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Komische Oper Berlin

Seit ihrer Gründung steht die Komische Oper Berlin für zeitgemäßes, lebendiges Musiktheater und hat sich zu einem der profiliertesten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. »Profiliert« aber nicht im Sinne von repräsentativer Routine, sondern als markante, scharf umrissene Ausrichtung. Wir sind der Ansicht: Im Musiktheater geht es vor allem um eines - Menschen zu bewegen. Wir präsentieren neue Sichtweisen, nicht nur auf die Stücke, sondern auch auf die Form selbst.

Mit dem Namen »Komische Oper« knüpft Gründervater Walter Felsenstein an die Unmittelbarkeit und Volksnähe der französischen Opéra comique, aber auch an die im Krieg zerstörte Berliner Komische Oper in der Friedrichstraße an der Weidendammer Brücke an, deren Intendant Hans Gregor 1905–1911 von ähnlichen Ideen inspiriert war und eine »Kunst ohne Konvention, Vorurteile und Künstlereitelkeiten« forderte.

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Komische Oper Berlin
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Behrenstraße 55-57
D-10117 Berlin

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Fax: +49 (0)30. 202 60-405
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Abendkasse:
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Kartenverkauf für die jeweilige Vorstellung 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn. Salons, Kammer- und Nachtkonzerte ab 1/2 Stunde vor Beginn.
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Bewertungen & Erfahrungsberichte Komische Oper Berlin

Operette

Dschainah
Das Mädchen aus dem Tanzhaus

Paul Abraham

Premiere: 22. Dezember 2019

Große Konzertante Operette in zwei Akten [1935]
Libretto von Alfred Grünwald und Fritz Löhner-Beda

Madama Butterfly als Operette in Vietnam! – Paul Abrahams musikalisches Liebesabenteuer eines französischen Marineoffiziers mit einer Dschainah, der vietnamesischen Variante einer japanischen Geisha, ist eine wilde Mischung aus Puccini, Puszta und Jazz. Der »multikulturelle Eintopf« entstand als Auftragswerk des Wiener Kaffee-Königs Julius Meinl II. für dessen japanische Frau Michiko Tanaka. Fast auf den Tag genau 84 Jahre nach ihrer Uraufführung in Wien erlebt das Werk nun seine verspätete Deutsche Erstaufführung – ein ganz besonderes Fundstück in der Reihe von Ausgrabungen und Wiederentdeckungen an der Komischen Oper Berlin.
Im Sing-Song-Haus des finsteren Dajak in Saigon arbeitet das Mädchen Lylo als Dschainah. Als sie von ihrem ebenso gefühllosen wie geldgierigen Besitzer verkauft werden soll, erklärt sich der Schriftsteller und Marineoffizier Pierre Claudel kurzerhand dazu bereit, Lylo zu heiraten. Dumm nur, dass in Paris seine Verlobte Yvonne auf Pierres rechtzeitige Rückkehr wartet, denn aus Erbschaftsgründen muss Yvonne bis zu einem bestimmten Datum verheiratet sein. Aber Schwiegermutter Hortense Cliquot hat vorgesorgt und schon vor Pierres Abreise einen Bräutigam-Stellvertreter ernannt. Pierre hat es denn auch nicht allzu eilig, seine »befristete Ehe« mit Lylo aufzulösen und nach Frankreich zurückzukehren. Aber eine Madame Cliquot reist, wenn es sein muss, auch mit Tochter und Entourage nach Vietnam, um den treulosen Schwiegersohn zur Raison zu bringen …

Musikalische Leitung: Hendrik Vestmann
Kostüme: Katrin Kath
Chöre: David Cavelius

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Dschainah Das Mädchen aus dem Tanzhaus

Operette

Frühlingsstürme

Jaromír Weinberger

Premiere: 25. Januar 2020

Libretto von Gustav Beer
Rekonstruiert und neu arrangiert von Norbert Biermann

Die »letzte Operette der Weimarer Republik« kehrt zurück! Das Werk des zu seiner Zeit überaus erfolgreichen jüdisch-tschechischen Komponisten Jaromír Weinberger wurde am 20. Januar 1933, knapp einen Monat nach Paul Abrahams Ball im Savoy und zehn Tage vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Berliner Admiralspalast mit Richard Tauber als japanischem Offizier Ito und Jarmila Novotná als russischer Generalswitwe Lydia Pawlowska uraufgeführt. Am 12. März 1933 fiel endgültig und unwiderruflich der Vorhang. Nun, 87 Jahre später, hebt er sich endlich wieder – für die Neuinszenierung von Barrie Kosky!

Während die Fackelzüge der Nationalsozialisten durch das Brandenburger Tor zogen, jüdische Künstler*innen ihre Anstellungen verloren und der Reichstag brannte, ließ man sich im Admiralspalast trotzig Abend für Abend von den Frühlingsstürmen ins weit entfernte China forttragen: Japanische Spione, als Chinesen verkleidet im Hauptquartier der russischen Heeresleitung, eine junge Witwe aus St. Petersburg, die das Blut der Offiziere in Wallung bringt und ein koddrig kalauernder deutscher Reporter, der die frech-vorlaute Tochter des befehlshabenden Generals zu umgarnen versucht – das sind die Zutaten dieser eigenwilligen, mitten im Japanisch-Russischen Krieg von 1904/05 angesiedelten Operette.

Bleibt auch das personelle Grundmuster der Operette mit einem lyrisch-dramatischen Liebespaar und einem Buffo-Paar gewahrt, so bricht das Werk an vielen Stellen die gewohnten Formen: Große Shownummern mit Balletteinlagen fehlen gänzlich, der Chor singt nur aus dem Off, die Akt-Finali werden allein von den vier Solist*innen bestritten – und die tragende Rolle des Generals Katschalow ist eine reine Sprechrolle. Dazu schreibt Jaromír Weinberger eine Musik, die den rhythmisch beschwingten Operettensound ebenso beherrscht wie das große Drama. Orchestrale Naturschilderungen (der Frühlingsstürme!) stehen neben musikalischen Exotismen, liedartige Melodien treffen auf spätromantische Instrumentationskunst – die aufgrund der fehlenden Originalpartitur speziell für die Neuinszenierung rekonstruiert wurde.

Inszenierung: Barrie Kosky
Choreographie: Otto Pichler
Bühnenbild und Licht: Klaus Grünberg
Kostüme: Dinah Ehm
Dramaturgie: Ulrich Lenz

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Frühlingsstürme

Ballett

Staatsballett Berlin: Plateau Effect

Jefta van Dinther

In Jefta van Dinthers Plateau Effect gleichen die Tänzerinnen und Tänzer einer Gemeinschaft, die in fortwährendem und rastlosem Wandel wechselnde Terrains in stetiger Bewegung durchwandert. Mit neun Tänzerinnen und Tänzern sucht Jefta van Dinther nach dem Effekt unklarer Orientierung und nach der Herausforderung für den Betrachter, verschiedene Ebenen von Choreographie, Licht und Bühne gleichzeitig zu erfassen. Das Wechselspiel des Sehens untereinander und innerhalb der Aktionen der Tänzer einerseits, ihre Interaktionen mit den Materialien andererseits: Es entsteht eine »Choreographie der Materie«. Kleinigkeiten verschmelzen zu verblüffender Größe, sodass die nüchterne Wirklichkeit des Materials gewissermaßen in einen psychedelischen Ausnahmezustand gerät. An der Schnittstelle zwischen Fakten und Suggestion prüft Plateau Effect unsere Fähigkeit, das Hier und Jetzt zu überschreiten.

Choreographie: Jefta van Dinther
Sounddesign: David Kiers
Bühne: SIMKA
Licht: Minna Tikkainen
Tänzerinnen und Tänzer des Staatsballetts Berlin

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Staatsballett Berlin: Plateau Effect

Oper

La Traviata

Giuseppe Verdi

Melodramma in drei Akten [1853]

Klassiker - radikal modern! Giuseppe Verdis bekanntestes Werk über Leben, Lieben, Leiden und Tod einer Edelkurtisane im Paris des 19. Jahrhunderts wird von Regisseurin Nicola Raab einer szenisch-dekonstruktiven Neuinterpretation unterzogen. Violetta Valéry verkörpert die Sehnsucht im Zwiespalt - zerrissen zwischen Liebe und Autonomie, zwischen Gegenwart und einer Phantasiewelt voller düsterer Abgründe und erotischer Exzesse.

Skandal! Ein Wort, ein Tod, ein Opernstoff.
Gerade ein Jahr war vergangen seit dem Tode Marie Duplessis’ 1847 in Paris, als ein Roman sie unsterblich machen sollte. Die junge Frau, buchstäbliche »Unschuld vom Lande«, begann seit ihrer Ankunft in der französischen Hauptstadt eine erstaunliche Karriere als Modistin, Gesellschafterin und Kurtisane der Pariser Hautevolee – und erlag am Ende der Schwindsucht. Zu ihren Liebhabern zählten Théophile Gautier, Franz Liszt und auch Alexandre Dumas der Jüngere. Er war es, der Marie im Jahr nach ihrem Tode ein literarisches Denkmal schuf; in Gestalt seines autobiografischen Romans Die Kameliendame erhob er Marie zu einer der bekanntesten Kurtisanen des 19. Jahrhunderts; einer Primadonna der Prostitution. Aus seinem Bestseller fertigte Dumas ein Bühnenstück, dessen Titelrolle später Sarah Bernhard ins Pantheon der Schauspielerei katapultieren würde – und Giuseppe Verdi zu einer seiner berühmtesten Schöpfungen inspirierte: La traviata.

Im Herzen Frankreichs liegt Paris, seine Gesellschaft ist sich eigenes Zentrum, ihr Leben kreist in Varietés, Theatern, Salons und findet seinen Mittelpunkt bei Violetta Valéry – der schönen Dame mit dem Herzen, das nie liebt. So spricht sie selbst von sich, aber der junge Alfredo Germont zeigt ihr das Gegenteil. Kurz währt das Glück des jungen Paares, zwingt doch Alfredos Vater Violetta zur Trennung. Aus Sorge um den Ruf seiner Familie, seiner unverheirateten Tochter und um die Gesellschaftsmoral. So brechen Herzen. Gerade vermeint Alfredo noch, die Katastrophe wäre aufzuhalten, da vollstreckt der Tod sein Urteil, verhängt die Strafe über die Geliebte.

Mit ihrem Werk erschlossen Verdi und sein Librettist Francesco Maria Piave Neuland für das Opernschaffen ihrer Zeit. Die Wahl eines zeitgenössischen Bühnenstücks war außergewöhnlich, zudem handelte es sich um einen Stoff von enormer gesellschaftlicher Brisanz – das Leben und Sterben einer Prostituierten zum Gegenstand der hohen Kunst der Oper zu machen, das hatte es noch nicht gegeben, das war undenkbar, zumal angesichts der katholischen Bürgermoral Frankreichs wie Italiens. Die Uraufführung in Venedig im Jahre 1853 zeitigte verhaltene Reaktionen. Doch schon im Jahr darauf trat das Werk einen Siegeszug über die Welt an, der bis heute anhält ...

Von dieser Staunen erregenden Langzeitwirkung der Liebes- und Gesellschaftstragödie, ihrer bis heute andauernden Faszinationskraft, lässt sich die Inszenierung von Nicola Raab inspirieren. Das Sentiment der Partitur – sie gehört zu den bekanntesten des Komponisten und des Genres – und den nahezu mythischen Charakter Violetta Valérys nehmen Aīnars Rubiķis, Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, und Regisseurin Nicola Raab zum Ausgangspunkt einer künstlerischen Befragung. Vermag der Skandal von einst auch uns Heutige derart zu erschüttern? Die Auseinandersetzung gilt dem substantiellen Kern, Kunst und Klischee dieses Meisterwerks. Eine moderne, emanzipierte Frauenfigur verirrt sich angesichts des drohenden Todes in einem traumatischen Kosmos. Im inneren Erleben ringt Violetta mit ihrem Leben als professionelle Geliebte, mit Sehnsuchtsfiguren und Dämonen ihrer Vergangenheit, gegen Schicksalsgewalt und um Autonomie.

Inszenierung: Nicola Raab
Bühnenbild: Madeleine Boyd
Kostüme: Annemarie Woods
Dramaturgie: Simon Berger
Chöre: David Cavelius
Licht: Linus Fellbom
Choreografie: Oren Lazovski

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Operette

Die Perlen der Cleopatra

Oscar Straus

Operette in drei Akten [1923]
Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald

Mit scharfem Witz und frechen Doppeldeutigkeiten haben Julius Brammer und Alfred Grünwald ihr Libretto für den auch in Berlin erfolgreichen Wiener Oscar Straus gespickt. Im Gewand heiter-frivoler Unterhaltung, mit Musik zwischen Cabaret, Jazz, Spätromantik und einem Schuss Wiener Walzerseligkeit sind Die Perlen der Cleopatra eine pointenreiche Satire auf bürgerlichen Konservativismus und ein hellsichtiger Kommentar zum bereits heraufziehenden politischen Unheil der 1930er Jahre. Über achtzig Jahre nach seiner sensationellen Uraufführung mit der Berliner Theaterlegende Fritzi Massary in der Titelpartie kehrt das Werk mit Dagmar Manzel als Cleopatra auf die Bühne der Komischen Oper Berlin zurück. Die Pyramiden von Gizeh direkt an der Spree!

Musikalische Leitung: Adam Benzwi
Inszenierung: Barrie Kosky
Choreographie: Otto Pichler
Bühnenbild: Rufus Didwiszus
Kostüme: Victoria Behr
Dramaturgie: Simon Berger
Chöre: David Cavelius
Licht: Diego Leetz

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Musical

West Side Story

Leonard Bernstein

Musical in deutscher und englischer Sprache
Die Uraufführung wurde inszeniert und choreographiert von Jerome Robbins
nach einer Idee von Jerome Robbins

Endlich wieder da! Die »furiose Inszenierung von Barrie Kosky gibt Bernsteins alter
West Side Story ihre Härte und Sprengkraft zurück« [Berliner Zeitung]. Nicht zuletzt Otto Pichlers »wirklich heutige Choreographie: roh, ungeschliffen, viril, testosteronhaltig« [Berliner Morgenpost] sorgte neben Bernsteins einmaliger Musik unter der Leitung von Koen Schoots in den vergangenen Spielzeiten für stets ausverkaufte Vorstellungen. Ein verstörend aktuelles und gleichzeitig tief berührendes Musical, das mit aller Macht Toleranz fordert und das Recht auf die große, alle Grenzen sprengende Liebe! »Unhappy End, tosender Premierenapplaus.« [Der Tagesspiegel]

Mit dem Musical, das auf Shakespeares zeitloser Liebesgeschichte von Romeo und Julia basiert, haben Leonard Bernstein und Jerome Robbins Musiktheatergeschichte geschrieben. In der Berliner Inszenierung konzentrieren sich Regisseur Barrie Kosky und Co-Regisseur und Choreograph Otto Pichler ganz auf das Wesentliche und versetzen die Liebestragödie ins Hier und Jetzt: Mit elf Solisten und neunzehn Tänzern spüren
sie in einem offenen Bühnenraum den Emotionen der Figuren nach. Leonard Bernsteins Partitur erklingt in großer Original­besetzung mit dem Orchester der Komischen Oper Berlin – eine Seltenheit im normalen Musicalbetrieb. Sie vereint treibende Rhythmen und ergreifend schöne Songs.

Musikalische Leitung: Koen Schoots
Inszenierung: Barrie Kosky, Otto Pichler
Choreographie: Otto Pichler
Bühnenbild und Kostüme: Esther Bialas
Dramaturgie: Johanna Wall
Chor: David Cavelius
Lichtdesign: Franck Evin

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Liederabend

Farges mikh nit - vergiss mich nicht

Jiddische Operettenlieder
Von Warschau zum Broadway

Ein virtuoser Liederabend zwischen mitreißender Komik, leiser Melancholie und tief berührender Verzweiflung: Nach den umjubelten Konzerten 2015 und 2018 kehrt Farges mikh nit – vergiss mich nicht in dieser Saison auf die Vorbühne der Komischen Oper Berlin zurück. Ensemble Mitglied Alma Sadé, die international erfolgreiche Mezzosopranistin Helene Schneiderman und Intendant Barrie Kosky als »großartiger Entertainer und kongenialer Begleiter für seine beiden wunderbaren Sängerinnen« [BERLINER ZEITUNG] lassen eine vergessene Gattung wiederaufleben: die Jiddische Operette. Die Autoren und Komponisten, zum größten Teil aus Osteuropa stammend, emigrierten unter dem Druck der dortigen Pogrome Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA, wo sie dem noch in den Kinderschuhen steckenden amerikanischen Musical und der aus Europa importierten Operette ein drittes Genre gegenüberstellten. Ihre Lieder handeln nicht selten vom Exil, von Einsamkeit und Heimweh, aber auch von der Lust am Leben – allen Widerständen zum Trotz. »Ein besseres Plädoyer gegen den gerade auch in Berlin wieder ansteigenden Antisemitismus als einen solchen Liederabend, der einen wichtigen Teil der jüdischen Kultur auf ebenso sympathische wie mitreißende Weise vorstellt, kann man künstlerisch nicht halten.« [Deutschland Funk]

PROGRAMM

1. Julius Jaffe (Lebensdaten unbek.) Ikh bin a mame (instr.)
2. Abraham Ellstein (1907–1963) /Molly Picon (1898–1992) Maz’l
3. Joseph Rumshinsky (1881–1956) / Molly Picon A bis’l libe
4. Sholom Secunda (1894–1974)/Itzkhok Perlov (191 1–1980) Shver tzu zayn a yid
5. Joseph Rumshinsky/Isidore Lillian (1882–1960) Du bist dos likht fun mayne oyg’n
6. Abraham Ellstein/Itzik Manger (1911–1969) Yid’l mit’n fid’l
7. Alexander Olshanetsky (1893–1946)/Bella Meisel (1902–1991) Glik
8. Abraham Ellstein/Molly Picon Ikh zing
9. Abraham Ellstein/Molly Picon Oyg’n
10. David Meyerowitz (1867–1943) Vos geven iz geven un nito
11. Abraham Ellstein/Jacob Jacobs (1890–1977) Farges mikh nit
12. Abraham Ellstein Tif vi di nakht
13. Abraham Ellstein Oy mame, bin ikh farlibt
14. Abraham Ellstein /Jacob Jacobs Meydele
15. Oscar Strock (1892–1975) /S. Korn-Teuer (um 1890–1941) Vi ahin zol ikh geyn?
16. Abraham Goldfaden (1840–1908) Rozhinkes mit mandl’n
17. Aaron Lebedeff (1875–1960) Rumania, Rumania!

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Aufführung

Die Zauberflöte

Große Oper in zwei Aufzügen von Wolfgang Amadeus Mozart

Libretto von Emanuel Schikaneder

Über 300.000 Menschen in der ganzen Welt haben Die Zauberflöte in der gefeierten Inszenierung der britischen Theatertruppe »1927« und Barrie Koskys mit ihrer »köstlich-absurden Mischung aus Stumm- und Zeichentrickfilm« [BERLINER MORGENPOST] mittlerweile gesehen. Nach Stationen in Los Angeles, Shanghai, Madrid, Helsinki, Barcelona und Warschau ist sie nun auch in Paris, Seoul und Tokyo zu erleben – und natürlich in Berlin!

»Zu Hilfe, zu Hilfe, sonst bin ich verloren!« – Die Rettung Taminos vor der bedrohlichen Riesenschlange in allerletzter Sekunde ist der Beginn einer abenteuerlichen Reise in unbekannte Reiche auf der Suche nach der Liebe. Diese Liebe materialisiert sich für Tamino zunächst nur in einem Bild: dem Bild Paminas. Ist diese Liebe real? Oder muss sie es erst werden? – Auch Papageno,Taminos frecher Begleiter, folgt dem (Traum-)Bild einer liebenden Partnerin an seiner Seite, die nach Möglichkeit ganz genauso sein soll wie er. Ist Papagena Realität oder bleibt sie letztlich nur ein Traum? – Wie ins Monströse gesteigerte, fast einem Albtraum entsprungene Mutter- und Vaterfiguren kämpfen die Königin der Nacht und Sarastro um den Einfluss auf Tamino und Pamina. Ist die Königin liebende Mutter oder rachsüchtige Widersacherin? Ist Sarastro ein selbstsüchtiger Despot oder ein väterlich besorgter Herrscher?
Die Zauberflöte scheint mehr Fragen und Rätsel aufzuwerfen, als Antworten zu geben. Am Ende versagen alle Logik und aller Verstand vor der unermesslichen Fantasie dieser Zauberoper. Ihr Geheimnis liegt in tieferen Schichten menschlicher Grunderfahrungen, für die eben das Märchen die angemessene Ausdrucksform zu sein scheint und nur die Musik die passende Sprache findet. Nicht umsonst ist der »Titelheld« der Oper ein Instrument, oder eben schlichtweg: die Musik.

Inszenierung: Suzanne Andrade, Barrie Kosky
Animationen: Paul Barritt
Bühnenbild, Kostüme: Esther Bialas
Dramaturgie: Ulrich Lenz
Chöre: David Cavelius
Licht: Diego Leetz

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Oper

Semele

Georg Friedrich Händel

Faust-Preis-Gewinnerin Nicole Chevalier, die zuletzt mit ihren Auftritten in Les Contes d’Hoffmann und Die schöne Helena die Köpfe der Männer- und Damenwelt verdrehte, betört nun als Titelheldin Semele den Göttervater selbst. Als Jupiter glänzt mit schmelzend-weichem Tenor Allan Clayton, der in Barrie Koskys Inszenierung Castor et Pollux bereits Erfahrungen mit der antiken Götterwelt sammeln konnte.

Göttervater Jupiter entführt an ihrem Hochzeitstag die Königstocher Semele. Jupiters eifersüchtige Gattin Juno setzt alles daran, der hemmungslosen Affäre ein Ende zu setzen. Der Nebenbuhlerin erscheint sie als deren Schwester Ino und überredet sie in dieser Verkleidung, Jupiter dazu zu bringen, sich in seiner wahren göttlichen Erscheinung zu zeigen. So könne Semele die ersehnte Unsterblichkeit erlangen. Semeles Ehrgeiz ist stärker als Jupiters männlicher Widerstand. So ist ihr Schicksal besiegelt: In den sengenden Strahlen des Gottes geht sie grausam zugrunde.

Musikalische Leitung: Konrad Junghänel
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühnenbild: Natacha Le Guen de Kerneizon
Kostüme: Carla Teti
Dramaturgie: Johanna Wall
Chöre: David Cavelius
Licht: Alessandro Carletti

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Semele

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Komische Oper Berlin

Stiftung Oper in Berlin

Seit ihrer Gründung steht die Komische Oper Berlin für zeitgemäßes, lebendiges Musiktheater und hat sich zu einem der profiliertesten Opernhäuser im deutschsprachigen Raum entwickelt. »Profiliert« aber nicht im Sinne von repräsentativer Routine, sondern als markante, scharf umrissene Ausrichtung. Wir sind der Ansicht: Im Musiktheater geht es vor allem um eines - Menschen zu bewegen. Wir präsentieren neue Sichtweisen, nicht nur auf die Stücke, sondern auch auf die Form selbst.

Mit dem Namen »Komische Oper« knüpft Gründervater Walter Felsenstein an die Unmittelbarkeit und Volksnähe der französischen Opéra comique, aber auch an die im Krieg zerstörte Berliner Komische Oper in der Friedrichstraße an der Weidendammer Brücke an, deren Intendant Hans Gregor 1905–1911 von ähnlichen Ideen inspiriert war und eine »Kunst ohne Konvention, Vorurteile und Künstlereitelkeiten« forderte.
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Bewertungen & Erfahrungsberichte Komische Oper Berlin

Aufführungen / Theater Deutsches Theater Berlin Berlin, Schumannstraße 13a
Aufführungen / Show Friedrichstadt-Palast Berlin Berlin, Friedrichstraße 107
Aufführungen / Theater Volksbühne Berlin Berlin, Linienstraße 227
Aufführungen / Theater Schaubühne am Lehniner Platz Berlin Berlin, Kurfürstendamm 153
Aufführungen / Kabarett Die Wühlmäuse Berlin Berlin, Pommernallee 2-4
Aufführungen / Theater Maxim Gorki Theater Berlin Berlin, Am Festungsgraben 2
Aufführungen / Cabaret Bar jeder Vernunft Berlin Berlin, Schaperstr. 24
Aufführungen / Theater HAU Hebbel am Ufer Berlin Berlin, Stresemannstr. 29
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin Berlin, Am Festungsgraben 1
Aufführungen / Theater Sophiensaele Berlin, Sophienstr. 18
Aufführungen / Theater Improtheater Paternoster Berlin Berlin, Voßbergstraße 3
Aufführungen / Oper Deutsche Oper Berlin Berlin, Bismarckstr. 35
Aufführungen / Aufführung Kabarett-Theater Die Wühlmäuse / Maulhelden Büro
Mo, 9.12.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater Berlin, Bismarckstraße 110
Aufführungen / Theater Renaissance-Theater Berlin Berlin, Knesebeckstraße 100
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131-133
Aufführungen / Theater Tribühne Berlin Berlin, Otto-Suhr-Allee 18
Aufführungen / Theater Berliner Kriminal Theater Berlin, Palisadenstrasse 48
Aufführungen / Theater Theater- und Konzertstätte Jüterbog Jüterbog, Mönchenkirchplatz 4
Aufführungen / Theater Theater Poetenpack Potsdam Potsdam, Lennéstr. 37
Aufführungen / Theater theater DIE BOTEN Berlin, Schottstraße 6
Aufführungen / Kabarett Berliner Kabarett Klimperkasten Berlin, Thuyring 63
Aufführungen / Theater Podewil Berlin, Klosterstr. 68-70
Aufführungen / Theater Kleines Theater Berlin Berlin, Südwestkorso 64
Aufführungen / Theater Theatersport Berlin Berlin, Bürgerheimstr. 8
Aufführungen / Theater Theater Lichterfelde Berlin, Drakestr. 49
Aufführungen / Theater Teatr Studio am Salzufer Berlin, Salzufer 13/14
Aufführungen / Theater BühnenRausch Berlin, Erich-Weinert-Straße 27
Aufführungen / Kabarett Kabarett Kartoon Berlin, Kochstraße 50
Aufführungen / Theater "Die Gorillas" Ratibortheater Berlin, Cuvrystrasse 20
Aufführungen / Theater Theaterdiscounter Berlin, Monbijoustr. 1
Aufführungen / Theater Cafe Theater Schalotte Berlin, Behaimstraße 22
Aufführungen / Kulturveranstaltung Glaskasten Ballsaal Berlin, Prinzenallee 33
Aufführungen / Theater BKA-Theater Berliner Kabarett Anstalt Berlin, Mehringdamm 34
Aufführungen / Theater Theater Mirakulum - Puppenkomödie Berlin Berlin, Brunnenstraße 35
Aufführungen / Theater Theater Morgenstern Stahnsdorf, Rotkehlchenweg 35
Aufführungen / Theater Theater o.N. (Zinnober) Berlin, Kollwitzstr. 53
Aufführungen / Theater Theater TRANSIT Berlin, Boxhagener Str. 99
Aufführungen / Theater Wintergarten Berlin Berlin, Potsdamer Straße 96
Aufführungen / Theater Chamäleon Theater Berlin, Rosenthaler Str. 40/41
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131
Aufführungen / Theater Theater Thikwa Berlin, Fidicinstr. 40
Aufführungen / Theater English Theatre Berlin Berlin, Fidicinstr. 40
Aufführungen / Theater Stage Theater Am Potsdamer Platz Berlin, Marlene-Dietrich-Platz 1
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstr. 17
Aufführungen / Theater Theater der Migranten Reuterkiez Theater Berlin, Bürknerstr. 5
Aufführungen / Theater Theater Adlershof Berlin, Moriz-Seeler-Str. 1

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