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Maxim Gorki Theater

Das Maxim Gorki Theater, in der Singakademie am Boulevard Unter den Linden angesiedelt, ist unter den Berliner Ensembletheatern das Kleinste und Schönste, es ist auch ein historisch bedeutsamer Ort. Gegründet 1952 als Theater für die Gegenwart, wurde es für die Ostberliner Bürger*innen zum Stadttheater im besten Sinne, kritisch und auch dissident. 1988 antizipierte das Theater mit Thomas Langhoffs Inszenierung der Übergangsgesellschaft von Volker Braun prophetisch die friedliche Revolution vom 9. November 1989.

Wir laden ein in einen öffentlichen Raum, durch die Kunst des Theatermachens und Theaterschauens die condition humaine des heutigen Menschen und seine Identitätskonflikte zu reflektieren, um zu einer sorgfältigen und geduldigen Debatte über unser Zusammenleben in der heutigen Vielfalt beizutragen.

Kontakt

Maxim Gorki Theater
Am Festungsgraben 2
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (030) 20221-115
Fax: +49 (030) 20221-128
E-Mail: ticket@gorki.de

Theater

You are not the hero of this story

Uraufführung: 07. September 2018, Studio Я

»Heute ist alles, was Männer tun, sagen, fühlen oder denken, falsch – weil sie dem falschen Geschlecht angehören« Jens Jessen über die #metoo Debatte

Während viele Männer sich auf eine offene Diskussion über Rollenbilder freuen, bezeichnen einige Meinungsmacher #MeToo als Hexenjagd gegen Männer. Die meisten bleiben stumm, obwohl es doch auch um sie geht. Aus Angst etwas Falsches zu sagen? Weil sie sich nicht betroffen fühlen oder um nicht angegriffen zu werden? Oder wollen sie einmal nicht die Hauptrolle einer Geschichte spielen? Suna Gürler begibt sich mit dem Autor Lucien Haug und fünf Schauspieler*innen, u.a. des Exil Ensembles, auf die Suche nach den Haupt- und Nebenrollen: dazu interviewt das Team echte Männer und befragt sie zu ihren Erwartungen, Ängsten und Hoffnungen. Wer wird eigentlich gesehen und gehört? Wer ist Opfer, wer Täter und wer keines von beidem?

Eine Produktion des Exil Ensembles und des Maxim Gorki Theaters, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin, die Stiftung Mercator und die Senatsverwaltung für Kultur und Europa
Theater

Yes but no

Yael Ronen & Ensemble

Premiere: 07. September 2018, Bühne

Das Wichtigste ist, dass man ehrlich ist, oder? Wir können doch offen über alles sprechen? Oder nicht? Aber man sollte genau wissen, wo die Grenze zwischen Ehrlichkeit und Belästigung ist, was angemessen ist, was man sagen darf und was nicht. Vor allem sollte man wissen, wie man das alles herausfindet. Und wie machen das die anderen Leute? Worst case Szenario: was ist das Schlimmste, was passieren kann, wenn du sagst, was du begehrst! Und das best case Szenario? Und das ehrlich case Szenario?

Sexualität war schon immer kompliziert: Wenn Fantasie und Realität, Ausnahmezustand und Alltag, Begehren und Angst vor dem Verletzen zusammentreffen, kommt die Sprache an ihre Grenzen und außerhalb der sexuellen Komfortzone wird es schwer, »darüber zu reden«. Aber wie verändert sich der Umgang mit Scham, Angst und Lust offline in Zeiten der Online-Revolution von #MeToo?

Sexualität war schon immer politisch: als romantische Konstruktion, als Ideologie individueller Freiheit, als verklärte Ewigkeit. Aber die aktuelle Debatte um #MeToo hat ein erneutes Erdbeben ausgelöst und gezeigt, dass nichts »geklärt« ist. Aber was würde eine feminisierte Welt ausmachen? Die Solidaritätsbewegung muss sich finden, auf Backlashes reagieren und ein neues Zeitalter entwerfen. Wie wäre es, in so einer Welt zu leben?

Sexualität war schon immer ein Theaterstoff: Wo nur gespielt wird, kann durchgespielt werden, was jede*r träumt aber keine*r auszusprechen wagt. Yael Ronen und das unerschrockene Ensemble nehmen die Nachwirkungen von #MeToo in ihrer neuen Stückentwicklung persönlich, begegnen sie sich selbst als Opfer und als Täter, erforschen Begehren und Grenzen, gehen den eigenen Ängsten und Mindfucks auf den Grund und suchen nach aufrichtiger Kommunikation in Schamregionen. Alles nur gespielt? Wo die Sprache versagt, beginnt die Musik mit eigens komponierten Songs des israelischen Superstars und Experten für Beziehungsfragen Shlomi Shaban.

Regie: Yael Ronen
Kostüme: Amit Epstein
Songs: Shlomi Shaban
Musik: Yaniv Fridel, Ofer Shabi
Additional Songwrinting: Riah May Knight, Lindy Larsson
Video: Hanna Slak
Dramaturgie: Irina Szodruch
Theater

Die Gerechten

Albert Camus

Premiere: 29. September 2018, Bühne

Die Sache ist beschlossen: Der Großfürst soll sterben. Lange haben die fünf jungen Menschen im Untergrund dieses Attentat vorbereitet. Sie haben sich entschlossen zu töten, um der staatlichen Barbarei, die in ihrer Gegenwart, dem Russland von 1905, herrscht, ein Ende zu setzen. Aber das Attentat scheitert, weil einer von ihnen im entscheidenden Moment zögert. Es ist der Moment, in dem aus dem Feind ein Mensch wird, aus dem Befreier ein potenzieller Mörder.

Albert Camus’ existentialistischer Klassiker Die Gerechten ist einerseits ein spannender politischer Kriminalfall auf der Basis einer wahren Geschichte rund um Iwan Kalijajew, der im Sommer 1905 als Teil einer radikalen Terrorgruppe, die den sogenannten »Sozialrevolutionären« zugehörte, in einem Attentat den Großfürsten Sergej, Onkel des Zaren, ermordete. Auf der anderen Seite verstrickt Camus seine Figuren in die Dialektik von ideologiekritischer Rechtfertigung und der Inkaufnahme persönlicher Schuld. Die »Gerechten« seines Stücks werden in der Tiefenschärfe bei Camus vor das Tribunal des Publikums geführt, das entscheiden muss: Sind sie Helden, deren Mut das Aufscheinen einer anderen Welt möglich macht? Oder Verblendete, gefangen in Gewalt? Oder ist die Gleichzeitigkeit dieser Wertung denk- und formulierbar?

Sebastian Baumgarten, bekannt dafür komplexe theoretische Fragen in sinnliche Bühnensprache zu übersetzen, sucht mit Camus in der russischen Geschichte nach einem Verstärker, der die heutigen Kollisionen im »Zeitalter des Zorns«, wie das 21. Jahrhundert auch genannt wird, erfahrbar macht.

Regie: Sebastian Baumgarten
Theater

Moja Prywatna Apokalipsa (My private Apocalypse)

Premiere: 28. September 2018, Studio Я

Wir schreiben das Jahr 2030: Die EU hat aufgehört zu existieren, Europa ist endgültig nach rechts gekippt. Die national-konservativen Parteien haben die Macht in der bisher sogenannten Freien Welt übernommen. Alle staatlichen Institutionen, Gerichte, Medien, Militär und Kulturinstitutionen sind unter ihrer Kontrolle gleichgeschaltet. Natürlich sind die Grenzen dicht, Tausende ertrinken im Mittelmeer und verhungern vor den Toren Europas. Alle Menschen innerhalb der Festung werden umfassend durch den Staat überwacht. Jeglicher Widerstand, jede Regierungskritik wird mit langen Gefängnisaufenthalten oder der Todesstrafe geahndet. Opposition findet nur noch heimlich statt.

In den Katakomben des Warschauer Kulturpalastes gibt es heute ein konspiratives Konzert, bei dem sich der polnische Widerstand versammelt. Wie die Solidarnosc die sowjetische Vorherrschaft von Polen aus stürzte, so soll auch hier und heute eine neue Keimzelle der Gegenbewegung begründet werden, die sich in ganz Europa verbreiten wird. Die Frontfrau der Band Moja Prywatna Apokalipsa (Micha Kaplan, Nethaniel Ratsaby, Uri Rennert) führt die Versammlung an. Sie wird toben, brennen und zu Gewalt verführen. Und sie will jeden im Raum für ihre Gedanken gewinnen.

Nach dem politischen Wirbel um Krzysztof Minkowskis Inszenierung O dwóch takich co ukradli księżyc (Die zwei Monddiebe) in der Spielzeit 2016/17 kehrt die Warschauer Ausnahmeschauspielerin Marta Malikowska mit Punk zurück ins Studio Я. Ihr dystopisches, performatives Konzert konfrontiert uns mit der Frage, wann die demokratischen Mittel erschöpft sind, sich gegen menschenverachtende Politik zu stellen. Wann ist es zu spät, die Welle aufzuhalten? Unter welchen Umständen ist politische Gewalt gerechtfertigt? Und wo sind die Grenzen des politischen und künstlerischen Protestes?

Ein dystopisches Konzert von: Krzysztof Minkowski, Wojtek Zrałek-Kossakowski
Und: Marta Malikowska
Regie/Übersetzung: Krzysztof Minkowski

Auf Polnisch mit deutschen Übertiteln
Eine Produktion des Studio Я / Maxim Gorki Theaters
Theater

Get deutsch or die tryin'

Von Necati Öziri

Es gibt Momente, in denen kommt alles zusammen. Zum Beispiel Ardas 18. Geburtstag. Ohne Plan, aber mit seinen Jungs Bojan, Danny und Savaş. Auf einer Parkbank ohne Park am Bahnhof: rechts die Glatzen, links die Bullen und in der Mitte die Musik. Es gibt Momente, in denen jemand deine Sprache versteht, ohne dass du viel erzählen musst. Momente, an denen jener Punkt auf deiner zerknitterten biografischen Landkarte auftaucht, an dem du den letzen Sommer deiner Kindheit verbringst, kurz bevor deine Freunde verschwinden und du plötzlich merkst: Du bist allein in einem Land, das dich einen Fremden nennt. Also steh auf! Renn so schnell du kannst und noch schneller! Denn wenn keiner wissen will, wer du bist, musst du es selbst herausfinden. Arda Yılmaz sucht atemlos nach den Bruchstücken einer Sprache, die an eine Kindheit in Almanya erinnert. Vor allem aber sucht Arda einen unbekannten Vater, mit dessen gescheiterter Revolution er irgendwie verwandt ist, ohne sie je geträumt zu haben. Es entsteht eine deutsch-türkische Familiengeschichte in den Wirren der »Gastarbeit« und des türkischen Putsches. Wo ist das Land der Desintegrierten? Wer singt die Lieder alleinkämpfender Mütter? Wie klingt der Chor derer, die ewig fliehen und niemals ankommen? Es gibt Momente, in denen all diese Fragen aufblitzen, bevor sie verschwinden wie im fade-out des letzten Tracks auf der Platte deines Lebens.

Necati Öziri, Jahrgang 1988 ist Autor, Dramaturg und künstlerischer Leiter des Studio Я. Sein Debut-Stück Vorhaut (gemeinsam mit Tunçay Kulaoğlu und Miraz Bezar) wurde 2014 im Ballhaus Naunynstraße uraufgeführt. Sein neues Stück GET DEUTSCH OR DIE TRYIN' ist ein Musikalbum mit A- und B-Seite, das von Müttern, die auf Columbo und Wodka stehen, erzählt, von abwesenden Vätern, von abgeschobenen Freunden und von Geburtstagen auf den Fluren des Ausländeramts, von Hip-Hop, Soul, Gewalt und vom Leben in einer Sprache, die nicht dir gehört.

Bühne: Magda Willi
Kostüme: Pascale Martin
Musik: Lars Wittershagen
Dramaturgie: Ludwig Haugk
Theater

Mephistoland

von András Dömötör & Ensemble

Im wichtigsten Theater Mephistolands wurde der Direktor ausgetauscht und sein Nachfolger repräsentiert nun eine »gesunde, nationalistische« Kultur. Ein Dramaturg wird entlassen, ein Regisseur verrückt, ein Schauspieler flüchtet ins Ausland, die Zuschauer*innen sperren sich in Käfige und treten in Hungerstreik. Im Proberaum gibt es keine Beleuchtung mehr und in der Finsternis erscheint das Böse, an das niemand mehr glauben wollte. Mephistoland liegt längst inmitten Europas und wird von den Mächtigen regiert, die demokratisch gewählt, auf der Basis geltenden Rechts handeln. »Ich bin nur ein Schauspieler«, sagen hier die Schauspieler und kommen unter die Räder, passen sich an, oder leisten Widerstand.

Übersetzung aus dem Ungarischen: Mandla Mathonsi
Bühne & Kostüme: Moïra Gilliéron
Dramaturgie: Holger Kuhla

with English surtitles
Theater

Common Ground

von Yael Ronen & Ensemble

Jugoslawien – ein Land, das es nicht mehr gibt. Zugrunde gegangen in den Bruderkriegen der 90er Jahre. Zum zweiten Mal seit 1914 stand Sarajevo im Zentrum eines Konflikts, der scheinbar bis auf den heutigen Tag nicht enden will. Viele Menschen machten sich von dort aus auf den Weg nach Berlin, auf der Flucht, auf der Suche nach Arbeit oder einem anderen Leben. Wie erleben diese Berliner die Konflikte heute? Die Kinder der Opfer von Kriegsverbrechen leben hier neben den Kindern der Täter. Wie treffen sie aufeinander?
Common Ground heißt übersetzt Gemeinsamkeit, gemeinsamer Boden oder auch Bezugserde. Yael Ronen bringt in ihrem neuen Projekt SchauspielerInnen zusammen, die aus Belgrad oder Sarajevo, aus Novi Sad oder Prijedor nach Berlin gekommen sind. Was ist ihr Common Ground? Das Theaterstück wird kollektiv erarbeitet, basierend auf einer gemeinsamen Reise nach Bosnien, auf Begegnungen mit Familienmitgliedern der Protagonisten und mit Experten. Das Theater wird dabei zum sicheren Raum, in dem über Begriffe wie Schuld und Sühne, Vergebung und Vergessen gestritten wird, in dem Klischees, Vorurteile und gegensätzliche Narrative lustvoll aufeinanderprallen.

Regie: Yael Ronen
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Lina Jakelski
Video: Benjamin Krieg / Hanna Slak
Dramaturgie: Irina Szodruch
Theater

A Walk on the Dark Side (AT)

Von Yael Ronen & Ensemble

Ich habe ein kleines Problem. Ich bin zu viel, ein bisschen zu viel. Ich bin stur, ich bin unflexibel. Ich hasse mich. Ich bin aggressiv. Ich bin konkurrenzgierig. Man könnte sagen ich bin nicht stabil. Ich kenne keine Grenzen. Ich zerstöre mich selbst. Ich lüge. Ich bin eine Enttäuschung für alle Menschen um mich herum. Vielleicht weil sie mich missverstehen. Ich glaube, ich missinterpretiere die Wirklichkeit. Ich habe keine Kontrolle über mich selbst. Ich kann mich nicht erklären. Ich schäme mich immer und über alles. Ich glaube, ich bin zu sexuell. Wahrscheinlich pervers. Meine Abgründe sind tief, sehr tief. Vielleicht sollte ich mit jemandem darüber reden.

Yael Ronen, die humorvollste Therapeutin unter den Theatermacher*innen, taucht mit einem unerschrockenen Ensemble ab in eine finstere Gefahrenzone. Das Theater wird zum Darkroom, der eine Begegnung mit dem schier Unmöglichen verspricht: dem eigenen Selbst.

Regie: Yael Ronen
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Amit Epstein
Musik: Nils Ostendorf
Video: Benjamin Krieg
Licht: Hans Fründt
Dramaturgie: Irina Szodruch
Theater

Die Hamletmaschine

Von Heiner Müller

Dein für immer, meist geliebte Frau, solang diese Maschine zu ihm gehört. Hamlet.
Shakespeare, Hamlet

Mit diesen Worten endet Hamlets berühmter Brief an Ophelia, in dem er versucht, dem einzig geliebten Menschen seinen Ausstieg aus dem System der Norm anzukündigen. Das Wort »machine« taucht bei Shakespeare nur ein einziges Mal auf. Es bezeichnet den Körper, der in der barocken frühaufklärerischen Zeit oft als Maschine, als aus vielen Teilen zusammengesetztes Wunderwerk, bezeichnet wurde. Shakespeares Stück selbst ist eine solche Theaterzaubermaschine. Eine Reflexion über Tod und Religion, über Norm und Wahnsinn, über Macht und Ohnmacht. Und neben all dem auch ein großer Text über das Theater selbst.

1977 schrieb Heiner Müller mit Die Hamletmaschine eine Adaption, die die Maschine im Titel führt. Das Exil Ensemble ist seit der Spielzeit 2016/17 Teil des Gorki. Die sieben Schauspieler*innen spüren mit Sebastian Nübling diesem und anderen Texten nach und forschen in dem ergebnisoffen angelegten Projekt nach der eigenen Position. Sie folgen mit Hamletmaschine dem Dramatiker, der die Position des Intellektuellen in einer Welt, die aus den Fugen geraten ist, radikal in Frage stellt, sezieren Müller folgend Shakespeare und setzen die verbleibenden Fragmente wieder zusammen.

Regie: Sebastian Nübling
Kostüme: Eva-Maria Bauer
Musik: Tobias Koch
Dramaturgie: Ludwig Haugk
Theater

Die Geschichte vom Leben und Sterben des neuen Juppi Ja Jey Juden

Die Juden-Monologe

Bühne frei für die Dankesrede, den Monolog, die Umarmung einer israelischen Künstlerin, die ihr deutsches Publikum mit ihrer Dankbarkeit in den Schwitzkasten nimmt. Sie erzählt von dem Verlassen ihres Landes, von der freundlichen Aufnahme in Deutschland, den Sprachkursen, dem Stiftungsdschungel, durch den sie sich durchkämpfen musste, um dort anzukommen, wo sie heute ist – als neuer jüdisch-israelische Star am Himmel der deutschen (Kunst-)Landschaft. Spät versteht man, dass aus dem wortgewaltigen Angriff ihrer Liebe nur die Flucht in den Diasporagarten des Jüdischen Museums möglich ist. Und dort warten schon die Tiger.

Text: Sivan Ben Yishai
Regie: Sasha Marianna Salzmann
Theater

Skelett eines Elefanten in der Wüste

Ein Scharfschütze sitzt auf einem Haus, das jederzeit einstürzen könnte. Ein junger Künstler behütet einen Zirkus, der längst leer steht. Ein Filmemacher hält die Ruinen seiner Stadt fest. Eine Krankenschwester sucht nach Leben in den Leichen. Ayham Majid Agha, Oberspielleiter des Exil-Ensembles, verwandelt in seiner ersten Berliner Arbeit das Studio Я in eine Konfliktzone, um der unheimlichen Verbindung zwischen Töten, Einsamkeit und Brüchigkeit nachzugehen.

قناص يجلس على سطح منزل قد ينهار في أي لحظة، فنان شاب يحمي السرك الفارغ منذ وقت طويل، صانع أفلام يسجل الدمار في مدينته، ممرضه تبحث عن حياة بين الجثث.
في عمله الأول في برلين (هيكل عظمي لفيل في الصحراء)، أيهم مجيد آغا، المخرج الفني لـ " فرقه المنفى " في مسرح مكسيم غوركي، يحول استوديو (يا) "Я” إلى ساحة صراع من اجل تتبع الرابط المبهر بين القتل والوحدة والهشاشة.

Text + Regie: Ayham Majid
Bühne: Shahrzad Rahmani, Magda Willi
Kostüme: Isabell Reisinger
Musik + Sounddesign: Lars Wittershagen
Dramaturgie: Necati Öziri
Licht: Daniel Krawietz
Videomitarbeit: Nadim Hendawi
Theater

Lö Grand Bal Almanya

57 Jahre Scheinehe - Ein Singspiel

57 Jahre nach dem deutsch-türkischen Anwerbeabkommen begibt sich das musikalische Schauspiel Lö Grand Bal Almanya erneut auf eine Zeitreise. Diesmal durch sechs denkwürdige Dekaden der Arbeitsmigration, besungen mit verschollen geglaubtem Liedgut, dokumentiert durch waschechtes Archivmaterial und begleitet von leidenschaftlichen Wanderern, die sich die Seele aus dem Leib singen, sich ungezügelt in Rage reden und penibel nach Antworten auf wichtigste Fragen der migrantischen Menschheit suchen: Warum wurde dem millionsten Gastarbeiter bei seiner Ankunft 1964 ein Moped geschenkt und kein Feuerlöscher, wie es ursprünglich geplant war? Ist das seit der historischen Bananeneuphorie 1989 hartnäckig kursierende Gerücht, die Mauer wäre ausschließlich auf Türkenköpfe gefallen, ein anatolisches Post-Faktum? Ab welchem Mindestalter darf ein Muselmane das Bundesverdienstkreuz stolz an seiner Brust baumeln lassen? Und was geht blutechten Nazis durch den Kopf, wenn sie den eigenen Gedankendung aus dem Munde einer morgenländischen Ziegenliebhaberin nicht nur stilvoller, sondern wahrhaftiger aufgetischt bekommen? Diesen Fragen widmete sich Regisseur Nurkan Erpulat bereits 2010 in Lö Bal Almanya am Ballhaus Naunynstrasse. Die Neuinszenierung am Gorki zeigt nicht nur einen Tapeten-, sondern vor allem einen Paradigmenwechsel. Denn in den letzten acht Jahren hat sich Doyçland fast bis zur Unkenntlichkeit veschönert. Nur die totenblasse Lesart der deutsch-türkischen Wanderlust bleibt wie immer eine erbärmliche Untertreibung. Der nächste Anlauf also, sich dem Wahnsinn mit neuen Fragen spielerisch zu stellen.

Bühne: Alissa Kolbusch
Kostüme: Pieter Bax
Musik: Tobias Schwencke
Ton: Hannes Zieger
Licht: Jan Langebartels
Dramaturgie: Tunçay Kulaoğlu
Livemusik: Tobias Schwencke
Theater

Elizaveta Bam

Von Daniil Charms

Die junge Elizaveta Bam hat sich in ihrem Zimmer eingesperrt, weil sie wegen eines »abscheulichen Verbrechens« verhaftet werden soll. Ihre beiden Verfolger wollen sie dem Gesetz ausliefern, ohne ihr einen Grund nennen zu können.
Die vage Vermutung, dass sich hier nun eine realistische Krimi-Tragödie entfalten könnte, löst sich schnell in Luft auf. Die Situation gerät völlig aus den Fugen und die zu Beginn existentielle Gefahr schlägt in ein clowneskes Spiel um.
Christian Weise wird mit dem Exil Ensemble einen der wichtigsten Texte des absurden Theaters auf seine Doppelbödigkeit befragen: Wenn die herrschende Ideologie absolute Gleichförmigkeit verlangt, wie kann oberflächliches Geplapper zum Instrument der Kritik werden?

Eine Produktion des Maxim Gorki Theater, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die LOTTO-Stiftung Berlin und die Stiftung Mercator. Aufführungsrechte beim Rowohlt Theater Verlag, Reinbek bei Hamburg, Deutsche Übersetzung Alexander Nitzberg

Regie: Christian Weise
Bühne: Julia Oschatz
Livemusik: Jens Dohle
Dramaturgie: Mazlum Nergiz
Kostüme: Pina Starke
Theater

Die Letzten

Von Maxim Gorki

Iwan ist ein Mann mit Vergangenheit, Familie und mehr als nur einem Problem. Er scheint am Ende, seine Finanzen so zerrüttet wie seine Familie, die Kinder, verkommen oder traumatisiert, stehen ihm in nichts nach: Alexander ist eitel, Nadeshda intrigiert, Ljubow ist verbittert. Die jüngsten Pjotr und Wera suchen nach einem Ausweg, egal wie. Auf dem gespenstischen Weg zurück zu Geld und Macht wird der archaische Patriarch seine vielleicht erfolgreichste Rolle spielen – die des charismatischen »Menschenzüchters«.

Regisseur András Dömötör entwickelt mit einem 110 Jahre alten Gorki-Text das spielerische Psychogramm einer Ermächtigung des Menschen über den Menschen, als Reise in einen uns allzu nahen Horror.

Bühne: Magda Willi
Kostüme: Amit Epstein
Dramaturgie: Holger Kuhla
Theater

Verräter

Die letzten Tage

Die völkisch-nationale Revolution marschiert – und die vordemokratische patriarchale Familie erfährt eine ungeahnte Renaissance als Idealvorstellung von Ordnung und Kultur. Eine Drohung liegt in der Luft: »Verräter! Eure Tage sind gezählt, unsere Zeit ist angebrochen.« Erleben wir die letzten Tage der Demokratie und der Freiheit, wie wir sie kannten? Falk Richter recherchiert eine persönliche und politische Familienaufstellung der gegenwärtigen Gesellschaft. Gemeinsam mit dem Ensemble des Gorki begibt er sich auf die Suche danach, wie die radikalen und rasanten Umbrüche der gegenwärtigen Gesellschaft noch zu begreifen sind. Was ist noch wahr? Wie verwandelt sich Sprache zwischen Lüge und Verrat in Gewalt?

Regie: Falk Richter
Bühne/Kostüme: Katrin Hoffmann
Musik: Nils Ostendorf
Video: Aliocha Van Der Avoort
Licht: Carsten Sander
Dramaturgie: Jens Hillje
Theater

Winterreise

رحلة الشتاء

Januar, 2017. Das neu gegründete Exil Ensemble des Gorki – bestehend aus professionellen Neuberliner Schauspieler*innen aus Afghanistan, Syrien und Palästina – unternimmt eine zweiwöchige Bustour durch das winterliche Deutschland, mit einem Abstecher in die Schweiz. Welchen Blick werfen Ayham Majid Agha, Maryam Abu Khaled, Hussein Al Shatheli, Karim Daoud, Tahera Hashemi, Mazen Aljubbeh, Kenda Hmeidan und Yael Ronen auf dieses Exil-Land? Wie nehmen sie das Zusammensein mit den Eingeborenen, mit ihrem Mitspieler Niels Bormann, mit den Expert*innen, die versuchen, Deutschland zu erklären, mit dem Busfahrer wahr? Welche gegenseitigen Annäherungsversuche gibt es, wie werden die Beziehungsverhältnisse ausgelotet?

Regie: Yael Ronen
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Sophie Du Vinage
Musik: Yaniv Fridel, Ofer Shabi
Video: Benjamin Krieg
Theater

Nach uns das All oder Das innere Team kennt keine Pause

Von Sibylle Berg

Europa irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft: Auf dem zerfallenen Kontinent haben sich Nationalismus und Faschismus endgültig durchgesetzt. Eine Frau in den Dreißigern bewirbt sich für eine Reality-Show, deren Teilnehmer*innen auf dem Mars eine neue Gesellschaft aufbauen werden. Was angesichts der zunehmenden Verrohung als letzter Ausweg erscheint, wird jedoch nur unter bestimmten Bedingungen gewährt: Die Rakete kann nur als Zweierteam bestiegen werden, damit die Fortpflanzung auf dem fremden Planeten gesichert ist …
Nach Es sagt mir nichts, das sogenannte Draußen (Stück des Jahres 2013) und Und dann kam Mirna (Mülheimer Theatertage 2015) bereitet Sibylle Bergs Anti-Heldin des 21. Jahrhunderts den intergalaktischen Ausstieg vor und begibt sich dafür mehr oder weniger überzeugt auf Partnersuche.

Inszenierung: Sebastian Nübling, Tabea Martin
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Ursula Leuenberger
Licht: Jan Langebartels
Dramaturgie: Katja Hagedorn
Theater

Glaube Liebe Hoffnung

Ödön von Horváth

Die junge Elisabeth braucht Geld für eine Arbeitserlaubnis. Dafür ist sie bereit noch zu Lebzeiten ihre Organe an die Anatomie zu verkaufen. Der einsame Präparator ist gerührt vom Schicksal der jungen Frau und leiht ihr das notwendige Geld. Da Elisabeth auch noch die Strafe für das Arbeiten ohne Genehmigung abzahlen muss, verfängt sie sich in den »kleinen Paragraphen«. Elisabeths Hoffnung auf ein besseres Leben durch die Beziehung mit einem Polizisten zerplatzt, als dieser herausfindet, dass seine Verlobte vorbestraft ist.
Horváth nennt sein Volksstück »einen kleinen Totentanz« und schickt seine Figuren auf eine Prozession, deren Ziel die Vernichtung der Existenz einer nach Unabhängigkeit suchenden Frau ist. Elisabeth kämpft tapfer gegen die sozialen und moralischen Zwänge in einer patriarchalen Gesellschaft, in der alle Angst haben, abzusteigen und um ihre Existenz fürchten.

Bühnenbild: Sylvia Rieger
Kostüme: Sophie Du Vinage
Musik und Sounddesign: Lars Wittershagen
Licht: Carsten Sander
Dramaturgie: Irina Szodruch
Bühnenmusik und Songs: Daniel Kahn
Theater

GOЯKI - ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND?

Von Oliver Frljić

ÜBER DIE REPRÄSENTATIVE SCHWÄCHE DES THEATERS UND DER DEMOKRATIE IM FRÜHEN 21. JAHRHUNDERT VON OLIVER FRLJIĆ

Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde!
Joseph Goebbels, 1928

Wie bereits in der Vergangenheit geschehen, erleben wir heute wieder wie antidemokratische Kräfte mit Mitteln der Demokratie legitimiert werden, mediale und reale Präsentationsräume erhalten und ihre Ansichten salonfähig werden. Dann können sie ganz legal anschließend die Demokratie umstürzen und eine autoritäre Diktatur fordern – nicht nur in Polen oder Ungarn, sondern auch in Deutschland. Oliver Frljić hat drei Jahre lang das Nationaltheater in Rijeka geleitet und wurde von seinem Publikum begeistert unterstützt, von katholisch kroatischen Nationalisten erbittert bekämpft. Seitdem inszeniert er in unterschiedlichen Ländern, zuletzt in Österreich und Polen, wo seine Arbeit Klątwa (Der Fluch), die im Juni 2017 im Gorki zu Gast war, in Warschau für Jubel und Protest sorgte. Im Gorki will er der Logik der Politik folgen, um das Theater in Frage zu stellen und das demokratische System zu überdenken. Pünktlich zum 200. Geburtstag von Maxim Gorki untersucht Frljić, ob Gorki dem Gorki helfen kann, die Alternative für Deutschland zu verstehen. Und ob die Alternative für Deutschland helfen kann, das GOKI zu verstehen. Oder andersherum? Was ist Demokratie wert, wenn ihre Gegner*innen in ihren Räumen groß aufspielen können? Was ist Theater wert, wenn in seinen Räumen seine Gegner*innen nicht aufspielen können?

Regie: Oliver Frljić
Bühne: Igor Pauška
Kostüme: Sandra Dekanić
Dramaturgie: Aljoscha Begrich
Theater

Alles Schwindel

Musikalische Burleske von Mischa Spoliansky

Das Revuetheater ist wieder da! Fast schien es, als hätten die Nazis gesiegt. Das Revuetheater, jene queere Mischung aus Operette, modernem Boulevard, politischem Kabarett, Jazz und neuer Musik war das Genre, das wie kein anderes das Bild der „Goldenen Zwanziger“ in Berlin prägte. Doch diese hohe frühpostmoderne Unterhaltungskunst fiel den Nazis und ihrem antisemitisch-homophobem Hass zum Opfer. Die Künstler*innen mussten emigrieren, ihre Werke verschwanden und mit ihnen auch das Genre.

Am Gorki wird nun eines dieser Werke 85 Jahre nach der Uraufführung 1932 wieder belebt: „Alles Schwindel“ ist eine echte Wiederentdeckung. Was wie eine klassische Boy-meets-Girl-Story beginnt, wird zu einem aberwitzigen Parcours durch die Scheinwelten der späten Zwanziger Jahre und damit einer Zeit, in der „Tempo“ das entscheidende Wort war und „Schritt halten“ den Rhythmus vorgab. Die Musik des später nach Hollywood emigrierten Mischa Spoliansky kann neben Größen wie Kurt Weill bestehen.

Christian Weise hat als Regisseur einen riesen Spaß an solchen Stoffen, von Spoliansky inszenierte er bereits die Operette „Wie werde ich reich und glücklich“. Er wirft sich mit dem Gorki-Ensemble in den Strudel einer großen Berliner Zeit, die in ihrem Flimmern, aber auch in ihrer bedrohlichen Fragilität politisch und hedonistisch zarte Ähnlichkeiten zu der Stadt hat, wie sie heute zu erleben ist.

Ein rasanter Kostüm-, Musik und Tanzabend mit Songs, die im Ohr bleiben und einer verwirrend aktuellen Story.

Regie: Christian Weise
Theater

Papa liebt dich

Von Sivan Ben Yishai

Ein Zug, der sich in dunkler Nacht unter der Erde mit über 100 km/h einem unbekannten Ziel nähert. Im Zug sitzt eine Gruppe älterer Frauen ordentlich eingereiht auf einer Sitzbank. Ein namenloses weibliches Ich sitzt ihnen gegenüber und beobachtet, verurteilt und seziert sie gnadenlos. Je weiter der Zug vorankommt, desto schmerzhaftere Erinnerungen bröckeln aus den Untiefen des Bewusstseins hervor, die sich beide Parteien gegenseitig vorwerfen. Sie erzählen von überlebten Kriegen, von sexuellem Missbrauch, von gescheiterten Mütter-Vorbildern. Die Autorin Sivan Ben Yishai wird für ihre sprachliche Wucht gefeiert, mit der sie scheinbar politische Gewissheiten sprengt. Für das Gorki schreibt sie nun ein Generationenportrait über die Emanzipation vom Patriarchat.

Regie: Suna Gürler
Ausstatterin: Moïra Gilliéron
Musik: Ari Robey-Lawrence
Dramaturgie: Mazlum Nergiz
Ton: Vicki Schmatolla
Licht: Fritz Stötzner
Regieassistenz: Ariana Battaglia
Theater

Roma Armee

Von Yael Ronen & Ensemble

Nach einer Idee von Sandra und Simonida Selimović

In einer Gegenwart, in der Europa droht in Neofaschismen abzudriften, beansprucht eine Gruppe von Schauspieler*innen eine Roma Armee zu Selbstverteidigungszwecken. Eine schnelle Eingreiftruppe zum Kampf gegen strukturelle Diskriminierung, Rassismus und Antiziganismus, aber auch als Emanzipation aus einer internalisierten Opferrolle. Die Schauspieler*innen sind Romnija, Rom und Romani Traveller aus Österreich, Serbien, Deutschland, Kosovo, Rumänien, England und Schweden, sie sind auch israelisch-deutsch-türkisch-Berliner Gadjé – sprich die Roma Armee Fraktion ist übernational, divers, feministisch, queer. Initiiert von Simonida und Sandra Selimović tritt sie als kollektive Selbstermächtigung in Aktion und entwirft mit Hausregisseurin Yael Ronen und den Künstler*innen Delaine und Damian Le Bas eine Vision für ein Safe European Home in Gypsyland Europa.

Regie: Yael Ronen
Bühne: Heike Schuppelius
Malerei & Artwork: Damian Le Bas, Delaine Le Bas
Kostüme: Delaine Le Bas
Mitarbeit Kostüme: Maria Júlia Ubaldino Abreu
Musik: Yaniv Fridel, Ofer Shabi
Video: Hanna Slak
Licht: Hans Fründt
Dramaturgie: Irina Szodruch
Theater

Schwimmen lernen

ein Lovesong von Marianna Salzmann

Felicia und ihr Freund Pep heiraten, als sie ganze fünf Wochen zusammen sind. Sie liebt ihn, er liebt sie. Pep bietet Felicia ein warmes Jäckchen, wenn es windet und mit Pep sind für Felicia selbst die alkoholisierten Kuchensonntage mit Schwiegervater ein Abenteuer. Pep hält ihre Beziehung für die beste Idee, die das Universum je hatte. Doch das Universum hat viele beste Ideen. Felicia verliebt sich in Lil, eine Frau, die niemand länger kennt als eine Nacht. Lil ist fremd in dem Land, in dem sie lebt. Lil will zurückgehen in das, was die Leute ihre Heimat nennen. Sie fragt Felicia, ob sie mitkommt. Zusammen machen sich die beiden Frauen auf die Reise. Sie versuchen, ein anderes Leben zu führen in diesem anderen Land am Schwarzen Meer, in Lils Land. Doch dort sind beide fremd. Felicia ist ohne Sprache, ohne Arbeit, und Lil ist hin- und hergerissen zwischen Ankommen und wieder Wegwollen.
Hakan Savaş Mican inszeniert das Stück über drei junge Menschen, die um Akzeptanz kämpfen in einer Welt, in der Beziehungen keine Privatsache sind und man dem Staat ihre traditionelle Form schuldet.

Regie: Hakan Savaş Mican
Bühne + Kostüm: Sylvia Rieger
Dramaturgie: Irina Szodruch
Musik: Enik
Video: Benjamin Krieg
Aufführungen / Konzert Berliner Philharmoniker Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Aufführungen / Konzert Konzerthaus Berlin Berlin, Gendarmenmarkt 2
Aufführungen / Oper Komische Oper Berlin Berlin, Behrenstraße 55-57
Aufführungen / Theater Deutsches Theater Berlin Berlin, Schumannstraße 13a
Aufführungen / Konzert Luzerner Sinfonieorchester Luzern, Pilatusstrasse 18
Aufführungen / Konzert Berliner Schlosskonzerte Perlen der Klassik Berlin, Postfach 280303
Aufführungen / Konzert Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt Frankfurt (Oder), Lebuser Mauerstr. 4
Aufführungen / Konzert Berliner Singakademie Berlin, Charlottenstr. 56
Aufführungen / Theater Shakespeare Company Berlin Berlin, Prellerweg 47-49
Aufführungen / Cabaret Bar jeder Vernunft Berlin Berlin, Schaperstr. 24
Aufführungen / Konzert Philharmonischer Chor Berlin Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Aufführungen / Aufführung Theater shortvivant Berlin, Bessemerstr. 2-14
Fr, 17.8.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Theater shortvivant Berlin, Bessemerstr. 2-14
Fr, 17.8.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert sirventes berlin. Leitung: Stefan Schuck Berlin, Nassauische Straße 66-67
Sa, 18.8.2018, 12:00 Uhr
Aufführungen / Oper Deutsche Oper Berlin Berlin, Bismarckstr. 35
Aufführungen / Aufführung Maxim Gorki Theater Berlin-Mitte, Am Festungsgraben 2
Aufführungen / Aufführung piccolo Theater gGmbH Cottbus, Klosterstr. 20
Aufführungen / Aufführung Komödie Berlin, Kurfürstendamm 206/209
Aufführungen / Aufführung Renaissance-Theater Berlin Berlin, Knesebeckstraße 100
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131-133
Aufführungen / Aufführung TRIBÜNE Berlin, Otto-Suhr-Allee 18
Aufführungen / Aufführung Berliner Brett'l Berlin, Friedrichstrasse 130
Michael Hansen Brettl
Aufführungen / Aufführung HANSA-THEATER BERLIN Berlin, Alt-Moabit 48
Aufführungen / Konzert Konzerthaus Berlin Berlin, Gendarmenmarkt 2
Aufführungen / Aufführung Berliner Filmkunsthaus Babylon Berlin, Rosa - Luxemburg - Str. 30
Aufführungen / Aufführung Adolf-Glaßbrenner-Bühne Stralau Berlin, Am Rudolfplatz 05
Aufführungen / Aufführung Freie Theateranstalten Berlin Berlin, Klausenerplatz 19
Aufführungen / Aufführung Hackesches Hof-Theater Berlin, Rosenthaler Str. 40 / 41
Aufführungen / Aufführung Berliner Kriminal Theater Berlin, Palisadenstrasse 48
Aufführungen / Aufführung LIZ-Theater Berlin Berlin, Schottstraße 6
Aufführungen / Operette Europäische Stiftung Operette Berlin, Geibelstr. 42
Aufführungen / Konzert Theater- und Konzertstätte Jüterbog, Mönchenkirchplatz 4
Aufführungen / Aufführung POETENPACK Potsdam, Lennéstr. 37
www.poetenpack.net
Aufführungen / Oper Komische Oper Berlin Berlin, Behrenstraße 55-57
Aufführungen / Aufführung theater DIE BOTEN Berlin, Schottstraße 6
Aufführungen / Kabarett Berliner Kabarett Klimperkasten Berlin, Thuyring 63
Aufführungen / Film Coffee Potsdam, R.-Breitscheid-Str.50
Aufführungen / Aufführung Hebbel am Ufer Berlin, Stresemannstr. 29
HAU 1
Aufführungen / Aufführung Hebbel am Ufer Berlin, Hallesches Ufer 32
HAU 2
Aufführungen / Aufführung Hebbel am Ufer Berlin, Tempelhofer Ufer 10
HAU 3
Aufführungen / Aufführung PODEWIL Berlin, Klosterstr. 68-70
Aufführungen / Aufführung Kleines Theater Berlin, Südwestkorso 64
Aufführungen / Operette Gesellschaft Wittenberge, Paul- Lincke Platz
Elblandfestspiele e.V.
Aufführungen / Konzert Leo Kestenberg Musikschule Berlin Tempelhof-Schöneberg Berlin, Grunewaldstr. 6 - 7
Aufführungen / Aufführung Bar jeder Vernunft Berlin, Schaperstraße 24
Theater, Cabaret, Restaurant
Aufführungen / Aufführung Theatersport im Shake! Zelt Berlin, Mühlenstr. Ecke Str. der Pariser Kommune
vis-à-vis vom Ostbahnhof an der East Side Gallery www.theatersport-berlin.de
Aufführungen / Aufführung Theater Lichterfelde Berlin, Drakestr. 49
Aufführungen / Aufführung Theater im Palais Berlin, Am Festungsgraben1
Das besondere Theater Unter den Linden
Aufführungen / Theater Das Weite Theater Berlin, Parkaue 23
für Puppen und Menschen
Aufführungen / Aufführung Galli Theater Berlin Berlin, Oranienburgerstr. 32
in den Heckmannhöfen
Aufführungen / Aufführung Teatr Studio am Salzufer Berlin, Salzufer 13/14
deutsc-polnische Studiobühne Berlin www.teatrstudio.de
Aufführungen / Aufführung BühnenRausch Berlin (Prenzlauer Berg), Erich-Weinert-Straße 27
c/o Karin Mietke
Aufführungen / Aufführung event-theater Brandenburg, Ritterstr. 69
Aufführungen / Aufführung ratibor-theater berlin, cuvrystr.20
die gorillas
Aufführungen / Aufführung HT21|Hansa Theater Berlin, Alt-Moabit 48
Aufführungen / Konzert Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin Berlin, Charlottenstr. 55
Aufführungen / Kabarett KABARETT KARTOON Berlin, Kochstraße 50, Axel-Springer-Passage
Aufführungen / Aufführung "Die Gorillas" Berlin, Cuvrystrasse 20
Ratibortheater
Aufführungen / Aufführung Theaterdiscounter Berlin, Monbijoustr. 1
Aufführungen / Aufführung Cafe Theater Schalotte Berlin, Behaimstraße 22
Aufführungen / Aufführung Sophiensaele Berlin, Sophienstr. 18
Aufführungen / Aufführung Jüdisches Theater BAMAH Berlin, Hardenbergstr. 12
Aufführungen / Aufführung Glaskasten Ballsaal Berlin, Prinzenallee 33
Aufführungen / Aufführung QUATSCH Comedy Club Berlin, Friedrichstr. 107
Aufführungen / Aufführung Hans Wurst Nachfahren Berlin, Gleditschstraße 5
Theater am Winterfeldtplatz
Aufführungen / Aufführung BKA-Theater Berlin, Mehringdamm 34
Berliner Kabarett Anstalt
Aufführungen / Aufführung THEATER MIRAKULUM - Puppenkomödie Berlin Berlin - Mitte, Brunnenstraße 35
Aufführungen / Aufführung Theater Morgenstern Stahnsdorf, Rotkehlchenweg 35
Aufführungen / Aufführung Ballsaal Glaskasten Berlin/ Wedding, Prinzenallee 33
Ensemble Öffentliche Leben
Aufführungen / Aufführung Woesner Brothers Sommerbühne Berlin, Kollwitzstraße 35-37
Open-Air 23. Mai - 15. September 2006
Aufführungen / Aufführung theaterkapelle e.V. Berlin, Boxhagener Str. 99
Theater TRANSIT
Aufführungen / Theater UNIDRAM - Festival für junges Theater in Europa Potsdam, Schiffbauergasse 4e
T-Werk
Aufführungen / Konzert Philharmonisches Kammerorchester Berlin Berlin, Akazienstraße 3
Artistic Director Michael Zukernik
Aufführungen / Aufführung THEATER AN DER PARKAUE Berlin, Parkaue 29
Kinder- und Jugendtheater des Landes Berlin
Aufführungen / Aufführung Wintergarten Varieté Berlin, Potsdamer Straße 96
Aufführungen / Aufführung Atelier am Hufeisen Berlin, Hüsung 8
Sandmalerin Angela Kaiser
Aufführungen / Konzert HAUS DER GENERATIONEN Hoppegarten, Lindenallee
Internationaler Buind e.V.
Aufführungen / Konzert C. Bechstein Centrum Berlin Berlin, Kantstr. 17 / stilwerk
Aufführungen / Film achtung berlin - new berlin film festival Berlin, Veteranenstraße 21
Aufführungen / Konzert Niels Koepcke Lindow (Mark) OT Banzendorf, Banzendorfer Str. 70
Ulrike von Soden Koepcke
Aufführungen / Cabaret BKA- Theater Berlin-Kreuzberg, Mehringdamm 34
Aufführungen / Tanz Tanzschule Berlin, Bremer straße 68
Hoparkett
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131
Aufführungen / Aufführung Indische Botschaft Berlin, Tiergartenstraße 17
Kulturabteilung
Aufführungen / Aufführung THEATER MIRAULUM Berlin, Brunnenstraße 35
Puppenkomödie Berlin
Aufführungen / Aufführung Theater Thikwa Berlin, Fidicinstr. 40
F40
Aufführungen / Aufführung English Theatre Berlin Berlin, Fidicinstr. 40
F40
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstr. 17
Aufführungen / Aufführung Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstr. 17
Aufführungen / Konzert Brandenburgische Sommerkonzerte Berlin-Charlottenburg, Fritschestr. 22
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstrasse 17
Aufführungen / Aufführung Theater der Migranten Berlin, Bürknerstr. 5
Reuterkiez Theater Ortswechsel. Szenen aus deb Leben einer Stadt.
Aufführungen / Konzert RIAS Kammerchor Berlin, Charlottenstraße 56
Aufführungen / Theater Renaissance-Theater Berlin Berlin, Knesebeckstr. 100 / Ecke Hardenbergstr.
Aufführungen / Konzert Image Berlin GmbH Berlin, Spandauer Damm 22 - 24
Aufführungen / Aufführung Theater Adlershof Berlin, Moriz-Seeler-Str. 1
art-changé
Aufführungen / Aufführung Sandtheater Berlin Berlin, Friedrichstr. 101
Admiralspalast Berlin, Saal F101