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Landesbühnen Sachsen

Die Landesbühnen Sachsen GmbH ist mit ihren Musiktheater-, Schauspielensembles und ihrer Tanzcompagnie Deutschlands zweitgrößtes Reisetheater mit Stammhaus in Radebeul bei Dresden. Über 200 Mitarbeiter gestalten die über 600 Aufführungen pro Jahr in Sachsen, Mitteldeutschland sowie weiteren Ländern wie Dänemark, Österreich, Polen, England, Kuba, Kroatien und Amerika mit.

Die Landesbühnen Sachsen gibt es seit 1951, seit 1991 befinden sie sich in Trägerschaft des Freistaates Sachsen. Ein Großteil der Theaterarbeit findet außerhalb statt – in Gastspielorten, Schulen und auf Festivals. Das ist auch der kulturpolitische Auftrag der Landesbühnen Sachsen als mobiles Theater für Sachsen. Neben den vier Sparten Schauspiel, Musiktheater, Tanztheater und Figurentheater widmet sich das junge.studio explizit der theaterpädagogischen Arbeit außer Haus.

Von September bis Mai finden auch zahlreiche Vorführungen im Stammhaus Radebeul statt. Ab Mai bis September wird dann die Felsenbühne Rathen, Europas schönstes Naturtheater, bespielt.

Kontakt

Landesbühnen Sachsen
Kasse
Meißner Straße 152
D-01445 Radebeul

Telefon: +49 (0)351-8954214
Fax: +49 (0)351 8954213
E-Mail: kasse@landesbuehnen-sachsen.de

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Landesbühnen Sachsen

Musical

Sunday in the Park with George

Musical von Stephen Sondheim

Premiere: 28. September 2019

Pünktlich zum 90. Geburtstag des weltbekannten Musicalkomponisten Stephen Sondheim, Jahrgang 1930, inszenieren wir eines seiner populärsten Werke in einer eigens für die Landesbühnen Sachsen erstellten Neuübersetzung.

Das Musical, das den bildenden Künstler ins Zentrum der Betrachtung stellt – als einsamen Schöpfer auf der einen und als surrendes Rädchen im überdrehten Kunstbetrieb auf der anderen Seite –, überspannt 100 Jahre Kulturgeschichte:

Im 1. Akt begegnen wir 1884 in Paris dem neoimpressionistischen Maler Georges Seurat, der mit lebenden Modellen sein berühmtes Gemälde "Ein Sommernachmittag auf der Insel Grande Jatte" komponiert. Doch so harmonisch, wie dem Betrachter das Bild erscheint, gestaltet sich dessen Entstehungsprozess für den Künstler nicht: Dot, Seurats Geliebte, die von ihm ein Kind erwartet, verlässt ihn und geht mit ihrem neuen Freund nach Amerika.

Im 2. Akt findet die Handlung 1984 in den USA ihre Fortsetzung: Der Multimedia-Künstler George – der Urenkel Seurats – hat zum 100jährigen Jubiläum des Park-Bildes eine Installation geschaffen, mit der er nach Paris geladen wird. Aus der Rückbesinnung auf seine künstlerischen Wurzeln zieht er Inspiration und neue kreative Impulse.

Musikalisch ließ sich Sondheim von den französischen Impressionisten ebenso inspirieren wie von den Serialisten Philip Glass und Steve Reich. Seine farbig-filigrane und hoch-emotionale Partitur zum Kunstexkurs ist dennoch ein echter Sondheim, der vor allem an Humor nicht spart.

Zitat:
»Das Werk erhielt die meisten Auszeichnungen, die je einem Musical verliehen wurden.« Musik und Bühne

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Theater

Die Sonny Boys

von Neil Simon

Premiere: 18. Oktober 2019

43 Jahre waren Willie und Al die »Sonny Boys«, ein erfolgreiches Komikerduo am Broadway. Mit ihrem berühmten Doktor-Sketch, dem Klassiker, brachten sie ihr Publikum zum Brüllen. Doch das ist längst Geschichte. Hinter der Bühne waren sich die beiden Streithähne schon immer uneins. Und dass Al die gemeinsame Karriere vor 11 Jahren an den Nagel gehangen und damit dem Broadway und Willie den Rücken gekehrt hat, hat dieser ihm nie verziehen.

Ein Rückblick auf die guten alten Zeiten des Witze-Dreamteams bringt die zwei gealterten Käuze wieder zusammen. In einer groß angelegten Show will das Fernsehen den Doktor-Sketch von Al und Willie noch einmal zeigen. Da kann Willies Agent und Neffe Ben noch so große Überredungskünste aufbieten. Willie ist dagegen. Doch sein Kollege Al Lewis hat sich für eine Wiederaufnahme-Probe angekündigt …

Vor fast 50 Jahren schrieb der Drehbuchautor Neil Simon die Komödie Sonny Boys. Mehrfach erfolgreich verfilmt, ist sie immer wieder ein Gag-Feuerwerk und unwiderstehliche Herausforderung für zwei bühnenerfahrene Komiker. Darüber hinaus erzählt sie dem Publikum einiges über den mystischen Raum des Theaters und die „Arbeit“ auf der Bühne.

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Theater

Salzwasser

von Connor McPherson

Premiere: 25. Oktober 2019

Packendes Storytelling führt uns in die Alltagstristesse einer Irischen Kleinstadt. Die Brüder Joe (ein 17jähriger Schüler), Frank (22, arbeitet im Imbiss seines Vaters) und Ray (30, Unidozent und Lover der Schwester) erzählen Stories aus ihrem Leben, unspektakulär, wiedererkennbar und scharf gewürzt mit bissigem Englischen Humor. Für Joe ist es zunächst ein großes Glück, dass der coole Damian an seine Schule kommt, zu dem er aufschauen und den er bewundern kann. Frank treiben die Wettschulden seines Vaters um und Ray betrügt seine Freundin mit Studentinnen und träumt von einer akademischen Karriere.

Die pointierten Berichte der drei jungen Männer münden in eine Woche, in der endlich einmal Außergewöhnliches passiert: Frank hat einen Plan gefasst um seinem Vater zu helfen und raubt das Wettbüro aus, Ray hilft ihm dabei und Joe verliert seinen neuen Freund, weil der ihm eine Vergewaltigung in die Schuhe schieben will. Doch anders als erwartet, entlässt uns der Autor nicht in die Hoffnungslosigkeit: Frank wird nicht erwischt, Joe kann mit der von seinem Bruder erbeuteten Summe sein Studium finanzieren und Ray schreibt ein Buch und hofft wieder einmal auf seinen Karriere-Durchbruch.

Alltag, doch alles andere als langweilig und erzählt von drei sympathischen Typen, die man mag und für die man hofft, dass sie ihr Leben in den Griff bekommen.

Inszenierung: Moritz Gabriel
Ausstattung: Irina Steiner

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Theater

Die acht Frauen

Kriminalkomödie von Robert Thomas

Premiere: 26. Oktober 2019

In einer verschneiten, abgelegenen Villa hat sich eine große Familie zum gemeinsamen Weihnachtsfest versammelt. Als der Vater am Morgen nicht zum festlichen Familienfrühstück erscheint und die jüngste Tochter ihn holen will, entdeckt sie ihn ermordet im Bett. Der Versuch, die Polizei zu rufen, scheitert und auch das Auto springt nicht an. Aufgrund des vielen Schnees ist der Kontakt zur Außenwelt abgerissen und die Anwesenden, ausschließlich Frauen, sehen sich gezwungen, selbst nach dem Mörder zu suchen. Schnell wird klar, dass nur eine von ihnen den Mord begangen haben kann. Sie beginnen, sich gegenseitig zu verhören und es stellt sich heraus, dass alle ein Mordmotiv und auch die Gelegenheit zur Tat hatten. Kein Mann betritt die Bühne an diesem Abend, und doch sind die Männer allgegenwärtig in den Gesprächen der acht Frauen.

Jede von ihnen versucht durch Lügen und Schweigen vergeblich ihr jeweiliges Geheimnis zu bewahren, darunter lesbische Neigungen, Schwangerschaft, unerwiderte Liebe, außereheliche Affären und selbst einen Giftmord. Am Schluss überrascht der Autor in dieser spannend-amüsanten Mixtur aus Kriminalstück, Komödie und Psychodrama das Publikum mit einer überraschenden Pointe.

Die Verfilmung des Stückes aus dem Jahr 2001 durch Francois Ozon, einer der führenden Regisseure des Französischen Kinos, mit einer Traumbesetzung bescherte dem Stoff einen Welterfolg und zahlreiche internationale Preise.

Inszenierung: Peter Kube
Ausstattung: Barbara Blaschke

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Theater

Die Vermessung der Welt

Schauspiel nach dem Roman von Daniel Kehlmann, Bühnenfassung von Dirk Engler

Zum Deutschen Naturforscherkongress 1828 in Berlin treffen sich zwei Wissenschaftler, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Alexander von Humboldt, Forscher, Abenteurer und «zweiter Entdecker Amerikas», und Carl Friedrich Gauß, Mathematiker, Astronom und Misantroph. Und doch haben beide ein Ziel und eine Passion: die Vermessung der Welt.

Der ehemalige Student der Geologie und Mineralogie an der Bergakademie Freiberg, Humboldt, erforscht mit großer Akribie alles, was ihm begegnet. Er kämpft sich durch Urwald und Steppe, kostet Gifte, befährt den Orinoco, besteigt Vulkane, begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Gauß hingegen verlässt einen Ort, an den er sich gewöhnt hat, nur unter Strafandrohung und kommt so sein Leben lang nicht über das Planquadrat Braunschweig / Göttingen hinaus. In seinem Kopf wird der Raum, den er nie gesehen hat, berechenbar. Er, der nicht ohne Frau leben kann, springt selbst in seiner Hochzeitsnacht aus dem Bett, um eine Formel zu Ende zu bringen. Gauß dringt in Sphären vor, wo sich im Unendlichen die Parallelen berühren und entdeckt fünfzig Jahre vor Einstein durch abstrakte Betrachtungsweise, dass der Raum gekrümmt sein muss.

Mit Fantasie und viel Humor beschreibt Kehlmann das Leben dieser beiden Genies und ihr Ringen um Erkenntnis mitsamt ihren Sehnsüchten und Schwächen, zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Was beide zu einer Einheit werden lässt, ist die spannende Frage nach dem Verhältnis von Geist und Raum, das sie auf jeweils eigene Art definieren und leben. Ein weltumspannendes Abenteuer, das die große Welt in poetischer Verdichtung auf die Bühne bringt!

Inszenierung: Lutz Hillmann
Ausstattung: Miroslaw Nowotny

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Tanz

Boléro

Dreiteiliger Tanzabend von Carlos Matos und Gastchoreografen mit Musik von Maurice Ravel – Uraufführung –

Dieser Tanzabend ist Maurice Ravel gewidmet, einem Komponisten, der sich durch Experimentierfreudigkeit und schillernde Vielseitigkeit auszeichnet und zu Beginn des 20. Jahrhunderts als bedeutendster französischer Tonschöpfer neben Claude Debussy galt.

Unter anderem steht mit der «Pavane pur une infante défunte» eines der bekannten Frühwerke Ravels auf dem Programm, ein Werk, das 1899 während seines Studiums bei Gabriel Fauré als Klavierstück entstand und 1910 von ihm selbst orchestriert wurde. Dieses Musikstück wird von einem reizvollen Kontrast geprägt: So spielt das Werk mit der Vorstellung, wie sich eine kleine spanische Prinzessin von einem Gemälde des Künstlers Velázques im 16. Jahrhundert bei Hofe wohl bewegt haben mag. Auf diese Weise kokettiert die geschmeidige und elegante Komposition mit dem Thema der Trauer, das dem feierlich schreitenden Hoftanz innewohnt.

Und natürlich darf an einem Ravel-Abend der Boléro nicht fehlen, Ravels populärste Komposition schon zu Lebzeiten. Das Besondere des Werkes, ge­schrieben 1828 für die Ballettkompanie der Tänzerin Ida Rubinstein, ist der gänzliche Verzicht Ravels auf thematische Arbeit. Ein lang gezogenes zweiteiliges, ebenfalls von spanischer Musik inspiriertes Thema erscheint unverändert in 18 Variationen. Das einzige Element der Abwechslung, so Ravel, bringt das orchestrale Crescendo, das sich – intensiviert durch eine harmonische Rückung nach E-Dur – schließlich explosionsartig in einem Akkord der Grundtonart C-Dur löst.

Choreografie: Carlos Matos, Igor Kirov und Michele Merola
Ausstattung: Kerstin Laube

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Kulturveranstaltung

Mit Märchen durch die Welt | Geh und frag die weise weiße Alte

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Theater

Wer seid ihr

Schauspiel von Oliver Bukowski

Uraufführung

Eine Dorfkneipe in Sachsen. Hierher, in ihr Elternhaus, wird Lisa unfreiwillig zurückgebracht, nachdem sie auf der Straße zusammengebrochen war. An der Ampel, vor den Spoilern der Kraftfahrzeuge, hatte sie keulen- und bänderschwingend linke Brandreden gehalten. Ihre Eltern und Onkel Ralf, der Lisa mit aufgezogen hat, sind stolz auf die aktive Bloggerin, verleiht sie doch auch ihrer Ost-Herkunft eine Stimme, obwohl sie erst ein Jahr nach dem Mauerfall geboren wurde. Aber damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf, und Lisa fragt sich: Wer seid ihr?, als sie erfährt, dass die Familie, die '89 für ihre Gesinnung auf die Straße gegangen war, für «eben diese Gesinnung» auch jetzt wieder auf der Straße unterwegs ist ...

Oliver Bukowski, 1961 in Cottbus geboren, studierte Philosophie und Sozialwissenschaften und ernährte nebenbei Frau und Kind mit der Arbeit als Profi-DJ. 1989 begann er, Theaterstücke zu schreiben, anfangs spaßeshalber, neben seinem Doktorat. Sein erstes Stück DIE HALBWERTZEIT DER KANARIENVÖGEL wurde erfolgreich im Juni 1991 an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt uraufgeführt. Seitdem und nach dem Abbruch seines Forschungsstipendiums an der Humboldt-Universität, lebt er als freier Autor in Berlin. Für sein reiches Schaffen als Dramatiker und Hörspielautor wurde Oliver Bukowski mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem «Gerhart Hauptmann Preis», dem «Mülheimer Dramatikerpreis» 1999 und dem «Lessing-Förderpreis des Freistaates Sachsen» 2001. Bukowskis Stärke ist, Geschichten von «kleinen Menschen» zu erzählen, komisch und tragisch zugleich in ihrem Bemühen, mit sich, der Vergangenheit und den Wünschen und Hoffnungen an die Zukunft klarzukommen. Für die Landesbühnen Sachsen schreibt Oliver Bukowskis nun ein Stück, das heutige Themen aufnimmt und in der Region Sachsen spielt.

Inszenierung: Tom Quaas
Ausstattung: Tom Böhm

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Theater

Draußen vor der Tür

Schauspiel von Wolfgang Borchert

Der junge Unteroffizier Beckmann kehrt drei Jahre nach der Schlacht um Stalingrad zurück nach Deutschland. Hinkend, weil ihm die Kniescheibe weggeschossen wurde, gehüllt in einen Heeresmantel und auf der Nase immer noch die Brille, die er unter der Gasmaske trug, hat er doch überlebt und hofft, dem Schrecken entkommen zu sein. Aber der Albtraum geht weiter.

Traumatisiert vom Krieg und an der eigenen Schuld leidend, sucht er in seiner Heimatstadt nach Menschlichkeit und Geborgenheit. Seine Frau lebt jedoch inzwischen mit einem anderen Mann und seine Eltern haben sich als einst überzeugte Nationalsozialisten das Leben genommen. Die Daheimgebliebenen begegnen ihm mit Desinteresse und Ablehnung und die Türen schlagen vor ihm zu. Wie im Fieber wandert er verloren durch das zerstörte Hamburg und findet sich nicht mehr zurecht zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Realität, Leben und Tod.

Selbst die Elbe, in der er sich zu ertränken versucht, will ihn nicht haben und spuckt ihn wieder aus. Vom Krieg möchte keiner mehr etwas hören, die Geschichte soll weitergehen, als wäre nie etwas gewesen. Für Beckmann gibt es keinen Platz.

Wolfgang Borchert kehrte mit 26 verwundet und schwer gezeichnet nach vier Kriegsjahren zurück nach Deutschland und schrieb DRAUSSEN VOR DER TÜR innerhalb weniger Tage unter dem Eindruck seiner Erfahrungen. Er gab mit seinem Stück einer von Verzweiflung gelähmten und verstummten Generation eine Stimme.

Die Eindringlichkeit seiner Schilderung und die Fragen, die Borchert seine Hauptfigur stellen lässt, verleihen dem Text – angesichts weltweiter kriegerischer Auseinandersetzungen – eine bestürzende Aktualität.

Inszenierung: Peter Kube
Ausstattung: Tom Böhm
Regiemitarbeit: Ute Raab

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Oper

Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven

«Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.» Ungeachtet dieser Forderung in Artikel 1 der UN-Menschenrechtscharta von 1948, die den Ruf nach Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aus Zeiten der Französischen Revolution zitiert, werden auch heutzutage in den erstarkenden Diktaturen dieser Welt unbequeme Kritiker ausgeschaltet und ohne rechtsstaatliche Verfahren in Gefängnissen weggesperrt.

Beethoven, der sich den Idealen der Französischen Revolution auch in postrevolutionären Zeiten verpflichtet fühlte, schrieb mit FIDELIO eine politische Oper, in der der Bastillesturm musikalisch nachhallt: Obwohl die Oper – den restaurativen Verhältnissen der damaligen Zeit entsprechend – in ein Gefängnis führt, siegt Gerechtigkeit über Tyrannenwillkür.

Verkleidet als Mann sucht Leonore, die sich Fidelio nennt, in dem Kerker des Gefängnisdespoten Don Pizarro nach Florestan, ihrem wahrheitsliebenden und mutigen Gatten, der seit zwei Jahren spurlos verschwunden ist. In letzter Minute kann sie durch beherztes Eingreifen den Mord Pizarros an einem streng abgeschirmten Staatsgefangenen verhindern, in dem sie schließlich ihren Florestan erkennt.

Die Oper, die wie ein Singspiel beginnt und als große Oper vom Kerkerdunkel ans Licht führt, mündet im Zusammenhang mit einer Generalamnestie aller Gefangenen – ähnlich wie später die IX. Sinfonie mit ihrem Vokalfinale – in ein Oratorium: Ein «Hohelied der Freiheit».

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Musical

Im Weissen Rössl

Singspiel von Ralph Benatzky, Fassung «Bar jeder Vernunft»

«Die ganze Welt ist himmelblau» singt die Berliner Urlauberin Ottilie ihrem frisch verliebten Anwalt Otto ins Ohr. Leopold, der in seine Chefin Josepha Vogelhuber verliebte Zahlkellner des Nobelhotels am Wolfgangsee, mahnt dagegen seine Gäste «Wenn es hier mal richtig regnet, ja da regnet es sich ein». Ein Spreeathener Hemdhosenfabrikant erhält das eingeklagte Patent mit der rückwärtigen Knopfleiste gratis als Zugabe zum Anwaltsschwiegersohn und ein reiselustiger aber poetenarmer Gute-Laune-Professor sein herrliches Dampfrossfinale. Kein weißes natürlich – das gibt es für die drei Liebespaare im Rössl, die sich finden, streiten, versöhnen und singen: «Es muß was Wunderbares sein ...»!

Musikalische Leitung: Thomas Gläser / Hans Peter-Preu
Inszenierung: Manuel Schöbel
Ausstattung: Marlit Mosler

30.06.2019: König Albert Theater Bad Elster

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Theater

In Gottes eigenem Land

Schauspiel von Olaf Hörbe

Uraufführung

Semiszenische Aufführung
nach dem gleichnamigen historischen Roman von Eberhard Görner

Im Auftrag der Franckeschen Stiftungen Halle geht der lutherische Theologe Heinrich Melchior Mühlenberg im Jahr 1742 nach Pennsylvania, um die dort ansässigen deutschen Gemeinden zu betreuen. Nach seiner Ankunft in Philadelphia beginnt er mit dem Aufbau einer institutionalisierten lutherischen Kirche. Doch seine Mission durchzusetzen, ist schwerer als gedacht. Machtkämpfe zwischen unterschiedlichen religiösen Sekten, persönliche Entbehrungen, Kriege, die wechselvolle Beziehung zu dem Delawaren-Häuptling «Fliegender Pfeil» – aber auch die große Liebe zu seiner Frau, die ihm eine starke Partnerin ist, bestimmen sein Leben. Überzeugt von der Vision einer toleranten, friedlichen Gesellschaft beteiligt er sich maßgeblich an der Gründung der neuen amerikanischen Demokratie.

Inszenierung: Damian Cruden
Ausstattung: Tilo Staudte
Komposition: Paul Heller
Projektleitung: Jane Taubert

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Operette

Pariser Leben

Operette von Jacques Offenbach

Den 200. Geburtstag Jacques Offenbachs feiern wir 2019 mit PARISER LEBEN. Die Operette zählt neben ORPHEUS IN DER UNTERWELT und der SCHÖNEN HELENA zu den erfolgreichsten Werken des Komponisten, der hier mit seinen Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy einen spöttischen Blick wirft auf das Klischee, das die Touristen aller Welt von Paris haben als einer Metropole des Champagner-Rausches und der lockeren Sitten.

Anders als ein reicher Mexikaner, der sein Geld jedes Jahr in der Stadt an der Seine verjubelt, reisen ein wohlhabender schwedischer Baron und seine Gattin aus dem kühlen Norden erstmals nach Paris, um sich – wie sie heimlich planen – durchaus nicht immer gemeinsam zu vergnügen!

Als Fremdenführer bieten sich ihnen die mittellosen Lebemänner Gardefeu und Bobinet an: Um an Geld und die hübsche Schwedin heranzukommen, erklärt Gardefeu kurzerhand seine Wohnung zu einer Filiale des «überbuchten» Grandhotels und einen Tag später verwandelt sich Freund Bobinet in einen «Admiral», um in den Räumlichkeiten einer verreisten Tante ein großes Fest zu geben – mit der verkleideten Dienerschaft als «Hautevollee».

Natürlich fliegt der Schwindel auf, doch schließlich verzichtet der schwedische Baron auf ein Duell mit seinen Gastgebern: Denn wie der Mexikaner seinen Maskenball, hat auch er das «Paris seiner Träume» finanziell mitinszeniert und sich wie alle Beteiligten beim Feiern zur Musik dieser berauschenden Offenbachiade prächtig amüsiert!

Elbland Philharmonie Sachsen
Musikalische Leitung: GMD Florian Merz (Bad Elster), Karl Bernewitz
Inszenierung und Choreografie: Christopher Tölle
Ausstattung: Stefan Wiel

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Tanz

Romeo und Julia

Tanztheater von Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos nach der Tragödie von William Shakespeare

Musik von Sergej Prokofjew

Zu der großartigen, leidenschaftlichen Musik Sergej Prokofjews erzählen Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos die bekannte Geschichte Romeos und Julias, des berühmtesten Liebespaares der Weltliteratur, mit den Mitteln des Tanzes neu.

Während eines Maskenballs verlieben sich Romeo und Julia unsterblich ineinander. Bestürzt müssen sie erfahren, ihr Herz an den Feind verloren zu haben. Denn Romeo, ein Montague, und Julia, eine Capulet, gehören zwei Familien in Verona an, zwischen denen es immer wieder zu blutigen Machtkämpfen kommt. Beide beschließen, ihre Liebesbeziehung geheim zu halten. Ohne das Wissen ihrer Eltern lassen sie sich von Pater Lorenzo trauen. Als Romeo in einem Kampf Tybalt, den Cousin Julias, tötet, muss er fliehen. Um der Heirat mit einem anderen Mann zu entgehen, täuscht Julia mit Hilfe des Paters ihren Tod vor. Nichtsahnend am «Grab» Julias stehend, getragen von dem Wunsch, mit ihr vereint zu sein, bringt sich Romeo um. Als Julia aus ihrem todesähnlichen Schlaf erwacht und sieht, was geschehen ist, nimmt sie sich mit Romeos Dolch das Leben.

Eine große Liebe scheitert an gesellschaftlichen Umständen. Das ist tragisch, denn ob das Schicksal Einzelner gesellschaftlich etwas bewegen kann, steht heute mehr denn je in Frage.

Choreografie: Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos
Ausstattung: Stefan Wiel

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Theater

Theatersport

Improvisationsspielshow aus Kanada

Theatersport ist wirklich Kunst-Sport und natürlich auch Sport-Kunst! Ein Wettkampf, bei dem im Gegensatz zum Theaterstück das Ende offen, der Weg zum Ziel nicht in einer Partitur oder einem Textbuch aufgeschrieben und die Besetzung nicht charakterlich fixiert ist. Zwei Mannschaften von Schauspielern treten miteinander und gegeneinander an und wetteifern zur großen Freude des Publikums den strengen Regeln folgenden Improvisationsaufgaben. Deren Inhalte, Spielweise, Spielorte, Spielstile und Zusatzaufgaben werden direkt und unmittelbar vom Publikum bestimmt, der Schiedsrichter-Spielleiter muss sich dabei genauso der gnadenlosen Kritik aber auch der Bewunderung der Gäste stellen wie die beiden Mannschaften, die nicht einmal den Doppelpass oder die Raumdeckung üben können, da sie erst vor Ort erfahren, wer mit wem und gegen wen in den Ring steigt. Der Ausgang des Matches ist offen – mit einer Ausnahme: Es siegt immer der Spaß und der ist gewaltig.

«Kultureller Hochgenuß» SÄCHSISCHE ZEITUNG

Leitung: Johannes Krobbach
Musik: Robert Jentzsch
Moderatoren: Moritz Gabriel, Tom Hantschel, Johannes Krobbach und Holger Uwe Thews

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Theatersport

Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Aufführungen / Festival Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Theater Societaetstheater Dresden Dresden, An der Dreikönigskirche 1a
Aufführungen / Theater Kleines Haus Dresden Dresden, Glacisstraße 28
Aufführungen / Kabarett Die Herkuleskeule Dresden Dresden, Schloßstraße 2
Aufführungen / Theater Dresdner FriedrichstaTT Palast Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater Theaterkahn Dresdner Brettl Dresden, Terrassenufer an der Augustusbrücke
Aufführungen / Theater Volksbühne Chemnitz Chemnitz, Käthe-Kollwitz-Str. 7
Aufführungen / Theater Projekttheater Dresden Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Aufführung Dresdner Comedy & Theater Club Dresden - Neustadt, Hauptstraße 13
Do, 19.9.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Dresdner Comedy & Theater Club Dresden - Neustadt, Hauptstraße 13
Fr, 20.9.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Dresdner Comedy & Theater Club Dresden - Neustadt, Hauptstraße 13
Sa, 21.9.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Dresdner Comedy & Theater Club Dresden - Neustadt, Hauptstraße 13
So, 22.9.2019, 17:00 Uhr
Aufführungen / Tanz TENZA-Schmiede Dresden Dresden, Pfotenhauer Str. 59
Aufführungen / Theater die bühne Dresden, Teplitzer Straße 26
Aufführungen / Theater Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstr. 13
Aufführungen / Operette Staatsoperette Dresden Dresden, Kraftwerk Mitte 1
Aufführungen / Theater Boulevardtheater Dresden Dresden, Maternistr. 17
Aufführungen / Aufführung JugendKunstschule Dresden, Bautzner Str. 130
Aufführungen / Kabarett Chemnitzer Kabarett e.V. Chemnitz, An der Markthalle 1-3
Aufführungen / Tanz Dance Art Dresden Dresden, Enderstraße 59, Haus B, 2. OG
Aufführungen / Theater Theater Plauen-Zwickau Zwickau, Gewandhausstr. 7
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Theater projekttheater dresden e.V. kulturschutzgebiet Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Theater Internationales Wandertheaterfestival Radebeul, Altkötzschenbroda
Aufführungen / Tanz Palucca Schule Dresden Dresden, Basteiplatz 4
Aufführungen / Theater Eclectic Theatre e.V. Dresden, Tieckstr. 11
Aufführungen / Kabarett Breschke & Schuch Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater MusenKinder e.V. Dresden Dresden, Rudolf-Leonhard-Str. 24
Aufführungen / Kabarett Kabarett Sachsenmeyer Chemnitz Chemnitz, An der Markthalle 8
Aufführungen / Theater TheaterRuine St. Pauli e.V. Dresden, Königsbrücker Platz
Aufführungen / Theater Hoppes Hoftheater Dresden Dresden, Hauptstraße 35
Aufführungen / Theater Comödie Dresden Dresden, Freiberger Str. 39
Aufführungen / Konzert Kulturbahnhof Radeburg Radeburg, Bahnhofstr.5

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