DEUTSCHES THEATER BERLIN
Spielzeit 2011/12
Odyssee
nach Homer
Premiere: 05. Februar 2012, Kammerspiele
Werden doch wenige Söhne dem Vater ähnlich
Die meisten schlechter;
Wenige besser als der Vater.
Zehn Jahre kämpfte der listenreiche Odysseus im trojanischen Krieg. Nun irrt er als siegreicher Held mit zwölf Schiffen ein weiteres Jahrzehnt über die Meere, misst sich mit Menschenfressern und Göttern, kämpft gegen Zaubereien an und erliegt Verführungen. Zuhause auf Ithaka ist man inzwischen des Wartens müde. Das Volk verlangt nach einem neuen König. Der Sohn Telemachos, vaterlos erwachsen geworden, hält nur noch mühsam die Stellung im übergroßen Heldenschatten des Vaters. Und Penelope, die verlassene Ehefrau, muss sich des Drängens von 114 Freiern erwehren, die ihre Hand und die Macht im Land wollen. Irgendjemand muss die Verantwortung übernehmen. Irgendetwas muss passieren. Bald. Für die Inszenierung des Jungen DT hat Uli Jäckle ein Ensemble aus 23 Kindern, Senioren und Jugendlichen zusammengestellt. Gemeinsam haben sie sich mit Homers Epos und den eigenen Geschichten vom Warten, Sehnen und Unterwegssein beschäftigt.
Regie: Uli Jäckle
Bühne: Thomas Rump
Hörspiel: Carsten Schneider, Suzanne J. Hensel
Kostüme: Elena Anatolevna
Musik: Johannes Birlinger, Jochen Hesch
Dramaturgie: Kristina Stang
Ort:
Kammerspiele
Termine:
So, 5.2.2012, 19:00 | Premiere |
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Mo, 6.2.2012, 19:00 |
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Do, 16.2.2012, 19:30 |
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Di, 28.2.2012, 20:00 |
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Di, 13.3.2012, 19:00 |
Tickets online |



Mo, 19.3.2012, 19:00 |
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Mi, 28.3.2012, 19:30 |
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Oder Bruch
Ein Projekt von Tobias Rausch
Uraufführung: 07. Februar 2012, Box
Vielen ist das Oderhochwasser 1997 als dramatisches Ereignis in Erinnerung geblieben, das eine Welle nationaler Solidarität auslöste. Viele Menschen reisten spontan nach Brandenburg, um bei Deichsicherungsarbeiten und Evakuierungen zu helfen. In einer einzigartigen Spendenaktion kamen hunderte Millionen D-Mark zusammen, die Bundeswehr hatte ihren größten Einsatz im Inneren.
Aber zu dieser Geschichte gehören auch andere: Es ist auch die Geschichte des rücksichtslosen Ausbaus von Flussgewässern im Dienste der Schifffahrt. Es ist die Geschichte über eine wiedervereinigte Nation, die ihr Selbstverständnis nach dem Jubelrausch von 1989 nicht gefunden hat. Und was passierte jenseits der "Friedensgrenze"?
Das Projekt nimmt die Ereignisse der großen Flut im August 1997 als Beispiel für das Verhalten von Menschen in Katastrophensituationen und die Folgen für das soziale Miteinander.
Es ist ein Stück über das Verhältnis des Menschen zur Natur und über eine ratlose Nation, die dringend nach Identifikationsmöglichkeiten sucht. Es ist ein Stück über Helden – und was aus ihnen wurde, nachdem das Wasser zurückgegangen ist.
Nach seinen Stückentwicklungen ‚Alles offen’ und ‚einsatz spuren’, die als Gastspiele bei den Berliner Autorentheatertagen 2010 und 2011 zu sehen waren sowie seines Rechercheprojekts ‚Magic Fonds’, das im Jahr 2011 in Koproduktion mit dem Theater Basel entstand, ist ‚Oder Bruch’ nun das neueste Theaterstück von Tobias Rausch, das die Partnerschaft des Deutschen Theaters mit der Neuen Bühne Senftenberg wieder aufleben lässt.
Regie: Tobias Rausch
Bühne und Kostüme: Michael Böhler
Musik: Tobias Vethake
Rechercheleitung: Michael Müller
Recherche Deutschland: Laura Steinau, Cathleen Bär
Recherche Polen: Renata Borowczak
Dramaturgie: Ulrich Beck
Ort:
Box
Termine:
Di, 7.2.2012, 20:30 | Uraufführung |



Mi, 8.2.2012, 20:00 |



Mo, 12.3.2012, 20:00 |



Di, 13.3.2012, 20:30 |



So, 25.3.2012, 18:00 |


Der goldene Drache
von Roland Schimmelpfennig
Premiere: 22. Februar 2012, Box
'Der Goldene Drache' ist ein China-Vietnam-Thai-Schnellrestaurant mit Take-Away. Hier wird in der winzigen Küche zwischen Gaskochern und Woks einem jungen Chinesen ohne Aufenthaltsgenehmigung ein fauler Zahn gezogen. Mit einer Rohrzange und vereinten Kräften. Der Zahn landet in einer Thai-Suppe und wenig später im Mund einer Stewardess, Stammkundin im Schnellrestaurant, die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt. Genau wie der Lebensmittelhändler und sein betrunkener Kumpel, der an akutem Liebeskummer leidet und eine große Schwäche für chinesische Importe hat.
Roland Schimmelpfennigs spielerische Globalisierungsparabel erhielt den Mülheimer Dramatikerpreis 2010. Es spielen Schauspielstudierende der UdK.
Regie: Brit Bartkowiak
Bühne: Nikolaus Frinke
Dramaturgie: Marion Hirte, John von Düffel
Ort:
Box
Termine:
Mi, 22.2.2012, 20:30 | Premiere |
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Fr, 24.2.2012, 19:30 |
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Sa, 25.2.2012, 20:30 |
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So, 4.3.2012, 19:00 |
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Mi, 7.3.2012, 20:30 |
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So, 11.3.2012, 19:00 |
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Fr, 16.3.2012, 19:30 |
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Der Kirschgarten
von Anton Tschechow
Premiere: 24. Februar 2012, Deutsches Theater
"Vor dem Unglück war es genauso. / Vor welchem Unglück? / Vor der Freiheit."
Vor Jahren, nachdem ihr kleiner Sohn ertrunken war, ging die Gutsbesitzerin Ranjewskaja nach Frankreich. Nun kehrt sie, von der Liebe enttäuscht, mit ihrer Entourage nach Hause zurück: Haus und Hof kommen unter den Hammer, die Schulden sind zu hoch. Wie die Rettung aussieht, weiß Geschäftsmann Lopachin: Man könne auf dem Grundstück Datschen errichten und sie an Sommergäste vermieten. Voraussetzung dafür ist allerdings, den berühmten Kirschgarten der Familie abzuholzen. Aber ist es nicht möglich, auf noch ganz andere Weise wieder liquide werden? Durch Umschuldung etwa? Oder durch Glück? Dadurch, dass man die bedrohliche Situation ignoriert und noch einmal tanzt, auf dem Vulkan? Oder dadurch, dass man versucht die Konturen einer Gesellschaft jenseits des Profits zu skizzieren?
Anton Tschechow verstrickt in seinem 'Kirschgarten' ökonomische Diskussionen von größter Zeitgenossenschaft mit Figuren, die ihr Leben und ihre Lieben fast schon tragisch verfehlen. Und das auf anrührende, hochkomische Weise.
"Und Paris. Wie war es? Haben Sie Frösche gegessen."
"Krokodile habe ich gegessen."
"Sieh mal einer an."
Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Musik: Michael Verhovec
Dramaturgie Claus Caesar
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
Fr, 24.2.2012, 20:00 | Premiere |



Sa, 25.2.2012, 20:00 |



Sa, 3.3.2012, 19:30 |



Di, 13.3.2012, 20:00 |



So, 25.3.2012, 18:00 |



Di, 27.3.2012, 20:00 |


Little Boy - Big Taifoon
von Hisashi Inoue
Premiere: 03. März 2012, Kammerspiele
Sperrzone Japan
Ein Jahr nach Fukushima
Unter der Schirmherrschaft des Deutschen Bühnenvereins. In Zusammenarbeit mit Theater der Zeit, dem Internationalen Theaterinstitut (ITI), der Mori-Ôgai Gedenkstätte und dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung
Vor einem Jahr kumulierten Erdbeben, Tsunami und Reaktorunfall im AKW Fukushima Daiichi zu einer Katastrophe ungeahnten Ausmaßes. Auch unsere Wirklichkeit hat sie nachhaltig verändert. Mittlerweile ist der Informationsstrom verebbt und die fortschreitenden Ereignisse verschwinden aus unserer Wahrnehmung. Mit Inszenierungen, Lesungen und Vorträgen will die Veranstaltung 'Sperrzone Japan' eine Plattform für Auseinandersetzung und Austausch bieten. Schauspieler des DT- Ensembles, der Theaterwissenschaftler Hans-Thies Lehmann, der Autor Nis-Momme Stockmann, die Schauspielerin Sachiko Hara, Jürgen Schmid (Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderung), der Regisseur Akira Takayama, Chiaki Soma (Leiterin des 'Festival/Tokyo') und viele andere gestalten einen gemeinsamen Abend um ihre Solidarität zu bekunden und sich dem Vergessen zu widersetzen.
Am 6. August 1945 explodiert um 8:15:17 'Little Boy', die erste Atombombe, über der Stadt Hiroshima. Etwa 200.000 Menschen kommen ums Leben. 80 Prozent der Stadt werden zerstört. Hisashi Inoue (1934 – 2010), war zu Lebzeiten einer der führenden Vertreter der japanischen Literaturund Theaterszene und Vorsitzender des P.E.N.-Clubs. In seinem Stück beschreibt er die apokalyptische Zeit unmittelbar nach dem Atombombenabwurf aus der Sicht von drei Kindern. Anlässlich von 'Sperrzone Japan' öffnen drei Schauspieler mit 'Little Boy – Big Taifoon' das Archiv der menschlichen Katastrophe von Hiroshima und begegnen dem historischen Ereignis.
Regie: Marvin Simon
Ausstattung: Juliane Grebin
Musik: Matthias Frank
Dramaturgie: Malin Nagel
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Sa, 3.3.2012, 18:00 | Premiere |



Do, 15.3.2012, 20:00 |



Di, 27.3.2012, 19:30 |


Maskenzeiten
Premiere: 23. März 2012, Box
Du musst nie wieder in die Schule gehn
Du wirst das Licht deines Lebens vor dir sehn
Du wirst dich doch nicht bemühn, bemühn
Die Bäume werden auch von selber grün
Tocotronic
Die deutsche Mittelschicht ist nervös. Superkinder werden zu Top-Leistungsträgern von morgen gepusht. Kinder sind Mangelware und Wirtschaftsfaktor, Prestige- und Investitionsobjekt. Was fangen wir an mit all den ausgesprochenen und projizierten Erwartungen? Man wird erwachsen und plötzlich ist da ein Vakuum: Die Welt hat nicht auf mich gewartet. Und ich will doch so viel. Ich will echt sein, ich selbst sein. Ich will viele sein. Ich will etwas nicht Ironisches tun. Ich will im Mittelpunkt stehen und Teil einer Gruppe sein. Ich will Relevanz, Intensität und Rausch. Ich will Text, Maskenzeiten, Rampenlicht, Erfolg. Zusammen mit allen Selbst- und Fremddarstellern fragen wir, was uns eigentlich dazu treibt Theater zu machen. Was hoffen wir dort zu finden und warum gibt es das nicht im echten Leben?
Regie: Gudrun Herrbold
Ausstattung: Muriel Nestler
Text: Bianca Praetorius
Video: Jürgen Salzmann
Dramaturgie: Kristina Stang
Ort:
Box
Termine:
Fr, 23.3.2012, 19:30 | Premiere |



Sa, 24.3.2012, 19:30 |



Fr, 30.3.2012, 19:30 |


Die schmutzigen Hände
von Jean-Paul Sartre
Im fiktiven Illyrien, 1943, zur Zeit der deutschen Besatzung: Der junge Hugo schließt sich der kommunistischen Partei an, um mit seiner bürgerlichen Herkunft zu brechen. Beherrscht von dem Gefühl, überflüssig zu sein, sucht er im kommunistischen Kollektiv nach dem 'Wir', nach der Möglichkeit, seinem Leben durch eine Tat einen Sinn zu verleihen. So stimmt er zu, den Parteiführer Hoederer zu ermorden, der einen Pakt mit den reaktionären Kräften gegen die Deutschen anstrebt und als Verräter angesehen wird. Hugo wird Hoederes Privatsekretär und lebt mit seiner Frau Jessica in dessen Haus. Je näher Hugo dem charismatischen Hoederer kommt, umso mehr bewundert er ihn, sucht seine Anerkennung. Er zögert die Tat immer weiter hinaus. Erst als er glaubt, dass Hoederer Jessica verführt hat, erschießt er Hoederer. Entlassen aus dem Gefängnis besteht Hugo darauf, dass der Mord politisch motiviert war und keine Eifersuchtstat. Doch die politische Situation hat sich gewendet.
Sartres Drama, uraufgeführt 1948, ist eine Auseinandersetzung mit dem Kommunismus, den inneren Widersprüchen einer Gesellschaft und letztlich eine Abrechnung mit den Irrtümern jedweder Ideologie. Es stellt die Frage, ob und wie man sich in gesellschaftliche Prozesse einmischen muss, für welche Gesellschaftsform man eintritt und ob es ‚richtiges’ Handeln in Zeiten globaler sozialer und demokratischer Krisen überhaupt geben kann.
Regie: Jette Steckel
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Pauline Hüners
Musik: Mark Badur
Dramaturgie: Anika Steinhoff
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
Sa, 4.2.2012, 19:30 |
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Mi, 8.2.2012, 20:00 |
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Fr, 17.2.2012, 20:00 |
Tickets online |



Mi, 22.2.2012, 20:00 |
Tickets online |



Sa, 10.3.2012, 19:30 |
Tickets online |



Fr, 23.3.2012, 20:00 |
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Mi, 28.3.2012, 20:00 |
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Jochen Schanotta
von Georg Seidel
"Wir wissen viel, aber was aufbrechen würde, wenn alle aufbrechen, das wissen wir nicht."
Georg Seidel gilt heute als einer der bedeutendsten Dramatiker der DDR. Zu Zeiten seines literarischen Schaffens galt er als Unbequemer, dessen Schreiben als politisch subversiv beobachtet, an dessen Erfolglosigkeit in den Amtsstuben der Kulturbürokratie kräftig gearbeitet wurde. Ab Mitte der 70er Jahre war Seidel am Deutschen Theater tätig, zunächst als Beleuchter, dann als dramaturgischer Mitarbeiter. Hier entstanden seine Stücke: Kritische Auseinandersetzungen mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der zerfallenden DDR, geprägt von Resignation und der wachsenden Isolation des Individuums. So erzählt Seidel auch in 'Jochen Schanotta' die Geschichte eines sehnsuchtsvollen Verweigerers im Kampf mit der Gesellschaft. Die Geschichte eines jungen Mannes, dessen utopische Potentiale sich immer mehr verlieren, der zwischen Aufruhr und Anpassung schmerzvoll aufgerieben wird. Auch wenn das System heute ein anderes ist, sind Gefühle sozialer Entfremdung und Vereinzelung wie auch die Bedrohung gesellschaftlichen Zerfalls gleichsam präsent. Was würde aufbrechen, wenn alle aufbrechen?
Regie: Frank Abt
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Marie Roth
Dramaturgie: Meike Schmitz
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Di, 7.2.2012, 19:30 |



Mi, 22.2.2012, 19:00 |



Mo, 5.3.2012, 20:00 |



So, 11.3.2012, 19:00 |


Das Käthchen von Heilbronn
von Heinrich von Kleist
"Alles, was die Wehmut Rührendes hat, will ich aufbieten, Lust und in den Tod gehende Betrübnis sollen sich abwechseln, und meine Stimme, wie einen schönen Tänzer, durch alle Beugungen hindurch führen, die die Seele bezaubern; und wenn die Bäume nicht bewegt werden, und ihren milden Tau, als ob es geregnet hätte, herabträufeln lassen, so sind sie von Holz, und alles, was uns die Dichter von ihnen sagen, ein bloßes liebliches Märchen. O du ... wie nenn ich dich? Käthchen!"
Andreas Kriegenburg begibt sich mit sechs Schauspielerinnen und Schauspielern auf die Suche einer ungeheuerlichen Geschichte ohne Maß und Ordnung, entstanden im Kopf eines radikal versponnenen Autors. Kleists Biographie ist für den Regisseur dabei Wegweiser durch seine Inszenierung: Ein in seiner Zeit glückloser Autor fantasiert ein Ritterdrama herbei, träumt sich ein Mädchen, das 15-jährige Käthchen von Heilbronn, das einem Ritter verfällt, selbstlos und unbedingt. Als Graf Wetter vom Strahl von ihr fortreitet, springt sie ihm aus dem Fenster nach, bricht sich beide Beine, sucht ihn, folgt ihm auf Schritt und Tritt und lässt sich durch nichts vertreiben. Selbst dann nicht, als Wetter vom Strahl Kunigunde von Thurneck befreit und um ihre Hand anhält, da er in ihr die Tochter des Kaisers vermutet … Kleists märchenhaftes Traumspiel, das in seiner Komplexität als unaufführbar gilt, zeugt von der Sehnsucht und der Hoffnung eines Verzweifelten; und Kriegenburg inszeniert es als die Fantasie eines sich im Kampf mit seinem Glauben an Liebe und Erfüllung Befindlichen.
Regie: Andreas Kriegenburg
Bühne: Andreas Kriegenburg
Kostüme: Andrea Schraad
Dramaturgie: Sonja Anders
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
Mo, 20.2.2012, 20:00 |
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So, 26.2.2012, 19:30 |
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Mo, 5.3.2012, 19:30 |
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Do, 22.3.2012, 20:00 |
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Die Kommune
von Thomas Vinterberg
"Wenn wir so wenig sind, sind wir nicht beschlussfähig. Aber: Wir können mal mit der "Wie-geht's-uns-Runde" beginnen. Virgil! Wie geht’s uns bei dir?"
Eine Kommune ist mehr als eine Zweckgemeinschaft, sie ist ein Hort der Utopie, Partizipation, Kommunikation, Toleranz, eine Idee der Gemeinsamkeit jenseits der Kernfamilie – und manchmal ist sie die Hölle. In der von seinem Vater an ihn vererbten geräumigen Villa gründet Erek eine Kommune. Gemeinsam mit seiner langjährigen Freundin Anna, ihrer gemeinsamen Tochter Freja und einer wild zusammengewürfelten Truppe von Frauen und Männern, Singles und Paaren, wird Demokratie geprobt, es wird im Kollektiv gefeiert, gekocht und … Doch dann verliebt sich Erek in Emma, und die neue, junge und attraktive Freundin zieht prompt in die Kommune ein.
Thomas Vinterberg, der dänische Regisseur und Dogma-Mitbegründer, hat ein Stück geschrieben, das schonungslos von der Kollision der individuellen Begierden mit der Idee von Gemeinschaft berichtet. Er beschreibt humorvoll das Scheitern des Ideals vom Zusammenleben und gnadenlos die Verletzungen, Verluste und Aggressionen, die damit einhergehen.
Regie: Rafael Sanchez
Bühne: Simeon Meier
Kostüme: Ursula Leuenberger
Musik: Cornelius Borgolte
Dramaturgie: Sonja Anders
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Sa, 4.2.2012, 20:00 |
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Di, 14.2.2012, 20:00 |
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So, 19.2.2012, 18:00 |
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So, 4.3.2012, 18:00 |
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Sa, 10.3.2012, 20:00 |
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Geschichten von hier I: Glaube Liebe Hoffnung
„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei, am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe.“ (Paulus, 1 Kor 13,13)
Die drei Göttlichen Tugenden des Christentums Glaube, Liebe und Hoffnung bilden bei Frank Abt den Ausgangspunkt einer dokumentarischen Landnahme, einer poetischen Forschungsreise durch die Wirklichkeit. Was verbinden wir mit diesen Begriffen heute? Welche Rolle spielen sie für uns? Gemeinsam mit dem Journalisten Dirk Schneider hat sich der Regisseur auf die Suche nach Antworten begeben. Sie haben Menschen getroffen, die aus ihrem Leben erzählen, davon, woran sie glauben, worauf sie hoffen, wen oder was sie lieben. Ein Pfarrer, eine ältere Dame, ein Liebespaar, das sein Glück im Internet gefunden hat. Es sind persönliche Porträts entstanden, welche die Textgrundlage des Projekts bilden und die Wirklichkeit ins Theater importieren. An was glauben wir? Was gibt uns Hoffnung? Ist die Liebe tatsächlich das Größte? Frank Abt lenkt den Blick auf das Besondere im Normalen, zeigt, welche Poesie dem Alltäglichen innewohnt. Dabei geht es nicht um große Tragödien, sondern um die Einzigartigkeit im Kleinen: Um Geschichten von hier.
Regie: Frank Abt
Bühne: Anne Ehrlich
Kostüme: Katharina Kownatzki
Dramaturgie: Meike Schmitz
Interviews: Dirk Schneider
Ort:
Box&Bar
Termine:
Di, 14.2.2012, 20:30 |



Sa, 10.3.2012, 19:00 |


Fahr zur Hölle, Ingo Sachs
Ein musikalisches Charles-Bronson-Projekt von und mit Studio Braun
1974 kam Michael Winners Film 'Ein Mann sieht rot' in die Kinos, in der Hauptrolle Charles Bronson, der den erfolgreichen Architekten Paul Kersey spielt. Bei einem brutalen Überfall wird Kerseys Frau getötet, seine Tochter überlebt nur knapp. Als Kersey merkt, dass die Polizei hilflos ist und er selbst Opfer eines Überfalls wird, greift er zur Waffe. Aus dem eingefleischten Pazifisten wird ein selbsternannter Rächer, der unter den Verbrechern New Yorks aufräumen will. Der Film zählt zu den großen Klassikern des Rache Thriller-Genres, trotz oder weil er moralisch fragwürdig und zynisch die Frage nach der Rechtfertigung von Selbstjustiz unbeantwortet lässt.
Studio Braun, bekennende Charles Bronson-Fans, erforschen musikalisch und tiefenpsychologisch die potentiellen Konflikte in einer Filmproduktion und begeben sich auf Spurensuche in die Abgründe, wo das Gefühl der Rache entsteht. 'Studio Braun' sind "drei verdiente Musiker, Schauspieler, Autoren und Entertainer, die in Deutschland seit Jahren für Humor jenseits des öden Comedymainstreams stehen." (Süddeutsche Zeitung) 1998 gründen Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger in Hamburg 'Studio Braun'. Ihr umfangreiches, vielseitiges künstlerisches Schaffen umfasst u.a. die Veröffentlichung von LPs und CDs berüchtigter Telefongespräche, die DVD 'Studio Braun – Ein Jubiläum feiert Geburtstag' und im Jahr 2005 die Erfindung des psychedelischen Volkstheaters mit 'Fleisch ist mein Gemüse' nach dem gleichnamigen Erfolgsroman von Heinz Strunk. 2008 folgt 'Dorfpunks' nach dem gleichnamigen Bestseller von Rocko Schamoni und in der Spielzeit 2010/2011 zeigen sie 'Rust – Ein deutscher Messias', alle am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.
Bühne: Janina Audick
Kostüme: Marysol del Castillo
Musik: Sebastian Hoffmann, Studio Braun (Rocko Schamoni, Heinz Strunk, Jacques Palminger)
Video: Eva Koennemann
Orchesterleitung: Sebastian Hoffmann
Dramaturgie: Anika Steinhoff
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
Di, 7.2.2012, 20:00 |
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Di, 28.2.2012, 19:30 |
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Do, 8.3.2012, 19:30 |
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So, 18.3.2012, 19:30 |
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Verkommenes Ufer | Medeamaterial | Landschaft mit Argonauten
von Heiner Müller
Dimiter Gotscheff begegnet Heiner Müller. Seit vielen Jahren schon und immer wieder. Für seine Inszenierung verschränkt er Müllers Triptychon ‚Verkommenes Ufer Medeamaterial Landschaft mit Argonauten’ (1982) mit dem späten Langgedicht ‚Mommsens Block’ (1993). Eine Tiefenbohrung in verschütteten Erfahrungsräumen unserer Gesellschaft, ein Anzapfen explosiver Energieströme, eine Begegnung mit der gespenstischen Anwesenheit der Geschichte, auch ein Versuch, über die Gegensätze hinauszukommen, die unsere Weltentwürfe strukturieren. Theater als Archäologie. Als Entdeckung einer Landschaft. Als Begegnung mit dem Ungeheuren. Und zugleich verfolgt von dem quälenden Gedanken, dass all das möglicherweise jeglichen Sinns entbehrt. Wie noch schreiben, wenn der Ekel an der Welt übermächtig wird?
Regie: Dimiter Gotscheff
Bühne und Kostüme: Mark Lammert
Dramaturgie: Claus Caesar
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Sa, 25.2.2012, 20:00 |
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So, 26.2.2012, 20:00 |
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Mo, 12.3.2012, 19:30 |
Tickets online |



Di, 20.3.2012, 20:00 |
Tickets online |



Mi, 21.3.2012, 19:30 |
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Tschick
nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf
Bühnenfassung von Robert Koall
"Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. 'Ah', sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. 'Macht das Spaß?'"
Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, ein Russlanddeutscher aus Berlin- Marzahn, und Maik Klingenberg, sein wohlstandsverwahrloster Klassenkamerad, brechen mit geklautem Lada, aber ohne Plan und Kompass auf zu einer abenteuerlichen Irrfahrt durch die ostdeutsche Provinz. Alexander Riemenschneider inszeniert die berührende und lakonisch-komische Road-Novel über zwei 14-jährige Außenseiter, die nichts zu verlieren haben und auf ihrer Reise die Fremde vor der Haustür und wahre Freundschaft finden.
Regie: Alexander Riemenschneider
Bühne und Kostüme: Rimma Starodubzeva
Musik: Arne Jansen
Dramaturgie: Birgit Lengers
Ort:
Box
Termine:
So, 26.2.2012, 16:00 |
Tickets online |



So, 26.2.2012, 20:00 |
Tickets online |



Mi, 29.2.2012, 19:00 |
Tickets online |



Do, 1.3.2012, 19:00 |
Tickets online |



Fr, 2.3.2012, 11:00 |
Tickets online |



Do, 8.3.2012, 20:00 |
Tickets online |



Fr, 16.3.2012, 19:00 |
Tickets online |



So, 18.3.2012, 19:00 |
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Trauer muss Elektra tragen
von Eugene O'Neill
"Es ist eine Art innerer Unruhe – als würde etwas in mir lauern, warten, dass etwas geschieht. Dies Haus ist nicht mein Haus. Und du bist nicht meine Frau! Du wartest auf etwas!"
Ezra Mannon, Geschäftsmann und General, kehrt aus dem Krieg zurück. Während die Tochter Lavinia ihn sehnsüchtig erwartet, plant seine Frau Christine mit ihrem Geliebten Adam Brant bereits seinen Tod. Lavinia, ebenfalls verliebt in Brant, droht, ihrem Vater alles zu berichten. Christine vergiftet ihren Mann. Als Lavinias Bruder Orin aus dem Krieg heimkehrt, traumatisiert und voller Sehnsucht nach Ruhe und Liebe, erzählt seine Schwester ihm alles und gemeinsam schmieden sie einen mörderischen Plan.
O'Neills Familiendrama 'Trauer muss Elektra tragen' basiert auf Aischylos' 'Orestie'. O'Neill verlegt den Elektra-Stoff in die Zeit nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Wie in der griechischen Tragödie resultiert die Katastrophe aus der Verstrickung der Menschen in ihre traumatische Vergangenheit, nur ist O'Neills Welt götterlos. Krieg und Frieden sind kaum zu trennen, die Familie ist ein Ort des Grauens.
Stephan Kimmig, der mit seiner Inszenierung 'Kinder der Sonne' für den Faust-Theaterpreis 2011 nominiert ist, reizen O'Neills emotionale und radikale Figuren, deren Inneres in aller Verletzlichkeit und Sehnsucht offen liegt und die versuchen, ihrem Schicksal voller Verzweiflung zu trotzen.
Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Musik: Ingo Schröder
Dramaturgie: Sonja Anders
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
Do, 23.2.2012, 20:00 |
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Mi, 14.3.2012, 20:00 |
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Das Ding
von Philipp Löhle
"Ein Ding, das etwas Wert ist, das ist nicht zu Ende. Niemals. Das weiß das Ding."
Auf höchst komische und rasante Weise beschreibt Philipp Löhle in seinem aktuellen Stück die Mechanismen unserer globalisierten, technisierten und flüchtigen Welt. Er überträgt die scheinbar unendliche globale Vernetzung des Welthandels auf die Menschheit und auf seine Figuren und steigert sie bis ins Groteske. Ohne es zu beabsichtigen, ändern so die Figuren des Stücks durch kleinste Bewegungen die Welt und bringen dadurch nicht nur ihr eigenes Leben in Turbulenzen.
Philipp Löhle über sein Stück: "Als ich letztes Jahr in Argentinien einem Bauern gegenüberstand, dem von Sojabaronen auf halblegalem Weg die Anbaufläche entwendet wurde, sah ich eine direkte Verbindung von seiner kargen Hütte zu dem Schnitzel auf meinem Teller im Prenzlauer Berg. Das bestätigt das alte Bild, vom armen Bauern als winziges Zahnrädchen im riesigen Getriebe. Aber darin liegt auch eine große Hoffnung, denn wenn das so ist, heißt das in seiner Umkehrung, dass die Macht dieses kleinen Bauern weltweit ist, weil einem riesigen Getriebe aus vielen Zahnrädern auch etwas fehlt, wenn das kleinste Rädchen fehlt. Anders gesagt, je komplexer das System, um so anfälliger seine Konstruktion. Wenn wirklich alles zusammenhängt, bedingt sich auch alles und das heißt, jedes Ereignis ist als das Ende einer Kette von Ereignissen bis ins letzte Detail erklär- und veränderbar, was wiederum heißt, es gibt keinen Zufall mehr!"
Philipp Löhle schaffte mit seinem Stück 'Genannt Gospodin' 2007 seinen Durchbruch als Dramatiker. Zahlreiche Stücke von ihm wurden seither uraufgeführt und sind u.a. in Berlin, Bochum, Hamburg, Mainz und München zu sehen. Mit 'Lilly Link oder Schwere Zeiten für die Rev…' war er zu den Autorentheatertagen im Thalia Theater Hamburg eingeladen und gewann den Jurypreis des Heidelberger Stückemarktes. Philipp Löhle gehört zu den vielversprechenden Nachwuchsdramatikern Deutschlands.
Regie: Daniela Löffner
Bühne: Kristel Bergmann
Kostüme: Sabine Thoss
Dramaturgie: Ulrich Beck
Ort:
Box
Termine:
Do, 9.2.2012, 19:00 |
Tickets online |



Sa, 11.2.2012, 19:00 |
Tickets online |



Mi, 28.3.2012, 20:00 |
Tickets online |



Do, 29.3.2012, 19:30 |
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Die vier Himmelsrichtungen
von Roland Schimmelpfennig
Ein Mann verunglückt mit seinem LKW. Er lässt die Ladung im Straßengraben liegen und macht sich auf den Weg in ein besseres Leben. Ein anderer findet auf dem morgendlichen Weg zur Arbeit die liegengebliebenen Kartons und hofft, mit Hilfe der bunten Modellierballons, die er darin entdeckt, sein Glück als Kleinkünstler zu finden. Der eine kommt aus dem Norden, bringt den Regen mit und kauft sich einen Revolver, der andere kommt aus dem Süden und hat zwei Zungen. Beide verlieben sich in die junge Frau mit den Schlangenhaaren. Sie arbeitet als Kellnerin und wird begleitet vom Wind aus dem Westen. Aus den vier Himmelsrichtungen führt das Leben die Menschen scheinbar planlos zusammen. Und nur Madame Oiseau, die Wahrsagerin aus dem Osten, weiß, dass sie einander zum Schicksal werden. Und dass heute jemand für immer geht.
Roland Schimmelpfennig wurde für sein dramatisches Werk vielfach ausgezeichnet und ist einer der meistgespielten Gegenwartsdramatiker Deutschlands. Zuletzt erhielt 'Der goldene Drache' in Schimmelpfennigs Inszenierung am Burgtheater Wien den Mülheimer Theaterpreis und wurde von Theater heute zum besten Stück 2009 gewählt. Mit 'Die vier Himmelsrichtungen' hat Roland Schimmelpfennig ein weiteres Stück voller Poesie und Musikalität um Liebe, Kampf und Tod geschrieben.
Regie: Roland Schimmelpfennig
Bühne und Kostüme: Johannes Schütz
Musik: Satoshi Okamoto
Dramaturgie: Ulrich Beck
Koproduktion mit den Salzburger Festspielen
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
Mi, 15.2.2012, 20:00 |
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Sa, 18.2.2012, 20:00 |
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Mi, 29.2.2012, 20:00 |
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Fr, 30.3.2012, 20:00 |
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Das Schloss
nach Franz Kafka
Fassung von Nurkan Erpulat und Jens Hillje
"Es war spät abend als K. ankam. Das Dorf lag in tiefem Schnee. Vom Schloßberg war nichts zu sehn, Nebel und Finsternis umgaben ihn, auch nicht der schwächste Lichtschein deutete das große Schloß an. Lange stand K. auf der Holzbrücke die von der Landstraße zum Dorf führt und blickte in die scheinbare Leere empor." Franz Kafkas letzter Roman 'Das Schloß' ist Fragment geblieben, mitten im Satz bricht er ab. Nie werden wir erfahren, wie die Geschichte von K. endet, der widersprüchlichsten Figur, die Kafka geschrieben hat. Eines Nachts taucht K. im Dorf unterhalb des Schlosses auf und verkündet der bestellte Landvermesser zu sein. Niemand hat ihn erwartet, man weist ihn ab. Aber K. will ins Schloss, er nimmt den Kampf um seine Anerkennung auf. In der Zeit beginnt er ein Leben im Dorf und verwickelt sich in Liebschaften, Händel und Intrigen. Zunehmend droht er sich selbst zu verlieren, denn wer oder was er für sich und die anderen ist, bleibt immer unsicher und in der Schwebe. Auf vielen Wegen wird K. versuchen zum Schloss vorzudringen, aber er wird es nie erreichen. Es bleibt ein offenes, fruchtbares Rätsel: Was ist das Schloss? Kann man es je erreichen? Allein in den Handlungen und Beziehungen der Menschen des Dorfes scheint es Realität zu gewinnen, wie ein Spiel, ein System, das gleichsam die Körper durchfließt.
Regie: Nurkan Erpulat
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Esther Krapiwnikow
Musik: Tobias Schwencke, Florian Tippe
Dramaturgie: Jens Hillje
Koproduktion mit der Ruhrtriennale
Ort:
Kammerspiele
Termine:
So, 12.2.2012, 19:00 |
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Sa, 18.2.2012, 19:30 |
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Fr, 9.3.2012, 20:00 |
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Sa, 17.3.2012, 20:00 |
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Hans Schleif
Eine Spurensuche
"Nun wird’s wohl klappen, wie immer in wirklich guten Zeiten siegt die Tugend!" Hans Schleif war Architekt und Archäologe, renommierter Wissenschaftler, Professor für antike Baukunst, Familienvater und ranghohes Mitglied der SS. Sein Enkel Matthias Neukirch ist Schauspieler am Deutschen Theater und begibt sich auf die Suche nach der Biografie seines Großvaters. Er beginnt eine Recherche in Dokumenten, Archiven und den Erinnerungen der Familie, die ihn mitten in die Gegenwart und zu sich selbst führt.
Regie: Julian Klein
Mitarbeit: Meike Schmitz
Ort:
Box
Termine:
So, 5.2.2012, 20:30 |
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Mi, 14.3.2012, 19:30 |
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Capitalista, Baby!
Ein Projekt von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner frei nach Motiven von Ayn Rand
Wer ist Ayn Rand? 1905 in St. Petersburg geboren, emigrierte sie nach der Oktoberrevolution in die USA, schrieb zunächst Drehbücher für Hollywood und avancierte seit den 40er Jahren zu einer der meistgelesenen Autorinnen Amerikas. Bei der Verfilmung ihres Romans 'The Fountainhead' spielte Gary Cooper 1949 die Hauptrolle des genialischen Architekten Howard Roark, und ihr Roman 'Atlas Shrugged' (1957) wurde Anfang der 90er Jahre bei einer Umfrage der Library of Congress zum zweitwichtigsten Buch der Weltliteratur (nach der Bibel) erklärt. Zu Ayn Rands Schülern zählt u.a. der ehemalige Chef der US-Notenbank AlanGreenspan. Auch Wikileaks-Gründer Julian Assange rechnet sich zu ihren Bewunderern. In ihren Texten predigt Ayn Rand einen heroischen Individualismus, die Tugend des Eigennutzes, den Vorrang der Ratio, absoluten Atheismus und selbstsüchtige Sexualität. Ihre Feindbilder sind der Staat, die Solidarität, der Mainstream und das Mittelmaß. Nach ihrer Auseinandersetzung mit Peter Hacks und 'Die Sorgen und die Macht' machen sich Tom Kühnel und Jürgen Kuttner jetzt auf zu einer Reise ins Herz des Kapitalismus, das vielleicht auch das Herz der Kunst ist.
Regie: Tom Kühnel, Jürgen Kuttner
Bühne: Jo Schramm
Kostüme: Daniela Selig
Musik: Markus Hübner
Dramaturgie: Claus Caesar
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Do, 9.2.2012, 19:30 |
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Mo, 20.2.2012, 19:30 |
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Blinde Punkte, Sterne
von Mathilda Onur
Im Zentrum des Stücks steht Leon – ohne Geld, ohne Ausbildung, ohne Plan, dafür aber mit leichtem Hang zum Alkohol und einer unerträglich glücklichen Nachbarin. Als Leons bester Kumpel Patrick 20.000 Euro gewinnt und nach Mexiko auswandern will, stiehlt er ihm das Geld. In einem Krankenhaus wacht er ohne Erinnerung und ohne das Geld wieder auf, an seinem Bett die 13-jährige Ivy, ein esoterik-verrücktes Mädchen, das glaubt, Leon und sie seien füreinander bestimmt.
Regie: Lilja Rupprecht
Bühne: Nikolaus Frinke
Kostüme: Bettina Schürmann
Musik: Ingo Schröder
Dramaturgie: Anika Steinhoff
Ort:
Box&Bar
Termin:
Mo, 26.3.2012, 19:30 | letzte Aufführung! |
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Unschuld
von Dea Loher
Eine Hafenstadt in Europa: Elisio und Fadoul sind zwei illegale Immigranten. Sie sehen eine Frau ins Meer gehen und ertrinken, ohne ihr zu helfen. Der eine kann vor Schuldgefühlen nicht mehr schlafen, der andere findet eine Tüte voller Geld. Absolut ist eine blinde junge Frau, die nackt tanzt für Männer, die sehen können. Frau Habersatt sucht die Familien von Gewaltopfern auf und bittet um Vergebung für Taten, die sie nicht begangen hat. Wie ein Junkie der Schuld. Franz hat einen Job fürs Leben gefunden: Er versorgt in einem Bestattungsunternehmen die Toten. Seine Frau Rosa möchte ein Kind von ihm. Ihre Mutter, Frau Zucker, hat Zucker, zelebriert ihre fortschreitenden Amputationen und zieht bei dem jungen Paar ein, um sich von ihm wie an Kindes statt bemuttern zu lassen. Ella, eine alternde Philosophin, hat ihre Bücher verbrannt und glaubt an nichts mehr.
Dea Lohers richtungweisendes Stück 'Unschuld' umfasst ein Panoptikum von Figuren und Geschichten vom Rand der Gesellschaft, verzweifelt komisch, makaber und klar, kompromisslos in seiner Zuspitzung und liebevoll in seiner Genauigkeit. Michael Thalheimer sichtet das Stück neu und inszeniert damit erstmals ein Werk von Dea Loher, der wohl wichtigsten Dramatikerin ihrer Generation.
Regie: Michael Thalheimer
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
So, 12.2.2012, 19:00 |
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So, 12.2.2012, 19:30 |
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Mi, 21.3.2012, 20:00 |
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Die Weber
von Gerhart Hauptmann
Hauptmanns im schlesischen Dialekt geschriebenes Schauspiel wurde 1894 im Deutschen Theater Berlin unter Otto Brahm in Deutschland erstaufgeführt. Wilhelm II. kündigte aufgrund der „demoralisierenden Tendenz“ des Stückes – es behandelt den Weberaufstand von 1844 – direkt nach der Premiere die gerade für den Kaiser eingerichtete Loge. Durch mechanische Webstühle und billig importierte Baumwolle ist der Arbeitslohn gefallen und die Arbeitslosigkeit unter den Webern gestiegen. Der Fabrikant Dreißiger und sein Angestellter Pfeiffer wollen die Löhne noch weiter drücken, was zum Aufstand führt. Er ist ein Akt der Notwehr, dieser Aufstand, der sich wie eine Naturgewalt Bahn bricht, weniger eine revolutionäre Tat. Der Hunger treibt die Arbeiter zur Gegenwehr, die Verzweiflung zur Gewalt: Sie plündern die Villa Dreißigers, vertreiben die Bewohner, ziehen demonstrierend durch die Straßen. Schließlich wird Militär gegen sie eingesetzt und der Aufstand gewaltsam niedergeschlagen. Ein letztes Todesopfer ist der alte unbeteiligte Weber Hilse, der aufgrund seiner religiösen Überzeugung die Ausschreitungen verurteilt. Hauptmann bietet keine Helden, keinen Sieg der Arbeiter, keine Vision – seine Beschreibung realer Verhältnisse erboste vielleicht gerade deshalb.
Regie: Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Michaela Barth
Musik: Bert Wrede
Dramaturgie: Sonja Anders
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
Fr, 10.2.2012, 19:00 |
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Fr, 16.3.2012, 20:00 |
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Winterreise
von Elfriede Jelinek
Franz Schubert komponierte die 'Winterreise' 1827, ein Jahr vor seinem frühen Tod. Elfriede Jelinek, die ab ihrem sechsten Lebensjahr Klavier lernte und später diverse Instrumente studierte, begleitet der Liederzyklus seit ihrer Kindheit. Kein Werk der Kunst, so sagt sie, habe ihr je mehr bedeutet. Nun begibt sie sich auf ihre eigene 'Winterreise', die sie, dem rastlosen Wanderer Schuberts gleich, in fremde und unwirtliche Gefilde führt. Allerdings ist die Reise Jelineks eine innere Reise, eine Wanderung in der passiven Bewegung; denn seit einigen Jahren hat sich die Autorin auf Grund einer Angsterkrankung aus dem Leben zurückgezogen. Auf einem verschlungenen Weg schreibt sich Jelinek heran an einen Schmerzpunkt, stellt existentielle Fragen nach dem Leben, der Liebe und dem Tod. Dabei nimmt sie aktuelle Ereignisse, wie die Entführung Natascha Kampuschs zur Hilfe, um ihren eigenen Zustand der Isolation und Fremdheit in Worte zu fassen. Schonungslos setzt sie sich mit ihrer eigenen Biografie auseinander, mit der Erinnerung an eine übermächtige Mutter und ihren an Demenz erkrankten Vater, und begibt sich auf Gebiete größter Intimität.
Regie: Andreas Kriegenburg
Bühne: Nikolaus Frinke
Kostüme: Andrea Schraad
Dramaturgie: Meike Schmitz
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
Mo, 27.2.2012, 19:30 |
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So, 11.3.2012, 19:30 |
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Clash
von Nurkan Erpulat und Dorle Trachternach
Wann hat es angefangen? Mit dem Sündenfall? Als die Türken vor Wien standen? Sind die Medien schuld? Die Eltern? Oder unsere ungezügelten Leidenschaften – Hochmut, Geiz, Wollust, Zorn, Maßlosigkeit, Neid und die Trägheit unserer Herzen? – Eigentlich egal! Wenn nichts so ist, wie man es sich wünscht, wenn keine Aussicht auf Veränderung da ist, dann... – Frustriert über den Zustand der Gesellschaft entscheidet sich eine Gruppe junger Leute abzuhauen und „da draußen“ nach etwas Anderem, Besserem zu suchen.
17 junge muslimische, christliche und agnostische Berliner fragen gemeinsam mit dem Regisseur Nurkan Erpulat nach Aktualität und Relevanz der sogenannten "universellen Werte" in unserer interkulturell und religiös vielfältig geprägten Gesellschaft und entwickeln dazu ein Spiel mit ethnischen Klischees, subkulturellen sprachlichen Codes, religiösen Symbolen.
Regie: Nurkan Erpulat
Dramaturgie: Barbara Kantel
Bühne und Kostüme: Gitti Scherer
Musik: Michael Emanuel Bauer
Mit freundlicher Unterstützung von EnBW
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Di, 21.2.2012, 20:00 |
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Mo, 27.2.2012, 20:00 |
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Über Leben
von Judith Herzberg
Judith Herzberg erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie über 26 Jahre – sie zeigt Menschen, die für ein erfülltes Leben und gegen die Vergangenheit kämpfen, die voller Humor und Kraft, aber auch Labilität und Trauer sind. 1972 feiert Lea im Haus ihrer Eltern Ada und Simon ihre dritte Hochzeit; Verwandte, Freunde, Ex-Ehemänner sind anwesend und die Familienverhältnisse selbst für Eingeweihte kaum zu durchschauen. Trotz des Trubels, der Liebesgeschichten und kleinen Skandale lassen sich aber die Geister der Vergangenheit nicht verjagen: Ada und Simon haben das Konzentrationslager überlebt, Lea hat diese Zeit bei einer „Kriegsmutter“ verbracht, Zwarts Frau und sein Sohn wurden ermordet, wie auch Dorys Eltern, Hans’ Eltern… Und wenn nach dieser Hochzeit weiter geheiratet und sich verlassen wird, wenn Menschen sterben, Kinder geboren werden, diese sich verlieben und sich wieder verlassen, so ist der Holocaust doch präsent. Bis in die Generation der Enkel existiert das Trauma, setzen sich Angst, Verunsicherung und Wut fort.
Das dreiteilige Familienepos, bestehend aus ‚Leas Hochzeit‘, ‚Heftgarn‘ und ‚Simon‘, wird zum ersten Mal an einem Abend gezeigt.
Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Musik: Michael Verhovec
Dramaturgie: Sonja Anders
Ort:
Deutsches Theater
Termine:
So, 5.2.2012, 17:00 |
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Sa, 24.3.2012, 19:00 |
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Die Legende vom 60/40-Gemisch
Fünf Westler, zwei Schweizer und Gott sei Dank ein Ostler überprüfen noch mal eine Anordnung des Ministeriums für Kultur der DDR, wonach das Repertoire von Unterhaltungskünstlern maximal 40 Prozent devisenpflichtige ausländische Musik beinhalten durfte. Was wäre da schöner als in diesem Zusammenhang ‚Die Legende von Paul und Paula‘ auf die Bühne zu bringen. Auseinandersetzungen wie das Ganze nun ostig hinzubekommen ist, bleiben nicht aus. Aber die inzwischen Kult gewordene Geschichte einer großen Liebe hält dem Experiment stand. Die Lied-Mischung aus Klassikern und Entdeckungen sowie die Geschichte des bekanntesten Liebespaares der DDR wird mit viel Spass und Hingabe von Elias Arens, Moritz Grove, Barbara Heynen, Sven Kaiser, Ole Lagerpusch, Bernd Stempel und Katrin Wichmann präsentiert.
Regie und Konzeption: Lilja Rupprecht und Ingo Schröder
Kartons: Nikolaus Frinke
Fetzen: Camilla Daemen
Zugucken: Juliane Koepp
Nützlichsein: Lea Ralfs
Ort:
Box&Bar
Termin:
So, 11.3.2012, 21:00 |
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Tape
von Stephen Belber
Zwei Freunde. Vince ist bei der freiwilligen Feuerwehr und dealt. Jon dreht vielversprechende Low-Budget-Filme. Seit der High School haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Nun treffen sie sich wieder in ihrer Heimat Lansing, Michigan. Jon, weil beim örtlichen Film-Festival sein Debüt gezeigt wird, Vince, weil er reden will. Mit Jon. Was eigentlich geschah damals wirklich, als seine große Liebe Amy etwas mit Jon anfing?
Regie: Stefan Pucher
Bühne: Stefan Pucher, Nikolaus Frinke
Kostüme: Viktoria Behr
Musik: Christopher Uhe
Video: Stephan Komitsch
Dramaturgie: Claus Caesar
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Fr, 10.2.2012, 20:30 |
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Mo, 26.3.2012, 20:00 |
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Kleinbürger
von Maxim Gorki
Im Hause Bessemjonow herrschen statt familiärer Harmonie Streit und Unzufriedenheit. Die Kinder widersetzen sich dem Vater und seinen Vorstellungen vom Leben. Sohn Pjotr ist wegen der Teilnahme an Studentenunruhen der Universität verwiesen worden, die Tochter Tatjana arbeitet als Lehrerin, ist immer noch nicht verheiratet und weiß nicht, wozu sie leben soll. Skurrile Gestalten wie der Vogelhändler Pertschichin oder der Kirchsänger Teterew gehen ein und aus, und oben im Haus wohnt die lebenslustige junge Witwe Jelena, zu der Pjotr sich hingezogen fühlt.
Dem Vater Bessemjonow entgleiten aber nicht nur seine eigenen Kinder, auch sein Pflegesohn Nil träumt von einer anderen Zeit, einer anderen Welt – einer, die Bessemjonow ängstigt, die er nicht versteht. Er spürt, dass die alte Ordnung kraftlos geworden ist. In seinem ersten, 1901 entstandenen, Stück zeigt Maxim Gorki die Konflikte einer kleinbürgerlichen Familie im Licht des aufkeimenden Sozialismus in Russland. Spürbar ist die Hoffnung auf einen Aufbruch in ein neues Zeitalter, in ein freies und glückliches Leben.
Regie: Jette Steckel
Bühne: Rufus Didwiszus
Kostüme: Pauline Hüners
Musik: Mark Badur
Video: Bernadette Knoller-Buck, Anja Läufer, Claudia Trost
Dramaturgie: Anika Steinhoff
Ort:
Deutsches Theater
Termin:
So, 19.2.2012, 15:00 |
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Aufhören! Schluss jetzt! Lauter! 12 letzte Lieder
von Nicolas Stemann und Ensemble
Wir müssen aufhören, soviel ist klar. So kann es unmöglich weitergehen. Es wird höchste Zeit! Denn dieses Leben hier ist doch nicht "wirklich", kann nicht das Unsere sein. Das Richtige wird immer erst folgen. Wo aber ist es zu finden? "Hier entlang, bitteschön" – das sollte mal wieder jemand verkünden. Dann könnte ja befolgt werden, dann könnte endlich wieder nicht befolgt werden. Stattdessen Rücktrittler, Rückzügler allenthalben. Bevor jemand zum Feindbild hätte werden können, schafft er sich lieber ab. Ständig wird irgendwie irgendwas verabschiedet, Moden, Standards, Epochen, Menschen, um im nächsten Augenblick wieder aufzuerstehen. Was folgt, ist der ewige Zugaben-Track, nicht verklingen wollende letzte Lieder – nicht nur das Ende der Spaßgesellschaft, auch der Ausstieg aus der Atomkraft wird seit Jahren ausführlich zelebriert. Das Tote ist mit einem "vielleicht" versehen wie das Lebendige. Alles gerinnt zur Ähnlichkeit, alles rückt ineinander.
Einsam, kaum erträglich, wird da jede Entscheidung, wenn die Perspektive, nach der sie getroffen wird, fehlt, bzw. zuviele da sind, bzw. nur die eine bleibt: still und einfach zu funktionieren. Und weil das alle wissen, denkt jeder nur noch an das Eine: die Verweigerung, den ganz persönlichen Ausstieg. Das "I would prefer not to". Aber was? Was würde ich denn lieber nicht? Und: Was an seiner statt? Gott sei Dank ist zumindest eines sicher: Der Kapitalismus hat nach den Erschütterungen im vergangenen Jahr nun wirklich sein allerletztes Liedlein gesungen.
Hören wir also gemeinsam auf. Und zwar richtig. Auch mit dem ganzen Theater! Schmeißen wir endlich hin und machen wir unser eigenes Ding. Ein Liederabend! Geredet haben die Anderen schon genug, wir singen! Zwölf letzte Lieder werden es sein – und auch mehr. So viele, wie zu einem endgültigen Aufhören eben nötig sind. Schließlich geht’s ja auch uns um Quote. In jedem Fall: Bitte, bitte, rufen Sie: Aufhören! Nein, besser: Schluss jetzt! Oder, doch: Lauter! Sonst wird das alles nicht funktionieren.
Regie: Nicolas Stemann
Bühne: Jelena Nagorni, Nicolas Stemann
Kostüme: Marysol del Castillo
Musik: Thomas Kürstner, Sebastian Vogel
Video: Claudia Lehmann
Dramaturgie: Benjamin von Blomberg
Ort:
Deutsches Theater
Termin:
So, 4.3.2012, 19:30 | letzte Aufführung! |
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Kaminski ON AIR: Es kam von oben
von Stefan Kaminski
Sandberg Zitty, Stadt der Frühaufsteher – es scheint, als ginge man auch zeitig schlafen – bis ein Meteoooorghhh durch die Wolkendecke bricht. Rick Hudson, Amateur-Journalist und freier Astronom, glaubt mehr in dem Vorfall zu erkennen. Extraterrestrischer Flitter, eine zuschlagende Tür aus fremdartigem Metall: Außerirdische? Beweisen kann er nichts, also spricht er es aus. Alle lachen. Nur Helen steht ihm bei, schließlich liebt sie ihn. Der Sheriff sieht Rot: Hysterie vermeiden und Helen da raushalten! Schließlich liebt er sie – immer noch irgendwie. Als vertraute Menschen verschwinden und Doppelgänger mit befremdlichem Verhalten deren Platz einnehmen, glaubt´s auch der Letzte: Sie sind da! Woher kommen sie? Was wollen sie? Am liebsten wieder abhauen – tief und schnell!
Gesellschaftskritisches Schwarz/Weiss-Hör-Spiel. LIVE!
Perkussion und Störfrequenzen Sebastian Hilken
Humanoide Jukebox Stefan Brandenburg
Ort:
Kammerspiele
Termine:
Fr, 24.2.2012, 20:00 |
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Fr, 2.3.2012, 20:00 |
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