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Burgtheater

Das Burgtheater ist als österreichisches Nationaltheater die wichtigste Schauspielbühne des Landes und das größte Sprechtheater Europas, das Tradition, Vielfalt und Fortgang verbindet.
Nach der Comédie-Française ist das Wiener Burgtheater eines der ältesten Sprechtheater Europas. Heute zählt das ehemalige „K. K. Hoftheater nächst der Burg“ mit seinen drei dazugehörenden Spielstätten Akademietheater, Kasino und Vestibül und einem festen Ensemble zu den größten Sprechbühnen Europas und spielt in der deutschsprachigen Theaterlandschaft eine wesentliche Rolle.

Mehr als 400.000 Besucher kommen von September bis Juni in rund 800 Vorstellungen ins Burgtheater, Akademietheater, Kasino und Vestibül. Damit ist das Burgtheater das in Kontinentaleuropa best-besuchte Sprechtheater – mit stetig steigenden Ticketeinnahmen.

Das Burgtheater, 1874-1888 an der Wiener Ringstrasse erbaut, ist die namensgebende und größte der vier Spielstätten und als historisches Gebäude eine bedeutende Touristenattraktion in der Stadt.

Kontakt

Burgtheater
Universitätsring 2
A-1010 Wien

Telefon: +43 (0)1 51444-4140
Fax: +43 (0)1 51444-4143
E-Mail: info@burgtheater.at

 

Burgtheater | Kassenhalle
Universitätsring 2, 1010 Wien
+43 (0)1 51444-4140 | Fax: +43 (0)1 51444-4143

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9-17 Uhr | Sa, So, Feiertag: geschlossen
Von 1. Juli bis 15. August: Mo-Fr 10-14 Uhr, Do 10-17 Uhr
Theater

Mephisto

nach dem Roman von Klaus Mann

Premiere: 29. September 2018, Burgtheater

Ich bin doch nur ein ganz gewöhnlicher Schauspieler.

Aus einer Demokratie wird eine Diktatur. Jeder muss für sich entscheiden, ob er mitmacht oder gegen den Strom schwimmt. Auch der Schauspieler Hendrik Höfgen befindet sich in diesem Dilemma, will es aber nicht wahrhaben. „Eingesperrt in seinen Ehrgeiz“ träumt er nur von seinem künftigen Ruhm, der gerade zu erblühen begonnen hat. Sein Talent ist unbestritten und begeistert auch die neuen Machthaber, die sich gerne mit Künstlerinnen und Künstlern umgeben. Doch viele erkennen die Zeichen der Zeit und gehen ins Ausland, ins Exil. Auch Hendrik steht für einen Moment vor dieser Entscheidung: Gehen oder Bleiben. Doch als armer Flüchtling im Ausland leben? Da muss er nicht lange überlegen. Er verrät seine Frau, seine Wegbegleiter, seine Freunde und gibt sich ganz hin: dem Rausch der Prominenz, des Geldes und dem Gefühl, endlich ganz oben zu sein. Und wird so zum „Affen der Macht, zum Clown zur Zerstreuung der Mörder“.

Klaus Mann hat diesen „Roman einer Karriere“ – weniger Schlüsselroman, auf den er oft perspektivisch verkürzt wird, denn scharfe und zeitlose literarische Analyse des politischen Feiglings – 1936 im Zorn (und im Amsterdamer Exil) geschrieben: Erbittert musste er registrieren, wie grassierend ein haltloser Opportunismus um sich griff. Auch und gerade Kunstschaffende machten da keine Ausnahme. Wie Hendrik (und dessen reales Vorbild Gustaf Gründgens) redeten sich viele von ihnen die Lage schön – wenn es dem eigenen Vorteil diente. Mann formuliert in Mephisto den Versuch, etwas über jene zu erzählen, denen ihre Karriere wichtiger ist als ihr Gewissen und stellt damit auch heute gültige Fragen nach künstlerischer Selbstverwirklichung und persönlicher Integrität.

Regie: Bastian Kraft
Bühne: Peter Baur
Kostüme: Annabelle Witt
Dramaturgie: Hans Mrak
Theater

Glaube Liebe Hoffnung

Ödön von Horváth

Premiere: 29. September 2018, Burgtheater

1932. Im Zuge der Weltwirtschafskrise erstarken populistische Bewegungen und schließlich der Nationalsozialismus in Mitteleuropa. Viele Menschen sind noch immer arbeitslos. Auch Elisabeth, eine junge Frau. Sie hat kein Geld, keine Arbeit, keinen Mann. Aber sie hat gehört, dass man im Anatomischen Institut die eigene Leiche verkaufen könne, für die Wissenschaft, wenn man gestorben ist. Das Geld dafür bekomme man aber im Voraus – ein Irrtum, wie sich herausstellt. Man weist Elisabeth auf die gesetzlichen Bestimmungen hin, nach denen der Staat keine „lebendigen“ Toten kaufe. Vor dem Institut lernt sie einen Präparator kennen, der ihr Geld für einen Gewerbeschein leiht, mit dem die junge Frau aber erst mal eine noch fällige Strafe bezahlt. Der Präparator zeigt sie an, wegen Betrug, Elisabeth kommt für zwei Wochen ins Gefängnis. Nach ihrer Entlassung lernt sie den Polizisten Alfons Klostermeyer kennen. Er verspricht ihr die Ehe. Bei einer Razzia der Polizei, die Elisabeth in Verdacht hat, als Prostituierte zu arbeiten, erfährt Alfons von ihrer Vorstrafe. Um seine Karriere nicht zu gefährden, verlässt er seine Braut. In ihrer Not geht Elisabeth ins Wasser.

Michael Thalheimer inszeniert weltweit Schauspiel und Oper, in Wien zuletzt Die Perser von Aischylos und Elfriede Jelineks Die Schutzbefohlenen. Nun wird er Horváths Totentanz in brüchigen und gefährlichen Zeiten auf die Burg-Bühne bringen.

Ödön von Horváth, 1901 in Österreich-Ungarn geboren, hatte die ungarische Staatsbürgerschaft. Seine Muttersprache war Deutsch. Er lebte in Belgrad, Budapest, Bratislava, München und Wien. 1938 wurde er auf den Champs-Élysées während eines Gewitters von einem herabstürzenden Ast erschlagen.

Regie: Michael Thalheimer
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Katrin Lea Tag
Dramaturgie: Klaus Missbach
unter Mitarbeit von Lukas Kristl
Theater

Eines langen Tages Reise in die Nacht

Eugene O’Neill

Ein heißer Tag im Jahr 1912 an der Küste Neuenglands. Im Sommerhaus von James Tyrone, einst ein erfolgreicher Schauspieler, jetzt ein verbitterter Grundstücksspekulant, wird geliebt, gehasst und vor allem verzweifelt gestritten. Der ältere Sohn Jamie ist ein arbeitsunfähiger Trinker und Zyniker, der jüngere, Edmund, leidet an Tuberkulose, die Mutter, Mary Tyrone, hilft sich seit Jahren mit Morphium durchs Leben. Ein Krankheitsschub Edmunds und der Rückfall der Mutter konfrontieren die Familie mit der unerbittlichen Ausweglosigkeit ihrer Existenz. Während der Alkohol fließt, wird die Wahrheit über das Leben, die verpassten Chancen der Jugend und die gegenseitigen Abhängigkeiten in der Familie erbarmungslos ans Licht gezerrt. Mary Tyrone träumt am Ende des Tages mit glänzenden Augen von einem harmonischen Dasein in vollkommenen Frieden, während ihr Mann und die beiden Söhne volltrunken der Nacht entgegendämmern. Nur Edmund findet am Ende den Weg aus dem Teufelskreis der gegenseitigen Schuldzuweisungen.

Das aus dem Nachlass stammende Seelendrama sollte wegen der vielen autobiographischen Züge erst 25 Jahre nach Eugen O’Neills Tod aufgeführt werden. Auch O’Neills Vater war, wie James Tyrone im Stück, ein berühmter Schauspieler, seine Mutter morphiumabhängig. Eugene O’Neill hat sich aus dem Sumpf der Familie gezogen. Dem großen amerikanischen Dramatiker wurde 1936 der Nobelpreis für Literatur verliehen.

Regie: Andrea Breth
Bühne: Martin Zehetgruber
Dramaturgie: Klaus Missbach

Diese Premiere findet in Partnerschaft mit voestalpine AG statt.
Theater

Radetzkymarsch

nach dem Roman von Joseph Roth

Der Infanterieleutnant Joseph Trotta wird geadelt, nachdem er Kaiser Franz Joseph I. in der Schlacht bei Solferino das Leben gerettet hat. So beginnt eine glorreiche Phase in der Geschichte der einstmals bäuerlichen Trottas, in einer letzten Blütezeit der Habsburger. Beim Enkel Carl Joseph von Trotta, der Hauptfigur von Roths epischem Meisterwerk, zeigen sich schon deutliche Spuren des Verfalls und der Auflösung, die mit dem Kollaps einer zuvor nahezu unvergänglich scheinenden Ordnung korrespondieren. „Die Welt von Gestern“ ist nicht mehr. Roths literarisches Requiem, dessen von der äußersten, galizischen Grenze des Reiches nach Wien übersiedelter und 1939 im Pariser Exil in tiefster Verzweiflung gestorbener Autor den Zerfall Österreich-Ungarns als eine Art Lebensschock nie verwinden konnte, zeigt ein Panorama von Figuren, die sämtlich zu wissen scheinen, dass ihr Kosmos dem Untergang geweiht ist. Aufgrund dieser Erfahrung wird ihr Leben von einer unaussprechlichen, inneren Trauer bestimmt. Im Aufstieg und Verfall einer Familie spiegeln sich die letzten Dekaden der Donaumonarchie, für deren auch europäischen Geist Roth Worte wie kein anderer fand – eine Utopie, die er bis an sein Lebensende leidenschaftlich verteidigte.

Der gefeierte niederländische Regisseur und Theaterleiter Johan Simons, der gemeinsam mit Koen Tachelet schon Hiob und Hotel Savoy erfolgreich dramatisiert hat, adaptiert nun mit seiner ersten Arbeit für das Burgtheater Joseph Roths Jahrhundertroman für die Bühne.

Regie: Johan Simons
Bühne: Katrin Brack
Kostüme: Greta Goiris
Musik: Warre Simons
Sounddesign: Jeske de Blauw
Licht: Norbert Joachim
Dramaturgie: Koen Tachelet
Mitarbeit Dramaturgie: Rita Czapka, Florian Hirsch
Theater

Antigone

Sophokles

„Das ist kein Staat, dem wenige befehlen.“

Die Söhne des Oedipus, Eteokles und Polyneikes, sind tot, gefallen im Krieg um Theben. Während der neue alte Herrscher Kreon Eteokles bestatten lässt, verweigert er Polyneikes, den er als Staatsfeind betrachtet, ein Begräbnis. Dessen Schwester Antigone rebelliert gegen dieses Bestattungsverbot: Geschwisterliebe und Staatsraison stehen einander unversöhnlich gegenüber. Obwohl Haimon, Antigones Verlobter und Kreons Sohn, um ihre Freilassung bittet, lässt der König Antigone lebendig in einem Felsen einmauern. Doch die Totengötter rächen sich: Wie vom blinden Seher Teiresias prophezeit, nimmt das Unheil seinen Lauf.

Antigone wurde vermutlich 442 v. Chr. uraufgeführt und zählt – wie König Oedipus und Oedipus auf Kolonos – zur Thebanischen Trilogie. Sophokles behandelt darin ein brennend aktuelles Thema: die Revolte gegen die Staatsgewalt und die ratio, welche in ihrer Unbedingtheit den eigenen Untergang in Kauf nimmt – und die Überzeugung, dass unser Dasein nur insofern etwas wert ist, als wir fähig sind, es zu opfern.

Jette Steckel, die bisher unter anderem am Thalia Theater Hamburg und am Deutschen Theater Berlin gearbeitet hat, inszeniert erstmals am Burgtheater.

Regie: Jette Steckel
Bühne: Florian Lösche
Kostüme: Pauline Hüners
Musik: Anja Plaschg, Anton Spielmann
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Florian Hirsch
Theater

Pension Schöller

Carl Laufs, Wilhelm Jacoby

„Ich habe schon seit langem einen sehnlichen Wunsch. Da habe ich nämlich vor einiger Zeit einen außerordentlich fesselnden Artikel über Heilanstalten für Geisteskranke gelesen, und da ist natürlich sofort in mir der Gedanke rege geworden, einmal eine solche Anstalt zu besuchen.“ – Dieser Wunsch des Rentiers Klapproth, der sein beschauliches Landgut in der Provinz verlassen hat, um in der Großstadt das Abenteuer zu suchen und damit zu Hause am Stammtisch zu prahlen, löst eine Kette von aberwitzigen Ver(w)irrungen aus: Denn sein Neffe setzt ihm – als Gegengeschäft für eine großzügige Geldspritze – kurzerhand eine respektable Familienpension als Irrenhaus und deren ein wenig exzentrische Gäste als dessen Insassen vor.

Ein Mann verbringt einen Abend unter „normalen“ Menschen, wähnt sich aber aufgrund falscher, von ihm selbst provozierter Ankündigungen in einer psychiatrischen Anstalt: Pension Schöller variiert mit dem „Bürger in Nöten“, ein Lieblingsthema des Genres Schwank, das in den letzten Jahrzehnten des 19. und den ersten des 20. Jahrhunderts blühte, und dessen populärste Vertreter neben Arnold und Bach und den Brüdern Schönthan das Duo Laufs/Jacoby waren. Pension Schöller ist ihr bekanntestes Stück, es wurde am 7. Oktober 1890 am Berliner Wallner-Theater uraufgeführt, vielfach bearbeitet und mehrfach erfolgreich verfilmt – ein echter Schwank-Klassiker, zum ersten Mal am Burgtheater.

Regie: Andreas Kriegenburg
Bühne: Harald B. Thor
Kostüme: Andrea Schraad
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Hans Mrak
Ballett

Tchaikovsky. PRO et CONTRA

Ein Ballett von Boris Eifman

Nach erfolgreichen Aufführungen des Balletts Rodin im Burgtheater 2016 ist das Eifman Ballett wieder zu Gast in Wien: Boris Eifman gilt als einer der profiliertesten russischen Choreographen der Gegenwart. Er bekennt sich zu einem leidenschaftlichen „Ballett-Theater“, bei dem dramatischer Ausdruckswille die Grundlage des Tanzens ist. Eifman bleibt dabei dem klassischen Tanz verpflichtet, verfolgt aber mit seinen Choreographien das Ziel, „den Menschen nicht nur eine Augenweide zu präsentieren, sondern vielmehr ihre Empfindungen und Gefühle anzusprechen, um ein gemeinsames lebendiges Ritual zu initiieren“. Tchaikovsky PRO et CONTRA wurde im Jahre 2016 in St. Petersburg uraufgeführt. In seiner Choreographie versucht Boris Eifman dem Seelenleben und inneren Konflikten des berühmten Komponisten näherzukommen. Einflüsse aus den bekannten Werken wie Schwanensee und Der Nussknacker ergänzen den irisierenden Tanz von Tchaikovskys Gefühlswelt.
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Musical Raimund Theater Wien Wien, Wallgasse 18-20
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9
Aufführungen Gloria Theater Wien Wien, Prager Straße 9
Aufführungen / Konzert Salzburger Konzertgesellschaft Salzburg, Bucklreuthstraße 3A
Do, 28.6.2018, 20:15 Uhr
Aufführungen / Konzert Salzburger Konzertgesellschaft Salzburg, Bucklreuthstraße 3A
Fr, 29.6.2018, 20:15 Uhr
Aufführungen / Konzert Salzburger Konzertgesellschaft Salzburg, Bucklreuthstraße 3A
Sa, 30.6.2018, 20:15 Uhr
Aufführungen / Oper Theater an der Wien Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Film Charles Chaplin. Das Gesamtwerk Wien, Augustinerstraße 1
Aufführungen / Aufführung KosmosTheater Wien, Siebensterngasse 42
Aufführungen / Tanz PASIONAL TANGO CLUB VIENNA wien, Gärtnergasse 15
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Wien Wien, Porzellangasse 19
Aufführungen / Theater DSCHUNGEL WIEN Theaterhaus für junges Publikum Wien, Museumsplatz 1
im MuseumsQuartier
Aufführungen / Theater Odeon Wien, Taborstraße 10
Aufführungen / Konzert Musik am 12ten - Freundeskreis der evangelischen Kirchenmusik Wien, Severin-Schreiber-Gasse 3
Amt für Evangelische Kirchenmusik Matthias Krampe
Aufführungen / Theater TAG Wien, Gumpendorfer Straße 67
Theater an der Gumpendorfer Straße
Aufführungen / Theater brut Wien, Karlsplatz 5
Koproduktionshaus Wien GmbH
Aufführungen / Konzert Konzerte in der Karlskirche Wien Salzburg, Innsbrucker Bundesstraße 47/9
Vivaldi Vier Jahreszeiten Mozart Requiem
Aufführungen / Aufführung Theater-Center-Forum Wien, Porzellangasse 50
Aufführungen / Oper sirene Operntheater Wien, Währinger Strasse 15/2/9
Aufführungen / Kammermusik Pandolfis Consort Wien Wien, 1010
Ensemble mit Liebe zu alter Musik
Aufführungen / Kammermusik Pandolfis Consort Vienna Vienna, 1010