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Burgtheater

Das Burgtheater ist als österreichisches Nationaltheater die wichtigste Schauspielbühne des Landes und das größte Sprechtheater Europas, das Tradition, Vielfalt und Fortgang verbindet.
Nach der Comédie-Française ist das Wiener Burgtheater eines der ältesten Sprechtheater Europas. Heute zählt das ehemalige „K. K. Hoftheater nächst der Burg“ mit seinen drei dazugehörenden Spielstätten Akademietheater, Kasino und Vestibül und einem festen Ensemble zu den größten Sprechbühnen Europas und spielt in der deutschsprachigen Theaterlandschaft eine wesentliche Rolle.

Mehr als 400.000 Besucher kommen von September bis Juni in rund 800 Vorstellungen ins Burgtheater, Akademietheater, Kasino und Vestibül. Damit ist das Burgtheater das in Kontinentaleuropa best-besuchte Sprechtheater – mit stetig steigenden Ticketeinnahmen.

Das Burgtheater, 1874-1888 an der Wiener Ringstrasse erbaut, ist die namensgebende und größte der vier Spielstätten und als historisches Gebäude eine bedeutende Touristenattraktion in der Stadt.

Kontakt

Burgtheater
Universitätsring 2
A-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 51444-4140
Fax: +43 (0)1 51444-4143
E-Mail: info@burgtheater.at

 

Burgtheater | Kassenhalle
Universitätsring 2, 1010 Wien
+43 (0)1 51444-4140 | Fax: +43 (0)1 51444-4143

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9-17 Uhr | Sa, So, Feiertag: geschlossen
Von 1. Juli bis 15. August: Mo-Fr 10-14 Uhr, Do 10-17 Uhr
Bewertungschronik

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Theater

DIES IRAE – Tag des Zorns

Paul Wallfisch, Kay Voges & Alexander Kerlin

Premiere: 19. Dezember 2019

Wie oft er schon nahte, der Jüngste Tag. Wie oft sie schon anklopfte: die letzte Stunde der Menschheit. „Das Ende kommt. Siehe, es kommt,“ sagt der Wüstenprophet Hesekiel, wie zahllose Propheten nach und vor ihm.

Die Geschichte vom Ende aller Zeiten ist eine der ältesten Erzählungen überhaupt. Und doch hat das Ende noch immer auf sich warten lassen. Die Propheten waren stets falsche. Heute hat sich die Erzählung vom bevorstehenden Untergang von ihren religiösen Wurzeln gelöst, lebt aber in Varianten fort: Untergang durch Technik? Überbevölkerung? Liberalismus? Europa? Atomkraft? Klimawandel? Und so verharren wir, angesichts des nahenden Endes immer im Moment davor. Wir ersehnen und fürchten es zugleich.

In Dies Irae trifft Schauspiel auf ein Musiktheater in der Schwebe: Was wäre eine Musik, deren Ende naht und naht; das aber nicht kommt und nicht kommt? Der New Yorker Musiker Paul Wallfisch (u. a. The Swans) komponiert den endlosen Loop vor dem DOOMSDAY und lässt heftige Rocksounds auf feinen Elektro prallen. Es inszeniert der vielfach preisgekrönte Regisseur und designierte Volkstheaterdirektor Kay Voges.

Regie: Kay Voges
Komposition: Paul Wallfisch
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Mona Ulrich

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Theater

Der nackte Wahnsinn (Noises off)

Premiere: 31. Dezember 2019

Der Regisseur ist mit seinen Nerven am Ende. In nicht einmal 24 Stunden wird die Theaterpremiere der Komödie Nackte Tatsachen stattfinden, und die Schauspieler versagen. Oder haben sie sich gegen ihn verschworen? Gut, die Probenzeit war kurz für diesen Tür­auf­Tür­zu­Reigen aus Zufällen, Verwechslungen, Koinzidenzen, es geht um Steuerhinterziehung, Immobiliendeals, Quickies und Familienzusammenführung, kurz: ein Potpourri menschlicher Leidenschaften.
Die Generalprobe ist endlich holprig überstanden, doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel: Das Stück beginnt noch einmal, und diesmal sehen wir dem Ensemble von der Hinterbühne aus zu. Es ist Zeit vergangen, die Inszenierung weist einigen Verschleiß auf, die amourösen Verwicklungen fordern ihren Tribut, Spielverabredungen sind längst Verhandlungssache, doch auf magische Weise gibt es keine Toten, sondern den erlösenden Schlussvorhang. Und dann sehen wir das Stück ein drittes Mal – nimmt das denn nie ein Ende? Nein.
Das hört nicht auf. Michael Frayn benutzt in seiner berühmten Komödie das Spiel im Spiel und lässt uns durch diese (unendlich fortsetzbare) Entgrenzung über Wahrheit und Fiktion, Kunst und deren Produktion nachdenken und das Spiel und dessen kostbaren Freiheitsmoment feiern.

Die Inszenierung Der nackte Wahnsinn (Noises Off) ist eine Übernahme vom Residenztheater München.

Regie: Martin Kušej
Bühnenbild: Annette Murschetz
Kostüme: Heide Kastler
Dramaturgie: Angela Obst
Licht: Gerrit Jurda

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2 Theater

Die Edda

Mikael Torfason

Es sind die Fragen der Fragen, die sich die Menschheit seit Jahrtausenden stellt: Wo kommt eigentlich alles um uns herum her? Wie hängt alles miteinander zusammen? Warum ist die Welt, wie sie ist? Und welche Rolle spielen wir darin?
Heute geben die Wissenschaften auf vieles Antwort. Manche dieser Antworten muten dabei nicht weniger erstaunlich und unwahrscheinlich an als die alten Mythen, mit denen sich Menschen an unterschiedlichsten Enden der Welt immer schon Antworten zu geben versuchten. Eine der ältesten Mythensammlung dieser Art ist die auf altisländisch verfasste Edda, die verschiedene skandinavische Erzählungen miteinander vereint. In ihr lösen sich Götter­ und Heldengeschichten ab, werden grundlegende Wahrheiten in symbolischer Verhüllung formuliert.

In einer Zeit, in der viele Menschen nach Orientierung suchen und gleichzeitig den großen allgemeingültigen Erzählungen und Ideologien misstrauen, bekommen die alten Mythen eine ganz existentielle Bedeutung – in ihrer Heterogenität, ihrer tiefen Widersprüchlichkeit, ihrem derben Humor, ihrer Rätselhaftigkeit und doch erstaunlichen Anschaulichkeit. Verblüffend, wie sehr sich die alten Geschichten in den verschiedensten Kulturkreisen bis ins Detail hinein ähneln.

Die isländischen Theaterschaffenden Thorleifur Örn Arnarsson und Mikael Torfason haben in enger Zusammenarbeit mit dem Ensemble des Schauspiel Hannover den Stoff der Edda variantenreich überschrieben und bildgewaltig ins Heute überführt. Dafür hat Thorleifur Örn Arnarsson 2018 den Deutschen Theaterpreis Der Faust in der Sparte „Regie Schauspiel“ gewonnen. Nun machen sie sich mit dem Burgtheaterensemble daran, die Inszenierung für das Wiener Publikum weiterzuentwickeln – mit zahlreichen neuen Texten und Szenen.

Thorleifur Örn Arnarsson ist Schauspieldirektor an der Volksbühne in Berlin und führt in der Spielzeit 2019/20 am Burgtheater ebenfalls Regie bei Peer Gynt. Die Edda ist eine Produktion vom Schauspiel Hannover.

Regie: Thorleifur Örn Arnarsson
Bühnenbild: Wolfgang Menardi
Kostüme: Karen Briem
Musikalische Leitung: Gabriel Cazes

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Theater

Die Hermannsschlacht

Wir befinden uns in Germania magna, der Zone jenseits von Zivilisation: Hermann, der Fürst der Cherusker, mobilisiert mit treibender Kraft seine Nachbarländer zum Kampf gegen den römischen Feind. Dabei erweist er sich als brillanter Konfliktstratege und schreckt nicht davor zurück, seine Frau Thusnelda und seine eigenen Kinder in das komplexe Geflecht von kriegerischen Manövern und populistischer Verbreitung von Aggression zu verwickeln. Schließlich gelingt es ihm, seinen Gegner in die Düsternis des Teutoburger Walds zu locken, wo er diesen vernichtend schlägt.

Im Jahr 1809, inmitten von Kriegswirren und politischen Umwälzungen auf dem gesamten europäischen Kontinent, erfand Heinrich von Kleist ein unheimliches Kriegsepos, in dessen Zentrum ein Bühnenheld agiert, der die Hoffnungen an die Aufklärung und Werte der Menschenrechte schon wenige Jahre nach ihrer Erfindung mit nihilistischer Radikalität auslöscht.

Regisseur Martin Kušej stellt dieses schockierende und kontroverse Drama über eine menschliche Vernichtungsschlacht an den Beginn seiner Burgtheater-Direktion.

Regie: Martin Kušej
Bühne: Martin Zehetgruber
Kostüme: Alan Hranitelj
Musik: Bert Wrede
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Andreas Karlaganis

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Theater

Don Karlos

Friedrich Schiller

Spanien im 16. Jahrhundert. Die schönen Tage von Aranjuez hat es nie gegeben. Die Inquisition wütet. Zwar regiert Philipp II. mit harter Hand das Reich, in dem die Sonne niemals untergeht, doch seinen Sohn, Don Karlos, hat er nicht im Griff. Der Vater enthält ihm jegliche Liebe vor, heiratet zusätzlich die seinem Sohn versprochene Elisabeth von Valois und macht sie – um des Friedens willen – zur Königin ganz Spaniens. Und zur Stiefmutter des Sohnes. Don Karlos berät sich mit seinem Jugendfreund, dem Marquis von Posa, der in ihn dringt, für seine Interessen zu kämpfen und dazu die vergebliche Liebe nutzt. Es entspinnt sich eine Serie von Intrigen, die Friedrich Schiller in Don Karlos alle auserzählt. Dazu gehören – neben den Liebesverwirrungen – die Pläne und Strategien der Karrieristen der Macht, Herzog von Alba und Pater Domingo. Eine destruktive Mischung, in der ausgerechnet der Marquis von Posa eine zentrale Rolle spielt. Dessen Glaube an Freundschaft, seine freigeistige Aufrichtigkeit mit dem, was er für Wahrheit hält, bringt anfänglich noch Bewegung in die verkrusteten Machtverhältnisse, erweist sich jedoch bald als verräterisch. Jedem Vernunftideal wohnt ein Gewaltmoment inne.

Friedrich Schiller schrieb mit Unterbrechungen an diesem Vater­Sohn­Konflikt mit weltgeschichtlicher Auswirkung von 1783 bis 1787. Uraufgeführt zwei Jahre vor der großen Revolution, wechselte er dabei mehrfach die ästhetische Gestalt, vom bürgerlichen Trauerspiel zum Ideendrama. Gerade in der Figur des Posa rechnet Schiller mit der Aufklärung ab und zeigt, wie brüchig der Idealismus schon immer gewesen ist, wie gefährlich gerade hehre Ziele sind. Die folgenden Jahre werden seine Haltung nur bestärken. Don Karlos nimmt in seinem Werk eine Scharnierstellung ein: zwischen Sturm und Drang und der Weimarer Klassik. Es ist auch Nachricht aus einer Zeit, die noch keinen so schmalen Begriff von Politik hatte, dass sie ihr die Liebe nicht zurechnete.

Die Inszenierung Don Karlos ist eine Übernahme vom Residenztheater München.

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Theater

Faust

Johann Wolfgang Goethe

Weiter, immer weiter. Zu den Sternen, tief unter die Erde, durch alle Ozeane. Durch alle Leiber, alle Worte. Mehr, immer mehr. Mehr Geld, mehr Sex. Mehr Schmerz, mehr Lust, mehr Vergessen. Stillstand ist der Tod. Das sind wir. Und Faust ist einer von uns. Nachdem Generationen von Leser*innen in ihm den tatkräftigen Titan lobten, der die Fesseln von Glauben, Tradition und Natur abstreift und mit seinem Schicksal zugleich die Welt in die Hand nimmt, erkennen wir heute, dass Faust sich verirrt hat – und wir uns mit ihm.

In seinem pathogenen Hunger nach dem ultimativen Kick, seiner Sucht nach pausenloser Bewegung der Zeit und seiner Negation jeglicher Grenzen steht Faust paradigmatisch für die Hybris des Menschen, der sich im selbst entfesselten Ereignissturm zu verlieren droht. Der Pakt mit Mephisto ist Ausgangspunkt für die Flucht in die Zukunft, das Versprechen lautet Unsterblichkeit. Faust reist, nach Katastrophen dürstend und sie mit Heilsversprechen verwechselnd, zu den Endpunkten der Zivilisation, wo die Luft nach Blut schmeckt und das Auge friert. Das einzige Wesen, das ihn retten könnte, wird er zerstören. Und der Himmel bleibt stumm.

Die Inszenierung Faust ist eine Übernahme vom Residenztheater München.

Regie: Martin Kušej
Bühne: Aleksandar Denić
Kostüme: Heidi Hackl
Musik: Bert Wrede
Licht: Tobias Löffler
Dramaturgie: Angela Obst
Dramaturgische Mitarbeit: Albert Ostermaier

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Theater

Die Bakchen

Euripides

Dionysos, den seine Anhänger auch Bakchos nennen, ist nach Theben, in die Stadt seiner Herkunft, zurückgekehrt, um seine Anbetung zu erzwingen. Pentheus, der neue Herrscher Thebens, hat eine säkulare Ordnung geschaffen und erkennt die göttliche Abstammung des Dionysos als Sohn des Zeus nicht an. Große Teile der Bevölkerung unter Führung von Pentheus’ Mutter Agaue hat der Gott bereits in seinen Bann geschlagen, sie feiern als Bakchen in den nahegelegenen Bergen Orgien zu Ehren des neuen Gottes.
Die Bakchen ist ein Drama der Krise. Seine Uraufführung findet 406 v. Chr. nach fast dreißig Jahren Krieg mit Sparta kurz vor der Niederlage Athens statt. Es ist eine Zeit der Gegenaufklärung, der Intoleranz, der Ketzerverfolgung. Der griechischen Aufklärung, die das Denken des fünften vorchristlichen Jahrhunderts bestimmt hatte, wird der Prozess gemacht. Euripides hat sich aus Athen abgesetzt.

In Die Bakchen versucht Pentheus, der Erosion des öffentlichen Lebens mit polizeilichen und militärischen Mitteln Einhalt zu gebieten. Als er sich selbst in die Nähe der Bakchen begibt, wird er von diesen in Stücke gerissen. In verblendetem Triumph zieht Agaue, den Kopf ihres Sohnes in den Händen, nach Theben ein. Doch das grausame Erwachen bleibt ihr und der Stadt nicht erspart.

Das vermutlich letzte vollendete Drama des letzten der drei großen Autoren der griechischen Klassik, einer der Grundtexte des europäischen Theaters, eröffnet die neue Direktion am Burgtheater. In ihm steht für die Stadtgesellschaft und ihre Verfassung viel auf dem Spiel. Dionysos, der „kommende Gott“, dessen Rückkehr Euripides beschreibt, verspricht Gemeinschaft und Identität, Orientierung und Gefolgschaft – mithin die Befreiung von individueller Verantwortung und moralischen Fesseln und die Lizenz zu ungezügelter Gewaltausübung gegen seine Gegner. Die Bakchen sind eine grundlegende Studie über den Einbruch des Irrationalen in eine säkulare Gesellschaft und rühren mit der Wucht antiker Dramatik an eine der Grundfragen unserer Zeit.

Regisseur und Bühnenbildner Ulrich Rasche arbeitet zum ersten Mal am Burgtheater. Mit seinen monumentalen Bühnenmaschinen, dem konsequenten Einsatz von Musik und großen Chören, sowie der strengen Fokussierung seiner Inszenierungen auf die Sprache hat er sich in den letzten Jahren einen bedeutenden Namen gemacht.

Regie & Bühne: Ulrich Rasche
Kompostion und Musikalische Leitung: Nico van Wersch
Kostüme: Sara Schwartz
Mitarbeit Bühne: Sabine Mäder
Choreinstudierung: Toni Jessen
Choreinstudierung: Jürgen Lehmann
Licht: Friedrich Rom
Video: Sophie Lux
Dramaturgie: Sebastian Huber

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Theater

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Edward Albee

Auf einem Spiegel in einer Bar in Greenwich Village hatte er die Worte entdeckt: „Who’s Afraid of Virginia Woolf?“
Eigentlich sollte der Titel seines neuen Dramas The Exorcism heißen. Und um eben eine solche Austreibung ging es Edward Albee bei seiner legendären Afterparty von Martha, George, Nick und Honey, die seit der New Yorker Uraufführung im Jahr 1962 als „Klassiker“ gilt und als Schauspieler*innenfest.

Ohne Wissen ihres Ehemannes George hat Martha den neuen Biologieprofessor Nick und seine Frau Honey nach einem offiziellen Empfang der Universität in ihr Haus eingeladen. George ist Geschichtsdozent und kennt die Gesellschaftsspiele seiner Ehefrau Martha nur zu gut. Als Tochter des Rektors besitzt sie Macht und Einfluss und liebt es, mit den Gefühlen anderer zu spielen. Doch an diesem Abend ist alles anders und das Spiel eskaliert.

Edward Albees Interesse gilt den Schaukämpfen der modernen Gefühlswelt, deren Verletzungen sich tief in die Seelen und Herzen seiner Protagonisten wühlen, bis ins Mark. Die Inszenierung Wer hat Angst vor Virginia Woolf? ist eine Übernahme vom Residenztheater München.

Regie: Martin Kušej
Bühne und Kostüme: Jessica Rockstroh
Licht: Tobias Löffler
Dramaturgie: Andrea Koschwitz

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Theater

The Party

Sally Potter

The Party ist eine Tragikomödie der britischen Autorin und Filmemacherin Sally Potter. Potter entwickelte zunächst das gleichnamige Drehbuch, das sie 2017 in nur zwei Wochen verfilmte.

Danach adaptierte sie den Text für die Bühne, den die Autorin wie folgt eröffnet: Alle Szenen spielen in einem Londoner Haus, das komfortabel, aber nicht vermögend wirkt; es sieht bewohnt, aber nicht besonders gepflegt aus. Hier wohnen offenkundig kulturell und politisch aktive Menschen, belesen und mit eklektischem Musikgeschmack. Die Haustür führt in eine Diele mit Türen in drei Räume: Küche, Bad und Wohnzimmer, aus dem Terrassentüren in einen kleinen hinteren Garten führen. Jegliches Bühnenbild muss nur eines leisten: Das Publikum muss gleichzeitig ablaufende Szenen in allen Räumen sehen können. Grundriss und Ausgestaltung des Hauses bleiben Einfallsreichtum und Interpretation überlassen. So weit, so Sally Potter.

Wir sind zu Gast bei einer anfänglich noch harmlos­ausgelassenen Party im linksliberalen Freundeskreis einer englischen Politikerin – nebst Gatten – in London. Gefeiert wird der politische Erfolg der Hauptfigur, Janet. Sie wurde zur Gesundheitsministerin eines Schattenkabinetts gewählt. Die Party gerät jedoch komplett aus den Fugen, als durch plötzliche, sich überschlagende Geständnisse die bürgerlich­intellektuellen Existenzen der Partygäste in Frage gestellt und politisch, ob wir es glauben oder neu diskutiert werden. In rasendem Tempo werden die drängenden Diskurse am Anfang des 21. Jahrhunderts durchdekliniert, von der Krise des Gesundheitswesens, der Demokratie und der Banken über den Stand des Feminismus bis hin zum Verlust verlässlicher Beziehungen. Im Durchlauferhitzer der Partydynamik werden die Gäste – vernunftgesteuerte Intellektuelle – zum Äußersten getrieben. The Party, im Englischen Party und Partei, verhandelt politische Haltungen und deren Korrumpier­ und Haltbarkeit mit viel Witz und Situationskomik.

Anne Lenk wird mit The Party nach Arbeiten in Berlin, Hamburg, Bochum, München und Nürnberg ihre erste Inszenierung am Burgtheater zeigen.

Mit freundlicher Unterstützung von Juwelier Wagner.

Regie: Anne Lenk
Bühne: Bettina Meyer
Kostüme: Sibylle Wallum
Musik: Camille Jamall
Licht: Norbert Joachim
Licht: Michael Hofer
Dramaturgie: Sabrina Zwach

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Theater

Die Wand

Marlen Haushofer

Die Wand ist so sehr Teil meines Lebens geworden, dass ich oft tagelang nicht an sie denke, sie geht mich in Wahrheit nichts an.“ Eine Frau wacht eines Morgens in einer Jagdhütte auf und findet sich eingeschlossen von einer unsichtbaren Wand, hinter der kein Leben mehr existiert. Was ihr bleibt, sind ein Hund, eine Katze, eine Kuh, die Berge, eine Alm.

Szenische Einrichtung: Christian Nickel
Licht: Marcus Loran
mit Dorothee Hartinger

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Theater

Medea

Simon Stone nach Euripides

Inspiriert von der wahren Geschichte einer amerikanischen Ärztin, rückt Simon Stone in seiner Fassung die existenziellen Fragen von Euripides’ Tragödie in den Kontext der zeitgenössischen Realität.

Regie: Simon Stone
Bühne Bob Cousins
Kostüme An D'Huys
Kostüme Fauve Ryckebusch
Musik: Stefan Gregory
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Klaus Missbach

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Theater

Mephisto

nach dem Roman von Klaus Mann

Ich bin doch nur ein ganz gewöhnlicher Schauspieler.

Aus einer Demokratie wird eine Diktatur. Jeder muss für sich entscheiden, ob er mitmacht oder gegen den Strom schwimmt. Auch der Schauspieler Hendrik Höfgen befindet sich in diesem Dilemma, will es aber nicht wahrhaben. „Eingesperrt in seinen Ehrgeiz“ träumt er nur von seinem künftigen Ruhm, der gerade zu erblühen begonnen hat. Sein Talent ist unbestritten und begeistert auch die neuen Machthaber, die sich gerne mit Künstlerinnen und Künstlern umgeben. Doch viele erkennen die Zeichen der Zeit und gehen ins Ausland, ins Exil. Auch Hendrik steht für einen Moment vor dieser Entscheidung: Gehen oder Bleiben. Doch als armer Flüchtling im Ausland leben? Da muss er nicht lange überlegen. Er verrät seine Frau, seine Wegbegleiter, seine Freunde und gibt sich ganz hin: dem Rausch der Prominenz, des Geldes und dem Gefühl, endlich ganz oben zu sein. Und wird so zum „Affen der Macht, zum Clown zur Zerstreuung der Mörder“.

Klaus Mann hat diesen „Roman einer Karriere“ – weniger Schlüsselroman, auf den er oft perspektivisch verkürzt wird, denn scharfe und zeitlose literarische Analyse des politischen Feiglings – 1936 im Zorn (und im Amsterdamer Exil) geschrieben: Erbittert musste er registrieren, wie grassierend ein haltloser Opportunismus um sich griff. Auch und gerade Kunstschaffende machten da keine Ausnahme. Wie Hendrik (und dessen reales Vorbild Gustaf Gründgens) redeten sich viele von ihnen die Lage schön – wenn es dem eigenen Vorteil diente. Mann formuliert in Mephisto den Versuch, etwas über jene zu erzählen, denen ihre Karriere wichtiger ist als ihr Gewissen und stellt damit auch heute gültige Fragen nach künstlerischer Selbstverwirklichung und persönlicher Integrität.

Regie: Bastian Kraft
Bühne: Peter Baur
Kostüme: Annabelle Witt
Dramaturgie: Hans Mrak

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Burgtheater

Das Burgtheater ist als österreichisches Nationaltheater die wichtigste Schauspielbühne des Landes und das größte Sprechtheater Europas, das Tradition, Vielfalt und Fortgang verbindet.
Nach der Comédie-Française ist das Wiener Burgtheater eines der ältesten Sprechtheater Europas. Heute zählt das ehemalige „K. K. Hoftheater nächst der Burg“ mit seinen drei dazugehörenden Spielstätten Akademietheater, Kasino und Vestibül und einem festen Ensemble zu den größten Sprechbühnen Europas und spielt in der deutschsprachigen Theaterlandschaft eine wesentliche Rolle.

Mehr als 400.000 Besucher kommen von September bis Juni in rund 800 Vorstellungen ins Burgtheater, Akademietheater, Kasino und Vestibül. Damit ist das Burgtheater das in Kontinentaleuropa best-besuchte Sprechtheater – mit stetig steigenden Ticketeinnahmen.

Das Burgtheater, 1874-1888 an der Wiener Ringstrasse erbaut, ist die namensgebende und größte der vier Spielstätten und als historisches Gebäude eine bedeutende Touristenattraktion in der Stadt.
Burgtheater | Kassenhalle
Universitätsring 2, 1010 Wien
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Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9-17 Uhr | Sa, So, Feiertag: geschlossen
Von 1. Juli bis 15. August: Mo-Fr 10-14 Uhr, Do 10-17 Uhr

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Aufführungen / Oper Volksoper Wien Wien, Währingerstraße 78
Aufführungen / Oper Theater an der Wien
Das Opernhaus
Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9
Aufführungen / Theater Kosmos Theater Wien Wien, Siebensterngasse 42
Aufführungen / Theater Gloria Theater Wien Wien, Prager Straße 9
Aufführungen / Theater KosmosTheater Wien, Siebensterngasse 42
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Wien Wien, Porzellangasse 19
Aufführungen / Theater Odeon Wien, Taborstraße 10
Aufführungen / Theater TAG Theater an der Gumpendorfer Straße Wien, Gumpendorfer Straße 67
Aufführungen / Theater Theater-Center-Forum Wien, Porzellangasse 50
Aufführungen / Oper sirene Operntheater Wien, Währinger Strasse 15/2/9

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