zur Startseite

Wiener Staatsoper

Als eines der international bedeutendsten Opernhäuser blickt die Wiener Staatsoper sowohl auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurück als auch auf eine vielseitige Gegenwart: Jede Spielzeit stehen in rund 350 Vorstellungen mehr als 60 verschiedene Opern- und Ballettwerke auf dem Spielplan. Allabendlich sind neben den fest engagierten Ensemblemitgliedern internationale Stars auf der Bühne und am Dirigentenpult zu erleben, im Graben begleitet von einem einzigartigen Orchester: dem Staatsopernorchester, dessen Musiker in Personalunion den Klangkörper der Wiener Philharmoniker bilden.

Staatsoperndirektor Dominique Meyer öffnete das Haus 2013 auch virtuell mit einem innovativen Projekt: Wiener Staatsoper live at home ermöglicht Opern- und Ballettfreunden auf der ganzen Welt, die Vorstellungen in der Wiener Staatsoper auf digitalen Geräten zu verfolgen.

Kontakt

Wiener Staatsoper
Opernring 2
D-1010 Wien

Telefon: (+43/1) 514 44 / 2250, 7880
E-Mail: information@wiener-staatsoper.at

Oper

Lucia di Lammermoor

Gaetano Donizetti

Premiere: 09. Februar 2019

Wie so oft, komponierte Donizetti auch seine Lucia di Lammermoor in einer Rekordzeit von nur wenigen Wochen – nichtsdestotrotz hat er mit diesem Stück eines der wesentlichen und populärsten Meisterwerke der italienischen romantischen Oper geschaffen. Einerseits lebt Lucia di Lammermoor vom melodischen Reichtum und einer beeindruckenden musikpsychologischen Durchgestaltung der Charaktere, zugleich weichte Donizetti ein weiteres Mal gekonnt das vorgeschrieben starre Formenschema der Belcanto-Oper auf und bettete die Protagonisten Lucia-Edgardo-Enrico in das Gefühlsdreieck von Liebe, Hass und Leidenschaft. Der vom Publikum jedes Mal mit Spannung erwartete Höhepunkt ist zweifellos die für die Sängerin extrem herausfordernde Wahnsinnsszene der Lucia. An der Wiener Staatsoper gehörte das Werk bis 1926 und dann wieder ab 1978 zum Kernrepertoire, und bot Generationen von Sängerinnen und Sängern die Möglichkeit, sich in der höchsten Belcanto-Kunst zu beweisen.

Dirigent: Evelino Pidò
Regie und Kostüme: Laurent Pelly
Bühne: Chantal Thomas
Licht: Duane Schuler
Regieassistenz: Laurie Feldman
Bühnenbildassistenz: Cléo Laigret
Kinderprogramm

Was ist los bei den Enakos?

Elisabeth Naske

Gleichgeschaltetes Denken, gleichgeschaltetes Glück, gleichgeschaltetes Fühlen: so lässt sich ein Volk leicht regieren! Doch ist diese Gleichheit freilich nichts anderes als Begrenzung, Diktatur und Unterdrückung. Das lernt auch das Volk der Enakos in Elisabeth Naskes neuer Kinderoper. In einem verführten Einheitsstaat keimt plötzlich Individualität hervor, nachdem die Enakos verstanden haben, dass Gleichheit nicht immer zum Ziel führt und verordnete Gleichheit nichts mit Freiheit zu tun hat. Zuletzt entdecken alle ihre persönliche Einzigartigkeit und stimmen in den Schlusschor ein: „Es ist richtig einerlei, ob wir gelb sind oder blau, schön sind oder schlau, groß oder klein. Nur zufrieden müssen alle sein.“
Ballett

Schwanensee

Rudolf Nurejew, Marius Petipa, Lew Iwanow

Am 15. Oktober 1964 blickte die Ballettwelt auf Wien. Rudolf Nurejew, der bedeutendste Tänzer der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, hatte, damals 26-jährig, für das Wiener Staatsopernballett seine Fassung von Schwanensee, dem wohl wichtigsten Werk der gesamten Ballettliteratur erarbeitet. Die Aufführung schrieb Ballettgeschichte. Drei Jahre nach seinem Absprung in den Westen war es dem aus der Sowjetunion stammenden Nurejew gelungen, die auf choreographisch unterschiedlichen Linien verlaufene Rezeption des Tschaikowski-Balletts um eine neue, überzeugende Interpretation zu bereichern. Sein Leitgedanke war die Aufwertung der männlichen Hauptrolle und ihre Gleichstellung mit der Partie der Ballerina. Bis 2009 mehr als 200 Mal im Haus am Ring und bei Gastspielen aufgeführt, bringt Manuel Legris nun Nurejews vor fünfzig Jahren entstandenen Wiener Schwanensee zurück auf die Bühne. Für die neue Ausstattung, die inspiriert ist durch die phantastische Welt des Bayernkönigs Ludwig II., zeichnet Luisa Spinatelli verantwortlich.

Dirigent: Paul Connelly
Choreographie und Inszenierung: Rudolf Nurejew
Choreographie: Marius Petipa, Lew Iwanow
Musik: Peter I. Tschaikowski
Ausstattung: Luisa Spinatelli
Licht: Marion Hewlett
Einstudierung: Manuel Legris
Oper

Idomeneo, rè di Creta

Wolfgang Amadeus Mozart

Idomeneo ist die erste Blüte des zur vollkommenen musikdramatischen Reife gelangten mozartschen Genies.

Ilia, die Tochter des letzten trojanischen Königs Priamos, lebt als Kriegsgefangene auf Kreta. Obwohl sie die Vernichtung ihrer Heimat durch die griechischen Verbündeten nicht vergessen kann, fühlt sie sich zu Idamante, dem Sohn des kretischen Königs Idomeneo, in Liebe hingezogen. Doch auch Elettra, die nach der Ermordung ihrer Mutter auf Kreta Zuflucht gefunden hat, liebt Idamante. Als dieser allen Trojanern die Freiheit schenkt, da die Schiffe seines heimkehrenden Vaters endlich gesichtet wurden, und überdies Ilia seine Liebe bekennt, stürzt Elettra in tiefste Verzweiflung. Idomeneo kann allerdings nur unter Mühen dem Seesturm, in den seine Schiffe geraten sind, entkommen. Erst sein Schwur, den ersten Menschen, der ihm nach der Landung begegnet, zu opfern, besänftigt den Meeresgott Neptun.

Dirigent: Tomáš Netopil
Regie: Kasper Holten
Bühne: Mia Stensgaard
Kostüme: Anja Vang Kragh
Licht: Jesper Kongshaug
Bewegungsregie: Signe Fabricius
Dramaturgie: Adrian Mourby
Oper

La Bohème

Giacomo Puccini

In der Mansarde: Der Weihnachtsabend in der von vier jungen Künstlern bewohnten armseligen Mansarde wird sich kaum von anderen Abenden unterscheiden: Marcel arbeitet an einem Gemälde, Rudolf, Dichter und Schriftsteller, blickt über die Dächer von Paris. Sie haben kein Geld, sie frieren und sind doch guten Muts. Ein Bündel Manuskripte heizt den Ofen nur für Augenblicke. Colline, seines Zeichens Philosoph, kommt unverrichteter Dinge nach Hause - das Leihhaus war geschlossen. Aber der vierte, Schaunard, der Musiker, hat mehr Glück. Er erzählt, keiner hört zu - die mitgebrachten Lebensmittel versprechen ein frohes Fest.

Dirigentin: Speranza Scappucci
Regie und Bühnenbild: Franco Zeffirelli
Kostüme: Marcel Escoffier
Oper

Il barbiere di Siviglia

Gioachino Rossini

Der junge Graf Almaviva aus Sevilla ist unsterblich in Dr. Bartolos Mündel Rosina verliebt. Unter dem Namen Lindoro gelingt es ihm, das Mädchen auf sich aufmerksam zu machen. Da aber auch Dr. Bartolo Rosina heiraten möchte, steht er anderen Männern misstrauisch gegenüber und überwacht sein Mündel auf Schritt und Tritt. Um seine Angebetete sehen zu können, verkleidet Almaviva sich - auf Anraten des listigen Barbiers Figaro - als Soldat und verlangt von Bartolo, in dessen Haus einquartiert zu werden. Dieser weigert sich und versucht, den Eindringling lautstark zu verjagen. Durch den Lärm der beiden Streitenden aufmerksam geworden, dringen Wachsoldaten ein. Seiner Verhaftung kann Almaviva nur entgehen, weil er dem Hauptmann der Abteilung durch den Vorweis eines Passes seine wahre Identität preisgibt.

Dirigent: Alexander Soddy
Inszenierungskonzept: Günther Rennert
Ausstattung: Alfred Siercke
Oper

L'elisir d'amore

Gaetano Donizetti

Adina, Gutspächterin in einem eher abgelegenen Dorf, ist jung, reich - und belesen. Der mittellose Nemorino bewundert sie. Den Landleuten trägt sie eine rührende Version der Geschichte von Tristan und Isolde vor, findet sie aber reichlich komisch: Tristan, von Isolde ungeliebt, erhält von einem Wundermann einen Liebestrank, durch dessen Zauber Isoldens Herz bezwungen wird. Adina ist froh, dass es derlei Tränke nicht mehr gibt. Nemorino, der sie - obwohl er nicht erhört wird - innig liebt, hat aufmerksam zugehört. Sergeant Belcore rückt ein und bezieht mit seinen Soldaten Quartier. Adina gegenüber gibt er sich galant, fordert aber gleich auch ihre Liebe.

Dirigent: Marco Armiliato
nach einer Inszenierung von Otto Schenk
Ausstattung: Jürgen Rose
Oper

Le Nozze di Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro - eines der beliebtesten und meistgespielten Werke an der Wiener Staatsoper - erzählt von einem "tollen Tag": Ein Ausnahmewerk in musikalischer Hinsicht, das auf dem kongenialen Libretto von Lorenzo Da Ponte basiert.

Dirigent: Sascha Goetzel
Regie: Jean-Louis Martinoty
Bühne: Hans Schavernoch
Kostüme: Sylvie de Segonzac
Licht: Fabrice Kebour
Oper

Don Pasquale

Gaetano Donizetti

Der alte, wohlhabende, aber geizige Junggeselle Don Pasquale will seinen Neffen Ernesto verheiraten: mit einer wohlhabenden Frau. Doch Ernesto zieht die junge, mittellose Witwe Norina vor, die ihn liebt. Doch obwohl Don Pasquale Norina nie gesehen hat, lehnt er diese Ehe ab – und jagt Ernesto kurzerhand aus dem Haus. Niedergeschlagen schreibt dieser seiner Geliebten Norina einen Abschiedsbrief. Doch Norina gibt Ernesto nicht auf ...

Don Pasquales neuer Plan lautet nun selbst zu heiraten – und sein Freund Dr. Malatesta soll ihm dabei behilflich sein. Dieser allerdings hält zu Ernesto und fädelt ein Verwirrspiel ein, bei dem Norina und Ernesto mitspielen: Norina wird dem alten Junggesellen als Malatestas wohlerzogene, im Kloster groß gewordene Schwester Sofronia präsentiert. Don Pasquale ist von diesem stillen, tugendhaften Geschöpf hingerissen – und geht mit ihr eine von Malatesta inszenierte Scheinehe ein (die Don Pasquale für echt hält). Unmittelbar nach der Trauung ändert Sofronia (=Norina) ihr Verhalten. Sie wird zur verschwenderischen, lieblosen, schnippischen Xanthippe, die Pasquale terrorisiert und ihn – offenbar – betrügt. Um sie wieder aus dem Haus zu treiben, will Don Pasquale seinen Neffen Ernesto, ausgestattet mit einer reichen Mitgift, mit (der ihm immer noch scheinbar unbekannten) Norina bei sich aufnehmen. Da wird ihm die wahre Identität Sofronias aufgedeckt. Er muss lernen: Ältere Semester sollen jüngere Frauen besser nicht umwerben …

Dirigent: Frédéric Chaslin
Regie: Irina Brook
Bühne: Noëlle Ginefri-Corbel
Kostüme: Sylvie Martin-Hyszka
Licht: Arnaud Jung
Choreographie: Martin Buczko
Oper

Andrea Chénier

Umberto Giordano

Dem jungen Dichter Andrea Chénier gelingt es, durch seinen ehrlichen Einsatz für Freiheit und Humanität, sich in jedem politischen System verdächtig zu machen: Bei einem Fest am Vorabend der Revolution im Schloss der Gräfin von Coigny entsetzt er alle Anwesenden durch seinen Lobpreis auf die Ideale der Freiheit. Nur Madeleine, die Tochter der Gräfin und der in sie hoffnungslos verliebte Gérard teilen seine Einstellung. In der nachfolgenden Schreckensherrschaft Robespierres wird Chénier hingegen konterrevolutionärer Umtriebe verdächtigt. Er muss sich ebenso verbergen wie die adelige Madeleine. Über Bersi, der ehemaligen Kammerzofe der Gräfin, gelingt es ihm, Kontakt zu ihr aufzunehmen. Beide schwören einander ewige Liebe. Aber auch Gérard, der inzwischen Deputierter der Kammer geworden ist, lässt Madeleine, die er ebenfalls noch liebt, suchen. Gerade in dem Moment, als sich Chénier und Madeleine zu einer gemeinsamen Flucht entschließen, trifft er auf die beiden. Von seiner Liebe zu Madeleine und seinen früheren Sympathien für Chénier getrieben, verhilft er ihm aber zur Flucht. Trotzdem wird Chénier wenig später verhaftet. Als daraufhin Madeleine bei Gérard auftaucht und diesem als Preis für die Errettung Chéniers sogar ihren Körper anbietet, entschließt sich Gérard, der erkennt, dass die Revolution die propagierten Ideale verraten hat, bei Robespierre vorstellig zu werden, um Chénier zu retten. Leider misslingt dieser Versuch.

Dirigent: Frédéric Chaslin
Regie: Otto Schenk
Bühne: Rolf Glittenberg
Kostüme: Milena Canonero
Oper

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

Rom um 1800. Die Stadt stöhnt unter dem Schreckensregime des grausamen Polizeichefs Scarpia. Der revolutionär gesinnte Maler Cavaradossi kommt in die Fänge Scarpias und soll hingerichtet werden. Cavaradossis Geliebte, die Sängerin Tosca, der Scarpia nachstellt, geht mit dem Polizeichef einen Handel ein: Wenn sie ihn erhört, will er Cavaradossi das Leben schenken. Zum Schein geht sie auf das Angebot ein – und ersticht Scarpia. Doch auch er hat Tosca getäuscht und eine wirkliche Erschießung Cavaradossis befohlen. Verzweifelt stürzt sie sich von der Engelsburg.

Dirigent: Evelino Pidò
Regie: Margarethe Wallmann
Ausstattung: Nicola Benois
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Konzert Berliner Philharmoniker Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Aufführungen / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Konzert Gürzenich-Orchester Köln Köln, Bischofsgartenstr. 1
Aufführungen Glocke Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Lindenauer Markt 21
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3