Schlossmuseum Linz
Kulturwissenschaftliche Sammlungen der OÖ. Landesmuseen
Der spätmanieristische Bau des Linzer Schlossmuseums beherbergt die kulturwissenschaftlichen Sammlungen der OÖ. Landesmuseen (Kunst vom Mittelalter bis zur Moderne - Gotik, Malerei des 19. Jh., Kunstgewerbe, sowie historische Musikinstrumente, Numismatik, Volkskunde, Technikgeschichte und Archäologie).
Das Linzer Schlossmuseum stellt das Sachkulturgüterarchiv des Landes Oberösterreich dar und ist Schauplatz vielfältiger, landeskundlicher Forschungen im geisteswissenschaftlichen Bereich.
Die Dauerausstellungen vermitteln einen Gang durch die Kulturgeschichte von Oberösterreich. Zudem finden jährlich Großausstellungen, die sich mit landeskundlichen und internationalen Themen beschäftigen (Schwerpunkte sind Ethnologie, Kunst- und Kulturgeschichte), sowie kleinere Präsentationen aus Beständen des Hauses, statt.
Sonderausstellungen
Das Sonnentor - Bolivien und seine Schätze
Mo, 17.10.2011 - So, 18.3.2012 | Sonderausstellung


Im Zentrum der Ausstellung steht eine Nachbildung des berühmten Sonnentores von Tiwanaku, durch das man eine andere Welt betritt. Ausgewählte Keramiken, Textilien, Schmuckobjekte aber auch Masken und Federschmuck vermitteln in ihren Motiven die magisch-religiöse Vision der andinen Welt. Die Ausstellung zeigt nicht nur archäologische Objekte sondern folgt den Spuren der traditionellen Symbolsprache bis in die Gegenwart und vermittelt auch, dass die rücksichtslose Eroberung durch die Spanier im 16. Jahrhundert die andine Kultur nicht völlig zerstören konnte.
Eine Kooperation mit dem Steirischen Feuerwehrmuseum Kunst und Kultur in Groß-St. Florian.
Ort:
Südtrakt Festsaal - Schlossmuseum
Kinderkimonos - Prélude zur japanischen Mode
Sammlung der Kinderkimonos von Kazuko Nakano, Yamagata, Japan
Mi, 7.12.2011 - So, 15.4.2012 | Sonderausstellung


In Japan nimmt die Kultur der Bekleidung einen großen Stellenwert ein und hat ein hohes Raffinement errreicht. Eine besondere Aufmerksamkeit liegt seit über tausend Jahren auf der Kinderkleidung.
Zu einer Zeit, als das Leben eines Kindes manchmal kurz war, übertrugen Familien und vor allem Mütter alle Liebe und Sorgfalt für ihre Kinder auf die Kleidung. Die auf Kimonos gemalten, gestickten oder gefärbten Muster sind reich an Bedeutungen: Sie stehen für den Wunsch nach Gesundheit, für Gebete um Stärke, Anmut, Intelligenz, Wohlstand oder Schönheit.
Die Ausstellung im Schlossmuseum Linz zeigt rund 130 Objekte aus eienr japanischen Privatsammlung: Kinderkimonos aus der späten Edo-Zeit bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts, Accessoires, wie Taschen, Gürtel und Regenschirme, sowie Illustrationen, die Kinder in Kimonos zeigen.
Ort:
Schlossmuseum Linz
Schlossberg 1, A-4010 Linz
Dauerausstellungen
Sammlungspräsentation: Kunsthandwerk
Der Saal umfasst alles, was von 16. bis 18. Jahrhundert zur Ausstattung eines vornehmen Haushalts gehörte.
Der imposante Kachelofen aus Schloss Würting, wertvolle Möbel, die Festtafel des Schwanenstädter Fundes, Keramik, kostbare Gläser und das einzigartige Riesen-Schach aus Schloss Weinberg sind Zeugnisse jener Lebenslust, die auch aus dem großen Gemälde einer verkleideten Adelsgesellschaft spricht.
Glanzpunkte des Saales sind die flandrische Renaissance-Tapisserie mit Straußen und die (wohl ursprünglich für die Wände konzipierten) Deckenbilder aus Würting mit den symbolträchtigen Allegorien (Personifikationen) der Länder Europas. Aus demselben Schloss stammen auch die zauberhaften Gartenfiguren des Rokoko-Bildhauers Ferdinand Tietz.
Natur Oberösterreich
Was den Aufwand, die Vorbereitungszeit und Ausstellungsfläche betrifft - eine ganze Ebene des neuen Südtraktes mit 1.450 m2 ist dieser Ausstellung gewidmet -, zählt die neue Naturschau zu den größten Ausstellungen der Oberösterreichischen Landesmuseen. Das Thema Natur schließt zudem nach einem Vierteljahrhundert auch eine Lücke in den Dauerpräsentationen.
Das Konzept der Ausstellung wurde unter der Leitung von Dr. Gerhard Aubrecht von den naturwissenschaftlichen Sammlungsleitern und Sammlungsleiterinnen der Oberösterreichischen Landesmuseen entwickelt und von Mag. Stephan Weigl als Kurator gemeinsam mit den Ausstellungsarchitekten der Firma argeMarie umgesetzt.
Präsentiert werden die Eigenarten der Großlandschaften Oberösterreichs, die Dynamik ihrer Entstehung und die Vielfalt ihrer Lebewesen. Die Inszenierung benützt authentische Naturobjekte, Modelle, Großdioramen, interaktive Medien und lebende Tiere in Aquarien - nach aktuellem Stand der Wissenschaft und didaktisch aufbereitet. Sensationelles Neues lässt sich ebenso entdecken wie Bekanntes neu einordnen. Nach der Durchwanderung der oberösterreichischen Lebensräume können sich die Besucher und Besucherinnen in eine spezielle Schau der Vielfalt von Pflanzen und Tieren Oberösterreichs vertiefen.
Zur Ausstellung erscheint ein allgemein verständlich gehaltener Bildband „Natur Oberösterreich. Landschaft.Pflanzen.Tiere“ von Dr.in Andrea Benedetter-Herramhof, ein gemeinsames Projekt der Oberösterreichischen Landesmuseen und der Abteilung Naturschutz des Amtes der Oberösterreichischen Landesregierung.
Ort:
Südtrakt
Urgeschichte, Römerzeit, Frühmittelalter
Sammlungspräsentation Archäologie
In zwei Räumen wird die Römerzeit in allen Facetten präsentiert.
Der erste Raum zeigt den militärischen Aspekt des Lebens an der Grenze, das Soldatenleben und Funde aus den römischen Limesorten, also Waffen, Soldatengrabsteine, Münzen und schriftliche Zeugnisse.
Im anschließenden Raum sehen wir typische Errungenschaften, die mit den Römern nach Oberösterreich kamen, z.B. Ziegelbau und Wandmalerei, ferner das Alltagsleben in dieser Zeit, die Religion, Zeugnisse des frühen Christentums und das Ausklingen dieser Kultur im 5.Jh. zur Zeit des Hl. Severin.
In zeitlicher Abfolge werden in den beiden Räumen auch die wichtigsten Funde zur oberösterreichischen Alt- und Jungsteinzeit, sowie Bronze- und Eisenzeit gezeigt. Grab- und Siedlungsfunde veranschaulichen das tägliche Leben sowie den Umgang mit dem Tod.
Im Tiefkeller ist ein Raum dem besonderen Fundort Hallstatt (Gräberfeld und ältestes Salzbergwerk der Welt) gewidmet. Nach der Römerzeit bilden die bedeutenden Funde aus frühmittelalterlichen Gräberfeldern den Abschluss der archäologischen Dauerausstellung.
Volkskundliche Sammlung
Nach weitgehend vollendeten Umbauarbeiten im Schlossmuseum kann nun nach der Kunst auch ein Teil der geschlossen gewesenen Schauräume der volkskundlichen Abteilung wieder zugänglich gemacht werden. Zusätzliche Beschriftungen erleichtern den Besuchern den inhaltlichen Zugang und etliche Änderungen bei der Auswahl der ausgestellten Objekte zeigen die Vielfalt der Volkskunst in Oberösterreich.
Evolution Oberösterreich
Sammlungspräsentation
Im Evolutionsgang können Sie sich die Zeitgeschichte des Lebens in Oberösterreich erwandern. Angefangen mit den Fossilien, die vor 250 Millionen Jahren die Gesteine der Nördlichen Kalkalpen bildeten, bis hin zur jüngsten Phase, in der der Mensch in die Evolution eingriff und Haustiere züchtete, sind für die jeweilige Zeit charakteristische Fossilien ausgestellt. Der etwa 50 m lange Gang soll einen Eindruck von den gewaltigen Zeiträumen geben, die in den Gesteinen Oberösterreichs überliefert sind.
Historische Waffen
Sammlungspräsentation
In drei Räumen wird eine kleine Auswahl an historischen Waffen gezeigt, die in ihrer Zusammenstellung sehr abwechslungsreich ist.
Das Kriegswesen des Mittelalters und der frühen Neuzeit
Traditionelle Angriffs- und Verteidigungswaffen, wie sie trotz des Aufkommens der Feuerwaffen im Spätmittelalter, verwendet wurden, werden in diesem Raum gezeigt. Zu sehen sind für den Nahkampf bestimmte Blankwaffen (Schwerter), überwiegend aus Oberösterreich, aber auch Langspieße und Hellebarden, die typischen Söldnerwaffen des Spätmittelalters. Im Bereich der Schutzwaffen ist der Topfhelm aus der Traun zu bestaunen, eine Helmart, die weltweit mit etwa zwei Dutzend Stück erhalten ist.
Frühneuzeitliche Feuerwaffen und Turnierwesen
Dieser Raum ist einerseits den frühneuzeitlichen Feuerwaffen gewidmet, andererseits dem Turnierwesen. Handbüchsen und eine sehr seltene Bündelbüchse sind ebensolche Highlights, wie die barocken Ringelstechlanzen, die zur Belustigung der Adeligen in einer Art "Possenspiel" (= belustigendes Schauspiel) Verwendung fanden.
Repräsentations- und Bauernkriegswaffen
Einen besonders starken Kontrast bilden die mit höchster Kunstfertigkeit gearbeiteten Repräsentationswaffen und die primitiven Bauernkriegswaffen. Dennoch haben beide Bereiche besondere Objekte zu bieten. So sind ein Hauptwerk königlicher Repräsentation, der Schild König Philipps III. von Spanien, aber auch Schwert und Keule Stefan Fadingers, dem Anführer des oberösterreichischen Bauernkrieges 1626, zu sehen.
Technik Oberösterreich
Sammlungspräsentation
Es werden zwei große Themenstränge behandelt: die technikgeschichtliche Sammlung (Astronomie, Museum Physicum und Studiensammlung) und die oberösterreichische Wirtschafts-, Industrie- und Technikgeschichte.
Diese Ausstellung spricht nicht nur Männer, Väter und Söhne, sondern auch Frauen, Mütter und Töchter an!
Die technikgeschichtliche Sammlung
Die Themeninsel "Astronomie" berichtet über die Leistungen zur Erforschung der Planetenbewegung in Oberösterreich und durch Oberösterreicher. Das Museum Physicum beherbergt die Königin der Sammlung: die große Scheibenelektrisiermaschine von 1794.
Diese physikalische Objektsammlung stammt aus dem ehemaligen Jesuitenlyzeum in Linz und umfasst Lehrmittel vom 18. bis zum beginnenden 20. Jahrhundert. Verschiedene Experimente, die die Funktion der historischen Originale erklären, laden zum Ausprobieren ein.
Von der Ordnung der Dinge erzählt die Studiensammlung. Abwechslungsreich werden Objekte in vier Kategorien geordnet: nach Material, nach Schlagwort (A-Z), nach Herkunft und nach Farben. Dieses Ordnungsprinzip verspricht Abwechslung und Entdeckungsfreude, beherbergt Kurioses, aber auch sehr Seltenes.
Die oberösterreichische Industrie-, Wirtschafts- und Technikgeschichte
In fünf Themeninseln werden Spannungsbögen von der Vergangenheit bis zur Gegenwart gezogen. Landwirtschaft und Luftfahrtechnik, Textilhandwerk und Computertechnologie, Kleineisengewerbe und Verkehrsgeschichte, Salz- und Kohlebergbau und erneuerbare Energien, aber auch die Kontinuitätsgeschichte des Handelsstandortes Oberösterreich bilden die inhaltlichen Säulen der Ausstellung. Als besondere Highlights sind die "Bröselmaschine" (eine Art "mechanischer Computer" für Webmuster), die Erzeugungsstadien des Steyr Mannlicher Gewehres M 1895 und ein Steyr Baby Typ 55 zu nennen.
Für intensivere Rundgänge bieten Audio- und Videostationen, historische Bildläufe, Proben unterschiedlicher Produktmaterialien und Karteikarten mit Firmenbiographien Abwechslung. Auch für ein interessantes Vermittlungsprogramm ist gesorgt. Um über die Ausstellung hinaus Interesse für die oberösterreichische Industriekultur zu wecken, liegt eine "Wanderkarte" zur freien Entnahme auf.
Fünf Folder, ebenfalls kostenlos erhältlich, bieten die Möglichkeit verschiedene Umweltprobleme historisch zu fassen und liefern Tipps, wie man bestimmten Problemen unserer Zeit entgegenwirken kann.
Veranstaltungen
Maskenfest im Schlossmuseum
Wir feiern Fasching indem wir uns als Cowboy, Clown oder Prinzessin verkleiden.Auch andere Völker und Kulturen haben kunstvolle Ketten, Masken und Federschmuck zu speziellen Anlässen getragen. Mach eine Reise durch die alte Welt Boliviens und nimm dir Ideen und Inspirationen aus der Ausstellung mit um dir selbst eine bolivische Maske zu basteln.
Anmeldung und Information: 0732 / 77 44 19-31 oder
m.stauber@landesmuseum.at
Ort:
Schlossmuseum
Schlossberg 1, A-4010 Linz
Termin:
Sa, 11.2.2012, 14:00 |


Oberösterreichische Landesmuseen
Schlossmuseum Linz
Schlossberg 1
A-4010 Linz
Telefon: +43-0732-774419-0
Bahn und Straßenbahn:
Ausstieg am Hauptbahnhof Linz - Straßenbahn Richtung Zentrum (Linien 1, 2 und 3) Ausstieg Haltestelle Hauptplatz – Hofgasse (links neben Oberbank) immer geradeaus über die Stufen bis zum Schlossmuseum.