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© Fernando Nhavene
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ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival

15. Juli bis 15. August 2021

Von 15. Juli bis 15. August 2021 zieht das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival wieder in die Theater und Museen Wiens ein und präsentiert in seiner einzigartigen Dichte und Vielfalt die hochkarätigen Positionen aus Tanz und Performance. Das Programm greift für 2020 geplante Produktionen auf und ergänzt diese mit neuen künstlerischen Arbeiten. Darüber hinaus bieten mehr als 160 Workshops und Research Projects sowie die Public-Moves-Klassen die Möglichkeit zum Selbertanzen.

Im Jahr 1984 von Karl Regensburger und Ismael Ivo gegründet, hat sich ImPulsTanz zu einem der bedeutendsten Festivals für zeitgenössischen Tanz und Performance weltweit entwickelt. Tausende professionelle Tänzer_innen, Choreograf_innen und Dozent_innen aus aller Welt, am Puls der Zeit, begegnen sich, arbeiten zusammen, zelebrieren den Tanz und versetzen die Stadt jeden Sommer für fünf Wochen in Bewegung. Mehr als 100.000 Menschen besuchen alljährlich das Festival: als Besucher_innen von mehr als 100 Vorstellungen auf den größten Bühnen Wiens, als Teilnehmer_innen der über 200 Workshops und Research Projects oder als Nachtschwärmer_innen auf den Festivalpartys oder in der ImPulsTanz Festival Lounge.

Kontakt

ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival
Museumstraße 5/21
A-1070 Wien

Telefon: +43.1.523 55 58
Fax: +43.1.523 55 589
E-Mail: info@impulstanz.com

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival

25.08.20, 14:20, Tini Trotz Corona ein Superprogramm

Die Public Moves Workshops 2020 waren eine Superidee. Tolle Dozent*innen, spannende und sehr abwechslungsreiche Workshops und eine Toporganisation

Festival

Vorverkauf

Von 15. Juli bis 15. August präsentieren wir euch 18 Uraufführungen, 36 österreichische Erstaufführungen, drei [ImPulsTanz Classics] und neun Arbeiten der [8:tension] Young Choreographers’ Series in insgesamt zwölf Spielstätten. Außerdem freuen wir uns auf tolle Extras, wie die beliebten Musikvideoprogramme, Buchpräsentationen, eine Ausstellung und vieles mehr. Karten können ganz einfach online, telefonisch oder an unserer Vorverkaufskasse gekauft werden.

Ab sofort sind Tickets für alle 61 Produktionen erhältlich.
© JEAN-LOUIS FERNANDEZ
Tanz

AKRAM KHAN COMPANY (GB)

OUTWITTING THE DEVIL

„Ich will Hand anlegen, die Zeder abhaun / Einen Namen, der dauert – mir will ich ihn setzen!“ Große Töne spuckt König Gilgamesch in dem nach ihm benannten sumerischen Epos, auf das der britische Choreograf des Jahres 2020, Akram Khan, zurückgreift, um zu zeigen, was es heißt, den Teufel überlisten zu wollen. Outwitting the Devil ist Khans Metapher für den Umgang des Menschen mit seinen dunklen Seiten. Mesopotamien, vor rund 4000 Jahren: Gilgamesch und sein Freund Enkidu überwältigen Humbaba, den Wächter eines großen Zedernwaldes, und fällen dessen Bäume – ein ökologisches Desaster. Weil Enkidu den Besiegten umbringt, ereilt ihn Humbabas tödlicher Fluch. Tief getroffen von diesem Verlust, macht sich Gilgamesch in diesem ersten Klimagedicht der Literatur auf die Suche nach der Unsterblichkeit. Tatsächlich findet er ein Kraut gegen den Tod, doch das wird ihm von einer Schlange entwendet. Akram Khan und ein generationenübergreifendes Ensemble – darunter die französische Tanzlegende Dominique Petit – haben diese Männergeschichte mit Susan Dorothea Whites Neuinterpretation von Leonardos Gemälde Das letzte Abendmahl verknüpft. Daraus ist ein düster sinnliches, gegenwartsverbundenes Meisterwerk geworden.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 80 Minuten

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Tanz

DEBORAH HAZLER/ ANGRY AGNES PRODUCTIONS (AT)

THAT RANT AND RAVE

Es ist zum Aus­-der­-Haut-­Fahren! Das Granteln, Schimpfen und Herumschreien ist so gnaden­los ins Eck gedrängt, dass es beinahe ausge­storben wäre, hätte sich hier nicht eine wüten­de Frau aufgelehnt und es gerettet. Hier wird die ganze Geschichte dieser Heldinnentat gezeigt: Die Wiener Performerin Deborah Hazler holt in Höchstform (und kunstmuskel­schwellendem Kraftanzug) das Toben wieder zurück auf die Bühne. Lautstark protestiert sie gegen überteuerte Lifestyle­-Biobäckereien, die Ausbeutung von Migrant*innen, den Modebegriff Authentizität und vieles andere mehr. Ein Furor­-Tanz, eine soziale Wutskulp­tur und – ein reinigendes Gewitter.

Dauer: 45 Minuten

Double Feature
Bei gleichzeitiger Buchung der Vorstellungen von Deborah Hazler / Angry Agnes Productions und Marc Oosterhoff - Cie Moost im Schauspielhaus erhalten Sie automatisch 30% Ermäßigung auf beide Tickets.

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© JOHANNA MALM
Tanz

EMMILOU RÖSSLING (DE)

FLUFF

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIES

„FLUFF entstand irgendwann aus seinem Titel heraus. fluff als etwas Weiches wie die Federn eines Vogels oder vielleicht Fussel in einer Ecke und fluff auch als etwas Triviales, Oberflächliches oder zum Scheitern Verur­teiltes.“ So beschreibt die Berliner Tänzerin und Choreografin Emmilou Rößling den Ansatzpunkt zu ihrer durchaus intimen Per­formance, die – wie in einem sich ständig neugestaltenden Skulpturenpark – permanent Formen entstehen und wieder verschwinden lässt. Dabei moduliert sie auch die Zeit, und am Ende fragt man sich fasziniert, wie diese im intensiven Fluss der flüchtigen Bewegun­gen überhaupt vergangen ist.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 55 Minuten

[8:tension] Abos – THE CONTEMPORARY SUBSCRIPTION
Take Three: 20 % Ermäßigung bei drei gemeinsam gebuchten [8:tension]-Produktionen Ihrer Wahl.
Take Six: 30 % Ermäßigung bei sechs gemeinsam gebuchten [8:tension]-Produktionen Ihrer Wahl.
Take Them All: 40 % Ermäßigung bei gemeinsamer Buchung aller neun [8:tension]-Produktionen.
Die Ermäßigung auf die Einzeltickets wird automatisch abgezogen, sobald Sie die entsprechende Anzahl an [8:tension]-Karten gleichzeitig in den Warenkorb gelegt haben.

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© LUK MONSAERT
Tanz

FRANK VAN LAECKE, ALAIN PLATEL, STEVEN PRENGELS - NTGENT & LES BALLETS C DE LA B

GARDENIA - 10 YEARS LATER

IMPULSTANZ CLASSIC

Tagsüber sind sie reifere Leute in Anzügen. Aber nachts beginnt ein anderes Leben. Da wird die Tarnung abgestreift und schon blühen, Szene für Szene, extravagante Persönlichkeiten in phantastischen Roben auf. Gardenia ist ein Fest der Travestie, ein Traum der Verwandlung ganz nach dem Geschmack von Alain Platel (Le ballets C de la B), der hier zusammen mit Frank Van Laecke Regie führt. Den Anstoß dafür gab der niederländische Dokumentarfilm Yo soy así, mit dem im Jahr 2000 einem vor der Schließung stehenden Transgender-Club namens „La Bodega Bohemia“ in Barcelona ein stimmungsvolles Denkmal gesetzt wurde. 2010 versammelten Van Laecke und Platel eine Gruppe exquisiter Travestiekünstler, die bestens in die Bodega gepasst hätten, rund um die Kabarettistin und Performerin Vanessa Van Durme und brachten mit Gardenia eine Sternstunde des Theaters zur Uraufführung. Jetzt ist dieses Kleinod in der Uraufführung der Reprise bei ImPulsTanz in beinahe vollständiger Originalbesetzung wiederzusehen: Noch einmal zeigen sich diese Heldinnen der queeren Kultur mit all ihrem Charme, zwischen Tomás Méndes’ Cucurrucucú Paloma und Ravels Bolero.

Uraufführung der Neubearbeitung
Dauer: 110 Minuten

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© LAURENT PHILIPPE
Tanz

KAORI ITO (FR/JP) & THÉO TOUVET (FR) / HIMÉ COMPANY

FIRE ME UP - SPOKEN AND DANCED CONFIDENCES

Soviel ist sicher: Hier eröffnet sich die Möglichkeit einer Expedition ins Reich der Liebe. „Wir versuchen, vor dem Publikum möglichst so viel von uns preiszugeben wie vor jemandem, den wir lieben.“ Die Zuschauer*innen werden in zwei Gruppen geteilt. Die eine folgt Kaori Ito, die andere Théo Touvet, dem zuletzt an der Wiener Staatsoper umjubelten Puck in Benjamin Brittens A Midsummer Night’s Dream. Beide teilen mit ihren Zuhörer*innen ihre Erlebnisse miteinander und mit anderen Liebhaber*innen, bevor sie auf der Bühne zusammenkommen und einen Tanz performen, der sich aus einem Logbuch ihrer sexuellen Abenteuer und ihrer Leidenschaft füreinander speist. Dieses Dokument enthält alles, was zu einer flammenden Beziehung gehört: Vorgeschichten, schöne Worte, die man füreinander findet, aber auch leere Versprechungen und Auszüge aus Trennungsbriefen. Schon einmal hat Kaori Ito das ImPulsTanz-Publikum fasziniert, als sie vor fünf Jahren mit ihrem Vater im Akademietheater das Duett I dance because I don’t trust words zeigte. Jetzt geht es darum, das Erlebnis der Intimität in allen seinen Dimensionen zu teilen und damit zu vergrößern.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 90 Minuten

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© DAVID VISNJIC
Tanz

LEJA JURIŠIĆ (SI), BARA KOLENC (SI), PETER KUTIN (AT), PATRIK LECHNER (AT), MATHIAS LENZ (AT)

BRINA - A KINAESTHETIC MONUMENT

IMPULSTANZ X MUSEUM

Brina war ihr Partisaninnen­-Name: Marta Paulin gilt als eine der ersten zeitgenössischen Tänzerinnen in Slowenien vor dem Zweiten Weltkrieg. Geboren 1911 in Ljubljana, arbeite­te die Wigman-­Schülerin erst fürs Radio, bevor sie 1940 ihren ersten Abend als Choreografin veranstaltete. 1943 schloss sie sich den Parti­san*innen an und wurde später zu einer der wichtigsten Tanzausbilder*innen Jugoslawiens. Der österreichische Künstler Peter Kutin hat nun mit Bara Kolenc, Leja Jurišić, Mathias Lenz und Patrik Lechner ein rotierendes, holo­grammähnliches Klangobjekt als kinästheti­sches Denkmal geschaffen: eine „multimediale Trance­-Performance“ zu großem Sound für die Bühne, im zweiten Teil des Abends ergänzt durch Footage und Gespräch mit den slowe­nischen Künstler*innen Bara Kolenc und Leja Jurišić.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 50 Minuten

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© GIANLUCA DIIOIA
Tanz

LENIO KAKLEA (FR/GR)

BALLAD

Wie wird man überhaupt Tänzerin? Welche Geheimnisse liegen in den Werken, die eine junge Tanzschülerin lernt, zum Beispiel in Athen, wo Lenio Kaklea mit zehn Jahren zu tanzen begonnen hat? Und wie wurde sie von dem Umfeld beeinflusst, in dem sie aufgewachsen ist? Solche Fragen beantwortet die griechische Choreographin in diesem Solostück, einer Mischung aus Geschichten, Tanz und Musik. Sie führt ihre Erinnerungen daran vor, was sie geprägt hat: zum Beispiel einen Auszug aus Martha Grahams Acts of Light aus dem Jahr 1981 oder von François Malkovskys Petit Berger (1925), aber auch jüngste eigene Arbeiten. Dabei geht es Lenio Kaklea nicht darum, ihr Publikum in Tanzgeschichte zu unterrichten, sondern um den Beweis dafür, dass unsere Gesten emanzipatorisches Potenzial enthalten. Und sie will zeigen, dass Tänze der Moderne auch Vorstellungen von einer besseren Welt darstellen. „Ich bin eine virtuose Tänzerin geworden“, erzählt Kaklea. Aber das war erst der Anfang einer Biografie, die diese Künstlerin hervorgebracht hat, deren Überzeugung es ist, dass Kunst sich einmischen muss, jetzt und immer wieder.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 55 Minuten

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© LIQUID LOFT
Tanz

LIQUID LOFT

STILL / STRANGER THAN PARADISE
(LIVE / ON SCREEN)

Echt jetzt. Unsere Körper sollen Auslaufmodelle sein... Da haben wir bisher wohl viel zu wenig aufgepasst und ein bisschen zu kurzsichtig in unsere Spiegel geschaut. Körper leben im Hier und zugleich in einer Spiegelwelt wie Lewis Carrolls Alice oder der Dichter in Jean Cocteaus Film Le sang d’un poète. Spieglein, Spieglein an der Wand … schön sind sie, die Tänzer in Liquid Lofts Stück Stanger Than Paradise, aber sie wirken wie verträumte Stills, verloren in den Bildern von sich und melancholisch angesichts der Gegenwelten, die sich darin öffnen. Die Wiener Company und ihr Choreograph Chris Haring bilden seit mehr als 15 Jahren ein Expert*innen-Team für die Übergänge des Fleisches ins Bild, in Kamera-Geräte und weitere mechanische oder digitale Prothesen. Heute lassen sich die Maschinen nicht mehr ignorieren, denn als Verführer haben sie längst ihren ganz speziellen Tanz mit uns begonnen. Genau bei der daraus resultierenden Entfremdung des Körpers von sich selbst hakt Liquid Loft jetzt mit diesem zweiteiligen Event aus Performance und Film ein.

Uraufführung
Dauer: 80 Minuten

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© TAMARA SEILMAN
Tanz

MADELEINE FOURNIER / O D E T T A (FR)

LABOURER

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIES

Wie eine Frau die Realität mit roten Hand­schuhen anpackt, wie sie ihrem Stockerl ent­wachsen kann und wie aus einem Tanzstück ein Zwischenfilm blüht, der etwas vorführt, das nur selten zu sehen ist: den Tanz von Pflanzen. All das zeigt Madeleine Fournier in diesem Solo, dessen Titel „Pflügen“ (oder „Arbeiten“, oder „Gebären“) auf die Etymologie des Begriffs Kultur verweist: den Ackerbau. Das Pflügen, sagt Fournier, erinnert sie „an eine Verzweigung verschiedener, manchmal sogar widersprüchlicher Interpretationen, die sich dennoch zu wiederholen scheinen“. Und so pflügt sie mit ihrem Körper, mechanischen Trommeln, historischem Filmmaterial und surrealistischem Witz auf grandios getanzte Art die Krusten unserer urbanisierten Natur­auffassung um.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 60 Minuten

[8:tension] Abos – THE CONTEMPORARY SUBSCRIPTION
Take Three: 20 % Ermäßigung bei drei gemeinsam gebuchten [8:tension]-Produktionen Ihrer Wahl.
Take Six: 30 % Ermäßigung bei sechs gemeinsam gebuchten [8:tension]-Produktionen Ihrer Wahl.
Take Them All: 40 % Ermäßigung bei gemeinsamer Buchung aller neun [8:tension]-Produktionen.
Die Ermäßigung auf die Einzeltickets wird automatisch abgezogen, sobald Sie die entsprechende Anzahl an [8:tension]-Karten gleichzeitig in den Warenkorb gelegt haben.

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© ALEX BRENNER
Tanz

MARC OOSTERHOFF - CIE MOOST (CH)

TAKE CARE OF YOURSELF

Wie fein ist das: Mit verbundenen Augen, eine Zigarette rauchend, nach einem Trink­ piel (Whisky­-Shots) die nackten Zehen zwischen aufgespannten Rattenfallen herum­ spielen lassen. Oder nachts die Fassade eines Hauses hinaufklettern und oben auf dem Dach balancieren! Ja, Rauchen kann echt tödlich sein. Doch Marc Oosterhoff geht das ewige Warnen, Verbieten und Absichern aller möglichen Risiken auf den Wecker, und er wehrt sich gegen die Restriktionen unseres Sicherheitsfimmels. In seinem Solo zwischen Tanz, Zirkus und Performance tut dieser Mann einige Dinge, die dem Publikum einigermaßen unter die Haut gehen dürften. Aber – sehen Sie selbst ...

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 30 Minuten

Double Feature
Bei gleichzeitiger Buchung der Vorstellungen von Deborah Hazler / Angry Agnes Productions und Marc Oosterhoff - Cie Moost im Schauspielhaus erhalten Sie automatisch 30% Ermäßigung auf beide Tickets.

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© LAUREN PALLIER
Tanz

*MELK PROD. / MARCO BERRETTINI

NO PARADERAN

Dieser [ImPulsTanz Classic] ist ein Knaller. Seine Premiere 2004 in Paris entpuppte sich als Theaterskandal des Jahres – dabei blieb No Paraderan vielen unvergesslich. Ironisch ist schon der Anfang: „I love Vegas when I’m loaded / yeah, I love it when I’m not.“ Aus dem Off schmeichelt Dean Martins unverkennbare Stimme Vegas Melody, aufgenommen 1963 im legendären Sands Hotel, und Choreograf Marco Berrettini dirigiert einen roten Vorhang; eine Prinzessin und ein Kleines Schwarzes mit grünem Puffärmel tanzen neben einem weißen Barwagen. „Dino“ Martin hieß vor seiner Karriere Dino Crocetti, entstammte wie Berrettini einer italienischen Familie und bildete mit Stars wie Sammy Davis Jr., Frank Sinatra oder Shirley MacLaine das berühmte „Rat Pack“. No Paraderan – übersetzt etwa: Sie werden keine Parade machen – ist ein satirischer Traum, inspiriert von der Ballett-Show Parade der Ballets Russes (1917), in der unter anderem ein Hochhaus, ein Geschäftsmann und ein Pferd tanzten. Bei Berrettini schleicht sich auch Le sacre du printemps ein. On Stage machen beschwipste Kulturschickis Bussi Bussi, Bling Bling, und hinter dem Vorhang scheinen die Parade-Macher Cocteau, Massine, Satie und Picasso lachend die Fäden zu ziehen.

Dauer: 95 Minuten

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© MAGDALENA FISCHER
Tanz

MERMAID & SEAFRUIT (AT/PL)

SCREENS ARE MY NEW CLOTHES.
EXTENDED ALBUM RELEASE SHOW

Hier zeigt sich, was Covid­-19 aus vielen von uns gemacht haben könnte: Lockdown­ isolierte „Zoombies“ in Bildschirm­-Kleidern. Die Digitalisierung der Kommunikation ist Thema des brandneuen Albums der For­mation Mermaid & Seafruit (Magdalena Chowaniec & Markus Steinkellner). Was bewirken Bildschirm-Barrieren und virtuali­sierte Körper? Das fragt die Wiener Choreo­grafin, Aktivistin und Sängerin Magdalena Chowaniec zusammen mit einer Gruppe von Performer*innen in diesem choreografischen Konzert, das jetzt endlich live auf der Bühne stattfinden kann. Dabei wird Song für Song, Szene für Szene, expressiv und laut mit dem Weggesperrtsein abgerechnet.

Uraufführung
Dauer: 45 Minuten

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© Georg Hochmuth
Tanz

MICHAEL LAUB / REMOTE CONTROL PRODUCTIONS (NL/BE )

ADAPTATIONS - A VIDEO RETROSPECTIVE REMIX / TALK BY MICHAEL LAUB

Er gehört, wie beispielsweise Maguy Marin, Ismael Ivo oder Jan Fabre, zur goldenen Generation der Tanz- und Performancekunst, die in den Roaring Eighties durchstartete und mit unorthodoxen künstlerischen Mitteln wie frischer Wind über die europäischen Theaterbühnen fegte. Begonnen hat die Karriere von Michael Laub aber schon 1975 im schwedischen Stockholm. Dort startete er mit der Performancegruppe Maniac Productions in eine Zeit erster Experimente, bevor er 1981 sein Performance-Label Remote Control Productions gründete. Jetzt, runde vierzig Jahre später, blickt Michel Laub auf eine wechselvolle Laufbahn mit schwindelnden Höhen und bedrohlichen Tiefen zurück, die den denkbar besten Stoff für einen abwechslungsreichen Video-Vortrags-Abend wie diesen liefern. 1984 war er mit Return of Sensation bei der Biennale di Venezia zu Gast, später feierte er Erfolge mit Produktionen wie Rough (1994), Total Masala Slammer (2001) oder der Portrait Series, die 2011 im Burgtheater zu sehen war. Zuletzt begeisterte er sein Publikum vor zwei Jahren bei ImPulsTanz mit dem Stück Rolling.

Uraufführung
Dauer: 120 Minuten

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© Akemi Takeya
Tanz

PLASTIC PARTY VIENNA

HAPPY BIRTHDAY MR. BEUYS!

Beteiligte Künstler*innen: Julius Deutschbauer (AT), Ivo Dimchev (BG), Jule Flierl (DE), Thomas Köck (DE/AT), Jennifer Lacey (FR/US), Roland Rauschmeier (AT/DE), Maria F. Scaroni (DE/IT), Akemi Takeya (AT/JP), Irena Z. Tomažin (SI)
100 Jahre Joseph Beuys! Das gilt es zu feiern, und so machen ImPulsTanz und das MQ sich auf Anregung der Künstler*in Akemi Takeya auf zu etwas wie einer Spurensuche – schnell, fragmentarisch und wagemutig. Beuys als Wurzelwerk, Beuys als eine Assemblage oder vielleicht auch: Wie sprengen wir Risse und Furchen ins Monument, aus denen Neues entsteht ...
Happy Birthday Mr. Beuys! ist eine Sammlung kurzer Beiträge, entstanden aus der Freiheit und Unterschiedlichkeit der künstlerischen Sprachen der geladenen Künstler*innen – Birthday Present, flüchtige Gabe, kontrover­sielle Party, eine Huldigung an die Live Art und an Präsenz. Ob Hommage, Parodie, Plagiat, Protest, Provokation ... – alles ist willkommen.

Uraufführung
Dauer: 105 Minuten

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© TOM CALLEMIN
Tanz

PLATFORM-K / MICHIEL VANDEVELDE / PHILIPPE THURIOT (BE)

THE GOLDBERG VARIATIONS

Steve Paxton ist zurück! Nicht er persönlich, aber seine berühmte Improvisation zu Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen aus den 1980er Jahren. Diese Kostbarkeit aus der Tanzgeschichte der Postmoderne wird von einem ungewöhnlichen Trio getanzt: dem für dieses Stück verantwortlichen Choreografen Michiel Vandevelde selbst, der technisch überragenden Audrey Merilus – und von Oskar Stalpaert, einem spektakulären Tänzer mit Down-Syndrom, denn für The Goldberg Variations kooperiert Vandevelde mit der belgischen Platform-K für Tänzer*innen mit Behinderungen. Das Trio bringt unterschiedliche Welten zusammen: Nicht nur als inklusive Arbeit, sondern auch als Konfrontation der Postmoderne à la Judson Dance Theater, das Steve Paxton Anfang der 1960er Jahre mitgegründet hat, mit der popkulturellen Welt von heute: Im Hintergrund flimmern Proteste gegen den Vietnamkrieg von damals und heutige Manifestationen für den Klimaschutz. Und das alles zur Livemusik des großartigen Philippe Thuriot, dem der Geniestreich gelungen ist, Bachs Klavierstück auf das Akkordeon zu übertragen.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 60 Minuten

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© RETO SCHMID
Tanz

PRICE (CH/BR)

MELODIES ARE SO FAR MY BEST FRIEND

Ausufernde Kleider, üppige Falten werfende Stoffe, schmelzende Stimme, laszive Blicke. Das ist PRICE, die hybride Kunstfigur des Künstlers Mathias Ringgenberg, der auch hier wieder zwischen heteronormativen Strukturen und seinen eigenen prekären Identitäten navigiert. Seine Performance zum Sound von Cecile Believe und zum Klavier von Sebastian Hirsig testet radikale Immersion ebenso wie eine gnadenlose Demaskierung von Theaterkonventionen aus. Hier wird vieles improvisiert und nichts ist perfekt. Nicht einmal die Kostüme, denn auch das Scheitern ist ein geschätztes Stilmittel bei PRICES künstlerischen Strategien. Dabei bleibt vieles in gefährlicher Schwebe, denn Körper, Auftritt und Sprache werden perma­ nent angezweifelt.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 75 Minuten

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© MARIA BARANOVA
Tanz

RAJA FEATHER KELLY (US)

UGLY PART 3: BLUE

Hier ist die Nummer drei der Pop­-Queer­-Empathie­-Trilogie UGLY, und dieser Abschluss ist bei ImPulsTanz erstmals zu sehen. Raja Feather Kelly, Choreograf, Tänzer und Theater­ leiter im Big Apple ist ein absoluter Fan von Andy Warhol und sagt über seine eigene Arbeit: „Ich nutze die Performance und die Ausstellung, um Empathie zu fördern. Meine Praxis identifiziert Möglichkeiten, bei denen sich Populärkultur und menschliches Ver­langen überschneiden, und vergrößert sie.“ In BLUE will Kelly das Ausgegrenzte (Black Queer Zoo) und das Fremde (Hysteria) der afroamerikanischen Subjektivität in eine Zone der Einfühlung, also „nach Hause“ führen.

Uraufführung
Dauer: 60 Minuten

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© MARIE MAGNIN
Tanz

RUTH CHILDS / LUCINDA CHILDS - SCARLETT’S (CH/US)

FANTASIA

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIES

Was haben ein historischer Disney­-Film, eine beliebte Kompositionsform, eine arabische Pferde­-Show und dieses raffinierte Tanz­-Solo gemeinsam? Richtig: den Namen fantasia. Aber die Choreografin und Tänzerin Ruth Childs – Nichte des berühmten Stars der amerikanischen Postmoderne Lucinda Childs – sammelt hier nicht nur saloppe Referenzen. Vielmehr ist dieses Stück mit seinem humor­vollen Impetus, einer ausgeklügelten Kostüm­komposition und Musikstücken, die die Künstlerin als Kind gern gehört hat, ausge­sprochen präzise gebaut. Ein Meisterwerk der Verwandlung, bei dem unterschwellig Einflüsse von Künstler*innen­-Größen wie Hannah Wilke und Bruce Nauman mitspielen.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 55 Minuten


[8:tension] Abos – THE CONTEMPORARY SUBSCRIPTION
Take Three: 20 % Ermäßigung bei drei gemeinsam gebuchten [8:tension]-Produktionen Ihrer Wahl.
Take Six: 30 % Ermäßigung bei sechs gemeinsam gebuchten [8:tension]-Produktionen Ihrer Wahl.
Take Them All: 40 % Ermäßigung bei gemeinsamer Buchung aller neun [8:tension]-Produktionen.
Die Ermäßigung auf die Einzeltickets wird automatisch abgezogen, sobald Sie die entsprechende Anzahl an [8:tension]-Karten gleichzeitig in den Warenkorb gelegt haben.

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© GREGORY BATARDON
Tanz

RUTH CHILDS / LUCINDA CHILDS - SCARLETT’S (CH/US)

© GREGORY BATARDON© GREGORY BATARDON© GREGORY BATARDON© GREGORY BATARDON© GREGORY BATARDON
PASTIME / CARNATION / MUSEUM PIECE
Eintauchen in die Welt der frühen New Yorker Tanz-Postmoderne, spüren, wie es war, als sich alles im Aufbruch befand und Tänzer*innen täglich neue Bewegungen entdeckten: Als Mitgründerin des legendären Judson Dance Theater Anfang der 1960er Jahre war Lucinda Childs eine von diesen Pionier*innen. Für das heutige Publikum ist es ein absoluter Glücksfall, wenn eine so ikonische Tänzerin und Choreographin wie Childs eine in derselben Kunstform hochbegabte Nichte hat wie Ruth Childs. Weil es von Childs’ frühen Judson-Stücken keine Filmaufnahmen gibt, hat die ältere Künstlerin der jüngeren drei von diesen Tänzen weitergegeben: Pastime (1963) war Lucinda Childs’ erstes Solo überhaupt, Carnation (1965) ist auch in Europa zum Begriff geworden, anders als Museum Piece (1965), einem ironischen Tanz in der Manege von George Seurats Gemälde Le Cirque. Ruth Childs tanzt diese Werke mit Witz und Coolness, mit Respekt, aber doch ihrer ganz eigenen Note. Um den Abend abzurunden, gibt es auch zwei auf Video festgehaltene Tänze zu sehen: Calico Mingling und Katema.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 60 Minuten

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© ANNA STOECHER
Tanz

SASKIA HÖLBLING / DANS.KIAS (AT)

THROUGH TOUCHES

Immer noch gelten die pandemiebedingten Abstandsgebote. Nach eineinhalb Jahren hat diese Distanznahme etwas bewirkt in der Gesellschaft. Was genau das ist, muss noch erforscht werden. Die Wiener Choreografin Saskia Hölbling wagt schon einmal einen ersten Schritt in diese Richtung und probiert Annäherungen an die ihrer Selbstverständlich­keit entledigten körperlichen Berührungen aus. In einem fragilen Tanz auf einer weißen Fläche schaffen drei Tänzer*innen ihren Intimraum für Experimente über Berührun­gen und für Körper auf der Suche nach den Geheimnissen der jeweils anderen. Lassen sich dabei neue Verbindungen zwischen den Isolierten unserer Gegenwart finden?

Uraufführung
Dauer: 60 Minuten

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© DIETER HARTWIG
Tanz

SERGIU MATIS (DE/RO)

EXTINCTION ROOM (HOPELESS.)

Die Stimmen der Vögel, deren Gesänge und Lieder hier zu hören sind, sind entweder unwiederbringlich verloren, oder sie stammen von stark gefährdeten Arten. Sergiu Matis führt in dieser traumhaften, aber noch mehr realistischen und dringlichen Performance unter freiem Himmel ins Abendrot des menschlichen Umgangs mit der Natur. Die Tonaufnahmen aus den Archiven der Macaulay­ Library am Cornell Lab of Ornithology und der Xeno Canto Foundation mischen sich mit den Klängen der Komponistin AGF (Antye Greie) und mit Geschichten und Tänzen in den fein recherchierten Verlust-Ausleuchtun­gen der drei großartigen Performer*innen zu einem intensiven Erlebnis.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 120 Minuten

Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz International, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

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© NELLY RODRIGUEZ
Tanz

TAMARA ALEGRE (CI/CH), LYDIA ÖSTBERG DIAKITÉ (NO/SE), NUNU FLASHDEM (UK/CH), MARIE URSIN (NO), CÉLIA LUTANGU (BE/CH)

FIEBRE

[8:TENSION] YOUNG CHOREOGRAPHERS' SERIES
IMPULSTANZ X MUSEUM

FIEBRE spielt zum drängenden Soundtrack einer Clubnacht in einer fiktiven Landschaft aus sinnlichem und glibberigem Material. FIEBRE ist ein roher, emphatischer Ort, in dem drei Tänzer*innen alle Möglichkeiten dieses viskosen, gefühlvollen Apparates er­forschen. Sie gleiten durch körperliche Zustände, erotisches Zusammensein, Sexualität, Ernsthaftigkeit und Lust. FIEBRE versucht, sich andere Wege des Zusammenseins vorzu­stellen, Schwellen zu überwinden und sich zu verwandeln. Erotik wird zu einer Quelle der Ermächtigung, wo Begehren, Ekel und Entfremdung frei koexistieren und sich gegen­ seitig nähren können.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 55 Minuten

TAMARA ALEGRE (CI/CH), LYDIA ÖSTBERG DIAKITÉ (NO/SE), NUNU FLASHDEM (UK/CH), MARIE URSIN (NO), CÉLIA LUTANGU (BE/CH) bewerten:

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© LISA RASTL
Tanz

WILLI DORNER (AT)

FIGURE

Als analoge und zugleich digitale Existenz ist diese Frau eine wie du und ich. Sobald sie sich als Bild präsentiert, ist sie anwesend und abwesend zugleich. Seit dem Ausbruch der Pandemie sind wir mehr denn je ein­geschlossen in mediale Strukturen – ganz so wie hier die herausragende Tänzerin Esther Baio. Sie zeigt, wie soziale Medien Einsamkeit produzieren, wie sie User*innen in Bilder übertragen und zu isolierten Gespenstern machen. Als Performerin dringt Baio in die dramatischen Widersprüche zwischen ihrem Körper und Medien wie Video, Text oder Musik ein. Die Fäden bei dieser Darstellung einer Entfremdung zieht der Wiener Spezia­list für urbane Choreografie Willi Dorner.

Uraufführung
Dauer: 50 Minuten

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© DANNY WILLEMS
Tanz

ULTIMA VEZ / WIM VANDEKEYBUS (BE)

TRACES

Wilder Tanz, energiegeladene Körper, brachiale Szenen und atemberaubende Sinnlichkeit kennzeichnen die Werke von Wim Vandekeybus, der zu den einflussreichsten Choreografen der Gegenwart zählt. Immer wieder hat er sich mit dem Animalischen im Menschen auseinandergesetzt. Jetzt steuert er dieses Motiv in eine Darstellung der Verletzungen, die Kultur und Natur einander zufügen. Angeregt von einer Reise in die Wälder Rumäniens, von Tanzbären, der nomadischen Lebensweise der Roma und von Werken des tschechisch-französischen Photographen Josef Koudelka, involviert Vandekeybus sein Publikum in diese aufwühlende Bilder-Zeremonie ohne Worte. Seine zehnköpfige Tänzer*innen-Horde liefert sich einem spannungsgeladenen Konflikt zwischen Stillstand und blindem Vorwärts aus, und die „Spuren“ darin werden allein durch Bewegungen, Rhythmen, Intensitäten und Atmosphäre deutlich. Dabei geht es nicht um „realistische Bilder“, sagt Wim Vandekeybus, sondern um „Verfremdung und Abstraktion“, die das Publikum zum Denken anregt. TRACES ist kein Dokumentartheater, sondern Kunst in Reinkultur.

Österreichische Erstaufführung
Dauer: 105 Minuten

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Buchpräsentation

GUY COOLS (BE/AT) IN CONVERSATION WITH ALAIN PLATEL (BE)

PERFORMING MOURNING, LAMENTS IN CONTEMPORARY ART.
FESTIVALPROGRAMM EXTRAS: BUCHPRÄSENTATION

Anlässlich seines neuen Buches Performing Mourning, Laments in Contemporary Art. wird der in Wien lebende Tanzdramaturg Guy Cools mit dem Choreografen Alain Platel ins Gespräch kommen. Die beiden kennen sich seit mehr als 30 Jahren und haben sich schon oft in öffentlichen Gesprächen aus­getauscht. Diesmal werden sie sich darauf konzentrieren, wie die Verletzlichkeit des alternden und sterbenden Körpers in einigen von Platels Schlüsselwerken des letzten Jahrzehnts eine zentrale Rolle gespielt hat: Gardenia (2010), En Avant Marche (2015) und Requiem pour L. (2018).

Dauer: 60 Minuten
Eintritt frei / Kartenreservierung erforderlich

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© Emilia Milewska
Tanz

«EXPRESSIONS’21»

IMPULSTANZ WORKSHOPS (AT)

Final Workshop Showing

Nach vier Wochen intensiven Tanzens zeigen Workshop- Teilnehmer*innen Auszüge ihres Schaffens.

Eintritt frei / Kartenreservierung erforderlich

Die Buchung von kostenlosen Zählkarten für diese Veranstaltung ist ab 11. August 2021 – 10:00 Uhr möglich. Pro registrierter Kundin/registriertem Kunden können max. 4 Tickets reserviert werden.

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© Anja Beutler
Buchpräsentation

MICHAEL LAUB (BE) IN CONVERSATION WITH MICHAEL STOLHOFER

REWIND SONG
FESTIVALPROGRAMM EXTRAS: BUCHPRÄSENTATION

Rewind Song ist ein retrospektiver Remix von Material, das aus Performances stammt, die oft von vornherein durcheinander ge­mixt waren. Es mischt Fotografie und Texte neu, auf eine nicht chronologische Weise, die ebenso leicht chaotisch wie orchestriert ist. Das Stück driftet sowohl thematisch als auch geografisch. Die Anhäufung von Szenen, aus ihrem ursprünglichen Kontext gerissen, schlägt alternative Wahrnehmungen vor, ganz ähnlich wie Trümmerreste von Erinnerungen.

Michael Laub und Michael Stolhofer im Gespräch über Michal Laubs neues Buch, Rewind Song.

Dauer: 60 Minuten
Eintritt frei / Kartenreservierung erforderlich

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Film

MUSIC VIDEO PROGRAMME INTERNATIONAL

I LIKE
FESTIVALPROGRAMM EXTRAS: VIDEO | IMPULSTANZ X MUSEUM

Formvollendete Hochglanz­-Videos, animierte Trips in psychedelische Welten, intime Mini­-Porträts: Die Internationalen Musik­video­-Highlights versammeln herausragende Videos des vergangenen Jahres und geben Bild und Musik trotz (oder auch wegen?) der Pandemie ausreichend Raum zur gemein­samen Entfaltung.

Musikvideoprogramm in Kooperation mit Vienna Shorts, kuratiert von Theresa Pointner und Christoph Etzlsdorfer

Eintritt mit mumok-Ticket
Dauer: 65 Minuten

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© HNN / je pars
Film

MUSIC VIDEO PROGRAMME WITH FOCUS ON THE EXHIBITION ENJOY AT MUMOK

POP ART
FESTIVALPROGRAMM EXTRAS: VIDEO | IMPULSTANZ X MUSEUM

Das Programm Pop Art greift sowohl ästheti­sche als auch inhaltliche Fragestellungen der aktuellen mumok­-Ausstellung Enjoy auf. In den Fokus rücken dabei Darstellungen des gesellschaftlichen Lebens, des Körpers und der Natur, verschränkt mit visuellen Anlehnungen an die Klassische Moderne, der Land, Body und – eben auch – Pop Art, gegossen in eines der wandlungsfähigsten zeitgenössischen Medien.

Musikvideoprogramm in Kooperation mit Vienna Shorts, kuratiert von Theresa Pointner und Christoph Etzlsdorfer

Eintritt mit mumok-Ticket
Dauer: 65 Minutes

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© DRIDI WESTSYDE
Film

STUDIOS KABAKO / VIRGINIE DUPRAY, FAUSTIN LINYEKULA (FR/CD)

LETTERS FROM THE CONTINENT

Was haben Fatoumata Bagayoko aus Mali, Kaïsha Essiane aus Gabun oder Abdoul Mujyambere aus Ruanda gemeinsam? Sie sind Überlebenskünstler*innen in afrikanischen Ländern, denen Choreograf Faustin Linyekula mit diesem Film seinen Respekt erweist. Bagayoko zum Beispiel bringt Kindern aus armen Familien das Tanzen bei, und Maria Tembe aus Mozambique behauptet sich als Tänzerin, obwohl ihr beide Beine fehlen. Diese 21 Video­-„Briefe“ wurden während der Covid­-19­-Pandemie gedreht und erlauben einen Blick auf das Leben als Drahtseilakt ebenso wie auf aktuelles zeitgenössisches Tanzschaffen von Marokko bis Südafrika.

Eintritt mit mumok-Ticket (außgenommen der Vorstellungen um 18:00 Uhr)
Dauer: 78 Minuten

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© Fernando Nhavene
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ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival

15. Juli bis 15. August 2021

Von 15. Juli bis 15. August 2021 zieht das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival wieder in die Theater und Museen Wiens ein und präsentiert in seiner einzigartigen Dichte und Vielfalt die hochkarätigen Positionen aus Tanz und Performance. Das Programm greift für 2020 geplante Produktionen auf und ergänzt diese mit neuen künstlerischen Arbeiten. Darüber hinaus bieten mehr als 160 Workshops und Research Projects sowie die Public-Moves-Klassen die Möglichkeit zum Selbertanzen.

Im Jahr 1984 von Karl Regensburger und Ismael Ivo gegründet, hat sich ImPulsTanz zu einem der bedeutendsten Festivals für zeitgenössischen Tanz und Performance weltweit entwickelt. Tausende professionelle Tänzer_innen, Choreograf_innen und Dozent_innen aus aller Welt, am Puls der Zeit, begegnen sich, arbeiten zusammen, zelebrieren den Tanz und versetzen die Stadt jeden Sommer für fünf Wochen in Bewegung. Mehr als 100.000 Menschen besuchen alljährlich das Festival: als Besucher_innen von mehr als 100 Vorstellungen auf den größten Bühnen Wiens, als Teilnehmer_innen der über 200 Workshops und Research Projects oder als Nachtschwärmer_innen auf den Festivalpartys oder in der ImPulsTanz Festival Lounge.

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25.08.20, 14:20, Tini Trotz Corona ein Superprogramm

Die Public Moves Workshops 2020 waren eine Superidee. Tolle Dozent*innen, spannende und sehr abwechslungsreiche Workshops und eine Toporganisation

Ereignisse / Festspiele Wiener Festwochen 14.5. bis 21.11.2021
Ereignisse / Festival Ost-West Musikfest Niederösterreich 4.7. bis 19.9.2021
Ereignisse / Festival Festival Herbstgold Eisenstadt 15. bis 26.9.2021
Ereignisse / Festival Theater im Park Wien Wien, Prinz-Eugen-Straße 26
Ereignisse / Festival Globe Wien
Marx Halle
Wien, Karl Farkas Gasse 19
Ereignisse / Festival Wiener Kabarettfestival Wien, Atzlergasse 34
Ereignisse / Festival Kultursommer Laxenburg Sommer 2021
Bildung / Festival ImpulsTanz Wien Workshops 15.7. bis 15.8.2021
Familie / Kinderprogramm Esterhazy Kids Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Konzerte / Konzert classic.Esterhazy Eisenstadt Eisenstadt, Esterházyplatz 5
Ereignisse / Festival Jazz Fest Wien Wien, Lammgasse 12/8
Ereignisse / Theater Brut Wien Wien, Karlsplatz 5
Ereignisse / Festival Wien Modern Wien, Lothringerstraße 20
Ereignisse / Kulturveranstaltung art:phalanx
Fr, 6.8.2021, 15:00 Uhr

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