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HerbstGold 2020
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HERBSTGOLD - Festival in Eisenstadt

14. bis 25.9.2022

Passion, Enthusiasmus, ekstatische Begeisterung für ein Leben im Mittelpunkt der Musik - unter dem Motto „Leidenschaft“ wird unser Schmuckkästchen in der internationalen Festivallandschaft dann wieder zu einem Tummelplatz von Weltstars.

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HERBSTGOLD - Festival in Eisenstadt
Esterházy Betriebe GmbH

Esterházyplatz 5
A-7000 Eisenstadt

Telefon: +43 (0) 2682 / 63854-12
E-Mail: konzert@esterhazy.at

Bewertungschronik

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Konzert

W. A. Mozart: Bastien und Bastienne

Prélude zu Herbstgold 2022

Herbstgold 2022 hebt mit einer „Operetta“ an, in der die Leidenschaften brennen, auch wenn sie ein erst zwölfjähriger Komponist musikalisch entfacht: „Operetta“, also „kleine Oper“, so nannte der Herr Papa das Singspiel „Bastien und Bastienne“ aus der Feder seines Sohnes Wolfgang Amadé Mozart. Der Überlieferung nach uraufgeführt im Umkreis des geheimnisumwitterten Wiener Arztes und Wunderheiler Franz Anton Mesmer, geht das Werk auf eine französische Vorlage zurück: In „Le devin du village“ mit Text und Musik des Philosophen Jean-Jacques Rousseau findet das zankende Schäferpaar Colette und Colin mithilfe des Dorfwahrsagers wieder zusammen; eine populäre Parodie des Stücks lässt die Figuren sogar Dialekt sprechen. In der von Mozart verwendeten deutschen Version kann von solchem Realismus zwar keine Rede mehr sein und am „vermeintlichen Zauberer“ mit seinem Hokuspokus-Kauderwelsch Colas lassen sich zudem Mesmers Züge ausmachen, doch ist die Stoßrichtung dieselbe: Das idyllische Schäferdasein wird gefeiert, die Stadt und ihre Bewohner werden als künstlich abgetan – und die Liebenden Bastien und Bastienne finden über alle Eifersucht hinweg wieder zusammen: Genau solche Sujets entzückten damals sowohl bei Hofe als auch im Bürgertum und tun es gewiss auch heute. Zumal dann, wenn ein so leidenschaftliches junges Ensemble am Werk ist wie hier, angeführt von Heinz Ferlesch am Pult sowie dem Regieduo Carolin Pienkos und Cornelius Obonya.

Angelo Pollak, Bastien
Amélie Hois, Bastienne
Artyom Wasnetsov, Colas
Carolin Pienkos, Cornelius Obonya, Regie
Heinz Ferlesch, Dirigent
Barucco

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Konzert

Julian Rachlin / Chamber Orchestra of Europe

Julian Rachlin, Violine und Leitung
Chamber Orchestra of Europe


Johannes Brahms: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77
Joseph Haydn: Sinfonie f-Moll Hob. I:49 „La passione”
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

„La passione“: Der Beiname der Sinfonie f-Moll Hob. I:49 geht nicht auf Joseph Haydn persönlich zurück, aber trifft den Charakter der Musik. Ist das Werk mit der sakralen Sphäre verbunden, etwa konkret mit der Passion Christi? Darauf scheint die einer Kirchensonate ähnelnde Form mit dem langsamen Satz als Eröffnung hinzudeuten. Ist es im Gegenteil eine dem musikalischen „Sturm und Drang“ zuzurechnende Komposition, in der Gefühlsstürme in bisher ungeahnter Stärke toben? Oder gar eine Schauspielmusik? Wie dem auch sei: Leidenschaften regieren allenthalben. In Beethovens Symphonie Nr. 7 scheinen sie sich noch zu potenzieren, in dieser alle denkbaren musikalischen Extreme der Zeit auslotenden Jubelsinfonie voll explosiver Rhythmen, ekstatischer Melodien und in ganzer Bandbreite genützter Dynamik. Dazu gesellt Julian Rachlin in der Doppelrolle als Solist und Dirigent am Pult des Chamber Orchestra of Europe noch das große Violinkonzert von Johannes Brahms: ein kompositorisches Souvenir aus der Sommerfrische am Wörthersee, aber mit einigen dunklen Wolken vor der Sonne – gekrönt von einem Finale, das Abstecher in die Puszta macht.

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Konzert

Juan Diego Flórez

Juan Diego Flórez, Tenor
u.a.


Arien und Lieder von Franz Schubert, Richard Strauss, Gioachino Rossini, Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi u. a.

Eine Rarität seien sie im so vielen Unwägbarkeiten unterworfenen Opernmetier, hieß es einmal in einer Kritik nach Donizettis „Elisir d’amore“ an der Wiener Staatsoper, „aber wenn sie eintreten, dann wirken sie umso stärker: jene überwältigenden Momente, die sich gleichsam ins Stammhirn einbrennen. Stimmt Juan Diego Flórez ‚Una furtiva lagrima‘ an, dann ist dies ein solcher Moment – und darf gleichzeitig als Beleg dafür gelten, dass ein Akt höchster künstlerischer Souveränität in pure emotionale Wirkung umschlagen kann. Der Nemorino-Normalfall – das ist“, so war da weiter zu lesen, „ungefähr jener, dass da ein Tenor mehr vom betörenden Timbre her seine Herzensnöte in Töne zu gießen versteht oder, seltener, zwar weniger einschmeichelnd klingt, dafür aber über ein besseres technisches Rüstzeug verfügt. Juan Diego Flórez hingegen vereint beides – und mehr: Virtuosität und Expression bedingen einander, werden eins in seinem Gesang. Die nach minutenlangem Jubel Da capo gegebene, dann noch gefühlvoller ausgekostete Arie geriet erneut zum Lehrstück in erfühlt-erfülltem Belcanto.“ Juan Diego Flórez im Schloss Esterházy – da ist sängerisch so gut wie alles möglich, vom Schubert-Lied bis zu Jacques Offenbach, von Rossini bis Puccini und Massenet, nicht zu vergessen die populären südamerikanischen Hits, bei denen er sich selbst auf der Gitarre begleitet: ein Fest der Vokalkunst allenthalben.

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Konzert

Janoska Ensemble / Biréli Lagrène, Gitarre / Biréli Lagrène Quartett & Friends

A Tribute To Django Reinhardt

„Am 2. November 1928 wurde eine hoffnungsvolle Karriere jäh zerstört. Jean Baptiste Reinhardt hatte sich nicht rechtzeitig aus seinem brennenden Wohnwagen retten können. Die Ärzte besahen sich die verbrannte linke Hand und prophezeiten: unmöglich, damit je wieder zu musizieren. Die denkbar schlimmste Nachricht für den Banjospieler und Gitarristen, der sich sein Geld bei Tanzvergnügungen verdienen musste. Was die Mediziner nicht ahnten, war: Im November 1928 entstand im Feuer der europäische Jazz. Das Unglück machte aus dem Manouche Jean Baptiste, dem französischsprachigen Sinto, einen anderen Menschen – Django Reinhardt, den Genius an der Selmer-Gitarre.“ (Welt) Mit einer selbst entwickelten Spieltechnik wusste Django Reinhardt (1910–1953) jegliche manuelle Einschränkung in höchste Virtuosität und Ausdruckskraft umzumünzen: Diese alle Widerstände überwindende Leidenschaft hat ihn mit zu einer Legende des Jazz gemacht – vor allem im Zusammenwirken mit Stéphane Grappelli. Zusammenwirken ist auch Trumpf, wenn der französische Gitarrist Biréli Lagrène mitsamt Quartet & Friends auf das Janoska Ensemble trifft: Im Verein verspricht das Unvergessliches unter dem Titel „A Tribute To Django Reinhardt“.

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Konzert

Sir András Schiff / Chamber Orchestra of Europe

Sir András Schiff, Klavier und Leitung
Chamber Orchestra of Europe


Joseph Haydn: Klavierkonzert Nr. 11 D-Dur Hob. XVIII:11
Béla Bartók: Divertimento für Streichorchester
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 104 D-Dur Hob. I:104 „London“

Paul Sacher war ein Schweizer Großindustrieller, aber seine wahre Leidenschaft war die Musik: Als Mäzen und Dirigent gab er einige der bedeutendsten Kompositionen des 20. Jahrhunderts in Auftrag – etwa auch Béla Bartóks großartiges Divertimento, sein letztes in Europa entstandenes Werk, 1939 in der Schweiz. „The 12th which I have composed in England“, schrieb hingegen Joseph Haydn auf die Partitur der 1795 in London entstandenen Symphonie D-Dur, die verschiedene Beinamen erhalten hat: „Salomon“ nach Haydns englischem Impresario, „mit dem Dudelsack“ wegen der reizvollen Bordunklänge im Finale – und „Londoner“, weil sie gewissermaßen prototypisch jenes großartige Dutzend abschließt, das Haydn für das florierende Musikleben der Hauptstadt des britischen Weltreichs geschaffen und mit dem er sein gesamtes symphonisches Werk gekrönt hat. Vermutlich daheim am Esterházy komponiert, aber zuerst in Paris veröffentlicht wurde hingegen Haydns beliebtes Klavierkonzert D-Dur Hob. XVIII:11 mit dem berühmten Rondo all’Ungherese. Auf allen Bühnen der Welt zuhause sind jedenfalls Sir András Schiff und das Chamber Orchestra of Europe: ein in bald 100 Konzerten gepflegte musikalische Eintracht jenseits von Routine.

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Konzert

István Várdai / Oksana Lyniv / Ukrainisches Jugendsinfonieorchester

István Várdai, Violoncello
Oksana Lyniv, Dirigentin
Ukrainisches Jugendsinfonieorchester


Zoltan Almashi: Sinfonietta
Camille Saint-Saëns: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 „Aus der Neuen Welt"

Die ukrainische Dirigentin Oksana Lyniv kennt man in Österreich seit ihren Erfolgen an der Grazer Oper. Mittlerweile ist sie in Bologna die erste Chefdirigentin eines italienischen Opernhauses und wurde bei ihrem Bayreuth-Debüt 2021 als erste Frau am Pult mit dem „Fliegenden Holländer“ umjubelt. Nun kommt sie mit dem von ihr selbst gegründeten Ukrainischen Jugendsinfonieorchester zum Herbstgold-Festival: ein Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Krieges und eines friedlichen Miteinanders unter dem Banner der Kunst. Was haben die begabtesten jungen Musikerinnen und Musiker der Ukraine im Notengepäck? Eine Sinfonietta des 1975 geborenen ukrainischen Komponisten Zoltan Almashi; Camille Saint-Saëns’ a-Moll-Cellokonzert, das Kollegen wie Schostakowitsch oder Rachmaninow sogar für das größte und gelungenste Werk seiner Art hielten, mit dem der gefeierte junge ungarische Cellist István Várdai glänzen wird – sowie Antonín Dvořáks Sinfonie „Aus der N euen Welt“, diese großartige, mitreißende musikalische Brücke zwischen Europa und Amerika, Böhmen und den USA.

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Konzert

Quatuor Ébène

Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur op. 20 Nr. 4, Hob. III:34
Leoš Janáček: Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“
Johannes Brahms: Streichquartett Nr. 3 B-Dur op. 67

Gefährliche Leidenschaften toben in Leo Tolstois 1890 erschienener Novelle „Kreutzersonate“: Darin wird Beethovens berühmte Violinsonate mit diesem Beinamen zum symbolhaften Auslöser einer egoistisch-lieblosen Eifersucht, die einen Mann zum Mord an seiner vermeintlich untreuen Frau treibt. 1923 komponierte Leoš Janáček sein 1. Streichquartett, das gleichfalls den Beinamen „Kreutzersonate“ erhielt: Tolstois Moralpredigt gegen den Ehebruch interessierte Janáček dabei nicht; er ergriff stattdessen rückhaltlos die Partei der zum willenlosen Objekt männlicher Triebe degradierten Frau. Janáčeks glühende Musik bettet das famose französische Quatuor Ébène in ein verbindliches Umfeld ein. Joseph Haydns D-Dur-Werk aus den sogenannten „Sonnenquartetten“ ist eines seiner beliebtesten überhaupt, nicht nur durch das wunderbar widerborstige „Menuet alla Zingarese“. Und mit seinem B-Dur-Werk op. 67 ergänzte Johannes Brahms die beiden Streichquartette op. 51 von 1873 nach zwei Jahren Pause zur Trias – mit einer Musik nach Haydn’schem Vorbild, die „die außerordentlichsten Kühnheiten und Härten der Harmonik und Stimmführung geradezu genüsslich ausspielt und dabei den Ton des Spielerischen und den Gestus der lockeren scheinbar improvisatorischen Fügung mühelos durchhält“ (Ludwig Finscher).

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Konzert

Kino: Der Klavierspieler vom Gare du Nord

Lambert Wilson, Pierre Geithner
Kristin Scott Thomas, Elisabeth Buckingham
Jules Benchetrit, Mathieu Malinski
Karidja Touré, Anna
Elsa Lepoivre, Mathilde Geithner
André Marcon, André Ressigeac
Ludovic Bernard, Regie
u. a.


Mathieu ist ein begabter Pianist, der am Bahnhof Gare du Nord mit seinem Spiel die Passanten verzaubert. Als ihm wegen Einbruchs eine Haftstrafe droht, kommt er auf das Angebot von Pierre, des künstlerischen Leiters des Pariser Konservatoriums, zurück, und beginnt dort seine Sozialstunden abzuarbeiten und ernsthaft zu studieren. „Der Klavierspieler vom Gare du Nord" ist eine so brillante wie elektrisierende Geschichte über die vereinende Kraft der Musik und die große Chance, die im gegenseitigen Vertrauen liegt. Regisseur Ludovic Bernard versammelt in seinem mitreißenden Film große Stars wie Lambert Wilson und Kristin Scott Thomas und stellt sie an die Seite eines umwerfenden jungen Talents, Jules Benchetrit.

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Konzert

Julian Rachlin / Sarah McElravy / Boris Andrianov

Julian Rachlin, Violine
Sarah McElravy, Viola
Boris Andrianov, Violoncello


Johann Sebastian Bach: Goldbergvariationen BWV 988 für Streichtrio

Sollte diese Musik wirklich geschaffen worden sein, um das Einschlafen zu erleichtern? Eine beliebte Legende will es so: Graf Hermann Carl von Keyserling, seines Zeichens russischer Gesandter am Dresdner Hof, habe stets nach seinem Cembalisten Johann Gottlieb Goldberg gerufen, um dessen Bach-Spiel als Barbiturat zu nützen. In Wahrheit wurden diese Variationen „denen Liebhabern zur Gemüth’s Ergetzung verfertiget“ – und hoben die bisher eher auf gefällige Zerstreuung zielende, von Bach nach einigen Jugendwerken lange Zeit gemiedene Gattung auf ein ungeahntes, unerhörtes kompositorisches Niveau: Die dreißig „Veränderungen“ sind mit einer Unzahl kontrapunktischer Finessen durchwirkt, die an Hörer und Interpreten höchste Anforderungen stellen. Einschlafen? Man kann gar nicht wach genug sein, um die Goldbergvariationen voll erfassen zu können. Die treffliche Bearbeitung für Streichtrio, die der russische Geiger und Dirigent Dmitri Sitkovetsky vorgenommen hat, macht das desto plastischer erlebbar – und die leidenschaftlichen Kammermusiker Julian Rachlin, Sarah McElravy und Boris Andrianov durchleuchten das Stimmengeflecht mit Delikatesse und Emphase.

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Konzertante Aufführung

Dirk Stermann / Christoph Grissemann / Philippine Duchateau, Klavier

„Das Ei ist hart“

Dirk Stermann, Lesung
Christoph Grissemann, Lesung
Philippine Duchateau, Klavier


Loriots „Dramatische Werke“ gelesen und gespielt von Stermann & Grissemann

Herr Müller-Lüdenscheit und Herr Doktor Klöbner im Bad („Die Ente bleibt draußen!“), die Jodelschule mit Jodelabschluss, äh, mit Jodeldiplomabschluss („Dö dudl dö ist zweites Futur bei Sonnenaufgang!“), die Kalbshaxe Florida („Schmeckt’s?“), der Kosakenzipfel („Das ist ein Mokka-Trüffel-Parfait mit einem Zitronencreme-Bällchen!“) und das Frühstücksei („Das Ei ist hart!“), das geschenkte Klavier von Berta Panislowski aus Massachusetts („Mutter, wir danken dir!“), der Lottogewinner („Ich heiße Erwin Lindemann, bin Rentner und 66 Jahre“) oder der Bettenkauf („Die Federmuffen sind einzeln aufgehängt und kreuzweise verspannt“): Kein deutschsprachiger Humorist hat ganze Generationen so sehr geprägt wie Vicco von Bülow alias Loriot – mit seinen ernst sich gebenden Figuren in alltäglich-absurden Situationen und einem stets präzisen Wortwitz. Viele seiner Sentenzen sind in den Sprachschatz eingegangen, eine enorme Fangemeinde kennt ganze Szenen auswendig, die der Karikaturist und Trickfilmzeichner, Schöpfer von selbst gesprochenen und inszenierten Radio- und TV-Sketches sowie Regisseur von Filmen („Ödipussi“, „Pappa ante portas“) und Opern („Der Freischütz“, „Martha“) geschaffen hat. Die leidenschaftlichen Loriot-Verehrer Dirk Stermann und Christoph Grissemann machen, unterstützt von Philippine Duchateau am Klavier, Loriots menschlich-allzumenschliche Komik lebendig.

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Konzert

Janoska Ensemble / Totti Ovidiu ROMAFEST / Traditional Gypsy Orchestra

Traditionals und Roma-Musik vom Balkan bis ins Burgenland

Flammende Leidenschaft, was sonst? Vom sanften Trippeln bis zum kraftstrotzenden Stampfen; nuancierte Bodypercussion, ein untrügliches Rhythmusgefühl und nie versiegender Elan: Die mitreißenden Choreographien des Gypsy-Dance-Theater Totti Ovidiu ROMAFEST verfehlen ihre Wirkung nicht. 1999 in der siebenbürgischen Stadt Târgu Mureș in Rumänien ins Leben gerufen, erklomm das Ensemble mit seinen immer weiter ausgefeilten Performances höchstes Niveau. Zusammen mit dem Traditional Gypsy Orchestra und dem Janoska Ensemble potenzieren sich die musikalischen Kräfte noch und entführen auf klingende, tanzende Streifzüge zwischen Balkan und Burgenland.

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Lesung

John Malkovich - The Music Critic

John Malkovich, Lesung
Julian Rachlin, Violine
Aleksey Igudesman, Violine
Sarah McElravy, Viola
Boris Andrianov, Violoncello
Hyung-ki Joo, Klavier


Werke von Bach, Mozart, Beethoven, Chopin, Brahms, Schumann, Debussy, Prokofjew, Ysaÿe, Kancheli, Piazzolla and Igudesman

(Lesung in englischer Sprache!)

Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin, Antonín Dvořák, Johannes Brahms, Robert Schumann, Claude Debussy, Gija Kancheli, Ástor Piazzolla – und, selbstverständlich, auch dieser unsägliche Aleksey Igudesman: Was für erbärmliche Minderleister allesamt!

John Malkovich nippt an seiner Tasse, genießt ein Stück Apfelstrudel – und nimmt übel. Er schlüpft in die Rolle des Musikkritikers schlechthin und zieht über das her, was die oben Genannten der Welt an grauenvoller Musik zugemutet haben. Mit sardonischem Lächeln, heiligem Zorn und der unerschöpflichen Leidenschaft des Besserwissers trägt er Auszüge aus den schönsten Verrissen vor, mit denen die Komponisten jemals bedacht wurden, aufgespießt von den spitzesten Federn der Zunft.

Dergleichen Nörgeln und Granteln, Schwadronieren und Vernichten kann natürlich nur im Kaffeehaus stattfinden. Und die entsprechende Musik erklingt auch dazu – was will man mehr?

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Konzert

Leonkoro Quartett

Leonkoro Quartett, Gewinner der Wigmore Hall International String Quartet Competition

Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett G-Dur KV 387
Robert Schumann: Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3

Herzliche Gratulation! Die renommierte Wigmore Hall International String Quartet Competition konnte das 2019 in Berlin gegründete Leonkoro Quartett für sich entscheiden – die jüngste Auszeichnung in einer an Jahren kurzen, an Preisen jedoch reichen Geschichte des Ensembles. Sind solche Erfolge die „Frucht einer langen und mühevollen Arbeit“? Wolfgang Amadeus Mozart war jedenfalls dieser Ansicht, als er auf die sechs „Russischen“ oder „Jungfern-Quartette“ aus der Feder seines Freundes Joseph Haydn, die ihn tief bewegt und beeindruckt hatten, mit einem eigenen halben Dutzend von Streichquartetten reagierte. Am Silvestertag 1782 vollendete er das erste Werk dieser Gruppe, sein Streichquartett G-Dur KV 387 – als „frutto di una lunga, e laboriosa fatica“, wie er in der Widmung an Haydn festhalten sollte. Und auch Robert Schumann war fleißig und hat Quartette Haydns, Mozarts sowie besonders auch Beethovesn sowie des späteren Widmungsträgers Felix Mendelssohn studiert, bevor er in seinem Kammermusikjahr 1842 binnen weniger Wochen seine drei Streichquartette Opus 41 zu Papier brachte. Dass er herrlich im A-Dur-Werk op. 41 Nr. 3 dabei auch Johann Sebastian Bach kurz zitiert, macht die Reihe der großen Ahnen komplett.

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Konzert

Julian Rachlin / Robert Trevino / Filarmonica della Scala

Julian Rachlin, Violine
Robert Trevino, Dirigent
Filarmonica della Scala


Pjotr I. Tschaikowski: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 2 B-Dur D 125

Unspielbar! Das Urteil des prominenten Virtuosen war eindeutig: Der Geiger Leopold Auer sah sich schlicht außerstande, den Solopart in der Uraufführung von Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Violinkonzerts zu übernehmen, die 1879 in St. Petersburg hätte stattfinden sollen. Aber des einen Leid, des anderen Freud: Adolph Brodsky sprang in die Bresche und errang dem funkelnden Werk 1881 in Wien einen stürmischen Publikumserfolg, der ihm bis heute treu geblieben ist. Julian Rachlin wird als Virtuose ebenso brillieren wie mit Sentiment und Kantabilität – und hat sich dazu kein geringeres Orchester als die Filarmonica della Scala eingeladen, geleitet vom längst international gefragten, jungen amerikanischen Dirigenten Robert Trevino.

Zusammen mit den famosen Mailänder Gästen präsentiert dieser dem HERBSTGOLD-Publikum im Anschluss an das Violinkonzert eine der frühen Sinfonien Franz Schuberts: die so energetische wie sonnige Sinfonie Nr. 2 B-Dur.

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Ereignisse / Festival ImpulsTanz Wien 7.7. bis 7.8.2022
Ereignisse / Festival Ost-West Musikfest Niederösterreich 3.7. bis 4.9. / 30.10.
Ereignisse / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch
Ereignisse / Festspiele Wiener Festwochen Wien, Lehárgasse 11/1/6
Ereignisse / Festival Theater im Park Wien 19.5. bis 18.9.2022
Ereignisse / Festspiele Passionsspiele St. Margarethen 26.5. bis 10.7.2022
Ereignisse / Festival Wiener Kabarettfestival Wien, Atzlergasse 34
Ereignisse / Festival Kultursommer Laxenburg Laxenburg, Schloßpl. 16/1
Ereignisse / Festival Globe Wien
Marx Halle
Wien, Karl Farkas Gasse 19
Familie / Kinderprogramm Esterhazy Kids Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Bildung / Festival ImpulsTanz Wien Workshops 7.7. bis 7.8.2022
Konzerte / Konzert Esterhazy Eisenstadt Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Ereignisse / Festival Jazz Fest Wien Wien, Lammgasse 12/8
Ereignisse / Theater Brut Wien Wien, Karlsplatz 5
Ereignisse / Festival Wien Modern Wien, Lothringerstraße 20

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