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Opernhaus

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition

Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.

Kontakt

Opernhaus
Staatstheater Kassel
Friedrichsplatz 15
D-34117 Kassel

Telefon: +49 (0)561-10 94 - 0
E-Mail: info@staatstheater-kassel.de

Oper

Das Rheingold

von Richard Wagner

Premiere: 01. September 2018

Vorabend
Dichtung vom Komponisten

Das Rheingold ist der »Vorabend« zum Ring des Nibelungen, der, mit einem wohltönenden Es-Dur-Dreiklang beginnend, ein Drama in Gang setzt, das alle nur erdenklichen menschlichen Schwächen und Grausamkeiten freisetzt, um schließlich eine ganze Welt zum Einsturz zu bringen. Hätten die Rheintöchter Alberichs Wunsch nach Liebe nachgegeben, wäre der Menschheit so manches erspart geblieben. Doch sie verspotten ihn, und so schwört der Zurückgewiesene der Liebe ab, um das von den Rheintöchtern gehütete Gold an sich zu reißen. Zu einem Ring geschmiedet, verhilft es ihm zu unermesslicher Macht. Auch Wotan verlangt es, als er von der Tat gehört, nach dem Gold, um den Bau seiner Burg Walhall bei Fasolt und Fafner bezahlen zu können. Entgegen aller von ihm selbst geschaffenen Gesetze folgt er Alberich und raubt mit Gewalt, was ihm selbst nie gehören, geschweige denn, was er weitergeben dürfte. Im letzten Moment verflucht der geschlagene Alberich den mächtigen Ring: Unglücklich werde der, der ihn besitzt, von Gier nach ihm zerfressen, wer ihn nicht sein Eigen nennen darf. Dieser Fluch zeigt umgehend Wirkung, denn im Streit um Gold und Ring erschlägt Fafner seinen Bruder Fasolt. Wotan und seine Familie hingegen nehmen Walhall in Besitz, ohne zu ahnen, dass sie als Herrscherkaste bereits am Abgrund ihrer Existenz stehen. Denn durch Wotans verbrecherisches Handeln gerät die natürliche Weltordnung aus den Fugen: Die Liebe ist tot, es lebe einzig die Macht, nach der Wotan auch weiterhin strebt.

Musikalische Leitung: Francesco Angelico
Inszenierung: Markus Dietz
Bühne: Ines Nadler
Kostüme: Henrike Bromber
Dramaturgie: Christian Steinbock
Licht: Albert Geisel
Oper

I Capuleti e i Montecchi

Vincenzo Bellini

Premiere: 09. September 2018

Konzertante Aufführung
Tragedia lirica in zwei Akten

Es war William Shakespeare, der die aus der Antike überlieferte Tragödie um die beiden Liebenden Romeo und Julia 1597 zu einem großen Drama formte. Das Staatstheater Kassel nimmt sich der dramatischen Geschichte in ihren unterschiedlichen Versionen 2018–19 gleich dreifach an: Shakespeares Schauspiel selbst, sodann im fulminanten Musical-Gewand Bernsteins als West Side Story und Vincenzo Bellinis Belcanto-Oper aus dem Jahre 1830. Er und sein Textdichter Romani entwerfen auf der Folie der Shakespeare’schen Vorlage eine eigene Welt der Leidenschaften: In ihrem Fokus des Geschehens steht der letzte Tag im Leben des Liebespaares. Die Vorgeschichte voller Intrigen bleibt im Konflikt der verfeindeten Familien Capuleti und Montecchi erkennbar, Bellini konzentriert sich jedoch in hochvirtuoser Belcanto-Manier auf die Ausweglosigkeit der Situation der beiden Verzweifelten. Neben Puccini ist auch Bellini ein Komponist, der seine Zuhörer »weinen, schaudern« lassen wollte, so spricht aus seinen Protagonisten echte Passion, wird Romeo zum romantischen Helden, der einzig seinen Gefühlsidealen folgt, und Giulietta erleben wir schwankend (auch in den höchsten Tönen) zwischen Liebe und Pflichterfüllung. Und uns bleibt vorerst nur zu fragen: Können Gefühle noch berückender in Töne gefasst werden?

Musikalische Leitung: Francesco Angelico
Dramaturgische Betreuung: Dr. Ursula Benzing
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti
Oper

West Side Story

von Leonard Bernstein

Nach einer Idee von Jerome Robbins | Buch von Arthur Laurents
Gesangstexte von Stephen Sondheim

Als moderne Adaption von Shakespeares ROMEO UND JULIA erzählt WEST SIDE STORY natürlich die Geschichte der tragischen Liebe. Aber das wahrscheinlich berühmteste Musical der Welt, dieser Versuch einer »amerikanischen Oper«, zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus. Migration und Heimat, Jugendliche ohne Perspektiven auf der Suche nach ihrem Platz im Leben, ratlose Erwachsene, die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, Fanatismus, der zu tödlicher Gewalt führt, und Vergebung, die vielleicht einen Ausweg bieten kann, sind Themen, denen die Protagonisten ausgesetzt sind. // Tony, der Anführer der Jets, einer alteingesessenen Straßengang, liebt Maria, die Schwester von Bernardo, dem Anführer der neu zugezogenen Sharks. Die Revierkämpfe in der New Yorker Westside werden immer brutaler, bis Tony Marias Bruder im Affekt ersticht. Obwohl sie ihm verzeihen kann, wird Tony Opfer von Willkür, Intrige und Rachsucht. // Die Schöpfer des Musicals wollten diese Geschichte in einer neuen Form erzählen, die weder Oper noch Ballett oder Schauspiel, sondern eine gleichbedeutende Kombination der drei Kunstformen sein sollte. Daraus entstand ein musikalisch höchst anspruchsvolles Stück, in dem dramatische Arien, witzig-kritische Songs, rasante Tanznummern und schnelle Dialoge in einer künstlichen Jugendsprache in ein ergreifendes Finale münden – die Jugendlichen stehen mit der trauernden Maria um Tonys Leiche. // Aber im Gegensatz zu Shakespeares Julia legt sich Maria am Ende nicht zum Sterben neben ihren Geliebten. Sie steht auf und geht mit den anderen erhobenen Hauptes in eine Zukunft, die möglicherweise eine Versöhnung bringen könnte.

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann
Inszenierung: Philipp Rosendahl
Choreografie: Volker Michl
Bühne: Daniel Roskamp
Kostüme: Brigitte Schima
Sounddesign: Heiko Schnurpel
Dramaturgie: Christian Steinbock
Licht: Albert Geisel

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Turandot

von Giacomo Puccini

Dramma lirico in drei Akten

Die Geschichte spielt im alten China. Eisig ist der Wind, der durchs Land weht, eisig die Stimmung in der Hauptstadt Peking, eisig kalt auch die unnahbare Prinzessin Turandot. Weil einst, in trüben Vorzeiten, ihrer Urahnin Lou-Ling schändliches Unrecht angetan wurde, hat es sich die Tochter des Kaisers zur lebenslangen Aufgabe erkoren, jeden Mann, der um sie wirbt, gnadenlos töten zu lassen. Drei Rätsel sind es, an denen die Freier aus aller Welt zugrunde gehen; zuletzt der Prinz aus Persien. Während sein geköpftes Haupt, begleitet vom hysterischen Jubel der Menge, in den Staub rollt, naht ein Fremder, der vorgibt, er werde nicht als Opfer enden, sondern Turandot erobern. Was diese nicht weiß: Es ist Calaf, der Sohn des Timur, ein Prinz nicht nur von Rang, sondern mit edlem Herzen. Nichts und niemand kann ihn von seinem Liebesplan abhalten, weder die drei Minister Ping, Pang und Pong noch sein Vater, der König der Tartaren, und dessen Sklavin Liù. Siegesgewiss begibt sich Calaf in den vermeintlich todbringenden Ring – und gewinnt das Herz der Prinzessin.

Wie eine Tragödie von geradezu antikem Zuschnitt mutet Giacomo Puccinis lyrisches Drama TURANDOT auf ein Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni an. Zugleich ist es ein Torso: Puccini starb, während er noch nach einer (glücklichen) Conclusio suchte. Das finale Duett zwischen Turandot und Calaf sowie der Schlusschor liegen nur in Skizzen vor. Gespielt wird meist die vom Komponisten Franco Alfano vollendete Version, die deutlich apotheotische Züge trägt. In der Neuproduktion des Staatstheaters Kassel erklingt die Fassung mit dem Ende von Luciano Berio, die das Drama lyrisch ausklingen lässt – und damit die Gewissensfrage stellt, ob eine Liebe glücklich sein kann, die nicht in beiderseitigem Einvernehmen beschlossen wurde.

Musikalische Leitung: Joakim Unander
Inszenierung: Markus Dietz
Bühne: Ines Nadler
Kostüme: Henrike Bromber
Video / Projektion: Oskar Bosman
Dramaturgie: Jürgen Otten
Licht: Albert Geisel
Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti
Choreinstudierung CANTAMUS: Maria Radzikhovskiy

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel Schauspielhaus Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel TIF Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Konzert Göttinger Symphonie Orchester Göttingen, Godehardstraße 19-21
Aufführungen / Theater BAC Theater Bad Arolsen Bad Arolsen/Wetterburg, Amselweg 50
Aufführungen / Konzert Arolser Barock-Festspiele Bad Arolsen, Große Allee 24
Touristik-Service Bad Arolsen
Aufführungen / Musical tic: Theater im Centrum Kassel, Akazienweg 24
Aufführungen / Theater Hessisches Landestheater Marburg GmbH Marburg, Am Schwanhof 68-72