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Staatliche Museen zu Berlin

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Staatliche Museen zu Berlin
Genthiner Straße 38
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30-266 42 2201
Fax: +49 (0)30-266 42 2202
E-Mail: besucherdienste@smb.spk-berlin.de

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Ausstellung

Mein Liebermann.
Eine Hommage zum 175. Geburtstag

Anlässlich des 175. Geburtstags von Max Liebermann am 20. Juli 2022 rückt die Alte Nationalgalerie mit einer multimedialen Intervention Schlüsselwerke des bedeutenden Impressionisten aus der Dauerausstellung in den Fokus. In Videos mit kurzen Statements sprechen Menschen aus unterschiedlichster Perspektive – die Museumsaufsicht aus der Alten Nationalgalerie genauso wie die Künstlerin Valerie Favre oder der Filmschauspieler Tom Schilling – über ihre persönliche Begeisterung für Liebermann. Die Intervention beleuchtet 13 Werke der Sammlung der Nationalgalerie aus sehr individuellen Blickwinkeln und regt die Besucher*innen zur eigenen Auseinandersetzung mit dem Ausnahmekünstler an.

Die entstandenen Videos laden zum Eintauchen in ganz persönliche Liebermann-Momente der verschiedenen Protagonist*innen ein. Es berichten neben Museumsaufsicht, Künstlerin und Schauspieler unter anderem auch der Museumsdirektor ebenso wie Kinder und Jugendliche. Verfügbar sind die Videos in der Ausstellung via QR-Codes sowie über den YouTube-Kanal der Staatlichen Museen zu Berlin.

Der Künstler Max Liebermann

Die Sammlung der Nationalgalerie beherbergt mit 22 Gemälden, darunter „Gänserupferinnen“ (1871/1872), „Flachsscheuer in Laren“ (1887) und „Selbstbildnis mit Sportmütze an der Staffelei“ (1925) wesentliche Meilensteine der großen Kariere des berühmten Berliner Malers. Max Liebermann (1847-1935) war einer der bedeutendsten deutschen Maler auf dem Weg zur Moderne, dessen Malstil sich während seines langen Schaffens vom Naturalismus zum Impressionismus wandelte. Als Mitbegründer der Berliner Secession und Sammler hatte er an der Etablierung des Impressionismus ebenso Anteil wie als Freund und Berater des damaligen Direktors der Nationalgalerie Hugo von Tschudi. Der aus einer jüdischen Familie stammende Liebermann war eine der prägenden Gestalten im Kunstleben Berlins zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik.

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Ausstellung

Think Big! Gail Rothschild porträtiert spätantike Textilfunde aus Ägypten

Ägyptische Textilien aus der reichen Sammlung des Museums für Byzantinische Kunst sind die Inspirationsquelle für die neue Serie monumentaler Malereien der New Yorker Künstlerin Gail Rothschild. In der Gegenüberstellung mit Wirkereien aus der Zeit vom 4. bis 9. Jahrhundert entsteht eine faszinierende Dynamik zwischen vergangenen Kulturzeugnissen und zeitgenössischem Kunstschaffen.

Auf der Suche nach neuen Vorlagen für ihre großformatigen Werke stieß Gail Rothschild auf die bunten, motivreichen Wirkereien aus dem spätantiken Ägypten, die zur Zeit ihrer Entdeckung um 1900 viele bedeutende Künstler*innen, Kunstsammler*innen, Modemacher*innen und Theaterleute faszinierten. Das Berliner Museum für Byzantinische Kunst besitzt die größte Sammlung spätantiker Textilien aus Ägypten in Deutschland. Sie entstand in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts in Zusammenhang mit Wilhelm von Bodes Plänen, im Kaiser-Friedrich-Museum, das 1904 eröffnen sollte, auch eine Abteilung mit spätantik-byzantinischen Kunst- und Alltagsobjekten einzurichten. Den Grundstock bildeten über 80 Textilien aus der Sammlung des ehemaligen deutschen Konsuls in Kairo, Carl Reinhardt, die Bode privat erwarb und dem neuen Museum schenkte. In den folgenden Jahren wuchs die Textilsammlung durch Erwerbungen oder Schenkungen von Privatpersonen sowie Übertragungen von Beständen aus dem Ägyptischen Museum und vom Kunstgewerbemuseum. Heute umfasst sie rund 2.000 Objekte.

Zeitgenössische Porträts von Alltagsobjekten aus der Spätantike

Gail Rothschild überführt mit ihren monumentalen Bildern Alltagsobjekte aus der Spätantike in die Kunst des 21. Jahrhunderts. 2019 besuchte die Künstlerin erstmals das Bode-Museum und ließ sich zu einer neuen Serie inspirieren. Nur auf den ersten Blick wirken ihre Gemälde wie Kopien, doch sind sie eigenständige Kunstwerke mit einer ganz eigenen Präsenz, Dynamik und Ausstrahlung. In der Gegenüberstellung mit originalen Textilien aus der Antike entsteht ein faszinierendes Spannungsfeld zwischen Zeugnissen einer vergangenen Kultur und zeitgenössischem Kunstschaffen. Aufgrund der Größe der Bilder kommen Besucher*innen nicht umhin, sich auch mit den kleinformatigen Textilfragmenten intensiver auseinanderzusetzen. Dies birgt die Chance, sie als kunsthandwerkliche Meisterstücke neu zu erleben und ihre alltägliche Funktion und Nutzbarkeit in der damaligen Gesellschaft zu erfahren.

Die Künstlerin

Gail Rothschild (* 1959 in New York City) lebt in Brooklyn. Nach ihrem Abschluss in Yale begann Rothschild eine Karriere als Wanderkünstlerin. Für Museen und Colleges in den Vereinigten Staaten schuf sie ortsspezifische Installationen, die sich mit der weniger bekannten Geschichte der Frauen und der Ureinwohner*innen des Landes befassen. In Zusammenarbeit mit internationalen Museen setzt sich Rothschild in ihren Gemälden mit archäologischen Textilfragmenten auseinander.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Schnell & Steiner, Regensburg.

Eine Sonderausstellung der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Renpet, Porträt einer Tänzerin, Detail, Acryl auf Leinwand © Gail Rothschild, 2019 )

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Ausstellung

Sascha Wiederhold.
Wiederentdeckung eines vergessenen Künstlers

Die Ausstellung zeigt erstmals seit fast einem halben Jahrhundert Werke des unbekannten Künstlers Sascha Wiederhold in einer Einzelpräsentation und ist die erste museale Einzelausstellung überhaupt.

Sascha Wiederhold (1904-1962) begann 1924 mit der Malerei und gehörte zum Kreis von Herwarth Waldens Berliner Galerie „Der Sturm“. Im Nationalsozialismus brach er sein Schaffen ab und arbeitete fortan als Buchhändler. Nur wenige Werke Wiederholds haben sich erhalten, im Kabinett der Neuen Nationalgalerie werden über 50 Gemälde und Zeichnungen gezeigt.

Wiederholds Bildwelt besteht aus wild durcheinander wirbelnden Formen und Mustern sowie intensiven Farben, wobei die großformatigen Gemälde ein fast psychedelisches Seherlebnis vermitteln. Die Neuerwerbung des Gemäldes „Bogenschützen“ (1928) für die Sammlung der Nationalgalerie im Jahr 2021 war ein erster Schritt zur Wiederentdeckung des Künstlers. Das Gemälde wird seit der Wiedereröffnung des Museums im Sommer 2021 in der Ausstellung „Die Kunst der Gesellschaft 1900-1945“ gezeigt. Wiederhold gestaltete auch Bühnenbilder, Plakate und Bucheinbände, die nun ebenfalls erstmals Teil einer musealen Einzelausstellung sind.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Sascha Wiederhold, Figuren im Raum, 1928, Detail, Öl auf Karton auf Leinwand © Sprengel Museum Hannover, Leihgabe des Niedersächsischen Landesmuseum / Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum Hannover)

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© Ergun Çağatay
Ausstellung

Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990

Fotografien von Ergun Çağatay

Jenseits von Einheitstaumel und Weltmeisterschaft? Die Bilder von Ergun Çağatay werfen einen türkisch-deutschen Blick auf das Jahr 1990

Zu Beginn des Jahres 1990 besuchte der Istanbuler Fotograf Ergun Çağatay (1937-2018) mehrere deutsche Städte. Dabei entstand die umfangreichste Bildreportage zur türkischen Einwanderung und türkeistämmigen Präsenz in Deutschland. Ab Sommer 2022 zeigt das Museum Europäischer Kulturen (MEK) eine Auswahl dieser 3.477 Aufnahmen, die uns mitten hinein in die Lebenswelten der ersten und zweiten Generation von türkischen Arbeitsmigrant*innen führen.

Çağatays Fotografien stellen ein einzigartiges Zeugnis der Einwanderungsgesellschaft dar. Sie zeichnen ein vielfältiges Bild deutsch-türkischer Lebensrealitäten und bieten eine wichtige Perspektive auf die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der frühen 1990er Jahre. Die Aufnahmen sind somit auch ein Beitrag zu einer zeitgemäßen Erinnerungskultur, die die Erfahrungen migrantisierter Menschen einbezieht.

Ein Ausstellungsprojekt des Ruhr Museums, Essen in Kooperation mit dem Goethe-Institut, Istanbul, dem Museum für Hamburgische Geschichte und dem Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin.

Gefördert vom Auswärtigen Amt, der RAG-Stiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Bild: Selbstbildnis des Fotojournalisten Ergun Çağatay in Grubenkleidung vor Beginn der „Anfahrt“, Bergwerk Walsum, Duisburg © Ergun Çağatay/Fotoarchiv Ruhr Museum/Stadtmuseum Berlin/Stiftung Historische Museen Hamburg

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© Mila Teshaieva
Ausstellung

Splitter des Lebens. Ein Ukraine-Tagebuch

Kurz nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022 ist die in Berlin lebende Künstlerin Mila Teshaieva in ihre Heimatstadt Kyjiw gereist. Das dabei entstandene Tagebuch, das zuerst auf der Internetplattform dekoder.org veröffentlicht wurde, enthält persönliche Aufzeichnungen der ersten Kriegsmonate in Bild und Wort.

Beginnend mit den ersten Kriegstagen, in denen die russischen Truppen Kyjiw einkesselten und Menschen in Panik flohen, bis hin zu den letzten Apriltagen, in denen die erdrückenden Folgen der Kriegsverbrechen in der Region um die Hauptstadt Kyjiw entdeckt wurden, dokumentiert Mila Teshaieva das Leben im Krieg, das sowohl von Zerstörung als auch von Zusammenhalt und Widerstand geprägt ist.

Die Künstlerin Mila Teshaieva

Mila Teshaieva ist 1974 in Kyjiw, Ukraine, geboren und aufgewachsen. Seit 2010 lebt sie auch in Berlin. Teshaieva nutzt Fotografie, Video und Text in Langzeit-Projekten, um die Spannung zwischen individueller und kollektiver Identität zu beschreiben. Ihre Werke werden in Museen weltweit ausgestellt und sind in einigen öffentlichen Sammlungen vertreten. Die umfassende Werkschau „Imagined Community“ von Teshaieva wurde im MIT Museum Boston 2018/2019 gezeigt. Seit 2016 ist sie Mitglied bei der Agentur Ostkreuz.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz.

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Ausstellung

100 beste Plakate 21. Deutschland Österreich Schweiz

Die Grafikdesignszene in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat sich 2021 rege am Wettbewerb „100 beste Plakate“ beteiligt: rund 2000 Plakate von 540 Einreichenden lagen der Jury zur Auswahl vor. Die 100 herausragenden Entwürfe, die als Gewinner prämiert wurden, werden Ende Juni am Kulturforum gezeigt. Die Ausstellung, organisiert von der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen in Zusammenarbeit mit dem Verein 100 beste Plakate e. V., ist Auftakt für die Tournee der Plakate 2022.

Kultur trotzt Corona

Obwohl das Kulturleben auch im Jahr 2021 unter der Pandemie litt, waren Museen und Theater die meiste Zeit geöffnet, um den Alltag mit Ausstellungen und Aufführungen zu bereichern. Die begleitenden Werbeplakate machen den größten Teil der Einreichungen beim Wettbewerb „100 beste Plakate“ aus und bieten einen brandaktuellen Querschnitt durch das beste Plakatschaffen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Kulturplakat wird der Spielraum für kreative Bildfindung in spannenden und frischen grafischen, typografischen und fotografischen Gestaltungsansätzen erforscht.

Stummfilm, Stimmrecht, Kryptogeld

Neben den gestalterischen Perspektiven öffnen die Gewinnerplakate auch Einblick in historische und gegenwärtige Themen, die 2021 die Kulturwelt bewegten: Die bahnbrechenden Stummfilme „Das Cabinet des Dr. Caligari“ und „Nosferatu“ feierten 100jähriges Jubiläum, während 50 Jahre Wahlrecht für Frauen Anlass gaben, Fragen zum heutigen Stand der Gleichberechtigung zu visualisieren. Ganz aktuell ist auch eine Plakatserie, die mit einer grafischen Analyse der Kryptowährungen BTC, ETH und DOT auf neue Hypes rund um Kunst im digitalen Raum reagiert.

Wettbewerb und Jury

Der Wettbewerb „100 beste Plakate Deutschland Österreich Schweiz“, der im aktuellen Format seit nunmehr 20 Jahren existiert, wird von einer jährlich wechselnden Jury ausgewertet. 2021 wurden die 100 Gewinnerentwürfe aus insgesamt 2.008 eingereichten Plakaten ausgewählt, davon 888 Einzelplakate und 325 Serien. Die Jury bestand aus Christian Hoffelner (A-Wien), Radovan Jenko (SI-Ljubljana), Larissa Kasper (Kasper-Florio, CH-St. Gallen), Denis Olgac (Sucuk und Bratwurst, D-Berlin) und Susanne Stahl (Stahl R, D-Berlin). Zur Ausstellung am Kulturforum erscheint das Jahrbuch 100 beste Plakate 21 in Zusammenarbeit mit dem Kettler Verlag, mit allen Gewinnermotiven.

20 Jahre 100 beste Plakate – die Filmdokumentation

Seit 2002 zeigt der Wettbewerb jedes Jahr die vielseitige Qualität der Plakatgestaltung in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Ein dokumentarischer Film, der zum 20jährigen Jubiläum entstand, gibt einen Überblick über Designs, Mitwirkende und Präsentationen der letzten 20 Jahre – zwei Jahrzehnte, in denen sich im Grafikdesign viel bewegt hat.

Dokumentation von Rianne Wieman und Johanna Ellerhold, mit zahlreichen Ausstellungsimpressionen, Plakaten aus allen Jahrgängen und Statements von Niklaus Troxler (Gründungspräsident 2001 bis 2007) und Fons Hickmann (Präsident seit 2018), sowie Markus Weisbeck, Na Kim, Stefan Guzy, Johanna Siebein, Jianping He, Franziska Morlok, Hermann Büchner, Henning Wagenbreth, Andrea Gassner, Christina Thomson, René Grohnert, Sven Lindhorst-Emme und Niklas Apfel.

Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos und ohne Voranmeldung möglich.

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Ausstellung

Holzschnittartig? 23 Holzschnitte aus vier Jahrhunderten

Sind Holzschnitte holzschnittartig? Entsprechen sie tatsächlich den klischeehaften Vorstellungen, die bis heute mit dem Medium verbunden werden? Welche Möglichkeiten bietet das technische Verfahren und wie haben Künstler*innen diese Möglichkeiten zu verschiedenen Zeiten genutzt? Begleitend zur groß angelegten „Holzschnitt“-Ausstellung im Kupferstichkabinett nehmen sich Studierende der Technischen Universität Berlin parallel mit einer komprimierten Kabinettausstellung in der Gemäldegalerie der Thematik an.

„Holzschnittartig“ steht laut Duden für „grob, ohne Feinheiten“ und charakterisiert undifferenzierte, stark vereinfachende oder derbe Darstellungen. Auf den Holzschnitt, der den Begriff geprägt hat, treffen diese Eigenschaften aber nur bedingt zu. Obwohl der Herstellungsprozess arbeitsteilig erfolgt und weniger gestalterische Freiheiten erlaubt als beispielsweise die Zeichnung, zeichnen sich viele Werke durch nuancierte Schilderungen und technische Virtuosität aus. Die Beschränkungen durch die Technik wurden sogar als besondere Herausforderung verstanden: Bisweilen ist nur auf den zweiten Blick zu erkennen, dass es sich um Holzschnitte handelt. Erst die Künstler*innen, die um 1900 die Holzschnitte des 15. Jahrhunderts als vermeintlich „volkstümliche“ oder „ursprüngliche“ Kunst für sich entdeckten, setzten Formvereinfachungen und Arbeitsspuren als bewusstes Gestaltungsmittel ein.
Kooperationsprojekt mit der Technischen Universität Berlin

Die Ausstellung lädt zu einer kleinen Entdeckungsreise in die Welt des Holzschnitts ein: 23 Blätter aus dem 15. bis 20. Jahrhundert berichten von den technischen Fertigkeiten der an der Produktion beteiligten Künstler*innen, der Freude am Experiment und der Vielfalt der Lösungen. Gezeigt werden unter anderem Werke von Albrecht Altdorfer, Ernst Barlach, Luca Cambiaso, Hendrick Goltzius, Ernst Ludwig Kirchner, Sabina Grzimek, Giuseppe Scolari, Giuseppe Vicentino und Hans Wechtlin. Die Ausstellung ist im Rahmen eines Seminars im Masterstudiengang Kunstwissenschaft an der Technischen Universität Berlin sowie in Kooperation mit dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin entstanden und begleitet die dortige Ausstellung Holzschnitt. 1400 bis heute (3. Juni bis 11. September 2022).

Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

(Bild: Carl Moser, Bretonische Milchfrau (Detail), 1906, Farbholzschnitt © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz)

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Ausstellung

Balance

Von der Minimal Art über die Transavanguardia und Pop Art bis hin zur zeitgenössischen Kunst präsentiert die Ausstellung Werke, die sich mit dem Ringen Einzelner oder der Gesellschaft nach Ausgeglichenheit, Harmonie und Stabilität befassen. Zugleich zeigen sie wie wenig dauerhaft der Zustand einer einmal gefundenen Balance ist.

Die Ausstellung „Balance“ fächert die Darstellung dieser schwindenden Gewissheiten in fünf Themenblöcke auf: die Vergeblichkeit der Sehnsucht nach Balance, die Wahrnehmung von Balance, die Spannungen zwischenmenschlicher Balanceakte, das unausgewogene Verhältnis von Mensch und Natur sowie zuletzt das Austarieren individueller und gesellschaftlicher Erwartungen in wirtschaftlichen Zusammenhängen.

Mit der Wiedereröffnung der Kleihueshalle nach umfassender Sanierung zeigt die neue Sammlungspräsentation 39 Werke der Sammlung Marx, der Sammlung der Nationalgalerie und Leihgaben von Leonor Antunes, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Ross Bleckner, Francesco Clemente, Enzo Cucchi, Dan Flavin, Günther Förg, Douglas Gordon, Andreas Gursky, Keith Haring, Donald Judd, Gülsün Karamustafa, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Jeff Koons, Mark Lammert, Inge Mahn, Robert Rauschenberg, Ugo Rondinone, Ulrike Rosenbach, Salomé, Elaine Sturtevant, Fiona Tan, Cy Twombly, Kawita Vatanajyankur, Raul Walch und Andy Warhol.

Kuratiert von Nina Schallenberg
Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Ausstellungsansicht „Balance“, Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns, 2022 The Andy Warhol Foundation, Inc. / Licensed by ARS, New York, Douglas Gordon / VG Bild-Kunst, Bonn 2022, Gülsün Karamustafa / Courtesy of the artist and Büro Sarigedik )

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Ausstellung

Hollywood

Helmut und June Newton zogen um den Jahreswechsel 1981/82 von Paris nach Monte Carlo; seitdem verbrachten sie die Wintermonate stets in Los Angeles, meist im Hotel Chateau Marmont. In den 1980er- und 90er-Jahren porträtierte er in und um Hollywood viele Schauspieler*innen, Regisseure oder Musiker im Auftrag zahlreicher Magazine. Dafür entwickelte Newton jeweils ein individuelles Szenario.

Neben diesen Porträts entstanden in Los Angeles zahlreiche Aktaufnahmen für den Playboy. In dieser Gruppenausstellung werden aber auch andere Fotograf*innen mit ihren Interpretationen von Hollywood präsentiert, stets in größeren Werkgruppen, darunter George Hoyningen-Huene, Steve Schapiro, Larry Sultan, Julius Shulman, Michael Dressel, Jens Liebchen – und natürlich Alice Springs mit einer Bildserie, aufgenommen auf der Melrose Avenue in West Hollywood.

Eine Sonderausstellung der Helmut Newton Stiftung

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Ernst Ludwig Kirchner, © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett/ Dietmar Katz
Ausstellung

Holzschnitt. 1400 bis heute

„Holzschnitt. 1400 bis heute“ bildet den Auftakt zu einer neuen Reihe von Ausstellungen des Kupferstichkabinetts, die jeweils eine künstlerische Drucktechnik vorstellen. Anhand von über 100 Kunstwerken auf Papier – darunter Meisterwerke von Albrecht Dürer, Edvard Munch oder Käthe Kollwitz – wird die Entwicklung der Technik von ihren Anfängen bis in die Gegenwart nachgezeichnet. Ebenso stehen Materialien und besondere Charakteristika im Zentrum der Ausstellung. Besucher*innen sind eingeladen, in die faszinierend vielfältige Welt der Druckgraphik einzutauchen.

Am Anfang steht der Holzschnitt. Er ist das älteste druckgraphische Verfahren und wird bis heute von Künstler*innen weltweit angewandt. Die Sonderausstellung zeigt eine abwechslungsreiche Auswahl von über 100 Werken aus dem reichhaltigen Bestand des Kupferstichkabinetts. Sie spannt den Bogen von den frühen und oft nur in wenigen Exemplaren erhaltenen Holzschnitten des 15. Jahrhunderts bis hin zu großformatigen zeitgenössischen Werken. Entlang dieser chronologischen Achse richtet sich der Blick auf verschiedene Themen, wie das Zusammenspiel von Material und Technik oder den Gebrauch von Holzschnitten. Dieser reicht von der christlichen Andacht mit Heiligenbildern über Kartenspiele, Verzierungen in spätgotischen Holzkästchen und beeindruckenden Raumdekorationen bis hin zur Buchillustration, zum Flugblatt oder zur Gemäldereproduktion. Neben der ganz praktischen Verwendung entstanden Holzschnitte auch als eigenständige Kunstwerke für Sammler.

Die Entwicklung des Farbholzschnitts

Besondere Aufmerksamkeit ist der Entwicklung des Farbholzschnitts eingeräumt, denn in allen Epochen suchten die Künstler*innen nach Möglichkeiten, bunte Drucke herzustellen. Dies führte bisweilen zu völlig unerwarteten Ergebnissen. So sind handbemalte Abzüge von 1460 ebenso ausgestellt wie die ersten farbigen Drucke von Hans Burgkmair und Lucas Cranach d. Ä., die um die Erfindung dieser Technik wetteiferten. Demgegenüber sind auch mehrfarbige Chiaroscuro-Holzschnitte des 16. Jahrhunderts aus Italien und den Niederlanden zu sehen, extravagante Farbdrucke des Rokoko und mit über 20 Farbplatten hergestellte Blätter des 20. Jahrhunderts, die, inspiriert von japanischen Holzschnittmeistern, eher an Aquarelle als an Holzschnitte erinnern.

Von expressionistischen bis hin zu zeitgenössischen Positionen

Um 1900 entdeckten Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde oder Karl Schmidt-Rottluff in der Nachfolge Paul Gauguins den Holzschnitt für sich ganz neu. Ihnen erschien die Technik als Ausdruck einer neuen Ursprünglichkeit, und sie schufen Meisterwerke in reduzierter Formensprache. Überraschend ist, in welcher Vielfalt sich Künstler*innen auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts noch mit der Technik beschäftigten: Die Ausstellung zeigt abstrakte Kompositionen von Helen Frankenthaler, Hans Hartung oder Esther Fleckner ebenso wie figurative bis fotorealistische Werke von Anselm Kiefer, Georg Baselitz oder Franz Gertsch.

Gerade zeitgenössische Positionen, die zwischen dem Anspruch eines Unikats und dem reproduktiven, massenmedialen Charakter des Mediums oszillieren, bereichern die Präsentation. So werden die überraschende Fülle und die andauernde Aktualität dieser Drucktechnik vor Augen geführt. Ein besonderes Highlight bilden Druckstöcke verschiedener Epochen aus dem Bestand des Kabinetts, die erstmals in größerer Zahl gezeigt werden und das Material sinnlich erfahrbar machen.

In einer begleitenden, am 14. Juni 2022 startenden Präsentation im Kabinett in der Gemäldegalerie setzen sich Studierende des Fachbereichs Kunstgeschichte der TU Berlin unter Leitung von Prof. Dr. Magdalena Bushart mit dem Titel „Holzschnittartig?“ ergänzend mit dem Thema auseinander.

Ein umfangreiches Rahmenprogramm begleitet die Ausstellung.

Es erscheint ein Katalog im Hatje Cantz Verlag.

Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin

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© Mariela Scafati / PSM, Berlin / Marjorie Brunet-Plaza
Ausstellung

Under Construction
Neuerwerbungen für die Sammlung der Nationalgalerie

Unter dem Titel „Under Construction“ zeigt der Hamburger Bahnhof Neuerwerbungen für die Sammlung der Nationalgalerie, die in den vergangenen Jahren vorrangig mit Mitteln und Unterstützung der Freunde der Nationalgalerie ermöglicht wurden.

Die Sammlung der Nationalgalerie wird seit der Gründung der Institution im Jahr 1861 um zeitgenössische Kunstwerke der jeweiligen Epochen erweitert. „Im Umbau“ befindet sich die Sammlung in jüngerer Zeit insbesondere seit dem Ausstellungs- und Forschungsprojekt „Hello World. Revision einer Sammlung“ (2018), das die politischen und kulturellen Rahmenbedingungen des Sammelns reflektierte und eine Erweiterung der Bestände der Nationalgalerie um nicht-westliche Kunstströmungen und transkulturelle Ansätze verfolgte.

In einer Präsentation ausgewählter Neuerwerbungen, wie sie seit 2005 insbesondere durch die Stiftung des Verein der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst ermöglicht werden, zeigt der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin Werke von internationalen Künstler*innen in unterschiedlichen Medien – Malerei, Installation, Skulptur, Video und Arbeiten auf Papier.

Durch ihre je eigenen Ansätze, Ästhetiken, Themen und Wahl ihrer Referenzen prägen diese Arbeiten mit, wie wir auf Vergangenheit und Gegenwart blicken und die Sammlung als Identität des Museums weiterentwickeln, herausfordern und verhandeln. Dass und wie diese Werke beständig neue Lesarten zu produzieren vermögen, wird sich über die Zeit im Museum als Schauplatz lebendiger Auseinandersetzung zeigen.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

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Marian Bantjes, Tolerance Poster, Detail, Kanada 2017 © Marian Bantjes
Ausstellung

Studio Tolerance

194 Grafiker*innen aus 55 Ländern weltweit haben sich schon beteiligt am Tolerance Project, einer Plakataktion, die Mirko Ilić 2017 in New York ins Leben rief. Einzige Vorgabe: Das Wort „Toleranz“ soll auf dem Plakat erscheinen. Nun machen die Tolerance Posters auf ihrer Welttournee auch am Berliner Kulturforum halt – ein visueller Appell an ein soziales Miteinander und ein Raum für kreative Auseinandersetzung.

Ein alternder Intellektueller trägt knallroten Lippenstift, eine buddhistische Handgeste stoppt einen Kugellauf, ein „ME“ wird zum „WE“ gespiegelt – jedes der rund 60 Plakate, die „Studio Tolerance“ in der Kunstbibliothek am Kulturforum präsentiert, findet einen individuellen Zugang zum Thema Toleranz. Die Arbeiten zeigen nicht nur eine immense Vielfalt an grafischen Lösungen, sondern auch die Bandbreite dessen, was soziale Akzeptanz international ausmacht – in Bezug auf nationale, religiöse oder sexuelle Identität ebenso wie politische Haltung.

The Tolerance Project

Die Plakataktion „The Tolerance Project“ begann 2017 in Reaktion auf das Filmfestival „House of Tolerance“ im slowenischen Ljubljana. Grafikdesigner Mirko Ilić, bekannt als Art Director des Time Magazine und Illustrator für die Zeitschrift Der Spiegel, gewann 28 renommierte Gestalter*innen für einen Beitrag. Er machte eine einzige gestalterische Vorgabe: Das Wort Toleranz sollte in der eigenen Sprache im Plakat erscheinen. So begann die weltweite Tournee der Ausstellung, die mit jeder neuen Station um Plakate aus dem jeweiligen Land erweitert wird und sich damit kontinuierlich verändert. Auch die Präsentationsform ist in jeder neuen Stadt anders.

Plakatschau mit offenem Aktionsraum

In Berlin ist sie als Hybrid aus musealer Präsentation und Aktionsplattform konzipiert. Als Plakatschau gibt „Studio Tolerance“ einen Überblick über das internationale Plakatschaffen: Neben Arbeiten von Dan Reisinger, Peter Bankov, Annette Lenz, Ariane Spanier, Gunter Rambow, Edel Rodriguez und vielen weiteren ist auch ein Entwurf von Milton Glaser zu sehen, der die berühmte Kampagne „I Love New York“ entwarf. Paula Scher, als erste weibliche Direktorin des Designbüros Pentagram eine der führenden Gestalterinnen unserer Zeit, beteiligt sich ebenfalls an dem Projekt. Weitere Plakate stammen zum Beispiel aus Syrien, dem Iran, Bolivien, Uruguay oder Thailand.

Als offener Aktionsraum gibt „Studio Tolerance“ zudem Impulse: Was bedeutet Toleranz für den einzelnen Menschen? Wo fordere ich tolerante Haltung, wo wird sie von mir gefordert? Wie werden Toleranzkonzepte in verschiedenen Ländern gesellschaftlich debattiert, und wie bestimmend sind dabei Tradition, kulturelle Wertesysteme und aktuelle Politik? Workshops für Familien, Jugendliche und Schüler*innen laden dazu ein, sich in Gesprächen und künstlerischer Aktion mit dem Thema auseinanderzusetzen. Gemeinsam mit dem Team der Kunstvermittlung und politischen Bildung werden Ausdrucksformen zu Toleranz, Zusammenleben und Humanität erprobt und fließen in die Ausstellung mit ein.
Toleranz – Akzeptanz – Inklusion?

Ein Aspekt der Diskussion ist der Begriff selbst: Greift „Toleranz“ – etwa im Vergleich zu „Akzeptanz“ oder „Inklusion“ – in aktuellen Debatten nicht zu kurz? Angesichts der Unterschiede, die weltweit herrschen, definiert Initiator Mirko Ilić Toleranz als das Minimum für menschliches Zusammenleben: „Starting a conversation about inclusion can only begin with a foundation of tolerance.“ Ein Plakat der kanadischen Designerin Marian Bantjes visualisiert die Idee typografisch: Das Wort Tolerance ist das Fundament, auf dem Verständnis, Mitgefühl, Akzeptanz, Solidarität und Begeisterung in bunten Lettern aufbauen.

„Studio Tolerance“ wird präsentiert von der Sammlung Grafikdesign der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, zu deren Fachbereichen seit 150 Jahren auch die Plakatkunst gehört – ein ideales Medium für öffentliche Denkanstöße.

63 Arbeiten von Gestalter*innen aus 36 Ländern

Argentinien (El Fantasma de Heredia), Bolivien (Frank Arbelo), Bosnien / Herzegowina (Bojan Hadzihalilovi), China (Jianping He, San Jin, Bo Liaoliao), Deutschland (cyan, Götz Gramlich, Fons Hickmann, Uwe Loesch, Holger Matthies, Christoph Niemann, Gunter Rambow, Ariane Spanier, Henning Wagenbreth), Dominikanische Republik (Chago Garcia), Frankreich (Anette Lenz), Großbritannien (Harry Pearce, Sue Coe), Iran (Parisa Tashakori), Israel (Dan Reisinger, David Tartakover), Italien (Leonardo Sonnoli), Japan (Yuko Shimizu, Shino Suefusa), Jordanien (Hamzah Abdelal), Kanada (Marian Bantjes, Andrew Lewis), Korea (Hoon-Dong Chung), Kroatien (Robert Canak), Kuba (Edel Rodriguez), Libanon (Tarek Atrissi, Wal Morcos), Mexiko (Alejandro Magallanes), Niederlande (Max Kisman), Polen (Maja Zurawiecka), Portugal (Nuno Martins), Rumänien (Levente Benedek, Renata Mihaly), Russland (Peter Bankov, Dmitry Kavka), Schweiz (Steff Geissbühler, Niklaus Troxler), Simbabwe (Saki Mafundikwa), Südafrika (Brandt Botes, Garth Walker), Syrien (Fares Cachoux), Taiwan (Leo Lin), Thailand (Danaiphan Washareewongse), Tunesien (Nja Mahdaoui), Türkei (Bulent Erkmen), Ukraine (Grafprom Studio), Ungarn (Istvan Orosz), Uruguay (Eduardo Davit), USA (Stefan G Bucher, Art Chantry, Milton Glaser, Sagi Haviv, Brad Holland, Kit Hindrichs, James McMullan, Paula Scher, Georg Tscherny)

Eine Ausstellung der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin in Zusammenarbeit mit dem Tolerance Project, New York

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© National Archaeological Museum Athens
Ausstellung

Schliemanns Welten

Anlässlich seines 200. Geburtstags widmet das Museum für Vor- und Frühgeschichte dem bekanntesten deutschen Archäologen Heinrich Schliemann (1822-1890) eine große Sonderausstellung in der James-Simon-Galerie und im Neuen Museum. Mit rund 700 Objekten – darunter viele internationale Leihgaben – steht neben spektakulären Ausgrabungsfunden auch erstmals der „unbekannte“ Schliemann vor seiner Hinwendung zur Archäologie im Fokus einer Ausstellung, die sich anhand aktueller Forschungsergebnisse auch kritisch mit den archäologischen Methoden seiner Zeit auseinandersetzt.

Bekannt als Entdecker von Troja war Heinrich Schliemann (1822-1890) vieles mehr: Geschäftsmann, Kosmopolit und Schriftsteller. Sein global ausgreifendes Leben voller Tatkraft, Risikofreude und Abenteuer gleicht einer ruhelosen Odyssee auf dem Weg zu seiner wahren Passion, der Archäologie, der er sich erst mit Anfang 40 widmete. Die Sonderausstellung auf der Museumsinsel Berlin nähert sich der schillernden wie umstrittenen Persönlichkeit in zwei Kapiteln: Während sich der Ausstellungsteil in der James-Simon-Galerie rein biografisch mit der ersten Lebenshälfte Heinrich Schliemanns befasst und Einblicke in die Lebenswelt des 19. Jahrhunderts gibt, steht im Neuen Museum mit spektakulären Funden der Königsgräber in Mykene und der Trojanischen Sammlung Schliemanns archäologisches Schaffen im Zentrum.

Schliemann als Geschäftsmann, Kosmopolit und Schriftsteller

Am 6. Januar 1822 geboren und aufgewachsen in ärmlichen Verhältnissen in Mecklenburg, beschließt Schliemann mit 19 Jahren nach Amerika auszuwandern. Weil das Schiff bereits in der Nordsee sinkt, bleibt er in Amsterdam und fasst Fuß bei einer Handelsagentur. Wegen besserer Aufstiegsmöglichkeiten lernt Schliemann u. a. Russisch, so dass er schon 1846 als Agent einer eigens eröffneten Dependance nach St. Petersburg gesandt wird. Schliemann nimmt aus geschäftlichen Gründen die russische Staatsbürgerschaft an und eröffnet schon bald ein eigenes, höchst erfolgreiches Kontor mit Kolonialwaren.

Nachdem Schliemann von 1850 bis 1851 im legendären Goldrausch Kaliforniens seinen Besitz verdoppeln kann, beginnt Mitte der 1850er-Jahre eine Zeit des verstärkten Reisens: Mit der Bahn, dem Schiff, in Kutschen und auf Reittieren entdeckt der nun über 30-Jährige Europa, den Orient, dann Indien, China und Japan. Gerade letztere beeindrucken ihn dermaßen, dass er bereits auf der Rückfahrt über den Pazifik ein Buch schreibt und 1867 unter dem Titel „La Chine et le Japon au temps présent“ auf eigene Kosten publiziert.

Schliemann als Wissenschaftler, Archäologe und Entdecker von Troja

Zurück in Europa widmet sich Heinrich Schliemann verstärkt den Wissenschaften, besucht Vorlesungen an der Sorbonne in Paris, folgt den Spuren Homers durch Griechenland und reicht diesen Reisebericht schließlich 1869 als Dissertation in Rostock ein. Inzwischen US-Staatsbürger, beginnt Schliemanns Karriere als Archäologe 1870 mit den Ausgrabungen des Hügels Hisarlik unweit der Dardanellen im damaligen Osmanischen Reich. Er hat keine Zweifel daran, dass es sich hier um die Überreste der sagenumwobenen Stadt Troja handelt.

Noch bevor er die offizielle Grabungsgenehmigung erhält, startet er 1870 erste Sondagen und beginnt 1871 mit regulären Ausgrabungen. Ungeduldig und ohne Erfahrung lässt er eine 800 m² große Fläche bis auf 17 m Tiefe ausheben, um an die für ihn bedeutenden Schichten zu gelangen. Mit dem heute als „Schliemann-Graben“ bekannten Tiefschnitt zerstört er ein großes Areal unwiederbringlich.

Was er 1873 findet, wird jedoch legendär: der „Schatz des Priamos“, den er mit diesem Namen dem mythischen König von Troja zuweist. Seine „Sammlung Trojanischer Altertümer“ umfasst etwa 10.000 Objekte, zu denen neben den bekannten Goldfunden Keramikgefäße, Metallgeräte, Spinnwirtel und diverse andere Kleinfunde sowie Botanikproben gehören.

Die Schauplätze von Homers Geschichten in der Ägäis

Auf der Suche nach den griechischen Helden untersucht Schliemann auch die Schauplätze von Homers Geschichten in der Ägäis. 1874 beginnt er mit Sondagen, ab 1876 mit Grabungen in Mykene, um die bei Pausanias erwähnten fünf Königsgräber zu finden. Die Gräber aus dem Gräberrund A, die Schliemann freilegt, sind von unvergleichlichem Reichtum und bis heute von großer archäologischer Bedeutung. Hier glaubt er, Agamemnon gefunden zu haben, in Orchomenos das Schatzhaus des Minyas sowie Überreste des Palastes in Tiryns mit seiner eindrucksvollen Wandmalerei.

Dass die Zuordnung der Funde zu den Helden Homers sowohl in Troja als auch an den griechischen Fundplätzen falsch ist, dürfte Schliemann am Ende seines Lebens zumindest geahnt haben. Den Wert seiner Funde schmälert es nicht: Dass Schliemann mit der bronzezeitlichen mykenischen Kultur die früheste Hochkultur Europas entdeckt, wird erst lange nach seinem Tod deutlich.

Schliemann und Virchow

Der homerischen Welt und der Archäologie bleibt Heinrich Schliemann bis zu seinem Tod 1890 in Neapel treu. Arbeit und Privates vermischt sich: Seinen Athener Stadtpalast, das eigens gestaltete „Iliou Melathron“, stattet er üppig mit Motiven der antiken Kunst sowie seinen archäologischen Funden aus, sein Mausoleum lässt er nach dem Vorbild klassisch-griechischer Architektur errichten und sein Leben gleich den griechischen Heldentaten auf einem der Friese verewigen.

International anerkannt, muss Schliemann auf die wissenschaftliche Anerkennung in Deutschland weiter warten. Erst die Förderung durch Rudolf Virchow, Mitbegründer der Berliner Gesellschaft für Anthropologie, Ethnologie und Urgeschichte und des Museums für Völkerkunde (heute Ethnologisches Museum), verhilft Schliemann schließlich zu positiverer Rezeption in seiner Heimat.

Virchow ist 1881 auch Schliemanns Schenkung der Sammlung Trojanischer Altertümer nach Deutschland und die Verleihung der Berliner Ehrenbürgerschaft zu verdanken. Heute gehört die berühmte Sammlung zu den herausragenden Beständen des Museums für Vor- und Frühgeschichte, nur die goldenen Objekte aus den Schatzfunden werden bis heute in Russland zurückgehalten und im Pushkin Museum in Moskau präsentiert.

Historisch-kritische Rekonstruktion von Schliemanns Wirken

Das von Schliemann zu Lebzeiten selbst geförderte Image als Held und Visionär prägte noch lange dessen Bild in der Öffentlichkeit, bis in den 1970er-Jahren Widersprüche in seinen Schriften ihm den Ruf als Betrüger und Phantasten einbrachten. Erst in den letzten Jahrzehnten sorgte eine historisch-kritische Rekonstruktion dafür, dass Schliemanns Wirken verstärkt vor dem Hintergrund der vielfältigen Facetten seiner Persönlichkeit erschlossen wurde.

Sein Nachlass umfasst über 50.000 Dokumente, die in der Athener Gennadius-Bibliothek aufbewahrt werden. Neben Massen an Tagebüchern, Reisedokumenten, Briefen, Fotografien, Rechnungen und Publikationen, die nun nach und nach auch digitalisiert zur Verfügung stehen, stellen auch die 17 Sprachen – u. a. in Englisch, Französisch, Russisch, Arabisch, Farsi und Altgriechisch – in denen Schliemann kommunizierte, die Forschung bis heute vor Herausforderungen.

Objekte aus Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin und internationale Leihgaben

Auf Basis der aktuellen Forschungsergebnisse ist die Sonderausstellung daher bewusst in zwei Bereiche unterteilt und präsentiert gleichwertig Schliemanns biografische und archäologische „Welten“. Neben herausragenden Objekten aus zahlreichen Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin – darunter das Ethnologische Museum, das Museum für Asiatische Kunst, das Kunstgewerbemuseum, das Münzkabinett, die Kunstbibliothek, sowie die Antikensammlung und das Ägyptische Museum und Papyrussammlung – runden internationale Leihgaben aus dem Katsigras Museum in Larissa die Ausstellung ab. Von herausragender Bedeutung sind Exponate aus dem Archäologischen Nationalmuseum Athen: Spektakuläre Goldschmiedearbeiten aus den sogenannten Königsgräbern von Mykene und Fragmente der Wandmalereien aus Tiryns bilden die Höhepunkte des archäologischen Teils.

Publikation und Förderung
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation im E. A. Seemann Verlag, 320 Seiten, 250 farbige Abbildungen, Hardcover, ISBN 978-3-86502-480-0, Preis: ca. 28 Euro.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz, die Stiftung Deutsche Klassenlotterie und den Hauptstadtkulturfonds.

Eine Sonderausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Goldapplike mit graviertem Schmetterling aus Mykene, Gräberrund A, Schachtgrab III © National Archaeological Museum Athens, Hellenic Ministry of Culture and Sports, Hellenic Cultural Resources Managing and Development Organization)

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Erich Dieckmann, Drei Stühle, Detail, 1925-1935 © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Dietmar Katz
Ausstellung

Stühle. Dieckmann!
Der vergessene Bauhäusler Erich Dieckmann

Erstmals seit über 30 Jahren wird dem Möbelgestalter, Bauhäusler und Burg-Lehrer Erich Dieckmann (1896–1944) eine große Einzelausstellung gewidmet. Mit rund 120 Möbeln, Grafiken, Entwürfen und Zeichnungen sowie zeitgenössischen Positionen, die sich mit Dieckmanns gestalterischen Ansätzen beschäftigen, würdigt die Ausstellung einen prägenden Gestalter, der wie Marcel Breuer mit Formen und Materialien experimentierte und Typenmöbelprogramme nach streng geometrischen Formen entwickelte. Die Ausstellung ist mit Berlin und Halle (Saale) in den beiden Städten zu sehen, in denen Dieckmann maßgeblich gewirkt hatte.

Erich Dieckmann und das Bauhaus

Erich Dieckmann kam 1921 an das Bauhaus nach Weimar, um dort eine Tischlerlehre zu absolvieren. Nachdem das Bauhaus 1925 nach Dessau weitergezogen war, blieb Dieckmann in der Nachfolgeeinrichtung, der Staatlichen Bauhochschule Weimar unter Otto Bartning, und wurde dort im selben Jahr Leiter der Tischlerwerkstatt. 1931 folgte er vielen ehemaligen Bauhäuslern an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein nach Halle (Saale). Dort leitete er von 1931 bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten 1933 die Tischlereiwerkstatt. Danach schlug er sich schwer krank mit Sachbearbeiter- und Referentenjobs durch, bis er im November 1944 mit nur 48 Jahren starb. Dieckmanns Haltung und Nähe zum Nationalsozialismus lässt sich nur bruchstückhaft rekonstruieren und muss daher überaus kritisch betrachtet werden.

Ausstellung zeigt Dieckmanns ersten Stuhl

In der Ausstellung ist Dieckmanns erster Stuhl – ein Holzstuhl mit Binsengeflecht – zu sehen, den er 1923 als Bauhausschüler entworfen hatte. Es folgen Typenmöbel, die er um 1930 für die Einrichtungsprogramme entwickelt hatte, und damit ganze Räume, wie Arbeits-, Wohn- und Schlafzimmer auszustatten. Die dazugehörigen Entwürfe und historischen Fotos kommentieren die Konstruktion bzw. die Aufstellung und Wirkung der Möbel im Raum. Doch Dieckmann bleibt nicht bei den stark geometrischen Entwürfen stehen, sondern zeigt in der Folge kurvilineare Modelle wie seine Bugholz-, Stahlrohr- und Korbmöbel beweisen.

Umfangereicher zeichnerischer Nachlass

Weitere Exponate stammen aus dem von der Kunstbibliothek erworbenen zeichnerischen Nachlass Erich Dieckmanns, der rund 1.600 Objekte umfasst und von 2017 bis 2019 mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien digitalisiert und wissenschaftlich erschlossen wurde. Zu den in der Ausstellung gezeigten Objekten des Nachlasses zählen unter anderem Dieckmanns Kompositionsstudien und Entwürfe zu zahlreichen Möbelstücken sowie aquarellierte Blätter idealer Einrichtungssituationen. In Verbindung mit den Möbeln lassen die Zeichnungen den gesamten Schaffensprozess erlebbar werden – von der ersten, oft abstrakten Formidee über die gestalterische und funktionale Ausformulierung bis zum gebrauchsfertigen Objekt.

Zeitgenoss*innen um Erich Dieckmann

Die Sektion „Die Anderen“ ergänzt die Ausstellung um Zeitgenoss*innen Erich Dieckmanns und präsentiert Gestalter*innen, die wie Dieckmann in der Zeit zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg gewirkt haben. Aus dem reichen Fundus des Kunstgewerbemuseums wurden dazu Möbel und Designobjekte von Marcel Breuer, Mies van der Rohe, Eckart Muthesius und anderen ausgesucht, um die Vielseitigkeit der Möbelstile um 1930 aufzuzeigen.

„Living like Dieckmann“

Im dritten Ausstellungsteil „Living like Dieckmann“ demonstrieren die zeitgenössische Künstlerin Margit Jäschke und der Designer Stephan Schulz, wie sich Dieckmanns Entwürfe für das 21. Jahrhundert nachhaltig, kunstvoll und nützlich weiterentwickeln lassen. In einer Art Wohnraum wurden Möbel von Erich Dieckmann reproduziert und neu inszeniert.

SITZEN neu betrachtet

Die Studierenden der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle befassen sich im vierten Ausstellungsteil „SITZEN neu betrachtet“ mit dem einstigen Lehrer ihrer Schule. In mehreren Semesterprojekten entwickelten sie Arbeiten, die Dieckmanns Werk in die Gegenwart folgen.

Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums und der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Die Ausstellung wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Bis zum 27. März 2022 ist die Ausstellung in Halle (Saale) zu sehen und wird danach in erweiterter Form im Kunstgewerbemuseum in Berlin gezeigt.
Katalog zur Ausstellung

Zur Ausstellung ist ein Katalog im Mitteldeutschen Verlag erschienen (208 Seiten, ISBN 978-3-96311-643-8, 30 Euro).

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Der geflochtene Garten, Olaf Holzapfel, 2022 © Jens Ziehe
Ausstellung

ALL HANDS ON: Flechten

24.05.2022 bis auf Weiteres

Flechten – eine Kulturtechnik, tausende Jahre alt, weltweit praktiziert, regional ausgeprägt und bis heute Hand-werk im wahrsten Sinne des Worts: Nur der Mensch beherrscht die komplexe Flechttechnik, keine Maschine kann ihn ersetzen. Die Ausstellung stellt die Faszination dieser Fertigkeit in den Mittelpunkt, zeigt Verflechtungen zwischen historisch gewachsenem Wissen und modernen Innovationen.

In den vier Ausstellungsbereichen Mensch, Schutz, Material und Muster können die Besucher*innen zahlreiche geflochtene Alltagsgegenstände aus ganz Europa aus der umfangreichen Sammlung des Museums Europäischer Kulturen entdecken. Eine begehbare Raumskulptur des Künstlers Olaf Holzapfel und weitere internationale, zeitgenössische Kunst- und Designpositionen, die sich mit verschiedenen Flechttechniken auseinandersetzen, bieten ergänzende Perspektiven.

Verknüpft werden die einzelnen Themen mit zahlreichen interaktiven Stationen, die es den Museumsbesucher*innen erlauben, das immaterielle Kulturerbe, das in geflochtenen Gegenständen steckt, haptisch zu erfahren. Also – ALL HANDS ON: Flechten!

Eine Sonderausstellung des Museums Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit CARMAH und dem Studiengang Europäische Ethnologie der Humboldt Universität zu Berlin, dem Studiengang Europäische Medienwissenschaft der Universität Potsdam und FH Potsdam sowie der Gartenarbeitsschule Steglitz-Zehlendorf.

Unterstützt von der Friede Springer Stiftung sowie dem Verein der Freunde des MEK.

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© Courtesy of the artist, Friends of the High Line, and Sprüth Magers / Timothy Schenck
Ausstellung

Barbara Kruger - Bitte lachen / Please cry

Die Neue Nationalgalerie zeigt die erste institutionelle Einzelausstellung von Barbara Kruger in Berlin sowie deutschlandweit seit über 10 Jahren. Die US-amerikanische Konzeptkünstlerin entwickelt eigens für die Ausstellungshalle der Neuen Nationalgalerie eine Schrift-Installation, die auf die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Social Media Bezug nehmen wird. Die Intervention bedeckt den gesamten Boden des Ausstellungsraumes und lädt zum öffentlichen Diskurs ein.

Barbara Kruger (*1945) ist seit den 1970er-Jahren für ihre großformatigen Grafiken mit pointiert formulierten Aussagen oder Kurztexten bekannt, mit denen sie gängige gesellschaftliche Stereotype aus feministischer und konsumkritischer Sicht befragt. Als Hommage an Mies van der Rohe und sein berühmtes Bauwerk in Berlin bleiben die wesentlichen Teile der Architektur von Krugers künstlerischer Intervention unangetastet, die für die Besucher*innen erst durch das Betreten des Gebäudes erlebbar wird. Damit bleibt der für den transparenten Bau so wichtige Sichtbezug zwischen Innen- und Außenraum vollständig erhalten. Gleichzeitig entfaltet die grafische Wucht der auf die Farbtöne schwarz, weiß und rot reduzierten Schriftarbeit Krugers einen starken Kontrastpunkt zur Architektur.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger
Ausstellung

David Hockney - Landschaften im Dialog

Die „Vier Jahreszeiten“ der Sammlung Würth zu Gast in Berlin

David Hockney gilt als einer der einflussreichsten Künstler der Gegenwart. Mit dem großformatigen Jahreszeitenzyklus „Three Trees near Thixendale“ (2007/2008) der Sammlung Würth wendet sich Hockney dem stimmungsvollen jahreszeitlichen Wandel der Natur in seiner britischen Heimat zu. Im Dialog mit ausgewählten Landschaftsdarstellungen aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin werden die Auseinandersetzung des Künstlers mit der Kunst vorangegangener Jahrhunderte sowie Parallelen zu seinen großen Vorbildern nachvollziehbar.

Der Landschaftszyklus ist charakteristisch für Hockneys Auseinandersetzung mit der Natur seiner britischen Heimat. Hockney war der Auffassung, Fotografie könne die Schönheit von Yorkshire nicht einfangen. Er sagte der Kamera den Kampf an und nutzte sie zugleich als technisches Hilfsmittel, um seine Vorstellungen im großen Format umzusetzen. In seinen jüngsten Landschaftsdarstellungen verschmelzen traditionelle Techniken und digitale Möglichkeiten. Sie offenbaren seine Beschäftigung mit der Kunst vorangegangener Jahrhunderte ebenso wie seine eigene jahrzehntelange Beobachtung und Darstellung der nordamerikanischen Landschaft.

Vielfalt und Reichtum der Gattung Landschaftsmalerei

Die Sonderausstellung in der Wandelhalle der Berliner Gemäldegalerie stellt Hockneys monumentalen Landschaftszyklus aus der Sammlung Würth, die Reinhold Würth seit über 50 Jahren parallel zu seiner Unternehmertätigkeit aufgebaut hat, in Bezug zu ausgewählten Landschaften aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin. So geben Werke aus der Alten Nationalgalerie, der Gemäldegalerie und dem Kupferstichkabinett einen Einblick in die Vielfalt und den Reichtum der Gattung der Landschaftsmalerei, die in den großflächigen Malereien David Hockneys eine Renaissance erlebte.

Hockney im Dialog: Inspirationen und Vorbilder

Neben Gemälden von Meistern wie Jacob van Ruisdael, Meindert Hobbema und Richard Wilson zeigt die Sonderausstellung auch Werke von Rembrandt van Rijn, Vincent van Gogh und John Constable, deren Landschaften Hockney als Vorbilder dienten. In der Gegenüberstellung werden Analogien und Parallelen zu den älteren Werken nachvollziehbar, deren Technik, Komposition und Perspektive, aber auch deren Atmosphäre und Stimmung Hockney intensiv studierte.

Einfluss und Popularität bis in die Gegenwart

Mit der Ausstellung rücken die Werke erstmals in unmittelbare Nachbarschaft und treten in einen Dialog miteinander. Sie zeugen nicht nur von der Bedeutung der Landschaftsmalerei, ihrer Popularität und ihrem Einfluss bis in die Gegenwart hinein, sondern offenbaren zugleich auch ihre Komplexität und ihren Facettenreichtum.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein kostenfreies Booklet in deutscher und englischer Sprache, das sowohl Informationen zur Sonderausstellung bietet als auch Schlaglichter auf weitere Themen aus dem Kontext der Landschaftsdarstellung und den Komplex „Vier Jahreszeiten“ wirft und Bezüge zu ausgewählten Objekten aus der Gemäldegalerie herstellt.

Kooperation mit der Sammlung Würth

Nach der Ausstellung „Anthony Caro. The Last Judgement Sculpture der Sammlung Würth“ 2019/20 und der im Dezember 2021 eröffneten Kunstkammerausstellung „Illustre Gäste. Kostbarkeiten der Kunstkammer Würth“ im Kunstgewerbemuseum handelt es sich mit „David Hockney – Landschaften im Dialog. Die ‚Vier Jahreszeiten‘ der Sammlung Würth zu Gast in Berlin“ um das dritte gemeinsame Ausstellungprojekt der vierteiligen Gastspielreihe der Sammlung Würth in den Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin.

Eine Sonderausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin und der Sammlung Würth

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© Ny Carlsberg Glyptotek
Ausstellung

Paul Gauguin - Why Are You Angry?

Paul Gauguin (Paris 1848 ­– 1903 Atuona/Hiva Oa) gehört zu den einflussreichsten Wegbereiter*innen der künstlerischen Moderne, dessen bekannteste Gemälde in den Jahren zwischen 1891 und 1901 auf der Südseeinsel Tahiti entstanden. „Paul Gauguin – Why Are You Angry?“ in der Alten Nationalgalerie betrachtet die Werke Gauguins, die auch von westlichen, kolonialen Vorstellungen von 'Exotik' und 'Erotik' geprägt sind, vor dem Hintergrund aktueller Diskurse und konfrontiert seine Werke mit Positionen zeitgenössischer Künstler*innen.

Gauguin verließ 1891 die Kunstmetropole Paris, seine Frau und fünf Kinder, um sich auf eine spirituelle und künstlerische Suche nach Französisch-Polynesien zu begeben. Hier lebte er mit einer Unterbrechung bis zu seinem Tod 1903. In dieser Phase entsteht unter anderem eines der Hauptwerke Gauguins aus der Sammlung der Nationalgalerie, das Gemälde „Tahitianische Fischerinnen“ von 1891.

Vor dem Hintergrund historischer Vorbilder und postkolonialer Debatten stellt die Ausstellung den von Gauguin selbst erschaffenen Mythos des „wilden Künstlers“ zur Diskussion. Gauguin griff seinerseits bereits auf einen kolonialen Traum vom irdischen Paradies zurück, der ihm zugleich den Aufbruch zu einer völlig neuartigen Kunst ermöglichte. „Paul Gauguin – Why Are You Angry?“ nähert sich Gauguin aus verschiedenen Perspektiven und eröffnet aktuelle Blicke auch durch Werke zeitgenössischer Künstler*innen wie Angela Tiatia (Neuseeland/Australien), Yuki Kihara (Samoa/Japan) oder Nashashibi/Skaer (Großbritannien) und den tahitianischen Aktivisten und Künstler Henri Hiro (Französisch-Polynesien).

„Paul Gauguin – Why Are You Angry?“ ist eine Ausstellung der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, in Kooperation mit und nach dem Konzept der Ny Carlsberg Glyptotek, Kopenhagen, ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie. Kuratiert von Anna Kærsgaard Gregersen, Ny Carlsberg Glyptotek, mit Ralph Gleis, Alte Nationalgalerie.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutscher Sprache sowie eine englische Ausgabe mit 160 Seiten und zahlreichen Abbildungen.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

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© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek
Ausstellung

Bild und Raum

Candida Höfer im Dialog mit der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek

Candida Höfer erforscht mit ihren Fotografien gebaute Räume. Ihre weltbekannten Interieurs nehmen Bibliotheken, Museen, Gaststätten, Theater und andere öffentlich zugängliche Orte in den Blick, lassen die Architektur neu erleben. Im Vergleich mit fotografischen Interieurs aus der über 150 Jahre alten Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek entspinnt sich ein Dialog zwischen angewandter Fotografie und künstlerischer Arbeit.

Die Ausstellung eröffnet mit etwa 90 Werken einen breiten Querschnitt durch die Raumaufnahmen Candida Höfers von 1980 bis in die unmittelbare Gegenwart. Die langen Traditionslinien ihrer Architekturaufnahmen reichen jedoch auch tief in den klassischen Kanon dieses Aufgabengebiets hinein. Im Dialog mit Pendants und Gegenbildern aus der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek erschließt sich der besondere Zugriff Höfers auf ihre Bildmotive besonders eindrücklich.

Kommunikative Qualitäten des gebauten Raums

Orte, die besondere kommunikative Funktionen haben, werden paradoxerweise ohne die sie frequentierenden Menschen gezeigt: Die den menschlichen Austausch ermöglichenden Qualitäten oder Mängel der Räume demonstriert Candida Höfer an der Architektur selbst, an der von ihr jeweils spezifisch erfassten Atmosphäre, an der von ihr gewählten Perspektive und dem Bildausschnitt. Die Themengruppen werden von ihr also nicht seriell in den Blick genommen, die jeweiligen Orte geben für sie das Bildformat wie auch die Größe der Abzüge vor. Doch bietet die Zusammenstellung der Gruppen vielfältige Vergleichsmöglichkeiten, die das langjährige und nachhaltige Interesse der Fotografin an den spezifischen Orten eindrucksvoll bestätigen.

Bilder im Dialog

Einige Themengruppen zeigen exemplarisch den visuell stimulierenden Dialog der Bilder: Fassaden, Fenster und Türen öffnen und verschließen den Blick in Räume oder aus ihnen heraus. Besonders reizvoll entspinnt sich das Zwiegespräch der Bilder bei den Aufnahmen von der Berliner Museumsinsel. Zeigen die gestochen scharfen großformatigen Kontaktkopien der Königlich Preußischen Messbildanstalt noch das monumentale Treppenhaus mit den Fresken Wilhelm von Kaulbachs, so erfasst Ryuji Miyamoto im Jahr 2000 den transitorischen Zustand des noch ruinösen Gebäudes vor dem Beginn des Innenausbaus und zeigt Candida Höfer wiederum 2009 dessen Abschluss.

Bisher unveröffentlicht sind Höfers Farbaufnahmen aus ihrer Liverpool-Serie von 1968, von denen sich ein Entwicklungsstrang zu ihren Bildern der Gasträume in Cafés, Hotels, Kuranlagen und Wartesälen nach 1980 ziehen lässt. Sie werden mit den eher journalistisch aufgefassten Straßenszenen von Willy Römer und Bernard Larsson, den Bildern Dirk Alvermanns spanischer Barszenen um 1960 sowie den Aufnahmen von Helga Paris der mittleren 1970er Jahre von Berliner Kneipen aus der Sammlung Fotografie ins Gespräch gebracht.

Die Fotografin Candida Höfer

Candida Höfer (* 1944) widmete sich seit ihrem Studium bei Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie gegen Ende der 1970er-Jahre immer intensiver der Architekturfotografie. Sie hat sich auf diese wichtige Gattung konzentriert, ohne jedoch wie Fotografen früherer Generationen im Auftrag von Architekten und Kunsthistorikern tätig zu werden. Sie begreift ihre Arbeit als künstlerische Fotografie, und das Fotografieren von Innenräumen wurde von ihr selbstbestimmt als Haupttätigkeitsfeld ausgewählt. Sie selbst steckte dafür den Rahmen ab: „Ich fotografiere in öffentlichen und halböffentlichen Räumen aus unterschiedlichen Epochen. Es sind Räume, die für jeden zugänglich sind. Es sind Plätze der Begegnung, der Kommunikation, des Wissens, der Entspannung, der Erholung. Es sind Kuranlagen, Hotels, Wartesäle, Museen, Bibliotheken, Universitäten, Banken, Kirche und seit einigen Jahren Zoologische Gärten.“

Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag der Buchhandlung Walther und Franz König, Köln.

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Ausstellung

Kopfarbeit - Handarbeit, Tag und Nacht.
André Thomkins (1930–1985)

„nie reime, da kann akademie rein“ – „Dogma I am God“ – den Palindromen von André Thomkins (1930 – 1985) wohnt ein Prinzip der Spiegelung inne, an dem sich auch ein wichtiger Teil seines bildnerischen Werks orientiert. In Anknüpfung an die Ideen des Surrealismus, schuf der Schweizer Maler, Zeichner und Dichter Werke, in denen es spielerisch um den abbildhaften Bezug zwischen einem „hier“ und einem „dort“ geht. Mit Witz und raffinierter technischer Erfinderlust legt André Thomkins die Realität aufs Kreuz und ist zugleich ihr feiner Deuter.

Frei nach dem Titel eines programmatischen Werkes von André Thomkins ist „Kopfarbeit – Handarbeit, Tag und Nacht“ mit rund 170 Zeichnungen und Aquarellen, Gemälden und Objekten die erste museale Überblicksschau des Künstlers in Berlin nach über 30 Jahren.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Kunstmuseum Liechtenstein

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© Staatliche Museen zu Berlin, Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst / Antje Voigt
Ausstellung

Bildwerke in Wachs

Die Skulpturensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin versammelt in einer kleinen, erlesenen Kabinettausstellung eine Auswahl ihrer kostbarsten Wachsbildwerke des 16. bis 19. Jahrhunderts.

Bei den 33 Preziosen – drei davon aus dem Münzkabinett – handelt es sich vorwiegend um kleinformatige, überaus kunstvoll gearbeitete Wachsbildnisse und Porträtmedaillons. Auch Reliefs mit christlichen, mythologischen und allegorischen Darstellungen sowie Statuetten werden gezeigt.
Wachs und Ahnenkult in der Antike

Das geschmeidige und leicht formbare Naturprodukt Wachs war schon in der Antike als vielseitig einsetzbares Material geschätzt – etwa im Ahnenkult bei der Herstellung von Ahnenmasken, die an die Vorfahren erinnern sollten. Das Wachs wurde durch Einschmelzen der Bienenwaben gewonnen und durch Einkochen unterschiedlicher Zusätze wie Natron gebleicht.
Farbige Wachsporträts in der Renaissance

Als in der Renaissance das Interesse an der individuellen Erscheinung des Menschen zu erwachen begann, entwickelten italienische Medailleure das mit Pigmenten vermischte farbige Wachsporträt, womit sie eine verblüffende Lebensnähe erreichten. Zu den Erfindern dieser neuen Bildgattung gehört der Norditaliener Antonio Abondio (1538-1591), der in dieser Technik eine unvergleichliche Meisterschaft erlangte. Durch die Hinzufügung von Perlen und Edelsteinen erreichte er eine außergewöhnliche Lebendigkeit, die ihn an die bedeutendsten Adelshäuser Europas führte. Er trug damit wesentlich zur Verbreitung dieses handwerklich anspruchsvollen Verfahrens bei.
Private Miniaturbildnisse und repräsentative Porträtmedaillons

Im Gegensatz zu großformatigen Arbeiten dienten Miniaturbildnisse der intimen Betrachtung und waren in fürstlichen und bürgerlichen Kreisen beliebte Geschenke, mit denen eine enge Verbindung mit der oder dem Beschenkten geknüpft werden sollte. Porträtmedaillons fürstlicher Regenten hingegen erfüllten vorrangig machtpolitische oder dynastische Interessen, indem sie Herrschaftsverhältnisse legitimierten, das Bild des Fürsten verbreiteten und über den Tod hinaus erhielten.
Sammelobjekt Wachsbildwerk

Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Kunstfertigkeit waren Wachsbildwerke begehrte Sammelobjekte, die schnell Eingang in die europäischen Kunstkammern fanden. Die in der Ausstellung gezeigten Objekte entstammen zum Teil der Brandenburgisch-Preußischen Kunstkammer. Einen beträchtlichen Zuwachs erfuhr dieser Bestand 1904 und 1918 durch die beiden Schenkungen von Berlins größtem Mäzen, dem jüdischen Kaufmann James Simon (1851-1932).

Eine Sonderausstellung der Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin

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Almuth Lohmann-Zell, TRANSIDENT, Halle/Saale, 2017 © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett / Johannes Eberhardt
Ausstellung

Hand Große Kunst

Medaillenkunst in Deutschland 2007 bis heute

Die Medaillenkunst der Gegenwart in Deutschland ist ein Spiegel unserer Zeit. Dauerhaft und dynamisch zugleich hält die „Hand Große Kunst" die Menschen und ihre Welt auf konzentriertem Raum fest.

Über 100 Künstler*innen präsentieren in der Ausstellung ihre neuesten Arbeiten. Stilistisch und thematisch ist das Spektrum weit und bunt. In den Reliefs öffnet sich ein Panorama von Porträt und Innerlichkeit bis hin zu Fragen um den Ursprung und die Zukunft der Menschheit.

Die eigens für diese Ausstellung ins Leben gerufene Jahresedition „Nähe und Distanz" beschäftigt sich mit gegenwärtigen Erfahrungen und öffnet dabei zugleich ein weiteres Kapitel der Medaillengeschichte. Beteiligt sind der Berliner Medailleurkreis, Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst e. V. sowie Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Die Sonderausstellung ist ein Projekt mit Objekten aus den Beständen des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin sowie der Staatlichen Münzsammlung München und Leihgaben aus Privatbesitz. Sie zeigt die ganze Bandbreite der zeitgenössischen deutschen Medaillenkunst.

Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen: D. O. A. Klose – B. Weisser, Hand Große Kunst. Medaillenkunst in Deutschland von 2007 bis 2020. Die Kunstmedaille in Deutschland 31 (2021).

Gefördert von der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst e. V.

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Johannes Clauss, Nautiluspokal mit Neptun und einem Seemonster, um 1640/1650, Nautilusschale, in Silber gefasst, teilweise vergoldet, graviert © Sammlung Würth, Foto: Philipp Schönborn, München
Ausstellung

Illustre Gäste. Kostbarkeiten der Kunstkammer Würth

Bereits seit 2006 sind rund dreißig Kleinkunstwerke als Dauerleihgaben aus der Sammlung Würth zu Gast bei den Staatlichen Museen zu Berlin. Im Rahmen der Sonderausstellung im Kunstgewerbemuseum werden die erlesenen Werke der „Kunstkammer Würth“ nun in einem deutlich größeren Umfang präsentiert. Nach der Ausstellung „Anthony Caro. The Last Judgement Sculpture der Sammlung Würth“ in der Gemäldegalerie (20. Dezember 2019 bis 1. November 2020) handelt es sich um die zweite Ausstellung einer vierteiligen Gastspielreihe der Sammlung Würth in den Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin.

Mit ihrem breiten Sammlungsspektrum, das gleichermaßen Kunst- wie Naturobjekte unterschiedlicher Herkunft umfasste, illustrierten europäische Kunstkammern den gesamten Kosmos. Neben dem privaten Vergnügen und dem Wunsch nach Kontemplation leiteten auch Machtansprüche und materielle Interessen die fürstlichen Sammler. Kunstkammern dienten der Repräsentation, der Pflege diplomatischer Beziehungen und als Kapitalanlage. Aber auch Wissensdurst konnte den Aufbau von Sammlungen anspornen. Mit dem Titel „Illustre Gäste“ wird nicht nur auf den hohen künstlerischen, materiellen und ideellen Wert der Objekte verwiesen, vielmehr wird auch auf das Potenzial der Objekte angespielt, Welt(en) zu illustrieren – von lat. Illustrare: erleuchten, erklären, preisen.

Kunstkammern hatten ihre große Blüte im 16. und 17. Jahrhundert

Nach ihrer Blüte im 16. und 17. Jahrhundert wurden selbst große und bedeutende Kunstkammern im 18. Jahrhundert aufgelöst oder gingen in anderen Sammlungen auf. Von den verstreuten Objekten, die die Zeiten überdauerten, trug der Unternehmer Reinhold Würth über Jahre eine große Anzahl zusammen, wobei ein Schwerpunkt auf Werken aus der hohenlohischen Heimat des Sammlers liegt.
Ausstellung gibt repräsentativen Einblick in die Kunstkammer Würth

In der Berliner Ausstellung geben rund 70 Objekte einen repräsentativen Einblick in die Kunstkammer Würth. Sie sind Teil einer zeitgenössischen Sammlung, spiegeln aber auch einzelne prägnante Facetten historischer Kunstkammern wider. Angereichert wird die Werkauswahl durch ausgewählte Leihgaben aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin. Mit der Ausstellung rücken die Sammlungen der Kunstkammer Würth und des Kunstgewerbemuseums in unmittelbare Nachbarschaft und zeugen gemeinsam vom Reichtum und der Strahlkraft historischer Kunstkammern und offenbaren die Vielfalt sowie die künstlerische Qualität ihrer Objekte.

Ausstellung gliedert sich in acht Bereiche

Die Ausstellung gliedert sich inhaltlich in acht Bereiche, die sich sowohl aus formalen als auch aus ikonografischen Parallelen der Objekte ergeben. Als illustre Gäste wie dem elfenbeinernen Laokoon Leonhard Kerns (um 1630), der goldenen Minerva Tiziano Aspettis (16 Jh.), oder dem König Salomon auf dem Gemälde Adriaen von Stalbemts stehen sie stellvertretend für die Vielfalt der Kunst- und Wunderkammern. In der Form von Trinkschiffen wie dem von Esaias zur Linden (1609-1629) oder von Trinkspielen Paulus Ättinger in der Form der grazilen Jagdgöttin Dianas (um 1610), geben die gezeigten Werke zugleich Einblick in prachtvolle Zeremonien bei Tisch, zu denen die Objekte meist repräsentativ herangezogen wurden. Ausgehend von augenfälligen Themenwiederholungen, Ambivalenzen und Fragwürdigkeiten, wie etwa dem durch den Mythos der Proserpina repräsentierten Frauenraub, oder der vielfältigen Verwendung von Elfenbein, rückt „Illustre Gäste“ aber auch Aspekte in den Fokus, die von aktueller gesellschaftlicher Relevanz sind.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein kostenfreies Booklet in deutscher und englischer Sprache, das sowohl Informationen zur Sonderausstellung bietet als auch Schlaglichter auf weitere Themen aus dem Kontext Kunstkammer wirft und Bezüge zu ausgewählten Objekten aus dem Kunstgewerbemuseum herstellt.

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Kaiserlicher Thron mit Paravent, China 17. Jh., Detail © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR
Ausstellung

Ethnologische Sammlungen und asiatische Kunst

Ein Epochen und Kontinente umspannender Überblick über die Kunst und Kulturen der Welt ab Spätsommer 2021
Rund 20.000 Exponate aus den weltweit bedeutenden Sammlungen des Ethno­logischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin eröffnen in der zweiten und dritten Etage neue Blicke auf die vergangenen und gegenwärtigen Kulturen Afrikas, Amerikas, Asiens und Ozeaniens.

Ein mit Schnitzereien reich verziertes Haus aus Palau, eindrucksvolle Boote aus Ozeanien und Tondokumente aus aller Welt im Berliner Phonogramm­ Archiv: Die Dauerausstellung des Ethno­logischen Museums rückt materielles wie immaterielles Erbe gleichermaßen in den Fokus.

An einer japanischen Teezusammenkunft teilnehmen, in die Schönheit indo­islamischer Gärten eintauchen oder vor Buddha-Statuen meditieren: All das bietet die Präsentation des Museums für Asiatische Kunst.

20.000 Objekte auf 17.000 Quadratmetern

Der Besuch macht neugierig auf Sammlungsgeschichte, religiöse Fragen, zeitgenössische Kunst und die Bedeutung von Handwerkstechniken, thematisiert Rituale, Inszenierungen und Perspektiven indigener Communities, um sich mit dem Erbe des Kolonialismus und der Rolle Europas kritisch auseinanderzusetzen.

Afrika

Bronze- und Elfenbeinreliefs aus dem Königreich Benin, Holzfiguren und Masken aus Kamerun, ästhetisch herausragende Skulpturen aus dem Kongo sowie mit Eisen- und Glasperlen geschmückte Lederkleidung aus Namibia gehören zu den bekanntesten und außergewöhnlichsten Werken aus Afrika in Berlin. Gleichzeitig verließen viele von ihnen den afrikanischen Kontinent als Folge kolonialer Eroberung und Herrschaft. Die Ausstellungen der Afrika-Sammlungen des Ethnologischen Museums im Humboldt Forum werfen drängende Fragen auf: nach den Gesellschaften in Afrika, aus denen die Artefakte stammen, nach den Bedingungen, unter denen sie gesammelt wurden, nach den Dilemmata, in denen sich die Akteure*innen in Afrika befanden, und nach der kooperativen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kolonialismus und seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Amerika

Der Ausstellungsbereich zeichnet ein umfangreiches Bild der historischen und gegenwärtigen indigenen Kulturen Amerikas. Highlights sind unter anderem die Bestände aus dem zentralen und südlichen Andenraum, die beindruckenden Cotzumalhuapa-Stelen aus dem heutigen Guatemala, die beiden Wappenpfähle von First Nations in British-Columbia oder die Sammlungen früher Forschungsreisender aus der Amazonasregion. Die Vielfalt der Keramiken aus Nord-, Meso- und Südamerika sowie die Sammlungen der Ebenen und Prärien Nordamerikas werden in einem separaten Schaumagazin erlebbar

Asien

Das dritte Obergeschoss ist den Künsten und Kulturen des größten Kontinents der Erde gewidmet. Hier treten die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst erstmals in einen direkten Dialog, trifft zeitgenössische Kunst auf jahrhundertealte Meisterwerke. Sie erlauben es, chinesische Hofkunst in einem spektakulären Thronsaal zu erleben, eine japanische Teezusammenkunft zu verfolgen, rekonstruierte, vor 1500 Jahren ausgemalte buddhistische Höhlentempel zu bewundern, in die Welt indo-islamischer Gärten einzutauchen, der Faszination religiöser Rituale um die göttlichen Skulpturen Indiens nachzuspüren oder fantastische Theatertraditionen Südostasiens und die Vielfalt islamischer Lebenswelten kennenzulernen.

Ozeanien

Der Pazifik ist der größte Ozean der Welt und in der Weite des Meeres erscheinen die Inseln Ozeaniens klein und isoliert. Für die indigene Bevölkerung aber war das Meer nie trennend. Bis heute ist es für viele Teil ihrer Identität. Ihre Vorfahren legten große Entfernungen zurück und entdeckten als erste Menschen die pazifischen Inseln. Von ihren herausragenden Navigations- und Bootsbaukünsten zeugen die Wasserfahrzeuge im Humboldt Forum. Weitere Highlights des Ausstellungsbereichs Ozeanien sind die Häuser aus Palau und die der Abelam aus Papua-Neuguinea.

Zeitgenössische Kunst

In allen Ausstellungsbereichen des Ethnologischen Museums und Museums für Asiatische Kunst finden sich zeitgenössisches Kunstwerke und Interventionen. Neben António Oles Township-Wall und dem raumgreifenden Kunstwerk von Marianna Castillo Deball beeindrucken vor allem Installationen, die sich mit den Auswirkungen der Kolonialzeit in der afrikanischen Gegenwart auseinandersetzen.

Eine Dauerausstellung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin.

Ab 23.09.2021 bis auf Weiteres

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Ausstellung

Die Kunst der Gesellschaft 1900–1945. Sammlung der Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie präsentiert nach sechs Jahren sanierungsbedingter Schließung erstmals wieder die Hauptwerke der Klassischen Moderne aus der Sammlung der Nationalgalerie. „Die Kunst der Gesellschaft“ zeigt circa 250 Gemälde und Skulpturen aus den Jahren 1900 bis 1945, unter anderem von Otto Dix, Hannah Höch, Ernst Ludwig Kirchner, Lotte Laserstein und Renée Sintenis.

Die in der Ausstellung versammelten Kunstwerke reflektieren die gesellschaftlichen Prozesse einer bewegten Zeit: Reformbewegungen im Kaiserreich, Erster Weltkrieg, „Goldene“ Zwanziger Jahre der Weimarer Republik, Verfemung der Avantgarde im Nationalsozialismus sowie Zweiter Weltkrieg und Holocaust spiegeln sich in den Werken wieder. Über eine reine Geschichte der Ästhetik hinaus führt die Sammlung eindrücklich den Zusammenhang von Kunst und Sozialgeschichte vor Augen. Dabei bietet der offene Grundriss der ikonischen Architektur von Mies van der Rohe vielfältige Perspektiven auf die unterschiedlichen Strömungen der Avantgarde.

Katalog zur Ausstellung
Zur Ausstellung wird eine von Joachim Jäger, Dieter Scholz und Irina Hiebert Grun herausgegebene Publikation erscheinen: Die Kunst der Gesellschaft. 1900-1945, Ausstellungskatalog Neue Nationalgalerie, DCV Verlag, Berlin 2021. Preis: ca. 27 Euro.

Eine Sammlungspräsentation der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin.

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Mies van der Rohe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Jörg P. Anders
Ausstellung

Die Neue Nationalgalerie.
Ihr Architekt und ihre Baugeschichte

Zur Wiedereröffnung widmet sich ein eigener Ausstellungsbereich der Baugeschichte der Neuen Nationalgalerie und dem Wirken ihres Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Die beiden Schwerpunkte bilden dabei die Bauzeit (1965–1968) und die Grundinstandsetzung durch David Chipperfield Architects in den letzten sechs Jahren (2015–2021). Ausgewählte Kunstwerke aus der Sammlung der Nationalgalerie mit Bezug zur Architektur des Museums ergänzen die dokumentarische Ausstellung. Neben Werken von Josef Albers und Isa Genzken sind jüngste Arbeiten von Michael Wesely und Veronika Kellndorfer zu sehen, die sich mit der Sanierung befassen.

Architekt Ludwig Mies van der Rohe
Die Neue Nationalgalerie gilt als ein Hauptwerk der westlichen Architektur des 20. Jahrhunderts. Innerhalb der Ausstellung wird der Museumsbau in das Gesamtwerk Ludwig Mies van der Rohes (1886–1969) eingeordnet. Seine Entwurfs- und Bautätigkeit kreiste lebenslang um sehr ähnliche Themen. Seit den 1920er-Jahren verfolgte er ein radikales Entwurfsprinzip: einen möglichst stützenfreien, offenen Raum zu schaffen, bei dem Innen und Außen ineinander übergehen. Würde und ein Streben nach Vollkommenheit kennzeichnen seine Bauten. Hinzu kommen Klarheit und Reduktion bei gleichzeitig hochwertiger Ausstattung und oftmals sichtbar inszenierter Konstruktion.

Baugeschichte der Neuen Nationalgalerie
Die Ausstellung im nördlichen Bereich des Untergeschosses, hinter der Garderobe, zeigt die typologische Reihe von Bauten, die Mies während seiner Berliner Schaffenszeit (1906–1938) und nach seiner Emigration in die USA in den 1950er-Jahren entwarf und die den Weg für sein letztes Werk ebneten: die Neue Nationalgalerie. Neben den Original-Grundrisszeichnungen vom Ober- und Untergeschoss der Neuen Nationalgalerie und Collagen zur Veranschaulichung des architektonischen Konzepts wird auch das große Entwurfsmodell von 1968 ausgestellt. Außerdem lässt ein kurzer Videoclip mit historischen Fotos von der Bauzeit und der Eröffnung, unterlegt mit Mies-Originaltönen, die Geschichte des Hauses lebendig werden.

Sanierung: So viel Mies wie möglich
Original-Möbel wie ein seit 1968 im Museum genutzter „Barcelona-Chair“ und ein Beistelltisch aus Glas verdeutlichen Mies’ umfassenden Gestaltungsanspruch und zugleich die Zeitgebundenheit des Baus. Diese Charakteristika des Museums betonte die Generalinstandsetzung durch David Chipperfield Architects, die unter dem Motto stand: „As much Mies as possible / So viel Mies wie möglich“. Wie sehr die Sanierung jedes Baudetail erfasste, zeigen Fotos und Original-Musterstücke wie eine Bodenfliese, ein Deckenelement und eine Leuchte.

Kuratiert von Uta Caspary

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Architekturführungen
Ab der Wiedereröffnung am 22. August 2021 werden regelmäßig sonntags und mittwochs Architekturführungen angeboten, die von Euroboden, dem Architekturpartner der Neuen Nationalgalerie, finanziert werden.

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3 Ausstellung

Germanen

Eine archäologische Bestandsaufnahme

Erstmals stehen die Germanen im Mittelpunkt einer großen archäologischen Übersichtsausstellung. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigt in Kooperation mit dem LVR-Landesmuseum Bonndie Sonderausstellung „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ auf der Museumsinsel Berlin: Während im Neuen Museum die wechselhafte Geschichte der Germanenforschung und -rezeption präsentiert wird, sind in der aus Anlass der Ausstellung wiedereröffneten James-Simon-Galerie über 700 Exponate, darunter zahlreiche Neufunde und hochrangige Leihgaben aus Deutschland, Dänemark, Polen und Rumänien zu sehen.

Gegliedert in sieben Kapitel gibt die Ausstellung in der James-Simon-Galerie Einblicke in die Archäologie jener Gemeinschaften, die zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 4. Jahrhundert nach Christus die Gebiete rechts des Rheins und nördlich der Donau besiedelten, und für die Caesar den Begriff „Germanen“ als Sammelbezeichnung und Ordnungsgröße prägte. Spektakuläre Funde wie auch einfache Gebrauchsgegenstände zeichnen das Bild einer agrarisch ausgerichteten Gesellschaft mit einer überregional vernetzten Oberschicht, die vor allem in üppig mit Edelmetall und römischen Importen ausgestatteten Gräbern sichtbar werden.

Das Schmiedehandwerk war hoch entwickelt und brachte Zeugnisse großer Kunstfertigkeit und Schönheit hervor. Einen Höhepunkt der Ausstellung stellt ohne Zweifel der reich verzierte Schildbuckel aus dem berühmten Fürstengrab von Gommern dar, der von versierten germanischen Metallhandwerkern aus einem massiven römischen Silbergefäß hergestellt und mit silbervergoldeten Pressblechen, Vergoldungen und Glaseinlagen verziert wurde.

Konflikte nur mit den Römern?
Allgemein bekannt sind die Germanenkriege Roms, allerdings nur aus römischer Sicht. Jedoch haben auch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen germanischen Stammesverbänden untereinander archäologische Spuren hinterlassen. Umfangreichen Kriegsbeuteopfer, die in Norddeutschland und Skandinavien in Mooren versenkt wurden, vermitteln einen Eindruck von der Größe germanischer Heere, ihrer Ausrüstung und Organisation nach römischem Vorbild. Einer der wertvollsten Funde aus dem Thorsberger Moor nahe Schleswig ist ein Zierblech aus vergoldetem Silber- und Bronzeblech mit plastisch herausgearbeitetem Tierfries und eng aneinandergereihten Menschenköpfen, das den Göttern als Dank für den Sieg im Kampf geopfert wurde.

Germanische Schriftbelege
Ausgewählte Exponate illustrieren mit ihren Inschriften die seltenen Schriftbelege in der Germania. Die älteste germanische Inschrift aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. auf der Fibel von Meldorf ist von rechts nach links als lateinische Buchstaben IDIN (Ida) und von links nach rechts in Runenschrift als HIWI (der Häuslichen) lesbar und verbindet somit das Runenalphabet mit dem Lateinischen, aus dem es entwickelt wurde.

Forschungen zu Germanen waren und sind wesentlich durch das Spannungsfeld zwischen römischem Reich und der Germania geprägt, wobei die römische Perspektive häufig im Vordergrund steht. Die Ausstellung stellt nun das germanische Siedlungsgebiet in den Mittelpunkt, behandelt aber auch Roms Verhältnis zu den germanischen Gesellschaften.

Germanen in der Forschung damals und heute
Die Germanenrezeption, speziell in den Berliner Museen, beleuchtet der zweite Teil der Ausstellung unter dem Titel „Germanen. 200 Jahre Mythos, Ideologie und Wissenschaft“ für das 19. und 20. Jahrhundert. Dieses Thema wird im „Vaterländischen Saal“ des Neuen Museums an einem historischen Ort präsentiert: Die spektakulären Wandgemälde zur „Nordischen Mythologie“ vermittelten um die Mitte des 19. Jahrhunderts einer breiten Öffentlichkeit erstmals eine bildliche Vorstellung vom nordischen Götterhimmel, die allerdings erst auf mittelalterlichen Quellen fußte. Die ausführliche Interpretation dieses Bilderfrieses, der auf die Überlieferungen der Edda zurückgeht, bildet den ersten Schwerpunkt in diesem Ausstellungsteil.

Vor dem Hintergrund von 200 Jahren Germanenforschung wird darüber hinaus gezeigt, wie sich die Berliner Museen im jeweils aktuellen Forschungsdiskurs zu Fragen der Herkunft, Ausbreitung und Datierung der Germanen positionierten und mit wandelnden Museumskonzeptionen reagierten: Im frühen 19. Jahrhundert bestimmten die Erwähnungen der Germanen in den Texten antiker Autoren deren Identität. Ende des 19. Jahrhunderts begann die Verknüpfung des antiken Volksbegriffs der Germanen mit archäologischen Kulturen. Im frühen 20. Jahrhundert etablierte sich ein Streit darüber, ob archäologische Kulturen der Bronzezeit oder Jungsteinzeit schon „germanisch“ seien. Dies schuf eine verhängnisvolle Nähe zur nationalsozialistischen Rassenideologie. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde nicht mehr vordergründig von Germanen, sondern von Trägern verschiedener archäologischer Kulturen der Vorrömischen Eisenzeit (ca. 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende) oder der nachfolgenden Römischen Kaiserzeit (370/80 n. Chr.) gesprochen.

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16.03.21, 12:59, MAX Germanen als Menschen wie wir


Man wird noch vor der eigentlichen Ausstellung mit einer sehr schönen Karte im Zeitraffer durch die bewegte Ausbreitungsgeschichte der Germanen anhand von Fundorten geführt.
Dieses und die gut aufbereitete und einheitliche Präsentation der Fundstücke steht jedoch im Kontrast zu dem offensichtlichen und wiederholten Bemühungen von Aussagen verschiedener Wissenschaftler in Videoeinspielungen von kaum vorhandenen Gemeinsamkeiten der Bewohner Germaniens zu sprechen. Auch ist es unverständlich der Ausstellung die Überschrift Germanen zu geben um dann etwas bemüht erklären zu wollen, dass es diese eigentlich so gar nicht gäbe und die Unterschiede zwischen der verschiedenen Stämmen oder gar Völkern sehr groß seien.
Das entspringt vermutlich der Vorstellung, man müsse sich aufgrund der näheren deutschen Geschichte immer ein wenig auf Abstand halten, um nicht in einen verdächtigen Geruch zu geraten.
Gegen Abstand ist ja gar nichts einzuwenden, aber sollten wissenschaftliche Betrachtung nicht zuvorderst der Wissenschaft verpflichtet sein? Allzu ideologische oder gar politische Aspekte weder in die eine noch in die andere Richtung bleiben besser außen vor. Zunächst sollten sich Wissenschaftler der Wahrheit zu nähern versuchen und nicht den selben Fehler wie zuvor begehen. Einseitigkeiten, nur dann mit umgekehrten Vorzeichen entsprechen auch nicht der wissenschaftlichen Wirklichkeit.

Zunächst waren die Germanen vor 2000 Jahren Menschen, die jeden Tat neu ums Überleben gekämpft haben und zusehen dass sie die Kinder lebend über den Winter brachten. Und sicher waren auch Infektions- und andere Krankheiten auch damals schon eine Plage.
Mit ihrer dezentralen Struktur, Entscheidung wichtiger Belange in zentralen Versammlungen, den Things, zu fällen und der starken Stellung der Frau als Heilerin und Verwalterin von Hof und Haus haben zentrale Elemente dieser Kulturen durchaus ihren Einfluss bis in unsere heutige Zeit genommen. Und dass die Deutschen Reiseweltmeister sind, ist vielleicht auch ein Erbe unserer Vorfahren und ihres nach Süden gerichteten Lichtkultes.
Bis heute feiern wir mit Weihnachten und Ostern Feste, deren Ursprünge in der germanischen Kultur liegen und vom Christentum adaptiert wurden.

Wir wäre es, die Germanen als Menschen wie uns zu begreifen in all der Ambivalenz, wie uns auch heute noch zuteil ist.
Mit diesem Vorsatz kann man sich dieses Themas mit etwas mehr Gelassenheit nähern und unsere Ururur..großmütter und -väter nicht in Geiselhaft nehmen für jedwede Ideologien. Nehmen wir sie als das was sie sind: uns verwandte Menschen aus Mitteleuropa, die uns viel zu sagen haben.
Eine starker Ansatz dieser Ausstellung ist, die Sicht auf die Germanen nicht aus römischer Perspektive zu zeigen sondern sie durchaus selbst sprechen zu lassen.
Zu uns sprechen heute nur noch die Fundstücke und von denen wird in dieser Ausstellung reichlich geboten. Einige dieser Funkstücke reden sogar in besonderer Weise mit uns: die ältesten Artefakte mit germanischen Runen schon ab dem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung sind nochmal ein besonderer Höhepunkt dieser unbedingt sehenswerten Ausstellung.

Ausstellung

Die Krone von Kertsch

Schätze aus Europas Frühzeit

Völkerwanderungszeitlicher Goldschmuck vom Schwarzen Meer, silberne Gewandspangen und prächtige Gürtel aus Gräbern des frühen Mittelalters in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland – Teile der Sammlung des Johannes von Diergardt werden nach über 80 Jahren wieder in Berlin zu sehen sein, wo sie bis 1934 ausgestellt waren.

Sie gewähren glänzende Einblicke in die europäische Geschichte, besonders in die Ereignisse zwischen Antike und Mittelalter. Nach dem Tod des Sammlers und Mäzens gelangten sie in das Römisch-Germanische Museum Köln. Umbauarbeiten im Kölner Museum bieten nun eine gute Gelegenheit, die Schätze nach langer Zeit wieder der Berliner Öffentlichkeit zu präsentieren.

Eine Sonderpräsentation des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln

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Modellbüste der Nofretete, Dreiviertelprofil nach rechts, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten © bpk / Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SMB / Martin Specht
Ausstellung

Altes Ägypten

Dauerausstellung

In bislang nie gezeigtem Ausmaß von über 2 500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen auf einer Fläche von 3 600 Quadratmetern.

Die Konzeption und Gestaltung der Schausammlung gewährt einen umfassenden Einblick in Kontinuität und Wandel der altägyptischen Kultur über vier Jahrtausende sowie in die Kulturgeschichte des antiken Sudan. Durch den Wiederaufbau mehrerer Opferkammern werden Grabarchitektur und Reliefkunst des Alten Reiches in einzigartiger Weise präsentiert. Neben der Thematisierung verschiedener kultureller Schwerpunkte wie Toten- und Götterkult, Königtum und Alltagsleben wird erstmals auch die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie dargestellt und erläutert. Die Papyrussammlung zeigt in der "Bibliothek der Antike" eine große Auswahl hoch bedeutender Texte und Literaturwerke über die gesamte Zeitspanne altägyptischer bis spätantiker Schriftkultur.

Eine besondere Betonung der Ausstellungskonzeption liegt auf der Vermittlung des altägyptischen Menschenbildes durch die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten in mehreren Räumen arrangierten Skulpturen, deren Höhepunkt die Präsentation der Büste der Nofretete im Nordkuppelsaal des Neuen Museums darstellt.

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Griff eines Weinkruges aus dem Fund von Neupotz mit einer Darstellung der Göttin Minerva, Ausschnitt © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Claudia Klein
Ausstellung

Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz

Dauerausstellung

Im Bacchussaal des Neuen Museums stand lange einsam der Xantener Knabe, eine römische Bronzestatue, 1858 im Rhein bei Xanten von Fischern entdeckt. Nun bekommt der Bronzejüngling Zuwachs en masse: eiserne Werkzeuge und Wagenteile, Vorhängeschlösser und Fußfesseln, Bronzekessel und Silbergeschirr. Der „Barbarenschatz von Neupotz“ – im 3. Jahrhundert n. Chr. im Rhein versunken – wird für die kommenden Jahre die Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte um eine Attraktion bereichern.

Nah am damaligen Alltag
Die einst in den Fluten des Rheins versunkenen Objekte stammen zumeist aus römischen Privathäusern. Es handelt sich etwa um einfaches Küchen- und Kochgeschirr, aber auch um wertvolles Tafelgeschirr zum Auftragen von Speisen und Getränken und zum Mischen von Wein. Viele Stücke zeigen Spuren intensiven Gebrauchs: Abnutzung, Reparaturen, Flicken. Die Objekte führen uns ganz nahe an die Menschen, die damit arbeiteten, an ihren Alltag. So auch die römischen Werkzeuge aus Eisen – wie Äxte, Zangen und Hacken –, deren Formen uns heute immer noch vertraut erscheinen. Sie haben sich über die Jahrhunderte nicht sehr verändert. Vorhängeschlösser und die schweren Eisenbeschläge römischer Lastwagen geben Aufschluss über den hohen Stand der antiken Technik. Fußfesseln erinnern an die weniger fortschrittlichen Züge der römischen Gesellschaft. Weiheinschriften auf manchen Stücken schließlich lassen vermuten, dass diese aus Heiligtümern genommen worden waren.

Der "Stumme Diener"
Im passenden Ambiente des Bacchussaals mit seiner an pompejanische Wandmalereien angelehnten Ausgestaltung wird ein Querschnitt aus den Neupotzer Metallmassen in zwei Hoch- und zwei Tischvitrinen präsentiert. Sie geben einen Überblick über den umfänglichen Fund. Der im Bacchussaal seit der Neueröffnung des Neuen Museums aufgestellte Xantener Knabe bleibt vor Ort. Auch er war im Rhein verloren gegangen, bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. In der Behausung eines vornehmen Römers aufgestellt, reichte er Gästen als „Stummer Diener“ einst Speisen und Getränke auf einem Tablett dar. Auch für seinen Verlust im Rhein werden Unruhen verantwortlich gemacht. So passen sie gut zusammen – der Xantener Knabe und der Schatzfund von Neupotz: die Schätze aus dem Rhein.

Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Schwerter und Lanze, Bronze. 9.-8. Jh. v. Chr., Stölln, Deutschland © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Klaus Göken
Ausstellung

Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit

Dauerausstellung

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte bietet in der oberen Etage einen Rundgang durch die ältesten Epochen der Menschheitsgeschichte. Mit seinen einzigartigen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Europas und der angrenzenden asiatischen Gebiete gelingt es, die großen Entwicklungslinien der frühen europäischen Geschichte anschaulich mit herausragenden Originalen aufzuzeigen.

Der Rundgang in Ebene 3 beginnt im Roten Saal, der das Ambiente einer Ausstellung des späten 19. Jahrhunderts aufleben lässt und die Herkunft wichtiger Bestände der vorgeschichtlichen Sammlung aufzeigt. Im starken Kontrast dazu steht die moderne Präsentation im folgenden Saal zur Archäologie in Berlin, der mit aktuellen Funden zeigt, was Archäologen heute mit Hilfe moderner Methoden aus dem Boden der Hauptstadt holen.

Unmittelbar danach geht es zurück in die frühesten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Im Steinzeit-Saal begrüßen die Besucher der berühmte 11-jährige Neandertalerjunge aus Le Moustier in Frankreich und der beliebte Elch vom Berliner Hansaplatz. Die zweite Saalhälfte zeigt mit prächtigen Funden der Jungsteinzeit den Übergang zu Ackerbau und Viehzucht.

Im Bronzezeitsaal bilden die Großvitrinen mit beeindruckenden Exponatmontagen und einem dreidimensionalen Blick auf das älteste bekannte Schlachtfeld der Menschheitsgeschichte eine Prozessionsstraße hin zum berühmten Berliner Goldhut. Am Ende des Rundgangs in Ebene 3 präsentieren sich die eisenzeitlichen Kulturen mit hallstattzeitlichen Fürstengräbern und latènezeitlichen Fundkomplexen auch im Kontext der mittelmeerischen Kulturen.

Die Zeitmaschine über die Jahrtausende
Zwischen dem Bronzezeit- und dem Eisenzeitsaal erwartet die Besucher eine besondere Reise: Unsere Zeitmaschine führt in eine historische Landschaft am Fluss und beobachtet deren Bewohner über die Jahrtausende. Als Grundlage dafür dienen archäologische Erkenntnisse. In unserer Zeitmaschine wird dabei die wechselseitigen Einflüsse von Mensch und Umwelt deutlich.

In den eigens für die Ausstellung erstellten Zeichnungen, die für die Filmsequenzen animiert wurden, verbergen sich viele Exponate aus der neuen Präsentation und es wird nachvollziehbar, welche Rolle sie im Leben unserer Vorgänger gespielt haben. Damit wird die Grundidee dieser Ausstellungsebene auf den Punkt gebracht: Wir wollen den Besucher mitnehmen auf die spannende Reise zu den frühen Epochen der Menschheitsgeschichte in Europa.

Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Blick in den Saal der Deutschrömer im 2. Ausstellungsgeschoss der Alten Nationalgalerie © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / David von Becker
Ausstellung

Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts

Dauerausstellung

Die Alte Nationalgalerie gilt als umfangreiche Epochensammlung für die Kunst zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg, zwischen Klassizismus und Sezessionen. Einzigartig ist die große Harmonie zwischen Sammlung und Gebäude des Museums: Das unter der Leitung von Heinrich Strack nach Plänen von August Stüler entworfene Gebäude wurde von 1867 bis 1876 errichtet und beherbergt heute eine der schönsten Sammlungen mit Kunst desselben Jahrhunderts. Der Rundgang durch das Haus bietet somit einen tiefen Einblick in die Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

1. Ausstellungsgeschoss
Adolph Menzels Gemälde, darunter so wichtige Werke wie das "Balkonzimmer" und das "Eisenwalzwerk", zeigen den unermüdlichen Beobachter, der wichtige Themen der preußischen Geschichte aufgriff und dabei mit erstaunlicher Fantasie und feinem Kolorismus aufwartet.

Unter den Skulpturen des 19. Jahrhunderts befinden sich so berühmte Werke wie die Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow sowie Werke von Berthel Thorwaldsen, Antonio Canova, Ridolfo Schadow, Reinhold Begas, Adolf von Hildebrand sowie Constantin Meunier.

2. Ausstellungsgeschoss
Reichhaltig und qualitätvoll ist auch der Bestand an impressionistischer Malerei. Meisterwerke von Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne und Skulpturen von Auguste Rodin wurden frühzeitig erworben.
Die Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist mit Werken von Hans Thoma, Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Hans von Marées, Wilhelm Leibl und Wilhelm Trübner vertreten. Darüber hinaus präsentiert die Nationalgalerie ihren großen Bestand an Gemälden von Max Liebermann.

3. Ausstellungsgeschoss
Die Kunst der Goethezeit ist mit Landschaften Jakob Philipp Hackerts, mit Porträts von Anton Graff und seinen Zeitgenossen und mit Werken der in Rom tätigen Nazarener vertreten: Peter Cornelius, Friedrich Overbeck, Wilhelm Schadow und Philipp Veit schufen mit den Fresken zur Josephslegende ein bedeutendes Auftragswerk für die Casa Bartholdy in Rom.

Zwei Säle im Obergeschoss der Nationalgalerie bieten Platz für Preziosen der Romantik: Gemälde von Caspar David Friedrich aus allen Schaffensphasen veranschaulichen die Entwicklung des Hauptmeisters der deutschen Romantik. Die programmatischen Architekturvisionen Karl Friedrich Schinkels zeigen den Architekten als ingeniösen Landschaftsmaler. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Werke Karl Blechens, der mit sprühender Farbigkeit und unkonventionellen Bildthemen seiner Zeit vorausgreift. Gezeigt werden ferner Porträts von Philipp Otto Runge und Gottlieb Schick, Landschaften von Joseph Anton Koch und Carl Rottmann. Das Biedermeier ist vertreten durch Berliner Stadtansichten von Eduard Gaertner und Johann Erdmann Hummel sowie durch Landschaften und Porträts von Ferdinand Georg Waldmüller.

Eine Dauerausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Blick in die neue Dauerausstellung © Staatliche Museen zu Berlin/ Ute Franz-Scarciglia
Ausstellung

Kulturkontakte. Leben in Europa

Dauerausstellung

"Kulturkontakte. Leben in Europa" zeigt auf 700 Quadratmetern einen Querschnitt aus den vielfältigen Sammlungen des Museums Europäischer Kulturen. Mit dem thematischen Ansatz greift es Diskussionen über gesellschaftliche Bewegungen und Abgrenzungen auf.

Das im weitesten Sinne mobile Verhalten von Menschen in und nach Europa bewirkt auf der einen Seite kulturelle Begegnungen und Vermischungen, die zur Entwicklung globaler Kulturen führen können. Auf der anderen Seite wirft es Fragen nach Zugehörigkeiten und Identitäten von Individuen und Gruppen auf. Sie können sich bei aller Globalisierung "verloren" fühlen und besinnen sich deshalb auf das ihnen Vertraute: auf ihre Heimat, den Ort, die Region, oder ihr Land.

Spielen die kulturellen Gemeinsamkeiten Europas dabei eine Rolle? Die Dauerausstellung stellt Beispiele vor - mit zum Teil außergewöhnlichen Objekten. Eine Prachtgondel aus Venedig von 1910 steht dabei stellvertretend für alle Themenbereiche: Handel, Reisen, Bildmedien, Migration, kulturelle Verortungen und Frömmigkeit.

Eine Dauerausstellung des Museums Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Joseph Beuys: DAS ENDE DES 20. JAHRHUNDERTS, 1982/1983 © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Marx / Thomas Bruns
Ausstellung

Die Sammlungen. The Collections. Les Collections

Dauerausstellung

Die Sammlungen der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zeichnen die künstlerischen Strömungen von 1960 bis in die Gegenwart nach. Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1996 hat die Präsentation der Sammlung Marx mit Werken von u. a. Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Cy Twombly einen besonderen Stellenwert – neben den Beständen der Nationalgalerie mit bedeutenden Arbeiten etwa von Dieter Roth, Bruce Nauman oder Carolee Scheemann. Ausgehend von diesen Pionieren der Entgrenzung traditioneller Kunstformen legt das Museum in seinen Ausstellungen und Programmen den Schwerpunkt auf die Interdisziplinarität zeitgenössischer Kunst. Zudem zeigen die Sammlungspräsentationen auch Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof. Die Bestände werden in thematischen Ausstellungen und in wechselnden Sammlungspräsentationen unter dem Titel „Die Sammlungen. The Collections. Les Collections“ präsentiert.

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Prometheus-Gruppe © asisi / Tom Schulze
Ausstellung

Pergamonmuseum. Das Panorama

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PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi

Die einzigartige Zusammenarbeit der Antikensammlung mit dem Künstler Yadegar Asisi aus dem Jahr 2011/2012 wird nun fortgesetzt: Im temporären Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ wird das Ausstellungsprojekt „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ präsentiert – mit Highlights aus den Beständen der Antikensammlung sowie einem vollständig überarbeiteten Panorama von Yadegar Asisi.

Das Panorama führt die Besucherinnen und Besucher zurück in das Jahr 129 n. Chr. und zeigt ihnen die antike Stadt Pergamon an der kleinasiatischen Westküste. Yadegar Asisi rekonstruiert den Zustand der Stadt in der hohen römischen Kaiserzeit unter der Regierung des Kaisers Hadrian (117-138 n. Chr.). Die Bildinhalte des ersten Pergamon-Panoramas sind umfassend überarbeitet worden. In Zusammenarbeit mit dem Team der Antikensammlung wurden etwa 40 neue Szenen konzipiert und in das Bild eingefügt. Dazu fand zuletzt im Oktober 2017 ein aufwändiges Fotoshooting in einem Berliner Filmstudio statt.

Restauration und künstlerische Interpretation
Für die vom Studio asisi gestaltete Ausstellung mit etwa 80 der wichtigsten Werken der Antikensammlung aus Pergamon – darunter der größte Teil des Telephos-Frieses vom Pergamonaltar – wurden aufwändige Restaurierungen der Originale durchgeführt. Dies gilt vor allem für die großen Frauenstatuen aus dem Hof und die Skulpturen vom Dach des Großen Altares. Mit Ausnahme der an das Metropolitan Museum of Art entliehenen Statue der Athena Parthenos aus der Bibliothek von Pergamon sind alle berühmten Bildwerke der Stadt wie der sog. „Schöne Kopf“, das kolossale Haupt des Herakles, die Porträts der Könige, die Tänzerin aus dem Palast, die Prometheus-Gruppe oder die Kreuzband-Athena zu sehen.

Verschiedene Installationen zeigen den Besucherinnen und Besuchern künstlerische Interpretationen zum besseren Verständnis der antiken Lebenwelt. Wesentliche Elemente sind dabei neu geschaffene Zeichnungen von Yadegar Asisi, die sich mit den Skulpturen, der Architektur und der Stadtanlage Pergamons auseinandersetzen.

Der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen Kontext
Die Antikensammlung lässt gemeinsam mit Yadegar Asisi mit „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ ein Gesamtkunstwerk entstehen, das die Ergebnisse langjähriger archäologischer und bauhistorischer Forschungen mit der Arbeit eines zeitgenössischen Künstlers zu einer Gesamtheit verdichtet. Schon 2011/12 hatten rund 1,5 Millionen Menschen die Ausstellung Pergamon. Panorama der antiken Metropole besucht. Die Gesamtpräsentation der Skulpturen aus dem Pergamonmuseum mit dem Asisi-Panorama ermöglicht ein einmaliges Ausstellungserlebnis, das an der antiken Lebenswelt teilhaben lässt. Nicht zuletzt ist hier der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen baulichen Kontext auf der Akropolis zu erleben.

„PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ wird ermöglicht durch die großzügige finanzielle Förderung der Adolf Würth GmbH & Co.KG.

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Ausstellungsansicht Ideal und Form, Friedrichswerdersche Kirche 2020 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / David von Becker
Ausstellung

Ideal und Form.

Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie
bis auf Weiteres

Die Ausstellung „Ideal und Form“ zeichnet mit Skulpturen und Plastiken von der Schinkelzeit bis zum Kaiserreich die Entwicklungslinien des langen 19. Jahrhunderts in die Moderne nach und lädt ein, die seinerzeit bereits international ausgerichtete Berliner Bildhauerschule neu zu entdecken.

Die von Karl Friedrich Schinkel geplante und in den Jahren 1824 bis 1830 erbaute Friedrichswerdersche Kirche ist seit 1987 Museumskirche und zugleich Dependance der Alten Nationalgalerie. Sie bietet die einzigartige Möglichkeit, Skulpturen des 19. Jahrhunderts in einer noch weitestgehend original erhaltenen Architektur aus eben jener Zeit zu erleben – und das bei wechselndem Licht immer wieder neu. Als die umfassendste Sammlung skulpturaler Kunst des 19. Jahrhunderts nimmt der Skulpturenbestand der Nationalgalerie eine herausragende Stellung innerhalb der deutschen Museumslandschaft ein.

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© Staatliche Museen zu Berlin
Ausstellung

Klartext.
Zur Geschichte des Bode-Museums

bis auf Weiteres

Erstmalig steht das Bode-Museum selbst im Mittelpunkt einer Ausstellung. Rund eine viertel Million Besucher*innen begrüßt das Bode-Museum jährlich, seine Fassade gehört zu den Wahrzeichen von Berlin. Seine Geschichte und die hier ausgestellten Sammlungen sind oftmals weniger bekannt. Dabei stehen die Vergangenheit und Gegenwart des Hauses in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschichte Berlins: Wie Berlin hat auch das Bode-Museum die beiden Weltkriege, den Nationalsozialismus und die deutsche Teilung überstanden und stellt sich auch den aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie.

Die Ausstellungssonderseiten unter www.smb.museum/klartext ermöglichen es, auch online die einzelnen Themenbereiche zu erkunden. Unter anderem stehen Infoblätter zu ausgewählten Werken und ein chronologischer Überblick zur Geschichte des Museums zur Verfügung.

Gegliedert ist die Ausstellung in vier zentrale Sektionen, die das Museum definieren:
Die Sammlungen
Das Gebäude
Die Forschung
Das Publikum

Eine Sonderausstellung von Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst in Kooperation mit dem Münzkabinett und dem Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin.

Wichtige restauratorische Maßnahmen und kunsttechnologische Untersuchungen, die in der Ausstellung präsentiert werden, wurden durch die großzügige Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung ermöglicht.

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Online

Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin

Dank des vielfältigen Online-Angebots lassen sich die 15 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin rund um die Uhr erschließen – und viele der Museen können in virtuellen Rundgängen auch außerhalb der Öffnungszeiten erkundet werden. Zudem gibt es auf der Website www.smb.museum, in der Online-Datenbank SMB-digital und auf Museum and the City, dem Blog der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Vielzahl von Objekten und Geschichten zu entdecken. Das Online-Angebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und um spannende neue Inhalte ergänzt.

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© Staatliche Museen zu Berlin
Online

SMB-digital

Online-Datenbank der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin:
www.smb-digital.de/eMuseumPlus

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Bode Museum © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker
Online

Erkunden Sie die Museumsinsel Berlin online!

Geschichten, Architektur und Online-Ausstellungen:
artsandculture.google.com/project/museum-island-berlin

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1 Blog

Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin

Neben der Website der Staatlichen Museen zu Berlin mit fast 40 Landing-Pages aller Museen, Sammlungen und Institute bietet vor allem der Blog "Museum and the City" viele Hintergrundgeschichten, Interviews und Bildstrecken zu allen Museen und Sammlungen. Interessante Porträts von Mitarbeiter*innen oder thematische Reihen, zum Beispiel zur Sanierung der Neuen Nationalgalerie oder zu den Lieblingsstücken der Museumsmacher*innen, gewähren spannende Blicke hinter die Kulissen. In den Wochen des Shutdowns werden im Blog verstärkt unsere Kurator*innen zu Wort kommen, deren Sammlungsbereiche für die Besucher*innen geschlossen sind.

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Online-Shop

Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin

Museen & Sammlungen
Bücher
Medien
Homedeko & Büro
Mode & Accessoires
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Staatliche Museen zu Berlin

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Ausstellungen / Museum Martin-Gropius-Bau Berlin Berlin, Niederkirchnerstraße 7
Ausstellungen / Museum Stadtmuseum Berlin Berlin, Poststraße 13-14
Ausstellungen / Museum Jüdisches Museum Berlin Berlin, Lindenstr. 9-14
Ausstellungen / Museum Neue Synagoge Berlin Centrum Judaicum Berlin, Oranienburger Straße 28/30
Ausstellungen / Kulturveranstaltung Kunsthaus sans titre Potsdam, Französische Str. 18
Ausstellungen / Museum Deutsches Historisches Museum Berlin, Unter den Linden 2
Familie / Museum Illuseum Berlin Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 9
Ausstellungen / Museum Bröhan-Museum Berlin, Schloßstraße 1a
Ausstellungen / Museum Filmmuseum Potsdam Potsdam, Marstall am Lustgarten, Breite Str. 1a
Ausstellungen / Galerie imago fotokunst berlin, Auguststraße 29c
Ausstellungen / Museum Stiftung Stadtmuseum Berlin Berlin, Poststraße 13-14
Ausstellungen / Galerie Galerie Georg Nothelfer Berlin, Uhlandstraße 184
Ausstellungen / Museum Märkisches Museum Berlin, Am Köllnischen Park 5
Ausstellungen / Museum Sammlung Kindheit und Jugend Berlin, Wallstraße 32
Ausstellungen / Museum Museum Nikolaikirche Berlin, Nikolaikirchplatz
Ausstellungen / Museum Museum Ephraim-Palais Berlin, Poststr. 16
Ausstellungen / Museum Museum Knoblauchhaus Berlin, Poststraße 23
Ausstellungen / Museum Museum Galgenhaus Berlin, Brüderstraße 10
Ausstellungen / Museum Museum Schloss Friedrichsfelde Berlin, Am Tierpark 125
Ausstellungen / Museum Sportmuseum Berlin Berlin, Hanns-Braun-Straße
Ausstellungen / Museum Grünauer Wassersportmuseum Berlin, Regattastraße 191
Ausstellungen / Galerie Die Aktgalerie Berlin, Krossener Str. 34
Ausstellungen / Museum Berlinische Galerie Berlin, Alte Jakobstraße 124-128
Ausstellungen / Galerie Galerie Eva Poll Berlin, Lützowstraße 7
Ausstellungen / Museum Museum für Kommunikation Berlin Berlin, Leipziger Straße 16
Ausstellungen / Galerie Galerie Brusberg Berlin Berlin, Kurfürstendamm 213
Ausstellungen / Museum Musikinstrumenten-Museum Berlin, Tiergartenstr. 1
Ausstellungen / Museum Schwules Museum Berlin, Mehringdamm 61
Ausstellungen / Museum Mauermuseum Berlin, Friedrichstraße 43-45
Ausstellungen / Ausstellung ver.di Fachgruppe Bildende Kunst Berlin, Paula-Thiele-Ufer 10
Ausstellungen / Museum Spandovia sacra Berlin, Reformationsplatz 12
Ausstellungen / Galerie ifa-Galerie Berlin Institut für Auslandbsziehungen Berlin, Linienstraße 139/140
Ausstellungen / Galerie Haus am Kleistpark Berlin, Grunewaldstr. 6-7
Ausstellungen / Galerie DAM GALLERY Berlin, Seydelstraße 30
Ausstellungen / Gedenkstätte Bernhard-Heiliger-Stiftung Berlin, Käuzchensteig 8
Ausstellungen / Museum Stiftung "Brandenburger Tor" Max Liebermann Haus Berlin, Pariser Platz 7
Ausstellungen / Museum Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde Berlin, Marienfelder Allee 66-80
Ausstellungen / Ausstellung Meinblau Projektraum Berlin, Christinenstr. 18-19
Ausstellungen / Werkstatt/Workshop Brandenburgischer Kunstverein Potsdam e.V. Potsdam, Brendenburgerstraße 5 (Luisenforum)
Ausstellungen / Galerie Galerie Johanssen Berlin, Choriner Str. 51
Ausstellungen / Museum DDR-Museum Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 1
Ausstellungen / Ausstellung Deutscher Künstlerbund Berlin, Rosenthaler Str. 11
Ausstellungen / Museum Rochow-Museum im Schloss Reckahn Lehnin / OrT Reckahn, Reckahner Dorfstraße 27
Ausstellungen / Museum MuseumsDienst Berlin Berlin, Klosterstraße 68
Ausstellungen / Galerie galerie bild plus Berlin, Am Goldmannpark 20
Ausstellungen / Museum Deutsches Architektur Zentrum DAZ Berlin, Köpenicker Str. 48/49
Ausstellungen / Galerie Galerie Art Center Berlin Berlin, Friedrichstraße 134
Ausstellungen / Galerie Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord Berlin, Turmstr. 75
Ausstellungen / Ausstellung KW Institute for Contemporary Art Berlin, Auguststraße 69
Ausstellungen / Galerie Whiteconcepts Berlin, Potsdamer Straße 91
Ausstellungen / Galerie kunstraum t27 Berlin, Thomasstr. 27
Ausstellungen / Galerie Achtzig - Galerie für zeitgenössische Kunst Berlin, Brunnenstr. 150
Ausstellungen / Galerie Galerie im Rathaus Tempelhof Berlin, Tempelhofer Damm 165
Ausstellungen / Museum Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstraße 43
Ausstellungen / Museum Werkbundarchiv - Museum der Dinge Berlin, Oranienstraße 25
Ausstellungen / Ausstellung Direktorenhaus Berlin Berlin, Am Krögel 2
Ausstellungen / Galerie art place berlin - Forum für zeitgenössische Kunst Berlin, Alexanderplatz 7
Ausstellungen / Galerie noon.schmuck und produkt Berlin, Dresdener Str.26
Ausstellungen / Galerie Emerson Gallery Berlin Berlin, Schiffbauerdamm 19
Ausstellungen / Museum museum FLUXUS + Potsdam Potsdam, Schiffbauergasse 4f
Ausstellungen / Museum Museum THE KENNEDYS Berlin, Auguststraße 11-13
Ausstellungen / Galerie Friends Forever Galerie Berlin, Bertold-Brecht-Platz 3
Ausstellungen / Galerie Prima Center Berlin Berlin, Biesentaler Straße 24
Ausstellungen / Museum Tieranatomisches Theater Berlin, Philippstr. 12/13
Ausstellungen / Galerie Galerie Hilaneh von Kories Berlin, Belziger Straße 35
Ausstellungen / Galerie Galerie Einkaufsquelle Görzke, Breite Str. 128

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