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Herbstgold 2020

Wi(e)der die Tradition vom 9. bis 20. September 2020

Im Zentrum des HERBSTGOLD – Festivals steht diesmal das Verhältnis von Tradition und Fortschritt – in der Beziehung aufeinander folgender Komponistengenerationen, aber auch in der Befruchtung europäischer klassischer Musik durch Volksmusik vom Balkan und seit der Zeit der Türkenkriege auch durch Musik aus dem Orient.

Gleich zur Eröffnung präsentieren wir das einzige große Werk, das Beethoven für den Fürsten Esterházy und Eisenstadt komponiert hat, seine Messe in C-Dur. Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag im Jahr 2020 gefeiert wird, war ohne Zweifel der erfolgreichste Schüler Joseph Haydns. „Papa Haydn“, von Zeitgenossen als Musikpapst verehrt, gab dem jungen Beethoven entscheidende Impulse, die diesen dann den großen musikalischen Schritt ins 19. Jahrhundert machen ließen. Die Musik um 1800 veränderte sich von ihrer höfischen Prägung in eine größere Öffentlichkeit, von der klassischen Innenschau zur großen utopischen Geste.

Künstler wie Nicolas Altstaedt, András Schiff oder Fazıl Say, das Spektrum von Messe und Oper bis hin zur Kammermusik laden wieder ein zur lebendigen Erfahrung der Tradition des Genius loci sowie zu aktuellen Zeitfragen.

Kontakt

Herbstgold 2020
Esterházy Betriebe GmbH

Esterházyplatz 5
A-7000 Eisenstadt

Telefon: +43 (0) 2682 / 63854-12
E-Mail: konzert@esterhazy.at

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Herbstgold 2020

Marlis Petersen, Foto: Yiorgos Mavropoulos
Konzert

Von Haydn zu Beethoven

Haydn Fest

Marlis Petersen, Sopran
Anke Vondung, Mezzosopran
Werner Güra, Tenor
Florian Boesch, Bass
Nicolas Altstaedt, Dirigent
Arnold Schoenberg Chor
Haydn Philharmonie


Programm
Joseph Haydn: Sinfonie C-Dur Hob. I:30 „Alleluja“

Ludwig van Beethoven: Messe C-Dur op. 86

„Halleluja!“ rief Beethoven nicht aus, als Fürst Esterházy bei ihm eine neue Messe für Eisenstadt bestellte: Als sich der Auftraggeber einmal nach dem Arbeitsfortschritt erkundigte, bekam er die Nachricht, dass „ich ihnen mit viel Furcht die Messe übergeben werde, da sie ... gewohnt sind, die Unnachamlichen Meisterstücke des Großen Haidns sich vortragen zu laßen“. Zwar hat Beethoven sich bei dieser prunkvollen C-Dur-Messe in Haydns Tradition gestellt, zugleich aber ausdrücklich eigene Wege beschritten – etwa mit der symbolhaften Wiederkehr des Kyrie am Ende. Prompt entfuhr auch dem Fürsten bei der Uraufführung kein „Halleluja“, sondern er betrachtete das Werk als gescheitert: vielleicht, weil es aus der Kirche hinaus in den Konzertsaal zu führen scheint. Heute längst als Beethovens erste große Messe von eigenem Rang verehrt, kehrt sie nun im Beethovenjahr 2020 in glanzvoller Besetzung nach Eisenstadt zurück – einbegleitet von jenem gregorianischen Oster-Alleluja, das Haydn in seine Sinfonie Nr. 30 mit hineinverwoben hat.

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Fazil Say, © Marco Borggreve
Konzert

Städte und Märchen

Haydn Fest

Nicolas Altstaedt, Violoncello
Fazil Say, Klavier


Claude Debussy: Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll
Fazil Say: Dört Şehir (Vier Städte) Sonate für Violoncello und Klavier op. 41
Leoš Janáček: Pohádka (Märchen) für Violoncello und Klavier
Dmitri Schostakowitsch: Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier op. 40

Sie seien „ein eingespieltes Duo“, heißt es gern, wenn zwei Musiker schon lange zusammenarbeiten. Für Nicolas Altstaedt und Fazil Say klingt das aber viel zu harmlos, denn die beiden brennen vor Musikalität und Mitteilungsdrang. Große Musik erzählt ja immer etwas: Manchmal schildert sie Ereignisse oder Orte, manchmal handelt sie nur von Emotionen – aber stets dringt sie dabei in Bereiche vor, wo bloße Worte versagen. Say entführt uns auf eine Reise durch vier Städte Anatoliens: Bunte volksmusikalische Einflüsse, persönliche Erinnerungen, Trauer und lustvoll ausgemalte Feierszenen werden zu einem klingenden Kaleidoskop voll von exotischem Groove. Leoš Janáček hingegen hat ausgewählte Szenen aus der „Geschichte vom Zaren Berendjej“ des russischen Dichters Wassilij Andrejewitsch Schukovskij in Musik verwandelt. Dazu die Cellosonaten von Claude Debussy, janusköpfige Musik, komponiert gegen Ende seines Lebens, und von Dmitri Schostakowitsch, entstanden an einem privaten Scheideweg: Traditionen, befolgt oder über Bord geworfen.

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Jazz

Jazz im Haydnsaal

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Fest

Pan O´Gusto

Jazz, Balkan & Roma Sounds, Kulinarik

Am 12. und 13. September bietet die historische Orangerie im Eisenstädter Schlosspark, die seit langer Zeit Schauplatz rauschender Feste war, den stilvollen Rahmen für eine kulinarische Entdeckungsreise durch den pannonischen Raum. Ausgesuchte Produzenten feiner Lebens- und Genussmittel sowie hervorragender Weine stellen ihre Produkte vor und bitten zur Verkostung.

Innovative Köche präsentieren traditionelle bis moderne Gerichte aus der Region in der Schauküche und bieten regionstypische und außergewöhnliche Spezialitäten für den Gaumen.

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© Philipp Pernkopf Romanovstra
Konzert

Balkan & Roma & Weltmusik

Balkan & Roma Sounds

Romanovska
Trio Balkan Strings


Eine Instrument, sechs Hände – und unzählige Einflüsse: Wenn das Trio Balkan Strings, also die aus Belgrad stammenden Meistermusiker Zoran, Nikola und Željko Starčević, zusammen auf einer einzigen Gitarre spielen, dann reicht das kleine Einmaleins bald nicht mehr aus, will man auch nur annähernd berechnen, welche Funken die wie von einem Gehirn gesteuerte Virtuosität schlägt und wo die klingenden Höhenflüge des Trios hinführen mögen. Vater Zoran und seine beiden Söhne verschmelzen bei ihren Auftritten zahlreiche musikalische Elemente des Balkans auf originelle, unverwechselbare Weise: hier tönt es Serbisch, Gypsy, Mazedonisch, Rumänisch, Moldauisch, Bulgarisch, Ungarisch, Mediterran, Griechisch oder Orientalisch, dort nach Jazzimprovisation und klassischen Einflüssen. Das hat dem Trio Balkan Strings diverse Preise ebenso eingetragen wie eine internationale Fangemeinde, die ihm regelmäßig auf Jazz-, Klassik-, Gitarren- und Weltmusikfestivals in den USA, Kanada und nahezu allen europäischen Ländern zujubelt.

Romanovska – das bedeutet eine klingende Erfolgsstory, deren mitreißende Kraft 2010 in Ottensheim bei Linz eingesetzt und sich seither noch stetig gesteigert hat: Dort gründete der rumänische Sänger Nicu Stoica die Band mit ortsansässigen Musikern; zusammen schlagen sie seither Brücken zwischen Rumänien, Ungarn, Bulgarien und Oberösterreich. Peter Endres und der auch singende Andreas Fuchshuber geben den Balkanbeat vor; Gigi Gratt spielt die Tres (eine kubanische Gitarre), Trompete und Flügelhorn, was im Verein mit dem Saxofonisten Georg Schwantner und dem Multiinstrumentalisten Günter Wagner abwechslungsreiche Solos und mehrstimmige ausarrangierte Melodien ermöglicht; am Bass spielt und singt zudem Paul Hofmann. 2015 stieß Karina Fedko zu Romanovstra, die nach mehrmaligen Aufenthalten in ostslowakischen Romadörfern nicht nur deren Dialekt erlernt, sondern auch die Romakultur hautnah erlebt hat und somit Stoicas Gesang authentisch verstärkt. Seit 2019 erweitert zudem Multiinstrumentalist Johannes Hauni Schöppl das Roma-Feeling nicht nur auf dem Akkordeon, sondern auch mit der Posaune und bringt noch dazu Perkussion-Grooves in die Romamusik ein, die aus seiner jahrelangen Erfahrung in Südamerika und Indien stammen. Alles zusammen ergibt eine einzigartige Mischung – mit einer Sogwirkung, der man sich nicht entziehen kann: Romanovska entfesselt bunte Stürme aus Gesang, Musik und Tanz.

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Nicolas Altstaedt, Foto:Marco Borggreve
Konzert

Für Kenner und Liebhaber

Haydn Fest

Nicolas Altstaedt, Violoncello und Leitung
Fazil Say, Klavier
Haydn Philharmonie


Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 63 C-Dur Hob. 1:63 „La Roxelane“
Wolfgang A. Mozart: Klavierkonzert A-Dur KV 414
Fazil Say: Cellokonzert (Uraufführung)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 8

„... um beyfall zu erhalten“, schrieb Mozart seinem Vater 1782, „muß man sachen schreiben die so verständlich sind, daß es ein fiacre nachsingen könnte, oder so unverständlich – daß es ihnen, eben weil es kein vernünftiger Mensch verstehen kann, gerade deswegen gefällt.“ Er meinte damit auch sein A-Dur-Klavierkonzert KV 414, das an diesem Abend eines von zwei solistischen Herzstücken darstellt – inmitten eines Programms, das überhaupt ein doppelbödiges Spiel mit Traditionen, Fassaden und Überraschungen treibt. Haydn hat etwa in seiner Sinfonie Nr. 63 eine Melodie verwendet, die mit „La Roxelane“ bezeichnet ist – die Übernahme eines Gassenhauers, ein Selbstzitat oder ewas ganz anderes? Populär klingt es jedenfalls – und für singende Fiaker gewiss geeignet. Auch Beethovens 8. Symphonie zeichnet sich durch einen hier hintersinnig feinen, dort grimmig polternden Humor aus. Und wenn Fazil Say seinem alten Freund und Kammermusikpartner Nicolas Altstaedt ein Cellokonzert auf den Leib schreibt, dann ist überhaupt mit allem zu rechnen.

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Paul Gulda, © Julia Grandegger
Konzert

Haydns bester Schüler

Haydn Fest

Paul Gulda, Klavier
Michael Dangl, Lesung
Maria Fedotova, Flöte
Erich Hütter, Violoncello
Agnes Palmisano, Sopran
u.a.


Programm mit Paul Gulda & Friends

Geboren im März 1732 bzw. im Dezember 1770: Mehr als 38 Jahre trennen Haydn von Beethoven, zwei Generationen.1790 trafen sie zusammen, Beethoven sollte Haydns Schüler sein und war doch schon sein eigener Kopf. Bis 1809 sollten die beiden Genies der Wiener Musikwelt als führende Persönlichkeiten voran stehen.

Der eine gilt heute als Begründer der Wiener Klassik, der zweite als deren Vollender und zugleich als revolutionärer Neuerer. Bei allem Respekt, aller Wertschätzung für ihre jeweiligen Gaben: Zwischen diesen Genies bestanden profunde Unterschiede im Selbstverständnis wie im Stil – und somit auch manche, durch Berichte verbürgte, Reibungen.

Davon zu erzählen, in Musik, Gesang und Worten, unternimmt wieder der Freundeskreis rund um Pianist und Animateur Paul Gulda. Ein bunter und anregender Abend ist garantiert!

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Konzert

Quartet in Residence

Haydn Fest

Viano Quartet
(Preisträger Banff 2019)

Joseph Haydn: Streichquartett in G-Dur, op. 76, Nr. 1, Hob. III:75
Matthew Whittall: Streichquartett Nr. 2 „Bright Ferment” (Auftragswerk des Banff Centre 2019)
Ludwig van Beethoven: Streichquartett Nr. 11 f-Moll op. 95

Viano? Alle Instrumente eines Streichquartetts beginnen mit dem Buchstaben V, sagen die aus Kanada und den USA stammenden Mitglieder des jungen Viano-Quartetts – und wie bei einem Klavier (auf Englisch „piano“), das zugleich Melodie und Harmonie spielt, wollen sie beim Musizieren zu einem einzigen Klangkörper, zu einem gemeinsamen Instrument verschmelzen. Diese Philosophie hat dem erst 2015 in Los Angeles gegründeten Quartett u.a. bereits den Ersten Preis der Banff International String Quartet Competition 2019 eingetragen. In Eisenstadt stellt sich das Ensemble nun mit einem Programm aus Klassik und Gegenwart vor, darunter Haydns unterhaltsam-gefühlvolles Opus 76 Nr. 1 sowie Beethovens energiegeladenes „Quartetto serioso“: Darin prallen auf engstem Raum enorme Kontraste aufeinander, bevor sich die Spannung in einer buffonesken Coda in F-Dur auflöst. Dazwischen „Bright Ferment“ des kanadisch-finnischen Komponisten Matthew Whittall: Wenn Klänge gären, kann nur Hochprozentiges herauskommen.

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© Yutaka Suzuki
Konzert

Auf gut ungarisch

Haydn Fest

Sir András Schiff, Klavier
Erich Höbarth, Violine
Christophe Coin, Violoncello


Ludwig van Beethoven: Klaviertrio Es-Dur op. 70/2
Franz Schubert: Klaviertrio Nr. 1 B-Dur D 898
Joseph Haydn: Klaviertrio Nr. 39 G-Dur Hob. XV:25

Wenn sich Sir András Schiff, Erich Höbarth und Christophe Coin im Zeichen der Kammermusik zusammentun, allesamt überaus sensible Musiker mit dem Wissen um historische Instrumente und Aufführungspraxis, dann ist Außergewöhnliches zu erwarten – gerade auch, wenn sie dem Ungarischen in der Musik nachspüren. Hat doch Haydn das Finale seines überaus populären Klaviertrios Hob. XV:25 mit „Rondo all’Ongarese“ überschrieben und die Tanzmusik der Puszta in sein Werk geholt. Selbst Beethovens Klaviertrios op. 70 haben Bezug zu Ungarn, da er sie der Gräfin Marie von Erdödy widmete, einer treuen Verehrerin und Gastgeberin – was die beiden nicht vor einem dramatischen Zerwürfnis schützte ... Das Besondere der Musik ist geblieben: Über Beethovens Opus 70/2 schrieb J. F. Reichardt, dass darin „ein so himmlischer kantabeler Satz (im Dreivierteltakt und in As-Dur) vorkam, wie ich von ihm noch nie gehört habe, er hebt und schmilzt mir die Seele, sooft ich drank denke.“ Fehlt nur noch Franz Schubert, und die dreieinige Verbindung des Populären mit dem Erlesenen ist perfekt.

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Oper

L’Incontro improvviso

(Oper halbszenisch)
Haydn Fest

Ali, Prinz von Balsora, Geliebter der Rezia: Bernhard Berchtold, Tenor
Rezia, Prinzessin von Persien, Favoritin im Harem des Sultans von Ägypten: Elisabeth Breuer, Sopran
Balkis, Sklavin, Vertraute der Rezia: Anna Willerding, Sopran
Dardane, Sklavin, Vertraute der Rezia: Annastina Malm, Sopran
Osmin, Sklave des Ali: Markus Miesenberger, Tenor
Ein Calandro (Bettelderwisch), Aufseher über d. Warenlager d. Karavanserei: Rafael Fingerlos, Bass
Der Sultan von Ägypten: Michael Wagner, Bass
L’Orfeo Barockorchester
Michi Gaigg, Dirigentin


Joseph Haydn: „L’Incontro improvviso“ Hob: XVIII.6 (Halbszenische Aufführung)

Hundert Jahre nach der Zweiten Wiener Türkenbelagerung gierte man nach dem exotischen Kitzel einer fremden Kultur und gleichzeitig danach, die in den Hinterköpfen sehr wohl noch präsente, reale Angst wegzulachen: Haydns „L’incontro improvviso“, 1775 in Esterháza uraufgeführt, steht dieses dreiaktige Dramma giocoso in der Tradition der „Türkenoper“ und stillt damit denselben modischen Publikumshunger wie sieben Jahre später Mozarts „Entführung aus dem Serail“. Die „zufällige Begegnung“, die der Titel verheißt, ereignet sich zwischen der persischen Königstochter Rezia und Ali, dem Prinzen von Balsora: Das Liebespaar ist unter Piraten gefallen und getrennt worden. In Kairo erblickt nun Rezia, die an den dortigen Sultan verkauft worden ist, durchs Fenster des Serails den nach ihr suchenden Ali ... Die kaum je gespielte, farbige Partitur enthält gleich einige musikalische Prunkstücke voll mit Humor, zauberhaften Kantilenen und exotischer Verve; Bernhard Berchtold in der Rolle als Prinz Ali führt das Ensemble an.

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Roman Rabinovich, © Balazs Borocz
Konzert

Building Bridges

Haydn Fest

Roman Rabinovich, Klavier
Mishka Rushdie Momen, Klavier
Schaghajegh Nosrati, Klavier


Klaviermusik von Haydn, Schubert und Beethoven

„Man muss selbst etwas dagegen tun, dass vieles in der Musikwelt so kommerzialisiert, plakativ, äußerlich geworden ist“, sagt Sir András Schiff: „Die jungen Leute brauchen Konzerte, keine Wettbewerbe.“ In diesem Sinne hat er die Konzertreihe „Building Bridges“ ins Leben gerufen, in deren Rahmen er jährlich drei junge Pianistinnen und Pianisten in verschiedene Städte Europas und auch der USA bringt. Bei diesem einzigartigen Klavier-Marathon im Schloss Esterházy mit der Musik von Haydn, Beethoven und Schubert sind nun drei besonders herausragende junge Künstler zu erleben, die in den letzten Jahren auch auf diesem Wege von sich reden machten: der aus Taschkent (Usbekistan) stammende Roman Rabinovich, der auch als bildender Künstler erfolgreich ist, sowie die gebürtige Londonerin Mishka Rushdie Momen und die in Deutschland zur Welt gekommene Schaghajegh Nosrati. Allen dreien eilt ein hervorragender Ruf voraus: die besten Voraussetzungen für einen spannenden Marathon!

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Haydn-Philharmonie, Foto: Nancy Horowitz
Konzert

Alla Turca

Haydn Fest

Selina Ott, Trompete
Enrico Onofri, Dirigent
Haydn Philharmonie


Franz Xaver Süßmayr: Synfonia turchesca C-Dur SmWV
Joseph Haydn: Konzert für Trompete und Orchester Es-Dur Hob.VIIe:1
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 100 G-Dur Hob. I:100 „Militärsinfonie“

Tschinellen, Triangel und große Trommel: Sie geben wahrlich ein Musterbeispiel musikalischer Integration ab. Als Instrumente der osmanischen Janitscharenkapellen zur Zeit der Türkenbelagerungen zunächst gefürchtet, dann bekannt und beliebt geworden, bildeten sie schon während der Wiener Klassik ein fixes Sujet in Opernhaus und Konzertsaal. Das gilt auch für die Schlachtenklänge der „Synfonia turchesca“ Franz Xaver Süßmayrs, jenes Mozartschülers, der heute nur mehr als Vollender von dessen Requiem bekannt ist. Auch in Haydns mitreißender „Militärsinfonie“ verbreiten die türkischen Instrumente ihren Reiz. Ruft dort im langsamen Satz die Trompete ins Feld, so zeigt sie sich in seinem einzigen, dafür ungemein populären Trompetenkonzert auch von ihrer kantabelsten Seite: Die damals neue, zu chromatischen Wendungen fähige Klappentrompete des Virtuosen Anton Weidinger machte es möglich. Als Solistin strahlt die junge Österreicherin Selina Ott, die erste Frau, die 2018 den ARD-Musikwettbewerb im Fach Trompete für sich entscheiden konnte.

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Sir András Schiff, © Brigitta-Kowsky
Konzert

Traditions Brüche

Haydn Fest

Sir András Schiff, Klavier

Joseph Haydn: Sonate g-Moll Hob XVI:44
Joseph Haydn: Fantasie C-Dur (Capriccio) Hob.XVII:4
Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 21 C-Dur op. 53 "Waldstein-Sonate"
- Pause -
Franz Schubert: Klaviersonate G-Dur D 894

Drei Tage nach den „Himmlischen Klängen“ widmet sich Sir András Schiff nun solistisch derselben Komponistentrias – und reißt mit seiner Interpretation von drei eminenten Werken zwischen Klassik und der Schwelle zur Romantik zugleich Fragen der Form an. Wie viele Sätze umfasst eine Klaviersonate? Drei? In Schuberts geradezu experimenteller Komposition D 894 schienen den Zeitgenossen die vier Sätze in völlig unterschiedliche Richtungen zu streben, weshalb der Verleger die Sonate lieber als „Fantasie, Andante, Menuetto und Allegretto“ veröffentlichte. Beethoven hingegen reichten für die packende, energiegeladene „Waldstein-Sonate“ schließlich zwei Sätze, denn das ursprüngliche Andante ersetzte er durch eine langsame Einleitung zum Finale.

Und schon Haydn hatte in seiner Sonate Hob. XVI:44 mit einem Moderato und einem Allegretto sein Auslangen gefunden. Solche Fragen der Form finden eben erst in Verbindung und in Balance mit dem Ausdruck ihre überzeugende Antwort – und bei einem Meister wie András Schiff.

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Janoska-Ensemble, © Julia Wesely
Konzert

Die großen B's

Haydn Fest

Janoska Ensemble

„Die großen Bs“: Beethoven, Bach, Brahms, Bartók

Wenn es um das Verhältnis von Tradition und Fortschritt in der Musik geht, darf das Janoska Ensemble nicht fehlen: Denn dieser außerordentlichen Formation gelingt es mit ihrer kreativen Neuerfindung großer Werke der Vergangenheit und ganz speziellen Eigenkreationen, die im klassischen Bereich leider beinah ausgestorbene Sitte lustvollen Improvisierens fulminant weiterzuführen. Dass das Janoska Ensemble damit längst eine ureigene, neue Tradition begründet hat, versteht sich quasi ebenso von selbst wie die Tatsache, dass ihre musikalischen Erzeugnisse desto zündender werden, je mehr Zutaten sie den „großen Bs“ entnehmen: Neben dem Jahresregenten Ludwig van Beethoven holen sie nicht nur Allvater Johann Sebastian Bach mit an Bord, sondern auch Johannes Brahms und Béla Bartók mit ihrer Liebe zur Musik von Puszta und Balkan.

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Herbstgold 2020

Esterházy Betriebe GmbH

Wi(e)der die Tradition vom 9. bis 20. September 2020

Im Zentrum des HERBSTGOLD – Festivals steht diesmal das Verhältnis von Tradition und Fortschritt – in der Beziehung aufeinander folgender Komponistengenerationen, aber auch in der Befruchtung europäischer klassischer Musik durch Volksmusik vom Balkan und seit der Zeit der Türkenkriege auch durch Musik aus dem Orient.

Gleich zur Eröffnung präsentieren wir das einzige große Werk, das Beethoven für den Fürsten Esterházy und Eisenstadt komponiert hat, seine Messe in C-Dur. Ludwig van Beethoven, dessen 250. Geburtstag im Jahr 2020 gefeiert wird, war ohne Zweifel der erfolgreichste Schüler Joseph Haydns. „Papa Haydn“, von Zeitgenossen als Musikpapst verehrt, gab dem jungen Beethoven entscheidende Impulse, die diesen dann den großen musikalischen Schritt ins 19. Jahrhundert machen ließen. Die Musik um 1800 veränderte sich von ihrer höfischen Prägung in eine größere Öffentlichkeit, von der klassischen Innenschau zur großen utopischen Geste.

Künstler wie Nicolas Altstaedt, András Schiff oder Fazıl Say, das Spektrum von Messe und Oper bis hin zur Kammermusik laden wieder ein zur lebendigen Erfahrung der Tradition des Genius loci sowie zu aktuellen Zeitfragen.

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Ereignisse / Festspiele Wiener Festwochen Wien, Lehárgasse 11/1/6
Ereignisse / Festival ImpulsTanz Wien 9. bis 30.8.2020
Ereignisse / Festival Ost-West Musikfest Niederösterreich 12.7. bis 29.10.2020
Ereignisse / Festival Wiener Kabarettfestival 29.8. bis 5.9.2020
Ereignisse / Festival Kultursommer Laxenburg Sommer 2021
Ereignisse / Festival Jazz Fest Wien Wien, Lammgasse 12/8
Ereignisse / Theater Brut Wien Wien, Karlsplatz 5
Ereignisse / Festival Wien Modern Wien, Lothringerstraße 20
Ereignisse / Festival HIN & WEG Theaterfestival
Fr, 7.8.2020, 17:00 Uhr
Ereignisse / Festival Verein Neigungsgruppe Design
Fr, 25.9.2020, 10:00 Uhr

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