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Wiener Staatsoper

Als eines der international bedeutendsten Opernhäuser blickt die Wiener Staatsoper sowohl auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurück als auch auf eine vielseitige Gegenwart: Jede Spielzeit stehen in rund 350 Vorstellungen mehr als 60 verschiedene Opern- und Ballettwerke auf dem Spielplan. Allabendlich sind neben den fest engagierten Ensemblemitgliedern internationale Stars auf der Bühne und am Dirigentenpult zu erleben, im Graben begleitet von einem einzigartigen Orchester: dem Staatsopernorchester, dessen Musiker in Personalunion den Klangkörper der Wiener Philharmoniker bilden.

Staatsoperndirektor Dominique Meyer öffnete das Haus 2013 auch virtuell mit einem innovativen Projekt: Wiener Staatsoper live at home ermöglicht Opern- und Ballettfreunden auf der ganzen Welt, die Vorstellungen in der Wiener Staatsoper auf digitalen Geräten zu verfolgen.

Kontakt

Wiener Staatsoper
Opernring 2
A-1010 Wien

Telefon: (+43/1) 514 44 / 2250, 7880
E-Mail: information@wiener-staatsoper.at

Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Wiener Staatsoper

Oper

Eugen Onegin

Lyrische Szenen in drei Akten

Premiere: 25. Oktober 2020

Musik Piotr I. Tschaikowski Text Piotr I. Tschaikowski & Konstantin Schilowski nach Alexander Puschkin

Mit seinen 1879 durch ein Studentenensemble am Moskauer Maly (d.i. Kleinen) Theater uraufgeführten »lyrischen Szenen in drei Akten« verlässt Tschaikowski den für die Oper seiner Zeit weitgehend verbindlichen »großen Stil«: »Ich brauche keine Zaren, Zarinnen, Volksaufstände, Schlachten, Märsche … ich suche ein intimes, aber starkes Drama, das auf den Konflikten beruht, die ich selber erfahren oder gesehen habe, die mich im Innersten berühren können.«
Ein solch intimes Drama fand der Komponist in Alexander Puschkins Versroman »Eugen Onegin« (1833), der als »Enzyklopädie des russischen Lebens« in die Kulturgeschichte eingegangen ist. Darin schildert Puschkin meisterhaft das Leben der damals zeitgenössischen Gesellschaft in seiner ganzen Vielfalt. Mit seinem Titelhelden gestaltete er erstmals den später sogenannten »überflüssigen Menschen«, einen wiederkehrenden Archetyp der russischen Literatur.
Die Berühmtheit ihrer Vorlage stand der Rezeption der Oper zunächst einige Zeit im Weg – vor allem in Russland selbst. Diese wurde trotz unmittelbarer Wertschätzung ihrer Musik als Verballhornung eines Kulturdenkmals der Nationalliteratur wahrgenommen. Bei den Schriftstellern reichte die Ablehnung von Iwan Turgenjews entsetztem Brief an Tolstoi aus dem Uraufführungsjahr (»Stellen Sie sich vor: Puschkins Verse über die handelnden Personen diesen in den Mund gelegt!«) bis hin zu Vladimir Nabokov, der in den 1964 erschienenen Kommentaren zu seiner Übersetzung von Puschkins Roman nicht müde wird, Tschaikowskis »slapdash opera« (»Opern-schmarrn«) zu geißeln. Der Erfolg dieser gegenwärtig – neben dem »Boris Godunow« – wohl berühmtesten russischen Oper wurde hierdurch zunächst verzögert. Heute vermögen wir ihrer ästhetischen und dramaturgischen Autonomie, die sich nicht in ihren gewiss außerordentlichen musikalischen Schönheiten erschöpft, gerecht zu werden.

Musikalische Leitung: Tomáš Hanus
Inszenierung und Bühne: Dmitri Tcherniakov
Kostüme: Maria Danilova
Licht: Gleb Filshtinsky
Ko-Kostümbildnerin: Elena Zaytseva
Assistenz Bühne: Ekaterina Mochenova
Regieassistenz: Torsten Cölle Igor Ushakov
Musikalische Einstudierung und Sprachcoach: Liubov Orfenova

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Eugen Onegin

Tanz

Mahler, Live

Choreographie Hans van Manen, Martin Schläpfer

Premiere: 24. November 2020

Eine Frau allein auf der großen Bühne, mit dem Rücken uns zugewandt. Sie trägt ein leuchtend rotes Kleid und Spitzenschuhe. Auf ihre Füße ist eine auf dem Boden liegende Kamera gerichtet. Ein Mann kommt dazu. Er hebt die Kamera auf und lässt sie über uns – die Zuschauer – schweifen. Riesengroß auf eine Leinwand geworfen, sind wir es, die sich unerwarteter Weise als Protagonisten in jenem Vexierspiel wiederfinden, das Hans van Manen im ersten Videoballett der Tanzgeschichte entwirft: ein raffiniertes Ausloten von Perspektiven, Distanz und Nähe. Kein anderes Werk aus dieser Zeit spielt derart meisterhaft mit den Mechanismen der Wahrnehmung und öffnet zugleich den Raum – wenn nämlich die Tänzerin, von der wir zunächst nur den Rücken sehen, während sie uns von der Leinwand anschaut, gegen Ende des Stücks die Bühne verlässt, im Foyer der Wiener Staatsoper einen Danseur Noble zum Pas de deux trifft und schließlich in die Wiener Nacht enteilt.

Hans van Manen, 1932 im holländischen Nieuwer-Amstel geboren, zählt mit seiner einzigartigen Ästhetik zu jenen stilprägenden Tanzschöpfern der Moderne, die einen immer wieder staunen lassen. Seine Choreographie »Live« zu Klaviermusik von Franz Liszt ist eine Ikone der Tanzgeschichte und gehörte bisher ausschließlich der Compagnie, für die Hans van Manen sie 1979 geschaffen hat: Het Nationale Ballet Amsterdam. Für seine erste Premiere in der Wiener Staatsoper vertraut der Niederländer sein Werk nun Martin Schläpfer an und macht damit eine Aufführung durch ein weiteres Ensemble möglich. Eine Eröffnung wie eine Initiation, das Erlebnis eines historischen Werks, das heute aktuell wie damals ist – nicht nur, weil wir Zuschauer selbst Teil des Ganzen sind.

Der intimen, mit nur zwei Tänzern, einem Kameramann und einer Pianistin besetzten Hans van Manen-Miniatur antwortet Martin Schläpfer auf kontrastierende Weise. »Um meinen Einstand als neuer Direktor und Chefchoreograph des Wiener Staatsballetts zu geben, möchte ich kein Risiko scheuen, nach vorne gehen, mit dem gesamten Ensemble und dem großartigen Staatsopernorchester arbeiten und so den tänzerischen und musikalischen Bereich von Beginn an verbrüdern«, erläutert er. Als musikalische Basis seines neuen Werks wählte er sich Gustav Mahlers im Januar 1901 als Abschluss der »Wunderhorn«-Trias vollendete 4. Symphonie – eine Komposition, deren Heiterkeit eine nur scheinbare ist, ist die Idylle doch von Beginn an gestört und auch das Finale mit seinen »himmlischen Freuden« ganz und gar keine transzendierende Vision eines himmlischen Paradieses, sondern vielmehr ein bitterböser Scherz.

LIVE
Komponist: Franz Liszt
Choreographie: Hans van Manen
Video: Henk van Dijk
Kostüme: Keso Dekker
Licht und Produktionsleitung: Bert Dalhuysen
Einstudierung: Rachel Beaujean
Klavier: Schaghajegh Nosrati

4 (Uraufführung)
Musikalische Leitung: Axel Kober
Komponist: Gustav Mahler
Choreographie: Martin Schläpfer
Bühne: Florian Etti
Kostüme: Catherine Voeffray
Licht: Thomas Diek
Sopran: Slávka Zámečniková

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Oper

Cavalleria rusticana / Pagliacci

Pietro Mascagni , Ruggero Leoncavallo

CAVALLERIA RUSTICANA
Melodramma in einem Akt

Nach dem Sensationserfolg ihrer Uraufführung 1890 konnte Mascagnis »Cavalleria rusticana« so rasch wie kaum ein anderes Werk der Operngeschichte die Bühnen der Welt erobern. Die Emotionalität der volkstümlich wirkenden Musiksprache, die üppige Melodik sowie die konzise Dramaturgie des effektvollen, aus dem litera­rischen Verismo entnommenen Sujets, das Liebe, Leidenschaft, Ehebruch, Eifersucht und »Ehrenmord« im sizilianischen Bauernmilieu schildert, sicherten diesem Einakter eine bis heute ungebrochene Popularität. Auch an der Wiener Staatsoper steht »Cavalleria rusticana« seit 1891 fast ununterbrochen auf dem Spielplan. In der aktuellen Aufführungsserie ist als Turiddu erstmals der junge US-amerikanische Tenor Brian Jagde zu erleben, der seit einigen Jahren auf den größten internationalen Bühnen mit einem breiten Repertoire zu Gast ist. Gehört der Alfio zu den Paraderollen Ambrogio Maestris, den er auch hier schon des Öfteren gesungen hat, so wird Eva-Maria Westbroek als Santuzza ebenfalls ein Wiener Rollendebüt geben. Diesmal sind aber nicht nur die drei Hauptrollen, sondern auch die Partie der Lucia prominent besetzt: mit ihr kehrt die große Mara Zampieri zurück an die Wiener Staatsoper.

PAGLIACCI
Dramma in einem Prolog & zwei Akten

Angeregt von »Cavalleria rusticana« schuf Leoncavallo 1892 mit »Pagliacci« in nur wenigen Monaten den Proto­typ einer »veristischen« Oper: Bereits der Prolog kündigt an, dass auf der Bühne wahres, ungeschminktes Leben vorgeführt werden soll. Gleich bei zwei Staatsopern-Produktionen dieser wirkungsvollen, von einem tödlichen Showdown gekrönten Eifersuchtstragödie im Schaustellermilieu hat der legendäre Jean-Pierre Ponnelle mitgewirkt: Für die Premiere 1959 schuf er ein vielgerühmtes Bühnenbild sowie die Kostüme, und für die hier gezeigte, längst zu einem Klassiker avancierte Inszenierung von 1985 wirkte er zusätzlich auch als Regisseur. Die in die 1930er-Jahre verlegte Handlung besticht sowohl durch ihre Liebe zum atmosphärischen Detail als auch durch eine präzise psychologische Figuren­zeichnung. In der jüngeren Vergangenheit war das Künstlerehepaar Roberto Alagna und Aleksandra Kurzak auch in Wien einige Male gemeinsam auf der Bühne zu erleben. Nun geben sie nach Otello – Desdemona und Calaf – Liù erstmals auch im Haus am Ring das ungleiche, von einseitiger und besitzergreifender Liebe geprägte Paar Canio – Nedda. Ambrogio Maestri, der im ersten Teil des Abends den Alfio in »Cavalleria rusticana« singt, verkörpert in »Pagliacci« Tonio, der sich an Nedda und ihrem heimlichen Geliebten für seine Zurückweisung rächt.

Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung, Bühne und Kostüme: Jean-Pierre Ponnelle

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Oper

La Bohème

Oper in vier Bildern

Musik Giacomo Puccini Text Giuseppe Giacosa & Luigi Illica nach Henri Murger

Literarische Vorlage zur 1896 unter Arturo Toscanini in Turin uraufgeführten »Bohème« ist ein höchst erfolgreicher Episoden-Roman des französischen Autors Henri Murger. In diesem entdeckte der Komponist Giacomo Puccini die Atmosphäre seiner eigenen, nostalgisch verklärten Studienjahre wieder: »Hier fand ich alles, was ich suche und liebe: die Ursprünglichkeit, die Jugend, die Leidenschaft, den Humor, die im Geheimen vergossenen Tränen und Liebe, die Freuden und Leid bringt.« Die lose Bilderfolge der originalen Handlung verdichtete er gemeinsam mit seinen Librettisten auf rund zwei Stunden Spieldauer, entwarf plastische Charakterporträts seiner jugendlichen Pariser Großstadthelden, die er zudem in musikalisch präzise skizzierten sozialen Räumen agieren ließ, und brachte so alle Facetten des Stoffes zum Klingen. Die Geschichte der todkranken Mimì, die inmitten von Armut und Krankheit das Glück einer großen Liebe erleben darf, wurde bald zum Dauerbrenner auf den internationalen Spielplänen. So auch in Wien: Rund eintausend Mal wurde die Oper inzwischen im Haus am Ring gegeben und zählt somit zu den erfolgreichsten Werken überhaupt. Mit der armenischen Sopranistin Ruzan Mantashyan und dem brasilianischen Tenor Atalla Ayan betritt nun eine neue Sängergene­ration die Bühne – und gibt Franco Zeffirellis klassischer, bildersatter Inszenierung frischen Schwung.

Musikalische Leitung: Eun Sun Kim
Inszenierung und Bühne: Franco Zeffirelli
Kostüme: Marcel Escoffier

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Oper

Arabella

Lyrische Komödie in drei Aufzügen

Musik Richard Strauss
Text Hugo von Hofmannsthal

»Arabella« wurde 1933 in Dresden als letzte gemeinsame Arbeit des Komponisten- und Dichterbundes von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal uraufgeführt. Der Komponist wünschte sich zunächst »am liebsten einen zweiten ›Rosenkavalier‹, ohne dessen Fehler und Längen« – und Hofmannsthal sprach in der Konzeptionsphase sogar von einer »dreiaktigen Spieloper, ja fast Operette«. Herausgekommen ist freilich etwas ganz Anderes: Das heute immer noch mitunter als »Edel-Operette« stark unterschätzte Werk führt das Publikum in eine durch schroffe Gegensätze charakterisierte Welt: einerseits Tanz auf dem Vulkan, Dekadenz und Übersteigerung, andererseits der unbeirrbare Glaube an »den Richtigen« im Leben. Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal nützen diese weltanschauliche Spannung als Kontrastelement, fokussieren auf die intimen Gefühlszustände der Figuren und zeichnen hochauflösende Beziehungsbilder. Bei aller scheinbaren Leichtigkeit rührt »Arabella« an existenziellen und zeitlosen Fragen nach Glaube und Vertrauen, menschlicher Reife und Erfüllung. Erstmals singt die deutsche Sopra­nistin Hanna-Elisabeth Müller die Titelpartie im Haus am Ring. Michael Volle gibt unter dem Dirigat von Sebastian Weigle sein Staatsopern-Debüt als Mandryka.

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg

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Oper

Werther

Drame lyrique in vier Akten

Musik Jules Massenet
Text Édouard Blau & Paul Milliet & Georges Hartmann nach Johann Wolfgang von Goethe

Auch wenn Massenet mit »Werther« an den Triumph seiner »Manon« anschließen wollte, verweigerte er sich dem Diktat des Direktors der Pariser Opéra-Comique, der von ihm hinsichtlich Form und Stil eine Kopie der Erfolgsoper verlangte. Vielmehr suchte er nach neuen schöpferischen Wegen und Ausdrucksformen: So setzte sich Massenet einerseits mit dem Werk Richard Wagners auseinander und experimentierte andererseits mit der Orchestration. Unter anderem ergänzte er das Instrumentarium durch das solistisch eingesetzte Saxophon, wo­durch er protoimpressionistisch anmutende Klangfarben er­zielte. Die daraus resultierende Ablehnung des Werkes durch die Pariser Opéra-Comique führte dazu, dass sich Massenet nach einer anderen Bühne umsehen musste und ein Angebot der Wiener Hofoper annahm, an der »Werther« 1892 schließlich zur erfolgreichen Uraufführung gelangte. Anders als in der Goethe’schen Vorlage steht bei Massenet nicht nur die Titelfigur im Zentrum, sondern auch die dramaturgisch deutlich aufgewertete Charlotte. Thematisiert und musikalisch nachgezeichnet wird in der Oper somit neben der verzweifelten Liebe Werthers auch die komplexe psychologische Entwicklung dieser jungen Frau. Nicht zuletzt der sich dadurch ergebende große interpretatorische Gestaltungsraum sorgt dafür, dass sich die bedeutendsten Sängerinnen und Sänger jeder Generation der beiden Rollen annehmen: Piotr Beczała wird diese wichtige Partie seines Repertoires nun endlich erstmals in Wien verkörpern und Gaëlle Arquez ihr weltweites Rollendebüt als Charlotte feiern.

Musikalische Leitung: Bertrand de Billy
Inszenierung: Andrei Serban
Bühne und Kostüme: Peter Pabst
Kostümmitarbeit: Petra Reinhardt

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Ballett

Jewels

George Balanchine

»Dance is music made visible« – dieses Bekenntnis des wohl bedeutendsten Choreographen des 20. Jahrhunderts, George Balanchine, gilt besonders für seine »Jewels«. Inspiriert durch Schmuckstücke der Maison Van Cleef & Arpels entstand ein dreiteiliges Opus, das mit seinen musikalischen Stationen Frankreich (Fauré, »Emeralds«), USA (Strawinski, »Rubies«) und Russland (Tschaikowski, »Diamonds«) auf drei Hauptzentren des klassischen Balletts blickt, die auch in Balanchines Lebensgeschichte eine zentrale Rolle spielten. In der Ausstattung der legendären Karinska lässt Balanchine seine Tänzerinnen und Tänzer wie Edelsteine funkeln: die Smaragde erscheinen voll ätherischer Weichheit, die Rubine cool, vital und sexy, die Diamanten mit imperialer Brillanz.

Musikalische Leitung: Paul Connelly
Komponist: Gabriel Fauré, Igor Strawinski, Peter I. Tschaikowski
Choreographie: George Balanchine
Bühne: Peter Harvey
Kostüme: Barbara Karinska
Licht: Mark Stanley
Einrichtung Bühne: John C. Sullivan
Einrichtung Licht: Christian Kass
Einstudierung: Judith Fugate, Nanette Glushak, Ben Huys

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Oper

Roméo et Juliette

Opéra in fünf Akten

Musik Charles Gounod Text Jules Barbier & Michel Carre nach William Shakespeare

Von den zahlreichen Vertonungen des »Romeo und Julia«­-Stoffes gehört Charles Gounods von Anfang an erfolgreiche fünfaktige Oper zu den populärsten und zugleich feinfühligsten: Der Komponist verzichtete bewusst auf zahlreiche plakative Massenszenen, wie sie in der Grand opéra üblich waren, und stellte vielmehr vier kammermusikalisch orchestrierte, durch Erinnerungsmotive miteinander verknüpfte lyrische Duette des Protagonistenpaares in den Mittelpunkt, die somit das Rückgrat der Handlung bilden. Da Gounod »Roméo et Juliette« an unterschiedlichen Pariser Opernhäusern zur Aufführung brachte, musste er das Werk nach den jeweiligen Vorgaben der entsprechenden Bühnen mehrfach umarbeiten. An der Wiener Staatsoper – zu sehen ist die heute übliche, für die Opéra entstandene letzte Fassung von 1888 – kommt anstelle des gebauten Bühnenbildes eine auf die Musik exakt abgestimmte Lichtarchitektur zum Einsatz. Sie folgt dem musikalischen Verlauf, reagiert auf die kleinste dynamische, harmonische oder agogische Wendung, auf jede Tempoänderung, auf alle emotionalen Wandlungen und kann dadurch den Detailreichtum der Partitur auf optische Weise nachempfinden und interpretieren.

Musikalische Leitung: Evelino Pidò
Inszenierung: Jürgen Flimm
Bühne und Lichtarchitektur: Patrick Woodroffe
Kostüme: Birgit Hutter
Choreographie: Renato Zanella

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Oper

A Midsummer Night’s Dream

Oper in drei Akten

Musik Benjamin Britten Text Benjamin Britten & Peter Pears nach William Shakespeare

Es war ein Herzensprojekt Herbert von Karajans, »A Midsummer Night’s Dream« von Benjamin Britten fast unmittelbar nach der erfolgreichen Uraufführung bereits 1962 an die Wiener Staatsoper zu holen. Doch seither wurde die Oper, mehr als 50 Jahre lang, nicht mehr gespielt – bis Simone Young und Irina Brook das Werk 2019 zum ausverkauften Publikumsrenner machten. Brook führt in ihrer Inszenierung in einen märchenhaft-­verwunschenen Zaubersaal, in dem sich die Figuren zwischen Traum und Wirklichkeit, verbotenen Wünschen und uneingestandenem Begehren verirren. Federleichtes Musiktheater – und doch poetisch und voller Fragen. Brittens sinnlich-sprechende Musik, die mit historischen Zitaten jongliert, wird in Youngs musikalischer Interpretation zu einem Klangereignis zwischen kammermusikalischer Klarheit und symphonischer Sogkraft.

Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Irina Brook
Bühne: Noëlle Ginefri-Corbel
Kostüme: Magali Castellan
Licht: Jean Kalman
Choreographie: Martin Buczko, Théo Touvet

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Oper

Ariadne auf Naxos

Oper in einem Akt nebst einem Vorspiel

Musik Richard Strauss
Text Hugo von Hofmannsthal

»Ariadne auf Naxos«, das dritte gemeinsame Werk von Strauss und Hofmannsthal, wurde in seiner zweiten (und bekannten) Fassung 1916 an der Wiener Hofoper uraufgeführt. Die eigentliche Oper kreist um Ariadnes Begegnung mit den Gespenstern ihrer Einsamkeit. Voran­gestellt ist ihr ein alptraumhaftes Scherzo über Theaterschaffende, die den Launen eines Mäzens ausgeliefert sind. In zwei Serien leiten Christian Thielemann respektive Bertrand de Billy das Werk, es kehren die in Wien gefeierten Sängerinnen Camilla Nylund und Lise Davidsen in der Titelrolle ans Haus zurück, den Bacchus gestaltet neben Stephen Gould nun erstmals Brandon Jovanovich, die Zerbinetta singt Erin Morley.

Musikalische Leitung: Christian Thielemann
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Marianne Glittenberg
Licht: Jürgen Hoffmann

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Oper

Madama Butterfly

Giacomo Puccini

Text Giuseppe Giacosa & Luigi Illica
Tragedia giapponese

Die Laufzeit des Mietvertrags für das Hochzeitsnest in Nagasaki, das der amerikanische Marineleutnant Pinkerton inklusive Geisha angemietet hat, beträgt 999 Jahre, ist aber monatlich kündbar. Diese Flexibilität erfreut Pinkerton. Ein feineres Ohr als er hat der als Trauzeuge geladene amerikanische Konsul Sharpless. Ihn ließ die Stimme der jungen Geisha Cio-Cio-San, genannt Butterfly, die am Vortag das amerikanische Konsulat besucht hat, aufhorchen: Aus ihr klinge echte Liebe. Er warnt seinen Landsmann davor, »dieser Stimme« leichtfertig »Töne des Schmerzes zu entlocken«. Denn was für Pinkerton verantwortungsloses Spiel ist, ist für Cio- Cio-San existenzieller Ernst. Sie hat alle Brücken zu ihrer Familie und Kultur abgebrochen, um als »Madama F.B. Pinkerton« den amerikanischen Traum zu träumen.

Musikalische Leitung: Philippe Jordan
Inszenierung: Anthony Minghella
Regie und Choreographie: Carolyn Choa
Bühne: Michael Levine
Kostüme: Han Feng
Licht: Peter Mumford

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Oper

L'elisir d'amore

Gaetano Donizetti

Der mittellose Nemorino liebt die vermögende Adina. Um seine Chancen zu erhöhen, erwirbt er beim Wunderarzt Dulcamara ein „Liebeselixier“ (in Wahrheit Bordeauxwein). Seine Attraktivität wird allerdings durch etwas anderes gesteigert: eine unerwartete Erbschaft. Doch mit oder ohne Elixier, Wein und Erbschaft: es stellt sich heraus, dass Adina Nemorino liebt. Einem Happy End steht nichts mehr im Wege!

Musikalische Leitung: Giacomo Sagripanti
Inszenierung: Otto Schenk
Bühne und Kostüme: Jürgen Rose

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Oper

Don Pasquale

Gaetano Donizetti

Es ist einer der bekanntesten Komödienstoffe der Welt: Hier der ältliche, auf Wahrung seiner Vermögenswerte bedachte Junggeselle, der noch einmal in die Rolle des Liebhabers schlüpfen will. Dort die junge Frau, die ihn raffiniert an der Nase herumführt. In »Don Pasquale« hat Donizetti diesen Handlungsrahmen gekonnt aufgespannt: Die Oper ist burlesk, aber als Auseinandersetzung zwischen patriarchalen Wünschen und jugendlicher Selbstbestimmung auch zeitlos gültig. Regisseurin Irina Brook setzt die Komödie in die Gegenwart, führt sie rasant in ein übersteigert-bonbonfarbenes Finale, in dem gelacht – aber niemals nur verlacht werden soll. Erwin Schrott, ein »Singschauspieler« im besten Sinne des Wortes, debütiert in der ersten Spielserie in der Titel­partie.

Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Irina Brook
Bühne: Noëlle Ginefri-Corbel
Kostüme: Sylvie Martin-Hyszka
Licht: Arnaud Jung
Choreographie: Martin Buczko

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Oper

Die Entführung aus dem Serail

Ein deutsches Singspiel in drei Aufzügen

Musik Wolfgang Amadeus Mozart Text Johann Gottlieb Stephanie nach Christoph Friedrich Bretzner in der Dialogfassung von Hans Neuenfels

Zu schön für unsere Ohren, und gewaltig viel Noten, lieber Mozart«, soll Joseph II. über »Die Entführung aus dem Serail« gesagt haben – worauf Mozart geantwortet habe: »Gerade so viel Noten, Eure Majestät, als nötig sind.« Der Wortwechsel – er findet sich in der ersten Mozartbiographie, die acht Jahre nach dem Tod des Komponisten von Franz Xaver Niemetschek herausgegeben wurde – kann nicht zweifelsfrei belegt werden. Dennoch bündelt das dem Kaiser unterstellte skeptische Lob die Vorbehalte zeitgenössischer Rezensenten. Diese kapitulierten vor der musikalischen Überfülle der Partitur: Mozart habe das Sujet zu ernst genommen, hieß es damals, seine komplexen Harmonien überforderten Instrumentalisten wie Zuhörer gleichermaßen und »gehörten nicht auf das Theater«.
In der Tat sprengt Mozart das Genre eines Schauspiels mit Liedeinlagen zugunsten eines musikalischen Welttheaters: Das Paar der einander entrissenen Liebenden Belmonte und Konstanze lotet seine existenziellen Gefährdungen in musikalischer Nähe zur Opera seria aus, während in Duetten, Terzetten und Quartetten die Ensemblekunst der Opera buffa zum Blühen kommt, mit plastisch ausgetragenen Kontrasten der hohen und der Figuren aus dem Dienerstand. Aber auch Lied und Romanze aus der Tradition der französischen Opéra comique kommen zu ihrem Recht. Gänzlich vorbildlos ist die musikalische Gestaltung des Osmin, der als Aufseher über das Landhaus des Bassa Selim den Spott wie auch die Ängste der dort festgehaltenen Europäer provoziert. Denn hinter seiner Maske aus Gefräßigkeit, Sauflust und Vielweiberei lugt kein anderer als Bacchus, der Gott des Rausches, hervor, der durch keine vernunftorientierte Disziplin unter Kontrolle zu bringen ist. Er ist einer jener Nichtintegrierbaren, die – wie die Elettra im »Idomeneo« oder die Königin der Nacht in der »Zauberflöte« – am Ende eines Stückes aus der Gemeinschaft der Aufgeklärten vertrieben, ja exorziert werden müssen: »Doch seh’ er nur das Tier dort an, ob man so was ertragen kann.« Osmins grobianische Exzesse würzt Mozart mit dem Einsatz »türkischer Musik«: Triangel, Becken, große Trommel und Flageolett, eine in hoher und höchster Lage spielende Verwandte der Blockflöte. All diese Stilelemente verschmilzt Mozart zu einer großartigen Synthese.

Inszenierung: Hans Neuenfels
Bühne: Christian Schmidt
Kostüme: Bettina Merz
Licht: Stefan Bolliger
Dramaturgie und Regiemitarbeit: Henry Arnold
Regieassistenz: Sophie Louise Busch
Assistenz Bühne: Sascha Roeder

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Wiener Staatsoper

Als eines der international bedeutendsten Opernhäuser blickt die Wiener Staatsoper sowohl auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurück als auch auf eine vielseitige Gegenwart: Jede Spielzeit stehen in rund 350 Vorstellungen mehr als 60 verschiedene Opern- und Ballettwerke auf dem Spielplan. Allabendlich sind neben den fest engagierten Ensemblemitgliedern internationale Stars auf der Bühne und am Dirigentenpult zu erleben, im Graben begleitet von einem einzigartigen Orchester: dem Staatsopernorchester, dessen Musiker in Personalunion den Klangkörper der Wiener Philharmoniker bilden.

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Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Oper Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Brienner Straße 50
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9

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