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Salzburger Festspiele

17. Juli bis 31. August 2021

168 Aufführungen in 46 Tagen an 17 Spielstätten
sowie 62 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung & jede*r“ von 7 Produktionen an 30 Spielorten von Mai bis August 2021
und 5 Partizipative Projekte mit fast 1000 Kindern und Jugendlichen aus 54 Schulklassen, davon 42 außerhalb der Stadt Salzburg
sowie Veranstaltungen „Zum Fest“


In den Wochen, in denen wir das Programm der Salzburger Festspiele 2021 zur Veröffentlichung vorbereiteten, hatte die Pandemie die Welt mehr denn je im Griff. Mit umso größerer Dankbarkeit blicken wir deshalb auf den vergangenen Sommer zurück. Dass wir 100 Jahre nach der Gründung der Festspiele ein Zeichen für die Kraft der Kunst setzen und damit den Gründungsgedanken aufs Eindrücklichste wiederbeleben konnten, haben wir als unser größtes Geschenk zum Jubiläum empfunden.

Wer hätte sich noch vor wenigen Monaten vorstellen können, dass in Corona-Zeiten Aufführungen des Gründungsstücks der Salzburger Festspiele, des Jedermann, von Elektra, Così fan tutte oder Beethovens Neunter möglich sein würden? Dass eine Zusammenkunft von Menschen im Namen der Kunst wieder gelingen könnte? Wir haben von Salzburg aus ein starkes Signal in die Welt gesendet. Dass dieses Leuchtfeuer möglich war, verdanken wir unseren wunderbaren Künstlerinnen und Künstlern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Ihnen, liebes Publikum. Danke für Ihre Begeisterungsfähigkeit, aber auch für die in Pandemiezeiten so wichtige Disziplin.

Ein solch starkes Signal wollen wir auch im kommenden Sommer senden. Wir werden wichtige Produktionen in Oper, Theater und Konzert, die wir 2020 nicht zur Aufführung bringen konnten, im kommenden Jahr zeigen und so das Jubiläum bis in den Herbst 2021 verlängern.

Mit unserer Ouverture spirituelle im Zeichen von „Pax — Friede“ knüpfen wir an die Gründungsidee der Festspiele als Friedensprojekt im Geist der Kunst an. Das zentrale Reflexionsfeld in Oper und Schauspiel bilden zwei vollkommen gegensätzliche Wahrnehmungsmöglichkeiten unserer Welt: der radikale Individualismus als Antithese zur humanistischen Idee einer solidarischen Gesellschaft, wie sie Luigi Nono in seinem Werk Intolleranza 1960 exemplarisch beschwört. Niemand konnte ahnen, welche Bedeutung dieser Konflikt gerade heute haben sollte und wie schmerzlich wir den Verlust des Miteinander empfinden würden.

„Der Kult, die Aufführung war immer schon etwas Gemeinschaft Stiftendes“, sagt die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann. Die Salzburger Festspiele „stützen einen Kult für die Kunst, erneuern das europäische Kulturgedächtnis, schärfen die Reflexion über grundlegende Fragen menschlicher Existenz und stellen dabei das sinnlich-ästhetische Erleben in den Mittelpunkt.“

Zum Jubiläum haben wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat, dem Kuratorium der Salzburger Festspiele, ein Memorandum verfasst. Auch diese Überlegungen wollen wir mit Ihnen teilen: Was macht Festspiele aus? Welchen Auftrag haben sie zu erfüllen? Was kann Kunst?

Lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass wir die kommenden Festspiele unbeschwert von den Schatten der Pandemie erleben und voller Zuversicht ins nächste Jahrhundert gehen können.

Herzlich,
Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser, Lukas Crepaz
Direktorium der Salzburger Festspiele

Kontakt

Salzburger Festspiele
Herbert von Karajan Platz 11
A-5010 Salzburg

Telefon: +43 (0)662-8045-500
Fax: +43 (0)662-8045-555
E-Mail: info@salzburgfestival.at

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17. Juli bis 31. August 2021

168 Aufführungen in 46 Tagen an 17 Spielstätten
sowie 62 Vorstellungen im Jugendprogramm „jung & jede*r“ von 7 Produktionen an 30 Spielorten von Mai bis August 2021
und 5 Partizipative Projekte mit fast 1000 Kindern und Jugendlichen aus 54 Schulklassen, davon 42 außerhalb der Stadt Salzburg
sowie Veranstaltungen „Zum Fest“


In den Wochen, in denen wir das Programm der Salzburger Festspiele 2021 zur Veröffentlichung vorbereiteten, hatte die Pandemie die Welt mehr denn je im Griff. Mit umso größerer Dankbarkeit blicken wir deshalb auf den vergangenen Sommer zurück. Dass wir 100 Jahre nach der Gründung der Festspiele ein Zeichen für die Kraft der Kunst setzen und damit den Gründungsgedanken aufs Eindrücklichste wiederbeleben konnten, haben wir als unser größtes Geschenk zum Jubiläum empfunden.

Wer hätte sich noch vor wenigen Monaten vorstellen können, dass in Corona-Zeiten Aufführungen des Gründungsstücks der Salzburger Festspiele, des Jedermann, von Elektra, Così fan tutte oder Beethovens Neunter möglich sein würden? Dass eine Zusammenkunft von Menschen im Namen der Kunst wieder gelingen könnte? Wir haben von Salzburg aus ein starkes Signal in die Welt gesendet. Dass dieses Leuchtfeuer möglich war, verdanken wir unseren wunderbaren Künstlerinnen und Künstlern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Ihnen, liebes Publikum. Danke für Ihre Begeisterungsfähigkeit, aber auch für die in Pandemiezeiten so wichtige Disziplin.

Ein solch starkes Signal wollen wir auch im kommenden Sommer senden. Wir werden wichtige Produktionen in Oper, Theater und Konzert, die wir 2020 nicht zur Aufführung bringen konnten, im kommenden Jahr zeigen und so das Jubiläum bis in den Herbst 2021 verlängern.

Mit unserer Ouverture spirituelle im Zeichen von „Pax — Friede“ knüpfen wir an die Gründungsidee der Festspiele als Friedensprojekt im Geist der Kunst an. Das zentrale Reflexionsfeld in Oper und Schauspiel bilden zwei vollkommen gegensätzliche Wahrnehmungsmöglichkeiten unserer Welt: der radikale Individualismus als Antithese zur humanistischen Idee einer solidarischen Gesellschaft, wie sie Luigi Nono in seinem Werk Intolleranza 1960 exemplarisch beschwört. Niemand konnte ahnen, welche Bedeutung dieser Konflikt gerade heute haben sollte und wie schmerzlich wir den Verlust des Miteinander empfinden würden.

„Der Kult, die Aufführung war immer schon etwas Gemeinschaft Stiftendes“, sagt die Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann. Die Salzburger Festspiele „stützen einen Kult für die Kunst, erneuern das europäische Kulturgedächtnis, schärfen die Reflexion über grundlegende Fragen menschlicher Existenz und stellen dabei das sinnlich-ästhetische Erleben in den Mittelpunkt.“

Zum Jubiläum haben wir gemeinsam mit unserem Aufsichtsrat, dem Kuratorium der Salzburger Festspiele, ein Memorandum verfasst. Auch diese Überlegungen wollen wir mit Ihnen teilen: Was macht Festspiele aus? Welchen Auftrag haben sie zu erfüllen? Was kann Kunst?

Lassen Sie uns gemeinsam hoffen, dass wir die kommenden Festspiele unbeschwert von den Schatten der Pandemie erleben und voller Zuversicht ins nächste Jahrhundert gehen können.

Herzlich,
Helga Rabl-Stadler, Markus Hinterhäuser, Lukas Crepaz
Direktorium der Salzburger Festspiele

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