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Ballettzentrum Hamburg

Kontakt

Ballettzentrum Hamburg
John Neumeier
Caspar-Voght-Straße 54
D-20535 Hamburg

Telefon: +49 (0)40 21 11 88-0
Fax: +49 (0)40 21 11 88-88

 

Spielstätte:
Hamburgische Staatsoper
Große Theaterstraße 25
20354 Hamburg
Ballett

Beethoven-Projekt

Ballett von John Neumeier

Uraufführung: 24. Juni 2018

"Persönliche Gedanken und große Jubiläen kommen manchmal zusammen. Über viele Jahre habe ich mir überlegt, ein größeres Projekt mit Ludwig van Beethovens Musik zu realisieren.
Überblickt man die Ballettmusiken großer Komponisten des 19. Jahrhunderts, ist es bemerkenswert, dass neben Tschaikowskys epochemachenden Werken Beethovens "Geschöpfe des Prometheus" zu den bedeutendsten Partituren gehört. Beethovens großartige Musik hat mich immer wieder tief berührt, ohne dass daraus bisher ein abendfüllendes Werk entstanden wäre. Mit Blick auf die anstehende Saison hatte ich das Gefühl, dass die Zeit dafür nun reif ist. Das große Beethoven-Jubiläum, das im Jahr 2020 ansteht, ist dafür ein zusätzlicher Ansporn."

John Neumeier

Musik: Ludwig van Beethoven
Choreografie und Kostüme: John Neumeier
Bühnenbild: Heinrich Tröger
Ballett

Illusionen - wie Schwanensee

Ballett von John Neumeier

Für mich als einen Choreografen, der nicht unbedingt revolutionär sein will, ist es unsinnig, das, was bisher geschaffen wurde und sich erhalten hat, zu verneinen. Andererseits erscheint es mir ebenso sinnlos, es manieristisch nachzuahmen, ohne den Geist der Choreografie und der sie prägenden Tanzkunst zu erfassen. Um das zu bewahren, müssen wir, glaube ich, in einer modernen Compagnie wie der unseren nach einer Alternative suchen, die den historischen Hintergrund und den zeitlichen Abstand in die Interpretation mit einbezieht.

Eine "Schwanensee"-Konzeption für unsere Compagnie kann sich nicht auf die naive Nacherzählung eines Märchens mit den uns fremden Mitteln des vorigen Jahrhunderts beschränken. Sie findet ihren Sinn nur, wenn sie das überzeitliche Thema "unverwirklichbare Liebe" und seine Interpretation, die es durch das 19. Jahrhundert erfahren hat, mit heutigen Mitteln darstellt. Anzustreben ist dabei die ideale Vereinigung von möglichst originalgetreuer Wiedergabe der choreografisch oder thematisch wichtigen Teile und historisch distanzierter Sicht. Aus dieser Perspektive relativieren sich bestimmte Traditionen, ohne dass am zeitlos gültigen Kern des Werks gezweifelt würde.

Aufgrund unserer klassischen Erziehung fühlen wir uns den rein tänzerisch durchkomponierten Passagen, vor allem dem II. Akt und dem Grand Pas de deux des III. Aktes verpflichtet, in denen Tanztechnik und choreografische Aussage identisch anmuten. Die pantomimisch-erzählenden Partien dagegen erscheinen an ihre Entstehungszeit gebunden, und ich habe sie deswegen bewusst verwendet, um diese Zeit zu charakterisieren. Bei der Suche nach der Essenz des Balletts ist natürlich die Musik von wesentlicher Bedeutung. Als erster Komponist seines Jahrhunderts hat sich Tschaikowsky nicht damit begnügt, eine effektvoll begleitende Untermalung des Szenariums zu schreiben. Grundlegende Ideen und Motive sind musikalisch eigenständig neu formuliert: Die Suche nach wahrem Glück und Liebe als Ausweg aus verzweifeltem inneren Kampf. Und dieser Inhalt scheint mir verbindlicher als einzelne Details der Balletthandlung.

Der Schritt vom Märchenmythos des Librettos zu einem anderen "Schwanenmythos" desselben Jahrhunderts, in dem sich die psychologische Struktur stärker offenbart als im ursprünglichen Ballettszenarium, liegt nahe, zumal von beiden Mythen bis heute die gleiche Zauberwirkung und eine ähnliche "magische Aura" ausgehen. Überraschender als die offensichtlichen Parallelen zu Ludwig II., dem bayrischen Märchenkönig, der sich in Neuschwanstein ein Schwanenritterschloss und eine mystische Scheinwelt erbaute, sind die inneren Analogien im Schicksal und in der psychischen Situation Tschaikowskys, Ludwigs II. und Siegfrieds, des "Schwanensee"-Prinzen - eine unerwartete Verwandtschaft.

John Neumeier

Musik: Peter I. Tschaikowsky
Choreografie und Inszenierung: John Neumeier
Choreografie der "Zweite Erinnerung" nach Lew Ivanow, rekonstruiert unter Beratung von Alexandra Danilova
Choreografie des Grand Pas de deux in der "Dritte Erinnerung" nach Marius Petipa und Lew Ivanow
Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose
Ballett

Die Kameliendame

Ballett von John Neumeier

nach dem Roman von Alexandre Dumas d.J.

John Neumeier schuf 1978 nach Alexandre Dumas' Roman eines seiner bekanntesten Handlungsballette. Es schildert die Geschichte von Armand, einem Mann aus der besten Gesellschaft, der sich in die begehrte Kurtisane Marguerite verliebt. Trotz der Liebe, die sie auch für ihn empfindet, ist sie hin und her gerissen zwischen ihrem Leben im Luxus und ihren wahren Gefühlen – zumal sie sterbenskrank ist … Die Musik stammt von Frédéric Chopin.

Musik: Frédéric Chopin
Choreografie und Inszenierung: John Neumeier
Bühnenbild und Kostüme: Jürgen Rose

2 Pausen - 3 Stunden
Tanz

Nijinsky

Ballett von John Neumeier

"Nijinskys Leben lässt sich einfach zusammenfassen: zehn Jahre Wachsen, zehn Jahre Lernen, zehn Jahre Tanzen, dreißig Jahre Finsternis", formulierte einst der Biograf Richard Buckle. Das Wirken und Leben des Jahrhunderttänzers Nijinsky ist für John Neumeier seit seiner Jugend ein unerschöpfliches Thema. In seinem 2000 über die Lichtgestalt des Tanzes erarbeiteten Ballett geht es um die Biografie einer Seele, verwoben aus Erinnerungen und Assoziationen, Empfindungen und Zuständen. John Neumeiers choreografische Annäherungen wollen eine Gegenwart aus der Vergangenheit schaffen mit neu bestimmten Kräfteverhältnissen und Spannungsfeldern, die Nijinskys Magie auf der Bühne ebenso einfangen wie seine Gefährdungen jenseits des Theaters.

Musik: Frédéric Chopin, Nikolaij Rimskij-Korsakow, Dmitri Schostakowitsch, Robert Schumann
Choreografie, Bühnenbild und Kostüme: John Neumeier

2 Stunden 45 Minuten | 1 Pause
Ballett

Das Lied von der Erde

Ballett von John Neumeier

EINIGE WORTE VOR DER AUFFÜHRUNG

"Das Lied von der Erde" ist das Ergebnis eines langen Dialogs, den der Ballettdirektor des Hamburg Ballett 1974 mit der Musik von Gustav Mahler begonnen hat. Diese Sinfonie für Orchester und zwei Gesangsstimmen gilt als das persönlichste Werk, wenn nicht sogar als "das" Meisterwerk des Komponisten. Mahler vertonte darin eine Sammlung chinesischer Gedichte aus dem 8. Jahrhundert, die ins Deutsche übersetzt worden waren und von Mahler zum Teil umgeschrieben wurden.

"Das Lied von der Erde" besteht aus sechs Teilen, in denen der Komponist sieben Gedichte vertont hat, die vom Rhythmus der Jahreszeiten, von der Freundschaft, von der Schönheit junger Mädchen und von der Schönheit der Natur erzählen - vor allem aber von der Hilflosigkeit des Menschen im Angesicht der Endlichkeit des Lebens. Als das Werk entstand, trauerte der Komponist gerade um seine älteste Tochter und bei ihm wurde ein schweres Herzleiden diagnostiziert, sodass er auf die gewohnten, langen Wanderungen in den Bergen verzichten musste. Es ist, als hätte er in den teils von Traurigkeit und teils von Fröhlichkeit geprägten Liedern Trost für seine Melancholie gesucht.

Fünfzig Jahre nachdem John Neumeier Kenneth MacMillans Ballett "Das Lied von der Erde" getanzt hatte, das 1965 in Stuttgart uraufgeführt wurde, wollte er sowohl den Choreografen als auch den Komponisten zum Abschluss eines Zyklus würdigen, der 15 Ballette mit Musik Gustav Mahlers umfasst. Dank seiner tiefen Musikalität hat John Neumeier seiner Intuition und seiner Sensibilität freien Lauf lassen können bei der Suche nach den besonderen Gefühlsschichten in der Partitur und den Gesangstexten. Die Affinität des Ballettintendanten zu fernöstlicher Lyrik und den Mahler'schen Sinfonien kommen sowohl in der außerordentlich subtilen Choreografie als auch in der schlichten Szenografie und den stilisierten Kostümen zum Ausdruck, die der Choreograf persönlich anhand historischer chinesischer Gemälde entworfen hat. Die Tänzer werden von der Musik und dem Gesang getragen und verstehen sich als Interpreten einer unaussprechlichen, poetischen Inspiration. Sie verkörpern mit ihren Bewegungen die vollkommene Symbiose zwischen den Texten und der Partitur von Gustav Mahler.

Sylvie Blin

Musik: Gustav Mahler
Choreografie, Bühnenbild, Licht und Kostüme: John Neumeier

1 Stunde 30 Minuten | keine Pause
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Theater Thalia Theater Hamburg Hamburg, Alstertor 1
Aufführungen / Theater Thalia in der Gaußstraße Hamburg Hamburg, Gaußstraße 190
Aufführungen / Aufführung theater itzehoe Itzehoe, Theodor-Heuss-Platz 1
Aufführungen / Aufführung Festspiele Mecklenburg-Vorpommern Schwerin, Graf-Schack-Allee 11
Aufführungen / Aufführung Ohnsorg-Theater GmbH Hamburg, Große Bleichen 23-25
Aufführungen / Aufführung Theater Schachar Hamburg, Bogenstraße 36
Aufführungen / Konzert Laeiszhalle - Musikhalle Hamburg Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Aufführungen / Aufführung Alt-Rahlstedter Theatergruppe Hamb urg, Scharbeutzer Straße 36
Erstklassiges Amateurtheater ausHamburg Leitung Hanna Barthels
Aufführungen / Konzert Musikseminar Hamburg Hamburg, Max-Brauer-Allee 24
Aufführungen / Konzert Junge Philharmonie Elbe-Weser Stade, Im Johanniskloster
Aufführungen / Aufführung Kultur Bühne Bugenhagen Hamburg, Biedermannplatz 19
"Ensemble Proszenium"
Aufführungen / Oper OPERNLOFT Hamburg, Fuhlenwiete 7
Aufführungen / Konzert Jazzclub im Stellwerk Hamburg, Hannoversche Str. 85 (direkt im Bahnhof Harburg)
Aufführungen / Theater Amateurtheater VB Thalia v.1879 e,V, Hamburg, Maike-Harder-Weg 19
Geschäftsstelle Rainer Pietschmann
Aufführungen / Operette Hamburger Engelsaal Hamburg, Valentinskamp 40 - 42
Das Theater der leichten Muse
Aufführungen / Aufführung Theater in der Washingtonallee Hamburg, Washingtonallee 42
www.theaterwashingtonallee.de
Aufführungen / Theater Pantheater Haseldorf, Deichreihe 29
Aufführungen / Kabarett DAS SCHIFF Hamburg, Holzbrücke 2 / Nikolaifleet
Hamburgs Theaterschiff
Aufführungen / Aufführung Theater Die Komödianten Kiel, Wilhelminenstrasse 43
Aufführungen / Aufführung Theater Die Komödianten Kiel, Wilhelminenstrasse 43
Aufführungen / Aufführung Galli Theater Hamburg Hamburg, Behringstraße 26-28
Aufführungen / Theater Altonaer Theater Hamburg, Museumstraße 17
Aufführungen / Theater Volkstheater Geisler Lübeck, Dr. Julius - Leber - Straße 25
Aufführungen / Konzert Halle4.24 Hamburg, Stockmeyer Str. 41
Konzerthalle für Klassik und Jazz