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Semperoper Dresden

Die Dresdner Semperoper ist nicht nur ein Architekturdenkmal, sie ist vor allem Spielstätte und bietet den festlichen Rahmen für die Aufführungen der Sparten Oper, Staatskapelle Ballett und Junge Szene. Zugleich ist sie zu einem Symbol dieser Stadt geworden und weltweit Inbegriff für bedeutende Opernkunst.

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Semperoper Dresden

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Oper

Platée

Jean-Philippe Rameau

Premiere: 06. April 2019

Ballet bouffon in einem Prolog und drei Akten
Text von Adrien-Joseph Le Valois d’Orville

Die Nymphe Platée gehört nicht gerade zu den schönsten Geschöpfen der Mythologie: Sie lebt auf dem Grund des Tümpels, dort, wo die Sonne selten hinkommt. Aber Platée selbst ist davon überzeugt, dass jeder Mann, der sie nur einmal kennenlernt, sich sofort in sie verliebt. Platées Liebesbedürfnis macht sich der oberste Gott Jupiter zunutze: Er spielt Platée seine große Liebe vor und plant eine Hochzeit mit ihr. Seiner eifersüchtigen Frau Junon soll die Vorstellung einer Affäre ihres Mannes mit der Sumpfblüte Platée so absurd erscheinen, dass sie endgültig von der ehelichen Treue Jupiters überzeugt werden kann. Jupiters Plan geht auf, doch Platée, die schon von einem Leben als Göttergattin geträumt hat, bleibt gedemütigt und verletzt zurück.

Jean-Philippe Rameaus Ballett-Oper »Platée« ist eines der ungewöhnlichsten Musiktheaterwerke des 18. Jahrhunderts. Zwar schrieb Rameau das Werk für die Pariser Oper, uraufgeführt wurde es jedoch 1745 bei der Hochzeit des französischen Thronfolgers mit einer spanischen Prinzessin, die für ihre Hässlichkeit berüchtigt war. Damit nicht genug, führt Rameau in »Platée« die Hofgesellschaft König Ludwigs XV. als Ansammlung von skrupellosen Opportunisten vor, die er wie Frösche im Chor quaken lässt. Rameaus Musik parodiert den hohen Ton der französischen Oper mit ungewöhnlichen Intervallsprüngen, raffinierten Tanzrhythmen und lautmalerischen Effekten. Die Rolle der Platée, für einen Tenor komponiert, ist eine der Paraderollen der französischen Barockoper überhaupt. In Dresden, wo »Platée« zum ersten Mal zu erleben ist, wird Star-Tenor Rolando Villazón das Werk neu inszenieren. Der Dirigent Paul Agnew, zusammen mit William Christie Leiter des französischen Barock- Ensembles Les Arts Florissants, stand als Sänger selbst unzählige Male als Platée auf der Bühne.

Musikalische Leitung: Paul Agnew
Inszenierung: Rolando Villazón
Bühnenbild: Harald Thor
Kostüme: Susanne Hubrich
Choreographie: Philippe Giraudeau
Licht: Davy Cunningham
Chor: Cornelius Volke
Dramaturgie: Kai Weßler

In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Oper

4.48 Psychose

Philip Venables

Premiere: 26. April 2019, Semper Zwei

Kammeroper in einem Akt nach Sarah Kane (2016)
Deutsch von Durs Grünbein

Als Sarah Kane ab Mitte der 1990er Jahre mit Stücken wie »Zerbombt« und »Phädras Liebe« die Bühnen der Welt eroberte, galt sie als eine große Hoffnung für die Zukunft des Theaters. Ihren unverstellten Blick auf eine gewalttätige Gegenwart beschrieb sie in eindrucksvoller Unmittelbarkeit in ihren Werken, die im besten Sinne Dramen von geradezu antik anmutender Kraft sind. Dass sie unter schweren Depressionen und psychotischen Zuständen litt, machte die Engländerin selbst öffentlich und thematisierte es in ihrem letzten Stück »4.48 Psychose« in der ihr eigenen schonungslosen Darstellungsweise. 4.48 benennt die Uhrzeit, zu der sie morgens oft aufwachte und Augenblicke größter Klarheit erlebte. Sarah Kane beging im Februar 1999 Selbstmord, das Stück wurde posthum uraufgeführt und erlaubt einen tiefen Einblick in die Zerrissenheit, Einsamkeit, aber auch die Hoffnungen und Sehnsüchte seiner Protagonistin.

Der junge englische Komponist Philip Venables (*1979) hat dieses Stück als Vorlage für seine erste abendfüllende Oper gewählt, die 2016 im Royal Opera House in Covent Garden in London mit großem Erfolg uraufgeführt wurde. Venables schafft eine eigenständige Erzählung, die mit musikalischer Raffinesse und klanglichem Erfindungsreichtum die Vorlage eindringlich weitererzählt.

Philip Venables erhielt für seine Oper den British Composer Award 2017,den wichtigsten britischen Kompositionspreis, sowie den Award der Royal Philharmonic Society in der Kategorie Large Scale Composition und wurde für den Laurence Olivier Award nominiert. Für die Semperoper erarbeitet Philip Venables auf Grundlage der Übersetzung des Dresdner Dichters und Essayisten Durs Grünbein eine deutsche Fassung seiner Oper.

Musikalische Leitung: Max Renne
Inszenierung: Tobias Heyder
Bühnenbild und Kostüme: Stephan von Wedel
Licht: Marco Dietzel
Dramaturgie: Juliane Schunke

In deutscher Sprache
Oper

Die verkaufte Braut

Bedřich Smetana

Komische Oper in drei Akten Libretto von Karel Sabina

Marie liebt Hans – Hans liebt Marie. Hans ist ein Fremder in der Stadt, doch das Herz von Marie hat er im Sturm erobert. Da gibt es nur ein Problem: Marie soll Wenzel, den Sohn des Grundbesitzers Micha, heiraten und damit eine alte Schuld begleichen. Der Heiratsvermittler Kezal bietet Hans sogar Geld an, wenn er auf Marie verzichtet – was Hans überraschenderweise annimmt. Schriftlich lässt er Kezal bestätigen, dass nur der Sohn des Micha Marie heiraten dürfe. Was keiner weiß: Außer Wenzel hat der alte Micha noch einen zweiten Sohn: Hans.

Eine tschechische Nationaloper in Form der beliebten Spieloper im leichten Konversationston mit viel volkstümlichem Witz, einprägsamen Charakteren, farbenreichem Chorgesang und rasanten Volkstänzen wollte Bedřich Smetana seinen Landsleuten bescheren und damit gleichzeitig seine Kritiker zum Verstummen bringen, die ihm mangelnde Originalität und Wagnerianertum vorwarfen. In der zweiten Fassung von 1870 setzte die »Braut« dann auch zum europaweiten Siegeszug an. In ihrer ersten Arbeit an der Semperoper legt die international erfolgreiche französische Regisseurin Mariame Clément mit feinem Gespür für die Unberechenbarkeit menschlichen Handelns, der Poesie der Liebesgeschichte und scharfem Skalpell nach und nach die Schichten dieses so heiter anmutenden Volksstückes mit bitterbösem Inhalt frei. Als Hans ist in seiner ersten Neuproduktion an der Semperoper der slowakische Tenor Pavol Breslik zu erleben und am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden steht der tschechische Dirigent Tomáš Netopil, der in Dresden 2017 die Neuproduktion »Doktor Faust« dirigierte.

Musikalische Leitung: Tomáš Netopil
Inszenierung: Mariame Clément
Bühnenbild & Kostüme: Julia Hansen
Mitarbeit Bühnenbild: Isabelle Girard Donnat
Lightdesign: Fabio Antoci
Choreografie: Mathieu Guilhaumon
Chor: Cornelius Volke
Dramaturgie: Juliane Schunke

In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Ballett

Ballett: COW

Ein Ballett von Alexander Ekman

Musik von Mikael Karlsson

Der spätestens seit »Cacti« innerhalb des dreiteiligen Ballettabends »Nordic Lights« bekannte Bilderstürmer Alexander Ekman sorgt erneut für frischen Wind in der Ballettlandschaft: Das Enfant terrible der nordischen Tanzwelt wird Bestehendes für Dresden neu hinterfragen, installativ tätig sein und eine Uraufführung kreieren. Ob eine mit Wasser überflutete »Schwanensee«-Bühne oder das mit Heu gefüllte Stockholmer Opernhaus, mit seiner großen Bandbreite an verrückten Werken holt Ekman stets sein Publikum ab: überraschung, Timing und reine Freude am Tanz sind nur drei Zutaten seiner choreografi- schen Rezeptur. Selbstverständnis war gestern; so hinterfragt Ekman gerne mal: »Wann brauchen wir Ballett? Brauchen wir es überhaupt?« – radikal befreiend wie nordisch-kühle Luft.

Choreografie, Bühnenbild und Lichtdesign: Alexander Ekman
Musik: Mikael Karlsson
Kostüme: Henrik Vibskov
Licht: Supervisor Fabio Antoci
Dramaturgie: Valeska Stern
Oper

Giulio Cesare in Egitto / Julius Cäsar in Ägypten

Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel

Ein wahres Feuerwerk der Musik brennt Georg Friedrich Händel in seiner Erfolgsoper ab, in der Liebe, Leidenschaft, Intrige, Verrat und Mord das Rad der Geschichte rasant am Laufen halten. Verhandelt wird nicht weniger als das Geschick von zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten der Antike – Cäsar und Cleopatra. Auf Cäsars Feldzug in Ägypten gegen Tolomeo wittert dessen Schwester Cleopatra die Chance, selbst an die Macht zu gelangen und erscheint bei dem römischen Feldherrn, der sich in die Schöne verliebt. Doch so rasch gibt der skrupellose Tolomeo nicht auf. Zunächst müssen also Heldentaten begangen und Konkurrenten aus dem Weg geräumt werden, bis sich das prominente Liebespaar gemeinsam feiern lassen kann.

Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi
Inszenierung: Jens-Daniel Herzog
Bühnenbild und Kostüme: Mathis Neidhardt
Licht: Stefan Bolliger
Choreografie: Ramses Sigl
Chor: Cornelius Volke
Dramaturgie: Stefan Ulrich

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Ballett

Ballett: Schwanensee

Choreografie von Aaron S. Watkin nach Marius Petipa & Lew Iwanow

Ballett in zwei Akten

Während Prinz Siegfried seine Volljährigkeit feiert, eröffnet ihm seine Mutter, die Fürstin, dass er sich auf dem morgigen königlichen Ball eine Braut aussuchen müsse. Nach den Feierlichkeiten begeben sich der junge Prinz und sein bester Freund Benno auf Jagd und entdecken dabei einen verwunschenen See. Dort erleben sie, wie sich ein Schwarm Schwäne in wunderschöne Jungfern verwandelt. Eine von ihnen zieht Siegfried besonders in ihren Bann und erzählt ihm, sie sei Odette, die Schwanenkönigin. Sie und die anderen Jungfern seien durch einen schrecklichen Fluch dem bösen Zauberer Baron von Rotbart unterworfen, der sie in Schwäne verwandelt habe. Sie berichtet ihm, dass ihre Großmutter, eine gute Fee, so viele bittere Tränen geweint habe, dass dieser See daraus entstanden sei. Sie habe außerdem den Fluch gemildert, indem sie den Jungfern ermöglichte, sich jeden Abend zurück in Menschen zu verwandeln, damit sie nur am Tag als Schwäne leben müssten. Odette fügt hinzu, dass nur die wahre Liebe eines Mannes den Bann brechen kann, doch wenn die Liebe nicht echt ist, wird Odette bis ans Ende ihrer Tage dazu verdammt, als Schwan zu leben. Siegfried ist zutiefst berührt und nach der gemeinsamen Nacht mit Odette so sehr liebestrunken, dass er Odette seine ewige Liebe schwört, bevor er wieder aufbricht. Auf dem Ball am folgenden Abend erscheint Baron von Rotbart mit seiner Tochter Odile, die Odette so sehr gleicht, dass Siegfried sich völlig von Odiles bestechendem Zauber verleiten lässt und ihr verspricht, sie zu heiraten. Voller Kummer und Sorge erkennt Siegfried, dass er überlistet wurde und eilt zurück zum See, um Odette zu finden und ihr alles zu erklären. Odette vergibt Siegfried und will ihrem Leben eher ein Ende setzen, als ihr Schicksal anzunehmen. Siegfried beschließt, an ihrer Seite zu sterben. Die Großmutter fordert die beiden dazu auf, in ihren See einzutreten, der nun nicht mehr ein Ort der Tränen und Trauer, sondern zu einem Zufluchtsort der Freude und Freiheit geworden ist. Der See tritt über seine Ufer und nimmt Odette und Siegfried in sich auf, welche auf ewig und in Liebe miteinander vereint sind.

Handlung & Choreografie nach Marius Petipa & Lew Iwanow Aaron S. Watkin
Handlung & Mise en scène: Francine Watson Coleman
Musik: Pjotr I. Tschaikowsky
Bühnenbild: Arne Walther
Kostüme: Erik Västhed
Licht: Wieland Müller-Haslinger
Projektionen: Bastian Trieb
Dramaturgie: Michaela Angelopoulos
Musikalische Leitung: David Coleman

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Semperoper

Gesamtdauer 2 Stunden 30 Minuten
Oper

Trouble in Tahiti

Leonard Bernstein

In ihrem schönen weißen Häuschen führen Sam und Dinah das Leben einer Vorzeigefamilie: der Vater erfolgreicher Geschäftsmann, die Mutter eine umsichtige Hausfrau, der Sohn musisch begabt – ein Bild wie aus der Fernsehwerbung, untermalt von den swingenden Rhythmen eines Jazz-Trios, das das Leben und Lieben in der Vorstadt preist. Doch hinter der paradiesischen Kulisse haben sich Sam und Dinah nichts mehr zu sagen. Er flüchtet vor ihr in den Job und zu seinem Handballverein, sie liegt beim Psychologen auf der Couch und sieht sich die Südseeschnulze »Trouble in Tahiti« an – allein. Das angekündigte ernsthafte Gespräch am Abend läuft ins Nichts, stattdessen füllt das Paar bei einem gemeinsamen Kinobesuch die leeren Stunden aus: noch einmal »Trouble in Tahiti«.

Der Komponist der »West Side Story« unternahm mit dem Einakter »Trouble in Tahiti« seinen ersten Schritt hin zu einer originär amerikanischen Oper, die zwar noch in der Musical Comedy des Broadway verwurzelt ist, aber in ihrer musikalischen Komplexität darüber hinausgeht und sich vielmehr an der Zeitoper Kurt Weills orientiert. 1952 uraufgeführt, wirft »Trouble in Tahiti« einen so satirischen wie sezierenden Blick auf den Alltag einer amerikanischen Durchschnittsfamilie, die auch im 21. Jahrhundert und jenseits des »Großen Teichs« ihre Ebenbilder findet.

Musikalische Leitung: Franz Brochhagen
Inszenierung: Manfred Weiß
Bühnenbild & Kostüme: Timo Dentler, Okarina Peter
Choreografie: Natalie Holtom
Licht: Marco Dietzel
Dramaturgie: Anne Gerber
Oper

Tosca

Oper in drei Akten von Giacomo Puccini

»Vissi d’arte«. Nur für die Kunst lebte die gefeierte Sängerin Tosca, bis politische Intrigen schlagartig in das Leben der Künstlerin und ihres Geliebten, des Malers Cavaradossi, einbrechen: Als dieser den politischen Flüchtling Angelotti versteckt, gerät er ins Visier des skrupellosen Polizeichefs Scarpia, der längst ein Auge auf Tosca geworfen hat. Um den Geliebten zu retten, muss Tosca nicht nur Angelotti verraten, sondern soll sich auch Scarpia hingeben … In wenigen Opern sind politische Willkür und persönliche Leidenschaften so eng miteinander verwoben und liegen so grausam offen wie in Puccinis packendem Stück über Liebe, Ehre, Verrat, Macht und Eifersucht. Nach seinem Welterfolg »La bohème« steigert der Komponist hier seinen Ansatz der Leitmotivtechnik und kreiert auf diese Weise eine themenreiche Partitur, die an Dichte, Emotionalität und Kunstfertigkeit nichts missen lässt. Nicht umsonst gilt die »Primadonnen-Oper« deshalb bis heute als eines der Lieblingswerke des Kernrepertoires: Hier geben sich vielschichtig gezeichnete Charaktere, mitreißende Musik und kunstvolle Verzahnung von Politik und Emotion die Hand. Unter der Leitung von Ernst von Schuch kam »Tosca« 1902 an der Semperoper zur deutschen Erstaufführung – und steht seitdem überaus erfolgreich auf dem Dresdner Spielplan.

Musikalische Leitung: Ivan Repušić
Inszenierung: Johannes Schaaf
Bühnenbild: Christof Cremer
Kostüme: Petra Reinhardt
Licht: Guido Petzold
Chor: Jörn Hinnerk Andresen
Dramaturgie: Ilsedore Reinsberg

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Il barbiere di Siviglia

Komische Oper in zwei Akten von Gioacchino Rossini

Graf Almaviva liebt Rosina und versucht, sich ihr als Student getarnt zu nähern. Dabei muss er allerdings einen Weg vorbei an Bartolo finden, dem geizigen Vormund Rosinas, der ebenfalls beabsichtigt, sein Mündel zu heiraten. Hier schafft der Barbier Figaro Abhilfe, der durch sein plauderndes Friseurgemüt ausreichend Chaos stiftet, um eine heimliche Heirat Almavivas und Rosinas zu ermöglichen. Doch so leicht gibt Bartolo nicht auf … Rossinis unsterblicher »Il barbiere di Siviglia« basiert auf dem ersten Teil der Beaumarchais-Trilogie und erzählt somit die Vorgeschichte der von Mozart vertonten Fortsetzung »Le nozze di Figaro«. Noch unter dem Schleier der Intrigenkomödie lässt Beaumarchais hier seine eigene Kritik an dem überkommenen Ancièn Regime einfließen: Figaro, dessen Name sich von »fils Caron« ableitet und damit Pierre Augustin Caron de Beaumarchais selbst umschreibt, wird in seiner Aufmüpfigkeit und seinem Witz zum Alter Ego des Dramatikers. In Rossinis Vertonung erhält der Barbier darüber hinaus eine sprudelnde Musikalität, deren Sog sich kein Zuhörer entziehen kann. Mit einer beeindruckenden Auftrittsarie von ungewohnter Höhe und astronomischer Geschwindigkeit führt er in die Maskerade ein, aus deren komödiantischen Ränken er das Publikum bis zum Ende nicht mehr entlässt: »Bravo, Figaro!«

Musikalische Leitung: Alessandro De Marchi
Inszenierung: Grischa Asagaroff
Bühnenbild und Kostüme: Luigi Perego
Licht: Fabio Antoci
Chor: Cornelius Volke
Dramaturgie: Stefan Ulrich

Herren des Sächsischen Staatsopernchores
Sächsische Staatskapelle Dresden

Gesamtdauer: ca. 3 Stunden
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Kinderprogramm

Ballett: Gestatten, Monsieur Petipa!

Eine Einführung in die Welt des Balletts

Einmal hautnah eine Ballettprobe miterleben, heimlich den Tänzern des Semperoper Ballett bei der Arbeit zuschauen – Monsieur Petipa macht’s möglich! Warum können Tänzer so hoch springen, und wie funktioniert ein Spitzenschuh? Monsieur Petipa kennt die Antwort! Doch wer ist dieser seltsame Monsieur, woher kommt er, und warum kennt er sich so gut mit Ballett aus? Mit »Gestatten, Monsieur Petipa!« soll Schülern der 1. bis 4. Klasse anspruchsvollspielerisch in der besonderen Atmosphäre des Ballettsaals der weite Weg vom klassischen Trainingsalltag bis hin zur Aufführung in Kostüm und Maske nahe gebracht werden. Also dann – »Entrez!«

Anmeldung carola.schwab@semperoper.de
Ort Kleiner Ballettsaal. Begrenzte Platzkapazität!

Treffpunkt Bühneneingang Semperoper, 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn
Oper

Carmen

Oper in vier Akten von Georges Bizet

In der brütenden Hitze Spaniens gären Leidenschaften, zerrinnt die Liebe wie Sand zwischen den Fingern und sickert blutig in den Staub Sevillas: Kompromisslos lebt Carmen nur den Moment, frei wie ein Vogel im Wind soll ihre Liebe sein. Für den Soldaten Don José wird das Verlangen nach der verführerischen Unbeständigen zum Verhängnis, als der virile Torero Escamillo die bröckelnde Beziehung der beiden stört. Während sich Carmen bereits rückhaltlos dem charismatischen Stierkämpfer zuwendet, versucht José immer verbissener, am Leben zu halten, was längst nicht mehr existiert. Der finale Todesstoß trifft nicht nur den Stier in der Arena. Mit »Carmen« schuf Bizet mehr als einen neuen Typus der Oper, der das leichte mit dem seriösen Genre verband. Seit Carmen ihre Habanera singt, Escamillo sein Couplet schmettert und die Quadrille in die Arena einzieht, gilt das Werk zudem als Inbegriff des romantisierten spanischen Wesens – und kombiniert südländisches Temperament mit einer erfrischenden französischen Leichtigkeit. Carmen selbst, zur Uraufführung noch als »amoralische« Frau vom Publikum verachtet, gehört zu den vielschichtigsten und spannendsten Frauengestalten der Operngeschichte. In ihrer Lebensgier, ihrem Freiheitsdrang und ihrer erotischen Anziehungskraft verkörpert sie die faszinierende Welt der Sinnlichkeit und Unabhängigkeit.

Musikalische Leitung: Antonino Fogliani
Inszenierung: Axel Köhler
Bühnenbild: Arne Walther
Kostüme: Henrike Bromber
Licht: Fabio Antoci
Choreografie: Katrin Wolfram
Chor: Cornelius Volke
Dramaturgie: Anne Gerber, Nora Schmid

In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Die Zauberflöte

Deutsche Oper in zwei Aufzügen
von Wolfgang Amadeus Mozart

Tamino soll im Auftrag der Königin der Nacht deren Tochter Pamina befreien. Diese ist von Sarastro entführt worden; ein böser Zauberer, wie es scheint. Verliebt in das ihm nur durch ein Bildnis bekannte Mädchen, macht Tamino sich auf den Weg. Es stellt sich heraus, dass Sarastro weniger böse denn weise ist und zudem voraussagt, dass Pamina und Tamino für­einander bestimmt sind. Bevor jedoch der Held in den Tempel der Weisheit aufgenommen und das Paar zu wahrhaft liebenden Menschen werden kann, müssen noch eine Reihe von Prüfungen bestanden werden. Diese legt Tamino mit seinem Begleiter ab, Papageno, dem zwar die Braut Papagena, nicht jedoch schließlich wie Pamina und Tamino die allerhöchsten Weihen vergönnt sind: die Aufnahme in den Kreis der Eingeweihten. Ein Märchen vom Sieg der Liebe über alles, was uns Menschen voneinander trennt.

Musikalische Leitung: Nikolaj Znaider
Inszenierung, Bühnenbild & Kostüme: Achim Freyer
Licht: Gerd Budschigk
Chor: Cornelius Volke
Dramaturgie: Klaus-Peter Kehr

Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden

Gesamtdauer ca. 3 Stunden
Oper

La bohème

Oper von Giacomo Puccini

Szenen aus "La vie de Bohème" (Henri Murger) von Giacomo Puccini in vier Bildern.

Die Pariser Bohème spiegelt den Traum von Freiheit, Unabhängigkeit und Kunst – doch das Leben von Rodolfo und seinen Freunden sieht anders aus: Es ist kalt in ihrer Mansarde und noch nicht einmal Feuer gibt es für die Kerze der hübschen Nachbarin Mimì. Sie bringt Wärme in die Tristesse und entfacht Rodolfos Liebe. Aber ihre Beziehung ist von der Krankheit Mimìs überschattet. Zwischen dem finanziellen Auf und Ab der Bohémien-WG kommen sich die beiden näher, entfremden sich wieder und finden sich schließlich erst, als es schon zu spät ist. Die wohl bekannteste Oper Puccinis bot zur Zeit ihrer Entstehung durch die intime Szenerie und das alltägliche Sujet ein Novum in der italienischen Oper – heute gehört sie zu den beliebtesten Werken des Repertoires.

Musikalische Leitung: Speranza Scappucci
Inszenierung nach Christine Mielitz
Bühnenbild & Kostüme: Peter Heilein
Licht: Friedewalt Degen
Chor: Cornelius Volke
Dramaturgie: Matthias Rank

Gesamtdauer 2 Stunden, 25 Minuten
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Der Rosenkavalier

Komödie für Musik in drei Aufzügen von Hugo von Hofmannsthal

Musik von Richard Strauss

In der Liebe zu dem jüngeren Octavian findet die verheiratete Feldmarschallin ihre Jugend wieder. Doch schmerzlich erkennt sie, dass der Lauf der Zeit nicht aufzuhalten ist. Als Octa­vian als Brautwerber für den Mitgiftjäger Ochs auf Lerchenau die Silberne Rose überbringen soll, geschieht das Unaufhaltsame: Brautwerber und Braut verlieben sich. Mit einer komödian­tischen Maskerade schaltet Octavian seinen Auftraggeber aus. Die Feldmarschallin erscheint, um den entstandenen Trubel aufzulösen – und sie gibt Octavian frei: »Hab mir’s gelobt, ihn lieb zu haben in der richtigen Weis’.«

Musikalische Leitung: Omer Meir Wellber
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühnenbild: Christoph Schubiger
Kostüme: Jessica Karge
Chor: Omer Meir Wellber
Dramaturgie: Hans-Georg Wegner

Gesamtdauer 4 Stunden 35 Minuten
Aufführungen / Festival Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Theater Societaetstheater Dresden Dresden, An der Dreikönigskirche 1a
Aufführungen / Theater Kleines Haus Dresden Dresden, Glacisstraße 28
Aufführungen / Theater Theaterkahn Dresdner Brettl Dresden, Terrassenufer an der Augustusbrücke
Aufführungen / Kabarett Die Herkuleskeule Dresden Dresden, Schloßstraße 2
Aufführungen / Theater Volksbühne Chemnitz Chemnitz, Käthe-Kollwitz-Str. 7
Aufführungen / Cabaret Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstraße 13
Sa, 23.3.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstraße 13
Do, 28.3.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstraße 13
Fr, 29.3.2019, 20:00 Uhr
Aufführungen / Tanz TENZA-Schmiede Dresden Dresden, Pfotenhauer Str. 59
Aufführungen / Theater tjg. Theater Junge Generation Dresden Dresden, Meißner Landstraße 4
Aufführungen / Aufführung die bühne Dresden, Teplitzer Straße 26
Aufführungen / Theater Dresdner Comedy & Theater Club Dresden, Hauptstr. 13
Aufführungen / Operette Staatsoperette Dresden Dresden, Pirnaer Landstraße 131
Aufführungen / Theater Boulevardtheater Dresden Dresden, Maternistr. 17
Aufführungen / Aufführung JugendKunstschule Dresden, Bautzner Str. 130
Aufführungen / Kabarett Chemnitzer Kabarett e.V. Chemnitz, An der Markthalle 1-3
Aufführungen / Tanz Dance Art Dresden Dresden, Enderstraße 59, Haus B, 2. OG
Aufführungen / Theater Theater Plauen-Zwickau Zwickau, Gewandhausstr. 7
Aufführungen / Theater Landesbühnen Sachsen Radebeul, Meißner Straße 152
Aufführungen / Theater projekttheater dresden e.V. kulturschutzgebiet Dresden, Louisenstr. 47
Aufführungen / Theater Internationales Wandertheaterfestival Radebeul, Altkötzschenbroda
Aufführungen / Tanz Palucca Schule Dresden Dresden, Basteiplatz 4
Aufführungen / Theater Eclectic Theatre e.V. Dresden, Tieckstr. 11
Aufführungen / Kabarett Breschke & Schuch Dresden, Wettiner Platz 10
Aufführungen / Aufführung Robert-Schumann-Haus Zwickau Zwickau, Hauptmarkt 5
Aufführungen / Theater MusenKinder e.V. Dresden Dresden, Rudolf-Leonhard-Str. 24
Aufführungen / Kabarett Kabarett Sachsenmeyer Chemnitz Chemnitz, An der Markthalle 8
Aufführungen / Theater TheaterRuine St. Pauli e.V. Dresden, Königsbrücker Platz
Aufführungen / Theater Hoppes Hoftheater Dresden Dresden, Hauptstraße 35
Aufführungen / Konzert Studentenclub Bärenzwinger Dresden Dresden, Brühlscher Garten 1
Aufführungen / Theater Comödie Dresden Dresden, Freiberger Str. 39
Aufführungen / Konzert Kulturbahnhof Radeburg Radeburg, Bahnhofstr.5

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