BURGTHEATER WIEN

Spielzeit 2011/12

Fool of Love

Shakespeare-Sonette mit Musik von Karsten Riedel und Franui

Premiere: 15. Februar 2012, Burgtheater

Ein Dichter betet einen schönen Jüngling an. Er kann ihn nicht besitzen. Paradoxerweise fordert er ihn auf, zu heiraten, zu zeugen, seine Schönheit zu verewigen. Der Jüngling will nicht. Ist es tatsächlich ein Jüngling oder eine Frau? Sind die Gedichte Auftragswerke oder intime Botschaften? Und wer ist der Autor? Nun tritt wirklich eine Frau an des Jünglings Stelle, die „Dark Lady“, niederträchtig und gemein. Der Ton verändert sich. Des Dichters Liebe wird zum Fieber. In den 90ern des sechzehnten Jahrhunderts schreibt Shakespeare – oder jedenfalls der Autor seiner Werke – 153 ganze und ein unvollendetes Sonett. Über zehn Jahre danach erscheinen sie, als Raubdruck. Der Shakespeare-Code: ein Autor, über den wir nichts wissen, und der alles über uns weiß. Wer sich in sein Labyrinth begibt, riskiert, sich selber zu begegnen. Musik und Imagination sind der rote Faden, mit dem Matthias Hartmann und der Komponist, Karsten Riedel, sich hinein trauen.

Die Sonette Shakespeares sind eine verborgene Schatzkammer in einem Labyrinth. Unentschlüsselbar, geheimnisvoll. Ein Sturm der Leidenschaft und der Verzweiflung. Sprache wie Musik, Gedanken wie Gesang der Sphären.

Ort:

Burgtheater

Termine:

Mi, 15.2.2012, 19:30 | Premiere |
Mo, 27.2.2012, 19:30 |
Do, 15.3.2012, 19:30 |
Mi, 21.3.2012, 19:30 |

Es ist immer jetzt

Chansons und mehr. Mit Michael Heltau und den Wiener Theatermusikern

Premiere: 03. März 2012, Burgtheater

Mit seinem 33. (!) Soloprogramm seit 1975 will Michael Heltau nichts weniger als eine Hommage an die „große Show“ – ein „Format“, in dem von Weill und Brecht über Benatzky und Lehár bis zu Brel und Aznavour alles Platz hat.
Genregrenzen werden überflüssig, wenn sich Operette, Chanson und Volkslied, Bonmot und Gedicht zu einem Kaleidoskop des prallen Menschenlebens zusammenfinden. Und wer hätte mehr Format für dieses „Format“ als der „Bühnenmensch“ Michael Heltau? Er macht aus Wiener Liedern Philosophie, aus jedem Chanson ein Kammerspiel und aus der Operette Lebensweisheit – und für all das zusammen braucht’s die wirklich große Show …

Buch und Gestaltung: Loek Huisman
Arrangements und musikalische Einstudierung: Tscho Theissing

Ort:

Burgtheater

Termine:

Sa, 3.3.2012, 19:30 | Premiere |
Fr, 30.3.2012, 19:30 |

Endstation Sehnsucht

Tennessee Williams

Der virile Stanley fürchtet bald um seine Ehe und sein Zuhause, das seit Blanches Ankunft erheblichen Erschütterungen ausgesetzt ist. Mit roher Gewalt macht er sich daran, die Illusionswelt seiner Schwägerin Stück für Stück zu zerstören. Tennessee Williams’ kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenes Drama erzählt – stark beeinflusst durch die Lehren Sigmund Freuds – vom Übergang der de facto aristokratischen Kultur der alten Südstaaten zum neuen, von den Einwanderern des Nordens geprägten industriellen Amerika. Vor der latent exotischen Kulisse des French Quarters prallen in diesem „Triebwagen“ des Begehrens buchstäblich Welten aufeinander.

Regie: Dieter Giesing
Bühne: Karl-Ernst Herrmann
Kostüme: Fred Fenner
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Klaus Missbach

Ort:

Burgtheater

Termine:

Sa, 4.2.2012, 19:30 |
Mo, 6.2.2012, 19:30 |
So, 12.2.2012, 19:00 |
Mo, 13.2.2012, 19:30 |
Fr, 24.2.2012, 19:30 |
Mi, 7.3.2012, 19:30 |
Fr, 9.3.2012, 19:30 |
Mi, 14.3.2012, 20:00 |
Fr, 16.3.2012, 19:30 |
Mo, 26.3.2012, 19:30 |

Faust - Der Tragödie erster Teil

Johann Wolfgang von Goethe

Der Universitätsprofessor Heinrich Faust ist verzweifelt. Nichts befriedigt seine ausufernde Sehnsucht nach höherem Dasein und bahnbrechenden Taten. Das Leiden an den Beschränkungen seiner Existenz treibt ihn bis kurz vor den Selbstmord. Da besucht ihn das Teufelswesen Mephistopheles und bietet ihm einen Pakt an: Er stattet Faust mit übermenschlichen Fähigkeiten aus. Dafür fällt ihm Fausts Seele zu, wenn dieser ans Ziel seines Strebens gelangt und sich für einen Moment mit der Gegenwart aussöhnt. Mit Mephisto beginnt Faust eine Reise durch die Welt, die ihn zu Gretchen führt. Im Rausch seiner Allmacht, mit entfesselter Begierde und blind durch ständiges Idealisieren verschuldet Faust eine fatale Kette von Ereignissen: Er schwängert das unschuldige Bürgermädchen und lässt es danach im Stich. Gretchens Mutter, ihr Bruder und das neugeborene Kind lassen dabei ihr Leben, und sie selbst wird zum Tod verurteilt. Als Faust sie aus dem Kerker retten möchte, ist es schon zu spät. Gretchen hat sich entschieden, für ihren Teil der Schuld zu büßen.

Matthias Hartmann inszeniert beide Teile von Goethes monumentalem Faust-Drama. Zwei verschiedene ästhetische Annäherungen entsprechen dabei den völlig unterschiedlichen Eigenschaften des ersten und des zweiten Teils.

Regie: Matthias Hartmann
Bühne: Volker Hintermeier
Kostüme: Johanna Lakner
Musik: Arno Waschk
Chorleitung: Hannes Marek
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Plinio Bachmann, Barbara Sommer

Ort:

Burgtheater

Termin:

Mi, 28.3.2012, 19:30 |
Hörbeispiel:

Struwwelpeter

Phelim McDermott, Julian Crouch, Martyn Jacques

Birgit Minichmayr singt und rockt den Struwwelpeter. Mitte des 19. Jahrhunderts erzählte ein Psychiater namens Heinrich Hoffmann in seinem berühmten Kinderbuch drastisch, was mit missratenen Kindern geschieht, die ihre Haare nicht kämmen, ihre Suppe nicht essen, ständig Daumen lutschen oder am Tisch kippeln.

Die englischen Künstler McDermott, Crouch und Jacques haben daraus eine Horror-Music-Show gemacht, über schwer erziehbare Kinder und Eltern am Rande des Nervenzusammenbruchs. Mit Live-Band, Videos und der hinreißenden Birgit Minichmayr hat Stefan Pucher ein Konzert inszeniert, das mit den Schrecknissen, Grausamkeiten, Träumen und Gelüsten der Kindheit spielt und vor allem erahnen lässt, wie gefährlich es ist, ein Kind zu sein.

Regie: Stefan Pucher
Musikalische Leitung: Lieven Brunckhorst
Bühnenbild: Stéphane Laimé
Kostüme: Marysol del Castillo
Video: Meika Dresenkamp
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Klaus Missbach

Ort:

Burgtheater

Termine:

Sa, 24.3.2012, 19:30 |
So, 25.3.2012, 19:00 |

Der Parasit

Friedrich Schiller

nach Louis-Benoît Picard

„Das Gespinst der Lüge umstrickt den Besten, der Redliche kann nicht durchdringen, die kriechende Mittelmäßigkeit kommt weiter als das geflügelte Talent, der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne."

Mit dem Aufstieg des cleveren Taugenichts und höchst anpassungsfähigen Hochstaplers Selicour, der einzig von den Früchten anderer Leute Arbeit lebt und den Balanceakt auf des Karrieremessers Schneide mit meisterhafter Flexibilität beherrscht, mischt sich in das Leben der fassungslosen Beobachter eine Prise Untergang: La Roche verliert durch Selicours Ränkespiel seine Arbeitsstelle, Karl Firmin seine angebetete Charlotte und Karls Vater die ihm zustehende Anerkennung beim neuen Minister Narbonne. Nur eine noch gerissenere Intrige seiner geschädigten Widersacher könnte diesen Parasiten entlarven. Schillers Stück ist an die französische Komödie „Médiocre et rampant ou Le moyen de parvenir“ angelehnt, denn ursprünglich sollte er das 1791 entstandene Werk des französischen Schauspielers und Theaterdirektors Louis Benoît Picard nur für eine Aufführung an der Weimarer Hofbühne übersetzen. Doch aus der Gelegenheitsarbeit wurde eine ernsthafte Bearbeitung mit evidenten Veränderungen. Schiller übertrug die Komödie von der französischen Verssprache in deutsche Prosa, kürzte und erweiterte den Text und verzichtete daher bei seiner Veröffentlichung auf die Nennung von Picard, so dass „Der Parasit“ heute als ein Werk Friedrich Schillers gilt.
Sicher ist: Die skrupellose Gier und das Streben eines einzelnen Mannes nach sozialem Aufstieg, Reichtum und Macht mit höchst zweifelhaften, kriminellen Methoden, heute bekannt als Mobbing, Korruption und Veruntreuung, hat nichts an Aktualität eingebüßt.

Regie: Matthias Hartmann
Bühne und Kostüme: Johannes Schütz
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Amely Joana Haag

Ort:

Burgtheater

Termin:

Do, 8.3.2012, 20:00 |

Eine Mittsommernachts-Sex-Komödie

Woody Allen

Drei Paare verbringen ein Wochenende auf dem Lande: Andrew, ein Anlageberater und Hobbyerfinder, und seine Frau Adrian erwarten Leopold, einen Schubert-Lieder singenden Philosophieprofessor, und dessen Verlobte Ariel sowie den Arzt und Frauenheld Maxwell, der sich für dieses Wochenende die unkomplizierte, sexbejahende Krankenschwester Dulcy angelacht hat. Andrew und Adrian haben Probleme im Bett, außerdem hat Andrew seiner Frau verschwiegen, dass er Ariel von früher kennt und sich beinahe einmal in sie verliebt hat. Bei einem gemeinsamen Ausflug in den nahegelegenen Wald geraten alle Paar-Beziehungen ins Wanken und die erotischen Anziehungskräfte des Unbekannten verstärken sich.

Regie: Matthias Hartmann
Bühnenbild: Stéphane Laimé
Kostüme: Tina Kloempken
Licht: Peter Bandl

Ort:

Burgtheater

Termine:

Fr, 10.2.2012, 20:00 |
So, 19.2.2012, 20:00 |
Di, 21.2.2012, 20:00 |
Do, 23.2.2012, 20:00 |
So, 4.3.2012, 17:00 |
Mo, 12.3.2012, 20:00 |
Di, 20.3.2012, 20:00 |

Romeo und Julia

William Shakespeare

Im Verona des frühen 15. Jahrhunderts leben zwei bis aufs Blut verfeindete Familien: die Montagues und die Capulets. Romeo Montague erscheint maskiert auf einem Ball der Capulets und begegnet dort deren 14-jähriger Tochter Julia. Die beiden verlieben sich auf der Stelle. Doch ein Unstern thront missgünstig über dieser Liebe.

Nach einer heimlichen Hochzeit wird Romeo auf dem Marktplatz von Tybalt, einem Capulet, beleidigt, lässt sich aber nicht auf einen Kampf ein. Stattdessen kämpft sein Freund Mercutio. Als Romeo zwischen die Streitenden tritt, wird Mercutio getötet. Aus Rache ermordet Romeo Tybalt und wird daraufhin verbannt. Vor seiner Flucht aus Verona verbringt er noch eine Nacht mit Julia – die Hochzeitsnacht. Julia ist verzweifelt, weil ihr Vater sie mit dem Grafen Paris vermählen will. Hilfe verspricht sie sich von einem mysteriösen Trunk, der den Trinkenden in einen zweiundvierzigstündigen, todähnlichen Schlaf versetzt. Und das vorbestimmte Unheil nimmt seinen Lauf.

Regie: David Bösch
Bühnenbild: Volker Hintermeier
Kostüme: Su Bühler
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Klaus Missbach
Kampfszenen: Klaus Figge

Ort:

Burgtheater

Termine:

Di, 7.2.2012, 19:30 |
Do, 9.2.2012, 20:00 |
Do, 16.2.2012, 19:30 |
So, 11.3.2012, 19:00 |
Sa, 17.3.2012, 19:30 |
Mo, 19.3.2012, 19:30 |
Do, 22.3.2012, 19:30 |
Fr, 23.3.2012, 19:30 |
Do, 29.3.2012, 19:30 |

Das weite Land

Arthur Schnitzler

Ein Sommernachmittag, starkes Gewitter, lange Schatten fallen. „Das weite Land“ beginnt nach der Beerdigung eines jungen, herausragenden Pianisten namens Korsakow, der angeblich Selbstmord begangen hat. Die Spur führt uns zum Glühlampenfabrikanten Friedrich Hofreiter und seiner Frau Genia.

In ihrer Villa in Baden sorgte Korsakow für anspruchsvolle Unterhaltung für die dort flanierende, großbürgerliche Gesellschaft. Genia und Friedrich ringen um ihre Liebe, doch sind sie längst in einen zerstörerischen Strudel aus Misstrauen und Betrug verwickelt, von dem die Menschen um sie herum magnetisch angezogen scheinen wie von einem freiheitsverheißenden, hocherotischen Spiel. Percy, der gemeinsame Sohn der Hofreiters, wird in England erzogen und ist eine wesentliche Koordinate der Sehnsucht in dieser Tragikomödie. Als ein dramatisches Gerücht Hofreiters Ehre als Mann in Frage stellt, muss abermals ein junges Leben geopfert werden.

In Schnitzlers Einakter „Die Gleitenden“, den er 1909 verfasst hat und der als Vorstufe zu „Das weite Land“ gilt, sagt ein betrogener Ehemann: „Wir beginnen zu gleiten, ohne es zu wissen, und zu lügen, ohne es zu wollen. Ein Zufall kann ja nicht aufhalten auf dem abschüssigen Weg, aber das Gesetz heißt: gleiten, weiter gleiten.“

Regie und Bühne: Alvis Hermanis
Kostüme: Eva Dessecker
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Amely Joana Haag
Sounddesign: Raimund Hornich, Florian Pilz

Ort:

Burgtheater

Termine:

Mi, 8.2.2012, 18:30 |
Mi, 22.2.2012, 18:30 |
Di, 28.2.2012, 18:30 |
Do, 1.3.2012, 18:30 |

Professor Bernhardi

Arthur Schnitzler

Diese liegt nach einer illegalen Abtreibung im Sterben, wähnt sich selbst jedoch euphorisch auf dem Weg der Genesung. Der Arzt möchte ihr die mit der Letzten Ölung einhergehende Todesangst ersparen und ihr stattdessen ein „glückliches Sterben“ ermöglichen. Während der Geistliche sich gegenüber Professor Bernhardi noch auf das Gesetz der Kirche beruft, stirbt die Frau ohne Sterbesakramente und die Möglichkeit zur Buße. Bernhardi, der Jude ist, sieht sich daraufhin im katholischen Wien einer antisemitischen Hexenjagd ausgesetzt, anhand der vor allem politische Interessen verfolgt werden. Bernhardi wird zum Rücktritt von seinem Leitungsposten gedrängt und schließlich aufgrund von falschen Zeugenaussagen wegen Religionsstörung zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt.

Wie Professor Bernhardi so erlebte auch Arthur Schnitzler den bedrohlich zunehmenden Antisemitismus in Wien um 1900: „Lesen Sie manchmal Wiener Zeitungen, Parlaments- und Gemeinderathsberichte? Es ist stauneswerth unter was für Schweinen wir hier leben - und ich denke immer, selbst Antisemiten müsste es doch auffallen, dass der Antisemitismus – von allem andern abgesehen – jedenfalls die sonderbare Kraft hat, die verlogensten Gemeinheiten der menschlichen Natur zu Tage zu fördern und sie aufs höchste auszubilden.“ „Professor Bernhardi“ hatte bis zum Ende der Habsburger Monarchie in Österreich Aufführungsverbot „wegen der tendentiösen und entstellenden Schilderung hierzuländischer öffentlicher Verhältnisse.“ Die Tragikomödie über eine von Verdrängungsmechanismen getriebene Gesellschaft, welche unter anderem von Rufmord, Glaubensgemeinschaft versus Individualismus, Opportunismus, Willensfreiheit und Sterbebegleitung handelt, hat an Aktualität nichts eingebüßt.

Regie: Dieter Giesing
Bühnenbild: Karl-Ernst Herrmann
Kostüme: Fred Fenner
Mitarbeit: Johann Kresnik
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Amely Joana Haag

Ort:

Burgtheater

Termine:

So, 5.2.2012, 19:00 |
Di, 14.2.2012, 19:30 |
Sa, 31.3.2012, 19:30 |

Peter Pan

James Matthew Barrie

in einer Fassung von Peter Raffalt

Wendy und Michael ahnen nicht, dass draußen am Fenster ein geheimnisvoller Zuhörer hockt und gespannt den Geschichten lauscht, die sie einander abends erzählen – Geschichten von rätselhaften Welten, Indianern, bösen Piraten und anderen fantastischen Gestalten. Der geheimnisvolle Zuhörer ist niemand anderer als Peter Pan. Er lädt die beiden ein, mit ihm nach Nimmerland zu fliegen, dorthin, wo man niemals erwachsen werden muss und das Leben nur aus aufregenden Abenteuern besteht.
Und Peter hat ihnen nicht zu viel versprochen: Wendy und Michael erleben viel Spannendes – nicht zuletzt durch Peters unerbittlichen Gegner, Kapitän Hook. Der ersinnt unermüdlich Listen, um Peter auszuschalten, und setzt seine schlimmste Waffe, den eisernen Haken anstelle der rechten Hand, gnadenlos ein. Doch inmitten der Abenteuer erkennt Wendy nach und nach, dass es nicht nur Vorteile hat, für immer ein Kind zu bleiben. Es gibt dann vieles, was man nie verstehen wird. Gefühle wie Liebe zum Beispiel…

Regie: Annette Raffalt
Bühnenbild: Bernhard Kleber
Kostüme: Ele Bleffert
Musik: Matthias Jakisic
Licht: Friedrich Rom
Choreographie: Daniela Mühlbauer
Kampfchoreographie: Martin Woldan
Dramaturgie: Claudia Fressner

Ort:

Burgtheater

Termine:

Sa, 18.2.2012, 14:00 |
So, 19.2.2012, 11:00 |
Mo, 20.2.2012, 16:00 |
Sa, 25.2.2012, 14:00 |
Fr, 2.3.2012, 17:00 |
Sa, 10.3.2012, 16:00 |

Was ihr wollt

William Shakespeare

In Illyrien gehen die Uhren anders: Shakespeares fiktionales Königreich ist ein Land der Muße und der Langeweile. Niemand arbeitet, man lebt für die Musik, das Trinken, für die Liebe und, vor allem, die Melancholie. Erst die Ankunft der schiffbrüchigen Viola belebt den von Schwermut befallenen Ort, Illyrien erwacht – und zwar mit Verve.

Voller Trauer um ihren scheinbar im Ozean ertrunkenen Zwillingsbruder Sebastian, verkleidet Viola sich zu ihrem Schutz als Mann und tritt in die Dienste des Herzogs Orsino. Dieser berauscht sich an seiner Liebe zu der Gräfin Olivia wie an einer Droge und ertrinkt dabei fast in narzisstischer Sehnsucht. Viola soll ihm als Liebesbote dienen und macht ihre Sache derart professionell, dass die Gräfin ihr auf der Stelle verfällt – während Viola selbst ihr Herz an Orsino verliert. Doch auch der puritanische Verwalter Malvolio, der Säufer Sir Toby Rülp und Andrew Bleichenwang, ein Ritter von recht trauriger Gestalt, geben sich noch selbsttäuschenden Hoffnungen hin, vom Narr Feste mit luzidem Witz kommentiert. Als dann Sebastian, der das Unglück überlebt hat, plötzlich wieder auftaucht, überschlagen sich die Ereignisse.

Regie: Matthias Hartmann
Bühnenbild: Stéphane Laimé
Kostüme: Tina Kloempken
Musik: Karsten Riedel
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Plinio Bachmann

Ort:

Burgtheater

Termine:

Sa, 11.2.2012, 19:30 |
Di, 6.3.2012, 19:30 |
So, 18.3.2012, 19:00 |

Das blinde Geschehen

Botho Strauß

John Porto, ein Erzeuger von Parallelwelten und Magier des Cyberspace, glaubt an eine Existenz als reine Spielanordnung, ohne all die Dinge, die der Liebe ihre Geschichte folgen lassen. Freya Genetrix, die mit ihrem gedoppelten germanisch-römischen Urweibs-Namen sämtliche Frauen in sich vereint, ist aus Fleisch und Blut und weiß, dass auf dem Schlachtfeld der Liebe immer Trümmerhaufen zurückbleiben. Ihre Auseinandersetzung ist ein Parcours durch traumgeschnittene Szenerien: Mal redet Freya ein keifendes Ehepaar herbei, dann loggt sie sich mit Porto in seine Erlebniswelten ein, dann finden sie sich wieder als Teil eines Revuetheaters. Eine einsame Reporterin fragt ein militant zufriedenes Fräulein Gabriele fast zu Tode, ein Livrierter späht durchs Schlüsselloch auf eine Riesin, vier Männer drängen eine Schwangere zur Abtreibung. Da gibt es aber auch die drohende Zerstörung aller Kultur durch immer präsente, aber nie auftretende Riesen, sieben Revueengel und einen Aufstand der „Ungeträumten“, also jener Kreaturen, die dort wohnen, wo das Denken nicht einmal im Traum hinlangt. Eine Revue, eine Zauberposse, ein Game mit verschiedenen Leveln – am Ende bleibt es dabei: Er will sie. Sie will ihn. Wenn das mal gut geht.

Im neuen Stück von Botho Strauß geht es um die Krux, nicht mit und nicht ohne den anderen zu können.

Regie: Matthias Hartmann
Bühnenbild: Stéphane Laimé
Kostüme: Victoria Behr
Musik: Arno Waschk
Choreographie: Ismael Ivo
Licht: Peter Bandl
Dramaturgie: Plinio Bachmann

Ort:

Burgtheater

Termine:

Fr, 17.2.2012, 19:30 |
So, 26.2.2012, 19:00 |
Mo, 5.3.2012, 19:30 |
Di, 13.3.2012, 19:30 |
Di, 27.3.2012, 19:30 | letzte Aufführung! |

BURGTHEATER

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