SÄCHSISCHE STAATSKAPELLE DRESDEN

FABIO LUISI, GENERALMUSIKDIREKTOR
SIR COLIN DAVIS, EHRENDIRIGENT


Die Sächsische Staatskapelle Dresden feierte am 22. September 2008 ihr 460-jähriges Bestehen: 1548 durch Kurfürst Moritz von Sachsen gegründet, ist sie eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt und vermutlich das einzige, das über viereinhalb Jahrhunderte hinweg kontinuierlich existierte und immer zu den führenden Klangkörpern der verschiedenen Epochen gehörte.

Bedeutende Kapellmeister haben die Geschichte der einstigen Hofkapelle geprägt, darunter Heinrich Schütz, Johann Adolf Hasse, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, der das Orchester als seine «Wunderharfe» bezeichnete. Bedeutende Chefdirigenten der letzten 100 Jahre waren Ernst von Schuch, Fritz Reiner, Fritz Busch, Karl Böhm, Joseph Keilberth, Rudolf Kempe, Otmar Suitner, Kurt Sanderling, Herbert Blomstedt, Giuseppe Sinopoli und Bernard Haitink. Seit 2007 leitet Fabio Luisi als Generalmusikdirektor die Sächsische Staatsoper und Staatskapelle Dresden. Ehrendirigent des Orchesters ist seit 1990 Sir Colin Davis.

Richard Strauss war der Staatskapelle, deren Ruf als «Strauss-Orchester» bis heute fortbesteht, fast 70 Jahre lang freundschaftlich verbunden. Neun seiner Opern – darunter «Salome», «Elektra» und «Der Rosenkavalier» – wurden in Dresden uraufgeführt; seine «Alpensinfonie» ist der Staatskapelle gewidmet. Auch andere berühmte Komponisten wie Vivaldi, Bach, Schumann, Wagner, Liszt, Hindemith, Weill oder in jüngerer Zeit Matthus, Zimmermann und Rihm schrieben Werke, die von der Kapelle uraufgeführt wurden oder ihr gewidmet sind. An diese Tradition knüpft Fabio Luisi seit 2007 mit der jährlichen Ernennung eines «Capell-Compositeurs» an. Nach Isabel Mundry und Bernhard Lang trägt diesen Titel in der Saison 2009|2010 die britische Komponistin Rebecca Saunders.

Die Sächsische Staatskapelle musiziert heute in der Semperoper pro Saison ca. 260 Opern- und Ballettaufführungen sowie 50 sinfonische und kammermusikalische Konzerte. Hinzu kommt eine Konzertreihe in der Dresdner Frauenkirche. Umfangreiche Konzertreisen führen das Orchester regelmäßig in die Musikmetropolen Europas, Asiens und der USA. Feste Residenzen bestehen im Wiener Musikverein und im Pariser Théâtre des Champs-Élysées, wo die Staatskapelle mehrmals im Jahr zu erleben ist.

Seit Anfang der 1920er Jahre dokumentieren zahlreiche, zum Teil legendäre Aufnahmen den außergewöhnlichen Rang der Staatskapelle als Opern- und Konzertorchester. Mit Fabio Luisi entsteht derzeit eine neue Gesamteinspielung der Orchesterwerke von Richard Strauss für Sony Music, deren bisherige Veröffentlichungen von der Fachpresse hoch gelobt wurden.

2007 erhielt die Sächsische Staatskapelle Dresden als bislang einziges Orchester weltweit in Brüssel den «Preis der Europäischen Kulturstiftung für die Bewahrung des musikalischen Weltkulturerbes». Im Dezember 2008 wurde sie – zum wiederholten Male – vom britischen Fachmagazin «Gramophone» unter die Top Ten der weltbesten Orchester gewählt.

Konzertsaison 2011/12

Konzert in der Frauenkirche III:
Saint Thomas Choir of Boys | St. Paul's Cathedral Choir | Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Vladimir Jurowski, Dirigent
Mark Stone, Bariton
Saint Thomas Choir of Boys
St. Paul's Cathedral Choir
Sächsischer Staatsopernchor Dresden


Lera Auerbach: »Dresden Requiem«, Uraufführung

Dresdner Requiem
Vor den Aufführungen am 13. und 14. Februar in der Semperoper erklingt das neue »Dresden Requiem« der Capell-Compositrice Lera Auerbach zuallererst in der Dresdner Frauenkirche, die wie kein anderer Ort der Stadt für deren Zerstörung und Wiederaufbau steht.

Aufzeichnung durch MDR Figaro | Sendetermin: 12. Februar 2012, 19.30 Uhr

Ort:

Frauenkirche

Termin:

Sa, 11.2.2012, 20:00 |

6. Symphoniekonzert:
Saint Thomas Choir of Boys | St. Paul's Cathedral Choir | Sächsischer Staatsopernchor Dresden

Vladimir Jurowski, Dirigent
Mark Stone, Bariton
Saint Thomas Choir of Boys
St. Paul's Cathedral Choir
Sächsischer Staatsopernchor Dresden


Lera Auerbach: »Dresden Requiem«, Uraufführung

Dresdner Requiem
Seit 1951 führen Staatskapelle und Staatsopernchor alljährlich am Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg ein Requiem oder eine ähnliche, dem Anlass entsprechende Komposition auf. 2012 erklingt in diesen Konzerten zum ersten Mal seit 1956 eine Requiem-Uraufführung: das »Dresden Requiem« der Capell-Compositrice Lera Auerbach, die als in Amerika lebende Russin jüdischer Abstammung hierfür in besonderer Weise prädestiniert erscheint.

Ort:

Semperoper

Termine:

Mo, 13.2.2012, 20:00 |
Di, 14.2.2012, 20:00 |

3. Aufführungsabend:
de Marchi | Kury | Lorenz | Scobel

Alessandro de Marchi, Dirigent
Bernhard Kury, Flöte
Andreas Lorenz, Oboe d‘amore
Ulrike Scobel, Viola d‘amore


Carl Philipp Emanuel Bach: Symphonie Nr. 5 h-Moll Wq 182/5
Symphonie Nr. 6 E-Dur Wq 182/6
Georg Philipp Telemann: Konzert E-Dur für Flöte, Oboe d‘amore, Viola d’amore, Streicher und Cembalo TWV 53:E1
Joseph Haydn: Symphonie Nr. 104 D-Dur Hob I:104 »Salomon«




Ort:

Semperoper

Termin:

Mi, 22.2.2012, 20:00 |

Klavier-Rezital Lang Lang

Auf Einladung der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Lang Lang, Klavier

Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 1 B-Dur BWV 825
Franz Schubert: Sonate B-Dur D 960
Frédéric Chopin: 12 Etüden op. 25

Lang Lang solo
Bereits mehrfach war Lang Lang in den vergangenen Jahren als Klaviersolist mit der Sächsischen Staatskapelle zu erleben. Jetzt kehrt der chinesische Superstar – auf Einladung der Staatskapelle – für einen Klaviernachmittag solistisch in die Semperoper zurück.

Ort:

Semperoper

Termin:

So, 26.2.2012, 14:30 |

7. Symphoniekonzert: Davis | Znaider

Sir Colin Davis, Dirigent
Nikolaj Znaider, Violine


Ralph Vaughan Williams: »Fantasia on a Theme by Thomas Tallis«
Benjamin Britten: »Four Sea Interludes« op. 33a und Passacaglia op. 33b aus »Peter Grimes«
Jean Sibelius: Violinkonzert d-Moll op. 47, Musikalisches Traumpaar

Mit der »Tallis-Fantasie« von Ralph Vaughan Williams und den »Four Sea Interludes« von Benjamin Britten präsentiert Ehrendirigent Sir Colin Davis zwei orchestrale Hauptwerke der britischen Musik des 20. Jahrhunderts, die er selber durch inzwischen schon legendäre Interpretationen geprägt hat. Im Violinkonzert von Jean Sibelius findet er erneut mit Capell-Virtuos Nikolaj Znaider zusammen, mit dem er – zur großen Freude des Dresdner Publikums – schon mehrfach in der Semperoper musizierte.

Ort:

Semperoper

Termine:

So, 11.3.2012, 11:00 |
Mo, 12.3.2012, 20:00 |
Di, 13.3.2012, 20:00 |

Kapelle für Kids: Bitte Platz nehmen! - Das Violoncello

Als Gast ist dieses Mal dabei: Anke Heyn (Violoncello)

Ort:

Semper 2

Termine:

Sa, 17.3.2012, 11:00 |
So, 18.3.2012, 11:00 |
Mo, 19.3.2012, 09:30 |
Mo, 19.3.2012, 11:00 |

8. Symphoniekonzert:
Sächsischer Staatsopernchor Dresden | Herbert Blomstedt

Herbert Blomstedt, Dirigent
Sächsischer Staatsopernchor Dresden


Johannes Brahms: »Schicksalslied« für Chor und Orchester op. 54
Anton Bruckner: Symphonie Nr. 5 B-Dur WAB 105
Schicksalhaftes zu Palmsonntag

Anton Bruckners fünfte Symphonie wird gern als »Schicksalssymphonie« bezeichnet – als ein Werk, in dem der um Anerkennung ringende Komponist seine Fähigkeiten, vor allem im Finale, zu einem Gipfelpunkt konzentrierte. Johannes Brahms dagegen komponierte sein »Schicksalslied« kurz nach dem Durchbruch, der ihm 1868 mit dem »Deutschen Requiem« gelungen war. Herbert Blomstedt führt die beiden Werke im diesjährigen Palmsonntagskonzert zusammen.

Kostenlose Einführung durch den Konzertdramaturgen jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn im Opernkeller der Semperoper

Ort:

Semperoper

Termine:

Sa, 31.3.2012, 11:00 |
So, 1.4.2012, 20:00 |
Mo, 2.4.2012, 20:00 |

Sächsische Staatsoper Dresden

Staatkapelle Dresden

Theaterplatz 2
D-01067 Dresden

Telefon: +49 (0)351/49 11-0
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