STAATLICHE MUSEEN ZU BERLIN - SONDERAUSSTELLUNGEN
Der 'Brutus' vom Kapitol. Ein Porträt macht Weltgeschichte
Mi, 24.2.2010 - So, 2.5.2010
Die Antikensammlung erhält ab Anfang Februar eine der berühmtesten und qualitätvollsten antiken Bronzen aus Rom als Leihgabe: die Büste des so genannten Brutus aus den Kapitolinischen Museen - seit der Renaissance eines der Wahrzeichen der ewigen Stadt. Dieses in jedem Buch zur römischen Geschichte abgebildete Kunstwerk, das bereits im 16. Jahrhundert als Porträt des Lucius Iunius Brutus, des sagenhaften ersten römischen Konsuls galt, bildet das Herzstück dieser kleinen Sonderausstellung.
Es zeigt das strenge Bildnis eines bärtigen Mannes in reifem Alter. Durch einen besonderen Glücksfall besitzt das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin die früheste Zeichnung der Büste in einem Skizzenbuch des holländischen Malers Maarten van Heemskerck, so dass erstmals beide Werke nebeneinander gezeigt werden können. Münzen des Caesarmörders Marcus Iunius Brutus mit dem Bildnis seines legendären Vorfahren erklären, wie der Kopf in der Renaissance zu seinem Rufnamen kam. Eine besonders spannende Rolle spielte die 'Brutusbüste' in der Französischen Revolution: Als Bildnis eines unerschütterlichen Republikaners, der durch die Vertreibung des letzten etruskischen Königs die römische Republik herbeigeführt haben soll, diente die Büste als Ka-talysator und Rechtfertigung für die Hinrichtung König Ludwigs XVI. sowie für die zunehmende Radikalisierung der Revolution.
Veranstalter:
Antikensammlung
Ort:
Altes Museum
Ein indischer Aristokrat
Louis Henri de Polier und seine Sammelalben
Fr, 5.3.2010 - So, 30.5.2010
Das Museum für Islamische Kunst besitzt eine Serie von indo – persischen Sammelalben, die von dem Schweizer Louis Henri de Polier (1741-95) zusammengestellt wurden. Polier war Hugenotte aus Lausanne mit französischen Wurzeln, der mit der englischen Ostindienkompa-nie als Chefingenieur nach Indien kam und dort bald in die Dienste des nordindischen Fürsten Shuja ad-Daula von Awadh trat.
Wie viele Ausländer im ausgehenden 18. Jahrhundert, besaß Polier nachhaltiges Interesse für die indische Kultur und eignete sich die Lebensweise der indischen Aristokratie an. Er lernte Sanskrit, Persisch und Urdu, sammelte indische Manuskripte und Buchkunst. Ganz im Stil der klassischen Moghulherrscher erwarb er ältere, erstrangige Beispiele der höfischen Moghulma-lerei, gab aber auch neue Bilder in Auftrag und trug somit maßgeblich zu einer Blüte der indi-schen Miniaturmalerei in Awadh bei, dessen bekanntester Vertreter, der Maler Mihr Tschand, zahlreiche Kunstwerke für de Polier schuf.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl von Miniaturen aus seinen Alben und dokumentiert die wichtigsten Themen, die Polier beschäftigt haben. Besonders spannend ist dabei der Ein-fluss der englischen Malerei auf die indische Buchkunst, der durch den engen Kontakt zu Ma-lern wie Johan Zoffany (1734-1810) und Tilly Kettle (1735-86) entstand, die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts für die englische Gesellschaft in Indien tätig waren, aber auch indische Herrscher, darunter Shuja ad-Daula, porträtierten.
Veranstalter:
Museum für Islamische Kunst
Ort:
Pergamonmuseum
Moderne Zeiten
Die Sammlung. 1900-1945.
Fr, 12.3.2010 - bis auf weiteres
Erstmals wird der reiche Fundus der Nationalgalerie von etwa 2500 Kunstwerken in nie gezeigter Fülle präsentiert. Zunächst werden ab März 2010 Gemälde und Skulpturen der Klassischen Moderne bis 1945 ausgestellt. Anschließend werden in einem zweiten Abschnitt Werke aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg präsentiert.
In kaum einer anderen Sammlung ist die Geschichte so bedeutsam für den Bestand wie in der Berliner Nationalgalerie. Prägend für die Vorkriegszeit ist die Zerschlagung durch die nationalsozialistische Aktion „Entartete Kunst“ im Jahre 1937. Viele expressionistische Meisterwerke wie Franz Marcs „Der Turm der blauen Pferde“ gingen verloren und werden bis heute schmerzlich vermisst. Die wichtigsten dieser ehemaligen Hauptwerke werden in Form einer „Schattengalerie“ in die im März präsentierte Sammlungsschau integriert.
Auch die deutsche Teilung manifestierte sich in unterschiedlichen Sammlungsstrategien: Während West-Berlin die formalen Neuerungen der verschiedenen Avantgarde-Strömungen in den Vordergrund stellte, lag in der Ost-Berliner Nationalgalerie der Akzent auf inhaltlichen Aspekten. Durch die Zusammenfindung beider Sammlungen ergeben sich interessante Ergänzungen - wie das Beispiel des abstrakt arbeitenden Bauhaus-Lehrers László Moholy-Nagy zeigt. Er ist Oskar Nerlinger gegenübergestellt, welcher dieselben Elemente in Verbindung mit Menschen und Maschinen zur Veranschaulichung von Großstadt, Technik und Arbeit nutzt.
Veranstalter:
Nationalgalerie
Neue Nationalgalerie
Ort:
Neue Nationalgalerie
Sammlung Edmund de Unger
Do, 18.3.2010 - bis auf weiteres
Die international als "Keir Collection" bekannte Sammlung islamischer Kunst von Edmund de Unger wird künftig als umfangreiche Leihgabe die Bestände des Museums für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin bereichern. Sie umfasst Werke aus fast allen Perioden und Kunstlandschaften der islamischen Kernländer um das Mittelmeer, aus Iran und aus Zentralasien.
Brokate und Teppiche, frühmittelalterliche Bronzen, kostbare Bergkristallobjekte sowie wertvolle Kalligraphien, Miniaturen und aufwendig verzierte Bucheinbände zählen zu der Leihgabe. Prominent ist Keramik aller Perioden vorhanden – ein Grund für den Weltruf dieser Privatsammlung. 112 der insgesamt 1500 Werke aus verschiedenen Kunst- und Kunstgewerbesparten befinden sich als 'Visitenkarte' bereits in Berlin, die übrigen werden später folgen. Ab dem 17. März wird diese Auswahl unter dem Titel "Sammlerglück" im Pergamonmuseum gezeigt, um Besucher in die Welt der Sammler und des Sammelns zu führen: woher kommen die Objekte, warum sammelt man islamische Kunst? Was sieht der Sammler in seinen Stücken und wie entsteht der Wert von Objekten auf dem Kunstmarkt?
In drei Räume unterteilt werden die Welt des Sammlers, die Biographie von Objekten und die Sammlung selbst thematisiert. Gezeigt werden unter anderem seltene, kostbare Bergkristallobjekte, deren Herstellung unter der Herrschaft der Fatimiden in Ägypten (969–1171) eine Blütezeit erlebte und die seit dem 11. Jahrhundert ihren Weg nach Europa fanden, um als Reliquiare die Kirchenschätze zu bereichern. Der Glanz des Bergkristalls wird hoffentlich auch Sie einladen, die Welt eines Sammlers zu entdecken.
Veranstalter:
Museum für Islamische Kunst
Ort:
Pergamonmuseum
Walton Ford. Bestiarium
Sa, 23.1.2010 - Mo, 24.5.2010
Auf den ersten Blick erinnern Walton Fords großformatigen, detailreichen Tieraquarelle an Drucke französischer und britischer Illustratoren der Kolonialzeit des 19. Jahrhunderts. Der zweite Blick jedoch enthüllt ein komplexes und verstörendes Universum voller Witz und An-spielungen auf übertriebene Zurschaustellung traditioneller naturgeschichtlicher Themen. Tiger, Löwen, Vögel und Affen, die die lebensgroßen Bilder bevölkern, erscheinen in unna-türlichen Situationen und Umgebungen. Die wilden Tiere sind rasante Akteure in allegori-schen Kämpfen und vielschichtigen Fantasien.
Walton Ford, der 1960 in Larchmont, New York geboren wurde und heute in den Bergen der Berkshires in Massachusetts lebt, beruft sich in seinen Bildern auf europäische Traditionen. In altmeisterlicher Schrift zitiert er Textquellen verschiedenster Autoren, Künstler und Politiker vergangener Jahrhunderte und verknüpft Dargestelltes mit aktuellen Auffassungen von Natur. Dabei hinterfragt er ein Diktum naturwissenschaftlichen Fortschritts, nach welchem Fernrohr, Mikroskop, Kamera und Computer die Natur viel genauer nachzeichnen, als das bloße Auge, als Pinsel und Farbe. Mit seinem Werk entlarvt Ford den technischen Fortschrittsglauben als Missverständnis und eröffnet einen Blick auf die Wirklichkeit, der uns lehrt, Dinge auf eine Weise zu sehen, die wir verlernt oder vergessen haben. Seine Bilder, die aus der Gegenwarts-kunst als besondere Solitäre herausragen und in den USA bereits große Aufmerksamkeit auf sich zogen, sind nun erstmalig in Europa zu sehen.
Veranstalter:
Nationalgalerie
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Verein der Freunde der Nationalgalerie
Ort:
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Mit Licht gezeichnet. Das Amalfi-Skizzenbuch von Carl Blechen
Fr, 29.1.2010 - So, 11.4.2010
Carl Blechens "Amalfi-Skizzenbuch" gilt als eines der herausragenden künstlerischen Ergebnisse seiner Italienreise im Jahre 1828 und zählt zu den bedeutendsten Leistungen der Zeichenkunst des 19. Jahrhunderts. Die kunsthistorische Einordnung Blechens als Vorläufer einer realistischen und impressionistischen Landschaftskunst gründet sich wesentlich auf die lichterfüllten, bisweilen nahezu abstrakt anmutenden Sepiazeichnungen dieses Skizzenbuches, die während eines achttägigen Aufenthaltes im Mühltal und in der Bergregion bei Amalfi entstanden.
In Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste Berlin, zu deren Kunstsammlung das Skizzenbuch gehört, präsentiert die Alte Nationalgalerie dieses 66 Blätter umfassende Werk, das hier erstmals vollständig gezeigt wird. In der Nachbarschaft zu den im dritten Ausstellungsgeschoss dauerhaft gezeigten Gemälden Carl Blechens, zu Werken Caspar David Friedrichs, Karl Friedrich Schinkels sowie darüber hinaus zu den Werken Adolph Menzels und der Im-pressionisten wird sich das "Amalfi-Skizzenbuch" als Ergänzung und Bereicherung erweisen.
Veranstalter:
Nationalgalerie
Alte Nationalgalerie
Akademie der Künste zu Berlin
Ort:
Alte Nationalgalerie
Kunst um Humboldt
Reisestudien aus Mittel- und Südamerika
Fr, 13.11.2009 - So, 11.4.2010
Die Maler Johann Moritz Rugendas, Ferdinand Bellermann und Eduard Hildebrandt unternahmen in der Nachfolge Alexander von Humboldts im 19. Jahrhundert ausgedehnte Reisen durch Lateinamerika. In den vor Ort entstandenen Reiseskizzen und Naturstudien erlebten die von Humboldt angeregten Darstellungen des amerikanischen Subkontinents eine europaweit beachtete Blüte. Von den Landschaften, der Flora und Fauna, den Ortschaften, Volkstypen, Sitten und Gebräuchen der von ihnen durchstreiften Regionen entwarfen die Künstler ein faszinierendes Bild.
Das Kupferstichkabinett besitzt qualitätsvolle Werke, die von den Reisen der Künstler zeugen. Sie stammen von Rugendas dreijährigem Aufenthalt in Mexiko (1831-34), von Bellermanns Aufenthalt in Venezuela (1842-45) und Hildebrandts erster Brasilienreise (1844). Die meisten Arbeiten wurden durch Humboldts Vermittlung von Friedrich Wilhelm IV. für das Kupferstichkabinett erworben. Sie gehören zum Grundstock einer einzigartigen Spezialsammlung von Naturbildern ferner Länder, vor allem der Tropen. In der Ausstellung werden erstmals zahlreiche Einzelblätter, ebenso Skizzenbücher der drei Künstler gemeinsam gezeigt.
Veranstalter:
Kupferstichkabinett
Ort:
Kupferstichkabinett
Paul Pfeiffer "The Saints"
Sa, 10.10.2009 - So, 28.3.2010
In seinen innovativen Videos und Skulpturen untersucht Paul Pfeiffer die Macht der Bildkultur und beschäftigt sich mit der Frage, wie Bilder hergestellt werden. Sein Werk animiert die Betrachter, ihren Blickwinkel zu verändern. Die zentrale Arbeit der Ausstellung ist Pfeiffers Klang- und Videoinstallation "The Saints", eine Neuinszenierung des Endspiels der legendären Fußballweltmeisterschaft von 1966 zwischen (West-) Deutschland und England im Londoner Wembley-Stadion.
"The Saints" wurde 2007 von Artangel in London als Auftragsarbeit ausgeführt und im Herbst des gleichen Jahres in einem leeren Lagerhaus, einige Meter entfernt vom legendären Wembley Stadion, uraufgeführt. Inzwischen wurde die Arbeit für die Sammlung der Nationalgalerie erworben mit der freundlichen Unterstützung von Outset Contemporary Art Fund, London. Basierend auf originalem Film- und Soundmaterial, beleuchtet und reinszeniert die mehrteilige Klang- und Videoinstallation das bedeutendste Sportereignis in Europas Nachkriegsgeschichte. Paul Pfeiffer hat das Finale von 1966 in eine entfernte neue Szene übertragen. Circa 1000 Filipinos wurden angeheuert, um in einem Kino in Manila auf den Philippinen, jubelnd, singend und skandierend das Spiel von 1966 akustisch zu begleiten und neu zu inszenieren.
Der überwältigende Sound singender und grölender Menschenmengen in der Installation "The Saints" begleitet die Besucher auch bei der Betrachtung von Pfeiffers "Empire" (2004, Leihgabe Julia Stoschek Foundation e. V.). Es handelt sich um ein Echtzeitvideo, das den Bau eines Wespennests während eines Zeitraums von drei Monaten zeigt. Der mentale Ort, der durch den Klang hervorgerufen wird, verwirklicht sich auch in Pfeiffers Skulptur "Vitruvian Figure" (2009, Leihgabe Sammlung Goetz), dem riesigen Modell eines Sportstadions.
Die Ausstellung findet statt im Rahmen der Asien-Pazifik-Wochen.
Veranstalter:
Nationalgalerie
Ort:
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Starke Frauen – im kleinen Format.
Frauendarstellungen auf Münzen von der Antike bis zur Gegenwart
Do, 8.10.2009 - Fr, 31.12.2010
Münzen sind neben ihrer Geldfunktion in gleicher Weise staatliche Hoheitszeichen und Repräsentanten politischer Macht. Insofern räumen sie Frauen in der Regel nur in einer tatsächlichen Regierungsfunktion oder als Frauen und Töchter der Herrscher einen Platz in Bild oder Umschrift ein.
Porträts von Königinnen treten zuerst im 3. Jahrhundert v. Chr. in Ägypten auf, wo die Frauen der Ptolemaier als Pharaoninnen eine wichtige öffentliche Rolle spielten. Seitdem waren Porträts der Herrscherinnen auch in anderen hellenistischen Dynastien zu finden. Zur römischen Herrscherikonographie gehörte auch immer das Porträt der Frau, wenn es dazu beitragen konnte, die Autorität des Kaisers zu erhöhen. Im Mittelalter ist das Auftreten von Frauen auf Münzen eine Ausnahme. Lediglich in Byzanz wirkte die antike Tradition der Münzpräsenz weiblicher Angehöriger des Kaiserhauses nach, und im 12. Jahrhundert finden sich überraschend zahlreiche Frauendarstellungen auf den deutschen Brakteaten, die zudem von großer künstlerischer Noblesse sind. Ausgangs des Mittelalters treten die ersten lebensnahen Porträts auf.
Neben den Herrscherinnen mit so prominenten Vertreterinnen wie den englischen Königinnen von Elisabeth I. (1558-1603) bis zu Elisabeth II. (seit 1952), den russischen Zarinnen des 18. Jahrhunderts oder der Kaiserin Maria Theresia (1740-1780), erfahren auch die Gemahlinnen der regierenden Fürsten erhöhte Aufmerksamkeit im Münzbild. Das äußert sich zum einen in den zahlreichen im 17. und 18. Jahrhundert vor allem in Deutschland ausgegebenen "Sterbetalern", auf denen des Ablebens der Frauen oder Mütter gedacht wird. Zum anderen werden Hochzeiten und Hochzeitsjubiläen mit Doppelporträts der Paare auf Münzen verewigt, eine Praxis, die sich vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart fortsetzt. Dass dagegen an Frauen außerhalb der Dynastien und Politik auf Münzen erinnert wird, hat erst mit der seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einsetzenden Flut von Gedenkmünzen zu tun.
Veranstalter:
Münzkabinett
Ort:
Pergamonmuseum
In Berlin verloren - in Prag wieder gefunden
Ein Meisterwerk aus der Berliner Kunstkammer
Fr, 18.9.2009 - So, 26.9.2010
Das künstlerisch hoch bedeutende Fragment einer Elfenbeinkanne mit Götterfiguren von Michael Maucher stammt aus der Berliner Kunstkammer. Das um 1700 in Würzburg entstandene Werk war als Besitz des Kunstgewerbemuseums bis 1939 im Berliner Schloss in der Schwarzen Adlerkammer ausgestellt. Im Zuge der Evakuierung des Museumsbestands wurde die Kanne während des Zweiten Weltkrieges in den Flakleitturm im Berliner Friedrichshain verbracht.
Auf welchen Wegen die Elfenbeinkanne von dort in den tschechischen Kunsthandel gelangte, aus dem sie 1965 für das Prager Kunstgewerbemuseum erworben wurde, ist bis heute unbekannt. Nach langjährigen Bemühungen ist es nun gelungen, das Kunstwerk für ein Jahr nach Berlin zurück zu holen.
Veranstalter:
Kunstgewerbemuseum
Ort:
Schloss Köpenick
Kindheit am Nil
Fr, 10.7.2009 - So, 6.6.2010
Spielzeug, Kleidung, Schule und Erziehung - auch im spätantiken Ägypten hatten Kinder ihre eigene Lebenswelt. Einen Einblick in diese Welt gewährt die Kabinettausstellung "Kindheit am Nil" mit Exponaten des 3. Jahrhunderts vor Chr. bis zum 8. Jahrhundert n. Chr.
Gezeigt wird Bekleidung wie Kindertuniken, Kinderschuhe oder eine Puppentunika, außerdem sind Darstellungen von Kindern auf den Ornamentbesätzen von Textilien zu sehen, sämtliche aus den Beständen des Museums für Byzantinische Kunst. Hinzu kommen Leihgaben wie Rassel und Holzpferdchen, Ball und Beinpüppchen aus dem Ägyptischen Museum und Papyrussammlung sowie dem Museum für Islamische Kunst. Fast alle diese Gegenstände bestehen aus vergänglichen organischen Materialien, deren Erhaltung nur in dem trockenen, heißen Wüstenklima Ägyptens möglich war.
Ort:
Bode-Museum
Die Rückkehr der Götter.
Berlins verborgener Olymp
Do, 27.11.2008 - So, 11.4.2010
Seit Herbst 2008 gedenken die Staatlichen Museen zu Berlin der Rückgabe von Berliner Museumsbeständen aus der Sowjetunion im Jahr 1958. Auch aus diesem Anlaß zeigt die Antikensammlung 170 Kunstwerke, die bislang aus restauratorischen Gründen in Depots lagern mussten. Die Skulpturen, Vasen und Kleinkunstobjekte stehen stellvertretend für tausende Kunstwerke, die nach 13jährigem Exil in Moskau und St. Petersburg zurückkehrten, allen voran die Friese des weltberühmten Pergamonaltares.
Bedeutende Götterbilder konnten durch eine Kooperation mit der Stiftung Fundação Armando Alvares Penteado restauriert und 2006/7 mit großem Erfolg in São Paulo und nahe Rio de Janeiro präsentiert werden. Nun werden in Berlin die wichtigsten Gestalten des griechisch-römischen Pantheon in ihrer kunstgeschichtlichen Entwicklung vorgestellt und in ihren kulturhistorischen Zusammenhang eingebettet: Als Weihegaben im Heiligtum, Zierde öffentlicher Plätze und Gebäude oder Ausstattungsgegenstände römischer Villen und Gärten.
Aufgrund der positiven Resonanz wird die Ausstellung bis 11. April 2010 verlängert!
Veranstalter:
Antikensammlung
Ort:
Pergamonmuseum
STAATLICHE MUSEEN ZU BERLIN