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Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

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Theater im Pfalzbau Ludwigshafen
Berliner Str. 30
D-67059 Ludwigshafen

Telefon: +49 (0621) 504 30 - 46
Fax: +49 (0)621-5 04-29 30

 

Reservierungen:
Tel. +49 (0)621-504-2558
Montags bis freitags von 10.30 bis 13.00 Uhr und von 17.00 bis 18.30 Uhr,
samstags von 11.30 bis 13.00 Uhr
Fax (0621) 504-2526
E-Mail: pfalzbau.theaterkasse@ludwigshafen.de
http://tickets.vibus.de/00100137000000/default.aspx
Theater

DIE ODYSSEE

Eine Irrfahrt nach Homer

Die Auswahl für das Berliner Theatertreffen 2018 sorgte für eine Überraschung: Unter den Gewinnern fand sich eine Zweipersonen-Produktion, entstanden in einer Nebenspielstätte des Thalia Theaters Hamburg. Die Bühne der Gaußstraße eignet sich hervorragend für szenische Experimente, und ein solches ist das Wagnis, den weltumspannenden Mythos von der Irrfahrt des Odysseus derart unaufwändig zu erzählen.

Telemachos und Telegonos sind Söhne des Odysseus. Die Lücke, die der abwesende Vater hinterlässt, füllen sie spielerisch mit einer Flut von Phantasien über die Abenteuer, die er erlebt haben könnte.

So gegensätzlich die beiden Jungen in ihrem Charakter sind, so unterschiedlich ist das Bild, das sich jeder vom Vater macht: Der eine sieht in ihm den ruchlosen Krieger, der andere imaginiert einen zarten Schöngeist. Gemeinsam erwecken sie die Fabelwesen der antiken Legende zum Leben. Als Kyklopen, Vampire, Lustknaben und Monster entfachen sie einen Theaterzauber, der pure Lust am Erfinden ist. Bei all den überbordenden Bildern schaffen es die beiden grandiosen Darsteller immer noch, die Einsamkeit und Trauer der zurückgelassenen Kinder zu vermitteln, denen die Geborgenheit einer funktionierenden Familie fehlt.

Thomas Niehaus und Paul Schröder sind schlichtweg großartig. Sie spielen sich und große Teile des Publikums geradezu um den Verstand. Nachtkritik

Antú Romero Nunes ist Regieabsolvent der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Seit 2014 ist er Hausregisseur am Thalia Theater Hamburg und hat dort auch Brechts Dreigroschenoper inszeniert, die bei den Festspielen Ludwigshafen 2016 das Publikum begeisterte.

Er arbeitete außerdem u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspiel Frankfurt und am Burgtheater Wien. 2012 wurde er mit dem renommierten Friedrich-Luft-Preis ausgezeichnet.
THEATERFRÜHLING 2019

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2018

THALIA THEATER HAMBURG

Inszenierung: Antú Romero Nunes
Ausstattung: Jennifer Jenkins / Matthias Koch
Musik: Johannes Hofmann
Dramaturgie: Matthias Günther
Tanz

MOVING WITH PINA

Eine Lecture Performance über die Poetik, Technik und Kreativität der Pina Bausch von und mit Cristiana Morganti

Im Januar 2012 war sie schon einmal in Ludwigshafen – beim begeistert aufgenommenen Gastspiel der Pina Bausch Company mit dem asiatisch inspirierten Tanzstück Ten Chi. Nun steht Cristiana Morganti, dem Tanztheater Wuppertal seit mehr als 20 Jahren als Darstellerin verbunden, wieder in Ludwigshafen auf der Bühne und lädt im rassigen roten Kleid zu einer Reise durch das Pina-Bausch-Universum ein, gesehen aus der Perspektive einer Tänzerin. Mit Temperament und Charme entführt sie die Zuschauer in die ganz eigene faszinierende Welt der großen Künstlerin und ihrer Tänzerpersönlichkeiten, plaudert aus dem Nähkästchen und demonstriert auch gleich mit ihrer umwerfenden persönlichen Ausstrahlung, wie aus einzelnen Tanzschritten eine Choreographie entsteht. So erzählt Cristiana Morganti von ihrem persönlichen, künstlerischen und menschlichen Werdegang unter der außergewöhnlichen Choreographin und lässt uns unterhaltsam entdecken, wie viel Hingabe, Fantasie und Liebe zum Detail in der Bewegungssprache Pina Bauschs verborgen sind. Und vor allem gibt sie uns ein Gefühl dafür, auf welche Weise die mysteriöse und magische Verbindung zwischen Künstler und Publikum entsteht.
THEATERFRÜHLING 2019

Musik: Various Artists
Theater

WE SHALL OVERCOME – PETE SEEGER

Ein inszeniertes Konzert von Heiner Kondschak

Mit seiner Musik hat er Millionen begeistert und gleichzeitig für seine Ideale geworben: We Shall Overcome bringt die Lebensgeschichte des Bürgerrechtsaktivisten, Umweltschutzpioniers und Folksängers Pete Seeger als inszeniertes Konzert auf die Bühne. Als gealterter Musiker erzählt er rückblickend vom eigenen Leben und Wirken, untermalt von seinen legendären Protestsongs.

Gesungen wird solo, in der Gruppe, im Chor, auf deutsch und im Original, mal ganz reduziert, fastdokumentarisch, dann wieder grandios instrumentalisiert. Die rund 50 Akteure führen die Zuschauer gekonnt durch mehrere Jahrzehnte amerikanischer Folk- und Fashion-Geschichte. Geschickt eingespielte Foto- und Filmdokumente veranschaulichen die musikalische Zeitreise zusätzlich. Pete Seeger ist eine Schlüsselfigur der US-Folkmusik. Mit Banjo, Gitarre und seiner Stimme hat er unzählige Menschen zum Mitsingen bewegt und für den Kampf um Frieden und soziale Gerechtigkeit gewonnen. Noch bei der Amtseinführung von Barack Obama brachte der damals 90jährige mehrere hunderttausend Zuschauer dazu, in Washington „This land is your land“ mitzusingen. Heiner Kondschak verkörpert die Folk-Legende mit leidenschaftlicher Hingabe. Wenn er „Where have all the flowers gone“ singt, entfaltet der Song seine mitreißende und anrührende Kraft von damals. Und wir merken, dass Pete Seeger gar nicht wirklich tot sein kann, solange seine Musik so lebendig ist.

Heiner Kondschak ist Musiker, Autor, Regisseur und Schauspieler. Seine kunterbunte Karriere begann als Straßenmusikant und Kleindarsteller, u.a. im Zirkus. Seit 1978 schrieb er Bühnenmusiken für ca. 150 und Liedertexte für ca. 50 Theaterstücke. Seit 2003 wirkt er in dem musikalischen Kabarett Männer & ich mit, seit 2005 hat er sein eigenes Liederprogramm mit der Band Kondschak & Kapelle. In den letzten Jahren folgten Regiearbeiten über die Musiker Woody Guthrie (2007), Bob Dylan (2008), John Lennon (2010) und zuletzt Pete Seeger (2016).

THEATER LINDENHOF

Autor, Regie und musikalische Arrangements: Heiner Kondschak
Ausstattung: Ilona Lenk
Chor-Arrangements: Frank Schlichter
Es musizieren und spielen: Mia Biermann, Berthold Biesinger, Christian Dahn, Jonathan Gray, Kathrin Kestler, David Scheib, Linda Schlepps, Heiner Kondschak, Gerd Plankenhorn und der Chor Semiseria Tübingen

Preise 35 € / 30 € / 25 € / 20 €
Ballett

ANNA KARENINA

Ballett von Christian Spuck nach dem Roman von Lew N. Tolstoi

Christian Spuck hat in der Vergangenheit immer wieder Handlungsballette zu großen literarischen Vorlagen entworfen. Dennoch erscheint es zunächst wie ein wahres Wunderwerk, einen 1000-Seiten-Roman wie Tolstois Anna Karenina als zweistündigen Ballettabend auf die Bühne zu bringen. Das gelingt nur durch extreme szenische Verdichtung und jähe Schnitte und Brüche in der Szenenfolge wie in der Musik.

Mit einer wohlüberlegten Musikauswahl beginnt, so Christian Spuck, für ihn fast die wichtigste Phase der Vorarbeit, für die er sich ausreichend Zeit nimmt. Für Anna Karenina war er auf der Suche nach der sogenannten „russischen Seele“, deshalb habe er sich „durch das Gesamtwerk von Sergej Rachmaninow gehört“. Um Rachmaninows Musik zugleich einen starken Kontrast entgegenzusetzen, bringt er Witold Lutoslawski ins Spiel. Dieser spannende polnische Komponist des 20. Jahrhunderts erreicht in seiner Musik eine verstörende Tiefe, die Spuck in seiner Choreographie so einsetzt, dass man den Eindruck erhält, den Figuren sehr nahe zu kommen

Für Christian Spuck ist die Musik der Schlüssel zum Inhaltlichen, ihr kommt die große Aufgabe zu, Unsichtbares sichtbar zu machen und Emotionen wortlos zu unterstreichen. Diese Tiefendimension der Musik eröffnet für den Tanz die Möglichkeit, die einzelnen Figuren in ihrer ganzen emotionalen Vielfalt und Widersprüchlichkeit zu zeigen. Insbesondere Anna Kareninas Verhaltensweisen geben oftmals Rätsel auf und man fragt sich, wieso sie so weit geht und sich ohne Sicherheitsnetz über einen Abgrund begibt. Genau diese Unbeirrbarkeit der Titelfigur, die sich in Leidenschaft und Emotionen verliert, hat Christian Spuck fasziniert.

Christian Spuck wurde an der John Cranko Schule in Stuttgart ausgebildet. Seine tänzerische Laufbahn begann er in Jan Lauwers‘ Needcompany und Anne Teresa de Keersmaekers Ensemble Rosas. 1995 wurde er Mitglied des Stuttgarter Balletts und war von 2001 bis 2012 Hauschoreograph der Compagnie. Darüber hinaus hat Christian Spuck mit zahlreichen namhaften Ballettcompagnien in Europa und den USA gearbeitet. Die Uraufführung von Poppea//Poppea für Gauthier Dance am Theaterhaus Stuttgart wurde mit dem deutschen Theaterpreis DER FAUST 2011 und dem italienischen Danza&Danza Award ausgezeichnet. Seit der Saison 2012/13 ist Christian Spuck Direktor des Ballett Zürich. Das 2014 in Zürich uraufgeführte Ballett Anna Karenina nach Lew Tolstoi wurde 2016 auch in Oslo und am Moskauer Stanislawski-Theater ins Repertoire übernommen.
THEATERFRÜHLING 2019

BAYERISCHES STAATSBALLETT

Choreographie: Christian Spuck
Musik: Sergej Rachmaninow, Witold Lutoslawski u.a.
Bühne: Jörg Zielinski, Christian Spuck
Kostüme: Emma Ryott
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Theater

WOYZECK

Schauspiel von Georg Büchner

Büchners Fähigkeit, die herrschende Verrohung auch als eine der Sprache darzustellen, steht im Mittelpunkt der Inszenierung. Ein vehement donnernder Rhythmus peitscht über die Sprache der Figuren hinweg. Was Woyzeck bleibt, ist blinde Gewalt, erlebte und ausgeübte. Ulrich Rasche

Georg Büchners zerbrechliches Fragment, eines der bedeutendsten und einflussreichsten Dramen der deutschen Literatur, basiert auf dem Fall des Soldaten und Friseurs Johann Christian Woyzeck, der seine Geliebte erstach und dafür zum Tode verurteilt wurde. Büchner waren die Fakten des historischen Kriminalfalls bekannt, über den juristische, medizinische und psychologische Gutachten verfasst wurden. Er zeigt einen Eifersuchtsmord und seine Vorgeschichte: Woyzeck, „guter Kerl und armer Teufel“, finanziell an den untersten Rand der Gesellschaft gedrängt, von seinen Vorgesetzten gedemütigt, von der Wissenschaft zum Studienobjekt gemacht, ist dem radikalen Mangel an Empathie seiner Umwelt ausgeliefert. So wird er schuldig, nachdem seine Ängste, Triebe und Begierden obszön aufbrechen. Doch Woyzeck geht weit über den traurigen Einzelfall einer geschundenen Kreatur hinaus. Büchner untersucht am „Subjekt Woyzeck“ die immer gültige Frage unserer Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, die „außer uns liegen“, nach sozialen Verhältnissen, individueller Freiheit und schicksalhafter Determination.

Der Regisseur Ulrich Rasche, der aufgrund seiner formstrengen Chorprojekte und überwältigenden Bühnenbilder als einer der außergewöhnlichsten Regisseure seiner Generation gilt und mit seiner Inszenierung von Schillers Die Räuber zum Berliner Theatertreffen 2017 eingeladen wurde, arbeitet erstmalig für das Theater Basel. Auch mit seiner Woyzeck-Inszenierung ist Ulrich Rasche zum Berliner Theatertreffen 2018 eingeladen.

Ab 14 Jahren

THEATER BASEL

Inszenierung und Bühne: Ulrich Rasche
Bühnenbildmitarbeit: Sabine Mäder
Kostüme: Sara Schwartz
Komposition: Monika Roscher
Souddesign: Alexander Maschke
Licht: Cornelius Hunziker
Chorleitung: Toni Jessen
Dramaturgie: Constanze Kargl

Mit Franziska Hackl, Barbara Horvath; Toni Jessen, Florian von Mateuffel, Nicola Mastroberardino, Justus Pfankuch, Max Rothbart, Thiemo Strutzenberger, Michael Wächter

Livemusik Theo Evers (E-Bass), Sebastian Hirsig (Piano), Katelyn King (Schlagzeug), Alexander Maschke (Viola), Lucas Rössner (Fagott)
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Spinnereistr. 7
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3

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