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Schauspielhaus Dresden

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Schauspielhaus Dresden
Staatsschauspiel Dresden
Theaterstraße 2
D-01067 Dresden

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Vorverkaufskassen

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2
01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28
01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
Tel: 03 51.49 13–555
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Schauspiel

Der Tartuffe oder Kapital und Ideologie

von Soeren Voima nach Molière
und nach KAPITAL UND IDEOLOGIE von Thomas Piketty

Uraufführung: 2.10.2021

Im 17. Jahrhundert hatte der gefeierte Dichter Molière gegen den Druck der katholischen Kirche anzukämpfen. Besonders umstritten und skandalisiert wurde sein TARTUFFE aufgenommen, in dem er einen scheinheilig-religiösen Ideologen persiflierte. Mehr als dreihundert Jahre später ringt unsere Gesellschaft mit einer anderen Ideologie – dem globalen Neoliberalismus, dessen Siegeszug in den 1980er Jahren einsetzte und die Kluft zwischen Besitzenden und Nichtbesitzenden in neue Höhen schrauben ließ. Deshalb haben Soeren Voima und das Team von Regisseur Volker Lösch diese Überschreibung von Molières Klassiker in die Zeit zwischen 1980 und heute verlegt. Das Stück zeigt die Wohngemeinschaft eines Hauses, das Orgon geerbt hat. Das Haus steht vor dem Verfall: Niemand zahlt Miete, niemand räumt auf. Was tun? Orgon, der sich selbst als Teil der im Haus lebenden sozialen und revolutionären Wohngemeinschaft begreift, ruft seinen Studienfreund Tartuffe aus Chicagoer Zeiten zu Hilfe und der weiß ökonomischen Rat: Auflösen der kollektiven Lebensformen, Aufteilung des Hauses in Apartments, Eigentum statt Miete, Kaufen auf Kredit, Investieren, Spekulieren, und alle werden davon profitieren. Das geht gut voran – bis zum großen Crash von 2008: Orgon und die anderen Hausbewohner*innen verlieren alles, Wirtschafts- und Politikberater Tartuffe, der auf den Bankrott gewettet hat, streicht den Gewinn ein. Soeren Voima hat sich in dieser Neufassung an Molière orientiert und die Handlung mit einer pointiert-poetischen Sprache unterlegt. Wie bei Molière steuert auch in Soeren Voimas Komödie alles auf die Katastrophe zu, aber statt den rettenden Boten kommen zu lassen, verhandelt die Inszenierung Lösungsansätze, wie sie der französische Ökonom Thomas Piketty in seinen Analysen zur Diskussion stellt.

REGIE: Volker Lösch
BÜHNE: Cary Gayler
KOSTÜME: Carola Reuther
LICHT: Andreas Barkleit
DRAMATURGIE: Jörg Bochow

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Online

kreuzen und queren

eine digitale Werkschau des B:Clubs+ SCHAUSPIEL

Online-Premiere: 7.10.2021

Zwei Freundinnen, die nichts trennen kann, ein Wohnwagen, ein geknacktes Schloss und eine Reihe unerwarteter Besucher*innen – mitten im Grünen wird’s plötzlich unheimlich. Oder vielmehr verwirrend! Denn wer und was in dieser Geschichte am Ende alles mitmischt überrascht die Beteiligten selbst am aller meisten.
Die Spieler*innen des B:Clubs+ Schauspiel haben während der vergangenen Monate, leidenschaftlich und zäh zugleich, auf Grundlage von Improvisationen, erlebten Begebenheiten und einer großen Portion spielerischer Phantasie ein Filmskript entwickelt. Daraus ist nun ein 20-minütiger Kurzfilm entstanden, mit großartiger Unterstützung der Auszubildenden der Video- und Tonabteilung.

REGIE, KONZEPTION, DREHBUCH: Ursula Hobmair, Simon Werdelis
AUSSTATTUNG: Sara Drasdo
TON: Theresa Tippmann
VIDEO: Edgar Franke
ASSISTENZ: Fionn Klose

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© Sebastian Hoppe
Schauspiel

Die rechtschaffenen Mörder

nach dem Roman von Ingo Schulze
Bühnenfassung von Claudia Bauer, Uta Girod und Jörg Bochow

Uraufführung: 22.10.2021

Norbert Paulini, ein berühmter Dresdner Antiquar, versorgt in den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts eine kleine geistige Elite mit seinen Büchern, die wie Kostbarkeiten begehrt werden. Nach dem Fall der Mauer leidet Paulini unter seinem Statusverlust und finanziellen Nöten: Seine hochgeschätzten Raritäten sind nun frei auf dem Markt verfügbar. Die einst so treue Kundschaft bleibt aus. Verbittert tritt der Antiquar den seelischen und räumlichen Rückzug an und nimmt zunehmend rechtsextreme Positionen ein. So zumindest schildert es Schultze, Ingo Schulzes fiktives Alter Ego, ein inzwischen erfolgreicher, kosmopolitischer Schriftsteller, der Paulini in DDR-Zeiten verehrte. Beide lieben nun dieselbe Frau, Lisa. Doch nicht nur das macht sie zu Rivalen: Schultze, der nach 1989 die Demokratisierung des Landes voranbringen wollte, hat in der westlichen Welt Fuß gefasst und die Gesetze des Marktes verinnerlicht. Zwischen ihm und Paulini, der ökonomisch und sozial abgehängt in einem Nest in der Sächsischen Schweiz haust, liegen Welten. Ihre unterschiedlichen Wertvorstellungen führen zu einer Entfremdung und Feindschaft, die symptomatisch für das gesellschaftliche Klima unserer Gegenwart sind.
Als Paulini und Lisa gewaltsam zu Tode kommen, stellt sich die Frage, ob Schultze in die Tat verwickelt ist. Seine moralische Integrität steht damit auf dem Prüfstand und mit ihr die schnellen Antworten, wenn es um die Suche nach den Schuldigen für die Spaltung unserer Gesellschaft geht.
„Im Dresdner Stadtteil Blasewitz lebte einst ein Antiquar …“: was in Ingo Schulzes Dresden-Roman wie ein Märchen beginnt, mündet in eine Auseinandersetzung mit den Ursachen gesellschaftlicher Polarisierungen und deren Auswirkungen.

REGIE: Claudia Bauer
BÜHNE: Andreas Auerbach
KOSTÜME: Patricia Talacko, Doreen Winkler
SOUNDSCAPES & GESANGS-KOMPOSITIONEN: Peer Baierlein
MUSIKALISCHE LEITUNG: Olaf Katzer
LICHT: Peter Paul Lorenz
DRAMATURGIE: Uta Girod

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© Sebastian Hoppe
Schauspiel

König Lear

von William Shakespeare
aus dem Englischen von Miroslava Svolikova

Die Zeichen stehen auf Veränderung: Um seinen Lebensabend zu genießen, beschließt König Lear, sich zurückzuziehen und die Staatsgeschäfte seinen Töchtern zu übergeben. Als Gegenleistung für die Teilung des Landes erwartet er Liebe und den Erhalt seiner Privilegien. Cordelia, seine jüngste Tochter, verweist er wutentbrannt des Landes, als sie die eingeforderten Liebesbekundungen verweigert. Goneril und Regan, die beiden älteren, stellen sich der Verantwortung. Bricht damit eine neue Zeit an, das Ende von Privilegien und verkrusteten Hierarchien? – In den Strukturen, die Lear hinterlässt, geht es weniger um das Gemeinwohl als um Status und Machterhalt. Als Goneril und Regan genötigt sind, Lear und seine randalierenden Freunde in die Schranken zu weisen, reagiert er erwartungsgemäß: Er tobt, flucht und verwünscht seine undankbaren Töchter.
Lear versteht die Welt nicht mehr, ist er doch überzeugt, ein guter Herrscher gewesen zu sein und ein guter Vater. Aber seine Zeit ist unwiderruflich vorbei. Erst als er ganz unten angekommen ist, entmachtet, gekränkt und dem Wahnsinn nahe, die Unkrautkrone auf dem Kopf – aber in seinen Augen immer noch „jeder Zoll ein König“ – scheint er zu begreifen, dass Liebe mit Eigentum nicht zu verwechseln ist.
In London wütet die Pest, als Shakespeares TRUE CHRONICLE OF THE LIFE AND DEATH OF KING LEAR AND HIS THREE DAUGHTERS 1606 uraufgeführt wird. – Lily Sykes’ Stückfassung nimmt die Perspektive der Töchter ein: Sie blicken zurück auf ihre Geschichte, versuchen eine Bestandsaufnahme und fragen sich, welche Chancen sie eigentlich hatten, die Welt neu zu denken – eine Welt, in der alte Konzepte nicht mehr greifen und neue erst gefunden werden müssen.

REGIE: Lily Sykes
BÜHNE: Jelena Nagorni
KOSTÜME: Jelena Miletić
MUSIK: Arvild J. Baud
LICHT: Andreas Barkleit
DRAMATURGIE: Christine Besier
MUSIKALISCHE EINSTUDIERUNG: Thomas Mahn

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© Sebastian Hoppe
1 Schauspiel

Asphalt

ein Roadtrip mit Autofahrer*innen
von Tobias Rausch

Das Auto ist sprichwörtlich – nicht nur des Deutschen – liebstes Kind. Wieso eigentlich? Weil ein Auto vor der Tür praktisch und bequem ist? Zählt Mobilität zu den menschlichen Grundbedürfnissen? Oder macht Geschwindigkeit süchtig?
Das Auto hat in den letzten hundert Jahren unsere Welt vollständig ver­ändert. Es taugt als Liebes- ebenso wie als Hassobjekt. Wir sind so mobil wie nie zuvor, Fahrzeuge sind nicht nur Verkehrsmittel, sondern auch Wirtschaftsfaktor und Statussymbol. Der Verkehr verstopft unsere Innenstädte, und die Abgase gefährden unsere Gesundheit und die unseres Planeten. Doch wir kommen nicht los vom Auto. Wo stehen wir heute, wir und das Auto? In jedem Fall an einem Wendepunkt. In Zeiten des rasanten Klimawandels hat der Verbrennungsmotor ausgedient. Das E-Auto ist also das Fahrzeug der Zukunft, Car-Sharing die bessere Alternative oder nicht?
ASPHALT geht diesen Fragen und Widersprüchen nach. Dresdner Bürger*innen tragen Erlebnisse und Abenteuer zusammen – vom Freiheitskick beim Anlassen des ersten eigenen Autos über nicht bestandene Fahrprüfungen und weite Reisen, über das Auto als Arbeitsplatz und Rückzugsort, über weibliche Emanzipation am Steuer und Forschungen zum autonomen Fahren bis hin zum Unfall, der alles verändert hat.
In einer großen theatralen Installation auf dem Neumarkt, bestehend aus 40 Fahrzeugen, parken jeweils zwei Autos nebeneinander – in einem der beiden sitzen die Zuschauer*innen, im anderen die Spieler*innen. Wie in einem stockenden Stau bewegen sich die Autos der Akteur*innen langsam an den Fahrzeugen der Zuschauenden vorbei, so dass das Publikum einen ganzen Reigen an Geschichten erlebt.
ASPHALT ist sentimentale Rückschau, unsentimentale Bestandsaufnahme und utopische Zukunftsvision. Steigen Sie ein!

REGIE UND TEXT: Tobias Rausch
AUSSTATTUNG: Thomas Rump
MUSIK: Matthias Herrmann
DRAMATURGIE: Uta Girod, Svenja Käshammer

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Schauspiel

Gundermann: alle oder keiner

eine Revue über Helden, Gras und Kohle
von Tom Kühnel

Wenn Gundermann nach einem abendlichen Konzert den Schichtbeginn verpasste, begrüßten ihn die Kollegen im Tagebau mit „Mensch Gundi, du bist aber früh heute auf Spätschicht.“ Fünf Mark in die Kaffeekasse – Problem erledigt.
Viele andere Probleme blieben Gundermann erhalten. Mit seiner eigenwilligen Ausdeutung des Grundsatzes, dass vor allem der eigene Beitrag unverzichtbarer Bestandteil einer gelingenden Gesellschaft ist, flog er aus der SED, wurde vom angeworbenen und überzeugten „Kundschafter des Friedens“ zum überwachten Stimmungsmacher. Seine Idee von einem Sozialismus als Utopie des Miteinanders vertrat er dennoch auch nach dem Fall der Mauer weiter. Als der Tagebau Spreetal, Gundermanns Revier, in den neunziger Jahren geschlossen wurde und es für die Kumpel „Frühstück für immer“ hieß, begriff er: Wenn wir traditionell Energie gewinnen, indem wir Heimat verheizen, ist Wärme gewonnen, aber Heimat verloren. Gundermann wurde zum Radikalökologen und postindustriellen Apologeten. Mit nur 43 Jahren verstarb der ewige Querkopf.
Gundermanns musikalisches Erbe ist heutzutage so lebendig wie das kaum eines anderen ostdeutschen Musikers.

REGIE: Tom Kühnel
BÜHNE: Jan Pappelbaum
KOSTÜME: Leonie Falke
MUSIKALISCHE LEITUNG: Matthias Trippner, Jan Stolterfoht
LICHT: Peter Paul Lorenz
DRAMATURGIE: Kerstin Behrens
TON: Torsten Staub, Robert Freitag

Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 15 Minuten. Keine Pause.

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Schauspiel

Trilogie der Sommerfrische

von Carlo Goldoni
übersetzt und bearbeitet von Sabrina Zwach

„In die Sommerfrische aufs Land gingen unsere Vorfahren, Vermögen zu sammeln. Heutzutage gehen wir hin, es zu verschwenden.“

Sommer in der Stadt: Der Asphalt glüht, die Luft steht und die Nächte, unerträglich! Wer etwas auf sich hält und wer es sich leisten kann, ist zu dieser Zeit nicht hier, sondern dort: in der Sommerfrische.
Der Weg dahin ist mit quälenden Fragen gepflastert. Wird das neue Kleid rechtzeitig fertig? Reicht das geliehene Geld? Der mitgenommene Hausrat? Das gemietete Landhaus? Und die großen Gefühle, reichen sie wenigstens bis zum Sommerende?
Endlich angekommen, geht es ums Geschäft. Von wegen mediterrane Leichtigkeit, Müßiggang und Zerstreuung! Die Hochzeit von Giacinta soll die zerrütteten Familienfinanzen retten. Immerhin wird sie gleich von zwei Männern umworben. Der eine, Guglielmo, ist wohlhabend und langweilig. Der andere, Leonardo, ist ein Lebemann, aber unverschämt arm. Die Entscheidung fällt ihr nicht leicht. Und fragt einer sie, was ihr Spaß macht? Fragt einer die anderen Frauen? Die sitzengebliebene Vittoria, die Schwester Leonardos, die ebenfalls mit einer Hochzeit die Finanzen des Bruders sanieren will? Oder die wohlhabende Sabina, deren Loyalität – sie nennt sie Liebe – einem durch und durch heuchlerischen Schmeichler gilt?
Schließlich die Rückkehr ins alte Leben. Man hat sich verliebt und die Liebe verfehlt – für ein Jahr reicht das. Der nächste Sommer kommt bestimmt.

REGIE: Rafael Sanchez
BÜHNE: Simeon Meier
KOSTÜME: Ursula Leuenberger
MUSIK: Cornelius Borgolte
LICHT: Olaf Rumberg
DRAMATURGIE: Kerstin Behrens

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Theater

Einmeterfünfzig

eine Theaterphantasie mit Abstand
von Rainald Grebe

Arbeiten in Corona-Zeiten bedeutet Stillstand und Unsicherheit. Für manche nur ein paar Wochen. Für andere für immer. Was das für eine Schauspielbühne bedeuten kann, entwirft Rainald Grebe in seiner Theaterphantasie. Stellen Sie sich vor: Die letzte Vorstellung im Schauspielhaus liegt Monate zurück. Die Bühnen sind leer, die Garderoben verwaist, durch die Werkstätten zirkuliert der Notstrom, im Fundus bröckelt Mörtel auf die Kostüme. Und kein Pförtner sitzt am angestammten Platz! Nur im „Bauch“ des Hauses rumort es. Ein Hubpodium setzt sich in Bewegung, darauf eine kleine Gruppe spielwütiger Schauspieler. Es sind die letzten ihrer Art, von allen verlassen, selbst vom Publikum.
Heute aber ist Tag der offenen Tür! Der Termin wurde vor Monaten festgelegt, das Programm mit Umsicht geplant. Es gibt Interviews mit lokalen Größen, Szenen aus der Weltliteratur, dazu eine Live-Band, geschnipselte Videos und eine fulminante Technikshow. Auch der neue Spielplan wird vorgestellt. Und weil keiner mehr da ist, der den Künstlern zur Hand geht, der das Licht anmacht, die Haare unter Glatzen steckt und bei Texthängern hilft – machen sie alles selbst. Denn sie sind Schauspieler! Sie spielen Techniker, Souffleusen, Stellwerker, Beleuchter, Maskenbildnerinnen und zuletzt auch die Zuschauer. Alles mit dem verordneten Abstand, um zu beweisen: Der Abstand ist bedeutungslos, denn sie sind Spieler. Sie müssen nicht eng umschlungen im Kuss erstarren, um als Liebespaar durchzugehen. Die Jack the Rippers der Welt – auf der Bühne kommen sie trotz Hygieneverordnungen wirkungsvoll zum Stich, und die Protagonisten des bürgerlichen Trauerspiels trennen sowieso Welten, nicht Einmeterfünfzig.
Rainald Grebe nimmt sich der Abstandsthematik an und inszeniert einen Abend mit vorgegebener Distanz.

Regie: Rainald Grebe
Bühne: Janna Skroblin
Kostüme: Ira Hausmann
Musik: Jens-Karsten Stoll
Video: Tina Wilke
Licht: Peter Paul Lorenz
Dramaturgie: Kerstin Behrens

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1 Schauspiel

Searching for Macbeth

Shakespeare in Concert
nach MACBETH von William Shakespeare in der Übersetzung von Dorothea Tieck

Wer ist dieser Macbeth, was treibt ihn an? Und was erwartet Sie in der Inszenierung von Shakespeares berühmter Tragödie am Staatsschauspiel Dresden? Bei dieser ist Christian Friedel bekanntlich gleich in dreifachem Auftrag unterwegs:
Er inszeniert nicht nur den Abend und spielt zugleich die Titelrolle, sondern er komponiert zusammen mit seiner Band Woods of Birnam – deren Bandname sich auf jenen Wald von Birnam bezieht, der für Shakespeares Titelhelden in MACBETH eine verhängnisvolle Rolle spielt – außerdem die Musik zum Stück.
Nachdem die für März 2020 geplante Premiere von MACBETH allerdings wegen der Corona-Pandemie auf den 22. Januar 2021 verschoben werden musste, zeigt Christian Friedel zu Beginn der neuen Spielzeit im Schauspielhaus gemeinsam mit Nadja Stübiger, der Lady Macbeth dieser Inszenierung, und Woods of Birnam unter dem Titel SEARCHING FOR MACBETH in einer konzertanten Aufführung eine effektvolle Vorschau und einen ersten öffentlichen Einblick.

REGIE: Christian Friedel
BÜHNE: Alexander Wolf, Hannah Rolland
KOSTÜME: Ellen Hofmann
MUSIK: Woods of Birnam
LICHT: Johannes Zink
TON: Torsten Staub
VIDEO: Clemens Walter, Vanessa Dahl
MAKING OF-VIDEOS: Benedikt Kauff

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Musik

Mixtape Deluxe

mit Matthias Reichwald und Philipp Lux

Plattenspieler, Kassettenrekorder, CD-Player und Smartphone stehen bereit: Philipp Lux lädt Schauspieler*innen des Ensembles ein und fragt nach den Liedern ihres Lebens. Gemeinsam mit dem Publikum lauschen sie dem Soundtrack der ersten Liebe oder persönlichen, musikalischen Geheimtipps und erzählen von unerhörten Theatermomenten und lebensverändernden Konzertbesuchen. Gemeinsam wird geredet, gespielt und musiziert, Karaoke und a cappella gesungen, vielleicht sogar getanzt. An jedem Abend entsteht so ein ganz eigenes Mixtape DeLUXe.

LEITUNG: Philipp Lux
GAST AM 8. OKTOBER 2021: Matthias Reichwald

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Lesung

LTI - Lingua Tertii Imperii

von Victor Klemperer

Lesung aus dem „Notizbuch eines Philologen“ zur Sprache des Nationalsozialismus

Victor Klemperer, der große deutsche Romanist, der lange Jahre in Dresden lehrte und lebte, hat während der Herrschaft der NSDAP die Sprache der Nationalsozialisten analysiert und dokumentiert. Den Titel seiner verschriftlichten Untersuchungen erklärte Victor Klemperer selbst: „LTI: Lingua Tertii Imperii, Sprache des Dritten Reichs. Als parodierende Spielerei zuerst, gleich darauf als ein flüchtiger Notbehelf des Erinnerns, als eine Art Knoten im Taschentuch, und sehr bald und nun für all die Elendsjahre als eine Art Notwehr, als ein an mich selbst gerichteter SOS-Ruf steht das Zeichen LTI in meinem Tagebuch.“
Auch heute erleben wir täglich, wie Worte zu Waffen werden und wie manche mit ihrer Hilfe die Gräben unserer Gesellschaft vertiefen. Sprache ist Macht – und Klemperers Analyse über jene des Dritten Reiches, in der er ihre Manipulationen entlarvt und benennt, sind ein persönliches und wissenschaftlich einmaliges Dokument, dessen Lektüre uns die Augen jedes Mal neuerlich zu öffnen vermag. Exemplarische Ausschnitte aus den Tagebuch-Aufzeichnungen Klemperers aus den Jahren 1933 bis 1945 werden von Ensemblemitgliedern des Staatsschauspiels Dresden gelesen.

EINRICHTUNG: Julia Weinreich, Lüder Wilcke
MIT: Kriemhild Hamann, Hans-Werner Leupelt, Daniel Séjourné

Dauer der Lesung: ca. 1 Stunde.
Keine Pause.

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Online

Dresdner Reden 2021

Zum Nachhören

Die Dresdner Reden blicken auf eine mehr als 25-jährige Geschichte zurück und sind längst eine Institution in der Stadt. Die Liste der bisherigen Gäste liest sich wie ein „Who’s Who“ des nationalen und internationalen Kultur- und Geisteslebens. Bei den Dresdner Reden ist kein Motto vorgegeben, allein der ‚Gedanke zur Zeit‘ verbindet die Reden eines jeden Jahrgangs.

Die DRESDNER REDEN 2021 sind eine gemeinsame Veranstaltung mit der Sächsischen Zeitung.

Tickets für alle vier Streams erhalten Sie auf www.dringeblieben.de.

Zum jeweiligen Veranstaltungszeitpunkt können Sie Ihren Ticket-Code einmalig verwenden. Es besteht kein Anspruch auf Ersatz bei Verlust oder missbräuchlicher Nutzung.

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Podcast

Das Schloss

von Franz Kafka

THEATER-PODCAST in 23 Folgen
gelesen vom Ensemble des Staatsschauspiels Dresden

Franz Kafkas unvollendeter Roman DAS SCHLOSS aus dem Jahr 1922, der postum erst 1926 veröffentlicht wurde, gehört zu den großen Romanen des 20. Jahrhunderts und ist zugleich der vielleicht geheimnisvollste. Die Hauptfigur, die hier nur „K“ genannt wird, ist ein Mann unbestimmten Alters und unbestimmter Herkunft, der vorgibt, ein Landvermesser zu sein. K strebt eine Anstellung beim ‚Schloss‘ an, einem undurchschaubaren System von Vorschriften, Beamtentum und Opportunismus. Die Dorfbewohner um das Schloss sind Teil des Systems und sie sind misstrauisch gegenüber dem Fremden. K reibt sich nach und nach auf in seinem verbissenen und aussichtslosen Bemühen, Teil dieses Systems zu werden, das selbst die Liebe korrumpiert.
Die zwanzig Kapitel des Romans werden vom Ensemble des Staatsschauspiels Dresden in Folge gelesen.

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Podcast

Geschichten aus der Murkelei

von Hans Fallada

THEATER-PODCAST in 11 Folgen
gelesen vom Ensemble des Staatsschauspiels Dresden

Hans Fallada erfand und erzählte die wunderbaren Geschichten aus der Murkelei in den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts für seine drei Kinder. Das Essen sollte besser rutschen und ihnen nicht langweilig werden. Sie waren es auch, die den Autor überzeugten, die Erzählungen aufzuschreiben, damit auch andere Kinder in die märchenhafte Welt fantastischer Dinge, sprechender Tiere, Zauberer, Tarnkappen und Pechvögel eintauchen und dem Mäuseken Wackelohr, dem Nuschelpeter, dem Unglückshuhn und vielen anderen begegnen könnten. Auf diese Weise ist eine der schönsten Märchensammlungen des 20. Jahrhunderts voller Herzenswärme und Humor entstanden. Dass der Autor der Welt der Märchen besonders zugeneigt war, wird daran deutlich, dass er – der eigentlich Rudolf Ditzen hieß – sich bereits für seinen ersten Roman das Pseudonym Hans Fallada zulegte. Den Vornamen borgte er sich aus dem Märchen HANS IM GLÜCK und den Nachnamen aus DIE GÄNSEMAGD.

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Podcast

Der Bürger:Bühnen-Podcast „Und jetzt: Ein Gast!“

SPIELZEIT 2021/2022

Der Bürger:Bühnen-Podcast geht in die dritte Runde. Diese Spielzeit sollen verschiedene Akteur*innen und Bürger*innen der Stadt im Gespräch mit Dramaturgin Sabrina Bohl zu Wort kommen: Besondere Berufe, Initiativen, Vereine und die Menschen, die dahinterstehen, sind zu uns ins Tonstudio eingeladen.
Gesprächsanlass sind dieses Mal Themen, die unsere Bürger:Bühnen-Inszenierungen verhandeln. Wer einen Gast vorschlagen möchte, kann sich gerne bei sabrina.bohl@staatsschaupiel-dresden.de melden.
B:lauscht alte und neue Folgen auf www.staatsschauspiel-dresden.de/buergerbuehne oder auf www.soundcloud.com/staatsschauspiel-dresden.

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Schauspielhaus Dresden

Staatsschauspiel Dresden

Vorverkaufskassen

Kassen- und Servicezentrum im Schauspielhaus
Theaterstraße 2
01067 Dresden
Mo bis Fr 10.00–18.30 Uhr, Sa 10.00–14.00 Uhr

Vorverkaufskasse im Kleinen Haus
Glacisstraße 28
01099 Dresden
Mo bis Fr 14.00–18.30 Uhr
Tel: 03 51.49 13–555
tickets@staatsschauspiel-dresden.de

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Bewertungen & Berichte Schauspielhaus Dresden

Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Theater Kleines Haus Dresden Dresden, Glacisstraße 28
Aufführungen / Kabarett Die Herkuleskeule Dresden Dresden, Schloßstraße 2
Aufführungen / Theater 1001 Märchen und Geschichten Dresden, Friedrichstraße 24
Aufführungen / Theater Dresdner FriedrichstaTT Palast Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater Kleines Welt Theater im Sonnenhof Radebeul Radebeul, Altkötzschenbroda Nr. 26
Ereignisse / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Konzerte / Konzert Dresdner Philharmonie Dresden, Schloßstr. 2
Ereignisse / Tanz Dresden Frankfurt Dance Company Dresden / Frankfurt
Aufführungen / Theater Societaetstheater Dresden Dresden, An der Dreikönigskirche 1a
Aufführungen / Theater Theaterkahn Dresdner Brettl Dresden, Terrassenufer an der Augustusbrücke
Aufführungen / Theater Projekttheater Dresden Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 14:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Aufführung Museum/WDR
So, 3.10.2021, 15:00 Uhr
Aufführungen / Tanz TENZA-Schmiede Dresden Dresden, Pfotenhauer Str. 59
Aufführungen / Theater die bühne Dresden, Teplitzer Straße 26
Aufführungen / Theater Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstr. 13
Aufführungen / Operette Staatsoperette Dresden Dresden, Kraftwerk Mitte 1
Aufführungen / Theater Boulevardtheater Dresden Dresden, Maternistr. 17
Aufführungen / Theater Eclectic Theatre e.V. Dresden, Tieckstr. 11
Aufführungen / Kabarett Breschke & Schuch Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Theater TheaterRuine St. Pauli e.V. Dresden, Königsbrücker Platz
Aufführungen / Theater Hoppes Hoftheater Dresden Dresden, Hauptstraße 35
Aufführungen / Theater Comödie Dresden Dresden, Freiberger Str. 39
Aufführungen / Konzert Kulturbahnhof Radeburg Radeburg, Bahnhofstr.5

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