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Literaturhaus Salzburg

Ein Ort für das Wort

Seit Herbst 1991 ist im 400 Jahre alten, denkmalgeschützten Eizenbergerhof am Rand der Salzburger Altstadt, die Literatur zu Hause ... Anfangs ein Geheimtipp hat sich das Literaturhaus seinen Platz in der Welt der Sprachen und Bücher, der Autorinnen und Autoren erobert.
Rund 300.000 Besucherinnen und Besucher haben allein in den ersten 24 Jahren ca. fünftausend Veranstaltungen mit tausenden Schriftstellern und Künstlern besucht ...

Ein Trägerverein und fünf autonome Literaturvereine und Autorengruppen - manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt - haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum (2014 kamen zu 274 Veranstaltungen über 15.000 Besucher): professionell, bunt und engagiert nach dem Motto "Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt".

Das zweistöckige Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auch vermietet werden, und Büros eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet), benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron auch für den Platz vor dem Haus.

Kontakt

Literaturhaus Salzburg
Verein Literaturhaus
Strubergasse 23
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 662 / 422 411
Fax: +43 662 / 422 411-13
E-Mail: info@literaturhaus-salzburg.at

 

Anfahrt
vom Zentrum Salzburg mit den Linien 7 und 8, Haltestelle „Strubergasse“ und der Linie 24, Haltestelle „Wallnergasse“, vom Bahnhof mit der Linie 2, Haltestelle „Gaswerkgasse“.
Bewertungschronik

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Lesung

Fremdes Licht

Michael Stavaric

Elaine findet sich an einem unbekannten Ort in einer eisigen, unwirtlichen Umgebung wieder. Langsam beginnt sie sich zu erinnern, und Sie begreift, was passiert ist: Ihr Großvater lebte einst bei den Inuit in Grönland, und er machte sie mit dem Überleben in Eis und Schnee vertraut. Und Elaine erinnert sich, dass sie zuletzt für einen Konzern in Winterthur tätig gewesen ist und sich dort als Genforscherin mit der Rekonstruktion von Leben beschäftigt hat. Dass die Erde bei einem Kometeneinschlag zugrunde gegangen ist und sie nun die letzte Überlebende zu sein scheint. Elaines Schicksal setzt der Autor die Erzählung ihrer Vorfahrin Uki gegenüber, die in Ostgrönland lebt und von einer Welt, wie sie Elaine erleben wird, noch nichts ahnen kann.

In seinem neuen Roman entwirft Michael Stavarič ein dystopisches Zukunfts­szenario, in dem die Naturgesetze durch den Menschen ausgehebelt werden und das die Grenzen der Wirklichkeit, die uns umgibt, in Frage stellt. Michael Stavarič versteht es in seiner Erzählung von einer vielleicht gar nicht fernen Zukunft und einer längst verschwundenen Vergangenheit, den Blick für die Gegenwart zu schärfen.

Michael Stavarič, geb. 1972 in Brno (Tschechoslowakei) geboren, lebt als freier Schriftsteller, Übersetzer und Dozent in Wien. Zuletzt erschienen der Roman „Gotland“ (Luchterhand Verlag, 2017) und das Kinderbuch „Balthasar Blutberg“ (Luftschacht Verlag, 2020). Zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, zuletzt: Adelbert-Chamisso-Preis, Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur. Lehraufträge zuletzt: Stefan Zweig Poetikdozentur an der Universität Salzburg (2015), Literaturseminar an der Universität Bamberg.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, prolit

Eintritt: € 10/8/6

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Erzähltheater

HÖRENSAGEN

WeGe Theater

HÖRENSAGEN ist das bewährte 55-Minuten- Format von WeGe theater. Improvisiertes Erzähltheater. 6 Spieler*innen treten an, um an jedem Abend neue Figuren zu erfinden. Was es dazu braucht, sind Geschichten, jemanden, der zuhört, und Zuschauer, die sehen, wie daraus ein Spiel wird.

WeGe theater spielen seit 10 Jahren Improtheater. Sie haben ihre eigene, stillere Form des sonst oft sehr pointenfixierten Spontanspielens gefunden und arbeiten mit Vorliebe am Übergang von Erzählung zu Szene. Immer ist es eine riskante Suche nach glaubwürdigen Figuren, den sich spontan ergebenden Konstellationen und ihrer Entwicklung.

2011 hat WeGe theater seinen Erstling „hausgemacht“ in der ARGEkultur in Salzburg aufgeführt, im Jahr darauf mit dem Stück „wohin – wozu“ Reisende gezeigt und in der Saison 2014/15 die Serie „hausen“ in 10 Episoden auf die Bühne gebracht. HÖRENSAGEN wird seit 2018 gespielt, und „Das neue Stück“ wurde beim Amateurtheaterfest im Schauspielhaus 2019 vorgestellt. Jetzt gibt es das neue Format HÖRENSAGEN im Literaturhaus Salzburg.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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Bildung

Lehrerfortbildung: Allerlei Anregungen zum Leseunterricht

Autorenlesung mit Martina Wildner
Maria Stoppacher-Sturm


Wie jedes Jahr präsentieren wir wieder Beiträge zum Lesen und zur Arbeit mit Literatur im Jungen Literaturhaus Salzburg mit einer Vorstellung des Schuljahres-Programms. Danach gibt es von Ernestine Kahlhammer und Maria Stoppacher Modelle für die praktische Arbeit mit Kinder- und Jugendliteratur sowie Aktuelles für den Leseunterricht. Gekrönt wird die VA traditionell mit einer Lesung und einer Gesprächsrunde. Heuer ist die mehrfach ausgezeichnete Jugendbuch-Autorin Martina Wildner zu Gast. Ihr Buch "Das schaurige Haus" wurde gerade für das Kino adaptiert.

Martina Wildner wurde 1968 im Allgäu geboren. Sie studierte zunächst in Erlangen Islamwissenschaften, dann an der Fachhochschule Nürnberg Grafikdesign mit Schwerpunkt Illustration. Gegen Ende des Studiums begann sie zu schreiben und spezialisierte sich auf Jugendbücher. Sie lebt als freie Malerin und Autorin in Augsburg. Wildner hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht und wurde 2003 mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet. 2014 erhielt sie für Königin des Sprungturms den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Autorin reist aus Berlin an, wo sie mit ihrer Familie lebt.

Veranstalter: Junges Literaturhaus, Pädagogische Hochschule

Eintritt: Anmeldung über ph-online: 157013SM09

Veranstaltungsnummer zur Anmeldung über ph-online: 157013SM09

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Bildung

Lehrerfortbildung: Maria Stoppacher-Sturm

Autorenlesung mit Martina Wildner

Allerlei Anregungen zum Leseunterricht

Wie jedes Jahr präsentieren wir wieder Beiträge zum Lesen und zur Arbeit mit Literatur im Jungen Literaturhaus Salzburg mit einer Vorstellung des Schuljahres-Programms. Danach gibt es von Ernestine Kahlhammer und Maria Stoppacher Modelle für die praktische Arbeit mit Kinder- und Jugendliteratur sowie Aktuelles für den Leseunterricht. Gekrönt wird die VA traditionell mit einer Lesung und einer Gesprächsrunde. Heuer ist die mehrfach ausgezeichnete Jugendbuch-Autorin Martina Wildner zu Gast. Ihr Buch "Das schaurige Haus" wurde gerade für das Kino adaptiert.

Martina Wildner wurde 1968 im Allgäu geboren. Sie studierte zunächst in Erlangen Islamwissenschaften, dann an der Fachhochschule Nürnberg Grafikdesign mit Schwerpunkt Illustration. Gegen Ende des Studiums begann sie zu schreiben und spezialisierte sich auf Jugendbücher. Sie lebt als freie Malerin und Autorin in Augsburg. Wildner hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht und wurde 2003 mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnet. 2014 erhielt sie für Königin des Sprungturms den Deutschen Jugendliteraturpreis. Die Autorin reist aus Berlin an, wo sie mit ihrer Familie lebt.

Veranstalter: Junges Literaturhaus, Pädagogische Hochschule

Eintritt: Anmeldung über ph-online: 157013SM09

Veranstaltungsnummer zur Anmeldung über ph-online: 157013SM09

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© Literaturarchiv Salzburg
Lesung

Von Mäusen, Hühnern und anderen Elefanten. Aus dem Nachlass Georg Eberls

Silvia Bengesser
Literaturfrühstück

Georg Eberl (1893, Piesendorf/Pinzgau – 1975, Salzburg) ist als Autor beinahe vergessen – jedoch zu Unrecht, wie gezeigt werden soll. Neben seinen erfolgreichen autobiographischen Romanen „Ich war ein lediges Kind“ (1952, Neuaufl. 1997), „Als ich Jungknecht war“ (1953) und „Als ich Eisenbahner wurde“ (1971) verfasste Eberl im Sinne des kulturellen Wiederaufbaus nach dem Ende der NS-Diktatur über 100 Dichterporträts und kulturjournalistische Beiträge für den Sender Rot-Weiß-Rot, das Demokratische Volksblatt und die Salzburger Nachrichten, aber auch kleinere Erzählungen, darunter zahlreiche Tiergeschichten.

Eberl wurde erst im Alter von 50 Jahren, nach seiner Pensionierung als Eisenbahner, schriftstellerisch tätig und von Alois Grasmayr, Josef Kaut, Georg Rendl sowie Ernst Schönwiese gefördert, Persönlichkeiten, die in der Nachkriegszeit das kulturelle Leben Salzburgs prägten. Seit 2018 befindet sich ein großer Teil von Eberls Nachlass im Literaturarchiv Salzburg.

Anhand unveröffentlichter Materialien (Fotos, Briefe, Notizbücher, Lebensdokumente) sowie publizierter, aber heute weitgehend unbekannter Werktyposkripte vermittelt die Literaturwissenschafterin Silvia Bengesser beim Literaturfrühstück Eberls Bedeutung für die regionale Alltags- und Literaturgeschichte.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 7/5

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Lesung

peng! Krimifest 1

Friedrich Ani , Anne Freytag , Thomas Raab , Melanie Raabe
Lesungen

Beim 12. Krimi-Fest treten insgesamt 13 Autoren mit ihren neuen Büchern auf. Zum Auftakt lesen Anne Freytag, Melanie Raabe, Friedrich Ani und Thomas Raab. Moderation: Ines Schütz, Manfred Baumann und Tomas Friedmann. Musik-Intros: DJ Kollektiv Tanzbar.

Die deutsche Autorin Anne Freytag hat bereits mehrere Bücher (auch unter Pseudonymen) veröffentlicht. Mit ihrem ersten Krimi „Aus schwarzem Wasser“ (dtv, 2020) erscheint nun ein spannender Umwelt- und Wissenschaftsthriller.

Melanie Raabes neuer Psychothriller „Die Wälder“ (btb, 2019) ist Krimi und Entwicklungsroman. Kurz vor dem überraschenden Tod eines Jugendfreundes erhält eine Frau von ihm den Auftrag, seine verschwundene Schwester zu suchen.

Friedrich Ani ist einer der bekanntesten Krimi-Autoren im deutschen Sprachraum – und seit 2009 jährlich Fixstarter beim Salzburger Krimifest. Diesmal tritt er erstmals mit kriminell guter Poesie auf: „Die Raben der Ninive“ (Suhrkamp, 2020).

In seinem wortwitzigen Comeback-Krimi „Die Djurkovic und ihr Metzger“ (Haymon, 2020) lässt der österreichische Autor Thomas Raab seinen Restaurator-Detektiv vor dem Traualter stehen, um ihn auf die Suche nach seiner geflüchteten Braut zu schicken.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 14/12/10, 3-Tages-Pass: € 36/30/25

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Lesung

peng! Krimifest 2

Bernhard Aichner , Carlo Lucarelli , Eva Rossmann , Jan-Costin Wagner
Lesungen

Vier hochkarätige Krimi-Autoren treten am zweiten Abend des diesjährigen Salzburger Krimifestes auf: Eva Rossmann und Bernhard Aichner aus Österreich, Jan Costin Wagner aus Deutschland und Carlo Lucarelli aus Italien. Moderation: Tomas Friedmann, Manfred Mittermayer und Giorgio Simonetto, der auch übersetzt. Deutsche Lesung: Peter Arp.

Carlo Lucarelli war bei seinem ersten Literaturhaus-Auftritt vor 22 Jahren kaum unbekannt. Inzwischen ist der Krimi-Autor und TV-Moderator in Italien ein Star. Sein neuer Roman „Hundechristus“ (Folio, 2020, übersetzt von Karin Fleischanderl) führt ins kriminelle Bologna von 1943.

In ihrem neuen Band mit Kurzgeschichten, „Vom schönen Schein“ (Folio, 2020), erzählt Bestsellerautorin Eva Rossmann – bekannt für ihre gesellschaftspolitischen Krimis rund um Mira Valensky und Vesna Krajner – aus unterschiedlichen Perspektiven mörderisch-gute Stories.

Bernhard Aichner wurde mit seiner erfolgreichen Totenfrau-Trilogie berühmt. In seinem jüngsten Thriller „Der Fund“ (btb, 2019) wird die Frage gestellt, warum eine 53-jährige Supermarktverkäuferin, die keinem etwas zuleide getan hat, sterben musste.

Im psychologischen Kriminalroman „Sommer bei Nacht“ (Galiani 2020) von Jan Costin Wagner verschwindet ein Kind, das die Mutter kurz aus den Augen gelassen hat. Bei der Suche stößt die Polizei auf einen weiteren vermissten Buben. Eine literarisch-meisterhafte Geschichte!

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 14/12/10, 3-Tages-Pass: € 36/30/25

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Lesung

peng! Krimifest 3

Manfred Baumann , Zoë Beck , Romy Hausmann , Stefan Slupetzky , Martin Walker
Lesungen

Fünf Autor*innen treten beim dritten Krimifest-Abend auf: Zoe Beck und Romy Hausmann aus Deutschland, Manfred Baumann und Stefan Slupetzky aus Österreich sowie der gebürtige Schotte Martin Walker aus Südfrankreich. Moderation: Karin Buttenhauser, Ines Schütz, Tomas Friedmann und Manfred Mittermayer.

Auch der zwölfte Fall rund um Bruno, Chef de police, „Connaisseur“ (Diogenes, 2020) von Martin Walker spielt im Périgord. Eine Kunstgeschichte-Studentin stirbt. Die Spur führt zum Schloss einer berühmten Tänzerin und Résistance-Heldin: Josephine Baker.

Romy Hausmanns Romandebüt „Liebes Kind“ landete im Vorjahr auf Platz 1 der Bestsellerlisten. In ihrem neuen Psychothriller „Marta schläft“ (dtv, 2020) sehnt sich eine Frau nach ihrer Haftentlassung nach einem normalen Leben. Doch dann geschieht ein Mord.

Im dystopischen Thriller „Paradise City” (Suhrkamp, 2020) von Zoë Beck wird das Leben von Algorithmen gesteuert. Bei ihrer Recherche stößt eine Journalistin auf eine schaurige Story: Jemand hat die Macht über fast alles im Land – und gerät außer Kontrolle.

In seinem neuen Kriminalroman „Im Netz des Lemming“ (Haymon, 2020) lässt der Sprachkünstler Stefan Slupetzky seinen Lemming durch die Wiener Nächte wandeln – bis er nach dem Tod eines Freundes seines Sohnes selbst ins Kreuzfeuer der Öffentlichkeit gerät.

In Salzburg kennt man Manfred Baumann als Kabarettist und Autor der Merana-Reihe. In seinem achten Fall „Jedermannfluch“ (Gmeiner, 2020) zeigt sich der Tod nicht nur auf der Festspiel-Bühne. Eine Schauspielerin wird ermordet. Komissar Merana ermittelt in der Kulturszene.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 14/12/10, 3-Tages-Pass: € 36/30/25

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© Piero Chiussi
Lesung

Weiter Schreiben

Lena Gorelik , Yamen Hussein
Lesung & Gespräch, Musik von Orwa Saleh

Moderation: Anna Reich

„Weiterschreiben.jetzt“ ist ein Portal für Literatur aus Kriegs- und Krisengebieten, auf dem Autor*innen, die im Exil leben, ihre Texte im Original und in deutscher Übersetzung veröffentlichen. Sie arbeiten in Tandems mit Autor*innen aus Deutschland zusammen und tauschen sich persönlich, politisch und künstlerisch aus. Yamen Hussein und Lena Gorelik sind ein solches Tandem. Sie haben sich in München kennengelernt, einander die Stadt gezeigt und von ihrem Schreiben erzählt. Ihre Texte sind wütend und zärtlich, geschichtsbewusst und zukunftsoffen und handeln nicht zuletzt vom Begehren in schwierigen Zeiten.

Annika Reich, Schriftstellerin und künstlerische Leiterin von „Weiter Schreiben“, moderiert Gespräch und Lesung. „Weiter Schreiben“ ist ein Projekt von WIR MACHEN DAS in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturfonds, der Allianz Kulturstiftung und der Fondation Jan Michalski.

Yamen Hussein, geb. 1984 in Homs, lebt in Berlin. 2014 kam er als Stipendiat des Writers-in-Exile-Programms nach München. 2017 erschienen erste Gedichte von ihm auf Deutsch in der PEN-Anthologie „Zuflucht in Deutschland. Texte verfolgter Autoren“, und 2018 folgte „Lieber Said“, ein Austausch zwischen Hussein und dem Dichter Said aus Teheran. Sein erster zweisprachiger Gedichtband „Siebzehn Minuten“ erschien 2020 im hochroth Verlag.

Lena Gorelik, geb. 1981 in St. Petersburg, kam 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland, lebt in München. Nach ihrem Debütroman „Meine weißen Nächte“ (2004) war sie mit „Hochzeit in Jerusalem“ (2007) für den Deutschen Buchpreis nominiert. Zuletzt erschien „Mehr Schwarz als Lila“ (2017).

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Weiter Schreiben

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Junge Literatur aus Nordmazedonien

Nikola Madzirov , Davor Stojanovski
Lesungen & Gespräch

Mazedonien, die einstige Teilrepublik Jugoslawiens, die nach langen Streitigkeiten mit dem Nachbarland Griechenland nunmehr offiziell „Republik Nordmazedonien“ heißt, ist eine der unbekanntesten europäischen Literaturlandschaften. Nur wenige Bücher sind aus dem Mazedonischen ins Deutsche übersetzt worden. Zuletzt wurde allerdings der vor 16 Jahren verstorbene Petre M. Andreevski (mit seinem Roman „Quecke“ und den Erzählungen „Alle Gesichter des Todes“, erschienen im Guggolz-Verlag) in etlichen Ländern als einer der großen europäischen Erzähler des 20. Jahrhunderts entdeckt.

Die Zeitschrift „Literatur und Kritik“, die mit ihren Herausgebern Karl-Markus Gauß und Arno Kleibel seit je ihr Augenmerk auch auf die Literatur weniger bekannter Regionen und Sprachgruppen richtet, stellt in ihrem aktuellen Heft die neueste mazedonische Literatur, die Dichter und Dichterinnen des 21. Jahrhunderts vor. Bei der Veranstaltung werden zwei repräsentative Autoren dieser Generation aus ihren Texten lesen und im Gespräch auch darüber berichten, unter welchen Bedingungen heute in Mazedonien eine überaus interessante Literatur entsteht.

Davor Stojanovski wurde 1987 in Skopje geboren und ist Autor, Übersetzer und Musiker. Schon mit 18 Jahren wurde er für sein erstes Theaterstück mit dem Anne-Frank-Preis ausgezeichnet. Er lebt in Skopje und derzeit in Kärnten.

Nikola Madžirov, 1973 in Stremnica geboren, ist Dichter, Essayist, Herausgeber. Vom international bekannteste mazedonische Autor sind Gedichte in dreißig Sprachen übersetzt. Er lebt in Skopje und ist oft Gast internationaler Literaturfestivals.

Veranstalter: prolit, Otto Müller Verlag / Literatur & Kritik

Eintritt: frei

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Film

Der Leopard | Il Gattopardo

Filmclub | Ansichten vom 19. Jahrhundert

Als literarische Vorlage für Luchino Viscontis episches Meisterwerk dient der einzige Roman des sizilianischen Schriftstellers Giuseppe Tomasi di Lampedusa. „Der Leopard“ bzw. „Il Gattopardo“ erschien postum 1958 und zeichnet ein Gesellschaftspanorama der Jahrzehnte 1860 bis 1910.
Die politischen Umwälzungen in Italien, ausgelöst durch den Siegeszug Giuseppe Garibaldis, ziehen gesellschaftliche Veränderungen nach sich. Der alte sizilianische Fürst Don Fabrizio (Burt Lancaster) versucht, sich oberflächlich mit den aufstrebenden bürgerlich-liberalen Kräften zu arrangieren, die Verheiratung seines Neffen Tancredi (Alain Delon) mit der Tochter des opportunistischen Bürgermeisters Angelica Sedara (Claudia Cardinale) steht im Mittelpunkt der filmischen Umsetzung. Luchino Visconti verdichtet die Romanvorlage zur Darstellung einer sich verändernden Gesellschaft in einer opulenten Verfilmung, die zwischen blühender Pracht und morbidem Glanz changiert.

I/F 1963; Regie: Luchino Visconti; Drehbuch: Suso Cecchi D’Amico, Pasquale Campanile, Luchino Visconti u.a.; Kamera: Giuseppe Rotunno; Musik: Nino Rota; mit: Burt Lancaster, Alain Delon, Claudia Cardinale u.a.; 185 Min.; ital. OmU

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, DAS KINO

Eintritt: Kartenpreise DAS KINO, für Mitglieder Leselampe und DAS KINO frei; Reservierungen: DAS KINO 0662 873100-15

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© Stefan Klüter
Lesung

Hundert Augen

Samanta Schweblin
Lesung & Gespräch (spanisch/deutsch)

Übersetzung: Cristina Colombo

Sie haben Häuser in Hongkong infiltriert, Geschäfte in Vancouver, die Straßen Sierra Leones, Marktplätze in Oaxaca, Schulen in Tel Aviv, Schlafzimmer in Indiana. Sie sind überall. Sie sind hier. Sie sind wir. Sie sind keine Haustiere, Geister oder Roboter. Sie sind wirkliche Menschen. Aber wie kann sich jemand, der in Berlin ist, frei durch ein Wohnzimmer in Sydney bewegen? Und wie kann jemand in Bangkok mit deinen Kindern in Buenos Aires frühstücken, ohne dass du davon weißt? Besonders wenn diese Person komplett anonym ist, unbekannt und unauffindbar?

Samanta Schweblin erzählt vom Vertrauen in die Fremde, von wunderbaren Begegnungen und unerwarteter Liebe. Und sie erzählt eine Geschichte, die bereits stattfindet. Eine Geschichte, die uns bekannt vorkommt und beunruhigt, weil sie auf die Welt verweist, in der wir leben (werden).

„Hundert Augen“ ist ein visionärer Roman über unsere vernetzte Gegenwart und über den Zusammenprall von Humanität und Schrecken.

Samanta Schweblin wurde 1978 in Buenos Aires geboren. Für ihren Erzählband „Die Wahrheit über die Zukunft“ erhielt sie 2008 den Premio Casa de las Américas sowie den Juan-Rulfo-Preis, für den Band „Sieben leere Häuser“ erhielt sie den Premio de Narrativa Breve Ribera del Duero de España. Ihre Bücher sind in 25 Sprachen übersetzt. Samanta Schweblin lebt und arbeitet in Berlin.

Veranstalter: prolit in Kooperation mit Verein adelante

Eintritt: € 8/6

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Lesung

erostepost-Literaturpreis & Der Kunstliebhaber

Axel Görlach , Regine Koth Afzelius
Lesungen & Musik von SpiLe Mer

An diesem Abend wird dem Tod gleichermaßen Platz gegeben wie den auferstandenen Meistern der italienischen Renaissance und zeitloser Musik von zwei guten alten Bekannten:
Da ist zum einen der erostepost-Literaturpreis 2020, der ausgeschrieben war zum Thema „Der Tod ist eine vergessene Zeile“; der Hauptpreis geht an Axel Görlach aus Nürnberg, der seinen prämierten Text lesen wird. Traditionell wird natürlich auch die erostepost-Sondernummer mit den besten Einreichungen druckfrisch vorliegen.

Die zweite Lesung bestreitet Regine Koth Afzelius mit Auszügen aus ihrem jüngsten Roman „Der Kunstliebhaber“ – „… die Meisterin der schrägen Paare hat ihrem Kosmos ein neues hinzugefügt: ein geheimnisvoller Graf und Kunstliebhaber, dessen höchste Leidenschaft es ist, Renaissancerätsel alter Meister zu entschlüsseln, und eine Veterinärmedizinerin mit Hang zur Kunst. Aber sind sie überhaupt ein Paar...? (Linda Stift, Die Presse)

Die Musik kommt von „SpiLe Mer“, bestehend aus Bernhard Spiß und Andi Lederer; sie werden mit Gitarre, Gesang und Klarinette einen Schatz an jiddischen Melodien und Liedern heben und ihn zum Klingen und Singen bringen.

Regine Koth Afzelius, geboren 1962, Webdesignerin, bildende Künstlerin und Autorin, lebt seit 2008 im Weinviertel; ihr Romandebüt „Die letzte Partie“ erschien 2016 bei Müry Salzmann, „Der Kunstliebhaber“ im November 2019 in der Edition Roesner.

Axel Görlach, geboren 1966 in Kaufbeuren, lebt als Autor und Sprachlehrer in Nürnberg; zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Feldkircher Lyrikpreis 2014; zuletzt: „lichtstill“, edition art science, St. Wolfgang 2015. Im Frühjahr 2021 erscheint sein dritter Gedichtband.

Veranstalter: erostepost

Eintritt: € 8/6/4 inkl. Zeitschrift

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Lesung

Ins Leben schreiben

Eine literarische Gedenkveranstaltung

Warum gedenken wir? Jahr für Jahr, immer wieder von neuem? Setzen uns Zeitpunkte, geben uns Zeiträume, in denen wir unser Denken nahezu gänzlich auf die Vergangenheit lenken? Alles Versuche, diese zu entschlüsseln, mit ihr ins Reine zu kommen, aus dem Gewesenen zu lernen, die Erinnerung an Menschen nicht zu entwerten, sich der eigenen Sterblichkeit gewahr zu werden, die alltägliche Verblendung und Ablenkung zu relativieren, inne- und Andacht zu halten als Gegenpol zum Walzrad des Fortschritts? Ein Aspekt des Gedenkens ist das Aushebeln der Zeit. Es scheint oft so, als mischte sich Gegenwärtiges mit Vergangenem; als könnte man durch reinen Willen und Gestaltungskraft, durch das Erzählen entschwundene Seelen heraufbeschwören, ihnen beiwohnen und sie würdigen. Ein Eingedenken, wie es Walter Benjamin nennt, findet statt.

Die Salzburger Autorengruppe musste sich in den knapp vierzig Jahren ihres Bestehens schon von einigen Mitgliedern verabschieden. Vergessen sind sie jedoch nicht. Weder die Menschen noch ihre Werke.

Und so ist es ein Ins-Leben-Schreiben, das eine Handvoll Autoren und Autorinnen an diesem Abend vollführt. Wir gedenken unserer Kolleginnen Dorothea Bruck, Erna Holleis und H. C. Tautscher mit teils eigenen angefertigten Texten, inspiriert von deren Leben und Literatur.

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 8/6/4

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© M.M. Mitrea
Lesung

Arbeitslose bei der Arbeit - Maria Hofstätter liest Marie Jahoda und George Orwell

Maria Hofstätter

Im Jahr 1938 führte die Sozialwissenschafterin Marie Jahoda, bekannt als Ko-Autorin der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“, eine Feldforschung über ein Selbsthilfeprojekt für Arbeitslose im Eastern Valley, Südwales durch. Die Region wurde 150 Jahre vom Kohlebergbau beherrscht. Die ab den 1930er Jahren einsetzende Weltwirtschaftskrise stürzte viele Bergarbeiter in Langzeitarbeitslosigkeit und ihre Familien in die Verelendung. Etwa zur selben Zeit arbeitete George Orwell an einer Reportage über die Lebensbedingungen der britischen Bergarbeiter, die 1937 unter dem Titel „Der Weg nach Wigan Pier“ erschien. Auch seine Arbeitsweise ist ethnografisch und kann als Feldforschung beschrieben werden.

Die Schauspielerin Maria Hofstätter liest aus beiden Texten.

Der Soziologe Meinrad Ziegler erläutert die historischen Zusammenhänge und versucht, Beziehungen zwischen beiden Texten herzustellen. Jahodas Forschungsbericht ist 2019 in einer kommentierten Neuauflage, herausgegeben von Johann Bacher, Waltraud Kannonier-Finster und Meinrad Ziegler, im Studienverlag erschienen.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Eros zeitlos

Anja Clementi, Claudia Canale
Abend mit erotischen Gedichten

Die Traditionslesung „Eros im Mai“ der GAV Salzburg coronabedingt zeitversetzt in den Spätherbst und einmal anders: Die Grundzutat bilden bekannte und auch weniger bekannte erotische Gedichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart, ergänzt und pikant gewürzt mit Beiträgen aktueller Mitglieder der GAV in Salzburg.
Einmal verspielt-anspielungsreich, verschlüsselt oder keusch-zurückhaltend, einmal deftig, tabulos und nah an der Pornographie, spiegeln erotische Gedichte die unterschiedlichen Zugangsweisen von DichterInnen an das wohl persönlichste Thema des Menschen ebenso wider wie die gesellschaftlichen Bedingungen, die Freiheiten und Zwänge, unter denen sie geschrieben wurden und noch immer (oder wieder) werden.
Vorgetragen werden die Gedichte von der in Salzburg lebenden Schauspielerin Anja Clementi, begleitet von der argentinischen Gitarristin Daniela Canale.
Ein prickelnder, humorvoller wie erotisierender Abend garantiert.

Anja Clementi erhielt ihre Ausbildung zur Schauspielerin und Sängerin am Konservatorium der Stadt Wien. Ihre Engagements führten sie u.a. ans Staatstheater Saarbrücken, an die Stadttheater in Regensburg, Klagenfurt und Salzburg, sowie ans Gärtnerplatztheater München. Von 1999 bis 2015 war sie Ensemblemitglied bei den Komödienspielen Porcia, seit 2016 ist sie im Sommer beim Salzburger Straßentheater zu sehen. 2009 war sie Mitbegründerin der Salzburger TheaterOFFensive, die seit Februar 2017 das OFF-Theater Salzburg führt. Die vielseitige Künstlerin ist in allen Sparten zuhause, am Salzburger Landestheater war sie neben zahlreichen Schauspielrollen u.a. auch als Papagena in der „Zauberflöte“ oder als Sally Bowles in „Cabaret“ zu sehen.

Daniela Canale begann ihre Karriere während ihres Studiums (Gitarre Konzertfach) an der Universität von Cuyo, Argentinien. Dort gab sie Konzerte als Solistin und war Mitglied in unterschiedlichen Kammermusikgruppen. Ihre Musik und ihre Kunst brachten sie nach Chile, Uruguay und Frankreich, wo sie u.a. zum 7. Gitarrefestival in Lyon eingeladen wurde. Nach ihrem Masterstudium an der Universität Mozarteum blieb sie in Österreich. Sie gibt zahlreiche Konzerte als Mitglied des Duo Xymbal (Schlagwerk und Gitarre) und Trio Mundo (mit Theater) in Österreich, Deutschland und Italien (Einladungen zu den Bregenzer Festpielen, Tiroler Festpielne, Eröffnung der Salzburger Festspiele, Tauriska Festival). Aktuell ist sie am Musikum Salzburg als Gitarrenlehrerin tätig.

Veranstalter: GAV/Salzburg

Eintritt: € 10/8

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Lesung

Aufgeblättert

Christa Gürtler, Klaus Seufer-Wasserthal, Petra Nagenkögel, Anton Thuswaldner
Literarisches Quartett

Unter der Moderation von Petra Nagenkögel werden drei literarische Neuerscheinungen präsentiert und diskutiert:
15. Juni 1952. Die 12-jährige Annie muss miterleben, wie der Vater die Mutter umbringen will. Sie versucht das Erlebnis zu vergessen, doch das Datum teilt ihr Leben in ein Davor und Danach. Fast 50 Jahre später stößt die französische Schriftstellerin Annie Ernaux auf ein altes Foto, das eine Flut von Erinnerungen auslöst. In ihrem zentralen Werk „Die Scham“ (Ü: Sonja Finck, Suhrkamp) seziert die Autorin dieses traumatische Ereignis. „Ihr Erwachsenwerden lag nicht darin, zu sich zu kommen, sondern zur Ethnologin ihrer selbst zu werden.“ (Barbara Vinken, Die Welt)
Anna Prizkau, geboren 1986 in Moskau, kam in den 1990er Jahren mit ihrer Familie nach Deutschland. Die Journalistin legt mit ihrem Erzählband „Fast ein neues Leben“ (Friedenauer Presse, Matthes & Seitz) ihr literarisches Debüt vor. Die Ich-Erzählerin wächst auf im neuen Land, doch die Geschichten über das alte lassen sie nicht los. Sie wird erwachsen mit dem Gefühl, immer eine Fremde zu bleiben. Aber sie steckt nicht nur verbale oder körperliche Schläge ein, sondern sie schlägt auch zurück.

Außerdem wird der/die Gewinner*in des Deutschen Buchpreises 2020 besprochen.
Auf der Shortlist stehen: Bov Bjerg „Serpentinen“, Dorothee Elmiger „Aus der Zuckerfabrik“, Thomas Hettche „Herzfaden“, Deniz Ohde „Streulicht“, Anne Weber „Annette, ein Heldinnenepos“, Christine Wunnicke „Die Dame mit der bemalten Hand“.

„Aufgeblättert“ werden die Neuerscheinungen von Christa Gürtler (Literaturwissenschafter-in), Petra Nagenkögel (Schriftstellerin), Klaus Seufer-Wasserthal (Buchhändler, Rupertus Buchhandlung) und Anton Thuswaldner (Literaturkritiker).

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Rupertus Buchhandlung

Eintritt: frei

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Diskussion

Das Unbehagen in der Fiktion. Literatur & Politik

Norbert Gstrein , Kathrin Röggla , Christian Metz
Podiumsdiskussion

Moderation: Elmar Schüll

Gegenwärtig ist auf dem Buchmarkt ein wahrer Boom an nicht-fiktionalen Texten erkennbar. Was steckt hinter diesem Trend, der auch in Film und Fernsehen (z.B. Doku-Soap, Doku-Fiction) längst bemerkbar ist? Darüber diskutieren die beiden österreichischen Schriftsteller Kathrin Röggla und Norbert Gstrein sowie der deutsche Literaturwissenschafter Christian Metz. Moderation: Elmar Schüll von der Forschungsgruppe Innovation und Gesellschaft der FH Salzburg.

Literarische Texte, die auf realen Ereignissen beruhen, hat es immer gegeben. Doch seit einiger Zeit scheint es eine „neue Qualität der Wertschätzung für literarische Wirklichkeitserzählungen“ zu geben (DIE ZEIT, 2019). Dazu zählen Verarbeitungen historischer Stoffe ebenso wie Beispiele eines erzählerischen Journalismus in der Tradition von Tom Wolfe und eine Flut autobiografischer und autofiktionaler Geschichten, wie internationale Erfolge von Annie Ernaux, Karl Ove Knausgård oder Sheila Heti bezeugen. Auch in der deutschsprachigen Literatur hat sich die Nachfrage nach dem literarischen Faktischen etabliert. So wurde z.B. das autobiografische Werk „Herkunft“ von Saša Stanišic mit dem Deutschen Buchpreis 2019 ausgezeichnet.

Gibt es ein Unbehagen in der Fiktion? Sehnen sich Rezipienten nach dem „wahren Leben“? Verdrängt das „Narrativ“ die Wahrheit? Besiegen „Fake News“ die Fakten? Und wie verändert sich in diesem neuen „Realismus“ das Verhältnis von Literatur und Politik?

Veranstalter: Verein Literaturhaus, literaturhaus.net, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Medienpartnerschaft mit dem Deutschlandfunk/DLF

Eintritt: € 10/8/6

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© Ingo Pertramer
Lesung

Das Palais muss brennen

Mercedes Spannagel
Lesung

Wenn die Pose mehr zählt als das Handeln: In ihrem ersten Roman zeigt Mercedes Spannagel eine überzeichnete Welt, doch hinter der Übertreibung liegt ein gefährlich treffendes Bild der Gegenwart. Der Roman, witzig und scharfzüngig erzählt, trifft den Ton einer jungen Generation, die sich auflehnt - oder zumindest vorgibt, sich aufzulehnen.

Luise ist die Tochter einer rechtskonservativen österreichischen Bundespräsidentin. An der Hundewahl von Mutter und Tochter ist ihre politische Haltung ablesbar: Als sich die Mutter den neunten Windhund zulegt, taucht Luise mit einem Mops auf, den sie Marx tauft. Luise und ihre Schwester Yara bewegen sich in einer elitären Welt, in der die wenig ernst gemeinte politische Provokation so viel oder wenig bedeutet wie die Wahl der richtigen Markensonnenbrille. Mercedes Spannagel schreibt von einer Generation, die (scheinbar) alles kann und (vielleicht) nichts will; und beweist, „dass Literatur mehr kann als eine soziologische Studie. Sie erfindet sprachlich eine Welt, die realer ist, als wir sie uns vorstellen möchten.“ (Christa Gürtler, Die Furche)

Mercedes Spannagel, geb. 1995 in Wien, aufgewachsen in Salzburg, studiert Maschinenbau in Wien. Sie erhielt für ihre Texte diverse Preise, u.a. 2014 Exil-Jugendliteraturpreis Wien, Rauriser Förderungspreis 2017, 1. Platz FM4 Wortlaut 2018. Teilnahme an diversen Schreibwerkstätten, zudem zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften, u.a. SALZ, Mosaik, LICHTUNGEN, Volltext, BELLA triste. Ihr erster Roman „Das Palais muss brennen“ (Kiepenheuer und Witsch, 2020) ist für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises nominiert.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 10/8/6

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Preisverleihung

Rauriser Literaturpreise

Angela Lehner , Vanessa Graf
Preisverleihung

Aufgrund der Covid-bedingten Absage der Rauriser Literaturtage 2020 konnten der Rauriser Literatur- und der Förderungspreis nicht, wie gewohnt, am Eröffnungsabend des Festivals verliehen werden. LH-Stv. Heinrich Schellhorn überreicht deshalb im Rahmen einer Sonderveranstaltung den Rauriser Literaturpreis an Angela Lehner für ihren Roman „Vater unser“ (Hanser, Berlin 2019) und den Rauriser Förderungspreis zum Thema „Innehalten“ an Vanessa Graf für ihren Text „Genauso schwarz wie hier“.

Die beiden Preisträgerinnen werden aus ihren Texten lesen, die Laudationes halten Lucas Marco Gisi (für Angela Lehner) und Erika Wimmer (für Vanessa Graf).

Vanessa Graf, geb. 1992 in Salzburg, Studium der Politikwissenschaften in Paris, seit 2016 arbeitet sie als Autorin, Fotografin und Filmemacherin für die Ars Electronica in Linz, Redaktionsleiterin des Onlinemagazins Fräulein Flora Linz; seit Herbst 2020 Doktorandin an der ECAM Graduate School Basel und der Kunstuniversität Linz.

Angela Lehner, geb. 1987 in Klagenfurt, lebt in Berlin. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft in Wien, Maynooth und Erlangen. Für „Vater unser“ (Hanser Verlag, 2019) erhielt sie außerdem den Literaturpreis Alpha, den Franz-Tumler-Literaturpreis und den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises.

Veranstalter: Rauriser Literaturtage, Literaturarchiv Salzburg, Verein Literaturhaus, Literaturforum Leselampe

Eintritt: frei

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Online

Neben Live-Lesen gibt es nun auch das neue Format:
Literatur für den Fall

Alle Veranstaltungen bis Sommer mussten abgesagt werden – dafür wurden digitale Formate erarbeitet. Neben täglichen Facebook-Lesungen gibt es nun auch den Literatur-Blog von prolit und Literaturforum Leselampe.

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Literaturhaus Salzburg

Verein Literaturhaus

Ein Ort für das Wort

Seit Herbst 1991 ist im 400 Jahre alten, denkmalgeschützten Eizenbergerhof am Rand der Salzburger Altstadt, die Literatur zu Hause ... Anfangs ein Geheimtipp hat sich das Literaturhaus seinen Platz in der Welt der Sprachen und Bücher, der Autorinnen und Autoren erobert.
Rund 300.000 Besucherinnen und Besucher haben allein in den ersten 24 Jahren ca. fünftausend Veranstaltungen mit tausenden Schriftstellern und Künstlern besucht ...

Ein Trägerverein und fünf autonome Literaturvereine und Autorengruppen - manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt - haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum (2014 kamen zu 274 Veranstaltungen über 15.000 Besucher): professionell, bunt und engagiert nach dem Motto "Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt".

Das zweistöckige Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auch vermietet werden, und Büros eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet), benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron auch für den Platz vor dem Haus.
Anfahrt
vom Zentrum Salzburg mit den Linien 7 und 8, Haltestelle „Strubergasse“ und der Linie 24, Haltestelle „Wallnergasse“, vom Bahnhof mit der Linie 2, Haltestelle „Gaswerkgasse“.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Literaturhaus Salzburg

Literatur / Museum Robert Musil Literatur-Museum Klagenfurt Klagenfurt, Bahnhofstraße 50
Literatur / Wettbewerb Literarischer März Darmstadt 26. und 27.3.2021
Literatur / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Literatur / Lesung Literaturhaus München München, Salvatorplatz 1
Literatur / Lesung Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Alexandraweg 23
Literatur / Festival Poetry on the road Bremen Bremen, Neustadtswall 30
Literatur / Messe Buch Wien
Literatur Literaturfest Niedersachsen Hannover, Schiffgraben 6-8

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