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Theater an der Wien – Das Opernhaus

Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus.

Und es ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der Zauberflöte, 1801 im Geiste Mozarts in Wien erbauen ließ.

Seit Januar 2006, mit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag, präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus der Stadt Wien. Als ganzjährig bespieltes Stagione-Opernhaus eröffnet das Theater an der Wien eine neue, eigenständige Kategorie im anspruchsvollen Wiener Kulturbetrieb. Zwölf Monate im Jahr – mit monatlich einer Premiere – wird Oper im Stagione-System gespielt: das bedeutet gleich bleibende Besetzung von der ersten bis zur letzten Vorstellung und damit kontinuierliche Qualität auf höchstem internationalen Niveau.

Der moderne, offene Zugang zum Musiktheater durch Programm, Bespielung und Künstler wird durch das Haus selbst, seine Architektur und lebendige Lage betont. Ambiente und Materialien, intime Atmosphäre und ideale Akustik im historischen Theater animieren zum Öffnen der Sinne für das Schöne. Das Theater an der Wien stellt bewusst einen wechselseitigen Bezug zu seiner lebendigen Umgebung am Naschmarkt und zur jungen Kulturszene rund um das Schleifmühlviertel her.

Kontakt

Theater an der Wien – Das Opernhaus
Linke Wienzeile 6
A-1060 Wien

Telefon: +43 (1) 588 30-1010, Kartentelefon / (+43/1) 58885
Fax: +43 (1) 588 30 991010
E-Mail: info@theater-wien.at

 

Öffnungszeiten Tageskasse Theater an der Wien:
Montag – Samstag, 10 – 18 Uhr
Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Theater an der Wien – Das Opernhaus

Oper

Faust

Oper in fünf Akten (1859)

Libretto von Jules Barbier und Michel Carré nach Johann Wolfgang von Goethes

Der Gelehrte Faust ist des ergebnislosen Strebens nach Erkenntnis müde. In seiner Verzweiflung beschwört er den Teufel, der auch prompt in Gestalt Mephistos erscheint und ihm das Bild der schönen Margarethe herbeizaubert. Er verspricht Faust, ihn zu verjüngen und zu dem Mädchen zu führen, wenn er ihm seine Seele verschreibt. Faust willigt ohne zu zögern ein. Mephisto bringt Faust sodann zu einem Fest, bei dem Soldaten Abschied feiern, darunter auch Valentin, er muss in den Krieg ziehen. Seiner Schwester Margarethe empfiehlt er den Schutz seines Freundes Siebel. Mephisto treibt seine tollen Späße. Als er in aller Öffentlichkeit Margarethe hochleben lässt, bedrängt ihn Valentin mit dem Degen. Faust hat unterdessen Margarethe vergeblich den Hof gemacht, ist aber, überwältigt von ihrer Erscheinung, in Liebe zu ihr entbrannt. Der schüchterne Siebel, der Margarethe ebenfalls liebt, will ihr Blumen bringen, die aber, teuflisch verhext, dahinwelken. Stattdessen legt Mephisto kostbaren Schmuck vor Margarethes Türe. Auch bei ihr hat Faust einen gewaltigen Eindruck hinterlassen. Ihre Nachbarin rät ihr, den Schmuck zu behalten. Jetzt ist die Gelegenheit für Faust gekommen. Mephisto lockt die geschwätzige Nachbarin weg und lässt Faust mit dem jungen Mädchen allein. Die beiden gestehen einander ihre Liebe und Margarethe lässt Faust heimlich in ihr Haus ein. Das hat Folgen: Margarethe wird schwanger, und Faust verlässt sie. In der Kirche fleht Margarethe erfolglos um Vergebung für ihre Sünden. Unterdessen kehren die Soldaten heim. Beunruhigt über Siebels merkwürdige Berichte fordert Valentin Faust zum Duell, aus dem dieser, von Mephisto gelenkt, als Sieger hervorgeht. Sterbend verflucht Valentin seine Schwester. Schließlich will Faust das Mädchen, das in geistiger Verwirrung ihr Kind gemordet hat, dafür zum Tode verurteilt wurde und nun im Kerker sitzt, noch einmal sehen. Voller Reue versucht er, Margarethe dazu zu überreden, mit ihm zu fliehen. Da sie aber in Mephisto den Teufel erkennt und an Fausts Händen Valentins Blut erblickt, wendet sie sich schaudernd von den beiden ab. Mephisto will triumphieren, aber Engel tragen die Leblose in den Himmel und verkünden ihre Rettung.

Musikalische Leitung: Giancarlo Rizzi
Inszenierung: Nikolaus Habjan
Ausstattung: Denise Heschl
Ausstattung: Jakob Brossmann
Licht: Franz Tscheck

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Oper

La clemenza di Tito

Dramma serio per musica in zwei Akten (1791)

Premiere: 17. Oktober 2019

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Pietro Metastasio

Vitellia, die Tochter des vorherigen Kaisers, sieht sich als eigentliche Erbin der Herrschaft über Rom, aber nun ist Tito Kaiser – und er macht keine Anstalten, sie wenigstens durch eine Heirat mit sich in ihre Würde als Kaiserin einzusetzen. Viel schlimmer noch, er liebt eine Fremde, eine Barbarin, Königin Berenice von Judäa. Vitellia ist entschlossen, durch einen Aufstand selbst an die Macht zu kommen. Sesto, einen engen Freund von Tito, hat sie in sich verliebt gemacht und verlangt von ihm, Tito zu stürzen und zu töten. Sesto zögert, denn er ist wie alle von den Herrscherqualitäten Titos überzeugt. Aber seine Sehnsucht nach Vitellias Liebe siegt, er bereitet Rebellion und Mord vor. Kaum ist er fort, um loszuschlagen, hört Vitellia, dass Tito die Verlobung mit Berenice gelöst hat, denn die Römer dulden keine fremde Kaiserin. Vitellia glaubt, nun werde sicher sie Titos Braut und sagt die Rebellion ab. Aber sie hat sich getäuscht: Tito erwählt Servilia, Sestos Schwester, um der Familie seines Freundes Ehre zu erweisen. Wieder sieht sich Vitellia zurückgesetzt und stachelt Sesto erneut zu Aufstand und Mord an, was diesem nun noch schwerer fällt, aber erneut gewinnt seine Liebe zu Vitellia Oberhand über seine Freundschaft zu Tito. Inzwischen hat jedoch Servilia dem Kaiser gestanden, dass ihr Herz Annio gehört, und Tito verzichtet auf sie, er will ihre Aufrichtigkeit belohnen. Seine Wahl fällt nun endlich doch auf Vitellia, die Sesto jedoch nicht mehr zurückholen kann. Der Aufstand ist in vollem Gange, und Sesto verübt einen Mordanschlag – derjenige aber, auf den er im Dunklen einsticht, ist nicht der Kaiser. Tito lebt, und Sesto wird als Mörder verhaftet. Im Verhör durch den Kaiser verrät er Vitellias Intrige nicht. Trotzdem beschließt der Kaiser insgeheim, Sestos Leben zu schonen, eher soll man ihn wegen zu großer Milde als wegen zu großer Grausamkeit schelten. Schließlich ringt sich auch Vitellia dazu durch, die Wahrheit zu sagen, um Sestos Leben zu retten, das er für sie hinzugeben bereit war. Tito ist entgeistert über die Untreue der Menschen, die er für seine Freunde gehalten hat, entscheidet sich aber trotzdem dafür, allen zu vergeben. Auf eine Heirat verzichtet er.

Musikalische Leitung: Stefan Gottfried
Inszenierung: Sam Brown
Ausstattung: Alex Lowde
Licht: Jean Kalman

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Oper

Merope

Dramma per musica in drei Akten (1732)

Musik von Riccardo Broschi
Libretto von Apostolo Zeno

Vereitelte Zwangshochzeit: Um an das Königreich seines Bruders Cresfonte zu kommen, hat Polifonte den Plan, diesen und seine Nachkommen durch Anassandro ermorden zu lassen. Anassandro war nämlich, bevor er die Seiten wechselte, Vertrauter von Cresfontes Gattin, Königin Merope, und Betreuer ihrer Söhne. Der Mord gelingt, Merope wird verschont, muss aber auf das Reich verzichten. Ihr Sohn Epitide ist der Katastrophe ebenfalls entgangen, da er sich zu dem Zeitpunkt am Hof des Königs von Ätolien aufhielt. Der tyrannische Polifonte verliebt sich in Merope und will sie zur Heirat überreden. Sie erbittet eine Frist von zehn Jahren und hofft insgeheim, dass entweder der Verräter gefunden wird oder ihr erwachsener Sohn heimkehrt. Epitide schafft es, unerkannt zu seiner Mutter vorzudringen und zwar genau an dem Tag, an dem die Frist endet, Polifonte zu entmachten und sein ihm zustehendes Königreich zurückzugewinnen sowie die Zwangsehe seiner Mutter zu verhindern. Der Komponist Riccardo Broschi schrieb viele seiner Opernpartien für den berühmten Kastraten Farinelli. Kein Wunder, denn Farinelli, der mit bürgerlichem Namen Carlo Broschi hieß, war sein Bruder. Der im Conservatorio Santa Maria di Loreto ausgebildete Riccardo Broschi wurde 1725 erstmals namentlich als Komponist einer Kirchenmusik erwähnt. Vermutlich war er damals 27 Jahre alt, wie ein Dokument nahelegt, in dem Broschi die Trauung seiner Schwester Dorotea bezeugt. Im gleichen Jahr führte er seine erste und einzige komische Oper im Teatro dei Fiorentini auf, dem damals ältesten Theater Neapels. Drei Jahre später folgte in Rom L’isola d’Alcina, seine erste Opera seria. Dieser Produktion schließt sich eine erfolgreiche Schaffensperiode in Norditalien an, in der er seine Alcina bearbeitet in Parma herausbrachte und Opern für die Karnevalssaison in Venedig und Turin schrieb. In Turin feierte 1732 seine zu Lebzeiten berühmteste Oper Merope mit seinem Bruder Farinelli in einer der Hauptrollen Premiere. Der künstlerische Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, Alessandro De Marchi, bringt 2019 diese fulminante Barockoper, die anderen Opern aus der Zeit qualitativ um nichts nachsteht, wieder auf die Bühne.

Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi
Merope: Anna Bonitatibus

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Merope

Performance

Happiness Machine

22 Frauen animieren ein Gespräch über die Zukunft der Welt

Eine cineastische Performance

Matthias Meinharter – Tiki Tiki Men
Elizabeth Hobbs / Carola Bauckholt – Die Flunder
Sven Hartberger
Rebecca Blöcher / Eva Reiter – Lickalike
Gerald Preinfalk
Eni Brandner / Misato Mochizuki – PANTOPOS
Vera Fischer
Joanna Koz · uch / Ying Wang – Music Box
Andreea Dosa
Samantha Moore / Malin Bång – Bloomers
Vera Fischer

Vessela Dantcheva / Electric Indigo – Hierarchy Glitch
Christoph Walder
Ana Nedeljkovic´ / Hanna Hartman – The Happiness Machine
Mikael Rudolfsson
Susi Jirkuff / Joanna Bailie – Vermessung der Distanz
Andrea Schneider / Marianthi Papalexandri-Alexandri – Generator / Operator
Andreas Eberle
Michelle Kranot / Iris ter Schiphorst – Suggestion of Least Resistance
Anders Nyqvist

Programmänderungen vorbehalten

Happiness Machine stellt mit den Mitteln des Musiktheaters eine vom österreichischen Autor Christian Felber präsentierte Alternative zum herrschenden finanzkapitalistischen Wirtschaftssystem zur Diskussion. Seine vom zuständigen Ausschuss der Europäischen Union mit einer Stimmenmehrheit von annähernd 90% mit großem Nachdruck befürwortete „Gemeinwohl-Ökonomie“ wird von der massiv männlich dominierten Nomenklatura der heimischen Wirtschaftswissenschaften heftig angegriffen. Happiness Machine setzt den sehr virilen Attacken der Ökonomen die Stimmen von Filmkünstlerinnen und Komponistinnen entgegen. Die Regisseurin Jacqueline Kornmüller, die mit ihren großen Ganymed-Produktionen im Kunsthistorischen Museum international weite Beachtung findet, hat die unterschiedlichen Filmwerke durch theatralische Interventionen zu einem Gesamtereignis verwoben. Reflexionen der MusikerInnen des Ensembles und verschiedener MitarbeiterInnen aus den Bereichen der künstlerischen Leitung, der Administration und derBühnentechnik des Klangforum Wien sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Produktion. Diese Neufassung des cineastischen Musikdramas ist der erste Teil der Uraufführung von Happiness Machine – 24 Stunden Glück mit dem Klangforum Wien, die dann für eine musikalische Traumnacht ins Semperdepot übersiedelt und sich am nächsten Morgen im Gartenbaukino mit der Kinofassung der Filme des Gemeinwohl-Projekts fortsetzt. Daraufhin wird das Wiener Konzerthaus mit Philippiken, neuen Ideen, Spiel und mit viel Musik belebt. Einzeltickets sind im Theater an der Wien erhältlich. 24-Stunden-Tickets für alle Spielorte sind über das Wiener Konzerthaus zu beziehen.

Happiness Machine ist ein Projekt von Klangforum Wien, Musik der Jahrhunderte und Amour Fou Vienna in Kooperation mit Tricky Women.Gefördert von Kulturabteilung der Stadt Wien und Bundeskanzleramt Österreich mit besondererFörderung aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes und von Interfaces / Creative Europe Programme of the European Union. Die Kompositionsaufträge an Iris ter Schiphorst, Malin Bång, Eva Reiter, Carola Bauckholt und Marianthi Papalexandri-Alexandri werden finanziert von der Ernst von Siemens Musikstiftung. Die Videoprojektionen für Happiness Machine wurden mit der von Mark Coniglio programmierten Software Isadora realisiert.

Musikalische Leitung: Konstantia Gourzi
Inszenierung: Jacqueline Kornmüller
Dramaturgie: Peter Wolf
Klangregie: Peter Böhm & Markus Urban

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Konzert

JET Specials | Carmen

Musik von Georges Bizet (1875)

Tatiana Kuryatnikova, Mezzo
Jenna Siladie, Sopran
Kristján Jóhannesson,Bariton
Quentin Desgeorges, Tenor
Georg Breinschmid, Kontrabass
Sebastian Gürtler, Violine
Tommaso Huber, Akkordeon


Statt der bisherigen Portraitkonzerte gibt es in dieser Spielzeit vier ganz besondere Abende, an denen sich unsere JETs mit verschiedenen Genres auseinandersetzen: in Dichterliebe, die szenisch erarbeitet wird, steht Schumanns Liederzyklus im Mittelpunkt, in Kálmán gegen Lehár – in einer szenischen Einrichtung von Anna Katharina Bernreitner – dreht sich alles um die Operette in spannungsgeladenen Zeiten, Tscho Theissings erfolgreiche Jazz-Version der Carmen kehrt in konzertanter Form zurück, und schließlich erleben Sie mit Don Giovanni in progress in der Regie von Georg Zlabinger, wie eine Operninszenierung entsteht.

Musikalische Neufassung & Einstudierung von Tscho Theissing (2016)

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Musiktheater

La Vestale

von Gaspare Spontini

Premiere: 16. November 2019

Tragédie lyrique in drei Akten (1807)
Libretto von Victor-Joseph Étienne de Jouy

Licinius ist als siegreicher Feldherr über die Gallier nach Rom zurückgekehrt, die Stadt bereitet einen Triumphzug für den Helden vor, er jedoch sehnt sich nur danach, seine geliebte Julia wiederzusehen, die er vor fünf Jahren in Rom zurücklassen musste. Die ganze Militärkarriere hat er nur ihretwegen begonnen, denn er ist von geringerer Herkunft als Julia. Um ihrer würdig zu werden, wollte er seinen Wert auf dem Schlachtfeld beweisen. Nun muss er hören, dass Julia ihrem Vater auf dem Sterbebett hatte schwören müssen, dass sie Vestalin wird. Als Vestalin musste sie Keuschheit geloben, bricht sie den Schwur, wird sie lebendig eingemauert – der Vater wollte so eine Ehe zwischen ihr und diesem Emporkömmling auch über seinen Tod hinaus verhindern. Seinem Freund Cinna klagt Licinius seine Verzweiflung. Die beiden beschließen das Wagnis, Julia aus dem Tempel der Vesta zu entführen. Indessen erfährt Julia, dass sie diejenige sein wird, die den jungen Triumphator am nächsten Tag mit dem Lorbeerkranz krönen soll. IhreLiebe zu Licinius flammt wieder auf, gleichzeitig quälen sie Angst und Schuldgefühle, sie betet zur Göttin um Erlösung von ihrer Sehnsucht nach weltlichem Glück, aber die Göttin gibt kein Zeichen. Als Julia in der Nacht allein das heilige Feuer im Tempel hütet, dringt Licinius in den Tempel ein und will sie mit sich nehmen. Sie weigert sich, aber während ihres leidenschaftlichen Gesprächs erlischt das heilige Feuer, was sofort bemerkt wird. Licinius entflieht, der Oberpriester und die Vestalinnen nehmen Julia fest und verurteilen sie zum Tod. Sie verrät jedoch nicht den Namen ihres Liebhabers, selbst als Licinius sich vor ihrer Gruft als den Schuldigen bezeichnet, verleugnet sie ihn, um ihn zu schützen. Licinius’ Anhänger versuchen, durch einen Aufstand die Einmauerung Julias zu verhindern, aber schließlich rettet die Göttin selbst Julias Leben: Auf der erloschenen Feuerstelle war Julias Vestalinnenschleier niedergelegt worden, und kurz bevor der letzte Stein das Grab verschließt, setzt die Göttin Vesta mit einem Blitz vom Himmel den Schleier in Brand und entzündet das heilige Feuer von Neuem. Sie hat Julia vergeben, das junge Paar darf heiraten, das Volk jubelt.

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

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Konzert

La finta giardiniera

von Wolfgang Amadeus Mozart

Dramma giocoso in drei Akten (1775)
Libretto von Giuseppe Petrosellini

Heilloses Liebeschaos: Graf Belfiore hat rasend vor Eifersucht versucht, seine Geliebte, die Marchesa Violante, zu erdolchen. Er weiß nicht, dass sie den Anschlag überlebt hat und nun unter dem Namen Sandrina als Gärtnerin bei dem Podestà von Largonero lebt. Der Podestà hat sich sofort in die hübsche Gärtnerin verliebt, während ihn wiederum seine Zofe Serpetta einfangen möchte. Hinter Serpetta läuft glücklos Sandrinas Vetter Nardo her. Im Hause lebt außerdem der Kavalier Ramiro. Er wurde von Arminda, der Nichte des Podestà, zugunsten eines Grafen abgewiesen und pflegt jetzt seinen Liebeskummer hier auf dem Land. Nun soll die Hochzeit von Arminda stattfinden, die Brautleute treffen ein – und der Bräutigam ist Belfiore! Er glaubt, in Sandrina die von ihm Ermordete wiederzuerkennen. Er, Sandrina sowie das emotionale Gefüge im Landhaus geraten vollends durcheinander bis hin zum Wahnsinn. Am Ende bekommen – außer dem Podestà – alle jemanden, allerdings nicht immer denjenigen, den sie sich gewünscht haben. Mozartentwickelte schon früh ein eigenes Profil für sein Musiktheater: In seiner insgesamt neunten Oper nahm er alle psychischen Nöte der Figuren ernst und setzte wie nebenbei neue Maßstäbe für die Komödie. Es ist ein versuchter Mord, der die Ereignisse in Gang setzt, und am Ende sollen Mörder und Opfer wieder zueinander finden. Der Weg zur Versöhnung führt gefährlich nahe ans Chaos. Mozart, der nun schon zu alt für das Leben als reisendes Wunderkind war, erhielt den Kompositionsauftrag für dieses Dramma giocoso wahrscheinlich Mitte des Jahres 1774. Es sollte eine Oper für den Münchener Fasching werden. Die Premiere war erfolgreich, Mozart schrieb danach begeistert an seine Mutter: „Nach einer jeden Aria war alzeit ein erschröckliches getös mit glatschen, und viva Maestro schreyen.“ Die Oper verschwand allerdings nach diesem Anfangserfolg in ihrer italienischen Urfassung von der Bühne, bis weit ins 20. Jahrhundert spielte man sie nur in entstellenden Bearbeitungen. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass in diesem Jugendwerk, einer scheinbar leichten Rokoko-Komödie, bereits der Kern von Mozarts ganzer dramatischer Kunst zu entdecken ist.

Musikalische Leitung: William Christie

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

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Konzert

Semele

von Johann Adolf Hasse

Serenata in zwei Teilen (1726)
Libretto von Francesco Ricciardi

Der Göttergatte geht fremd. Und was macht seine eifersüchtige Frau? Sie versucht, die Geliebte los zu werden. So geschieht es heute, und so geschah es damals: Jupiter hat sich in die schöne Semele verliebt und gibt seinen Begierden nach. Semele ist ebenso glücklich, eine Affäre mit dem prominentesten aller Götter zu haben, der sich ihr immer in Gestalt eines Jünglings zeigt. Die einzige, die etwas gegen diese Verbindung hat, ist Juno, Jupiters Gattin. Sie ersinnt einen perfiden Plan, um ihre Ehe zu retten. In Gestalt ihrer Amme Climene überzeugt sie Semele davon, von Jupiter den Beweis zu erbitten, dass er tatsächlich derjenige sei, für den er sich ausgebe. Er solle ihr in seiner göttlichen Majestät erscheinen, so, wie er sich auch seiner Gattin zeige. Semele gefällt dieser Vorschlag, und sie fordert ihn von Jupiter als Treuebeweis ein. Er will ihr diese Bitte verwehren, aber sie lässt nicht locker. Auch die Aussicht auf ihren eigenen Tod nimmt sie in Kauf, denn kein menschliches Wesen überlebt den Anblick des Göttlichen. Tief traurig erfülltJupiter ihr diesen Wunsch und erscheint ihr als flammende Lichtgestalt. Wie erwartet stirbt sie. Juno glaubt, über ihren Gatten triumphieren zu können, doch Jupiter ist mächtiger, als sie ahnt… Johann Adolph Hasse war einer der bekanntesten Komponisten seiner Zeit, er war mit dem führenden Librettisten Pietro Metastasio ebenso befreundet, wie mit dem Starkastraten Farinelli, war mit der „nuova sirena“ Faustina Bordoni verheiratet und wurde von Persönlichkeiten wie Maria Theresia oder Voltaire hoch geschätzt. Seine Karriere begann der Deutsche allerdings in Neapel, denn seine norddeutsche Heimat bot ihm wenig Perspektiven. In Neapel komponierte er 1725 seine erste Serenata (eine Art Kammeroper). Nur ein Jahr später bediente er in La Semele, o sia La richiesta fatale erneut diese Form des Mini-Musiktheaters, zweiteilig, mit reduzierter Orchesterbesetzung und nur drei Partien. Durch die Wiederentdeckung einer Kopie der Partitur in Wien konnte 2018 Hasses Semele bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wieder erklingen. Die Edition erstellte Claudio Osele aus dem Manuskript des Archivs der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien.

Musikalische Leitung: Claudio Osele

Konzertante Aufführung in italienischer Sprache

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Theater

Der brennende Diwan

Premiere: 06. November 2019

Im Herbst 1906 eröffnete im Souterrain des Theaters an der Wien das Theater und Kabarett „Hölle“ mit dem Walzer Mephistos Höllenrufe von Johann Strauss. Seit 2010 begeistern dort erneut unzählige historische Kabarettprogramme und ein Tanzintermezzo Publikum und Presse. Georg Wacks entwirft nach einer Prophezeiung von Leonardo da Vinci mit beharrlicher Unterstützung seines außergewöhnlichen Ensembles und kräftiger Zuhilfenahme der Besetzungscouch das feurigste Jubiläumsprogramm des historischen Kabaretts: Der brennende Diwan. Das elfte Programm, das sich auf die alte assyrische Inschrift „Du aber, Fremdling, iss, trinke, liebe; was sonst der Mensch hat, ist der Rede nicht wert“ beruft, wagt sich weit ins heute nahezu vergessene Morgenland von gestern. Zwischen Euphrat und Tigris, Bagdad und Isfahan, Weihrauch und Myrrhe, Ali Baba und Frank Sinatra bewegt sich das immer abenteuerlichere Ensemble und führt das geliebte Publikum in eine blühende, duftende Welt des historischen Kabaretts. Unbeschreibliche Darbietungen, berührende Seemannslieder, alt-orientalische Gesänge, internationale Damen-Metamorphosen, scharfe Eunuchentänze sowie literarische Juwelen lassen bei strömendem Champagner und klarem Sternenhimmel die Atmosphäre der „Hölle“ wieder auferstehen und garantieren einen außergewöhnlich kabarettistischen Abend. Die aufsehenerregend kunstvolle Ausstattung von Stefan Fleischhacker und Elena Schreiber steht ganz im Zeichen von „100 Jahre Bauhaus“. Lustige Texte von Gotthold Ephraim Lessing, Fritz Grünbaum, Joachim Ringelnatz und Peter Altenberg garantieren literarisch- humoristisches Niveau. Lieder von Victor Hollaender, Jacques Offenbach, Frank Wedekind und Henry Purcell runden das Programm ab. Das feinfühlige Ensemble „Albero Verde“ besorgt in gewohnt vollkommenem Spiel die Musik. Marie-Theres Arnbom präsentiert in der begleitenden Jubiläumsausstellung Zwischen Halbmond und Sichel Erhellendes und neu verschollene Artefakte aus den Kabaretts. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der kabarettistische Austausch zwischen den drei Monokulturen, die Europa seit Jahrhunderten prägen.

Konzeption & Inszenierung: Georg Wacks
Ausstattung: Stefan Fleischhacker, Elena Schreiber
Licht: Franz Tscheck

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Theater an der Wien – Das Opernhaus

Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus.

Und es ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der Zauberflöte, 1801 im Geiste Mozarts in Wien erbauen ließ.

Seit Januar 2006, mit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag, präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus der Stadt Wien. Als ganzjährig bespieltes Stagione-Opernhaus eröffnet das Theater an der Wien eine neue, eigenständige Kategorie im anspruchsvollen Wiener Kulturbetrieb. Zwölf Monate im Jahr – mit monatlich einer Premiere – wird Oper im Stagione-System gespielt: das bedeutet gleich bleibende Besetzung von der ersten bis zur letzten Vorstellung und damit kontinuierliche Qualität auf höchstem internationalen Niveau.

Der moderne, offene Zugang zum Musiktheater durch Programm, Bespielung und Künstler wird durch das Haus selbst, seine Architektur und lebendige Lage betont. Ambiente und Materialien, intime Atmosphäre und ideale Akustik im historischen Theater animieren zum Öffnen der Sinne für das Schöne. Das Theater an der Wien stellt bewusst einen wechselseitigen Bezug zu seiner lebendigen Umgebung am Naschmarkt und zur jungen Kulturszene rund um das Schleifmühlviertel her.

Öffnungszeiten Tageskasse Theater an der Wien:
Montag – Samstag, 10 – 18 Uhr

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Theater an der Wien – Das Opernhaus

Aufführungen / Oper Volksoper Wien Wien, Währingerstraße 78
Aufführungen Burgtheater Wien Wien, Universitätsring 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9
Aufführungen / Theater Raimund Theater Wien Wien, Wallgasse 18-20
Aufführungen / Theater Kosmos Theater Wien Wien, Siebensterngasse 42
Aufführungen / Theater Gloria Theater Wien Wien, Prager Straße 9
Aufführungen / Theater TAG Theater an der Gumpendorfer Straße Wien, TAG Theater an der Gumpendorfer Straße
Sa, 19.10.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung TAG Theater an der Gumpendorfer Straße Wien, Gumpendorfer Straße 67
Mo, 21.10.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung TAG Theater an der Gumpendorfer Straße Wien, Gumpendorfer Straße 67
Do, 24.10.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater KosmosTheater Wien, Siebensterngasse 42
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Wien Wien, Porzellangasse 19
Aufführungen / Theater Odeon Wien, Taborstraße 10
Aufführungen / Theater TAG Theater an der Gumpendorfer Straße Wien, Gumpendorfer Straße 67
Aufführungen / Theater Theater-Center-Forum Wien, Porzellangasse 50
Aufführungen / Oper sirene Operntheater Wien, Währinger Strasse 15/2/9

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