Aufführungen         Festival Osterklang    
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THEATER AN DER WIEN

Das neue Opernhaus

Wiens jüngstes und zugleich ältestes Opernhaus.

Und es ist nicht irgendein Theater, sondern das Haus, das Emanuel Schikaneder, vielseitiges Genie, Schauspieler, Organisationstalent und vor allem Librettist der Zauberflöte, 1801 im Geiste Mozarts in Wien erbauen ließ.

Seit Januar 2006, mit den Jubiläumsfeiern zu Mozarts 250. Geburtstag, präsentiert sich das Theater an der Wien als neues Opernhaus der Stadt Wien. Als ganzjährig bespieltes Stagione-Opernhaus eröffnet das Theater an der Wien eine neue, eigenständige Kategorie im anspruchsvollen Wiener Kulturbetrieb. Zwölf Monate im Jahr – mit monatlich einer Premiere – wird Oper im Stagione-System gespielt: das bedeutet gleich bleibende Besetzung von der ersten bis zur letzten Vorstellung und damit kontinuierliche Qualität auf höchstem internationalen Niveau.

Der moderne, offene Zugang zum Musiktheater durch Programm, Bespielung und Künstler wird durch das Haus selbst, seine Architektur und lebendige Lage betont. Ambiente und Materialien, intime Atmosphäre und ideale Akustik im historischen Theater animieren zum Öffnen der Sinne für das Schöne. Das Theater an der Wien stellt bewusst einen wechselseitigen Bezug zu seiner lebendigen Umgebung am Naschmarkt und zur jungen Kulturszene rund um das Schleifmühlviertel her.

Spielzeit 2011/12

Ich, Schikaneder

Konzert mit Adi Hirschal

Premiere: 28. Januar 2011, Theater an der Wien

Emanuel Schikaneder war Bauherr des Theater an der Wien, Freimaurer, Freund Mozarts, Librettist der Zauberflöte und der erste Papageno. Das ist schon recht viel, aber diese Tätigkeiten sind nur die wenigen bekannt gebliebenen Höhepunkte eines abenteuerlichen Lebens. Schikaneder erlebte ein erstaunliches Auf und Ab in seiner Karriere, schrieb außer der Zauberflöte eine Vielzahl von erfolgreichen Theaterstücken und Libretti, die erst im Freihaustheater auf der Wieden, dann im neuen Theater an der Wien das Publikum anlockten. Die Wiener Theatergeschichte hat er mit seinen Stücken und seinem Einsatz für befreundete Künstler wie eben Mozart, aber auch Franz Teuber, Carl Ditter von Dittersdorf und nicht zuletzt Ludwig van Beethoven maßgeblich mitgeprägt. Mit Geld stand er allerdings Zeit seines Lebens auf dem Kriegsfuß, so ist er ist er verarmt und geistig umnachtet 1812 in Wien gestorben. 200 Jahre ist das nun her, Grund genug, Schikaneder in seinem eigenen Hause wieder zum Leben zu erwecken. Susanne Wolf hat unter Verwendung von Originalzitaten eine fiktive Lebensrückschau des kongenialen Theatermannes geschrieben, die Adi Hirschal als Schikaneder präsentiert.

Regie: Adi Hirschal
Schikaneder: Adi Hirschal
Sopran: Jennifer Davison
Bariton : Klemens Sander
Klavier: Anton Ziegler

Ort:

Theater an der Wien

Termine:

Sa, 24.3.2012, 20:00 |
So, 24.6.2012, 11:00 |
Mo, 25.6.2012, 11:00 |

Telemaco

Dramma per musica in zwei Akten (1765)

Premiere: 19. Februar 2012, Theater an der Wien

Musik von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Marco Coltellini

Christoph Willibald Gluck lieferte 1765 zur Hochzeit von Kaiser Joseph II. mit Maria Josepha von Bayern drei Werke: die Azione teatrale Parnaso confuso, die Ballett-Pantomine Semiramide und die Oper Telemaco. Nur Parnaso confuso gefiel, die anderen beiden Stücke erregten wegen ihrer für Hochzeitsfeiern nicht so passenden Handlungsverläufe eher Befremden. Dabei hatte Gluck bei der Komposition von Telemaco größte Sorgfalt angewandt, nur zur Komposition der damals üblichen Balletteinlagen war er nicht mehr gekommen – was ebenfalls Missfallen erregte. Telemaco verschwand sofort wieder von der Bühne.

Telemaco ist auf der Suche nach seinem verschollenen Vater Ulisse auf der Insel der Zauberin Circe gelandet. Dort verliebt er sich in Asteria. Sie wurde als Kind von Circe geraubt und kennt ihre Herkunft nicht. DieZauberin veranstaltet zu Ehren ihres Gastes ein Fest für Gott Amor. Ein Orakel zerstört jedoch das Festvergnügen: Amor verurteilt diejenigen zum Leiden, die in der Liebe tyrannisch sind. Circe bezieht das nicht zu Unrecht auf sich, denn sie hält Ulisse aus Liebe gefangen. Bestürzt lässt sie ihn und seine Gefährten, die sie in Bäume verwandelt hatte, frei. Telemaco findet endlich seinen Vater. Aber schon gleich bereut Circe ihren Großmut, sie versucht mit Zaubereien und Intrigen, die Abreise von Ulisse zu verhindern, aber es misslingt ihr. Asteria flieht mit nach Ithaka: Sie ist die Tochter des Königs von Kreta und schon von Kind an als Braut für Telemaco bestimmt gewesen. Die einsame Circe verwüstet enttäuscht die Insel und fliegt auf einem Drachen davon. Venus und Amor verzaubern die Insel in ein Liebesparadies.

Gluck verband Elemente der französischen Tragédie lyrique mit denen des italienischen Stils, und somit zählt Telemaco deutlich zum Typus der Reformoper. Inhaltlich haben vor allem die magischen Künste Circes ihr Vorbild in französischen Zauberopern. Gluck verwendete unterschiedlichste Arienformen und integrierte den Chor sinnvoll in die Handlung. Für die Partie der Circe ersann er Gefühlsausbrüche von beeindruckender Virtuosität. 1987 erklang das Werk das erste Mal seit der Uraufführung konzertant in Salzburg, eine erste szenische Aufführung erlebte Telemaco 2003 beim English Bach-Festival.

Musikalische Leitung: René Jacobs
Inszenierung: Torsten Fischer
Ausstattung: Vasilis Triantafillopoulos, Herbert Schäfer
Licht: Diego Leetz
Dramaturgie: Herbert Schäfer

Ort:

Theater an der Wien

Termine:

So, 19.2.2012, 19:00 | Premiere |
Mi, 22.2.2012, 19:00 |
Fr, 24.2.2012, 19:00 |
Mo, 27.2.2012, 19:00 |
Mi, 29.2.2012, 19:00 |
Fr, 2.3.2012, 19:00 |

Il Giustino

Dramma per musica in drei Akten (1724)

Musik von Antonio Vivaldi (1678-1741)
Libretti von Niccolò Beregani und Pietro Pariati

Der Werdegang Kaiser Justins I. ist eine wahre Begebenheit. Der aus bäuerlichen Verhältnissen stammende Justin war Soldat in Byzanz, stieg zum Befehlshaber der Palastwache auf und nutzte nach dem Tod des Kaisers eine höfische Intrige, um sich selbst krönen zu lassen. Der literarisch versierte venezianische Anwalt Nicolò Berengani hat diesen Stoff zum Opernlibretto geformt. Zum Karneval 1724 weilte Vivaldi erneut in Rom, wo er am Teatro Capranica ein Pasticcio und darauf Il Giustino zur Aufführung brachte. Auf den römischen Bühnen waren damals per päpstlichem Erlass nur Männerstimmen zugelassen.

Von dieser neuen Herausforderung ließ sich Vivaldi nicht einschränken. Il Giustino verlangt zehn handelnde Personen und neben Streichern und Continuo jeweils zwei Blockflöten, Oboen, Trompeten, Hörner und Pauken, dazu für eine Arie sogar ein Hackbrett. Über Vivaldis Erfolg in der Spielzeit 1724 berichtete der deutsche Flötist Johann Joachim Quantz: „Das neueste, was mir zu Ohren kam, war, der mir noch ganz unbekannte sogenannte Lombardische Geschmack, welcher kurz vorher Vivaldi durch eine seiner Opern in Rom eingeführet, und die Einwohner dergestalt dadurch eingenommen hatte, dass sie fast nichts hören möchten, was diesem Geschmacke nicht ähnlich war.“

Musikalische Leitung: Stefano Molardi
Konzertmeister: Jonathan Guyonnet

Ort:

Theater an der Wien

Termin:

Di, 21.2.2012, 19:00 |

Margot, Memoirs of an Unhappy Queen

Konzert

Goran Bregović, Gesang und Gitarre
Alen Aemovic, Perkussion und Gesang
Swintha Gersthofer, Schauspielerin
Wedding & Funeral Brass Band
Belgrade Sextet of Male Voices
String Quintet
Wedding and Funeral Orchestra


The show is imagined as’ recitativo accompagnato’, a form fashionable in the sixteenth century that lead to Monteverdi’s first opera. Monolog accompanied by music. The orchestra is composed of percussions, base, 2 trumpets, sax, two baritones, a string quartet, two female and six male singers (plus an organ – where possible). A simple room. The action is set in Bosnia. The time is war 1991-95.

Enters a scatty young woman wearing mourning reading a text aloud, then starts looking for something…

“I hate war, I hate war, HATE… I don’t know if some other war would suit me better, I doubt it… but this one… in your war I have already lost general, sir! … in this war my victory was not planned… in this war there will be no victor – not the Orthodox, Catholics neither, nor the Muslims… who then? Well I’ll tell you general, Sir … it won’t be « the Lions » as you say, but vultures… vultures, smugglers and mafia... because when oil flows in from Bulgaria, Marlboro from Turkey, coffee from Austria, Pampers from Italy, whores from Ukraine, Tampax from Slovenia… vultures’ money does what no-one else can. It opens fronts, stops artillery fire, snipers take a break: heroin from Albania is passing through! …aaah HEROIN… Here no one smokes hash any more, you roll a joint with heroin – heroin is easier to come by than a sandwich! Aaaah-buuut – you can’t find any Rizla paper – this thin, fine paper for rolling joints… that’s nowhere to be found. Now thaaat, this Rizla, honourable smugglers, both ours on our side and the ones over there, chose not to smuggle in this war… Why?... Eh, well, that we don’t know… This is the fourth year of the war – I’ve rolled all of mum’s poetry collections… so what now? Those on the other side have probably already smoked the few books they had… They have probably already all switched to the needle… I can’t shoot up… I tried, it hurts…

Ort:

Theater an der Wien

Termin:

So, 26.2.2012, 19:30 |

The Fairy Queen

Semi-opera (1692)

Musik von Henry Purcell (1659-1695)
Libretto von nach William Shakespeares Sommernachtstraum

Im Laufe einer Nacht verwirren sich die Liebesbeziehungen im Reich von Titania und Oberon, dem zerstrittenen Königspaar der Feen. In der allgemeinen Enthemmung fallen die verhüllenden Masken, erst im Tageslicht können sich die Paare wieder erkennen und es scheint, als wären die Erlebnisse der Nacht nichts weiter als ein Traum gewesen. Henry Purcell erweiterte in seiner Semiopera die gesprochenen Dialoge durch Gesang und Tanz, eine englische Besonderheit des 17. Jahrhunderts, die durch die Vereinigung des elisabethanischen Dramas und der üppig ausgestatteten höfischen Masque entstanden war. The Fairy Queen ist ein Arrangement von Shakespeares Sommernachtstraum durch einen anonymen Librettisten, dessen Textbuch in London im Frühjahr 1692 erschien und auf dessen Inszenierung das Publikum gespannt wartete. Denn bereits der Sprecher des Prologs weist darauf hin, dass die Aufführung die vorangegangenen, erfolgreichen Werke von Purcell noch erheblich überbieten werde. Ohne Erfolg, The Fairy Queen wurde kein weiteres Mal in der Urform aufgeführt und nach Purcells frühem Tod 1695 galt die Partitur als verschollen. Erst im frühen 20. Jahrhundert tauchte eine nahezu vollständig erhaltene Partitur, zum Teil aus der Handschrift des Komponisten, wieder auf und sorgte für die Verbreitung von Purcells Meisterwerk.

Musikalische Leitung: Robert King
Sopran: Lucy Crowe
Tenor: James Gilchrist
Bass: David Wilson-Johnson
Orchester: The King´s Consort

Ort:

Theater an der Wien

Termin:

Do, 1.3.2012, 19:00 |

Ariodante

Dramma per musica in drei Akten(1735)

Musik von Georg Friedrich Händel
Libretto von Antonio Salvi

Ginevra, Tochter des Königs von Schottland, und der Ritter Ariodante lieben einander. Doch Polinesso will durch eine Ehe mit Ginevra die Macht erringen. Durch eine Intrige gelingt es ihm, Ariodante die Untreue von Ginevra vorzutäuschen. Doch seine Schandtat wird aufgedeckt und das Paar mit dem Segen des Königs vereint. Die drei Opern Händels Orlando, Ariodante und Alcina basieren auf Ludovico Ariostos Epos Orlando furioso und haben besonders starke und dramatische Handlungen. Unter dem starken Konkurrenzdruck seitens der Opera of the Nobility richtete Händel sein Augenmerk auf die fantastische Welt der Ritterepen für seine Opernaufführungen im Covent Garden. Die Intrige hatte bereits Shakespeare angeregt, der die Geschichte in seiner Komödie Viel Lärm um Nichts bearbeitete. Händel schrieb zweieinhalb Monate lang an Ariodante, eine für ihn ungewöhnlich lange Kompositionszeit. Die Musik sowie die sensibel gezeichneten Charakterbilder gehören zum Ausdrucksvollsten, was er je geschrieben hat. Zudem schöpfte Händel das künstlerische Potenzial am Covent Garden voll und ganz aus. Während seine Konkurrenz dezidiert dem italienischen Geschmack treu blieb, setzte Händel mit Balletteinlagen, wie sie eigentlich für die französische Oper charakteristisch waren, auf eine publikumswirksame Erneuerung.

Musikalische Leitung: Alan Curtis
Orchester: Il Complesso Barocco

Ort:

Theater an der Wien

Termin:

Fr, 9.3.2012, 19:00 |

Les contes d'Hoffmann

Opéra-fantastique in fünf Akten (1881)

Premiere: 19. März 2012, Theater an der Wien

Musik von Jacques Offenbach
Libretto von Jules Barbier nach dem Schauspiel von Jules Barbier und Michel Carré
Herausgegeben von Michael Kaye und Jean-Christophe Keck

E. T. A. Hoffmann schuf Erzählungen voll skurriler, witziger, teils beängstigender Fantasie. Die heimelige Welt des deutschen Bürgers bevölkerte er mit Dämonen, Zauberern oder Wechselbälgern. Manchmal wirkt eine solche Begegnung beglückend, manchmal zerstörend. Dabei bleibt oft unsicher, ob die Geschehnisse real sind oder nur im Kopf der Figuren stattfinden. Wie kein anderer thematisierte Hoffmann die Frage nach der Wahrnehmung der Welt. In Frankreich war Hoffmanns Werk beliebter als in seiner Heimat. Michel Carré und Jules Barbier machten 1851 in dem Drama Les contes d’Hoffmann den sonderbaren Dichter zum Helden seiner eigenen Abenteuer. Jacques Offenbach fand in diesem Stück eine inspirierende Vorlage für sein letztes großes Bühnenwerk.

Hoffmann wartet mit seinem Freund Nicklausse und einigen Studenten in der Kneipe Lutter & Wegner auf seine Geliebte, die Sängerin Stella, die gerade als Donna Anna im benachbarten Theater brilliert. Um die Wartezeit zu verkürzen, erzählt er seine unglücklichen Liebesabenteuer: Olympia, Antonia und Giulietta – alle drei leidenschaftlich geliebte Frauen hat er unter sonderbaren Umständen verloren. Immer wieder schien sein Glück von einem Bösewicht hintertrieben worden zu sein, der ihn unter wechselnden Identitäten verfolgt. Und auch jetzt erkennt Hoffmann seinen Widersacher in dem Rat Lindorf unter den Zuhörern. Nun ist der Bösewicht hinter Stella her. Als Hoffmanns Erzählungen enden, führt Lindorf wirklich die von dem verwirrten Dichter verstoßene Sängerin mit sich fort. Ist jener Verfolger ein Mensch oder der Teufel? Und Hoffmanns treuer Nicklausse, ist das ein Mann, eine Frau, die hilfreiche Muse oder auch ein Geschöpf des Teufels? Als Muse verheißt sie am Ende dem einsamen Hoffmann großen Dichterruhm, aber ist das ein ausreichender Ersatz für die Liebe?

Jacques Offenbach starb kurz vor der Uraufführung von Les contes d’Hoffmann, und das Werk kam daher nur stark gekürzt auf die Bühne, ein großer Teil der Handschrift verschwand. Vor nicht allzu langer Zeit tauchten wichtige Dokumente wieder auf, und die von Offenbach geplante Konzeption kann nun weitgehend nachvollzogen werden. Das Theater an der Wien präsentiert zum ersten Mal in Wien Les contes d’Hoffmann in der rekonstruierten Urfassung.

Musikalische Leitung: Riccardo Frizza
Inszenierung: William Friedkin
Bühne: Michael Curry
Kostüme: Herbert Murauer
Licht: Mark Jonathan

Ort:

Theater an der Wien

Termine:

Mo, 19.3.2012, 19:00 | Premiere |
Fr, 23.3.2012, 19:00 |
So, 25.3.2012, 19:00 |
Di, 27.3.2012, 19:00 |
Do, 29.3.2012, 19:00 |

Theodora

Oratorium in drei Teilen (1749)

Musik von Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Libretto von Thomas Morell

Dass die Macht der Obrigkeit im Tod ihre finale Grenze findet, schildert Händels Oratorium Theodora, das Librettist Thomas Morell nach The Martyrdom of Theodora and Didymus von Robert Boyle und Corneilles Théodore vièrge et martyre verfasst hat. Theodora und ihr Freund Didymus wollen ihrem Glauben nicht abschwören, bleiben trotz erheblicher Repressionen standhaft und müssen den Märtyrertod sterben. Georg Friedrich Händel schrieb das Oratorium 1749 und stellt in seinem nach innen gekehrten Stück die zwei Welten des heidnischen Römertums und des Urchristentums einander gegenüber. In Antiochia um das Jahr 305 befiehlt der römische Gouverneur Valens, dem Gott Jupiter Opfer darzubringen. Die weltentsagende Christin Theodora kann diesen Befehl nicht erfüllen und wird zum Dienst im Freudentempel gezwungen. Der in Theodora verliebte Offizier Didymus lässt sich zum Christentum bekehren und verhilft ihr zur Flucht. Doch Valens hat für beide kein Mitleid und verhängt nach römischem Recht die Todesstrafe.

Händel selbst schätzte das Werk hoch ein, das am 16. März 1750 im Theatre Royal in Covent Garden uraufgeführt wurde, dann aber nur zwei Wiederholungen erlebte. Der Zulauf der Londoner ließ zu wünschen übrig: „Die Juden wollen nicht kommen wie zum Judas, weil es eine christliche Geschichte ist, und den christlichen Damen ist der Stoff zu tugendhaft“, soll Händel dem Librettisten Morell den Misserfolg erklärt haben.

Musikalische Leitung: Hervé Ni
Orchester: Le Concert Spirituel

Ort:

Theater an der Wien

Termin:

Mi, 21.3.2012, 19:00 |

Christus am Ölberge

Premiere: 31. März 2012, Theater an der Wien

Ludwig van Beethoven (1770-1827): Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36
Christus am Ölberge, Oratorium für drei Solostimmen, Chor und Orchester

Auf dem Programm des Eröffnungskonzertes zum fünfzehnten OsterKlang-Festival steht Ludwig van Beethovens einziges Oratorium Christus am Ölberge, das er anlässlich seiner Ernennung zum Hauskomponisten des Theater an der Wien komponierte. Da aufgrund der Fastenzeit die Aufführung von Opern damals verboten war, wählte er die Gattung Oratorium für dieses Ereignis. Gemeinsam mit der zweiten Symphonie gelangte das Werk bei der von Beethoven veranstalteten Akademie am 5. April 1803 im Theater an der Wien erstmals zur Aufführung.

Das Oratorium entstand „in 14 Tagen zwischen allem möglichen Tumult und anderen unangenehmen ängstigenden Lebensereignissen“, schrieb der Komponist an seinen Verlag Breitkopf & Härtel. Für das Libretto wählte Franz Xaver Huber einen szenenartig aufgebauten Ausschnitt aus dem Passionsgeschehen, der die Verlassenheit Jesu im Garten Gethsemane und seine Gefangennahme schildert.

Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Orchester: Wiener Philharmoniker
Chor: Arnold Schoenberg Chor (Ltg. Erwin Ortner)

Ort:

Theater an der Wien

Termine:

Sa, 31.3.2012, 15:30 | Premiere |
So, 1.4.2012, 11:00 |

Johannes-Passion

Stephen Layton, Musikalische Leitung
Ian Bostridge, Evangelist & Tenor
Neal Davies, Christus
Carolyn Sampson, Sopran
Iestyn Davies, Counter-Tenor
Derek Welton, Pilatus & Bass
Orchestra of the Age of Enlightenment, Orchester
Polyphony, Chor


Johann Sebastian Bach (1685-1750): Johannes-Passion

In meines Herzens Grunde
Dein Nam´ und Kreuz allein
Funkelt all´ Zeit und Stunde,
Drauf kann ich fröhlich sein.

Die konzise, schnörkellose Johannes-Passion ist die frühere der beiden von Johann Sebastian Bach erhaltenen Passionen. Sie wurde am 7. April, dem Karfreitag des Jahres 1724, in der Nicolaikirche in Leipzig uraufgeführt. Bach schildert die Ereignisse um Jesu Leiden von seiner Gefangennahme bis zur Grablegung in ergreifend schlichter Klarheit und direkter Dramatik.

Die musikalische Tiefe erreicht Bach durch ein besonders vielfältig besetztes Orchester, Oboen und Streichinstrumente, die in reicher Variationsbreite eingesetzt werden. Das Ineinander von eindringlicher Darstellung der Passionshandlung durch die SolistInnen und kontemplativen Chorpartien erwirkt intensive Versenkung in den emotionalen Nachvollzug vom Opfertod Christi.

Ort:

Theater an der Wien

Termin:

Di, 3.4.2012, 19:00 |

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
A-1060 Wien

Telefon: (+43/1) 58885 Kartentelefon / (+43/1) 58830-660
Fax: (+43/1) 58830-650
E-Mail: oper@theater-wien.at

Kassenöffnungszeiten Theater an der Wien:
Montag – Sonntag, 10 – 19 Uhr