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Wiener Staatsoper

Als eines der international bedeutendsten Opernhäuser blickt die Wiener Staatsoper sowohl auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurück als auch auf eine vielseitige Gegenwart: Jede Spielzeit stehen in rund 350 Vorstellungen mehr als 60 verschiedene Opern- und Ballettwerke auf dem Spielplan. Allabendlich sind neben den fest engagierten Ensemblemitgliedern internationale Stars auf der Bühne und am Dirigentenpult zu erleben, im Graben begleitet von einem einzigartigen Orchester: dem Staatsopernorchester, dessen Musiker in Personalunion den Klangkörper der Wiener Philharmoniker bilden.

Staatsoperndirektor Dominique Meyer öffnete das Haus 2013 auch virtuell mit einem innovativen Projekt: Wiener Staatsoper live at home ermöglicht Opern- und Ballettfreunden auf der ganzen Welt, die Vorstellungen in der Wiener Staatsoper auf digitalen Geräten zu verfolgen.

Kontakt

Wiener Staatsoper
Opernring 2
D-1010 Wien

Telefon: (+43/1) 514 44 / 2250, 7880
E-Mail: information@wiener-staatsoper.at

Oper

Die Weiden

Johannes Maria Staud | Durs Grünbein

Premiere: 08. Dezember 2018

Kompositionsaufträge erhielt der österreichische Komponist Johannes Maria Staud u.a. von den Wiener und Berliner Philharmonikern ebenso wie vom Cleveland Orchestra oder den Salzburger Festspielen, Opernuraufführungen brachte er ferner bei der Münchener Biennale und dem Lucerne Festival heraus. Für die Wiener Staatsoper schrieb er nun gemeinsam mit dem Librettisten Durs Grünbein eine überaus politische Oper, die Bezug zum allgemeinen europäischen Rechtsruck nimmt. Im Zentrum der Handlung steht das junge, frischverliebte Paar Peter und Lea, das sich auf eine Flussreise begibt, auf eine Expedition den Großen Strom hinab - mitten in das Herz Europas, eines neuerdings wieder zerrissenen Kontinents. Peter präsentiert Lea seine Heimat, die sich anfangs von ihrer freundlich-pittoresken Seite zeigt, mit Fortgang der Geschehnisse jedoch immer unwirtlicher und düsterer wird. Das geht an der Beziehung der beiden nicht spurlos vorüber. Das Böse in dieser Oper ist das Politisch-Böse...

Dirigent: Ingo Metzmacher
Regie: Andrea Moses
Bühne: Jan Pappelbaum
Kostüme: Kathrin Plath
Licht: Bernd Purkrabek
Video: Arian Andiel
Dramaturgie: Moritz Lobeck, Thomas Wieck
Bühnenbildassistenz: Noemi Baldelli
Kostümassistenz: Constanza Meza-Lopehandia
Kinderprogramm

Was ist los bei den Enakos?

Elisabeth Naske

Premiere Kinderoper: 26. Januar 2019

Gleichgeschaltetes Denken, gleichgeschaltetes Glück, gleichgeschaltetes Fühlen: so lässt sich ein Volk leicht regieren! Doch ist diese Gleichheit freilich nichts anderes als Begrenzung, Diktatur und Unterdrückung. Das lernt auch das Volk der Enakos in Elisabeth Naskes neuer Kinderoper. In einem verführten Einheitsstaat keimt plötzlich Individualität hervor, nachdem die Enakos verstanden haben, dass Gleichheit nicht immer zum Ziel führt und verordnete Gleichheit nichts mit Freiheit zu tun hat. Zuletzt entdecken alle ihre persönliche Einzigartigkeit und stimmen in den Schlusschor ein: „Es ist richtig einerlei, ob wir gelb sind oder blau, schön sind oder schlau, groß oder klein. Nur zufrieden müssen alle sein.“
Ballett

Sylvia

Manuel Legris nach Louis Mérante u.a.

Die Namen von Louis Mérante, Léo Staats, Serge Lifar, Albert Aveline und Lycette Darsonval stehen repräsentativ für die französische Traditionslinie des Balletts "Sylvia", der sich auch Manuel Legris in besonderer Weise verbunden fühlt. Seine Neufassung, die zugleich seine zweite abendfüllende Choreographie für das Wiener Staatsballett ist, setzt vor allem auf Möglichkeiten zur tänzerischen Entfaltung und gibt damit auch pittoresken Momenten, die wieder von Luisa Spinatelli detailreich ausgestattet werden, breiten Raum. 1876 uraufgeführt, zählt das Werk seitdem vor allem auch musikalisch zu den herausragenden Balletten des 19. Jahrhunderts.

Dirigent: Kevin Rhodes
Choreographie: Manuel Legris nach Louis Mérante u.a.
Musik: Léo Delibes
Bühnenbild und Kostüme: Luisa Spinatelli
Assistenz Bühnenbild und Kostüme: Monia Torchia
Oper

Götter­dämmerung

Richard Wagner

Drei Nornen spinnen am Schicksalsseil, schildern Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft: Alberichs Raub des Rheingoldes, den Fluch des Ringes, Wotans Selbstkonstituierung durch das Schneiden seines Vertragsspeeres aus der Weltesche, ihr Verdorren, ihre Fällung, Siegfrieds Zusammentreffen mit Wotan. Doch das Schicksalsseil reißt, die Nornen fliehen hinab zu ihrer Mutter, Erda. Am Walkürenfelsen verabschiedet sich Siegfried von Brünnhilde und wird von ihr mit schützenden Runen versehen; als Liebespfand lässt ihr Siegfried den Ring des Nibelungen.

Dirigent: Axel Kober
Regie: Sven-Eric Bechtolf
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Oper

La Bohème

Giacomo Puccini

In der Mansarde: Der Weihnachtsabend in der von vier jungen Künstlern bewohnten armseligen Mansarde wird sich kaum von anderen Abenden unterscheiden: Marcel arbeitet an einem Gemälde, Rudolf, Dichter und Schriftsteller, blickt über die Dächer von Paris. Sie haben kein Geld, sie frieren und sind doch guten Muts. Ein Bündel Manuskripte heizt den Ofen nur für Augenblicke. Colline, seines Zeichens Philosoph, kommt unverrichteter Dinge nach Hause - das Leihhaus war geschlossen. Aber der vierte, Schaunard, der Musiker, hat mehr Glück. Er erzählt, keiner hört zu - die mitgebrachten Lebensmittel versprechen ein frohes Fest.

Dirigentin: Speranza Scappucci
Regie und Bühnenbild: Franco Zeffirelli
Kostüme: Marcel Escoffier

Hänsel und Gretel

Oper von Engelbert Humperdinck

Wer kennt das Märchen um die beiden Kinder, die sich im Wald verlaufen und in die Finger der gierigen Hexe geraten, nicht? Engelbert Humperdinck hat in einer musikalischen Wagner-Nachfolge eine Oper geschaffen, die für junges und erwachsenes Publikum gleichermaßen geeignet ist. Märchenhandlung und üppige Klangsprache, Melodienklassiker und packende Kompositionskunst sind in dieser Oper vereint, dazu eine liebevolle und malerische Inszenierung: Hänsel und Gretel ist ein Weihnachtsklassiker, der einen stets aufs Neue beseelt!

Dirigent: Axel Kober
Regie: Adrian Noble
Ausstattung: Anthony Ward
Licht: Jean Kalman
Choreographie: Denni Sayers
Video: Andrzej Goulding
Oper

Das Rheingold

Oper von Richard Wagner

In der Tiefe des Rheins hüten die drei Rheintöchter das Gold. Der Zwerg Alberich, der Herr der Nibelungen, beobachtet sie und versucht sich eines der Mädchen zu greifen - vergeblich. Als das Gold in der Morgensonne erstrahlt, erfährt Alberich, dass das Gold nur jener rauben könne, der der Liebe für immer entsagt. Dieser könne aus dem Gold einen Ring schmieden, der dem Träger unermessliche Macht verleiht. Alberich schwört daraufhin der Liebe ab, raubt das Gold und schmiedet den Ring. Die RiesenFafner und Fasolt haben für die Götter die Burg Walhall erbaut. Wotan, der oberste Gott, hat ihnen als Preis für ihre Bautätigkeit die Göttin Freia versprochen. Als die Riesen den Preis einfordern, wird er ihnen von den übrigen Göttern verwehrt, doch Wotan weiß, dass er als Herr der Verträge seinem Wort treu bleiben muss. Alle warten auf Loge, den listigen Gott des Feuers, der einen Ausweg finden soll. Dieser kommt schließlich und erzählt von Alberichs Goldraub und Machtgewinn. Die Riesen hörenaufmerksam zu und erklären sich bereit auf Freia zu verzichten, wenn sie stattdessen das Gold Alberichs innerhalb eines Tages zum Tausch erhielten.

Dirigent: Axel Kober
Regie: Sven-Eric Bechtolf
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Video: Friedrich Zorn

Die Fledermaus

Operette vom Johann Strauß

Die Handlung rankt sich um den Ball beim Prinzen Orlowsky.
Zu ihm werden im 1. Akt alle handelnden Personen, mit Ausnahme Alfreds, des in Rosalinde verliebten Tenors, der kometengleich am Rande des Geschehens dahinwandelt, magnetisch hingezogen: Das Stubenmädchen Adele wird, wie sie glaubt, durch ihre Schwester Ida dorthin eingeladen und muss eine rührende Geschichte von einer kranken Tante erfinden, um nach einigem Hin und Her Ausgang zu bekommen, und ihr Brotherr, der Rentier Eisenstein, wird durch seinen Freund Dr. Falke überredet, sich mit ihm bei Orlowsky zu amüsieren, statt eine Gefängnisstrafe anzutreten, die ihm wegen einer Amtsehrenbeleidigung zugemessen wurde - freilich verfolgt Dr. Falke damit seinen eigenen Plan, denn Eisenstein hat ihn einmal vor der ganzen Stadt blamiert, als er ihn nach einem Maskenball betrunken und als Fledermaus verkleidet durch die Straßen nach Hause gehen ließ. Nun sieht Falke die Gelegenheit zur Rache gekommen. Darum lädt er zum Schluss auch Eisensteins Gattin Rosalinde zum Ball ein. Diese gerät vorher noch in beträchtliche Verwirrung, als nach Eisensteins vermeintlichem Abgang in den Arrest ihr früherer Verehrer Alfred auftaucht, ihr Herz bedrängt, aber vom Gefängnisdirektor Frank an Eisensteins Stelle verhaftet wird. Frank begibt sich nach dieser Amtshandlung befriedigt zum Ball bei Orlowsky.
Dort geraten im 2. Akt alle von Dr. Falke arrangierten Verwicklungen aufs beste. Eisenstein begegnet zu seiner Verblüffung seinem Stubenmädchen Adele, die ihre Identität frech leugnet, schließt Freundschaft mit dem Gefängnisdirektor und verliebt sich schließlich in seine eigene, als ungarische Gräfin kostümierte und maskierte Gattin.
Der 3. Akt löst die Knoten wieder. Er spielt im Gefängnis, das eine dubiose Note durch den niemals nüchternen Gerichtsdiener Frosch erhält. Alle finden sich dort nach und nach ein: Nach dem äußerst verkaterten Direktor Frank zunächst Adele, die einen Mäzen zur Ausbildung ihres dramatischen Talents sucht, nebst ihrer Schwester Ida, dann Eisenstein, der zu seinem Erstaunen erfährt, dass er ja bereits die ganze Nacht eingesperrt war; als auch Rosalinde erscheint und gemeinsam mit dem verhafteten Alfred eine Unterredung mit einem Notar fordert, setzt Eisenstein sich verkleidet an die Stelle des Notars Dr. Blind und kommt so hinter die Ereignisse des vergangenen Abends. Zum Glück lässt er sich schließlich überzeugen, dass auch diese ein Teil von Dr. Falkes Racheplan waren, und so geht alles gut aus, umso mehr, als Adele im Prinzen Orlowsky tatsächlich ihren Mäzen findet.

Dirigent: Sascha Goetzel
Regie: Otto Schenk
Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen
Kostüme: Milena Canonero
Choreographie im 2. Akt "Unter Donner und Blitz": Gerlinde Dill

Die Zauberflöte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Der junge Prinz Tamino wird von einer gefährlichen Schlange verfolgt. Im letzten Moment retten drei rätselhafte Damen den Ohnmächtigen und töten die Schlange. Als Tamino wieder zu sich kommt, trifft er auf Papageno. Die drei Damen übergeben Tamino ein Bildnis von Pamina, der Tochter der Königin der Nacht. Der Prinz verliebt sich in das Bild und verspricht der Königin, Pamina aus den Händen Sarastros, der sie geraubt hat, zu befreien. Er macht sich gemeinsam mit Papageno auf die Reise: Zur Unterstützung erhält Tamino eine Zauberflöte und Papageno ein Glockenspiel. Papageno, der von Tamino vorausgeschickt wurde, trifft auf Pamina, die vom Sklaven Monostatos bedrängt wird. Papageno schlägt Monostatos in die Flucht und gewinnt Pamina für Tamino. Als sie sich davon machen wollen, werden sie von Sarastro und seinem Gefolge überrascht. Im zweiten Teil der Oper erkennt Tamino die Güte und geistige Überlegenheit Sarastros und wechselt die Seite. Um aber ein vollwertiges Mitglied der Priesterschaft zu werden, muss er - zusammen mit Papageno - mehrere schwere Prüfungen bestehen. Tamino gelingt es, alle Proben vorbildlich zu meistern und darf zum Lohn an die Stelle Sarastros als oberster Priester treten und Pamina heiraten. Papageno, der nicht so erfolgreich war, wird dennoch mit einer ihm gleichwertigen Partnerin - Papagena - beglückt. Die nach Macht gierende Königin und ihre Gefolgschaft sind besiegt.

Dirigent: Adam Fischer
Regie: Moshe Leiser, Patrice Caurier
Bühne: Christian Fenouillat
Kostüme: Agostino Cavalca
Licht: Christophe Forey
Choreographische Mitarbeit: Beate Vollack
Ballett

Der Nussknacker

Rudolf Nurejew

"Der Nussknacker", eines der wohl meistgespielten Werke der Ballettliteratur, das für Generationen von Ballettbesuchern zum Schlüsselerlebnis geworden ist, kehrte 2012 in einer hier noch nie getanzten Fassung zurück an die Wiener Staatsoper: 1967 von Rudolf Nurejew geschaffen, nimmt diese Version einen besonderen Rang in der Aufführungsgeschichte des Tschaikowski-Klassikers ein, greift sie doch psychologische Aspekte des zwischen Realität und Traum angesiedelten Stoffs von E. T. A. Hoffmann auf.

Dirigent: Kevin Rhodes
Choreographie und Regie: Rudolf Nurejew
Ausstattung: Nicholas Georgiadis
Einstudierung: Manuel Legris, Aleth Francillon
Einstudierung der Kinderszenen: Nathalie Aubin
Licht: Jacques Giovanangeli
Oper

La Cenerentola

Gioachino Rossini

In einem etwas verwahrlosten Schloss wohnt Don Magnifico, Baron von Montefiascone, mit zwei Töchtern und einer Stieftochter. Während Clorinda und Tisbe nichts anderes als Müßiggang, Putz und Tanz im Kopf haben, muss Angelina (Cenerentola) ihre Halbschwestern bedienen und die komplette Hausarbeit machen. Eines Tages singt sie, sehr zumn Missfallen Tisbes und Clorindas, die Ballade vom Königssohn, der auszog, sich eine Braut zu suchen, dabei aber gleich drei Anwärterinnen fand und sich schließlich für jene entschied, die ein gutes Herz hatte. Das Lied wird durch das Klopfen an der Haustür unterbrochen. Ein Bettler bittet um etwas Nahrung. Clorinda und Tisbe weisen ihm angewidert die Tür, nur Angelina erbarmt sich seiner.

Dirigent: Jean-Christophe Spinosi
Regie: Sven-Eric Bechtolf
Bühnenbild: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Licht: Jürgen Hoffmann
Oper

Il barbiere di Siviglia

Gioachino Rossini

Der junge Graf Almaviva aus Sevilla ist unsterblich in Dr. Bartolos Mündel Rosina verliebt. Unter dem Namen Lindoro gelingt es ihm, das Mädchen auf sich aufmerksam zu machen. Da aber auch Dr. Bartolo Rosina heiraten möchte, steht er anderen Männern misstrauisch gegenüber und überwacht sein Mündel auf Schritt und Tritt. Um seine Angebetete sehen zu können, verkleidet Almaviva sich - auf Anraten des listigen Barbiers Figaro - als Soldat und verlangt von Bartolo, in dessen Haus einquartiert zu werden. Dieser weigert sich und versucht, den Eindringling lautstark zu verjagen. Durch den Lärm der beiden Streitenden aufmerksam geworden, dringen Wachsoldaten ein. Seiner Verhaftung kann Almaviva nur entgehen, weil er dem Hauptmann der Abteilung durch den Vorweis eines Passes seine wahre Identität preisgibt.

Dirigent: Alexander Soddy
Inszenierungskonzept: Günther Rennert
Ausstattung: Alfred Siercke
Oper

La traviata

Giuseppe Verdi

Violetta Valéry, strahlender Mittelpunkt der Pariser Demimonde, gibt - nach einer Krankheit scheinbar wieder genesen - in ihrem Haus ein Fest, bei dem sich viele Herren der guten Gesellschaft einfinden. Einer aus der Schar ihrer Verehrer, Gaston, führt seinen Freund Alfred Germont, auf den die umworbene Frau tiefen Eindruck gemacht hat, in deren Salon ein. Ihr zu Ehren preist Alfred in einem Trinklied die Liebe. Violetta bekennt sich zum unbeschwerten Lebensgenuss. Als sie die Gesellschaft zum Tanz auffordert, erleidet sie jedoch einen plötzlichen Schwächeanfall.

Dirigent: Evelino Pidò
Regie: Jean-François Sivadier
Bühne: Alexandre de Dardel
Kostüme: Virginie Gervaise
Maske: Cecile Kretschmar
Licht: Philippe Berthomé
Choreographie: Boris Nebyla
Regiemitarbeit: Veronique Timsit
Oper

L'elisir d'amore

Gaetano Donizetti

Adina, Gutspächterin in einem eher abgelegenen Dorf, ist jung, reich - und belesen. Der mittellose Nemorino bewundert sie. Den Landleuten trägt sie eine rührende Version der Geschichte von Tristan und Isolde vor, findet sie aber reichlich komisch: Tristan, von Isolde ungeliebt, erhält von einem Wundermann einen Liebestrank, durch dessen Zauber Isoldens Herz bezwungen wird. Adina ist froh, dass es derlei Tränke nicht mehr gibt. Nemorino, der sie - obwohl er nicht erhört wird - innig liebt, hat aufmerksam zugehört. Sergeant Belcore rückt ein und bezieht mit seinen Soldaten Quartier. Adina gegenüber gibt er sich galant, fordert aber gleich auch ihre Liebe.

Dirigent: Speranza Scappucci
nach einer Inszenierung von Otto Schenk
Ausstattung: Jürgen Rose
Oper

Le Nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro - eines der beliebtesten und meistgespielten Werke an der Wiener Staatsoper - erzählt von einem "tollen Tag": Ein Ausnahmewerk in musikalischer Hinsicht, das auf dem kongenialen Libretto von Lorenzo Da Ponte basiert.

Dirigent: Sascha Goetzel
Regie: Jean-Louis Martinoty
Bühne: Hans Schavernoch
Kostüme: Sylvie de Segonzac
Licht: Fabrice Kebour
Oper

Don Pasquale

Gaetano Donizetti

Der alte, wohlhabende, aber geizige Junggeselle Don Pasquale will seinen Neffen Ernesto verheiraten: mit einer wohlhabenden Frau. Doch Ernesto zieht die junge, mittellose Witwe Norina vor, die ihn liebt. Doch obwohl Don Pasquale Norina nie gesehen hat, lehnt er diese Ehe ab – und jagt Ernesto kurzerhand aus dem Haus. Niedergeschlagen schreibt dieser seiner Geliebten Norina einen Abschiedsbrief. Doch Norina gibt Ernesto nicht auf ...

Don Pasquales neuer Plan lautet nun selbst zu heiraten – und sein Freund Dr. Malatesta soll ihm dabei behilflich sein. Dieser allerdings hält zu Ernesto und fädelt ein Verwirrspiel ein, bei dem Norina und Ernesto mitspielen: Norina wird dem alten Junggesellen als Malatestas wohlerzogene, im Kloster groß gewordene Schwester Sofronia präsentiert. Don Pasquale ist von diesem stillen, tugendhaften Geschöpf hingerissen – und geht mit ihr eine von Malatesta inszenierte Scheinehe ein (die Don Pasquale für echt hält). Unmittelbar nach der Trauung ändert Sofronia (=Norina) ihr Verhalten. Sie wird zur verschwenderischen, lieblosen, schnippischen Xanthippe, die Pasquale terrorisiert und ihn – offenbar – betrügt. Um sie wieder aus dem Haus zu treiben, will Don Pasquale seinen Neffen Ernesto, ausgestattet mit einer reichen Mitgift, mit (der ihm immer noch scheinbar unbekannten) Norina bei sich aufnehmen. Da wird ihm die wahre Identität Sofronias aufgedeckt. Er muss lernen: Ältere Semester sollen jüngere Frauen besser nicht umwerben …

Dirigent: Frédéric Chaslin
Regie: Irina Brook
Bühne: Noëlle Ginefri-Corbel
Kostüme: Sylvie Martin-Hyszka
Licht: Arnaud Jung
Choreographie: Martin Buczko
Oper

Andrea Chénier

Umberto Giordano

Dem jungen Dichter Andrea Chénier gelingt es, durch seinen ehrlichen Einsatz für Freiheit und Humanität, sich in jedem politischen System verdächtig zu machen: Bei einem Fest am Vorabend der Revolution im Schloss der Gräfin von Coigny entsetzt er alle Anwesenden durch seinen Lobpreis auf die Ideale der Freiheit. Nur Madeleine, die Tochter der Gräfin und der in sie hoffnungslos verliebte Gérard teilen seine Einstellung. In der nachfolgenden Schreckensherrschaft Robespierres wird Chénier hingegen konterrevolutionärer Umtriebe verdächtigt. Er muss sich ebenso verbergen wie die adelige Madeleine. Über Bersi, der ehemaligen Kammerzofe der Gräfin, gelingt es ihm, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Beide schwören einander ewige Liebe. Aber auch Gérard, der inzwischen Deputierter der Kammer geworden ist, lässt Madeleine, die er ebenfalls noch liebt, suchen. Gerade in dem Moment, als sich Chénier und Madeleine zu einer gemeinsamen Flucht entschließen, trifft er auf die beiden. Von seiner Liebe zu Madeleine und seinen früheren Sympathien für Chénier getrieben, verhilft er ihm aber zur Flucht. Trotzdem wird Chénier wenig später verhaftet. Als daraufhin Madeleine bei Gérard auftaucht und diesem als Preis für die Errettung Chéniers sogar ihren Körper anbietet, entschließt sich Gérard, der erkennt, dass die Revolution die propagierten Ideale verraten hat, bei Robespierre vorstellig zu werden, um Chénier zu retten. Leider misslingt dieser Versuch.

Dirigent: Frédéric Chaslin
Regie: Otto Schenk
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Milena Canonero
Oper

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Rom um 1800. Die Stadt stöhnt unter dem Schreckensregime des grausamen Polizeichefs Scarpia. Der revolutionär gesinnte Maler Cavaradossi kommt in die Fänge Scarpias und soll hingerichtet werden. Cavaradossis Geliebte, die Sängerin Tosca, der Scarpia nachstellt, geht mit dem Polizeichef einen Handel ein: Wenn sie ihn erhört, will er Cavaradossi das Leben schenken. Zum Schein geht sie auf das Angebot ein – und ersticht Scarpia. Doch auch er hat Tosca getäuscht und eine wirkliche Erschießung Cavaradossis befohlen. Verzweifelt stürzt sie sich von der Engelsburg.

Dirigent: Evelino Pidò
Regie: Margarethe Wallmann
Ausstattung: Nicola Benois
Oper

Falstaff

Giuseppe Verdi

Berühmt ist die Geschichte, dass Giuseppe Verdi, nach seinem frühen Misserfolg im Bereich der heiteren Oper, diese Zeit seines Lebens konsequent und umfassend mied. Bis er am Ende seines langen Schaffens als letztes Musiktheaterwerk einen Falstaff – basierens auf Shakespeare – schuf und sich so wieder der musikalischen Komödie zuwandte. Und was für einer! Denn seit Donizettis Don Pasquale, also seit 50 Jahren, hatte es keine nennenswerte heitere italienische Oper mehr gegeben, Verdi betrat somit praktisch Neuland und konnte die musikalische Komödie (und auch sich) neu erfinden. Herausgekommen ist eine Oper, die mit doppelbödigem Witz und in höchster Virtuosität die amourösen Irrfahrten Falstaffs abhandelt, um schließlich fulminant in der berühmten Schlussfuge zu enden, die lautet: Tutto nel mondo è burla – Alles in der Welt ist ein Scherz!​​

Dirigent: James Conlon
Regie: David McVicar
Bühnenbild: Charles Edwards
Kostüme: Gabrielle Dalton
Licht: Paul Keogan
Bewegungsregie: Leah Hausman
Oper

Die Walküre

Richard Wagner

Der Wälsung Siegmund erreicht, auf der Flucht vor Verfolgern, schwer erschöpft die Wohnstätte Hundings. Dessen Frau, Sieglinde, empfängt den Helden und gibt ihm zu trinken. Als Hunding heimkehrt erzählt Siegmund sein von Unglücksfällen erfülltes Leben. Hunding erkennt sehr bald, dass er jenen Mann vor sich hat, den zu töten er ausgezogen ist. Da er das Gastrecht wahren will, verschiebt er den Zweikampf mit dem waffenlosen Siegmund auf den nächsten Morgen. Sieglinde gelingt es ihrem Gatten einen Schlaftrunk zu kredenzen. Außerdem verschafft sie Siegmund ein geheimnisvolles Schwert, das von einem rätselhaften Fremden in den Stamm einer Esche gestoßen wurde. Siegmund und Sieglinde, die in Liebe füreinander entbrannt sind, erkennen, dass sie Zwillingsgeschwister sind und verletzen mit ihrer inzestiösen, ehebrecherischen Liebe das Gastrecht.

Dirigent: Axel Kober
Regie: Sven-Eric Bechtolf
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Video: fettFilm (Momme Hinrichs und Torge Möller)
Aufführungen Burgtheater Wien Wien, Universitätsring 2
Aufführungen Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Musical Raimund Theater Wien Wien, Wallgasse 18-20
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9
Aufführungen / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Aufführungen / Theater Kosmos Theater Wien Wien, Siebensterngasse 42
Aufführungen / Theater Gloria Theater Wien Wien, Prager Straße 9
Aufführungen / Film Otto Mauer Fonds
Di, 18.12.2018, 19:30 Uhr
Aufführungen / Theater Theater an der Gumpendorferstraße
Di, 18.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Theater an der Gumpendorferstraße
Mi, 19.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Theater Nestroyhof-Hamakom Wien, Nestroyplatz 1
Mi, 19.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Theater Theater an der Gumpendorferstraße
Do, 20.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Theater Nestroyhof-Hamakom Wien, Nestroyplatz 1
Do, 20.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Theater Nestroyhof-Hamakom Wien, Nestroyplatz 1
Fr, 21.12.2018, 20:00 Uhr
Aufführungen / Konzert Theater Nestroyhof - Hamakom Wien, Nestroyplatz 1
Sa, 22.12.2018, 19:30 Uhr
Aufführungen / Konzert Salzburger Konzertgesellschaft mbH Wien, Karlsplatz
So, 23.12.2018, 20:15 Uhr
Aufführungen / Konzert Salzburger Konzertgesellschaft mbH Wien, Karlsplatz
Di, 25.12.2018, 20:15 Uhr
Aufführungen / Theater KosmosTheater Wien, Siebensterngasse 42
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Wien Wien, Porzellangasse 19
Aufführungen / Theater Odeon Wien, Taborstraße 10
Aufführungen / Konzert Musik am 12ten-Freundeskreis der evangel. Kirchenmusik Wien, Severin-Schreiber-Gasse 3
Aufführungen / Theater TAG Theater an der Gumpendorfer Straße Wien, Gumpendorfer Straße 67
Aufführungen / Theater brut Koproduktionshaus Wien GmbH Wien, Karlsplatz 5
Aufführungen / Konzert Konzerte Karlskirche Wien Vivaldi Vier Jahreszeiten Salzburg, Innsbrucker Bundesstr. 47/9
Aufführungen / Theater Theater-Center-Forum Wien, Porzellangasse 50
Aufführungen / Oper sirene Operntheater Wien, Währinger Strasse 15/2/9
Aufführungen / Kammermusik Pandolfis Consort Wien Ensemble mit Liebe zu alter Musik Wien, 1010
Aufführungen / Kammermusik Pandolfis Consort Vienna Wien, 1010