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Literaturhaus Salzburg

Ein Ort für das Wort

Seit Herbst 1991 ist im 400 Jahre alten, denkmalgeschützten Eizenbergerhof am Rand der Salzburger Altstadt, die Literatur zu Hause ... Anfangs ein Geheimtipp hat sich das Literaturhaus seinen Platz in der Welt der Sprachen und Bücher, der Autorinnen und Autoren erobert.
Rund 300.000 Besucherinnen und Besucher haben allein in den ersten 24 Jahren ca. fünftausend Veranstaltungen mit tausenden Schriftstellern und Künstlern besucht ...

Ein Trägerverein und fünf autonome Literaturvereine und Autorengruppen - manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt - haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum (2014 kamen zu 274 Veranstaltungen über 15.000 Besucher): professionell, bunt und engagiert nach dem Motto "Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt".

Das zweistöckige Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auch vermietet werden, und Büros eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet), benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron auch für den Platz vor dem Haus.

Kontakt

Literaturhaus Salzburg
Verein Literaturhaus
Strubergasse 23
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 662 / 422 411
Fax: +43 662 / 422 411-13
E-Mail: info@literaturhaus-salzburg.at

 

Anfahrt
vom Zentrum Salzburg mit den Linien 7 und 8, Haltestelle „Strubergasse“ und der Linie 24, Haltestelle „Wallnergasse“, vom Bahnhof mit der Linie 2, Haltestelle „Gaswerkgasse“.
Bewertungschronik

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Lesung

Der ehemalige Sohn

Sasha Filipenko

Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

Der belarussische Autor Sasha Filipenko ist – wie alle ernsthaften Künstler in seiner Heimat – im Widerstand zum Lukaschenko-Regime. Nach seinem einmaligen Literaturhaus-Auftritt im Vorjahr stellt er nun seinen neuen Roman „Der ehemalige Sohn“ (Diogenes Verlag, 2021, aus dem Russischen von Ruth Altenhofer) vor. Deutsche Lesung: Michael Kolnberger. Moderation und Übersetzung: Mariya Donska.

Was wäre, wenn ein junger Mann in Belarus nach zehn Jahren im Koma wieder aufwacht? In der Familie und im privaten Umfeld des jungen Franzisk in Minsk hat sich alles verändert: Seine Freundin hat sich längst woanders umgeschaut, seine Mutter hat eine neue Familie, seine geliebte Großmutter, die sich als Einzige um ihn gekümmert hat, ist nicht mehr. Aber in seinem Land ist alles noch genau wie vorher: Ein autoritärer Präsident ist an der Macht, die jungen Leute verlassen in Scharen das Land, und jeder Protest wird sogleich erstickt. Wird Zisk in diesem erstarrten Land seinen Platz finden?

Ein gewitzter und bewegender Roman aus Belarus.

Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist Schriftsteller, Drehbuch-Autor, Journalist, Gag-Schreiber für eine Satire-Show und TV-Moderator. Der leidenschaftliche Fußball-Fan schreibt auf Russisch, lebt in St. Petersburg und in der Schweiz. 2020 erschien der Roman „Rote Kreuze“ auf Deutsch.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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© Roswitha Klaushofer
Buchpräsentation

Die besten Jahre verschrieben - 40 Jahre SAG

Seit 1981 werkt und wirkt die Salzburger AutorinnenAutoren-Gruppe in Stadt und Land Salzburg.

Veranstaltet, veröffentlicht, vernetzt; regt an, setzt um, teilt mit; ermöglicht Resonanz und bringt Gewesenes, Künftiges, Vergessenes zur Sprache. 40 Jahre Arbeit am Wort. 40 Jahre bewegte Vereinsgeschichte.

Für dieses Jubiläum wurden Beiträge gesammelt, die seit dem Gründungsjahr der SAG entstanden sind, nicht nur, um einmal mehr die mannigfachen Möglichkeiten von Sprache und Literatur aufzuzeigen, sondern auch, um Aspekte der Entwicklung des Vereins darzuschreiben.

Damit bei der Lesung auch möglichst alle Beitragenden zu Wort kommen, wurden die Schauspieler Anja Clementi und Georg Clementi engagiert, um 1-minütige Passagen aus den Texten der Anthologie vorzutragen: zwei hochkarätige Stimm(ungs)künstler und Emotionsakrobaten, die auch die Zwischentöne gekonnt erklingen lassen.

Musik: Laura Gfrerer (Violine)

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

29. liteRADtour: Auf den Spuren von Max Reinhardt und Stefan Zweig

Hildemar Holl, Gert Kerschbaumer

Geführte Radtouren

Seit 1993 radeln und spazieren auf Einladung des Literaturhauses – nach einer Idee von Leiter Tomas Friedmann – jedes Jahr an einem Sonntag im September Neugierige auf den biographischen Spuren von Schriftstellern wie Georg Trakl, Thomas Bernhard, H.C. Artmann, Peter Handke, Gerhard Amanshauser u.a. und deren Werken durch Salzburg. Geführt werden die Touren von Experten aus der Literaturszene, die Bekanntes und Unbekanntes erzählen – oftmals garniert mit Anekdoten und Textstellen.

Bei der diesjährigen liteRADtour werden zwei Touren angeboten:

a) Der Historiker Gert Kerschbaumer – er hat u.a. über den Kunstraub in der Zeit des Nationalsozialismus und zu Werken von Stefan Zweig publiziert – führt auf den Spuren von Stefan Zweig durchs jüdische Salzburg: vom Kapuzinerberg bis zum neuen Marko-Feingold-Steg.

b) Der Germanist Hildemar Holl – er ist u.a. Mitarbeiter im Literaturarchiv, Vorsitzender der Internationalen Zweig-Gesellschaft und Herausgeber – beschäftigt sich mit dem Theatermacher und Festspiel-Gründer Max Reinhardt: auf dessen Salzburger Wohnsitz Schloss Leopoldskron.

Treffpunkt für die liteRADtour 2021 – bitte kommen Sie per Fahrrad – ist wie immer um 14 Uhr vor dem Literaturhaus. Das Ende der beiden Touren ist für 17 Uhr geplant. Bei Schlechtwetter bitte um Anruf auf dem Info-Telefon: 0662 / 422411 (ab 12.30 Uhr).

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 5

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Lesung

¡lesen lassen!

¡lesen lassen! ist eine Veranstaltungsreihe des Literaturvereins erostepost, die aus dem readers’ round table hervorgegangen ist und Autoren und Autorinnen die Möglichkeit bieten soll, mehr über die Qualität eigener Texte im Rahmen einer interessierten Öffentlichkeit zu erfahren.

¡lesen lassen! ist ein Forum für ambitionierte Schreibende, bei dem sie von Literaturinteressierten außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik erhalten.

Die Lesenden sollen sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn im Café des Literaturhauses anmelden und drei Texte vorbereitet haben (Lesedauer: eine Minute, 5 Minuten und 10 Minuten). In zwei Runden wird ein Sieger oder eine Siegerin des Abends ermittelt, der oder die von erostepost zu einem eigenen Termin am 2. Dezember 2021 zu einer bezahlten Lesung eingeladen wird.

In einer ersten Runde lesen die Autor/inn/en ihre einminütigen oder fünfminütigen Texte. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll.

Die drei Besten lesen nun ihre 10-minütigen Texte, und nach einer abschließenden halbstündigen Diskussion wird durch erneutes Abstimmen der/die Gewinner/in ermittelt.

Veranstalter: erostepost

Eintritt: ein funktionierender Kugelschreiber

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Lesung

Familienroman

Ivana Sajko

Lesung & Gespräch (kroatisch/deutsch)

„Die Botschaft war eindeutig. Und das Volk merkte sie sich. Seitdem jubelt es nur, winkt und klatscht, und es hat sich an alles gewöhnt, auch an jene oben genannten Gauner, Diebe, Verbrecher, Beutelschneider, Zocker, Haderlumpen (…) denn das Volk tut – genauso, wie die Mutter sagt – , was es muss. Das heißt: nichts.“

Als „Familienroman“ betitelt die kroatische (Theater-)Autorin und Regisseurin Ivana Sajko ihre literarische Darstellung der „Ereignisse von 1941 bis 1991 und darüber hinaus.“ Wir lesen von vier Generationen und einer Erzählerin, die sich den Tücken des Erinnerns stellt. Wir lesen vom Partisanenkampf im Zweiten Weltkrieg, vom Jugoslawien unter Tito und vom Himmel über Zagreb. Wir lesen vom letzten Krieg in Europa, vom Lieben, vom Sterben. Historisches Geschehen verwebt sich mit privatem, Idealismus mit Enttäuschung, die kleine Biografie einer Familie mit der großen Geschichte unseres Kontinents.

„Einfacher hat noch nie jemand den Zerfall Jugoslawiens beschrieben“, sagt die Übersetzerin Alida Bremer, die diesen Abend auch moderieren wird.

Ivana Sajko, geboren 1975 in Zagreb, ist Autorin, Dramaturgin und Regisseurin. Mit ihren vielfach ausgezeichneten post-dramatischen Theaterstücken gilt sie als Erneuerin des südosteuropäischen Theaters. Neben diesen liegen die Romane „Rio Bar“, „Liebesroman“ sowie der Essay „Richtung Wahnsinn und Revolution“ in deutscher Übersetzung vor. „Familienroman“ ist im Verlag Voland & Quist erschienen.

Veranstalter: prolit

Eintritt: € 8/6

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Lesung

Dein Schatten tanzt in der Küche

Barbara Frischmuth

Barbara Frischmuth erzählt in ihrem neuen Buch von fünf Frauen, die sich behaupten müssen: Darya, Agnes, Amelie, Doris und Paula hat das Leben bereits zugesetzt, sie haben existenzielle, folgenschwere Entscheidungen getroffen, von Schicksalsschlägen und katastrophalen Verwerfungen sind ihre Geschichten geprägt. Fünf Variationen über Selbstbehauptung und Einsamkeit, fünf Frauenschicksale in unterschiedlichsten Lebenswelten, denen Barbara Frischmuth als souveräne Erzählerin mit einfühlsamer Sprache, Empathie und ohne Sentimentalität in ihren Texten eine Stimme gibt.

Barbara Frischmuth, geb. 1941 in Altaussee, wo sie seit vielen Jahren wieder lebt. Sie studierte Türkisch, Ungarisch und Orientalistik und ist seitdem freie Schriftstellerin. Seit ihrem Debüt „Die Klosterschule“ (Suhrkamp Verlag, 1968) hat Barbara Frischmuth zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und literarische Gartenbücher veröffentlicht, zuletzt unter anderem „Woher wir kommen“ (2012) und „Verschüttete Milch“ (2019). 2021 erschien der Erzählband „Dein Schatten tanzt in der Küche“ (alle Aufbau Verlag).

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 10/8/6

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Erzähltheater

HÖRENSAGEN

WeGe Theater

Improvisiertes Erzähltheater

HÖRENSAGEN ist das bewährte 55-Minuten-Format von WeGe theater. 6 Spieler*innen treten an, um an jedem Abend neue Figuren zu erfinden. Was es dazu braucht, sind Geschichten, jemanden, der zuhört, und Zuschauer, die sehen, wie daraus ein Spiel wird.

WeGe theater spielen seit über 10 Jahren Improtheater. Sie haben ihre eigene, stillere Form des sonst oft sehr pointenfixierten Spontanspielens gefunden und arbeiten mit Vorliebe am Übergang von Erzählung zu Szene. Immer ist es eine riskante Suche nach glaubwürdigen Figuren, den sich spontan ergebenden Konstellationen und ihrer Entwicklung.

2011 hat WeGe theater seinen Erstling „hausgemacht“ in der ARGEkultur in Salzburg aufgeführt, im Jahr darauf mit dem Stück „wohin – wozu“ Reisende gezeigt und in der Saison 2014/15 die Serie „hausen“ in 10 Episoden auf die Bühne gebracht. HÖRENSAGEN wird seit 2018 gespielt, und „Das neue Stück“ wurde beim Amateurtheaterfest im Schauspielhaus 2019 vorgestellt. Seit 2020 gibt es das neue Format HÖRENSAGEN mehrmals pro Jahr im Literaturhaus Salzburg.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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Ausflug

Im Schatten des Heukarecks

Harald Gschwandtner

Literaturfahrt

Als Thomas Bernhard im Juli 1949 erstmals in die Lungenheilstätte Grafenhof eingewiesen wurde, bedeutete dies für ihn einen gravierenden Einschnitt. Die beiden Aufenthalte in St. Veit, die Bernhard im autobiographischen Band „Die Kälte“ (1981) verarbeitet hat, rissen ihn aus seinem bisherigen Leben – und prägten ihn zugleich in vielfältiger Weise. Sein erster, 1963 erschiene­ner Roman „Frost“ ist in der Gegend angesiedelt, auch in vielen anderen Büchern hat die Zeit „im Schatten des Heukarecks“ ihren Niederschlag gefunden. Außerdem lernte er hier Menschen kennen, die für ihn zeitlebens eine wichtige Rolle spielten.
Im Rahmen einer Literaturfahrt in den Pongau werden wir die neu gestaltete Bernhard-Ausstellung im Seelackenmuseum in St. Veit besuchen, uns aber auch auf die Spuren anderer Autorinnen und Autoren begeben, die in der Gegend gelebt und gearbeitet haben – und sie ganz anders in den Blick genommen haben als der große „Unterganghofer“ Bernhard. Immer wieder wollen wir uns dabei fragen, wie Literatur und Biographie, wie Schreiben und Leben miteinander in Beziehung stehen.

Die Reiseleitung übernimmt Harald Gschwandtner, Buchhändler, Literaturwissenschaftler und -kritiker in Salzburg.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 58 inkl. Busfahrt, Eintritte, Führungen

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Kurs

Vorbei

Ludwig Laher

Schreibwerkstatt

Dieses Wort ist neutraler als etwa ‚Abschied‘. Ich werde als Beispiele Texte auswählen, die sich nicht sentimental oder nostalgisch mit der unabänderlichen Tatsache beschäftigen, dass etwas vorbei ist. Lyrik, kurze Erzählprosa, Essays, vielleicht auch Dramolette sollen zum Schreiben anregen.

Oft ist es gut, wenn es vorbei ist. Man lernt den normal funktionierenden Körper ganz anders schätzen, wenn die Schmerzen vorbei sind. Der Schrecken ohne Ende ist meist furchtbarer als ein Ende mit Schrecken. Den Übertritt in die Pension empfinden die einen als Befreiung von Bürden.

Aber es kann auch ganz anders sein. Manche fallen im Ruhestand in ein tiefes Loch. Gelegenheiten sind verstrichen, die sich nicht noch einmal auftun werden. Warum hat man sie nicht genützt? Das Irreversible kann uns zur Verklärung des Gewesenen verführen, die einer Überprüfung kaum standhält. In diesem Fall soll es beim Schreiben um die Überprüfung gehen, nicht um die Verklärung.

Es wird nicht nur der Inhalt wichtig sein, sondern auch die je adäquate Form. Vorgaben dazu gibt es keine. Papier, Bleistift, ev. Laptop sind mitzubringen. Kopien aller geschaffenen Texte werden für alle erstellt werden, um Besprechungen der Arbeiten zu ermöglichen.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 130

Anmeldung erforderlich: 0662 422781 oder leselampe@literaturhaus-salzburg.at

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Lesung

Die Faszination vom Ende der Welt, wie wir sie kennen

Thomas von Steinaecker
Kerstin Putz

Lesung & Gespräch - Eröffnung Science-meets-Fiction-Festival

Zur Eröffnung des Festivals SCIENCE MEETS FICTION 2021 sprechen Kerstin Putz und Thomas von Steinaecker über die Faszination, die von Endzeiterzählungen ausgeht. Von Steinaecker wird dazu auch aus seinem Roman „Die Verteidigung des Paradieses“ lesen: Mit einer Handvoll anderer Überlebender lebt der junge Heinz auf einer Alm – in einem Zwangsidyll, denn nach einer Katastrophe ist ein Leben in der heißen Außenwelt kaum möglich. Heinz möchte ein guter Mensch sein, will festhalten, was Höflichkeit und Anstand bedeuten. Seine Ansprüche an sich selbst werden jedoch auf die Probe gestellt, als die kleine Gruppe die Alm verlassen muss. Moderation: Stefan Wally.

Kerstin Putz ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Literaturmuseums der Österreichischen Nationalbibliothek, wo sie zuletzt die Sonderausstellung „Utopien und Apokalypsen. Die Erfindung der Zukunft in der Literatur“ co-kuratierte.

2018 erhielt Thomas von Steinaecker den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar, „Die Verteidigung des Paradieses“ (Fischer Verlag, 2017) wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Veranstalter: Verein Literaturhaus, Festival Science-meets-Fiction

Eintritt: € 10/8/6

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Diskussion

Schreiben, zeichnen, Leben retten

Teresa Präauer
Line Hoven

StreitBar

Wieso schreiben, wieso zeichnen, wann, wo, wozu? Und wie wird daraus ein Leben? Der Zeichner Hans Traxler schrieb einmal in seinen 10 Gründen, weshalb er gerne zeichne: Zeichnen macht glücklich. Macht Zeichnen denn glücklich? Und lesen wir, um der Welt zu entfliehen, oder um an ihr zu bauen? Teresa Präauer, Autorin und bildende Künstlerin, spricht darüber mit Line Hoven, Illustratorin und Comiczeichnerin aus Hamburg, auf Einladung der Salzburger Leselampe und mit Willy Puchner, Zeichner, Fotograf und Autor, in der Alten Schmiede in Wien.

Konkret wird es in den Gesprächen um Fragen des Anfangs eines Weges als Künstler und Künstlerin gehen, um Arbeitsmaterial, Anlass und Inspiration für die Arbeit, um das Weitermachen und Dranbleiben, um die Veränderungen, um Auftraggeber, Brotberufe und Kuchenkrümel, um das Verhältnis von Bild und Text – um ein Leben in der Welt der Farben, Linien und Buchstaben.

Teresa Präauer, geboren 1979 in Linz, studierte Germanistik und Bildende Kunst in Salzburg und Berlin. Im Wallstein Verlag erschienen zuletzt der Roman „Oh Schimmi“ (2016), der Großessay „Tier werden“ (2018) und „Das Glück ist eine Bohne und andere Geschichten“ (2021). Zahlreiche Auszeichnungen und Preise, unter anderem der Erich-Fried-Preis 2017. Sie lebt in Wien.

Line Hoven, geboren 1977 in Bonn, arbeitete als Kostüm- und Bühnenbildnerin am Staatstheater Kassel, studierte dann Visuelle Kommunikation und Grafik; heute arbeitet sie als freiberufliche Illustratorin, Comic-Zeichnerin und Künstlerin in Hamburg. Zuletzt erschien im Verlag C.H. Beck das Buch „Paargespräche“ mit Texten von Jochen Schmidt, illustriert von Line Hoven.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Alte Schmiede

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Lesung

Pandorama

Gruppenlesung

„Pandora – Panorama – Pandemie“ - aus diesen drei Begriffen fügt sich der Titel der heurigen SAG-Gruppenlesung in der Stadtbibliothek zusammen.

Mag er im ersten Moment vielleicht wie ein Rechtschreibfehler wirken, so eröffnet er bei genauerer Betrachtung, Perspektiven und ungeahnte Möglichkeiten; verschrägt Denkwinkel und macht Möglichkeiten weit; fordert heraus, sich aus der Komfortzone zu schälen, und fördert die Entfaltung frischer Visionen.

Inge Glaser, Katalin Jesch, Barbara Keller, Paul Lahninger, Eva Löchli, Fritz Popp, Wolfgang Rendl, Hannes Stiegler und Horst Weber nähern sich, gemeinsam mit dem Trio Exquisit, dem Thema auf vielfältige Weise – lyrisch, prosaisch, satirisch, dramatisch –, folgen den Begriffen und ihren Bedeutungsschichten bis zur Wurzel und weiter ins Wortmyzel.

Neudichtungen antiker Mythen, verheerend humorvolle Zukunftsprognosen und Gegenwartsspiegelgedichte – dieser Abend wird bunt und weit.

Musik: Trio Exquisit

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: frei;
Anmeldung erforderlich unter: stadtbibliothek@stadt-salzburg.at, telefonisch unter 0662 / 8072 2450

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Lesung

Bergisch teils farblos

Zsuzsanna Gahse

Lesung & Gespräch

„Kaum zu fassen, wie unterschiedlich Berge betrachtet werden. Investitionsmöglichkeiten, Urlaubsregionen, Jagdgebiete, Regionen für Klettertouren zum Himmel hinauf …“, notiert die Ich-Erzählerin von Bergisch in eine ihrer Mappen. Unterwegs in nicht nur freundlichen Alpengegenden, sammelt sie in unterschiedlichen Hotels und Berghütten Porträts von Besuchern und den heimischen Gastgebern.

Öfters ist sie auch mit Freunden unterwegs, die ihr Interesse für Speisen, Sprachen und deren topografische Zusammenhänge teilen. Sie sammeln Farben, suchen sogar nach Farblosigkeiten, und zu sechst entwickeln sie die Idee eines begehbaren Tagebuchs, um ihre Beobachtungen aufschlussreich archivieren und präsentieren zu können.

Nach und nach tauchen weitere Gebirge auf, unter anderem das Uralgebirge oder etwa die Guayana-Region, und auch die Berge aus Literatur und Kunst sind mit von der Partie.

In über 500 Aufzeichnungen entfaltet Zsuzsanna Gahse ein feinmaschiges Zusammenspiel zwischen den sechs Personen und zugleich entsteht ein lebendiges Panorama der Bergwelten, eine vielschichtige Typologie des „Bergischen“.

Zsuzsanna Gahse, geb. 1946 in Budapest, aufgewachsen in Wien und Kassel, lebte längere Zeit als Schriftstellerin in Stuttgart und Luzern, zur Zeit wohnt sie in Müllheim, Schweiz. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, über 30 Buchveröffentlichungen. Aus dem Ungarischen übersetzte sie u.a. Zsuzsa Rakovsky, István Kemény, István Vörös. „Bergisch teils farblos“ ist in der Edition Korrespondenzen erschienen.

Veranstalter: prolit

Eintritt: € 8/6

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Lesung

Arbeit am Berg & Hotel Weitblick

Lisa-Viktoria Niederberger, Renate Silberer

Im Sommer 2021 hat Lisa-Viktoria Niederberger im Rahmen eines Stipendiums drei Wochen auf einer Alpe in Vorarlberg verbracht und sich dort literarisch großen Themen angenähert: Arbeit, Leben, Stille. Sie liest aus der Textsammlung „Arbeit am Berg“, gibt im Gespräch Einblick in die Produktion von Texten und stellt sich der Frage nach der Korrelation von Entstehungsort und Inhalt.

Vier Führungskräfte einer Werbeagentur, ein Wochenende in einem abgelegenen Hotel: Wer den Geschäftsführer-Posten bekommen soll, entscheidet der Consulter Marius Tankwart. Renate Silberer richtet in ihrem Romandebüt einen entlarvenden Blick auf die erlernten Handlungsweisen unserer Gesellschaft und legt deren zutiefst beunruhigende Ursprünge frei.

Lisa-Viktoria Niederberger lebt in Linz, wo sie derzeit Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz studiert und freiberuflich an literarischen Projekten arbeitet, u.a. im Kinderbuchbereich und an einem Romanmanuskript; ihr Debüt „Misteln“, ein Kurzprosaband, ist im März 2018 in der edition mosaik erschienen.

Renate Silberer, geboren 1975, lebt ebenfalls in Linz. Für ihre Gedichte und Prosaarbeiten wurde sie mit diversen Stipendien ausgezeichnet, u.a. mit dem Rauriser Förderungspreis 2013. 2017 erschien ihr Erzählband „Das Wetter hat viele Haare“, wie ihr Romandebüt „Hotel Weitblick“ bei Kremayr & Scheriau.

Veranstalter: erostepost

Eintritt: € 8/6/4

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Lesung

U20 Poetry Slam

Bühne frei für junge Talente

U20 Poetry Slam im Literaturhaus, dem Salzburger Hotspot für junge Slampoet*innen, Wortkünstler*innen, Lyriker*innen, alle Schreibenden – und interessiertes Publikum! Beim U20 Poetry Slam darf man nach Herzenslust reimen, rappen, erzählen oder sich einfach auf der Bühne austoben. Die einzigen Bedingungen für die Auftretenden sind:

• Alter unter 20 Jahren,
• Zeitlimit pro Auftritt von 6 Minuten,
• Vortrag eines selbstgeschriebenen Textes (oder mehrerer),
• Verzicht auf Hilfsmittel (z.B. Gegenstände) beim Vortrag,
• Anmeldung unter: slam@literaturhaus-salzburg.at

Für manchen Poeten der Gegenwart bedeuteten die U20-Slams den Einstieg in die Welt der Bühnenliteratur, viele andere hatten einfach Spaß auf der Bühne. Dabei geht es um Abende mit großen Gefühlen oder kleinen Alltagsgeschichten, jedenfalls aber immer ehrlich und echt. Eine fünfköpfige Jury bewertet die Auftritte – und allen Teilnehmenden winken Preise! Außer Konkurrenz tritt wieder ein Special Guest auf. Moderiert wird der U20 Poetry Slam im Literaturhaus von Ko Bylanzky, der auch Mitorganisator ist. Und jeden Abend legt das DJ-Duo housewerk auf.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 8/6/4

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Lesung

Echos Kammern

Iris Hanika

Lesung & Gespräch

Anspielungsreich jongliert Iris Hanikas neuer Roman mit vielfachen Ebenen und geht dabei im besten Sinn an die Grenzen von Wirklichkeit, Sprache und Literatur. Zu Beginn gelangen wir mit Sophonisbe, einer nicht mehr ganz jungen Dichterin, nach New York. So tollkühn der Roman anhebt, so unnachahmlich katapultiert er uns dorthin, wo die Aufgabe des modernen Dichters liegt: eine neue, ganz andere Sprache zu finden für die Gegenwart, für das Glück, für das Wesentliche … Das heißt: für alles.

Es geht um das Leben in den Städten (Berlin und New York), es geht aber auch um die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Liebens, es geht um den Beginn der Dichtkunst und um die Zumutungen spätkapitalistischer Gegenwart, es geht um die Absurdität des Daseins und um die Lebenslust, die sich bei allem Ungemach als tragfähig erweist.

„In einer Zeit, wo Leichtigkeit und Heiterkeit und das Träumen und Wünschen ohnehin eingeschränkt sind, kommt dieser virtuose Roman gerade recht.“ (Ingo Petz, Der Standard)

Iris Hanika, 1962 geboren, lebt in Berlin. „Echos Kammern“ ist im Droschl Verlag erschienen.

Veranstalter: prolit

Eintritt: € 8/6

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Fest

30 Jahre Literaturhaus

Von 11. bis 16. Oktober 2021 feiern alle Vereine im Haus den 30. Geburtstag mit Lesungen, Vorträgen, Musik, DJ usw.

Jeden Abend gestaltet ein anderer Verein im Literaturhaus Salzburg ein spezielles Programm, u.a. gibt es einen "bunten Abend" mit Kurt Palm und Karl Ferdinand Kratzl sowie der Musikerin Anna Mabo, einen "kroatischen Abend" mit Goran Fercec und Ivica Pretenjaca, einen "österreichischen Abend" mit Ludwig Laher und Lisa Spalt, einen "Salzburger Abend" mit Rudolf Habringer, Fritz Popp und Gerlinde Weinmüller etc. Außerdem wird ein Literaturfrühstück über Kathrin Röggla angeboten sowie Aktivitäten im Jungen Literaturhaus mit Edi Jäger. Veranstalter sind der Trägverein Literaturhaus, das Literaturforum Leselampe, die Salzburger Autorengruppe, GAV-Salzburg, prolit und erostopost. Das detaillierte Programm wird Ende August bekannt gegeben.

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Online

Neben Live-Lesen gibt es nun auch das neue Format:
Literatur für den Fall

Alle Veranstaltungen bis Sommer mussten abgesagt werden – dafür wurden digitale Formate erarbeitet. Neben täglichen Facebook-Lesungen gibt es nun auch den Literatur-Blog von prolit und Literaturforum Leselampe.

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Literaturhaus Salzburg

Verein Literaturhaus

Ein Ort für das Wort

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Rund 300.000 Besucherinnen und Besucher haben allein in den ersten 24 Jahren ca. fünftausend Veranstaltungen mit tausenden Schriftstellern und Künstlern besucht ...

Ein Trägerverein und fünf autonome Literaturvereine und Autorengruppen - manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt - haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum (2014 kamen zu 274 Veranstaltungen über 15.000 Besucher): professionell, bunt und engagiert nach dem Motto "Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt".

Das zweistöckige Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auch vermietet werden, und Büros eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet), benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron auch für den Platz vor dem Haus.
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Literatur / Lesung Buchtipp
Literatur / Museum Robert Musil Literatur-Museum Klagenfurt Klagenfurt, Bahnhofstraße 50
Literatur / Wettbewerb Literarischer März Darmstadt 26. und 27.3.2021
Literatur / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Literatur / Lesung Literaturhaus München München, Salvatorplatz 1
Literatur / Lesung Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Alexandraweg 23
Literatur / Forum Verein Deutsche Sprache e. V. Dortmund, Martin-Schmeißer-Weg 11
Literatur / Festival Poetry on the road Bremen Bremen, Neustadtswall 30
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Konzerte / Konzert Dresdner Philharmonie Dresden, Schloßstr. 2
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Literatur / Messe Buch Wien
Literatur Literaturfest Niedersachsen Hannover, Schiffgraben 6-8

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