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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen.

Kontakt

Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 4
D-20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

 

HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Platz der Deutschen Einheit 4
D 20457 Hamburg

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Konzert

Trio con Brio Copenhagen

Haydn / Ravel / Beethoven

Trio con Brio Copenhagen:
Soo-Jin Hong, Violine
Soo-Kyung Hong, Violoncello
Jens Elvekjaer, Klavier


Joseph Haydn: Klaviertrio E-Dur Hob. XV/28
Maurice Ravel: Klaviertrio a-Moll
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio B-Dur op. 97 »Erzherzog-Trio«

Das Trio con Brio Copenhagen macht seinem Namen (con Brio = mit Feuer) alle Ehre: Die drei Musiker sind für ihre sprudelnde Spielfreude, ihre mitreißende Energie und ihr perfektes Zusammenspiel bekannt. Das 2002 gegründete Ensemble hat heute seinen festen Platz in der jungen, pulsierenden Musikszene Skandinaviens und tourt mit zahlreichen internationalen Preisen im Gepäck durch die großen Konzertsäle der Welt. Sein Debüt in der Elbphilharmonie gibt es unter anderem mit dem »Erzherzogtrio«, das Ludwig van Beethoven seinem Klavierschüler und Freund Erzherzog Rudolph von Österreich widmete.

Beethovens Komposition überrascht mit seinem außerordentlich lyrischen, gesanglichen Charakter und wurde von den Kritikern damals als zukunftsweisendes Werk gelobt. Für Beethovens Leben stellte es jedoch einen Schlusspunkt dar: Bei der Uraufführung 1814 in Wien spielte er selbst Klavier. Seine fortschreitende Taubheit machte sich dabei bereits stark bemerkbar. Es sollte Beethovens letzter öffentlicher Auftritt als Pianist sein.

In aufgewühlten Zeiten entstand auch Maurice Ravels einziges Klaviertrio. Er schrieb es 1914, während die Sturmglocken den Beginn des Ersten Weltkriegs ankündigten. Trotz seiner Verzweiflung erschuf er eine heiter und gelöst klingende Musik und kreierte darin die buntesten, zartesten und exotischsten Klänge, die ein Klaviertrio bis dahin erfahren haben dürfte.
Konzert

Laura Alonso Padín / Manuel Valencia

"La voix humaine"

Laura Alonso Padín, Sopran
Manuel Valencia, Klavier


Francis Poulenc: La voix humaine / Tragédie lyrique in einem Akt FP 171

»La voix humaine« ist ein Paradebeispiel für eine einaktige Oper, die sich nicht zuletzt wegen ihres geringen Aufwands leicht umsetzen lässt – allein eine Sopranistin und ein Pianist stehen auf der Bühne. Die Herausforderungen für die Sängerin sind neben den musikalischen Anforderungen die ungeheuren emotionalen Schwankungen, die große darstellerische Leistungen erfordern. Die spanische Sopranistin Laura Alonso Padín meistert diese Herausforderungen bestens. An ihrer Seite spielt der ebenfalls spanische Pianist Manuel Valencia.

Zum Inhalt der Oper: Eine Frau ist von ihrem Partner verlassen worden. Aus den Gesprächsfetzen der immer wieder unterbrochenen Telefonate mit ihm entsteht das Bild einer zerrütteten Beziehung, ihrer Strukturen und Empfindlichkeiten. Der Zuhörer erlebt den verzweifelten Versuch der Frau, das Geschehene am Telefon rückgängig zu machen.

Die Besonderheiten des Mediums Telefon nutzend, versucht sie zunächst ihrem Gegenüber etwas vorzumachen. Ihre gespielte Stärke und Geschäftigkeit sind genauso Versuche, ihn zurückzugewinnen, wie die nach und nach sichtbare Angst, ihre Verzweiflung oder die beschwörenden Erinnerungen an die angeblich glückliche gemeinsame Vergangenheit. Doch weder ihre Versuche, sich verständnisvoll zu zeigen, noch die Schilderung ihres Selbstmordversuchs fruchten. So erfährt sie die Grenzen der eingeschränkten Kommunikation per Draht.
Konzert

Saleem Ashkar

Pianomania

Saleem Ashkar, Klavier

Johann Sebastian Bach: Präludium zur Englische Suite Nr. 2 a-Moll BWV 807
Präludium (Ouverture) aus Partita Nr. 4 D-Dur BWV 828
Präludium und Fuge C-Dur BWV 846 / Das wohltemperierte Klavier, Band I
Präludium und Fuge F-Dur BWV 856 / Das wohltemperierte Klavier, Band I
Präludium und Fuge d-Moll BWV 875 / Das wohltemperierte Klavier, Band II
Präludium und Fuge fis-Moll BWV 883 / Das wohltemperierte Klavier, Band II
Präludium und Fuge G-Dur BWV 884 / Das wohltemperierte Klavier, Band II
Präludium und Fuge g-Moll BWV 885 / Das wohltemperierte Klavier, Band II

Olivier Messiaen: La colombe / Préludes
Chant d'extase dans un paysage triste / Préludes
Les sons impalpables du réve / Préludes
Un reflet dans le vent / Préludes
Claude Debussy: Douze Préludes / 1. Buch

Durch seine Aufführung sämtlicher Beethoven-Klaviersonaten erregte Saleem Ashkar 2016 internationale Aufmerksamkeit. Der palästinensische Pianist wurde in Nazareth geboren und gab mit 22 Jahren sein Debüt in der New Yorker Carnegie Hall. Zuvor war er von Stardirigent Zubin Mehta entdeckt worden, Daniel Barenboim, unter dessen Dirigat er regelmäßig auftritt, fördert ihn bis heute. Das Programm seines »Pianomania«-Recitals stellt barocke Präludien aus verschiedenen Werken von Johann Sebastian Bach – dem »Urvater« aller Präludien – den impressionistischen Klangwelten von Claude Debussy und Olivier Messiaen gegenüber.
Konzert

Claron McFadden / Alexander Melnikov

NDR das neue werk

Alexander Melnikov, Klavier
Claron McFadden, Sopran


Sergej Prokofjew: Fünf Lieder ohne Worte op. 35
John Cage: Aria
Luciano Berio: Sequenza III
Cathy Berberian: Stripsody
Oliver Knussen: Whitman Settings op. 25
Alfred Schnittke: Improvisation and Fugue
Erwin Schulhoff: Sonata erotica
George Crumb: Apparition

Die Sopranistin Claron McFadden und der Pianist Alexander Melnikovs hinterfragen in ihrem eigens für die Elbphilharmonie entworfenen Konzertprogramm die gefestigten Vorstellungen eines Liederabends – ein unterhaltsames Programm mit Musiklinien aus der jüngeren Vergangenheit, das auf allen Ebenen überrascht.

Als McFadden und Melnikov ihre ersten gemeinsamen Konzerte gaben, kam ihnen bald der Gedanke, dass gern gehörte Lieder von Debussy, Schumann oder Rachmaninow natürlich wunderbar, aber irgendwie auch nicht alles sind. Und so überzeugten sie sich gegenseitig, eine gemeinsame Expedition in das riesige und manchmal etwas unwegsame Gelände zu unternehmen, das mitunter leicht unscharf als »das zeitgenössische Lied« bezeichnet wird.

Auf der Suche nach Repertoire bildete sich allmählich eine musikalische Linie heraus, die sich weit abseits vom oft ernst daherkommenden Kunstlied bewegte. Luciano Berios wunderbar gearbeitete »Sequenza« und George Crumbs »Apparition« eröffnen bereits die Sphäre eines nicht völlig ernsten Experiments, an das auch Oliver Knussen anschließt.

Cathy Berberians Vokal-Solostück »Stripsody« und Erwin Schulhoffs »Sonata erotica« haben ebenfalls seit ihrer Entstehung an Unmittelbarkeit, Komik und Schockwirkung nichts eingebüßt. Es gibt eben Werke, die allein deswegen seltener gegeben werden, weil manchen Interpreten die nötige Portion Mut fehlt. Dies ist hier keineswegs der Fall.
Konzert

Vadim Repin / Sergei Nakariakov / Maria Meerovitch

Schumann / Grieg / Brahms

Vadim Repin, Violine
Sergei Nakariakov, Trompete
Maria Meerovitch, Klavier


Robert Schumann: Adagio und Allegro op. 70 für Horn und Klavier
Drei Fantasiestücke op. 73 für Flügelhorn und Klavier
Arabeske C-Dur op. 18
Edvard Grieg: Sonate Nr. 3 c-Moll op. 45 für Violine und Klavier
Johannes Brahms: Trio Es-Dur op. 40 für Violine, Horn und Klavier

Den Trompeter Sergei Nakariakov und den Violinisten Vadim Repin vereint vieles: Beide stammen aus Russland und hatten früh ihren Durchbruch als Musiker. Aber vor allem werden sie heute für ihre Virtuosität gefeiert. Während die beiden Musiker bereits ihr Debüt in der Elbphilharmonie hatten, steht die Dritte im Bunde zum ersten Mal auf der Bühne des Großen Saales: Die Pianistin Maria Meerovitch stammt ebenfalls aus Russland und ist weltweit als Solistin, aber auch kammermusikalische Partnerin gefragt – wie an diesem Abend.

Die klassische »Schuhkarton«-Form des Kleinen Saales bringt Kammermusik bestens zur Geltung, aber auch der Große Saal kann einiges in Sachen kleine Besetzung: Seine Akustik destilliert auch noch die leisesten Töne und feinsten Nuancen aus der Musik. Das durchweg romantische Programm von Schumann über Grieg bis hin zu Brahms erklingt hier also wie unter der musikalischen Lupe.

Schumanns »Fantasiestücke« werden heute wegen ihrer schlichten Form als ein Rückzug des Komponisten in die biedermeierliche Idylle gedeutet. Zum Hintergrund: Schumann schrieb die kurzen Stücke für Klarinette und Klavier während seiner Zeit in Dresden, wo es 1848/49 Unruhen und Aufstände gab. Das »Adagio und Allegro« entstand zur selben Zeit und war in der Originalfassung für Klavier und Horn eine Neuheit: Das moderne Horn setzte sich erst Ende des 19. Jahrhunderts durch und Schumanns Werk war die erste romantische Komposition für das Instrument.

Das Konzert bietet außerdem eine seltene Gelegenheit, Griegs Dritte Sonate zu hören. Sie zählt zusammen mit Johannes Brahms‘ Sonaten zu den wichtigsten Werken des 19. Jahrhunderts – und fand sogar in Thomas Manns Roman »Doktor Faustus« Erwähnung.

Der Einfall zum Eingangsmotiv seines Trios kam Brahms bei einem seiner ausgiebigen Spaziergänge. Die ersten Töne wirken noch unscheinbar, während sich die Melodik im Verlauf immer mehr wie die Natur in voller Pracht entfaltet. Diese Naturverbundenheit spiegelt sich auch im Klang des Horns wider, das seinen Ursprung in der Jagd hat. Für diesen Spaziergang bündeln Vadim Repin, Sergei Nakariakov und Maria Meerovitch noch einmal ihre Kräfte und schaffen einen runden Abschluss des Abends.
Konzert

Steve Davislim / Malcolm Martineau

Liederabend

Steve Davislim, Tenor
Malcolm Martineau, Klavier


Franz Schubert: An Silvia D 891
Der Wanderer an den Mond D 870
An Mignon D 161
Im Frühling D 882
Der Musensohn D 764
Johannes Brahms: Von ewiger Liebe op. 43/1
Lerchengesang op. 70/2
Sonntag op. 47/3
Dein blaues Auge op. 59/8
Verzagen op. 72/4
Feldeinsamkeit op. 86/2
Heimweh II op. 63/8 »O wüßt' ich doch den Weg zurück«
Ständchen op. 106/1 »Der Mond steht über dem Berge«
Hugo Wolf: Er ist's / Mörike-Lieder Nr. 6
Verschwiegene Liebe / Eichendorff-Lieder Nr. 3
Zum neuen Jahr / Mörike-Lieder Nr. 27
Verborgenheit / Mörike-Lieder Nr. 12
Der Feuerreiter / Mörike-Lieder Nr. 44
Richard Strauss: Traum durch die Dämmerung op. 29/1
Allerseelen op. 10/8 / Acht Lieder aus Letzte Blätter
Ruhe, meine Seele op. 27/1
Ständchen op. 17/2
Ich trage meine Minne op. 32/1
Morgen op. 27/4
Freundliche Vision op. 48/1
Zueignung op. 10/1 / Acht Lieder aus Letzte Blätter

Ob an der New Yorker Metropolitan Opera, der Mailänder Scala oder am Züricher Opernhaus – Steve Davislim begeistert schon lange auf den besten Opernbühnen dieser Welt. Die Stimme des australischen Tenors besitzt zudem das ideale Timbre, um auch in einem intimen Rahmen wie dem Liederabend zu begeistern. Aus der Feder von Franz Schubert, Johannes Brahms, Hugo Wolf und Richard Strauss stammen die romantisch dahinschwebenden Sehnsuchtsmelodien, die Davislim nun gemeinsam mit seinem berühmten Klavierpartner Malcolm Martineau zu einem handverlesenen Liedpanorama zusammengestellt hat.
Konzert

Alexander Lubyantsev / Klavierabend

Bach / Beethoven / Ravel / Chopin

Alexander Lubyantsev, Klavier

Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge As-Dur BWV 862 / Das wohltemperierte Klavier, Band I
Ludwig van Beethoven: Sonate f-Moll op. 2/1
Maurice Ravel: Gaspard de la nuit / Drei Gedichte für Klavier nach Aloysius Bertrand
Franz Liszt: Der Tanz in der Dorfschenke / Mephisto-Walzer Nr. 1 S 514
Frédéric Chopin: Sonate h-Moll op. 58

Beim legendären Tschaikowsky-Klavierwettbewerb in Moskau war Alexander Lubyantsev 2011 der absolute Publikumsliebling. Die Jury verlieh ihm den damals erstmals eingeführten Sonderpreis der Moskauer Musikkritikervereinigung. Schon vorher hatte er beim Sydney-Klavierwettbewerb 2004 und beim Tschaikowsky-Wettbewerb 2007 für Aufsehen gesorgt. Heute zählt der 32-jährige russische Pianist, den eine enge Zusammenarbeit mit dem renommierten Mariinsky Theater verbindet, zu den vielversprechendsten seiner Generation.
Konzert

A Tribute to Billie Holiday

Lucia Cadotsch Speak Low:
Lucia Cadotsch, voice
Otis Sandsjö, tenor saxophone
Petter Eldh, bass
Vesna Pisarović Petit Standard:
Vesna Pisarović, vocals
Henning Sievers, bass
John Betsch, drums


Billie Holiday war einer der größten Jazzsängerinnen des 20. Jahrhunderts, wenn nicht eine der größten überhaupt. Timbre und Emotionalität ihrer Stimme sind bis heute einzigartig. Wie Verzweiflung schmeckt, dass wusste sie sehr genau: Armut, Gewalt und Rassismus prägten das sehr kurze mythenumrankte Leben der afroamerikanischen Sängerin. Mit Songs wie »Strange Fruit« über die Lynchjustiz in den amerikanischen Südstaaten schrieb sie 1939 Jazzgeschichte. Das Magazin »Time« kürte ihn 1999 zum »Song des Jahrhunderts«. »Man hat mir gesagt, dass niemand das Wort Hunger so singt wie ich. Genauso das Wort Liebe. Vielleicht liegt das daran, dass ich weiß, was diese Worte bedeuten. Alles, was ich bin und was ich vom Leben will, sagen diese beiden Wörter.« So fasste es Holiday einmal selbst zusammen. Die jungen Sängerinnen Lucia Cadotsch und Vesna Pisarović widmen dieser großen Sängerin nun einen Abend im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.
Konzert

Florian Heinisch / Klavierabend

Beethoven – "An die unsterbliche Geliebte"

Florian Heinisch, Klavier

Ludwig van Beethoven: Sonate E-Dur op. 14/1
Sechs Variationen G-Dur über »Nel cor più no mi sento« WoO 70
Sechs Bagatellen op. 126
Andante favori F-Dur WoO 57
Sonate B-Dur op. 106 »Hammerklaviersonate«

Bundesweite Beachtung erlangte Florian Heinisch erstmalig 2016: Unter dem Titel »Das ungespielte Konzert« widmete er ein ganzes Konzertprogramm dem begnadeten Pianisten Karlrobert Kreiten, der während des Zweiten Weltkrieges der Gestapo zum Opfer fiel. Es war ein erstes künstlerisches Ausrufezeichen, das ihn bis ins Concertgebouw nach Amsterdam führte. Für sein Konzertdebüt im Kleinen Saal der Elbphilharmonie hat der in Hamburg lebende Pianist ein reines Beethoven-Programm zusammengestellt.

»An die unsterbliche Geliebte« bezieht sich auf ein Zitat Beethovens in einem leidenschaftlichen Liebesbrief, der nach seinem Tod gefunden wurde. An wen und wann der Brief geschrieben wurde, ist nicht sicher überliefert. Es könnte sich bei der »unsterblichen Geliebten« allerdings um Josephine von Brunswick handeln – der Beethoven auch sein »Andante favori« widmete.
Konzert

Christophe Sirodeau / Klavierabend

"Mosaik"

Christophe Sirodeau, Klavier

Alban Berg: Sonate h-Moll op. 1
Karol Szymanowski: 9 Préludes op. 1
Johannes Brahms: Drei Intermezzi op. 117
Vitězslava Kaprálová: 4 April-Preludes op. 13
Georges Catoire: Chants du Crépuscule op. 24
Frank Bridge: The Hour Glass
Karol Szymanowski: Wyspa syren / L'Ile des Sirènes aus Metopy »Métopes« / Drei Stücke für Klavier op. 29
Alexander Nikolajewitsch Skrjabin: Poème-Nocturne op. 61
Claude Debussy: Cloches à travers les feuilles / Images, Band 2
L'isle joyeuse

Dem Pariser Pianisten Christophe Sirodeau ist der Spagat gelungen, ebenso als gefragter Instrumentalist sowie auch als Komponist internationales Ansehen erlangt zu haben. Seine Faszination für neue Klänge hat er als Pianist ebenfalls in mittlerweile 89 Uraufführungen bewiesen. Mit seinem erlesenen neuen Programm »Mosaik« gastiert Christophe Sirodeau nun im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.
Konzert

Houria Aïchi

Festival "Lux aeterna"

Houria Aïchi, Gesang
Mohamed Abdennour, Mandoline
Ali Bensadoun, Flöte
Adhil Mirghani, Schlagwerk


Spirituelle Musik aus Algerien

Aufgewachsen in einer zerklüfteten Bergregion Algeriens am Übergang zur Sahara, kam Houria Aïchi schon früh mit den Sakralgesängen der dort ansässigen Ethnien in Kontakt. Wenn die Frauen sich zum Singen im Hof versammelten, setzte Aïchi sich dazu und sog ihre Gesänge auf. Diese Musik bringt die Sängerin nun auf die internationalen Bühnen. Dabei schaut sie respektvoll auf die jahrhundertealten Traditionen, zugleich aber auch mit aufmerksamem (weiblichen) Blick in die Zukunft.

Ihr aktuelles Album »Chants mystiques d’Algérie« ist eine Sammlung islamischer Gesänge der einfachen Menschen auf dem Land. Die Texte stammen nicht aus dem Koran, sondern wurden von anonymen Autoren in Dörfern und Sufi-Bruderschaften geschrieben und über Jahrhunderte mündlich überliefert. Im Gegensatz zu den streng festgelegten Gesängen, mit denen etwa der Muezzin zum Gebet ruft, sind es Gesänge des Alltags, von Festen, Hochzeiten oder Begräbnissen. »Sie sind Ausdruck eines tiefen Glaubens«, sagt Aïchi, »ich möchte mich auf ihren mystischen Aspekt konzentrieren, sie in ihrer einfachen Form vorstellen.« Für sie bedeutet dieses Projekt eine Rückkehr zu ihren ersten musikalischen Gemeinschaftserfahrungen. Doch sie begreift es auch als Hommage an die Frauen Algeriens und als Ode an die Freiheit.
Konzert

Rumi - Silence is the Language of God

Festival "Lux aeterna"

Almut Kühne, Gesang
Jansen Folkers, Violine
Jana Mishenina, Violine
Justin Caullay, Viola
Brice Catherin, Violoncello
Oli Gutzeit, Altsaxofon
Yannick Barmann, Trompete
Sebastian Gille, Tenorsaxofon, Altklarinette
Olivier Stritt, Marimba
David Grabowski, Gitarre
Béla Meinberg, Klavier
Oliver Potratz, Kontrabass
Ivars Arutyunyan, Schlagzeug
Christophe Schweizer, Leitung und Posaune


Dschalāl ad-Dīn Muhammad ar-Rūmī – kurz Rumi – ist heute der weltweit bekannteste Sufi-Mystiker. Die Lehre, die er im 13. Jahrhundert entwickelte, basiert darauf, dass er die Liebe als die Hauptkraft des Universums ansah. Gott durch Liebe näher zu kommen, ist für ihn der Weg zur wahren Erfüllung im Leben. Seine Gedanken hat er meisterlich in Poesie gefasst, die die Jahrhunderte überdauert hat und noch heute Menschen beeinflusst. Wie den Jazzmusiker Christophe Schweizer: Für das Festival »Lux aeterna« hat er zu einer Auswahl von Rumis Texten eine außergewöhnliche Musik komponiert. Gemeinsam mit der Berliner Stimmkünstlerin Almut Kühne und einem Solistenensemble ist Schweizer im Kleinen Saal der Elbphilharmonie zu erleben.
Konzert

Silver-Garburg Piano Duo

"Illumination"

Silver-Garburg Piano Duo Klavierduo
Sivan Silver, Klavier
Gil Garburg, Klavier


Franz Liszt: Sonate h-Moll S 178 / Bearbeitung für zwei Klaviere von Camille Saint-Saëns
Johannes Brahms: Neun Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56b / für zwei Klaviere
Robert Schumann: Studien für den Pedal-Flügel / Sechs Stücke in kanonischer Form op. 56 / Bearbeitung für zwei Klaviere von Claude Debussy
Camille Saint-Saëns: Introduction et Rondo capriccioso a-Moll op. 28 / Bearbeitung für zwei Klaviere von Claude Debussy

In der hohen Kunst des Duospiels auf ein oder zwei Flügeln setzen Sivan Silver und ihr Partner Gil Garburg neue Maßstäbe: In Hamburg präsentiert das Klavierduo das Programm ihres neuen Albums »Illumination«. Darauf vereinen die beiden Musiker Werke der Komponisten Liszt, Schumann und Saint-Säens in brillanten Arrangements von Saint-Säens und Debussy. Durch die Interpretation der Bearbeitungen machen Silver und Garburg neue und ungehörte Facetten der Originalwerke erfahrbar. Das mehrfach ausgezeichnete Duo entfaltet atemberaubende Virtuosität und klangliche Vielfalt im phänomenalen Zusammenspiel. Vier Hände, zwei Musiker, eine Seele – Harmonie in höchster Vollendung.

Publikum und Kritiker feiern das Klavierduo, hochkarätige Orchester, Festivals und Veranstalter laden es immer wieder erneut als Gäste ein. Silver und Garburg sind in der Carnegie Hall und im Lincoln Center, im Wiener Musikverein, im Salzburger Großes Festspielhaus, im Sydney Opera House und in der Berliner Philharmonie aufgetreten. Außerdem haben sie in rund 70 Ländern auf fünf Kontinenten konzertiert und spielen regelmäßig mit Orchestern wie dem Israel Philharmonic Orchestra, den Sankt Petersburger Philharmonikern, dem Melbourne Symphony Orchestra und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.
Konzert

Decoder Ensemble / Sarah Nemtsov

Unterdeck

ecoder Ensemble

Sarah Nemtsov

Die 1980 geborene Komponistin Sarah Nemtsov besticht durch ihre sensibel ausgehorchten Setups, in denen sie ihre durchaus komplexe Musik fernab bekannter Interpretationsmuster erklingen lässt. Inhaltlich beschäftigt sich Nemtsov mit existentiellen Fragen des Daseins und extremen Lebenserfahrungen. Mit dem Decoder Ensemble begibt sich die Komponistin auf die Suche nach adäquaten Formen, die menschliche Schicksale in Klang abbilden können.
Konzert

Steven Osborne / "Vingt regards"

Festival "Lux aeterna" / Klavierabend

Steven Osborne, Klavier

Olivier Messiaen: Vingt regards sur l'Enfant Jésus

Keine geringere als die Witwe Messiaens lud den Pianisten Steven Osborne, nachdem sie eine seiner Aufführungen gehört hatte, zum intensiven Studium des musikalischen Erbes ihres Mannes nach Paris ein. Dorthin, wo Messian 1944 im Umfeld ständiger Besatzungskämpfe allem Unheil zum Trotz die Strahlkraft der Liebe und des Glaubens in dem Zyklus »Vingt regards sur l'Enfant Jésus« vertonte. Im Rahmen des Festivals »Lux aeterna« bietet Steven Osborne nun die seltene Gelegenheit, diese sphärische Schöpfung in Gänze zu erleben.

Die 20 musikalischen Meditationen gelten bis heute als Meisterwerk der Klavierliteratur des 20. Jahrhunderts. Osborne spielte das Werk bereits auf CD ein und wurde für dessen Darbietungen international gerühmt. Als Virtuose und Messiaen-Matador schafft er eine einzigartige interpretatorische Tiefe: »eine ideale Kombination von Spiritualität und transzendenter Virtuosität« (BBC).
Puppentheater

"Bestie Mensch"

Figurentheater mit Livemusik nach Émile Zolas Roman »La bête humaine«

Die Crossover-Formation Bühne Cipolla verwandelt Émile Zolas berühmte Novelle »La bête humaine« in ein expressives und poetisches Figurentheater für Erwachsene: »Bestie Mensch«. Während der Schauspieler Sebastian Kautz seinen Puppen Leben einhaucht, untermalt Cellist Gero John die Aufführung mit Livemusik.

Der große französische Schriftsteller Émile Zola beschreibt in seinem 1890 erschienenen Kriminalroman »La bête humaine« in seiner aufrüttelnden, bildgewaltigen Sprache ein beklemmend aktuelles Phänomen: den Mangel an Empathie und die zunehmende soziale Kälte in der Gesellschaft.

Der Eisenbahner Roubaud, seine Frau Severine und deren Geliebter Jacques Lantier geraten bei ihrem verzweifelten Kampf um ein bisschen privates Glück und soziale Anerkennung in einen Strudel aus Leidenschaft, Eifersucht und Raserei – und schrecken selbst vor Mord nicht zurück.

Die Industrialisierung Westeuropas – von Zola anhand des rasant zunehmenden Eisenbahnverkehrs geschildert – konfrontierte seinerzeit die Gesellschaft mit den gleichen Fragen, vor die wir Menschen des digitalen Zeitalters gestellt sind: Wohin führt unsere Technik-Hörigkeit? Wie kommunizieren wir miteinander? Hören wir einander überhaupt noch zu? Sind moralische Selbstverständlichkeiten wie Toleranz, Mitgefühl, Solidarität zu Fremdwörtern geworden?

Das Duo Bühne Cipolla bringt seit 2011 Klassiker der Weltliteratur in Adaptionen für Figurentheater auf die Bühne. Ihre Kernkompetenzen können Gero John und Sebastian Kautz im Puppenspiel fruchtbar verbinden: John hat Violoncello an der Bremer Hochschule für Künste studiert und spielt zu den Stücken eigene Kompositionen. Der Puppenspieler Kautz hat Schauspiel in Leipzig studiert. Er erweckt nicht nur die lebensgroßen Puppen zum Leben, sondern übernimmt auch Regie, Bühnenbild und Lichtdesign.

Gero John: Violoncello, Keyboards, Komposition
Sebastian Kautz: Puppenspiel, Regie, Bühne, Lichtdesign
Melanie Kuhl: Kostüme, Figurenbau
Frank Barufke: Lichtdesign
Harry Großmann: Lichtdesign
Florian Wilke: Lichtdesign
Konzert

Songs from the Bardo

Reflektor Laurie Anderson

Laurie Anderson, vocals, electronics
Tenzin Choegyal, vocals, Tibetan lute
Rubin Kodheli, violoncello
and special guests


Zur Eröffnung ihres »Reflektors« verhandelt Laurie Anderson letzte Dinge aus buddhistischer Sicht – mit den Mitteln der Musik. Gemeinsam mit dem tibetischen Sänger Tenzin Choegyal interpretiert sie einzelne Passagen aus dem »Bardo Thödröl«, das zu den großen Überlieferungen spiritueller Literatur zählt und als »Tibetanisches Totenbuch« bekannt ist.

»Befreiung durch Hören im Zwischenzustand« lautet die genauere Übersetzung des aus dem 8. Jahrhundert stammenden Textes, den tibetische Lamas ins Ohr Sterbender rezitieren; dabei geht es um tibetisch-buddhistische Vorstellungen über den Zustand und das Potential der Seele nach dem Tod und vor der Wiedergeburt.

Anderson rezitiert die Textpassagen und verwendet dabei auch Elektronik; Choegyal, Nachfahr tibetischer Nomaden, singt und spielt dazu die Dranyen, eine Art Laute, sowie Lingbu, eine Bambusflöte. Rubin Kodheli am Cello komplettiert das Line up.
Ereignisse / Konzert Laeiszhalle Hamburg Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Ereignisse / Konzert concerts Pamplona Kleinmachnow, Johannistisch 34
Ereignisse / Ausstellung Nordart im Kunstwerk Carlshütte Büdelsdorf, Vorwerksallee
Ereignisse / Ausstellung Museumsschiff Cap San Diego Hamburg Hamburg, Überseebrücke
Ereignisse / Kulturveranstaltung Nacht der Kirchen Hamburg Hamburg, Danziger Straße 15-17
Ereignisse / Theater Logensaal Hamburger Kammerspiele Hamburg, Hartungstraße 9-11
Ereignisse / Jazz Cotton Club Hamburg Hamburg, Alter Steinweg 10
Ereignisse / Konzert Schleswig-Holstein Musik Festival Lübeck, Parade 1
Ereignisse / Kulturveranstaltung Alte Ölmühle zu Wittenberge Wittenberge, Bad Wilsnacker Str. 52
Ereignisse / Kulturveranstaltung Rudolf Steiner Haus Hamburg ZeitZeichen Kulturinitiative Hamburg, Mittelweg 11-12
Ereignisse / Kulturveranstaltung Mathilde Café Hamburg, Bogenstraße 5
Ereignisse / Kulturveranstaltung Brakula Hamburg, Bramfelder Chaussee 265
Ereignisse / Kulturveranstaltung Haus Drei Maria Jancke Hamburg, Hospitalstr. 107
Ereignisse / Kulturveranstaltung Festival der Kulturen Karneval der Kulturen Hamburg Hamburg, Thadenstraße 118
Ereignisse / Festival Duckstein-Festival bwp festival Hamburg, Erikastraße 67
Ereignisse / Kulturveranstaltung www.unser-luebeck.de Kunst Lübeck, Aegidienstr. 73
Ereignisse / Kulturveranstaltung Istituto Italiano di Cultura Hamburg Italienisches Kulturinstitut Hamburg Hamburg, Hansastraße 6