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Schauspielhaus

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Schauspielhaus
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2
D-01067 Dresden

E-Mail: tickets@staatsschauspiel-dresden.de

 

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Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2
01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28
01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
Tel: 03 51.49 13–555
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Bewertungen & Erfahrungsberichte Schauspielhaus

Veranstaltungsabsage bis 20.4.

Alle Vorstellungen der Sächsischen Staatstheater – Staatsoper Dresden und Staatsschauspiel Dresden werden bis zum 20. April aufgrund des Erlasses der sächsischen Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus in Sachsen abgesagt. Auch Führungen und Begleitprogramme sowie Veranstaltungen an anderen Spielorten sind davon betroffen.

Staatsschauspiel Dresden@Home

Montagscafé@Home
Das Montagscafé kommt zu Ihnen nach Hause.
Ab 23. März 2020: digitales Teetrinken jeden Montag von 17.00 – 19.00 Uhr

Wo? https://meet.jit.si/montagscafe
Wer? Alle von überall
Wie? Jitsi-Meetings sind opensource und erheben keine persönlichen Daten.

So geht's:
Computer: Adresse in einen Browser eintippen und fertig! (Google Chrome-Browser funktioniert am besten)
Tablet und Smartphone: Adresse eintippen, App runterladen und fertig!
Sprachen? Live-Übersetzungen auf Arabisch, Farsi und Englisch werden angeboten

Alle Online-Angebote des Staatsschauspiels Dresden auf:
www.staatsschauspiel-dresden.de/home/staatsschauspieldresden-at-home/

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Theater

Macbeth

von William Shakespeare

Ein Mann auf der Zielgeraden zur Alleinherrschaft: Auf dem Schlachtfeld hat Macbeth den verräterischen Than von Cawdor und die Norweger aus dem Weg geräumt. Als ihm drei Hexen begegnen und ihm prophezeien, dass er bald die Nummer Eins im Staat sein wird und die Ernennung zum König prompt eintritt, folgt er einem mörderischen Plan, um seine Karriere zu beschleunigen. Dort, wo er Skrupel zeigt, bringt ihn seine machthungrige Frau Lady Macbeth wieder in die Spur, indem sie alle Register geschlechtsspezifischer Manipulationsstrategien zieht.
Es geht um Machterhalt um jeden Preis. Auf Mord folgt Mord. Bis die Blutspur in den eigenen Tod von Macbeth mündet und der „europäische Nihilismus seine Geburtsstunde erlebt“, wie der Schweizer Germanist Peter von Matt schreibt.
Mit Lady und Sir Macbeth hat Shakespeare das schaurigste Killerliebespaar der Literaturgeschichte erfunden. Das Morden bleibt allerdings nicht ungesühnt: Taumelnd zwischen Blut und Schlaflosigkeit leidet Macbeth unter Schuldgefühlen.
Christian Friedel ist dieser Macbeth und diesmal in dreifachem Auftrag unterwegs: er inszeniert, spielt die Titelrolle und komponiert zusammen mit seiner Band Woods of Birnam die Musik, deren Bandname Grundlage eines gleichnamigen Songs ist, in welchem Zeilen von Macbeths Schlussmonolog verarbeitet sind.

Regie: Christian Friedel
Bühne: Alexander Wolf
Kostüme: Ellen Hofmann
Choreografie: Valentí Rocamora i Torà
Video: Clemens Walter
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn
Licht: Johannes Zink, Tim Schulten
Dramaturgie: Julia Weinreich

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Theater

Lulu

von Frank Wedekind

„Ich habe nie in der Welt etwas anderes scheinen wollen,
als wofür man mich genommen hat, und man hat mich
nie in der Welt für etwas anderes genommen, als ich bin.“

Wer könnte sie sein, diese Lulu? Wedekinds Erfindung? Eine Kindfrau, die mit einer Mischung aus Unschuld und Verführung die Männer in ihren Bann zieht? Die Faszination des Weiblichen schlechthin? Eine Nymphomanin, ein abgründiges Monster? Oder ein pures Phantasiegebilde männlicher Lust? Die Deutungen dieser Figur sind so vielfältig wie unvollkommen. Ständig läuft Lulu Gefahr, daran zu Grunde zu gehen, denn jedermann und -frau dient sie nur als Projektionsfläche.
Allen voran dem Zeitungsverleger Schön. Er kauft Lulu fast noch als Kind ihrem Zuhälter-Vater Schigolch ab, erzieht sie, prostituiert sie, verheiratet sie – und bezahlt am Ende mit seinem Leben. Da sind bereits ein Medizinalrat und ein Maler an Lulu zerschellt, als sie ihre Freizügigkeit als Obszönität, ihre Sinnlichkeit als Begierde deuteten. Schöns Tod bringt Lulu ins Gefängnis. Daraus befreit, flieht sie mit der Schar ihrer Verehrer quer durch Europa. Als Schöns Geld verspielt ist, geht Lulu wieder auf die Straße. Einer ihrer ersten Freier ist ein gewisser Jack. Später nennt man ihn The Ripper.
21 Jahre arbeitete Frank Wedekind an der Tragödie LULU, die ihm später Theaterskandale und einen langwierigen Gerichtsprozess einbrachte. Zahlreiche Bearbeitungen, in Zensur und Selbstzensur begründet, waren die Folge. Heute gilt das Stück, das sich radikal mit überkommenen Geschlechterbildern und Moralvorstellungen auseinandersetzt, als Wedekinds Hauptwerk.

Regie: Daniela Löffner
Bühne: Claudia Kalinski
Kostüme: Daniela Selig
Musik: Matthias Erhard
Dramaturgie: Kerstin Behrens
Licht: Andreas Barkleit

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Theater

Kinder der Sonne

von Maxim Gorki

aus dem Russischen von Ulrike Zemme

Die Welt in KINDER DER SONNE ist in ein Drinnen und Draußen geteilt. Drinnen wird der neue Mensch erforscht und in seiner Komplexität zwischen Naturwissenschaft, Kunst und Kultur erörtert. Um den Chemiker Protassow versammeln sich Künstler und Intellektuelle. Sie suchen nach dem sinnstiftenden Element, diskutieren die Schieflage der Gesellschaft, planen das eigene soziale Engagement. Alles in bester Absicht und größter Weitsicht. Protassow glaubt bedingungslos an den wissenschaftlichen Fortschritt und daran, dass ein neuer Mensch entsteht, der den Menschen der Gegenwart überflügelt. Seine Frau Jelena setzt auf die Schönheit der Kunst und Protassows Schwester hat Angst vor einem pöbelnden Mob, der die soziale Ungerechtigkeit in der Welt nicht länger erträgt und alles vernichten wird.
Sie denken, sie lieben, aber sie handeln nicht, drehen sich im Kreis und haben kein Gespür für die Brisanz der Zeit, denn um sie herum braut sich längst ein Sturm zusammen. Draußen tobt eine Choleraepidemie. Menschen sterben. Hass und Wut wachsen. Die Gewalt nimmt zu und erfasst auch die Gemeinschaft um Protassow. Wie in einer Blase diskutieren die Kinder der Sonne die Gesellschaft der Zukunft und sind blind für ihre eigene Gegenwart.

Regie: Laura Linnenbaum
Bühne: Valentin Baumeister
Kostüme: David Gonter
Musik: Lothar Müller
Dramaturgie: Katrin Breschke

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1 Theater

Mutter Courage und ihre Kinder

von Bertolt Brecht

eine Chronik aus dem Dreißigjährigen Krieg
musikalische Einrichtung der Musik von Paul Dessau von Thomas Kürstner und Sebastian Vogel

Ganz Europa ist verwüstet, der Dreißigjährige Krieg hat den Kontinent schon vor Jahren ins Chaos befördert. Doch mittendrin bleibt die Marketenderin Mutter Courage mit ihrem Planwagen unverwüstlich und zieht von Heereslager zu Heereslager. Trotz aller Mühen will sie sich den Krieg nicht madig machen lassen, sie hat drei Kinder durchzubringen, und der drohende Frieden ist lediglich eine Gefahr fürs gut laufende Geschäft. Über die Jahre landet erst der redliche Sohn Schweizerkas vor dem Kriegsgericht, die Courage hatte zu lang um die Bestechungssumme für seine Freilassung gefeilscht. Ihm folgt der kluge Eilif und schließlich wird selbst die stumme Kattrin bei einer letzten Heldentat erschossen. Die Courage zieht mit ihrem Planwagen weiter, dem Regiment und dem Krieg hinterher, denn das nächste Geschäft ist nicht weit.
Bertolt Brecht schrieb MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges im schwedischen Exil. Darin fand er anhand des historischen Dreißigjährigen Krieges nicht nur starke Bilder für die hässlichen Seiten einer damals erneut unmittelbar bevorstehenden Verwüstung Europas. Er führte genauso vor, dass Kriege vordergründig „aus Gottesfurcht und für alles, was gut und schön ist“ geführt werden, dass letztlich aber die Gewinne in der Kasse und nicht auf dem Schlachtfeld zählen.

Regie: Armin Petras
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Cinzia Fossati
Musik: Thomas Kürstner, Sebastian Vogel
Choreografie: Denis Kooné Kuhnert
Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn
Licht: Norman Plathe-Narr
Dramaturgie: Katrin Schmitz

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Mutter Courage und ihre Kinder

Konzert

Richtfest

von Lutz Hübner und Sarah Nemitz

„Dass eine Gruppe von Menschen beschließt, ihre Ressourcen zusammenzuwerfen und gemeinsam zu leben. Darin steckt ein sehr utopischer Gedanke und ein großes Aufeinander-angewiesen-Sein.“ Lutz Hübner

Eine Baugemeinschaft ist für die einen ein Versprechen, für die anderen eine simple Kosten-Nutzen-Rechnung. Jene träumen von einem solidarischen Leben, von gemeinsamer Kinderbetreuung und Beistand im Alter. Die anderen hingegen vor allem von einem preiswerten Weg zum Wohneigentum mitten in der Stadt. Aber so oder so: Sie müssen es miteinander aushalten und ihre Entscheidungen gemeinsam treffen, in der Regel nach langen Debatten, weshalb es in ihrer Hausbesitzer-Versammlung beinahe nicht anders zugeht als auf einem Hausbesetzer-Plenum.

RICHTFEST erzählt von den einen und von den anderen, von den Utopisten, die Individualität gerade in der Gemeinschaft suchen und von den Häuslebauern, die sich ihr Traumhaus eigentlich nicht leisten können. Sechs Parteien finden sich zusammen, um gemeinsam eine Bauherrenschaft zu übernehmen. Sie kommen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen und hegen ganz unterschiedliche Vorstellungen vom Wohnen und vom Leben. Dass sie wenig voneinander wissen, bevor sie sich, beinahe für immer, miteinander verbinden, macht ihnen ihre Sache nicht leichter. Aber kein Zweifel: Weil sie zusammen ein Haus bauen, lernen sie sich kennen.

Regie: Tom Kühnel
Bühne: Jo Schramm
Kostüme: Ulrike Gutbrod
Musik: Fabian Ristau

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Theater

Kabale und Liebe

von Friedrich Schiller

Friedrich Schiller hatte sein bürgerliches Trauerspiel ursprünglich nach seiner Titelheldin LUISE MILLERIN benannt. Seit über 230 Jahren gerät diese junge Frau im Ringen um ihre Liebe in den Strudel von Lügen, Misstrauen und Intrigen und scheitert immer wieder. Dabei könnte alles so schön sein: Ferdinand liebt Luise, Luise liebt Ferdinand, und beide haben sie sich ewige Treue geschworen. Doch Luise ist eine junge Musikertochter und Ferdinand Präsidentensohn. Unter dem strengen Diktat der hierarchisch strukturierten Gesellschaft ist diese Liebe ein Politikum und deshalb kein Happy End möglich. Zwar erheben die beiden Liebenden ihre Stimme gegen die Fürstenwillkür, gegen die Zwänge der herrschenden Ständegesellschaft und das Mätressenwesen. Dennoch endet ihre Liebe tödlich.
KABALE UND LIEBE von Schiller ist weit mehr als eine mitreißende Lovestory. Schiller lässt hier Einflüsse aus Shakespeares ROMEO UND JULIA und Lessings EMILIA GALOTTI zu einem Politthriller mit tödlichem Ausgang verschmelzen. Die Forderung der Jugend nach Freiheit gegenüber dem verkrusteten Establishment führt das Liebespaar direkt in die Katastrophe.
Der junge georgische Regisseur und Dramatiker Data Tavadze, der seit 2008 das Royal District Theatre in Tbilisi, Georgien, leitet und Preisträger des Fast Forward – Europäisches Festival für junge Regie 2016 ist, wird im Zuge dieser Auszeichnung den deutschen Klassiker KABALE UND LIEBE am Staatsschauspiel Dresden inszenieren. Tavadze, dessen Inszenierung PROMETHEUS/25 YEARS OF INDEPENDENCE im Juni 2018 das Festival Radar Ost am Deutschen Theater Berlin eröffnete, war zuletzt mit seiner Arbeit AFTER PARTY/AFTER LIFE im Rahmen des Geschichtsfestivals War or Peace am Maxim Gorki Theater Berlin zu sehen.

Regie: Data Tavadze
Bühne: Thilo Reuther
Kostüme: Irène Favre de Lucascaz
Musik: Nika Pasuri
Licht: Peter Lorenz
Dramaturgie: Julia Weinreich

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Theater

Erniedrigte und Beleidigte

nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewski

„ … aber was soll ich tun, wenn ich bestimmt weiß, dass die Grundlage aller menschlichen Tugenden der größte Egoismus bildet.“

Dostojewski lässt in seinem Roman, erschienen 1861, den fiktiven Autor Iwan Petrowitsch auf den Zyniker Fürst Walkowski treffen, dem es Vergnügen bereitet, alles Gerede über Altruismus und selbstaufopfernde Liebe als bloße Illusion zu verspotten. Beide begegnen sich eines Abends im von Dostojewski als düsterer Großstadtmoloch geschilderten Petersburg. Walkowski hat seinen Sohn, den willensschwachen, kindlichen Aljoscha, bei seinem Verwalter und dessen Familie, den Ichmenews, untergebracht, bei denen auch der junge Dichter aufwuchs. Die Tochter der Ichmenews, Natascha, verliebt sich und verlässt mit Aljoscha die Familie. Walkowski verklagt seinen Verwalter und bezichtigt ihn der Intrige. In rasanter Folge gehen die Liebesverwirrungen sowie deren skrupellose Instrumentalisierung und der soziale Abstieg ganzer Familien ineinander über. Despotisch ist nicht nur der Fürst, sondern alle Figuren sind von ihrem verletzten Selbst und der Sucht nach Genugtuung getrieben. Hinter den großen Emotionen aber geht es schlicht um Vermögensanteile: „Das Leben ist ein Handelsgeschäft; werfen sie ihr Geld nicht umsonst weg“, rät Walkowski dem mittellosen Dichter.

Regie und Bühne: Sebastian Hartmann
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Chorleitung: Christine Groß
Bild/Installation: Tilo Baumgärtel
Lichtdesign: Lothar Baumgarte
Licht: Peter Lorenz
Dramaturgie: Jörg Bochow

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Schauspiel

Der Kirschgarten

von Anton Tschechow

Der Kirschgarten steht in voller Blüte, als Ranjewskaja nach Jahren auf ihr heimatliches Grundstück zurückkehrt. Hier hat sie eine glückliche Jugend verbracht, aber auch ihren Ehemann und Sohn verloren. Erinnerungsschwer durchstreift sie das alte Gelände, das ihre Töchter mit dem letzten Geld bewirtschaftet haben.
Der Kirschgarten ist nutzlos geworden, die Rezepte für Kirschen verloren. Die Schulden dagegen sind ins Unermessliche gestiegen.
Der Emporkömmling Lopachin macht einen Vorschlag: Um das Gelände gewinnbringend zu nutzen, soll der Kirschgarten abgeholzt und in kleine Parzellen aufgeteilt werden, die dann mit Wochenendhäusern bestückt, an Städter vermietet werden können.
Tschechows letztes Stück DER KIRSCHGARTEN zeigt ein Zögern und Verharren der Gesellschaft zwischen Rückwärtsgewandtheit und Zukunftsangst. Die Frage ‚Bleiben oder Gehen?‘ beantworten die Figuren mit einem Aufbruch, mit dem Verlassen der Heimat und alter Strukturen, jede in eine andere Richtung und auf ihrem eigenen Weg. Ob es ein hoffnungsvoller Aufbruch in glücklichere Zeiten ist, bleibt ungewiss. Während sie packen, hört man bereits die Sägen, das Abholzen des Kirschgartens hat begonnen.

Regie und Bühne: Andreas Kriegenburg
Kostüme: Andrea Schraad
Licht: Peter Lorenz
Dramaturgie: Katrin Breschke

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Aufführung

Circus Sarrasani. The Greatest Show on Earth

ein Abend von und mit Rainald Grebe

Jahrelang gab es für viele nichts Aufregenderes als einen Zirkusbesuch. Menschen aller Stände, Klassen und Schichten strömten auf der Suche nach dem wohligen Schauer hinter sicheren Gittern, dem atemlosen Staunen über waghalsige Salti und der hemmungslosen Heiterkeit der Clowns in das Rund der Arena. Keiner, der je dort war, konnte den Geruch von Sägespänen, Tieren, Schweiß und Popcorn vergessen; keiner die Erwartung, gerade heute den ungeheuerlichsten Attraktionen aus den entlegensten Orten der Welt zu begegnen. Live, handgemacht, ohne Netz und doppelten Boden!
Zu jenen magischen Orten der Unterhaltung gehörte der Circus Sarrasani. Um 1900 von Ernst Stosch-Sarrasani in Dresden gegründet, war er bald einer der größten und elegantesten in Europa. Kurz vor dem 1. Weltkrieg wurde in der Dresdner Neustadt ein festes Zirkusgebäude errichtet, das „Theater der 5000“. Heute scheint die Zeit des Zirkus zu Ende, nicht nur in Dresden. Die Gründe sind vielfältig. Der Zirkus war Weltausstellung, Völkerschau, Panoptikum und Jahrmarkt. Doch nie galt er als Kunstform, nie erfuhr er staatliche Förderung, immer stak er mittendrin in der Marktwirtschaft. Ein internationales Ding. Ein Riesenunternehmen. Ein Übertreibungsapparat. – Rainald Grebe macht sich auf die Suche nach Sarrasani, nach dem verlorenen Zirkus, auf die Suche nach Artisten und Raubtieren, nach U und E. Manege frei für ein Stück Dresden.

Regie: Rainald Grebe
Bühne: Janna Skroblin
Kostüme: Ira Hausmann
Musik: Jens-Karsten Stoll
Licht: Andreas Barkleit
Dramaturgie: Kerstin Behrens

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Theater

Alte Meister

nach dem Roman von Thomas Bernhard

Der letzte große Prosatext von Thomas Bernhard wird dort inszeniert, wohin sich der Protagonist flüchtet, um dem Leben zu entkommen, im Museum. Die Gemäldegalerie Alte Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wird so zu einem Ort, an dem Zuschauer, Schauspieler und die Gemälde gleichsam miteinander in Interaktion treten, weil jeder seine ganz eigene Wirkung im Raum einfordert.
Seit über dreißig Jahren geht der Musikphilosoph Reger jeden ­zweiten Tag in die Gemäldegalerie; zum einen wegen der idealen Raumtemperatur, zum anderen wegen des „Weißbärtigen Mannes“ von Tintoretto. Ebenfalls seit über dreißig Jahren geht Irrsigler ins Kunsthistorische Museum. Er ist dort Museumswächter, obwohl er eigentlich viel lieber Polizist geworden wäre, aber Uniform ist schließlich Uniform. Irrsigler ist über die Jahre zum Sprachrohr Regers geworden und sorgt zudem dafür, dass er ungestört auf der Sitzbank vor Tintorettos Gemälde Platz nehmen kann, denn dieser Ort ist nicht nur zur „Voraussetzung für sein Denken geworden“, sondern für sein Weiterleben überhaupt. Zu seiner Überlebensstrategie gehört auch, jedes Gemälde mit seinem Blick zu zerlegen und zwar solange, bis er den gravierenden Fehler gefunden hat, denn „das Vollkommene droht uns nicht nur ununterbrochen mit unserer Vernichtung, es vernichtet uns auch“. Nicht das Scheitern an der Kunst, sondern das Scheitern der Kunst selbst wird hier vorgeführt. Und als Reger in eine existenzielle Krise stürzt, stellt sich schließlich die Frage, ob es die „widerwärtige und fatale Kunst“ ist – oder doch die Menschen, die ihn von seinem Leiden erlösen können.

Regie: Anton Kurt Krause
Kostüm: Steffi Rehberg
Dramaturgie: Julia Fahle

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Schauspielhaus

Staatsschauspiel Dresden

Vorverkaufskassen

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2
01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28
01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
Tel: 03 51.49 13–555
tickets@staatsschauspiel-dresden.de

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Schauspielhaus

Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Theater Kleines Haus Dresden Dresden, Glacisstraße 28
Aufführungen / Kabarett Die Herkuleskeule Dresden Dresden, Schloßstraße 2
Aufführungen / Theater Dresdner FriedrichstaTT Palast Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater Kleines Welt Theater im Sonnenhof Radebeul Radebeul, Altkötzschenbroda Nr. 26
Aufführungen / Theater Societaetstheater Dresden Dresden, An der Dreikönigskirche 1a
Aufführungen / Theater Theaterkahn Dresdner Brettl Dresden, Terrassenufer an der Augustusbrücke
Aufführungen / Theater Volksbühne Chemnitz Chemnitz, Käthe-Kollwitz-Str. 7
Aufführungen / Theater Projekttheater Dresden Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
Fr, 3.4.2020, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
Sa, 4.4.2020, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy und Theater Club
So, 5.4.2020, 17:00 Uhr
Aufführungen / Tanz TENZA-Schmiede Dresden Dresden, Pfotenhauer Str. 59
Aufführungen / Theater die bühne Dresden, Teplitzer Straße 26
Aufführungen / Theater Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstr. 13
Aufführungen / Operette Staatsoperette Dresden Dresden, Kraftwerk Mitte 1
Aufführungen / Theater Boulevardtheater Dresden Dresden, Maternistr. 17
Aufführungen / Kabarett Chemnitzer Kabarett e.V. Chemnitz, An der Markthalle 1-3
Aufführungen / Theater Theater Plauen-Zwickau Zwickau, Gewandhausstr. 7
Aufführungen / Theater Eclectic Theatre e.V. Dresden, Tieckstr. 11
Aufführungen / Kabarett Breschke & Schuch Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Kabarett Kabarett Sachsenmeyer Chemnitz Chemnitz, An der Markthalle 8
Aufführungen / Theater TheaterRuine St. Pauli e.V. Dresden, Königsbrücker Platz
Aufführungen / Theater Hoppes Hoftheater Dresden Dresden, Hauptstraße 35
Aufführungen / Theater Comödie Dresden Dresden, Freiberger Str. 39
Aufführungen / Konzert Kulturbahnhof Radeburg Radeburg, Bahnhofstr.5

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