 261
Fr, 4.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Fr, 4.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Fr, 4.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstraße 5
Sa, 5.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Stuttgarter Kammerorchester T1 Stuttgart, Johann-Sebastian-Bach-Platz
Do, 10.5.2018, 19:30 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Do, 10.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Fr, 11.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Sa, 12.5.2018, 18:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstraße 5
Sa, 12.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Neugereuter Theäterle e.V. Stuttgart, Schneideräckerstr. 57
Sa, 12.5.2018, 20:22 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstraße 5
So, 13.5.2018, 19:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Do, 17.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Boulevärle - Schwäbisches Theater e.V. Stuttgart, Neckartalstraße 261
Fr, 18.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Fr, 18.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Neugereuter Theäterle e.V. Stuttgart, Schneideräckerstr. 57
Sa, 19.5.2018, 15:17 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Sa, 19.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Neugereuter Theäterle e.V. Stuttgart, Schneideräckerstr. 57
Sa, 19.5.2018, 20:22 Uhr
Aufführungen / Konzert Ludwigsburger Schlossfestspiele Ludwigsburg, Marstallstr. 5
Mo, 21.5.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Friedrichstheater e. V. Stuttgart, Alexanderstrasse 133
Aufführungen / Aufführung Theatergruppe Schischiphusch e. V. Hatzenbühl, Mozartstr. 4
Helga Großardt
Aufführungen / Aufführung Carl-Theater Villingen-Schwenningen, Romäusring 2
Aufführungen / Aufführung Neugereuter Theäterle e.V. Stuttgart-Neugereut, Seeadlerstrasse 7
Haus St. Monika Rupert-Mayer-Saal
Aufführungen / Aufführung [theater] Dimbeldu Vaihingen, Märchen und mehr ...
Puppentheater Kinderschminken
Aufführungen / Aufführung Theater der Altstadt Stuttgart, Rotebühlstraße 89
Aufführungen / Aufführung Theater tri-bühne Stuttgart, Eberhardstraße 61A
Aufführungen / Aufführung theater rampe stuttgart stuttgart, Filderstraße 47
Aufführungen / Aufführung LIMA-Theater Esslingen, Landolinsgasse 1
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schlossgarten 6
Aufführungen / Konzert C.Bechstein Centrum Tübingen Tübingen, Konrad-Adenauer-Str. 9
Aufführungen / Theater AuGuSTheater Neu-Ulm Neu-Ulm, Silcherstraße 2
Theater Neu-Ulm
Aufführungen / Theater LIMA-Theater Esslingen, Landolinsgasse 1
Aufführungen / Theater Wilhelma Theater Stuttgart, Neckartalstraße 9
Aufführungen / Aufführung Boulevärle Stuttgart, Neckartalstr. 261
Schwäbisches Theater e.V.
Aufführungen / Theater Boulevärle-Schwäbisches Theater e.V. Stuttgart, Neckartalstr. 261
Aufführungen / Aufführung Philharmonia Chor Stuttgart e.V. Fellbach, Kienbachstraße 12
Aufführungen / Oper Opernfestspiele Heidenheim Heidenheim an der Brenz, Grabenstraße 15