KOMISCHE OPER BERLIN
Don Pasquale
Komische Oper in drei Akten von Gaetano Donizetti
Libretto von Giovanni Domenico Ruffini und Gaetano Donizetti
Deutsche Textfassung von Bettina Bartz und Werner Hintze
Don Pasquale ist reich geworden. Sehr reich. Aber auch alt. Und eine Frau hat er über all dem Geldverdienen nie gefunden. Allein mit seinem Neffen Ernesto bewohnt er das große Haus. Doch statt sich mit einem wohlhabenden Mädchen zu verbinden, will der Alleinerbe Norina heiraten, eine mittellose junge Witwe. Ernestos Starrsinn weckt die Lebensgeister des Onkels neu – das Prachtbegräbnis kann noch warten, denn Freund Malatesta, der Arzt, hat versprochen, sich nach einer Braut für den reifen Junggesellen umzusehen. Tatsächlich präsentiert Malatesta die beste aller möglichen Bräute: seine eigene Schwester Sofronia, frisch aus dem Kloster, so schön wie genügsam. Pasquale ist hingerissen. Was er nicht ahnt: Sofronia ist Norina und die ganze Verheiratung eine Intrige, um ihm eine Lehre zu erteilen. Kaum ist die Ehe geschlossen, macht Norina-Sofronia eine Kehrtwende und tut alles, um ihren Gemahl in den Wahnsinn zu treiben: Sie feiert die Nächte durch, verschleudert sein Geld und schlägt ihn zuletzt sogar ins Gesicht. Verzweifelt will Pasquale am liebsten alles rückgängig machen, ja, er würde sogar Ernesto seine Norina heiraten lassen, wenn das nur hilft, Sofronia wieder loszuwerden – womit er genau da angelangt wäre, wo die anderen drei ihn haben wollten. Aber sind sie es selbst wirklich auch?
Gaetano Donizetti hat mit seinem »Don Pasquale« einen alten Stoff ins Gewand der Opera buffa gekleidet. Die Oper spielt mit der Verstellungskunst, wirbelt echte und vorgetäuschte Gefühle durcheinander, so dass nicht nur der Zuschauer in Verwirrung gerät, sondern manchmal auch die Figuren selbst nicht mehr zu wissen scheinen, wo ihnen der Kopf steht. Dafür sorgt vor allem die Musik mit ihrem übersprudelnden Humor, ob in den pointierten Arien, den temporeichen Rezitativen oder den so hals- wie zungenbrecherischen Ensembles. Nach über 60 Jahren kehrt diese Komödie nun auf die Bühne der Komischen Oper Berlin zurück.
Musikalische Leitung ... Maurizio Barbacini
Inszenierung ... Jetske Mijnssen
Bühnenbild ... Paul Zoller
Kostüme ... Arien de Vries
Dramaturgie ... Malte Krasting
Chöre ... Robert Heimann
Licht ... Franck Evin
Termine:
Di, 28.9.2010, 19:30
Fr, 1.10.2010, 19:30
Mi, 6.10.2010, 19:30
So, 17.10.2010, 19:30
Fr, 22.10.2010, 19:30
Do, 28.10.2010, 19:30
So, 14.11.2010, 19:00
Fr, 31.12.2010, 18:00
Orlando
Opera seria in drei Akten von Georg Friedrich Händel
Libretto nach Carlo Sigismondo Capece
Deutsche Textfassung von Werner Hintze
Dass uns die Liebe in den Wahnsinn treiben kann, ist nicht nur eine flotte Floskel – das weiß jeder, der Liebe schon einmal gewagt hat. Gemeint ist nicht die praktikable Liebe zum aktuellen Lebensabschnittspartner, noch die küchenpsychologisch untermauerte Auseinandersetzung im Beziehungsalltag, sondern die Liebe als Verhängnis, der man rettungslos ausgeliefert ist, für die man jegliche Grenze überschreiten muss. Der Ritter Orlando hat sich unsterblich in die Königin Angelica verliebt und darüber seine Heldenlaufbahn vergessen. Angelica allerdings liebt Medoro, den sie all ihren hochgestellten Verehrern vorzieht und heiraten möchte. An Medoro wiederum verzweifelt die Schäferin Dorinda, nachdem er sich zugunsten von Angelica von ihr abgewandt hat. Als Orlando nach etlichen Missverständnissen und Verwirrungen seine aussichtslose (Liebes-)Lage erkennt, will er sich – rasend vor Eifersucht – an Angelica rächen. Sein Plan schlägt fehl und er verfällt dem Wahnsinn, indem er sich einbildet, die treulose Geliebte bis in die Unterwelt hinab zu verfolgen. Wer weiß, wo all dies enden würde, wenn nicht der Magier Zarathustra immer wieder helfend eingriffe. Denn von Beginn an verfolgt Zarathustra, für Vernunft und maßvolle Gefühle plädierend, nur ein Ziel: Orlando von seinem Liebeswahn zu heilen und wieder auf seine Kriegerkarriere zurückzuführen. Händels Zauberoper von 1733, basierend auf Ariosts Versepos »Orlando furioso«, verbindet Bühnenspektakel und moralische Diskussion mit ungeheuer farbenreicher, packender Musik, die uns durch das ganze Gefühls-Kaleidoskop der Liebe wirbelt.
Musikalische Leitung ... Alessandro De Marchi
Inszenierung ... Alexander Mørk-Eidem
Bühnenbild ... Erlend Birkeland
Kostüme ... Maria Gyllenhoff
Dramaturgie ... Bettina Auer
Licht ... Franck Evin
Termine:
Do, 30.9.2010, 19:30
So, 3.10.2010, 19:00
Sa, 16.10.2010, 19:30
Mi, 27.10.2010, 19:30
Fr, 29.10.2010, 19:30
Die Meistersinger von Nürnberg
Richard Wagner
Oper in drei Aufzügen
Text vom Komponisten
Premiere: Sonntag, 26.09.2010, 17:00 Uhr
Sehr wichtig nehmen sie sich, die Meister aus Nürnberg, die neben ihrem Brotberuf das schöne Handwerk des Verseschmiedens nach guter alter Art pflegen. Und überaus wichtig nehmen sie die althergebrachten, bei jeder Versammlung feierlich rezitierten Regeln, nach denen sie ihre Kunst ausüben. Schwer ist sie, lang, mühsam und bedeutungsvoll, die Laufbahn der Meistersinger, da kann nicht einfach einer daherkommen und glauben, ein Lied zustandezubringen, ohne dass er vorher die zahllosen Töne, Weisen, Silben, Maße und Gewichte gründlichst auswendig gelernt hat. Und dieser Herr von Stolzing, der nicht einmal ehrbarer Bürger, sondern verarmter Adliger ist, schon gar nicht. Daraus wird nichts und aus seiner Liebe zur Tochter des reichen Goldschmieds sowieso nicht! – Aber dann hat er den Mut und stellt sich auf die Festwiese und singt sein Lied, und das ist so voll Feuer der Jugend und voll Liebe zu seiner Eva und zur Kunst, dass die Meister, die eben doch Künstler sind und keine Verwalter, hingerissen die Regeln Regeln sein lassen und dem Feuerkopf zujubeln, der dann natürlich auch sein Mädchen heimführen darf.
Kein anderes Werk Richard Wagners passt so gut zu unserem Haus wie seine geniale komische Oper. Wagners erfundenes Nürnberg ist ein Ort der Kunst und der Künstler. Fast drohen sie in der Bewahrung der großen Traditionen zu erstarren, aber zum Glück erkennen sie ihre Chance, als das Neue an die Tore pocht. Auch für die Meistersinger gilt also: Ihre Tradition ist fortwährende Erneuerung.
Musikalische Leitung ... Patrick Lange
Inszenierung ... Andreas Homoki
Bühnenbild ... Frank Philipp Schlößmann
Kostüme ... Christine Mayer
Dramaturgie ... Werner Hintze
Chöre ... Robert Heimann
Licht ... Franck Evin
Termine:
So, 12.9.2010, 12:00 | Voraufführung
So, 26.9.2010, 17:00 | Premiere
Sa, 2.10.2010, 17:00
Sa, 9.10.2010, 17:00
So, 7.11.2010, 17:00
Sa, 13.11.2010, 17:00
Sa, 27.11.2010, 17:00
So, 12.12.2010, 16:00
So, 26.12.2010, 16:00
Komische Oper ’Offen:
Zu Besuch bei Teddy Brumm und der Schneekönigin
Kinderfest für die ganze Familie
Die Komische Oper Berlin eröffnet die neue Spielzeit traditionell mit einem Fest für Kinder und ihre Familien: Zu Besuch bei Teddy Brumm und der Schneekönigin mit vielen Aufführungen, Rundgängen und Mitmachaktionen:
Egal ob es kalt oder warm sein wird an diesem Sonntag im September – alles wird sich um Die Schneekönigin und Teddy Brumm drehen. Orchestermusiker spielen Musik aus allen Jahreszeiten und lassen die Zuschauerkinder neben sich Platz nehmen. Solisten singen Lieder von Freundschaft und Sehnsucht, der Kinderchor lädt zum Mitsingen ein und ein jeder kann sich im Sturm der Windmaschine »echtem« Bühnenschnee aussetzen. Außerdem öffnen wir musikalische und szenische Proben, zeigen Kostüme und Bühnentricks mit Eis, Schnee und blauen Rosen. Besonders freuen wir uns auf die Uraufführung des von der Komischen Oper Berlin bei Martin Wistinghausen in Auftrag gegebenen Konzertstückes für Kinder mit einem Erzähler nach dem bekannten Kinderbuch von Nils Werner: Teddy Brumm.
Die Gruselkonzerte im Gewölbekeller werden einem das Blut zu Eis gefrieren lassen. Kleine und große Zuschauer erleben bei einer Fülle von Veranstaltungen Musik und Theater, Maske und Technik, Bühne und Kostüme und können in faszinierende Bereiche des Opernhauses vordringen, die sonst verborgen bleiben. Ein Tag voller Musik, Theater und kulinarischer Genüsse!
Änderungen vorbehalten.
Termin:
So, 19.9.2010, 10:00
komische oper berlin
Behrenstraße 55-57
10117 Berlin
Telefon: +49 (0)30. 202 60-0
Fax: +49 (0)30. 202 60-405
E-Mail:
karten@komische-oper-berlin.de
Kartenvorverkauf
Tel.: +49.(0)30.47 99 74 00
Fax: +49.(0)30.47 99 74 90
Montag bis Samstag 9:00 - 20:00 Uhr, Sonntag und Feiertage 14:00 - 20:00 Uhr
Internet
karten@komische-oper-berlin.de
Vor Ort…
Opernkasse
Unter den Linden 41
10117 Berlin
Montag bis Samstag 11:00 - 19:00 Uhr,
Sonntag 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
An Feiertagen ist nur die Abendkasse geöffnet.
info@komische-oper-berlin.de
Vor Ort…
Abendkasse
(Eingang Behrenstraße)
Kartenverkauf 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn, Foyerveranstaltungen ab ½ Stunde vor Beginn. Karten für die gesamte Spielzeit erhältlich.