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Staatliche Museen zu Berlin

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Staatliche Museen zu Berlin
Genthiner Straße 38
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30-266 42 2201
Fax: +49 (0)30-266 42 2202
E-Mail: besucherdienste@smb.spk-berlin.de

Bewertungschronik

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Ausstellung

Monica Bonvicini. I do You

Die Neue Nationalgalerie widmet der Künstlerin Monica Bonvicini in der oberen Halle eine Einzelausstellung. Zu sehen sind neue, ortsbezogene architektonische Installationen, skulpturale Objekte, performative und klangliche Arbeiten sowie eine Auswahl bekannter Werke aus ihrem international renommierten Œuvre. Die Schau bietet eine völlig neue Raumwahrnehmung, die im Zusammenspiel von Sehen, Hören und direkter körperlicher Interaktion mit einigen Werken erfahrbar wird.

Bereits 1998 setzte sich Bonvicini mit der Skulptur „2 Tonnen Alte Nationalgalerie“ mit dem massiven städtebaulichen Umbauprozess auseinander, der zu dieser Zeit in Berlin stattfand. Viele der Umbauten dienten nicht nur der Reparatur und Erneuerung, sondern auch der Auseinandersetzung mit der politischen Geschichte der wachsenden Metropole. Mehr als zwanzig Jahre später beschäftigt sich die Künstlerin nun mit dem ikonischen Gebäude der Neuen Nationalgalerie.

Erforschung der verborgenen Mechanismen der westlichen „Moderne“

Bonvicini erforscht die verborgenen Mechanismen der westlichen „Moderne“, ihre sexuellen Aufladungen sowie die damit einhergehenden Überhöhungen und Mythisierungen. Die der Architektur und dem Museum fest eingeschriebenen Geschlechterverhältnisse und Gesellschaftsordnungen werden von der Künstlerin auf ironische und spielerische Weise entlarvt, demaskiert und destabilisiert. Bonvicinis Skulpturen sind hier als Einladungen zu verstehen, in neue Erfahrungsräume einzutreten.

Veränderung der Architektur Mies van der Rohes

In ihrer Ausstellung „I do You“ verändert Monica Bonvicini Mies van der Rohes Architektur der Moderne durch radikale architektonische Eingriffe. Das Zusammenspiel mit performativen Interventionen und skulpturalen Werken ergibt eine vielschichtige Erzählung, die dazu auffordert, überholte Kategorien zu hinterfragen und einige bislang übersehene Aspekte des Museums zu untersuchen. Bonvicini macht das Gebäude und damit den öffentlichen Raum zur Verhandlungsebene des Privaten: Wie gehen wir im Raum miteinander um? Welche Strukturen und Machtverhältnisse sind in den Boden, die Wände oder die transparente Glasfassade eingeschrieben? Wie so oft in ihren Interventionen wird der Raum der Neuen Nationalgalerie grundlegend neu definiert: Bild- und Klangwelten, Spiegelungen und Brechungen bilden ein Ensemble verschiedener Stimmen. Die Umgebung transformiert sich in dieser multisensorischen Dissonanz, einer Störung, die sich selbst behauptet und zugleich destabilisiert.

Kuratiert von Joachim Jäger und Irina Hiebert Grun

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie mit freundlicher Unterstützung der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Monica Bonvicini, SCALE OF THINGS (to come), Detail, 2010, Courtesy the artist © Monica Bonvicini und VG Bild-Kunst, Bonn 2022 / Anders Sune Berg)

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Ausstellung

Vision Seemacht

Ein Marinestück für den Großen Kurfürsten

Nach über 170 Jahren wird ein in Vergessenheit geratenes Juwel der Berliner Gemäldegalerie dem Publikum wieder zugänglich gemacht: das „Marinestück Dreimaster auf leicht bewegter See“ von Olfert de Vrij (1635–1699). Die präzise ausgeführte Malerei war durch Fehlstellen, starke Vergilbungen und verfärbte Übermalungen kaum mehr wahrnehmbar, der erbärmliche Zustand Grund für jahrzehntelange Deponierung. Nach einer umfangreichen Restaurierung ist das Bild nun wieder in voller Schönheit zu bewundern – und wird zu diesem Anlass in einer eigenen Studioausstellung gewürdigt.

Vision in schwarz-weiß

Das Meisterwerk ist sowohl für die Kunstgeschichte als auch für die brandenburgische Geschichtsschreibung bedeutsam: Es zeigt eine für die Marinemalerei charakteristische, hochspezialisierte Technik und entstand vermutlich im Auftrag des Großen Kurfürsten. Gemalt wurde es von dem heute weitgehend unbekannten Maler Olfert de Vrij (1635–1699). Er war als Jurist, städtischer Beamter und Amateurmaler in der nordholländischen Stadt Hoorn tätig. Obwohl de Vrij kein professioneller Künstler war, zählt er zu den begabtesten und technisch versiertesten Marinemalern sogenannter „penschilderijen” (Federstücke) des 17. Jahrhunderts. Dargestellt sind zwei Handelsfregatten. Aufgrund der erkennbaren Wappen lassen sie sich als jene Schiffe identifizieren, die 1662–63 in Amsterdam für Friedrich Wilhelm von Brandenburg, den Großen Kurfürsten, gebaut wurden.

Inszenierte Ambitionen

Die Ausstellung präsentiert erstmalig die beiden einzigen heute öffentlich zugänglichen Werke Olfert de Vrijs. Sie beleuchtet seine eindrucksvolle Maltechnik und die aufwendige Restaurierung des Berliner Seestücks, die erst 2021 abgeschlossen werden konnte. Zeichnungen aus dem Berliner Kupferstichkabinett stellen die Werke in den Kontext der niederländischen Marinemalerei. Zugleich setzt sich die Ausstellung mit den historischen Hintergründen und den unermüdlichen Bemühungen des Großen Kurfürsten auseinander, Brandenburg als Seemacht zu etablieren. Davon zeugen neben einer weiteren niederländischen Marinedarstellung des 17. Jahrhunderts von Lieve Verschuier aus dem Schloss Oranienburg auch Golddukaten des Berliner Münzkabinetts.

Anlässlich der Sonderpräsentation findet eine Vortragsreihe statt, die unterschiedliche Aspekte rund um das Berliner Gemälde aufgreifen und das Bild von verschiedenen Seiten her beleuchten wird.

Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

(Bild: Olfert de Vrij, Dreimaster auf leicht bewegter See, Detail, 1665, nach der Restaurierung © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie)

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Ausstellung

Helmut Newton. Brands

Die Sonderausstellung „Helmut Newton. Brands“ der Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie zeigt über 200 Fotografien, darunter viele unbekannte Motive aus Newtons Kooperationen mit international renommierten Marken wie Swarovski, Saint Laurent, Wolford, Blumarine oder Lavazza. Newton unterschied kompositorisch und stilistisch nicht zwischen dem Zeitschrifteneditorial und den unmittelbaren Aufträgen solcher Kunden, häufig vermittelt über Werbeagenturen. Selbstironisch nannte er sich „A Gun for Hire“ – und so hieß auch die posthume Ausstellung seiner kommerziellen Fotografie, die 2005 zunächst im Grimaldi-Forum in Monaco und anschließend im Museum für Fotografie zu sehen war.

Die Ausstellung knüpft an „A Gun for Hire“ an und präsentiert Newtons Aufnahmen, die vor allem in den 1980er- und 90er-Jahren für zahlungskräftige Werbeagenturen und Industriekunden entstanden sind, meist in und um Monaco. In den vorderen drei Ausstellungsräumen begegnen uns Modebilder im Luxussegment, beispielsweise Newtons Versionen der damals aktuellen Mode von Yves Saint Laurent, Haute Couture oder Prêt-à-porter-Entwürfe. Seine fotografischen Inszenierungen sind von Saison zu Saison so unterschiedlich und individuell wie die Damenbekleidung selbst und entführen zuweilen in ferne und phantastische Sphären.

Auftragsarbeiten und langjährige Kollaborationen

Daneben werden Newtons Auftragsarbeiten für Wolford ausgestellt, die 1993 und 1994 als Kalender für exklusive Kunden publiziert wurden. Genutzt wurden diese Fotografien auch für Strumpfhosenverpackungen wie für riesige Formate auf Billboards, Linienbussen und Hausfassaden. Die Frauen in den Strumpfhosen und enganliegenden Bodys werden so mitunter zu Giganten im öffentlichen Raum. Weiterhin finden sich in den ersten drei Räumen der Ausstellung Werbebilder unterschiedlicher Designer für die amerikanische Luxuskaufhauskette Neiman Marcus sowie Beispiele aus Newtons langjähriger, enger Zusammenarbeit mit Anna Molinari und deren Label Blumarine, unter anderem mit den Modellen Monica Bellucci, Carla Bruni oder Carré Otis, realisiert in Nizza und Monaco 1993 und 1994.

Ergänzt wird die Präsentation durch Fotografien weiterer Kollaborationen, u.a. mit dem Modeschmuckhersteller Swarovski, Volkswagen und Chanel. Mitte der 1970er-Jahre realisierte Newton sogar zwei Werbefilme für das berühmte Parfüm Chanel No 5 mit Catherine Deneuve. Polaroids, analoge Kontaktbögen ausgewählter Werbe-Shootings, Look Books der Modekunden sowie einige Anzeigen in Magazinen sind in Vitrinen ausgebreitet und verweisen auf die unterschiedliche Verwendung von Newtons Werbefotografie.

Die Zusammenarbeit mit Modefirmen jenseits des Editorials begann in Newtons Werk bereits recht früh. Von 1962 bis 1970 arbeitete er beispielsweise für Nino-Moden aus Nordhorn, das damals größte deutsche Textil-Unternehmen, oder 1968 für den Londoner Biba-Katalog. Im gleichen Jahr übernahm er einen Auftrag des französischen Automobilherstellers Citroën. So inszenierte Newton jahrzehntelang Alltags- und Luxusprodukte und wurde mittels seiner visuellen Umsetzungen und deren Veröffentlichungen zum Verbindungsglied zwischen den Produzenten und Konsumenten. Seine Bildgeschichten waren universell verständlich, konnten also problemlos in unterschiedlichen, nationalen Magazinen des gleichen Verlags veröffentlicht werden, gleichgültig ob als Editorial oder als Werbung.

Die Werkgruppen von Helmut Newton sind erstmals Bestandteil einer Überblicksausstellung zu seiner Werbefotografie. In diesem meist unterschätzten und gleichzeitig so wirkungsmächtigen Bereich angewandter Fotografie geht es um die zweckmäßige Visualisierung von konkreten Produkten, im Fall von Newton um Damenstrumpfhosen, Abendkleider, Kaffeepulver, Fernsehgeräte, Sägeblätter, Tafelsilber, Rotwein, Autos, Armbanduhren, Modeschmuck und Zigarren. Mal wurden die Gegenstände von Newton exponiert, ja sprichwörtlich auf einen Sockel gehoben, mal marginalisiert. Letztendlich stellt die angewandte, kommerzielle Fotografie, die für Werbezwecke verwendet wurde, einen der wichtigsten Aspekte in Newtons Werk dar.

Eine Sonderausstellung der Berliner Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie, Staatliche Museen zu Berlin.

(Helmut Newton, Monica Belluci, Blumarine, Nice 1993 © Helmut Newton Foundation)

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Ausstellung

Sandra Mujinga.
I Build My Skin With Rocks

Im Oktober 2021 erhielt Sandra Mujinga den Preis der Nationalgalerie 2021, der mit einer Ausstellung und einer begleitenden Publikation verbunden ist. So wird die Künstlerin die Historische Halle des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin mit einer neuen Video-Installation bespielen, die den Titel „I Build My Skin With Rocks“ trägt.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht ein fantastisches hybrides Wesen, dessen Erscheinungsbild von Mujingas Interesse am Prinzip des Weltenbaus (Worldbuilding) im Science-Fiction-Genre sowie von ihren Recherchen über die Überlebensstrategien von Tieren geprägt ist. Diese Strategien schließen sowohl körperliche Mutationen als auch veränderte Verhaltensweisen ein, die vor der immer bedrohlicher werdenden Präsenz von Menschen in ihrem Lebensraum schützen sollen.

Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Distanz Verlag mit Beiträgen von Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen, die die Praxis von Sandra Mujinga vielseitig beleuchten.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie und gefördert durch BMW.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

(Bild: Preis der Nationalgalerie 2021, Ausstellungsansicht Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin, 2021 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Sandra Mujinga / Mathias Völzke)

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© Heidi Jalkh
Ausstellung

Design Lab #13: Material Legacies

Für den 13. und vorerst letzten Teil seiner experimentellen „Design Lab"-Reihe hat das Kunstgewerbemuseum Designforscher*innen des Exzellenzclusters „Matters of Activity. Image Space Material“ der Humboldt-Universität zu Berlin eingeladen, Berührungspunkte und Brüche zwischen traditionellem Handwerk und jüngsten Entwicklungen an der Schnittstelle von Materialforschung, Design, Technik und Architektur zu erkunden.

Das Ausstellungsprojekt bringt Artefakte aus der Sammlung des Kunstgewerbemuseums mit Work-in-Progress-Installationen von Designer*innen und Forscher*innen des Exzellenzclusters zusammen, um einen Dialog über die historischen, gegenwärtigen und zukünftigen Bedingungen von Materialität anzustoßen. „Material Legacies“ entfaltet die vielfältigen Wechselbeziehungen, die aus und mit Materialien entstehen.

Materielle Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Durch die Auseinandersetzung mit einer Reihe unterschiedlicher Materialien und Techniken problematisiert die Ausstellung einerseits nicht-nachhaltige Vergangenheit und Gegenwart und entwirft andererseits die Vorstellung von möglichen materiellen Zukünften. Das geschieht in der Auseinandersetzung mit formverändernden Oberflächen und phasenverändernden Textilien sowie mit den Prozessen Kalkbildung, Mineralisierung und Sedimentation.

Materialien im Kontext

Im Projekt wurde jedes der Exponate in seinem soziokulturellen, wirtschaftlichen und politischen Kontext untersucht. Dabei standen Fragen wie „Wie können wir übrig gebliebenes Material besser nutzen?“, „Was können wir von der Übertragung biologischer Prozesse auf die Materialverarbeitung lernen?“ und „Was lehren uns Materialien und Artefakte über unser Verhältnis zur Umwelt?“ im Vordergrund.

Beteiligte Forscher*innen

Michaela Büsse, Mason Dean, Karola Dierichs, Michaela Eder, Lorenzo Guiducci, Johanna Hehemeyer-Cürten, Heidi Jalkh, Agata Kycia, Claudia Mareis, John A. Nyakatura, Felix Rasehorn, Iva Rešetar, Patricia Ribault, Christiane Sauer, Igor Sauer, Maxie Schneider, Robert Stock, Josephine Shone, Emile de Visscher, Charlett Wenig.

Das Exzellenzcluster „Matters of Activity. Image Space Material“

„Matters of Activity. Image Space Material“ ist eine interdisziplinäre Forschungsgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Grundlagen für eine neue Kultur der Materialien zu schaffen. Sie ist an der Humboldt-Uni-versität zu Berlin angesiedelt und forscht an der Schnittstelle von Biologie und Technik, Geist und Material, Natur und Kultur. Das Exzellenzcluster „Matters of Activity“ wird gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Weitere Informationen: www.matters-of-activity.de

Über die Reihe „Design Lab“

Die Ausstellungsreihe „Design Lab“ lädt seit 2019 ausgewählte Designstudios, Studierende und Forscher*innen ein, aktuelle Projekte vorzustellen und in einen Diskurs mit der Sammlung des Kunstgewerbemuseums zu treten. Kuratiert wird die Reihe von Claudia Banz, Kuratorin für Design am Kunstgewerbemuseum.

„Design Lab“ wird gefördert durch das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz.

Eine Sonderausstellung des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Matters of Activity. Image Space Material“ der Humboldt-Universität zu Berlin.

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© Courtesy of the artist
Ausstellung

Hannah-Höch-Förderpreis 2022
Farkhondeh Shahroudi

Mit dem Hannah-Höch-Förderpreis 2022 wird die iranische Künstlerin Farkhondeh Shahroudi (* 1962, Teheran) ausgezeichnet und erhält parallel zur Ausstellung des Hannah-Höch-Preises 2022 für Ruth Wolf-Rehfeldt eine Einzelpräsentation im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin.

Die Linie in Zeichnung und Skulptur

Gleichermaßen poetisch wie politisch gibt sich die künstlerische Arbeit Shahroudis, in der Zeichnungen, Gedichte und Sprache einen wesentlichen Anteil bilden. Die Linie, aus der sich Zeichen und Worte – unabhängig von der jeweiligen Sprache – fügen, springt bei Shahroudi über in den Faden, der ihre aus Stofffragmenten genähten Skulpturen zusammenschließt. Dreidimensionale Collagen wie auch Arbeiten im öffentlichen Raum und Performances ergänzen Shahroudis zeichnerisches und poetisches Werk, dessen Fülle und Vielschichtigkeit die Jury überzeugt und dazu bewogen hat, der seit vielen Jahren in Berlin lebenden Künstlerin den Hannah-Höch-Förderpreis 2022 zuzusprechen.

Die Ausstellung Shahroudis umfasst Wort und Bild vereinende Papier- und Stoffbücher sowie Zeichnungen und Skulpturen. Neben einer Max Beckmann gewidmeten Serie von Zeichnungen werden eine von der Decke hängende Sprachkette und mit Blumensamen gefüllte „Seed Bombs“ gezeigt. Shahroudis reiches Werk lädt dazu ein, nicht allein den Ausstellungsraum des Kupferstichkabinetts zu bespielen, sondern auch Nischen des Kulturforums zu besetzen.

Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet, dem ersten umfassenden Werkkatalog der Künstlerin. Des Weiteren ist eine Lesung mit Gedichten der Künstlerin angedacht.

Hannah-Höch-Förderpreis

Mit dem Hannah-Höch-Förderpreis würdigt das Land Berlin das bisherige Werk einer Berliner Künstlerin und unterstützt deren künstlerische Entwicklung in der Mitte ihrer Karriere. Der Preis wird von der Kulturverwaltung des Berliner Senats im Abstand von zwei Jahren gemeinsam mit dem Hannah-Höch-Preis verliehen. Der Förderpreis umfasst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro sowie eine Ausstellung mit Publikation. Über die Auswahl entscheidet eine unabhängige Jury, die aus einem Mitglied der Förderkommission Bildende Kunst der Kulturverwaltung des Berliner Senats sowie aus zwei freien Jurymitgliedern, welche die Kulturverwaltung benennt, besteht. Die diesjährige Jury bildeten Jenny Graser (Kupferstichkabinett), Willem de Rooij (Künstler und Professor an der Städelschule, Frankfurt am Main) und Hilke Wagner (Direktorin des Albertinums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden).

(Bil: Farkhondeh Shahroudi, OH, 2017, Tücher und Teppich, genäht, Installationsansicht: Villa Romana, Florenz 2017, Foto: Ela Bialkowska, OKNOstudio © Courtesy of the artist)

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© Courtesy of The Artist and ChertLüdde, Berlin
Ausstellung

Hannah-Höch-Preis 2022:
Ruth Wolf-Rehfeldt

Die seit mehr als 70 Jahren in Berlin lebende Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt (* 1932, Wurzen) wird mit dem Hannah-Höch-Preis 2022 für ihr umfangreiches Œuvre geehrt, das sowohl Gemälde, Zeichnungen und insbesondere von 1972 bis 1989 entstandene Schreibmaschinengrafiken umfasst. Anlässlich der Preisverleihung erhält die Künstlerin eine Einzelausstellung im Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin.

Wie eine Spinne im Netz

Wolf-Rehfeldts Typewritings suchen die Nähe zur visuellen und konkreten Poesie, tendieren ins Abstrakte, Konkrete und Architektonische und werden insbesondere in den 1980er-Jahren zu Collagen erweitert. Mit den Grafiken partizipierte Wolf-Rehfeldt aktiv am internationalen Mail-Art-Programm und baute ein umfangreiches Kommunikationsnetz auf, das sich um den gesamten Globus spannte. So erinnert sich die mittlerweile 90-jährige Künstlerin:

Ich hatte den Ehrgeiz, wie eine Spinne im Netz, zu jedem Ort der Erde meine Fäden zu spinnen.

Mitunter bat Wolf-Rehfeldt die Adressat*innen, die Grafiken künstlerisch zu erweitern und zurückzuschicken, sodass kollaborative Collagen entstanden. Diese hybriden Geflechte verklammern verschiedenste Materialien und Bildwelten, Zeiten und Räume miteinander, und sie legen eine Spur zu Hannah Höchs (1889–1978) dadaistischen Bildmontagen, sodass beide Künstlerinnen über Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg im Geiste verbunden sind.

Wolf-Rehfeldt im internationalen Netzwerk der Kunst

Wolf-Rehfeldts Schreibmaschinenarbeiten und Collagen, darunter jüngst von der Graphischen Gesellschaft zu Berlin, dem Freundeskreis des Kupferstichkabinetts erworbene Typewritings, werden in der Ausstellung in einen Dialog mit Collagen Hannah Höchs und mit Werken der Konzeptkunst, der Minimal Art, mit zeitgenössischer Schreibmaschinenkunst und Mail Art aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts von u. a. Robert Barry, Peter Roehr und Gert und Uwe Tobias gestellt. Die ca. 120 Exponate umfassende Ausstellung fungiert wie ein internationales Netzwerk, in das Wolf-Rehfeldts Arbeiten eingebettet werden, und erweitert damit den Blick auf die Kunst in der DDR.

Gefährliches Gleichgewicht / Dangerous Balance

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der in Wolf-Rehfeldts Werken verhandelte Beziehung zwischen Mensch und Natur, Natur und Kultur, zwischen Mensch und Mensch und das konkurrierende Verhältnis machtorientierter Kräfte. „Dangerous Balance“ heißt eines ihrer Typewritings, das unter dem Eindruck des Kalten Krieges entstand und den fragilen Zustand des Friedens wenngleich mit minimalen Mitteln, so doch eindrücklich in Wort und Bild fasst. Explizit bekannte sich Wolf-Rehfeldt zur Friedensbewegung.

Obwohl Ihre Typewritings mehr als 30 Jahre alt sind, sind sie hochaktuell und zwar nicht allein hinsichtlich der aktuell angespannten Situation in Europa. Denn Wolf-Rehfeldt befasst sich darin zudem mit dem Wandel der Kommunikationsmedien und ihrer Netzwerke, mit globaler Kommunikation mit und ohne Grenzen und sie stellt die Frage, nach dem Wert von Information – man denke an heutige Debatten um Fake News und Zensur. Es ist diese Aktualität, die neben der bisher ausgebliebenen Ehrung der Künstlerin in ihrer langjährigen Heimatstadt Berlin für die Nominierung zum Hannah-Höch-Preis 2022 sprach – dem Jahr, in dem Ruth Wolf-Rehfeldt ihren 90. Geburtstag feiert.

Der Hannah-Höch-Preis

Der Hannah-Höch-Preis wird seit 1996 von der Kulturverwaltung des Berliner Senats für ein herausragendes künstlerisches Lebenswerk verliehen. Der Preis ist zu Ehren der Künstlerin Hannah Höch benannt, die mit ihrem Werk als Dadaistin internationale Berühmtheit erlangte. Ausgezeichnet werden Künstler*innen mit Lebens- und Arbeitsschwerpunkt in Berlin, die durch eine kontinuierliche künstlerische Leistung hervorstechen. Der Preis umfasst neben einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro eine Ausstellung sowie eine Publikation. Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt durch die Förderkommission Bildende Kunst der Kulturverwaltung des Berliner Senats, in der außer dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen auch die Berlinische Galerie, das Georg Kolbe Museum, der Neue Berliner Kunstverein und die Stiftung Stadtmuseum vertreten sind.

Katalog

Ruth Wolf-Rehfeldt „Wie eine Spinne im Netz“, anlässlich des Hannah-Höch-Preises 2022, hrsg. von Jenny Graser. Mit einem Grußwort von Klaus Lederer, einem Vorwort von Dagmar Korbacher und Texten von Jenny Graser, Fabienne Meyer und Kathleen Reinhardt. Deutsch, 216 Seiten, ca. 180 farbige Abbildungen, Schutzumschlag. DCV Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-96912-104-7, Museumsausgabe 34 Euro, Buchhandelsausgabe 38 Euro.

Hannah-Höch-Förderpreis 2022: Farkhondeh Shahroudi
Parallel zur Ausstellung von Ruth Wolf-Rehfeldt wird die Ausstellung zum Hannah-Höch-Förderpreis 2022 von Farkhondeh Shahroudi im Kupferstichkabinett gezeigt.

Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Ruth Wolf-Rehfeldt, Vergangen Gegenwärtig Zukünftig, Detail, 1975, Typewriting © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz © Courtesy of The Artist and ChertLüdde, Berlin)

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© SMB, Nationalgalerie / Andres Kilger
Ausstellung

Johann Gottfried Schadow.
Berührende Formen

Das lebensgroße Doppelstandbild der Prinzessinnen Luise und Friederike von Preußen, die sogenannte Prinzessinnengruppe, ist das Hauptwerk Johann Gottfried Schadows (1764–1850). Der Bildhauer gilt als Begründer der Berliner Bildhauer*innenschule und ist gerade mit diesem Werk zum Inbegriff des deutschen Klassizismus geworden. Als erstes Standbild zweier weiblicher historischer Persönlichkeiten hat die Skulpturengruppe Kunstgeschichte geschrieben und ist bis heute ein Highlight für Berlin-Besucher*innen aus aller Welt. Die erste Retrospektive seit rund 30 Jahren stellt in elf Kapiteln Schadows bildhauerische, grafische und kunsttheoretische Hauptwerke vor. Nach umfangreicher Restaurierung wird erstmals überhaupt das Originalgipsmodell (1795) der Prinzessinnengruppe gemeinsam mit dem Original aus Marmor (1797) ausgestellt.

In der Sammlung der Nationalgalerie befindet sich mit ca. 150 Arbeiten der weltweit umfassendste Bestand an plastischen Werken Schadows, darunter beide Originale der Prinzessinnengruppe. Seit der letzten Retrospektive vor fast 30 Jahren, deren Ausgangsort die Alte Nationalgalerie war, sind viele neue Erkenntnisse zu Künstler, Werk, Werkstattbetrieb und Arbeitsmethoden bekannt geworden. Dies nicht zuletzt durch das großangelegte Forschungs- und Restaurierungsprojekt des Gipsoriginals der Prinzessinnengruppe aus Schadows Werkstatt, dessen Ergebnisse nun erstmals öffentlich vorgestellt werden.

Zahlreiche internationale Leihgaben, darunter plastische Bildwerke, Gemälde und Grafiken sowie kunsttheoretische Schriften bieten Einblicke in die Entstehung und Rezeption der Prinzessinnengruppe. Gezeigt werden Arbeiten von Zeitgenossen Schadows wie Gainsborough, Tischbein, Weitsch, Chodowiecki oder Begas.

Die Ausstellung wird kuratiert von Yvette Deseyve. Es erscheint ein deutschsprachiger und ein englischsprachiger Katalog.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie, die Ernst von Siemens Kunststiftung sowie die Kulturstiftung der Länder. Das dreijährige Restaurierungsprojekt des Originalgipsmodells der Prinzessinnengruppe wurde gefördert durch die Hermann Reemtsma Stiftung, die Rudolf-August Oetker-Stiftung und die Kulturstiftung der Länder. Als Kooperationspartner unterstützten das Projekt die Berner Fachhochschule sowie die Hochschule der Künste Bern.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Johann Gottfried Schadow, Selbstbildnis, um 1791, Terrakotta © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger)

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Ausstellung

Abenteuer am Nil.
Preußen und die Ägyptologie 1842-45

Die Ausstellung eröffnet einen neuen Blick auf die berühmte, 1842 in Alexandria begonnene preußische Expedition entlang des Nils. Im Zentrum stehen die unterschiedlichen Objekte und Materialien, die von der Reise mitgebracht wurden und ihr Einfluss auf die Entwicklung der neuen Wissenschaft der Ägyptologie. Näher beleuchtet werden dabei alltägliche Arbeitsweisen, angewandte Methoden und Probleme, die eine solche Unternehmung mit sich bringt.

Am 18. September 1842 trafen sich alle Mitglieder der königlich preußischen Expedition im Hafen von Alexandria und tauchten ein in die Welt des Orients, um für die nächsten drei Jahre die Altertümer entlang des Nils im Auftrag von König Friedrich Wilhelm IV. zu erforschen. Ihre Aufgabe war es, eine verlässliche Grundlage für eine neue Wissenschaft zu legen. Seit genau 20 Jahren konnten damals dank der Entzifferung der Hieroglyphen durch den Franzosen Jean-François Champollion die Inschriften der alten Kultur am Nil wieder gelesen und verstanden werden.

Wegweisende Erkenntnisse für die Ägyptologie

Die Ägyptologie steckte seinerzeit noch in den Kinderschuhen. Das sollte sich jedoch bald ändern – nicht zuletzt durch die Ergebnisse dieser Expedition. Von 1849 bis 1859 erschien die wegweisende wissenschaftliche Dokumentation der Forschungsreise in zwölf übergroßen Büchern mit Zeichnungen auf 894 Tafeln – ein Monumentalwerk, das ebenfalls von König Friedrich Wilhelm IV. finanziert wurde. Und ab 1850 wurden die mitgebrachten ägyptischen Objekte im Neuen Museum der Berliner Öffentlichkeit präsentiert.

Von Alexandria bis in den Sudan

Keine andere große staatliche Expedition konnte bislang so weit nach Süden vordringen. Lepsius und Abeken folgten dem Lauf des Blauen Nils bis hinter Sennar in die tropischen Gebiete des heutigen Sudan. Sie suchten nach ägyptischen Zeugnissen, sammelten Tiere und erwarben Gebrauchsgegenstände aus der Region.

Eine Sonderausstellung des Ägyptisches Museum und Papyrussammlung – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Freien Universität Berlin, der Einstein-Stiftung und der Ernst-Litfaß-Schule

Begleitbuch zur Ausstellung

S. Grallert / J. Helmbold-Doyé (Hrsg.), Abenteuer am Nil. Preußen und die Ägyptologie 1842–1845, Kulturverlag Kadmos

(Bild: Ausschnitt eines farblich gefassten Reliefs aus dem Grab es Beamten Merib © Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften )

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Ausstellung

Vogelschau und Froschperspektive.
Fotografie für Kinder

Erstmals zeigt das Museum für Fotografie eine Ausstellung explizit für Kinder. Zu sehen ist eine bunte Mischung aus rund 170 Arbeiten aus der fotografischen Sammlung der Kunstbibliothek sowie eine konzentrierte Auswahl druckgrafischer, zeichnerischer und plastischer Werke und Filme. Gebrauchsweisen, Gestaltungs- und Ausdrucksformen der Fotografie von ihren Anfängen bis in die Gegenwart werden so anschaulich erfahrbar.

Zehn assoziativ gruppierte Kapitel bieten eine bunte Fülle an Bildern und fotografischen Geschichten. Sie enthalten Episoden zum Finden, Sammeln und Erzählen von Bildern; zum Lesen von Zahlen, Buchstaben oder Wolken ebenso wie zu Entdeckungen im Alltag, in der Schule und auf Reisen. Dazu gehören Aufnahmen von Tier und Natur, Geschichten von Familien und Freundschaften, aber auch Automatenporträts und fotografische Farb-, Licht-, Spiegel- und Materialspiele. Die Ausstellung spannt den Bogen vom Knipsbild über die klassische Werbeaufnahme aus dem Profistudio und die sozial engagierte Bildreportage bis hin zu künstlerischen Gestaltungsformen und Konzepten. Dazu zählen der Piktorialismus um 1900, das Neue Sehen der 1920er-Jahre, Fotografik, Mail Art sowie Positionen der inszenierten Fotografie.

„Schule des Sehens“ und Leseinsel

Eine konzentrierte Auswahl druckgrafischer, zeichnerischer und plastischer Werke sowie Filme ergänzt die Präsentation, die vor allem auf die konkret-sinnliche Materialität von Originalfotografien setzt und so eine kleine „Schule des Sehens“ bildet. Dazu schafft eine Leseinsel mit fotografisch illustrierten Bilderbüchern Raum, um in Fotogeschichten einzutauchen. Diese mediale Vielfalt eröffnet nicht nur für junge Menschen andere Perspektiven. Sie richtet sich an alle, die sich einen offenen Blick auf die Welt, die Künste und nicht zuletzt die Fotografie bewahrt haben.

Umfangreiches Begleitprogramm

Ein umfangreiches Begleitprogramm lädt zum Entdecken, Ausprobieren und Mitmachen in der Ausstellung ein. Es setzt auf Aktionen und Workshops sowohl mit historischen wie zeitgenössischen Anwendungsformen der Fotografie. Darüber hinaus eröffnen interdisziplinäre Veranstaltungen, Performances und Artist Talks den Blick auf die enge Verflechtung der Fotografiegeschichte mit Lebensrealitäten, Fragen und Praktiken aus Alltag, Kultur und Kunst.

Publikation

Es erscheint ein Katalog bei Snoeck, Köln.

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin

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Ausstellung

Wieder vereint.
Zu Besuch in den Staatlichen Museen zu Berlin 1992—2022

30-jähriges Jubiläum der Wiedervereinigung von Museen und Instituten der Staatlichen Museen zu Berlin: An vier Stationen im öffentlichen Raum präsentiert die partizipative Ausstellung die Erinnerungen von Besucher*innen an Museumserlebnisse und lädt auch zum digitalen Dialog ein.

Über vierzig Jahre existierten im geteilten Berlin „Zwillingsmuseen“: In Ost und West gab es jeweils ein Ägyptisches Museum, eine Antikensammlung, eine Nationalgalerie etc. Diese einzigartige Konstellation endete 1992 mit der Zusammenführung der Staatlichen Museen im wiedervereinigten Berlin. Keines der Häuser blieb in den folgenden Jahren von diesem Prozess unberührt. Viele wurden mehrfach umstrukturiert, verkleinert, erweitert oder zogen in neue Gebäude und andere Stadtteile.

Im Vordergrund: Museumsbesucher*innen

Während die Museen und ihre Belegschaften vor dreißig Jahren epochale Umwälzungen durchlebten, hatten die Menschen der Wendezeit andere Sorgen. Die persönliche Komponente der Museumsbesuche und die Perspektive der Besucher*innen auf die Zusammenführung von zuvor in Ost- und West-Berlin parallel existierenden Staatlichen Museen stehen im Vordergrund der Ausstellung. Dazu werden private Erinnerungsstücke und Fotos sowie die Geschichten von Besucher*innen präsentiert.

Vier mobile Ausstellungselemente in Berlin

An vier Standorten der Staatlichen Museen zu Berlin werden mobile Elemente auf verschiedene Aspekte dieses Prozesses, seiner Standorte und Wegmarken aufmerksam machen. Diese mobilen Elemente im öffentlichen Raum können unabhängig von Öffnungszeiten und kostenfrei besucht werden. Sie sind am Kulturforum, in Charlottenburg, auf der Museumsinsel Berlin und in Dahlem zu entdecken.

Digitale Interaktion und Partizipation

Die digitale Ebene der Ausstellung dient der Vertiefung der Inhalte auf den mobilen Elementen und ist zugleich Element der Interaktion: Da die Wiedervereinigung der Staatlichen Museen zu Berlin von verschiedenen Besucher*innen sehr unterschiedlich erlebt wurde, können diese über Upload- und Kommentar-Funktionen die Ausstellung erweitern. Die Ausstellung soll auf diese Weise verschiedenen Erinnerungen Raum bieten und zudem Anstoß zu einem Dialog zwischen den Staatlichen Museen zu Berlin und ihren Besucher*innen sein.

Das Ausstellungsprojekt ist eine gemeinsame Initiative des Instituts für Museumsforschung (IfM) und des Museums Europäischer Kulturen (MEK). Das interdisziplinäre Projektteam besteht aus Mitarbeitenden verschiedener Häuser und Einrichtungen der Staatlichen Museen zu Berlin.

Bild: Besucher*innen der Rembrandt-Ausstellung mit Gemälden aus der Gemäldegalerie (Ost) und der Gemäldegalerie (West) im Alten Museum, 1991 © Staatliche Museen zu Berlin, Zentralarchiv

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Ausstellung

Klasse und Masse.
Die Welt griechischer Tonfiguren

Über Jahrhunderte hinweg wurden im antiken Griechenland und darüber hinaus Figuren aus gebranntem Ton hergestellt. Lange Zeit galten die Tonfiguren aufgrund von Material und Größe als billige Massenware ohne große Bedeutung. Dabei wirken die farbenfroh gefassten Figuren fast wie aus dem Leben gegriffen. Heute ist jedoch klar, dass sie im antiken Alltag stets eine wichtige Funktion hatten. Die Ausstellung „Klasse und Masse“ der Antikensammlung im Alten Museum legt den Fokus auf die Kontexte, in denen Tonfiguren verwendet wurden, und eröffnet somit neue Perspektiven auf dieses oft unterschätzte Medium.

In der Antike war Ton eines der wandelbarsten und am einfachsten zu bearbeitenden Materialien. Bis heute faszinieren die daraus gefertigten Figuren durch ihre oft noch erhaltene leuchtende Farbigkeit und den Detailreichtum der Darstellung.

Zwischen Massenware und Meisterwerk

Im Bestand der Berliner Antikensammlung befindet sich eine große Zahl sehr einfach gestalteter Terrakotten. Mithilfe von Abformungen konnten sie günstig und leicht kopiert bzw. variiert werden und waren daher auch für die einfache Bevölkerung erschwinglich. Doch auch bei der gesellschaftlichen Elite waren Tonfiguren beliebt, wie die sogenannte Aphrodite Heyl, ein wahres Meisterwerk antiken Kunsthandwerks, eindrucksvoll beweist.

Vielfältige Form – vielfältige Funktionen?

Vom Mythos bis zum Brotbacken wurden die unterschiedlichsten Themen in Ton gebannt. Terrakotten fanden sich in vielen Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens: im Haushalt, im Heiligtum und auch im Grab. Die Funktion und Bedeutung der Tonfiguren in diesen Kontexten wird bis heute intensiv erforscht. Da die meisten Objekte im Museum aus dem Kunsthandel stammen und ihr genauer Fundort oft unbekannt ist, waren sie lange Zeit von diesen Diskussionen ausgeschlossen.

Die Welt griechischer Tonfiguren

Exemplarisch stellt die Ausstellung die unterschiedlichen Kontexte vor, in denen die Tonfiguren Verwendung fanden. In einem weiten zeitlichen und geographischen Rahmen wird so die Vielfalt antiker Terrakotten für die Besucher*innen erlebbar. Daneben werden auch Fragen nach der Herstellung und Rezeption dieses wirklichen „Massenmediums“ der Antike beleuchtet.

Eine Sonderausstellung der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin

Bild: Sogenannte Aphrodite Heyl, Detail © Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Laurentius

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Porzellankörper, Detail © Uli Aigner
Ausstellung

Der Porzellan Code.
One Million by Uli Aigner

Die in Berlin lebende österreichische Künstlerin Uli Aigner präsentiert ihr lebenslanges Kunstprojekt „One Million“ im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin.

Im Rahmen des Projekts „One Million“ hat es sich Uli Aigner im Jahr 2014 zur Aufgabe gemacht, bis an ihr Lebensende 1.000.000 weiße Porzellan-Essgefäße mit eigenen Händen zu drehen. Sämtliche Gefäße entstehen in eigenständigen aufeinander folgenden Projekten. In jedes Objekt wird eine Nummer in der Reihenfolge seiner Herstellung graviert. Zudem wird ein interaktiver Datensatz im Netz angelegt, der Form und Standort eines jeden Gefäßes auf einer digitalen Weltkarte verzeichnet.

Im Neuen Museum sind die Arbeiten Aigners an fünf Stationen als Interventionen in Form verschiedener Medien wie Film, Installation und Skulptur präsent und gehen einen eindrücklichen Dialog mit Gefäßen aus der Sammlung des Museums für Vor- und Frühgeschichte ein. Uli Aigner schlägt damit eine Brücke zwischen moderner angewandter Kunst und der Formgebung aus Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit und lässt die Besucher*innen an einem ganz neuen Blick auf prähistorische Gefäßkeramik teilhaben.

Interaktives Projekt

Uli Aigners ästhetisches Konzept basiert auf der unmittelbaren Interaktion mit Menschen. So lädt die Künstlerin vor Ort zehn Besucher*innen ein, sich ein Gefäß nach ihren eigenen Vorstellungen zu wünschen. In mehreren Kommunikationssitzungen erarbeiten Künstlerin und Besucher*in gemeinsam Form und Inhalt des Gefäßes, das Uli Aigner danach auf ihrer Drehscheibe individuell anfertigt. Der gesamte Prozess vom Erstkontakt bis zur Fertigstellung des Gefäßes wird filmisch dokumentiert. Ausgangsbasis dieser drei- bis sechsminütigen Kurzfilme sind alle Materialien, die durch Kommunikation mit dem Gegenüber entstanden sind. Die daraus resultierenden Objektinformationen sind digital zugänglich und durch QR-Codes vor Ort abrufbar. Eingebrannt wurden sie mittels individueller Kobalt-Siebdrucke in die Glasur des jeweiligen Porzellans. Mit der Präsentation – auf einem langen, schmalen Tisch im Übergang vom Steinzeit- in den Bronzezeitsaal – der zehn Porzellangefäße in unterschiedlichen Formen und Größen, die berührt werden dürfen, ermöglicht Uli Aigner zusätzlich haptische Erfahrungen.

Monumentale Installationen und Gefäße

In der zentralen Treppenhalle des Neuen Museums sind die bislang für das Projekt „One Million“ produzierten ca. 7.000 Porzellangefäße Uli Aigners in Form einer Filminstallation zu sehen. Rund 700 gebrannte und ungebrannte, zerbrochene und ganze Gefäße aus dem „One Million“-Archiv türmen sich im oberen Bereich der Treppenhalle wie Korallenablagerungen auf. „One Million Item Nr. 1“, das erste Porzellangefäß, dass Uli Aigner im Dezember 2014 hergestellt hat, wird in einer Vitrine im Roten Saal des Neuen Museums gezeigt. Zwischen Bronzezeit- und Eisenzeitsaal befinden sich die bislang großformatigsten Objekte der Künstlerin: Das größte Porzellangefäß der Welt, „Item 3501“, misst 2,40 m in der Höhe und 1,15 m im Durchmesser und wiegt ca. 800 kg. Das skulptural verformte Gefäß „Item 3502“ ist 1,50 m hoch und wiegt ca. 400 kg. Monumentale Gefäße dieser Größenordnung existieren aus Steinzeug oder Ton, aber bisher nicht aus Porzellan.

Die Künstlerin Uli Aigner

Uli Aigner (*1965 in Österreich) studierte nach ihrer Töpferlehre Produktdesign an der Universität für angewandte Kunst in Wien und Digitale Bildgestaltung an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seit den 1990er-Jahren präsentiert sie ihre Arbeiten in renommierten internationalen Museen, Institutionen und Galerien. Im Mai 2015 gründete sie ihre eigene Weißdreherinnen-Werkstatt in ihrem Atelier in der Brandenburgischen Straße in Berlin.

Die von ihr verwendete Porzellanmasse kommt aus der Stadt Limoges in Frankreich, die seit 1771 für die Herstellung von Porzellan bekannt ist. Die transparente Glasur zeigt die feine Elfenbeinfarbe des bei 1.300 Grad Celsius dicht gebrannten Porzellanscherbens. Mit ihren schlichten und klar in der Form gehaltenen Schalen, Bechern, Schüsseln und Tellern macht Uli Aigner Porzellan selbst als Speichermedium zum Thema ihrer künstlerischen Auseinandersetzung. Ihr Kunstprojekt versteht sie als lebenslange Performance mit dem Ziel den Sinn für die eigene Existenz zu schärfen.

Eine Sonderausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger
Ausstellung

In:complete.
Zerstört, zerteilt, ergänzt

Sie sind überall präsent und wirken dennoch oft fehl am Platz, werden zuweilen sogar als störend empfunden: Fragmente! Jedoch verbergen sich auch hinter unvollständigen oder unvollendeten Objekten spannende Erkenntnisse und vielfältige Geschichten, die manchmal ebenso fragmentiert sind wie der Zustand der Objekte selbst. Die sammlungsübergreifende Ausstellung „In:complete“ präsentiert Kunstwerke unterschiedlicher Epochen und Gattungen und erzählt deren wechselvolle Geschichten.

Unser Blick auf die Vergangenheit ist geprägt von Fragmenten. Sie bilden die Grundlage für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit vergangenen Zeiten und Kulturen. Vielfach sind sie Produkte von Zerstörungen durch Kriege, Katastrophen oder auch einem Wandel im Geschmack. Gleichzeitig üben sie einen ästhetischen Reiz aus. Über Jahrhunderte hinweg faszinierten sie Künstler*innen, etwa in Form von Ruinen, als Sinnbild der Vergangenheit und des Vergänglichen.

Zerstörung und Zerfall – Forschung und Erkenntnis

Die verschiedenen Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz verfügen über eine Vielzahl von Fragmenten. Bei manchen sticht ihr unvollständiger Charakter unverkennbar ins Auge. Andere offenbaren sich nicht auf den ersten Blick als Fragmente. Doch sie alle erzählen Geschichten – von Zerstörung und Zerfall, Forschung und Erkenntnis oder gar Inspiration.

Warum etwa hat Adolph Menzels Frauenbildnis eine herausgeschnittene Augenpartie? Warum blieb Karl von Appens Porträtskizze der Schauspielerin Manja Behrens unvollendet? Und warum wurden zwei antike Vasen im 19. Jahrhundert zu einem Gefäß zusammengesetzt?

Das Museum – ein Ort der Fragmente

Unweigerlich führt das Thema der Ausstellung zu einer kritischen Auseinandersetzung mit der Institution Museum selbst. Die Musealisierung von Dingen ist immer auch ein Prozess der Fragmentierung. Objekte werden ihrem ursprünglichen Kontext entrissen, in einem neuen Rahmen präsentiert und dabei möglicherweise umgedeutet.

Der Reiz des Unvollständigen liegt auch in seiner Ungewissheit. Stets bleiben Lücken im Wissen, sie bieten Platz für die eigene Vorstellungskraft und Kreativität, aber auch für Dialog und Debatte: Was macht ein Objekt eigentlich vollkommen? Wie prägen Fragmente unser Bild von der Vergangenheit? Welchen Stellenwert haben Museen als Orte der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit in unserer heutigen Gesellschaft?

Von der Antike bis zur Gegenwart

Die Ausstellung gliedert sich in sechs Kapitel. Themen wie Zerstörung und Verfall sowie bewusst unvollendete Werke werden dabei ebenso behandelt wie Restaurierung und die Faszination um Fragmente in der bildenden Kunst.

Als gemeinschaftliches Projekt von Nachwuchswissenschaftler*innen der Staatlichen Museen zu Berlin sowie der Hauptverwaltung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, des Musikinstrumenten-Museums des Staatlichen Instituts für Musikforschung und der Staatsbibliothek vereint „In:complete“ Objekte aus unterschiedlichsten Beständen von der Antike bis zur Gegenwart und macht die Vielfalt rund um das Thema Unvollständigkeit erlebbar.

Die Ausstellung wird gefördert durch die Ernst von Siemens Kunststiftung.

Bild: Adolph Menzel (1815-1905), Frauenbildnis, Fragment, um 1846 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger

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Ausstellung

Das Museum Berggruen zu Gast in der Sammlung Scharf-Gerstenberg

21.09.2022 bis auf Weiteres

Während das Museum Berggruen saniert wird und ein großer Teil des Bestandes auf Reisen geht, hat die Sammlung Scharf-Gerstenberg im ersten Obergeschoss einen Raum für eine kleine, aber repräsentative Auswahl von Bergguen-Werken zur Verfügung gestellt. Neben Alberto Giacomettis „Katze“ (1951), die bereits im Eingangsbereich des Stülerbaus ihren Platz gefunden hat, hängen rund um Giacomettis „Große stehende Frau III“ (1960) Werke von Pablo Picasso, Paul Klee, Henri Matisse und Paul Cézanne.

Früher Kontakt mit den Surrealisten

Drei von ihnen – Giacometti, Picasso und Klee – waren schon früh in Kontakt mit den Surrealisten, die im Zentrum der Sammlung Scharf-Gerstenberg stehen. Gegenüberstellungen von Werken wie Klees „Drüber und drunter“ (1932) und Picassos „Bildnis Nusch“ (1937) erinnern in diesem Kontext auch an die Collagetechniken eines Max Ernst oder Kurt Schwitters.

Frauenporträts

Eine weitere kleine Gruppe von Werken – Cézannes „Junges Mädchen mit offenem Haar“ (1873/74), Picassos „Frauenkopf“ (1908), Klees „Rotes Mädchen mit gelbem Topfhut“ (1919) und das Porträt „Lorette“ (1917) von Matisse – ist dem Thema des Frauenporträts gewidmet.

Bild: Pablo Picasso, Bildnis Nusch, 1937, Öl auf Leinwand © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Museum Berggruen / Jens Ziehe / Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2022

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns
Ausstellung

cameron clayborn.
nothing left to be

cameron clayborn hat im September 2021 den Baloise Kunst-Preis erhalten. Wie schon in den vergangenen drei Ausgaben mit Sam Pulitzer, Lawrence Abu Hamdan und Xinyi Cheng ist diese Auszeichnung mit einem Ankauf der Baloise Group für die Sammlung der Nationalgalerie, einer Ausstellung im Hamburger Bahnhof und einer Publikation verbunden. Die erste Einzelausstellung in Europa von clayborn „nothing left to be“ zeigt unter anderem die beiden Skulpturen aus der Serie „homegrown“ (2021), die als Schenkung an die Nationalgalerie kommen.

cameron clayborn (* 1992) arbeitet mit Materialien wie Papier, Gipsdeckenfarbe oder Dämmmaterial aus recycelter Kleidung. clayborns künstlerische Praxis umfasst neben Skulptur auch Zeichnung und Performance. Die nach unten stark verjüngten Skulpturen „homegrown #1“ und „homegrown #2“ scheinen auf dem Boden zu stehen, hängen aber wie Kokons von der Decke des Ausstellungsraumes. Während die unsicher wirkende Position Abstand einfordert, ziehen die Beschaffenheit und die Oberfläche die Betrachtenden an, um die Werke genauer zu betrachten. Dieses Wechselspiel aus Distanz und Nähe, Massivität und Zerbrechlichkeit, Körperhaftigkeit und Abstraktion zeichnet clayborns skulpturale Arbeiten aus.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Berlin Art Week statt.
Die Ausstellung wird von der Baloise Group ermöglicht.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

Bild: © cameron clayborn, courtesy Simone Subal Gallery, New York, © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns

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© Staatliche Museen zu Berlin
Ausstellung

Mystische Begegnungen

Sufis, Könige und Yogini in der indischen Miniaturmalerei

Die Sonderpräsentation im Buchkunstkabinett des Pergamonmuseums beleuchtet das Asket*innentum der verschiedenen Religionen auf dem indischen Subkontinent vom 16. bis 18. Jahrhundert. Die kulturelle und religiöse Vielfalt der Asket*innen, Sufis und Yoginis wird anhand ausgewählter Beispiele aus den Albumblättern indischer Miniaturmalerei anschaulich gemacht.

Vielfältige kulturelle Praktiken der Asket*innen und ihre Bedeutung und Machtstellung innerhalb des indischen Subkontinents werden in der Ausstellung gezeigt. Darüber hinaus verdeutlicht sie, wie eng diese Riten und Praktiken über jede Religion hinaus miteinander verwoben sind und wie sie sich im Austausch gegenseitig bereichert und beeinflusst haben.

Höfische Darstellungen von Asket*innen

Ab dem 16. Jahrhundert waren Darstellungen von Asket*innen an den Höfen der Mogul-Kaiser und Dekkan-Sultane des indischen Subkontinents sehr beliebt. Die Ausstellung zeigt Bilder in illuminierten Manuskripten und Alben, die eine reiche mystische Tradition bezeugen. Sie erweitern das allgemeine Verständnis der verschiedenen asketischen Sekten der Sannyasins, Yogis, Sufis und Fakire, die die soziokulturelle Landschaft des indischen Subkontinents prägten. Die vielfältigen religiösen und ethnischen Zugehörigkeiten innerhalb des indischen Reiches machten es für die muslimischen Herrscher notwendig, sich den Zuspruch dieser Gruppierungen zu sichern. Durch die Gunst der Asket*innen, die von den großen Glaubensrichtungen und Ethnien verehrt wurden, erlangten die Kaiser und Sultane religiöse Legitimität.

Verbindung von Irdischem und Spirituellem

Ob im Islam oder im Hinduismus: Asket*innen wurde nachgesagt, durch ihre spirituellen Praktiken eine Vielzahl übernatürlicher Kräfte erlangen und die Grenze zwischen dem Irdischen und dem Spirituellen überwinden zu können. Weltliche Herrscher legitimierten durch enge Beziehungen zu heiligen Männern und Frauen deren geistige Autorität und profitierten gleichzeitig von ihrem Ansehen und ihrer Macht. Umgekehrt griffen Asket*innen oft in weltliche und politische Angelegenheiten ein.

Asket*innen als ideale Liebende

Abgesehen von Darstellungen, die ihr spirituelles Leben verkörpern, bilden Asket*innen die Schlüsselfiguren in illustrierten Liebesgeschichten, die sie als ideale Liebende zeigen. Herrscher, die sich das spirituelle Charisma dieser Asket*innen zu eigen machen wollten, ließen sich in Interaktion mit ihnen darstellen oder inszenierten sich manchmal auch selbst als königliche Asketen. Umgekehrt inszenierten sich auch Asket*innen als erhabene Herrscher*innen, was ihren hohen Stellenwert innerhalb der gesellschaftlichen Ordnung verdeutlicht.

Porträts von Frauen

Porträts von Yogini (weibliche Verkörperung der yogischen Kraft) und Asketinnen wurden im 18. Jahrhundert beliebt. In den Darstellungen überwinden Asketinnen die Grenzen zwischen menschlicher und übermenschlicher Kraft oder weltlicher und spiritueller Liebe. Yoginis können als Göttinnen dargestellt werden oder als Frauen, die übernatürliche Kräfte erlangen, ihre menschliche Gestalt aber beibehalten haben. Darüber hinaus gibt es auch Darstellungen von Prinzessinnen, die als Yoginis gekleidet sind und damit das Ideal der Selbstaufopferung für die Liebe zum Ausdruck bringen. Auf Bildern werden Yogini in ihrem spirituellen Streben als gleichberechtigt mit Männern dargestellt und verfügen über gleichwertige Macht und Einfluss.

Eine Sonderpräsentation des Museums für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Mihr Chand, Frauen bitten in einem Shiva-Tempel um den Segen einer Asketin, Indien, um 1775 (Detail) © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Islamische Kunst / Johannes Kramer )

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Ausstellung

Donatello.
Erfinder der Renaissance

Donatello ist einer der Begründer der italienischen Renaissance. Seine Werke zeichneten sich durch technische Neuerungen aus und revolutionierten die künstlerische Praxis ihrer Zeit. Im Rahmen einer einmaligen Kooperation der Staatlichen Museen zu Berlin mit der Fondazione Palazzo Strozzi, Florenz, den Musei del Bargello, Florenz, und dem Victoria & Albert Museum, London wird Donatello erstmals eine eigene Ausstellung in Deutschland gewidmet. Mit rund 90 Arbeiten und zahlreichen Hauptwerken, die zuvor noch nie zusammen gezeigt wurden, ergibt sich ein Panorama, das in der Erkenntnis mündet: Die Geschichte Donatellos ist zugleich eine Geschichte der Renaissance.

Donatello (ca. 1386–1466) war ein vielseitiger Neuerer, der – stets offen für technische und künstlerische Entwicklungen – unermüdlich mit Materialien und ästhetischen Ausdrucksmöglichkeiten experimentierte. So setzt er die mathematische Perspektivkonstruktion im Relief ein und verwendet neben Marmor auch Materialien wie Terrakotta und Stuck, um seine Werke zu gestalten und zu reproduzieren. Zahlreiche Meisterwerke zeugen von seiner außergewöhnlichen Produktivität und Vorstellungskraft und gelten als Hauptwerke der italienischen Renaissance.

Einzigartiges internationales Ausstellungsprojekt

Die Staatlichen Museen zu Berlin besitzen neben dem Museo Nazionale del Bargello in Florenz und dem Victoria & Albert Museum in London eine der weltweit größten und vielfältigsten Sammlungen von Werken Donatellos. Gemeinsam mit der Fondazione Palazzo Strozzi haben sich diese Museen zusammengeschlossen, um drei monografische Ausstellungen zum Werk Donatellos zu organisieren. Zuvor noch nie gemeinsam gezeigte Skulpturen und Reliefs aus Marmor, Terrakotta und Bronze machen diese Schauen zu echten „Once-in-a-Lifetime“-Erlebnissen.

Hochkarätige Leihgaben im Dialog mit den Berliner Sammlungen

Neben Werken der Berliner Skulpturensammlung werden in der Wandelhalle der Gemäldegalerie zahlreiche herausragende Leihgaben zu sehen sein, die teilweise noch nie außerhalb Italiens gezeigt wurden – darunter drei bedeutende Bronzen des monumentalen Hauptaltars der Basilica del Santo in Padua sowie die Marmorskulptur des David aus dem Museo Nazionale del Bargello. Diese Werke treten in Dialog mit Gemälden von Zeitgenossen wie Masaccio, Fra Filippo Lippi und Andrea Mantegna sowie Skulpturen, Zeichnungen und Abgüssen aus den Beständen der Antikensammlung, des Kupferstichkabinetts und der Gipsformerei. Damit eröffnet sich für Besucher*innen die einzigartige Chance, Donatellos Erfindungsreichtum zu erleben und zugleich die Vielfalt der Berliner Sammlungen zu entdecken. Parallel werden im Donatello-Saal des Bode-Museums einige jüngst aufwändig restaurierte Werke der Skulpturensammlung aus dem Umfeld des Meisters zu sehen sein.

Weitere Stationen der Ausstellung

Unter dem Titel „Donatello, il Rinascimento“ ist die Ausstellung vom 19. März bis 31. Juli 2022 zunächst in den Musei del Bargello und im Palazzo Strozzi in Florenz zu sehen. In der Gemäldegalerie wird die Schau vom 2. September 2022 bis 8. Januar 2023 präsentiert sowie im Anschluss im Victoria & Albert Museum in London.

Katalog

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im E.A. Seemann Verlag, Leipzig: ca. 280 Seiten und 230 Abbildungen, ISBN (deutsche Ausgabe): 978-3-86502-482-4, ISBN (englische Ausgabe): 978-3-86502-484-8.

Die Ausstellung wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und den Kaiser-Friedrich-Museumsverein.

Eine Sonderausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit der Fondazione Palazzo Strozzi und den Musei del Bargello, Florenz, sowie dem Victoria and Albert Museum, London

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© Leiko Ikemura
Ausstellung

Leiko Ikemura: Mehr Licht!

Aus Anlass der Schenkung des Bildes „Blue Horizon (marine series)“ durch die Künstlerin zeigt das Museum für Asiatische Kunst ältere und neueste Werke Leiko Ikemuras, die das Thema der Sammlungspräsentation „Ambivalente Landschaften“ um vielfältige Aspekte erweitern.

Neben Seestücken-Schlachtenbildern und anthropomorphen Landschaften des Wandels und der Hoffnung, setzen neue figürliche Skulpturen aus Glas und Bronze als Memento mori und Lichtkonkretionen vieldeutig gebrochene Akzente. Einmal mehr erweist sich die in Tsu (Präfektur Mie, Japan) geborene, in Berlin lebende und arbeitende Künstlerin dabei als Meisterin der stilistischen und technisch-medialen Vielfalt, der chromatischen Valeurs und der subtilen Zwischentöne. Zwischen Bergen und Meer, Mensch und Natur, Tod und Leben, Endlichkeit und Ewigkeit, Aktualität und Überzeitlichkeit, Perfektion und non finito leuchtet dabei stets irgendwo aus der Tiefe die Hoffnung auf: Mehr Licht!

Eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Rahmen der Dauerausstellung „Ethnologische Sammlungen und Asiatische Kunst“ im Humboldt Forum.

(Bild: Leiko Ikemura, Lying Head, 2020/2021, Glas gegossen, Courtesy of the artist © Leiko Ikemura )

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© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Jürgen Liepe
Ausstellung

Bu ju.
Das Aufbauen einer Bildkomposition

„Bu ju“ ist ein traditioneller Begriff der chinesischen Malerei. Er bezieht sich auf das Konzept der Bildkomposition, das auch in der Literatur Anwendung findet. Die Ausstellung zeigt, wie die Kunstschaffenden mit Mitteln wie gestauchter Darstellung tatsächlicher Entfernungen, Mehrfachperspektiven und Formaten spielten, um persönliche Räume in Berglandschaften zu schaffen.

In der chinesischen Malerei gestalten die Malenden eine Komposition oft nicht mit dem Fokus auf realistische Darstellung, wie in der europäischen Malerei. Ein Grund dafür ist, dass der oder die Malende einen Ort oder ein Thema so darstellt, wie er oder sie es fühlt, nicht wie er oder sie es sieht. Dabei erfordert das Komponieren eines chinesischen Tuschebildes eine genaue Planung, da die Tusche sofort absorbiert wird, sobald der Pinsel das Papier oder die Seide berührt und nachträgliche Korrekturen nicht möglich sind.

Eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin kuratiert von Birgitta Augustin, zu sehen im Rahmen der Dauerausstellung „Ethnologische Sammlungen und Asiatische Kunst“ im Humboldt Forum.

(Bild: Wang Yuanqi (1642 – 1715), Herbstberge, China, Qing-Dynastie (1644 – 1911), datiert 1703, Fächerblatt © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Jürgen Liepe)

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© Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst
Ausstellung

Vom Kaiser beauftragt

Die Erste Serie von 50 Porträts verdienstvoller Offiziere des Ostturkestan-Feldzugs

Im Jahr 1760 beauftragte der Qianlong-Kaiser seinen Hofmaler Jin Tingbiao, die „Erste Serie von 50 Porträts verdienstvoller Offiziere des Ostturkestan-Feldzugs” im Querrollenformat zu malen. In den fein modulierten Gesichtspartien und Schattierungen der Accessoires lässt sich der Einfluss der europäischen Malerei erkennen. Heute existieren nur noch wenige dieser Portraits in Form einzelner Fragmente.

Es wird angenommen, dass die kleinen Porträts als Vorstudie für die großen Hängerollen dienten, die in der Halle des Purpurglanzes (Ziguangge) ausgestellt waren. Sowohl die kleinen als auch die großen Portäts wurden wahrscheinlich während der Niederschlagung der Boxerbewegung 1900/01 aus der Ziguangge, der Heldengalerie des Qianlong-Kaisers, unrechtmäßig entfernt und von Peking nach Deutschland gebracht. Ein Vorbesitzer hat die Querrolle möglicherweise vor 1955 für den Verkauf zerschnitten.

In dieser Präsentation sind Fragmente aus der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst und der Kunstbibliothek zum ersten Mal gemeinsam und zusammen mit dem Fragment des vom Kaiser selbst geschriebenen Titels mit Hymne ausgestellt.

Eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin kuratiert von Birgitta Augustin, zu sehen im Rahmen der Dauerausstellung „Ethnologische Sammlungen und Asiatische Kunst“ im Humboldt Forum.

(Jin Tingbiao (tätig 1757 – 1767), Porträt des Arigun, erste Serie von 50 Porträts verdienstvoller Offiziere des Ostturkestan-Feldzugs, Detail, China, Qing-Dynastie (1644 – 1911), datiert 1760 © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst)

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© Staatliche Museen zu Berlin
Ausstellung

Ambivalente Landschaften in visuellen Kulturen Japans

Die Bilder dieser Auswahlpräsentation laden zu einem frischen Blick auf und zu einer Befragung bekannter Landschaftsdarstellungen aus Japan und ihrer Einordnung in nationale, japanische Kunstgeschichten ein. Wie wird ein Berg zu einem Nationalsymbol und welche Rolle spielt dabei das Medium der Reproduktionsgrafik? Warum gilt ein in traditionellen Mineral- und Pflanzenfarben ausgeführtes, aber westlich gerahmtes Bild der bewaldeten Hügel eines von Nebel durchzogenen Tales als typisch japanisch?

Landschaftsdarstellungen sind fast nie nur ein Abbild der Natur. Nicht selten sind sie frei erfunden. Selbst wenn sie einen real existierenden Ort zeigen, reflektieren der spezifische Blickwinkel, der gewählte Ausschnitt und der Stil eine subjektive Sicht. Sie vermitteln Emotionen, Erinnerungen und häufig auch bestimmte Vorstellungen von der sozialen, politischen und ökonomischen Ordnung der Welt.

Warum wurden im 17. und 18. Jahrhundert in Japan immer wieder Bilder von Landschaften in China, wie dem Westsee bei Hangzhou, gemalt oder kopiert, obwohl weder die Maler*innen noch die Betrachter*innen diese Landschaft jemals mit eigenen Augen gesehen haben? Warum zeigen so viele Landschaftsbilder jener Zeit nicht nur Motive in China sondern orientieren sich auch stilistisch an Vorbildern der kontinentalen Malerei? Welche Bilder vermarktete der populäre Grafiker Katsushika Hokusai (1760-1849) vom bis ins 19. Jahrhundert unabhängigen, aber sowohl China wie Japan tributpflichtigem Königreich Ryūkyū (seit 1879 als Präfektur Okinawa, Teil Japans), das er nie besucht hatte?

Werke zeitgenössischer Künstler erschließen noch andere Dimensionen ambivalenter Landschaften. So wirft Yuken Teruya (geboren 1973 auf Okinawa, lebt und arbeitet in Berlin) einen subjektiven Blick auf die rezente Geschichte dieser Inselgruppe, während fotografische Werke von Reijiro Wada (geboren 1977 in Hiroshima, lebt und arbeitet in Berlin) Orte historischer Tragödien, wie den Aschesee in Birkenau, Hiroshima und die Bucht auf Okinawa, an der amerikanische Truppen 1945 blutig landeten, als künstlerisch verfremdete, idyllische Landschaften zeigen.

Eine Wechselpräsentation des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin im Rahmen der Dauerausstellung „Ethnologische Sammlungen und Asiatische Kunst“ im Humboldt Forum.

(Bild: Katsushika Hokusai (1760-1849), Fuji bei aufklarender Brise, Detail, aus der Serie: 36 Ansichten des Fuji, Japan, Edo-/Tokugawa-Zeit, ca. 1831, Farbholzschnitt © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst, Geschenk von Gustav Jacoby / Art Research Center, Ritsumeikan University, Kyoto)

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Ausstellung

Sascha Wiederhold.
Wiederentdeckung eines vergessenen Künstlers

Die Ausstellung zeigt erstmals seit fast einem halben Jahrhundert Werke des unbekannten Künstlers Sascha Wiederhold in einer Einzelpräsentation und ist die erste museale Einzelausstellung überhaupt.

Sascha Wiederhold (1904-1962) begann 1924 mit der Malerei und gehörte zum Kreis von Herwarth Waldens Berliner Galerie „Der Sturm“. Im Nationalsozialismus brach er sein Schaffen ab und arbeitete fortan als Buchhändler. Nur wenige Werke Wiederholds haben sich erhalten, im Kabinett der Neuen Nationalgalerie werden über 50 Gemälde und Zeichnungen gezeigt.

Wiederholds Bildwelt besteht aus wild durcheinander wirbelnden Formen und Mustern sowie intensiven Farben, wobei die großformatigen Gemälde ein fast psychedelisches Seherlebnis vermitteln. Die Neuerwerbung des Gemäldes „Bogenschützen“ (1928) für die Sammlung der Nationalgalerie im Jahr 2021 war ein erster Schritt zur Wiederentdeckung des Künstlers. Das Gemälde wird seit der Wiedereröffnung des Museums im Sommer 2021 in der Ausstellung „Die Kunst der Gesellschaft 1900-1945“ gezeigt. Wiederhold gestaltete auch Bühnenbilder, Plakate und Bucheinbände, die nun ebenfalls erstmals Teil einer musealen Einzelausstellung sind.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

(Bild: Sascha Wiederhold, Figuren im Raum, 1928, Detail, Öl auf Karton auf Leinwand © Sprengel Museum Hannover, Leihgabe des Niedersächsischen Landesmuseum / Herling/Herling/Werner, Sprengel Museum Hannover)

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© Ergun Çağatay
Ausstellung

Wir sind von hier. Türkisch-deutsches Leben 1990

Fotografien von Ergun Çağatay

Jenseits von Einheitstaumel und Weltmeisterschaft? Die Bilder von Ergun Çağatay werfen einen türkisch-deutschen Blick auf das Jahr 1990

Zu Beginn des Jahres 1990 besuchte der Istanbuler Fotograf Ergun Çağatay (1937-2018) mehrere deutsche Städte. Dabei entstand die umfangreichste Bildreportage zur türkischen Einwanderung und türkeistämmigen Präsenz in Deutschland. Ab Sommer 2022 zeigt das Museum Europäischer Kulturen (MEK) eine Auswahl dieser 3.477 Aufnahmen, die uns mitten hinein in die Lebenswelten der ersten und zweiten Generation von türkischen Arbeitsmigrant*innen führen.

Çağatays Fotografien stellen ein einzigartiges Zeugnis der Einwanderungsgesellschaft dar. Sie zeichnen ein vielfältiges Bild deutsch-türkischer Lebensrealitäten und bieten eine wichtige Perspektive auf die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche der frühen 1990er Jahre. Die Aufnahmen sind somit auch ein Beitrag zu einer zeitgemäßen Erinnerungskultur, die die Erfahrungen migrantisierter Menschen einbezieht.

Ein Ausstellungsprojekt des Ruhr Museums, Essen in Kooperation mit dem Goethe-Institut, Istanbul, dem Museum für Hamburgische Geschichte und dem Museum Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin.

Gefördert vom Auswärtigen Amt, der RAG-Stiftung und der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.

Bild: Selbstbildnis des Fotojournalisten Ergun Çağatay in Grubenkleidung vor Beginn der „Anfahrt“, Bergwerk Walsum, Duisburg © Ergun Çağatay/Fotoarchiv Ruhr Museum/Stadtmuseum Berlin/Stiftung Historische Museen Hamburg

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© Mila Teshaieva
Ausstellung

Splitter des Lebens. Ein Ukraine-Tagebuch

Kurz nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022 ist die in Berlin lebende Künstlerin Mila Teshaieva in ihre Heimatstadt Kyjiw gereist. Das dabei entstandene Tagebuch, das zuerst auf der Internetplattform dekoder.org veröffentlicht wurde, enthält persönliche Aufzeichnungen der ersten Kriegsmonate in Bild und Wort.

Beginnend mit den ersten Kriegstagen, in denen die russischen Truppen Kyjiw einkesselten und Menschen in Panik flohen, bis hin zu den letzten Apriltagen, in denen die erdrückenden Folgen der Kriegsverbrechen in der Region um die Hauptstadt Kyjiw entdeckt wurden, dokumentiert Mila Teshaieva das Leben im Krieg, das sowohl von Zerstörung als auch von Zusammenhalt und Widerstand geprägt ist.

Die Künstlerin Mila Teshaieva

Mila Teshaieva ist 1974 in Kyjiw, Ukraine, geboren und aufgewachsen. Seit 2010 lebt sie auch in Berlin. Teshaieva nutzt Fotografie, Video und Text in Langzeit-Projekten, um die Spannung zwischen individueller und kollektiver Identität zu beschreiben. Ihre Werke werden in Museen weltweit ausgestellt und sind in einigen öffentlichen Sammlungen vertreten. Die umfassende Werkschau „Imagined Community“ von Teshaieva wurde im MIT Museum Boston 2018/2019 gezeigt. Seit 2016 ist sie Mitglied bei der Agentur Ostkreuz.

Die Ausstellung wird gefördert durch das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz.

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© Mariela Scafati / PSM, Berlin / Marjorie Brunet-Plaza
Ausstellung

Under Construction
Neuerwerbungen für die Sammlung der Nationalgalerie

Unter dem Titel „Under Construction“ zeigt der Hamburger Bahnhof Neuerwerbungen für die Sammlung der Nationalgalerie, die in den vergangenen Jahren vorrangig mit Mitteln und Unterstützung der Freunde der Nationalgalerie ermöglicht wurden.

Die Sammlung der Nationalgalerie wird seit der Gründung der Institution im Jahr 1861 um zeitgenössische Kunstwerke der jeweiligen Epochen erweitert. „Im Umbau“ befindet sich die Sammlung in jüngerer Zeit insbesondere seit dem Ausstellungs- und Forschungsprojekt „Hello World. Revision einer Sammlung“ (2018), das die politischen und kulturellen Rahmenbedingungen des Sammelns reflektierte und eine Erweiterung der Bestände der Nationalgalerie um nicht-westliche Kunstströmungen und transkulturelle Ansätze verfolgte.

In einer Präsentation ausgewählter Neuerwerbungen, wie sie seit 2005 insbesondere durch die Stiftung des Verein der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst ermöglicht werden, zeigt der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin Werke von internationalen Künstler*innen in unterschiedlichen Medien – Malerei, Installation, Skulptur, Video und Arbeiten auf Papier.

Durch ihre je eigenen Ansätze, Ästhetiken, Themen und Wahl ihrer Referenzen prägen diese Arbeiten mit, wie wir auf Vergangenheit und Gegenwart blicken und die Sammlung als Identität des Museums weiterentwickeln, herausfordern und verhandeln. Dass und wie diese Werke beständig neue Lesarten zu produzieren vermögen, wird sich über die Zeit im Museum als Schauplatz lebendiger Auseinandersetzung zeigen.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

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Almuth Lohmann-Zell, TRANSIDENT, Halle/Saale, 2017 © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett / Johannes Eberhardt
Ausstellung

Hand Große Kunst

Medaillenkunst in Deutschland 2007 bis heute

Die Medaillenkunst der Gegenwart in Deutschland ist ein Spiegel unserer Zeit. Dauerhaft und dynamisch zugleich hält die „Hand Große Kunst" die Menschen und ihre Welt auf konzentriertem Raum fest.

Über 100 Künstler*innen präsentieren in der Ausstellung ihre neuesten Arbeiten. Stilistisch und thematisch ist das Spektrum weit und bunt. In den Reliefs öffnet sich ein Panorama von Porträt und Innerlichkeit bis hin zu Fragen um den Ursprung und die Zukunft der Menschheit.

Die eigens für diese Ausstellung ins Leben gerufene Jahresedition „Nähe und Distanz" beschäftigt sich mit gegenwärtigen Erfahrungen und öffnet dabei zugleich ein weiteres Kapitel der Medaillengeschichte. Beteiligt sind der Berliner Medailleurkreis, Mitglieder der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst e. V. sowie Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Die Sonderausstellung ist ein Projekt mit Objekten aus den Beständen des Münzkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin sowie der Staatlichen Münzsammlung München und Leihgaben aus Privatbesitz. Sie zeigt die ganze Bandbreite der zeitgenössischen deutschen Medaillenkunst.

Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen: D. O. A. Klose – B. Weisser, Hand Große Kunst. Medaillenkunst in Deutschland von 2007 bis 2020. Die Kunstmedaille in Deutschland 31 (2021).

Gefördert von der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst e. V.

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Kaiserlicher Thron mit Paravent, China 17. Jh., Detail © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR
Ausstellung

Ethnologische Sammlungen und asiatische Kunst

Ein Epochen und Kontinente umspannender Überblick über die Kunst und Kulturen der Welt ab Spätsommer 2021
Rund 20.000 Exponate aus den weltweit bedeutenden Sammlungen des Ethno­logischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin eröffnen in der zweiten und dritten Etage neue Blicke auf die vergangenen und gegenwärtigen Kulturen Afrikas, Amerikas, Asiens und Ozeaniens.

Ein mit Schnitzereien reich verziertes Haus aus Palau, eindrucksvolle Boote aus Ozeanien und Tondokumente aus aller Welt im Berliner Phonogramm­ Archiv: Die Dauerausstellung des Ethno­logischen Museums rückt materielles wie immaterielles Erbe gleichermaßen in den Fokus.

An einer japanischen Teezusammenkunft teilnehmen, in die Schönheit indo­islamischer Gärten eintauchen oder vor Buddha-Statuen meditieren: All das bietet die Präsentation des Museums für Asiatische Kunst.

20.000 Objekte auf 17.000 Quadratmetern

Der Besuch macht neugierig auf Sammlungsgeschichte, religiöse Fragen, zeitgenössische Kunst und die Bedeutung von Handwerkstechniken, thematisiert Rituale, Inszenierungen und Perspektiven indigener Communities, um sich mit dem Erbe des Kolonialismus und der Rolle Europas kritisch auseinanderzusetzen.

Afrika

Bronze- und Elfenbeinreliefs aus dem Königreich Benin, Holzfiguren und Masken aus Kamerun, ästhetisch herausragende Skulpturen aus dem Kongo sowie mit Eisen- und Glasperlen geschmückte Lederkleidung aus Namibia gehören zu den bekanntesten und außergewöhnlichsten Werken aus Afrika in Berlin. Gleichzeitig verließen viele von ihnen den afrikanischen Kontinent als Folge kolonialer Eroberung und Herrschaft. Die Ausstellungen der Afrika-Sammlungen des Ethnologischen Museums im Humboldt Forum werfen drängende Fragen auf: nach den Gesellschaften in Afrika, aus denen die Artefakte stammen, nach den Bedingungen, unter denen sie gesammelt wurden, nach den Dilemmata, in denen sich die Akteure*innen in Afrika befanden, und nach der kooperativen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kolonialismus und seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Amerika

Der Ausstellungsbereich zeichnet ein umfangreiches Bild der historischen und gegenwärtigen indigenen Kulturen Amerikas. Highlights sind unter anderem die Bestände aus dem zentralen und südlichen Andenraum, die beindruckenden Cotzumalhuapa-Stelen aus dem heutigen Guatemala, die beiden Wappenpfähle von First Nations in British-Columbia oder die Sammlungen früher Forschungsreisender aus der Amazonasregion. Die Vielfalt der Keramiken aus Nord-, Meso- und Südamerika sowie die Sammlungen der Ebenen und Prärien Nordamerikas werden in einem separaten Schaumagazin erlebbar

Asien

Das dritte Obergeschoss ist den Künsten und Kulturen des größten Kontinents der Erde gewidmet. Hier treten die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst erstmals in einen direkten Dialog, trifft zeitgenössische Kunst auf jahrhundertealte Meisterwerke. Sie erlauben es, chinesische Hofkunst in einem spektakulären Thronsaal zu erleben, eine japanische Teezusammenkunft zu verfolgen, rekonstruierte, vor 1500 Jahren ausgemalte buddhistische Höhlentempel zu bewundern, in die Welt indo-islamischer Gärten einzutauchen, der Faszination religiöser Rituale um die göttlichen Skulpturen Indiens nachzuspüren oder fantastische Theatertraditionen Südostasiens und die Vielfalt islamischer Lebenswelten kennenzulernen.

Ozeanien

Der Pazifik ist der größte Ozean der Welt und in der Weite des Meeres erscheinen die Inseln Ozeaniens klein und isoliert. Für die indigene Bevölkerung aber war das Meer nie trennend. Bis heute ist es für viele Teil ihrer Identität. Ihre Vorfahren legten große Entfernungen zurück und entdeckten als erste Menschen die pazifischen Inseln. Von ihren herausragenden Navigations- und Bootsbaukünsten zeugen die Wasserfahrzeuge im Humboldt Forum. Weitere Highlights des Ausstellungsbereichs Ozeanien sind die Häuser aus Palau und die der Abelam aus Papua-Neuguinea.

Zeitgenössische Kunst

In allen Ausstellungsbereichen des Ethnologischen Museums und Museums für Asiatische Kunst finden sich zeitgenössisches Kunstwerke und Interventionen. Neben António Oles Township-Wall und dem raumgreifenden Kunstwerk von Marianna Castillo Deball beeindrucken vor allem Installationen, die sich mit den Auswirkungen der Kolonialzeit in der afrikanischen Gegenwart auseinandersetzen.

Eine Dauerausstellung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin.

Ab 23.09.2021 bis auf Weiteres

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Ausstellung

Die Kunst der Gesellschaft 1900–1945. Sammlung der Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie präsentiert nach sechs Jahren sanierungsbedingter Schließung erstmals wieder die Hauptwerke der Klassischen Moderne aus der Sammlung der Nationalgalerie. „Die Kunst der Gesellschaft“ zeigt circa 250 Gemälde und Skulpturen aus den Jahren 1900 bis 1945, unter anderem von Otto Dix, Hannah Höch, Ernst Ludwig Kirchner, Lotte Laserstein und Renée Sintenis.

Die in der Ausstellung versammelten Kunstwerke reflektieren die gesellschaftlichen Prozesse einer bewegten Zeit: Reformbewegungen im Kaiserreich, Erster Weltkrieg, „Goldene“ Zwanziger Jahre der Weimarer Republik, Verfemung der Avantgarde im Nationalsozialismus sowie Zweiter Weltkrieg und Holocaust spiegeln sich in den Werken wieder. Über eine reine Geschichte der Ästhetik hinaus führt die Sammlung eindrücklich den Zusammenhang von Kunst und Sozialgeschichte vor Augen. Dabei bietet der offene Grundriss der ikonischen Architektur von Mies van der Rohe vielfältige Perspektiven auf die unterschiedlichen Strömungen der Avantgarde.

Katalog zur Ausstellung
Zur Ausstellung wird eine von Joachim Jäger, Dieter Scholz und Irina Hiebert Grun herausgegebene Publikation erscheinen: Die Kunst der Gesellschaft. 1900-1945, Ausstellungskatalog Neue Nationalgalerie, DCV Verlag, Berlin 2021. Preis: ca. 27 Euro.

Eine Sammlungspräsentation der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin.

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Mies van der Rohe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Jörg P. Anders
Ausstellung

Die Neue Nationalgalerie.
Ihr Architekt und ihre Baugeschichte

Zur Wiedereröffnung widmet sich ein eigener Ausstellungsbereich der Baugeschichte der Neuen Nationalgalerie und dem Wirken ihres Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Die beiden Schwerpunkte bilden dabei die Bauzeit (1965–1968) und die Grundinstandsetzung durch David Chipperfield Architects in den letzten sechs Jahren (2015–2021). Ausgewählte Kunstwerke aus der Sammlung der Nationalgalerie mit Bezug zur Architektur des Museums ergänzen die dokumentarische Ausstellung. Neben Werken von Josef Albers und Isa Genzken sind jüngste Arbeiten von Michael Wesely und Veronika Kellndorfer zu sehen, die sich mit der Sanierung befassen.

Architekt Ludwig Mies van der Rohe
Die Neue Nationalgalerie gilt als ein Hauptwerk der westlichen Architektur des 20. Jahrhunderts. Innerhalb der Ausstellung wird der Museumsbau in das Gesamtwerk Ludwig Mies van der Rohes (1886–1969) eingeordnet. Seine Entwurfs- und Bautätigkeit kreiste lebenslang um sehr ähnliche Themen. Seit den 1920er-Jahren verfolgte er ein radikales Entwurfsprinzip: einen möglichst stützenfreien, offenen Raum zu schaffen, bei dem Innen und Außen ineinander übergehen. Würde und ein Streben nach Vollkommenheit kennzeichnen seine Bauten. Hinzu kommen Klarheit und Reduktion bei gleichzeitig hochwertiger Ausstattung und oftmals sichtbar inszenierter Konstruktion.

Baugeschichte der Neuen Nationalgalerie
Die Ausstellung im nördlichen Bereich des Untergeschosses, hinter der Garderobe, zeigt die typologische Reihe von Bauten, die Mies während seiner Berliner Schaffenszeit (1906–1938) und nach seiner Emigration in die USA in den 1950er-Jahren entwarf und die den Weg für sein letztes Werk ebneten: die Neue Nationalgalerie. Neben den Original-Grundrisszeichnungen vom Ober- und Untergeschoss der Neuen Nationalgalerie und Collagen zur Veranschaulichung des architektonischen Konzepts wird auch das große Entwurfsmodell von 1968 ausgestellt. Außerdem lässt ein kurzer Videoclip mit historischen Fotos von der Bauzeit und der Eröffnung, unterlegt mit Mies-Originaltönen, die Geschichte des Hauses lebendig werden.

Sanierung: So viel Mies wie möglich
Original-Möbel wie ein seit 1968 im Museum genutzter „Barcelona-Chair“ und ein Beistelltisch aus Glas verdeutlichen Mies’ umfassenden Gestaltungsanspruch und zugleich die Zeitgebundenheit des Baus. Diese Charakteristika des Museums betonte die Generalinstandsetzung durch David Chipperfield Architects, die unter dem Motto stand: „As much Mies as possible / So viel Mies wie möglich“. Wie sehr die Sanierung jedes Baudetail erfasste, zeigen Fotos und Original-Musterstücke wie eine Bodenfliese, ein Deckenelement und eine Leuchte.

Kuratiert von Uta Caspary

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Architekturführungen
Ab der Wiedereröffnung am 22. August 2021 werden regelmäßig sonntags und mittwochs Architekturführungen angeboten, die von Euroboden, dem Architekturpartner der Neuen Nationalgalerie, finanziert werden.

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3 Ausstellung

Germanen

Eine archäologische Bestandsaufnahme

Erstmals stehen die Germanen im Mittelpunkt einer großen archäologischen Übersichtsausstellung. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigt in Kooperation mit dem LVR-Landesmuseum Bonndie Sonderausstellung „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ auf der Museumsinsel Berlin: Während im Neuen Museum die wechselhafte Geschichte der Germanenforschung und -rezeption präsentiert wird, sind in der aus Anlass der Ausstellung wiedereröffneten James-Simon-Galerie über 700 Exponate, darunter zahlreiche Neufunde und hochrangige Leihgaben aus Deutschland, Dänemark, Polen und Rumänien zu sehen.

Gegliedert in sieben Kapitel gibt die Ausstellung in der James-Simon-Galerie Einblicke in die Archäologie jener Gemeinschaften, die zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 4. Jahrhundert nach Christus die Gebiete rechts des Rheins und nördlich der Donau besiedelten, und für die Caesar den Begriff „Germanen“ als Sammelbezeichnung und Ordnungsgröße prägte. Spektakuläre Funde wie auch einfache Gebrauchsgegenstände zeichnen das Bild einer agrarisch ausgerichteten Gesellschaft mit einer überregional vernetzten Oberschicht, die vor allem in üppig mit Edelmetall und römischen Importen ausgestatteten Gräbern sichtbar werden.

Das Schmiedehandwerk war hoch entwickelt und brachte Zeugnisse großer Kunstfertigkeit und Schönheit hervor. Einen Höhepunkt der Ausstellung stellt ohne Zweifel der reich verzierte Schildbuckel aus dem berühmten Fürstengrab von Gommern dar, der von versierten germanischen Metallhandwerkern aus einem massiven römischen Silbergefäß hergestellt und mit silbervergoldeten Pressblechen, Vergoldungen und Glaseinlagen verziert wurde.

Konflikte nur mit den Römern?
Allgemein bekannt sind die Germanenkriege Roms, allerdings nur aus römischer Sicht. Jedoch haben auch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen germanischen Stammesverbänden untereinander archäologische Spuren hinterlassen. Umfangreichen Kriegsbeuteopfer, die in Norddeutschland und Skandinavien in Mooren versenkt wurden, vermitteln einen Eindruck von der Größe germanischer Heere, ihrer Ausrüstung und Organisation nach römischem Vorbild. Einer der wertvollsten Funde aus dem Thorsberger Moor nahe Schleswig ist ein Zierblech aus vergoldetem Silber- und Bronzeblech mit plastisch herausgearbeitetem Tierfries und eng aneinandergereihten Menschenköpfen, das den Göttern als Dank für den Sieg im Kampf geopfert wurde.

Germanische Schriftbelege
Ausgewählte Exponate illustrieren mit ihren Inschriften die seltenen Schriftbelege in der Germania. Die älteste germanische Inschrift aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. auf der Fibel von Meldorf ist von rechts nach links als lateinische Buchstaben IDIN (Ida) und von links nach rechts in Runenschrift als HIWI (der Häuslichen) lesbar und verbindet somit das Runenalphabet mit dem Lateinischen, aus dem es entwickelt wurde.

Forschungen zu Germanen waren und sind wesentlich durch das Spannungsfeld zwischen römischem Reich und der Germania geprägt, wobei die römische Perspektive häufig im Vordergrund steht. Die Ausstellung stellt nun das germanische Siedlungsgebiet in den Mittelpunkt, behandelt aber auch Roms Verhältnis zu den germanischen Gesellschaften.

Germanen in der Forschung damals und heute
Die Germanenrezeption, speziell in den Berliner Museen, beleuchtet der zweite Teil der Ausstellung unter dem Titel „Germanen. 200 Jahre Mythos, Ideologie und Wissenschaft“ für das 19. und 20. Jahrhundert. Dieses Thema wird im „Vaterländischen Saal“ des Neuen Museums an einem historischen Ort präsentiert: Die spektakulären Wandgemälde zur „Nordischen Mythologie“ vermittelten um die Mitte des 19. Jahrhunderts einer breiten Öffentlichkeit erstmals eine bildliche Vorstellung vom nordischen Götterhimmel, die allerdings erst auf mittelalterlichen Quellen fußte. Die ausführliche Interpretation dieses Bilderfrieses, der auf die Überlieferungen der Edda zurückgeht, bildet den ersten Schwerpunkt in diesem Ausstellungsteil.

Vor dem Hintergrund von 200 Jahren Germanenforschung wird darüber hinaus gezeigt, wie sich die Berliner Museen im jeweils aktuellen Forschungsdiskurs zu Fragen der Herkunft, Ausbreitung und Datierung der Germanen positionierten und mit wandelnden Museumskonzeptionen reagierten: Im frühen 19. Jahrhundert bestimmten die Erwähnungen der Germanen in den Texten antiker Autoren deren Identität. Ende des 19. Jahrhunderts begann die Verknüpfung des antiken Volksbegriffs der Germanen mit archäologischen Kulturen. Im frühen 20. Jahrhundert etablierte sich ein Streit darüber, ob archäologische Kulturen der Bronzezeit oder Jungsteinzeit schon „germanisch“ seien. Dies schuf eine verhängnisvolle Nähe zur nationalsozialistischen Rassenideologie. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde nicht mehr vordergründig von Germanen, sondern von Trägern verschiedener archäologischer Kulturen der Vorrömischen Eisenzeit (ca. 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende) oder der nachfolgenden Römischen Kaiserzeit (370/80 n. Chr.) gesprochen.

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16.03.21, 12:59, MAX Germanen als Menschen wie wir


Man wird noch vor der eigentlichen Ausstellung mit einer sehr schönen Karte im Zeitraffer durch die bewegte Ausbreitungsgeschichte der Germanen anhand von Fundorten geführt.
Dieses und die gut aufbereitete und einheitliche Präsentation der Fundstücke steht jedoch im Kontrast zu dem offensichtlichen und wiederholten Bemühungen von Aussagen verschiedener Wissenschaftler in Videoeinspielungen von kaum vorhandenen Gemeinsamkeiten der Bewohner Germaniens zu sprechen. Auch ist es unverständlich der Ausstellung die Überschrift Germanen zu geben um dann etwas bemüht erklären zu wollen, dass es diese eigentlich so gar nicht gäbe und die Unterschiede zwischen der verschiedenen Stämmen oder gar Völkern sehr groß seien.
Das entspringt vermutlich der Vorstellung, man müsse sich aufgrund der näheren deutschen Geschichte immer ein wenig auf Abstand halten, um nicht in einen verdächtigen Geruch zu geraten.
Gegen Abstand ist ja gar nichts einzuwenden, aber sollten wissenschaftliche Betrachtung nicht zuvorderst der Wissenschaft verpflichtet sein? Allzu ideologische oder gar politische Aspekte weder in die eine noch in die andere Richtung bleiben besser außen vor. Zunächst sollten sich Wissenschaftler der Wahrheit zu nähern versuchen und nicht den selben Fehler wie zuvor begehen. Einseitigkeiten, nur dann mit umgekehrten Vorzeichen entsprechen auch nicht der wissenschaftlichen Wirklichkeit.

Zunächst waren die Germanen vor 2000 Jahren Menschen, die jeden Tat neu ums Überleben gekämpft haben und zusehen dass sie die Kinder lebend über den Winter brachten. Und sicher waren auch Infektions- und andere Krankheiten auch damals schon eine Plage.
Mit ihrer dezentralen Struktur, Entscheidung wichtiger Belange in zentralen Versammlungen, den Things, zu fällen und der starken Stellung der Frau als Heilerin und Verwalterin von Hof und Haus haben zentrale Elemente dieser Kulturen durchaus ihren Einfluss bis in unsere heutige Zeit genommen. Und dass die Deutschen Reiseweltmeister sind, ist vielleicht auch ein Erbe unserer Vorfahren und ihres nach Süden gerichteten Lichtkultes.
Bis heute feiern wir mit Weihnachten und Ostern Feste, deren Ursprünge in der germanischen Kultur liegen und vom Christentum adaptiert wurden.

Wir wäre es, die Germanen als Menschen wie uns zu begreifen in all der Ambivalenz, wie uns auch heute noch zuteil ist.
Mit diesem Vorsatz kann man sich dieses Themas mit etwas mehr Gelassenheit nähern und unsere Ururur..großmütter und -väter nicht in Geiselhaft nehmen für jedwede Ideologien. Nehmen wir sie als das was sie sind: uns verwandte Menschen aus Mitteleuropa, die uns viel zu sagen haben.
Eine starker Ansatz dieser Ausstellung ist, die Sicht auf die Germanen nicht aus römischer Perspektive zu zeigen sondern sie durchaus selbst sprechen zu lassen.
Zu uns sprechen heute nur noch die Fundstücke und von denen wird in dieser Ausstellung reichlich geboten. Einige dieser Funkstücke reden sogar in besonderer Weise mit uns: die ältesten Artefakte mit germanischen Runen schon ab dem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung sind nochmal ein besonderer Höhepunkt dieser unbedingt sehenswerten Ausstellung.

Modellbüste der Nofretete, Dreiviertelprofil nach rechts, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten © bpk / Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SMB / Martin Specht
Ausstellung

Altes Ägypten

Dauerausstellung

In bislang nie gezeigtem Ausmaß von über 2 500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen auf einer Fläche von 3 600 Quadratmetern.

Die Konzeption und Gestaltung der Schausammlung gewährt einen umfassenden Einblick in Kontinuität und Wandel der altägyptischen Kultur über vier Jahrtausende sowie in die Kulturgeschichte des antiken Sudan. Durch den Wiederaufbau mehrerer Opferkammern werden Grabarchitektur und Reliefkunst des Alten Reiches in einzigartiger Weise präsentiert. Neben der Thematisierung verschiedener kultureller Schwerpunkte wie Toten- und Götterkult, Königtum und Alltagsleben wird erstmals auch die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie dargestellt und erläutert. Die Papyrussammlung zeigt in der "Bibliothek der Antike" eine große Auswahl hoch bedeutender Texte und Literaturwerke über die gesamte Zeitspanne altägyptischer bis spätantiker Schriftkultur.

Eine besondere Betonung der Ausstellungskonzeption liegt auf der Vermittlung des altägyptischen Menschenbildes durch die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten in mehreren Räumen arrangierten Skulpturen, deren Höhepunkt die Präsentation der Büste der Nofretete im Nordkuppelsaal des Neuen Museums darstellt.

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Griff eines Weinkruges aus dem Fund von Neupotz mit einer Darstellung der Göttin Minerva, Ausschnitt © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Claudia Klein
Ausstellung

Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz

Dauerausstellung

Im Bacchussaal des Neuen Museums stand lange einsam der Xantener Knabe, eine römische Bronzestatue, 1858 im Rhein bei Xanten von Fischern entdeckt. Nun bekommt der Bronzejüngling Zuwachs en masse: eiserne Werkzeuge und Wagenteile, Vorhängeschlösser und Fußfesseln, Bronzekessel und Silbergeschirr. Der „Barbarenschatz von Neupotz“ – im 3. Jahrhundert n. Chr. im Rhein versunken – wird für die kommenden Jahre die Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte um eine Attraktion bereichern.

Nah am damaligen Alltag
Die einst in den Fluten des Rheins versunkenen Objekte stammen zumeist aus römischen Privathäusern. Es handelt sich etwa um einfaches Küchen- und Kochgeschirr, aber auch um wertvolles Tafelgeschirr zum Auftragen von Speisen und Getränken und zum Mischen von Wein. Viele Stücke zeigen Spuren intensiven Gebrauchs: Abnutzung, Reparaturen, Flicken. Die Objekte führen uns ganz nahe an die Menschen, die damit arbeiteten, an ihren Alltag. So auch die römischen Werkzeuge aus Eisen – wie Äxte, Zangen und Hacken –, deren Formen uns heute immer noch vertraut erscheinen. Sie haben sich über die Jahrhunderte nicht sehr verändert. Vorhängeschlösser und die schweren Eisenbeschläge römischer Lastwagen geben Aufschluss über den hohen Stand der antiken Technik. Fußfesseln erinnern an die weniger fortschrittlichen Züge der römischen Gesellschaft. Weiheinschriften auf manchen Stücken schließlich lassen vermuten, dass diese aus Heiligtümern genommen worden waren.

Der "Stumme Diener"
Im passenden Ambiente des Bacchussaals mit seiner an pompejanische Wandmalereien angelehnten Ausgestaltung wird ein Querschnitt aus den Neupotzer Metallmassen in zwei Hoch- und zwei Tischvitrinen präsentiert. Sie geben einen Überblick über den umfänglichen Fund. Der im Bacchussaal seit der Neueröffnung des Neuen Museums aufgestellte Xantener Knabe bleibt vor Ort. Auch er war im Rhein verloren gegangen, bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. In der Behausung eines vornehmen Römers aufgestellt, reichte er Gästen als „Stummer Diener“ einst Speisen und Getränke auf einem Tablett dar. Auch für seinen Verlust im Rhein werden Unruhen verantwortlich gemacht. So passen sie gut zusammen – der Xantener Knabe und der Schatzfund von Neupotz: die Schätze aus dem Rhein.

Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Schwerter und Lanze, Bronze. 9.-8. Jh. v. Chr., Stölln, Deutschland © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Klaus Göken
Ausstellung

Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit

Dauerausstellung

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte bietet in der oberen Etage einen Rundgang durch die ältesten Epochen der Menschheitsgeschichte. Mit seinen einzigartigen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Europas und der angrenzenden asiatischen Gebiete gelingt es, die großen Entwicklungslinien der frühen europäischen Geschichte anschaulich mit herausragenden Originalen aufzuzeigen.

Der Rundgang in Ebene 3 beginnt im Roten Saal, der das Ambiente einer Ausstellung des späten 19. Jahrhunderts aufleben lässt und die Herkunft wichtiger Bestände der vorgeschichtlichen Sammlung aufzeigt. Im starken Kontrast dazu steht die moderne Präsentation im folgenden Saal zur Archäologie in Berlin, der mit aktuellen Funden zeigt, was Archäologen heute mit Hilfe moderner Methoden aus dem Boden der Hauptstadt holen.

Unmittelbar danach geht es zurück in die frühesten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Im Steinzeit-Saal begrüßen die Besucher der berühmte 11-jährige Neandertalerjunge aus Le Moustier in Frankreich und der beliebte Elch vom Berliner Hansaplatz. Die zweite Saalhälfte zeigt mit prächtigen Funden der Jungsteinzeit den Übergang zu Ackerbau und Viehzucht.

Im Bronzezeitsaal bilden die Großvitrinen mit beeindruckenden Exponatmontagen und einem dreidimensionalen Blick auf das älteste bekannte Schlachtfeld der Menschheitsgeschichte eine Prozessionsstraße hin zum berühmten Berliner Goldhut. Am Ende des Rundgangs in Ebene 3 präsentieren sich die eisenzeitlichen Kulturen mit hallstattzeitlichen Fürstengräbern und latènezeitlichen Fundkomplexen auch im Kontext der mittelmeerischen Kulturen.

Die Zeitmaschine über die Jahrtausende
Zwischen dem Bronzezeit- und dem Eisenzeitsaal erwartet die Besucher eine besondere Reise: Unsere Zeitmaschine führt in eine historische Landschaft am Fluss und beobachtet deren Bewohner über die Jahrtausende. Als Grundlage dafür dienen archäologische Erkenntnisse. In unserer Zeitmaschine wird dabei die wechselseitigen Einflüsse von Mensch und Umwelt deutlich.

In den eigens für die Ausstellung erstellten Zeichnungen, die für die Filmsequenzen animiert wurden, verbergen sich viele Exponate aus der neuen Präsentation und es wird nachvollziehbar, welche Rolle sie im Leben unserer Vorgänger gespielt haben. Damit wird die Grundidee dieser Ausstellungsebene auf den Punkt gebracht: Wir wollen den Besucher mitnehmen auf die spannende Reise zu den frühen Epochen der Menschheitsgeschichte in Europa.

Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Blick in den Saal der Deutschrömer im 2. Ausstellungsgeschoss der Alten Nationalgalerie © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / David von Becker
Ausstellung

Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts

Dauerausstellung

Die Alte Nationalgalerie gilt als umfangreiche Epochensammlung für die Kunst zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg, zwischen Klassizismus und Sezessionen. Einzigartig ist die große Harmonie zwischen Sammlung und Gebäude des Museums: Das unter der Leitung von Heinrich Strack nach Plänen von August Stüler entworfene Gebäude wurde von 1867 bis 1876 errichtet und beherbergt heute eine der schönsten Sammlungen mit Kunst desselben Jahrhunderts. Der Rundgang durch das Haus bietet somit einen tiefen Einblick in die Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

1. Ausstellungsgeschoss
Adolph Menzels Gemälde, darunter so wichtige Werke wie das "Balkonzimmer" und das "Eisenwalzwerk", zeigen den unermüdlichen Beobachter, der wichtige Themen der preußischen Geschichte aufgriff und dabei mit erstaunlicher Fantasie und feinem Kolorismus aufwartet.

Unter den Skulpturen des 19. Jahrhunderts befinden sich so berühmte Werke wie die Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow sowie Werke von Berthel Thorwaldsen, Antonio Canova, Ridolfo Schadow, Reinhold Begas, Adolf von Hildebrand sowie Constantin Meunier.

2. Ausstellungsgeschoss
Reichhaltig und qualitätvoll ist auch der Bestand an impressionistischer Malerei. Meisterwerke von Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne und Skulpturen von Auguste Rodin wurden frühzeitig erworben.
Die Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist mit Werken von Hans Thoma, Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Hans von Marées, Wilhelm Leibl und Wilhelm Trübner vertreten. Darüber hinaus präsentiert die Nationalgalerie ihren großen Bestand an Gemälden von Max Liebermann.

3. Ausstellungsgeschoss
Die Kunst der Goethezeit ist mit Landschaften Jakob Philipp Hackerts, mit Porträts von Anton Graff und seinen Zeitgenossen und mit Werken der in Rom tätigen Nazarener vertreten: Peter Cornelius, Friedrich Overbeck, Wilhelm Schadow und Philipp Veit schufen mit den Fresken zur Josephslegende ein bedeutendes Auftragswerk für die Casa Bartholdy in Rom.

Zwei Säle im Obergeschoss der Nationalgalerie bieten Platz für Preziosen der Romantik: Gemälde von Caspar David Friedrich aus allen Schaffensphasen veranschaulichen die Entwicklung des Hauptmeisters der deutschen Romantik. Die programmatischen Architekturvisionen Karl Friedrich Schinkels zeigen den Architekten als ingeniösen Landschaftsmaler. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Werke Karl Blechens, der mit sprühender Farbigkeit und unkonventionellen Bildthemen seiner Zeit vorausgreift. Gezeigt werden ferner Porträts von Philipp Otto Runge und Gottlieb Schick, Landschaften von Joseph Anton Koch und Carl Rottmann. Das Biedermeier ist vertreten durch Berliner Stadtansichten von Eduard Gaertner und Johann Erdmann Hummel sowie durch Landschaften und Porträts von Ferdinand Georg Waldmüller.

Eine Dauerausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Blick in die neue Dauerausstellung © Staatliche Museen zu Berlin/ Ute Franz-Scarciglia
Ausstellung

Kulturkontakte. Leben in Europa

Dauerausstellung

"Kulturkontakte. Leben in Europa" zeigt auf 700 Quadratmetern einen Querschnitt aus den vielfältigen Sammlungen des Museums Europäischer Kulturen. Mit dem thematischen Ansatz greift es Diskussionen über gesellschaftliche Bewegungen und Abgrenzungen auf.

Das im weitesten Sinne mobile Verhalten von Menschen in und nach Europa bewirkt auf der einen Seite kulturelle Begegnungen und Vermischungen, die zur Entwicklung globaler Kulturen führen können. Auf der anderen Seite wirft es Fragen nach Zugehörigkeiten und Identitäten von Individuen und Gruppen auf. Sie können sich bei aller Globalisierung "verloren" fühlen und besinnen sich deshalb auf das ihnen Vertraute: auf ihre Heimat, den Ort, die Region, oder ihr Land.

Spielen die kulturellen Gemeinsamkeiten Europas dabei eine Rolle? Die Dauerausstellung stellt Beispiele vor - mit zum Teil außergewöhnlichen Objekten. Eine Prachtgondel aus Venedig von 1910 steht dabei stellvertretend für alle Themenbereiche: Handel, Reisen, Bildmedien, Migration, kulturelle Verortungen und Frömmigkeit.

Eine Dauerausstellung des Museums Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Joseph Beuys: DAS ENDE DES 20. JAHRHUNDERTS, 1982/1983 © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Marx / Thomas Bruns
Ausstellung

Die Sammlungen. The Collections. Les Collections

Dauerausstellung

Die Sammlungen der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zeichnen die künstlerischen Strömungen von 1960 bis in die Gegenwart nach. Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1996 hat die Präsentation der Sammlung Marx mit Werken von u. a. Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Cy Twombly einen besonderen Stellenwert – neben den Beständen der Nationalgalerie mit bedeutenden Arbeiten etwa von Dieter Roth, Bruce Nauman oder Carolee Scheemann. Ausgehend von diesen Pionieren der Entgrenzung traditioneller Kunstformen legt das Museum in seinen Ausstellungen und Programmen den Schwerpunkt auf die Interdisziplinarität zeitgenössischer Kunst. Zudem zeigen die Sammlungspräsentationen auch Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof. Die Bestände werden in thematischen Ausstellungen und in wechselnden Sammlungspräsentationen unter dem Titel „Die Sammlungen. The Collections. Les Collections“ präsentiert.

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Prometheus-Gruppe © asisi / Tom Schulze
Ausstellung

Pergamonmuseum. Das Panorama

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PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi

Die einzigartige Zusammenarbeit der Antikensammlung mit dem Künstler Yadegar Asisi aus dem Jahr 2011/2012 wird nun fortgesetzt: Im temporären Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ wird das Ausstellungsprojekt „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ präsentiert – mit Highlights aus den Beständen der Antikensammlung sowie einem vollständig überarbeiteten Panorama von Yadegar Asisi.

Das Panorama führt die Besucherinnen und Besucher zurück in das Jahr 129 n. Chr. und zeigt ihnen die antike Stadt Pergamon an der kleinasiatischen Westküste. Yadegar Asisi rekonstruiert den Zustand der Stadt in der hohen römischen Kaiserzeit unter der Regierung des Kaisers Hadrian (117-138 n. Chr.). Die Bildinhalte des ersten Pergamon-Panoramas sind umfassend überarbeitet worden. In Zusammenarbeit mit dem Team der Antikensammlung wurden etwa 40 neue Szenen konzipiert und in das Bild eingefügt. Dazu fand zuletzt im Oktober 2017 ein aufwändiges Fotoshooting in einem Berliner Filmstudio statt.

Restauration und künstlerische Interpretation
Für die vom Studio asisi gestaltete Ausstellung mit etwa 80 der wichtigsten Werken der Antikensammlung aus Pergamon – darunter der größte Teil des Telephos-Frieses vom Pergamonaltar – wurden aufwändige Restaurierungen der Originale durchgeführt. Dies gilt vor allem für die großen Frauenstatuen aus dem Hof und die Skulpturen vom Dach des Großen Altares. Mit Ausnahme der an das Metropolitan Museum of Art entliehenen Statue der Athena Parthenos aus der Bibliothek von Pergamon sind alle berühmten Bildwerke der Stadt wie der sog. „Schöne Kopf“, das kolossale Haupt des Herakles, die Porträts der Könige, die Tänzerin aus dem Palast, die Prometheus-Gruppe oder die Kreuzband-Athena zu sehen.

Verschiedene Installationen zeigen den Besucherinnen und Besuchern künstlerische Interpretationen zum besseren Verständnis der antiken Lebenwelt. Wesentliche Elemente sind dabei neu geschaffene Zeichnungen von Yadegar Asisi, die sich mit den Skulpturen, der Architektur und der Stadtanlage Pergamons auseinandersetzen.

Der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen Kontext
Die Antikensammlung lässt gemeinsam mit Yadegar Asisi mit „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ ein Gesamtkunstwerk entstehen, das die Ergebnisse langjähriger archäologischer und bauhistorischer Forschungen mit der Arbeit eines zeitgenössischen Künstlers zu einer Gesamtheit verdichtet. Schon 2011/12 hatten rund 1,5 Millionen Menschen die Ausstellung Pergamon. Panorama der antiken Metropole besucht. Die Gesamtpräsentation der Skulpturen aus dem Pergamonmuseum mit dem Asisi-Panorama ermöglicht ein einmaliges Ausstellungserlebnis, das an der antiken Lebenswelt teilhaben lässt. Nicht zuletzt ist hier der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen baulichen Kontext auf der Akropolis zu erleben.

„PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ wird ermöglicht durch die großzügige finanzielle Förderung der Adolf Würth GmbH & Co.KG.

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Ausstellungsansicht Ideal und Form, Friedrichswerdersche Kirche 2020 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / David von Becker
Ausstellung

Ideal und Form.

Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie
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Die Ausstellung „Ideal und Form“ zeichnet mit Skulpturen und Plastiken von der Schinkelzeit bis zum Kaiserreich die Entwicklungslinien des langen 19. Jahrhunderts in die Moderne nach und lädt ein, die seinerzeit bereits international ausgerichtete Berliner Bildhauerschule neu zu entdecken.

Die von Karl Friedrich Schinkel geplante und in den Jahren 1824 bis 1830 erbaute Friedrichswerdersche Kirche ist seit 1987 Museumskirche und zugleich Dependance der Alten Nationalgalerie. Sie bietet die einzigartige Möglichkeit, Skulpturen des 19. Jahrhunderts in einer noch weitestgehend original erhaltenen Architektur aus eben jener Zeit zu erleben – und das bei wechselndem Licht immer wieder neu. Als die umfassendste Sammlung skulpturaler Kunst des 19. Jahrhunderts nimmt der Skulpturenbestand der Nationalgalerie eine herausragende Stellung innerhalb der deutschen Museumslandschaft ein.

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© Staatliche Museen zu Berlin
Ausstellung

Klartext.
Zur Geschichte des Bode-Museums

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Erstmalig steht das Bode-Museum selbst im Mittelpunkt einer Ausstellung. Rund eine viertel Million Besucher*innen begrüßt das Bode-Museum jährlich, seine Fassade gehört zu den Wahrzeichen von Berlin. Seine Geschichte und die hier ausgestellten Sammlungen sind oftmals weniger bekannt. Dabei stehen die Vergangenheit und Gegenwart des Hauses in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschichte Berlins: Wie Berlin hat auch das Bode-Museum die beiden Weltkriege, den Nationalsozialismus und die deutsche Teilung überstanden und stellt sich auch den aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie.

Die Ausstellungssonderseiten unter www.smb.museum/klartext ermöglichen es, auch online die einzelnen Themenbereiche zu erkunden. Unter anderem stehen Infoblätter zu ausgewählten Werken und ein chronologischer Überblick zur Geschichte des Museums zur Verfügung.

Gegliedert ist die Ausstellung in vier zentrale Sektionen, die das Museum definieren:
Die Sammlungen
Das Gebäude
Die Forschung
Das Publikum

Eine Sonderausstellung von Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst in Kooperation mit dem Münzkabinett und dem Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin.

Wichtige restauratorische Maßnahmen und kunsttechnologische Untersuchungen, die in der Ausstellung präsentiert werden, wurden durch die großzügige Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung ermöglicht.

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Online

Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin

Dank des vielfältigen Online-Angebots lassen sich die 15 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin rund um die Uhr erschließen – und viele der Museen können in virtuellen Rundgängen auch außerhalb der Öffnungszeiten erkundet werden. Zudem gibt es auf der Website www.smb.museum, in der Online-Datenbank SMB-digital und auf Museum and the City, dem Blog der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Vielzahl von Objekten und Geschichten zu entdecken. Das Online-Angebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und um spannende neue Inhalte ergänzt.

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© Staatliche Museen zu Berlin
Online

SMB-digital

Online-Datenbank der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin:
www.smb-digital.de/eMuseumPlus

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Bode Museum © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker
Online

Erkunden Sie die Museumsinsel Berlin online!

Geschichten, Architektur und Online-Ausstellungen:
artsandculture.google.com/project/museum-island-berlin

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1 Blog

Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin

Neben der Website der Staatlichen Museen zu Berlin mit fast 40 Landing-Pages aller Museen, Sammlungen und Institute bietet vor allem der Blog "Museum and the City" viele Hintergrundgeschichten, Interviews und Bildstrecken zu allen Museen und Sammlungen. Interessante Porträts von Mitarbeiter*innen oder thematische Reihen, zum Beispiel zur Sanierung der Neuen Nationalgalerie oder zu den Lieblingsstücken der Museumsmacher*innen, gewähren spannende Blicke hinter die Kulissen. In den Wochen des Shutdowns werden im Blog verstärkt unsere Kurator*innen zu Wort kommen, deren Sammlungsbereiche für die Besucher*innen geschlossen sind.

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Online-Shop

Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin

Museen & Sammlungen
Bücher
Medien
Homedeko & Büro
Mode & Accessoires
Schmuck
Kinder

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Staatliche Museen zu Berlin

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Ausstellungen / Museum Martin-Gropius-Bau Berlin Berlin, Niederkirchnerstraße 7
Ausstellungen / Museum Stadtmuseum Berlin Berlin, Poststraße 13-14
Ausstellungen / Museum Neue Synagoge Berlin Centrum Judaicum Berlin, Oranienburger Straße 28/30
Ausstellungen / Museum The Wall Museum East Side Gallery Berlin, Mühlenstr. 78-80
Ausstellungen / Kulturveranstaltung Kunsthaus sans titre Potsdam, Französische Str. 18
Ausstellungen / Museum Jüdisches Museum Berlin Berlin, Lindenstr. 9-14
Ausstellungen / Museum Deutsches Historisches Museum Berlin, Hinter dem Gießhaus 3
Familie / Museum Illuseum Berlin Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 9
Ausstellungen / Museum Bröhan-Museum Berlin, Schloßstraße 1a
Ausstellungen / Museum Filmmuseum Potsdam Potsdam, Marstall am Lustgarten, Breite Str. 1a
Ausstellungen / Galerie imago fotokunst berlin, Auguststraße 29c
Ausstellungen / Museum Stiftung Stadtmuseum Berlin Berlin, Poststraße 13-14
Ausstellungen / Galerie Galerie Georg Nothelfer Berlin, Uhlandstraße 184
Ausstellungen / Museum Märkisches Museum Berlin, Am Köllnischen Park 5
Ausstellungen / Museum Sammlung Kindheit und Jugend Berlin, Wallstraße 32
Ausstellungen / Museum Museum Nikolaikirche Berlin, Nikolaikirchplatz
Ausstellungen / Museum Museum Ephraim-Palais Berlin, Poststr. 16
Ausstellungen / Museum Museum Knoblauchhaus Berlin, Poststraße 23
Ausstellungen / Museum Museum Galgenhaus Berlin, Brüderstraße 10
Ausstellungen / Museum Museum Schloss Friedrichsfelde Berlin, Am Tierpark 125
Ausstellungen / Museum Sportmuseum Berlin Berlin, Hanns-Braun-Straße
Ausstellungen / Museum Grünauer Wassersportmuseum Berlin, Regattastraße 191
Ausstellungen / Galerie Die Aktgalerie Berlin, Krossener Str. 34
Ausstellungen / Museum Berlinische Galerie Berlin, Alte Jakobstraße 124-128
Ausstellungen / Galerie Galerie Eva Poll Berlin, Lützowstraße 7
Ausstellungen / Museum Museum für Kommunikation Berlin Berlin, Leipziger Straße 16
Ausstellungen / Galerie Galerie Brusberg Berlin Berlin, Kurfürstendamm 213
Ausstellungen / Museum Musikinstrumenten-Museum Berlin, Tiergartenstr. 1
Ausstellungen / Museum Schwules Museum Berlin, Mehringdamm 61
Ausstellungen / Museum Mauermuseum Berlin, Friedrichstraße 43-45
Ausstellungen / Ausstellung ver.di Fachgruppe Bildende Kunst Berlin, Paula-Thiele-Ufer 10
Ausstellungen / Museum Spandovia sacra Berlin, Reformationsplatz 12
Ausstellungen / Galerie ifa-Galerie Berlin Institut für Auslandbsziehungen Berlin, Linienstraße 139/140
Ausstellungen / Galerie Haus am Kleistpark Berlin, Grunewaldstr. 6-7
Ausstellungen / Galerie DAM GALLERY Berlin, Seydelstraße 30
Ausstellungen / Gedenkstätte Bernhard-Heiliger-Stiftung Berlin, Käuzchensteig 8
Ausstellungen / Museum Stiftung "Brandenburger Tor" Max Liebermann Haus Berlin, Pariser Platz 7
Ausstellungen / Museum Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde Berlin, Marienfelder Allee 66-80
Ausstellungen / Ausstellung Meinblau Projektraum Berlin, Christinenstr. 18-19
Ausstellungen / Werkstatt/Workshop Brandenburgischer Kunstverein Potsdam e.V. Potsdam, Brendenburgerstraße 5 (Luisenforum)
Ausstellungen / Galerie Galerie Johanssen Berlin, Choriner Str. 51
Ausstellungen / Museum DDR-Museum Berlin, Karl-Liebknecht-Str. 1
Ausstellungen / Ausstellung Deutscher Künstlerbund Berlin, Rosenthaler Str. 11
Ausstellungen / Museum Rochow-Museum im Schloss Reckahn Lehnin / OrT Reckahn, Reckahner Dorfstraße 27
Ausstellungen / Museum MuseumsDienst Berlin Berlin, Klosterstraße 68
Ausstellungen / Galerie galerie bild plus Berlin, Am Goldmannpark 20
Ausstellungen / Museum Deutsches Architektur Zentrum DAZ Berlin, Köpenicker Str. 48/49
Ausstellungen / Galerie Galerie Art Center Berlin Berlin, Friedrichstraße 134
Ausstellungen / Galerie Kunstverein Tiergarten | Galerie Nord Berlin, Turmstr. 75
Ausstellungen / Ausstellung KW Institute for Contemporary Art Berlin, Auguststraße 69
Ausstellungen / Galerie Whiteconcepts Berlin, Potsdamer Straße 91
Ausstellungen / Galerie kunstraum t27 Berlin, Thomasstr. 27
Ausstellungen / Galerie Achtzig - Galerie für zeitgenössische Kunst Berlin, Brunnenstr. 150
Ausstellungen / Galerie Galerie im Rathaus Tempelhof Berlin, Tempelhofer Damm 165
Ausstellungen / Museum Museum für Naturkunde Berlin, Invalidenstraße 43
Ausstellungen / Museum Werkbundarchiv - Museum der Dinge Berlin, Oranienstraße 25
Ausstellungen / Ausstellung Direktorenhaus Berlin Berlin, Am Krögel 2
Ausstellungen / Galerie art place berlin - Forum für zeitgenössische Kunst Berlin, Alexanderplatz 7
Ausstellungen / Galerie noon.schmuck und produkt Berlin, Dresdener Str.26
Ausstellungen / Galerie Emerson Gallery Berlin Berlin, Schiffbauerdamm 19
Ausstellungen / Museum museum FLUXUS + Potsdam Potsdam, Schiffbauergasse 4f
Ausstellungen / Museum Museum THE KENNEDYS Berlin, Auguststraße 11-13
Ausstellungen / Galerie Friends Forever Galerie Berlin, Bertold-Brecht-Platz 3
Ausstellungen / Galerie Prima Center Berlin Berlin, Biesentaler Straße 24
Ausstellungen / Museum Tieranatomisches Theater Berlin, Philippstr. 12/13
Ausstellungen / Galerie Galerie Hilaneh von Kories Berlin, Belziger Straße 35
Ausstellungen / Galerie Galerie Einkaufsquelle Görzke, Breite Str. 128

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