SCHAUSPIEL STUTTGART
Spielzeit 2011/12
Bab und Sane
von René Zahnd
Deutschsprachige Erstaufführung: 02. Februar 2012, Foyer Nord
Bab und Sane sind die Hüter der luxuriösen Villa Paradies, dem europäischen Wohnsitz eines größenwahnsinnigen und blutrünstigen Diktators, der in seiner fernen Heimat regiert.
Um der Langweile des unendlichen Wartens zu entgehen, unterhalten sich die beiden mit Wortspielen, inszenieren Revolution und Politik und machen absurde bis bittere Scherze miteinander. Bis sie die Nachricht vom Sturz des Tyrannen erhalten. Ängste und offene Fragen, die bis jetzt unterdrückt waren, kommen nach und nach zum Vorschein. Das Betreten der Außenwelt scheint ihnen zu gefährlich und wo es geht zu vermeiden. Strom und Wasser werden plötzlich abgestellt. Sie spielen aber trotzdem weiter ihre Spiele, sei das was sie treiben immer noch Spiel oder langsam Wahn.
Regie: Markus Klemenz
Ort:
Foyer Nord
Termine:
So, 5.2.2012, 20:00 |



Mo, 13.2.2012, 20:00 |



So, 19.2.2012, 20:00 |



Sa, 25.2.2012, 20:00 |


Don Karlos
von Friedrich Schiller
Premiere: 17. Februar 2012, Schauspielhaus
Der politische Autor Friedrich Schiller ist immer auch ein Wirkungsästhetiker, er verknüpft das Ideendrama mit einer ausgefeilten Intrige. Im katholischen Imperium Philipps des Zweiten verortet der Autor die Freiheitssehnsucht seiner Helden Karlos und Posa.
Regie: Hasko Weber
Ort:
Schauspielhaus
Termine:
Fr, 17.2.2012, 19:30 | Premiere |



Mo, 20.2.2012, 19:30 |



So, 26.2.2012, 19:30 |



Di, 28.2.2012, 19:30 |


Roberto Zucco
von Bernard-Marie Koltès
Premiere: 18. Februar 2012, Nord
Er balanciert auf dem Dach wie ein Held, trittsicher und ohne Angst. Dieses Dach ist das Dach eines Gefängnisses und er, der Held, ist Roberto Zucco, der von sich behauptet: „Ich bin ein normaler vernünftiger Junge, ich bin kein Held. Helden sind Verbrecher." Zucco hat seinen Vater umgebracht, deshalb saß er im Zuchthaus. Doch Zucco ist geschickt und schnell – er flieht. Und er bringt, wie im Vorbeigehen, noch mehr Menschen um: seine Mutter, den Inspektor, ein Kind. Er ist einer, der ohne Motiv mordet. Und einer, der nicht ins System passt. Zucco ist ein Getriebener, auf der Jagd nach einer Alternative zur Normalität.
Regie: Mareike Mikat
Ort:
Nord
Termine:
Sa, 18.2.2012, 16:00 | Premiere |



Mo, 20.2.2012, 20:00 |



Mi, 29.2.2012, 20:00 |


Das Spiel ist aus
von Jean-Paul Sartre
Premiere: 18. Februar 2012, Schauspielhaus
Das Drehbuch „Das Spiel ist aus", entstanden während der deutschen Besatzung Frankreichs und 1947 von Jean Delannoy verfilmt, zählt zu Jean-Paul Sartres bekanntesten Werken. Es erzählt vor dem Hintergrund eines unmittelbar bevorstehenden Aufstands gegen einen ungenannt bleibenden tyrannischen Herrscher die Geschichte eines ungleichen Paares.
Regie: Sebastian Baumgarten
Ort:
Schauspielhaus
Termine:
Sa, 18.2.2012, 20:00 | Premiere |



So, 19.2.2012, 20:00 |



Mi, 29.2.2012, 19:30 |


Emilia Galotti
von Gotthold Ephraim Lessing
Stuttgarter Premiere: 24. Februar 2012, Schauspielhaus
Hettore Gonzaga, Prinz von Gustalla, liebt. Zwar nicht seine Geliebte, die Gräfin Orsina und auch nicht die Prinzessin von Massa, der er versprochen ist, sondern „die vorzüglichste Schönheit der Stadt", die bürgerliche Emilia Galotti. Diese Liebe, die den Prinzen von seinem ihm leidigen Alltag ablenkt und zur Handlung treibt, ist der Ausgangpunkt für das bürgerliche Trauerspiel EMILIA GALOTTI.
Regie: Barbara-David Brüesch
Ort:
Schauspielhaus
Termine:
Fr, 24.2.2012, 20:30 | Premiere |



Sa, 25.2.2012, 19:30 |



Mo, 27.2.2012, 19:30 |


Die Altruisten
von Nicky Silver
,Die Welt ist schlecht und ungerecht – und wir sind dagegen!' Das ist die Parole von Ethan, dem arbeitslosen Frauenbetörer, der auf Kosten seiner Freundin Sydney das Leben bestreitet sowie der Pseudo-Lesbe Cybil, die aus Political Correctness nur mit Frauen zusammen ist und wenn, dann „versehentlich" mit Männern schläft. Bei Demos und Molotowcocktail-Aktionen sind sie täglich ganz vorne mit dabei. Dass das Ziel der einzelnen Aktionen nebulös ist, lässt sich bei einem solch feurigen Kampf für eine gerechtere Welt nicht vermeiden.
Regie: Christian Brey
Ort:
Kammertheater
Termine:
Sa, 4.2.2012, 19:00 |



Di, 7.2.2012, 20:00 |



Mi, 8.2.2012, 20:00 |



Fr, 10.2.2012, 20:00 |



Sa, 11.2.2012, 20:00 |



Di, 14.2.2012, 20:00 |



Mi, 15.2.2012, 20:00 |



Do, 16.2.2012, 20:00 |



Sa, 18.2.2012, 20:00 |



So, 19.2.2012, 18:00 |



Mo, 20.2.2012, 20:00 |



So, 26.2.2012, 20:00 | letzte Aufführung! |


Zwei arme, polnisch sprechende Rumänen
von Dorota Masłowska
als Read-Movie inszeniert von Bijan Zamani
Zugedröhnt torkeln Parcha und Dschina, getarnt als „arme, polnisch sprechende Rumänen“, mitten in der Nacht durch die polnische Provinz. Zwischen buntem Delirium und schmerzhaften Realitätseinbrüchen findet ihre Suche nach dem Weg nach Warschau – wo Parcha pünktlich um acht Uhr früh in einer beliebten TV-Serie einen Priester geben soll – statt. Auf ihrem absurden Road-Trip stellen die beiden fest, dass all jene rechtschaffenen Bürger, denen sie sich aufdrängen, noch durchgeknallter und kaputter als sie selbst sind ...
Die junge polnische Autorin Dorota Masłowska hat mit Zwei arme, polnisch sprechende Rumänen ein „Sozialdrama auf Speed samt kaltem Entzug“ (SZ) geschrieben. Wirklichkeit und Lüge verschwimmen, wobei am Ende des wilden Trips das böse Erwachen steht und die Erkenntnis, dass man trotz aller Drogen und Fantasien der Härte der Wirklichkeit nicht entkommen kann.
Ort:
Nord
Termin:
Sa, 4.2.2012, 22:00 |


Nichts Schöneres
von Oliver Bukowski
Wie kein anderer deutschsprachiger Autor leuchtet Oliver Bukowski mit den Mitteln der Sprache die kleinen individuellen und sozialen Tragödien des Lebens aus. Seine Figurensprache orientiert sich am Slang der Lausitz, ohne je in pure Dialektimitation zu verfallen, sie ist gestisch reich und vor allem urkomisch. Die Sprache verrät das Gewordensein und die soziale Prägung der Figuren, sie denunziert sie nicht, sondern macht es möglich, sie in ihrem Sprechen zu entdecken.
So ist es in NICHTS SCHÖNERES auch mit Mechthild, einer Frau um die Fünfzig, die über eine Kontaktannonce das Liebesglück sucht. In ihrem Monolog streift sie dabei durch die Vergangenheit – Frauengefängnis, psychiatrische Anstalt, Gewalt von Männern – all das hat Mechthild geprägt, aber ihr Traum vom Glück ist ungebrochen. Als sie einem jüngeren Mann begegnet, der ihr ein Gedicht widmet, scheint sich ihr Schicksal zu wenden.
Regie: Hasko Weber
Bühne: Janina Thiel
Ort:
Klub
Termine:
So, 5.2.2012, 20:00 |



Di, 21.2.2012, 20:00 |


Romeo und Julia
von William Shakespeare
ROMEO UND JULIA ist die schönste und traurigste Liebesgeschichte der Welt: Jugendliche Unbedingtheit mündet in todesmutige Radikalität, und der Selbstmord scheint erstrebenswerter als ein Leben ohne den Menschen, den man begehrt. Solche Entschiedenheit können Alltagsmenschen wie wir bestaunen, bewundern oder sogar fürs eigene Dasein herbeiwünschen, in jedem Falle aber vermag die Erzählung von der unsterblichen Liebe ein wenig an unsere Sehnsüchte zu rühren.
Regie: Catja Baumann
Ort:
Nord
Termin:
Mi, 22.2.2012, 20:00 | Wiederaufnahme |


Parlaks Kosmos
von und mit Murat Parlak
Ein Mann. Ein Klavier. Eine Bühne. Das ist der Ausgangspunkt für unsere neue Reihe im NORD PARLAKS KOSMOS. Der Pianist Murat Parlak, bekannt aus ELVIS LEBT UND SCHMIDT KANN ES BEWEISEN und anderen Schauspielproduktionen, wird ab November die kleine Bühne im Foyer regelmäßig in einen Konzertsaal verwandeln und lädt ein auf eine zugleich abenteuerliche und unterhaltsame Reise durch seine weite Welt der Musik. Ein musikalisches Hopping durch Raum und Zeit – welche Stationen dabei von Monat zu Monat angepeilt werden, entscheiden allein der Mann und das Klavier.
Ort:
Foyer Nord
Termin:
Fr, 24.2.2012, 20:00 |


Ab Jetzt
von Alan Ayckbourn
Alles hängt von diesem einen Besuch ab. Der von einer kreativen Blockade gehemmte Musiker Jerome greift im Kampf um das Sorgerecht für seine Tochter zu extremen Mitteln. Er muss seiner Exfrau Corinna und dem Sozialamt einen von einer Frau ordentlich geführten Haushalt vorweisen. Doch das ist nicht so einfach: Die einzige Beziehung unterhält er mit GOU300F, einem veralteten Androiden, der ursprünglich als Kindermädchen programmiert war. Seine vier Wände sind sein Tonstudio, in dem er alles aufnimmt, was an Leben um ihn herum passiert. Nur passiert da nicht mehr viel, seit Corinna ihn damals mit der Tochter verlassen hat. Ihm fehlt das Material. Ihm fehlt die Frau. Abhilfe soll die über eine Agentur engagierte Schauspielerin Zoe verschaffen ...
Regie: Christian Brey
Ort:
Box
Termin:
Di, 28.2.2012, 20:00 |


William Wilson und das Verräterische Herz
Der junge Adlige William Wilson hat einen geheimnisvollen Doppelgänger, dessen spöttische Überlegenheit bei ihm zunächst Widerwillen, später blanken Hass auslöst. Nicht Hass, sondern tiefes Grauen, das das starrende Auge eines alten Mannes auslöst, ist in Das verräterische Herz der Grund für eine furchtbare Tat. Edgar Allan Poe (1809-1849) gilt als bedeutendster Vertreter der amerikanischen Romantik, sowie als Meister unheimlicher Erzählungen, die das Abgründige der menschlichen Seele darstellen. Seine Kriminal- und Gruselgeschichten sind in besonderem Maße von seinem analytischen Scharfsinn und seinem Hang zum Makaberen geprägt. Man kann sich ihrem Sog einfach nicht entziehen. Sigfried Karg-Elert (1877-1933) Gotischer Mystiker und expressionistischer Revolutionär – in diesem Spannungsverhältnis einer vielschichtigen Persönlichkeitsstruktur schuf Karg-Elert unzählige Werke für Harmonium. Sie zeichnen sich besonders in seiner Spätphase durch einen herben, monologischen Stil mit einem Zug ins Fantastische aus.
Ort:
Erdgeschoss
Termin:
Mi, 29.2.2012, 20:00 |


Staatstheater Stuttgart
Oberer Schloßgarten 6
D-70173 Stuttgart
Telefon: +49 (0)7 11-20 32-0
Fax: +49 (0)7 11-20 32-3 89
Spielstätten 2010/11 während der Sanierung
Niederlassung Türlenstraße (arena, werkhalle, box und klub): Türlenstraße 2, 70191 Stuttgart
Nord: Löwentorstraße / Löwentorbogen Straße 7, 70376 Stuttgart
Kammertheater: Konrad-Adenauer-Straße (Neue Staatsgalerie), 70173 Stuttgart
Kartenservice
Vorverkaufskasse im Foyer des Opernhauses, Oberer Schlossgarten 6, 70173 Stuttgart
(Mo-Fr 10-18 Uhr, Sa 10-14 Uhr)
Telefonischer Vorverkauf: 0711. 20 20 90
(Mo-Fr 10-20 Uhr, Sa 10-18 Uhr)
Fax: 0711. 20 20 920
Online: www.staatstheater.stuttgart.de
Anfahrt
Mit dem Auto
A8 Karlsruhe - Stuttgart (Ausfahrt Stuttgart-Degerloch)
München - Stuttgart (Ausfahrt Stuttgart-Degerloch)
A81 Würzburg - Heilbronn - Stuttgart (Ausfahrten Stuttgart - Feuerbach,
Stuttgart - Zuffenhausen)
A81 Bodensee - Singen - Rottweil - Stuttgart (Ausfahrt Stuttgart - Zentrum)
Bundesstraßen B10, B14, B27, B295 (Jeweils Richtung Stadtmitte, Hauptbahnhof)
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Bundesbahn ICE, IC, InterRegio bis Hauptbahnhof (noch 10 Gehminuten)
Straßenbahn U1, U2, U4, U9 und U14 bis Staatsgalerie, U5, U6, U7, U14 und U15 bis Hauptbahnhof
Bus 40, 42, 42 bis Staatsgalerie, N2 - 6 bis Hauptbahnhof
S-Bahn S1 - 6, Bus