zur Startseite

Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg e.V.

im Theater der Stadt Heidelberg

Vor rund 70 Jahren wurde der Verein Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg e.V. gegründet.
Unser Leitmotiv »Theater für alle« ist für uns seit jeher Programm. Wir sind eine Besucherorganisation im Theater der Stadt Heidelberg.
Als gemeinnütziger Verein haben wir uns zur Aufgabe gemacht, Privatpersonen, sowie sozialen und karitativen Einrichtungen das »Erlebnis Theater« zu günstigen Bedingungen zu ermöglichen.
Das Theater bereichert das Leben. Es beunruhigt und erweitert, es fordert heraus und entspannt, es steigert das Lebensgefühl und regt zum Nachdenken an.
Dies möchten wir jedem Bürger ermöglichen.

Bei einem Jahresbeitrag von 32 Euro ist eine Karte 32% günstiger.
Infos zum Abonnement und den Angeboten finden Sie unter: https://theatergemeinde-heidelberg.de/uber-uns/abonnements-und-angebote

(Foto: Blick auf das Theater, © Wächter+Wächter Architekten BDA)

Kontakt

Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg e.V.
Theaterstraße 10
D-69117 Heidelberg

Telefon: +49 (0)6221-58 35 035
E-Mail: volksbuehne@heidelberg.de

 

Geschäftszeiten:
Mo-Di, Do-Fr
10:00-13:00 Uhr und
16:00-18:00 Uhr
Mi
15:00-18:00 Uhr
Theater

Don Pasquale

Dramma buffo in drei Akten von Gaetano Donizetti

Ernesto liebt und wird wiedergeliebt von Norina. Doch der Hochzeit steht Don Pasquale im Wege, ein alter Junggeselle und Erbonkel Ernestos. Um seinen Neffen an der Ehe mit der verarmten Witwe zu hindern, beschließt er, sich selbst zu vermählen. Beraten wird er vom findigen Doktor Malatesta, der ihm die eigene Schwester anträgt. Sofrina sei fügsam und liebevoll, eine Mustergattin. Beim ersten Kennenlernen bestätigt sich das für Don Pasquale und er ist sofort zur Ehe sowie zur Überlassung der Hälfte seines Vermögens bereit. Doch nach der Vertragsunterzeichnung gerät sein Leben aus den Fugen: Das scheinbar fügsame Mädchen zeigt sich eigensinnig und gibt den alten Herrn der Lächerlichkeit preis. Alle Versuche, sich von dieser Frau wieder zu trennen, scheitern. Doch am Ende entpuppt sich das Vorangegangene als doppeltes Spiel und jeder bekommt die Möglichkeit, nach seiner Fasson glücklich zu werden.

Mit dieser Komödie schuf Donizetti (1797–1848) eines der letzten großen Werke in der Tradition der opera buffa. Es verschmelzen handfeste Komik und lebensnahe Figuren mit der orchestralen Raffinesse und dem Melodienreichtum des Belcanto-Komponisten, der wenige Jahre zuvor seine berühmten Opern L’elisir d’amore und Lucia di Lammermoor schuf.

Musikalische Leitung: Davide Perniceni
Regie: Andrea Schwalbach
Bühne: Nanette Zimmermann
Kostüme: Nora Johanna Gromer
Chordirektion: Ines Kaun
Dramaturgie: Merle Fahrholz
Oper

Faust

mit Motiven aus Faust II
von Johann Wolfgang von Goethe

Er ist eine unruhige und zutiefst zwiespältige Seele, Dr. Heinrich Faust, Wissenschaftler, berühmteste Theaterfigur der deutschen Literatur: Sein Alltag ist zermürbend und frustrierend, sein Drang nach Wissen und Forschung aufreibend, die Suche nach dem Sinn seines Daseins unbeantwortet. Aber mit dem Status quo seines Lebens will sich Faust auf keinen Fall zufriedengeben – und fordert den Teufel zu einem gefährlichen Pakt heraus: Mephisto muss ihm alle denkbaren, wilden und rauschhaften Wünsche erfüllen – solange, bis er, Faust, glücklich und gestoppt in seiner unbändigen inneren Unruhe zu einem beliebigen Augenblick sagt: »Verweile doch! du bist so schön!« und damit seine Seele endgültig dem Teufel überlässt. Als Prototyp des modernen, emanzipierten, wissensdurstigen Menschen ist Faust natürlich überzeugt davon, dass dieser Moment nicht eintreffen wird, denn Innehalten ist in seinem Denkkosmos nicht vorgesehen und Stillstand ist der Tod. Und so begibt er sich, berauscht vom eigenen Größenwahn, auf eine Reise jenseits aller Moral und Konvention.
Der Leipziger Hausregisseur Philipp Preuss, der zuletzt unter anderem am Schauspiel Frankfurt, dem Residenztheater München und der Schaubühne Berlin inszenierte, verbindet in seinem Heidelberger Debüt Faust. Eine Tragödie mit dem 20 Jahre später entstandenen Faust. Der Tragödie zweiter Teil – und seziert in großem Bilderbogen eine Menschheitsparabel voller Fragen an das Leben der Gegenwart.

Regie: Martin G. Berger
Bühne: Sarah-Katharina Karl
Kostüme: Sabine Hartzsch | Dennis Ennen
Video: David Martinek
Chordirektion: Ines Kaun
Dramaturgie: Merle Fahrholz
Theater

Die Physiker

Komödie in zwei Akten von Friedrich Dürrenmatt

Der geniale Physiker Möbius hat sich von der Welt in ein luxuriöses Nervensanatorium zurückgezogen. Er weiß, dass seine Formeln in letzter Konsequenz die Zerstörung der Welt bedeuten können. Im gleichen Sanatorium sind auch zwei andere scheinbar Irre eingesperrt. Der eine hält sich für Albert Einstein, der andere für Isaac Newton. Unter der Maskerade verbergen sie ihre wahre Identität. Der eine ist ein Vertreter des westlichen, der andere des östlichen Geheimdienstes. Sie haben von den genialen physikalischen Entdeckungen Möbius’ erfahren und wollen ihn jeweils für ihre Seite gewinnen. Möbius gelingt es, beide zu überzeugen, dass der einzig richtige Weg ist, wenn sie alle drei, obwohl normal, als Verrückte im Sanatorium bleiben, um der Welt die entsetzlichen Konsequenzen seiner Entdeckungen zu ersparen. Zu ihrem Entsetzen müssen sie feststellen, dass die Leiterin des Sanatoriums, Dr. Mathilde von Zahnd, einen riesigen Wirtschaftskonzern aufgezogen hat, der beginnt, die Entdeckungen Möbius’ industriell auszuwerten. Das Opfer der drei war umsonst, denn: »Die Welt ist in die Hände einer verrückten Irrenärztin gefallen.« – Dürrenmatts Physiker erweisen sich als komödiantisches Gegenstück zu Goethes Faust im Hinblick auf die Grenzen der Wissenschaft.

Regie: Annette Pullen
Bühne: Gregor Sturm
Kostüme: Barbara Aigner
Dramaturgie: Jürgen Popig
Oper

Writing to Vermeer

Oper in sechs Szenen von Louis Andriessen

Elektronische Einspielungen von Michel van der Aa
Libretto von Peter Greenaway

Johannes Vermeer (1631–75) ist zwar einer der bekanntesten Maler des holländischen Barock, doch sein Leben ist Gegenstand der Spekulation. Er erlebte die Blütezeit der Niederlande genauso wie ihren Absturz im französisch-niederländischen Krieg. Er scheint wohlhabend gewesen zu sein, und dennoch musste seine Witwe zur Abtragung der Schulden auf ihr Erbe verzichten. Er war Calvinist und heiratete die Katholikin Catharina Bolnes. Gegen den Widerstand ihrer Mutter Maria Thins. Diese Widersprüche, Geheimnisse und Kontraste sind Gegenstand der Oper, doch Vermeer selbst kommt in dem Werk gar nicht vor! Es sind seine Ehefrau, ihre Mutter und das Model Saskia de Vries, die sich in ihrem Verhältnis zum Künstler spiegeln. Es scheint um Häusliches zu gehen, ähnlich wie in so vielen Bildern Vermeers. Doch unter der scheinbar harmonischen Oberfläche brodelt es, lauern Gefahren, Intrigen und Unwägbarkeiten.

Louis Andriessen (geb. 1939) ist der einflussreichste niederländische Komponist seiner Generation. Mit »Writing to Vermeer« vertont er bereits zum zweiten Mal ein Libretto des englischen Filmregisseurs Peter Greenaway (geb. 1942). Bekannt als künstlerisch inspiriert von den Werken Strawinskys und Ivesʼ sowie verschiedenen Richtungen des Jazz und der Improvisation, lässt sich Andriessen bei dieser Arbeit auf das musikalische Erbe des Barock ein und verbindet es mit seiner eigenen Sprache.

Die erste Inszenierung von »Writing to Vermeer« wurde ab Ende des Jahres 1999 bis Anfang 2000 aufgeführt. Es folgten eine Tour nach New York sowie eine Aufnahme auf CD. Seitdem gab es durchaus konzertante Aufführungen (eine Orchestersuite-Version miteingeschlossen), allerdings kam es nie wieder zu einer Bühneninszenierung – bis heute in Heidelberg.
Ich freue mich sehr auf diese kommenden Aufführungen.
»Writing to Vermeer« entstand aus einer Idee des Filmemachers Peter Greenaway. Wir hatten bereits bei einem Fernseh-Kurzfilm zusammengearbeitet und auch bei meiner vorherigen Oper, Rosa, a Horse Drama, in der es um einen Cowboy geht, der sich in sein Pferd verliebt. Der Stoff bot viel Raum für energetische Cowboy-Filmmusik.
Vermeer liefert das perfekte Motiv: er hatte im Delft des 17. Jahrhunderts die schönsten Gemälde der Menschheitsgeschichte geschaffen, und das in Zeiten schwerster politischer Unruhen.
Das von Greenaway geschriebene Libretto ist sehr delikat und enthält wenig Handlung, dafür jedoch Verweise auf die chaosgeplagte Außenwelt. Vermeer ist unterwegs auf Reisen, die Oper spielt in seinem Haushalt. Die Protagonisten sind seine Frau, seine Kinder und sein Lieblingsmodel. Es gibt keine männlichen Rollen. In der Partitur sind Lieder enthalten, die Sweelinck ebenfalls für seine Kompositionen benutzte.
Für den Kenner: Bei der musikalischen Form der gesamten Oper handelt es sich um ein Spiegelbild: Szene 4 besitzt die gleichen Proportionen wie Szene 3 und so weiter. Jedoch nicht wortwörtlich, wie bei Webern, sondern eher durch »erneutes Erzählen eines jeden Details«.

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Theater

Arsen und Spitzenhäubchen

Komödie in drei Akten von Joseph Kesselring

New York 1941 – ein Häusermeer voll von Lasterhöhlen und Verbrecherschlupfwinkeln. Das wahre Sündenbabel. Doch mittendrin eine Oase des Friedens: das alte Haus der Schwestern Brewster. Niemand wird an dieser Tür abgewiesen. Manche bleiben für immer. Abby und Martha Brewsters Teestunden sind berühmt. Marthas Quittenmarmelade, Kekse und Holunderwein nicht minder. Pfarrer Harper und die Polizisten des Viertels genießen die Gegenwart der frommen und liebenswerten alten Damen, die sich um ihren verrückten Neffen Teddy kümmern, der sich für Präsident Roosevelt hält. Auch Mortimer, Teddys Bruder und Elaine, die Tochter des Pfarrers, haben hier ihr Glück gefunden. Alles scheint friedlich und selig – doch an diesem Abend durchstöbert Mortimer durch Zufall die Fenstertruhe im Haus. Er war auf der Suche nach wichtigen Unterlagen und stößt auf das furchtbare Geheimnis seiner Tanten, das ihn fast den Verstand verlieren lässt. Ein Massenmörder, ein falscher Arzt, ein Verrückter, der sich für den Präsidenten der USA hält – um es mit Dr. Harper zu sagen: »Wenn doch Europa auf einem anderen Stern läge!«

Zum dritten Mal inszeniert Milan Peschel in Heidelberg! Der beliebte Film- und Theaterschauspieler und Regisseur brachte 2015 überaus erfolgreich Die Kassette von Carl Sternheim im Alten Saal heraus, laut Echo Online »ein kleines Wunder«.

Regie: Milan Peschel
Bühne und Kostüme: Nicole Timm
Musik: Daniel Regenberg
Dramaturgie: Jürgen Popig
Aufführungen / Oper Nationaltheater Oper Mannheim Mannnheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Theater Nationaltheater Schauspiel Mannheim Mannnheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Konzert SWR Symphonieorchester Stuttgart, Neckarstraße 230
Aufführungen / Konzert D. Radio Philharmonie Kaiserslautern Kaiserslautern, Fruchthallstr. 1
Aufführungen / Theater Badisches Staatstheater Karlsruhe Karlsruhe, Baumeisterstr. 11
Aufführungen / Konzert Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Ludwigshafen, Heinigstraße 40
Aufführungen / Konzert KIRCHHEIMER KONZERTWINTER Kirchheim/Weinstraße, Oberer Waldweg 7
Der kultivierte Klang
Aufführungen / Aufführung Nibelungen Festspiele gGmbH Worms, Von-Steuben-Str. 5
Aufführungen / Konzert Weingartner Musiktage Junger Künstler Weingarten, Wiesenstr. 30