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Literaturhaus Salzburg

Ein Ort für das Wort

Seit Herbst 1991 ist im 400 Jahre alten, denkmalgeschützten Eizenbergerhof am Rand der Salzburger Altstadt, die Literatur zu Hause ... Anfangs ein Geheimtipp hat sich das Literaturhaus seinen Platz in der Welt der Sprachen und Bücher, der Autorinnen und Autoren erobert.
Rund 300.000 Besucherinnen und Besucher haben allein in den ersten 24 Jahren ca. fünftausend Veranstaltungen mit tausenden Schriftstellern und Künstlern besucht ...

Ein Trägerverein und fünf autonome Literaturvereine und Autorengruppen - manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt - haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum (2014 kamen zu 274 Veranstaltungen über 15.000 Besucher): professionell, bunt und engagiert nach dem Motto "Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt".

Das zweistöckige Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auch vermietet werden, und Büros eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet), benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron auch für den Platz vor dem Haus.

Kontakt

Literaturhaus Salzburg
Verein Literaturhaus
Strubergasse 23
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 662 / 422 411
Fax: +43 662 / 422 411-13
E-Mail: info@literaturhaus-salzburg.at

 

Anfahrt
vom Zentrum Salzburg mit den Linien 7 und 8, Haltestelle „Strubergasse“ und der Linie 24, Haltestelle „Wallnergasse“, vom Bahnhof mit der Linie 2, Haltestelle „Gaswerkgasse“.
Bewertungschronik

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Fest

mitSprache-Fest der österreichischen Häuser der Literatur

Marko Dinic, Nicolas Mahler, Mieze Medusa, Ursula Poznanski

Michaela Gründler, Aeham Ahmad, Elias Hirschl, Precious Chiebonam Nnebedum, DJ Dalia Ahmed

10 österreichische Häuser der Literatur feiern gemeinsam ein literarisch-musikalisches Fest. Dabei präsentieren sie ihr aktuelles mitSprache-Projekt mit einer Sondernummer der Literaturzeitschrift kolik. Nach der Diskussion „Was kann Literatur?“ mit Ursula ­Poznanski (Jugendbuch), Nicolas Mahler (Comic), Michaela Gründler (Straßenzeitung) und Marko Dinić (Literatur/Vermittlung) spielt der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad. Dazu treten Mieze Medusa, Elias Hirschl und Precious Chiebonam Nnebedum mit Spoken-Word-Performances auf. Ab 22 Uhr Dance-Party mit DJ Dalia Ahmed (FM4).

PROGRAMM
19.30 Uhr Begrüßung: Julia Brunner & Barbara Mayer

Was kann Literatur? Im Gespräch mit Marko Dinić, Michaela Gründler, Nicolas Mahler und Ursula Poznanski. Moderation: Tomas Friedmann

20.45 Uhr Konzert von Aeham Ahmad & Spoken Word mit Elias Hirschl, Mieze Medusa & Precious Chiebonam Nnebedum

ab 22 Uhr Dance-Party mit DJ Dalia Ahmed (Dalia’s Late Night Lemonade, FM4)

Veranstalter: mitSprache – Netzwerk der Österreichischen Häuser der Literatur, Alte Schmiede, Literaturhaus Wien, Österreichische Gesellschaft für Literatur, Literaturhaus Mattersburg, Literaturhaus Graz, StifterHaus Linz, Musilhaus Klagenfurt, Literaturhaus am Inn, Fr

Eintritt: € 15/10; Vorverkauf im Jazzit, Literaturhaus, Rupertus Buchhandlung und online

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Lesung

Drei glatt - drei verkehrt

Inge Glaser, Ingeborg Kraschl, Lotte Riedlsperger
Lesungen / Buchpräsentationen mit Musik

Glatt und verkehrt: Strickmuster – Lebensmuster – Schreibmuster – Verstrickungen.
Glatt wird verkehrt, verkehrt wird glatt. Traum wird Leben, Leben wird Traum.
Was ist glatt, was verkehrt? - Drei Frauen versuchen, genau das literarisch zu beleuchten.

Von einer Autorin, deren geflügeltes Dichterross abhanden gekommen ist und die auf kuriose Weise versucht, wieder in die literarische Spur zu finden, handelt der Text, den Inge Glaser aus ihrem neu erschienenen Buch „Kamingeschichten“ liest. Aus ihrem Buch „Schelmenreime“ gibt sie einen Limerickreigen zum Besten.

Ingeborg Kraschl liest aus ihrem neuen Erzählband (erscheint 2020). Hier werden Lebensentwürfe in Frage gestellt, andere mögliche gesucht, dabei trifft eine Person immer wieder auf ihr Alter Ego. Oder es werden menschliche Situationen thematisiert, die in ihrer Dringlichkeit kaum eine Veränderung zulassen.

Lotte Riedlsperger liest drei Erzählungen aus ihrem neuen Erzähl- und Lyrikband „stadt.land.dorf“ (arovell 2019). Diese Texte zwischen Traum und Wirklichkeit fragen: Wo kommen wir her, was sind unsere Wurzeln, und was hat uns geprägt?

Musik: Claudia Böckel (Violine), Heinz Kraschl (Viola)

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 8/6/4

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Lesung

Der Kreis des Weberknechts

Ana Marwan
Lesung

Entdecken Sie junge Literatur!

Menschen hält Lipitsch eigentlich schwer aus, einen wahren Misanthropen erwählt Ana Marwan zum Protagonisten ihres ersten Romans „Der Kreis des Weberknechts“, der im Salzburger Otto Müller Verlag erschienen ist. Der selbsterklärte Menschenfeind Lipitsch lebt zurückgezogen und fern aller sozialen Verpflichtungen, um an seinem großen philosophischen Werk zu arbeiten – bis seine Nachbarin Mathilde an die Tür klopft.

Mit poetischer Sprache und feingesponnenem Witz entwirft die in Slowenien geborene Autorin die Geschichte einer vorsichtigen Annäherung und macht dabei Signa­turen unserer Gegenwart sichtbar. Verunsicherung und Rückzug sind Strategien Lipitschs, um mit dem Leben zurechtzukommen, dabei stellt sich bei Lipitsch zunehmend Sehnsucht nach Empathie und Zuneigung ein – wie kann ein Miteinander gelingen? „Vielleicht war es doch nicht wahr, dass er für die Einsamkeit erschaffen wurde. Vielleicht war es nur die Menge, in der er nicht bestehen konnte. Vielleicht war es sein Schicksal, sich immer wieder nur in einer einzelnen Person zu verlieren…“

Ana Marwan, geboren 1980 in Murska Sobota/Slowenien, aufgewachsen in Ljubljana, wo sie vergleichende Literaturwissenschaft studierte, später studierte sie Romanistik in Wien. In Österreich widmet sie sich seit 2014 ausschließlich dem Schreiben auf Deutsch und Slowenisch und der künstlerischen Fotografie. 2008 gewann sie den exil-literaturpreis „schreiben zwischen den kulturen“. „Der Kreis des Weberknechts“ (Otto Müller Verlag, 2019) ist ihr Romandebüt. Ana Marwan lebt am Land, ihr Lebensmittelpunkt liegt in Wien und Bratislava.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, erostepost

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

ORF-Hörspielnacht 2020

Lange Hörspielnacht

Mit Ingeborg Bachmanns erstem Hörspiel „Ein Geschäft mit Träumen“ (Rot-Weiß-Rot Wien 1952, Regie: Walter Davy, 52 Minuten), bringt die diesjährige Hörspielnacht ein historisches Werk der österreichischen Dichterin in die traditionelle ORF-Hörspielnacht ein. Das poetisch-parabelhafte Hörstück entstand fast zeitgleich mit der gleichnamigen sozialkritischen Erzählung und beschäftigt sich mit gekauften Träumen eines kleinen Büroangestellten, der im Leben eine ungeheuerliche Kränkung erfahren hat und im Traum Entschädigung sucht.

GEH DICHT DICHTIG! (ORF/BR 2019, Regie: Christine Nagl, 42 Minuten) von Ruth Johanna Benrath ist ein Hörspieldialog mit Elfriede Gerstl. In ihrem Essay „Aus der Not ein Hörspiel machen zur Not ein Hörspiel hören“ (1980) betrachtet Gerstl die Chancen des Hörspiels im Verursachen von Denkanstößen, diesen Gedanken nimmt Benrath auf und spielt ihn weiter – musikalisch begleitet von Lauren Newton, die den Dialog der beiden Autorinnen, die sich im realen Leben nie begegnet sind, aber sprachlich durchdringen.

„Sagen wir, es ist Krieg“ lautet ein Satz im Prolog des Hörspiels KÄFERSUCHT (ORF-Kunstradio 2019, Regie: Philipp Scheiner, 53 Minuten) der österreichischen Autorin Sophie Reyer, die ihren Theatertext mit Schauspielern und dem Klangkünstler Stefan Weber akustisch übersetzt. Raphael, ein vom Wohlstand verängstigter junger Mann, erbricht das Gift seines älteren Widersachers Uriel. Dieser kam aus dem Kosovokrieg, mit einer Seele voll verbrannter Verklärung. Seine Angebetete erdet den Taumel durch eine verwundete Welt: in der Geschichte, im Mythos und in der Liebe, die keine Chance bekommt.

Veranstalter: Verein Literaturhaus, ORF/Ö1

Eintritt: frei

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Lesung

¡lesen lassen!

Offene Lesebühne

¡lesen lassen! ist eine Veranstaltungsreihe des Literaturvereins erostepost, die aus dem readers’ round table hervorgegangen ist und Autoren und Autorinnen die Möglichkeit bieten soll, mehr über die Qualität eigener Texte im Rahmen einer interessierten Öffentlichkeit zu erfahren.

¡lesen lassen! ist ein Forum für ambitionierte Schreibende, bei dem sie von Literaturinteressierten außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik erhalten.

Die Lesenden sollen sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn im Café des Literaturhauses anmelden und 3 Texte vorbereitet haben (Lesedauer: eine Minute, 5 Minuten und 10 Minuten). In zwei Runden wird ein Sieger oder eine Siegerin des Abends ermittelt, der oder die von erostepost zu einem eigenen Termin am 18. Mai 2020 zu einer bezahlten Lesung eingeladen wird.

In einer ersten Runde lesen die Autor/inn/en ihre einminütigen oder fünfminütigen Texte. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll. Die drei Besten lesen nun ihre 10-minütigen Texte, und nach einer abschließenden halbstündigen Diskussion wird durch erneutes Abstimmen der/die Gewinner/in ermittelt.

Veranstalter: erostepost

Eintritt: ein funktionierender Kugelschreiber

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Lesung

Die unbekannte Größe. Der Schriftsteller Ernst Brauner

Anton Thuswaldner
Literaturfrühstück

Ernst Brauner (1928-2019) gehört zu den großen Unbekannten der österreichischen Literatur. Er war ein Schriftsteller, der am Literaturbetrieb vorbei gearbeitet hat und von diesem kaum beachtet wurde. Das ist seltsam, weil er einer der großen Individualisten war, keiner Schule verpflichtet, keinen Moden unterworfen, von keinen Trends beeinflusst. Er arbeitete konsequent an seinen Büchern, die von einem inneren Drang gezeichnet sind. Das entspricht Kriterien einer unabhängigen Qualität, die gerade in der Literatur etwas zählen sollten.
Brauner wurde seine Eigenwilligkeit zum Verhängnis. Was ihn bewegte, forderte nicht unbedingt die literarischen Ambitionen seiner Zeitgenossen heraus. Er stand stets woanders als seine deutschsprachigen Kolleginnen und Kollegen. Das erschwert die Rezeption, weil Kritiker nicht wissen, wo sie ihn verorten sollten. An seinem Werk lassen sich nicht Tendenzen und Trends aufspüren, als Singulär zieht er das durch, was er machen muss, und nicht, was gerade gefragt ist. So ist er einer der großen Unbekannten geblieben, nicht weil er ästhetischen Ansprüchen nicht genügt hätte, sondern weil er auf Eigenwilligkeit drängte.

Anton Thuswaldner, Literaturkritiker und Autor des Buches „Die unbekannte Größe. Ein Essay zum literarischen Werk von Ernst Brauner“ (Wieser Verlag, 2019), gibt beim Literaturfrühstück – wie immer bei Kaffee und Kipferln, solange der Vorrat reicht – Einblick in das literarische Werk Ernst Brauners.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 7/5

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Lesung

Herzklappen von Johnson&Johnson / Das zarte Bellen langer Nächte

Ilinca Florian , Valerie Fritsch
Neue Bücher österreichischer Autorinnen

Von Beziehungen und der Brüchigkeit des Lebens erzählen die beiden Autorinnen in ihren neuen Romanen. Moderation: Ines Schütz und Tomas Friedmann.

In „Herzklappen von Johnson & Johnson“ (Suhrkamp, 2020) lotet Valerie Fritsch die Verletzlichkeit des Menschen aus. Alma und Friedrich bekommen ein Kind, das keinen Schmerz empfinden kann. In ständiger Sorge kontrolliert die junge Mutter unaufhörlich den Jungen auf körperliche Unversehrtheit. Halt findet sie bei ihrer bettlägerigen Großmutter, die nach lebenslangem Schweigen zu erzählen beginnt: vom Aufwachsen im Krieg, von Flucht, Hunger und der Kriegsgefangenschaft des Großvaters. In den Geschichten findet Alma eine Erklärung für das Gefühl ihrer Verlorenheit.

Auch in Ilinca Florians Buch „Das zarte Bellen langer Nächte“ (Karl Rauch Verlag, 2020) stellt eine junge Frau Fragen an das Leben. Hannah kommt aus gutbürgerlichem Elternhaus, hat Soziologie studiert und lässt sich treiben. Sie hat kein Geld, jobbt und macht manchmal für Geld Dinge, für die sie sich schämt. Die Beziehung zu ihrem Freund dümpelt planlos vor sich hin, nur ein Hund wird ihr treuer Begleiter. Erst als Hannah einen Job in einer illegalen Bar annimmt und dort die wesentliche ältere Luise kennenlernt, spürt sie etwas wie Halt. Doch auch darauf ist kein Verlass.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Zwischentöne

Sabine Gruber , Nadja Küchenmeister
Lyrikmatinee zu Ingeborg Bachmanns Gedichten

Im Rahmen der Ausstellung „Ingeborg Bachmann, Rom, 1962“ soll an einem Vormittag die Lyrik der Bachmann im Mittelpunkt stehen. Mit Sabine Gruber und Nadja Küchenmeister sind zwei herausragende Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartslyrik eingeladen, Gedichte Ingeborg Bachmanns auszuwählen und mit ihren eigenen Texten in Dialog zu bringen. Hören Sie den Zusammenklang von zwei einzigartigen lyrischen Stimmen mit den unvergesslichen Gedichten von Ingeborg Bachmann.

Die Schauspielerin Bettina Rossbacher liest Gedichte Ingeborg Bachmanns. Die Literaturwissenschafterin Uta Degner moderiert ein Gespräch mit den Autorinnen.

Sabine Gruber, geboren 1963 in Meran/Italien, lebt in Wien. Seit 1984 Veröffentlichungen von Romanen, Gedichten, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Mehrfach ausgezeichnet, u.a. Veza-Canetti-Preis der Stadt Wien (2015) und Österreichischer Kunstpreis für Literatur (2016). Zuletzt erschienen der Roman „Daldossi oder das Leben des Augenblicks“ (Verlag C.H. Beck, 2016) und der Gedichtband „Am Abgrund und im Himmel zuhause“ (2018, Haymon Verlag).

Nadja Küchenmeister, geboren 1981 in Berlin, lebt dort. Sie studierte Germanisitik und Soziologie an der Technischen Universität in Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Diverse Lehrtätigkeiten, u.a. an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Für den Rundfunk schreibt sie Hörspiele, Features und Rezensionen. Zuletzt erschienen die Lyrikbände „Unter dem Wacholder“ (2014) und „Im Glasberg“ (2020, beide Schöffling Verlag). Ihre Gedichtbände wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Förderpreis zum Bremer Literaturpreis.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Frauenbüro der Stadt Salzburg

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Die Bagage

Monika Helfer
Lesung

„Eine Ordnung in die Erinnerung zu bringen – wäre das nicht eine Lüge? Eine Lüge insofern, weil ich vorspielen würde, so eine Ordnung existiere.“

Maria und Josef leben mit ihren Kindern „am letzten Ende hinten oben“, ganz am Rande eines kleinen Dorfes in Vorarlberg. Sie werden von den Dorfbewohnern „die Bagage“ genannt, Josef ist Nachkomme von Arbeitern ohne festen Wohnsitz, die im Sommer Heu in die Scheunen der Bauern trugen. Monika Helfer erzählt in ihrem neuen Roman die Geschichte dieser Familie: Josef wird als Soldat im Ersten Weltkrieg eingezogen, während Maria mit den Kindern zurückbleibt. Eines Tages begegnet ihr ein Fremder, Georg aus dem fernen Hannover, und Maria bekommt ein Kind. Grete, mit der Josef nie ein Wort sprechen wird, ist die Mutter der Autorin. Monika Helfer fragt in ihrem Roman danach, wie sich Erinnerungen fassen lassen, und erzählt eine Herkunftsgeschichte, die ihre eigene ist.

Monika Helfer, geboren 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in Vorarlberg. Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium und dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur ausgezeichnet.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

Eintritt: € 10/8/6

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Film

Peter Handke: Die linkshändige Frau

Filmclub | Heldinnen und Antiheldinnen

1976 erscheint Peter Handkes Erzählung „Die linkshändige Frau“, schon kurze Zeit später beginnt der Autor, aus dem Text heraus ein Drehbuch zu verfassen: Marianne wartet mit ihrem Sohn auf die Rückkehr ihres Mannes Bruno von einer mehrmonatigen Geschäftsreise. Bruno erzählt von seinem Alleinsein in Finnland – „das Seltsame ist, daß ich sogar ohne euch sein könnte, nachdem ich das erlebt habe“. Marianne trennt sich von Bruno, sie wählt die Einsamkeit.

Gemeinsam mit Wim Wenders als Produzent – eine Künstlerfreundschaft, die heute bereits 50 Jahre andauert – verfilmt Handke im Frühjahr 1977 in seinem Mietshaus in Clamart bei Paris seinen schon von Beginn an als ‚Filmerzählung‘ konzipierten Text. In den Hauptrollen sind Edith Clever und Bruno Ganz zu sehen – als Regieassistent fungierte übrigens Peter Stephan Jungk.

BRD 1977; Regie/Drehbuch: Peter Handke; Kamera: Robby Müller; Musik: Ulrich Winkler; mit: Edith Clever, Bruno Ganz, Angelika Winkler, Bernhard Minetti, Bernhard Wicki, Michael Lonsdale u.a.; 116 Minuten

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, DAS KINO

Eintritt: Kartepreise DAS KINO, für Mitglieder Leselampe und DAS KINO frei, Reservierungen: 0662 873100-15

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Lesung

Ohne Gewehr!

Michael Burgholzer, Katharina Eigner, Wolfgang Rendl, Anja Sturmat
Lesungen & Musik

Vier neue Mitglieder der Salzburger Autorengruppe wollen Sie ins Dickicht ungefährer Motive entführen, von denen so manche/r ProtagonistIn auch lieber nichts weiter wissen will. Es werden Geschichten, Gedichte und aphoristische Beobachtungen von scheinbar beiläufigen, aber gefährlichen Abwegen gelesen, Zur-Wehr-Setzungen mit unerhörten Mitteln – wo das eben so hinführt, wenn in der Literatur mehr erlaubt ist als im richtigen Leben.

Der Percussionist Günter Schaubeder verdichtet die Atmosphäre des Abends mit Geräuschen.

Michael Burgholzer, Jg. 1963, Jäger überraschender Fügungen, schreibt zur Zeit täglich eine Geschichte.

Wolfgang Rendl, Jg. 1966, hält sich gern kurz und pointiert, schreibt groteske und skurrile Gedichte, Aphorismen und Kurzgeschichten.

Katharina Eigner, Jg. 1979, sucht ihre Schauplätze in der unmittelbaren Umgebung, schreibt Krimis, Thriller und Kinderbuch.

Anja Sturmat, Jg. 1971, folgt am liebsten erzählerisch ihren Figuren, wie sie sich unversehens entfalten, in kurzer und langer Prosa.

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 8/6/4

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Lesung

Zusammen sind wir unbesiegbar

Peter Balko
Lesung & Gespräch (slowakisch/deutsch)

Ein Dorf an der ungarisch-slowakischen Grenze ist der Schauplatz des Romans von Peter Balko. In dessen Zentrum stehen Leviathan und Kapia und eine Freundschaft, die unzerbrechlich scheint. Dank Kapia, dreist und unerbittlich gegenüber Mensch und Tier, traut sich auch der schüchterne und ängstliche Leviathan Abenteuer zu, die er bisher nur in seiner Phantasie erlebt hat. Gemeinsam machen sie das Dorf unsicher, jagen das goldene Schwein und verfolgen die todbringende Hahnenwitwe. Sie erobern Mädchenherzen und setzen sich in der Schule gegen Rivalen zur Wehr. Bis eines Tages die Ereignisse rund um einen harmlosen Kuss ihre Freundschaft auf den Prüfstand stellen.

Pointiert, leuchtend, geheimnisvoll: Peter Balko erzählt in seinem warmherzigen Debütroman eine Geschichte des Aufwachsens und nimmt dabei die großen Themen des Menschseins in den Blick.

Peter Balko, geboren 1988 in Lučenec/Lošonc, der sich bereits als Drehbuchautor einen Namen gemacht hat, erhielt für sein Romandebüt zahlreiche Preise und ist einer der meistbeachteten slowakischen Autoren der Gegenwart. „Zusammen sind wir unbesiegbar“ ist in der Übersetzung von Zorka Ciklaminy im Zsolnay Verlag erschienen.

Veranstalter: prolit

Eintritt: € 8/6

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Lesung

Rote Kreuze

Sasha Filipenko
Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

Der Roman „Rote Kreuze“ (Diogenes Verlag, 2020) von Sasha Filipenko ist das erste Buch des weißrussischen Autors mit Wohnsitz St. Petersburg, das auf Deutsch erscheint. Moderation und Übersetzung: Ruth Altenhofer. Deutsche Lesung: Michael Kolnberger.

Moskau, 1941. Russland steht schon im Krieg gegen Nazideutschland, doch im Innern wütet nach wie vor der Wahnsinn der stalinistischen Säuberungen. Tatjana ist eine junge Fremdsprachensekretärin im Außenministerium, sie hat eine kleine Tochter, ihr Mann steht an der Front. Da landet ein Brief auf ihrem Schreibtisch, den sie übersetzen soll: eine Liste des Roten Kreuzes mit russischen Kriegsgefangenen in Rumänien. Darauf entdeckt sie den Namen ihres Mannes. Der Erleichterung, dass er lebt, folgt das Grauen – denn sie weiß, dass Kriegsgefangene und ihre Familien als Verräter verfolgt und in den Gulag geschickt werden. Sie trifft eine Entscheidung, die sie jahrzehntelang umtreiben wird. Sechzig Jahre später erzählt Tatjana ihrem jungen Nachbarn Alexander von ihrem Schicksal – und stemmt sich mit grimmigem Humor und Kampfgeist gegen das Vergessen.

Sasha Filipenko, geboren 1984 in Minsk, ist ein weißrussischer Schriftsteller, der auf Russisch schreibt. Nach einer abgebrochenen klassischen Musikausbildung studierte der leidenschaftliche Fußballfan Literatur in St. Petersburg, wo er lebt, und arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Gag-Schreiber für eine Satire-Show und Fernsehmoderator. „Rote Kreuze“ ist der erste seiner fünf Romane, der auf Deutsch erscheint.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Literatur gegen Hilflosigkeit?

Sabine Scholl , Margit Schreiner
StreitBar

Margit Schreiner diagnostizierte 2012 in einer Rede für die gegenwärtige Zivilgesellschaft ein ‚Hilflosigkeitssyndrom‘: Kriege, Krisen und politische wie militärische Interventionen seien allgegenwärtig, der Einzelne habe nicht mehr den Überblick, um Stellung beziehen oder gar einzugreifen. Verschärft sich dieses Ohnmachtsgefühl infolge der Klimakrise oder im ‚postfaktischen Zeitalter‘? Und was bedeutet das alles für die Literatur? Kann sie als emanzipatorisches Werkzeug gesellschaftliche Zustände aushebeln? Kann sie Handlungsmöglichkeiten erproben und damit auch realpolitisch eröffnen? Ist Literatur überhaupt etwas, das für oder gegen etwas eingesetzt werden kann? Diese und ähnliche Fragen diskutieren Margit Schreiner und Sabine Scholl am Podium.

Das Format „StreitBar“ ist eine Kooperation mit Alte Schmiede Wien: Dort diskutieren Margit Schreiner und Gertraud Klemm am 23. März 2020 um 19 Uhr zum Thema „Literatur gegen Hilflosigkeit?“. Margit Schreiners Essay zum Thema lesen Sie vorab am 14. März 2020 im Spectrum der Presse.

Margit Schreiner, geb. 1953 in Linz, Studium in Salzburg, lebt nach Auslandsaufenthalten als freie Schriftstellerin in Linz und im Waldviertel. Zuletzt erschienen der Roman „Kein Platz mehr“ (2018) und der Band „Sind Sie eigentlich fit genug? Mehr über Literatur, das Leben und andere Täuschungen“ (2019, beide Verlag Schöffling & Co.)

Sabine Scholl, geb. 1959 in Grieskirchen/OÖ, Studium in Wien, wo sie lebt und arbeitet; Lehraufträge in Aveiro, Chicago, Nagoya, Leipzig und Wien. Zuletzt erschienen der Roman „Das Gesetz des Dschungels“ (Secession Verlag, 2018) und der Essayband „Erfundene Heimaten“ (Sonderzahl, 2019).

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Alte Schmiede

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Ingeborg Bachmann - Bilder. Texte. Indiskretionen.

Barbara Agnese, Uta Degner, Christa Gürtler
Literaturfrühstück Spezial

Ingeborg Bachmanns Schriftsteller*innenkarriere wurde schon von Beginn an von ungewöhnlich wirkmächtigen, öffentlichen Image-Bildungen begleitet, die oftmals auch das Verständnis ihrer literarischen Texte mitgeprägt und überlagert haben. Publikationen der letzten Jahre haben diese Dynamik weitergetrieben, die zirkulierenden Bachmann-Bilder aber zugleich verändert und neue Lesarten ihres Lebens und Werks generiert.

Das Literaturfrühstück findet anlässlich der Ausstellung „Ingeborg Bachmann, Rom, 1962“ im Literaturhaus statt, die Porträtaufnahmen der Autorin zeigt, aufgenommen 1962 von ihrem Bruder Heinz bei einem Besuch mit den Eltern in Rom. Es haben nicht zuletzt auch einige Aufnahmen aus diesem Konvolut das fotografisch vermittelte Image Ingeborg Bachmanns geprägt, so etwa die Reihe von Fotografien, die die Autorin beim Schachspiel zeigt.

Die drei Literaturwissenschafterinnen Barbara Agnese, Uta Degner und Christa Gürtler werden bei diesem Literaturfrühstück Spezial – wie immer bei Kaffee und Kipferln, solange der Vorrat reicht – diese neuen Perspektiven auf Leben und Werk der berühmten Schriftstellerin vorstellen und diskutieren.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Frauenbüro der Stadt Salzburg

Eintritt: € 7/5

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Lesung

Lyrik im März

Christoph Janacs , Elke Laznia
Lesung & Gespräch

Alljährlich im März widmet die GAV dem „Stiefkind“ Lyrik einen Abend und präsentiert bemerkenswerte Lyrik-Neuerscheinungen. Diesmal kommen zwei Salzburger DichterInnen zu und zum Wort.

Elke Laznia liest aus „Lavendellied“, das sich jeder Klassifizierung entzieht: Ist es eine Prosaerzählung mit lyrischen Einschüben, eine Sammlung von Prosagedichten oder ein Poem in 14 Gesängen? Egal. Wovon/Worüber sie schreibt, lässt sich ebenfalls nicht in wenigen Sätzen wiedergeben, aber schon nach ein paar Zeilen wird klar, dass hier jemand um sein Leben erzählt in einer hochpoetischen, irisierenden Sprache, die einen sofort in ihren Bann schlägt.

Christoph Janacs wandert mit mehr als 100 Gedichten und Prosagedichten „im Zweistromland“, dem Gebiet zwischen Donau und Moldau, und folgt dabei Spuren von Künstlern (wie A. Stifter oder A. Kubin) sowie historischen Verwerfungen (Flucht und Vertreibung, Mauthausen, ...), ohne dabei auf die Schönheit dieses Landstrichs diesseits und jenseits der Grenze zu vergessen. Begleitet wird er dabei von Federzeichnungen Christian Thanhäusers.

Elke Laznia, geb. 1974 in Klagenfurt, lebt in Salzburg; sie publizierte bislang drei Bücher: „Kindheitswald“ (2013, Roman), „Salzgehalt“ (2017, Dichtungen), „Lavendellied“ (2019).

Christoph Janacs, geb. 1955 in Linz, lebt in Niederalm; zuletzt erschienen „der Rede wert“ (2018, Gedichte), „Haufenweise Totenköpfe“ (2018, Short Stories), „im Zweistromland“ (2019, Gedichte).

Veranstalter: GAV/Salzburg

Eintritt: € 8/6

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Lesung

Ins Blaue gehofft

Brigitte Theresa Gangli , Katalin Jesch , Christopher Schmall
Poetische Lesung

Was uns Halt gibt, Antrieb und Weitblick; was uns belebt, verändert und staunen macht; was uns Dank lehrt, Einsicht und Mut oder uns mitreißt, verstreut und Brüche aufzeigt – vergessene Schluchten, gestundete Möglichkeiten, entflohene Vorsätze – ist oftmals unscheinbar, flüchtig, schwer zu fassen, zu (be)greifen. Die Sonnenblume am Feldrand, ein Vogelschwarm zwischen wolkigen Mustern, sich zärtlich kräuselnde Wellen, das nachtstille Heben und Senken der Brust eines geliebten Menschen, ein Satz, ein Gedicht en passant in den Rillen des Geistes verkeilt, indes wir freigiebig Hoffnung verstreuen, selbstkonzentrisch, zwieschichtig, hinein in den Äther des Alltags, auf dass wir doch noch ein wenig weiter lieben und leben und lernen.

Brigitte Theresa Gangli, 1943 in München geboren, schreibt Lyrik und Kurzprosa; zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften (u.a. „SALZ“).

Katalin Jesch stammt aus Ungarn, lebt in Oberndorf, schreibt Lyrik. Zuletzt erschienen die Gedichtbände: „brüche auf brüche“ (Edition Tandem) und „… bis ein neuer Ast sich streckt“ (Edition Garamond).

Christopher Schmall, geboren 1993 in Salzburg, wo er als Barkeeper und Veranstaltungsbetreuer im Literaturhaus, als freier Radiomacher (Radiofabrik) und vor allem als vielseitiger Kunstschaffender und Obmann der Salzburger AutorInnen Gruppe tätig ist. Sein Gedichtband „seelen.splitter“ erschien 2016 bei Editionas.

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 8/6/4

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Lesung

Die Lieblinge der Justiz

Juri Andruchowytsch
Lesung & Gespräch

Juri Andruchowytsch ist eine der wichtigsten intellektuellen Stimmen der Ukraine. In seinem neuen Buch „Die Lieblinge der Justiz“ (Suhrkamp Verlag, 2020; Original: „Kochancii justiciji“, Übersetzung: Sabine Stöhr) entfaltet der Autor ein die Jahrhunderte umspannendes Panorama von Mord, Liebe und Verrat, von der Monstrosität des Verbrechens und der Justiz. Und doch ist nicht alles, wie es scheint ... Moderation: Maryia Donska.

Die Lieblinge der Justiz, das sind Verbrechen und Verbrecher, echte und vermeintliche: Bohdan Staschynskyj zum Beispiel, ein KGB-Agent und Auftragskiller, der den ukrainischen Nationalisten Stepan Bandera in seinem Münchner Exil ermordet, dann aber wegen der Liebe zu einer ostdeutschen Friseurin mit ihr in den Westen flieht und sich stellt. Oder Mario, der Kolonialwarenhändler aus Kolomea im östlichen Hinterland der k. und k. Monarchie: Er ist jung, erfolgreich, seiner Frau Maria in schöner, wilder Liebe zugetan – aber seine geheime Verabredung mit einem karpatischen Molfar-Zauberer wird sich als so fatal erweisen, dass ihm nicht einmal mehr Kaiser Franz Joseph daselbst zu helfen vermag.

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, wo er lebt. Er begann als Lyriker und schreibt Essays, Romane u.a. Zuletzt erschienen auf Deutsch der Band „Kleines Lexikon intimer Städte“ (Kurzgeschichten, 2016) und der Roman „Karpatenkarneval“ (2019). Sein Werk erscheint in 20 Sprachen und wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt mit der Goethe-Medaille (2016).

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Literarischer Antidepressionsabend

Fritz Popp , Christian Weingartner
Satire, Ironie & tiefere Bedeutung

Fritz Popp und Christian Weingartner stellen jeweils ihre neuesten Buchveröffentlichungen vor.

Angriffslustig, hinterfotzig und mit einem ordentlichen Schuss Ironie kommen Popps Satiren daher. Ob im selbstenlarvenden Monolog, in bissiger Kurzprosa oder in Gedichtform: Das Spektrum reicht von Gesellschaftskritik bis zu veralbernder Blödelei, von Weihnachts- zu Ganzjahressatiren. Satiren folgen natürlich auch der Politik und demonstrieren Deformierungen menschlicher Existenz und menschlichen Denkens, sind Ausdruck einer denkenden Offenheit.

Wortverspielte Ironie im Morgenrock des Experimentellen, lyrischer Sarkasmus mit aphoristischer Schärpe, Nonsens im Hemd des hintergründigen Schabernacks: Christian Weingartners neues Buch lebt vom Spaß an der Arbeit im Sprachlabor und vom Ernst des Humors. Und die Themen? Offene Wunden der Gesellschaft und Politik werden mit kräftigen Wortschwallen gesalzen, damit sie noch mehr brennen, und die kleinen Alltäglichkeiten werden mit Spott und Selbstironie eingeweicht. Lyrik konkurriert dabei mit Kurzprosa.

Fritz Popp, geboren 1957 in Vöcklabruck/OÖ, studierte Germanistik, lebt als BHS-Lehrer und Autor in Salzburg und Schwarzenberg am Böhmerwald; mehrere Erzählbände, Lyrik und Romane; 5 Satirebände – zuletzt erschien der Band „Fürchtet euch ruhig!“ (Arovell, 2019)

Christian Weingartner, geboren 1958 in Wels/OÖ, studierte Kommunikationswissenschaften und lebt als Autor und Fotograf in Salzburg; bisher erschienen 10 Bücher zwischen Lyrik und Kurzprosa, zuletzt „Absurdistan“ (Verlag Innsalz, 2020).

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 8/6/4

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Lesung

gemischter satz: Ernstes, Ungewöhnliches, Phantastisches, Unterhaltsames

Kurzprosa-Lesungen

Die Salzburger Literatengruppe „gemischter satz“ macht wieder im Literaturhaus Station. Gerade noch eine lose Gruppe von Gleichgesinnten, wird sie bald als Verein unter „Gemischter Satz Salzburg“ zu finden sein. Bunt gemischt wie seine Mitglieder, das heißt von Jung bis Jung gewesen, finden die Schreibbegeisterten, in ihren unterschiedlichen Stilrichtungen, hier ihre poetische Heimat. Ja, da wäre noch eins: Der Humor! Der darf bei den Veranstaltungen nicht zu kurz kommen, genauso wie die Musik, auch die darf beim „Gemischten Satz Salzburg“ nicht fehlen!

Aigner • Ebner-Schindlauer • Gerner • Hinterecker • Hofbauer-Ott • Kreuzbauer • Maislinger • Nitzlnader • Weinert • Wengraf • u.a.

Moderation: Elmar Prokopetz

Veranstalter: Goethe Zwei Punkt Null

Eintritt: frei

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Lesung

Das ABC vom Glück. Jüdische Weisheit für jede Lebenslage

Paul Chaim Eisenberg
Erzählungen & Lieder

Selbstironisch, klug und gelassen erzählt Paul Chaim Eisenberg jüdische Weisheiten für jede Lebenslage – und präsentiert sein neues Buch „Das ABC vom Glück“ (Verlag Brandstätter, 2019). Außerdem singt der Oberrabbiner live – am Piano begleitet von Rami Langer. Peter Arp liest ausgewählte Texte aus dem Buch.

Paul Chaim Eisenberg macht keine halben Sachen. Wenn schon jüdische Weisheit in einem Buch, dann von A wie Aleph-bet bis Z wie Zwei Juden haben meist drei Meinungen. Weil bei so viel informativem Gehalt der Humor niemals zu kurz kommen darf, kleidet Eisenberg, von 1983 bis 2016 beliebter Oberrabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, fast jede Weisheit in eine von jüdischem Humor gespickte Geschichte. Schon Bert Brecht wusste: Lernen kann nur in vergnüglicher Form gelingen. Eisenberg legt ein so kluges wie unterhaltsames Kompendium jüdischer Ein- und Zwischenfälle vor, von dem man viel zu lernen und mit dem man noch mehr zu lachen hat.

Paul Chaim Eisenberg ist Musiker, Bestsellerautor und Oberrabbiner von Wien. Das ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe: Ist der Rabbi für die Regeln zuständig, kennt (und lebt) der Oberrabbiner die Ausnahmen.
Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 12/10/8

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Lesung

Wir verlassenen Kinder

Lucia Leidenfrost | Woods & Meadows
Buchpräsentation & Musik

Ein abgeschiedenes Dorf: Leere Bauernhöfe, eine aufgelassene Schule. Die Erwachsenen haben nach und nach das Dorf verlassen. Zurückgeblieben sind die Kinder. Sie empfangen Pakete und Geld. Sie kochen, putzen und pflegen die Großeltern und die kleinen Geschwister. Scheinbar soll Krieg herrschen rundherum. Als auch der einzige Lehrer das Dorf verlässt, beginnen die Kinder, ihre eigenen Gesetze und Regeln aufzustellen. Was harmlos beginnt, wird rasch zu einem System aus Gewalt und Macht, dem sich alle zu unterwerfen haben. Es ist eine unheimliche und vielstimmige Parabel, die Lucia Leidenfrost in ihrem ersten Roman zeichnet: Das Dorf könnte überall stehen, zu jeder Zeit. Gerade das verleiht dem Buch eine durchdringende Aktualität.

Lucia Leidenfrost wurde 1990 in Frankenmarkt/OÖ geboren, lebt seit 2014 in Mannheim und ist Co-Gründerin des Kollektivs für Junge Literatur Mannheim. Ihr Prosadebüt „Mir ist die Zunge so schwer“ mit einer Sammlung von Kurzgeschichten ist im Frühjahr 2017 erschienen, ebenso wie der aktuelle Roman bei Kremayr & Scheriau.

Woods & Meadows ist ein österreichisches Duo, das sich dem Indie-Folk zuschreibt. Die Songs der zwei Musiker, Ernest Spalt (Gitarre, Vocals) und Flo Kollrosz (Percussion, Vocals) sind eingängig, gepaart mit humorvollen DIY-Vibes, die Salzkammergut-Wurzeln sind spürbar:
DIY meets Nature.

Veranstalter: erostepost

Eintritt: € 8/6/4 inkl. erostepost Nr. 59

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Literaturhaus Salzburg

Verein Literaturhaus

Ein Ort für das Wort

Seit Herbst 1991 ist im 400 Jahre alten, denkmalgeschützten Eizenbergerhof am Rand der Salzburger Altstadt, die Literatur zu Hause ... Anfangs ein Geheimtipp hat sich das Literaturhaus seinen Platz in der Welt der Sprachen und Bücher, der Autorinnen und Autoren erobert.
Rund 300.000 Besucherinnen und Besucher haben allein in den ersten 24 Jahren ca. fünftausend Veranstaltungen mit tausenden Schriftstellern und Künstlern besucht ...

Ein Trägerverein und fünf autonome Literaturvereine und Autorengruppen - manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt - haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum (2014 kamen zu 274 Veranstaltungen über 15.000 Besucher): professionell, bunt und engagiert nach dem Motto "Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt".

Das zweistöckige Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auch vermietet werden, und Büros eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet), benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron auch für den Platz vor dem Haus.
Anfahrt
vom Zentrum Salzburg mit den Linien 7 und 8, Haltestelle „Strubergasse“ und der Linie 24, Haltestelle „Wallnergasse“, vom Bahnhof mit der Linie 2, Haltestelle „Gaswerkgasse“.

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Literaturhaus Salzburg

Literatur / Museum Robert Musil Literatur-Museum Klagenfurt Klagenfurt, Bahnhofstraße 50
Literatur / Wettbewerb Literarischer März Darmstadt Darmstadt, Frankfurter Straße 71
Literatur / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Literatur / Lesung Literaturhaus München München, Salvatorplatz 1
Literatur / Lesung Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Alexandraweg 23
Literatur / Festival Poetry on the road Bremen Bremen, Neustadtswall 30
Literatur / Messe Buch Wien
Literatur Literaturfest Niedersachsen Hannover, Schiffgraben 6-8

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