

Laeiszhalle - Ein Haus mit Geschichte
Im 4. Juni 1908 wurde die Laeiszhalle, damals das größte und modernste Konzerthaus Deutschlands, festlich eingeweiht. Der bekannte Hamburger Reeder Carl Heinrich Laeisz hatte testamentarisch verfügt, dass die Firma F. Laeisz den Betrag von 1,2 Millionen Mark stiftet und damit den Bau »einer würdigen Stätte für die Ausübung und den Genuss edler und ernster Musik« ermöglicht. Die Summe wurde später von seiner Witwe Sophie Christine Laeisz noch erhöht. Die Architekten Martin Haller und Erwin Meerwein, die sich bereits mit dem Bau des Rathauses in Hamburg einen Namen gemacht hatten, errichteten das neobarocke Konzerthaus, das bis heute zu den schönsten Europas zählt.
Von Beginn an hat die Laeiszhalle Hamburg Musikgeschichte geschrieben: Prominente Künstler wie Richard Strauss, Sergej Prokofjew, Igor Strawinsky und Paul Hindemith spielten und dirigierten eigene Werke. Der 12-jährige »Wundergeiger« Yehudi Menuhin gab 1930 ein umjubeltes Gastspiel, und Maria Callas' legendäre Konzerte sind unvergessen. Nach dem Zweiten Weltkrieg, den sie unversehrt überstand, erlebte die Laeiszhalle ein ungewöhnliches Intermezzo: Die britischen Besatzer nutzten ihre Räume vorübergehend als Funkhaus für ihren Militärsender BFN und lagerten im Foyer 60.000 Jazz-Schellackplatten. Chris Howland startete hier als Radio-DJ seine Karriere.
Auch heute geben sich die internationalen Stars der Musikwelt in der Laeiszhalle die Klinke in die Hand, zugleich ist sie Treffpunkt für das Hamburger Musikleben. Hier sind auch die renommierten Orchester der Stadt - Philharmoniker Hamburg, NDR Sinfonieorchester und Hamburger Symphoniker - sowie das Ensemble Resonanz als »Ensemble in Residence« beheimatet. Das Publikum weiß die hochkarätigen musikalischen Ereignisse zu schätzen: Über 400.000 Besucher kommen jedes Jahr in die Laeiszhalle.
Gemeinsam mit der Elbphilharmonie Hamburg wird die Laeiszhalle auch in Zukunft im Zentrum des Musiklebens Hamburg stehen. Garantie dafür ist die gemeinsame Intendanz für beide Häuser durch Christoph Lieben-Seutter.
Programm der Elbphilharmonie Konzerte
Von Rittern und Rabauken: Die Reise nach Brasilien
Eine Geschichte von Daniil Charms mit Musik von Dmitri Schostakowitsch
Marit Beyer, Sprecherin
Olivia Trummer, Klavier
Malte Prokopowitsch, Regie
Kolja will nach Brasilien fliegen. Petja glaubt nicht, dass das geht. Eigentlich glaubt Petja gar nichts. Und wirklich, es ist schwer, Kolja zu glauben, wenn man die leere Bühne sieht mit nichts als einem Flügel. Aber weil er sich genug Mühe gibt, findet Kolja einen Piloten, der Flügel wird buchstäblich zum Flugzeug und die Reise kann losgehen.
Die Musik des jungen Schostakowitsch hat immer den richtigen Ton für die Geschichte von Daniil Charms. Eine irgendwie absurde Geschichte von einem Autor, der es liebte, einfach mal »Quatsch« zu erzählen. Der die Grenzen der Realität immer bezweifelt hat, so wie es Kolja tut, der sich deshalb beständig streiten muss mit Petja, für den nur gilt, was man anfassen kann.
Hier kann man erleben, wie wenig man anzufassen braucht, um nach Brasilien zu gelangen. Musik, eine Erzählerin und eine klein wenig Phantasie reichen aus für einen Ausflug in ein clownesk-philosophisches Abenteuer, an dessen Ende man nur bedauert, dass man irgendwie doch wieder zu Hause landen musste.
Zu diesem Konzert wird ein Familienticket angeboten. Dieses gilt für vier Personen jeden Alters und kostet € 33 pro Konzert. Sie erhalten es im Elbphilharmonie Kulturcafé.
Gewinner des junge ohren preis 2010
Euro: 14,00 ermäßigt 7,00 (inkl. Gebühren)
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte, Elbphilharmonie Kompass
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal
Termin:
So, 5.2.2012, 11:00 |


Teatime Classics: Sasha Grynyuk, Klavier
Sasha Grynyuk, Klavier
Ludwig van Beethoven: Sonate G-Dur op. 31/1
Robert Schumann: Kinderszenen op. 15
Igor Strawinsky (Bearbeitung Guido Agosti) : L' oiseau de feu »Der Feuervogel« (Suite für Klavier)
Friedrich Gulda: Play Piano Play Nr. 5
Friedrich Gulda: Play Piano Play Nr. 6
Alfred Brendel, Charles Rosen, Murray Perahia - der junge Pianist Sasha Grynyuk aus Kiew hat berühmte Fürsprecher und Lehrer. Kein Wunder, dass auch die Presse von dem jungen Pianisten aus Kiew begeistert ist. Sein Spiel besticht vor allem durch Natürlichkeit. Grynyuk packt Stücke in ihrem Kern und macht diesen voller Spannung hörbar.
Den Anfang machen mit Beethoven und Schumann zwei Großmeister der Klaviermusik. Schumanns Kinderszenen sind zarte Miniaturen, die mit melancholischem Blick in die Kindheit zurückschauen. Heute sind sie geradezu der Inbegriff der gepflegten Hausmusik.
Wenig häuslich ging es bei Friedrich Gulda zu, der die Konzertsäle einst ordentlich aufmischte – einerseits durch heute längst verziehene Ausfälligkeiten, andererseits durch seine unvergessene Präsenz als furioser Pianist. In den kleinen Stücken »Play, piano, play« zeigt sich auf schwungvolle Weise Guldas Liebe zum Jazz.
Noch weitgehend unbekannt war Igor Strawinsky, als er 1910 als Ersatzkomponist für das Ballett »Der Feuervogel« einsprang. Seine Komposition änderte das über Nacht. Die Feuervogel-Suite fasst die schönsten Stellen aus dem farbenprächtigen Märchenwerk zusammen.
Euro: 14,00 (inkl. Gebühren)
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Brahms-Foyer
Termin:
Sa, 11.2.2012, 16:00 |


The Idan Raichel Project
Sounds of Israel
Der Keyboarder und Songwriter Idan Raichel landete 2002 mit dem Debüt seines »Idan Raichel Project« unverhofft das bestverkaufte israelische Album aller Zeiten. Das »Ein-Mann-Friedensprojekt« (London Times) verbindet hebräische Texte, orientalische, afrikanische und indische Ethno-Elemente mit modernen elektronischen Grooves zu einem Sound, der den Begriff »Weltmusik« neu definiert. Oder, wie es die New York Times beschrieb: »Idan Raichel verkörpert die Vision einer multikulturellen Nation, in der die Stimmen von Alt und Jung, aus Äthiopien und dem Jemen, in Lieder von Liebe und Toleranz einstimmen. Idan Raichel vereint diese Stimmen in seiner Musik – ernsthafte Lieder, die glücklich machen.«
Euro: 35,00 / 28,00 / 21,00 / 15,00 / 10,00 / 6,00
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal
Termin:
Di, 14.2.2012, 20:00 |


Yaron Herman Trio
Jazz Piano / Sounds of Israel
Chris Tordini, bass
Tommy Crane, drums
Yaron Herman, piano
Manchmal, wenn Yaron Herman spielt, reißt es ihn buchstäblich vom Hocker. Dann geht sein Temperament mit ihm durch. Überhaupt ist es die Intensität, mit der Yaron Herman sowie Chris Tordini am Bass und Tommy Crane am Schlagzeug ihre Life-Auftritte gestalten, die in Erinnerung bleibt.
Doch nicht nur mit seiner Energie weiß das Trio zu überraschen. Stilistische Grenzen kennen die Musiker nicht. Herman, der spät zur Musik Gekommene, der mit Rock, Pop und Techno des Musikfernsehens Aufgewachsene, lebt - als Mensch wie als Musiker - eine Offenheit, die ganz selbstverständlich eigene Kompositionen, Popmusik und israelische Folklore verbindet. Von seinem Lehrer ganzheitlich - Philosophie und Mathematik in den musikalischen Unterricht einbeziehend - ausgebildet, hat Herman daraus eine eigene Methode entwickelt, die es ihm gestattet, auf kleinstem Raum beliebig mit den Traditionen des Jazz zu jonglieren. Dabei bewahrt er stets einen ausreichend kühlen Kopf, um an jedem Abend, in jedem Solo etwas Neues zu entdecken. Denn Wiederholungen liegen Yaron Herman nicht. Auch darin liegt die Besonderheit seiner Konzerte: die Beherrschtheit auf der einen und die mitreißenden Wucht auf der anderen Seite. So werden sie zu einem Ereignis, das nicht nur den Pianisten von seinem Sitz reißt.
Euro: 38,00 / 31,00 / 23,00 / 11,00 (inkl. Gebühren)
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal
Termin:
Fr, 17.2.2012, 20:00 |


Jerusalem Chamber Music
FestivalSounds of Israel
Jerusalem Chamber Music Festival
Michael Barenboim, Violine
Ori Kam, Viola
Zvi Plesser, Violoncello
Shirley Brill, Klarinette
Matan Porat, Klavier
Elena Bashkirova, Klavier und Leitung
Wolfgang Amadeus Mozart: Klaviertrio Es-Dur KV 498 »Kegelstatt-Trio«
Alban Berg: Adagio aus dem Kammerkonzert (Fassung für Violine, Klarinette und Klavier)
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett g-Moll KV 478
Wolfgang Amadeus Mozart: Thema und Variationen G-Dur KV 501 für Klavier zu vier Händen
Matan Porat: »Night Horses« für Klarinettenquartett
Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierquartett Es-Dur KV 493
Das Jerusalem Chamber Music Festival wurde 1998 von der Pianistin Elena Bashkirova ins Leben gerufen. Die besten Musiker aus aller Welt reisen seither Jahr für Jahr an, um sich gemeinsam der Kammermusik zu widmen und sich dabei von der Atmosphäre des Ortes inspirieren zu lassen. Sechs Top-Instrumentalisten aus Israel repräsentieren nun die klassische Musikszene ihres Landes.
Euro: 38,00 / 31,00 / 23,00 / 11,00
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal
Termin:
Sa, 18.2.2012, 19:30 |


Vinterfest mit Fröst
Kammermusik
Martin Fröst, Klarinette
Shai Wosner, Klavier
Apollon Musagete, Quartett
Pawel Zalejski, Violine
Bartosz Zachlod, Violine
Piotr Szumiel, Viola
Piotr Skweres, Violoncello
François-Joseph Gossec: Streichquartett A-Dur op. 15/6
Claude Debussy: Rhapsodie Nr. 1 für Klarinette und Klavier
Francis Poulenc: Sonate S 184 für Klarinette und Klavier
Johannes Brahms: Ungarische Tänze (Bearbeitung für Klarinette, Klavier und Streichquartett)
Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenquintett A-Dur KV 581 »Stadler-Quintett«
Hamburg wird sich mit dem Wetter ins Zeug legen müssen, um dem »Winterfest mit Fröst« die richtige Kulisse zu bieten. Schnee, Eis und der zugefrorene See Orla knapp 300 km nördlich von Stockholm umrahmen das Kammermusikfestival, das der Klarinettist Martin Fröst vor sechs Jahren ins Leben gerufen hat. Seitdem lädt er jährlich im Februar seine Musikerfreunde ein, zusammen mit ihm die wunderschöne Region Dalarna in ein Zentrum der internationalen Kammermusikszene zu verwandeln.
Zum Glück konnte sich der international begehrte Klarinettist dann trotz Aussicht auf braunen Schneematsch und so gar nicht zugefrorener Elbe dazu entschließen, mit Shai Wosner und dem Apollon Musagete Quartett einen der Erfolge des Festivals auch in Hamburg zu präsentieren.
Das Programm des Abends spiegelt die Extravaganz des »Winterfests« wider. Das Quartett des französischen Mittlers zwischen Barock und Klassik François-Joseph Gossec findet man ebenso selten auf Kammermusikprogrammen wie die Werke der beiden Landsmänner Debussy und Poulenc. Mozarts »Stadler-Quintett« ist da natürlich geläufiger. Aber man darf sich darauf verlassen, dass die Interpretation von Martin Fröst und dem Apollon Musagete Quartett einige ungehörte Aspekte dieses vielschichtigen Werks aufdeckt.
Euro: 38,00 / 31,00 / 23,00 / 11,00 (inkl. Gebühren)
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal
Termin:
Mi, 22.2.2012, 20:00 |


Teatime Classics: Antje Thiele | Dominic Chamot
Antje Thiele. Querflöte
Dominic Chamot, Klavier
Henri Dutilleux: Sonatine
Carl Philipp Emanuel Bach: Sonate a-Moll Wq 132 für Flöte solo
Frédéric Chopin: Polonaise-Fantaisie As-Dur op. 61
Sergej Prokofjew: Toccata d-Moll op. 11
Franz Schubert: Introduktion und Variationen über »Trockne Blumen« e-Moll D 802 für Flöte und Klavier
Spätestens mit der Aufnahme ins Bundesjugendorchester 2010 hat Antje Thiele sich offiziell ihren Platz unter den hoffnungsvollsten Nachwuchsmusikern des Landes erspielt. Für aufmerksame Beobachter des Bundeswettbewerbs Jugend Musiziert keine große Überraschung mehr. Sie kannten die 1993 geborene Querflötistin schließlich längst als erfolgreichen Dauergast. Und als Musikerin aus Leidenschaft, was auch für den noch zwei Jahre jüngere Dominic Chamot gilt. Das Klavierspiel brachte er sich zunächst selbst bei; später verfeinerte er seine Fähigkeiten am Pre-College Cologne.
Das Programm der beiden jungen Musiker umspannt drei Jahrhunderte und fünf europäische Länder. Von einem wehmütigen Blick zurück handelt Schuberts Introduktion und Variationen über »Trockne Blumen« aus der »Schönen Müllerin«. Der Müller betrachtet die vertrockneten Blumen, die ihm seine ehemalige Geliebte einst gab. Der 1916 geborene französische Komponist Henri Dutilleux gilt als Erneuerer der lyrischen Formen in der Nachkriegszeit. Die musikalische Herkunft von Ravel und Debussy ist in seiner frühen Sonatine von 1940 noch deutlich zu hören.
Euro: 14,00 (inkl. Gebühren)
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
Gefördert durch die Cyril & Jutta A. Palmer Stiftung
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Brahms-Foyer
Termin:
Sa, 17.3.2012, 16:00 |


Jazz Piano: Jason Moran solo
Jason Moran, piano
Jason Moran ist neugierig. Was er als Mensch spannend findet, verwendet er auch in seiner Musik. Neben den gleichermaßen unvermeidlichen wie von ihm hochverehrten Vorbildern (ganz oben: Thelonious Monk) nennt er mit größter Selbstverständlichkeit Musik von klassischen Komponisten wie Ravel und Schumann oder Songs von Björk und Public Enemy. Neugierig machen können ihn aber auch Filmemacher oder Architekten, aber vor allem Maler wie Schiele, Basquiat und Rauschenberg.
Was er jedoch am spannendsten findest, ist Rhythmus. Rhythmische Figuren, die, wie Samples im Rap, beständig wiederholt werden, bilden oft die Grundlage seiner Kompositionen. Ganz anders seine Melodien und Improvisationen: die rhythmische Transformation, das »Kreieren von etwas Neuem«, die eine Überraschung beschert – darunter macht es Moran nicht. Er selber sagt darüber: »Ich halte meine Musik für einfach. Manche Leute verstehen sie als sehr intellektuell, ich selbst halte sie jedoch für den banalen Ausdruck dessen, der ich bin.« Neugierig eben.
Euro: 38,00 / 31,00 / 23,00 / 11,00 (inkl. Gebühren)
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
In Kooperation mit Karsten Jahnke Konzertdirektion. Mit Unterstützung der Hamburger Volksbank.
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal
Termin:
So, 18.3.2012, 20:00 |


Belcea Quartet: Das Beethoven-Projekt
Beethoven IV
Belcea Quartet
Corina Belcea, Violine
Axel Schacher, Violine
Krzysztof Chorzelski, Viola
Antoine Lederlin, Violoncello
Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op. 18/1
Ludwig van Beethoven: Streichquartett C-Dur op. 59/3
Ludwig van Beethoven: Streichquartett a-Moll op. 132
»Das muss man öfter hören« war die einhellige Meinung der Kritiker zu allen drei Werken, die das Belcea Quartet am vierten Abend ihrer sechsteiligen Gesamtaufführung aller Beethoven-Quartette spielt. Hört man da nun volle Begeisterung oder allgemeine Verunsicherung heraus? Ganz gewiss beides!
Bereits das Eröffnungswerk des Abends, das entgegen seiner Nummerierung nicht das erste, sondern laut der erhaltenen Skizzen vermutlich das dritte von Beethoven komponierte Quartett ist, stieß an die Grenzen der damaligen Konventionen. Es forderte sowohl Hörer als auch Spieler heraus, war »schwer auszuführen und keineswegs populair«, wie die Allgemeine Musikalische Zeitung nach einer Testaufführung im privaten Kreis schrieb.
Ebenso verhielt es sich mit dem Quartett op. 59/3, das »jeden gebildeten Musikfreund gewinnen« müsse. Schon die langsame Einleitung, die jedem verminderten Septakkord einen weiteren unaufgelösten Akkord folgen lässt, brach mit den Hörgewohnheiten des Publikums.
Als »ungewöhnlich, überraschend und originell, aber auch fremdartig« bezeichnete die Allgemeine Musikalische Zeitung schließlich das Quartett op. 132. Ungewöhnliche Tonartkonstellationen und die krassen Erweiterungen der gängigen Formen wie etwa des Sonatenhauptsatzes überforderten und faszinierten die Kritiker gleichermaßen.
Die Musiker des Belcea Quartet zeigen an diesem Abend, wie Beethoven seine eigenen Errungenschaften in der Komposition von Quartetten immer neu übertroffen und damit sein Publikum wieder und wieder verblüfft hat.
Euro: 38,00 / 31,00 / 23,00 / 11,00 (inkl. Gebühren)
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
In Kooperation mit der Hamburgischen Vereinigung von Freunden der Kammermusik
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal
Termin:
Mo, 19.3.2012, 20:00 |


City of Birmingham Symphony Orchestra | Anna Vinnitskaya | Andris Nelsons
Nordic Concerts
City of Birmingham Symphony Orchestra
Anna Vinnitskaya, Klavier
Andris Nelsons, Dirigent
Benjamin Britten: Four Sea Interludes op. 33a (Peter Grimes)
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Jean Sibelius: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 43
Seine Debüts mit den bedeutenden Sinfonieorchestern der Welt hat Andris Nelsons bereits hinter sich – und das schon mit 32 Jahren. Demnach kennt er vermutlich auch das Passwort, das man flüstern muss, um in den Club der jungen, aufstrebenden Dirigenten eingelassen zu werden. Dort trifft er sich dann mit Yannick Nézet-Séguin, Gustavo Dudamel oder Daniel Harding auf ein Bier und plant die nächsten großen Coups der internationalen Konzertszene. Na gut. Ganz so wird es vermutlich nicht sein, dafür sind all diese jungen Dirigenten zu unterschiedlich in ihrem Charakter und in ihren musikalischen Schwerpunkten. Aber genau diese Ungleichheiten sind die Stärken der Truppe. Da wird nicht argwöhnisch der Konkurrent beäugt – es gibt einfach keine Konkurrenz. Alle ziehen an einem Strang, der da heißt: Zeigen, dass die Zeit der großen Maestros keineswegs vorbei ist. Man darf sich also auf ungehörte, aber nicht weniger meisterhafte Interpretationen dieses jungen Letten freuen.
Euro: 75,00 / 65,00 / 53,00 / 39,00 / 18,00 / 10,00 (inkl. Gebühren)
Mit freundlicher Unterstützung der Haspa
Mit Unterstützung von Union Investment
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal
Termin:
Mi, 21.3.2012, 20:00 |


Die Orgel der Laeiszhalle: László Fassang
László Fassang, Orgel
Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge F-Dur BWV 540
Robert Schumann: Sechs Fugen über den Namen Bach op. 60
György Ligeti: Volumina
Johann Sebastian Bach: Erbarm dich mein, o Herre Gott BWV 721
László Fassang: Improvisationen
György Ligetis »Volumina« hat bereits mehrere Orgeln auf dem Gewissen. Schon die geplante Uraufführung in Göteborg scheiterte, weil die Sicherungen der Orgel den Klanggewalten nicht gewachsen waren. Um ein Haar wäre es zum Brand gekommen. Der Orgel der Laeiszhalle steht also eine besondere Bewährungsprobe bevor.
Bei dem ungarischen Organisten Laszlo Fassang ist sie dabei aber in guten Händen. Fassang hat großes Gespür für die technischen Möglichkeiten und Klangfarben einer Orgel. Das Ausdrucksspektrum eines Instruments kostet er insbesondere im freien Improvisieren aus, das seine besondere Spezialität ist. Gerne geht er dieser Leidenschaft auch mit Musikern aus anderen Genres, beispielsweise dem Jazz, nach.
Natürlich beherrscht Fassang auch das Pflichtprogramm eines klassischen Organisten. Die Toccata und Fuge F-Dur gilt als Paradestück von Bachs Kompositionen aus diesem Genre. Die virtuose Stimmführung – insbesondere im Fußpedal! – verlangen dem Interpreten sein ganzes Können ab. Mit Bachs Werk hat sich auch Robert Schumann ausführlich auseinandergesetzt. Am deutlichsten wird dieser Einfluss in Schumanns einzigem Orgelwerk. Die sechs Fugen über den Namen Bach drehen sich ganz um die Tonfolge B-A-C-H.
Euro: 18,00 (inkl. Gebühren)
Veranstalter: Elbphilharmonie Konzerte
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Großer Saal
Termin:
Mo, 26.3.2012, 20:00 |


Rising Stars präsentiert von L'Auditori de Barcelona:
Sílvia Pérez Cruz | Ravid Goldschmidt
Llama
Sílvia Pérez Cruz, vocals
Ravid Goldschmidt, Hang
»Llama« Ein Folk-Fado-Flamenco-Abend
Den Jakobsweg wollte er gehen, unbedingt. Für diese persönliche Erfahrung reiste der aus einem israelischen Kibbuz stammende Ravid Goldschmidt nach Spanien. Auf der Rückreise blieb er in Barcelona hängen. Dort begann seine internationale Karriere als Musiker – zunächst als Straßenmusiker, immer öfter dann in Konzertsälen.
Hier wie dort sorgt schon Goldschmidts Instrument für Aufsehen. Das Hang erinnert mit seinem kuppelförmigen Stahlkörper optisch an einen Kreisel oder ein Ufo. Auf der Oberfläche sind acht pentatonisch gestimmte Klangfelder um einen zentralen Basston angeordnet. Der Klang des Hangs ähnelt dem von Saiteninstrumenten, wobei die Töne weicher klingen und sphärisch ineinander über fließen.
Silvia Perez Cruz ist Sängerin und Saxophonistin. Sie spielt regelmäßig in verschiedenen Jazz- und Flamenco-Gruppen. Als die Sängerin und Goldschmidt sich begegneten, erkannten beide sofort ihre musikalische Verwandtschaft. Absprachen sind da so gut wie überflüssig. Die Stücke aus »Llama«, was Flamme oder Feuer bedeutet, entstanden ganz spontan im Tonstudio.
Euro: 23,00 / 18,00 / 13,00 / 8,00 (inkl. Gebühren)
Mit Unterstützung von Gebr. Heinemann In Kooperation mit der ECHO - European Concert Hall Organisation Mit Unterstützung der Europäischen Kommission
Ort:
Laeiszhalle Hamburg / Kleiner Saal
Termin:
Di, 27.3.2012, 20:00 |


HamburgMusik GmbH
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Johannes-Brahms-Platz
D-20355 Hamburg
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