James MacMillan: „Miserere“ für gemischten Chor a cappella
Domenico Scarlatti: „Stabat Mater“ für Sopran, Alt, 2 Violinen und Basso continuo
Nana Forte: „Miserere mei“ für gemischten Chor
Frank Martin: Messe für 2 vierstimmige Chöre
Der RIAS Kammerchor unter seinem Leiter Justin Doyle sind eine Klasse für sich, und das verspricht auch dieses Chorkonzert, das um zwei Themen kreist: um Schuld und und Vergebung (in den Miserere-Vertonungen) und um Trauer und Verlust, Empathie und Trost (im Stabat Mater). Der schottische Komponist James MacMillan entführt in seiner Version des „Miserere“ in Klangwelten voller Strahlkraft und Wärme. Herber und mystischer, aufgewühlter, aber nicht minder innig ist das „Miserere“ der slowenischen Komponistin Nana Forte. Domenico Scarlattis prachtvolles zehnstimmiges „Stabat Mater“ von 1724, ein viel zu selten aufgeführtes Werk von unvergleichlicher Aura, kreist um zentrale Fragen der menschlichen Existenz und berührt ganz direkt. Und Frank Martins Messe zählt zu den bedeutendsten und zugleich schönsten Chorwerken des 20. Jahrhunderts.
Georg Friedrich Händel: Concerto Grosso op. 6, Nr. 6 g-Moll
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73
Zwei verschiedenen Formen des Konzerts stehen sich im Konzert der Staatskapelle Halle gegenüber: Auf der einen Seite ein barockes Concerto grosso, das für ein eher kammermusikalisches Konzerterlebnis konzipiert ist, bei dem eine Gruppe von Solisten im Mittelpunkt miteinander spielt oder „concertiert“. Auf der anderen Seite Beethovens fünftes und letztes Klavierkonzert, das in Form und Ausdruck den Typus des groß angelegten dramatischen Werks repräsentiert, und einen einzelnen herausragenden Virtuosen und ein großes, kraftvolles und klangmächtiges Orchester erfordert. Mit András Schiff bringt Peter Gülke, der dem Brandenburger Festival seit langem eng verbunden ist, einen ausgewiesenen Kenner des Beethovenschen Werks mit nach Chorin.
Galakonzert der Kapelle des K. und K. Infanterieregiments Hoch- und Deutschmeister Nr. 4
Es ist immer ein Erlebnis, wenn die Kapelle der Hoch- und Deutschmeister aus Wien auftritt. Sie repräsentiert auf einzigartige Weise die Tradition der Militärmusik Österreich-Ungarns. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist vor allem der spezifische Klang ihrer Instrumente – sie spielen auf heute kaum mehr üblichen Instrumenten wie Es-Trompete, Drehventilposaunen, Basstrompete und Helikone und in der hohen Stimmung – und das Zusammenspiel einer eingeschworenen Gemeinschaft an Musikern. Mit dabei auch diesmal die Sopranistin Nadja Plattner.
Bewertungen & Berichte Original Hoch- und Deutschmeister
Konzert
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Abschlusskonzert
Maria Ioudenitch, Violine
Vladimir Jurowski, Dirigent
Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73
Der Choriner Musiksommer endet so wie er begonnen hat, mit dem Auftritt einer jungen Geigenvirtuosin. Die russisch-amerikanische Geigerin Maria Ioudenitch, die Beethovens Violinkonzert interpretieren wird, hat die renommiertesten Musikwettbewerbe gewonnen und ihr Repertoire umfasst den gesamten Korpus der großen Solokonzerte.