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Deutsches SchauSpielHaus

Das Schauspielhaus ist die Hauptspielstätte. Der Zuschauerraum des von dem berühmten Architektenpaar Hermann Helmer und Ferdinand Fellner d. J. 1899/1900 erbauten Theaters ist in Rot und Gold gehalten und gilt mit seinen neobarocken Elementen, dem Figurenschmuck und dem roten Gestühl als einer der schönsten Theaterräume Deutschlands.

Neben der großen Bühne finden auch Veranstaltungen im MarmorSaal (1. Rang) und im RangFoyer (2. Rang) sowie im Restaurant Theaterkeller statt.

Dem Deutschen SchauSpielHaus steht eine Phase umfangreicher Sanierungsarbeiten bevor: Die beiden Ränge des denkmalgeschützten Zuschauersaals müssen vollständig entkernt und statisch ertüchtigt werden.

Aufgrund der Baumaßnahmen wird der Spielbetrieb in der Kirchenallee ab 1/5/2018 unterbrochen und die Spielzeitpause verlängert. Die kommende Spielzeit 2018-19 eröffnet Ende Oktober 2018. Bereits am 13/10/2018 startet das Junge SchauSpielHaus sein Programm. Während der Sanierungsarbeiten stehen auch der MalerSaal, das RangFoyer sowie die Große ProbeBühne nicht für Vorstellungen zur Verfügung.

Während der Rangsanierung sind wir mit vielen Gastspielen unterwegs und spielen in Hamburg u.a. auf Kampnagel, im Monsun-Theater oder der Immanuelkirche auf der Veddel.

Kontakt

Deutsches SchauSpielHaus
Neue SchauSpielHaus GmbH
Kirchenallee 39
D-20099 Hamburg

Telefon: +49 (0)40.2 48 71-3
E-Mail: kartenservice@schauspielhaus.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Deutsches SchauSpielHaus

Freiluft/Open-Air

Heckentheater: Ein Schaf fürs Leben

nach dem Bilderbuch »Ein Schaf fürs Leben« von Maritgen Matter

Empfohlen für Menschen ab 5 Jahren und die Klassenstufen 1 bis 4 sowie Vorschulklassen.

»Ist das sehr weit weg, Erfahrungen?«, fragte Schaf.
»Es ist näher, als Sie denken«, sagte Wolf, während
er seine Krallen betrachtete.
(Matter/Pigor, »Ein Schaf fürs Leben«)


An einem kalten Winterabend stapft Wolf mit knurrendem Magen durch den Schnee. »Hunger, Hunger, Hunger!« murmelnd, sucht er nach etwas Essbarem. Plötzlich entdeckt er einen warmen und gemütlichen Stall. Hier empfängt ihn die gastfreundliche Schaf, die ihm sogleich saftiges Heu und heißen Tee anbietet – das ist nun gar nicht nach Wolfs Geschmack!

Um ganz allein mit Schaf zu sein, schlägt er ihr eine kleine Schlittenfahrt nach »Erfahrungen« vor. Sein Plan ist, Schaf an einem ruhigen Ort zu verspeisen. Schaf ist ganz begeistert, auf abenteuerliche Reise zu gehen, und beide schwingen sich auf Wolfs Schlitten. Sie sausen durch die schneebedeckten Täler und träumen vom Schlaraffenland namens »Erfahrungen« – Wolf verspricht: »Da ist alles aus Gold, dort gibt es haushohe Türme und himmelsbreite Plätze, Limonadenbrunnen und Kleeparks.«

Auf der Reise kommen sich Schaf und Wolf auf unerwartete Weise näher. Wolfs Versuche, Schaf zu fressen, werden durch den Charme, die naive Freundlichkeit und den Erfindungsreichtum von Schaf vereitelt. »Was für ein Wolf, dachte Schaf. So einen Freund hab ich mir schon immer gewünscht. Und sie legte den Kopf an Wolfs Rücken.« Und auch Wolf stellt überrascht fest: »Was für ein famoses Schaf!« In einem Moment des ausgelassenen Spiels kommt Wolf in Lebensgefahr, Schaf rettet ihn und bringt ihn sicher nach Hause. Aber gibt es für das ungleiche Paar wirklich eine gemeinsame Zukunft?

Regie: Gertrud Pigor
Ausstattung: Katrin Plötzky
Musik: Jan Fritsch
Licht: Jan Vater
Dramaturgie: Stanislava Jevic

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Heckentheater: Ein Schaf fürs Leben

Freiluft/Open-Air

Heckentheater: Nichts. Was im Leben wichtig ist 13+

von Janne Teller

für die Bühne bearbeitet von Andreas Erdmann

„Fürchtet ihr euch etwa vor dem Nichts?“

In der fiktiven dänischen Kleinstadt Tæring steht der 13-jährige Pierre Anthon plötzlich von seinem Stuhl auf und weigert sich, weiterhin in die Schule zu gehen. Er nistet sich von nun an in einem Pflaumenbaum ein und behauptet, dass nichts auf der Welt eine Bedeutung habe. Seine Mitschüler fühlen sich davon derart provoziert, dass sie ihm um jeden Preis das Gegenteil beweisen wollen: Sie fangen an, alles, was ihnen etwas bedeutet, zu „opfern“. So wächst ein „Berg von Bedeutung“ an: Was leicht und spielerisch mit den grünen Lieblingssandalen eines Mädchens beginnt, wird zunehmend schwer und eskaliert, als die Jugendlichen voneinander immer höhere Einsätze fordern – bis hin zur Jungfräulichkeit eines Mädchens und dem kleinen Finger eines Gitarre spielenden Jungen. Je größer und schmerzlicher die Opfer, umso mehr wachsen die Rachefantasien an. Es entspinnt sich eine Gewaltspirale zwischen den Jugendlichen, die in der Katastrophe mündet.

Janne Tellers preisgekrönter Jugendroman löste in Dänemark einen Skandal aus und war zeitweise sogar verboten. Offenbar hatte man Sorge, dass hier nihilistische Thesen verbreitet werden und vielleicht sogar Nachahmungseffekte entstehen. Inzwischen ist er in vielen Sprachen übersetzt, wird an mehreren namhaften Bühnen gespielt und ist sogar Schulstoff geworden. Die Leistung des Romans besteht darin, dass die nihilistische Position bis an ihre Grenze geführt wird, dorthin, wo die Bedeutung des Menschen anfängt: im Schmerz. Die Geschichte ist eine präzise Parabel, die radikal den Sinn des Lebens hinterfragt, menschliche Abgründe aufzeigt – und dazu auffordert, selbst zu überprüfen, ob und welche Bedeutung das eigene Leben hat.

Regie: Klaus Schumacher
Ausstattung: Katrin Plötzky
Musik: Tobias Vethake
Video: Jürgen Salzmann
Dramaturgie: Stanislava Jević

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Jugendprogramm

Die Mitte der Welt 14+

von Andreas Steinhöfel

Uraufführung: 10. September 2020

Die Mitte der Welt ist für den heranwachsenden Phil die Bibliothek in „Visible“, weil sich ihm hier in Büchern die ganze Welt offenbart. „Visible“ ist sein Zuhause, ein ebenso baufälliges wie märchenhaftes Schloss, umgeben von einem verwunschenen Garten und Wald, auf einer Anhöhe, direkt an einem Fluss gelegen. Alles scheint märchenhaft: Seine junge Mutter Glass empfängt unzählige „Prinzen“, seine Zwillingsschwester Dianne kann mit Tieren sprechen und Phil verliebt sich in den geheimnisvollen Nicholas, der ein Museum der Geschichten erfunden hat. Einen Vater hat Phil zwar nicht, aber dafür einen "Piraten" als Onkel, Gable, der über die Weltmeere segelt und ihn irgendwann mitnehmen will. Vervollständigt wird diese besondere „Patchwork-Familie“ durch Phils beste Freundin Kat, mit der er sich gemeinsam als kleines Kind die Segelohren wegoperieren lassen musste, was sie für immer zusammengeschweißt hat. Unzählige Geschichten verbinden diese eigenwilligen Figuren, von denen uns Phil erzählt, aber auch Geheimnisse und Rätsel. Und erst nach und nach lassen sich diese von Phil lösen: Warum verheimlicht ihre Mutter ihnen so hartnäckig die Nummer 3 auf der Liste ihrer fünfzig Liebhaber, die offenbar ihr Vater ist und den Phil so schmerzlich vermisst? Warum sind Glass und Dianne seit drei Jahren zerstritten und sprechen nicht mehr miteinander? Und warum muss sich seine beste Freundin Kat unbedingt in den gleichen Jungen verlieben? Und dann sind da noch die „Jenseitigen“, so nennen Phil und seine Familie die Einheimischen aus der angrenzenden Kleinstadt jenseits des Flusses, die Phil und Dianne als „Hexenkinder“ und Glass als „Hure“ bezeichnen. Für Phil mag es normal sein, sich in einen Jungen zu verlieben, aber für die „Kleinen Leute“ ist es das keineswegs …

Glass:
„Seid stark und wehrt euch. Wer euch verletzt, dem tut doppelt weh oder geht ihm aus dem Weg, aber lasst euch niemals vorschreiben, wie ihr zu leben habt. Ich liebe euch, wie ihr seid.“

Der vielfach ausgezeichnete Autor Andreas Steinhöfel hat mit „Die Mitte der Welt“ ein Kultbuch geschrieben, das mittlerweile als Jugendbuchklassiker auch verfilmt wurde und Eingang in die Schullektüre gefunden hat. Er erzählt im Stil des magischen Realismus eindringlich und befreiend vom Erwachsenwerden eines Jungen und entwirft dabei einen vielschichtigen Erzählkosmos, der es sogar auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat. Zugleich ist das Buch ein überzeugendes Plädoyer für mehr Akzeptanz und Toleranz. Moritz Beichl, der 2019 den Wiener Nestroy-Theaterpreis in der Kategorie „Bester Nachwuchs“ gewonnen und im Jungen SchauSpielHaus bereits erfolgreich Hermann Hesses „Demian“ inszeniert hat, wird das Buch für die Bühne adaptieren.

in einer Fassung von Moritz Beichl

Regie: Moritz Beichl
Ausstattung: Ute Radler
Komposition: Fabian Kuss
Video: Moritz Hills

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Theater

Reich des Todes

von Rainald Goetz

Uraufführung: 11. September 2020

In der Krise wächst der Wunsch nach durchgreifenden Entscheidungen und ja, Notwendigkeiten gibt es fraglos, das erlebt die Welt 2020. „Die Zeit des Staates ist gekommen“, schreibt im März die Züricher Zeitung NZZ. Aber ist die alte Lust, das bewegende Moment der Diktatur hier und da nicht auch zu spüren? Wird der so heftig begrüßte Notstands-Staat zum Staat unserer Zukunft? Jedenfalls hat der Wunsch im Apparat und in den Händen und Köpfen mancher Mächtiger, den Baumeister*innen staatlicher Strukturen, Tradition: wie etwa in den verfassungsrechtlichen Umbrüchen am Ende der Weimarer Republik und im Faschismus, wie aber auch in den Demokratien des 21. Jahrhunderts. Über die Gefahren solcher Entwicklungen hat Rainald Goetz ein lang erwartetes Stück geschrieben, 2007 angekündigt in seinem Blog »Klage: „Die wirklichen Situationen des politischen Betriebs selbst in Augenschein nehmen, um davon verwirrt zu werden und dadurch besser über Politik nachdenken zu können“. Über ein Jahr lang ist er regelmäßig im Bundestag präsent, beobachtet, beschreibt und filmt die Protagonist*innen des Berliner Politbetriebes im Parlament, in Untersuchungsausschüssen, in den Parteizentralen, im Bundeskanzleramt. Nun liegt der Text vor: »Reich des Todes. Politische Theorie« setzt – allerdings verblüffend – bei der amerikanischen Regierung nach 9/11 an, dem darauffolgenden Irakkrieg, den damit verbundenen Skandalen wie Guantanamo, Abu Ghraib. Wie jetzt? Blick zurück auf 2001? Wieso reagiert Götz ausgerechnet heute auf diese längst vergangenen Ereignisse, journalistisch bereits ausführlich dokumentiert? Eine allgemeine Antwort findet sich in seiner Dankesrede zur Büchner-Preisverleihung 2015: „In Wirklichkeit ist diese Verspätung Hinweis auf eine der besten Qualitäten von Literatur überhaupt.“ Der schnellen Welterfassungskompetenz des Journalismus müsse sie kämpferisch und eigen ihre Deutung von Aktualität an die Seite stellen. So untersucht Rainald Goetz in seinem neuen Stück die Kommunikation der Akteure im Weißen Haus als Modell für den Gebrauch und Missbrauch politischer Macht, fragt sich, welche Dynamiken sich in den amerikanischen Gefangenenlagern entwickelten. Welche Verfassungsbrüche, welche Menschenrechtsverletzungen legte der damals von Präsident Bush deklarierte „Krieg gegen den Terror“ nahe? Öffnete 9/11 der unheimlichen Wiederkehr autoritären Geistes in Amerika und Europa Tür und Tor? Wie funktioniert grundsätzlich die parlamentarische Regulation staatlicher Macht? „... nachts, als ich wachlag, dachte ich wieder an mein Projekt eines theoretischen Erzählens, Geschichte als Abstraktion, und ob sie denn je das Licht der Welt erblicken würde,“ notiert Goetz 2008 in »Klage«. Nun hat er das Projekt realisiert, 21 Jahre nach seiner letzten Uraufführung von »Jeff Koons« am Deutschen SchauSpielHaus.

Regie: Karin Beier
Bühne: Johannes Schütz
Kostüme: Eva Dessecker, Wicke Naujoks
Videodesign: Voxi Bärenklau
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Annette ter Meulen
ramaturgie: Ralf Fiedler, Rita Thiele
Einstudierung Sprechchor: Christine Groß
Körpertraining und choreographische Mitarbeit: Valenti Rocamora i Tora

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Theater

Wir haben getan, was wir konnten

Eine medizinisch – theatrale Recherche über Leben und Tod im deutschen Gesundheitswesen

Uraufführung: 12. September 2020

Anhand von drei Fällen aus der jüngsten deutschen Kriminalgeschichte werden Zustände und Grenzen eines maroden Gesundheitssystems durchleuchtet, in dem jahrelang aus Profitinteressen von Klinikbetreiber*innen und der Pharmaindustrie aus Patient*innen „Kund*innen“ und aus Pfleger*innen und Ärzt*innen „Leistungserbringer*innen“ gemacht wurden. Ohne den Hintergrund dieses auf ökonomische Effizienz getrimmten inhumanen Systems wären die drei Fälle kaum denkbar und durch ihre Tabuisierung gelangen sie nur selten an die Öffentlichkeit.
Begleitet wird diese Reise in abgeschlossene Räume – auf die Intensivstation oder in das Hinterzimmer einer Apotheke – von Barockmusik, gespielt und gesungen von den Musiker*innen und Schauspieler*innen der Produktion.
Der Regisseur und Autor Tuğsal Moğul praktiziert neben seiner Theaterarbeit als Anästhesist und Notarzt in Münster. Sein Debütstück »Halbstarke Halbgötter«, erster Teil einer Trilogie über Ärzte, Patienten und ihre Angehörigen, wird 2011 zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen, seine Rechercheprojekte, u. a. »Die deutsche Ayşe« (2013) und »Auch Deutsche unter den Opfern / Die NSU–Morde« (2015) werden mehrfach ausgezeichnet und auf Festivals eingeladen. Tuğsal Moğul inszeniert erstmals am Deutschen SchauSpielHaus.

Regie und Idee: Tugsal Mogul
Bühne und Kostüme: Ariane Salzbrunn
Musikalische Leitung: Tobias Schwencke
Dramaturgie: Anika Steinhoff

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1 Stream

Ab jetzt

Komödie von Alan Ayckbourn

Am 25.4. und 1.5. ab 18 Uhr als Stream für 24 Stunden online

Der Komponist Jerome arbeitet besessen an einem großen zeitgenössischen Werk zum Thema „Liebe“. Sein Arbeitsprinzip ist das Sampeln und Modulieren von Alltagsgeräuschen und Sprachfetzen. Alle Räume seiner Wohnung sind mit Mikrofonen bestückt, um ununterbrochen alle Geräusche aufzeichnen zu können. Doch Jerome hat ein Problem: Seit seine Frau und Tochter ihn – nicht zuletzt wegen seines künstlerischen Abhörwahns – verlassen haben, ist sein Schaffen in eine ernste Krise geraten. Ihm fehlt jede Inspiration. Zumindest die geliebte Tochter, so Jerome, müsse er ab und an sehen, um wieder kreativ arbeiten zu können. Bisher allerdings hegen sowohl das Jugendamt als auch seine Ex berechtigte Zweifel an der sozialen Kompetenz des Künstlers. Sie weigern sich, Besuche seiner Tochter zu bewilligen. Also mietet Jerome eine Schauspielerin, die seine neue Verlobte und eine perfekte Hausfrau spielen soll…

Zurück in die Zukunft. Alan Ayckbourns 1988, vor der digitalen Revolution, geschriebene Komödie ist Science Fiction von gestern. Gemessen an dem, was uns seither an häuslicher Technik umgibt, ist es teilweise anrührend naiv. Als theatrale Versuchsanordnung zum Thema Mensch und Maschine, erlebtem Gefühl und reproduzierbarer Geste, entfaltet sie allerdings immer noch eine kaum überbietbare Situationskomik. Höhepunkt dabei ist der immer wieder um- und fehlprogrammierte Roboter GOU 300 F. Ursprünglich zum Babysitten gedacht, später aus Sicherheitsgründen aus dem Verkehr gezogen, leidet der hochkomplexe Androide an chronischer Unterbeschäftigung, da es eben kein Kind mehr zu betreuen gibt. Die mütterliche Maschine füllt diesen Leerlauf im Beschäftigungsprogramm selbständig und irrwitzig auf, indem er/sie/es in ihren/seinen mechanisierten Sprach- und Handlungsformeln Verhaltensmuster der menschlichen Umgebung kopiert. Während Jerome also all seine Lebens-und Liebesgeräusche aufzeichnet, um daraus das perfekte Kunstwerk zu komponieren, eine Schauspielerin sich bei dem Versuch, seine perfekte Geliebte zu spielen, in ihn verliebt, wird all dies wiederum von einem dysfunktionalen Roboter kopiert und karikiert…

Regie: Karin Beier
Bühne: Thomas Dreißigacker
Kostüme: Hannah Petersen
Musik: Jörg Gollasch
Licht: Holger Stellwag
Dramaturgie: Christian Tschirner

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Ab jetzt

30.04.20, 08:41, jen: Toller Online-Spielplan mit technisch aufwendigen Produktionen und Mitschnitten.

Toller Online-Spielplan mit technisch aufwendigen Produktionen und Mitschnitten.

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SchauSpielHausBesuch

Wir kommen zu Ihnen nach Hause!

Während der Spielbetrieb auf Eis gelegt ist, versammeln wir uns ums digitale Lagerfeuer und sorgen für Ihre Zerstreuung. Unter dem Titel »SchauSpielHausBesuch« bauen wir den kreativen Energien unseres Hauses digitale Übergangsspielwiesen:

Karin Beier und das Team der Dramaturgie treffen unsere Ensemblemitglieder zum Zweiergespräch über das Leben mit Corona und ohne Theater. Die Schauspieler*innen bringen zu jedem Gespräch etwas mit: Einen Text, ein Lied, eine kleine Performance, ein Kunststück – lassen Sie sich überraschen!

Darüber hinaus bastelt das Ensemble für unsere Social Media-Kanäle an Videominiaturen zwischen Nonsense und Nobelpreis für unsere Social Media-Kanäle und wir stellen Ihnen ausgewählte Inszenierung in unserem SchauSpielHausStream zur Verfügung. Außerdem ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, unseren Podcast »HörSpielHaus« kennenzulernen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden darüber, wie es weitergeht – per Newsletter, hier, auf Instagram, Facebook und Twitter.

Bleiben Sie gesund und guten Mutes.
Mehr denn je: Wir freuen uns auf Sie!

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Corona Diaries

Videominiaturen zwischen Nonsens und Nobelpreis

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Einbruch der Wirklichkeit

Ensemble Lesung

Als im September 2015 Geflüchtete zu Tausenden an deutschen Bahnhöfen ankamen, erlebten viele Menschen in Deutschland zum ersten Mal die direkten Auswirkungen der Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Die Entscheidung Angela Merkels, die Grenzen nicht zu schließen, trug dem Recht auf Asyl, das in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verankert ist, Rechnung. Dennoch hält die massive Kritik an dieser Entscheidung, sowohl außen- als auch innenpolitisch, bis heute an. „2015 darf sich nicht wiederholen“ ist eine längst konsensfähige, durch nahezu alle politischen Parteien und europäischen Regierungen hindurch vertretene Meinung. Gemeint ist damit in den seltensten Fällen, dass sich die Bombardierung der Zivilbevölkerung durch das Assad-Regime und der Terror des sog. „Islamischen Staates“ nicht wiederholen dürfe. Auch nicht, dass die lebensgefährlichen Umstände der Flucht künftig durch die Einrichtung sicherer Fluchtrouten vermieden werden und die menschenwürdige Unterbringung der Geflüchteten sichergestellt werden solle. Gemeint ist, dass Flüchtende nicht mehr oder zumindest nicht in derart großer Anzahl an die innereuropäischen Grenzen gelangen dürfen.
Zu diesem Zweck schloss die Europäische Union 2016 das „EU-Türkei-Abkommen“, in dem sich die Türkei bereit erklärte, die Flüchtlingsrouten, insbesondere die sog. „Balkanroute“, abzuriegeln und so zu verhindern, dass Geflüchtete die EU betreten. Sechs Milliarden Euro lässt sich die EU diesen sog. „Flüchtlingsdeal“ kosten. Das Recht auf Asyl wurde spätestens durch Abschluss dieser Vereinbarung zur Verhandlungsmasse degradiert.
Dass die massive Kritik am Abkommen, die EU mache sich damit durch Erdoğan erpressbar, gerechtfertigt ist, zeigte sich am 28/2/2020. Der türkische Präsident öffnete die Grenzen zu Griechenland als Reaktion auf die, seiner Begründung nach, mangelnde Unterstützung der EU im Syrienkonflikt. Zehntausende Menschen erreichten in den folgenden Tagen die griechischen Grenzen und wurden dort teils gewaltsam am Übertritt gehindert. Die Geflüchteten sitzen seitdem in den Lagern der Grenzregion fest und warten auf Hilfe und Entscheidungen der EU – bislang vergeblich. Die Berichte, die Helfer*innen vor Ort insbesondere aus dem Flüchtlingslager Moria auf Lesbos liefern, schildern katastrophale humanitäre Bedingungen. Vor dem Hintergrund der COVID-19-Pandemie droht eine beispiellose Katastrophe.

Navid Kermani war im Herbst 2015 im Auftrag des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« auf der „Balkanroute“ unterwegs. Unter dem Titel »Einbruch der Wirklichkeit. Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa« veröffentlichte er seine Reportagen und beschrieb „die Lage an der türkischen Westküste. Die sog. „Europäische Flüchtlingskrise“, die 2015 ihren Anfang nahm, steuert aktuell auf einen weiteren traurigen Höhepunkt zu.

Das Ensemble des SchauSpielHauses hat gemeinsam mit Navid Kermani seine Reportagen eingelesen, um auch und gerade in Zeiten der COVID-19-Pandemie, in denen kaum Platz für andere Themen zu sein scheint, auf die Situation der Geflüchteten weltweit und insbesondere an der griechisch-türkischen Grenze aufmerksam zu machen.

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Stream

SchauSpielHausStream

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, liebe Freundinnen und Freunde des Schauspielhauses,

wir vermissen Sie und hoffen, dass wir bald wieder für Sie spielen können. Bis dahin möchten wir einige Aufführungen im Rahmen unseres neuen elektronischen Programmes SchauspielHausBesuch präsentieren.
Aufzeichnungen können eine gemeinsam mit Ihnen und von Ihnen inspirierte Vorstellung nicht ersetzen, aber erinnern an das, was uns in Zukunft wieder erfreuen wird.
Die Vorstellungen wurden bei uns kurz vor den Premieren mitgeschnitten, genau genommen besuchen Sie also Proben, die wir technisch sehr unaufwendig – eigentlich nur für den internen Gebrauch – dokumentiert haben. Auch hier danken wir allen Beteiligten, den Schauspieler*innen und Regieteams, für ihre Zustimmung, diese Dokumente nun als SchauSpielHausBesuch veröffentlichen zu dürfen.

Wie gesagt: Mit Ihnen gemeinsam Theater zu erleben, ist nicht ersetzbar, aber wir freuen uns, wenn Sie sich für die Aufnahmen interessieren und sagen auch dafür: DANKESCHÖN!

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Virtueller Rundgang

Besuchen Sie das Schauspielhaus auf einem 360°-Rundgang im Internet.

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Aufgrund der Baumaßnahmen wird der Spielbetrieb in der Kirchenallee ab 1/5/2018 unterbrochen und die Spielzeitpause verlängert. Die kommende Spielzeit 2018-19 eröffnet Ende Oktober 2018. Bereits am 13/10/2018 startet das Junge SchauSpielHaus sein Programm. Während der Sanierungsarbeiten stehen auch der MalerSaal, das RangFoyer sowie die Große ProbeBühne nicht für Vorstellungen zur Verfügung.

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Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Oper Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Brienner Straße 50
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9

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