THEATER AN DER WIEN

Das neue Opernhaus

Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus.

Und es ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der Zauberflöte, 1801 im Geiste Mozarts in Wien erbauen ließ.

Seit Januar 2006, mit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag, präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus der Stadt Wien. Als ganzjährig bespieltes Stagione-Opernhaus eröffnet das Theater an der Wien eine neue, eigenständige Kategorie im anspruchsvollen Wiener Kulturbetrieb. Zwölf Monate im Jahr – mit monatlich einer Premiere – wird Oper im Stagione-System gespielt: das bedeutet gleich bleibende Besetzung von der ersten bis zur letzten Vorstellung und damit kontinuierliche Qualität auf höchstem internationalen Niveau.

Der moderne, offene Zugang zum Musiktheater durch Programm, Bespielung und Künstler wird durch das Haus selbst, seine Architektur und lebendige Lage betont. Ambiente und Materialien, intime Atmosphäre und ideale Akustik im historischen Theater animieren zum Öffnen der Sinne für das Schöne. Das Theater an der Wien stellt bewusst einen wechselseitigen Bezug zu seiner lebendigen Umgebung am Naschmarkt und zur jungen Kulturszene rund um das Schleifmühlviertel her.

Spielzeit 2017/18

Die Zauberflöte

Eine große / deutsche Oper in zwei Aufzügen (1791)

Premiere: 17. September 2017

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Emanuel Schikaneder

Mozarts und Schikaneders 1791 im Theater auf der Wieden uraufgeführte „groß Oper“ Die Zauberflöte ist der Versuch, mit einer unfassbaren Musik und einem genial riskanten, zwischen Straßentheater und Welttheater balancierenden Libretto den Dualismus von Mann und Frau, Schwarz und Weiß, Arm und Reich, Gut und Böse zu überwinden, der die Menschen seit ewigen Zeiten trennt, und in einem utopischen Weltmärchen nach einem Weg zu suchen zu einem humanen Zusammenleben aller Menschen.

Der König des Tages liegt im Sterben. Er vermacht seiner Frau, der Königin der Nacht, und seiner Tochter Pamina alles, was er besitzt, bis auf jegliche Macht, die „dem weiblichen Geiste unbegreiflich“ sei. Zum neuen Machthaber erklärt er seinen Freund Sarastro, der die Macht annimmt und Pamina in sein ausschließlich Männern vorbehaltenes Reich entführt. Ist sie in den Händen eines bösen Sektenführers oder verbirgt sich hinter dem vermeintlichen Machtmonster ein philosophischer Utopist? Tamino, ein junger Prinz aus der Fremde, verirrt sich auf einer Reise in das Reich der trauernden Königin der Nacht, die sich mit einem Heer von Jungfrauen umgeben hat. Von ihren Frauen ausgespäht, bestimmt sie ihn zum Retter ihrer Tochter. Tamino verliebt sich in die Imagination Paminas und macht sich auf die fantastische Reise, sie zu befreien. Begleitet wird er von Papageno, einem einfachen Kerl, der sein Leben und die Menschen liebt. Drei Knaben weisen ihnen den Weg in Sarastros Reich. Bei Taminos scheiternden Versuch, die flüchtende Pamina zu befreien, verlieben sich beide ineinander, und es beginnt eine Zeit der Prüfungen auf Leben und Tod. Ein langer Weg zweier für die Liebe bestimmter Menschen, gemeinsam die Welt zu retten.

Musikalische Leitung: René Jacobs
Inszenierung: Torsten Fischer
Ausstattung: Herbert Schäfer und Vasilis Triantafilopoulos
Dramaturgie: Herbert Schäfer

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine:

So, 17.9.2017, 19:00 | Premiere |
Di, 19.9.2017, 19:00 |
Do, 21.9.2017, 19:00 |

Ariadne auf Naxos / Arianna in Nasso

Dramma per musica in drei Akten (1733)

Premiere: 27. September 2017

Musik von Nicola Porpora
Libretto von Paolo Rolli

Die Geschichte der von Theseus verlassenen Ariadne hat zahlreiche Komponisten von Monteverdi bis Richard Strauss zu den verschiedensten Versionen dieses alten Mythos inspiriert. So auch Nicola Antonio Porpora, dessen Arianna in Nasso 1733 mit Farinelli erstmals gespielt wurde – als Eröffnungsproduktion der neu gegründeten Opera of Nobility, die als Konkurrenz zu Händels Opernunternehmen ins Leben gerufen worden war. Porpora, nur ein Jahr jünger als dieser, zählte nicht nur zu den größten Komponisten und Gesangspädagogen seiner Zeit, er genoss damals auf dem Kontinent ein höheres Ansehen als sein Konkurrent Händel, von dem in London nur wenige Monate später gleichfalls eine Vertonung dieses Stoffes erklungen war.

Neuproduktion des Theater an der Wien in der Kammeroper

Musikalische Leitung: Markellos Chryssicos
Inszenierung: Sergej Morozov
Bühne: Ksenia Peretruhina
Kostüme: Lyosha Lobanov
Licht: Franz Tscheck

In italienischer Sprache mit deutschen Übertitlen

Termin:

Mi, 27.9.2017, 19:00 |

Ottone, re di Germania

Dramma per musica in drei Akten (1723)

Musik von Georg Friedrich Händel
Libretto von Niccolò Francesco Haym

Der deutsche König Ottone will durch seine Heirat mit Teofane, der Tochter des oströmischen Kaisers, seine Macht bis nach Rom erweitern. Gismonda, die Witwe des vertriebenen italienischen Königs, will hingegen ihrem Sohn Adalberto die Herrschaft mit einer List sichern: Sie stellt Teofane, die in ihren Bräutigam bislang nur per Bild verliebt ist, Adalberto als Ottone vor. Aus Machtgier, Intrigen und falsche Identitäten entstehen komplizierteste Verwicklungen, die Händel meisterhaft in Musik setzte. Ottone war derart populär, dass bald auf den Straßen Londons Melodien daraus gepfiffen und geträllert wurden. Eine der bekanntesten Anekdoten über Händel steht in direkter Verbindung zu Ottone: Die neue Primadonna Francesca Cuzzoni soll sich über die angebliche Dürftigkeit ihrer Auftrittsarie beschwert haben. Händel – überzeugt von der Qualität seiner Arbeit – packte sie daraufhin und drohte, sie aus dem Fenster zu werfen. Sie lenkte ein und begründete mit jener erst abgelehnten Arie „Falsa imagine“ ihren Ruhm als eine der ausdrucksvollsten Sängerinnen ihrer Zeit.

Musikalische Leitung: George Petrou

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

Termin:

So, 24.9.2017, 19:00 |

Portraitkonzert: Julian Henao Gonzalez

Julian Henao Gonzalez, Tenor
Marcin Koziel, Klavier


Die jungen Sängerinnen und Sänger können Sie nicht nur in den Opernproduktionen in der Kammeroper erleben, sie werden ebenfalls geeignete Partien in den „großen“ Opernproduktionen im Theater an der Wien übernehmen.
Um aber die musikalische Persönlichkeit der Künstlerinnen und Künstler genauer kennenzulernen und ihre Entwicklung verfolgen zu können, präsentieren sie sich in jeder Saison in einem individuellen Portraitkonzert.
Das Programm gestalten die Ensemble-Mitglieder jeweils selbst entsprechend ihres Entwicklungsstandes und ihrer persönlichen Vorlieben. Der Abend setzt sich aus einem Liedteil und einem Opernarienteil zusammen – darüber hinaus kann jede/r Musik aus seiner Heimat vorstellen. Die Internationalität des Ensembles ergibt eine spannende musikalische Reise durch die Welt. Begleitet werden die jungen Künstlerinnen und Künstler am Klavier.

Ort:

Wiener Kammeroper, Fleischmarkt 24, A-Wien

Termin:

Mo, 9.10.2017, 19:30 |

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
A 1060 Wien

Telefon: +43 (1) 588 30-1010, Kartentelefon / (+43/1) 58885
Fax: +43 (1) 588 30 991010
E-Mail: info@theater-wien.at

Öffnungszeiten Tageskasse Theater an der Wien:
Montag – Samstag, 10 – 18 Uhr