THEATER AN DER WIEN

Das neue Opernhaus

Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus.

Und es ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der Zauberflöte, 1801 im Geiste Mozarts in Wien erbauen ließ.

Seit Januar 2006, mit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag, präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus der Stadt Wien. Als ganzjährig bespieltes Stagione-Opernhaus eröffnet das Theater an der Wien eine neue, eigenständige Kategorie im anspruchsvollen Wiener Kulturbetrieb. Zwölf Monate im Jahr – mit monatlich einer Premiere – wird Oper im Stagione-System gespielt: das bedeutet gleich bleibende Besetzung von der ersten bis zur letzten Vorstellung und damit kontinuierliche Qualität auf höchstem internationalen Niveau.

Der moderne, offene Zugang zum Musiktheater durch Programm, Bespielung und Künstler wird durch das Haus selbst, seine Architektur und lebendige Lage betont. Ambiente und Materialien, intime Atmosphäre und ideale Akustik im historischen Theater animieren zum Öffnen der Sinne für das Schöne. Das Theater an der Wien stellt bewusst einen wechselseitigen Bezug zu seiner lebendigen Umgebung am Naschmarkt und zur jungen Kulturszene rund um das Schleifmühlviertel her.

Spielzeit 2017/18

Durchs rote Meer

Premiere: 03. November 2017

Seit 2010 begeistern die historischen Kabarettprogramme im Theater und Kabarett „Die Hölle“ im Souterrain des Theater an der Wien Publikum und Presse.
Georg Wacks entwirft, nach einer Berechnung von Carl Friedrich Gauß, das nunmehr neunte Programm Durchs rote Meer, das sich wie stets auf Andy Warhols Axiom „art is what you can get away with“ stützt.

Zwischen Revolution und Reformation bewegt sich das mittlerweile gut zusammen - gespielte Ensemble stilsicher auf fragilem Terrain, ohne dabei auf die Jubiläums - feierlichkeiten für Maria Theresia und den hundertsten Todestag von Mata Hari zu vergessen. Außergewöhnliche Darbietungen historischer Kabarett- und Varietépiecen, berührende Seemannslieder in noblen Kostümen, aristokratische Gesänge, internationale Damen-Metamorphosen, ägyptische Tänze – sowie literarisch-humoristische Juwelen lassen bei strömendem Champagner und ozeanischer Stimmung die Atmosphäre der „Hölle“ für zwei Stunden wieder auferstehen und garantieren einen neptunisch vergnüglichen Abend.

Die außerordentlich karge Ausstattung von Stefan Fleischhacker steht ganz im Zeichen des 440. Geburtstags von Peter Paul Rubens.
Fritz Grünbaum, Joachim Ringelnatz, Karl Valentin und Walther Mehring garantieren literarisch-humoristisches Niveau. Lieder von Marlene Dietrich, Paolo Tosti, Ralph Benatzky und Maurice Ravel runden das Programm ab.

Das feinfühlige Ensemble „Albero Verde“ besorgt in gewohnt vollkommenem Spiel die Musik. Marie-Theres Arnbom präsentiert in der begleitenden Ausstellung, die ganz im Zeichen des Dreihundert Jahre Freimaurer-Jubiläums steht, neue verschollene Artefakte aus den Kabaretts.

Konzeption & Regie: Georg Wacks
Ausstattung: Stefan Fleischhacker

Termine:

Mo, 20.11.2017, 20:00 |
Sa, 25.11.2017, 20:00 |

Don Pasquale

von Gaetano Donizetti

Premiere: 17. November 2017

Dramma buffo in drei Akten (1843)
Arrangement von Tscho Theissing
Libretto von Michele Accorsi

Don Pasquale zählt seit seiner Uraufführung 1843 zu den beliebtesten und bekanntesten Buffo-Opern überhaupt. Noch ganz in der Tradition der Commedia dell’arte wurde sie aber nicht für Italien, sondern für das Théâtre Italien in Paris geschrieben. Die Handlung ist so alt wie das Theater selbst und hat seine Wirkung noch nie verfehlt. Es ist die Geschichte eines verliebten, schnöseligen Angebers, der von seiner Heiratslust gründlich kuriert wird und froh ist, seine junge Angetraute, die ihm das Leben zur Hölle macht, an ihren jugendlichen Liebhaber weiter reichen zu können. Tscho Theissings Arrangement verleiht den berühmten Melodien dieser zeitlosen Komödie Donizettis einen frischen, vom Jazz inspirierten Schwung.

Musikalische Leitung: Tscho Theissing
Inszenierung: Marcos Darbyshire
Ausstattung: Annemarie Bulla
Licht: Franz Tscheck

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine:

So, 19.11.2017, 19:00 |
Di, 21.11.2017, 19:00 |
Fr, 24.11.2017, 19:00 |
So, 26.11.2017, 19:00 |
Di, 28.11.2017, 19:00 |
Do, 30.11.2017, 19:00 |
Mo, 4.12.2017, 19:00 |
Mi, 6.12.2017, 19:00 |
Di, 12.12.2017, 19:00 |

Hagen

Die Ring-Trilogie

Premiere: 01. Dezember 2017

Musik und Text von Richard Wagner (1848-74)
In einer Fassung Tatjana Gürbaca, Bettina Auer und Constantin Trinks

Am Anfang steht ein Mord. Hagen, der Halbbruder der Gibichungen und Chefstratege an deren Hof am Rhein, tötet Siegfried hinterrücks, während Brünnhilde zuschaut. – Wie hat es dazu kommen können? Hagen erinnert sich, wie sein Vater Alberich ihn nächtens heimgesucht und ihm den Auftrag eingeflüstert hat, Siegfried zu ermorden und den Ring, also die Weltherrschaft, für seinen Vater zurückzugewinnen. Eine düstere, traumatische Szene, in der Alberich offen bekennt, dass er seinen Sohn nur aus dem einzigen Grund gezeugt und „zu zähem Hass erzogen“ hat, um ihn für seine eigene Rache zu instrumentalisieren. Hagen, der Freudlose, taucht noch tiefer in seine Erinnerung und somit in den Urschlamm der Geschichte des Rings ein: Alberich raubte, endgültig auf die Liebe verzichtend, das Rheingold, damit er daraus den Ring schmieden konnte. Im Kampf um die absolute Macht versklavte Alberich die Nibelungen und missbrauchte seinen Bruder Mime, bis er eines Tages von seinem Konkurrenten Wotan samt dessen windigem Berater Loge überlistet wurde. Diese nahmen ihm alles, Macht, Würde und Vermögen. Gedemütigt konterte Alberich mit einem fürchterlichen Fluch: Alle sollten nach dem Ring gieren, doch jedem, der ihn besäße, würde er den Tod bringen. Die Blutspur des Ringes wird lang werden.

Für diese Enteignung seines Vaters soll nun der Sohn Hagen Rache nehmen an Wotans Nachkommen Siegfried. Hagen zettelt unter dem Vorwand, seinen unverheirateten Halbgeschwistern Gunther und Gutrune zu den besten Ehegatten zu verhelfen, eine schreckliche Intrige an, um Siegfried schließlich den Ring entreißen zu können. Gutrune soll den „stärksten Helden Siegfried“ heiraten und Gunther „das herrlichste Weib der Welt“, Brünnhilde. Dafür zieht Hagen alle Register, er lügt, betrügt und manipuliert sämtliche Beteiligten. Als Brünnhilde und Gunther begreifen, dass sie alles, sogar ihre Selbstachtung, verloren haben, schwören sie Rache und Siegfrieds Tod.

Die Geschichte des ewigen Kampfes um die Macht aus der Verliererperspektive verbindet Szenen aus Wagners Rheingold und Götterdämmerung, also von Anfang und Ende seines Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen.

Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne: Henrik Ahr
Kostüme: Barbara Drosihn
Licht: Stefan Bolliger
Dramaturgie: Bettina Auer

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine:

So, 19.11.2017, 11:00 | Voraufführung |
Fr, 1.12.2017, 19:00 | Premiere |
Do, 7.12.2017, 19:00 |
So, 17.12.2017, 19:00 |

Siegfried

Die Ring-Trilogie

Premiere: 02. Dezember 2017

Musik und Text von Richard Wagner (1848-74)
In einer Fassung Tatjana Gürbaca, Bettina Auer und Constantin Trinks

Siegfried, der Drachentöter und „stärkste Held“, Siegfried, der seine Eltern nie kennengelernt hat, wird von Hagen ermordet. Brünnhilde schaut zu. Im Sterben denkt Siegfried an seine Jugend zurück. – Fern der Zivilisation ist Siegfried bei Mime aufgewachsen. Je älter er wird, umso drängender wird für Siegfried die Frage nach seiner Identität. Schließlich zwingt er Mime, ihm endlich von seinen wahren Eltern zu erzählen: Sieglinde und Siegmund trafen sich unter grauenhaften Umständen. Sie lebte, mit Hunding zwangsverheiratet, in unglücklicher Ehe, er war in Todesgefahr auf der Flucht. Magisch zu einander hingezogen entdeckten sie insgeheim ihre gemein - same Vergangenheit: dass sie Zwillinge sind, Kinder von Wotan, die früh getrennt worden sind. Hingerissen bekannten sie sich ihre Liebe. Als sie vor Hunding flohen, wollte die Walküre Brünnhilde Siegmund und die inzwischen schwangere Sieglinde schützen. Doch Wotan entschied den Kampf schweren Herzens zugunsten von Hunding und ließ Siegmunds Schwert zerschellen. Brünnhilde konnte nur Sieglinde retten, die später sterbend ihr Kind in Mimes Obhut gab.

Nun, da er seine Herkunft kennt, will Siegfried in die Welt hinaus. Er besiegt den Drachen Fafner und nimmt sich aus dem Nibelungen-Schatz, den dieser bewacht, lediglich Tarnhelm und Ring. Als er die bösen Absichten Mimes durchschaut, der mittels Siegfried an Gold und Macht kommen wollte, tötet er ihn. Ohne ihn zu erkennen, trifft Siegfried seinen Großvater Wotan als Wanderer, der weiterhin seinen Masterplan verfolgt, Weltherrschaft und Schatz zurückzugewinnen. Wotan will Siegfried aufhalten. Doch dieser rebelliert gegen den „Alten“, ihn drängt es, „das herrlichste Weib Brünnhilde“ zu finden. Gemeinsam entdecken Brünnhilde und Siegfried die Liebe. Ein kurzer Moment der Utopie.

Eingebettet in die Entwicklungsgeschichte Siegfrieds, der den tödlichen Strukturen auch in der dritten Generation nicht entkommen kann und den ewigen Kreislauf der Gewalt weitertreibt, liegen Szenen aus der Walküre.

Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne: Henrik Ahr
Kostüme: Barbara Drosihn
Licht: Stefan Bolliger
Dramaturgie: Bettina Auer

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine:

Sa, 2.12.2017, 18:30 | Premiere |
Sa, 9.12.2017, 18:30 |
Mo, 18.12.2017, 18:30 |

Brünnhilde

Die Ring-Trilogie

Premiere: 03. Dezember 2017

Brünnhilde schaut zu, wie Siegfried – der Mann, den sie liebt – von Hagen ermordet wird. Sie erinnert sich an die letzte Auseinandersetzung mit ihrem Vater Wotan, die ihr Leben so grundlegend verändert hat. Die wilde Walküre und ausgesprochene Lieblingstochter ihres Vaters hatte sich seinem Befehl widersetzt und das Liebespaar Siegmund und Sieglinde im Kampf gegen Hunding retten wollen. Weil Wotan ihr diesen emanzipatorischen Ungehorsam nicht verzeihen konnte, wollte er Brünnhilde grausam bestrafen. Sie sollte, von allen isoliert, in Schlaf versetzt werden – jedem Manne, der sie fände, wehrlos ausgeliefert. Erst als Wotan erfuhr, dass Sieglinde mit dem nächsten Helden Siegfried schwanger wäre, wandelte er die Strafe: Die schlafende Brünnhilde sollte von einem Feuerkreis geschützt sein, den nur ein „furchtlos freiester Held“ durchschreiten könnte. Dies konnte nur Siegfried sein.

Brünnhilde fühlt sich Siegfried in Liebe untrennbar verbunden und so unverwundbar, dass sie ihn „zu neuen Taten“ ziehen lassen kann. Zum Abschied schenkt er ihr den Ring und sie ihm ihr Pferd Grane. Waltraute, eine Walküren-Schwester von Brünnhilde, sucht sie heimlich auf, um ihr vom desaströsen Zustand Wotans und der Welt zu berichten. Brünnhilde soll den Rheintöchtern den Ring zurückgeben, doch diese weigert sich, für Wotans alte Fehler einzustehen. Sie besteht auf ihrem Liebespfand. Ein Fremder taucht auf, überwältigt sie und entreißt ihr den Ring. Es ist Siegfried, der durch den Tarnhelm Gunthers Gestalt angenommen hat. Er will Brünnhilde als Braut für seinen Blutsbruder Gunther holen. Als die neuen Paare Siegfried-Gutrune und Gunther-Brünnhilde später zur Doppelhochzeit schreiten, wird der grausame Betrug offenbar. Brünnhilde erhebt Anklage, Hagen sät Zwietracht. Nachdem er Siegfried ermordet hat, bricht alles zusammen. Brünnhilde packt die alte Welt auf den Scheiterhaufen, die Götter haben ausgedient. Ist nun etwas Neues möglich?

Der letzte Abend der Trilogie, in dem alte Strukturen und Machtverhältnisse überwunden werden, erzählt aus weiblicher Perspektive, eine Szene aus der Walküre mit großen Teilen der Götterdämmerung verknüpfend.

Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Tatjana Gürbaca
Bühne: Henrik Ahr
Kostüme: Barbara Drosihn
Licht: Stefan Bolliger
Dramaturgie: Bettina Auer

Termine:

So, 3.12.2017, 18:30 | Premiere |
So, 10.12.2017, 18:30 |
Di, 19.12.2017, 18:30 |
So, 31.12.2017, 18:30 |

Portraitkonzert: Anna Gillingham, Sopran

Anna Gillingham, Sopran

Die jungen Sängerinnen und Sänger können Sie nicht nur in den Opernproduktionen in der Kammeroper erleben, sie werden ebenfalls geeignete Partien in den „großen“ Opernproduktionen im Theater an der Wien übernehmen.
Um aber die musikalische Persönlichkeit der Künstlerinnen und Künstler genauer kennenzulernen und ihre Entwicklung verfolgen zu können, präsentieren sie sich in jeder Saison in einem individuellen Portraitkonzert.
Das Programm gestalten die Ensemble-Mitglieder jeweils selbst entsprechend ihres Entwicklungsstandes und ihrer persönlichen Vorlieben. Der Abend setzt sich aus einem Liedteil und einem Opernarienteil zusammen – darüber hinaus kann jede/r Musik aus seiner Heimat vorstellen. Die Internationalität des Ensembles ergibt eine spannende musikalische Reise durch die Welt. Begleitet werden die jungen Künstlerinnen und Künstler am Klavier.

Ort:

A-1010 Wien, Fleischmarkt 24 (Theater an der Wien)

Termin:

Do, 23.11.2017, 19:30 |

Portraitkonzert: Julian Henao Gonzalez, Tenor

Julian Henao Gonzalez, Tenor

Die jungen Sängerinnen und Sänger können Sie nicht nur in den Opernproduktionen in der Kammeroper erleben, sie werden ebenfalls geeignete Partien in den „großen“ Opernproduktionen im Theater an der Wien übernehmen.
Um aber die musikalische Persönlichkeit der Künstlerinnen und Künstler genauer kennenzulernen und ihre Entwicklung verfolgen zu können, präsentieren sie sich in jeder Saison in einem individuellen Portraitkonzert.
Das Programm gestalten die Ensemble-Mitglieder jeweils selbst entsprechend ihres Entwicklungsstandes und ihrer persönlichen Vorlieben. Der Abend setzt sich aus einem Liedteil und einem Opernarienteil zusammen – darüber hinaus kann jede/r Musik aus seiner Heimat vorstellen. Die Internationalität des Ensembles ergibt eine spannende musikalische Reise durch die Welt. Begleitet werden die jungen Künstlerinnen und Künstler am Klavier.

Ort:

A-1010 Wien, Fleischmarkt 24 (Theater an der Wien)

Termin:

Sa, 9.12.2017, 19:30 |

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6 (Theater an der Wien)
A 1060 Wien

Telefon: +43 (1) 588 30-1010, Kartentelefon / (+43/1) 58885
Fax: +43 (1) 588 30 991010
E-Mail: info@theater-wien.at

Öffnungszeiten Tageskasse Theater an der Wien:
Montag – Samstag, 10 – 18 Uhr