SEMPEROPER DRESDEN

Spielzeit 2011/2012

Lulu

Oper in drei Akten
von Alban Berg

Premiere: 04. Februar 2012

»Sie ward geschaffen, Unheil anzustiften, zu locken, zu verführen, zu vergiften und zu mor­den, ohne dass es einer spürt.« Es ist der Tierbändiger, der mit diesen Worten die »Schlan­ge« präsentiert, uns in die Welt als Lebens-Zirkus ent- und zugleich der »Urgestalt des Wei­bes« zuführt – Lulu! Umgeben von einer animalisch-verführerischen Aura, erscheint dieser männermordende Vamp als der Inbegriff der Femme fatale. Ist aber Lulu nicht die perfekte Projektionsfläche aller, die an der eigenen Doppelmoral und Ohnmacht zugrunde gehen? Die »Alleszerstörerin« (Karl Kraus) verankert sich im Sowohl-als-auch: »Ich habe nie in der Welt etwas anderes scheinen wollen, als wofür man mich genommen hat; und man hat mich nie in der Welt für etwas anderes genommen, als was ich bin.«
Alban Berg erarbeitete aus Frank Wedekinds Tragödien »Der Erdgeist« und »Die Büchse der Pandora« das Libretto zu seiner dreiaktigen Oper »Lulu«, der er eine Zwölftonreihe zugrunde legte. Mit Bergs Tod im Jahre 1935 blieb das Meisterwerk allerdings unvollendet. Der »Torso«-Uraufführung in Zürich 1937 folgte erst 1979 in Paris die von Friedrich Cerha kom­plettierte Fassung des dritten Aktes. Anhand der neuen, verdichteten Ausgabe des dritten Aktes von Eberhard Kloke führt Stefan Herheim in seiner Inszenierung für Dresden das Ende der Lulu auf raffinierte Weise herbei.

Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Inszenierung: Stefan Herheim
Szenische Einstudierung: Annette Weber
Bühnenbild: Heike Scheele
Kostüme: Gesine Völlm
Licht: Stefan Herheim, Fabio Antoci
Dramaturgie: Alexander Meier-Dörzenbach

In deutscher Sprache mit Übertiteln

Termine:

Sa, 4.2.2012, 18:00 | Premiere | Tickets online |
Di, 7.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 10.2.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 25.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Mi, 28.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Di, 19.6.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 22.6.2012, 19:30 | Tickets online |

Ein William Forsythe Ballettabend

Premiere: 25. Februar 2012

Die sogenannten »klassischen« Choreografien von William Forsythe bilden einen bedeuten­den Schwerpunkt im Repertoire des Semperoper Ballett. In der Spielzeit 2011/12 wird ein ganzer Abend diesem wohl innovativsten lebenden Choreografen gewidmet. »Enemy in the Figure« (Wiederaufnahme), bildmächtig beleuchtet von nur einem einzigen mobilen Schein­werfer, gehört zu den optisch eindruckvollsten Arbeiten des Choreografen. Die langjährige Auseinandersetzung Forsythes mit dem Thema »Wahrnehmung« dokumentiert »Artifact Suite« (Wiederaufnahme) zu den Klängen von Johann Sebastian Bachs »Chaconne« aus der d-Moll Partita für Violine Solo – in der er als prägendes Element wiederholt den Bühnenvor­hang niedersausen und so die Protagonisten (zwei Paare mit hochvirtuosen neoklassischen Variationen sowie das Corps de Ballet) vor dem inneren Auge des Zuschauers weitertanzen lässt. Höhepunkt der Hommage werden zwei Pas de deux sein, »Slingerland« Pas de deux und »Fünf Duos« (Arbeitstitel), eine Suite aus Pas de deux aus mehreren Werken.

Artifact Suite
Choreografie, Bühne, Kostüme & Licht: William Forsythe
Musik: Eva Crossman-Hecht, Johann Sebastian Bach
Einstudierung: Laura Graham, Aaron S. Watkin, Agnes Noltenius

Fünf Duos (Arbeitstitel) (Premiere): Eine Suite aus Pas de deux aus den Werken »Invisible Film«, »Quartett«, »New Sleep« (Uraufführung), »Kammer Kammer«
Choreografie, Bühne, Licht: William Forsythe
Kostüme: William Forsythe, Stephen Galloway (Invisible Film)

Slingerland Pas de Deux
Choreografie, Bühne, Kostüme & Licht: William Forsythe
Musik: Gavin Bryars
Einstudierung: Stefanie Arndt

Enemy in the Figure
Choreografie, Bühne, Kostüme & Licht: William Forsythe
Musik: Thom Willems
Einstudierung: Ana Catalina Roman

Semperoper Ballett
Musik vom Tonträger

Termine:

Sa, 25.2.2012, 20:00 | Premiere |
Fr, 2.3.2012, 19:00 |
Sa, 10.3.2012, 19:00 |
Fr, 16.3.2012, 19:00 |
Sa, 12.5.2012, 16:00 |
Fr, 18.5.2012, 19:00 |

Die Prinzessin auf der Erbse

Musikmärchen in einem Aufzug
von Ernst Toch nach Hans-Christian Andersen

Premiere: 26. Februar 2012

König und Königin sind schon alt, und der Prinz ist immer noch ohne Braut. Da taucht in einer Gewitternacht ein Mädchen in regennassen und verschmutzten Kleidern auf und be­hauptet, eine Prinzessin zu sein. Der Prinz verliebt sich sofort – doch wenn die Fremde nun keine Prinzessin ist? Man muss sie auf die Probe stellen, und wie ginge dies besser, als eine Erbse zwischen die Matratzen ihres Bettes zu legen. Eine echte Prinzessin würde das natür­lich spüren …
Der Komponist Ernst Toch erhielt 1927 den Auftrag, eine Kurzoper für die Deutschen Kam­mermusiktage Baden-Baden zu schreiben, die damals das Zentrum zeitgenössischer Musik waren. Allein, es fehlte an einer zündenden Idee für das Libretto. Der Legende nach griff Benno Elkan, ein mit Toch befreundeter Bildhauer, wahllos ins Bücherregal und erwischte einen Band mit Märchen von Hans-Christian Andersen. Durch diesen Zufall entstand eine der musikalisch interessantesten Märchenopern des 20. Jahrhunderts, mit dem von Elkan ver­fassten Libretto, das mit expressionistisch-markantem Text und scharfsinnigem Witz ein an­spruchsvolles Vergnügen für Jung und Alt ist. Uraufgeführt wurde das Werk 1927, im glei­chen Jahr wie Paul Hindemiths »Hin und zurück«, Darius Milhauds »Entführung der Euro­pa« sowie Kurt Weills/Bertolt Brechts »Mahagonny«.

Musikalische Leitung: Ekkehard Klemm
Inszenierung: Manfred Weiß
Bühnenbild & Kostüme: Okarina Peter, Timo Dentler
Licht: Jens Klotzsche
Dramaturgie: Anne Gerber

In deut­scher Sprache. Ab 6 Jahren.

Ort:

Deutsches Hygiene-Museum Dresden

Termine:

So, 26.2.2012, 16:00 | Premiere |
Di, 28.2.2012, 11:00 |
Mi, 29.2.2012, 11:00 |
Do, 1.3.2012, 11:00 |
Fr, 2.3.2012, 11:00 |
Sa, 3.3.2012, 16:00 |
So, 4.3.2012, 16:00 |

La Dirindina

Farsetta per musica
von Giovanni Battista Martini

Premiere: 04. März 2012

Es ist ein Kreuz mit den Gesangsschülerinnen: Sie sind faul, denken, dass sie wer weiß wer sind und treiben mit ihrer Unbegabtheit sämtliche Lehrer zur Weißglut. Don Carissimo kann ein Lied davon singen: Er verzweifelt an seiner Schülerin Dirindina, die neben ihren Singversuchen eine ganz andere Grille im Kopf hat: Liscione. Der, so raffiniert wie kastriert, lockt die Diva in spe mit einem Engagement in Mailand fort vom eifersüchtigen Don Carissimo (ja, auch das noch!) in seine kunstfertigen Arme: Er setzt eine Probe an, um ihr fehlendes Talent durch ande­re Fertigkeiten zu kompensieren. Schon taucht Don Carissomo auf, denn ohne ihn läuft ja doch nichts. Doch was er heimlich belauscht, schlägt dem Fass den Boden aus. Nur vom Auftritt in Mailand ist nicht mehr die Rede …
Giovanni Battista Martini, Komponist, Musiktheoretiker, Mozarts Lehrer und Padre, legte mit seiner »La Dirindina« im Jahre 1737 ein an musikalischen und inhaltlichen Scherzen reich ge­spicktes Werkchen vor. Das Libretto von Girolamo Gigli war bereits zuvor von Domenico Scar­latti als ein zwischen den Akten einer opera seria zu spielendes Intermezzo vertont worden. Die Forderung nach dessen Absetzung ob seiner Schlüpfrigkeit war auch bis zu Padre Martinis Ohren gedrungen und der, davon offenbar gekitzelt, komponierte daraus seine frischfreche »far­setta«.

Musikalische Leitung: Felice Venanzoni
Inszenierung: Alexander Brendel
Bühnenbild: Arne Walther
Kostüme: Frauke Schernau
Licht: Fabio Antoci
Dramaturgie: Stefan Ulrich

Termine:

So, 4.3.2012, 11:00 | Premiere | Tickets online |
So, 18.3.2012, 11:00 | Tickets online |
So, 1.4.2012, 11:00 | Tickets online |
So, 8.4.2012, 11:00 | Tickets online |
So, 17.6.2012, 11:00 | Tickets online |
So, 24.6.2012, 11:00 | Tickets online |

Schwanda, der Dudelsackpfeifer

(Švanda dudák)
Volksoper in zwei Akten
von Jaromír Weinberger

Premiere: 24. März 2012

»Ein Musikus ist überall beliebt.« – Bereits eine Woche nach der Hochzeit mit Dorotka lässt sich Švanda von Babinský fort in die weite Welt locken. Da hilft auch Dorotkas unerschütterli­cher Glaube an die Kraft der Ehe nichts. Im Palast der Eiskönigin erweckt Švanda mit seinem Dudelsack die Lebensgeister und bringt die Herzen zum Schmelzen. König soll er nun werden, ein leidenschaftlicher Kuss besiegelt den Pakt. Aber schon ist auf magische Weise Dorotka zur Stelle und prangert den Treulosen an, der alles leugnet und direkt zur Hölle fährt. Babinský räu­bert sich inzwischen durchs Leben. Doch er hilft, wenn Not am Mann ist. In einer Höllengrotes­ke trickst er den Teufel höchstpersönlich aus und rettet Švandas Seele. Und die Moral der Ge­schichte? Egal, wie viel Ruhm man fern der Heimat mit seiner Kunst auch erwerben mag: Das traute Heim ist das wahre Glück … Oder?
Mit diesem Märchen über menschliche Stärken und Schwächen gelang dem Prager Komponis­ten Jaromír Weinberger 1927 ein Sensationserfolg. Land auf, Land ab erklang sein musikali­sches Kaleidoskop aus schlagkräftigen Tanzrhythmen, Volkliedern und großen sinfonischen Zwi­schenspielen. Das Libretto von Miloš Kareš wurde in 17 Sprachen übersetzt. Doch diesem ko­metenhaften Aufstieg wussten politische Kräfte in Europa ein rasches Ende zu bereiten. 1938 floh Weinberger als verfolgter Jude über Frankreich in die USA.

Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Axel Köhler
Bühnenbild: Arne Walther
Kostüme: Henrike Bromber
Choreografie: Gaetano Posterino
Licht: Fabio Antoci
Chor: Christof Bauer
Dramaturgie: Nora Schmid

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine:

Sa, 24.3.2012, 18:00 | Premiere | Tickets online |
Di, 27.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 30.3.2012, 19:00 | Tickets online |

Il Trovatore

Oper in vier Akten
von Giuseppe Verdi

Etwa zwanzig Jahre nach dem Verschwinden des jüngsten Sohnes des Grafen Luna, der von der Tochter einer als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannten Zigeunerin entführt und anscheinend getötet worden ist, treffen zwei Männer aufeinander: der junge Graf Luna und der Troubadour Manrico, Sohn der Zigeunerin Azucena. Sie stehen in einem Bürgerkrieg auf verschiedenen Seiten und lieben die gleiche Frau, Leonora. Als Azucena auf dem Schlachtfeld von Luna aufgegriffen wird, beschließt er den Tod der als Mörderin seines Bruders identifizierten Frau und Mutter seines Feindes Manrico. Der will sie befreien und gerät selbst in Lunas Hand. Leonora bietet sich Luna im Austausch gegen die Freilassung Manricos an und bringt sich um. Luna richtet Manrico. Azucena sagt ihm, dass dieser sein Bruder gewesen sei. Ihre Mutter ist gerächt.

Inszenierung: Michael Hampe
Bühnenbild und Kostüme: Carlo Tommasi
Licht: Jan Seeger
Chor: Pablo Assante
Dramaturgie: Ilsedore Reinsberg

Gesamtdauer 2 Stunden, 30 Minuten
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine:

Sa, 18.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Di, 21.2.2012, 19:00 | Tickets online |

Un ballo in maschera

Melodramma in drei Akten
von Giuseppe Verdi

Mit der Demaskierung offenbart sich die Katastrophe – ein Mord geschieht auf einem Fest vor den Augen aller, die sich scheinbar sicher auf dem spiegelglatten Gesellschaftsparkett be­wegen; jeder perfekt in seiner Rolle als Teil eines räderwerkartigen Systems. Dieses kolla­biert, als das Getriebe ins Stocken gerät, hervorgerufen durch menschliche Regungen abseits eingeschliffener Bahnen: Der Herrscher Riccardo begehrt heimlich Amelia, die Frau seines Vertrauten Renato. Eine Warnung der Wahrsagerin Ulrica läuft ins Leere, da sie der Ange­sprochene, Riccardo, missachtet. Verschwörer planen ein Attentat auf den Herrscher und ge­winnen Renato für sich …
Fehldeutungen, Unausgesprochenes und Verstellungen, kurz: Maskierungen bestimmen das Spiel der in ihrer Kommunikation gescheiterten Figuren, aus deren Mitte heraus der Mord am Herrscher zum symbolischen Exodus eines ganzen Systems wird.
Verdis »Un ballo in maschera« verbreitete sich nach erfolgreicher Premiere in Rom im Jahre 1859 schnell auch im Ausland. Verdi hatte sich dem Diktat der Zensur beugen und seine Oper über die Ermordung des schwedischen Königs Gustav III. im Jahre 1792 durch politi­sche Widersacher auf einem Maskenball in Stockholm lokal, personell und inhaltlich ändern müssen. Darüber erhaben wirkt umso unverrückbarer die expressive Musik, die das Drama konsequent und zwingend dem tragischen Finale entgegenführt.

Musikalische Leitung: Carlo Montanaro
Inszenierung: Elisabeth Stöppler
Bühnenbildner: Rebecca Ringst
Co-Bühnenbildner: Annett Hunger
Kostüme: Frank Lichtenberg
Licht: Fabio Antoci

In italienischer Sprache mit deutschen Über­titeln.

Termine:

Mo, 6.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Do, 9.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Do, 16.2.2012, 19:30 | Tickets online |

Dead Man Walking

Oper in zwei Akten
von Jake Heggie | Terrence McNally

»Dead Man Walking« rufen Wächter und Insassen in amerikanischen Gefängnissen, wenn ein Todeskandidat den Weg zum Hinrichtungsraum antritt. Wie auch der gleichnamige, mehrfach preisgekrönte Film mit Susan Sarandon und Sean Penn von 1995, ba­siert die Oper auf den Erlebnissen der katholischen Nonne Schwester Helen Prejean, die mehre­ren Verurteilten bis zur Hinrichtung geistlichen Beistand geleistet hat. Ohne zu ahnen, worauf sie sich einlässt, beginnt Schwester Helen eine Brieffreundschaft mit Joseph de Rocher, einem Vergewaltiger und Mörder zweier Jugendlicher, und gerät so in eine Zerreißprobe, die ihren Glauben und damit den gesamten Weltentwurf in Frage stellt. Dem brutalen Tod der Opfer und durch nichts zu lindernden Leid ihrer Familien gegenüber steht die Entdeckung der menschli­chen Seiten des Mörders und die Konfrontation mit dem Zynismus der Hinrichtungsprozedur. Am Ende eines quälenden Erkenntnisprozesses übernimmt de Rocher die Verantwortung für sein Tun. Über die Diskussion um die Berechtigung der Todesstrafe hinaus wirft das Werk Fra­gen nach dem Umgang mit Schuld, Rache und Vergebung auf. Terence McNally ist als Schrift­steller ebenso erfolgreich wie umstritten. In Deutschland vor allem durch sein Maria Callas-Dra­ma »Master Class« (1995) bekannt, thematisiert McNally bevorzugt brennende gesellschaftli­che Fragen wie den Umgang mit Homosexualität und Aids. Die stark in europäischer Traditi­on stehende und auf Formen wie Arie und Ensemble, aber auch Blues und Gospel zurückgrei­fende Komposition des in Florida geborenen Jake Heggie entwickelt eine starke Suggestivkraft und ermöglicht so einen gefühlsmäßigen Zugang zu dem heiklen Thema. Der Uraufführung in San Francisco 2000 folgten Produktionen in Cincinnati, New York, Austin und Michigan. Einfa­che Antworten vermeidend, ist »Dead Man Walking« ein aufwühlender Versuch, mit der oft als antiquiert gescholtenen Gattung Oper auf brennende Fragen der Zeit zu reagieren.

Musikalische Leitung: Stefan Lano
Inszenierung: Nikolaus Lehnhoff
Bühnenbild: Raimund Bauer
Kostüme: Stefan von Wedel
Licht: Duane Schuler
Chor: Christof Bauer
Dramaturgie: Sophie Becker

englisch mit deut­schen Übertiteln

Gesamtdauer 3 Stunden

Termine:

Do, 1.3.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 4.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 9.3.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 18.3.2012, 18:00 | Tickets online |
Fr, 23.3.2012, 19:00 | Tickets online |

Dresdner Operngala

Verismo pur - leidenschaftliche Arien, mitreißende Duette, große Ensembles und weitere musi­kalische Höhepunkte

Erleben Sie gemeinsam mit dem internationalen Sängerensemble der Semperoper Dresden und der Sächsischen Staatskapelle unter der Musikalischen Leitung von Maurizio Benini leiden­schaftliche Arien, mitreißende Duette, große Ensembles und weitere musikalische Höhepunkte aus:

Alfredo Catalanis »Edmea« & »La Wally«
Ruggiero Leoncavallos »Pagliacci« & »La bohème«
Pietro Mascagnis »Cavalleria rusticana«
Francesco Cileas »Adriana Lecouvreur« & »L’arlesiana«
sowie Giacomo Puccinis »Edgar« & »Le Villi«.

Musikalische Leitung: Maurizio Benini

Termine:

Sa, 3.3.2012, 18:00 | Gala | Tickets online |
So, 11.3.2012, 18:00 | Gala | Tickets online |

Dido and Aeneas

Oper in drei Akten
von Henry Purcell

Wenn die klagende Dido (Stephanie Atanasov) gegen Ende der Oper ihr Lamento »When I am laid in earth« (Wenn ich in der Erde liege) anstimmt, sind bereits die Würfel gefallen: Ein tragi­sches Geflecht aus Liebe, Pflichtgefühl, Missverständnissen und Intrigen ließ sie zu einer un­glücklich Verlassenen werden. Gemeint ist Dido, mythische Königin von Karthago, die sich in den trojanischen Helden Aeneas verliebte, der kriegsbedingt aus Troja geflohen und bei ihr an­gelandet war. Ihre Liebe, die sich nach anfänglichem Zögern den Weg bahnt, wird jedoch durch den Einfluss böser Mächte zerstört. Dido und Aeneas sind unfähig, dieses und sich gegen­seitig zu erkennen und scheitern aneinander.
»Dido and Aeneas« gilt operngeschichtlich als singuläres Werk, in dem Purcells musikalisch in­dividuelle Züge zu erkennen sind, sich von barocken Gebärden koloraturreicher Affektarien zu­gunsten intimer Eindringlichkeit zu lösen.
Ob Purcells »Dido and Aeneas« 1689 am englischen Hofe anlässlich der Krönung von William III. und Mary uraufgeführt wurde, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Gesichert scheint, dass das Werk im selben Jahr in einer eher privaten Aufführung eines Mädchenpensionates ge­geben wurde; Aufhänger für Regisseur Manfred Weiß, das Werk mit seiner Interpretation ins Heute eines Internats zu legen, worin nun die Geschichte um das unglücklich verliebte Mäd­chen Dido von dieser selbst und ihren Freundinnen (durch)gespielt und erlebbar gemacht wird.

Musikalische Leitung: Laura Poe
Inszenierung: Manfred Weiß
Bühnen- / Kostümbild: Ilona Lenk
Dramaturgie: Stefan Ulrich

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln. Ab 14 Jahren.

Gesamtdauer 1 Stunde

Ort:

Semper 2 (Probebühne)

Termine:

Mi, 7.3.2012, 18:00 |
Fr, 9.3.2012, 18:00 |
Sa, 10.3.2012, 18:00 |
So, 11.3.2012, 16:00 |

Ballett: Dornröschen

Choreografie von Aaron S. Watkin nach Marius Petipa

Im Königspalast wird Prinzessin Auroras Taufe gefeiert. Die Feen, die Patinnen des Kindes, treffen ein, bringen gute Wünsche dar und segnen das Mädchen mit guten Gaben. Doch plötzlich erscheint die böse Fee Carabosse und spricht einen furchtbaren Fluch aus: Aurora werde sich an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel stechen und tot umfallen. Da greift die Fliederfee ein, die glücklicherweise ihren guten Wunsch noch nicht ausgesprochen hat: Ihr gelingt es, den Fluch so abzumildern, dass das Kind nicht sterben werde, sondern nur in einen tiefen, langen Schlaf falle, den nur der Kuss der wahren Liebe aufzuheben vermag. Alle im Reich vorgenommen Maßnahmen zum Schutz des Kindes erweisen sich als zwecklos, denn es geschieht genau wie vorausgesagt: der Stich, der Schlaf, aber auch das Erwachen, herbeigeführt durch den erlösenden Kuss …

Musikalische Leitung: David Coleman
Choreografie: Aaron S. Watkin
Musik: Peter I. Tschaikowsky
Kostüme: Erik Västhed
Handlung: Aaron S. Watkin
Handlung: Francine Watson Coleman
Mise en scène: Francine Watson Coleman
Bühne und Videoprojektion: Arne Walther
Lichtdesign: Jan Seeger

Gesamtdauer 3 Stunden

Termine:

Mi, 8.2.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 12.2.2012, 17:00 | Tickets online |
Mi, 15.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Mo, 27.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Mi, 7.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Mo, 19.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Di, 20.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Mo, 26.3.2012, 19:00 | Tickets online |

Cardillac

Oper in drei Akten (vier Bildern)
von Paul Hindemith

nach einer Bühnenhandlung von Ferdinand Lion
Originalfassung von 1926 (Dresdner Uraufführung)

Der ebenso geniale wie erfolgreiche Goldschmied Cardillac kann sich nicht von seinen Schmuckstücken trennen. Da gelegentlich Verkäufe angezeigt sind, holt er sich durch Mord zurück, was in seinem Ursprung ihm gehört. Niemand ahnt etwas von seiner Doppelexistenz zwischen Biedermann und Mörder, bis er das Geheimnis selbst lüftet.

Musikalische Leitung: Kevin John Edusei
Inszenierung: Philipp Himmelmann
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Bettina Walter
Licht: Davy Cunningham
Chor: Christof Bauer
Dramaturgie: Katharina Riedeberger

Gesamtdauer: 1 Stunde, 30 Minuten

Termine:

Fr, 17.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 24.2.2012, 18:00 | Tickets online |
Do, 8.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 6.4.2012, 19:00 | Tickets online |

Rigoletto

Oper in drei Akten
von Giuseppe Verdi

Vor dem Herzog von Mantua ist keine Frau sicher, er nimmt sich, was ihm gefällt. Mit Gewalt. Sein Narr Rigoletto ist als ebenso einfallsreicher wie mitleidloser Gehilfe bekannt. Die Höflinge wollen ihm eins auswischen. Sie haben ihm nachspioniert und wissen nun, dass er mit einer schönen jungen Frau, die sie für seine Geliebte halten, zusammenlebt. Diese entführen sie als »frische Ware« für den Herzog und bringen Rigoletto dazu, mit verbundenen Augen dabei zu helfen. Er denkt, es geht um Nachbars Tochter oder Gattin. Was die Höflinge nicht wissen: Sie entführen Rigolettos Tochter und bringen dem Herzog mit ihr jene Schöne, deren Liebe er bereits inkognito gewonnen hat. Rigoletto schreit nach Rache und kauft sich einen Mörder. Doch die Leiche, die ihm übergeben wird, ist nicht der Herzog …

Musikalische Leitung: Asher Fisch
Inszenierung: Nikolaus Lehnhoff
Bühnenbild: Raimund Bauer
Kostüme: Bettina Walter
Choreografie: Denise Sayers
Licht: Paul Pyant
Dramaturgie: Ilsedore Reinsberg

Gesamtdauer ca. 2,5 Stunden
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine:

Di, 3.4.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 8.4.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 13.4.2012, 19:00 | Tickets online |
Fr, 27.4.2012, 19:00 | Tickets online |
Mo, 30.4.2012, 19:00 | Tickets online |

La Traviata

Oper in drei Akten
von Giuseppe Verdi

Die Pariser Edelkurtisane Violetta Valéry liebt es, rauschende Feste zu feiern, deren Mittelpunkt sie sich vorbehält. Ihre tödliche Krankheit überspielt sie, sie leistet sich keine Schwäche, denn das würde Einsamkeit bedeuten. Sie lernt Alfredo kennen, der sich in sie verliebt hat. Beide ziehen sich für ein neues Leben aufs Land zurück. Alfredos Vater fordert um des Ansehens der Familie willen von Violetta die Trennung. Sie kehrt nach Paris zurück und hinterlässt Alfredo einen Abschiedsbrief. Der reist ihr nach und trifft sie an der Seite ihres früheren Liebhabers auf einem Ball. Mit seinem im Glücksspiel gewonnenen Geld demütigt er sie öffentlich. Später erfährt er von seinem Vater die Zusammenhänge der plötzlichen Trennung. Alfredo sucht Violetta auf und trifft eine Sterbende.

Musikalische Leitung: Alexander Joel
Inszenierung: Andreas Homoki
Kostüme: Gideon Davey, Frauke Schernau
Licht: Fabio Antoci
Dramaturgie: Ilsedore Reinsberg

Gesamtdauer: ca. 2 Stunden, 45 Minuten
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Termine:

So, 19.2.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 26.2.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 5.5.2012, 19:00 | Tickets online |
Do, 24.5.2012, 20:00 | Tickets online |
Sa, 2.6.2012, 19:00 | Tickets online |
Sa, 16.6.2012, 19:00 | Tickets online |

Street Scene

Eine amerikanische Oper in zwei Akten
von Kurt Weill

»Broadways erste richtige Oper« titelten die Zeitungen nach der Uraufführung von »Street Scene« am 9. Januar 1947 in New York. Grundlage von Kurt Weills American Opera ist das gleichnamige, 1929 mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete und 1931 verfilmte Schauspiel von Elmer Rice, der in seiner Sozialkritik Bertolt Brecht nahe steht. Flüchtige Straßenszenen geben Einblick in das Seelenleben der Bewohner eines Stadtviertels, wo sich der tägliche Überlebenskampf mit ganzer Härte abspielt und Hoffnung unmittelbar neben Verzweiflung steht.
Im Dramatischen setzte Weill auf den fließenden Übergang vom Lied zum gesprochenen Wort und verband verschiedene musikalische Ausdrucksformen wie Arie, Liebesduett, Ensembles, Chorpassagen, Tanzmusik und Blues bis hin zum Song zu einem zusammenhängenden Ganzen. Kurt Weill, der 1933 Deutschland verließ und über Paris nach New York emigrierte, sprach »Street Scene« nicht nur besondere Qualitäten zu, sondern sagte voraus, dass das Werk lange nach seinem Tod wieder auf Interesse stoßen werde. – Nun, 64 Jahre nach der Uraufführung, ist »Street Scene« erstmals in Dresden zu erleben.

Tausende jüdischer wie nichtjüdischer Komponisten, Dirigenten, Intendanten, Sängerinnen und Sänger erlitten Schicksale wie Berufsverbot, Exil oder Deportation. Auch Kurt Weill musste ins Exil gehen. Die Ausstellung »Verstummte Stimmen«, die am 15. Mai 2011 in der Semperoper eröffnet wurde, setzt für sie ein Mahnmal.

IInszenierung: Bettina Bruinier
Musikalische Leitung: Jonathan Darlington
Bühnenbild: Volker Thiele
Kostüme: Mareile Krettek
Licht: David Cunningham
Video Artist: Kerstin Polte
Choreografie: Carla Börner
Kinderchor: Andreas Heinze
Dramaturgie: Nora Schmid
Kinderchor der Sächischen Staatsoper Dresden

Gesamtdauer 3 Stunden
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Termine:

Mi, 30.5.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 3.6.2012, 19:00 | Tickets online |

Le nozze di Figaro

Opera buffa in vier Akten
von Wolfgang Amadeus Mozart

Es könnte so schön sein: Die Hochzeit des Dienerpaares Figaro und Susanna steht kurz bevor, Figaro nimmt bereits die Maße für das Ehebett – wären da nicht der liebeslüsterne Graf Almaviva, der Susanna seit langem nachstellt und versucht die Hochzeit hinauszuzö­gern, und Marcellina, die auf einen Vertrag pocht, in dem Figaro sich einst verpflichtet hatte, sie zu heiraten. Durch viele Intrigen und mit Hilfe der gekränkten Gräfin gelingt es Figaro und Susanna doch noch, alle rechtmäßigen Paare zusammenzuführen. Zur Uraufführung noch mit eisiger Kälte aufgenommen – die Dienerschaft rebelliert gegen den adligen Herren und schafft das Recht der ersten Nacht ab – wurde Mozarts »Figaro« als inhaltliche Fortset­zung von Rossinis »Il barbiere di Siviglia« bis heute ein Triumph.

Musikalische Leitung: Josep Caballé-Domenech
Inszenierung: David Mouchtar-Samorai
Bühnenbild: Heinz Hauser
Kostüme: Joachim Herzog
Licht: Jan Seeger

Gesamtdauer 3 Stunden, 15 Minuten
Bühnensprache: italienisch mit deutschen Übertiteln

Termine:

So, 10.6.2012, 19:00 | Tickets online |
Do, 14.6.2012, 19:00 | Tickets online |

Alcina

Dramma per musica in drei Akten
von Georg Friedrich Händel

In Tiere verwandelte Ex-Liebhaber, Zauberringe, einstürzende Berge, plötzlich erscheinende Paläste: Ohne Zweifel beherrscht Alcina das gängige Repertoire einer Zauberin. In ihrem Reich bezaubert und verlässt sie Männer nach Lust und Laune, ohne Rücksicht auf tradierte Moralvorstellungen oder gar Institutionen wie die Ehe. Ihr Widerpart ist Bradamante, die sich verkleidet auf den Weg gemacht hat, um ihren Ruggiero zu befreien, der Alcina verfallen ist. Gemeinsam kehren Bradamante und Ruggiero in ihr bürgerliches, vernunftgläubiges Leben zurück, während Alcinas Zauberreich verschwindet.
Die Arien dieses 1735 in Covent Garden uraufgeführten Spätwerkes gehören zu den schöns­ten, die Georg Friedrich Händel je komponiert hat. In ihnen entfalten sich die widerstreiten­den Emotionen der Figuren, ihre Zweifel, ob sie ihrer Wahrnehmung, ob sie ihren Gefühlen trauen können. So geht Händel in seiner Musik weit über die Schwarz-Weiß-Zeichnung des Librettos hinaus. Aus Alcina, der selbstsüchtigen Zauberin, wird eine leidenschaftlich lieben­de Frau, deren Liebe schließlich am eigenen Anspruch und an gesellschaftlichen Zwängen scheitern muss. So ist der Untergang ihres Zauberreiches, einer Welt voller Leidenschaft und Fantasie, nicht nur Befreiung, sondern auch Verlust.

Musikalische Leitung: Rainer Mühlbach
Inszenierung: Jan Philipp Gloger
Bühnenbild: Ben Baur
Licht: Fabio Antoci
Bewegungscoach: Alfred Hartung

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Termine:

Mi, 4.7.2012, 19:00 | Tickets online |
Sa, 7.7.2012, 19:00 | Tickets online |

Die Zauberflöte

Deutsche Oper in zwei Aufzügen
von Wolfgang Amadeus Mozart

Tamino soll im Auftrag der Königin der Nacht deren Tochter Pamina befreien. Diese ist von Sarastro entführt worden; ein böser Zauberer, wie es scheint. Verliebt in das ihm nur durch ein Bildnis bekannte Mädchen, macht Tamino sich auf den Weg. Es stellt sich heraus, dass Sarastro weniger böse denn weise ist und zudem voraussagt, dass Pamina und Tamino für­einander bestimmt sind. Bevor jedoch der Held in den Tempel der Weisheit aufgenommen und das Paar zu wahrhaft liebenden Menschen werden kann, müssen noch eine Reihe von Prüfungen bestanden werden. Diese legt Tamino mit seinem Begleiter ab, Papageno, dem zwar die Braut Papagena, nicht jedoch schließlich wie Pamina und Tamino die allerhöchsten Weihen vergönnt sind: die Aufnahme in den Kreis der Eingeweihten. Ein Märchen vom Sieg der Liebe über alles, was uns Menschen voneinander trennt.

Inszenierung, Bühnenbild, Kostüme: Achim Freyer
Licht: Gerd Budsdigk
Regieassistenz: Nora Weyer

Gesamtdauer ca. 3 Stunden

Eine Koproduktion mit der Opéra National du Rhin und den Schwetzinger Festspielen.
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung zur Förderung der Semperoper.

Termine:

So, 5.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Sa, 11.2.2012, 19:00 | Tickets online |
Sa, 17.3.2012, 14:00 | Tickets online |
Sa, 17.3.2012, 19:30 | Tickets online |
Do, 22.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Do, 29.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Sa, 31.3.2012, 19:00 | Tickets online |
Sa, 21.4.2012, 19:30 | Tickets online |
Sa, 30.6.2012, 19:00 | Tickets online |
So, 1.7.2012, 19:00 | Tickets online |

Semperoper Dresden

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