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HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zählt zu den wichtigsten internationalen Zentren der zeitgenössischen Künste in Deutschland und Europa. Seit Juli 2018 ist Carena Schlewitt Intendantin. Mit jährlich rund 250 Veranstaltungen agiert HELLERAU als interdisziplinäres Koproduktions- und Gastspielhaus und bietet den zeitgenössischen Künsten Tanz, Theater, Performance, Neue Musik, Medienkunst und Bildende Kunst Räume für Produktion und Präsentation. Fester Bestandteil ist das biennal stattfindende Festival TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik. HELLERAU. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist Company in Residence.

Zur Geschichte:
HELLERAU wurde 1911 als Festspielhaus und Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Wegbereiters der modernen Architektur Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques Dalcroze erbaut. Als kulturelles Zentrum der ersten deutschen Gartenstadt zog der legendäre Bau bis 1914 Künstler aus ganz Europa nach Hellerau, unter ihnen Rilke, Kafka, Diaghilew, Van de Velde, Kokoschka, Gropius, Van der Rohe, Werfel, Busoni, Milhaud, Le Corbusier, Nolde und Stefan Zweig.

Kontakt

HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden

Telefon: +49 351-264 62 10
E-Mail: info@hellerau.org

 

Tickets online unter www.hellerau.org

Vorverkauf:
Besucherzentrum im Seitengebäude West
Karl-Liebknecht-Straße 56, 01109 Dresden
Montag-Freitag: 10 – 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11 – 18 Uhr
Telefon: +49 351-264 62 46
Email: ticket@hellerau.org
Tanz

OPOTFOTF

Caroline Beach, Susan Schubert/go plastic company, Magdalena Weniger/KOMA

Was gestern noch absurd schien, ist heute schon normal? Die Dresdner Choreografinnen und Performerinnen Beach/ Schubert/Weniger bringen die sich scheinbar endlos emporschraubende, tägliche Erregungskurve als Seifenoper- Musical auf die Bühne. Inspiriert von Musicals und Soap- Operas, assoziativen Performances, Medienkunst, Perücken, DIY-Videos, gesungenen Songs, Dilettantismus, Kaffee, Zeitungsannoncen, Memes, Gratisboxen und höchst professionellem Blabla stürzen sie sich in ihre erste gemeinsame Kollaboration. Auf ihrer dadaistischen Reise in die Abgründe der sensationsgeladenen Gegenwart zerren sie das Publikum mit hitverdächtigen Stimmen und expressivem Bühnengeschehen von Höhepunkt zu Höhepunkt.

Immer unfassbarer empfinden wir die Zustände unserer politischen, sozialen und wirtschaftlichen Systeme, Absurdität wird immer normaler. Wird etwas nrml (Syn. u.a. an der Tagesordnung, eingebürgert, gang und gäbe), ist es schwer für uns, es länger als unglaublich, schrecklich oder ärgerlich zu empfinden. K.K. (einschließlich verrücktrester Internet-Hypes) kann den Unsinn der Realität, in der wir leben, übertreffen, denn, wir, werden, heutzutage, ((standjanuarzweitausendneunzehn)), leichter, von, Gefühlen, als, von Argumenten aka Fröschen eingefleischt. Mit schamrotem Gesicht machen wir Stiefkinder und ein sensationsgeladenes Seifenoper- Musical: OPOTFOTF. Was ist das heutzutage? Ist es die Normalisierung des gestern Unglaublichen? Der Politiker*innenbart war vielleicht halb fertig gebaut, aber die Leute machen Mischgetränke, wie das alte Sprichwort und Mutter Natur sagt: Wir wissen, dass dies schwierige Zeiten für die Navigation sein kann, aber we believe, dass wir die Frage und Antwort haben: O-P-O-T-F-O-T-F. In dieser Sprachphilosophie ist die globale Idee eines Gefühls, das auch als Muster-Affe bezeichnet wird, anders und es wurde versucht, einen kohärenten Ansatz zu finden, um im Internet die Wahrheit vom lästigen Seidenpapier zu unterscheiden- ein Versuch word.

Ein sensationsgeladenes Seifenoper-Musical | Uraufführung | Publikumsgespräch am 20.04.

Vorhang geht an.

“Ich habe auch oft Angst vor Veränderungen. Respektive der Zukunft. Ehrlich gesagt, die Unvorhersehbarkeit dieser ganzen Veranstaltung hier beunruhigt mich.(zitatende)”
Siri*: “Guten Morgen. Für mich bitte zwei Zucker und Ojamilch. Meine weißen Minderheiten kriegen sich dann hoffentlich wieder ein.”

Das Licht geht aus und im Hintergrund fegt ein mageres Insekt Scherben eines Reichsapfels zusammen.

“Mi!Mi!Mi!Mi!”
“Die Frage ist: Nenne die wichtigen Kontinente.”
“Haben wir was vergessen?“
“Handy, *Weltfrieden und den Geburtstag meiner Oma.”
Seufzen.
Gemeinsam stimmen sie an “Oh Honey. Honig. Honey. Honig. Oh Honey. Honig Honig Honig. Honiiiiiiiiiiiig”

Performance von Caroline Beach, Susan Schubert/go plastic company, Magdalena Weniger/KOMA.

Sie sind aktiv in der freien Tanz-/ Performanceszene Dresdens. Bisher haben sie hauptsächlich eigene (Kompagnie-) Projekte verfolgt, kürzlich haben sie entdeckt, dass sie manche Begeisterung teilen. Inspiriert von Musicals und Soap-Operas, assoziativen Performances, Collagen, Schlaf, Medienkunst, Perücken, DYI- Videos, gesungenen Songs, Dilettantismus, Kaffee, Zeitungsannoncen, Memes, Gratisboxen und blabla stürzen sie sich nun in ihre erste gemeinsame Kollaboration.

Performance, Musik, Videos und Ausstattung von und mit u.a. Caroline Beach, Susan Schubert, Magdalena Weniger, Alexander Scharf, Paul Barsch, Lucie Freynhagen
Technische Leitung: Martin Mulik
Sprache: Deutsch, Englisch, ohne Untertitel
Collage: Magdalena Weniger

Eine Produktion von Caroline Beach, Susan Schubert/go plastic company, Magdalena Weniger/KOMA in Koproduktion mit HELLERAU

11/7 €
Musik

Dienstagssalon mit Max Rademann

Zu Gast: Ikarus (DE/CH)

Anna Hirsch – Voc
Andreas Lareida – Voc
Lucca Fries – Piano
Mo Meyer – Kontrabass
Ramón Oliveras – Schlagzeug, Komposition


Ikarus ist mit der schillernden Musik ihres neuen Albums Mosaismic auf Releasetour, welches auf Nik Bärtsch’s Boutique-Label Ronin Rhythm Records erschienen ist. Die Schweizer Band – bestehend aus Schlagzeug, Bass, Piano, sowie männlichem und weiblichem Gesang – ist häufig in Europa und Japan unterwegs und entführt ihre Zuhörer in ein sich ständig veränderndes Mosaik, eine Art Klangmobile. Ihr einzigartiger Klang basiert auf kontinuierlich permutierenden Polyrhythmen, treibenden Grooves, organischer Improvisation und der bezaubernden Mischung der beiden Stimmen. Die Formation nennt Einflüsse so weitreichend wie Morton Feldman, The Knife, Craig Taborn, Meshuggah und Steve Reich, aber auch traditionelle westafrikanische Rhythmen. So entsteht eine bisher ungehörte Musik die bildhaft zwischen nordischer Dunkelheit und tropischer Farbpalette oszilliert.

Ramón Oliveras schloss 2014 mit dem Master of Arts in Jazzschlagzeug an der Zürcher Hochschule der Künste ab. Er lebt in seinen eigenen Projekten IKARUS und dem Future-Arrrt- Pop-Duo JPTR seine musikalische Sprache und seine Vision von Musik als Gesamtkunstwerk. Ramón ist zudem Schlagzeuger im internationalen Trio Punkt3 und Booker und Co-Organisator beim Zürcher Festival Perlaton. Er lebt in Zürich. Stipendien und Förderbeiträge: 2016 Artist in Residency Re/Fugium in Dangio-Torre, 2015 Artist in Residency im Maison des Artistes, 2013 Förderpreis der Friedl-Wald- Stiftung, 2013 Hirschmann-Stipendium.

Stefanie Suhner schloss 2013 mit dem Master of Arts in Jazzgesang an der Zürcher Hochschule der Künste ab und lebt in Zürich. Unter anderem ist Stefanie Backing Vocalist beim Schweizer Soulsänger Seven und Sopranistin von The Voices, mit welchen sie Udo Jürgens auf den Tourneen 2012 bis 2014 begleitete. Ihr Soloprojekt Amelié Junes veröffentlichte im Februar 2016 das erstes Album produziert von James Gruntz.

Andreas Lareida hat an der Hochschule der Künste Bern HKB Jazzgesang studiert und 2011 mit dem Master of Arts in Music Performance abgeschlossen. Sein Ensemble Àgora arbeitet im Moment am syzweiten Album. Er fühlt sich im Jazz, wie auch in der freier Improvisation und dem Pop zuhause und ist Organisator der Reihe Kind of Jazz, welche Konzerte in Luzern und Bern veranstalten.

Lucca Fries schloss 2012 seinen Master of Arts in Music Performance in Luzern ab. Neben Ikarus hört man ihn vor allem mit seiner Band Hely (mit Jonas Ruther), deren neues Album Jangal im April 2016 auf Traumton Records erschien. Mit ihrem Debutalbum „Rapture“ wurden sie für die Swiss Diagonal Jazz Tour 2015 ausgewählt. Lucca Fries lebt in Winterthur.

Moritz Meyer ist als vielseitiger und aktiver Bassist der jungen CH-Jazzszene bekannt und lebt in Zürich. Neben Ikarus und dem Joscha Schraff Quartett fühlt er sich vor allem auch im Pop zuhause. Er ist dort als Mitglied der Band JAS CRW und Celia Hunch aktiv.

11/7 €
Tanz

Erbstücke: Caída del Cielo

Rocío Molina (ES)

„Caída del Cielo“ verbindet ungezähmten, virtuosen Flamenco mit einem Rock-Konzert und Performancekunst. In sinnlichen Bildern und enormer Energie, mitreißenden Rhythmen und großer Klarheit nimmt Rocío Molina das Publikum mit auf diese große Fahrt. Die spanische Choreografin und Tänzerin Rocío Molina gilt als Erneuerin des Flamencos, den sie seit ihrer Kindheit beherrscht. Ihr Stück „Caída del Cielo” ist die Reise einer Frau, die nach ihren Wurzeln sucht, deren Tanz ihrem Schoß entspringt und der Erde, die sie mit energisch hämmernden Fersen tritt.

23/11 €
Tanz

Erbstücke: Slave to the Rhythm

Hermann Heisig (DE)

Im Kontext der Lebensreformbewegung begründete der Schweizer Komponist und Musikpädagoge Émile Jaques-Dalcroze zu Beginn des 20. Jahrhunderts die rhythmischmusikalische Erziehung als eine Methode, die unmittelbare Verbindung zwischen Musik und Bewegung „bewegte Plastik“ körperlich darzustellen. Dieser künstlerische Ansatz war Teil eines umfassenden Gesellschaftsentwurfes, ein sozialutopisches Experiment, geschaffen aus einer Suche nach dem „neuen Menschen“. Im Zentrum der rhythmisch-tänzerischen Übungen stand die Idee der Ganzheitlichkeit, des harmonischen Zusammenwirkens aller Kräfte.

In „slave to the rhythm“ unternimmt der Choreograf Hermann Heisig gemeinsam mit vier Tänzer*innen den Versuch einer körperlichen Annäherung an Dalcroze’ Methode. Im Fokus steht dabei weniger die detailgenaue Rekonstruktion der historischen Vorlagen, sondern vielmehr eine Konfrontation ganzheitlicher Körperideologien mit den fragmentierten Wahrnehmungsmustern unserer Zeit. Heisig interessiert sich für den Punkt, an dem Harmonie totalitär wird, das Lebendige mechanisch, oder auch der Rhythmus und die Dynamik einer Gruppe außer Kontrolle geraten.

Idee: Hermann Heisig
Von und mit: Pieter Ampe, Jessica Batut, Hermann Heisig, Elpida Orfanidou,Alma Toaspern
Bühne und Kostüme: Marie Gerstenberger
Musik:Gunnar Wendel aka Kassem Mosse
Licht: Thomas Achtner
Produktionsleitung: Susanne Ogan

Eine Produktion von Hermann Heisig in Koproduktion mit Schauspiel Leipzig und HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Gefördert aus Mitteln des Fonds Darstellende Künste und der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

11/7 €
Performance

Erbstücke: Situation mit Doppelgänger

Oliver Zahn/Julian Warner/HAUPTAKTION (DE)

In einer Doppelvorstellung zeigt Oliver Zahn zwei ebenso provokante wie luzide Arbeiten, die er mit dem Genrebegriff „Essayperformance“ beschreibt. In „Situation mit ausgestrecktem Arm“ erzählt und analysiert der junge Münchner Regisseur in Zusammenarbeit mit der Performerin Sara Tamburini die Kulturgeschichte eines belasteten Symbols – es geht um die Entstehung und das Nachleben des Hitlergrußes. Das Ergebnis ist eine konzentrierte Studie mit Fußnoten über die Politik der Kunst und die Kunst der Politik. Der Nachfolger, „Situation mit Doppelgänger“, thematisiert die Vereinnahmung „schwarzer“ und anderer minoritärer Tanzformen in der Pop-Kultur und in Minstrel-Shows des 19. Jahrhunderts. Welche Bedeutungen haben Tanze? Gehören sie irgendwem und wer darf sie dann überhaupt tanzen? Gemeinsam mit dem Performer Julian Warner untersucht Oliver Zahn die Konstruktion von Authentizität und den Vorgang kultureller Aneignung in seinen verschiedenen Ausformungen. „Situation mit Doppelgänger“ ist zum ersten Mal in München zu sehen.

Beide Stücke sind Produktionen der Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Regie (Leitung: Prof. Sebastian Baumgarten). „Situation mit Doppelgänger“ ist entstanden in Kooperation mit dem Ballhaus Ost Berlin.
Performance

Erbstücke: Situation mit ausgestrecktem Arm

Oliver Zahn/HAUPTAKTION (DE)

In einer Doppelvorstellung zeigt Oliver Zahn zwei ebenso provokante wie luzide Arbeiten, die er mit dem Genrebegriff „Essayperformance“ beschreibt. In „Situation mit ausgestrecktem Arm“ erzählt und analysiert der junge Münchner Regisseur in Zusammenarbeit mit der Performerin Sara Tamburini die Kulturgeschichte eines belasteten Symbols – es geht um die Entstehung und das Nachleben des Hitlergrußes. Das Ergebnis ist eine konzentrierte Studie mit Fußnoten über die Politik der Kunst und die Kunst der Politik. Der Nachfolger, „Situation mit Doppelgänger“, thematisiert die Vereinnahmung „schwarzer“ und anderer minoritärer Tanzformen in der Pop-Kultur und in Minstrel-Shows des 19. Jahrhunderts. Welche Bedeutungen haben Tanze? Gehören sie irgendwem und wer darf sie dann überhaupt tanzen? Gemeinsam mit dem Performer Julian Warner untersucht Oliver Zahn die Konstruktion von Authentizität und den Vorgang kultureller Aneignung in seinen verschiedenen Ausformungen. „Situation mit Doppelgänger“ ist zum ersten Mal in München zu sehen.

Beide Stücke sind Produktionen der Theaterakademie August Everding und der Hochschule für Musik und Theater München mit dem Studiengang Regie (Leitung: Prof. Sebastian Baumgarten). „Situation mit Doppelgänger“ ist entstanden in Kooperation mit dem Ballhaus Ost Berlin.
Musik

Erbstücke: Feature Ring Erbstücke Spezial

Zu Gast: Lisa Bassenge (Gesang)

Unterschiedlicher könnten zwei Sängerinnen kaum sein. Wo in der vorherigen Ausgabe des Feature Rings eher das Experiment um den Stimmklang im Vordergrund stand, ist bei der Musik von Lisa Bassenge immer der Song die Basis der Kommunikation. Dabei ist die Bandbreite enorm, von klassischem Schlager über englischsprachigen Modern Jazz bis hin zu TripHop – immer ist ihre Stimme unverkennbar. Das honorierte auch das Publikum mit zwei goldenen Schallplatten.

11/7 €
Tanz

Erbstücke: Monument 0.5: The Valeska Gert Monument

Eszter Salamon und Boglàrka Börcsök (FR/DE)

Die in Berlin lebende, ungarische Choreographin Eszter Salamon beschäftigt sich seit längerem in ihrer MONUMENT-Reihe mit Erbe im engeren Sinne. Für Monument 0.5 hat sie sich mit dem Leben und dem Werk der deutschen Avantgarde-Künstlerin Valeska Gert – einer Zeitgenossin Wigmans – auseinandergesetzt. Eszter Salamon nähert sich Gert auf eine radikale, sehr persönliche Weise. Sie macht sich das Ungehörte, das Unsagbare, das in der Geschichte verschwundene zu eigen, sie transformiert sich selbst zu einer Wiedergängerin Gerts, um in einer absolut im Heute verwurzelten Performance die Bedeutung der Kunst für die Zukunft neu zu vermessen.

Das Stück wurde 2018 zur Tanzplattform Deutschland eingeladen, und ist für uns ein herausragendes Beispiel für einen schöpferischen, in die Zukunft gewandten Umgang mit Erbe, und noch dazu für eine extrem packende, intensive Bühnenarbeit.

Artistic direction: Eszter Salamon
Artistic collaboration: Boglárka Börcsök
Choreography and text : Boglárka Börcsök, Valeska Gert, Eszter Salamon
Performance: Boglárka Börcsök, Eszter Salamon
Light design, Scenography: Sylvie Garot
Sound design: Bart Aga, Marius Kirch
Technical direction: Matteo Bambi
Costume design: Anne-Catherine Kunz
Tailor: Marie Eva Rodriguez, Gisèle Charles
Set construction: Atelier de Nanterre-Amandiers

Production and organisationBotschaft GbR, Alexandra Wellensiek, Studio E.S, Elodie Perrin |
Co-production:PACT Zollverein (Essen), City of Women (Ljubljana), Théâtre Nanterre-Amandiers, Kaaitheater (Brussels)
Supported by: Fondation Boghossian – Villa Empain (Brussels), Museum der Moderne Salzburg, DRAC – Regional Agency of Cultural Affairs in Paris – The French Ministry of Culture and Communication
Funding:NATIONALES PERFORMANCE NETZ (NPN) Co-production Fund for Dance supported by the Federal Government Commissioner for Culture and Media

With the friendly support of: Fonds Transfabrik – Franco-German fund for the performing arts

Thanks to Stefanie Lingener, Herman Sorgeloos, Liza Baliasnaja, Mario Barrantes Espinoza, Nestor Garcia Diaz, Marie Messien, Robin Diehl

17/8 €
Führung

Erbstücke: Führung durch das Festspielhaus

Sie erfahren Interessantes über die aussergewöhnliche Geschichte des Festspielhauses, das nach Plänen von Heinrich Tessenow als Wegbereiter moderner Architektur des 20. Jahrhunderts erbaut wurde, sowie über den Ursprung des Hauses als Rhythmikschule. Entdecken Sie mit uns die bewegte Geschichte und Gegenwart des Hauses, das Künstler*innen und Architekt*innen aus ganz Europa anzog.

4/3 €
Tanz

Erbstücke: Dis_Sylphide

Saša Asentić & Collaborators (DE/RS)

Der serbische Choreograf Saša Asentić entwickelte „Dis_Sylphide“ gemeinsam mit der inklusiven Theatergruppe „Meine Damen und Herren“ aus Hamburg sowie mit weiteren Darsteller*innen mit geistigen Behinderungen aus Novi Sad/Serbien. Anhand von drei Klassikern des modernen Tanzes, dem „Hexentanz“ von Mary Wigman, „Kontakthof“ von Pina Bausch und „Self Unfinished“ von Xavier Le Roy legen Asentić und sein Team die Wurzeln zeitgenössischer Tanzarbeit und das ästhetische Regime der Tanzgeschichte frei.

Saša Asentić, geboren in Derventa im bosnisch-herzegovinischen Teil des ehemaligen Jugoslawiens, studierte Landwirtschaft und Pädagogik an der Universität in Novi Sad/Serbien und bildete sich im Bereich der Darstellenden Kunst autodidaktisch und informell weiter. Mit seiner Performance „My private bio-politics“ fand er 2007 internationale Anerkennung und arbeitet seitdem international als Regisseur, Performer, Kurator und Autor. 2012 war er Stipendiat der Akademie Schloss Solitude.

Publikumsgespräch im Anschluss am 02.05.
Dauer: 1 Std. 20 Min.
nicht barrierefrei

11/7 € *Doppelpack
Performance

Erbstücke: Creature

József Trefeli & Gábor Varga (CH)

József Trefeli und Gábor Varga haben eine ausgeprägte Fähigkeit, traditionellen Tanz zu analysieren und neu zu erfinden. In „Creature“ verwenden sie als Ausgangspunkt zahlreiche „Requisiten“ dieser Tänze, darunter Stücke, Peitschen, Masken und Kostüme. Diese traditionellen Accessoires und Abläufe dekonstruieren und recyceln sie spielerisch, um sie für das heutige Publikum relevant zu machen. Alte Dinge zu übernehmen, die zum Wegwerfen gedacht sind, sie zu dekonstruieren, sie wieder aufzubauen, um sie neu zu nutzen – das ist ein wunderbarer Prozess. Es geht nicht darum, zu reparieren, sondern in einem neuen Kontext zu arbeiten. Es entsteht eine eigene „Fakelore“, eine ganz neue Kreatur. 2017 wurde „Creature“ mit dem Schweizer Tanzpreis ausgezeichnet.

József Trefeli ist gebürtiger Australier mit ungarischen Wurzeln, Tanz-Absolvent der University of Melbourne und ehemaliger Tänzer der Alias Dance Company in Genf. 2005 begründete er seine eigene Company und entwickelte – getreu seinem multikulturellen Hintergrund – den virtuosen Umgang mit verschiedenen Tanzstilen, Aufführungsformen, Traditionen und Einflüssen zu seinem Markenzeichen. Mit seinen Stücken ist er weltweit unterwegs.

Creature wurde 2017 mit dem Schweizer Tanzpreis als herausragendes zeitgenössisches Tanzstück der Schweiz in der aktuellen Kategorie Tanzarbeiten ausgezeichnet.

Dauer: 35 Min.

Idee, Choreografie: József Trefeli & Gábor Varga
Tanz: József Trefeli & Gyula Cserepes
Musik: Frédérique Jarabo
Maske: Christophe Kuss
Kostüm: Kata Tóth

Spezialist für traditionelle Tänze aus dem Karpatenbecken: Kristóf Fundák

Finanzierung: Departement für Kultur der Stadt Genf, Pro Helvetia, Loterie Romande, Schweizerische Interpretengenossenschaft SIG, Commune de Lancy, Migros Pour-cent Culturel, Corodis, Republik und Kanton Genf

Koproduktion und Residency: ADC / association pour la danse contemporaine, ADC Studios, Genf CH; Le CND, Centre national de la danse, Pantin FR; Arsenic – Centre d’art scénique contemporain – Lausanne CH; Kaserne Basel CH; CCN – Ballet de Lorraine, Nancy FR; Migrations, Wales UK

Wohnsitz: la Briqueterie CDC du Val-de-Marne FR; Tanzhaus Zürich CH

Partner*innen: MEG Musée d’Ethnographie de Genève, CH; CCN Rillieux-la-Pape – Direktor Yuval Pick, FR, Label Bobine Genève

Ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem adc – Genève, ADN Neuenburg, Arsenic Lausanne, Dampfzentrale Bern, éviDanse, Kaserne Basel, Théâtre Les Halles Sierre und Zürcher Theater Spektakel Zürich, im Rahmen von fonds des programmateurs / Reso – Réseau Danse Schweiz. Mit finanzieller Unterstützung von Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung

mit Dank an: Natacha Koutchoumov, Rudi van der Merwe, Rares Donca, Réka Farkas, Annelies Adamo, Sally Corry, Jemma Turner, Laurent Junod, Institut Balassi – Hungarian Institute of Paris, Pannonia Danse Hongroise
Gespräch

Erbstücke: Strategien des Gedenkens

Dresdner Gedenkkultur zwischen Pädagogik und Emotion

Die Skulptur „9841“ wurde 2012 auf dem Gelände des Festspielhauses durch die Künstlergruppe BEWEGUNG NURR aufgestellt. Sie erinnert an Johann „Rukeli“ Trollmann, der Deutsche Boxmeister im Halbschwergewicht von 1933, der als Sinto im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurde. NURR schrieben dazu: „In Medien, Politik und Alltagsbewusstsein werden Vorurteile zu Sinti und Roma beständig wiederholt. Im Einsatz gegen Rassismus und Antiziganismus darf sich niemand zurücklehnen“.

Dieses Denkmal ist im letzten Jahr in die politische Diskussion gekommen und soll vom Gelände des Festspielhauses zum Ostrapark versetzt werden. Erstmals kommen nun die Künstler*innen der BEWEGUNG NURR selbst zu Wort. Zudem wird die Künstlerin Eszter Salamon das Panel mit einem Impulsvortrag zu ihrer performativen Reihe „Monument“ eröffnen, in der sie sich über mehrere Jahre mit performativen „Denkmälern“ beschäftigt hat.

Im Panel sollen die sich daraus ergebenden Fragen kontrovers diskutiert werden: Können Denkmäler diesem Anliegen gerecht werden? Kann ein Denkmal auch performativ als politische Aktion im Hier und Jetzt wirken? Wie emotional aufgeladen ist die Denkmalkultur Dresdens? Und wie ist der politische Einfluss darauf?

Dauer: 1 Std. 30 Min.

Auf dem Podium: Alekos Hofstetter (Künstlergruppe BEWEGUNG NURR), Kathrin Krahl (Weiterdenken – Heinrich-B.ll-Stiftung Sachsen, Projekt RomaRespekt), Dr. Justus H. Ulbricht (Dresdner Geschichtsverein e.V.)

Moderation: Frauke Wetzel (HELLERAU)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Denk Mal Fort e.V. im Rahmen der Reihe „Unbequeme Denkmäler“
Film

Erbstücke: In Bewegung - über die Bewegungsarbeit von Elfriede Hengstenberg (1892 – 1992)

Gerburg Fuchs und Niels Bolbrincker

Dokumentarfilm, D 2019, 35 Min., dt. OF

1910 begann Hengstenberg ihre Ausbildung zur rhythmischen Gymnastik in Dresden Hellerau, dann bei Rudolf Bode in München und schließlich kehrte sie 1915 zurück nach Berlin. Dort fing sie an als Gymnastiklehrerin mit Schulkindern in ihrer Wohnung zu arbeiten, in Schulen und später auch mit Erwachsenen. Elsa Gindler, die Pionierin einer neuen Bewegungsbildung und der Begabtenforscher und Kapellmeister Heinrich Jacoby inspirierten sie ihre Arbeitsweise neu zu überdenken. Heinrich Jacoby übernahm 1913 die Lehrerausbildung an der Nachfolgeschule von Dalcroze in Hellerau. Hengstenberg praktizierte bis in ihr hohes Alter und gilt zusammen mit Gindler und Jacoby als Wegbereiterin einer modernen und ganzheitlichen Bewegungspädagogik.

Heute leben die Impulse ihrer Bewegungsarbeit in mehr als 5000 Kindertagesstätten in Deutschland weiter. Der Film beschreibt neben Leben und Werk von Elfriede Hengstenberg auch die praktische Bewegungsarbeit in Krippen und Kitas.
Gespräch

Erbstücke: Strategien der Transformation

Zur Wiederbelebung historischer Kulturorte am Beispiel der Dresdner Villa Wigman

2016 gründete sich aus verschiedenen Protagonist*innen der freien Dresdner Tanzszene ein Verein zur Wiederbelebung des ehemaligen Wohn- und Arbeitshauses von Mary Wigman in der Bautzner Straße 107. Ziel war und ist der Erhalt dieses Gebäudes in Dresden: als kulturhistorischer Ort sowie als Proben-, Produktions- und Vermittlungszentrum für den zeitgenössischen Tanz und weitere Freie Darstellende Künste. Die Stadt Dresden hat sich 2018 zum Kauf dieses Hauses entschieden, die endgültige Vergabe an einen Betreiber und damit die zukünftige Form sind jedoch aktuell noch in der Schwebe. Die Diskussion um diesen Ort wurde bisher durchaus emotional, aber fast ausschließlich vor dem Hintergrund einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Freie Szene geführt.

In diesem Panel sollen daher prim.r die überregionale kulturhistorische Bedeutung dieses Ortes vor dem Hintergrund der verschiedenen (durchaus kontroversen) Facetten der Arbeit Mary Wigmans und ihre Verbindung mit zeitgenössischen Künsten beleuchtet werden. Die Villa Wigman steht für uns als ein Beispiel für die Wiederbelebung derartiger Orte nicht (ausschließlich) als museale Erinnerungsstätte, sondern als in die Zukunft gerichtete Zentren der Kreation und der künstlerischen Forschung.

Englisch und Deutsch

Dauer: 1 Std. 30 Min.

Mit: Katja Erfurth (Choreografin, Vorstandsmitglied Villa Wigman für TANZ e.V.), Nele Hertling (ehemalige Direktorin Hebbel-Theater Berlin), Janina Benduski (Vorsitzende im Vorstand, Bundesverband Freie Darstellende Künste Berlin), Meg Stuart (Choreografin, Künstlerische Leiterin Tanzkongress 2019), Prof. Dr. Patrick Primavesi (Universität Leipzig)

Moderation: André Schallenberg (HELLERAU), Anna Till (Tänzerin, Choreografin, TanzNetz Dresden)

Eintritt frei
Performance

Erbstücke: Second Nature

Agata Siniarska, Karolina Grzywnowicz (PL)

Als Ausgangspunkt für diese Uraufführung der polnischen Künstler*innen Agata Siniarska und Karolina Grzywnowicz dient das Leben von Pola Nireńska, einer polnischen Jüdin, Tänzerin und Choreographin (1910-1992). Sie wurde in den USA, in die sie 1949 nach einer langen Odyssee durch Polen, Österreich, Deutschland, Italien und Großbritannien immigrierte, zu einer der prägenden Figuren des Modernen Tanzes. Und obwohl sie es immer schaffte, sich dem Zugriff der Nationalsozialisten und anderer antijüdischer Gruppen zu entziehen, prägte doch die Erinnerung an den Holocaust ihr ganzes Leben, bis hin zu ihrem Selbstmord 1992 in Maryland, USA.

Agata Siniarska und Karolina Grzywnowicz entwickeln als Vertreterinnen einer viel jüngeren Generation vor dem Hintergrund dieser Geschichte eine ganz eigene, sehr persönliche Performance. In der Auseinandersetzung mit der Natur, ihren Heilkräften und ihrer Gefährdung zeigen sie sie eine radikale, zeitgenössische Meditation über das Genozid-Trauma, das Pola Nireńska Zeit ihres Lebens verfolgt hat.

Second Nature entstand in Koproduktion mit HELLERAU als Uraufführung für das Festival „Erbstücke“, und ist als Installation über die gesamte Dauer des Festivals präsent. Innerhalb dieser Installation zeigen die Künstler*innen an mehreren Tagen eine dazugehörige Performance.

Konzept: Agata Siniarska, Karolina Grzywnowicz
Installation: Karolina Grzywnowicz
Choreographie und Performance: Agata Siniarska zusammen mit Katarzyna Wolińska
Dramaturgische Beratung: Mateusz Szymanówka
Produktion: Künstlervereinigung Four Dimensions Are Not Enough for Us, Agata Siniarska, Karolina Grzywnowicz. Koproduktion: HELLERAU Europäisches Zentrum der Künste, Dresden

Die Produktion wurde im Rahmen des Projekts „Choreographic Territories – new paths of the avantgarde“ in Zusammenarbeit mit dem Institute of Music and Dance, dem European Centre for the Arts Hellerau, der East European Performing Arts Platform, der Art Stations Foundation von Grażyna Kulczyk und dem Tanztheater Lublin realisiert.

Das Projekt wird vom Adam-Mickiewicz-Institut im Rahmen von POLSKA 100, dem internationalen Kulturprogramm zum hundertjährigen Bestehen Polens, durchgeführt. Kofinanziert vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe der Republik Polen im Rahmen des Mehrjahresprogramms NIEPODLEGŁA 2017-2022 und der Stiftung für Deutsch-Polnische-Zusammenarbeit.

Eintritt frei
Tanz

Erbstücke: Private Song

Alexandra Bachzetsis (CH)

Für Alexandra Bachzetsis sind die neuen Kommunikationssysteme, die unsere moderne Kultur prägen – Popmusik, Massenmedien, Internet –, die wahren Ursprungsorte des zeitgenössischen Tanzes. Tanz ist für sie die Schnittmenge unterschiedlicher Disziplinen, das Ergebnis sich vielfältig kreuzender Repräsentationssysteme: Malerei, Zeichnung, Architektur, Fotografie, Literatur, Kino, Fernsehen, Videoclips, Werbung, Mode, Pornografie, YouTube-Tutorials. Dabei dokumentiert sie alle Formen der zeitgenössischen Verkörperung, von Fitnessübungen bis zu Rembetiko, und schafft so ein lebendes Archiv sozialer Partituren.

Am Beginn von Bachzetsis’ choreografischer Arbeit im Jahr 2001 stand Perfect, Kollaborationen mit zahlreichen Künstler_innen an mehr als 25 Stücken sollten folgen, darunter Gold (2004), Show Dance (2004), Undressed (2005), DreamSeason (2008), Étude (2012) und From A to B via C (2014). In PRIVATE: Wear a mask when you talk to me (2016), einem aktuelleren Soloprojekt, führt Bachzetsis Körperstellungen aus Yoga, Pornofilmen, Fußball und anderen Bereichen zusammen und protokolliert, mittels ritualistischer Wiederholung von Gesten, die Entstehung von sozialem Geschlecht und Begehren unter neoliberalen Bedingungen.

Für die Künstlerin sind Fred Astaire, Bob Dylan, Michelangelo Antonioni, Alejandro Jodorowsky und Michael Jackson ebenso bedeutend wie Trisha Brown – oder Lina Bo Bardi. Ihr Werk beschäftigt sich mit der Geschichte der Bildproduktion und ihren Kreuzungen und Überschneidungen, von der Flächigkeit vorperspektivischer und mittelalterlicher Darstellungen bis zu den Ausdrucksformen zeitgenössischer Kunst, einschließlich Grafikdesign und digitaler Medien. Dabei bricht sie radikal mit traditionellen Beschreibungen von Raum, Bewegung, Körper und Subjektivität. Bachzetsis führt die Bilder unserer Massenkultur auf abstrakte Modelle des Sehens und Bewegens zurück – kodifiziert nach Geschlecht, Rasse, Klasse, Alter oder körperlicher Einschränkung –, die dem Handeln des Körpers Grenzen setzen und Subjektivität normalisieren.

Die Künstlerin, 1974 in der Schweiz als Tochter einer Schweizer Mutter und eines griechischen Vaters geboren, erklärt nicht Herkunft und Identität, sondern Entwurzelung zu einem politischen und ästhetischen Schauplatz: „Weder Orte noch Sprachen vermittelten mir ein Gefühl der Zugehörigkeit. Also wollte ich mir ein solches erschaffen, einen Raum, in dem ich existieren konnte.“ Bachzetsis konfrontiert uns mit der Frage, wie in einem reglementierten System der Sichtbarkeit Handlungsfähigkeit erzeugt, wie die erotische, affektive und mikropolitische Macht der Geste zurückerobert werden kann. Die formale Differenziertheit ihrer Arbeit, der zufällige Fluss von Kodierungen in der und gegen die unausgesprochene Partitur des Normativen, verströmen eine reine, unerwartete Schönheit. Aus jedem verzerrten Bild oder Muster, zusammengesetzt aus scheinbar vorgegebenen Anordnungen körperlicher Interaktionen, spricht die Möglichkeit unbegrenzter Improvisation und Auflehnung im Rahmen bestehender Ordnungen.

Publikumsgespräch um 22:30 Uhr

Dauer: 1 Std.

Konzept und Choreografie: Alexandra Bachzetsis; Performance- und Bewegungsrecherche: Alexandra Bachzetsis, Thibault Lac, Sotiris Vasiliou
Beratung: Paul B. Preciado; Dramaturgie: Tom Engels; Recherche-Mitarbeit zur Rembetiko-Kultur: Alkistis Poulopoulou, Sotiris Vasiliou
Musik: Tobias Koch; Aufgenommene Musiker: Avgerini Gatsi, Kostas Kostakis, Fotis Vergopoulos, Giannis Zarias; Stimmtraining und Coaching: Theodora Baka; Kommunikationsdesign: Julia Born; Redaktionelle Koordination Private Song Book: Henriette Gallus; Griechische Redaktion Private
Song Book: Sotiris Vasiliou
Fotografie: Otobong Nkanga und Nikolas Giakoumakis; Kostüm:

Cosima Gadient in Zusammenarbeit mit Yonatan Zohar; Lichtdesign und Technik: Patrik Rimann
Bühnenbild und Produktionsassistent: Peter Baur
Produktion: Production All Exclusive
Produktionsleitung: Anna Geering

Im Auftrag der documenta 14

Unterstuützt durch: Schering Stiftung und Stichting Ammodo; einer kooperativen Finanzierungsvereinbarung zwischen der

Stadt Zuürich, dem Kanton Basel-Landschaft, dem Kanton Basel-Stadt und Pro Helvetia–Schweizer

Kulturstiftung

Koproduktion: Volksbuühne Berlin, Frans Hals Museum | De Hallen Haarlem

Dank an: Adam Szymczyk, Paul B. Preciado, Hendrik Folkerts, Christoph Platz, Shannon Jackson,

Mia Born, Oleg Houbrechts, Otobong Nkanga, Daphni Antoniou, Kelly Tsipni-Kolaza, Lenio Kaklea, Evangelia Karakatsani, Verena Bachzetsis, Jannis Tsingaris, Sakis Bachzetsis

17/8 €
Tanz

Erbstücke: Robo vs. Sacre

Robozee/Renegade (DE)

Mit seiner Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ sorgte Komponist Igor Strawinsky 1913 nicht nur für einen handfesten Bühnenskandal, sondern markierte ebenso die Geburtsstunde der Tanzmoderne. UÅNber 200 Choreograf*innen haben sich seither mit der legendären Komposition auseinandergesetzt, unter anderem Pina Bausch 1975.

Der Hiphop-Tänzer und Choreograf Christian „Robozee“ Zacharas interpretiert den „Sacre“ nun zum ersten Mal als urbanes Solo. Damit rührt er nicht nur an den Wurzeln des zeitgenössischen Tanzes, sondern auch an den viel jüngeren Wurzeln des Hiphop und des Breakdance, in denen Techniken des Kopierens und der Übernahme schon immer zu den Grundelementen gehören.

Christian Zacharas aka Robozee ist ein international bekannter Künstler in den Bereichen urbaner Tanz und Improvisation und vertritt deutschlandweit die HipHop-, Breakin- und Poppin-Szene. Er war Mitglied mehrerer Crews, einschliesslich der legendären Battle Bunch, und feierte Erfolge bei internationalen Poppin-Wettbewerben wie „Juste Debout“ oder „Man vs. Machine“. Seit 2003 arbeitet Zacharas mit dem Kollektiv Renegade/Pottporus zusammen.

7 € *Doppelpack
Doppelpack-Veranstaltung

Dauer: 45 Min.
Film

Erbstücke: Berlin is Burning

Michalina Mrozek

Dokumentarfilm, D 2018, 35 Min., Englisch

„Berlin is Burning“ ist ein Tanzfilmprojekt mit homo- und transsexuellen Geflüchteten aus Berlin. Gemeinsam mit Tanzlehrern, die selbst Migrationserfahrung haben, entwickeln sie eine Choreographie im Stil des „Voguing“, die sie unter Anleitung Regisseurin- Michalina Mrozek filmisch begleiten. Voguing ist ein Tanzstil, der im New York der 80er Jahre von queeren Schwarzen und Latinos entwickelt wurde. Er setzt sich aus stolzen, von Vogue-Models inspirierten Posen zusammen. Sie sollten Selbstbewusstsein verleihen in einem Alltag, der häufig durch Anfeindungen geprägt war, sowohl in der städtischen LGBT-Szene als auch in den eigenen ethnischen Communities. Erfahrungen, die auch zum Alltag queerer Geflüchteter in Berlin gehören.

Eintritt frei
Performance

Erbstücke: And on the 1000th Night

Forced Entertainment (GB)

Die britische Theatergruppe Forced Entertainment aus Sheffield/GB gilt als eine der ersten und erfolgreichsten Formationen des Performancetheaters. Seit ihrer Gründung im Jahre 1984 zelebrieren sie ihre lustvollen, auf klassischer Schauspielkunst basierenden Bühnenexperimente. „And on the 1000th night“ entstand im Jahr 2000 und ist seitdem ein Klassiker des zeitgenössischen Theaters. In dem selten gezeigten Stück nutzen die sechs Darsteller*innen die älteste Form des Theaters überhaupt: die freie Improvisation. Über 6 Stunden hinweg entstehen Geschichten über die Welt und die Menschen, erzählt als beiläufig erfundene Märchen, aber in ihrer unmittelbaren und nahezu endlosen Gesamtheit unendlich beeindruckend. Die Zuschauer sitzen während dieser 6 Stunden auf der mit Kissen gemütlich eingerichteten Tribüne, und können jederzeit eine Pause machen, etwas essen oder kurz entspannen.

Forced Entertainment (GB), 1984 gegründet, gilt als eine der bedeutendsten Performancetheatergruppen Europas. Mit einem Kernteam von sechs Künstler*innen unter der Leitung von Tim Etchells haben sie Dutzende Bühnenwerke in ganz Europa und weltweit realisiert, zuletzt unter anderem „Real Magic“ und „Out of Order“. Mit „Real Magic“ waren sie 2017 zum Berliner Theatertreffen einladen. Als erste Company erhielt Forced Entertainment 2016 den „International Ibsen Award“, einen der renommiertesten Theaterpreise weltweit.

Dauer: 6 Std., Einlass jederzeit möglich

17/8 €
Führung

Erbstücke: Führung durch die Gartenstadt

Am 1. April 1909 erfolgte in Hellerau die Grundsteinlegung für die Deutschen Werkstätten für Handwerkskunst und die Gartenstadt. Damit entstand die Grundlage für ein urbanes Gesamtkunstwerk und mit dem Bau des Festspielhauses, Architekt Heinrich Tessenow, konnte eine Einheit von Arbeiten, Leben und Kunst geschaffen werden.

5/3 €
Tanz

Erbstücke: Judson Church Is Ringing in Harlem (Made-to-Measure)

Trajal Harrell (US)

Ausdrucksstarker Tanz trifft auf Catwalk und politische Rede: Mit „Judson Church is Ringing in Harlem (Made to Measure)“ kreiert Harrell ein abendfüllendes Werk für drei Tänzer*innen, das sich mit der Extravaganz und Performativität des Voguings (Tanzstil, der sich an den Posen von Models orientiert) beschäftigt. Durch die Kombination dieser gegensätzlichen Stile positioniert Harrell den Einfluss von Jazz, Funk und Rhythm and Blues auf die Improvisation im frühen postmodernen Tanz neu. Im Scheinwerferlicht steht die Antigone des Sophokles, in einer völlig neuen, unerhört modernen Form. „Judson Church is Ringing in Harlem” ist Teil der Serie „Twenty Looks or Paris is Burning at The Judson Church“ und wurde mit einem Bessie-Award ausgezeichnet.

Der New Yorker Choreograf Trajal Harrell wurde 1973 in Georgia, USA, geboren. Er studierte an der Yale University, am Centre National de la Danse in Paris und an der Martha Graham School of Contemporary of Dance in New York. Seine Arbeiten wurden u.a. am MoMA (New York), im Barbican Centre (London) oder im Stedelijk Museum (Amsterdam) gezeigt. Harrell lebt und arbeitet heute in New York und Athen.

11/7 €

Publikumsgespräch im Anschluss

Dauer: ca. 70 Min.
Installation

Installationen

Zeitkapsel/Penelope Wehrli, Detlev Schneider/Agata Siniarska, Karolina Grzywnowicz/Anne Teresa De Keersmaeker

Die Installationen starten an allen Festivaltagen jeweils eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn.

Transforming Acts – Ein Kaleidoskop von Penelope Wehrli und Detlev Schneider (CH/DE)

In den siebziger Jahren wurde der Tanz Impulsgeber für die Theateravantgarden jenseits des Abbildrealismus, – sein artifizielles Bewegungsvokabular, chorische Bildkompositionen, physisch-expressive Körpersprache. Cage und Cunningham, Judson-Church, die flämisch-holländischen Szene und das deutsche Tanztheater inspirierten Regisseure. Zugleich begannen Choreografen, Mittel anderer Künste zu nutzen – mehrschichtige Narrative, Sprach- und Schrifttexturen, Imaginationspotentiale der Bild- und Klangmedien. Ein Geben und Nehmen. Hybride Formen und Formate entstanden, wie sie heute selbstverständlich sind.

Auf fünf Leinwänden werden Passagen wegweisender Arbeiten des späten 20. Jahrhunderts kombiniert mit aktuellen Porträts und Reflexionen von Pina Bausch, Laurent Chétouane, Jo Fabian, Jan Fabre, Johann Kresnik, Thomas Lehmen, Heiner Müller, Einar Schleef, Meg Stuart, Robert Wilson, VA Wölfl The Wooster Group.
Performance

Parkour

Arbeitstitel: Europa

Ist (und bleibt) Europa ein „work in progress“? Mit welchen Werten und Perspektiven setzt sich eine junge „Generation EU“ heute auseinander? In Zeiten der viel debattierten „europäischen Krise“ stellen wir Arbeiten der Freien Szene vor, die künstlerisch der Frage nachgehen, was Europa war, was Europa ist und was es sein kann.

Gefördert im Rahmen des Bündnisses internationaler Produktionshäuser von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

7 €
Kurs

ArtRose - Das 60+-Community-Tanz-Ensemble

Mit Michael Ostenrath, Dresden Frankfurt Dance Company (DE)

Bewegung und Tanz für alle jung Gebliebenen über 60 Jahren. Mitmachen erwünscht, Zuschauen erlaubt. Keine Vorkenntnisse und körperlichen Voraussetzungen erforderlich – einfach Lust und gute Laune. Das 60+-Community-Tanz-Ensemble namens ArtRose und HELLERAU laden regelmäßig ein, Bewegung und Tanz ohne körperliche Grenzen kennenzulernen. Der Workshop findet immer in Kombination mit einem Training oder Gespräch mit Künstler*innen statt, die am gleichen Abend in HELLERAU auftreten.

Bewegung und Tanz für alle jung Gebliebenen über 60 Jahren. Mitmachen erwünscht, Zuschauen erlaubt. Keine Vorkenntnisse und körperlichen Voraussetzungen erforderlich – einfach Lust und gute Laune. Das 60+-Community-Tanz-Ensemble namens ArtRose und HELLERAU laden regelmäßig ein, Bewegung und Tanz ohne körperliche Grenzen kennenzulernen. Der Workshop findet immer in Kombination mit einem Training oder Gespräch mit Künstler*innen statt, die am gleichen Abend in HELLERAU auftreten.

Dieses Mal mit mit Jenny Coogan (Professorin, Palucca Hochschule für Tanz) und Solèmne Philippe (Deutsch-Französischer Freiwilligendienst).

Dauer: 2 Std.

Anmeldung: Frauke Wetzel | wetzel@hellerau.org | T +49 351 264 62 37
Musik

Dienstagssalon mit Max Rademann

Zu Gast: Anna Attar aka Monsterheart (AT)

Eine Stimme, irgendwo zwischen Synthiepop und Elektronik, zwischen schwerem Beat und schwebender Leichtigkeit.

Monsterheart wurde 2011 erschaffen, hat in Los Angeles, Berlin, Tel Aviv gelebt und gearbeitet und tut dies zurzeit in Wien. Monsterheartist eine One-Woman-Band, auf der Live-Bühne kollaboriert sie mit einer wechselnden Besetzung an Musiker*innen. Glam und Pop sind ihre fröhliche Seite, Goth die düstere Strömung in ihrem Temperament. Das ergibt Electro/Synth Pop angereichert mit einer unberechenbaren Mischung an Popkultur von Spiritual bis Hairspray.

11/7 €
Installation

Just in Time – Letters to Dance

Deufert&Plischke (DE)

„Just in Time“ ist ein choreografisches Brief-Projekt, das bislang in verschiedenen internationalen Städten realisiert wurde, um Menschen zu treffen und mit ihnen über Tanz zu sprechen, zu tanzen und dem Tanz individuelle Briefe zu schreiben. Diese Briefe sind Dokumente und Momentaufnahmen einer Begegnung mit dem Tanz, aufgeschrieben oft in weniger als einer halben Stunde. Im Mai 2019 reist das Projekt nach Dresden. In dem Raum können sich Besucher*innen interaktiv nicht nur über das Brief-Projekt informieren, sondern in zwei Workshops am 16. und 17.05. selbst Briefe an den Tanz sowie Lieblingsbewegungen formulieren. Ausgestellt sind Texte und Bilder aus verschiedenen Städten.

Dauer 3 Std., Einlass jederzeit möglich | zusätzlich Workshops am 16./17.05.

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Europäischer Kulturmai 2019“ und der TEH-Konferenz „pARTizipation“ vom 16. – 18.05.
Performance

In Many Hands

Kate McIntosh (NZ/BE)

Mit „In Many Hands“ lädt die in Belgien lebende Theaterkünstlerin Kate McIntosh ihr Publikum ein, zu testen, zu berühren, zu hören, zu suchen, zu schnüffeln. Das Projekt versammelt das Publikum auf der Bühne, um gemeinsam eine überraschende, vielgestaltige Ansammlung von Objekten sinnlich zu erfahren. Alles was normalerweise im Theater verboten ist: hier ist es Teil der Inszenierung. Die Hände werden dreckig, die Plätze gewechselt, und das Gespräch mit den Nachbarn ist gern gesehen. „In Many Hands“ ist Theater von seiner intensivsten Seite: poetisch, dramatisch, neugierig. Kate McIntosh war mit diesem ungewöhnlichen Stück schon zu Gast bei zahlreichen Theaterfestivals in ganz Europa.

Kate McIntosh (1974)ist eine in Brüssel lebende Künstlerin, die grenzenübergreifend in den Bereichen Performance, Theater, Video und Installation arbeitet.

Oft richten ihre Arbeiten den Fokus auf die Physikalität von sowohl Performer*in als auch Publikum, auf die Manipulation von Objekten und Material sowie die Entwicklung direkter Beziehungen mit und zwischen Publikumsmitgliedern. Kates Praxis wird begleitet von ihrer fortwährenden Faszination für die Zweckentfremdung von Objekten, von ihrer Spielfreude mit dem Publikum, einer Liebe für theatrale Bilder und einem unkonventionellen Humor.

nicht sprachbasiert | “Nach ca. 45 Minuten gibt es wohl niemanden im Raum, dessen Hände nicht völlig verdreckt sind… Ein seltenes und wunderbares Angebot, sich auf sich selbst zu konzentrieren, ohne dabei die Mitmenschen aus dem Blick zu verlieren.” - Lisa Kerlin, kultur.kino.ruhr, 17/10/16

Eine Veranstaltung im Rahmen von „Europäischer Kulturmai 2019“ und der TEH-Konferenz „pARTizipation“ vom 16. – 18.05.

Dauer: 90 Min.

Konzept & Leitung:Kate McIntosh
Entwickelt in Zusammenarbeit mit: Arantxa Martinez, Josh Rutter
Präsentiert mit: Lucie Schroeder
Sound: John Avery
Licht & Technik: Joëlle Reyns
Technische Leitung auf Tour: Michele Piazzi, Koen De Saeger
Künstlerischer Rat: Dries Douibi, Gary Stevens
Studioassistenz: Lucie Schroeder
Zeichnungen: Daria Gatti
Produktion: Sarah Parolin, Linda Sepp
Finanzen & Vertrieb: Ingrid Vranken
Produktionsassistenz: Jana Durnez, Anneliese Ostertag, Mara Kirchberg

Produziert von: SPIN

Koproduktion: PACT Zollverein (DE), Parc de la Villette (FR), Kaaitheater (BE), Vooruit Kunstencentrum (BE), BIT Teatergarasjen (NO), Black Box Teater (NO), Schauspiel Leipzig (DE), théâtre Garonne, scène européenne (FR), far° festival des arts vivants (CH), House on Fire Network (EU) und Open Latitudes Network (EU).

Unterstützt von: Vlaamse Overheid, Vlaamse Gemeenschapscommissie, NATIONALES PERFORMANCE NETZ (NPN), Pianofabriek kunstenwerkplaats (BE), Tanzfabrik (DE)

17/8 €

SPIN wird von 2017 – 2021 unterstützt vom BUDA Kunstencentrum (BE).

Dank an: Tom Bruwier, Martin Pilz, Andrea Parolin
Musik

Eislermaterial

Heiner Goebbels (DE)

„Ich glaube, daß meine Entscheidung, professionell Musik zu machen, wesentlich mit seiner [Hanns Eislers] Arbeit zu tun hat. […] Ich war fasziniert von der ganzen Bandbreite, in der Eisler diskutiert hat, über Literatur, Politik, Mathematik, Philosophie, bildende Kunst, Musik natürlich …“ (Heiner Goebbels)

Hanns Eisler gelang es in den 1950er Jahren in der ehemaligen DDR, die gesellschaftliche Isolation der modernen Musik zu durchbrechen; viele seiner Werke verstehen sich in bewusstem Bezug auf Funktionen und auf andere Künste als ›angewandte Musik‹. Großen Stellenwert erhielten die Bereiche Massenlied, Chor, Theater und Film. 1998 schuf Heiner Goebbels anlässlich des 100. Geburtstages von Hanns Eisler für das Ensemble Modern eine Hommage, die in ihrer Komplexität an das Schaffen Eislers anknüpft.

Die ganze Breite von Eislers Schaffens verarbeitet Goebbels im ›Eislermaterial‹ – ein szenisches Konzert mit einigen der berühmtesten Lieder von Eisler, die Goebbels für die Aufführung durch das Ensemble Modern eingerichtet, arrangiert und mit originalen Tondokumenten von Eisler collagiert hat. Interpret der Lieder ist der Schauspieler Josef Bierbichler mit seiner unverkennbaren ungekünstelten und zugleich anrührenden Stimme. Die Solisten des Ensemble Modern werden dabei in vielfältiger Weise in die Geschehnisse eingebunden: »ein inszeniertes Konzert, ein klingendes Portrait, das einen durch seine starke atmosphärische Wirkung völlig in den Bann schlägt« (Neue Zürcher Zeitung, 25.5.1998). Seit seiner Uraufführungen im Jahr 1998 spielte das Ensemble Modern das Stück über 60 Mal in der ganzen Welt.

5/30 € Sonderformat
Konzert

Feature Ring

Zu Gast: Magnus Schriefl (Trompete, Flügelhorn)

Dieser junge Musiker nennt die Metropolen des Jazz sein Zuhause: Magnus Schriefl studierte und arbeitete in Berlin, Amsterdam, Paris und New York. Hier erarbeitete er sich sein umfassendes Repertoire an Klängen und Werken des Jazz. Inzwischen ist er in die deutsche Bundeshauptstadt zurückgekehrt und konzertiert mit seinen Bands Subtone und Blume sowie dem Andromeda Mega Express Orchester.

11/7 €
Konzert

Dienstagssalon mit Max Rademann

Zu Gast: LeVent (DE)

„Dieser Noiserock soll wehtun. Weil die Welt wehtut. LeVent, deren Debütalbum gerade herausgekommen ist, stehen in der Tradition von Bands wie Sonic Youth und Hüsker Dü, die in den achtziger Jahren den Gitarrenrock noch einmal neu erfunden haben. Es ging nicht länger ums Virtuosentum, Soli waren verpönt, Ziel war ein gleichmäßiger, mit Hall unterlegter, stark repetitiver Sound, der in den Rausch und in die Entgrenzung führen sollte. Dann kam der Grungerock, der mit seiner Expressivität diesen Zen-Buddhismus der Stromgitarren vom Tisch fegte.“ Der Tagesspiegel, 05.07.2017

11/7 €
Kurs

Tanzkongress 2019: Sigal Zouk – The Emergence of Dance

für Profis und Fortgeschrittene | max. 20 Teilnehmer*innen

Im Rahmen des Tanzkongress 2019 – A Long Lasting Affair, der vom 5.–10. Juni 2019 in HELLERAU stattfindet, werden eine Reihe von Workshops für die lokale Tanzszene angeboten. Am 4. und 5. Mai lädt die Tänzerin und Choreografin Sigal Zouk professionelle Tänzer*innen aus Dresden und Umgebung ein, ihren sinnlichen Körper zu erforschen und ihn in eine Präsenz zu leiten, die das Potenzial hat jede Situation zu bewältigen. Gemeinsam wird der Zustand erkundet, in dem sich der Körper befindet, bevor er tanzt.

Sigal Zouk arbeitet als Tänzerin und choreografische Beraterin mit Künstler*innen wie Sasha Waltz, Meg Stuart/Damaged Goods, dem Batsheva Ensemble, Laurent Chétouane, Boris Charmatz, Jared Gradinger, Angela Schubot und vielen mehr. Sie unterrichtet u.a. an der Tanzfabrik Berlin, am HZT und der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

„At first we practice something like what comes before it becomes dance. The becoming of dance. Being in the body. In space. In time. Being looked at, being recognized, and recognizing the situation as it is. And let it grow from there, finding the logic of the moment. Then it is dance.” Sigal Zouk

für Profis und Fortgeschrittene | max. 20 Teilnehmer*innen

Dauer: 5 Std.

Infos und Anmeldung an Anna von Glasenapp: a.vonglasenapp@tanzkongress2019.de

www.tanzkongress2019.de

Tanzkongress 2019 – A Long Lasting Affair
Eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes
In Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Goethe-Institut und DIEHL+RITTER
Unterstützt durch die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen

Künstlerische Leitung: Meg Stuart

Eintritt frei, mit Anmeldung
Kurs

Tanzkongress 2019: Varinia Canto Vila - Should, Could, Can

Gesetze regeln unser Verhalten: sie erlauben oder verbieten bestimmte Handlungen. Wie aber bestimmen Gesetze auch unsere physischen Bewegungen und unser körperliches Handeln – z.B. durch Verkehrsregeln, Waffengesetze, Migrationspolitik oder Eigentumsrechte?

Should, Could, Can ist ein zweitägiger Workshop für tanz- und bewegungsinteressierte Menschen aus Dresden ab 16 Jahren. Vorerfahrungen sind nicht erforderlich, nur die Lust an der Bewegung und Neugier auf das Thema. Wir wünschen uns Menschen aus unterschiedlichen Ländern, Altersgruppen und Kulturen, die gemeinsam erforschen, wie sich ihre Körper im Alltag, in verschiedenen Institutionen und im sozialen Leben bewegen. Die Workshopleiterin Varinia Canto Vila ist Choreografin und Performerin. Sie spricht Englisch, Spanisch und Französisch. Es wird vor Ort eine Übersetzung ins Deutsche geben.

max. 12 Teilnehmer*innen | keine Vorkenntnisse erforderlich
Anmeldung bitte unter Angabe von Alter, Beruf, Sprachen

Dauer: 6 Std.

Infos und Anmeldung an Anna von Glasenapp: a.vonglasenapp@tanzkongress2019.de

www.tanzkongress2019.de

Tanzkongress 2019 – A Long Lasting Affair
Eine Veranstaltung der Kulturstiftung des Bundes
In Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste, Goethe-Institut und DIEHL+RITTER
Unterstützt durch die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen

Künstlerische Leitung: Meg Stuart
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Spinnereistr. 7
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3

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