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Münchener Biennale

Festival für neues Musiktheater
2. bis 12. Juni 2018

PRIVATSACHE / PRIVATE MATTER


Nach der ersten Münchener Biennale 2016 unter der künstlerischen Leitung von Daniel Ott und Manos Tsangaris widmet sich die nächste Festival-Ausgabe der PRIVATSACHE. In 15 Musiktheater-Produktionen von Ondřej Adámek, Clara Iannotta, Ruedi Häusermann und vielen anderen Komponisten und Komponistinnen geht es an vertrauten und überraschenden Spielorten zwischen der Münchner Stadtmitte und dem Starnberger See um alltägliche private Erfahrungen ebenso wie um große Fragen des Lebens. Die Besucher erleben Musiktheater neu, u. a. auf einer Neo-Hippie-Welttournee, in interstellaren Umgebungen und im exklusiven Bad, auf einem Schiff oder in einer Tonhalle vor der Staatsoper. Ondřej Adámek verkündet in seinem gleichnamigen Stück: „Alles klappt“. Im „Salon des Wunderns und der Pflichten“ vertiefen Navid Kermani, Saskia Sassen, Daniel Libeskind und Marlene Streeruwitz zudem in Vorträgen und Diskussionen das Festivalthema.

Kontakt

Münchener Biennale
Lothstr. 19
D-80797 München

Telefon: +49 (0) 89-280 56 07
Fax: +49 (0) 89 -280 56 79
E-Mail: info@muenchenerbiennale.de

 

Beginn des Kartenvorverkaufs: 20. April 2018

Tickets & Info
- München Ticket über www.muenchenticket.de
Tel 089 – 54 81 81 81 (Montag bis Freitag 9 – 19 Uhr, Samstag 9 – 14 Uhr)
- im Gasteig (Glashalle) Rosenheimer Strasse 5
Montag bis Freitag 10 – 20 Uhr, Samstag 10 – 16 Uhr
- im Rathaus Marienplatz 8
Zugang Dienerstraße, gegenüber Dienerstraße 20
Montag bis Freitag 10 – 19 Uhr, Samstag 10 – 14 Uhr
- im Olympiapark
Info-Pavillon am Olympia Eissportzentrum Spiridon-Louis-Ring 7
Montag bis Freitag 13 – 18 Uhr, Samstag 10 – 16 Uhr
- sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen

Abendkasse
im jeweiligen Theater eine Stunde vor Beginn der Vorstellung

Ermäßigungen (begrenztes Kontingent)
erhalten Studierende, Schüler*innen, Auszubildende, Arbeitslose und Schwerbehinderte gegen Vorlage eines Ausweises im Vorverkauf und an den Abendkassen
Theater

Wir aus Glas

Uraufführung

Sicher hier innen hier jetzt.

In unserer Welt aus Glas sind wir Mensch in Kopie und wir sind uns so täuschend ähnlich dass wir nicht mehr wissen
wessen-
Egal.


Eine Wohnung, fünf Menschen, sieben Tage: die Wohnung wird zur Welt. Wohlig verpackt im Inneren der Blase versichern vertraute Alltagsrituale und der Umgang mit Bekanntem die Menschen vor einem Draußen, das man hier drinnen längst nur noch vom Hörensagen kennt. In dem Musiktheaterstück von Inamori und Steinbuch beobachten wir die Bewohner eines Hauses bei der Sorge um sich selbst. Heim, Herd und Wohnzimmer stiften Identität und halten die Angst auf Abstand: Angst vor dem Unbekannten, Unkontrollierbaren, Angst vor dem Fremden. Die konstruierte "heile" Welt darf nicht zusammenbrechen, und so wird der Außenseiter zum Aggressor, dessen Anderssein verdrängt werden muss, weil er das Eigene in Frage stellt.

Komposition: Yasutaki Inamori; Text: Gerhild Steinbuch; Regie: David Hermann; Bühne: Jo Schramm; Kostüm: You-Jin Seo; Dramaturgie: Dorothea Hartmann; Instrumentalensemble: Opera Lab Berlin: Kelsey Maiorano (Oboe), Florian Bensch (Fagott), Callum G'Froerer (Trompete), Jack Adler-McKean (Posaune/Tuba), Mia Bodet (Violine), Louise Leverd (Violoncello)

Mit: Alexandra Hutton (Sopran), Michelle Daly (Mezzosopran), Clemens Bieber (Tenor), Thomas Florio (Bariton), Steffen Scheumann (Schauspieler); Chor: Anna Schors, Magdalena Motyl, Natalia Sivtsevich, Ena Pongrac, Eduardo Rojas, Ludwig Obst

Kompositions- und Librettoauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale
Koproduktion der Münchener Biennale mit der Deutschen Oper Berlin in Zusammenarbeit mit Opera Lab Berlin und der Universität der Künste Berlin
In Kooperation mit Schoko Pro

Tickets: 20,00 € (ermäßigt: 12,00 €)

Dauer: 90 Minuten
Sprache: Deutsch

Einführung:
Dorothea Hartmann
3.6., 19:15 - 19:45 Uhr
Muffatwerk Café

Weitere Aufführungen:
19. / 21. - 24.6.2018
Deutsche Oper Berlin, Tischlerei
Theater

Bubble <3

Uraufführung

Eine Berührung - und wir sind umgeben von Bildschirmen, freigeschaltet mit einem Blick. Durch unsichtbare Hände werden wir in irgendein namenloses Refugium eingeblendet, unsere Geometrie in Echtzeit erweitert und ergänzt. So für die Gegenwart optimiert, wirst du eine Stimme hören, dünn und kurzatmig; diese Maschine, die lernt, adaptiert und authentifiziert. Erkennst du dieses Gesicht? Vollständig verwoben mit dem Gewebe der Existenz. Eine schizoide Gruppenhalluzination. Das Geschwätz von Trollen in einer Art Scheintod.

In der Gecko-Kammer wiederhole ich ich, ich ich höre dieses Herz dieses Herz, dieses Herz. Aufbewahrt, zwischen vier Wänden, die immer gleichen schwachen und fernen Erinnerungen. Halbherzig platziert, bereit zum Abruf. Wir sind um den Block gelaufen, mehrmals, ohne den Zwang der Erinnerung. Wir erleben und wir teilen diese Momente, in einer Wissens-Cloud; die an unseren Gehirnen herumnagt, mit Lichtgeschwindigkeit. Neutrale, perfekte Energieverwaltung. Alles bleibt, wie es war.

In einer hyper-verbundenen Ära verwischen die Grenzen zwischen dem Realen und dem Virtuellen zunehmend. Aufgrund der weit verbreiteten Nutzungsmöglichkeiten von Internet und Social Media sind Informationen jederzeit abrufbar und menschliche Beziehungen werden durch Berühren eines Bildschirms geknüpft. Jedoch lässt uns eine solch extreme Bequemlichkeit nur allzu leicht hinnehmen, dass wir unsere alltäglichsten und unbewussten Gedanken und Handlungen aufgegeben haben; intime Aspekte aus dem Alltag zahlloser Individuen, die durch unsichtbare Hände hochgerechnet, verarbeitet und wieder eingespeist werden in eine Echokammer gewinnbringender Algorhythmen.

In Bubble <3 wird ein Publikum um ein Wohnhaus herumgeführt, wobei es dreimal um den Block läuft, bevor es schließlich ein Wohnzimmer betritt. Die Zuschauer sind angehalten, kleinere Gruppen für die einzelnen Umrundungen zu bilden, und zwar durch verschiedene performative und räumliche Interventionen. Speziell ausgedachte Szenen alltäglicher Handlungen kommen während der Führungen zustande, eine Kakophonie aus musikalischen Eruptionen, Nebengeräuschen und ungefilterten Dialogen, die das endlose Geschwätz anonymer Trolle (Provokateure) in Onlineforen simulieren.

Mit jeder Wiederholung verschwimmt ein Moment der Vertrautheit aufgrund der Unsicherheit über die Authentizität des Erlebten. Den Höhepunkt bildet die Wohnzimmer-Szene, in der die Sprechblase durch eine stumme Blase aus vier Wänden ersetzt wird und zuvor nicht zu verortende Klänge nun als eine auskomponierte Klang-Architektur in den Vordergrund rücken.

Komposition und Installation: Lam Lai; Komposition und Libretto: Wilmer Chan; Libretto, Bühne und Choreographie: Nadim Abbas; Komposition und Projektmanagement: Vanissa Law; Installation und Bühne: Fiona Lee; Konzept und Regie: Lam Lai, Wilmer Chan, Nadim Abbas, Vanissa Law, Fiona Lee

Mit: Susanne Leitz-Lorey (Sopran, Neue Vocalsolisten), Martin Nagy (Tenor, Neue Vocalsolisten), Guillermo Anzorena (Bariton, Neue Vocalsolisten)

Koproduktion der Münchener Biennale mit Musik der Jahrhunderte Stuttgart In Auftrag gegeben von dem West Kowloon Cultural District
In Kooperation mit Connecting Space Hongkong, Goethe-Institut Hongkong und der Zürcher Hochschule der Künste
Mit freundlicher Unterstützung von LOVAAS
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Tickets: 18,00 € (ermäßigt: 10,00 €)

Dauer: 60 Minuten
Sprache: Deutsch*

*Sprache: Original in Englisch, deutsche Übersetzung: Blandine Brösicke

Weitere Aufführungen:
6. - 10.2.2019
ECLAT Festival Neue Musik,
Theaterhaus Stuttgart
Theater

Skull ark, upturned with no mast

Uraufführung

Welche Dimensionen des Wortes "Privatsache" stehen eigentlich im Raum, wenn extreme äußere Bedingungen das Dasein bestimmen? Dies fragten sich Clara Inanotta und Anna Kubelik, als sie auf ein frappierendes Naturereignis stießen. In einem Artikel lasen sie von zwei Garnelen, die als Larven in einen Gießkannenschwamm gespült wurden. Fixiert im Inneren des Schwamms wuchsen die Garnelen auf, erhielten dort alle notwendigen Nährstoffe und lebten ihr (ungewöhnlich langes) Leben in unfreiwilliger Abgeschlossenheit von der Außenwelt. Die Frage wäre nun: wird ein solcher Zustand als natürlich empfunden, wenn er bereits im frühesten Entwicklungszustand eines Lebewesens eintritt? Oder erwirken vererbte Instinkte ein wie auch immer geartetes Bewusstsein von der erzwungenen Einschränkung des natürlichen Verhaltensspektrums und lösen Widerstandsimpulse aus? Eingeklemmt in die Strukturen einer raumgreifenden Skulptur simulieren in Iannottas Musiktheater vier Sängerinnen, Musikerinnen und Tänzerinnen die widersprüchlichen Umstände einer fast vollständigen Einschränkung privater (Instinkt-)Bedürfnisse und fragen nach verbliebenen Handlungsmöglichkeiten in Zuständen absoluter Isolation.

Koproduktion der Münchener Biennale mit Musik der Jahrhunderte Stuttgart
Kooperation mit der whiteBOX.art München, dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD und Elektronisches Studio der TU Berlin
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Komposition und Konzeption: Clara Iannotta; Bühnenbild: Anna Kubelik; Lichtdesign: Eva G. Alonso

Mit: Johanna Zimmer (Sopran, Neue Vocalsolisten), Truike van der Poel (Mezzosopran, Neue Vocalsolisten), Karin Hellqvist (Violine), Emma Iannotta (Tanz), Chris Swithinbank (Sound)

Tickets: 18,00 € (ermäßigt: 10,00 €)

Dauer: 45 Minuten
Keine Sprachkenntnisse erforderlich

Weitere Aufführungen:
15.8.2018
mikromusik Berlin

6. - 10.2.2019
ECLAT Festival Neue Musik,
Theaterhaus Stuttgart
Theater

TONHALLE (Max-Joseph-Platz 1b)

Eine musik-theatralische Selbstbehauptung

Uraufführung

Mitten ins Gewühl, ins Zentrum der Stadt, hat sich das Henosode-Quartett seine eigene Tonhalle gebaut. 2,75m x 5,25m x 2,00m, nicht größer, nicht kleiner. Das Platzangebot ist limitiert. Aber die Musiker wollen nicht länger in der von Kennern gefeierten Randständigkeit ausharren. Sie haben sich unter der Leitung eines Herrn mittleren Alters mit dem weltläufigen Namen Thomas Douglas ein Herz gefasst und stellen ihre zarte Klangwelt der rauen Wirklichkeit, mit allen Konsequenzen. Er lehrt sie, keine Widrigkeit ungenutzt zu lassen, jede Störung der unkontrollierbaren Außenwelt in eine Stärke umzumünzen und in den ihnen eigenen musikalischen Ausdrucks zu überführen. Am Ende wird die kleine Zuhörerschaft in einem ungeahnt heiteren Zustand der Uneindeutigkeit das kleine Häuschen verlassen, erlöst von dem Zweckdienlichen, wehrhaft gegen Unvorhergesehenes.

Komposition und Regie: Ruedi Häusermann; Architektur: Giuseppe Reichmuth; Kostüm: Sabine Hilscher; Dramaturgie: Judith Gerstenberg; Klanggestaltung: Gabriel Dembach, Simon Hertling, Jesko Stüve, Shintaro Sugiura (Studierende der UdK)

Mit: Thomas Douglas (Schauspieler) und dem Henosode-Quartett: Sarah Hubrich (Violine), Josa Gerhard (Viola), Benedikt Bindewald (Viola), Christoph Hampe (Violoncello)

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale
Koproduktion der Münchener Biennale mit dem Festival Rümlingen und der KlangKunstBühne der Universität der Künste Berlin
Mit Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Tickets: 18,00 € (ermäßigt: 10,00 €)

Dauer: 45 Minuten
Sprache: Deutsch

Weitere Aufführungen:
15. - 18.8.2018
Festival Rümlingen

Juni 2019
Staatsschauspiel Hannover,
Festival Theaterformen
Theater

Interdictor

Uraufführung

Wir schreiben das Jahr 2018. In der "Villa Stuck" steht der INTERDICTOR. Diese technoide Skulptur ist Installation, Klangmaschine und Bühne zugleich. Urheber der raumschiffartigen Konstruktion, deren Titel anspielt auf die Flugobjekte der Filmsaga "Star Wars", ist der amerikanische Komponist Marek Poliks. Mechanische und digitale Töne lassen den INTERDICTOR erklingen und bilden im Zusammenspiel mit programmierten Licht- und Videoereignissen ein irritierendes Bezugssystem. Dem Anblick des Raumschiffes wohnt die Verheißung auf einen Neuanfang inne. Zugleich aber wirft der INTERDICTOR seine Betrachter zurück auf die sozialen und ökologischen Verwerfungen, die den Planeten Erde zu Beginn des 21. Jahrhunderts kennzeichnen. O-Ton Poliks: "Mein Raumschiff stellt sowohl eine indifferente Erde als auch ein romantisches Mittel zur Flucht in uns selbst dar. Als Interdictors bewegen wir uns ständig zwischen beiden Phasen hin und her." An acht Tagen des Festivals wird sich der INTERDICTOR zu bestimmten Zeitpunkten innerhalb der Museumsöffnungszeiten in Bewegung setzen. Unter anderem mithilfe von 640 bürstenlosen Motoren, automatisierten und eigenschwingenden Komponenten sowie einer von Christian Smith gestalteten Wartungsdrohne.

Komposition, Konstruktion, Entwicklung: Marek Poliks; Schlagzeug: Christian Smith; Interface design: Christine Kallmayer, Erik Jung (Fraunhofer IZM); Produktion: littlebit GbR, Axel Bock, Markus Oppenländer

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale
Koproduktion der Münchener Biennale mit Kolumba (Kunstmuseum des Erzbistums Köln)
Kooperation mit dem Museum Villa Stuck, München
Theater

Ein Porträt des Künstlers als Toter

Uraufführung

Die persönliche Geschichte des Schauspielers Daniele Pintaudi beginnt mit einem Gerichtsverfahren wegen einer Wohnung in Argentinien, die ein Verwandter von ihm 1978 während der Militärdiktatur erworben hatte und einst dem Komponisten Franco Bridarolli gehörte, dessen Familie die Wohnung nun zurückfordert. Zusammen mit dem Autor Davide Carnevali reist Pintaudi 2015 nach Argentinien und erfährt hier die Geschichte Bridarollis, der zum Zeitpunkt seines Verschwindens an den Kompositionen eines zur Zeit der NS-Diktatur in Deutschland verschwundenen jüdischen Komponisten arbeitete. Das Projekt kreist um die Abwesenheit des Körpers des desaparecido, des verschwundenen Menschen, und dessen Schicksal - Deportation, Gefangenschaft und Tod - ungewiss bleibt. Wie kann man dem, der zum Schweigen gebracht wurde, die Stimme wiedergeben? Wie kann man die Kunst dem Künstler, dessen künstlerischer Ausdruck verboten wurde, zurückgeben? Und vor allem: Wie kann man seinen verschwundenen Körper wieder ans Licht bringen?

Komposition: Franco Bridarolli; Regie und Text: Davide Carnevali; deutsche Übersetzung des Textes: Sabine Heymann; Bühne und Kostüme: Charlotte Pistorius; Dramaturgie: Roman Reeger

Mit: Franco Bridarolli (Klavier), Daniele Pintaudi (Schauspiel, Klavier)

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale und der Staatsoper Unter den Linden
Koproduktion der Münchener Biennale mit der Staatsoper Unter den Linden
Gefördert durch das Goethe-Institut

Tickets: 20,00 € (ermäßigt: 12,00 €)

Dauer: 80 Minuten
Sprache: Deutsch*

Einführung:
Roman Reeger
4.6., 18:15 Uhr,
Schwere Reiter Foyer

*Sprache: Original in italienisch, deutsche Übersetzung: Sabine Heymann

Weitere Aufführungen:
28./30.6. und 1./4./6./8.7.2018
Staatsoper Unter den Linden Berlin,
Neue Werkstatt / Alter Orchesterprobensaal
Theater

Nachlassversteigerung

- Auktionshaus Maidler -

Uraufführung

Wenn das Auktionshaus Maidler im Programmbuch der Münchner Biennale eine Annonce für eine Nachlassversteigerung schaltet, dann muss man sich Gedanken machen. Musikalien zumindest stehen nicht auf der Inventarliste. Plant die alteingesessene Institution etwa eine Neuausrichtung ihrer Versteigerungsperformance und startet im Rahmen der Biennale einen entsprechenden Pilotversuch? Die Sache ist undurchsichtig. Daher nun der Anzeigentext im Original:
"Auktionshaus Maidler: Nachlassversteigerung. Meistbietend zur Versteigerung gebracht wird der Inhalt einer gepflegten 4 Zimmer-Wohnung mit ca. 80qm Wohn- bzw. Nutzfläche in der Fürstenstraße 6 (80333 München/Maxvorstadt). Es stehen u.a. zur Besichtigung: Schmuck, zeitgenössische Kunst, Designerbett mit Matratze, historischer Paravent, Jalousien mit Lamellen, tropische Pflanzen, Aquarium mit Inhalt, Küche komplett mit E-Geräten, Sauggerät, Stereo-Anlage, Überwachungskameras, DVD-Player, Telefon mit Anrufbeantworter, Hygieneartikel und Brillen. Alles ohne Limit. Nur Barzahlung möglich. Die Versteigerung des Auktionshauses erstreckt sich über mehrere Tage und erfordert eine Anmeldung über die Vorverkaufsstellen der Biennale."

Komposition: Frederik Neyrinck; dramaturgisches Konzept und Regie: Isabelle Kranabetter; Bühne und Kostüme: Sarah Hoemske

Spiel: Teresa Doblinger, Nikolaus Feinig, Andreas Fischer, Gabi Geist, Martin Umbach

Koproduktion der Münchener Biennale mit Musik der Jahrhunderte Stuttgart
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes
Mit freundlicher Unterstützung von LOVAAS

Tickets: 18,00 € (ermäßigt: 10,00 €)

Dauer: 80 Minuten
Sprache: Deutsch

Weitere Aufführungen:
6. - 10.2.2019
ECLAT Festival neue Musik,
Theaterhaus Stuttgart
Theater

Salon des Wunderns und der Pflichten

Navid Kermani, Manos Tsangaris, Daniel Ott und Gäste

An sieben Abenden laden der Schriftsteller Navid Kermani sowie die künstlerischen Leiter der Biennale Daniel Ott und Manos Tsangaris zu später Stunde zu einem "Salon des Wunderns und der Pflichten" in die Lothringer Straße. Es wird gesprochen und Musik gespielt, es wird gelesen und vielleicht auch gesungen; wenn schon nicht alles dann ist doch vieles möglich, und manches muss geschehen. Auch Gäste wird es geben, die "Privatsachen" mitbringen, Künstler aus den Biennale-Produktionen und sonst aus dem Münchner Leben. Jeder Abend wird anders sein, aber zu jedem Ausklang wird mit dem Publikum auf den Tag angestoßen, der vergangen ist. Am siebten Abend werden Navid Kermani und Manos Tsangaris, die seit dreißig Jahren im selben Kölner Haus leben, in einem "Salon spezial" über eigene "Privatsachen" in einen literarisch-musikalischen Dialog treten.

In Kooperation mit der Lothringer13

Tickets: 8,00 € (ermäßigt: 5,00 €)

Sprache: Deutsch

Weiterer Termin:
Sa, 9. Juni, 22:00 Uhr, Gasteig/Carl-Orff-Saal
Theater

Third Space

Uraufführung

Der Komponist Stefan Prins und der Choreograph Daniel Linehan haben in enger Zusammenarbeit eine hybride Performance aus Musik und Tanz entwickelt, die sich mit den Themen und Fragen zum Begriff der "Privatsache" auseinandersetzt.
In Zusammenarbeit mit 7 Tänzern von Linehans Tanzkompanie Hiatus, 10 Musikern des Klangforums Wien und dem Dirigenten Bas Wiegers, haben Linehan und Prins "THIRD SPACE" konzipiert, das nicht in die konventionellen binären Systeme unterteilt werden kann. Der Raum, der hierbei geöffnet wird, ist weder vollständig real noch vollständig virtuell, sondern nimmt stattdessen ein Gebiet zwischen beidem ein. Strukturiert wie eine Schleife, welche zweimal durchlaufen wird, spielt THIRD SPACE mit den Perspektiven und Wahrnehmungen der Zuschauer. In jeder Wiederholung erhält das Publikum jeweils vollkommen andere Informationen durch die Übermittlung von Video-, Ton- und Live-Performances. Fragen nach der Macht der erzeugten Bilder eröffnen sich: Wer oder was hat die Kontrolle? Wer oder was ist die treibende Kraft der Performance?

Komposition und Konzept: Stefan Prins; Choreografie und Konzept: Daniel Linehan und Hiatus; Musikalische Leitung: Bas Wiegers; Dramaturgie: Alain Franco; Bühnenbild: 88888; Video: Damien Petitot; Lichtdesign: Ralf Nonn; Kostüm: Fréderick Denis; Sounddesign: Florian Bogner und Peter Böhm

Mit: Hiatus (Tanz): Gorka Gurrutxaga Arruti, Renan Martins, Anne Pajunen, Victor Pérez Armero, Alexander Standard, Louise Tanoto, Katie Vickers und Klangforum Wien (Musik): Olivier Vivarés (Klarinette), Gerald Preinfalk (Saxophon), Anders Nyqvist (Trompete), Ivo Nilsson (Posaune), Florian Müller (Klavier), Krassimir Sterev (Akkordeon), Lukas Schiske (Schlagwerk), Yaron Deutsch (E-Gitarre), Dimitrios Polisoidis (Viola), Uli Fussenegger (Kontrabass)

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Produktion von Hiatus (Brüssel) und dem Klangforum Wien
In Kooperation mit ICST - Institute for Computer Music and Sound Technology - Zürcher Hochschule der Künste (CH)
Eine Koproduktion der Münchener Biennale und deSingel International Arts Campus
Mit Unterstützung der flämischen Behörden, Gastspielpartner: rainy days und Grand Théâtre de Ville Luxembourg
Klangforum Wien wird unterstützt durch ERSTE BANK

Tickets: 20,00 € (ermäßigt: 12,00 €)

Dauer: 90 Minuten
Keine Sprachkenntnisse erforderlich

Einführung:
Alain Franco
5.6., 19:15 - 19:45 Uhr
Carl-Orff-Saal / Foyer 2. OG

Weitere Aufführungen:
25.11.2018
Luxemburg:
rainy days und Grand Théâtre de Ville Luxembourg

1./2.5.2019
Antwerpen,
deSingel International Arts Campus, Theaterstudio
Kulturveranstaltung

regno della musica - TERRA

Gesrpäch, Konzert, Essen, Lektüre, Daphne, Fußbad, Kindergeburtstag, Musik, Stille, Diskussion, Oper, Schubertiade

Uraufführung

"Das Königreich der Musik - ERDE", dies schrieb Ingeborg Bachmann vor vielen Jahren auf ein Telegramm an H. W. Henze. 2018 nun greifen die die Komponistin Saskia Bladt sowie die Künstlerin und Bühnenbildnerin Anna Sofie Lugmeier die Notiz Ingeborg Bachmanns auf, verwandeln sie in den Titel ihres Biennale-Vorhabens und schreiben folgende Zeilen an das Publikum des Festivals:
"Eine neue Oper entsteht als eine Art selten gewordenes oder gar fast vergessenes Vehikel, mit dessen Hilfe ein Vordringen zu einem regno della musica wieder möglich erscheint. Gemeinsam mit Ihnen sowie den Sängerinnen und Sängern der Neuen Vocalsolisten aus Stuttgart möchten wir während des gesamten Festivalzeitraums diese neue Oper erfinden - und zwar ganz privat. Während eines gemeinsamen Abendessens, eines Frühstücks, eines Bergfestes, eines Konzerts, in der Stille oder im Verlauf eines Kindergeburtstags werden Menschen, Themen, Klänge und Töne aufeinandertreffen. Das Wesen des Neuen Musiktheaters nährt sich hier aus kollektiver Teilhabe, aus den Begegnungen im täglichen Entstehen und Versiegen privater Dialoge. Um schließlich Form anzunehmen. Doch bevor es soweit ist, freuen wir uns, Sie zu dieser festlichen Überfahrt einladen zu dürfen. Wo? Das teilen wir ihnen persönlich mit. Seien Sie Herzlich Willkommen!"

Komposition: Saskia Bladt; Bühne, Video, Text: Anna Sofie Lugmeier

Mit: Neuen Vocalsolisten (Johanna Zimmer, Susanne Leitz-Lorey, Truike van der Poel, Daniel Gloger, Martin Nagy, Guillermo Anzorena, Andreas Fischer) und Sophie von Arnim, Eliane Fankhauser, Jens Fuhr, Diana Barbosa Gil, Chasper-Curò Mani, Evamaria Müller, Jon Richter, Martin Spura, Emily Yabe, Elizabeth Waterhouse

Koproduktion der Münchener Biennale mit Musik der Jahrhunderte Stuttgart
Mit freundlicher Unterstützung von LOVAAS
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Tickets: 18,00 € (ermäßigt: 10,00 €)

Tickets sind am Veranstaltungsort erhältlich und gelten für jeweils 120 Minuten.

Nach Anmeldung unter regno@muenchenerbiennale.de treten die beiden Künstlerinnen Saskia Bladt und Anna Sofie Lugmeier mit Ihnen in Kontakt und laden Sie persönlich ein, um Zeit, Ort und Inhalt zu vereinbaren (Bitte einfach nur "Anmeldung" im Betreff Ihrer Mail notieren).

Weitere Aufführungen:
6. - 10.2.2019
ECLAT Festival neue Musik,
Theaterhaus Stuttgart
Theater

Königliche Membranwerke - Nomictic Solutions

Uraufführung:

Wichtiger Außentermin der Münchner Biennale: In der idyllisch gelegen Villa Waldberta am Starnberger See präsentieren die Königlichen Membranwerke ein innovatives audio-sensibles Überwachungssystem namens "Nomictic Solutions". Die automatisierte Stimmanalyse liest Mikro-Narben auf den Stimmbändern und wertet diese aus. Im Rahmen des exklusiven Businessmeetings führt das Kernteam der Königlichen Membranwerke die Zuschauer als potentielle Kunden in die Tiefen vokaler Identitätskonstruktionen. Der Realraum sowie die natürliche Disposition von Sprache und Singstimmen werden gefiltert und die Wirklichkeit wird durch situative Entgrenzung transformiert. Inmitten des aquatischen Speichermediums Starnberger See wird die Stimmanalyse schließlich live und exemplarisch demonstriert. Ein ortsbezogenes Musiktheater mit Investitionspotential. Busshuttle von der S-Bahn-Station "Starnberg-Nord" inklusive!

Komposition, Konzept und Regie: Miika Hyytiäinen und Nicolas Kuhn; Konzept, Regie, Video und Text: Babylonia Constantinides; Bühnen- und Kostümbild, Konzept und Regie: Anna Maria Münzner; Dramaturgie: Christiane Plank

Mit: Marie-Sophie Pollak (Sopran), Martina Koppelstetter (Alt), Eberhard Lorenz (Tenor), Felix Schwandtke (Bass), Caroline Ebner (Schauspiel), Samuel Stoll (Solo-Horn), Fabian Reinhardt (Horn), Bence Sóvágó (Horn), Matyas Gergö (Tuba), Kai Wangler (Akkordeon)

Kompositionsaufträge der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale
Produktion der Münchener Biennale
In Kooperation mit dem Künstlerhaus der Landeshauptstadt München / Villa Waldberta

Tickets: 25,00 € (ermäßigt: 15,00 €)

Dauer: 3 Stunden
Sprache: Englisch

In den Tickets ist die MVV-Nutzung am Tag der Veranstaltung enthalten. Am Treffpunkt S-Bahnhof Starnberg Nord holt ein Doppeldeckerbus Sie ab.
Bitte richten Sie sich auf Fußwege in zum Teil unbefestigtem Gelände ein. Die Veranstaltung findet teilweise unter freiem Himmel statt (auch bei Regen) und auf dem Starnberger See. Danach fährt der Bus Sie zum Ausgangspunkt S-Bahnhof Starnberg Nord zurück.

Tickets: 25,00 € (ermäßigt: 15,00 €)

Dauer: 3 Stunden
Sprache: Englisch

In den Tickets ist die MVV-Nutzung am Tag der Veranstaltung enthalten. Am Treffpunkt S-Bahnhof Starnberg Nord holt ein Doppeldeckerbus Sie ab.
Bitte richten Sie sich auf Fußwege in zum Teil unbefestigtem Gelände ein. Die Veranstaltung findet teilweise unter freiem Himmel statt (auch bei Regen) und auf dem Starnberger See. Danach fährt der Bus Sie zum Ausgangspunkt S-Bahnhof Starnberg Nord zurück.

Die Veranstaltung ist leider nicht barrierefrei.
Theater

Bathtub Memory Project

Uraufführung

Zunächst einmal geht es genau um dies: eine Badewanne. Hygienisch einwandfrei und stets mit frischem, angenehm temperiertem Wasser gefüllt, steht die Wanne für einen einzelnen Zuschauer bereit. Wer hier jedoch in selbst gewählter Badebekleidung Platz nimmt, kann deutlich mehr erleben, als einen entspannten Aufenthalt in aromatischen Badezusätzen. Das "Bathtub Memory Project" evoziert eine Rückkehr in längst verloren geglaubte Bereiche des eigenen (Unter-)Bewusstseins. Eingebettet in Wasser und umgeben von den Ereignissen einer sich allmählich entwickelnden Raumkomposition aus Vokalklängen und Filmprojektionen taucht der Badegast ab in Erinnerungsräume der frühen und frühesten Kindheit. Die Wanne gerät zum Unterschlupf und Schutzraum. Das während einer Biennale-Plattform in Athen entwickelte Musiktheaterprojekt rekonstruiert eine der exklusivsten Privatsachen überhaupt: die Verbindung von Kind und Mutter im ungestörten Urzustand von Hören, Sehen und Fühlen. Das "Bathtub Memory Project" ist ein kurzer, intensiver Flashback, der exakt so lange währt, bis das Badewasser kalt ist. Also höchstens 15 Minuten. Anschließend wird ein Handtuch gereicht.

Komposition: Eleftherios Veniadis; Regie: Eleni Efthymiou; Video: Leonidas Giannakopoulos; Bühne und szenische Ausstattung: Natasa Efstathiadi

Mit: Maria Karamouza (Sopran), Eleni Efthymiou (Sopran), Athanassia Teliou (Viola da Gamba)

Ein Projekt des Onassis Cultural Center Athen in Kooperation mit der Münchener Biennale
In Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Athen und der Allianz Kulturstiftung

Tickets: 5,00 €

Dauer: 15 Minuten
Sprache: Deutsch, Englisch und Griechisch
für jeweils einen Zuschauer

Beginn: Zu jeder halben und vollen Stunde

Badeutensilien werden zur Verfügung gestellt.
Theater

Alles klappt

Uraufführung

"Liebste Kinder. Sind gut angekommen. Schlafen gut. Warm. Seid unbesorgt! Konzerte und anderes. Laufend Pakete auf Zulassungsmarken. Kochgelegenheiten. Seid gesund! Ständig denke ich an Euch."
Eine Gruppe von Archivaren pflegt gleichsam sorgfältig und entfremdet eine Sammlung. Es scheint, als hätten sie sich und ihre Erinnerungen dem Magazin ausgeliefert. Während einer Betriebsfeier entstehen Störungen im Ablauf: Gegenstände ergreifen Besitz von den Archivaren; sie beginnen, mit fremden Stimmen ihre Geschichten zu erzählen. Andenken ist Privatsache und will immer wieder belebt werden. Das Musiktheater "Alles klappt" basiert auf Archivmaterial des jüdischen Museums in Prag, einem von Ondřej Adámeks Großvater mitgestalteten Treuhandkatalog, sowie auf Briefen und Postkarten, die dem Nachlass der Familie Adámek angehören. Ausgehend von den Propagandatexten sowie dem unbeugsamen Optimismus, den die vorgefundenen Postkarten aufrufen, komponiert Ondřej Adámek Wort für Wort, Phonem für Phonem musikalische Gesten zwischen Flüstern, rhythmischem Sprechen, Schreien und Singen. Das Vergangene ist nicht tot, es ist nicht einmal vergangen.


Komposition: Ondřej Adámek; Libretto und Regie: Katharina Schmitt; Bühne und Kostüm: Patricia Talacko; Dramaturgie: Götz Leineweber

Mit: Kathrin Zukowski (Sopran), Thérese Wincent (Sopran), Landy Adrianboavonjy (Sopran), Steve Zheng (Tenor), Dominic Kraemer (Bariton), Tobias Müller-Kopp (Bariton), Jeanne Larrouturou (Percussion), Miguel Ángel Garcia Martin (Percussion)

Kompositionsauftrag der Landeshauptstadt München zur Münchener Biennale, finanziert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Produktion der Münchener Biennale in Kooperation mit dem Residenztheater München, der Theaterakademie August Everding und enoa (European Network of Opera Academies), unterstützt von Creative Europe Programme der Europäischen Union
Gefördert vom deutsch/tschechischen Zukunftsfonds
Die Aufführung wird von BR-Klassik aufgezeichnet

Tickets: 21,00 € (ermäßigt: 8,00 €)

Dauer: 75 Minuten
Sprache: Deutsch mit englischen Übertiteln*

Einführung:
Götz Leineweber
7.6., 19:15 - 19:45 Uhr
Marstall Café

*Sprache Original in Deutsch mit englischen Übertiteln, englische Übersetzung: Penny Black

Weitere Aufführungen:
Ab 18.10.2019
Basel, Gare du Nord
Theater

Up Close and Personal

Uraufführung

Als gefragter Countertenor und Performer widmet sich Daniel Gloger voll und ganz seiner Arbeit. Jede Woche in einer anderen Stadt auftretend und nur selten im eigenen Bett schlafend, lebt er einen nomadischen Lebensstil, der absolute Hingabe erfordert. Die Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben sind hierbei fließend. Um diesem Zustand entgegenzuwirken, versucht Gloger seine "ICH-Zeit" zu optimieren: Er übt sich in Meditation, versucht die Bedürfnisse seines Körpers zu respektieren, nimmt sich Zeit für Entspannungsübungen und erweitert seinen intellektuellen Horizont anhand von Literatur, Musik und Kunst. Allerdings lebt er ja in einer Zeit, in der sich persönliches und spirituelles Wohlbefinden Dank einer Vielzahl intelligenter Lösungsangebote sogar bei engem Zeitplan realisieren lassen. In der whiteBOX, in welcher Gloger ein Gästeapartment bezogen hat, bietet der Künstler den Zuschauern der Biennale an gleich mehreren Tagen während des Festivalzeitraums die Möglichkeit, ihn vor Ort zu besuchen und einen Einblick zu gewinnen in die Besonderheiten seiner täglichen Abläufe und seines ganz eigenen, privaten Lebensstils.

Komposition: Kaj Duncan David; Choreografie und Video: Troels Primdahl

Mit: Daniel Gloger (Countertenor, Neue Vocalsolisten)

Koproduktion der Münchener Biennale mit Musik der Jahrhunderte Stuttgart
Kooperation mit der whiteBOX.art München
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes

Tickets: 18,00 € (ermäßigt: 10,00 €)

Dauer: 90 Minuten
Sprache: Englisch

Weitere Aufführungen:
Mai 2019
Aarhus, SPOR Festival

6. - 10.2.2019
ECLAT Festival neue Musik,
Theaterhaus Stuttgart
Vortrag

Vorträge und Gespräche zu "Privatsache/Private Matter"

8.6., 18 - 20 Uhr, Carl-Orff-Saal
Daniel Libeskind, Stephan Pauly
Moderation: David Roesner

9.6., 14 - 15:30 Uhr, Carl-Orff-Saal
Saskia Sassen
Moderation: David Roesner

9.6., 16 - 17:30 Uhr, Carl-Orff-Saal
Marlene Streeruwitz
Moderation: David Roesner

Am Freitag und Samstag des zweiten Festivalwochenendes begrüßt die Biennale vier Gäste aus Bereichen abseits von Oper und Musiktheater. So betrachten die in New York wirkende Soziologin Saskia Sassen, die österreichische Autorin Marlene Streeruwitz sowie der US-amerikanische Architekt Daniel Libeskind (im Gespräch mit dem Intendanten der Alten Oper Frankfurt Stephan Pauly) das Wesen der "Privatsache" aus (raum-)philosophischen und gesellschaftstheoretischen Blickwinkeln.

Mit: Daniel Libeskind, Stephan Pauly, Saskia Sassen und Marlene Streeruwitz; Moderation: David Roesner

Tickets: 8,00 € (ermäßigt: 5,00 €)

Sprache: jeweils Englisch mit deutscher Simultanübersetzung
Theater

Liminal Space

Uraufführung

Mit "Liminal Space" präsentiert die Hochschule für Musik und Theater München ihre diesjährige "Musiktheater im Reaktor"-Produktion mit sieben Kurzopern, die sich dem Biennale-Thema PRIVATSACHE / PRIVATE MATTER aus verschiedenen Blickwinkeln nähern: Es geht um soziale Kontrolle im Treppenhaus, veröffentlichte Privatheit in der digitalen Welt oder die territoriale Verteidigung gegenüber Fremden.
"Liminal Space", ein Begriff für fortschreitenden Übergang, für den spannungsvollen Augenblick eines Dazwischen, präsentiert sich musikalisch vielfältig mit insgesamt 20 Sängerinnen und Sängern in über 60 Partien und außergewöhnlichen Instrumentierungen von Kontrabass-Trio, Hackbrett und Zither bis Live-Elektronik. Unter der Regie von Waltraud Lehner verbinden sich die sieben Kompositionen zu einem Abend, der Schwellenmomente im reibungsvollen Verhältnis von Individuum und Gruppe, von Einzelnem und Gesellschaft reflektiert. Es spielt das ensemble oktopus für musik der moderne unter der Leitung von Jan Müller-Wieland.

Komposition: Caio de Azevedo, Robin Becker, Felix Bönigk, Alexander Mathewson, Philipp Christoph Mayer (Text: Kornelius Silvan Paede), Jakob Stillmark, Maximilian Zimmermann; Bühne: Ulrich Frommhold; Kostüme: Katherina Kopp; Regie: Waltraud Lehner; Dramaturgie: Christian Mayer; Musikalische Leitung: Jan Müller-Wieland

Mit: Sängerinnen und Sänger der Gesangsklasse der Hochschule für Musik und Theater München und dem ensemble oktopus für musik der moderne

Produktion der Hochschule für Musik und Theater München
Kooperation mit der Münchener Biennale
Gefördert durch die LfA Förderbank Bayern

Tickets: 25,00 € (ermäßigt: 15,00 €)

Dauer: 70 Minuten
Sprache: Deutsch mit deutschen Übertiteln

Einführung:
Elli Neubert
10.6., 18:15 - 18:45 Uhr
Reaktorhalle Foyer
Theater

Die München "Ø" Trilogie

(Episoden 13("The Temptations of St. Anthony"), 14("The Mark Ø")and 15("Die Nacht der Welt")), Neo-Hippie-Interventionistische-Anti-Internet-Peripherie-Welttournee-Roadshow und Meta-Opr "The Followers of Ø" feat. Der Heilige Geist

Uraufführung

Trond Reinholdtsens 2009 gegründete "Norwegian Opra" ist der utopische Versuch absoluter künstlerischer Freiheit, um die vollständige Kontrolle über alle Aspekte des Produktions-Apparates zu erlangen: Der Operndirektor war auch Komponist, Hauptdarsteller, Orchester, Regisseur, Licht-Designer, Kantinenkoch, Pressesprecher, Vorverkaufsleiter, Publikum und Gewerkschaftsboss etc.. Zuletzt entstand im Keller des Opern-Hauses die potenziell unendliche Opern-Serie gefilmter Aufführungen "Ø". Hierin experimentieren drei postmenschenähnliche Charaktere als Vorbereitung auf das die gesamte Welt verändernde "Event" mit Alchemie, politischer Theorie und moderner Kunst. Nach fast drei Jahren introvertierter, inzestuöser Aktivitäten durchbricht die Crew der Norwegian Opra Superstars ihre Isolation und steigt für eine vierzehntägige Tour durch Europa in den Opra -Van. Täglich wird ein dokumentarisches Opern "Road Movie" produziert und an geeigneten Münchner Spielstätten gezeigt. Wenn die zunehmend haarige, stinkende Gruppe der reisenden genialen Dilettanten schließlich die Biennale erreicht, wird eine ganze Armee sogenannter "Follower" die Truppe unter der Parole "Von Privatsache bis Weltreligion" begleiten, um sich an der totalumwälzenden ritualistischen Opern-Predigt der frühen Tage der Apostel zu beteiligen.

Komposition: Trond Reinholdtsen

Mit: Snorre Hvamen, Tobias Schülke, Kai Johnsen, Amund Sjølie Sveen, Harald Kolaas und Trond Reinholdtsen

Koproduktion der Münchener Biennale mit der Norwegian Opra Oslo
Gefördert durch Arts Council Norway, The Composers’ Remunerations Fund, Music Norway und Fund for performing artists

Tickets: 20,00 € (ermäßigt: 12,00 €)

Dauer: 4 Stunden
Keine Sprachkenntnisse erforderlich
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