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Schauspielhaus Dresden

Kontakt

Schauspielhaus Dresden
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2
D-01067 Dresden

Telefon: +49 3 51-49 13-555 Kartenverkauf
E-Mail: tickets@staatsschauspiel-dresden.de

 

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2, D-01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28, D-01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
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Bewertungen & Berichte Schauspielhaus Dresden

© Lucie Jansch
Schauspiel

Dorian

von Darryl Pinckney (Text) und Robert Wilson (Visual Book) nach Motiven von Oscar Wilde

Premiere: 7.1.2023

aus dem Englischen von Konrad Kuhn
eine Koproduktion mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem National Kaunas Drama Theatre

Regisseur, Bühnenbildner und Lichtkünstler Robert Wilson zählt zu den bedeutendsten Theatermacher*innen unserer Zeit. Seine Arbeiten verbinden Elemente aus Tanz, Performance, Architektur, Malerei, Musik und Schauspiel. Mit DORIAN kreiert er ein Solo für den Schauspieler Christian Friedel als einen Abend über das Leben und die Kunst: Der US-amerikanische Autor Darryl Pinckney vereint in dem zugrundeliegenden Text drei Geschichten – die des Romans DAS BILDNIS DES DORIAN GRAY, die der englischen Malerikone Francis Bacon und die des Autors Oscar Wilde – zu einem assoziativen Erzählfluss, in dem sich Erinnerun­gen an Erlebtes, Reflexionen und Gefühle überlagern.

Konzept, Regie, Bühne, Licht: Robert Wilson
Kostüm: Jacques Reynaud
Originalkomposition: Woods of Birnam
Ko-Regie: Ann-Christin Rommen
Ko-Bühnenbild: Stephanie Engeln
Ko-Lichtdesign: Marcello Lumaca
Video: Tomasz Jeziorski
Make-Up-Design: Manu Halligan
Ko-Kostüm: Louise B. Vivier
Sound-Design: Torben Kärst
Dramaturgie, musikalische Beratung: Konrad Kuhn
Dorian: Christian Friedel
Dorians Schatten: N. N.
Stimme im Radio: Darryl Pinckney

Dauer der Aufführung: 1 Stunde und 30 Minuten.
Keine Pause.

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Bewertungen & Berichte Dorian

© Sebastian Hoppe
Schauspiel

Der Alchemist

nach Ben Jonson

aus dem Englischen von Frank Günther
in einer Bearbeitung von Lily Sykes und Jörg Bochow
Liedtexte Thomaspeter Goergen

Neben Shakespeare ist Ben Jonson einer der wichtigsten Autor*innen der Englischen Renaissance. In einer kulturellen Blütezeit der Literatur und des Theaters schrieb Jonson bissige Komödien über die Käuflichkeit, Leichtgläubigkeit und Geldgier, die als Begleiterscheinungen der aufkommenden Moderne das Elisabethanische Zeitalter prägten. In DER ALCHEMIST zeigt er das Wirken eines Gaunertrios, das den Klient*innen verspricht, mit wundersamen Mitteln schnell zu Geld, Erfolg und sogar zum ewigen Leben zu kommen. Gemeinsam mit ihrem Team rückt die neue Hausregisseurin Lily Sykes, die in der Spielzeit 2021/2022 KÖNIG LEAR inszenierte, das Geschehen in die Gegenwart und verfolgt dabei, wie sich Betrugsgeschichten und Verschwörungstheorien heute auswirken. Der Nachkomme einer reichen Adelsfamilie flieht vor der grassierenden pandemischen Krankheit aus der Stadt und überlässt seiner Putzfrau ‚Hilde‘ das Haus. Unter dem Namen Face gründet diese zusammen mit Dolly und Subtle die Scheinfirma „Consulting & Solutions“. Face, Dolly und Subtle sind nicht mehr junge, verarmte Selbständige, die in ihrer Not beschlossen haben, sich die Technologien und Vermarktungstechniken der Jungen und Hippen anzueignen, um als Con-Art-Trio Rache zu nehmen für die Demütigungen, die sie im neoliberalen Zeitalter erfahren haben. Die Klient*innen kommen in Scharen, und ihnen wird viel versprochen: vollkommen nachhaltige Konsumartikel, Selbstoptimierung für den sportlichen Erfolg, Reichtum durch Kryptowährungen, Karriere in Politik und im Show-Business, ewige Jugend und Allmacht. Wie in Jonsons Zeiten kennen auch heute die Selbstsucht und Eigenliebe keine Grenzen und bieten so ein Feld für eine turbulente Komödie.

Regie: Lily Sykes
Bühne: Jelena Nagorni
Kostüme: Magdalena Schwind
Komposition: David Schwarz
Sounddesign: Arvild J. Baud
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Jörg Bochow

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Schauspiel

Baron Münchhausen

von Rainald Grebe

Freiherr Hieronymus Karl Friedrich von Münchhausens Leben gleicht einem Ritt auf der Kanonenkugel: Kein Ort, den er nicht erreicht – kein Wagnis, das er nicht überlebt hätte. Berichtet er davon, verschmelzen Realität und Erfindung zu einem rauschhaften Lebensabenteuer, und das Wirtshaus im beschaulichen Bodenwerder wird zum Nabel der Welt.
Die Abenteuer eines solchen Alleskönners wollten sich Reichsfilmintendant Fritz Hippler und Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels 1943 nicht entgehen lassen. Sie beauftragten den eigentlich mit einem Berufsverbot belegten Dresdner Schriftsteller Erich Kästner, ein Drehbuch über den Baron Münchhausen zu schreiben. Mitten im Krieg schuf der verfemte Kästner mit ein paar Lügengeschichten die literarische Grundlage für einen der größten Filmerfolge der UFA.
Den Ursprung dieses Kassenschlagers bildet ein Rufmord, mehr als 150 Jahre vor dem UFA-Film. Dessen Opfer: der nämliche Freiherr von Münchhausen. Der Täter: Gottfried August Bürger, ein Dichter, der, unter Pseudonym schreibend, des Freiherrn Geschichten so ausschmückte, dass aus dem redegewandten Landadeligen unversehens ein Lügenbaron wurde. Ein Titel, den er zu Lebzeiten nicht mehr los wurde und der bis heute unverbrüchlich mit seinem Namen verbunden ist.
Nachahmer*innen gibt es viele. Rainald Grebe macht sich auf die Suche nach den Alleskönnern und Aufschneidern jeden Geschlechts und Alters, und vor allem lässt er die Kanonenkugel wieder fliegen.

Regie: Rainald Grebe
Bühne: Janna Skroblin
Kostüme: Ira Hausmann
Musik: Jens-Karsten Stoll
Video: Stephan Komitsch
Licht: Peter Lorenz
Dramaturgie: Kerstin Behrens

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1 Schauspiel

Macbeth

von William Shakespeare
aus dem Englischen von Dorothea Tieck und Heiner Müller

Ein Mann auf der Zielgeraden zur Alleinherrschaft: Auf dem Schlachtfeld hat Macbeth den verräterischen Than von Cawdor und die Norweger aus dem Weg geräumt. Als ihm drei Hexen begegnen und ihm prophezeien, dass er bald die Nummer Eins im Staat sein wird und die Ernennung zum König prompt eintritt, folgt er einem mörderischen Plan, um seine Karriere zu beschleunigen. Dort, wo er Skrupel zeigt, bringt ihn seine machthungrige Frau Lady Macbeth wieder in die Spur, indem sie alle Register geschlechtsspezifischer Manipulationsstrategien zieht.
Es geht um Machterhalt um jeden Preis. Auf Mord folgt Mord. Bis die Blutspur in den eigenen Tod von Macbeth mündet und der „europäische Nihilismus seine Geburtsstunde erlebt“, wie der Schweizer Germanist Peter von Matt schreibt.
Mit Lady und Sir Macbeth hat Shakespeare das schaurigste Killerliebespaar der Literaturgeschichte erfunden. Das Morden bleibt allerdings nicht ungesühnt: Taumelnd zwischen Blut und Schlaflosigkeit leidet Macbeth unter Schuldgefühlen. Und getreu der Prophezeiungen der Unheilsschwestern bewegt sich der Wald von Birnam am Ende bedrohlich auf Macbeth zu und läutet damit seinen Tod ein.
Christian Friedel ist dieser Macbeth und diesmal in dreifachem Auftrag unterwegs: Er inszeniert, spielt die Titelrolle und komponiert zusammen mit seiner Band Woods of Birnam die Musik.

Regie: Christian Friedel
Bühne: Alexander Wolf
Kostüme: Ellen Hofmann
Musik: Woods of Birnam
Choreografie: Valentí Rocamora i Torà
Lichtdesign: Johannes Zink
Videodesign: Clemens Walter, Jonas Dahl
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn
Dramaturgie: Julia Weinreich

Der Soundtrack zur Inszenierung erscheint am 10. September 2022 als CD im Digipack.

Dauer der Aufführung: ca. 2 Stunden und 50 Minuten.
Eine Pause.

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Schauspiel

Wallenstein

von Friedrich Schiller

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein einschneidendes Ereignis der deutschen und europäischen Geschichte, das in seiner künstlerischen Aneignung Schiller wie auch später Bertolt Brecht zum Überarbeiten tradierter Kunstformen geführt hat. Schiller entwirft mit seinem Wallenstein das Porträt eines sich selbst ermächtigenden Herrschers, der einen Platz für sich in Europa beansprucht und sich damit gegen das überkommene Machtgefüge auflehnt. Der historische Wallenstein war einer der ersten modernen Kriegsunternehmer, bei ihm waren Feldzüge auch wirtschaftliche Unternehmungen. Im Krieg werden Grenzen neu gezogen, am Ende wird die Beute verteilt unter den Herrschenden, während ganze Bevölkerungen zu Nomaden werden, wenn sie nicht ermordet oder ausgehungert worden sind. Dreihundert Jahre nach der Schlacht am Weißen Berg bei Prag begann mit einem Attentat der Erste Weltkrieg, der nach nur kurzer Friedenszeit in den Zweiten Weltkrieg mündete – eine Geschichte von Völkermord und Zerstörung, die fast dreißig Jahre anhielt. Mit den von Schiller ‚erfundenen‘ Figuren Max Piccolomini und Wallensteins Tochter Thekla führte Schiller einen unbedingten Freiheitsbegriff und ein ethisches Korrektiv in die Handlung ein, so wie er sie in seinen theoretischen Schriften entworfen hatte. Doch welchen Bestand hat ein ‚kategorischer‘ ethischer Anspruch, wenn es im Krieg, damals wie heute, um die Ressourcen dieser Welt geht?
Erstmals inszeniert Regisseur Frank Castorf in Dresden und zeigt seine Lesart von Schillers Monumentaldrama und seine Reflexionen zur deutschen und europäischen Geschichte.

Regie: Frank Castorf
Bühne: Aleksandar Denić
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Musik: William Minke
Videodesign: Andreas Deinert
Schnittdesign: Jens Crull
Lichtdesign: Lothar Baumgarte
Dramaturgie: Jörg Bochow
Licht: Andreas Barkleit, Konrad Dietze
Künstlerische Produktionsleitung: Sebastian Klink
Live-Kamera: Andreas Deinert, Julius Günzel, Eckart Reichl
Live-Schnitt: Kathrin Krottenthaler
Live-Ton: Hendrik Gundlach, Moritz Lippisch

Dauer der Aufführung: ca. 5 Stunden, eine Pause.

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Schauspiel

Alice

nach Lewis Carrolls ALICE IM WUNDERLAND

Musik und Gesangstexte von Tom Waits und Kathleen Brennan
Text von Paul Schmidt
Regie, Design und Visual Concept der Originalproduktion von Robert Wilson
Deutsch von Wolfgang Wiens

Im Zentrum der Geschichte stehen ein Mann und ein Mädchen. Wer bin ich, fragt das Mädchen, das durchs Eis gebrochen und tief hinabgesunken ist in eine Wunderwelt, in der Blumen sprechen, Raupen lebenspraktische Ratschläge erteilen, eine verrückte Teegesellschaft die Zeit totschlägt und alle vor einer ungerechten Königin zittern.
Charles Dodgson liebt die kleine Alice. Für sie erfindet er all die fantastischen Geschichten, Wortspiele und Rätsel. Indem er sie fotografiert, versucht er den Moment festzuhalten, aber die Zeit lässt sich nicht aufhalten. Alice wird erwachsen und blickt zurück auf die gespenstischen Seiten der Geschichte, als sie stumm sein musste.
ALICE entstand 1992 als Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit von Robert Wilson und Tom Waits, die mit THE BLACK RIDER in Hamburg begonnen hatte. Der Verweis auf die obsessive Beziehung von Charles Dodgson, alias Lewis Carroll, dem Autor der ALICE-Kinderbücher, zu seinem Fotomodell Alice Lidell ist unübersehbar. „Kinderlieder für Erwachsene und umgekehrt“ habe er komponiert, sagt Tom Waits über seine Musik. Mit ihrem unverwechselbaren Sound leuchtet sie nicht nur die innere Welt eines Mannes aus, die geprägt ist von Sehnsucht und Verlust, sie macht auch die Abgründe spürbar, die sich hinter der poetischen Geschichte verbergen.

Regie: Mina Salehpour
Bühne: Robert Schweer
Kostüme: Maria Anderski, Dirk Traufelder
Musikalische Leitung: Sandro Tajouri, Moritz Bossmann
Licht: Andreas Barkleit, Johannes Zink
Dramaturgie: Christine Besier

Dauer der Aufführung: 1 Stunde und 30 Minuten. Keine Pause.

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Kindertheater

Der Zauberer von Oz

von Lyman Frank Baum
für die Bühne bearbeitet von Christina Rast und Janny Fuchs

Dorothy langweilt sich. Einfach nichts passiert bei Onkel und Tante in Kansas. Schneller als gehofft, erfüllt sich ihr Wunsch nach Abenteuern, als ein Sturm sie samt Häuschen in ein unbekanntes Land trägt. Doch Dorothy will schnellstens wieder nach Hause, weil ihr Hund Toto gar nicht mitgeflogen ist und nun alleine in Kansas wartet.
Jetzt kann nur der Zauberer von Oz in der Smaragdenstadt helfen. Der Weg zu ihm ist weit und gefährlich und so ist Dorothy froh, unterwegs noch Freunde zu finden, die ihr beistehen. Eine Vogelscheuche, die sich Verstand wünscht, ein Blechmann, der endlich wieder lieben können möchte, und ein Löwe, der gerne den Mut hätte, er selbst zu sein. Doch der Zauberer will nur helfen, wenn die Freunde die böse Hexe des Westens besiegen. Da sie keine Wahl haben, stellen sie sich der schier unlösbaren Aufgabe, und Dorothy bemerkt, dass sie dafür keine klügeren, tapfereren und liebevolleren Freunde hätte finden können.
Im Vorwort zur ersten Ausgabe betonte Autor Lyman Frank Baum 1900, dass er dieses Buch ausschließlich zum Vergnügen der Kinder geschrieben habe. Die Zeit sei reif für moderne Märchen. Nicht blutrünstig und belehrend, sondern unterhaltsam und voller Wunder sollten die neuen Geschichten sein, die in vierzehn Bänden das kleine Reich zwischen den Wüsten weltberühmt machten. Gelungen ist Baum eine große Erzählung über innere Stärke, ein Plädoyer für die Neugier und die unbändige Kraft der Freundschaft.

Regie: Christina Rast
Bühne: Franziska Rast
Kostüme: Sarah Borchardt
Musik: Felix Müller-Wrobel
Video: Julia Laggner
Licht: Andreas Barkleit, Johannes Zink
Dramaturgie: Janny Fuchs

Dauer der Aufführung: 1 Stunde und 30 Minuten. Keine Pause.

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1 Schauspiel

Ab jetzt

von Alan Ayckbourn
aus dem Englischen von Corinna Brocher und Peter Zadek

Der einst erfolgreiche Komponist Jerome ist arbeitsunfähig, seit ihn seine Frau Corinna und Tochter Geain verlassen haben. Um seine geliebte Tochter Geain zurückzubekommen, muss Jerome seiner Exfrau und dem Sozialamt nachweisen, einen ordentlichen Haushalt zu führen. Er engagiert die Schauspielerin Zoe, um mit ihr ein perfektes Paar präsentieren zu können. Doch Zoe verlässt Jerome ebenfalls, nachdem sie herausgefunden hat, dass er die gesamte Wohnung abhört, um Material für seine Kompositionen zu gewinnen. Da greift der Komponist auf Gou zurück, ein Roboter-Kindermädchen, das zwar für die Kinderbetreuung konstruiert wurde, aber nie zum Einsatz kam. Gou hatte zunächst große Ähnlichkeit mit Exfrau Corinna, nun wird sie von Jerome so umgestaltet, dass sie wie Zoe aussieht und für diese gehalten wird. Die Täuschung gelingt, und das maschinelle Wesen, welches die der männlichen Phantasie entsprungenen Rollenbilder einer idealen Ehefrau und Mutter scheinbar perfekt erfüllt, funktioniert nahezu unfallfrei. Allerdings hat Jerome in seinem Streben nach kreativer Wiederauferstehung, die ihm die Komposition seines Opus magnum über die Liebe ermöglichen soll, übersehen, in welcher Verwirrung der Gefühle er sich selbst befindet.
Die Spiegelung menschlichen Versagens durch die Maschine ist der Clou in Ayckbourns turbulenter Komödie, die das Mechanische im menschlichen Zusammenleben aufs Korn nimmt und die vom Ensemble mit vollem körperlichen Einsatz und ansteckendem Spielwitz umgesetzt wird.

Regie: Nicolai Sykosch
Bühne: Stephan Prattes
Kostüme: Irène Favre de Lucascaz
Musik: Sabine Worthmann
Licht: Johannes Zink
Video: Christian Rabending
Dramaturgie: Jörg Bochow
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn

Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 15 Minuten. Eine Pause.

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Schauspiel

Ein Volksfeind

von Henrik Ibsen
aus dem Norwegischen von Angelika Gundlach

Was ist einer Gesellschaft die Gesundheit aller wert? Wie kann jemand, der sich für sie einsetzt, im Namen des Allgemeinwohls zum Volksfeind erklärt werden? Im aufstrebenden Badestädtchen wurde gebaut, die Kurgäste sollen bald in Scharen strömen. Doch die chemische Analyse des Wassers, die Badearzt Tomas Stockmann in Auftrag gibt, könnte alles zunichtemachen. Die neue Leitung ist mangelhaft, das Wasser krankheitserregend. In der Veröffentlichung dieser Neuigkeit sieht Tomas naiv und idealistisch seine Chance, der Gesellschaft und seiner Reputation einen Dienst zu erweisen, sein Bruder Peter hingegen fürchtet den kompletten Ruin einer Region, die vom Tourismus lebt. Das existenzielle Wohl der Stadtbevölkerung steht plötzlich in Konkurrenz zum gesundheitlichen Wohl der Kurgäste, und ein Krimi um Veröffentlichung, Widerrufung und Auslegung der wissenschaftlichen Fakten beginnt.
Henrik Ibsen verarbeitete in seinem 1882 veröffentlichten Drama EIN VOLKSFEIND die gesellschaftliche Auseinandersetzung um seine Stücke NORA und GESPENSTER. Darin analysiert er, warum ein an sich richtiges Detail durch seinen Kontext immer wieder anders definiert wird. Während Tomas die ganze Gesellschaft anklagt und auf Meinungsfreiheit und Wahrheit pocht, bis er vollkommen isoliert ist, argumentiert Peter mit dem Recht und der Macht der Mehrheit und ignoriert die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Beide glauben fest daran, den Kampf um die öffentliche Meinung ‚richtig‘ zu beeinflussen. Beide sind sich ihrer Sache absolut sicher und nehmen nicht das Ganze in den Blick, aber nur einer wird vom Volksfreund zum Volksfeind.

Regie: Laura Linnenbaum
Bühne: Bettina Meyer
Kostüme: David Gonter
Musik: David Rimsky-Korsakow
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Katrin Schmitz

Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 30 Minuten. Eine Pause.

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Schauspiel

König Lear

von William Shakespeare
aus dem Englischen von Miroslava Svolikova

Die Zeichen stehen auf Veränderung: Um seinen Lebensabend zu genießen, beschließt König Lear, sich zurückzuziehen und die Staatsgeschäfte seinen Töchtern zu übergeben. Als Gegenleistung für die Teilung des Landes erwartet er Liebe und den Erhalt seiner Privilegien. Cordelia, seine jüngste Tochter, verweist er wutentbrannt des Landes, als sie die eingeforderten Liebesbekundungen verweigert. Goneril und Regan, die beiden älteren, stellen sich der Verantwortung. Bricht damit eine neue Zeit an, das Ende von Privilegien und verkrusteten Hierarchien? – In den Strukturen, die Lear hinterlässt, geht es weniger um das Gemeinwohl als um Status und Machterhalt. Als Goneril und Regan genötigt sind, Lear und seine randalierenden Freunde in die Schranken zu weisen, reagiert er erwartungsgemäß: Er tobt, flucht und verwünscht seine undankbaren Töchter.
Lear versteht die Welt nicht mehr, ist er doch überzeugt, ein guter Herrscher gewesen zu sein und ein guter Vater. Aber seine Zeit ist unwiderruflich vorbei. Erst als er ganz unten angekommen ist, entmachtet, gekränkt und dem Wahnsinn nahe, die Unkrautkrone auf dem Kopf – aber in seinen Augen immer noch „jeder Zoll ein König“ – scheint er zu begreifen, dass Liebe mit Eigentum nicht zu verwechseln ist.
In London wütet die Pest, als Shakespeares TRUE CHRONICLE OF THE LIFE AND DEATH OF KING LEAR AND HIS THREE DAUGHTERS 1606 uraufgeführt wird. – Lily Sykes’ Stückfassung nimmt die Perspektive der Töchter ein: Sie blicken zurück auf ihre Geschichte, versuchen eine Bestandsaufnahme und fragen sich, welche Chancen sie eigentlich hatten, die Welt neu zu denken – eine Welt, in der alte Konzepte nicht mehr greifen und neue erst gefunden werden müssen.

Regie: Lily Sykes
Bühne: Jelena Nagorni
Kostüme: Jelena Miletić
Musik: Arvild J. Baud
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn
Licht: Andreas Barkleit, Johannes Zink
Dramaturgie: Christine Besier

Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 50 Minuten. Eine Pause.

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Schauspiel

Der Tartuffe oder Kapital und Ideologie

von Soeren Voima nach Molière
und nach KAPITAL UND IDEOLOGIE von Thomas Piketty

Im 17. Jahrhundert hatte der gefeierte Dichter Molière gegen den Druck der katholischen Kirche anzukämpfen. Besonders umstritten und skandalisiert wurde sein TARTUFFE aufgenommen, in dem er einen scheinheilig-religiösen Ideologen persiflierte. Mehr als dreihundert Jahre später ringt unsere Gesellschaft mit einer anderen Ideologie – dem globalen Neoliberalismus, dessen Siegeszug in den 1980er Jahren einsetzte und die Kluft zwischen Besitzenden und Nichtbesitzenden in neue Höhen schrauben ließ. Deshalb haben Soeren Voima und das Team von Regisseur Volker Lösch diese Überschreibung von Molières Klassiker in die Zeit zwischen 1980 und heute verlegt. Das Stück zeigt die Wohngemeinschaft eines Hauses, das Orgon geerbt hat. Das Haus steht vor dem Verfall: Niemand zahlt Miete, niemand räumt auf. Was tun? Orgon, der sich selbst als Teil der im Haus lebenden sozialen und revolutionären Wohngemeinschaft begreift, ruft seinen Studienfreund Tartuffe aus Chicagoer Zeiten zu Hilfe und der weiß ökonomischen Rat: Auflösen der kollektiven Lebensformen, Aufteilung des Hauses in Apartments, Eigentum statt Miete, Kaufen auf Kredit, Investieren, Spekulieren, und alle werden davon profitieren. Das geht gut voran – bis zum großen Crash von 2008: Orgon und die anderen Hausbewohner*innen verlieren alles, Wirtschafts- und Politikberater Tartuffe, der auf den Bankrott gewettet hat, streicht den Gewinn ein. Soeren Voima hat sich in dieser Neufassung an Molière orientiert und die Handlung mit einer pointiert-poetischen Sprache unterlegt. Wie bei Molière steuert auch in Soeren Voimas Komödie alles auf die Katastrophe zu, aber statt den rettenden Boten kommen zu lassen, verhandelt die Inszenierung Lösungsansätze, wie sie der französische Ökonom Thomas Piketty in seinen Analysen zur Diskussion stellt.

REGIE: Volker Lösch
BÜHNE: Cary Gayler
KOSTÜME: Carola Reuther
LICHT: Andreas Barkleit
DRAMATURGIE: Jörg Bochow

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2 Schauspiel

Gas-Trilogie

von Georg Kaiser

Zwischen 1917 und 1920 schreibt der zu seiner Zeit meistgespielte deutsche Dramatiker Georg Kaiser die Stücke DIE KORALLE, GAS I und GAS II. Gemeinsam bilden diese Dramen eine Trilogie, in der Kaiser über mehrere Generationen hinweg die Tragödie einer Familie und einer auf industriellem Fortschritt bestehenden Gesellschaft beschreibt. Gas ist in diesem expressionistischen Werk nicht nur Produkt und Ware, sondern auch Metapher für die Möglichkeiten und die zerstörerische Kraft menschlicher Naturaneignung.
Im ersten Teil der Trilogie versucht der Milliardär, der einst selbst Arbeiter war, mit Wohltätigkeit sein Gewissen zu beruhigen. Der Konflikt mit seinem Sohn, der sich lieber als Heizer auf einem Frachtschiff verdingen will, statt auf der Luxusjacht des Vaters zu reisen, spiegelt den inneren Konflikt des reich gewordenen Unternehmers. Im zweiten Teil beteiligt der „Milliardärssohn“ als Erbe der Fabrik die Belegschaft am Gewinn, aber seine Sozialutopie scheitert durch eine Explosion im Werk. Als er daraufhin die Gesellschaft zur ökologischen Kehrtwende zwingen will, revoltieren die Arbeiter*innen und fordern die Wiederaufnahme der Industrieproduktion. Im dritten Teil reflektiert Kaiser die Erfahrungen des Ersten Weltkrieges: Nun geht es um die Produktion und den Einsatz von Giftgas, gegen die sich nun in einer neuen Generation der „Milliardärarbeiter“ wendet.
Gas steht bei Kaiser als Rohstoff symbolisch für die Konflikte einer auf Wirtschaftswachstum basierenden modernen Gesellschaft. Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine ist auch ein Krieg um Gas als Ressource der Macht und Herrschaft, Kaisers dystopische Vision scheint von der Wirklichkeit im 21. Jahrhundert eingeholt zu werden.

Regie: Sebastian Baumgarten
Bühne: Thilo Reuther
Kostüme: Ulrike Gutbrod
Musik: Robert Lippok
Video: Philipp Haupt
Licht: Konrad Dietze, Johannes Zink
Dramaturgie: Jörg Bochow

Dauer der Aufführung: 1 Stunde und 45 Minuten. Keine Pause.

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Schauspiel

Gundermann: alle oder keiner

eine Revue über Helden, Gras und Kohle
von Tom Kühnel

Wenn Gundermann nach einem abendlichen Konzert den Schichtbeginn verpasste, begrüßten ihn die Kollegen im Tagebau mit „Mensch Gundi, du bist aber früh heute auf Spätschicht.“ Fünf Mark in die Kaffeekasse – Problem erledigt.
Viele andere Probleme blieben Gundermann erhalten. Mit seiner eigenwilligen Ausdeutung des Grundsatzes, dass vor allem der eigene Beitrag unverzichtbarer Bestandteil einer gelingenden Gesellschaft ist, flog er aus der SED, wurde vom angeworbenen und überzeugten „Kundschafter des Friedens“ zum überwachten Stimmungsmacher. Seine Idee von einem Sozialismus als Utopie des Miteinanders vertrat er dennoch auch nach dem Fall der Mauer weiter. Als der Tagebau Spreetal, Gundermanns Revier, in den neunziger Jahren geschlossen wurde und es für die Kumpel „Frühstück für immer“ hieß, begriff er: Wenn wir traditionell Energie gewinnen, indem wir Heimat verheizen, ist Wärme gewonnen, aber Heimat verloren. Gundermann wurde zum Radikalökologen und postindustriellen Apologeten. Mit nur 43 Jahren verstarb der ewige Querkopf.
Gundermanns musikalisches Erbe ist heutzutage so lebendig wie das kaum eines anderen ostdeutschen Musikers.

Regie: Tom Kühnel
Bühne: Jan Pappelbaum
Kostüme: Leonie Falke
Musikalische Leitung: Matthias Trippner, Jan Stolterfoht
Licht: Peter Paul Lorenz
Dramaturgie: Kerstin Behrens
Ton: Torsten Staub, Robert Freitag

Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 15 Minuten. Keine Pause.

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Lesung

Best of Poetry Slam

in ­Kooperation mit Livelyrix e. V.

Vier der besten Poet*innen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz kommen nach Dresden und kämpfen vor Ort um die Krone der Poesie. Moderiert wird der Abend, der in ­Kooperation mit Livelyrix e. V. stattfindet, von dem zweifachen deutschen Meister im Poetry Slam: Nils Straatmann.

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Musik

Mixtape Deluxe

Talk mit Philipp Lux

Zu Gast am 30. November 2022: Sarah Schmidt
Zu Gast am 13. Dezember 2022: Anna Katharina Muck und David Kosel

Plattenspieler, Kassettenrekorder, CD-Player und Smartphone stehen bereit: Philipp Lux lädt Schauspieler*innen des Ensembles ein und fragt nach den Liedern ihres Lebens. Gemeinsam mit dem Publikum lauschen sie dem Soundtrack der Kindheit oder der ersten Liebe, sie teilen persönliche Feel-Good-Songs oder musikalische Geheimtipps und erzählen von lebensverändernden Konzertbesuchen und unerhörten Theatermomenten. An jedem Abend entsteht so ein ganz eigenes Mixtape DeLUXe.

Philipp Lux studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig und gehört seit 1999 fest zum Ensemble des Staatsschauspiels Dresden. Neben seiner Arbeit als Schauspieler hat er u. a. bei MICHAEL KOHLHAAS (2016) und Kafkas DIE VERWANDLUNG (2018) Regie geführt und leitet gemeinsam mit Christine Besier das Schauspielstudio. Als Gastgeber ist er dem Publikum bereits durch die Talkformate LUX + X sowie HÜSTER & LUX + X bekannt und knüpft nun mit MIXTAPE DELUXE daran an.

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Lesung

Lesung mit Lars Jung

Charles Dickens, neben Shakespeare der bekannteste britische Autor der Weltliteratur, gilt in Deutschland als ein humoristischer Volksschrift­steller mit sozialkritischem Touch, während er in der englischsprachigen Welt in einem Atemzug mit Joyce und Kafka genannt wird. Als „der Unnachahmliche“ wurde Charles Dickens von seinen Freunden betitelt, und er übernahm den Beinamen selbstironisch, doch voller Stolz. Lars Jung, der langjährige Darsteller des Ebenezer Scrooge in A CHRISTMAS CAROL – EIN WEIHNACHTSLIED, stellt in einer Lesung das Leben und Werk von Charles Dickens vor. Am Flügel: Thomas Mahn.

Am Flügel: Thomas Mahn

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Aufführung

Sing Dela Sing

Es soll Menschen geben, die beim Singen unter der Dusche oder im Auto gerne mal komplett ausrasten – sich singend aber niemals in die Öffentlichkeit trauen würden. Für alle die gibt es SING DELA SING – alle singen, all night long. Die Texte gibt es per Videoprojektion, zwei gefragte Popmusik-Profis begleiten das Ganze, und innerhalb kürzester Zeit macht das gemeinsame Singen unendlich glücklich.

www.singdelasing.de

Dauer der Veranstaltung: ca. 2 Stunden. Eine Pause.

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Schauspiel

Der Erwählte

von Thomas Mann

Das Schauspielerehepaar Anna Schudt und Moritz Führmann wagen sich, begleitet von Klaus Lothar Peters am Flügel, mit viel Interpretationsfreude an Thomas Manns Meisterwerk der erwählte. Mit großer Lust und Spielfreude an Manns herausragender Sprachakrobatik, der leichtfüßigen Skizzierung der mannigfaltigen Figuren und den lustvoll untermalenden musikalischen Einwürfen von Peters kreieren sie einen unvergesslichen Neujahrsabend.

Mit: Anna Schudt und Moritz Führmann
Am Flügel: Klaus Lothar Peters

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© Oliver Killing
Schauspiel

Ein Mann im Schnee

mit Walter Sittler & Die Sextanten
Deutschland im Winter nach Erich Kästner

„Komm’ mir ja nicht ohne die Weihnachtsgeschichte nach Hause!“, ruft Mutter Kästner ihrem Sohn nach, als der junge Erfolgsautor am Dresdner Bahnhof aufbricht gen Süden, zur Zugspitze, in der Hoffnung, dort, von schneebedeckten Bergen inspiriert, endlich eine Geschichte zu Papier zu bringen, die im Winter spielt. Da sitzt er nun auf der blumenbedeckten Wiese mitten im Hochsommer, der spätere Autor weltberühmter Wintergeschichten wie DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER oder DREI MÄNNER IM SCHNEE, schaut auf die Berge und aus seinen Gedanken erwachsen Anekdoten und Beobachtungen, von denen er zu erzählen beginnt. Leise rieselt der Schnee, in den Bergen stürzen die Skifahrer und in Berlin die Passanten auf eisglatten Gehsteigen, in den ausgelassenen 1920er Jahren.
Im zweiten Teil des Stücks findet sich der Autor in einem zugigen, ausgebombten Zimmer im München des Hungerwinters 1945 wieder. In letzter Minute dem Bombenhagel in Berlin entkommen, ist er hier gelandet, reflektiert Vergangenes und schaut nach Vorn.
Dieses Kästner-Programm ist eine in sich abgeschlossene Erzählung in zwei Teilen, die Geschichte eines Mannes, dessen Gedanken und Erlebnisse sich zu einer Winterreise fügen, beginnend in den 1920ern bis zum Silvesterabend 1945. Und Erich Kästner wäre nicht der Dichter, als der er geliebt und geschätzt wird, würde er das Sujet „Weihnachten“ nicht nutzen, um dabei seinen analytischen Blick auf die Zeit und den Menschen zu richten, ein humorvoller Beobachter und scharfzüngiger Mahner von nicht zu bremsender Aktualität.
Und das soll eine Weihnachtsgeschichte sein? Oh ja! Keine, die von Kitsch trieft, aber eine, die von Krieg und Frieden erzählt, von Liebe und Demut und davon, wie die Menschen miteinander umgehen könnten, wenn sie nur wollten. Eine Weihnachtsgeschichte, die von den Grundfragen des Menschseins handelt. Und typisch Kästner: Melancholische und ironische Momente wechseln sich ab, eine Melange aus Humor und Nachdenklichkeit. Libor Síma hat für die außergewöhnliche Besetzung der Sextanten die Bühnenmusik komponiert und darüber hinaus einige der schönsten europäischen Weihnachtslieder neu arrangiert.

Komposition: Libor Síma
Textbearbeitung, Regie, Produktion: Martin Mühleis
Zeichnungen: Mario Lars
Kostüme: Vera Löffler
Licht: Birte Horst
Ton: Thorsten Schreijäg / Mia Becker

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Kurs

Theaterlabore

ein Angebot der Theaterpädagogik

Entdecken Sie in den THEATERLABOREN verschiedene Bereiche des Theaters. Gemeinsam mit Künstler*innen und Theaterprofis schaffen THEATERLABORE besondere Einblicke und Erlebnisse. Die Formate widmen sich unterschiedlichen Theatertechniken und können unabhängig voneinander besucht werden.

Mit: Janny Fuchs, Insa Griesing, Mathias Müller

Donnerstag, 15.12.2022
18.00 – 18.45 Uhr › Kleines Haus 1
BLICKPUNKT BÜHNE
Berufe am Theater – Veranstaltungstechnik
Mitarbeiter*innen der Veranstaltungstechnik stellen technische Tricks und Besonderheiten der Inszenierung vor. Sie erklären das Berufsfeld sowie Ausbildungsmöglichkeiten und geben einen Einblick in ihren Berufsalltag.
Der Besuch der Veranstaltung ist nur in Verbindung mit einer Theaterkarte für die anschließende Vorstellung ANDROID ERGO SUM möglich.

Samstag, 07.01.2023
17.00 – 18.30 Uhr › Kleines Haus Mitte
Workshop zur Inszenierung DIE FAMILIE SCHROFFENSTEIN

Freitag, 13.01.2023
17.00 – 18.30 Uhr › Salon im Schauspielhaus
Workshop zur Inszenierung BARON MÜNCHHAUSEN

Die Teilnahme ist kostenfrei und ohne Vorkenntnisse möglich. Es gibt keine Altersbeschränkung. Anmeldung erforderlich: theaterpaedagogik@staatsschauspiel-dresden.de, 0351.49 13-746.

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Podcast

Das Schloss

von Franz Kafka

THEATER-PODCAST in 23 Folgen
gelesen vom Ensemble des Staatsschauspiels Dresden

Franz Kafkas unvollendeter Roman DAS SCHLOSS aus dem Jahr 1922, der postum erst 1926 veröffentlicht wurde, gehört zu den großen Romanen des 20. Jahrhunderts und ist zugleich der vielleicht geheimnisvollste. Die Hauptfigur, die hier nur „K“ genannt wird, ist ein Mann unbestimmten Alters und unbestimmter Herkunft, der vorgibt, ein Landvermesser zu sein. K strebt eine Anstellung beim ‚Schloss‘ an, einem undurchschaubaren System von Vorschriften, Beamtentum und Opportunismus. Die Dorfbewohner um das Schloss sind Teil des Systems und sie sind misstrauisch gegenüber dem Fremden. K reibt sich nach und nach auf in seinem verbissenen und aussichtslosen Bemühen, Teil dieses Systems zu werden, das selbst die Liebe korrumpiert.
Die zwanzig Kapitel des Romans werden vom Ensemble des Staatsschauspiels Dresden in Folge gelesen.

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Podcast

Geschichten aus der Murkelei

von Hans Fallada

THEATER-PODCAST in 11 Folgen
gelesen vom Ensemble des Staatsschauspiels Dresden

Hans Fallada erfand und erzählte die wunderbaren Geschichten aus der Murkelei in den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts für seine drei Kinder. Das Essen sollte besser rutschen und ihnen nicht langweilig werden. Sie waren es auch, die den Autor überzeugten, die Erzählungen aufzuschreiben, damit auch andere Kinder in die märchenhafte Welt fantastischer Dinge, sprechender Tiere, Zauberer, Tarnkappen und Pechvögel eintauchen und dem Mäuseken Wackelohr, dem Nuschelpeter, dem Unglückshuhn und vielen anderen begegnen könnten. Auf diese Weise ist eine der schönsten Märchensammlungen des 20. Jahrhunderts voller Herzenswärme und Humor entstanden. Dass der Autor der Welt der Märchen besonders zugeneigt war, wird daran deutlich, dass er – der eigentlich Rudolf Ditzen hieß – sich bereits für seinen ersten Roman das Pseudonym Hans Fallada zulegte. Den Vornamen borgte er sich aus dem Märchen HANS IM GLÜCK und den Nachnamen aus DIE GÄNSEMAGD.

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Podcast

Der Bürger:Bühnen-Podcast „Und jetzt: Ein Gast!“

SPIELZEIT 2021/2022

Der Bürger:Bühnen-Podcast geht in die dritte Runde. Diese Spielzeit sollen verschiedene Akteur*innen und Bürger*innen der Stadt im Gespräch mit Dramaturgin Sabrina Bohl zu Wort kommen: Besondere Berufe, Initiativen, Vereine und die Menschen, die dahinterstehen, sind zu uns ins Tonstudio eingeladen.
Gesprächsanlass sind dieses Mal Themen, die unsere Bürger:Bühnen-Inszenierungen verhandeln. Wer einen Gast vorschlagen möchte, kann sich gerne bei sabrina.bohl@staatsschaupiel-dresden.de melden.
B:lauscht alte und neue Folgen auf www.staatsschauspiel-dresden.de/buergerbuehne oder auf www.soundcloud.com/staatsschauspiel-dresden.

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Online

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Schauspielhaus Dresden

Staatsschauspiel Dresden

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2, D-01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28, D-01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr

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Bewertungen & Berichte Schauspielhaus Dresden

Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Theater Kleines Haus Dresden Dresden, Glacisstraße 28
Aufführungen / Theater 1001 Märchen und Geschichten Dresden, Körnerplatz 3
Aufführungen / Theater Dresdner FriedrichstaTT Palast Dresden, Wettiner Platz 10
Ausstellungen / Museum Staatl. Kunstsammlungen Dresden Dresden, Taschenberg 2
Ereignisse / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Ereignisse / Tanz Dresden Frankfurt Dance Company Dresden / Frankfurt
Aufführungen / Kabarett Die Herkuleskeule Dresden Dresden, Schloßstraße 2
Aufführungen / Theater Societaetstheater Dresden Dresden, An der Dreikönigskirche 1a
Aufführungen / Theater Theaterkahn Dresdner Brettl Dresden, Terrassenufer an der Augustusbrücke
Aufführungen / Theater Projekttheater Dresden Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Theater Kleines Welt Theater im Sonnenhof Radebeul Radebeul, Altkötzschenbroda Nr. 26
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Di, 6.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Do, 8.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Musiktheater Comedie Royale
Sa, 10.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Mi, 14.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Do, 15.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Fr, 16.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Kabarett Comedie Royale
Sa, 17.12.2022, 20:00 Uhr
Aufführungen / Tanz TENZA-Schmiede Dresden Dresden, Pfotenhauer Str. 59
Aufführungen / Theater die bühne Dresden, Teplitzer Straße 26
Aufführungen / Theater Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstr. 13
Aufführungen / Operette Staatsoperette Dresden Dresden, Kraftwerk Mitte 1
Aufführungen / Theater Boulevardtheater Dresden Dresden, Maternistr. 17
Aufführungen / Theater Eclectic Theatre e.V. Dresden, Tieckstr. 11
Aufführungen / Kabarett Breschke & Schuch Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater TheaterRuine St. Pauli e.V. Dresden, Königsbrücker Platz
Aufführungen / Theater Hoppes Hoftheater Dresden Dresden, Hauptstraße 35
Aufführungen / Theater Comödie Dresden Dresden, Freiberger Str. 39
Aufführungen / Konzert Kulturbahnhof Radeburg Radeburg, Bahnhofstr.5

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