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Lucerne Festival

Musik, die so erklingt, wie ihre Schöpfer sie sich vorgestellt haben. Musiker, die sich mit Hingabe und Leidenschaft ihrem Spiel widmen. Konzertbesucher, die mussevoll in die Klangwelten eintauchen, fernab der Alltagshektik. LUCERNE FESTIVAL macht’s möglich – seit über 75 Jahren.

Am idyllischen Vierwaldstättersee, in einer der schönsten historischen Altstädte der Welt treffen sich Jahr für Jahr die bedeutendsten Interpreten aus aller Herren Länder und feiern gemeinsam ein Fest der Musik: die berühmten Orchester, die legendären Dirigenten, die virtuosen Solisten. Im Konzertsaal von Jean Nouvel, gerühmt für seine phänomenale Akustik wie seine exquisite Architektur, begegnen sie ihrem nicht minder polyglotten Publikum: Rund 110.000 Gäste finden jährlich den Weg nach Luzern, um die drei Festivals zu Ostern, im Sommer und am Piano zu erleben.

Das Sommer-Festival ist das grösste in der Festspieltrias. Eröffnet wird es jeweils vom LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA, das Claudio Abbado 2003 gegründet hat. Seit Sommer 2016 steht Riccardo Chailly an der Spitze dieses Klangkörpers de luxe aus international renommierten Solisten, Kammermusikern, Professoren und Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala. Mit der von Pierre Boulez ins Leben gerufenen und seit 2016 von Wolfgang Rihm geleiteten LUCERNE FESTIVAL ACADEMY verfügt das Festival über eine eigene Meisterschule für Neue Musik: Hochbegabte junge Musiker aus der ganzen Welt widmen sich hier exklusiv den Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Neben der Pflege des traditionellen Repertoires, das mit den bedeutendsten Interpreten der Welt zur Aufführung gelangt, engagiert sich LUCERNE FESTIVAL intensiv im Bereich der Moderne. Jeden Sommer werden ein oder zwei «composers-in-residence» verpflichtet, deren Schaffen im Blickpunkt steht. Hinzu kommen als «artistes étoiles» besonders profilierte Interpreten, die auch dramaturgisch tätig werden und ihre Kunst in verschiedensten Zusammenhängen präsentieren. Eine jede Saison wird unter ein ausgewähltes Motto gerückt, das den Spielplan und die Werkauswahl prägt. Mit innovativen Veranstaltungsformaten wie der Kurzkonzertreihe «40min» oder «Young Performance» geht LUCERNE FESTIVAL neue Wege und öffnet sich breiteren Publikumsschichten.

Das 1988 gegründete Oster-Festival findet jeweils eine gute Woche in der Passionszeit bis einschliesslich Palmsonntag statt und widmet sich verstärkt der geistlichen Musik, sei es in der «Salle blanche» des KKL oder mit Konzerten im stimmungsvollen Ambiente der Luzerner Kirchen. Als jüngstes der drei Festivals gibt es seit 1998 alljährlich im November das Piano-Festival: Die gefeierten Tastenvirtuosen und die Nachwuchsstars kommen für neun Tage nach Luzern, um sich mit Rezitalen und Klavierkonzerten hören zu lassen. Und «Piano Off-Stage» ergänzt das klassische Programm um lange Jazz-Nächte in Luzerns schönsten Bars.

Kontakt

Lucerne Festival
Hirschmattstr. 13
CH-6002 Luzern

Telefon: +41 (0)41 226 44 00
Fax: +41 (0)41 226 44 60
E-Mail: info@lucernefestival.ch

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Lucerne Festival

Festival

Sommer-Festival

Macht
Das Festivalthema 2019

Der Luzerner Festspielsommer 2019 steht unter dem Motto «Macht» – es geht also um das wohl grösste Streitthema der Menschheit überhaupt.

In diesem Sommer geht es bei uns um die «Macht» – und damit um ein Thema, das alle betrifft und bewegt. Sobald nur ein paar Menschen aufeinandertreffen, schälen sich schon Machtstrukturen heraus: Wer führt das Wort, wer gibt die Richtung vor, wer entscheidet? Ohne Machtausübung ist wohl keine Gesellschaft denkbar. Und auch die Kunst ist vielfältig mit der Macht verknüpft: Sie kann sich Aufträgen verdanken, sie kann der Macht huldigen oder gegen sie aufbegehren, und sie kann sogar selbst agitieren und manipulieren. Gerade die Musik verfügt über eine enorme Wirkungsmacht, sie vermag ebenso zu trösten wie zu euphorisieren. Etliche Mythen erzählen davon – man denke nur an die Geschichte des Orpheus, der mit seinem herrlichen Gesang die zornigen Furien besänfigte und die wilden Tiere zähmte.

Wir spüren in unseren Konzerten den verschiedensten Machtfragen nach. Wie hat sich die Politik der Musik bedient? Wie lenkten und beeinflussten die Machthaber das Schicksal von Komponisten? Was bedeuteten die musikalischen Machtoptionen für das Selbstverständnis der Künstler, die sich etwa, wie Ludwig van Beethoven, als Propheten empfanden oder die, wie Richard Wagner, Tempel für ihre eigene Kunst erbauten?

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Konzert

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Riccardo Chailly | Denis Matsuev

Eröffnungskonzert

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA
Riccardo Chailly, Dirigent
Denis Matsuev, Klavier


Sergej Rachmaninow (1873–1943)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30
Vocalise op. 34 Nr. 14 (Orchesterfassung)
Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 44

Nach 1917 war alles anders für Sergej Rachmaninow. Mit der Oktoberrevolution hatte die Macht unmittelbar in sein Leben eingegriffen – und in seine Kunst. Aufgrund der neuen politischen Verhältnisse sah er sich gezwungen, seine russische Heimat zu verlassen und ins westliche Exil zu ziehen. Um das notwendige Geld zu verdienen, musste er fortan vor allem als Klaviervirtuose auftreten, unentwegt auf Tournee durch Europa und Amerika. Zum Komponieren aber blieb ihm kaum mehr die Zeit. Das Programm, mit dem Riccardo Chailly und sein LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA das Sommer-Festival eröffnen, umkreist diesen Wendepunkt in Rachmaninows Leben: mit dem legendären Dritten Klavierkonzert, das 1909 noch in Russland entstand, und mit der wehmütigen Dritten Sinfonie, die er in der Emigration schuf, 1935/36 in Hertenstein bei Luzern. Als begnadeter Melodiker begeistert Rachmaninow in beiden Werken, doch Riccardo Chailly glaubt: «Sein besonderes Kennzeichen sind eher die harmonischen Einfälle. Man braucht nur drei Akkorde zu hören und erkennt sofort seine schöpferische Genialität.»

Das Eröffnungskonzert wird live auf Grossleinwand übertragen.

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Konzert

Chor und Orchester des Music Camp von LUCERNE FESTIVAL | Wirth | Carrio

Familienkonzert Music Camp

Orchester des Music Camp von LUCERNE FESTIVAL
Chor des Music Camp von LUCERNE FESTIVAL
Gerald Wirth, Dirigent
Hugo Carrio, Dirigent


«Superar Suisse meets Sinfonía por el Perú»
Traditionelle Musik aus den Alpen und den Anden für Chor und Orchester

Für alle ab 7 Jahren

Kinder und Jugendliche zur Musik zu ermutigen und ihnen Werte wie Solidarität, Harmonie und gegenseitige Verantwortung zu vermitteln – das ist der Ansatz von Superar Suisse, inspiriert vom El Sistema-Gründer José Antonio Abreu. Zum zweiten Mal präsentieren wir im Rahmen des Sommer-Festivals ein aussergewöhnliches Projekt: Rund 80 Teilnehmer von Superar Suisse und aus dem peruanischen Partnerprogramm «Sinfonía por el Perú», das der Tenor Juan Diego Flórez gegründet hat, bilden in Luzern eine internationale Orchestergemeinschaft. Und nicht nur das: Sie treffen auch auf Mitglieder des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA und treten am Eröffnungswochenende im grossen Konzertsaal des KKL Luzern auf – eine einmalige, motivierende Erfahrung. 2019 wird das Music Camp um einen grossen Chor von Superar Suisse, Superar Austria und Sinfonía por el Perú erweitert: Gerald Wirth, der künstlerische Leiter der Wiener Sängerknaben, und sein peruanischer Kollege Hugo Carrio erarbeiten mit den jungen Instrumentalisten und Sängern eine Matinee, die zwei Bergregionen in einen Dialog treten lässt – mit traditioneller Musik aus den Alpen und den Anden.

In Kooperation mit Superar Suisse

Mit freundlicher Unterstützung von:
COMPENSA Wälzlager und Komponenten in Wien
Stiftung Musikpädagogisches Forschungszentrum Vitznau
Verein Freunde Juan Diego Flórez

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Konzert

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Riccardo Chailly | Denis Matsuev

Sinfoniekonzert 1

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA
Riccardo Chailly, Dirigent
Denis Matsuev, Klavier


Sergej Rachmaninow (1873–1943)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Wenn es um Sergej Rachmaninows Klaviermusik geht, dann ist Denis Matsuev eine allererste Adresse. So empfand es auch der Enkel des Meisters, Alexander Rachmaninow: Er lud den russischen Pianisten ein, die Werke seines Grossvaters auf dessen eigenem Flügel einzuspielen, einem ungewöhnlich langen, grossen Steinway, der sich bis heute in Rachmaninows Villa «Senar» am Vierwaldstättersee befindet. Mit dem Dritten Klavierkonzert nimmt sich Matsuev nun den schwersten Brocken aus dem Rachmaninow-Repertoire vor, das berüchtigte «Konzert für Elefanten», wie es der Komponist selbst nannte. Um die verhängnisvolle Macht des Schicksals geht es nach der Pause, in Tschaikowskys Vierter Sinfonie. Denn allein das Fatum, so glaubte der Komponist, sei verantwortlich dafür, wie unser Leben verläuft. Sein persönliches Schicksal war die Homosexualität, die unter Strafe stand im zaristischen Russland und ihn um seine bürgerliche Existenz fürchten liess. In der Vierten wird das «Fatum» von einer martialischen, bohrenden Blechbläserfanfare verkörpert, die das Werk eröffnet und im weiteren Verlauf mehrfach wiederkehrt.

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Konzert

Mivos Quartet | Saul Williams | Thomas Kessler

Late Night 1

Mivos Quartet: Olivia de Prato, Violine | Maya Bennardo, Violine | Victor Lowrie Tafoya, Viola | Tyler J. Borden, Violoncello
Saul Williams Sprecher
Thomas Kessler Klangregie
Thomas Kessler (*1937)
Streichquartett mit Live-Elektronik
Saul Williams (*1972)
Solo-Performance
Thomas Kessler (*1937)
NGH WHT für Sprecher und Streichquartett

Zu Beginn des neuen Jahrtausends, mit Mitte sechzig, wagte «composer-in-residence» Thomas Kessler noch einmal etwas ganz Neues: Er fusionierte Rap und zeitgenössische Musik. Ausgangspunkt war seine Begegnung mit dem US-Poeten Saul Williams, einem der Gründungsväter der Spoken-Word-Bewegung. NGH WHT ist die zweite Zusammenarbeit der beiden: Kessler vertonte Williams’ Gedicht, in dem es «um die Ursprünge des Hip-Hop, die Essenz des Widerstands geht», nicht in herkömmlicher Weise. Vielmehr «übersetzte» er Williams’ Sprach-Staccato direkt in Musik: «Das Streichquartett folgt seiner atemlosen Rezitation wie einer Synchronspur», erklärt der Komponist, «in einem Tempo, in welchem das Mitlesen des Textes sehr schwierig wäre.» Das amerikanische Mivos Quartet eröffnet die Late Night mit Kesslers 2013 entstandenem Streichquartett. Alle vier Musiker werden mit einem live-elektronischen Setup ausgestattet, können ihren Sound via Laptop also selbst steuern. Teilweise klängen sie wie «vier grosse Sinfonieorchester, die zwar nicht auf dem Podium sitzen, aber dennoch wirklich und real den Raum füllen», so Kessler.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Fondation Suisa
Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

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Konzert

Festival Strings Lucerne | Daniel Dodds | Dominik Fischer | Sylvia Zucker

Nachmittagskonzert

Festival Strings Lucerne
Daniel Dodds, Violine, Musikalische Leitung und Moderation
Dominik Fischer, Viola
Sylvia Zucker, Viola


Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Brandenburgisches Konzert B-Dur BWV 1051
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Präludium C-Dur op. 87 Nr. 1
Fassung für Streichorchester von Rudolf Baumgartner
Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie fis-Moll Hob. I:45 Abschiedssinfonie

Joseph Haydn wusste, wie man die Mächtigen zum Einlenken bringt. Als Kapellmeister der Fürstenfamilie Esterházy musste er Jahr für Jahr viele Monate in der Einöde der ungarischen Sümpfe verbringen, in Fertőd südlich des Neusiedler Sees, wo sich Nikolaus I., genannt der «Prachtliebende», sein Traumschloss erbaut hatte. Anders als seine Bediensteten wollte der Fürst dort am liebsten auch noch die Wintermonate verbringen – seine Musiker aber wünschten sich nach der langen Sommersaison, endlich ihre Familien in Wien oder Eisenstadt wiedersehen zu können. In der Abschiedssinfonie brachte Haydn diesen Wunsch «szenisch» zum Ausdruck. Er liess im Finale einen Musiker nach dem anderen seinen Part vorzeitig beenden, die Kerzen am Pult löschen und mit den Instrumenten vom Podium gehen, bis Nikolaus samt Hofstaat allein im dunklen Saal zurückblieb. Der Fürst verstand die Botschaft – und ordnete am nächsten Tag die Abreise an. Die Festival Strings Lucerne spielen diesen rebellischen Scherz in ihrem Konzert nach. Und erfreuen uns mit festlichen barocken und neobarocken Klängen von Johann Sebastian Bach und Dmitri Schostakowitsch.

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Konzert

West-Eastern Divan Orchestra | Daniel Barenboim | Anne-Sophie Mutter

Sinfoniekonzert 2

West-Eastern Divan Orchestra
Daniel Barenboim, Dirigent
Anne-Sophie Mutter, Violine


André Previn (1930–2019)
Violinkonzert («Anne-Sophie»), 3. Satz
Jean Sibelius (1865–1957)
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Aus Beethovens Siebter Sinfonie tönt die Französische Revolution: Die aufpeitschenden Rhythmen und Fanfaren dieser Musik, ihre mitreissende Euphorie, die sich am Ende bis zur Raserei steigert – es erscheint wie ein Spiegelbild der entfesselten Volksmassen, die gegen die Macht der Adelsklasse aufbegehrten. Kein Wunder, dass schon die Schriftstellerin Bettina von Arnim glaubte, zu den Klängen dieser Sinfonie «den Völkern mit fliegender Fahne voranziehen zu müssen». Für Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra hat Beethovens Siebte aber noch eine andere Bedeutung: Sie war das erste Werk, das sie 1999 einstudiert haben, unmittelbar nach Gründung dieses geradezu utopischen Orchesterprojekts, das die Religionen, Kulturen und Nationen verbindet. Zum 20. Geburtstag im Sommer 2019 steht die Siebte deshalb wieder auf dem Programm. Und mit der Geigerin Anne-Sophie Mutter stellt sich eine denkbar prominente Gratulantin ein. Sie spielt das hinreissende Violinkonzert des Finnen Jean Sibelius, das mit narkotisierend kristallinen Klängen, aber auch mit stampfenden Rhythmen uralte Rituale zu beschwören scheint. Und sie erinnert an den im Februar verstorbenen Komponisten, Dirigenten und Pianisten André Previn: mit dem Finale aus Previns für sie entstandenem Violinkonzert.

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Konzert

Leonidas Kavakos | Yuja Wang

Rezital 1 − Violine

Leonidas Kavakos, Violine
Yuja Wang, Klavier


Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Violinsonate B-Dur KV 454
Sergej Prokofjew (1891–1953)
Violinsonate Nr. 1 f-Moll op. 80
Béla Bartók (1881–1945)
Rhapsodie für Violine und Klavier Nr. 1 Sz 86
Richard Strauss (1864–1949)
Sonate Es-Dur für Violine und Klavier op. 18

Der griechische Geiger Leonidas Kavakos ist ein Ausnahmekünstler. Und zwar nicht nur, weil er auf seinem Instrument die schwierigsten Passagen mühelos meistert und den vier Saiten betörende Klänge entlocken kann. Kavakos ist auch deshalb besonders, weil er die gängigen Erwartungen unterläuft. Er hat sich Zeit gelassen mit seiner Karriere und geniesst es umso mehr, erst jetzt, mit Anfang fünfzig, den Zenit zu erreichen. Er setzt nicht auf den schalen Oberflächenreiz der «Teufelsgeiger», sondern hat seine eigene Definition von Virtuosität: «Das Wort kommt von ‹virtus› und heisst Tugend. Virtuosität hat nichts mit sehr schnell spielen zu tun. Es bedeutet, die Musik so darzubieten, dass das Publikum Zeit und Raum vergisst.» Da passt es gut, dass er seine Luzerner Residenz als «artiste étoile» nicht mit Orchester und einem der grossen Schlachtrösser des Repertoires beginnt, sondern mit einem Kammerkonzert. Seine Partnerin am Klavier ist die extravagante und extrovertierte Pianistin Yuja Wang – Feuer und Wasser, sollte man meinen. Aber Kavakos wiegelt ab. Alles sei eine Frage der Chemie: «Es ist ein echtes Vergnügen, mit ihr zu musizieren.»

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Kurs

Wolfgang Rihm | Gastdozenten

Composer Seminar, Kurspass

Teilnehmer des «Composer Seminar»
Wolfgang Rihm, Leitung
Dieter Ammann, Gastdozent
Sir George Benjamin, Gastdozent
Thomas Kessler, Gastdozent


Diskussion der ausgewählten Werke

«Man hört immer: ‹Die jungen Komponisten machen doch alle das Gleiche›. Ich erlebe hingegen unterschiedlichste Welten, als würden sie von verschiedenen Planeten stammen», beschreibt Wolfgang Rihm seinen Eindruck von der nachrückenden Komponistengeneration. Diese Vielfalt der Stimmen prägt auch das «Composer Seminar». Rihm will keine ästhetischen Dogmen vorgeben, sondern «die Artikulation des Eigenen» fördern. Weshalb er ganz bewusst «Komponisten aus verschiedenen Entwicklungs- und Bewusstseinszuständen» auswähle. «Ich suche Menschen zusammen, von denen ich glaube, dass eine Art Gespräch entstehen kann – ein Diskurs aufgrund verschiedener ästhetischer, kultureller Voraussetzungen.» An fünf öffentlichen Tagen diskutieren die Teilnehmer ihre Werke mit Rihm und seinem Co-Dozenten Dieter Ammann; als Gäste stossen Sir George Benjamin und «composer-in-residence» Thomas Kessler dazu. Anschliessend werden die Partituren – in diesem Sommer Werke für Streicher – vom JACK und vom Mivos Quartet einstudiert und am 1. September im Rahmen des grossen «Erlebnistags» präsentiert.

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Chamber Orchestra of Europe | Bernard Haitink | Anna Lucia Richter

Sinfoniekonzert 3

Chamber Orchestra of Europe
Bernard Haitink, Dirigent
Anna Lucia Richter, Sopran


Franz Schubert (1797–1828)
Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485
Gustav Mahler (1860–1911)
Sinfonie Nr. 4 G-Dur

«Er wirkt immer mehr wie der Erzvater Jakob, und alle die anderen, diese jungen Pult-Hüpfer von noch nicht einmal sechzig oder siebzig Jahren, sitzen wie Söhne zu seinen Füssen», urteilte Christian Wildhagen in der Neuen Zürcher Zeitung, als Bernard Haitink im vergangenen Sommer Mahlers Neunte Sinfonie dirigierte. Und Wildhagen gestand, dass es «wahrlich Anlass für ein bisschen Schwärmerei» gebe. Denn Haitink habe für einen Meilenstein in der Mahler-Rezeption gesorgt, habe sie dank seiner Reife und mit der Gelassenheit seines Alters auf eine neue Stufe gehoben. Das Glückserlebnis soll nicht ohne Fortsetzung bleiben: Mit diesem Konzert am Pult seines Lieblingsorchesters, des Chamber Orchestra of Europe, wird der nunmehr 90-jährige Haitink noch einmal die unerschöpfliche, unergründliche Vierte Sinfonie des Komponisten ausloten, die am Ende mittenmang ins Paradies führt. Paradiesische Klänge bietet aber auch schon der erste Teil des Abends, mit Schuberts Fünfter Sinfonie, einem beschwingten Jugendwerk, das alle Schwermut löst und das Ideal der lichten Schönheit beschwört.

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Konzert

Igor Levit

Rezital 2 − Klavier

Igor Levit, Klavier

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Klaviersonate f-Moll op. 2 Nr. 1
Klaviersonate As-Dur op. 26
Klaviersonate G-Dur op. 79
Klaviersonate C-Dur op. 53 Waldstein-Sonate

Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Mit diesem Rezital eröffnet Igor Levit, der wie kaum ein zweiter Musiker zum Nachdenken provoziert, musikalisch wie politisch, seinen Luzerner Zyklus mit allen 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens. Das Grossprojekt erstreckt sich über das Piano-Festival 2019 bis ins Jahr 2020, wenn die Musikwelt den 250. Geburtstag des Komponisten feiert. Für Levit ist Beethoven keine rein historische Grösse – er sei vielmehr hochaktuell, schliesslich habe schon er sich dieselben Fragen gestellt wie wir uns heute. «Das ist kein unerreichbarer Gott, dem wir uns nicht annähern dürfen», findet Levit. «Beethoven war Mensch, er hat Menschliches in Musik übersetzt.» Zum Auftakt präsentiert der 1987 in Russland geborene Pianist, der als Achtjähriger mit seiner Familie nach Deutschland übersiedelte, gleich einen seiner Favoriten: die Waldstein-Sonate. Deren Anfang empfindet er wie ein Naturereignis: «Weil er so bebt. Er ist ein Erdbeben. Herzschlag dreihundert. Es ist pures Leben.» Und ein Paradox zugleich, denn mit einem Mal könne das vibratolose Klavier sogar ein Vibrato intonieren.

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Konzert

Marianna Bednarska

Debut 1

Marianna Bednarska Perkussion (Preisträgerin «Prix Credit Suisse Jeunes Solistes»)

Iannis Xenakis (1922–2001)
Rebonds B für Schlagzeug
Philippe Hurel (*1955)
Loops II für Vibraphon
George Aperghis (*1945)
Le corps à corps
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Prélude aus der Suite D-Dur BWV 1012, arr. für Marimba
Andrew Thomas (*1939)
Merlin für Marimba
Bruno Mantovani (*1974)
Moi, Jeu … für Marimba
Mayke Nas (*1972)
Cinderella für High Heels
Jesús Torres (*1965)
Proteus für Schlagzeug

Alle zwei Jahre vergeben LUCERNE FESTIVAL, die Konferenz Musikhochschulen Schweiz (KMHS) und die Credit Suisse Foundation den mit 25.000 CHF dotierten «Prix Credit Suisse Jeunes Solistes», um hochbegabte Musikerinnen und Musiker auszuzeichnen, die in der Schweiz studieren. Die Gewinner werden in mehreren Runden ermittelt und müssen sich im Finale vor einer Fachjury präsentieren. 2019 hat Marianna Bednarska die Konkurrenz für sich entschieden: Die 1993 geborene polnische Perkussionistin, die ihre Ausbildung gegenwärtig in der Klasse von Philippe Spiesser an der Haute École de Musique Genève vervollkommnet, widmete sich im Vorspiel Werken von Iannis Xenakis, Michael Jarrell und Johann Sebastian Bach – und überzeugte die Juroren auf Anhieb. Ihre internationale Karriere hat längst begonnen, denn Marianna Bednarska ging bereits als Siegerin aus 21 Wettbewerben hervor, konzertierte in ganz Europa und trat in den USA mit dem International Chamber Orchestra of Washington auf. Und auch auf dem Plattenmarkt ist sie schon präsent, spielte sie doch alle vier Marimba-Konzerte von Anders Koppel ein.

Strebi-Stiftung Luzern - Partner «Debut»-Reihe

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Konzert

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Yannick Nézet-Séguin | Leonidas Kavakos

Sinfoniekonzert 4

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA
Yannick Nézet-Séguin, Dirigent
Leonidas Kavakos, Violine


Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Sinfonie Nr. 4 c-Moll op. 43

Als Dmitri Schostakowitsch am 28. Januar 1936 die Prawda aufschlug, traute er kaum seinen Augen: Auf Seite 3 fand er einen schrecklichen Verriss seiner Oper Lady Macbeth von Mzensk und musste lesen, dass er seine Hörer mit «Gepolter und Gekreisch» beleidigt und eine neurotische, kakophone Musik anstelle «schöner Lieder» geschrieben habe. Der Artikel veränderte sein ganzes Leben, denn fortan musste er fürchten, verhaftet, verschleppt oder gar ermordet zu werden: Schostakowitsch war zum Spielball der Machthaber geworden. Seine Vierte Sinfonie, die er zu genau dieser Zeit komponierte, musste er wegen ihrer avancierten Klangsprache zurückziehen; erst 1961, ein Vierteljahrhundert später, wurde sie uraufgeführt. Auch bei Beethovens Violinkonzert dauerte es rund 40 Jahre, bis sich das Werk im Repertoire durchsetzen konnte – für zu lang, zu konfus und zu wenig glanzvoll hielten es die Zeitgenossen. Yannick Nézet-Séguin, der charismatische Chef der New Yorker Metropolitan Opera, dirigiert bei seinem Einstand am Pult des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA diese beiden Meisterwerke, denen so lange Unrecht widerfuhr.

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Konzert

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Mivos Quartet u.a.

40min 1


Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY
Mivos Quartet: Olivia de Prato, Violine | Maya Bennardo, Violine | Victor Lowrie Tafoya, Viola | Tyler J. Borden, Violoncello
Saul Williams Sprecher
Thomas Kessler Komponist

«Sprachmusik: Spoken Words mit neuen Klängen»

Klassik ganz unkompliziert: Wenn der Arbeitstag vorbei ist, der Abend aber noch nicht richtig begonnen hat – dann ist Zeit für Musik. Genauer: für 40 Minuten Musik. Immer um 18.20 Uhr, vor den «grossen» Sinfoniekonzerten also, stellen sich in der Reihe «40min» ausgewählte Festivalkünstler vor. Der Eintritt ist frei, einen Dresscode gibt’s nicht, und auch Vorwissen ist nicht nötig. Denn die Künstler machen nicht nur Musik, sondern schlüpfen auch in die Rolle des Moderators und erklären, was sie da spielen und warum sie es so und nicht anders spielen. Schnuppern Sie doch mal rein!

Eintritt frei

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Shanghai Symphony Orchestra | Long Yu | Frank Peter Zimmermann

Sinfoniekonzert 5

Shanghai Symphony Orchestra
Long Yu, Dirigent
Frank Peter Zimmermann, Violine


Qigang Chen (*1951)
Wu Xing (Die fünf Elemente)
Sergej Prokofjew (1891–1953)
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 D-Dur op. 19
Sergej Rachmaninow (1873–1943)
Sinfonische Tänze op. 45

Das Erste Violinkonzert von Sergej Prokofjew öffnete dem Geiger Frank Peter Zimmermann die Tür zur grossen Karriere: Schon mit zehn Jahren war es sein Lieblingskonzert, hörte er es immer wieder mit David Oistrach auf Schallplatte. Später stellte er sich mit diesem Werk auf den wichtigsten internationalen Konzertpodien vor, nahm es 1987 mit Lorin Maazel auch selbst auf. «Komischerweise war es dann für mich zwei Jahrzehnte völlig weg, da wurden andere Dinge wichtiger», erzählt Zimmermann, «aber jetzt ist es zu mir zurückgekommen, und ich bin überglücklich, es wieder zu spielen.» In Luzern wird er das Prokofjew-Konzert gemeinsam mit dem Shanghai Symphony Orchestra unter Long Yu aufführen, die vor zwei Jahren ihr vielbeachtetes Debut beim Festival gaben. Mit Sergej Rachmaninows Sinfonischen Tänzen nehmen sie sich ein Stück hoch-virtuoser, fesselnder Orchesterliteratur vor: Entstanden vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, ruft Rachmaninow hier mit Zitaten aus der Sequenz des Dies irae und der orthodoxen Liturgie in Erinnerung, dass es noch

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Konzert

Heinz Holliger | Jon Roskilly | Gilles Grimaître u.a.

Moderne 1

Heinz Holliger, Oboe
Jon Roskilly, Posaune
Gilles Grimaître, Klavier
Studierende der Hochschule Luzern – Musik: Corentin Marillier, Schlagzeug und Stimme | Luca Marty, Gitarre | Alice Hohberger, Stimme | Magdalena Irmann, Stimme
Thomas Kessler Klangregie


Thomas Kessler (*1937)
Control-Zyklus
Werke für Solo-Instrumente und Live-Elektronik

In Zusammenarbeit mit dem Studio für zeitgenössische Musik der Hochschule Luzern – Musik

Einführung in den Control-Zyklus mit Thomas Kessler im Konzert

So wie der Einsatz von Stahl und Beton die Architektur grundlegend verändert hat, so eröffnete die elektronische Musik dem Komponieren völlig neue Möglichkeiten. Der Schweizer Thomas Kessler war einer ihrer Pioniere: Ende der 1960er Jahre leitete er in Berlin das legendäre Electronic Beat Studio, später baute er das Basler Studio für elektronische Musik auf. In seiner ab 1974 entstandenen Werkreihe Control lotet Kessler das Zusammenspiel unterschiedlichster Soloinstrumente mit Synthesizer, Sampler und Computer aus. Dabei steuert der Solist die elektronische Klangumwandlung seines Spiels selbst, indem er «seine Spieltechnik und Reaktionsfähigkeit ohne Hilfe eines zusätzlichen Assistenten auch auf die elektronischen Instrumente» überträgt. Selbstverständlich darf Kesslers wegweisender Control-Zyklus in seiner Werkschau als «composer-in-residence» nicht fehlen. Er erarbeitet ihn mit Studierenden der Hochschule Luzern – Musik und Solisten wie Heinz Holliger oder Jon Roskilly, mit denen er Neufassungen von Oboe Control und Trombone Control entwickelt und bei LUCERNE FESTIVAL aus der Taufe heben wird.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Fondation Suisa
Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

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Konzert

Open-Air-Überraschungskonzert

Zu Gast bei der Buvette

Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

LUCERNE FESTIVAL ist mehr als nur das abendliche Sinfoniekonzert: Auf dem Luzerner Inseli etwa erwarten Sie Open-Air-Programme mit Musikern der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY vor einer traumhaften Kulisse – an drei Samstagen während des Sommer-Festivals.

Eintritt frei

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Konzert

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA | Riccardo Chailly

Sinfoniekonzert 6

LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA
Riccardo Chailly, Dirigent


Gustav Mahler (1860–1911)
Sinfonie Nr. 6 a-Moll

Mit seiner Sechsten Sinfonie schuf Gustav Mahler ein prophetisches Werk. Davon war Mahlers Witwe Alma fest überzeugt und behauptete, er habe hier «sein Leben ‹anticipando musiziert›». Denn im Finale wollte Mahler ursprünglich dreimal einen gigantischen Hammer niedersausen lassen, für Alma ein Sinnbild der drei Schicksalsschläge, die ihn bald darauf ereilen sollten: der Verlust seines Jobs als Wiener Hofoperndirektor, der Tod seiner kleine Tochter Maria und die Diagnose seines tödlichen Herzleidens. Zwar hat der abergläubische Mahler später den dritten Hammerschlag getilgt, doch die Botschaft bleibt apokalyptisch: Nimmt diese Musik die Tragödien des 20. Jahrhunderts vorweg, die Kriege, den Holocaust? Oder beschwört sie die Zertrümmerung der klassischen musikalischen Formenwelt herauf? Für Riccardo Chailly berührt Mahlers Sinfonie «die verschiedensten Gefühlswelten: mit ihrer Düsterkeit und ihrem visionären Zuschnitt, mit dem Rhythmus von Trauermärschen oder mit lyrischer Ekstase. Mahler gibt einfach jedem die Möglichkeit, sich in diese Klangwelten einzufühlen und sie gemeinsam mit ihm zu durchleben.»

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Konzert

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Saul Williams u.a.

Late Night 2

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY
Mivos Quartet: Olivia de Prato, Violine | Maya Bennardo, Violine | Victor Lowrie Tafoya, Viola | Tyler J. Borden, Violoncello
Slamchor
David Fulmer, Dirigent (Utopia III)
Joachim Haas (SWR Experimentalstudio), Klangregisseur für die Einstudierung von Utopia III
Ruth Reinhardt, Dirigentin (… said the shotgun to the head)
Saul Williams, Sprecher


Thomas Kessler (*1937)
Utopia III für Orchester (in fünf Gruppen) und multiple Live-Elektronik
… said the shotgun to the head für Slammer, Slamchor und Orchester

Einführung zu Utopia III mit Thomas Kessler zu Beginn des Konzerts

In seinem grossen Orchesterstück Utopia III von 2016 unterläuft Thomas Kessler die gängigen Machtverhältnisse. Denn er verzichtet auf einen übergeordneten Klangregisseur und überträgt die Verantwortung für die live-elektronische Modulation direkt an die Musikerinnen und Musiker, die er allesamt mit iPads, Mikrofonen und Lautsprechern ausstattet. So entstehe ein «noch nie gehörter Gesamtklang». Utopia III ist Kesslers dritte Auseinandersetzung mit diesem neuen Orchesterkonzept und erweitert es zur Raummusik: Die Musiker sind in fünf Gruppen im ganzen Konzertsaal verteilt. Mit … said the shotgun to the head begann Kessler 2003 seine Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Slam-Poeten Saul Williams: «Saul sprach etwa die Hälfte des halbstündigen Textes in seinem unverkennbaren Stil auswendig auf ein Aufnahmegerät. Fast die ganze Komposition habe ich aus der Sprachmelodik und -rhythmik seiner Stimme abgeleitet, die ich zum Teil auch mit Hilfe von Computerprogrammen analysiert habe», so Kessler. Für den Chor, der Saul Williams zur Seite steht, kommen ausgewählte Schweizer Slam-Poeten zusammen.

Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

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Konzert

Igor Levit

Rezital 3 − Klavier

Igor Levit, Klavier

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Klaviersonate Fis-Dur op. 78
Klaviersonate Es-Dur op. 7
Klaviersonate E-Dur op. 14 Nr. 1
Klaviersonate G-Dur op. 14 Nr. 2
Klaviersonate Es-Dur op. 81a Les Adieux

32 Klaviersonaten hat Ludwig van Beethoven komponiert, aber keineswegs alle davon werden regelmässig im Konzertsaal dargeboten. Ein kompletter Beethoven-Zyklus, wie ihn Igor Levit 2019 und 2020 bei LUCERNE FESTIVAL aufführt, bietet deshalb die einzigartige Chance, auch jene Sonaten zu hören, die unverdientermassen in den Hintergrund gedrängt worden sind. Und was gibt es da nicht alles zu entdecken! Zum Beispiel Beethovens Opus 78, das er seiner eins- tigen Schülerin und Favoritin Therese von Brunsvik widmete, ein «ungeheures Werk», wie Levit glaubt: «Fis-Dur, komische Tonart. Wer schreibt schon ein Stück in Fis-Dur? Die Sonate ist zum Teil richtiger Schubert. Sie ist wahnsinnig ekelhaft zu spielen, wirklich schwer», gesteht er und verweist auf den «aufmüpfigen, unbescheidenen» zweiten Satz mit seinem ständigen Wechsel zwischen Dur und Moll. Wie Beethoven wurde, was er ist, glaubt Levit vor allem in der grossen Es-Dur-Sonate op. 7 zu erkennen: Dort sei der «Impetus des eigenen Ichs» erstmals voll ausgeprägt, «ein neuer Ton, eine neue Zeit, ein neues Zeitgefühl, eine neue Intensität».

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Disskusion

«Kunst und Politik»

Podiumsdiskussion

«Kunst und Politik»
zum 30-jährigen Bestehen von suisseculture

Podiumsdiskussion mit
Andrea Gmür-Schönenberger, Dr. Bernhard Pulver, Etrit Hasler und Käthi Gohl
Karin Salm, Moderation
Lakritzer, Intervention


Der Ruf nach einem direkten politischen Engagement von Kunst und Kultur ist alt. Die Kultur soll sich kritisch in politische Diskussionen einmischen: Darin sind sich alle einig – zumindest solange die Kritik nicht allzu rigoros ausfällt. Tatsächlich pflegen Kunst und Kultur eine andere Wahrnehmung als der oft juristisch geprägte politische Pragmatismus. In diesem Sinne erweitern Kunst und Kultur den Diskurs. Sie nehmen überraschende Perspektiven ein und machen das Grundmenschliche erfahrbar. Deshalb wirken Kunst und Kultur als eine Gegenkraft zur Macht des Faktischen, ja vielleicht sogar als eine fünfte Macht im Staat. Dafür honoriert die Politik die Künste mit ihrer öffentlichen Kulturförderung. Oder haben die beiden Dinge nichts miteinander zu tun? Gäste aus Politik und Kultur diskutieren miteinander über das Verhältnis von Kultur und Politik.

Eintritt frei

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Konzert

Vokalensemble und Orchester des Collegium Musicum Luzern | Pascal Mayer | Solisten

Gottesdienst zum Kirchweihfest

Vokalensemble und Orchester des Collegium Musicum Luzern
Pascal Mayer, Dirigent
Rebekka Bräm, Sopran
Ursina Patzen, Alt
Remy Burnens, Tenor
Alexandre Beuchat, Bass


Joseph Haydn (1732–1809)
Missa in angustiis Hob. XXII.11 Nelsonmesse

Eintritt frei

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Konzert

Gewandhausorchester Leipzig | Andris Nelsons

Sinfoniekonzert 7

Gewandhausorchester Leipzig
Andris Nelsons, Dirigent


Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108
(Fassung von Robert Haas)

Anton Bruckner wusste, dass er alles allein der Macht Gottes verdankte. «Unter Tausenden hat mich Gott begnadigt und dies Talent mir, gerade mir gegeben», verkündete er. «Ihm muss ich einmal Rechenschaft ablegen.» Seine Achte Sinfonie löst diesen Vorsatz mit der markerschütternden Gewalt ihrer Themen und dramatischen Steigerungskurven, mit choralartigen Hymnen, aber auch mit der überirdischen Schönheit immaterieller Klänge ein: Von tiefer Verzweiflung bis zu religiöser Verzückung spannt sich der Bogen. «Bruckner beschäftigten dieselben existentiellen Fragen und Zweifel wie uns alle – und darum hat uns seine Musik gerade heute so viel zu sagen», glaubt Andris Nelsons und vergleicht den Effekt mit einer Pilgerreise. «Er lädt uns ein, ihn zu begleiten und mit ihm unseren Lebensweg fortzusetzen, um nach Menschlichkeit, Liebe und Mitgefühl zu suchen. Bruckners Musik wendet sich nicht an eine bestimmte Altersgruppe oder Religion, sondern spricht zu allen Menschen, sie schenkt uns einen Blick ins Universum. Und ich fühle, wie sie mich Gott näherbringt.»

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Konzert

Mahler Chamber Orchestra | Jakub Hrůša

40min 2

Mahler Chamber Orchestra
Jakub Hrůša, Dirigent


«Zeit für Romantik – mit dem Mahler Chamber Orchestra»

Klassik ganz unkompliziert: Wenn der Arbeitstag vorbei ist, der Abend aber noch nicht richtig begonnen hat – dann ist Zeit für Musik. Genauer: für 40 Minuten Musik. Immer um 18.20 Uhr, vor den «grossen» Sinfoniekonzerten also, stellen sich in der Reihe «40min» ausgewählte Festivalkünstler vor. Der Eintritt ist frei, einen Dresscode gibt’s nicht, und auch Vorwissen ist nicht nötig. Denn die Künstler machen nicht nur Musik, sondern schlüpfen auch in die Rolle des Moderators und erklären, was sie da spielen und warum sie es so und nicht anders spielen. Schnuppern Sie doch mal rein!

Eintritt frei

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Konzert

Gewandhausorchester Leipzig | Andris Nelsons | Sir András Schiff

Sinfoniekonzert 8

Gewandhausorchester Leipzig
Andris Nelsons, Dirigent
Sir András Schiff, Klavier


Béla Bartók (1881–1945)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 Sz 119
Claude Debussy (1862–1918)
La Mer
Igor Strawinsky (1882–1971)
Konzertsuite aus dem Märchenballett Der Feuervogel (Fassung von 1919)

Drei Klassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts präsentieren Andris Nelsons und sein fabelhaftes Gewandhausorchester in ihrem zweiten Luzerner Programm. Und beweisen damit, wie vielfältig, sinnlich und betörend schön die Musik dieser Epoche sein kann. Strawinskys erster Welterfolg, Der Feuervogel, speist sein ohrwurmträchtiges Melos aus der russischen Volksmusik und kleidet es dabei in die schillerndsten Orchesterklänge. Debussys La Mer spiegelt plastisch die rauschenden Wogen, das Schäumen der Gischt und die oszillierenden Farben des Wassers, mit unendlichen Varianten der Motive, denn keine Welle gleicht der anderen. Béla Bartóks Drittes Klavierkonzert aber, das der Komponist 1945 zu Papier brachte, gewissermassen im Wettlauf mit dem Tod, beschwört in seinem bewegenden Mittelsatz, dem «Adagio religioso», noch einmal die Magie der unberührten Natur, die Bartók fern der ungarischen Heimat, in seinem New Yorker Exil, so schmerzlich vermisste. Sir András Schiff wird dieses kompositorische Vermächtnis in allen Facetten ausloten und seinem grossen Landsmann und Idol damit die Reverenz erweisen.

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Konzert

Jess Gillam | Zeynep Özsuca

Debut 2

Jess Gillam, Saxophon
Zeynep Özsuca, Klavier


Anna Clyne (*1980)
Neues Werk für Saxophon und Elektronik
Schweizer Erstaufführung
Béla Bartók (1881–1945)
Rumänische Volkstänze Sz 56
Alessandro Marcello (1673–1747)
Concerto d-Moll für Oboe, Streicher und Basso continuo
Bearbeitung für Saxophon und Klavier
Rudy Wiedoeft (1893–1940)
Valse Vanité für Altsaxophon und Klavier
Benjamin Britten (1913–1976)
Temporal Variations
Darius Milhaud (1892–1974)
Scaramouche op. 165b
Kurt Weill (1900–1950)
Je ne t’aime pas
Francis Poulenc (1899–1963)
Sonate für Oboe und Klavier op. 185
Fassung für Saxophon
John Harle (*1956)
RANT!
Schweizer Erstaufführung

Eigentlich sollte sie nur eine Nebenrolle spielen bei der berühmten «Last Night of the Proms» im September 2018, sollte den «Sidekick» geben für den Stargast, den Bariton Gerald Finley. Aber Jess Gillam kam, spielte und siegte. «Eine Saxophonistin stiehlt allen die Show», titelte daraufhin BBC News. «Sie mag erst 20 Jahre alt sein, doch Jess Gillam war das unstrittige Highlight des Abends.» Dieser Auftritt, verfolgt von einem internationalen Millionenpublikum am Fernseher, mag ihr spektakulärster Erfolg gewesen sein – ihr erster war es nicht. Bereits 2016 gewann Jess Gillam den Holzbläser-Wettbewerb beim «BBC Young Musician of the Year», trat in der Folge mit mehreren Orchestern der BBC auf und konzertierte als Solistin auch mit den Göteborger Sinfonikern, dem Tampere Philharmonic, der Manchester Camerata, der Royal Northern Sinfonia und, in der Schweiz, mit dem Argovia Philharmonic. Das Plattenlabel Decca nahm Gillam exklusiv unter Vertrag, und 2018 wurde ihr obendrein der «Classical Brit Award» verliehen. In Luzern debutiert sie nun mit einem abwechslungsreichen Programm vom barocken Konzert bis zum Chanson.

Strebi-Stiftung Luzern - Partner «Debut»-Reihe

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Konzert

Musikgruppen aus aller Welt

Eröffnungsanlass «In den Strassen»

Erweitern wir unseren Horizont! Denn Musik ist Vielfalt – das zeigt «In den Strassen», das Weltmusik-Festival im Festival. Zum bereits fünfzehnten Mal nehmen wir Sie mit auf eine klingende Reise rund um den Globus: Vom 27. August bis zum 1. September spielen acht internationale Musikgruppen in den Gassen und auf den Plätzen der Luzerner Altstadt für Sie auf und sorgen allabendlich von 18.00 bis 22.00 Uhr für ein buntes Musikspektakel (am Samstag und Sonntag auch tagsüber). Das Eröffnungs- und das Abschlusskonzert finden auf dem Europaplatz statt, direkt vor dem KKL Luzern. Bei schlechtem Wetter werden die Darbietungen an geschützte Orte verlegt.

Eintritt frei

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Konzert

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | David Fulmer | Ruth Reinhardt

40min 3

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY
David Fulmer, Dirigent
Ruth Reinhardt, Dirigentin


«Surprise! Entdeckungen mit Orchester»

Klassik ganz unkompliziert: Wenn der Arbeitstag vorbei ist, der Abend aber noch nicht richtig begonnen hat – dann ist Zeit für Musik. Genauer: für 40 Minuten Musik. Immer um 18.20 Uhr, vor den «grossen» Sinfoniekonzerten also, stellen sich in der Reihe «40min» ausgewählte Festivalkünstler vor. Der Eintritt ist frei, einen Dresscode gibt’s nicht, und auch Vorwissen ist nicht nötig. Denn die Künstler machen nicht nur Musik, sondern schlüpfen auch in die Rolle des Moderators und erklären, was sie da spielen und warum sie es so und nicht anders spielen. Schnuppern Sie doch mal rein!

Eintritt frei

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Musikgruppen aus aller Welt

In den Strassen

Erweitern wir unseren Horizont! Denn Musik ist Vielfalt – das zeigt «In den Strassen», das Weltmusik-Festival im Festival. Zum bereits fünfzehnten Mal nehmen wir Sie mit auf eine klingende Reise rund um den Globus: Vom 27. August bis zum 1. September spielen acht internationale Musikgruppen in den Gassen und auf den Plätzen der Luzerner Altstadt für Sie auf und sorgen allabendlich von 18.00 bis 22.00 Uhr für ein buntes Musikspektakel (am Samstag und Sonntag auch tagsüber). Das Eröffnungs- und das Abschlusskonzert finden auf dem Europaplatz statt, direkt vor dem KKL Luzern. Bei schlechtem Wetter werden die Darbietungen an geschützte Orte verlegt.

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Konzert

Mahler Chamber Orchestra | Jakub Hrůša | Emmanuel Pahud

Sinfoniekonzert 9

Mahler Chamber Orchestra
Jakub Hrůša, Dirigent
Emmanuel Pahud, Flöte


Felix Mendelssohn (1809–1847)
Die Hebriden oder Die Fingalshöhle. Konzertouvertüre op. 26
Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791)
Flötenkonzert G-Dur KV 313 (285c)
Robert Schumann (1810–1856)
Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Mitte der 1840er Jahre lasteten die düsteren Mächte der Seele schwer auf Robert Schumann: Er zweifelte an sich selbst, wurde von Halluzinationen oder neurotischen Ängsten geplagt und litt auch darunter, im Schatten seiner Ehefrau Clara, der gefeierten Pianistin, zu stehen. Aus der Krise befreien konnte er sich durch die Komposition seiner Zweiten Sinfonie, einem Werk «aus dunkler Zeit», das am Ende zu einem glücklichen Schluss findet. Wie man innere Widerstände überwindet und der Macht des Unwillens trotzt, das zeigte auch Wolfgang Amadé Mozart mit seinen Konzerten für die Flöte, einem Instrument, das er nicht leiden konnte. Doch gerade dem G-Dur-Konzert KV 313 hört man diese Abneigung in keinem Takt an – und schon gar nicht, wenn es von einem Meister seines Fachs wie dem Schweizer Emmanuel Pahud, dem Soloflötisten der Berliner Philharmoniker, gespielt wird. Am Pult des Mahler Chamber Orchestra debutiert der Tscheche Jakub Hrůša beim Festival, Schüler von Jiří Bĕlohlávek und Chef der Bamberger Symphoniker, der weltweit für Furore sorgt und als einer der besten Dirigenten der jungen Generation gefeiert wird.

Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu.

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Konzert

Musikgruppen aus aller Welt

In den Strassen

Erweitern wir unseren Horizont! Denn Musik ist Vielfalt – das zeigt «In den Strassen», das Weltmusik-Festival im Festival. Zum bereits fünfzehnten Mal nehmen wir Sie mit auf eine klingende Reise rund um den Globus: Vom 27. August bis zum 1. September spielen acht internationale Musikgruppen in den Gassen und auf den Plätzen der Luzerner Altstadt für Sie auf und sorgen allabendlich von 18.00 bis 22.00 Uhr für ein buntes Musikspektakel (am Samstag und Sonntag auch tagsüber). Das Eröffnungs- und das Abschlusskonzert finden auf dem Europaplatz statt, direkt vor dem KKL Luzern. Bei schlechtem Wetter werden die Darbietungen an geschützte Orte verlegt.

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Konzert

Berliner Philharmoniker | Rundfunkchor Berlin | Kirill Petrenko | Solisten

Sinfoniekonzert 10

Berliner Philharmoniker
Rundfunkchor Berlin (Gijs Leenaars Einstudierung)
Kirill Petrenko, Dirigent
Marlis Petersen, Sopran
Elisabeth Kulman, Alt
Benjamin Bruns, Tenor
Kwangchul Youn, Bass


Alban Berg (1885–1935)
Sinfonische Stücke aus der Oper Lulu
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125

«Alle Menschen werden Brüder»: Kaum ein anderes Werk verkündet so dezidiert eine politische Vision wie Beethovens Neunte, die im Schlusssatz Schillers Gedicht An die Freude vertont. Kein zweites aber wurde so sehr für die Zwecke der Macht vereinnahmt wie eben diese Sinfonie, und das von verschiedensten Seiten. Die Sozialisten liessen sie als Triumphgesang der kämpfenden Arbeiterklasse ertönen, den Nazis diente sie als Projektionsfläche für das siegesbewusste Deutschtum, die EU wählte den Finalgesang als Hymne, um das vereinte Europa zu feiern. Auch für die Berliner Philharmoniker ist «die Neunte» in diesem Sommer mit einem besonderen Anlass verknüpft, eröffnet Kirill Petrenko mit ihr doch offiziell seine Amtszeit als neuer Chefdirigent – an der Spree wie auch am Vierwaldstättersee. Als nicht minder passender Beitrag zum Festival- thema «Macht» erklingt zuvor ein «Medley» aus Alban Bergs Oper Lulu. Deren Titelheldin ist eine Domina, eine Art weiblicher Don Juan, die alles, was sich ihr nähert, anzieht wie ein Magnet und in den Untergang reisst. Lulu, «das wahre, das wilde schöne Tier», wie es in der Textvorlage heisst.

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Konzert

Trio Eclipse

Debut 3

Trio Eclipse:
Lionel Andrey, Klarinette
Sebastian Braun, Violoncello
Benedek Horváth, Klavier


Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Trio B-Dur für Klavier, Klarinette und Violoncello op. 11 Gassenhauer-Trio
Johannes Brahms (1833–1897)
Klarinettentrio a-Moll op. 114
Thomas Demenga (*1954)
summer breeze II
Uraufführung
George Gershwin (1898–1937)
An American in Paris
(Bearbeitung für Klavier, Klarinette und Violoncello von Stefan Schröter)

An allem hatte Ludwig van Beethoven Schuld. Denn hätte der nicht im Jahr 1797 ein Werk für die ungewöhnliche Besetzung von Klarinette, Violoncello und Klavier komponiert, das populäre Gassenhauer-Trio, dann würde es das Trio Eclipse wohl nicht geben. So aber schlossen sich drei junge Solisten an der Musik-Akademie Basel zu einem Ensemble zusammen, das sich ganz dem charmanten Dreiklang dieser Instrumente verschrieben hat: Lionel Andrey aus Lausanne, Sebastian Braun aus Winterthur und Benedek Horváth aus Budapest. Das Ergebnis konnte sich hören lassen. Rasch wurden die Drei mit allerlei Preisen dekoriert, so etwa 2016 beim Orpheus-Kammermusikwettbewerb oder 2017 bei der «Osaka International Chamber Music Competition», und traten bei vielen renommierten Festivals auf. Nun ist Luzern an der Reihe. Neben den beiden berühmten Originalwerken, die Beethoven und Brahms für die Konstellation komponiert haben, präsentiert das Trio Eclipse auch eine Novität von Thomas Demenga, bei dem die drei Musiker studierten. Und als «Rausschmeisser» spielen sie eine pfiffige Bearbeitung von Gershwins swingendem American in Paris.

Strebi-Stiftung Luzern - Partner «Debut»-Reihe

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Konzert

Musikgruppen aus aller Welt

In den Strassen

Erweitern wir unseren Horizont! Denn Musik ist Vielfalt – das zeigt «In den Strassen», das Weltmusik-Festival im Festival. Zum bereits fünfzehnten Mal nehmen wir Sie mit auf eine klingende Reise rund um den Globus: Vom 27. August bis zum 1. September spielen acht internationale Musikgruppen in den Gassen und auf den Plätzen der Luzerner Altstadt für Sie auf und sorgen allabendlich von 18.00 bis 22.00 Uhr für ein buntes Musikspektakel (am Samstag und Sonntag auch tagsüber). Das Eröffnungs- und das Abschlusskonzert finden auf dem Europaplatz statt, direkt vor dem KKL Luzern. Bei schlechtem Wetter werden die Darbietungen an geschützte Orte verlegt.

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Konzert

Many Many Oboes

40min 4

mit Matthias Arter, Martin Bliggenstorfer, Valentine Collet, Heinz Holliger, Béatrice Laplante und Béatrice Zawodnik

«Many Many Oboes: Musette, Lupophon & Co.»

Klassik ganz unkompliziert: Wenn der Arbeitstag vorbei ist, der Abend aber noch nicht richtig begonnen hat – dann ist Zeit für Musik. Genauer: für 40 Minuten Musik. Immer um 18.20 Uhr, vor den «grossen» Sinfoniekonzerten also, stellen sich in der Reihe «40min» ausgewählte Festivalkünstler vor. Der Eintritt ist frei, einen Dresscode gibt’s nicht, und auch Vorwissen ist nicht nötig. Denn die Künstler machen nicht nur Musik, sondern schlüpfen auch in die Rolle des Moderators und erklären, was sie da spielen und warum sie es so und nicht anders spielen. Schnuppern Sie doch mal rein!

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Konzert

Berliner Philharmoniker | Kirill Petrenko | Patricia Kopatchinskaja

Sinfoniekonzert 11


Berliner Philharmoniker
Kirill Petrenko Dirigent
Patricia Kopatchinskaja Violine
Arnold Schönberg (1874–1951)
Konzert für Violine und Orchester op. 36
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64

Anfang der 1920er Jahre erfand Arnold Schönberg die Zwölftonlehre und glaubte, damit «die Vorherrschaft der deutschen Musik für die nächsten hundert Jahre gesichert» zu haben. Doch die Deutschen wussten es ihm schlecht zu danken. Als 1933 die Nazis die Macht ergriffen, trieben sie den Wiener Komponisten, der als Professor in Berlin lehrte, ins amerikanische Exil. Dort schuf er sein Violinkonzert, nach den Regeln der Zwölftontechnik, aber das war Schönberg gar nicht so wichtig – ihm ging es vielmehr um tiefe Empfindungen, um «den Blutkreislauf und das Nervensystem» seiner Musik. Patricia Kopatchinskaja und Kirill Petrenko nehmen ihn beim Wort, sie musizieren einen «funkelnden und verführerischen» Schönberg, wie die Süddeutsche Zeitung befand, wodurch sich das Stück «zu einem Verwandten des süffigen Tschaikowsky-Konzerts verwandelt». Tschaikowsky in Reinkultur bieten die Berliner Philharmoniker im zweiten Teil mit der Fünften Sinfonie, die den Komponisten erneut im Kampf gegen die Macht des Schicksals zeigt. Diesmal sogar mit Happy End. Aber sein letztes Wort als Sinfoniker hatte Tschaikowsky noch nicht gesprochen …

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Konzert

Musikgruppen aus aller Welt

In den Strassen

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Konzert

Mariinsky Orchestra | Valery Gergiev | Behzod Abduraimov

Sinfoniekonzert 12

Mariinsky Orchestra
Valery Gergiev, Dirigent
Behzod Abduraimov, Klavier


Rodion Schtschedrin (*1932)
Konzert für Orchester Nr. 1 Freche Orchesterscherze
Sergej Rachmaninow (1873–1943)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 Pathétique

Ohne Dr. Nikolai Dahl würde es «Rach 2» nicht geben, Rachmaninows legendäres Zweites Klavierkonzert. Dahl nämlich kannte die Macht des Unterbewussten und setzte den Komponisten, der gerade an einer Schaffensblockade litt, unter Hypnose: «Sie werden Ihr Konzert zu schreiben beginnen … Sie werden mit spielerischer Leichtigkeit arbeiten …» Und tatsächlich: Binnen eines Jahres konnte Rachmaninow das Werk vollenden. Mit seinen schwelgerischen Melodien und den Anklängen an orthodoxe Kirchenlieder oder russische Volksweisen geriet es zu einem Welterfolg – und zu einem Schlachtross für alle Tastenvirtuosen. Der 1990 geborene Usbeke Behzod Abduraimov, der vor zwei Jahren bei Valery Gergievs Prokofjew-Marathon in Luzern debutierte, wird mit Fingerfertigkeit und Pranke demonstrieren, warum er zu den Besten seiner Zunft zählt. Anschliessend dirigiert Gergiev den Tschaikowsky-Klassiker schlechthin, die Pathétique, die mit seelenvollem Melos, euphorischen Aufschwüngen und bodenlosen Abstürzen alles bietet, was die russische Musik auszeichnet. Auch wenn der tragische Held am Ende sein Schicksal doch nicht bezwingen kann.

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In den Strassen

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Konzert

Yuko Kakuta | Yukiko Sugawara

Moderne 3

Yuko Kakuta, Sopran
Yukiko Sugawara, Klavier


Thomas Kessler (*1937)
Neues Werk für Sopran und Klavier
Uraufführung | Auftragswerk von LUCERNE FESTIVAL
Mark Andre (*1964)
Neues Werk für Sopran und Klavier
Uraufführung | Auftragswerk von LUCERNE FESTIVAL, Wien Modern und Musik der Jahrhunderte
Helmut Lachenmann (*1935)
Got Lost. Musik für hohen Sopran und Klavier

Einführung mit Mark Andre und Thomas Kessler im Konzert

«Ich habe meinen Studenten immer quasi ‹verboten›, Lieder nach Texten von Nietzsche, Hölderlin, Celan oder Beckett zu schreiben, deren ungeheure poetische und phonetische Intensität als Gesungenes total verwässert und verschleiert würde», hat Helmut Lachenmann, der Magier des Geräuschhaften, einmal erklärt. Um sich 2007/08 auf seine ganz eigene Weise mit der Tradition des Kunstlieds auseinanderzusetzen: Die drei ausgewählten Texte – Gedichte von Nietzsche und Pessoa, dazu die lapidare Verlustanzeige eines Wäschekorbs, der Got Lost seinen Titel verdankt – werden von Lachenmann als Klangmaterial begriffen, in ihre Bestandteile zerlegt, neu zusammengewürfelt und so «ihrer pathetischen, poetischen, profanen Diktion entkleidet». Die Sopranistin mutiert dabei zur Vokalakrobatin: Sie singt und summt, stöhnt und schnalzt. Yuko Kakuta und Yukiko Sugawara stellen Got Lost neue Werke von Mark Andre und «composer-in-residence» Thomas Kessler gegenüber, der Texte Eugen Gomringers vertont hat, darunter das vieldiskutierte Gedicht avenidas. Sie können in dieser Matinee also drei ganz unterschiedliche Positionen aktueller Liedkunst kennenlernen.

Mit freundlicher Unterstützung von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

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Konzert

«Tonhalle (Luzern, Europaplatz 1b)»

Musiktheater 1

Ruedi Häusermann, Komposition und Regie
Henosode-Quartett: Sara Hubrich, Violine | Josa Gerhard, Violine | Benedikt Bindewald, Viola | Christoph Hampe, Violoncello
Thomas Douglas, Schauspiel
Giuseppe Reichmuth, Architektur
Sabine Hilscher, Kostüme
Judith Gerstenberg, Dramaturgin
Gabriel Dernbach, Klanggestaltung
Simon Hertling, Klanggestaltung
Shintaro Sugiura, Klanggestaltung


Ruedi Häusermann
Tonhalle (Luzern, Europaplatz 1b)
Eine musik-theatralische Selbstbehauptung
Premiere

Eine Produktion der Münchener Biennale für neues Musiktheater mit dem Festival Rümlingen und der KlangKunstBühne der Universität der Künste Berlin.

Die Luzerner Neufassung der Tonhalle ist eine Koproduktion von LUCERNE FESTIVAL mit dem Luzerner Theater

Luzern – eine Stadt auf der Suche nach der besten aller möglichen Spielstätten! Mit dem KKL setzte man vor 20 Jahren neue Massstäbe in Sachen Konzerthaus, am Theaterhaus rauchen die Köpfe über der Planung eines neuen Theaterbaus, und das Luzerner Theater strömt zum Spielzeitbeginn aus in die Natur (vgl. Ouverture dans la nuit auf Seite 48) und direkt vor das KKL. Hier hat sich das Henosode-Quartett seine eigene «Tonhalle» gebaut. 2,75 x 5,25 x 2 Meter, nicht grösser, nicht kleiner. Das Platzangebot ist zwar limitiert, aber die vier Musiker wollen nicht länger in der von Kennern gefeierten Randständigkeit ausharren. Unter der Leitung eines gewissen Thomas Douglas haben sie sich ein Herz gefasst und stellen ihre zarte Klangwelt in die raue Wirklichkeit. Douglas lehrt die Quartettmitglieder, jede Störung der unkontrollierbaren Aussenwelt in eine Stärke umzumünzen und in den ihnen eigenen musikalischen Ausdruck zu überführen. Am Ende wird die überschaubare Zuhörerschar das kleine Häuschen in einem ungeahnt heiteren Zustand der Uneindeutigkeit verlassen, erlöst vom Zweckdienlichen, wehrhaft gegen Unvorhergesehenes.

Alle Tonhalle-Aufführungen werden freundlich unterstützt von:
Arthur Waser Stiftung
Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung

Alle Termine:
Samstag, 31. August | 14.00 Uhr Premiere | 16.00 Uhr
Sonntag, 1. September | 15.00 | 18.30 | 20.30 Uhr
Montag, 2. September | 12.15 | 15.00 | 17.00 Uhr
Dienstag, 3. September | 14.00 | 16.00 | 18.30 Uhr
Mittwoch, 4. September | 12.15 | 15.00 | 17.00 Uhr
Donnerstag, 5. September | 15.00 | 17.00 Uhr
Frei​​​tag, 6. September | 12.15 | 15.00 | 17.00 Uhr
Samstag, 7. September | 14.00 | 21.00 Uhr
Sonntag, 8. September | 14.00 | 16.00 Uhr

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Konzert

Open-Air-Überraschungskonzert

Zu Gast bei der Buvette

Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

LUCERNE FESTIVAL ist mehr als nur das abendliche Sinfoniekonzert: Auf dem Luzerner Inseli etwa erwarten Sie Open-Air-Programme mit Musikern der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY vor einer traumhaften Kulisse – an drei Samstagen während des Sommer-Festivals.

Eintritt frei

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Konzert

Mariinsky Orchestra | Valery Gergiev | Leonidas Kavakos

Sinfoniekonzert 13

Mariinsky Orchestra
Valery Gergiev, Dirigent
Leonidas Kavakos, Violine


Claude Debussy (1862–1918)
Prélude à l'après-midi d'un faune
Jean Sibelius (1865–1957)
Serenade g-Moll op. 69 Nr. 2
Ernest Chausson (1855–1899)
Poème op. 25
Maurice Ravel (1875–1937)
Tzigane. Konzertrhapsodie für Violine und Klavier
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Sinfonie Nr. 10 e-Moll op. 93

«Artiste étoile» Leonidas Kavakos ist ein Mann für ungewöhnliche Projekte. Weshalb er bei seinem Auftritt mit dem Mariinsky Orchestra auch keines der kapitalen Violinkonzerte spielt, sondern drei bezaubernde kürzere Stücke: eine nordisch getönte Sibelius-Serenade, Chaussons schwelgerisches Poème und Ravels launisch-kapriziöse Tzigane. Mit den wechselnden Launen ihrer Vorgesetzten mussten auch die Komponisten zu allen Zeiten leben. Im blutigen 20. Jahrhundert aber konnte es ihnen passieren, dass sie wegen ihrer Kunst verfolgt, verhaftet oder gar zum Tode verurteilt wurden. Dmitri Schostakowitsch wusste davon sein Lied zu singen, nachdem er 1936 ins Visier der kommunistischen Machthaber geraten war: «Warten auf die Exekution ist eines der Themen, die mich mein Leben hindurch gemartert haben», erklärte Schostakowitsch. «Viele Seiten meiner Musik sprechen davon.» Seine Zehnte Sinfonie aber, die 1953, unmittelbar nach dem Tod Josef Stalins, entstand, ist eine Abrechnung mit dem Diktator, den Schostakowitsch im zweiten Satz sogar «portraitiert»: ein musikalisches Pandämonium, mit Trommelschlägen wie Gewehrsalven.

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Konzert

«Ouverture dans la nuit»

Performance

Karin Arnold, Idee und Konzeption
Jessica Huber, Idee und Konzeption
Christian Garcia-Gaucher, Komposition
Alexander Sinan Binder, Dirigent
Schauspieler aus dem Ensemble Luzerner Theater
Luzerner Sinfonieorchester


«Ouverture dans la nuit»
Eine Waldsinfonie
Uraufführung

Koproduktion Luzerner Theater und LUCERNE FESTIVAL

Zur Spielzeiteröffnung geht das Luzerner Theater auf die Suche nach neuen Konzertsälen abseits etablierter Spielstätten. Das Zürcher Performance-Kollektiv mercimax und das Schauspiel vom Luzerner Theater laden zu einem neuen Konzertformat in den Wald: Auf einer spätsommerlichen Wanderung von der Stadt in die Natur, vom Tag in die Nacht lauschen die Zuschauer den Geräuschen der Strasse, des Flusses und des Waldes, auf Schritte, Blätter und Vögel. Sie horchen auf das Knacken und Rauschen, das Feuer, den Klang des Violoncellos, der Bläser und des Luzerner Sinfonieorchesters. Gemeinsam mit dem Westschweizer Komponisten Christian Garcia-Gaucher, der für diese Luzerner «Waldsinfonie» ein neues Werk schreibt, lässt mercimax die Natur zum Konzertsaal werden und verführt uns zum Zuhören. Das Projekt Ouverture dans la nuit ist ein Spiel der Sinne, das ungewohnte Begegnungen zwischen Musikern, Zuschauern und der Natur schafft. Klänge der Kultur und der Natur fliessen ineinander und verschmelzen machtvoll zu einem neuen Ganzen.

Mit freundlicher Unterstützung der Arthur Waser Stiftung

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Konzert

JACK Quartet

Late Night 3

JACK Quartet:
Christopher Otto, Violine
Austin Wulliman, Violine
John Pickford Richards, Viola
Jay Campbell, Violoncello

Jojo Mayer, Schlagzeug
Travis Laplante, Saxophon


Travis Laplante
Neues Werk für Streichquartett und Saxophon
Uraufführung | Auftragswerk von LUCERNE FESTIVAL
Don Li (*1971)
Neues Werk für Streichquartett und Schlagzeug
Uraufführung | Auftragswerk von LUCERNE FESTIVAL

«Superhelden der Neuen Musik» hat sie der Boston Globe genannt. Kein Zweifel: Das amerikanische JACK Quartet zählt längst zu den führenden Ensembles für zeitgenössische Musik, gilt als Thronfolger des legendären Arditti Quartet – und ist LUCERNE FESTIVAL eng verbunden. Denn die vier Musiker, die sich während ihrer Studienzeit an der Eastman School of Music in Rochester kennenlernten, nahmen allesamt an der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY teil und sind seither regelmässig an den Vierwaldstättersee zurückgekehrt: mit zahlreichen Uraufführungen und mit Meisterkursen für die nächste Akademisten-Generation. Auch im Sommer 2019 haben die Fab Four aus New York selbstverständlich brandneuen «Stoff» im Gepäck. In einer Late Night präsentieren sie Premieren von Travis Laplante und Don Li, noch dazu für eine ungewöhnliche Besetzung. Denn die «JACKs» haben sich mit dem Schlagzeuger Jojo Mayer zusammengetan und bitten auch Laplante als fünften Mann hinzu – mit seinem Saxophon. Natürlich werden sie dabei ihren Instrumenten die verrücktesten Sounds entlocken.

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Gottesdienst

«Macht»

Themengottesdienst

Ökumenischer Gottesdienst zum Festivalthema «Macht»

mit
Eva Brandin und Florian Flohr
Musikalische Leitung: Stephen Smith


Eintritt frei

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Konzert

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Robyn Schulkowsky

Erlebnistag – Opening

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY
Robyn Schulkowsky, Schlagzeug


Die Musik ruft ein zum grossen Erlebnistag. Vor und aus dem KKL Luzern erklingt sie, auf dem Europaplatz, aber auch von der Dachterrasse schallen die Fanfaren herab oder von den Balustraden und den Balkonen. Die amerikanische Perkussionistin Robyn Schulkowsky, die mit Schlagzeug-Summits und Open Air-Projekten weltweit für Furore sorgt, hat sich für das Opening ein veritables Klangspektakel ausgedacht. Präsentieren wird sie es mit den jungen Musikerinnen und Musikern der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, die ohnehin ein Faible für ungewöhnliche Auftrittsorte und Spielweisen haben.

Eintritt frei

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Kinderprogramm

«Pizz’n’Zip»

Erlebnistag – Sitzkissenkonzert 1

Eleonora Savini, Violine, Movement und Gesang
Federica Vecchio, Violine, Movement und Gesang
Pietro Gaudioso Künstlerische Leitung
Dan Tanson, Künstlerischer Berater
Rosamaria Francucci, Kostüme und Requisiten


«Pizz’n’Zip»
Ein theatrales Konzert mit Musik von Heinrich Ignaz Franz Biber, Gabriel Fauré, Reinhold Glière und Mathias Spahlinger
Musikalische Arrangements von Eleonora Savini
Premiere

Für Grosse und Kleine ab 3 Jahren

Auf den ersten Blick sind sie gar nicht so leicht auseinanderzuhalten: Eleonora und Federica sehen einander ziemlich ähnlich, und beide spielen sie auf der Bühne nicht nur ein Instrument, sondern sie tanzen und singen auch. Allerdings ist Eleonora Geigerin, während Federicas Liebe dem Cello gilt. Wobei: Zwischenzeitlich tauschen die beiden jungen Musikerinnen ihre Instrumente, was die Sache noch komplizierter macht. Doch dank der Magie der Töne und des Theaters enthüllen sie nach und nach ihre ganz eigene Persönlichkeit, setzen sich voneinander ab und finden am Ende wieder zusammen… Dieses Sitzkissenkonzert für alle kleinen Besucher des «Erlebnistags» wendet sich nicht nur an die Ohren, sondern auch an die Augen: Gemeinsam mit ihrem italienischen Landsmann, dem Choreographen und Regisseur Pietro Gaudioso, haben Eleonora Savini und Federica Vecchio eine fantasievolle Bühnenshow entwickelt, in der alles zu Musik und szenischer Aktion wird. Selbst Geigen- und Cellokasten verwandeln sich in ein Instrument: durch die Geräusche von Verschlussknöpfen und Reissverschlüssen oder das Auf- und Zuklappen der Deckel.

Mit freundlicher Unterstützung der Josef Müller Stiftung Muri

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Kinderprogramm

Festival Strings Lucerne | Daniel Dodds

Erlebnistag – Wunschkonzert

Festival Strings Lucerne
Daniel Dodds, Violine und Musikalische Leitung
Solist der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY
Eva Oertle, Moderation


«Wunschkonzert»
Ein Programm ganz nach Ihrem Gusto

Bei diesem Konzert ist die Machtfrage geklärt: Sie dürfen nämlich selbst entscheiden, was die Festival Strings Lucerne und Daniel Dodds für Sie spielen werden! Zur Auswahl stehen 20 kurze, unterhaltsame Orchesterstücke in fünf Kategorien, von Mozart bis Piazzolla, in die Sie hier vorher schon reinhören können. Hier haben Sie die Möglichkeit, bis zum 28. August Ihr Votum abzugeben. Beim Erlebnistag gelangen dann die Top Five zur Aufführung. Mit diesem Projekt wollen wir ein wenig Basisdemokratie ins Musikleben bringen – getreu dem Motto: Alle Macht geht vom Publikum aus. Da zu jeder guten Demokratie aber auch der Minderheitenschutz gehört, erhalten die Musiker auf der Bühne eine «carte blanche» und werden Ihnen dann umgekehrt ihren Joker präsentieren. Und manchmal sind ja die Überraschungen das Allerschönste.

Für alle ab 8 Jahren

Repertoireauswahl für das Wunschkonzert der Festival Strings Lucerne

1. Werkgruppe (2 Stücke)
Leonard Bernstein
Walzer aus dem Divertimento for Orchestra
Luigi Boccherini
Menuett aus dem Streichquintett E-Dur op. 11 Nr. 5
Robert Schumann
Abendlied op. 85 Nr. 12, für Streichorchester eingerichtet von Johan S. Svendsen
Maurice Ravel
Menuet sur le nom d’Haydn, für Streicher arrangiert von Cliff Colnot
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Walzer aus der Serenade C-Dur für Streicher op. 48

2. Werkgruppe
Béla Bartók
Rumänische Volkstänze Sz 68, bearbeitet für Streicher von Arthur Willner
Giacomo Puccini
Crisantemi. Fassung für Streichorchester
Jean Sibelius
Impromptu für Streichorchester
Jean Sibelius
Valse triste op. 44 Nr. 1, für Streichorchester eingerichtet von David Walter
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Andante cantabile aus dem Streichquartett Nr. 1 op. 11

3. Werkgruppe
Edward Elgar
Serenade e-Moll op. 20
Edvard Grieg
Suite Aus Holbergs Zeit op. 40
Wolfgang Amadé Mozart
Divertimento F-Dur KV 138
Wolfgang Amadé Mozart
Eine kleine Nachtmusik G-Dur KV 525
Ottorino Respighi
Suite Nr. 3 aus den Antiche danze ed arie

4. Werkgruppe
Darius Milhaud
Scaramouche für Klarinette und Streicher
Niccolò Paganini
Il carnevale di Venezia op. 10 für Trompete und Streicher
Nikolai Rimsky-Korsakow
Hummelflug aus der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan für Marimba und Streicher

5. Werkgruppe
Niccolò Paganini
Cantabile op. 17 (arr. David Walter)
Astor Piazzolla
Libertango (arr. Peter von Wienhardt)
Pablo de Sarasate
Auszüge aus der Carmen-Fantasie op. 25 (arr. Caspar Diethelm)

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Konzert

Musikgruppen aus aller Welt

In den Strassen

Erweitern wir unseren Horizont! Denn Musik ist Vielfalt – das zeigt «In den Strassen», das Weltmusik-Festival im Festival. Zum bereits fünfzehnten Mal nehmen wir Sie mit auf eine klingende Reise rund um den Globus: Vom 27. August bis zum 1. September spielen acht internationale Musikgruppen in den Gassen und auf den Plätzen der Luzerner Altstadt für Sie auf und sorgen allabendlich von 18.00 bis 22.00 Uhr für ein buntes Musikspektakel (am Samstag und Sonntag auch tagsüber). Das Eröffnungs- und das Abschlusskonzert finden auf dem Europaplatz statt, direkt vor dem KKL Luzern. Bei schlechtem Wetter werden die Darbietungen an geschützte Orte verlegt.

Eintritt frei

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Konzert

JACK Quartet | Mivos Quartet

Erlebnistag – Museumskonzert 1/Composer Seminar

JACK Quartet:
Christopher Otto, Violine
Austin Wulliman, Violine
John Pickford Richards, Viola
Jay Campbell, Violoncello

Mivos Quartet:
Olivia de Prato, Violine
Maya Bennardo, Violine
Victor Lowrie Tafoya, Viola |

Tyler J. Borden, Violoncello


Werkschau des «Composer Seminar»

Wolfgang Rihm stellt die Teilnehmer des «Composer Seminar» und ihre Werke direkt im Konzert vor

Will ein Komponist heute ein neues Werk vorstellen, dann zählen diese beiden jungen Ensembles aus Amerika zu den ersten Anlaufstellen: das JACK Quartet und das Mivos Quartet. Beide Formationen haben entscheidende Impulse durch die LUCERNE FESTIVAL ACADEMY erhalten und kehren nun zurück, um die Abschlusskonzerte des diesjährigen «Composer Seminar» zu gestalten. Ein Glücksfall, denn genau darin sah Wolfgang Rihm eine grosse Chance, als er dieses wunderbare Angebot für junge Komponisten vor vier Jahren ins Leben rief: dass die Teilnehmer ihre Werke nicht nur als papierene Ideen debattieren, sondern sogleich «ausprobieren» können. Und zwar mit Interpreten, die entsprechend vertraut sind mit der Musik unserer Zeit und darauf brennen, mit lebenden Komponisten zusammenzuarbeiten. Während einer Woche haben das JACK und das Mivos Quartet die Partituren – vom Solostück bis zur vollen Quartettbesetzung – einstudiert und präsentieren sie nun dem Festspielpublikum: ein Panorama gegenwärtigen Komponierens und zugleich ein Blick in die Zukunft.

Mit freundlicher Unterstützung der RHL Foundation

Eintritt mit Museumsticket Kunstmuseum Luzern
Ihr Museumsticket können Sie bereits unter www.kunstmuseumluzern.ch/tickets/ online erwerben. Mit dem Ticket können Sie ebenfalls die Turner-Ausstellung besuchen und um 14.00 oder 15.00 Uhr an der Führung teilnehmen. Bitte wählen Sie beim Kauf Ihres Museumstickets die entsprechende Uhrzeit aus. Die Führung muss nicht separat gebucht werden.

Eintritt mit Museumsticket

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Konzert

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Maria Ursprung | Lani Tran-Duc u.a.

Familienkonzert

Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI
Maria Ursprung, Regie
Lani Tran-Duc, Ausstattung
Markus Güdel, Licht
Julian Greis, Soldat
Isabelle Menke, Teufel
Simea Cavelti, Prinzessin


«Die Geschichte vom Soldaten»
Ein Märchen um Macht und Geld, Musik und die Seele
In deutscher Sprache

Für alle ab 6 Jahren

Ein armer Soldat, der nach drei Jahren im Regiment in seine Heimat zurückkehren will, begegnet einem sonderbaren Fremden – dem Teufel. Der schlägt ihm einen Handel vor: Wenn der Soldat ihm seine Geige überlasse, dann schenke er ihm dafür ein Zauberbuch, das den Schlüssel zu unermesslichem Reichtum enthalte. Der Soldat kann der Versuchung (und dem Versucher) nicht widerstehen und willigt in den Deal ein. Doch als er zuhause eintrifft, ist plötzlich alles anders: Keiner kennt ihn mehr, und seine Braut hat längst einen anderen geheiratet. Zwar wird er tatsächlich ein wohlhabender Kaufmann, aber glücklich ist er nicht, denn mit der Geige hat er auch seine Seele verkauft… Wie Die Geschichte vom Soldaten ausgeht, das erzählen Ihnen drei Schauspieler und ein Ensemble der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI. Die burleske Musik zu diesem alten russischen Märchen, das der Schweizer Dichter Charles Ramuz neu erzählt hat, komponierte Igor Strawinsky. Und dabei bringt er Volkslieder, Choräle und Tänze wie den Walzer, den Tango, den Ragtime oder den Paso doble zum Einsatz. Ein abwechslungsreiches und tiefsinniges Hörvergnügen.

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Konzert

Musikgruppen aus aller Welt

Abschlusskonzert «In den Strassen»

Musikgruppen aus aller Welt

Erweitern wir unseren Horizont! Denn Musik ist Vielfalt – das zeigt «In den Strassen», das Weltmusik-Festival im Festival. Zum bereits fünfzehnten Mal nehmen wir Sie mit auf eine klingende Reise rund um den Globus: Vom 27. August bis zum 1. September spielen acht internationale Musikgruppen in den Gassen und auf den Plätzen der Luzerner Altstadt für Sie auf und sorgen allabendlich von 18.00 bis 22.00 Uhr für ein buntes Musikspektakel (am Samstag und Sonntag auch tagsüber). Das Eröffnungs- und das Abschlusskonzert finden auf dem Europaplatz statt, direkt vor dem KKL Luzern. Bei schlechtem Wetter werden die Darbietungen an geschützte Orte verlegt.

Eintritt frei

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Konzert

Micheline Calmy-Rey | Igor Levit u.a.

Erlebnistag – NZZ Podium

«Spiel und Schrecken»

Gesprächsrunde mit
Micheline Calmy-Rey, ehemalige Schweizer Aussenministerin
Igor Levit, Pianist
Rainer Hank, Wirtschaftsjournalist
Michael Haefliger, Intendant LUCERNE FESTIVAL
Moderation: Martin Meyer Leiter NZZ Podium


Macht ist ein Prinzip, das jede menschliche Gemeinschaft strukturiert. Macht wurde schon immer verehrt und gefürchtet. Was in Urzeiten anfing mit der Überlegenheit des Stärkeren und Klügeren, setzte sich fort als Herrschaft von Gruppen, die in der Lage waren, die Ressource der Macht dauerhaft in die Macht der Ressource zu verwandeln. Eine soziale Pyramide bildete sich heran, Adel und Klerus teilten sich die Herrschaft, bis Revolutionen diesem Monopol ein Ende setzten. Dennoch sollte es dauern, bis das Zeitalter der vom Volk kontrollierten, gewaltenteiligen Macht anhob, in dem wir heute leben. Durch die Demokratie und Meritokratie hat sich das Spiel der Macht ausdifferenziert und entschärft. Um handlungsfähig zu sein, bedürfen Gesellschaften der Eliten, doch gleichzeitig bleiben diese Eliten eingebunden in ein funktionales System, das ihre Macht beschränkt. Macht grenzt heute immer auch an Ohnmacht: Wer hoch steigt, kann auch tief fallen. Micheline Calmy-Rey, Igor Levit, Rainer Hank und Festivalintendant Michael Haefliger diskutieren mit Martin Meyer über das diesjährige Sommermotto «Macht».

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Konzert

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY | Sir George Benjamin u.a.

Sinfoniekonzert 14

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY
Ruth Reinhardt, Dirigentin (Liik)
David Fulmer, Dirigent (Planells Schiaffino)
Sir George Benjamin, Dirigent
Reinhold Friedrich, Trompete
Robyn Schulkowsky, Schlagzeug


Marianna Liik (*1992)
Kurzschluss für Orchester
Uraufführung «Roche Young Commissions»
Josep Planells Schiaffino (*1988)
Torna für Orchester
Uraufführung «Roche Young Commissions»
Wolfgang Rihm (*1952)
Marsyas. Rhapsodie für Trompete mit Schlagzeug und Orchester
George Benjamin (*1960)
Palimpsests für Orchester
Dieter Ammann (*1962)
glut für Orchester

Zwei Novitäten und drei Meisterwerke der jüngeren Vergangenheit erwarten uns im zweiten Orchesterkonzert der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Als Palimpsest bezeichnet man alte Schriftstücke, bei denen der Urtext ausradiert und mehrfach überschrieben wurde, aber nicht völlig verschwunden ist. Dieses Prinzip hat Sir George Benjamin aufgegriffen: In Palimpsests überlagert er eine Kantilene der Klarinetten mit immer neuen musikalischen Schichten. Wolfgang Rihm wiederum liess sich vom griechischen Mythos zu einem virtuosen Trompetenkonzert inspirieren: Der Satyr Marsyas fordert den Musengott Apoll zu einem musikalischen Wettstreit heraus, unterliegt und wird zur Strafe für seine Hybris bei lebendigem Leibe gehäutet. Und der Schweizer Dieter Ammann bringt in glut (2016) die musikalische Fülle (engl. «glut») zum Glühen. Gemeinsam ist allen drei Komponisten ihr Sinn für leuchtende Klangfarben und fassliche Strukturen, aber auch die reflektierte Anknüpfung an die musikalische Tradition. Wir sind gespannt, welche Wege die Estin Marianna Liik und der Spanier Josef Planells Schiaffino in ihren neuen Orchesterwerken beschreiten!

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Gespräch

Wolfgang Rihm | Ulrich Konrad

Künstlergespräch

«Die Macht der Musik»
Wolfgang Rihm und Ulrich Konrad im Gespräch über Musik und Theologie

Theologische Fakultät, Ökumenisches Institut Universität Luzern in Zusammenarbeit mit LUCERNE FESTIVAL und der Katholischen Kirche der Stadt Luzern

Eintritt frei

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Konzert

Israel Philharmonic Orchestra | Zubin Mehta

Sinfoniekonzert 15

Israel Philharmonic Orchestra
Zubin Mehta, Dirigent


Ödön Pártos (1907–1977)
Concertino für Streicher
Franz Schubert (1797–1828)
Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200
Hector Berlioz (1803–1869)
Symphonie fantastique op. 14

In der Symphonie fantastique verarbeitete Hector Berlioz seine eigene unglückliche Liebe zur irischen Schauspielerin Harriet Smithson – und beschwor die höheren Mächte, die der Verstand nicht lenken kann: Träume und Wahnvorstellungen, hemmungslose Leidenschaft und Opiumrausch. Berlioz übertrug diese Kräfte des Unterbewussten in eine fiebrige, ausschweifende und rauschhafte Musik, die seine irrwitzige Passion drastisch spiegelt und tatsächlich alle Züge des Fantastischen trägt. Zubin Mehta und das Israel Philharmonic Orchestra kontrastieren dieses romantische Nachtstück mit Franz Schuberts sonniger Dritter Sinfonie: einem Jugendwerk des 18-Jährigen, das mit viel Brio und Italianità aufwartet und im Finale in eine Tarantella mündet, einen entfesselten neapolitanischen Tanz. Eröffnet wird der Abend mit Musik des 1977 verstorbenen ungarisch-israelischen Komponisten und Kodály-Schülers Ödön Pártos, der seine Laufbahn übrigens 1925 als Konzertmeister im Stadtorchester Luzern begann. Sein Concertino lässt die Volksmusik seines ungarischen Heimatlandes nachklingen.

Mit freundlicher Unterstützung der René und Susanne Braginsky Stiftung

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Konzert

Daniel Lebhardt

Debut 4

Daniel Lebhardt, Klavier

Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Partita e-Moll BWV 830
Béla Bartók (1881–1945)
Im Freien Sz 81
Johannes Brahms (1833–1897)
Vier Klavierstücke op. 119

Zuhause, bei seiner Familie in Ungarn, sei es eigentlich nie ruhig gewesen, erzählt Daniel Lebhardt. Der Vater liebte Rock und Metal, die Mutter eher klassische Konzerte, und dann gab es da noch das Klavier bei den Grosseltern. Darauf unternahm der sechsjährige Daniel seine ersten Tastenversuche, und heute, nach seinem Studium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest, an der Royal Academy of Music in London sowie bei Meisterkursen von Alfred Brendel und Stephen Hough, zählt er zu den hochgehandelten Jungstars der Pianistenszene. 2014 gewann der damals 22-Jährige die «Young Concert Artists Auditions» in New York und Paris, 2015 veröffentlichte er seine Debut-CD bei Decca, 2016 wurde er als «Most Promising Pianist» bei der «Sydney International Competition» ausgezeichnet. Im Washingtoner Kennedy Center, in der Londoner Wigmore Hall, im Pariser Louvre und in der New Yorker Merkin Hall ist er aufgetreten: «Kraft, Poesie und eine formidable Technik» attestierte ihm die New York Times. Daniel Lebhardt selbst nennt ein Paradox als wichtigsten Ratschlag seiner Karriere: «Sei du selbst – und vergiss dich dabei.»

Strebi-Stiftung Luzern - Partner «Debut»-Reihe

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Konzert

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam | Tugan Sokhiev | Tabea Zimmermann

Sinfoniekonzert 16

Royal Concertgebouw Orchestra Amsterdam
Tugan Sokhiev, Dirigent
Tabea Zimmermann, Viola


Johannes Brahms (1833–1897)
Variationen über ein Thema von Joseph Haydn op. 56a
Béla Bartók (1881–1945)
Konzert für Viola und Orchester Sz 120
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
Sinfonie Nr. 1 g-Moll op. 13 Winterträume

Die Faschisten hatten ihn ins Exil getrieben. In Amerika, dem Land der Zuflucht, wurde seine Musik kaum aufgeführt. Und dann erkrankte er auch noch an Leu- kämie. Doch Béla Bartók gab sich nicht auf: Er komponierte unverdrossen fort, fast bis zum letzten Atemzug. Sein Bratschenkonzert konnte er dennoch nicht mehr vollenden – es wurde nach seinem Tod von dritter Hand ergänzt, erweitert, in der Substanz verändert. Tabea Zimmermann aber hat sich die autographen Skizzen vorgenommen und Bartóks originale Intentionen ergründet: In dieser Gestalt wird sie das Werk in Luzern spielen und Bartóks «letzten Willen» präsentieren. Dass die Musik auch eine Kunst der perfekten Illusion ist – das beweist Tugan Sokhiev, der Chef des Moskauer Bolschoi-Theaters, mit dem famosen Royal Concertgebouw Orchestra im zweiten Teil. Er lässt mit Tschaikowskys Erster Sinfonie die Pferdeschlitten durch die tiefverschneite Tundra gleiten, den Samowar brodeln und die Eisblumen an den Fensterscheiben erblühen. Ein russischer Wintertraum, garniert mit den schönsten volkstümlichen Melodien. Wer denkt da noch an den Sommer?

Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu.

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Konzert

Mariano Chiacchiarini

40min 5

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI
Mariano Chiacchiarini, Dirigent


«Spot on: Rihms Dis-Kontur»

Klassik ganz unkompliziert: Wenn der Arbeitstag vorbei ist, der Abend aber noch nicht richtig begonnen hat – dann ist Zeit für Musik. Genauer: für 40 Minuten Musik. Immer um 18.20 Uhr, vor den «grossen» Sinfoniekonzerten also, stellen sich in der Reihe «40min» ausgewählte Festivalkünstler vor. Der Eintritt ist frei, einen Dresscode gibt’s nicht, und auch Vorwissen ist nicht nötig. Denn die Künstler machen nicht nur Musik, sondern schlüpfen auch in die Rolle des Moderators und erklären, was sie da spielen und warum sie es so und nicht anders spielen. Schnuppern Sie doch mal rein!

Eintritt frei

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Konzert

Pablo Ferrández | Luis del Valle

Debut 5

Pablo Ferrández, Violoncello
Luis del Valle, Klavier


Max Bruch (1838–1920)
Kol Nidrei op. 47
Dmitri Schostakowitsch (1906–1975)
Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll op. 40
César Franck (1822–1890)
Sonate A-Dur in der Fassung für Violoncello und Klavier

Als Pablo Ferrández unlängst bei den Bamberger Symphonikern debutierte, kam Dirigent Christoph Eschenbach aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: «Er ist der junge Top-Cellist und hat einfach alles: glänzende Technik, tiefe Musikalität und überwältigendes Charisma.» Auch Anne-Sophie Mutter, die mit dem jungen Spanier Brahms’ Doppelkonzert interpretierte, rühmt seinen grossen Ton, das kultivierte Vibrato und die lupenreine Grifftechnik. Der 1991 geborene Madrilene, der an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in seiner Heimatstadt und bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy studierte, ist Preisträger des Moskauer Tschaikowsky-Wettbewerbs und der «Paulo Cello Competition»; 2016 wurde er beim «International Classical Music Award» als «Young Artist of the Year» ausgezeichnet. Ferrández hat bereits mit dem London und dem Israel Philharmonic, dem Konzerthausorchester Berlin und den St. Petersburger Philharmonikern sowie den Dirigenten Valery Gergiev, Vladimir Jurowski, Zubin Mehta und Yuri Temirkanov zusammengearbeitet. Und nun erwartet ihn mit seinem Einstand bei LUCERNE FESTIVAL der nächste Karriereschritt.

Strebi-Stiftung Luzern - Partner «Debut»-Reihe

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Konzert

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Riccardo Chailly

40min 6

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI
Riccardo Chailly Dirigent


«Spot on: Schönbergs Fünf Orchesterstücke op. 16»

Klassik ganz unkompliziert: Wenn der Arbeitstag vorbei ist, der Abend aber noch nicht richtig begonnen hat – dann ist Zeit für Musik. Genauer: für 40 Minuten Musik. Immer um 18.20 Uhr, vor den «grossen» Sinfoniekonzerten also, stellen sich in der Reihe «40min» ausgewählte Festivalkünstler vor. Der Eintritt ist frei, einen Dresscode gibt’s nicht, und auch Vorwissen ist nicht nötig. Denn die Künstler machen nicht nur Musik, sondern schlüpfen auch in die Rolle des Moderators und erklären, was sie da spielen und warum sie es so und nicht anders spielen. Schnuppern Sie doch mal rein!

Eintritt frei

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Konzert

Wiener Philharmoniker | Andrés Orozco-Estrada | Leonidas Kavakos

Sinfoniekonzert 18

Wiener Philharmoniker
Andrés Orozco-Estrada, Dirigent
Leonidas Kavakos, Violine


Antonín Dvořák (1841–1904)
Die Mittagshexe op. 108
Erich Wolfgang Korngold (1897–1957)
Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Antonín Dvořák (1841–1904)
Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 Aus der Neuen Welt

Dieses Werk liegt Leonidas Kavakos besonders am Herzen: das Violinkonzert des Österreichers Erich Wolfgang Korngold, der schon als Wunderkind gefeiert wurde und später als Filmkomponist in Hollywood für Furore sorgte. Das rettete ihm das Leben, denn als die Nazis 1938 in sein Heimatland einmarschierten, war er gerade in Kalifornien und konnte so der Verfolgung entgehen, die ihn als Jude erwartet hätte. Im 1945 entstandenen Violinkonzert greift Korngold auch Filmmelodien auf und bettet sie in einen prachtvollen, spätromantischen Orchestersatz. «Musik bleibt Musik», glaubt Kavakos. «Die Tatsache, dass Korngold Filmmusik geschrieben hat, macht ihn nicht zu einem schlechteren Komponisten.» Antonín Dvořák wiederum liess sich von Negro Spirituals und indianischen Melodien zu seiner legendären Sinfonie aus der Neuen Welt inspirieren. Die Wiener Philharmoniker haben für dieses Konzert den 41-jährigen kolumbianischen Dirigenten Andrés Orozco-Estrada ans Pult gebeten: einen charismatischen Maestro und glänzenden Kommunikator, der als Chef des Houston Symphony Orchestra und des hr-Sinfonieorchesters längst Massstäbe setzt.

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Konzert

Wiener Philharmoniker | Bernard Haitink | Murray Perahia

Sinfoniekonzert 19

Wiener Philharmoniker
Bernard Haitink, Dirigent
Murray Perahia, Klavier


Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58
Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 7 E-Dur WAB 107

Wer dieses Konzert besucht, der wird später einmal sagen können: «Ich bin dabei gewesen.» Denn hier treffen viele Aspekte des Ausserordentlichen, ja, des Unwiederbringlichen zusammen. Der 90-jährige Bernard Haitink, der das Wissen und die Weisheit der grossen Dirigierkunst verkörpert wie kaum ein zweiter, gibt sich noch einmal die Ehre – und zwar am Pult der Wiener Philharmoniker, deren Klang bis heute unverwechselbar und einzigartig geblieben ist. Haitink wählt dazu mit Anton Bruckner einen Komponisten, der ihn sein Leben lang begleitet und geprägt hat, seitdem er als Achtjähriger erstmals eine Sinfonie von ihm hörte: «Bruckner war einfach immer da», erklärt der niederländische Maestro den Stellenwert, den der österreichische Sinfoniker für ihn einnimmt. Mit der Siebten in E-Dur widmet er sich obendrein der vielleicht beliebtesten und eingängigsten im Reigen der Bruckner-Sinfonien. Und wenn im ersten Teil auch noch Beethovens Viertes Klavierkonzert erklingt, ein Gleichnis auf die Macht der Musik, dann ist das Glück vollkommen. Zumal mit Murray Perahia ein musikalischer Poet und Philosoph den Solopart spielt.

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Konzert

Susanne Elmark | Heinz Holliger | JACK Quartet | Marie-Lise Schüpbach u.a.

Moderne 4

Susanne Elmark, Sopran
Heinz Holliger, Englischhorn und Oboe
JACK Quartet: Christopher Otto, Violine | Austin Wulliman, Violine | John Pickford Richards, Viola | Jay Campbell, Violoncello
Marie-Lise Schüpbach, Englischhorn und Oboe
Thomas Kessler, Klangregie
Reinhard Manz, Video


Zum 80. Geburtstag von Heinz Holliger
Heinz Holliger (*1939)
Streichquartett Nr. 2
Not I. Monodram für Sopran, Live-Elektronik und Video auf einen Text von Samuel Beckett

Werke für Oboe und/oder Englischhorn von Heinz Holliger, Rudolf Kelterborn und György Kurtág sowie Uraufführungen von György Kurtág, Roland Moser und Younghi Pagh-Pan

In Zusammenarbeit mit der Paul Sacher Stiftung

Seit fast sechs Dezennien ist Heinz Holliger LUCERNE FESTIVAL eng verbunden und hat hier als Komponist, Oboist und Dirigent nachdrücklich Akzente gesetzt. Er wirkte im vormaligen Schweizerischen Festspielorchester mit, prägte 1998 als «composer-in-residence» das Programm und stand mehrfach auch am Pult der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY. Heinz Holliger gehört also gewissermassen zur Familie. Im Mai wird er 80 – und wir feiern diesen runden Geburts- tag nachträglich mit einem Kammerkonzert. Der Jubilar selbst wird Stücke von Rudolf Kelterborn und György Kurtág interpretieren, die für ihn entstanden sind. Kurtág, Younghi Pagh-Pan und Roland Moser haben Holliger zu Ehren neue Werke geschaffen. Zudem stehen wichtige eigene Arbeiten auf dem Programm, darunter das Zweite Streichquartett, das der Geiger Thomas Zehetmair einmal als «Explosion der Farbe» charakterisiert hat, und Not I nach Samuel Beckett. Als «Verstummung» hat Holliger dieses Monodram für eine Sopranistin bezeichnet, denn der Wortstrom der Solistin wird live-elektronisch vervielfältigt und verfremdet, zunehmend unscharf und am Ende gänzlich ausgelöscht.

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Konzert

Open-Air-Überraschungskonzert

Zu Gast bei der Buvette

Musiker der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY

LUCERNE FESTIVAL ist mehr als nur das abendliche Sinfoniekonzert: Auf dem Luzerner Inseli etwa erwarten Sie Open-Air-Programme mit Musikern der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY vor einer traumhaften Kulisse – an drei Samstagen während des Sommer-Festivals.

Eintritt frei

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Konzert

Rotterdam Philharmonic Orchestra | Lahav Shani | Vilde Frang

Sinfoniekonzert 20

Rotterdam Philharmonic Orchestra
Lahav Shani, Dirigent
Vilde Frang, Violine


Max Bruch (1838–1920)
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26
Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 5 B-Dur WAB 105

Es schien wie ein symbolischer Akt: Als Daniel Barenboim das West-Eastern Divan Orchestra beim Sommer-Festival 2015 eine zweite Zugabe spielen liess, räumte er seinen Platz auf dem Podium und bat seinen Assistenten ans Pult – Lahav Shani! Die Stabübergabe zwischen den Generationen, die sich damals andeutete, hat mittlerweile stattgefunden: Der 1989 geborene Shani steht seit Herbst 2018 an der Spitze des Rotterdam Philharmonic Orchestra, mit dem er jetzt erstmals in Luzern gastiert, und 2020 tritt er überdies die Nachfolge von Zubin Mehta als Chef des Israel Philharmonic an. Diesen jungen Maestro, dessen «weiche, fliessende, elegante, fast tänzerische Schlagtechnik» die Presse rühmt, sollte man nicht verpassen – ihm gehört die Zukunft. Mit der monumentalen Fünften Sinfonie von Anton Bruckner hat er sich für seinen Einstand ein Werk ausgesucht, das mit mächtigen Steigerungskurven, komplexer Polyphonie und mystischer Verinnerlichung alles von ihm abverlangt. Zuvor wird die junge Norwegerin Vilde Frang Max Bruchs hochromantisches Erstes Violinkonzert interpretieren: Geigenkunst vom Feinsten, Musik zum Schwelgen.

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Konzert

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Mariano Chiacchiarini | Michael Zisman

Late Night 4

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI
Mariano Chiacchiarini, Dirigent
Michael Zisman, Bandoneon


Astor Piazzolla (1921–1992)
Decarísimo
Konzert für Bandoneon, Streicher und Schlagzeug
Oblivion
Tangazo für Kammerorchester
Adiós Nonino
Libertango

Im Sommer 2015, als der argentinische Dirigent Mariano Chiacchiarini im Rahmen der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY zu Gast war, erwies er sich abseits des Konzertpodiums als begnadeter Tangotänzer. Nun darf er diese Leidenschaft auch am Pult ausleben: Gemeinsam mit den LUCERNE FESTIVAL ALUMNI gestaltet er eine mitreissende Tango-Nacht mit Musik seines legendären Landsmanns Astor Piazzolla. Piazzolla erweiterte den traditionellen Tango Argentino um Einflüsse aus Jazz und Klassik, um raffinierte Harmonien und neue Spieltechniken, und führte ihn so aus den Nachtclubs in den Konzertsaal. Und er komponierte Werke für Orchester, den «grossen Tango» Tangazo beispielsweise oder sein kraftvoll loderndes Bandoneon-Konzert. Michael Zisman, der Schweizer Bandoneon-Virtuose mit argentinischen Wurzeln, wird es mit Sinn für den rhythmischen Drive wie auch für die nachdenklichen Momente dieser Musik interpretieren. Hinzu kommen unverwüstliche Piazzolla-Hits wie Oblivion, Adiós Nonino oder Libertango, sein wohl berühmtestes Werk.

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Konzert

Maurizio Pollini

Rezital 4 − Klavier

Maurizio Pollini, Klavier
André Richard, Klangregie (Nono)


Johannes Brahms (1833–1897)
Drei Intermezzi op. 117
Luigi Nono (1924–1990)
… sofferte onde serene … für Klavier und Tonband
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Klaviersonate B-Dur op. 106 Hammerklaviersonate

Als Konzertpianist, erklärt Maurizio Pollini, müsse man immer wieder dieselben Stücke spielen. Seine Konsequenz daraus? «Deshalb zog ich es vor, nur Musik anzupacken, von der ich sicher war, dass sie mich nie langweilen würde.» Das Programm, das Pollini für dieses Rezital zusammengestellt hat, bietet dafür ein Paradebeispiel. Mit seinen mittlerweile 77 Jahren kann sich der italienische Grandseigneur der Tastenkunst besser denn je in die Seele des späten Johannes Brahms hineinversetzen, der seine letzten Klavierwerke als Monologe eines Einsamen am Instrument anstimmte. Beethoven wiederum hat Pollini sein Leben lang begleitet: Mit der Hammerklaviersonate erklimmt er den gefürchteten Mount Everest unter den 32 Beethoven-Sonaten. Pollini wäre jedoch nicht Pollini, hätte er sich nicht auch leidenschaftlich für die zeitgenössische Musik eingesetzt. Deshalb spielt er Nonos … sofferte onde serene … für Klavier und Tonband, das die Erfahrung von Trauer reflektiert. Dabei arbeitet Nono mit dem Schwingen und Ausklingen von Tönen oder Akkorden – und greift damit auch die Glockenklänge seiner Heimatstadt Venedig auf, die über die Lagune hallen.

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Konzert

«Kromoritmos»

Familienkonzert Quatuor Beat 1

Quatuor Beat: Gabriel Benlolo, Schlagzeug | Adrien Pineau, Schlagzeug | Laurent Fraiche, Schlagzeug | Jérôme Guicherd, Schlagzeug
Pierre-Jean Carrus, Regie
Moïse Hill, Lichtdesign


«Kromoritmos»
Ein Rhythmus-Spektakel mit Musik von Leonard Bernstein, Goran Bregović, Astor Piazzolla u. a.

Für alle ab 5 Jahren

Nein, es ist nicht der männliche Schweizer Vorname, dem das Quatuor Beat die Reverenz erweist. Vielmehr führen die vier Schlagzeuger aus Frankreich das englische Wort «Beat» im Titel. Denn das charakterisiert ganz gut, was sie auf der Bühne tun: Sie trommeln und grooven, was das Zeug hält! Mit ihrer preisgekrönten Produktion Drumblebee sorgten sie bereits vor einigen Jahren für grosse Begeisterung in Luzern. Nun kehrt das Quatuor Beat mit Kromoritmos zurück an den Vierwaldstättersee und führt junge (und junggebliebene) Hörer in einem ebenso energiegeladenen wie witzigen Parcours durch die zeitgenössische und populäre Musik: von Leonard Bernsteins West Side Story bis zu Astor Piazzolla, von Witold Lutosławski bis zu Goran Bregović. Dabei wechseln die Vier zwischen Marimba- und Vibraphon, Becken und Bongos: ein perkussives Universum voller verschiedener Klangfarben (Chromos) und Rhythmen (Ritmos), bevölkert von Instrumenten aus Holz, Fell oder Metall, die man schlagen, streicheln, kratzen und schütteln kann.

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Konzert

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Riccardo Chailly

Sinfoniekonzert 21

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI
Riccardo Chailly, Dirigent
Jacques Zoon, Flöte
Lucas Macías Navarro, Oboe


Aleksandr Mossolow (1900–1973)
Eisengiesserei op. 19
Bruno Maderna (1920–1973)
Grande Aulodia für Flöte und Oboe solo mit Orchester
Schweizer Erstaufführung
Arnold Schönberg (1874–1951)
Fünf Orchesterstücke op. 16
Fassung für grosses Orchester von 1909
Wolfgang Rihm (*1952)
Dis-Kontur für grosses Orchester
Schweizer Erstaufführung

Erstmals dirigiert Riccardo Chailly das Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI, das ausgewählte ehemalige Teilnehmer der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY vereint. «Aufbruch» könnte als Motto über dem Programm stehen, das Chailly zusammengestellt hat. So wagte Arnold Schönberg 1909 mit seinen Fünf Orchesterstücken op. 16 den Schritt in die freie Atonalität und zu einer äusserst verdichteten Expressivität. Aleksandr Mossolow wiederum, später unter Stalin zur Zwangsarbeit im Gulag verurteilt, steht für die sowjetische Musik-Avantgarde der Zwanziger Jahre: Seine berühmte Eisengiesserei verwandelt das Orchester in eine rhythmisch stampfende Riesenmaschine und den Konzertsaal in eine Fabrikhalle. Hinzu kommen zwei späte Schweizer Premieren: Wolfgang Rihm zeigte mit Werken wie Dis-Kontur, dass sich auch in den 1970ern noch eine musikalische Revolution anzetteln liess, stiess seine emotional-direkte Klangsprache bei den Dogmatikern der Neuen Musik doch auf empörte Ablehnung. Chaillys Landsmann Bruno Maderna schliesslich evoziert mit dem frei fliessenden Melos seines Doppelkonzerts den Klang des altgriechischen Aulos.

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Konzert

London Symphony Orchestra | Sir Simon Rattle | Barbara Hannigan

Sinfoniekonzert 22 – räsonanz Stifterkonzert

London Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle, Dirigent
Barbara Hannigan, Sopran


Hans Abrahamsen (*1952)
let me tell you für Sopran und Orchester
Olivier Messiaen (1908–1992)
Éclairs sur l’Au-Delà … für grosses Orchester

«Lass mich dir erzählen, wie es war»: Ophelia, Spielball in den Machtkämpfen am dänischen Königshof, erhält eine Stimme. Der walisische Schriftsteller Paul Griffiths hat ihre Worte aus Shakespeares Hamlet-Drama zu einem grossen Monolog verbunden, der Däne Hans Abrahamsen daraus einen bewegenden Zyklus von Orchesterliedern geformt. Feinfühlig entwirft er das usikalische Psychogramm eines jungen Mädchens, das sich an seine Liebe und Hoffnungen erinnert, von seiner seelischen Bedrängnis und existentiellen Verzweiflung berichtet. Dass let me tell you seit der Premiere im Jahr 2013 weltweit für Furore sorgt, liegt nicht zuletzt an Ausnahmesopranistin Barbara Hannigan, für die Abrahamsen das Werk komponiert hat. Hannigans stupende Vokalkunst verleitete den Figaro zur Mutmassung, sie stamme wohl «von einem anderen Planeten». Nicht mehr von dieser Welt zu sein scheint auch Olivier Messiaens grosses Orchesterwerk Éclairs sur l’Au-Delà ..., sein Opus ultimum. In elf Sätzen richtet es unseren Blick auf die Ewigkeit: mit mächtigen Bläsersätzen, Vogelstimmen-Polyphonie und verklärten Kantilenen der Streicher.

räsonanz Stifterkonzert. Eine Initiative der Ernst von Siemens Musikstiftung, in Kooperation mit LUCERNE FESTIVAL und musica viva des Bayerischen Rundfunks

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Konzert

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI | Riccardo Chailly

Die LUCERNE FESTIVAL ALUMNI in Hamburg

Orchester der LUCERNE FESTIVAL ALUMNI
Riccardo Chailly, Dirigent
Jacques Zoon, Flöte
Lucas Macías Navarro, Oboe


Aleksandr Mossolow (1900–1973)
Eisengiesserei op. 19
Bruno Maderna (1920–1973)
Grande Aulodia für Flöte und Oboe solo mit Orchester
Arnold Schönberg (1874–1951)
Fünf Orchesterstücke op. 16
Fassung für grosses Orchester von 1909
Wolfgang Rihm (*1952)
Dis-Kontur für grosses Orchester

Einen Tag nach ihrem letzten Luzerner Konzert gastieren die LUCERNE FESTIVAL ALUMNI in der Hamburger Elbphilharmonie, unter der Leitung von Riccardo Chailly und mit zwei Solisten aus den Reihen des LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA. «Aufbruch» könnte als Motto über dem Programm stehen, das Chailly zusammengestellt hat. So wagte Arnold Schönberg 1909 mit seinen Fünf Orchesterstücken op. 16 den Schritt in die freie Atonalität und zu einer äusserst verdichteten Expressivität. Aleksandr Mossolow dagegen, später unter Stalin zur Zwangsarbeit im Gulag verurteilt, steht für die sowjetische Musik-Avantgarde der Zwanziger Jahre: Seine berühmte Eisengiesserei verwandelt das Orchester in eine rhythmisch stampfende Riesenmaschine und den Konzertsaal in eine Fabrikhalle. Wolfgang Rihm wiederum zeigte mit Werken wie Dis-Kontur, dass sich auch in den 1970ern noch eine musikalische Revolution anzetteln liess, stiess seine emotional-direkte Klangsprache bei den Dogmatikern der Neuen Musik doch auf empörte Ablehnung. Chaillys Landsmann Bruno Maderna schliesslich evoziert mit dem frei fliessenden Melos seines Doppelkonzerts den Klang des altgriechischen Aulos.

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Konzert

Bomsori Kim | Michail Lifits

Debut 6

Bomsori Kim, Violine
Michail Lifits, Klavier


Robert Schumann (1810–1856)
Violinsonate a-Moll op. 105
Jean Sibelius (1865–1957)
Auswahl aus den Stücken op. 79
Sergej Prokofjew (1891–1953)
Violinsonate Nr. 2 D-Dur op. 94b
Franz Waxman (1906–1967)
Carmen-Fantasie

Kim, zu Deutsch: «Gold», ist in Korea der häufigste Nachname überhaupt, etwa 22% der Bevölkerung tragen ihn. Bomsori Kim aber ist ein echtes Unikat, und bei ihr ist die Bedeutung des Namens auch durchaus angebracht. Denn die 1989 geborene Geigerin, die in Seoul und an der New Yorker Juilliard School ausgebildet wurde, bringt mit ihrem Spiel die Musik zum Funkeln. Die Preisträgerin beim Moskauer Tschaikowsky- und beim ARD-Musikwettbewerb, beim Concours Reine Elisabeth und bei der Sibelius-Konkurrenz in Helsinki war mittlerweile schon im Wiener Musikverein und im Münchner Prinzregententheater zu Gast, in der Berliner Philharmonie und in der New Yorker Carnegie Hall. Und gerade erst, im Februar 2019, konnte sie sogar beim berühmten New York Philharmonic debutieren. Bei ihrem Luzerner Einstand lässt sich Bomsori Kim auch vom Festspielmotto «Macht» leiten – etwa mit Prokofjews Zweiter Violinsonate, die den Bedrängnissen von Krieg und stalinistischer Repression das Ideal schwereloser Schönheit entgegensetzt. Und am Ende schlüpft die Geigerin auch noch in die Rolle der Carmen, der machtvollen Verführerin schlechthin.

Strebi-Stiftung Luzern - Partner «Debut»-Reihe

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Konzert

Studierende der Hochschule Luzern – Musik | Susanne Stähr

40min 7

Studierende der Hochschule Luzern – Musik
Susanne Stähr, Moderation


«Sergej und der Wolf. Prokofjew – ein Leben im Schatten der Macht»

Klassik ganz unkompliziert: Wenn der Arbeitstag vorbei ist, der Abend aber noch nicht richtig begonnen hat – dann ist Zeit für Musik. Genauer: für 40 Minuten Musik. Immer um 18.20 Uhr, vor den «grossen» Sinfoniekonzerten also, stellen sich in der Reihe «40min» ausgewählte Festivalkünstler vor. Der Eintritt ist frei, einen Dresscode gibt’s nicht, und auch Vorwissen ist nicht nötig. Denn die Künstler machen nicht nur Musik, sondern schlüpfen auch in die Rolle des Moderators und erklären, was sie da spielen und warum sie es so und nicht anders spielen. Schnuppern Sie doch mal rein!

Eintritt frei

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Konzert

London Symphony Orchestra | Sir Simon Rattle

Sinfoniekonzert 23

London Symphony Orchestra
Sir Simon Rattle, Dirigent


Joseph Haydn (1732–1809)
Sinfonie D-Dur Hob. I:86
Benjamin Britten (1913–1976)
The Young Person’s Guide to the Orchestra op. 34
Sergej Rachmaninow (1873–1943)
Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27

Das zweite Programm, das er mit seinem London Symphony Orchestra gestaltet, ist ganz nach dem Geschmack von Sir Simon Rattle. Zuerst gibt es Haydn, von dessen verblüffenden Ideen und tönenden Überraschungscoups Rattle gar nicht genug bekommen kann. «Ich bin verrückt nach ihm», gestand er einmal. Mit seinem Landsmann Benjamin Britten und dem Young Person’s Guide to the Orchestra präsentiert Rattle dann ein sinfonisches Education-Projekt: Britten führt hier das prächtige barocke Rondeau aus Henry Purcells Abdelazar durch die verschiedenen Instrumente des Orchesters und demonstriert dabei, welche Maskeraden in der Musik durch die Besetzung und das Arrangement möglich sind – ein spielerisches Vergnügen für Jung und Alt. Im zweiten Teil aber öffnet Rattle die Zauberkiste des spätromantischen Orchesters und widmet sich Rachmaninows Zweiter Sinfonie, die 1906/07 in Dresden entstand: eine Musik, die von schier unendlichen Melodien beseelt und beatmet wird. Und sich zu einer Macht- und Prachtdemonstration der Klangfantasie aufschwingt, ohne je ihren elegischen Tonfall zu verlieren.

Mit freundlicher Unterstützung der Kühne-Stiftung

Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu.

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Konzert

Studierende der Hochschule Luzern – Musik | Ruth Reinhardt | Daniela Argentino

40min 8

Studierende der Hochschule Luzern – Musik
Ruth Reinhardt, Dirigentin
Daniela Argentino, Sopran


Thomas Kessler (*1937)
Shifted Vibrations für Violine, Flöte, Klarinette, Schlagzeug und Klavier
Flüchtige Gesänge für Sopran und Ensemble

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Eintritt frei

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Konzert

Orchestre National de France | Emmanuel Krivine | Evgeny Kissin

Sinfoniekonzert 24

Orchestre National de France
Emmanuel Krivine, Dirigent
Evgeny Kissin, Klavier


Franz Liszt (1811–1886)
Mazeppa S 100
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 A-Dur S 125
Modest Mussorgsky (1839–1881) / Maurice Ravel (1875–1937)
Bilder einer Ausstellung

Er galt als russisches Wunderkind, interpretierte mit zehn schon Klavierkonzerte, feierte mit siebzehn, als Solist im Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker unter Karajan, seinen Durchbruch: Seit mittlerweile drei Jahrzehnten strahlt Evgeny Kissins Stern am Firmament der internationalen Pianistenszene. Aber der einst so scheue Musiker, der heute als britischer und israelischer Staatsbürger in Prag lebt, hat sich in den letzten Jahren gehäutet, er wirkt offener, zugänglicher, bekennt freimütig Farbe. Seiner Kunst hat das nicht geschadet: Wenn Kissin Liszt spielt, wie in diesem Konzert, dann kommen die Klavierfans ganz auf ihre Kosten. Denn dieser Pianist beherrscht von ätherischen, traumverlorenen Klängen bis zum vollgriffigen, raumfüllenden Forte auch wirklich alle Register. Seine musikalischen Partner in Luzern sind das Orchestre National de France mit seinem Chefdirigenten Emmanuel Krivine, die nach der Pause Ravels kongeniale Orchesterfassung von Mussorgskys Bildern einer Ausstellung spielen – ein Werk, das beweist, was mit Musik alles möglich ist: Bei diesem imaginären Museumsrundgang beginnen wir sogar mit den Ohren zu sehen.

Aktion «Luege | Lose | Erläbe – gemeinsam ins Konzert»
Was gibt es Schöneres, als den Nachwuchs in die Geheimnisse der klassischen Musik einzuführen? Beim Kauf einer Eintrittskarte erhalten Erwachsene zwei gleichwertige Freikarten für ihre jugendliche Begleitung dazu.

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Konzert

Esmé Quartet

Debut 7

Esmé Quartet: Wonhee Bae, Violine | Yuna Ha, Violine | Jiwon Kim, Viola | Ye-eun Heo, Violoncello

Felix Mendelssohn (1809–1847)
Streichquartett f-Moll op. 80
Franz Schubert (1797–1828)
Streichquartett G-Dur D 887

Ein Streichquartett, das sich aus vier Frauen zusammensetzt, ist noch immer eine Seltenheit auf den internationalen Konzertpodien. Wenn dieses in Deutschland beheimatete Quartett überdies von vier Koreanerinnen gebildet wird, steigt der Raritätsfaktor weiter. Und da es auch noch bei den grossen Wettbewerben reihenweise Preise abgeräumt hat, darf man mit Fug und Recht von einem Novum sprechen. Das Esmé Quartett, das 2017 erfolgreich aus der Kammermusikkonkurrenz von Trondheim hervorging, 2018 die Londoner «Wigmore Hall Competition» gewann und bei der Académie du Festival dʼAix ausgezeichnet wurde, studiert gegenwärtig an der Musikhochschule in Lübeck bei Heime Müller, dem früheren Geiger des Artemis Quartetts. Und liest man Namen wie Günther Pichler, Eberhard Feltz oder András Keller, bei denen die vier Musikerinnen Meisterkurse absolvierten, dann weiss man, dass sie mit allen Wassern der Interpretationskunst gewaschen sind. In Luzern stellen sich die Vier mit den letzten Quartetten von Felix Mendelssohn und Franz Schubert vor, die verblüffend in die Zukunft weisen. Vor allem Schuberts G-Dur-Quartett klingt zeitweilig fast wie Bruckner.

Strebi-Stiftung Luzern − Partner «Debut»-Reihe

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Melinda Esterházy de Galantha Zürich

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