DEUTSCHES THEATER BERLIN

Spielzeit 2009/10

Spielzeit 2010/11

Die Sorgen und die Macht

Ein Stück über die Zukunf von gestern
nach Peter Hacks

Premiere: 4. September 2010, Kammerspiele

Im Oktober 1962 hat Peter Hacks’ Stück ‚Die Sorgen und die Macht‘ Premiere im Deutschen Theater. Hacks erzählt darin von ökonomischen und emotionalen Verflechtungen zwischen Mitarbeitern einer Brikett- und einer Glasfabrik, er fragt nach den Verhältnissen von Quantität und Qualität, von Geld und Begehren und von Egoismus und Solidarität. Und er fragt auch, wie es denn mit der Realität des kommunistischen Versprechens in der Gegenwart aussehe. „Kollegen,“ sagt die junge Holdefleiss, „Kommunismus, wenn ihr euch / den vorstelln wollt, dann richtet eure Augen / Auf, was jetzt ist, und nehmt das Gegenteil; / Denn wenig ähnlich ist dem Ziel der Weg.“
Nach monatelangen Streitereien mit der Partei, die den damaligen Intendanten Wolfgang Langhoff das Amt kosten, wird die Inszenierung abgesetzt.
Obwohl oder gerade weil Peter Hacks in den 60er und 70er Jahren einer der meistgespielten Dramatiker ist, gerät er, der Goethe-Verehrer, Ulbricht-Anhänger, Ironiker und überzeugte Kommunist, nach 1989 zunehmend in Vergessenheit. Mit ‚Die Sorgen und die Macht‘ begeben sich Tom Kühnel und Jürgen Kuttner auf eine Entdeckungsreise hin zu einem der maßgeblichen
Intellektuellen beider deutscher Staaten, hin zu einem Dichter und Denker, der den einfachen Weg stets verweigerte und heute schräger in die Zeit hineinragt denn je.

Regie: Tom Kühnel/Jürgen Kuttner

Ort:

Kammerspiele

Termin:

Sa, 4.9.2010 | Premiere

Geschichten von hier II
Kapitulation

Ein Projekt von Frank Abt

Uraufführung: 10. September 2010, Box

Der Regisseur Frank Abt begibt sich erneut auf eine theatrale Forschungsreise durch die urbane Wirklichkeit Berlins. Ausgehend von Interviews des Journalisten Dirk Schneider holt er die konkrete Lebensrealität der Menschen dieser Stadt auf die Bühne und eröffnet dem Zuschauer auf diese Weise unbekannte Kosmen und neue Begegnungen. Spielerisch lenkt Abt den Blick auf das Besondere im Normalen und zeigt, welche Poesie dem Alltäglichen innewohnt. Dabei geht es nicht um die großen Tragödien, sondern um die Einzigartigkeit im Kleinen, eben um ‚Geschichten von hier‘.
Nach ‚Glaube, Liebe, Hoffnung‘ geht es diesmal um das Thema Kapitulation, nicht verstanden im Sinne eines resignierten Aufgebens, sondern vielmehr als Schritt des Loslassens, als Möglichkeit eines Neuanfangs und auch als potentieller Befreiungsschlag in einer Gesellschaft, die sich über Leistung,
Funktionalität und Kontrolle definiert. Ein Folgeprojekt, das die Entwicklungen und neubeschrittenen Wege der Interviewten weiter dokumentiert, ist für Mai 2011 geplant.

Regie: Frank Abt

Ort:

Box

Termin:

Fr, 10.9.2010 | Uraufführung

Ein Sommernachtstraum

nach William Shakespeare

Premiere: 24. September 2010, Deutsches Theater

Was heißt es, jemanden zu begehren? Ist die rauschhafte Liebe wahrhafter als die nüchterne? Wie lässt sie sich manipulieren? Und wo kommt die Gewalt ins Spiel?
Der Regisseur Andreas Kriegenburg wird mit Shakespeares Stück über die Irrungen und Wirrungen der Liebe, über die fließenden Grenzen zwischen Sinnlichem und Übersinnlichem und über die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit vom Gefühlshaushalt der Städter von heute erzählen. Eine Reise, auf der die Metropolen-Bewohner, gequält von Torschlusspanik, ankommen wollen. Auf der sie nach der letzten, der endgültigen Liebe suchen. Wuchernde Sehnsüchte und Phantasien machen sich breit, die sich dem geordneten Leben und jeder Kontrolle entziehen.

Regie: Andreas Kriegenburg

Ort:

Deutsches Theater

Termin:

Fr, 24.9.2010 | Premiere

Deutsches Theater Berlin

Schumannstraße 13 A
10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 28441-0
E-Mail: service@deutschestheater.de

Kartenreservierung
Kasse: 030 284 41-225
(Montag bis Samstag: 11.00 - 18.30 Uhr, Sonn- und Feiertage: 15.00 - 18.30 Uhr)
DT-Besucherservice: 030 284 41-221 (Einzel- und Gruppenreservierungen)
Per Fax: 030 2824117

Anfahrt
S-/U-Bahn: 5 Minuten vom S/U-Bhf. Friedrichstraße
oder zum U-Bhf. Oranienburger Tor
Bus: Linien 147 bis HSt. Deutsches Theater
Straßenbahn: M1, M6, 12 bis HSt. U-Bahn Oranienburger Tor