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Deutsches Theater Berlin

Das Deutsche Theater in Berlin zählt zu den bedeutendsten Sprechtheaterbühnen im deutschsprachigen Raum. Hinter seiner eleganten klassizistischen Fassade beherbergt das 1849 gegründete Theater in der Schumannstraße heute drei Bühnen: Das Große Haus mit ca. 600 Plätzen, die Kammerspiele mit ca. 230 Plätzen sowie die 2006 neu eröffnete Box - eine kompakte Blackbox im Foyer der Kammerspiele mit 80 Zuschauerplätzen. Auf dem Spielplan stehen zum einen Klassiker und moderne Klassiker von Autoren wie Shakespeare, Schiller, Tschechow, Sartre, Ibsen und Goethe, zum anderen werden Stücke zeitgenössischer Autoren wie Lukas Bärfuß, Dea Loher, Wolfram Lotz, Roland Schimmelpfennig, Ferdinand Schmalz und Nis-Momme Stockmann gezeigt und zur Uraufführung gebracht. Einmal im Jahr finden am Deutschen Theater die Autorentheatertage statt, ein 14-tägiges Festival der zeitgenössischen Dramatik.

Kontakt

Deutsches Theater Berlin
Schumannstraße 13a
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 28441-0
E-Mail: service@deutschestheater.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Deutsches Theater Berlin

Vorstellungsausfall bis 19.4.

Vorstellungsabsagen im Deutschen Theater zur Eindämmung des Coronavirus
Um eine rasche Ausbreitung des Coronavirus in Berlin zu verhindern und Ihre Gesundheit zu schützen, folgen wir der Entscheidung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Veranstaltungen in Sälen mit über 500 Personen ab dem 11. März vorerst bis zum 19. April abzusagen. Dies gilt für das Deutsche Theater. Die Vorstellungen in den Spielstätten Kammerspiele und Box finden bis auf Weiteres wie geplant statt.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Vorstellungsausfall bis 19.4.

Theater

Die Räuber

Eine Überschreibung nach Friedrich Schiller

Eine Inszenierung des Jungen DT

Friedrich Schillers stürmend-drängendes Erstlingswerk schlug schon bei seiner Uraufführung 1782 ein wie eine Bombe. Jetzt treten 15 Jugendliche mit dem Auftrag an, Die Räuber auf die Bühne des DTs zu bringen. Doch schon bald kommen erste Zweifel auf: Wer könnte den Räuberhauptmann Karl glaubwürdig verkörpern und welche junge Frau will sich 2020 mit der tugendhaften und opferbereiten Amalia von Edelreich identifizieren? Mitten im schönsten Streit über die perfekte Besetzung, aktuelle jugendliche Protestkultur und den Publikumserwartungen an einen Klassiker erhalten die Jugendlichen einen Brief, der ihre Pläne völlig über den Haufen wirft und sie zwingt, Haltung zu beziehen.

Empfohlen ab der 9. Klasse.

Regie: Joanna Praml
Bühne: Inga Timm
Kostüme: Johanna Katharina Leitner, Inga Timm
Musik: Hajo Wiesemann
Dramaturgie: Maura Meyer, Dorle Trachternach

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Theater

Sophie Rois fährt gegen die Wand im Deutschen Theater

nach dem Roman Die Wand von Marlen Haushofer

"Ich kann mir erlauben, die Wahrheit zu schreiben; alle, denen zuliebe ich mein Leben lang gelogen habe, sind tot."

Die Katastrophe kommt, weil wir sie träumen. Und wir träumen sie, weil wir sie fürchten und uns nach ihr sehnen. Wenn die Katastrophe eintritt, hören die peinigenden Phantasien auf. "Dass man weder empfinden noch denken darf, sondern handeln muss, ist die beste Therapie, wenn der Mensch an den Produkten des eigenen Vorstellungsvermögens irre wird." (Wolfgang Pohrt)

Regie / Bühne: Clemens Maria Schönborn
Licht: Cornelia Gloth
Dramaturgie: Bernd Isele

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Sophie Rois fährt gegen die Wand im Deutschen Theater

Theater

Das Gewächshaus

von Jordan Tannahill

Eine Inszenierung des Jungen DT

In einer Übersetzung von Frank Weigand.

„Wo gehen eure Kinder nachts hin? Glaubt ihr, sie bleiben in ihren Betten? Alle Kids im Viertel sagen ‚Gute Nacht‘ aber in Wirklichkeit rennen sie. Durch das hohe Gras. Rennen durch das Feld. An den verborgenen Ort. Wo das Feuer brennt.“

Draußen vor der Stadt steht ein riesiges Gewächshaus. Leer und verfallen. Hier treffen sie sich. Fernab von den Blicken und Regeln der Eltern, lässt sich hier das wahre Leben ausprobieren. Bierflaschen, Joints, Kondome und Geheimnisse liegen überall im Gewächshaus herum. Hier ist egal, wer du bist, es geht nur darum, was du dich traust. Doch als zwei Mädchen eine Leiche entdecken, beginnt sich die Dunkelheit des Gewächshauses über die gesamte Stadt auszubreiten. Und die Jugendlichen wissen, dass ihnen nur eine Möglichkeit bleibt: Sie müssen das Geheimnis aufdecken und sich der Vergangenheit stellen.

Empfohlen ab der 9. Klasse.

Regie: Salome Dastmalchi
Ausstattung: Susanne Hiller
Choreografie: Niloufar Shahisavandi
Dramaturgie: Lasse Scheiba

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Theater

(Life on earth can be sweet) Donna

von René Pollesch

Lied vom Ungebundenheitsimperativ

Alle: Wir haben gehört, dass es Hoffnung nur gibt,
um der Hoffnungslosesten Willen.

1: Wer hat euch gesagt, dass es Hoffnung gibt?

Alle: Wir sehen zwar, dass wir es nicht ändern
können, viel tiefer geht aber der Glauben, dass
es doch zu ändern ist.

1: Wie bei mir, den ihr verlassen habt, und ich weiß,
dass ich euch nicht mehr zurückkriege.
Aber ich flehe und heule, als wäre es nicht so,
meint ihr das?

Alle: Wir können nur aus dem was machen, was
man aus uns gemacht hat. Aber es geht ja auch darum,
was man aus der Welt gemacht hat.

1: Ich will, dass deine Hand immer auf meiner landet,
wenn irgendwas war. Wenn ich geschrien habe oder
unausstehlich war. Deine Hand auf meiner ist ja nicht
neu. Aber für mich war es das. Man kann sich eben
nicht neu erfinden in diesen Begegnungen, in all dem,
was man machen kann.

Alle: Aber es ist wie das Abspielen der Klassiker auf
einer Bühne, sie halten nur den Hof sauber.

1: Es ist ja nur das da, was man machen kann.

Alle: Man kann sich das Ende des Theaters, aber nicht
das Ende des Regietheaters vorstellen.
Man kann sich das Ende der Welt, aber nicht
das Ende des Kapitalismus vorstellen.

1: Wieviel Arten von Menschen gibts auf der Welt.

Alle: Zweierlei Arten.

1: Was für Arten sind das?

Alle: Die Vernetzten und die mit wenig Kontakten.
Also die Mobilen und die Nicht-Mobilen.

1: Wer aber will nicht, dass es zweierlei Arten gibt?

Alle: Da die Ungerechtigkeit nur in Statistiken
auftaucht, weil die mit wenig Kontakten sich nicht
begegnen, wissen die Ausgegrenzten nicht, dass sie
die Ausgebeuteten sind. Also können sie hier
noch nichts wollen.

1: Wer aber wird abschaffen, dass es zweierlei Arten
von Menschen gibt?

Alle: Da blicken wir noch nicht durch. Aber da
beide Arten in dieser Welt leben, kann es sich nicht
um Ausgrenzung handeln, sondern es muss sich viel
eher um Ausbeutung handeln.

1: Warum müsst ihr euch nicht rechtfertigen?

Alle: Weil der Kapitalismus das macht.

1: Woran erkennt ihr, dass er nicht viel mehr ist als ein Rechtfertigungssystem?

Alle: Er greift sämtliche utopischen Energien ab.
Er war ja nie ein Überbau, sondern nur ein System von
Rechtfertigungen, das sämtliche utopischen Energien
absaugt. Er hört aber gleichzeitig nie auf,
kollektiven Strukturen Steine in den Weg zu legen.

1: Ich weiß nicht, es ist alles so lange her, das
mit dir, und ich hab aufgehört, es mit Sinn und
mit Geist zu versorgen. Also wie der Kapitalismus das
macht, alles mit Sinn und mit Geist zu überziehen.
Was gefährdet die Wirtschaftsordnung wirklich?

Alle: Die tatsächliche Präsenz. Denn: Drei Sterne bei
Amazon sind wie ein Stern.

1: Die Philosophie sagt uns, dass es auch ohne
Präsenz geht.

Alle: Das sind die geisteswissenschaftlichen Märchen
vom Sinn und vom Geist.

1: Wer wird abschaffen, dass der Kapitalismus
alle utopischen Energien abgreift?

Alle: Die tatsächliche Präsenz.

1: Aber wer wird auch im grünen Kapitalismus
nicht gebraucht?

Alle: Die Jugendlichen in Gosen – Neu Zittau.

1: Woran erkennt man die mobile Art?

Alle: Daran, dass sie Drogen nimmt, um Erfahrungen
zu machen.

1: Und woran erkennt man die nicht-mobile Art.

Alle: Daran, dass sie Drogen nimmt, um Erfahrungen
loszuwerden.

1: Ja und jetzt wird es wichtig, dass man alle
informiert. Dass man mit den Wagen herumfährt, und es
den Menschen sagt.

Regie: René Pollesch
Bühne: Anna Viebrock
Kostüme: Nina von Mechow
Light: Matthias Vogel
Dramaturgie Anna Heesen

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Theater

Don Quijote

von Jakob Nolte nach Miguel de Cervantes

Erstaufführung der Fassung von Jakob Nolte

Nach der Lektüre unzähliger Ritterromane ernennt sich ein verarmter Junker selbst zu Don Quijote von La Mancha und überträgt sich die ehrenvolle Aufgabe, seine Mitmenschen gegen das Böse zu verteidigen und ein neues goldenes Zeitalter aufleben zu lassen. Er findet im nur scheinbar naiven Sancho Panza einen treuen Knappen und begibt sich mit ihm auf die Reise, um ein einfaches Bauernmädchen alias Dulcinea von Toboso zu beeindrucken. Ihre Heldentaten enden meist in brutalen Niederlagen, weshalb Don Quijote alsbald den Beinamen Der Ritter von der traurigen Gestalt erhält. Und auch mit Sancho Panzas Traum, der sich als zukünftiger Herrscher eines Eilands sieht, will es nicht so recht was werden. Doch ihre Vorstellungskraft bleibt unbesiegt: Sie scheitern, stehen wieder auf und kämpfen weiter gegen Windmühlen.

Miguel de Cervantes sitzt nach einem bewegten Leben im Gefängnis, als er beginnt, den ersten Teil eines Romans zu schreiben, der 1605 den Anbruch der literarischen Moderne bedeutet. Es ist ein Anschreiben gegen die Fesseln der Realität, denn mit Don Quijote erfindet er einen maßlos kreativen Phantasten, der aber erst durch seinen viel pragmatischeren Spielgefährten Sancho Panza überhaupt Identität erlangt. Sie erschaffen sich mittels ihrer Gedanken eine eigene Wirklichkeit, sind sich selbst die Welt und können nicht mit, aber auch nicht ohne einander. In kürzester Zeit werden die beiden berühmt, was sie im zehn Jahre später erschienenen zweiten Teil gleich selbst thematisieren. Bis heute hat das wahnwitzige Paar Ikonenstatus und schultert in dieser Erstaufführung der Fassung von Jakob Nolte seine (imaginierten) Abenteuer ganz alleine.

Regie: Jan Bosse
Bühne: Stéphane Laimé
Kostüme: Kathrin Plath
Musik: Arno Kraehahn
Licht: Robert Grauel
Dramaturgie David Heiligers

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Theater

Wolken.Heim.

von Elfriede Jelinek

"Wir aber sind zuhaus, wo wir hinwandeln
zwischen Himmel und Erd
und unter den Völkern das erste."

"Wir sind hier. Uns gehören wir. Wir sind hier bei uns." Das meiststrapazierte Wort in Elfriede Jelineks Wolken.Heim. ist "wir": "Wir aber wir aber wir aber wir…". Der Text entstand im Jahr 1988, wenige Monate, bevor der Taumel der Wendejahre die Deutschen zum kollektiven Subjekt einer Wir-Erzählung werden ließ. In einem sich drehenden Wirbel aus Sprache entwirft das Stück eine Wir-Beschwörung als manische Suche nach Selbstverortung. Was ist das Deutsche, was die deutsche Nation, wer sind "wir"? Ein Ort zwischen Wolken und Heim, zwischen Luftschloss und Gruft. Land des Idealismus, Land des Faschismus: dazwischen Deutschland, im Nirgendwo, auf der nicht endenden Suche nach einer Identität, die nur im Ausschluss des jeweils Fremden zu sich findet. "Wir sind hier. Dort sind die andern. Aber wir nicht, wir nicht!" Elfriede Jelineks hochartifizieller Prosatext ist ein Zitatengeflecht: Hölderlin, Hegel, Heidegger, Fichte, Kleist und die Briefe der RAF werden – teils sinnentstellt und sinnverkehrt – zu Kronzeugen des deutschen Nationalismus. Die Worte der Dichter und Denker und die Reden der Täter und Mörder fließen in eins, in diesem Spracharchiv der deutschen Seele. Das Ensemble um den Regisseur Martin Laberenz, der am Deutschen Theater bereits Elfriede Jelineks WUT inszeniert hat, begibt sich 30 Jahre nach dem Mauerfall und nach der Entstehung dieses Textes auf die Suche nach den Phantasmen des deutschen "Wir".

Regie: Martin Laberenz
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Aino Laberenz
Musik: Polina Lapkovskaja
Dramaturgie: Bernd Isele

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Theater

Franziska Linkerhand

nach dem Roman von Brigitte Reimann

Die kühne, couragierte und kantige Franziska Linkerhand ist eine talentierte und idealistische junge Architektin, als sie sich Anfang der 1960er-Jahre entschließt, ihre vorgezeichneten Lebenspläne über den Haufen zu werfen. Geschieden und unabhängig zieht sie ins provinzielle Neustadt (ein Synonym für Hoyerswerda und die Arbeitersiedlung des Kombinats Schwarze Pumpe), wo sie den Menschen Häuser bauen will, die Würde und Freiheit ausstrahlen. Und sie macht den schwierigen und gebundenen Ben, der ihrem Bruder Wilhelm so ähnelt, zu ihrem Geliebten. Doch sie trifft mit ihren visionären Bauvorhaben auf ein starres System und bei ihrer Liebesutopie Ben auf keinen Widerhall: ihre Wunschvorstellungen scheitern an einer desillusionierenden Realität. Trotzdem bleibt Franziska anarchisch und selbstbehauptend – und ihre Träume leben fort.

Als Brigitte Reimanns letztes, unvollendetes Werk 1974 postum in der DDR erschien, brach es mit so vielen Tabus, dass seine Heldin dort zur Identifikationsfigur für eine ganze (Frauen-) Generation wurde. Anfangs als Entwicklungsroman eines Mädchens aus bürgerlichem Hause konzipiert, schrieb Reimann zehn Jahre eine kritische Auseinandersetzung mit der sozialistischen Gesellschaft, die sich eng verknüpft mit ihrer eigenen Lebensgeschichte. Vom Ministerium für Kultur als "produktive Provokation" beäugt, ist die Erzählung zu einem Stück Osthistorie geworden: 30 Jahre nach der Maueröffnung höchste Zeit, diesen großen Entwurf (neu) zu entdecken.

Regie: Daniela Löffner
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüme: Carolin Schogs
Licht: Cornelia Gloth
Musik: Matthias Erhard
Dramaturgie David Heiligers

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Theater

Verirrten sich im Wald

nach Hänsel und Gretel der Gebrüder Grimm

Hänsel und Gretel ist eines der bekanntesten deutschen Märchen. Zwei Geschwister werden von ihren Eltern verstoßen. Ausgesetzt in einem finsteren, bitterkalten Wald entdecken sie ein Haus. Doch was von außen verlockend erscheint, birgt eine dunkle Innenwelt. Die Kinder geraten in die Fänge einer menschenfressenden Hexe und können nur entkommen, indem Gretel die alte Frau tötet. Beladen mit Edelsteinen kehren sie zurück zum Vater und märchenhaft kann gesagt werden: Ende gut, alles gut.

Du glaubst, das Märchen zu kennen, oder? Doch was, wenn es ganz anders passiert wäre?

Verirrten sich im Wald lädt das Publikum ein, einen neuen Blick auf die Geschichte zu werfen. Dabei verbindet sich die bildmächtige Inszenierung von Robert Lehniger mit der Augmented und Virtual Reality (VR) der CyberRäuber. Es irren verschiedene Versionen von Hänsel und Gretel durch den Wald – auf der Bühne und in der virtuellen Realität. Immer wieder tauchen die Geschwister auf und führen die Zuschauer_innen an die Grenzen zwischen Wirklichkeit und den dunklen Parallelwelten aus Märchen, Fantasy-Romanen und Netflix-Serien. Und die Hexe ist nicht die einzige Gefahr, die im Wald lauert.

Regie: Robert Lehniger
Virtuelle Realität (VR) CyberRäuber (Björn Lengers und Marcel Karnapke)
Bühne: Janja Valjarević
Kostüme: Linda Spörl
Musik: Miguel Murrieta Vásquez
Dramaturgie: Lasse Scheiba

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Theater

Väter und Söhne

von Brian Friel nach dem Roman von Iwan Turgenjew

"Sie weigern sich, an etwas zu glauben, weil Glauben Engagement verlangt, und Sie haben Angst vor dem Engagement. Sie haben Angst vor dem Engagement, weil das alles von Ihnen verlangen würde. Und weil Sie nicht bereit sind, alles zu geben, geben Sie gar nichts. Und dann entschuldigen Sie sich damit, dass Sie Leidenschaft als Luxus bezeichnen; dabei wissen Sie in Ihrem Herzen ganz genau, dass diese Entschuldigung eine Lüge ist."

Arkadij und Bazarow, zwei junge Studenten, kehren für den Sommer in ihre ländliche Heimat zurück. Beide stellen aufgrund ihrer nihilistischen Überzeugungen die gegenwärtige Gesellschaft völlig in Frage: die Wissenschaft, die Kunst und sämtliche Konventionen. Ihre Negierung alles Bestehenden verweigert ihnen den Glauben an überhaupt etwas. Ihr Aktivismus kennt nur das einzige Ziel, die Welt neu zu erschaffen. Doch während Arkadij versucht, diese Vision aus den gegebenen Verhältnissen heraus zu entwickeln, sucht Bazarow die radikale Konfrontation mit seiner Umwelt. Wo liegt der Grat zwischen Idealismus und Pragmatismus, zwischen innerer Revolte und äußerer Anpassung, zwischen Bedingungslosigkeit und Kompromiss? Väter und Söhne ist ein Generationenbild und Familienpanorama, es erzählt vom ewigen Konflikt zwischen Jung und Alt, von Verändern und Bewahren. Wonach streben? Und was bleibt vom eigenen Wirken in der Welt?

Deutsch von Inge und Gottfried Greiffenhagen
Fassung von Daniela Löffner und David Heiligers

Eingeladen zum Theatertreffen 2016
Publikumspreis der 4. Siegener Biennale 2017

Regie: Daniela Löffner
Bühne: Regina Lorenz-Schweer
Kostüme: Katja Strohschneider
Musikalische Einstudierung: Katharina Debus, Ingo Schröder
Dramaturgie: David Heiligers

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Theater

Nathan der Weise

von Gotthold Ephraim Lessing

"Was ist das für ein Gott, der für sich muss kämpfen lassen?"

Lessings Aufklärungsdrama aus dem Jahr 1779, das zur Zeit der Kreuzzüge spielt, ist ein Plädoyer für religiöse Toleranz. Der eingeforderte interkulturelle Dialog zwischen Christentum, Islam und Judentum, basierend auf Vernunft und Humanität, lässt sich heute im Kontext fortschreitender fundamentalistischer Konflikte wie bereits zu Lessings Zeiten, nur wie ein Märchen lesen. Ein Märchen, das dem Strukturprinzip der Komödie folgt. Darauf verweisen die Reihung von Zufällen, verwickelte Familienverhältnisse und die glückliche Auflösung der Konflikte. Humor als Statement gegen die Barbarei ist eine Möglichkeit, den alles überschattenden Zerwürfnissen zu begegnen. Der Regisseur Andreas Kriegenburg versteht die Geschichte als archaischen Comic, an dessen Anfang der aus Erde erschaffene Mensch steht.

Der Jude Nathan kehrt von einer Geschäftsreise in das muslimisch beherrschte Jerusalem zurück. Sein Haus ist abgebrannt und seine Tochter Recha wurde von einem begnadigten Tempelherrn aus dem Feuer gerettet. Nathans Freund Al Hafi ist zum Schatzmeister des Sultans 'abgestiegen'. Dieser benötigt dringend Geld von Nathan, um seinen Krieg gegen die angreifenden Kreuzritter zu finanzieren. Der Tempelherr wehrt sich gegen seine beginnende Liebe zu Recha. Daja, christliche Gesellschafterin, verrät dem Tempelherrn, dass Recha in Wahrheit ein christliches Waisenkind war. Dass sich Nathan ihrer einst annahm, könnte ihn jetzt nach geltendem Recht auf den Scheiterhaufen bringen.

Regie: Andreas Kriegenburg
Bühne: Harald Thor
Kostüme: Andrea Schraad
Dramaturgie: Juliane Koepp

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Theater

Die Hamletmaschine

von Heiner Müller

Heiner Müllers 1977 entstandener Text „Die Hamletmaschine“ basiert auf seiner jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit Shakespeare. Parallel zu seiner Übersetzung von „Hamlet“ für eine Inszenierung von Benno Besson am Deutschen Theater schrieb er diesen fremdartigen und rätselhaften Text. Er nimmt Figuren und Schlüsselszenen aus Shakespeares Stück auf, verzichtet aber beinahe ganz auf Handlung und Dialog. In einem alptraumartigen Szenarium in fünf auch formal unterschiedlichen Textfragmenten erscheinen u. a. Hamlet bzw. ein Schauspieler, der Hamlet spielt, und Ophelia als gespenstische Widergänger realer historischer Personen. Unterschiedliche und gegensätzliche kollektive Erfahrungen prallen aufeinander, viele Bezüge zu historischen Ereignissen der europäischen Geschichte und der Geschichte des Kommunismus nach dem 2. Weltkrieg stellen sich her. An der Figur des Hamlet interessierte Müller „das Versagen von Intellektuellen in bestimmten historischen Phasen, das vielleicht notwendige Versagen von Intellektuellen, ein stellvertretendes Versagen“. Die innere Zerrissenheit des Hamletdarstellers, der sich bei dem Aufstand in Budapest 1956 „auf beiden Seiten der Fronten, zwischen den Fronten, darüber“ sieht, mündet im Scheitern des Autors beim Schreiben eines Shakespeareschen Dramas und in dem Versuch der Revolte von Ophelia. Die Frontlinie verläuft nicht mehr zwischen Ost und West, sondern zwischen „den Metropolen der Welt“ und den kolonialisierten Ländern.

Dimiter Gotscheff hat sich in der Spielzeit 2008/09 nach „Germania. Stücke“ und Müllers Übersetzung von „Die Perser“ zum dritten Mal am DT einen Text von Heiner Müller vorgenommen und ist auch selbst auf der Bühne zu sehen.

Regie: Dimiter Gotscheff
Bühne: Mark Lammert
Kostüme: Mark Lammert
Musik: Bert Wrede

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Deutsches Theater Berlin

Das Deutsche Theater in Berlin zählt zu den bedeutendsten Sprechtheaterbühnen im deutschsprachigen Raum. Hinter seiner eleganten klassizistischen Fassade beherbergt das 1849 gegründete Theater in der Schumannstraße heute drei Bühnen: Das Große Haus mit ca. 600 Plätzen, die Kammerspiele mit ca. 230 Plätzen sowie die 2006 neu eröffnete Box - eine kompakte Blackbox im Foyer der Kammerspiele mit 80 Zuschauerplätzen. Auf dem Spielplan stehen zum einen Klassiker und moderne Klassiker von Autoren wie Shakespeare, Schiller, Tschechow, Sartre, Ibsen und Goethe, zum anderen werden Stücke zeitgenössischer Autoren wie Lukas Bärfuß, Dea Loher, Wolfram Lotz, Roland Schimmelpfennig, Ferdinand Schmalz und Nis-Momme Stockmann gezeigt und zur Uraufführung gebracht. Einmal im Jahr finden am Deutschen Theater die Autorentheatertage statt, ein 14-tägiges Festival der zeitgenössischen Dramatik.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Deutsches Theater Berlin

Aufführungen / Oper Komische Oper Berlin Berlin, Behrenstraße 55-57
Aufführungen / Show Friedrichstadt-Palast Berlin Berlin, Friedrichstraße 107
Aufführungen / Theater Volksbühne Berlin Berlin, Linienstraße 227
Aufführungen / Theater Schaubühne am Lehniner Platz Berlin Berlin, Kurfürstendamm 153
Aufführungen / Kabarett Die Wühlmäuse Berlin Berlin, Pommernallee 2-4
Aufführungen / Theater Maxim Gorki Theater Berlin Berlin, Am Festungsgraben 2
Aufführungen / Cabaret Bar jeder Vernunft Berlin Berlin, Schaperstr. 24
Aufführungen / Theater HAU Hebbel am Ufer Berlin Berlin, Stresemannstr. 29
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin Berlin, Am Festungsgraben 1
Aufführungen / Theater Sophiensaele Berlin, Sophienstr. 18
Aufführungen / Theater Improtheater Paternoster Berlin Berlin, Voßbergstraße 3
Aufführungen / Oper Deutsche Oper Berlin Berlin, Bismarckstr. 35
Aufführungen / Theater Komödie am Kurfürstendamm im Schillertheater Berlin, Bismarckstraße 110
Aufführungen / Theater Renaissance-Theater Berlin Berlin, Knesebeckstraße 100
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131-133
Aufführungen / Theater Tribühne Berlin Berlin, Otto-Suhr-Allee 18
Aufführungen / Theater Berliner Kriminal Theater Berlin, Palisadenstrasse 48
Aufführungen / Theater Theater- und Konzertstätte Jüterbog Jüterbog, Mönchenkirchplatz 4
Aufführungen / Theater Theater Poetenpack Potsdam Potsdam, Lennéstr. 37
Aufführungen / Theater theater DIE BOTEN Berlin, Schottstraße 6
Aufführungen / Kabarett Berliner Kabarett Klimperkasten Berlin, Thuyring 63
Aufführungen / Theater Podewil Berlin, Klosterstr. 68-70
Aufführungen / Theater Kleines Theater Berlin Berlin, Südwestkorso 64
Aufführungen / Theater Theatersport Berlin Berlin, Bürgerheimstr. 8
Aufführungen / Theater Teatr Studio am Salzufer Berlin, Salzufer 13/14
Aufführungen / Theater BühnenRausch Berlin, Erich-Weinert-Straße 27
Aufführungen / Kabarett Kabarett Kartoon Berlin, Kochstraße 50
Aufführungen / Theater "Die Gorillas" Ratibortheater Berlin, Cuvrystrasse 20
Aufführungen / Theater Theaterdiscounter Berlin, Monbijoustr. 1
Aufführungen / Theater Cafe Theater Schalotte Berlin, Behaimstraße 22
Aufführungen / Kulturveranstaltung Glaskasten Ballsaal Berlin, Prinzenallee 33
Aufführungen / Theater BKA-Theater Berliner Kabarett Anstalt Berlin, Mehringdamm 34
Aufführungen / Theater Theater Mirakulum - Puppenkomödie Berlin Berlin, Brunnenstraße 35
Aufführungen / Theater Theater Morgenstern Stahnsdorf, Rotkehlchenweg 35
Aufführungen / Theater Theater o.N. (Zinnober) Berlin, Kollwitzstr. 53
Aufführungen / Theater Theater TRANSIT Berlin, Boxhagener Str. 99
Aufführungen / Theater Wintergarten Berlin Berlin, Potsdamer Straße 96
Aufführungen / Theater Chamäleon Theater Berlin, Rosenthaler Str. 40/41
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131
Aufführungen / Theater Theater Thikwa Berlin, Fidicinstr. 40
Aufführungen / Theater English Theatre Berlin Berlin, Fidicinstr. 40
Aufführungen / Theater Stage Theater Am Potsdamer Platz Berlin, Marlene-Dietrich-Platz 1
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstr. 17
Aufführungen / Theater Theater der Migranten Reuterkiez Theater Berlin, Bürknerstr. 5
Aufführungen / Theater Theater Adlershof Berlin, Moriz-Seeler-Str. 1

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