Schlossmuseum Linz

Kulturwissenschaftliche Sammlungen der OÖ. Landesmuseen

Der spätmanieristische Bau des Linzer Schlossmuseums beherbergt die kulturwissenschaftlichen Sammlungen der OÖ. Landesmuseen (Kunst vom Mittelalter bis zur Moderne - Gotik, Malerei des 19. Jh., Kunstgewerbe, sowie historische Musikinstrumente, Numismatik, Volkskunde, Technikgeschichte und Archäologie).

Das Linzer Schlossmuseum stellt das Sachkulturgüterarchiv des Landes Oberösterreich dar und ist Schauplatz vielfältiger, landeskundlicher Forschungen im geisteswissenschaftlichen Bereich.

Die Dauerausstellungen vermitteln einen Gang durch die Kulturgeschichte von Oberösterreich. Zudem finden jährlich Großausstellungen, die sich mit landeskundlichen und internationalen Themen beschäftigen (Schwerpunkte sind Ethnologie, Kunst- und Kulturgeschichte), sowie kleinere Präsentationen aus Beständen des Hauses, statt.


Sonderausstellungen

Traditionelle Krippenausstellung

So, 3.12.2017 - Di, 20.2.2018 | Sonderausstellung

In der Krippenausstellung werden sowohl traditionelle Weihnachtskrippen als auch weihnachtliche Darstellungen präsentiert.

Zu den Glanzlichtern der Ausstellung zählen eine barocke Kirchenkrippe aus Garsten mit beinahe lebensgroßen Figuren sowie eine mechanische Kastenkrippe aus der Werkstätte Schwanthalers aus Gmunden. Darüber hinaus erzählen eine riesige Landschaftskrippe, bemalte Papierfi guren, Wachsfiguren in Glasstürzen, Hinterglasbilder, uvm. von unterschiedlichsten Vorstellungen rund um die Geburt Christi in unserem Kulturkreis.

Ort:

Schlossmuseum Linz

Zwischen den Kriegen. Oberösterreich 1918 bis 1938

Zeitgeschichtliche Sonderausstellung im Schlossmuseum Linz

Di, 7.2.2017 - So, 13.1.2019 | Sonderausstellung

Di, 6.2.2018, 18:00 | Eröffnung

Das Jahr 2018 ist ein Gedenk- und Bedenkjahr in vielerlei Hinsicht. Da ist zunächst der Übergang von der k.u.k. Monarchie hin zur Republik Österreich und damit einhergehend vom Kronland Österreich ob der Enns zum Land Oberösterreich. Diesen Umwälzungen hin zur Ersten Republik verdanken wir einhundert Jahre Demokratie, zentrale Elemente der Sozialgesetzgebung, freie, geheime und gleiche Wahlen sowie das allgemeine Frauenwahlrecht. Der März 1933 bringt mit der Auflösung des Parlaments jedoch das vorzeitige Ende der jungen österreichischen Demokratie und der März 1938 leitet mit dem von breiten Teilen der Bevölkerung umjubelten Einmarsch deutscher Truppen das dunkelste Kapitel Österreichs und ganz Europas ein.

Die zeitgeschichtliche Sonderausstellung nimmt diese ersten zwanzig Jahre vom November 1918 bis zum März 1938 als Eckpunkte und zeigt die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklungen des Landes Oberösterreich in der Zwischenkriegszeit, die von zahlreichen Brüchen und Widersprüchen gekennzeichnet waren. Der Übergang von der Monarchie zur Republik verlief, zumindest in Oberösterreich, beinahe reibungslos. Die zahlreichen Konfliktherde wurden vor allem in den ersten Jahren der Demokratie noch weitgehend gemeinschaftlich und friedlich gelöst. Ab 1929 verschärfen sich die gesellschaftlichen und politischen Konflikte zusehends, und im März 1933 nutzt Kanzler Engelbert Dollfuß schließlich eine Geschäftsordnungskrise des Nationalrates zur Ausschaltung des Parlaments – dies führt indirekt zu den Februaraufständen bzw. zum Bürgerkrieg im Februar 1934. Dollfuß regiert fortan diktatorisch mit Notstandsverordnungen, wird aber im Juli 1934 von putschenden Nazis ermordet. Der „Ständestaat“ praktiziert faschistische Methoden: Gleichschaltung aller politisch und gesellschaftlich relevanten Organisationen, Einführung der Todesstrafe, Zensur, Abschaffung der Meinungsfreiheit, Arbeitszwang,...Dem Druck des faschistischen Deutschen Reichs wird im März 1938 schließlich nachgegeben, Österreich von deutschen Truppen besetzt und in Ostmark umbenannt. Sofort nach dem Einmarsch, teilweise bereits kurz zuvor, kommt es zu zahlreichen Verhaftungen politischer Gegner, Plünderungen, Arisierungen und Unterdrückung der jüdischen Bevölkerung. Damit steht der Beginn des Zweiten Weltkrieges unmittelbar bevor.

Ort:

Sonderausstellungsräume Nordtrakt

Zur Reformation. Aus den Beständen der Bibliothek des Oberösterreichischen Landesmuseums

Di, 3.10.2017 - So, 28.1.2018 | Sonderausstellung

Die Bibliothek des Oberösterreichischen Landesmuseums verwahrt unter Ihren Beständen einige Werke aus der Zeit der Reformation: Zeugen einer auch in Oberösterreich sehr bewegten Zeit. Die Ausstellung widmet sich auch Wegbegleitern und Kritikern Martin Luthers sowie seinen Beziehungen zu Oberösterreich und anhand von Kartenmaterial des 16. Jahrhunderts dem sich ändernden Weltbild.

Ort:

Schlossmuseum Linz

Wir sind Oberösterreich!

Von Menschen, die Geschichte(n) schrieben

Mo, 3.4.2017 - So, 7.1.2018 | Sonderausstellung

25 Persönlichkeiten aus Kultur, Geschichte, Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeitswelt stehen im Mittelpunkt einer großen Schau im Schlossmuseum Linz. Sie alle schrieben Geschichte - in Oberösterreich und darüber hinaus. Ihre eigenen, persönlichen Lebensgeschichten sind Thema dieser spielerisch, interaktiv und innovativ gestalteten Familienausstellung.

Zeitgemäß präsentiert werden neben berühmten „Landesikonen“ Personen mit spannenden und kuriosen Biographien, die einen wichtigen Beitrag für die Allgemeinheit geleistet haben. Ihre Werdegänge und Lebensgeschichten vertiefen das Verständnis für größere Zusammenhänge: von der Kinderbuchautorin zum Widerstandskämpfer im Salzkammergut, von den Linzer „Stahlstadtkindern“ zu den Erbauern der Pferdeeisenbahn bis hin zum „Häuptling der Maori“. Die unterschiedlichen Sammlungen des Oberösterreichischen Landesmuseums illustrieren die Biographien und erzählen Geschichten der kulturellen Vergangenheit und Gegenwart Oberösterreichs.

Erwachsene Einzelbesucher und Familien, Schulklassen und Kindergartengruppen sind gleichermaßen eingeladen. Die Gestaltung der Ausstellung wird Jung und Alt ansprechen, zum Mitmachen animieren und alle Sinne anregen.

Ort:

Schlossmuseum Linz

CHANGE>>

LebensWerte im KlimaWandel

Di, 21.6.2016 - So, 31.12.2017 | Sonderausstellung

Mit dem Pariser Weltklimavertrag soll der Klimawandel auf ein für Mensch und Natur verträgliches Maß beschränkt werden. Wie das gelingen kann, zeigt die Ausstellung „CHANGE >> LebensWerte im KlimaWandel“ im Linzer Schlossmuseum von 21. Juni 2016 bis 31. Dezember 2017. Besonders Schulgruppen und junge Menschen sind herzlich eingeladen, an den interaktiven Stationen die Auswirkungen des eigenen Lebensstils auf den Klimawandel zu erkunden.

Das Klimabündnis Oberösterreich bietet Führungen an: Mag.a Heidi Stacherl, Tel: +43 (0)732 7726 52, E-Mail: Heidi.stacherl@klimabuendnis.at.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit des Umweltressorts des Landes Oberösterreich mit dem Klimabündnis Oberösterreich in Kooperation mit dem Landesmuseum.

"CHANGE>> LebensWerte im KlimaWandel" ist eine Ausstellung für Jugendliche im Schlossmuseum Linz.

Ort:

Schlossmuseum Linz

Dauerausstellungen

Sammlungspräsentation: Kunsthandwerk

Der Saal umfasst alles, was von 16. bis 18. Jahrhundert zur Ausstattung eines vornehmen Haushalts gehörte.

Der imposante Kachelofen aus Schloss Würting, wertvolle Möbel, die Festtafel des Schwanenstädter Fundes, Keramik, kostbare Gläser und das einzigartige Riesen-Schach aus Schloss Weinberg sind Zeugnisse jener Lebenslust, die auch aus dem großen Gemälde einer verkleideten Adelsgesellschaft spricht.

Glanzpunkte des Saales sind die flandrische Renaissance-Tapisserie mit Straußen und die (wohl ursprünglich für die Wände konzipierten) Deckenbilder aus Würting mit den symbolträchtigen Allegorien (Personifikationen) der Länder Europas. Aus demselben Schloss stammen auch die zauberhaften Gartenfiguren des Rokoko-Bildhauers Ferdinand Tietz.

Natur Oberösterreich

Was den Aufwand, die Vorbereitungszeit und Ausstellungsfläche betrifft - eine ganze Ebene des neuen Südtraktes mit 1.450 m2 ist dieser Ausstellung gewidmet -, zählt die neue Naturschau zu den größten Ausstellungen der Oberösterreichischen Landesmuseen. Das Thema Natur schließt zudem nach einem Vierteljahrhundert auch eine Lücke in den Dauerpräsentationen.

Das Konzept der Ausstellung wurde unter der Leitung von Dr. Gerhard Aubrecht von den naturwissenschaftlichen Sammlungsleitern und Sammlungsleiterinnen der Oberösterreichischen Landesmuseen entwickelt und von Mag. Stephan Weigl als Kurator gemeinsam mit den Ausstellungsarchitekten der Firma argeMarie umgesetzt.

Präsentiert werden die Eigenarten der Großlandschaften Oberösterreichs, die Dynamik ihrer Entstehung und die Vielfalt ihrer Lebewesen. Die Inszenierung benützt authentische Naturobjekte, Modelle, Großdioramen, interaktive Medien und lebende Tiere in Aquarien - nach aktuellem Stand der Wissenschaft und didaktisch aufbereitet. Sensationelles Neues lässt sich ebenso entdecken wie Bekanntes neu einordnen. Nach der Durchwanderung der oberösterreichischen Lebensräume können sich die Besucher und Besucherinnen in eine spezielle Schau der Vielfalt von Pflanzen und Tieren Oberösterreichs vertiefen.

Zur Ausstellung erscheint ein allgemein verständlich gehaltener Bildband „Natur Oberösterreich. Landschaft.Pflanzen.Tiere“ von Dr.in Andrea Benedetter-Herramhof, ein gemeinsames Projekt der Oberösterreichischen Landesmuseen und der Abteilung Naturschutz des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung.

Ort:

Südtrakt

Urgeschichte, Römerzeit, Frühmittelalter

Sammlungspräsentation Archäologie

In zwei Räumen wird die Römerzeit in allen Facetten präsentiert.

Der erste Raum zeigt den militärischen Aspekt des Lebens an der Grenze, das Soldatenleben und Funde aus den römischen Limesorten, also Waffen, Soldatengrabsteine, Münzen und schriftliche Zeugnisse.

Im anschließenden Raum sehen wir typische Errungenschaften, die mit den Römern nach Oberösterreich kamen, z.B. Ziegelbau und Wandmalerei, ferner das Alltagsleben in dieser Zeit, die Religion, Zeugnisse des frühen Christentums und das Ausklingen dieser Kultur im 5.Jh. zur Zeit des Hl. Severin.

In zeitlicher Abfolge werden in den beiden Räumen auch die wichtigsten Funde zur oberösterreichischen Alt- und Jungsteinzeit, sowie Bronze- und Eisenzeit gezeigt. Grab- und Siedlungsfunde veranschaulichen das tägliche Leben sowie den Umgang mit dem Tod.

Im Tiefkeller ist ein Raum dem besonderen Fundort Hallstatt (Gräberfeld und ältestes Salzbergwerk der Welt) gewidmet. Nach der Römerzeit bilden die bedeutenden Funde aus frühmittelalterlichen Gräberfeldern den Abschluss der archäologischen Dauerausstellung.

Volkskundliche Sammlung

Nach weitgehend vollendeten Umbauarbeiten im Schlossmuseum kann nun nach der Kunst auch ein Teil der geschlossen gewesenen Schauräume der volkskundlichen Abteilung wieder zugänglich gemacht werden. Zusätzliche Beschriftungen erleichtern den Besuchern den inhaltlichen Zugang und etliche Änderungen bei der Auswahl der ausgestellten Objekte zeigen die Vielfalt der Volkskunst in Oberösterreich.

Evolution Oberösterreich

Sammlungspräsentation

Im Evolutionsgang können Sie sich die Zeitgeschichte des Lebens in Oberösterreich erwandern. Angefangen mit den Fossilien, die vor 250 Millionen Jahren die Gesteine der Nördlichen Kalkalpen bildeten, bis hin zur jüngsten Phase, in der der Mensch in die Evolution eingriff und Haustiere züchtete, sind für die jeweilige Zeit charakteristische Fossilien ausgestellt. Der etwa 50 m lange Gang soll einen Eindruck von den gewaltigen Zeiträumen geben, die in den Gesteinen Oberösterreichs überliefert sind.

Historische Waffen

Sammlungspräsentation

In drei Räumen wird eine kleine Auswahl an historischen Waffen gezeigt, die in ihrer Zusammenstellung sehr abwechslungsreich ist.

Das Kriegswesen des Mittelalters und der frühen Neuzeit
Traditionelle Angriffs- und Verteidigungswaffen, wie sie trotz des Aufkommens der Feuerwaffen im Spätmittelalter, verwendet wurden, werden in diesem Raum gezeigt. Zu sehen sind für den Nahkampf bestimmte Blankwaffen (Schwerter), überwiegend aus Oberösterreich, aber auch Langspieße und Hellebarden, die typischen Söldnerwaffen des Spätmittelalters. Im Bereich der Schutzwaffen ist der Topfhelm aus der Traun zu bestaunen, eine Helmart, die weltweit mit etwa zwei Dutzend Stück erhalten ist.

Frühneuzeitliche Feuerwaffen und Turnierwesen
Dieser Raum ist einerseits den frühneuzeitlichen Feuerwaffen gewidmet, andererseits dem Turnierwesen. Handbüchsen und eine sehr seltene Bündelbüchse sind ebensolche Highlights, wie die barocken Ringelstechlanzen, die zur Belustigung der Adeligen in einer Art "Possenspiel" (= belustigendes Schauspiel) Verwendung fanden.

Repräsentations- und Bauernkriegswaffen
Einen besonders starken Kontrast bilden die mit höchster Kunstfertigkeit gearbeiteten Repräsentationswaffen und die primitiven Bauernkriegswaffen. Dennoch haben beide Bereiche besondere Objekte zu bieten. So sind ein Hauptwerk königlicher Repräsentation, der Schild König Philipps III. von Spanien, aber auch Schwert und Keule Stefan Fadingers, dem Anführer des oberösterreichischen Bauernkrieges 1626, zu sehen.

Veranstaltungen

Alte Musik im Schloss

"J.S. BACH ZUM GEBURTSTAG: VIEL GLÜCK UND VIEL SEGEN"

BARTHOLD KUIJKEN, TRAVERSFLÖTE
EWALD DEMEYERE, CEMBALO


„J.S. BACH ZUM GEBURTSTAG: VIEL GLÜCK UND VIEL SEGEN“

Bachs Geburtstag feiern wir mit zwei großen Meistern der heutigen Welt der historischen Aufführungspraxis. Seit Jahrzehnten prägen der belgischen Flötist, Bart Kuijken und der Cembalist Ewald Demeyere Generationen von Studierenden und Hörer der Alten Musik. Das Programm beinhaltet große Meilensteine der Flöten- und Cembaloliteratur von Bach und seinen Söhnen.

Ort:

Schlossmuseum, Barocksaal

Termin:

Mi, 21.3.2018, 19:30 |

Schlossmuseum Linz

Oberösterreichische Landesmuseen

Schlossberg 1 (Schlossmuseum Linz)
A 4010 Linz

Telefon: +43-0732-774419-0

Bahn und Straßenbahn:
Ausstieg am Hauptbahnhof Linz - Straßenbahn Richtung Zentrum (Linien 1, 2 und 3) Ausstieg Haltestelle Hauptplatz – Hofgasse (links neben Oberbank) immer geradeaus über die Stufen bis zum Schlossmuseum.