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Literaturhaus Salzburg

Ein Ort für das Wort

Seit Herbst 1991 ist im 400 Jahre alten, denkmalgeschützten Eizenbergerhof am Rand der Salzburger Altstadt, die Literatur zu Hause ... Anfangs ein Geheimtipp hat sich das Literaturhaus seinen Platz in der Welt der Sprachen und Bücher, der Autorinnen und Autoren erobert.
Rund 300.000 Besucherinnen und Besucher haben allein in den ersten 24 Jahren ca. fünftausend Veranstaltungen mit tausenden Schriftstellern und Künstlern besucht ...

Ein Trägerverein und fünf autonome Literaturvereine und Autorengruppen - manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt - haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum (2014 kamen zu 274 Veranstaltungen über 15.000 Besucher): professionell, bunt und engagiert nach dem Motto "Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt".

Das zweistöckige Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auch vermietet werden, und Büros eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet), benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron auch für den Platz vor dem Haus.

Kontakt

Literaturhaus Salzburg
Verein Literaturhaus
Strubergasse 23
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 662 / 422 411
Fax: +43 662 / 422 411-13
E-Mail: info@literaturhaus-salzburg.at

 

Anfahrt
vom Zentrum Salzburg mit den Linien 7 und 8, Haltestelle „Strubergasse“ und der Linie 24, Haltestelle „Wallnergasse“, vom Bahnhof mit der Linie 2, Haltestelle „Gaswerkgasse“.
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Bewertungen & Erfahrungsberichte Literaturhaus Salzburg

Lucia Leidenfrost © punktachtneun
Lesung

Lucia Leidenfrost , Renate Silberer:
Wir verlassenen Kinder / Hotel Weitblick

Lesedoppel

Ein abgeschiedenes Dorf: leere Bauernhöfe, eine aufgelassene Schule; die Erwachsenen haben das Dorf verlassen, zurückgeblieben sind die Kinder. Als auch der einzige Lehrer das Dorf verlässt, beginnen die Kinder, ihre eigenen Gesetze und Regeln aufzustellen und ein System aus Gewalt und Macht zu errichten, dem sich alle zu unterwerfen haben. Es ist eine unheimliche und vielstimmige Parabel, die Lucia Leidenfrost in ihrem ersten Roman zeichnet: Das Dorf könnte überall stehen, zu jeder Zeit.

Vier Führungskräfte einer Werbeagentur, ein Wochenende in einem abgelegenen Hotel: Wer den Geschäftsführer-Posten bekommen soll, entscheidet der Consulter Marius Tankwart. Seine Auswahlseminare sind berühmt, der erbitterte Kampf der Manager untereinander macht eine gemeinsame Lösung unmöglich. Renate Silberer richtet in ihrem Romandebüt einen entlarvenden Blick auf die erlernten Handlungsweisen unserer Gesellschaft und legt deren zutiefst beunruhigende Ursprünge frei.

Lucia Leidenfrost wurde 1990 in Frankenmarkt/OÖ geboren, lebt seit 2014 in Mannheim und ist Co-Gründerin des Kollektivs für Junge Literatur Mannheim. Ihr Prosadebüt „Mir ist die Zunge so schwer“ ist im Frühjahr 2017 erschienen, ebenso wie der aktuelle Roman bei Kremayr & Scheriau.

Renate Silberer, geboren 1975, lebt in Linz. Für ihre Gedichte und Prosaarbeiten wurde sie mit diversen Stipendien ausgezeichnet, u.a. mit dem Rauriser Förderungspreis 2013. 2017 erschien ihr Erzählband „Das Wetter hat viele Haare“, auch hier wie ihr Romandebüt „Hotel Weitblick“ bei Kremayr & Scheriau.

Veranstalter: erostepost

Eintritt: € 8/6/4

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Lesung

Aufgeblättert

Literarisches Quartett

Mit Christa Gürtler, Petra Nagenkögel, Klaus Seufer-Wasserthal, Anton Thuswaldner

Unter der Moderation von Christa Gürtler werden drei literarische Neuerscheinungen diskutiert:

In ihren Debüterzählungen „Uncountry. Eine Mythologie“ (Ü: Maria Meinel, Matthes & Seitz) dehnt die deutsch-amerikanische Schriftstellerin Yanara Friedland Geschichten über Vertreibung und Flucht zu einem weiten Feld der Assoziationen aus. Sie verwebt individuelle Erinnerung mit historischen Gegebenheiten, kulturgeschichtlicher Reflexion und jüdischer Geistesgeschichte.

Jamaica Kincaid, geboren auf der karibischen Insel Antigua, lebt heute in den USA. Ihre Erzählungen des Bandes „Am Grunde des Flusses“ (Kampa Verlag), in denen sie Bilder und Stimmungen ihrer Kindheit heraufbeschwört, wurden von Sarah und Moritz Kirsch kongenial ins Deutsche übertragen. „‚Am Grunde des Flusses‘ gehört für mich zu den aufregendsten Prosatexten, die ich kenne.“ (Susan Sontag)

Ralph Krass heißt der Protagonist in Martin Mosebachs jüngstem Roman „Krass“ (Rowohlt Verlag), er ist ein schamloser Machtmensch und reicher Geschäftsmann. Bis er schließlich, ruiniert und angeschlagen, in Kairo auf seinen Tod wartet. Wieder wird der neue Roman des Georg-Büchner-Preisträgers kontrovers diskutiert, er wolle „einfach nur schön“ (Jörg Magenau) sein bzw. er sei „so gut, dass man ihn hinterher gleich noch mal lesen will.“ (Wolfgang Schneider)

„Aufgeblättert“ werden die Neuerscheinungen von Christa Gürtler (Literaturwissenschafterin), Petra Nagenkögel (Schriftstellerin), Klaus Seufer-Wasserthal (Buchhändler, Rupertus Buchhandlung und Anton Thuswaldner (Literaturkritiker).

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Rupertus Buchhandlung

Eintritt: frei

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Cornelia Travnicek © Paul Feuersänger
Lesung

Birgit Müller-Wieland, Cornelia Travnicek:
Feenstaub / Vom Lügen und vom Träumen

Neue Bücher österreichischer Autorinnen

Zwei österreichische Autorinnen stellen in Lesung und Gespräch ihre neuen Romane vor: Cornelia Travnicek präsentiert „Feenstaub“ (Picus Verlag, 2020) und Birgit Müller-Wieland „Vom Lügen und vom Träumen“ (Otto Müller Verlag, 2021). Moderation: Ines Schütz und Anton Thuswaldner.

„‘Feenstaub‘ ist Abenteuergeschichte und sozialkritischer Roman in einem“, lobte die Jury des Österreichischen Buchpreises den Roman von Cornelia Travnicek. In einer Schicksalsgemeinschaft sind Petru, Cheta und Magare verbunden, gezwungen in ewiges Kindsein. Täglich müssen sie dafür sorgen, dass die Schatzkiste des Krakadzil voller wird. Der wird schnell ungehalten, wenn die Kasse nicht stimmt, und so rücken die drei Jungs aus, um denen wegzunehmen, die es am ehesten zu verschmerzen scheinen ...

Birgit Müller-Wieland ist ein toll komponierter Roman in sechs Geschichten gelungen. „Vom Lügen und vom Träumen“ erzählt von Figuren, die sich den Brüchen in ihren Biografien stellen: Salome macht die Erfahrung, nach vielen Jahren Ehe verlassen zu werden, weil Hannes in Berlin eine Musikerin kennengelernt hat. Diese wiederum erlebt als Jugendliche einen traumatischen Beginn im Westen, nachdem die Familie aus der DDR geflohen ist. Lilly wird Zeugin eines unerhörten Übergriffes der eigenen Chefin – und muss sich fragen, wem ihre Loyalität gilt.

Cornelia Travnicek, geboren 1987 in St. Pölten, lebt in NÖ. Ihr Debütroman „Chucks“ (2012) wurde verfilmt. Zuletzt erschienen Gedichte sowie das Kinderbuch „Zwei dabei“ (2019).

Birgit Müller- Wieland, geboren 1962 in Schwanenstadt, lebt in München. Seit dem Prosadebüt 1997 mehrere Bücher, zuletzt Gedichte sowie der Roman „Flugschnee“ (2017).

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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Ljuba Arnautovic © Leonhard Hilzensauer
Lesung

Ljuba Arnautovic:
Junischnee

Was 1934 mit einer „Landpartie“ beginnt, organisiert vom Republikanischen Schutzbund in Wien, wird für die beiden Jungen Slavko und Karli zu einem „Ausflug, der immer noch nicht enden will.“ Als „Schutzbundkinder“ verbringen sie einen schönen Sommer auf der Krim, zurück in Moskau erwartet sie zunächst ein luxuriöses Heim. Doch mit den politischen Entwicklungen verlieren die Kinder ihr Anrecht auf ein Zuhause – Slavkos Spuren verlieren sich, Karli lebt auf der Straße bis er aufgriffen, in eine Besserungsanstalt und schließlich als „Volksfeind“ ins Arbeitslager kommt. Im Gulag lernt er seine spätere Frau und die Mutter der Autorin kennen: Sobald es die Umstände erlauben, will er Nina fort und nach Wien bringen.

Ljuba Arnautovic erzählt die Geschichte ihrer Eltern Karl und Nina, die ein gemeinsames Leben versuchen, das mit Verlusten und einem Aufbruch beginnt: „Einen Mensch ohne feste Wurzeln kann nichts halten“.

Ljuba Arnautović, geb. 1954 in Kursk (UdSSR), lebt in Wien. Nach dem Studium der Sozial­pädagogik arbeitete sie für das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, als Russisch-Übersetzerin und Rundfunkjournalistin. Ihr erster Roman, „Im Verborgenen“ (Picus Verlag), stand auf der Shortlist Debüt für den Österreichischen Buchpreis 2018. „Junischnee“ ist im Zsolnay Verlag erschienen.

Veranstalter: prolit, Literaturforum Leselampe, FB Slawistik

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Stefan Kutzenberger:
Jokerman

Lesung, Gespräch und viel Bob Dylan auch als Livemusik

Moderation: Bernhard Flieher

Am 24. Mai 2021 feiert Bob Dylan, ohne Zweifel einer der einflussreichsten Liedermacher aller Zeiten, seinen 80. Geburtstag. Was aber, wenn er der einflussreichste Mensch überhaupt wäre, der im Geheimen die Geschicke der Welt lenkt? Wäre es möglich, den Lauf der Geschichte zu verändern, wenn man die in allen Schlüsselpositionen sitzenden Dylan-Fans global koordinierte? Stefan Kutzenberger wird von einer geheimnisvollen Organisation auserwählt, genau das zu tun: Als Jokerman soll er die Wiederwahl eines der bizarrsten Tyrannen unserer Tage ins Weiße Haus verhindern.

Wie wir wissen, ist das gelungen, wie genau es zustande kam, verrät dieser wundervoll beschwingt erzählte, spannende und kluge Roman – ein entlarvender Spiegel der Gegenwart, eine literarische Entdeckung und ein Riesenspaß; zudem laut Abendzeitung München „… die beste Verschwörungstheorie“ (Dominik Petzold) und „ein großes Lesevergnügen“ (Florian Baranyi, orf.at).

Die Musik kommt von Woody & Otto, das sind Woody Wambacher (Gesang, Gitarre, Ukulele, Kazoo) und Otto Eder (Gesang, Mandoline, Blues-Harp); die beiden Musiker der Band „Woody’s Folk House“ haben mittlerweile mehr als 50 Songs von Bob Dylan im Repertoire.

Stefan Kutzenberger, geboren 1971 in Linz, lebt als Schriftsteller, Kurator und Literaturwissenschafter in Wien. 2018 erschien sein Debütroman „Friedinger“ bei Hanser, 2020 „Jokerman“ im Berlin Verlag.

Veranstalter: erostepost

Eintritt: € 8/6/4

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Lesung

quer/feld

Literatur ab Hof

Die wilde und die gezähmte Natur als Spiegelbild, unberührte Landschaft als Wunschbild, ein Leben am Land als Gegenbild. Wir queren die Felder und Säume dieser Vorstellungswelten mit und in der Literatur, auf Umwegen, unbekannten Pfaden und Abkürzungen durch das Gelände werden Texte zu Wegweisern.

Gelesene Texte, Schauspiel und Musik machen im Salzburger Freilichtmuseum Geschichten erlebbar: Geschichten von der Landschaft und dem Blick des Menschen auf eine Natur, die ihn selbst einschließt. In einem geführten Rundgang sind die Gebäude, die Wege und die Landschaft die Bühne für Literatur: Literarische Spuren werden in Häusern, Höfen und Gärten in Szene gesetzt und verbinden sich mit der eigenen Wahrnehmung. Das Museum wird zum besonderen Kunst-Raum, den wir mit unterschiedlichen literarischen Stimmen im Ohr durchqueren.

Eine Inszenierung von dietext, Christian Sattlecker & Literaturforum Leselampe mit Augustin Groz, Laura Roberta Kuhr, Christian Sattlecker (Lesung) und Slavoljub Jeremic/Pera (Musik).

Die Rundgänge dauern je 2 Stunden und finden bei jedem Wetter statt. Wir weisen darauf hin, dass man gut zu Fuß und mit passendem Schuhwerk unterwegs sein sollte.

Weitere Termine: So. 25. April, 11.30 & 15 Uhr

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, dietext, Salzburger Freilichtmuseum

Eintritt: € 15/12 inkl. Museumseintritt

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Lesung

Christoph Janacs , Christopher Schmall:
Poesie und Widerstand

Poetischer Abend

„Wir leisten Widerstand, weil wir die Wirklichkeit zu kennen glauben“,schreibt Christoph Janacs in seiner 2004 erschienenen Aphorismensammlung „meteoriten“.

Was aber ist Widerstand? Und was DIE Wirklichkeit? Sind wir dieser ausgeliefert, und ist Widerstand zwecklos? Und was bedeutet „glauben“? Ist es ein Hinweis auf die Relativität der Realität?

Aber wir glauben ja immer irgendetwas. Legen unser Vertrauen in Wirklichkeitskonstrukte. Wir glauben an Gott und seine Allmacht; glauben an uns selbst, ohne uns wirklich zu kennen; glauben an Gegebenheiten, in die wir hineingeboren werden – von familiären Verhaltensmustern bis hin zum Wirtschaftssystem –, die uns prägen und bestimmen, dauerhaft, unbewusst, und so auch unsere Wirklichkeit formen. Widerstand bäumt sich auf, sobald unsere „Wahrheit“ in Zweifel gerät oder gar angegriffen wird.

Eine poetische Sicht, die alles mit einschließt, allem Raum gibt, Widersprüche zusammenhält, die Welt in sich spiegelt und die vermeintlichen Trennungen überbrückt, bietet mannigfache Möglichkeiten zur eigenen Entfaltung und Erfahrung und kann mitunter helfen, die Scherben des Selbst neu zu ordnen.

Christoph Janacs, * 1955 in Linz, lebt in Niederalm als Schriftsteller, Kulturvermittler und Lehrer; Publikation von Romanen, Erzähl- und Lyrikbänden; zuletzt erschien „im Zweistromland“, Edition Tandem. Im Herbst 2021 erscheint ein Band mit politischer Lyrik.

Christopher Schmall, * 1993 in Salzburg, lebt und arbeitet dort als freier Kunstschaffender; Obmann der Salzburger Autorengruppe. 2016 erschien der Lyrikband „seelen.splitter“, edition art&science. Derzeit Arbeit an diversen Projekten.

Veranstalter: Salzburger Autorengruppe

Eintritt: € 8/6

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© David Sailer
Lesung

Margarita Fuchs, Wolfgang Kauer, Fritz Popp, Brita Steinwendtner:
Reprise

Lesung & Gespräch

Wie war das mit der ersten Buchveröffentlichung? Wie entstand das Werk, wie fand sich ein Verlag, wie wurde es von Publikum und Kritik angenommen? Vier GAV-Mitglieder lesen aus ihren Erstlingswerken und stellen sich Fragen von Christoph Janacs. Ein spannender Abend – nicht nur für angehende LiteratInnen.

Margarita Fuchs „Das große Fest in Portobuffolé“ (Roman, Edition Garamond 2003): Bei einem großen Fest im Veneto verknüpft die Autorin die verschlungenen Fäden und Lebensläufe in einer modernen Patchworkfamilie.

Wolfgang Kauer „Nachtseite“ (Kurzprosa, arovell 2007): In der anlässlich des Dante-Jahres gelesenen Prosa entlarvt sich einem jungen Autor das Nachlass-Archiv als Dantesche Hölle.

Fritz Popp „Schlechte Jahrgänge“ (Erzählband, Verlag Otto Müller 1990): „Unheil in Goldpapier gewickelt“, gepaart mit „satirisch-ironischen Kapriolen“ – das sah Anton Thuswaldner in den thematisch ganz unterschiedlichen Texten.

Brita Steinwendtner „Rote Lackn“ (Haymon Verlag 1999): Roman einer Talschaft und des Schicksals einer Handvoll Menschen, die in ihr liebten und leben.

Margarita Fuchs: * 1951 in Riedau, OÖ; zuletzt: „Der Mars ist wüst“, Geschichten, Edition Tandem 2020.

Wolfgang Kauer: * 1957 in Linz; zuletzt: „Felsbilder der Alpen“. Verlag Anton Pustet 2019.

Fritz Popp: * 1957 in Vöcklabruck/O.Ö.; zuletzt: „Fürchtet euch ruhig“, Satiren, Arovell 2019.

Brita Steinwendtner: * 1942 in Wels, aufgewachsen in Hinterstoder und Steyr; zuletzt: „Gesicht im blinden Spiegel“, Otto Müller Verlag 2020.

Veranstalter: GAV/Salzburg

Eintritt: € 10/8

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Lesung

Peter Rosei liest Peter Rosei

Kommentierte Autorenlesung

In unregelmäßigen Abständen wird ein/e österreichische/r Schriftsteller/in ins Literaturhaus eingeladen, um an einem Abend das eigene Werk lesend und selbst kommentierend zu präsentieren. Nun stellt sich der Romancier und Essayist Peter Rosei dieser Herausforderung.

Von seinem ersten Erfolgsroman „Wer war Edgar Allan?“ (1977) – kongenial 1984 von Michael Haneke verfilmt – bis zu seinen jüngsten Arbeiten: Peter Rosei hat eines der umfangreichsten Werke der neueren deutschen Literatur geschaffen.

Von Anfang an setzt sich Rosei mit großen Autoren auseinander, im Roman „Bei schwebendem Verfahren“ (1973) etwa mit den Erzählwelten Franz Kafkas. Dominiert in den frühen Publikationen ein nüchterner, protokollarischer Ton, der Gesellschaft wie Natur mit radikalem Pessimismus schildert, findet man später eine eher melancholische bzw. sarkastische Betrachtungsweise. Seine Philosophie als Künstler hat Rosei in zahlreichen Essays konkretisiert, z.B. in „Beiträge zu einer Poesie der Zukunft“ (1995) sowie in „Brown vs. Calder: Gedanken zur Dichtkunst“ (2015). Und immer wieder nimmt er als engagierter Zeitgenosse zu gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Verhältnissen in Wien und der Welt kritisch Stellung.

Peter Rosei, geboren 1946 in Wien, wo er als Autor von Prosa, Lyrik und Dramatik lebt. Viele Publikationen, zuletzt „Karst“ (Roman, 2018), „Die große Straße: Reiseaufzeichnungen“ (2019), „Ich bin kein Felsen, ich bin ein Fluss“ (Essays, 2020) und „Das Märchen vom Glück“ (Roman, 2021). Zahlreiche Auszeichnungen, z.B. Franz-Kafka-Preis, Anton-Wildgans-Preis und Großes Ehrenkreuz für Verdienste um die Republik Österreich.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

Eintritt: € 10/8/6

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Lesung

Christian Linker:
Influence. Fehler im System

ab ca. 14 Jahren / ab 10. Schulstufe

Amir will Internet-Geschichte schreiben, indem er brisantes Material zu einem Datenskandal an den Netzaktivisten Habakuk leakt. (Der Name Habakuk für diesen Blogger spielt nicht von ungefähr auf den
„Gerichtspropheten” aus dem Zwölfprophetenbuch des Tanach an.) Aber das Netz schreibt seine Geschichte lieber selbst – indem es weltweit kollabiert. Mitten im losbrechenden Chaos sucht Amir nach seinem Kontaktmann, trifft aber statt Habakuk die erfolgreiche Infl uencerin Kalliope. Das kann kein Zufall sein. Ebenso wenig wie der Beinahe-Unfall, den Amir und Kalliope um ein Haar mit dem Leben bezahlt hätten. Wer sind die unbekannten Verfolger, was hat es mit dem „Globalen Komitee” auf sich und wie kann die Welt drei Tage ohne Internet überleben, wenn schon nach wenigen Stunden „Cyberkalypse“ alle vollkommen
durchdrehen?

Es besteht die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit dem Jungen Literaturhaus den Veranstaltungsbesuch in einer Unterrichtseinheit vorzubereiten. Nähere Informationen gern bei der Anmeldung Ihrer Klasse.

Intelligent und schonungslos.
Kölner Stadtanzeiger

Und der Schlüssel dazu: Herostratos. Eine Art KI, ein selbstlernender Trojaner, der sich eigenständig orientiert, Lücken findet und sich unsichtbar einnistet, um im genau vorherbestimmten Moment loszuschlagen.
Influence, S. 172

Christian Linker, seit 2006 immer wieder zu Gast im Jungen Literaturhaus Salzburg, ist studierter Theologe und kritischengagierter Jugendbuch-Autor. Sein Romandebüt „RaumZeit” wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Für seinen Roman „Blitzlichtgewitter” erhielt er den Hansjörg- Martin-Preis. Er lebt mit seiner Familie in Leverkusen.

Veranstalter: Junges Literaturhaus

Eintritt: € 3

Dauer: ca. 80 Minuten

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© Basso Cannarsa
Lesung

Gusel Jachina:
Wolgakinder

„Die Wolga teilte die Welt in zwei Hälften. Das linke Ufer war niedrig und gelb; flach lag es da und ging in die Steppe über (...) Getreide- und Melonenfelder bis zum Horizont, farbenprächtig wie eine baschkirische Bettdecke. Am Ufer klebten die Dörfer. Der Steppenwind war heiß und würzig, er roch nach den Wüsten Turkmenistans und dem Salz des Kaspischen Meeres. Wie es am anderen Ufer aussah, wusste niemand.“

In der Weite der Steppe am Unterlauf der Wolga siedeln seit dem achtzehnten Jahrhundert Deutsche. 1916 führt Jakob Bach in dem kleinen Dorf Gnadental ein einfaches Leben als Schulmeister, das geprägt ist von den Rhythmen der Natur. Sein Leben ändert sich, als er sich in Klara verliebt, die vom anderen Ufer der Wolga kommt. Leben wie Liebe werden überformt von der Revolution und der Gründung der Deutschen Republik an der Wolga.

Anhand der einzelnen Biografie von Jakob Bach fängt Gusel Jachina das Große der Weltgeschichte ein.

Moderation und Übersetzung: Eva Hausbacher

Gusel Jachina, geboren 1977 in Kasan (Tatarstan), russische Autorin und Filmemacherin tatarischer Abstammung, studierte an der Kasaner Staatlichen Pädagogischen Hochschule Germanistik und Anglistik und absolvierte die Moskauer Filmhochschule. Ihr erster Roman “Suleika öffnet die Augen“ wurde in 31 Sprachen übersetzt. Mit „Wolgakinder“, bisher in 14 Sprachen übersetzt, legt die international erfolgreiche Autorin ihren zweiten Roman vor. Gusel Jachina lebt mit ihrer Familie in Moskau. „Wolgakinder“ ist im Aufbau Verlag erschienen.

Veranstalter: prolit

Eintritt: € 8/6

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Kulturveranstaltung

Haltung einst:jetzt. Rede, Poetry & Musik

Salzburger Bücherverbrennung 1938:2020

Mit Doron Rabinovici, Yasmin Hafedh, Dalibor Markovic, Tanasgol Sabbagh, Henrik Szanto, Meral Ziegler, Georg Winkler & Hubert Kellerer

In Erinnerung an die Salzburger Bücherverbrennung 1938 durch die Nationalsozialisten auf dem Residenzplatz organisiert die Initiative Freies Wort (Karl Müller, Albert Lichtblau und Tomas Friedmann) auf Einladung der Stadt Salzburg und mit Unterstützung der Kulturabteilungen von Stadt und Land sowie in Kooperation mit dem Salzburg Museum und zahlreichen Institutionen jährlich eine aktuelle Veranstaltung. Dabei geht es nicht um einen historischen Rückblick, Ziel ist stets, die Verbindung zur Gegenwart deutlich zu machen und ein mutiges Zeichen gegen Intoleranz und für Mitsprache zu setzen.

Für 2021 wurde als Thema „Haltung“ gewählt. Nach einer Rede des Schriftstellers Doron Rabinovici treten auf der Jedermann-Bühne im Innenhof des Salzburg Museums fünf engagierte Slam-Poet*innen auf: Yasmin Hafedh (Österreich), die auch moderiert, Dalibor Marković und Meral Ziegler (beide Deutschland) sowie Tanasgol Sabbagh (Iran/D) und Henrik Szanto (Finnland/GB). Musik kommt live vom Duo Georg Winkler & Hubert Kellerer. Außerdem wird die Komposition „S’brent“ des jüdisch-polnischen Dichters und Komponisten Mordechaj Gebirtig als Glockenspiel erklingen.

Veranstalter: IFW in Kooperation mit Salzburg Museum, Salzburger Autorengruppe, Stefan Zweig Centre, Stolpersteine Salzburg, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen, KZ-Verband/VdA Salzburg, Plattform für Menschenrechte, Friedensbüro, Israelitische Kultusgemeinde, L

Eintritt: frei; Anmeldung: office@salzburgmuseum.at, Telefon: +43 662 620808-703

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Online

Neben Live-Lesen gibt es nun auch das neue Format:
Literatur für den Fall

Alle Veranstaltungen bis Sommer mussten abgesagt werden – dafür wurden digitale Formate erarbeitet. Neben täglichen Facebook-Lesungen gibt es nun auch den Literatur-Blog von prolit und Literaturforum Leselampe.

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Literaturhaus Salzburg

Verein Literaturhaus

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Ein Trägerverein und fünf autonome Literaturvereine und Autorengruppen - manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt - haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum (2014 kamen zu 274 Veranstaltungen über 15.000 Besucher): professionell, bunt und engagiert nach dem Motto "Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt".

Das zweistöckige Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auch vermietet werden, und Büros eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet), benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron auch für den Platz vor dem Haus.
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vom Zentrum Salzburg mit den Linien 7 und 8, Haltestelle „Strubergasse“ und der Linie 24, Haltestelle „Wallnergasse“, vom Bahnhof mit der Linie 2, Haltestelle „Gaswerkgasse“.

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Literatur / Lesung Buchtipp
Literatur / Museum Robert Musil Literatur-Museum Klagenfurt Klagenfurt, Bahnhofstraße 50
Literatur / Wettbewerb Literarischer März Darmstadt 26. und 27.3.2021
Literatur / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Literatur / Lesung Literaturhaus München München, Salvatorplatz 1
Literatur / Lesung Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung Darmstadt, Alexandraweg 23
Literatur / Forum Verein Deutsche Sprache e. V. Dortmund, Martin-Schmeißer-Weg 11
Literatur / Festival Poetry on the road Bremen Bremen, Neustadtswall 30
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Brienner Straße 50
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Literatur / Messe Buch Wien
Literatur Literaturfest Niedersachsen Hannover, Schiffgraben 6-8

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