Landesgalerie Linz
Sammlungen
Moderne und zeitgenössische Kunst
Die Sammlungen der Landesgalerie umfassen moderne und zeitgenössische Kunst aus dem Entstehungszeitraum von 1900 bis zur Gegenwart. Das Inventar der Landesgalerie zählt heute etwa 2000 Gemälde und Skulpturen bzw. Installationen. Zusätzlich fällt die wissenschaftliche Bearbeitung von 15.000 Graphiken und Fotografien des genannten Zeitraums, die in der Graphischen Sammlung inventarisiert sind, in die Kompetenz der Landesgalerie.
Die Sammlung der Landesgalerie dokumentiert in repräsentativer Weise die oberösterreichische Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, außerdem enthält sie wesentliche Beispiele internationaler Kunst. Sie weist einen Schwerpunkt im Bereich der Graphik auf, sowie in der jüngeren Sammlungsentwicklung im Bereich der künstlerischen Fotografie. Wichtige ProponentInnen der Kunst mit Bezug zu Oberösterreich, wie Alfred Kubin, Klemens Brosch, Franz Sedlacek, Aloys Wach, Franz von Zülow, Margret Bilger, Valie Export u.a. sind mit umfangreichen Beständen in der Sammlung vertreten. Die aktuellen Sammlungserwerbungen stehen häufig in unmittelbarem Zusammenhang mit der Ausstellungstätigkeit. So konnten in den letzten Jahren Werke von Peter Friedl, Lois Renner, Edgar Honetschläger, Maria Hahnenkamp, Ulrike Lienbacher u.a. angekauft werden.
Ein besonderer Stellenwert kommt im Rahmen der Sammlungstätigkeit dem Erwerb von privaten Sammlungen zu, die in ihrem Profil die Bestände der Landesgalerie sinnvoll ergänzen. Von großer Bedeutung waren der Erwerb der Sammlung Rombold mit ihrem hohen Anteil an qualitätsvoller internationaler Graphik sowie der Sammlung Ecker im Bereich der oberösterreichischen Kunstentwicklung der 50er und 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Eine hervorragende Bereicherung für die Sammlungsbestände im Bereich der Fotografie stellten die Sammlungen Frank und Walter dar.
Triennale Linz 1.0
Gegenwartskunst in Österreich
Do, 3.6.2010 - So, 26.9.2010 | Festival
2010 wird mit der TRIENNALE LINZ 1.0 der Startschuss gegeben für ein Ausstellungsformat, das damit in Österreich neu etabliert wird: ein aktueller Überblick über die Kunstproduktion in diesem Land.
Auf den Schwingen von Linz09
Linz nimmt den Wind aus dem Kulturhauptstadtjahr 2009 mit, um in einer dichten Auswahl heute maßgebliche in Österreich tätige KünstlerInnengenerationen vorzustellen.
Gemeinsam zeigen Landesgalerie Linz, LENTOS Kunstmuseum Linz und OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich einen repräsentativen Zeitschnitt durch die aktuelle heimische Kunstszene und positionieren Linz als Zentrum der österreichischen Gegenwartskunst.
Nach verschiedenen partikulären Ansätzen, die jeweils bestimmte KünstlerInnenszenen in Österreich in den Fokus genommen haben, soll nunmehr ein breit angelegtes Ausstellungsprojekt helfen, Überblick(e) und Einblick in zeitgenössisches heimisches Kunstschaffen zu gewinnen. Dabei geht es nicht um die Konstruktion eines Nationenbegriffes, sondern um die Kunstproduktion einer in Österreich aktiv tätigen KünstlerInnengeneration von überregionaler Strahlkraft.
Ein Blick in die Zukunft der Kunst
Für die Ausstellung werden aktuelle Strömungen und noch nicht manifestierte Leitbilder der zeitgenössischen heimischen Kunstszene aufgespürt und untersucht.
Nicht das Abgesicherte soll dabei im Mittelpunkt stehen, sondern das Zukunftsweisende. Nicht klassische Sedimente interessieren die KuratorInnen, sondern interessante Experimente stehen im Mittelpunkt einer Schau, die als „Triennale österreichischer Kunst“ im Dreijahresschritt ein fixer Bestandteil im Kunstprogramm werden soll. Sie soll als Basis für Diskussionen dienen und ist als Aussichtspunkt zu verstehen. Eine Momentaufnahme mit Positionen, für die zunehmende Bedeutung prognostiziert wird.
Die TRIENNALE erhebt keinen Anspruch auf eine vollständige Dokumentation der österreichischen Gegenwartskunst. Vielmehr wird versucht, anhand der etwa 100 Positionen gewisse Tendenzen zu verdeutlichen. Jede der drei Partnerinstitutionen hat sich anhand zugespitzter kuratorischer Thesen auf die Suche gemacht, die Ergebnisse miteinander abgestimmt und drei individuell schlüssige Ausstellungen konzipiert.
Drei Häuser – drei Ausstellungen – ein Kunstereignis
So entstehen drei Ausstellungen, die zwar jeweils für sich funktionieren – aber erst in ihrer Gesamtheit dem Pluralismus des aktuellen Kunstgeschehens gerecht werden und ihm breiten Raum geben.
Mit der TRIENNALE LINZ 1.0 bietet Linz das Kulturereignis des Sommers 2010.
Unbekanntes, noch kaum Publiziertes, ergänzt von bereits Renommiertem bildet mit extra für die Schau Entwickeltem ein faszinierendes Spektrum. Begleitet durch Projekte und Performances im öffentlichen Raum heizen LENTOS, OK und Landesgalerie die Stadt Linz im Jahr 2010 künstlerisch auf.
Die Landesgalerie Linz liefert mit der Ausstellung „Update – Neue Fotografie aus Österreich“ einen speziellen Einblick in die junge Fotoszene Österreichs und stellt gegenwärtige Strategien und Konzepte im Einsatz des Mediums vor.
Die Ausstellung in der Landesgalerie erfolgt als Kooperationsprojekt mit dem Fotohof in Salzburg.
Publikation
Zur Ausstellung entsteht ein gemeinsamer Katalog mit einer umfassenden KünstlerInnen-Dokumentation.
Kunstvermittlung
Der Kunstvermittlung wird bei der TRIENNALE LINZ 1.0 besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Unter dem Motto "Kunstvermittlung mal 3" wird eine breite Palette verschiedener Vermittlungs- und Führungsprogramme angeboten werden. Als besondere Attraktion der Vermittlungsarbeit wird die Paloma-Bar von Hans Kropshofer im Skulpturenpark der Landesgalerie vor Anker gehen.
Ort:
Landesgalerie Linz, 2. Stock