Wiener Staatsoper

Spielzeit 2017/18

Der Spieler

Sergej Prokofjew

Premiere: 04. Oktober 2017

Wieder einmal sprach man vom Verfall der Gattung Oper, von Kraft- und Saftlosigkeit, von immer gleichen Formen. Da machte sich einer auf, um das russische Musiktheater zu retten: Sergej Prokofjew. Basierend auf Dostojewskis autobiografisch getöntem Roman Der Spieler schrieb er wie im Rausch eine soghafte Musik. Geld und Liebe, Spielsucht und Verzweiflung, reiche Großmütter und arme Generäle: All das deklinierte Prokofjew mit analytischem Blick und im prägnanten Stil durch. An der Wiener Staatsoper ist Der Spieler bisher nur als Gastspiel gegeben worden – erstmals also eine Neuproduktion dieser Oper im Haus am Ring!

DirigentIn: Simone Young
Regie: Karoline Gruber
Bühnenbild: Roy Spahn
Kostüme: Mechtild Seipel
Licht: Ulrich Schneider
Choreographie: Stella Zannou
Dramaturgie: Alexander Meier-Dörzenbach

Termine:

Mi, 4.10.2017, 19:00 | Premiere |
Sa, 7.10.2017, 19:30 |
Di, 10.10.2017, 19:30 |
Sa, 14.10.2017, 19:30 |
Di, 17.10.2017, 19:30 |
Fr, 20.10.2017, 19:30 |

MacMillan | McGregor | Ashton

Kenneth MacMillan, Wayne McGregor, Frederick Ashton

Premiere Ballett: 31. Oktober 2017

Der neue mehrteilige Abend des Wiener Staatsballetts ist ganz der "britischen Choreographie" gewidmet: Mit Kenneth MacMillan, Wayne McGregor und Frederick Ashton sind drei Choreographen vertreten, welche dieselbe Tradition des Tanzes repräsentieren. "Concerto" – ein abstraktes Ballett – eröffnet den Abend im neoklassischen Stil und gibt in jedem der drei Sätze reichlich Gelegenheit zur virtuosen Entfaltung. "EDEN|EDEN" exploriert Spannungsverhältnisse von Mensch und Technologie vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen wie dem "Clonen" oder der "Cyborgs". "Marguerite and Armand" schließlich wurde für Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew geschaffen und ist seitdem ein Klassiker der englischen Tanzkunst.

Dirigent: Valery Ovsyanikov
Choreographie: Kenneth MacMillan
Musik: Dmitri Schostakowitsch
Ausstattung: Deborah MacMillan

Termine:

Di, 31.10.2017, 19:00 | Premiere |
Fr, 3.11.2017, 19:00 |
Mo, 6.11.2017, 19:00 |
Fr, 10.11.2017, 19:00 |

Ballett: Giselle

Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot, Marius Petipa

Adolphe Adams "Giselle" gilt zu Recht als das Hauptwerk der Ballettromantik. Die von Heinrich Heine beschriebene Sage von den Todestänzen der Wilis aufgreifend, ist dieses Werk aufgrund der genialen Umsetzung eines ganz von Tanz durchdrungenen Stoffs ein bis heute gültiges Modell für die Darstellung des Aufeinanderprallens der Welten des Realen und Irrealen geblieben. Getanzt wird die 1993 von Elena Tschernischova für Wien geschaffene Fassung, die auf der Choreographie von Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa beruht.

Dirigent: Valery Ovsyanikov
Choreographie und Inszenierung: Elena Tschernischova
Bühnenbild: Ingolf Bruun
Kostüme: Clarisse Praun-Maylunas

Termine:

Fr, 22.9.2017, 19:30 |
Sa, 23.9.2017, 20:00 |
So, 24.9.2017, 11:00 |
Di, 26.9.2017, 19:30 |
Do, 28.9.2017, 19:30 |
So, 1.10.2017, 19:00 |
Mo, 9.10.2017, 19:30 |

La traviata

Giuseppe Verdi

Violetta Valéry, strahlender Mittelpunkt der Pariser Demimonde, gibt - nach einer Krankheit scheinbar wieder genesen - in ihrem Haus ein Fest, bei dem sich viele Herren der guten Gesellschaft einfinden. Einer aus der Schar ihrer Verehrer, Gaston, führt seinen Freund Alfred Germont, auf den die umworbene Frau tiefen Eindruck gemacht hat, in deren Salon ein. Ihr zu Ehren preist Alfred in einem Trinklied die Liebe. Violetta bekennt sich zum unbeschwerten Lebensgenuss. Als sie die Gesellschaft zum Tanz auffordert, erleidet sie jedoch einen plötzlichen Schwächeanfall.

Dirigent: James Gaffigan
Regie: Jean-François Sivadier
Bühne: Alexandre de Dardel
Kostüme: Virginie Gervaise
Maske: Cecile Kretschmar
Licht: Philippe Berthomé
Choreographie: Boris Nebyla
Regiemitarbeit: Veronique Timsit

Termine:

So, 24.9.2017, 19:30 |
Mi, 27.9.2017, 19:00 |
Fr, 29.9.2017, 19:30 |
Mo, 2.10.2017, 19:30 |

La Bohème

Giacomo Puccini

In der Mansarde: Der Weihnachtsabend in der von vier jungen Künstlern bewohnten armseligen Mansarde wird sich kaum von anderen Abenden unterscheiden: Marcel arbeitet an einem Gemälde, Rudolf, Dichter und Schriftsteller, blickt über die Dächer von Paris. Sie haben kein Geld, sie frieren und sind doch guten Muts. Ein Bündel Manuskripte heizt den Ofen nur für Augenblicke. Colline, seines Zeichens Philosoph, kommt unverrichteter Dinge nach Hause - das Leihhaus war geschlossen. Aber der vierte, Schaunard, der Musiker, hat mehr Glück. Er erzählt, keiner hört zu - die mitgebrachten Lebensmittel versprechen ein frohes Fest.

Dirigent: Eivind Gullberg Jensen
Regie und Bühnenbild: Franco Zeffirelli
Kostüme: Marcel Escoffier

Termine:

Sa, 30.9.2017, 19:30 |
Di, 3.10.2017, 19:30 |
Fr, 6.10.2017, 19:30 |

Don Giovanni

Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni hat sich heimlich in das Haus des Komturs zu dessen Tochter Donna Anna begeben. In der Zwischenzeit muss sein Diener Leporello vor dem Hause Wache stehen. Plötzlich stürzt Don Giovanni heraus. Der Komtur, auf Donna Annas Hilferuf herbeigeeilt, stellt ihn und wird im Zweikampf getötet. Zu spät kommt Donna Annas Verlobter Don Ottavio: Er kann nur mehr den Schwur der Rache leisten. Don Giovanni sucht neue Abenteuer. Er nähert sich einer Dame, muss aber erkennen, dass es Donna Elvira ist, eine von ihm verlassene Geliebte. Don Giovanni weicht zurück und überlässt es Leporello, der Dame zu erklären, dass sie, wie ein Register beweist, nur ein Name neben vielen ist. Bei der Hochzeit Zerlinas und Masettos tritt Don Giovanni als großer Herr auf. Mit Leichtigkeit gelingt es ihm, die junge Braut zu betören. Doch da erscheint warnend Donna Elvira.

Dirigent: Sascha Goetzel
Regie: Jean-Louis Martinoty
Bühne: Hans Schavernoch
Kostüme: Yan Tax
Licht: Fabrice Kebour

Termine:

Do, 5.10.2017, 19:00 |
So, 8.10.2017, 18:00 |
Mi, 11.10.2017, 19:00 |
Fr, 13.10.2017, 19:00 |

Der Karneval der Tiere

Sonderprogramm

Neben Sergej Prokofjews Peter und der Wolf gehört Camille Saint-Saens‘ Der Karneval der Tiere zu den bekannten und traditionellen Konzertstücken für Kinder. Erstmals erklingt in der Walfischgasse nun dieses gutgelaunte und musikalisch unterhaltsame Stück – gespielt vom Bühnenorchester unter Dirigent Witolf Werner. Den Sprecher-Part übernimmt das Staatsopern-Ensemblemitglied Hans Peter Kammerer.

Dirigent: Witolf Werner
Sprecher: Hans Peter Kammerer
Bühnenorchester der Wiener Staatsoper

Ort:

Agrana Studiobühne | Walfischgasse

Termine:

Do, 12.10.2017, 10:30 |
Fr, 13.10.2017, 10:30 |

Wagners Nibelungenring für Kinder

Kinderoper

Der Bösewicht Fafner versucht ein Schwert zu stehlen, das niemand berühren darf. Die Walküren wollen ihn aufhalten. Als Fafner eine von ihnen gefangen nimmt, ergreift Brünnhilde in ihrer Not das Schwert, obwohl es ihr Vater Wotan streng verboten hat. Das Schwert zerbricht, und Fafner kann entkommen. Als Strafe für die Missachtung seines Verbots versetzt Wotan Brünnhilde in einen ewigen Schlaf. Er ruft den Feuergott Loge, der einen Kreis aus Flammen um sie zieht. Ein neugieriges Waldvöglein hat alles beobachtet.

Das Waldvöglein hat Mitleid mit der schlafenden Brünnhilde. Es überlegt sich, dass Siegfried, der Held, der das Fürchten nicht kennt, sie aufwecken könnte. Als das Waldvöglein ihm ein Bild der schlafenden Prinzessin zeigt, verliebt er sich sofort in sie und will auf der Stelle zu ihr eilen. Das Waldvöglein gibt zu bedenken, dass eine Prinzessin gerne beschenkt wird.

Dirigent: Jerzy Dybał
Regie: Matthias von Stegmann
Bühnenbild: Agnes Hasun
Kostüme: Kozue Hibino

Anmeldung für Schulklassen: jugend@wiener-staatsoper.at
(Termine: 16., 31. Oktober, 3., 9., 10., 13., 14. November 2017)

Ort:

Agrana Studiobühne | Walfischgasse

Termine:

So, 8.10.2017, 11:00 |
Mo, 16.10.2017, 16:30 |
Sa, 21.10.2017, 15:00 |
So, 29.10.2017, 11:00 |
Di, 31.10.2017, 10:30 |
So, 5.11.2017, 15:00 |
Do, 9.11.2017, 10:30 |
Fr, 10.11.2017, 10:30 |
So, 12.11.2017, 15:00 |
Mo, 13.11.2017, 10:30 |
Di, 14.11.2017, 10:30 |

Pelléas et Mélisande

Claude Debussy

Lange Zeit hatte Claude Debussy einen für ihn gültigen Weg des Opernkomponierens gesucht. Er vertraute weder der traditionellen Form der Harmonielehre noch wollte er im Schlepptau der Wagner-Nachfolge landen, sondern suchte vielmehr „eine Freiheit für die Musik, die auf den geheimnisvollen Entsprechungen zwischen Natur und Fantasie beruhen sollte“.

In Maeterlincks symbolistischem Drama Pelléas et Mélisande entdeckte er die für ihn ideale Librettovorlage (nichtsdestotrotz rang er dann zehn Jahre mit der Vertonung des Stoffes). An der Wiener Staatsoper wurde die Oper rund um die rätselhafte Mélisande und deren Beziehung zu den beiden ungleichen Brüdern Pelléas und Golaud zuletzt im Jahr 1991 gegeben.

Dirigent: Alain Altinoglu
Regie, Bühne und Licht: Marco Arturo Marelli
Kostüme: Dagmar Niefind
Bühnenbildassistenz: Silke Bauer
Kostümassistenz: Anna-Sophie Lienbacher

Termine:

Mi, 18.10.2017, 19:00 |
Sa, 21.10.2017, 19:00 |

Rusalka

Antonín Dvořák

Im Gegensatz zu den spielerischen Waldelfen neckt die Wassernixe Rusalka den gerade erwachenden Wassermann nicht, sondern gesteht ihm ihre Sehnsucht nach einer menschlichen Gestalt sowie menschlichen Seele und damit die Erfüllung ihrer Liebe zu jenem Prinzen, den sie schon oft am See beobachten konnte. Der Wassermann warnt Rusalka zwar, rät ihr aber, die Hilfe Jezibabas in Anspruch zu nehmen. Diese erscheint und schließt mit der vor Liebe Entbrannten einen Vertrag: Rusalka wird die Menschengestalt erhalten, aber mit Stummheit geschlagen sein. Sollte sie auf diese Weise die Liebe des Prinzen nicht dauerhaft an sich binden können, würde die Rückkehr ins Nixenreich nur mit dem Tod Geliebten möglich werden. Rusalka willigt ein, wird verwandelt und kann tatsächlich die Liebe des bald darauf auftauchenden Prinzen erwecken. Die geplante Hochzeit der beiden wird jedoch durch eine mysteriöse, fremde, verführerische Fürstin verhindert, die unerwartet auftaucht und den Prinzen an sich zieht.

Dirigent: Tomas Hanus
Regie: Sven-Eric Bechtolf
Bühnenbild: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Licht: Jürgen Hoffmann
Choreographie: Lukas Gaudernak

Termine:

Do, 19.10.2017, 19:00 |
So, 22.10.2017, 18:00 |
Mi, 25.10.2017, 19:00 |
Sa, 28.10.2017, 19:00 |

L'Italiana in Algeri

Oper von Gioachino Rossini

nach einer Inszenierung von Jean Pierre Ponnelle

Elvira, die Frau Mustafàs, des Bey von Algier, beweint ihr Schicksal: Der Bey hat sie verstoßen. Der Chor der Eunuchen, ihre Lieblingssklavin Zulma und Haly, Hauptmann der Wachen, trösten sie: Frauen seien dazu geboren, unglücklich zu sein. Mustafà ist seiner Haremsdamen überdrüssig. Er beauftragt Haly, ihm eine Italienerin herbeizuschaffen. Gelinge ihm das nicht, lasse er ihn aufspießen. (Languir per una bella.) Lindoro beklagt sein Los als Sklave und sehnt sich nach einem Wiedersehen mit seiner Geliebten Isabella.

Dirigent: Evelino Pidò

Termine:

Do, 26.10.2017, 16:00 |
So, 29.10.2017, 19:00 |
Do, 2.11.2017, 19:00 |

Tosca

Giacomo Puccini

Rom um 1800. Die Stadt stöhnt unter einem Schreckensregime. Der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi ist beauftragt, in der Kirche Sant'Andrea della Valle ein Maria Magdalena-Gemälde zu schaffen. Der aus seiner Gefangenschaft geflohene Republikaner Angelotti aus der Familie der Attavanti hat sich in dieser Kirche verborgen und macht sich nun Mario gegenüber bemerkbar. Dieser nennt ihm ein sicheres Versteck auf seinem Besitz. Kaum ist Angelotti weitergeflohen, betritt der grausame Polizeichef Scarpia die Kirche. In der offen gelassenen Grabkapelle der Attavanti findet er den Fächer der Schwester Angelottis. Sofort ist im klar, dass Angelotti in der Kirche Zuflucht gesucht haben muss. Er weiß von der Freundschaft Cavaradossis und Angelottis.

Dirigent: Jesús López Cobos
Regie: Margarethe Wallmann
Ausstattung: Nicola Benois

Termine:

Mo, 23.10.2017, 19:30 |
Fr, 27.10.2017, 19:30 |
Mo, 30.10.2017, 19:30 |

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