Wiener Staatsoper

Spielzeit 2017/18

Lulu

Alban Berg

Premiere: 03. Dezember 2017

Oper in drei Akten, Orchestrierung des 3. Aktes komplettiert von Friedrich Cerha

Dirigent: Ingo Metzmacher
Regie: Willy Decker
Szenische Einstudierung: Ruth Orthmann
Ausstattung: Wolfgang Gussmann
Kostümmitarbeit: Susana Mendoza

Termine:

So, 26.11.2017, 11:00 | Matinee |
So, 3.12.2017, 17:00 | Premiere |
Mi, 6.12.2017, 18:00 |
Sa, 9.12.2017, 18:00 |
Di, 12.12.2017, 18:30 |
Fr, 15.12.2017, 18:30 |

Salome

Richard Strauss

Die heranwachsende Salome verliebt sich in den eingekerkerten und sittenstrengen Propheten Jochanaan, der sie jedoch zurückweist. Als sie vor ihrem lüsternen Stiefvater König Herodes tanzt, verspricht dieser ihr jeden Wunsch zu erfüllen. Von Jochanaans abweisender Haltung aufs Äußerste gereizt, fordert sie von Herodes den Kopf des Propheten. Schweren Herzens erfüllt der an sein Versprechen gebundene König ihr den Wunsch – und befielt, von Grauen erfasst, den Tod Salomes.

Dirigent: Peter Schneider
Regie: Boleslaw Barlog
Ausstattung: Jürgen Rose

Termine:

So, 19.11.2017, 19:00 |
Mi, 22.11.2017, 20:00 |
Sa, 25.11.2017, 20:00 |

L'elisir d'amore

Gaetano Donizetti

Der mittellose Nemorino liebt die vermögende Adina. Um seine Chancen zu erhöhen, erwirbt er beim Wunderarzt Dulcamara ein „Liebeselixier“ (in Wahrheit Bordeauxwein). Seine Attraktivität wird allerdings durch etwas anderes gesteigert: eine unerwartete Erbschaft. Doch mit oder ohne Elixier, Wein und Erbschaft: es stellt sich heraus, dass Adina Nemorino liebt. Einem Happy End steht nichts mehr im Wege!

Dirigent: Guillermo García Calvo
nach einer Inszenierung von Otto Schenk
Ausstattung: Jürgen Rose

Termin:

Mo, 20.11.2017, 19:30 |

Ariadne auf Naxos

Oper von Richard Strauss

Die geistreiche musikalische Komödie Ariadne auf Naxos – für viele die beste Zusammenarbeit von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal – erzählt von den auf die raue (Theater-)Wirklichkeit prallenden Wünschen und Träumen eines jungen Komponisten, von gebrochenen Frauenherzen und von der leichten Art, das Leben und die Liebe zu nehmen. Und nicht zuletzt geht die Oper der Frage nach menschlicher Treue, nach Wandlung und Beständigkeit, nach Vergessen und Freiheit nach.

Dirigent: Peter Schneider
Regie: Sven-Eric Bechtolf
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Licht: Jürgen Hoffmann

Termine:

Do, 23.11.2017, 19:00 |
So, 26.11.2017, 19:00 |
Mi, 29.11.2017, 19:00 |

Daphne

Oper von Richard Strauss

Die Bühne stellt einen Salon „à la grec“ dar. Im dunklen Dämmer auf einer Liege in der Mitte des Salons liegt in träumerischer Pose eine junge Frau. Der Salon wird von zwei großen antiken Statuen beherrscht; zu Füßen des Apollo, in einem Stuhl sitzend, ahnt man eine dunkle Gestalt. Die junge Frau bewegt sich unruhig im Schlaf. Träumt sie? Der sie beobachtende Mann – ist es ihr Gatte? Eine einsame Oboe ertönt. Die Figuren der Wandmalereien scheinen zu leben. Die Dionysos-Statue, deren Blick auf die Schlafende gerichtet ist, leuchtet im Dunkeln. Stimmen dringen durch die Wände an das Ohr der Frau. Sie richtet sich auf, die gemalten Bäume ziehen sie magisch an, sehnsuchtsvoll klagt sie: „O bleib geliebter Tag“. Sie fürchtet die Nacht, insbesonders die nun anbrechende. Die Wand wird transparent. Ein junger Mann liegt im Laub, er erhebt sich plötzlich und kommt auf die Singende zu. Der Schleier zwischen ihnen fällt, von nun an vermischen sich die beiden Ebenen. Die Frau wird Daphne, der junge Mann ist Leukippos, die Mutter wird zu Gaea, der Vater zu Peneios, der Gatte verwandelt sich in Apollo. Als Leukippos zudringlich wird, entflieht Daphne der Realität des Salons. Leukippos beklagt sich bei den eintretenden Zofen. Diese raten ihm, Daphnes Kleider anzuziehen, um sich ihr zu nähern. Peneios kommt mit seinen Hirten und besingt die Schönheit des Olymp. Gestört wird das Idyll durch die Erscheinung eines Fremden. Es ist der verkleidete Apollo. Erschreckt flüchten alle. Als er einen Augenblick lang alleine bleibt, macht er sich Vorwürfe, sich selbst erniedrigt zu haben. Daphne erhebt sich von ihrer Liege. Im magischen Licht des Mondes erinnert ihr Anblick Apollo an seine Schwester Artemis. Es erfasst ihn eine große Zuneigung zu ihr. Daphne aber steht diesem Manne ein wenig misstrauisch gegenüber. Der Fremde gesteht ihr, er kenne sie sehr wohl und wiederholt einige Worte, die sie (bei ihrem ersten Auftreten) an das Tageslicht gerichtet hatte. Im Glauben, in Apollo eine verwandte Seele gefunden zu haben, sinkt sie an seine Brust. Als er sie jedoch verlangend küsst, will sie fliehen.
Das Fest zu Ehren des Gottes Dionysos beginnt. Eine große Maske wird sichtbar. Aus ihrem Maul springen Faune und Nymphen, ein großer Weinbrunnen wird gebracht, alle betrinken sich. Unter ihnen der verkleidete Leukippos, der sich schmeichelnd Daphne nähert. In tiefer Verbundenheit zieht es sie zu diesem „Mädchen“ hin. Sie beginnen zu tanzen. Als Daphne der Fremden die Maske vom Gesicht nehmen will, wehrt sich Leukippos brutal, wirft Daphne zu Boden, um sie zu vergewaltigen. In diesem Augenblick durchschaut Apollo Leukippos Verkleidung und bricht in einen Wutschrei aus. Er beschwört ein Gewitter, alle laufen davon, nur Daphne, Apollo und Leukippos bleiben zurück. Leukippos verlangt von Apollo, er möge seine Identität offenbaren. Als Daphne dasselbe fordert, gibt er sich zu erkennen: „Ich bin Apollo, der Gott der Sonne und des Tageslichts“. Leukippos verflucht den Gott, worauf dieser ihn tötet. Daphne, die den Leichnam ihres einstigen Spielgefährten beklagt, begreift nun, dass sie zu ihm gehört. Bitter weist sie Apollos Werbung zurück. Tief bewegt fleht er die Götter an, ihm seinen Betrug an diesen Sterblichen zu vergeben. Seinen Vater Zeus bittet er, Daphne in einen Lorbeerbaum zu verwandeln. Dessen Zweige sollen die Stirn der edelsten Männer schmücken und als Schwester soll sie Apollo verbunden sein. Daphnes Verwandlung beginnt. Eine Zeit lang noch hört man ihre Stimme. Die Wand schließt sich. Im dunklen Zimmer sitzt der Mann, die Liege aber ist leer.

Dirigentin: Simone Young
Regie: Nicolas Joel
Ausstattung: Pet Halmen
Choreographie: Renato Zanella

Termine:

Fr, 1.12.2017, 20:00 |
Mo, 4.12.2017, 20:00 |
Do, 7.12.2017, 20:00 |

Der Rosenkavalier

Richard Strauss

Es ist zeitig am Morgen. Die von ihrem Gatten vernachlässigte Feldmarschallin hat eine stürmische Liebesnacht mit ihrem Geliebten Oktavian verbracht. Da platzt ohne jede Ankündigung ihr Vetter, der lüstern-aufdringliche Baron Ochs von Lerchenau herein. Ochs, der gekommen ist, um sich für seine bevorstehende Hochzeit mit Sophie Faninal, der Tochter eines reichen Emporkömmlings, von der Marschallin einen standesgemäßen Kavalier für die traditionelle Rosenüberreichung an die Braut empfehlen zu lassen, findet sogleich Gefallen an der "Kammerzofe", der er sogleich unzweifelhafte Angebote macht. Als ihm die Marschallin schließlich Oktavian als den geeigneten Rosenkavalier empfiehlt und ihm ein Medaillon des Geliebten zeigt, ist Ochs über die "Ähnlichkeit" der "Kammerzofe" mit dem Bildnis Oktavians höchst verwundert, akzeptiert aber den Vorschlag.

Als Oktavian in der Funktion des Rosenkavaliers bei Sophie eintritt, verlieben sich die beiden jungen Menschen sogleich ineinander. Da Ochs, der nur an der Mitgift des Mädchens interessiert ist, sich auch noch überaus derb und anzüglich zu benimmt, denkt Sophie gar nicht mehr daran ihn zu heiraten. Als sie schließlich zur Unterzeichnung des Ehevertrages gedrängt wird, zieht Oktavian den Degen, fordert Ochs zum Duell und verletzt diesen leicht am Arm. Das nun folgende allgemeine Durcheinander verhindert den rechtlichen Akt der Eheschließung. Um die geplante Hochzeit endgültig zu untergraben, soll Ochs auch noch eine Falle gestellt werden. In einem Brief lädt ihn die "Kammerzofe" zu einem Beisammensein in ein Vorstadtgasthaus …

Ochs der das Angebot der „Kammerzofe“ voller Freude angenommen hat, trifft diese im besagten Vorststadtbeisl. Als er sich an "ihr" vergreifen möchte, dringen verschiedene Gestalten in das Zimmer und beginnen einen Mummenschanz. Ganz zuletzt kommen auch noch Faninal, Sophie, ein Polizeikommissär und die Marschallin dazu. Schließlich muss Ochs erkennen, dass er als Bräutigam ausgedient hat. Verlegen bleiben Oktavian und Sophie mit der Marschallin zurück. Als letztere sich der neuen Neigung Oktavians gewiss ist, führt sie ihn - ganz Herrin der Szene - der jüngeren Sophie zu und überantwortet das junge Paar seinem Schicksal.

Dirigent: Adam Fischer
Regie: Otto Schenk
Bühnenbild: Rudolf Heinrich
Kostüme: Erni Kniepert

Termine:

So, 10.12.2017, 18:00 |
Mi, 13.12.2017, 18:00 |
Sa, 16.12.2017, 18:00 |
Di, 19.12.2017, 18:00 |

Die Fledermaus

Operette vom Johann Strauß

Die Handlung rankt sich um den Ball beim Prinzen Orlowsky.
Zu ihm werden im 1. Akt alle handelnden Personen, mit Ausnahme Alfreds, des in Rosalinde verliebten Tenors, der kometengleich am Rande des Geschehens dahinwandelt, magnetisch hingezogen: Das Stubenmädchen Adele wird, wie sie glaubt, durch ihre Schwester Ida dorthin eingeladen und muss eine rührende Geschichte von einer kranken Tante erfinden, um nach einigem Hin und Her Ausgang zu bekommen, und ihr Brotherr, der Rentier Eisenstein, wird durch seinen Freund Dr. Falke überredet, sich mit ihm bei Orlowsky zu amüsieren, statt eine Gefängnisstrafe anzutreten, die ihm wegen einer Amtsehrenbeleidigung zugemessen wurde - freilich verfolgt Dr. Falke damit seinen eigenen Plan, denn Eisenstein hat ihn einmal vor der ganzen Stadt blamiert, als er ihn nach einem Maskenball betrunken und als Fledermaus verkleidet durch die Straßen nach Hause gehen ließ. Nun sieht Falke die Gelegenheit zur Rache gekommen. Darum lädt er zum Schluss auch Eisensteins Gattin Rosalinde zum Ball ein. Diese gerät vorher noch in beträchtliche Verwirrung, als nach Eisensteins vermeintlichem Abgang in den Arrest ihr früherer Verehrer Alfred auftaucht, ihr Herz bedrängt, aber vom Gefängnisdirektor Frank an Eisensteins Stelle verhaftet wird. Frank begibt sich nach dieser Amtshandlung befriedigt zum Ball bei Orlowsky.
Dort geraten im 2. Akt alle von Dr. Falke arrangierten Verwicklungen aufs beste. Eisenstein begegnet zu seiner Verblüffung seinem Stubenmädchen Adele, die ihre Identität frech leugnet, schließt Freundschaft mit dem Gefängnisdirektor und verliebt sich schließlich in seine eigene, als ungarische Gräfin kostümierte und maskierte Gattin.
Der 3. Akt löst die Knoten wieder. Er spielt im Gefängnis, das eine dubiose Note durch den niemals nüchternen Gerichtsdiener Frosch erhält. Alle finden sich dort nach und nach ein: Nach dem äußerst verkaterten Direktor Frank zunächst Adele, die einen Mäzen zur Ausbildung ihres dramatischen Talents sucht, nebst ihrer Schwester Ida, dann Eisenstein, der zu seinem Erstaunen erfährt, dass er ja bereits die ganze Nacht eingesperrt war; als auch Rosalinde erscheint und gemeinsam mit dem verhafteten Alfred eine Unterredung mit einem Notar fordert, setzt Eisenstein sich verkleidet an die Stelle des Notars Dr. Blind und kommt so hinter die Ereignisse des vergangenen Abends. Zum Glück lässt er sich schließlich überzeugen, dass auch diese ein Teil von Dr. Falkes Racheplan waren, und so geht alles gut aus, umso mehr, als Adele im Prinzen Orlowsky tatsächlich ihren Mäzen findet.

Dirigent: Cornelius Meister
Regie: Otto Schenk
Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen
Kostüme: Milena Canonero
Choreographie im 2. Akt "Unter Donner und Blitz": Gerlinde Dill

Termine:

Mo, 1.1.2018, 19:00 |
Mi, 3.1.2018, 19:00 |
Fr, 5.1.2018, 19:00 |

Die Zauberflöte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Der junge Prinz Tamino wird von einer gefährlichen Schlange verfolgt. Im letzten Moment retten drei rätselhafte Damen den Ohnmächtigen und töten die Schlange. Als Tamino wieder zu sich kommt, trifft er auf Papageno. Die drei Damen übergeben Tamino ein Bildnis von Pamina, der Tochter der Königin der Nacht. Der Prinz verliebt sich in das Bild und verspricht der Königin, Pamina aus den Händen Sarastros, der sie geraubt hat, zu befreien. Er macht sich gemeinsam mit Papageno auf die Reise: Zur Unterstützung erhält Tamino eine Zauberflöte und Papageno ein Glockenspiel. Papageno, der von Tamino vorausgeschickt wurde, trifft auf Pamina, die vom Sklaven Monostatos bedrängt wird. Papageno schlägt Monostatos in die Flucht und gewinnt Pamina für Tamino. Als sie sich davon machen wollen, werden sie von Sarastro und seinem Gefolge überrascht. Im zweiten Teil der Oper erkennt Tamino die Güte und geistige Überlegenheit Sarastros und wechselt die Seite. Um aber ein vollwertiges Mitglied der Priesterschaft zu werden, muss er - zusammen mit Papageno - mehrere schwere Prüfungen bestehen. Tamino gelingt es, alle Proben vorbildlich zu meistern und darf zum Lohn an die Stelle Sarastros als oberster Priester treten und Pamina heiraten. Papageno, der nicht so erfolgreich war, wird dennoch mit einer ihm gleichwertigen Partnerin - Papagena - beglückt. Die nach Macht gierende Königin und ihre Gefolgschaft sind besiegt.

Dirigent: Adam Fischer
Regie: Moshe Leiser, Patrice Caurier
Bühne: Christian Fenouillat
Kostüme: Agostino Cavalca
Licht: Christophe Forey
Choreographische Mitarbeit: Beate Vollack

Termine:

Fr, 22.12.2017, 19:00 |
Mo, 25.12.2017, 19:00 |
Mi, 27.12.2017, 19:00 |
Fr, 29.12.2017, 19:00 |

Don Pasquale

Oper von Gaetano Donizetti

Der alte, wohlhabende, aber geizige Junggeselle Don Pasquale will seinen Neffen Ernesto verheiraten: mit einer wohlhabenden Frau. Doch Ernesto zieht die junge, mittellose Witwe Norina vor, die ihn liebt. Doch obwohl Don Pasquale Norina nie gesehen hat, lehnt er diese Ehe ab – und jagt Ernesto kurzerhand aus dem Haus. Niedergeschlagen schreibt dieser seiner Geliebten Norina einen Abschiedsbrief. Doch Norina gibt Ernesto nicht auf ...

Don Pasquales neuer Plan lautet nun selbst zu heiraten – und sein Freund Dr. Malatesta soll ihm dabei behilflich sein. Dieser allerdings hält zu Ernesto und fädelt ein Verwirrspiel ein, bei dem Norina und Ernesto mitspielen: Norina wird dem alten Junggesellen als Malatestas wohlerzogene, im Kloster groß gewordene Schwester Sofronia präsentiert. Don Pasquale ist von diesem stillen, tugendhaften Geschöpf hingerissen – und geht mit ihr eine von Malatesta inszenierte Scheinehe ein (die Don Pasquale für echt hält). Unmittelbar nach der Trauung ändert Sofronia (=Norina) ihr Verhalten. Sie wird zur verschwenderischen, lieblosen, schnippischen Xanthippe, die Pasquale terrorisiert und ihn – offenbar – betrügt. Um sie wieder aus dem Haus zu treiben, will Don Pasquale seinen Neffen Ernesto, ausgestattet mit einer reichen Mitgift, mit (der ihm immer noch scheinbar unbekannten) Norina bei sich aufnehmen. Da wird ihm die wahre Identität Sofronias aufgedeckt. Er muss lernen: Ältere Semester sollen jüngere Frauen besser nicht umwerben …

Dirigent: Evelino Pidò
Regie: Irina Brook
Bühne: Noëlle Ginefri-Corbel
Kostüme: Sylvie Martin-Hyszka
Licht: Arnaud Jung
Choreographie: Martin Buczko

Termine:

Mo, 27.11.2017, 20:00 |
Do, 30.11.2017, 20:00 |
Sa, 2.12.2017, 19:30 |

Elektra

Oper von Richard Strauss

Vorgeschichte
Agamemnon, König von Mykene, und seine Gattin Klytämnestra haben vier Kinder: Iphigenie, Elektra, Chrysothemis und Orest. Als die griechische Flotte gegen Troja auslaufen will, wird sie von einer Windstille zurückgehalten. Agamemnon muss seine Tochter Iphigenie der Göttin Artemis opfern, damit sie günstige Bedingungen für die Seefahrt gewährt. Klytämnestra wird dies ihrem Gatten nie verzeihen. Während Agamemnons Abwesenheit im Kampf um Troja bindet sich Klytämnestra an Aegisth. Als Agagmemnon heimkehrt, bereiten ihm Klytämnestra und Aegisth heuchlerisch einen freudigen Empfang. Im Bad erschlagen sie den Wehrlosen mit einer Axt. Nach dem Mord an ihrem Vater hat Elektra ihren jungen Bruder Orest in Sicherheit bringen können. Sie selbst hegt nur einen Gedanken: den Mord zu rächen.

Handlung
Elektra hat sich von der Gesellschaft und vor allem von Aegisth und Klytämnestra losgesagt und lebt vereinsamt dahin, gedanklich gekettet an Agamemnon. Unbeugsam nährt sie ihren Hass, baut sie auf Orests Rückkehr als Rächer. Die fünf Mägde, bewacht von der Aufseherin, kommentieren Elektras Verhalten: gehässig, prahlerisch, ängstlich; nur die jüngste tritt für Elektra ein und wird darum gezüchtigt.
Elektra beschwört Agamemnon und berauscht sich an ihren Blut-Visionen. Chrysothemis unterbricht Elektras Monolog und warnt ihre Schwester: Aegisth und Klytämnestra planen sie in einen Turm einzukerkern. Als Chrysothemis andeutet sich mit den Mächtigen arrangieren zu wollen, um ihre Wünsche nach Mutterschaft verwirklichen zu können, wird sie von Elektra höhnisch in die Schranken gewiesen.
Die ruhelose Klytämnestra sucht, gequält von den Erinnerungen und von Angstträumen, eine Aussprache mit Elektra und erhofft sich von ihr Auskunft, durch welche Blutopfer und Bräuche ihr Linderung zu Teil würde. Elektra antwortet ihr hinhaltend, rätselhaft, hintersinnig und ängstigt ihre Mutter durch Fragen nach Orest. Als jedoch Klytämnestra von ihrer Vertrauten eine Neuigkeit überbracht wird, weicht ihr Grauen einem offensichtlichen Triumphgefühl. Elektra ist irritiert, bis sie den Inhalt der Nachricht von Chrysothemis erfährt - ihr gemeinsamer Bruder Orest ist tot. Elektra will dies nicht wahrhaben, muss dann doch dem Botenbericht Glauben schenken und entschließt sich die Rache selbst auszuführen. Chrysothemis soll ihr dabei helfen. Mit Zärtlichkeit und Zeichen der Zuneigung versucht Elektra ihre jüngere Schwester für ihren Mordplan an Klytämnestra und Aegisth zu gewinnen. Aber Chrysothemis entzieht sich ihrer Schwester – und wird von dieser verflucht. Nun ist Elektra entschlossen, die Tat allein zu vollbringen. Doch da kommt ein Fremder, der sich als Bote ausgibt und Klytämnestra den Tod Orests melden soll. Elektras Verzweiflung bewegt ihn, nach ihrem Namen zu fragen. Dann erst gibt er sich als ihr Bruder zu erkennen – als Orest! Elektra drängt ihn zum Rache-Mord, den Orest eilig auszuführen gelobt.
Allein zurückgeblieben harrt Elektra auf das Weitere … Die Todesschreie Klytämnestras und die Verwirrung der Mägde geben ihr Gewissheit, dass ein Teil der Rache vollstreckt wurde.
Aegisth, von Dienern herbeigeholt, will selbst die Botschaft von Orests Tod hören. Schmeichlerisch geleitet ihn Elektra dahin, wo sie den Rächer weiß, der ihn wenig später tötet.
Von der endlich ausgeführten Rache erfüllt, beginnt Elektra einen letzten ekstatischen Tanz …

Dirigent: Ingo Metzmacher
Regie: Uwe Eric Laufenberg
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Licht: Andreas Grüter

Termine:

Di, 5.12.2017, 20:00 |
Fr, 8.12.2017, 16:00 |
Mo, 11.12.2017, 20:00 |

Hänsel und Gretel

Oper von Engelbert Humperdinck

Vorspiel
London, Weihnachten um 1890. Eine viktorianische Familie versammelt sich im Wohnzimmer gemütlich um den Christbaum. Der Vater überrascht alle mit einem geheimnisvollen, neuartigen Gerät, einer Laterna magica, die allerlei unbekannte und wunderbare Bilder an die Wand projiziert und zugleich die Tür zu einer fremden, märchenhaften Welt öffnet …

1. Akt
Statt die ihnen aufgetragenen Arbeiten zu verrichten, vertreiben sich die von Hunger geplagten Geschwister Hänsel und Gretel in der heimatlichen armseligen Hütte singend und tanzend die Zeit. Sehnsüchtig erwarten sie den Abend und damit die Rückkehr der Eltern, denn diesmal soll es endlich wieder einmal vor dem Schlafen gehen etwas zum Essen geben: Aus der Milch, die eine Nachbarin als Geschenk vorbeigebracht hat, wird die Mutter, so die Hoffnung der beiden Kinder, einen Reisbrei kochen. Als aber die Mutter schließlich tatsächlich heimkommt, kippt die Stimmung schlagartig. Vor lauter Zorn darüber, dass Hänsel und Gretel anstatt Besen zu binden und Strümpfe zu stricken den Tag miteinander spielend verbracht haben, eilt sie auf die Kinder zu um sie zu verprügeln. Dabei stößt sie irrtümlich den Topf mit der Milch vom Tisch. Hänsels Gekicher über ihr Ungeschick, die Scherben am Boden und die vergossene Milch lassen die Mutter den Kopf verlieren – sie treibt die Kinder zum Erdbeerpflücken in den angrenzenden Wald hinaus. Allein zurückgeblieben, klagt sie über die Armut und den Hunger ihrer Familie und schläft müde ein. Geweckt wird sie von ihrem fröhlichen, etwas angetrunkenen Mann, der ausnahmsweise seine gesamte Ware verkaufen konnte und aus dem Erlös einen großen Vorrat an unterschiedlichsten Lebensmitteln erworben hat. Doch die Freude wärt nur sehr kurz – bestürzt darüber, dass seine Kinder allein hinausgeschickt wurden, erzählt er seiner Frau von der menschenfressenden Knusperhexe am Ilsenstein, einer besonders dunklen und verrufenen Stelle im Wald. Voller Sorge stürzen die Eltern aus der Hütte, um Hänsel und Gretel noch vor dem Dunkelwerden zu finden und heimzubringen.

2. Akt
Während Hänsel Erdbeeren sammelt und den mitgebrachten Korb bis zum Rand anfüllt, windet Gretel einen Kranz. Glücklich darüber, diesmal den mütterlichen Auftrag erfüllt zu haben, verlieren sie sich in allerhand Spiele und vergessen rechtzeitig nach Hause zu gehen. Zu allem Überfluss essen die beiden, ohne es zu merken, nach und nach alle gesammelten Erdbeeren wieder auf. Als Hänsel und Gretel entsetzt neue suchen wollen, merken sie voller Angst, dass sie sich im abendlichen Dunkel des Waldes verlaufen haben. Da erscheint das gute Sandmännchen und streut ihnen Sand in die Augen. Eng umschlungen schlafen Hänsel und Gretel nach dem Abendgebet ein. In einem schönen Traum, in dem 14 Engel vorüberschweben, erhalten sie eine beruhigende Ahnung von Tod und neuem Leben.

3. Akt
Am nächsten Morgen werden Hänsel und Gretel vom Taumännchen erweckt und entdecken das Knusperhäuschen der Hexe. Als Hänsel ein Stückchen vom Knusperhäuschen abbricht, ertönt von innen die Stimme der Hexe – da jedoch weiter nichts Bedrohliches geschieht, beginnen die Kinder am Häuschen zu naschen, so lange, bis die Hexe hervorkommt. Zwar gibt sie sich anfangs freundlich, doch wird bald ihr wahres Gesicht offenbar: sie bannt Hänsel und Gretel durch einen Zauber und sperrt Hänsel in einen Käfig, um ihn zu mästen. In übersprudelnder Vorfreude auf das Verspeisen der Kinder, besteigt die Hexe ihren Besen und fliegt auf ihm sitzend in größter Ekstase einige Zeit durch die Lüfte. Nach ihrem Hexenritt versucht sie Gretel zu überreden, in den Backofen zu schauen. Ihr Vorhaben, das ahnungslose Mädchen in den Backofen zu stoßen und dann zu einem Lebkuchen zu backen, misslingt, da sich Gretel, von ihrem Bruder gewarnt, dumm stellt und die Hexe bittet, ihr zu zeigen, auf welche Weise sie in den Backofen zu schauen habe. Ungeduldig geht die Hexe auf Gretels Vorschlag ein und beugt sich weit in den Backofen hinein. In diesem Moment wird sie von Hänsel und Gretel hineingestoßen und muss elendiglich zugrunde gehen. Kaum ist die Hexe tot, werden die zahlreichen Lebkuchenmännchen, die rund um das Knusperhäuschen gestanden sind, zu Kindern. Sie alle waren einst in die Fänge der Hexe gefallen und im Backofen zu Lebkuchen verwandelt worden. Doch nun ist der Zauber gebrochen. Hänsel und Gretel streicheln die Kinder und lösen mithilfe des Zauberstabes den letzten Bann: Jubelnd umtanzen die dankbaren Kinder ihre beiden Retter. Wenig später treffen die Eltern von Hänsel und Gretel, die die ganze Nacht nach ihren Kindern gesucht hatten, auf die glückliche Schar. Dankbar und voller Freude singt man gemeinsam: „Wenn die Not aufs Höchste steigt, Gott der Herr sich gnädig zu uns neigt!“

Dirigent: Patrick Lange
Regie: Adrian Noble
Ausstattung: Anthony Ward
Licht: Jean Kalman
Choreographie: Denni Sayers
Video: Andrzej Goulding

Termine:

Di, 26.12.2017, 17:00 |
Sa, 30.12.2017, 19:00 |
Di, 2.1.2018, 19:00 |

Don Giovanni

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Don Giovanni tötet im Duell einen empörten Vater, macht sich an eine Braut – Zerlina – heran, flüchtet vor seiner Verlobten Donna Elvira, verführt deren Zofe, täuscht und betrügt – und entwischt seinen Verfolgern stets aufs Neue. Doch die Strafe holt ihn ein: Der ermordete Komtur, von ihm zum Essen eingeladen, erscheint tatsächlich und fordert Reue. Doch Don Giovanni verweigert diese – und fährt in die Hölle.

Dirigent: Sascha Goetzel
Regie: Jean-Louis Martinoty
Bühne: Hans Schavernoch
Kostüme: Yan Tax
Licht: Fabrice Kebour

Termine:

So, 14.1.2018, 18:00 |
Mi, 17.1.2018, 19:00 |
Sa, 20.1.2018, 19:00 |

I Puritani

Oper von Vincenzo Bellini

In England, um 1650, zur Zeit der Machtkämpfe zwischen Oliver Cromwells Puritanern und den königlichen Kavalieren. Unter den mitleidlosen Blicken der Puritaner schreitet König Karl I. zur Hinrichtung.

1. Teil - In Valtons Schloss
Lord Valton hatte einem seiner Offiziere, Sir Riccardo, die Hand seiner Tochter versprochen. Nun hat Riccardo erfahren, dass Elvira einen anderen liebt. Lord Arturo Talbo. Verzweifelt klagt er seinem Freund, Sir Bruno Roberton, sein Leid. Bruno versucht Riccardo zu trösten und abzulenken.
Elvira erfährt von ihrem Onkel Giorgio, dass er ihren Vater überreden konnte, ihrem Herzen freie Wahl zu lassen; noch heute kann ihre Vermählung mir Arturo stattfinden. Alle Anwesenden feiern die Ankunft des Lords und jubeln dem jungen Paar Elvira-Arturo zu. Lord Valton erklärt, dass er an dem Hochzeitsfest nicht teilnehmen kann, da er eine geheimnisvolle Staatsgefangene, man hält diese Frau für eine Spionin der Stuarts, von der Festung zum Parlament führen müsse. Keiner dürfe die Festung ohne Passierschein verlassen, verkündet er und händigt Arturo einen solchen aus. Während Elvira sich zurückzieht, um für die Hochzeit gekleidet zu werden, und die Übrigen ihr folgen, bleiben die Gefangene und Arturo alleine zurück. Arturo erkennt in der gefangenen Enrichetta, Witwe des hingerichteten Karl I. Da ihr das gleiche Schicksal droht, ist Arturo, als heimlicher Anhänger der Stuarts, sofort bereit, alles zu tun, um sie vor dem Tod zu bewahren.
Als Elvira zurückkommt, bittet sie Enrichetta, sich den Schleier aufzusetzen, damit sie sehen könne, wie er sich ausnehme. Enrichetta tut ihr den Gefallen. Elvira muss noch einmal in ihr Zimmer zurück. Wieder allein mit der Unglücklichen, überredet Arturo Enrichetta – unter dem schützenden Hochzeitsschleier, der ihre Identität verbirgt – zur Flucht. Beim Verlassen des Saales stoßen sie auf Riccardo, der Elvira, seine Angebetete, Arturo nicht kampflos überlassen will. Er fordert ihn zum Zweikampf. Enrichetta wirft sich dazwischen, der Schleier fällt, und Riccardo erkennt sein Missverständnis. Er entschließt sich, froh darüber, dass sich nicht Elvira unter dem Brautschleier befand, die beiden fliehen zu lassen.Die Hochzeitsgesellschaft kehrt in den Saal zurück, entsetzt über die Flucht Arturos und der Gefangenen. Elvira ist wegen der Treulosigkeit, die sie Arturo fälschlicherweise anlastet, fassungslos und verfällt in Wahnsinn.

2. Teil - In Valtons Schloss
Die Kastellbewohner beklagen das Los Elviras. Riccardo berichtet, dass das Parlament Arturo zum Tod verurteilt habe. Elvira zeigt vor Giorgio und Riccardo ihre geistige Zerrüttung. Giorgio vermeint zu wissen, dass eine plötzliche Freude ihr den Verstand zurückgeben kann. Er beschwört Riccardo, Arturo zu retten. Riccardo willigt nach langem Widerstand ein: Nur wenn Arturo mit dem Feind paktierte, solle er sterben.

3. Teil - In einem Wald
Arturos Liebe zu Elvira hat ihn aus der Verbannung zurückgetrieben. Von Elvira gesungen, ertönt eine Romanze, in die Arturo einstimmt. Als Elvira kommt, erklärt ihr Arturo, um Verzeihung bittend, die Gründe seiner Flucht. Für Momente scheint Elvira ihren Verstand wieder zu besitzen. Als aber Arturos Verfolger sich nähern, verwirren sich ihre Sinne erneut; sie hält das Trommeln der Puritaner für Hochzeitsmusik und glaubt, Arturo wolle sie wiederum verlassen. Die Puritaner bedrohen Arturo. Durch die Todesgefahr für ihren Geliebten erhält Elvira den Verstand zurück. Ein Bote bringt die Nachricht von der Niederlage der Stuarts und der Amnestie für alle Schuldigen. Elvira fällt Arturo in die Arme; in diesem Augenblick stürzt sich Riccardo auf das Paar und erdolcht Arturo.

Dirigent: Evelino Pidò
Inszenierung: John Dew
Bühnenbild: Heinz Balthes
Kostüme: José Manuel Vazquez

Termine:

Do, 4.1.2018, 19:00 |
So, 7.1.2018, 18:30 |
Mi, 10.1.2018, 19:00 |

La Fille du régiment

Oper von Gaetano Donizetti

1. Akt - Die Tiroler Berge
Die Marquise de Berkenfield und ihr Verwalter Hortensius werden am Tag ihrer Flucht nach Österreich von der Ankunft eines französischen Regiments überrascht. Die Marquise findet sich plötzlich inmitten von Dorbewohnern wieder: Die Männer tragen Waffen, die Frauen beten zur Jungfrau. Vielleicht als Antwort auf das Gebet, ziehen sich die Franzosen zur Erleichterung der Marquise zurück (Pour une femme de mon nom). Sie kann sich zur Ruhe begeben. Allein geblieben trifft Hortensius auf Sulpice, einen Sergeant des 21. Regiments. Obwohl sich Hortensius durch seine Angst verdächtig macht, erhält er für sich und seine Herrin einen Passierschein.

Sulpice wird von der jungen Marie aufgesucht, die zwölf Jahre zuvor als Kind auf einem Schlachtfeld gefunden wurde (Au bruit de la guerre, j'ai reçu le jour). Sie ist vom gesamten 21. Regiment als Tochter adoptiert worden (Mon régiment, j'en suis fière vraiment) und zieht seither als Marketenderin mit den Soldaten mit (Nommée à l'unanimité). Seit einiger Zeit trifft sie sich mit dem Tiroler Partisanen Tonio zu dem sie in Liebe entbrannt ist. Als Sulpice Marie wenig erfreut mitteilt, daß sie bei diesen Treffen gesehen worden ist, beruhigt sie Sulpice mit dem Hinweis, den jungen Mann in Zukunft nicht mehr treffen zu wollen. Da wird Tonio als Gefangener der Truppe hereingeführt (C'est un traïtre, qu'il périsse). Er hatte sein Leben riskiert um Marie zu treffen. Um ihn zu retten, teilt Marie den Soldaten mit, daß Tonio sie einst gerettet hatte, als sie beim Blumenpflücken von einem Felsen zu stürzen drohte (Quoi! La mort à celui qui me sauva la vie!). Auf diese Nachricht hin stoßen die Soldaten mit ihrem neuen Freund, dem Retter Maries an. Marie singt das Regimentslied (Il est là, morbleu, le beau Vingt-et-unième).

Das Regiment bricht gemeinsam mit Tonio auf, doch ihm gelingt es unbemerkt zu fliehen und zu Marie zurückzukehren (Quoi! Vous m'aimez?). Sulpice überrascht die beiden. Marie muß Tonio mitteilen, daß sie nur einen Soldaten des 21. Regiments heiraten darf. Dieser denkt aber nicht daran, aufzugeben.

Sulpice genehmigt der Marquise de Berkenfield einen Begleitschutz, der sie sicher auf ihr Schloß bringen soll. Als die Marquise ihren Namen nennt, erinnert sich Sulpice genau diesen Namen bereits in einem Brief gelesen zu haben, den er vor 12 Jahren am Schlachtfeld in der Nähe der jungen Marie gefunden hatte. Nun stellt sich heraus, daß die Marquise die Tante der Regimentstochter ist. Vom Benehmen Maries entsetzt, beschließt die Marquise ihre Nichte auf ihr Schloß mitzunehmen, um ihr eine standesgemäße Erziehung angedeihen zu lassen.

Unglücklicherweise hat sich Tonio in eben diesem Moment als Soldat anwerben lassen (Ah! Mes amis, quel jour de fête!). Nun könnte er Marie heiraten, doch diese muß nun beides verlassen - den geliebten Mann und ihr Regiment (Il faut partir).

2. Akt - Das Schloß Berkenfield
Die Marquise ist daheim auf ihrem Schloß, wo sie gerade eine vorteilhafte Heirat Maries mit dem Herzog Scipion de Crakentorp eingefädelt hat. Auch Sulpice, der mithelfen soll Marie umzuerziehen, ist auf dem Schloß. Zum Erziehungsprogramm gehört unter anderem eine musikalische Ausbildung und so soll Marie die Arie eines italienischen Komponisten singen (Le jour naissait dasns le bocage). Sulpice verleitet Marie jedoch, sich bewußt danebenzu benehmen (Rataplan, c'est le refrain du régiment). Diese vermengt in ihrem Vortrag die Arie mit militärischen Liedern. Die Marquise verliert die Geduld, Marie fühlt sich elend (Sous les bijoux et la dentelle, je cache un chagrin sans espoir). Plötzlich dringt das gesamte Regiment gemeinsam mit Tonio in das Schloß ein (C'est elle, notre fille!). Die Soldaten nehmen Hortensius in Gewahrsam, während Tonio und Sulpice Marie aufsuchen (Tous les trois réunis).

Tonio bittet die Marquise um die Hand Maries (Pour me rapprocher de Marie). Als diese die Einwilligung versagt, deckt Tonio auf, was er von seinem Onkel erfahren hat: Daß die Marquise nicht Maries Tante ist, und er deshalb bereit ist, die junge Frau zu entführen. Mit Sulpice alleingelassen, gesteht die Marquise die Wahrheit: Sie selbst wäre die Mutter Maries, und der Vater des Mädchens ein gewisser Hauptmann Robert. Aus Angst, daß ihre nicht standesgemäße Beziehung aufgedeckt werden könnte,hatte sie das Mädchen zurückgelassen.

Die Gäste, die zur Unterzeichnung des Ehevertrags eingeladen wurden, erscheinen. Marie weigert sich ihr Zimmer zu verlassen. Die Marquise ist am Ende ihrer Weisheit und die imposante Herzogin de Crakentorp beginnt ungeduldig zu werden. Da teilt Sulpice Marie das Geheimnis ihrer Geburt mit, worauf diese sich nicht länger widersetzen kann. Nun verläßt Marie ihr Zimmer und ist bereit, den Ehevertrag zu unterzeichen, als plötzlich Tonio und die Soldaten hereinstürmen (Au secours de notre fille, nous accourons tous ici). Die Gäste sind entsetzt als sie erfahren, daß das junge Mädchen eine Marketenderin gewesen ist (Une fille de régiment), ändern aber ihre Meinung, da sie die Gefühle Maries erkennen (Au fait, elle est charmante!). Die Marquise, die ihre Tochter nicht opfern möchte, akzeptiert die Heirat mit Tonio. Jeder stimmt in den Abschlußchor "Salut à la France" ein.

Dirigent: Evelino Pidò
Regie und Kostüme: Laurent Pelly
Bühnenbild: Chantal Thomas
Licht: Joël Adam
Choreographie: Laura Scozzi
Dialogfassung: Agathe Mélinand

Termine:

Do, 11.1.2018, 19:00 |
Sa, 13.1.2018, 19:00 |
Di, 16.1.2018, 19:00 |
Fr, 19.1.2018, 19:00 |

Madama Butterfly

Oper von Giacomo Puccini

Der US-amerikanische Leutnant Pinkerton heiratet die japanische Geisha Cio-Cio-San – nach damals tolerierter Sitte – für eine kurze Zeit: Was für ihn kaum mehr als ein Zeitvertreib ist, bedeutet für sie die große Liebe. Nach seiner Abreise wartet sie lange auf seine Rückkehr: Als er endlich wiederkehrt, muss Cio-Cio-San – die ihm eine Sohn geboren hat – erkennen, dass er erneut geheiratet hat. Aus Verzweiflung tötet sie sich: „Ehrenvoll zu sterben, wer nicht länger in Ehren leben kann.“

Dirigent: Jonathan Darlington
Regie: Josef Gielen
Ausstattung: Tsugouharu Foujita

Termine:

Di, 21.11.2017, 19:00 |
Fr, 24.11.2017, 19:00 |

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Rom um 1800. Die Stadt stöhnt unter dem Schreckensregime des grausamen Polizeichefs Scarpia. Der revolutionär gesinnte Maler Cavaradossi kommt in die Fänge Scarpias und soll hingerichtet werden. Cavaradossis Geliebte, die Sängerin Tosca, der Scarpia nachstellt, geht mit dem Polizeichef einen Handel ein: Wenn sie ihn erhört, will er Cavaradossi das Leben schenken. Zum Schein geht sie auf das Angebot ein – und ersticht Scarpia. Doch auch er hat Tosca getäuscht und eine wirkliche Erschießung Cavaradossis befohlen. Verzweifelt stürzt sie sich von der Engelsburg.

Dirigent: Jesús López Cobos
Regie: Margarethe Wallmann
Ausstattung: Nicola Benois

Termine:

Mo, 8.1.2018, 19:00 |
Fr, 12.1.2018, 19:00 |

Wiener Staatsoper GmbH

Opernring 2
D 1010 Wien

Telefon: (+43/1) 514 44 / 2250, 7880
E-Mail: information@wiener-staatsoper.at