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HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zählt zu den wichtigsten internationalen Zentren der zeitgenössischen Künste in Deutschland und Europa. Seit Juli 2018 ist Carena Schlewitt Intendantin. Mit jährlich rund 250 Veranstaltungen agiert HELLERAU als interdisziplinäres Koproduktions- und Gastspielhaus und bietet den zeitgenössischen Künsten Tanz, Theater, Performance, Neue Musik, Medienkunst und Bildende Kunst Räume für Produktion und Präsentation. Fester Bestandteil ist das biennal stattfindende Festival TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik. HELLERAU. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist Company in Residence.

Zur Geschichte:
HELLERAU wurde 1911 als Festspielhaus und Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Wegbereiters der modernen Architektur Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques Dalcroze erbaut. Als kulturelles Zentrum der ersten deutschen Gartenstadt zog der legendäre Bau bis 1914 Künstler aus ganz Europa nach Hellerau, unter ihnen Rilke, Kafka, Diaghilew, Van de Velde, Kokoschka, Gropius, Van der Rohe, Werfel, Busoni, Milhaud, Le Corbusier, Nolde und Stefan Zweig.

Kontakt

HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden

Telefon: +49 351-264 62 10
E-Mail: info@hellerau.org

 

Tickets online unter www.hellerau.org

Vorverkauf:
Besucherzentrum im Seitengebäude West
Karl-Liebknecht-Straße 56, 01109 Dresden
Montag-Freitag: 10 – 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11 – 18 Uhr
Telefon: +49 351-264 62 46
Email: ticket@hellerau.org
Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Diskussion

DIVERS ko-kreativ.

Zukunftslabor Inklusion + Freie Darstellende Künste in Sachsen

Das Verständnis von Barrierefreiheit im Theater endet leider oftmals bei der Bereitstellung technischer Hilfsmittel. Diese Auffassung entspricht nicht der Diversität von Künstler*in- nen mit Behinderungen, lässt ein großes künstlerisches Potenzial ungenutzt und schließt ein breites Publikum aus. In Workshops, Labs und Gesprächen soll es um künstlerische Zugänge, Ästhetiken und Praktiken zur selbstbewussten Sicht- barmachung von mehr körperlicher Vielfalt und Betonung von Einzigartigkeit gehen, um gemeinsam in einem praxis- orientierten Austausch der Frage nachzugehen, wie Tanz und Theater zu einer inklusiven künstlerischen Praxis in Sachsen werden können.

Das Zukunftslabor wendet sich an Tanz- und Theatermacher*innen, Performer*innen und Aktivisti*innen mit und ohne Behinderung, an Mitglieder marginalisierter Gruppen, die künstlerisch tätig sind sowie an Multiplikator*innen und Veranstalter*innen, die auf diesem Gebiet tätig sind oder tätig sein wollen.

Anmeldung an Maike Lachenicht: lachenicht@soziokultur-sachsen.de

Eine Kooperation mit HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste und Landesverband Soziokultur Sachsen e.V. (Servicestelle Freie Szene) und der Servicestelle Inklusion im Kulturbereich.

Eintritt frei

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Tanz

Floor on Fire

Floor on Fire ist ein interdisziplinäres Battle-Format, das von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden in Zusammenarbeit mit der Dresdner Breakdance-Crew The Saxonz entworfen wurde. Es lebt von dem Aufeinandertreffen verschiedener Tanzstile und Ästhetiken, von der Individualität der Tänzer und ihrer unbegrenzten Kreativität. Wie in einem klassischen urbanen Battle versuchen die Tänzer, die jeweiligen Kontrahenten durch die eigene Darbietung zu übertrumpfen. Allerdings stehen sich hier Künstler*innen aus verschiedenen Bereichen gegenüber, aus Ballett, Breakdance oder Contemporary. Es ist eine Begegnung auf Augenhöhe, sie ergänzen und widersprechen sich gleichzeitig.

Ohne einer Choreografie zu folgen, zeigen die Tänzer*innen mit viel Spaß und Enthusiasmus in kurzen Aufeinandertreffen die verschiedenen Facetten ihrer Kunst. Tanz-Battles kommen ursprünglich aus der urbanen Breakdance- und HipHop-Kultur. Bei diesen Battles treten einzelne Tänzer oder ganze Teams gegeneinander an.

Floor on Fire – Battle of Styles weitet dieses Prinzip auf verschiedene Tanzstile und Tänzergenerationen aus. Es geht um Spontaneität und einen kreativen Umgang mit Bewegung als universellem tänzerischen Ausdrucksmittel, um die Möglichkeit der Begegnung, der Kommunikation und des Austauschs. Die unterschiedlichen Tanz-Stile werden anhand gleichberechtigter Kriterien (Ausdruck, Qualität der Bewegung, Humor, Präsenz, Musikalität etc.) von einer Jury bewertet, die schließlich auch ein Siegerteam kürt. Durch das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Tanzstile entsteht eine neue Dynamik, gleichzeitig wird mit Klischees gebrochen.

Floor On Fire wird als Format seit 2015 regelmäßig in HELLERAU aufgeführt, und ist hier inzwischen eine weithin bekannte Institution für tanzbegeisterte Zuschauer jeden Alters, wie auch für die teilnehmenden Künstler*innen, die aus den Begegnungen wertvolle Impulse für ihre eigene Arbeit mitnehmen. Die Konstanten der Besetzung sind jeweils ein Team der Mitgastgeber, der Breakdance-Crew The Saxonz, sowie eine Auswahl der Dresdner zeitgenössischen Tanzszene.

Inzwischen hat Floor on Fire auch bei Gastspielen in Lyon, Prag, Paris und St. Pölten das Publikum begeistert.

Tickets für Floor on Fire gibt es auch hier – weitere Vorverkaufsstellen:

Ticketservice – Kulturpalast Dresden
Schloßstraße 2 (Eingang Altmarkt)
01067 Dresden
Mo – Fr 10 – 19 Uhr
Sa 9 – 14 Uhr

saxTicket – Der Kartenschalter
Königsbrücker Straße 55 (Filmtheater Schauburg, Foyer)
01099 Dresden
Mo – Fr 10 – 14 Uhr
Sa 11 – 14 Uhr

Konzertkasse im Florentinum
Ferdinandstraße 12
01069 Dresden
Mo – Fr 9:30 – 20 Uhr
Sa 10 – 16 Uhr

Konzertkasse in der Schillergalerie
Loschwitzer Straße 52 a
01309 Dresden
Mo – Fr 9 – 20 Uhr
Sa 9 – 18 Uhr

Ein Format in Kooperation mit The Saxonz

VVK Start Fr 29.11.2019 15:00 Uhr

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Floor on Fire

Kurs

Workshop mit Künstler*innen von Kvartira

Karussell

Bereiten Sie gemeinsam mit den Künstler*innen von Kvartira die Show für den 11./12.01. vor. Das Kreativteam wird zusammen mit den Teilnehmer*innen das übliche Ritual der Vorbereitung auf die Aufführung durchlaufen – nur dieses Mal zusammen! Sie führen Aufwärmungspraktiken für die Gespräche durch, erstellen einen Regieplan für jeden Raum, bereiten Requisiten vor u.v.m. Es erwartet Sie eine offene Begegnung und gemeinsame Einrichtung des Bühnenbildes mit den Künstler*innen von Kvartira bei Tee und Keksen.

Dauer: 3 Std., Einlass jederzeit möglich

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Installation

21 – Erinnerung ans Erwachsenwerden

Mats Staub (CH) - Video-Installation
Karussell

In welchem Jahr sind Sie 21 geworden? Was hat sich in diesem Jahr ereignet? Und – wie sind Sie erwachsen geworden? Mats Staub nimmt sich viel Zeit, mit Menschen verschiedenen Alters über diese Fragen zu sprechen. Nach drei Monaten besucht er seine Protagonist*innen erneut: Während er ihnen die von ihm verdichteten Tonaufnahmen vorspielt, filmt er die Reaktionen in den Gesichtern der Zuhörenden. Sie reichen von Schmunzeln über Weinen, Gesten des Stolzes bis zum sichtbaren Nachsinnen über das selbst Gesagte. Als Videoinstallation porträtiert “21” die Erzählenden als Hörende ihrer eigenen Erinnerung. Es ist ein intimer Moment, dabei zuzusehen, wie Menschen anfangen, über ihr Leben nachzudenken. Sie teilen individuelle Erlebnisse und spannen gleichzeitig einen Bogen über die Generationen. “21” ist ein Langzeitprojekt und erweitert sich von Ort zu Ort. Mit dieser wachsenden Sammlung von Einzelportraits entsteht eine aussergewöhnliche Galerie des vergangenen und des gegenwärtigen Jahrhunderts.

In Dresden führt Mats Staub Gespräche mit Menschen, die einen russischen biografischen Hintergrund haben und erarbeitet fünf neue Portraits.

Mats Staub (*1972, Muri bei Bern, Schweiz) lebt und arbeitet in Berlin sowie an den Entwicklungsorten seiner Langzeitprojekte. Er studierte Theaterwissenschaft, Journalistik und Religionswissenschaft in Bern, Fribourg und Berlin und arbeitete als Dramaturg am Theater Neumarkt in Zürich (2002–2004). Seit 2004 entwickelt er Kunstprojekte im Spannungsfeld zwischen Theater und Ausstellung, Wissenschaft und Literatur.

Idee, Konzept, Leitung: Mats Staub
Szenografie: Monika Schori
Kamera: Matthias Stickel, Benno Seidel, Sifiso Khanyile
Ton: Andrea Brunner, Mandla Nkuna
Mitarbeit Recherche Dresden: Dana Bondartschuk, Judith Hellmann, Frauke Wetzel
Technik: Hanno Sons, Stefan Goebel
Produktionsleitung: Barbara Simsa, Elisabeth Schack
Übersetzung, Untertitelung: Nathalie Rouanet, Françoise Guiguet, Matthias Stickel

Koproduktion: Künstlerhaus Mousonturm, Festival Theaterformen Hannover, Museum für Kommunikation Bern, Gessnerallee Zürich, Kunstfest Weimar, Kaserne Basel, Wiener Festwochen, Theater Freiburg, Noorderzon Festival Groningen, Adelaide Festival, Théatre Vidy Lausanne, Centre dÀrt Waza Lubumbashi, KinArt Studios Kinshasa, Festival Belluard Bollwerk International, Nationaltheater Mannheim, Centre culturel Suisse Paris

Unterstützung: Pro Helvetia Kulturstiftung, Ernst Göhner Stiftung, Migros-Kulturprozent, Stadt Zürich Kultur, Kanton Zürich Fachstelle Kultur

Deutsch, Englisch, Französisch mit deutschen Untertiteln

Eintritt frei

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Installation

Grafische Reportage – Ein Wandbild

Viktoria Lomasko
Karussell

Live painting | Vernissage mit Viktoria Lomasko im Dalcroze-Saal | Die Installation startet an allen Festivaltagen in HELLERAU eine Stunde vor Programmbeginn

Die Künstlerin Viktoria Lomasko wird vom 07. bis zum 20. Januar ein Studio im Festspielhaus Hellerau beziehen und in dieser Zeit an einem Wandbild arbeiten. Lomasko beschäftigt sich mit sozialer Grafik. Seit 2008 entwickelt sie das Genre der „grafischen Reportage“, das es im vorrevolutionären Russland und in der Sowjetunion gegeben hat und das nach ihrem Zusammenbruch verschwunden ist. Als Künstlerin und Aktivistin arbeitet sie mit Medien und Menschenrechtsorganisationen zusammen. Sie reist durch Russland und ehemalige Sowjetrepubliken und untersucht das private, psychologische und geistige Leben verschiedener Randgruppen. Ihre Heldinnen und Helden sind Sexsklav*innen aus Nishni Nowgorod, Frauen aus geheimen lesbischen Clubs, Lehrer einer verlassenen Dorfschule, Gefangene einer Strafkolonie für Minderjährige und Menschen, insbesondere Frauen, aus dem postsowjetischen Raum.

Live painting | Vernissage mit Viktoria Lomasko im Dalcroze-Saal | Die Installation startet an allen Festivaltagen in HELLERAU eine Stunde vor Programmbeginn

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Theater

Kvartira | Квартира – Märchenfabrik

Boris Pavlovich
Karussell

Bei den Proben zu früheren Aufführungen fragten sich Regisseur Boris Pavlovich und die Mitglieder seines Teams immer wieder, wie man Künstler*innen mit besonderen Bedürfnissen und Fähigkeiten in die Arbeit einbeziehen kann? Wie können wir ihnen helfen, gleichberechtigte Autor*innen zu werden? Wie stellen wir sicher, dass sie nicht nur an dem teilnehmen, was Fachleute anbieten, sondern dass sie den Plan selbst formulieren und Wege zur Umsetzung finden? Und andererseits, in welcher künstlerischen Form zeigt sich die Kreativität von Menschen mit besonderen Bedürfnissen dem Publikum so offen wie möglich? Wo treffen sich unsere Bilder, Fantasien und Träume? Auf der Suche nach Antworten auf diese schwierigen Fragen reflektierte das Kreativteam über Mythos und Rituale und kam schließlich auf das Thema Märchen. Ein Märchen ist eine Geschichte, die die Beziehung zwischen Mensch und Welt durch magische Bilder beschreibt. „Märchenfabrik“ ist eine Erzählperformance, die Realität und Fiktion miteinander verschränkt. Alles wird zum Märchen.

In Anlehnung an die berühmte Wohnung von Leonid Lipavsky, in der sich im Leningrad der 1920er Jahre die Künstlergruppe OBERIU zu ihren berühmten Wohnungsbesprechungen traf, schuf Regisseur Boris Pavlovich mit „Kvartira“ einen einzigartigen Ort in der russischen Theaterlandschaft. Für die Akteur*innen von “Kvartira” war es wichtig, zu der für Leningrad so wichtigen künstlerischen Form von Küchentreffen und endlosen Gesprächen, die in einer Wohnung stattfanden, zurückzukehren.

Initiiert von der Alma Mater Stiftung versuchte dieses inklusive Langzeitkunstprojekt in einer ehemaligen Gemeinschaftswohnung (Kommunalka) nicht nur durch sein offenes und horizontales Konzept, sondern auch im Miteinander von Schauspieler*innen mit und ohne geistige Beeinträchtigung Theater anders zu denken und zu praktizieren. “Kvartira” war in Russland das erste derartige Projekt. Inzwischen ist „Kvartira“ in der Wohnung Geschichte. Die Stücke werden aber an verschiedenen neuen Orten gespielt. Während des Festivals „Karussell“ macht „Kvartira“ Station in Hellerau.

Boris Pavlovich studierte an der Staatliche Akademie der Theaterkünste St. Petersburg zuerst Theatergeschichte und Theaterkritik und absolvierte im Anschluss den Schauspiel- und Regiekurs der Fakultät für Schauspielkunst der Staatlichen Kunstakademie St. Petersburg (Klasse von G. R. Trostyanetsky), den er 2004 beendete. 2006-2013 war er Künstlerischer Leiter des Staatstheaters Kirow. Pavlovich inszenierte in Moskau, St. Petersburg, Saratow, Tallinn, Chabarowsk, Omsk, Scharypow, Kirow und Almaty. Die Aufführung “Pianisten” von K. Bjornstad, am Nowosibirsker Akademischen Jugendtheater „Globus“, erhielt den Nationaltheaterpreis „Goldene Maske – 2019“ in der Kategorie „Drama / Kleinformat“. Boris Pavlovich arbeitet heute als Theaterregisseur, Schauspieler, Lehrer, Leiter inklusiver Labors und Meisterkurse und ist Autor von Artikeln über soziales Theater.

Außerdem interessant:
Sa/So 11./12.01.2020
Kvartira | Квартира – Gespräche
Boris Pavlovich

Dauer: ca. 40 Min.
Regie: Boris Pavlovich
Ausstattung: Ekaterina Andreeva

Mit: Ekaterina Alekseenko, Stanislav Belsky, Anastasia Beshliu, Anna Vasilyeva, Vlad Dyurin, Julia Zakharkina, Ksenia Zakharova, Maria Zhmurova, Dmitry Krestyankin, Alexandra Nikitina, Akim Norlander, Maxim Slesarev, Pavel Solomonik, Catherine Taran, Tatyana Filatova, Anton Flerov, Aleksey Vostrikov

11/7 € Doppelpack*

Produziert und unterstützt von der art innovations support foundation “Alma Mater” in Zusammenarbeit mit dem “Anton is right here” Сenter.

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Theater

Prosa | Проза

Vladimir Rannev/Elektroteatr Stanislawski
Karussell

Deutschlandpremiere | Oper basierend auf Erzählungen von Yury Mamleev und Anton Chekhov | Stückeinführung am 11.01. 19:30 Uhr | Russisch mit deutschen Übertiteln

Mit „Prosa“ hat Regisseur und Komponist Vladimir Rannev ein eigenes Genre geschaffen. Diese Oper vermischt kunstvoll zwei Erzählungen des russischen Realismus zu einem neuen multimedialen Bühnenwerk. Die comic-ähnlichen Animationen Marina Alexeevas visualisieren Yury Mamleevs „Der Bräutigam“. Nach dem Tod ihrer siebenjährigen Tochter bei einem Autounfall müssen die Kondratovs lernen, neu zu leben. Sie sehen ihre Rettung in der “Adoption” von Wanja Gadov, der unfreiwillig den Tod ihrer Tochter verursacht hat. Zunächst ängstlich auftretend, verwandelt sich dieser gedankenlose Lastwagenfahrer, ein Waisenkind, zunehmend in einen Tyrannen. Aus der zweiten Erzählung, Anton Tschechows „Die Steppe“, singt ein Vokalensemble Fragmente. Der Junge Jegoruschka verlässt sein Heimatdorf, um von entfernten Verwandten aufgezogen zu werden. Die Natur um ihn herum beginnt, seiner Mutter zu ähneln, während die neue Welt, die auf ihn wartet, unklar und erschreckend ist. Jegoruschka muss einen Weg finden, in dieser Welt zu leben und vielleicht sogar erfolgreich zu sein – das heißt, sich in Mamlejews Wanja zu verwandeln.

Beide Erzählungen zeigen ein Individuum inmitten einer traumatischen und gefährlichen Welt. Durch die künstlerischen Ebenen Bild und Gesang macht „Prosa“ die Komplexität von Beziehungen in unserer modernen Gesellschaft poetisch erfahrbar und entwickelt einen bild- und klanggewaltigen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann.

Auszeichnungen:
Der nationale Theaterpreis Russlands “Goldene Maske” 2019
Der russische Opernpreis “Casta Diva” 2018
Der “Pure sound” Preis für die CD mit “Prosa” 2019
Der Preis der Association der Musikkritiker 2018

Vladimir Rannev wurde 1970 in Moskau geboren. Er arbeitet als Komponist, Musikhistoriker und Hochschullehrer am St. Petersburger Staatlichen Konservatorium (Analyse der Musikform) und an der Staatlichen Universität zu St. Petersburg (Musikgeschichte). Außerdem arbeitet er als Musikkritiker und Kolumnist u.a. der „Kommersant“ Zeitung und der Zeitschrift „Afischa“. Im Jahr 2003 absolvierte er ein Kompositionsstudium bei Prof. Boris Tischenko am St. Petersburger Konservatorium und studierte anschließend Komposition mit Schwerpunkt elektronische Musik bei Prof. Humpert an der Hochschule für Musik Köln. Vladimir Rannev widmet sich als Komponist sowohl den klassischen symphonischen Orchester- und Kammermusik-Besetzungen, als auch experimentellen instrumentalen und vokalen Besetzungen. Für sein Schaffen erhielt Vladimir Rannev mehrere nationale und internationale Auszeichnungen.

Das Elektroteatr Stanislawski aus Moskau ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Zentren und Laboratorien des zeitgenössischen Musiktheaters geworden. Unter der Leitung des Regisseurs Boris Yukhananov wurde mit dem Elektroteatr ein einzigartiger Kunst- und Begegnungsort im Herzen Moskaus geschaffen, der für zahlreiche junge Künstler*innen ein Sprungbrett ist. Das Haus ist für seinen offenen Dialog zwischen Künstler*innen und Publikum bekannt.

Regie und Komposition: Vladimir Rannev
Ausstattung: Marina Alexeeva
Licht: Sergei Vasilyev
Musikalische Leitung: Arina Zvereva

Mit: N’Caged Ensemble: Sergei Malinin, Dmitry Matvienko, Olga Rossini, Arina Zvereva; Stanislavsky Electrotheatre Chor: Alina Gorina, Alyona Kakhuta, Tatyana Perevalova, Maria Menshenina, Ilona Bul, Alyone Fyodorova, Yelena Byrkina

23/11 €

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Diskussion

Geschichte und Erinnerung in Russland und Deutschland heute

Podiumsdiskussion | Deutsch (Boris Belenkin wird aus dem Russischen übersetzt)
Karussell

„Memorial“ wurde 1988 als erste Nichtregierungsorganisation der Sowjetunion gegründet und setzt sich für die Aufklärung der sowjetischen Repression und den Schutz der Menschenrechte im heutigen Russland ein. Dazu gehören Oral History-Projekte sowie ein alljährlichen, seit 1999, landesweiter Schülerwettbewerb „Der Mensch in der Geschichte. Russland im 20. Jahrhundert“, gemeinsam mit der deutschen Körber-Stiftung. Die zahlreichen Einreichungen der 15-17-jährigen wählten keine Helden zum Thema, sondern einfache Menschen, Familienangehörigen. Sie machen sich selbst ein Bild ihrer Vergangenheit, suchen nach Spuren, führen Gespräche mit Zeitzeugen. Dadurch setzen sie sich mit der unbekannten und verdrängten Seite der russischen Geschichte auseinander.

Im Oktober 2016 wurde Memorial durch das russische Justizministerium auf die Liste „ausländischer Agenten“ gesetzt – die Spitze des Eisberges bei allen Behinderungen und Schikanen, die seit Jahren auf die Menschenrechtsorganisation ausgeübt werden. Im Oktober 2019 wurden erneut Geldstrafen auferlegt.

Wie sind die Erinnerungsstrategien und öffentliche Räume für diese Graswurzel-Arbeit in Russland heute? Welche Räume und Themen sind in Deutschland aktuell, wie wird weiterhin mit russischen Organisationen zusammen gearbeitet?

Boris Belenkin, 1953 in Moskau geboren. 1990 Gründungsmitglied von Memorial, Historiker und Bibliothekar bei Memorial bis heute. Ist Mitglied im International Memorial Board, das über die Ausrichtung der Organisation entscheidet.

Corinna Jentzsch, langjährige Mitarbeiterin der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ), seit 2018 Projektkoordination für den Bereich “kritische Auseinandersetzung mit der Geschichte”, zuvor Programmleiterin den Jugendaustauschprogramms “Europeans for Peace”, Kulturwissenschaftlerin.

Gabriele Woidelko (angefragt), Leitung Bereich Geschichte und Politik, Leitung Fokusthema “Russland in Europa” in der Körber-Stiftung

Moderation:
Cornelia Reichel studierte Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien an der Universität Passau sowie Osteuropastudien an der Ludwig-Maximilians-Universität München, mit Schwerpunkt Politik und Geschichte. Nach Stationen als Kommunikationsreferentin der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und Pressesprecherin beim FilmFestival Cottbus sowie dem Filmfestival goEast war sie 2013 bis 2015 als Robert Bosch Kulturmanagerin in Uljanowsk tätig und führte u.a. das deutsch-polnisch-russische Forum „Wandel in Erinnerung“ durch. Nach ihrer Rückkehr engagierte sie sich als Senior Projektmanagerin und Themenverantwortliche „Global Media“ in der Robert Bosch Stiftung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Journalist*innen. 2018 kehrte sie in ihre Heimatstadt Dresden zurück, um hier verschiedene Dialogformate wie z.B. die Deutschlandpremiere des deutsch-russischen demoSlam umzusetzen. Mit der demoSlam-Initiatorin Evgeniya Sayko gründet sie derzeit die „Magnet – Werkstatt für Verständigung“ gUG.

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Diskussion

Der deutsche Russland-Komplex – Tiefen und Untiefen

Gerd Koenen
Karussell

Die deutsch-russischen Beziehungen im 20. Jahrhundert sind geprägt von Faszinationen und Phobien. Die künstlerischen, literarischen und allgemeinen kulturellen Bezüge zwischen Russland und Deutschland waren lange Zeit von fast einzigartiger Dichte und Intensität, bevor sie durch Weltkriege und Weltläufe abgebrochen oder auch unter Gesinnungsdruck gekommen sind. Gerd Koenen, Publizist, Historiker und Autor mehrerer Bücher zum Thema, wird in seinem Vortrag diese Entwicklungen nachzeichnen und am Ende den Blick in die Gegenwart richten.

Gerd Koenen, Publizist und Historiker, publiziert seit Jahrzehnten über die deutsch-russischen Beziehungen im 20. Jahrhundert und über die Geschichte des Kommunismus. Zu seinen bekanntesten Büchern zum Thema gehören „Utopie der Säuberung“ (1998), „Der Russland-Komplex. Die Deutschen und der Osten 1900–1945“ (2005) und „Die Farbe Rot – Ursprünge und Geschichte des Kommunismus“ (2017)

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Diskussion

Kunst und Öffentlichkeit – Kunst im öffentlichen Raum

Podiumsveranstaltung in Kooperation mit der Monatszeitschrift OSTEUROPA
Karussell

15:00 – 15:45 Uhr | Vortrag, Deutsch

Politische Aktionskunst in Russland
Klavdia Smola

Klavdia Smola gibt einen fundierten Einblick in die Entwicklung der russischen politischen Aktionskunst der letzten Jahre. Auch wenn Aktionskünstler*innen wie Pavel Pavlenskij oder die Gruppe Pussy Riot mit ihren spektakulären Aktionen international Aufmerksamkeit erregt haben, werden seit der 2010er Jahre neue Formen des Widerstands gegen das autoritäre Regime immer wichtiger. Die heutigen Künstler*innen setzen nicht mehr auf Konfrontation mit der Staatsmacht, sondern auf Transformation der Gesellschaft mit den Mitteln partizipativer Kunst.

15:45 – 16:30 Uhr | Vortrag, Deutsch

Gesprächsrunde
Im Anschluss an ihren Vortrag wird Klavdia Smola im Gespräch mit Viktoria Lomasko und Daria Serenko, zwei Vertreterinnen der politischen Aktionskunst, über ihre Kunst und die Bedingungen ihrer Arbeit sprechen.

16:30 – 17:15 Uhr | Vortrag, Deutsch

Moral Panic: Vom Kampf gegen eine gefährliche Jugend
Ewgeniy Kasakow

Dem Feld der Popmusik kommt aufgrund seiner Massenwirkung eine besondere Rolle zu. Im Herbst 2018 wurden in Russland 40 Konzerte verboten. Betroffen waren musikalisch und politisch höchst unterschiedliche Künstler*innen, die vor allem ein jugendliches Publikum anziehen. Hinter der Kampagne wurde häufig Kampf gegen die Opposition vermutet, doch die Repressionen und Integrationsversuche gegenüber den Musiker*innen folgen viel mehr der Logik der „moral panic“. Die Angst vor einer gefährlichen Jugend wird in den Schutz der Jugend vor Gefahren sublimiert. Der Permer Historiker Ewgeniy Kasakow wird in seinem Vortrag über das Phänomen berichten und mit zahlreichen Beispielen einen Einblickin die teilweise unfreiwillig politisierte Musikszene geben.

Klavdia Smola (1974), Professorin für Slavische Literaturwissenschaft an der Technischen Universität Dresden

Ewgeniy Kasakow (1982), Historiker, Zentrum für vergleichende Geschichts- und Politikstudien, Universität Perm

Viktoria Lomasko studierte Grafikdesign an der Moskauer Staatlichen Universität für Druckwesen. Sie arbeitet als freiberufliche Zeichnerin. Auf Deutsch sind von ihr die gezeichnete Reportage “Verbotene Kunst. Eine Moskauer Ausstellung” (2013) und “Die Unsichtbaren und die Zornigen” (2018) erschienen.

Daria Serenko (1993), ist Lyrikerin und Kuratorin. Sie hat das Gorki-Literaturinstitut abgeschlossen und wurde mit ihrer Arbeit “tichie pikety” (stille (Streik-)Posten) bekannt. In öffentlichen Verkehrsmitteln und auf den Straßen Moskaus war sie mit Plakaten unterwegs, die auf Homophobie und häusliche Gewalt aufmerksam machen.

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Film

Kino: Chroniken des Wandels

Alexander Sokurovs Elegien
Karussell

Alexander Sokurov gehört zu den einflussreichsten Regisseuren der Gegenwart. Seit mehr als 40 Jahren produziert er vielfach preisgekrönte Dokumentar- und Spielfilme, in denen er in einzigartigen Porträts und einer unverwechselbaren poetischen Bildsprache über historische Ereignisse der jüngeren russischen und europäischen Geschichte reflektiert. Immer wieder geht es dabei um die Abbildung von Geschichtsbildungsprozessen wie etwa den Zerfall der Sowjetunion. Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen widmeten ihm ihn diesem Jahr mehrere Profilprogramme und digitalisierten die bis dato nur schwer zugänglichen Kurzfilme seines Frühwerks. HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zeigt in Kooperation mit dem FILMFEST DRESDEN einige Highlights dieser selten gezeigten Filme.

Prostaja Elegija (A Simple Elegy), 1990, 20 Min. Über die Zeit der Auflösung des Sowjetreiches und die Unabhängigkeit Litauens.

Sovetskaya Elegija (Soviet Elegy), 1989, 37 Min. Über Boris Jelzin.

Razzalovannyj (The Degraded) 1980, 31 Min. Über den eigenen Kampf von Sokurov mit Zensur.

6 € (Tickets im Thalia)

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Theater

Das Feld | Поле

Dmitry Volkostrelov/Pavel Pryazhko/teatr post
Karussell

Deutschlandpremiere

Das Stück widmet sich der Quantenphysik und ist ein Konstrukt nichtlinearer „Handlungen”, die auf gut recherchierter Alltagssprache basieren und in den ausgedehnten Agrargebieten Weißrusslands, unweit der Grenze der Europäischen Union stattfinden. Mähdrescherfahrer und ihre Freundinnen arbeiten auf den riesigen Feldern, die entweder Norwegern oder Polen gehören. Sie verbringen ihre Freizeit zusammen, beschenken sich, tanzen, laden Filmfiles runter, telefonieren und kommen am Ende in einem schönen heidnischen Liebesfinale direkt unter dem nächtlichen Himmel neben dem Feuer zusammen. Volkostrelov und seine Schauspieler*innen haben den Text in einen mathematischen Algorithmus der Bühne integriert und das Publikum hat mittels eines „Plans” die Aufgabe, den verschiedenen Wendungen auf dem „Feld“ zu folgen.

Dmitry Volkostrelov gehört zur jüngeren Regiegeneration des russischen Theaters und ist bekannt für seine eigenwilligen Konzepte im Umgang mit zeitgenössischen Stoffen. Volkostrelov inszeniert seine Stücke sowohl in Theatern als auch an Nicht-Theaterorten. Er experimentiert mit unterschiedlichen Publikumsgruppen und schafft außergewöhnliche Begegnungen. Viele seiner Inszenierungen basieren auf Texten des ebenfalls experimentierfreudigen weißrussischen Dramatikers und Drehbuchautors Pavel Pryazhko, so dass beide von der Kritik als unverkennbares Tandem des Gegenwartstheaters wahrgenommen werden. Volkostrelov, der an der St. Petersburger Staatlichen Theaterakademie bei Lev Dodin studiert hat, gründete 2011 das unabhängige teatr post in St. Petersburg, dessen wichtigstes Anliegen die Suche nach einer neuen Theatersprache für die Erforschung unserer Zeit ist. Volkostrelov wurde mit seinen Inszenierungen zu internationalen Theaterfestivals eingeladen und wiederholt für die Goldene Maske nominiert, die er 2013 zusammen mit der Bühnenbildnerin Ksenia Peretrukhina auch gewann.

Pavel Pryazhko ist ein Dramatiker und Drehbuchautor aus Weißrussland. Seine Stücke werden sowohl in Russland als auch auf internationalen Bühnen gespielt und sind in viele Sprachen übersetzt. Pavel Pryazhko ist Gewinner der Goldenen Maske.

Außerdem interessant:
Fr 17.01.2020
DJ Pavel | Диджей Павел
Volkova/D. Volkostrelov/D. Korobkov/I. Nikolaev/M. Petrov/A. Platunov/D. Renansky/A.Starostina/teatr post

Fr 17.01.2020
Ich bin frei | Я свободен
Dmitry Volkostrelov/Pavel Pryazhko/teatr post

Dauer: ca. 1 Std. 40 Min.

Regie: Dmitry Volkostrelov
Komposition: Dmitry Vlasik
Lichtdesign: Ilya Pashnin
Produzent*innen: Dmitry Korobkov,Yulia Lustarnova, Alexey Platunov, Dmitry Renansky
Schauspieler*innen: Alina: Dinara Yankovskaya
Fahrer: Boris Chistyakov
Igor: Ivan Nikolaev
Junge: n.n.
Pavel: Ivan Stryuk
Sergey: Andrey Slepukhin

Premiere am 3. Februar 2016

Publikumsgespräch im Anschluss am 15.01. | Russisch mit Simultanübersetzung

17/8 €

Das teatr post wird von der Mikhail Prokhorov Foundation unterstützt.

Das Feld | Поле bewerten:

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Das Feld | Поле

Kurs

ArtRose

mit den Künstlerinnen von CO-TOUCH
Karussell

mit Katia Reshetnikova, Kristina Petrova, Vera Shchelkina

Bewegung und Tanz für alle jung Gebliebenen über 60 Jahren. Mitmachen erwünscht. Keine Vorkenntnisse und körperlichen Voraussetzungen erforderlich – einfach Lust und gute Laune. Das 60+-Community-Tanz-Ensemble namens ArtRose und HELLERAU laden regelmäßig ein, Bewegung und Tanz ohne körperliche Grenzen kennenzulernen.

Englisch

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Liederabend

Koromysli | Коромысли

Polina Kardymon
Karussell

Welche russischen traditionellen Lieder werden heute noch gesungen? Kann man diese Lieder im 21. Jahrhundert noch ernst nehmen? Was hindert uns daran, ihren Klang zu genießen? Wenn wir über russische Kultur sprechen, denken wir sofort an Balalaika, Matroschka-Puppen, bunte Schals, Bären, Wodka usw. Diese Stereotypen haben in der Realität nichts mit russischer Folklore zu tun. Eine heutige junge Generation in Russland ist von dem, wie ihre Vorfahren die Volkskultur wahrgenommen und praktiziert haben, weit entfernt. Eine wirkliche Verbindung zur Vergangenheit gibt es nicht mehr und es fällt schwerer und schwerer, Antworten auf die Frage nach der eigenen Identität zu finden: Wer sind wir, wo sind unsere Wurzeln, was unterscheidet uns von anderen?

In Polina Kardymons Audio-Performance sind Volkslieder dreistimmig arrangiert. Schlaflieder, Hochzeitslieder, Beerdigungslieder – wir verstehen die Worte, erkennen aber die Klänge nicht, sie sind uns fremd und unbekannt. Die Performerinnen versuchen, die Bedeutungen der Lieder zu entschlüsseln, sich auf die Volkskultur einzulassen, und sie für uns heute zu entdecken. Traditionen sind hier nicht zur Reliquie erstarrt. “Koromysli” ist ein Gespräch über alte Traditionen in einer neuen Sprache.

Polina Kardymon begann 2014 am Nowosibirsker Staatlichen Theater Institut ihr Regiestudium bei Alexei Mikhailovich Kriklivoy und Ilya Vladimirovich Pankov. Nach mehreren Studioinszenierungen, die auf Studentenfestivals mit Preisen bedacht wurden, inszenierte sie 2018 für ihr Vordiplom Marius von Mayenburgs Stück “Der Häßliche”. Außerdem entwickelte sie während ihres Studiums das unabhängige mehrteiliges Projekt “The Significance”, das sich dem weiblichen Bild in der Kunst widmet. Sie inszenierte am Nowosibirsker Staatstheater “Stary Dom” sowie am Novosibirsker Theater „Globus“ und sie ist Kuratorin und Leiterin des Festivals für zeitgenössisches Drama Lubimovka 2018 in Nowosibirsk. Als Regisseurin der Audio-Performance “Koromysli” und als Kuratorin tritt sie im Rahmen des OFF-Programms des Theaters und des Ausstellungsraums “Stary Dom” in Erscheinung.

Dauer: ca. 40 Min.

Regie: Polina Kardymon
Mit: Natalia Serkova, Anna Zamaraeva, Daria Voevoda

Russisch mit deutschen Übertiteln

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Koromysli | Коромысли

Diskussion

Rolle und Wirkungsweise der Freien Szene in Russland

Kristina Matvienko
Karussell

Kaum jemand kennt die Arbeiten der freien Szene in Russland so gut wie die Journalistin, Kritikerin und Kuratorin Kristina Matvienko. Seit Jahren verfolgt sie die Entwicklungen des freien Theaters, als Theaterredakteurin des „Time Out“ Magazins Moskau, als Kuratorin und Organisatorin vieler Festivals u.a. verantwortete sie mehrfach den russischen Showcase im Rahmen des Festivals „Die Goldene Maske“. Eine enge Arbeitsbeziehung verbindet sie mit dem Elektroteatr Stanislawski. In ihrem Vortrag wird Kristina Matvienko einen Überblick über Arbeiten der freien Szene in den letzten Jahren in Moskau, St. Petersburg und darüber hinaus geben.

Russisch mit Silmultanübersetzung

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Performance

Ich bin frei | Я свободен

Dmitry Volkostrelov/Pavel Pryazhko/teatr post
Karussell

Der Text des Stücks „Ich bin frei“ besteht aus 535 Bildern und 13 Bildunterschriften. Wie vom Dramatiker Pryazhko gefordert, werden diese Bilder auf eine Leinwand projiziert, und jedes von ihnen erhält eine Projektionszeit von sieben Sekunden. Die Bilder erscheinen in einer festgelegten Reihenfolge, um eine vollständige, wenn auch nonverbale Handlung zu bilden – oder vielmehr mehrere separate Geschichten, die ein aufmerksamer Betrachter leicht ableiten kann. Manchmal fasst diese meditative Show Geschichten zusammen, und genau wie im wirklichen Leben fallen sie wieder auseinander. Ein/e Betrachter/in kann einige Zeit allein mit sich selbst verbringen, langsam nachdenken oder in seine/ihre Gedanken eintauchen, die unweigerlich als Antwort auf eine bekannte Melancholie oder einen Mangel an Handlung in den Fotos auftauchen.

Wir haben hier im Theater die seltene Gelegenheit, den Autor zu vergessen und ein wenig über die Realität nachzudenken, zumal der einzige Darsteller Volkostrelov selbst ist, der uns die Dias dieser melancholischen Bilder zeigt, die von Pryazhko aufgenommen wurden.
Kristina Matvienko

Ich habe schon oft gesagt, dass ich es vorziehe, mich als Regisseur mit Texten zu befassen, die mich herausfordern. Ich arbeite gerne mit dokumentarischen Textstrukturen, für die sich auf den ersten Blick kein theatralisches Äquivalent zu finden scheint. In diesem Sinne widerruft das neue Stück des weißrussischen Dramatikers Pavel Pryazhko vollständig alle traditionellen Regeln des Theatergeschehens.
Dmitry Volkostrelov

Außerdem interessant:
Fr 17.01.2020
DJ Pavel | Диджей Павел
Volkova/D. Volkostrelov/D. Korobkov/I. Nikolaev/M. Petrov/A. Platunov/D. Renansky/A.Starostina/teatr post

Mi/Do 15./16.01.2020
Das Feld | Поле
Dmitry Volkostrelov/Pavel Pryazhko/teatr post

Russisch mit deutschen Übertiteln

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Theater

147

Ksenia Shachneva/Daria Andreeva/Ugol Kazan
Karussell

Von Radmila Khakova (Autorin)

Die Inszenierung der jungen Regisseurinnen Ksenia Shachneva und Daria Andreevna geht der Frage nach, wie sich unsere Beziehungen in einer sich rasant entwickelnden Welt verändern. Basierend auf dem Buch “147 Verabredungen” der tatarischen Journalistin und Autorin Radmila Khakova spielt der Abend in furioser Weise ein Date nach dem anderen durch. Khakova hatte sich 2016 das Ziel gesetzt, so viele Verabredungen wie möglich in zehn verschiedenen Ländern einzugehen. Ihre Erfahrungen veröffentlichte sie unmittelbar am nächsten Tag auf Facebook und beim Messengerdienst Telegram. In der russischen Gesellschaft, in der Single-Frauen immer noch diskriminiert werden (vielleicht abgesehen von Städten wie Moskau und St. Petersburg), kratzen die Texte Khakovas, die so offen über ihre Verabredungen schreibt, gleich an mehreren Tabus. “Meine Mutter sagte einmal, dein Mann geht um die Welt, sucht nach dir und kann dich absolut nicht finden. Seitdem verfolgt mich dieser Gedanke. Denn wenn es ihn wirklich gibt, wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass ich ihm begegnen werde (in einer Welt von 7 Milliarden)? Und selbst wenn ich ihn treffe … Was ist, wenn er verheiratet ist? Woran erkenne ich ihn? Und gibt es nur einen Mann, wie meine Mutter dachte? Oder kann es mehrere geben – in verschiedenen Lebensphasen?”

Ksenia Shachneva wurde 1984 in Kasan geboren. Sie absolvierte die Fakultät für Architektur und Design der KSASU. Als Designerin arbeitete sie im Studio Aybat und ist seit 2011 freiberuflich tätig. Seit 2015 ist sie Verlegerin und Designerin im Trekhrechye Verlag. Als Bühnenbildnerin arbeitete sie für verschiedene Projekte im Kreativlabor „Ugol“, im Labor „Sviyazhsk ARTel“ und in Alexander Manotskovs Opern “Jakobs Traum, oder der schreckliche Ort“ (Gewinner der Auszeichnung „Goldene Maske“) und “Roter Garten“ in Sviyazhsk. Sie war Kuratorin und Bühnenbildnerin der Performance „Mergasovsky“ und Regisseurin und Bühnenbildnerin der Performances “Zuhra” (Karieva-Teatr) und “147” des Kreativlabors “Ugol”.

Darya Andreeva wurde 1995 geboren und absolvierte 2018 das Kazan State Institute of Culture mit einem Abschluss in Volkskunst. Seit 2016 ist sie Mitarbeiterin des „Ugol“ Kreativlabors und technische Leiterin des Labors. Als Schauspielerin wirkte sie hier in zahlreichen Produktionen mit. Sie ist Co-Regisseurin des Stücks “147” nach dem Buch von Radmila Khakova. Am Sviyazhsk ARTel Theaterlabor nahm sie als Schauspielerin an “Sviyazhskoye Vremya” (2016, Regie: R. Sattarova) und “In Deep Water” (2017, Regie: Massimo Furlan, Claire de Ribaupierre) teil und als Regieassistentin und Schauspielerin an der Promenadenperformance “Khoja Nasreddin” (2019, Regie: Timur Bekmambetov).

Das Kreativlabor „Ugol“ aus Kazan hat sich in den letzten Jahren in der russischen Theaterszene einen Namen gemacht. Es ist Regie- und Theaterlabor, Ort für dokumentarisches Theater, initiiert site specific Projekte, macht Baby- und Wissenschaftstheater und Online-Exkursionen. Dabei ist der Name “Ugol (Ecke)” Programm: “Kunst ist dezentral – es gibt keinen Anfang, keine Mitte, kein Ende. Kunst hat keine Hauptstädte und keine Vororte. Es gibt “Orte der Macht” – große Theater oder Galerien, gefüllt mit Werken von Genies aus unterschiedlichen Epochen. Lebendige Kunst findet man jedoch immer häufiger dort, wo es dunkel und staubig ist – in “Ecken”, “Dachböden” und “Verkaufsständen”. Grandiose, kraftvolle, neue Kunst kann überall entstehen. Dafür gibt es kein Rezept. Man muss das, was man macht, lieben und sich an die Spitze der endlosen Suche begeben. Nichts anderes ist es, was “Ugol” in Kazan tut.«

Regie: Ksenia Shachneva, Daria Andreeva
Mit: Anastasia Radvogina, Evgeny Skripachev

Russisch mit deutschen Übertiteln | nicht barrierefrei (Veranstaltungsraum nur mit Treppe zu erreichen)

11/7 € Doppelpack

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Bewertungen & Erfahrungsberichte 147

Performance

DJ Pavel | Диджей Павел

K. Volkova/D. Volkostrelov/D. Korobkov/I. Nikolaev/M. Petrov/A. Platunov/D. Renansky/A.Starostina/teatr post
Karussell

Disco-Performance | Songtexte auf Deutsch zum Mitlesen

Pavel Pryazhko, Dmitry Volkostrelov und sein teatr post, sowie Maxim Petrov, Choreograf und Residenzkünstler des Mariinsky-Theaters, zeigen eine besondere Performance-Disco. „DJ Pavel“, geschrieben im Frühjahr 2018, ist eine neue formale Überraschung des weißrussischen Autors Pavel Pryazhko. Die Show um den Vinyl-Plattenteller kommt einem Re-Enactment der sowjetischen Popszene der 1980er Jahre gleich und ist kongenial konzipiert. Grundlage des Show-Stücks bilden elf sorgfältig ausgewählte populäre Lieder – so kann man beispielsweise den Hits von Alla Pugachova oder Valery Leontiev folgen und die 1980er Jahre wieder auferstehen lassen. Durch ihre Verknüpfung im DJ-Set bilden sie eine vollständige Erzählung, die wiederum durch einen verborgenen, internen Plot getragen ist, der jedoch von den Autor*innen und Performer*innen nicht (aus)gesprochen wird. Zuschauer*innen sind auf der Tanzfläche zugelassen, können das Stück mit ihren eigenen Assoziationen und Gedanken vervollständigen und gleichzeitig macht die inszenierte Show den Abstand zur damaligen Zeit deutlich. Mit den Liedern verfliegen die vergangenen 40 Jahre Transformationszeit. Ohne grobe Ironie gegenüber der Vergangenheit und ohne sich als Disco der 80er zu tarnen, schafft die Show eine Atmosphäre der Liebe und Freude, begleitet von großartigen Liedern.

Pavel Pryazhko und das teatr post widmen ihre neue Performance dem 2018 verstorbenen Mikhail Ugarov, Dramatiker und Ko-Leiter des teatr.doc.

Außerdem interessant:
Mi/Do 15./16.01.2020
Das Feld | Поле
Dmitry Volkostrelov/Pavel Pryazhko/teatr post

Fr 17.01.2020
Ich bin frei | Я свободен
Dmitry Volkostrelov/Pavel Pryazhko/teatr post

Songtexte auf deutsch zum Mitlesen

Dauer: ca. 1 Std.

Idee/Konzept – Xenia Volkova, Dmitry Volkostrelov, Dmitry Korobkov, Ivan Nikolaev, Maxim Petrov, Alexey Platunov, Dmitry Renansky, Alena Starostina
Lichtdesigner – Konstantin Binkin

11/7 € Doppelpack*

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Gespräch

Theaterforum

Karussell

An diesem Tag finden Kurzpräsentationen und Gespräche statt, um einen persönlichen Austausch über Initiativen, Projekte, Institutionen sowie Künstler*innen und ihre Arbeitsweisen zu ermöglichen. Eingeladen sind sowohl russische als auch deutsche Theatermacher*innen aus verschiedenen Landesteilen.

Impuls: Neue Theaterformen in Russland | 10:00 – 11:45 Uhr

Die beiden Kurator*innen und Theaterkritiker*innen Alexey Kiselev und Anastasia Pauker geben einen kurzen Einblick in neue Formen, Akteur*innen und Gruppen der aktuellen Theater- und Performanceszene Russlands. Anastasia Pauker arbeitet zurzeit für die Auswahljury des Festivals „Die Goldene Maske“ 2020. Kiselev und Pauker verantworteten gemeinsam den russischen Showcase des Festivals 2019. Außerdem organisiert Kiselev das Moskauer Festival „Forma“ und ist Direktor des mobilen Künstlertheaters, das eine Audiowalk-App entwickelt hat.

Mit: Alexey Kiselev, Anastasia Pauker

Panel: Was heißt es, frei zu arbeiten? | 10:00 – 11:45 Uhr

Auf dem Podium sitzen Künstler*innen der eingeladenen Gastspiele, die von ihren Erfahrungen der freien Theaterarbeit und den Bedingungen als freie*r Theaterkünstler*in in Russland erzählen.

Mit: Dmitry Volkostrelov, Ksenia Volkova, Ksenia Shachneva, Daria Andreeva und den Künstler*innen von CO-TOUCH (Kristina Petrova, Katia Reshetnikova, Vera Shchelkina)

Kaffeepause | 11:45 – 12:15 Uhr

Theaterorte und Festivals stellen sich vor | 12:15 – 13:30 Uhr

Vertreter*innen unabhängiger Theaterorte und Festivals stellen in kurzen Pitches ihre Arbeit vor und werden sich am Nachmittag in Tischgesprächen mit ihren deutschen Kolleg*innen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten des künstlerischen Konzipierens und Produzierens austauschen.

Mit: Inna Yarkova (Ugol Kazan), Elena Malikova (Odin Krasnodar), Victoria Babkina (Teatr 18+ Rostov am Don), Polina Kardymon (lab4dram Novosibirsk), Filip Vulakh (Festival Access Point St. Petersburg), Alexej Kiselev (Forma Festival Moskau)

Mittagspause | 13:30 – 14:30 Uhr

Freie Theaterproduktion in Deutschland | 14:30 – 15:45 Uhr

Vertreter*innen von Produktionshäusern und Festivals der Freien Szene in Deutschland stellen ihre Arbeit und Institutionen vor und beantworten Fragen der russischen Kolleg*innen.

Mit: Andreas Nattermann (Societaetstheater Dresden), Anne-Cathrin Lessel (LOFFT Leipzig), Walter Bart (Theaterhaus Jena), Kathrin Tiedemann (FFT Düsseldorf), Vertreter*in angefragt (Theaterhaus Stuttgart), Haiko Pfost (Impulse Festival)

Kaffeepause | 15:45 – 16:15 Uhr

6 Tische: Austauschgespräche | 16:15 – 18:00 Uhr

An sechs Tischen können sich die Teilnehmer*innen des Tages miteinander austauschen.

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Performance

CO-TOUCH

Kristina Petrova/Katia Reshetnikova/Vera Shchelkina
Karussell

Interaktive taktile Performance

Mit CO-TOUCH begibt sich eine kleine Publikumsgruppe auf eine immersive Reise durch Klang- und Körpererfahrungen. Die Besucher*innen kommen in einen leeren Raum und erhalten eine Augenbinde und Kopfhörer. Geführt durch die Performer*innen erleben sie mittels Klangkompositionen, Bewegungen und Berührungen, Ereignisse und Geschichten, die auch durch eigene, ganz persönliche Assoziationen geprägt sind. Körpererfahrungen, innere Geschichten und Erinnerungen werden ausgegraben und lassen Innen- und Außenwelt, Vergangenheit und Gegenwart miteinander verschmelzen.

Der Soundtrack ist eine Kombination aus komponierten Klängen und binauralen Aufzeichnungen, die auf der ganzen Welt gesammelt wurden, um sich vorzustellen, wie unser Körper von innen klingt und wie verschiedene Klänge unsere Bewegungen und unseren Körperzustand beeinflussen. CO-TOUCH ist ein andauerndes Forschungslabor, das zeitgenössischen Tanz, Klangkunst, Axis Syllabus, Ideokinese, Kontaktimprovisation, Körperarbeit und andere somatische Praktiken zusammenbringt, um das Potenzial der taktilen Interaktion zu erkunden und die Frage zu untersuchen, wie Kunst mit unserem ganzen Körper wahrgenommen werden kann.

Katia Reshetnikova ist eine Klang- und Performancekünstlerin, die mit Performativität von Klang und Wahrnehmung experimentiert. Sie absolvierte ihr Diplom in Sound Design an der VGIK Filmschule in Moskau und den MA Performance Designkurs am Central Saint Martins College of Art in London. Mit ihren Arbeiten nahm sie an verschiedenen internationalen Kunstprojekten teil: Moskau SA)) Sound Art Galerie, Museum für zeitgenössische Kunst GARAGE, Kunstresidenz Himalaya, Haus des Architekten Tel Aviv, Prager Quadriennale, Art Night London, Festival für zeitgenössischen Tanz Open Look Sankt Petersburg, Biennale Venedig u.a. Seit 2015 arbeitet Katia Reshetnikova mit der Berliner Theatergruppe Rimini Protokoll an Projekten wie Remote X, Truck Tracks und Cargo Moskau zusammen.

Kristina Petrova ist Soziologin und Performerin, die in ihren performativen Arbeiten menschliche Aufmerksamkeit und Zuwendung erforscht. Sie unterrichtete an einer Schule Bühnenbewegung für Kinder und erarbeitete mit ihnen choreografische Stücke. Seit 2013 absolviert sie Studium und Sommerkurse in der Moskauer Tanzschule TSEKH sowie beim Festival Open Look St. Petersburg. Sie studierte Tanzkritik am “Theaterinstitut” – ein Gemeinschaftsprojekt des Festivals Goldene Maske und des Meyerhold Theaterzentrums Moskau. Seit 2015 ist sie Performerin im Action-Projekt der Choreografin Alexandra Konnikova.

Vera Shchelkina ist Autorin, Performerin, Bewegungsforscherin. Sie absolvierte eine Germanistik- und Journalismus-Ausbildung an der MSU in Moskau, studierte Technik und Komposition des zeitgenössischen Tanzes an der Tanzschule TSEKH (Moskau) und nahm an verschiedenen internationalen Tanzkursen und Workshops teil. Sie ist Mitautorin und Teilnehmerin von mehreren Projekten, u.a. CO-TOUCH, My Ex(body) und Imposture Lab. Ihr aktuelles Interesse gilt den Formen des zeitgenössischen Tanzes, die sich mit somatischen Praktiken beschäftigen. In diesem Bereich lehrt sie an der Russischen Spezialakademie der Künste, unterrichtet in ihrer eigenen Praxis und gibt Workshops. Sie begann ihre Ausbildung als Spezialistin für Somatik am Institut für Integrative Körperarbeit und Bewegungstherapie in Moskau.

Dauer: 40 Min.

Kreation: Kristina Petrova, Katia Reshetnikova, Vera Shchelkina
Konzept und sound: Katia Reshetnikova
Konzept Entwicklung: Vera Shchelkina, Kristina Petrova
Mitarbeit sound design: Yulia Glukhova
Russische Stimme: Kseniya Orlova
Englische Stimme: Ekaterina Chitova
Mit Dresdner Performer*innen

11/7 € Doppelpack

Bitte tragen Sie bewegungsfreundliche Schuhe und Kleidung.
Englische und russische Fassung, keine besonderen Sprachkenntnisse erforderlich

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Theater

Kinder der Sonne | Дети солнца

Maxim Gorki/Timofey Kuljabin/Teatr „Krasny Fakel“ (Rote Fackel)
Karussell

Was ist endgültig Vergangenheit und was ist von dem Vergangenen immer noch aktuell? Das ist die Kernfrage, die diese sibirischen “Kinder der Sonne” stellen. Oft im Schatten der bekannteren Stücke “Nachtasyl” und “Wassa Sheleznova” stehend, holt Timofey Kuljabin Gorkis Stück in unsere nahe Vergangenheit. Er versetzt den Wissenschaftler Protasov, seine vor der Revolution warnende Schwester Lisa, die reiche Witwe Melanja und all die anderen Figuren nach Kalifornien – ins russische Expat-Milieu. Protasov ist hier IT-Experte an einer amerikanischen Eliteuniversität. In seiner eigenen Filterblase verharrend, nimmt er weder das Familiendrama, das sich um ihn herum abspielt, noch die allgemeine Milleniumsangst wahr. Was bei Gorki die Angst vor dem kommenden 20. Jahrhundert und vor der am Horizont aufscheinenden Revolution ist, wird bei Kuljabin die Angst vor dem neuen Jahrtausend. Der Jahreswechsel 1999/2000 steht bevor und damit ein Turning Point der jüngeren russischen Geschichte. Die Neujahrsansprache beginnt noch Boris Jelzin und Wladmir Putin beendet sie.

Timofey Kuljabin (geboren 1984) absolvierte 2007 die Russische Akademie für Theaterkunst (bei Oleg Kudryashov) und ist heute einer der führenden russischen Regisseure seiner Generation. Er inszenierte bereits mehr als 20 Aufführungen. Seit 2015 ist er Hauptregisseur des Nowosibirsker Theaters “Rote Fackel” – eines der besten Theater der russischen Provinz. Hier inszenierte er mehr als 10 Stücke (“Macbeth” von W. Shakespeare, “Hedda Gabler” von H. Ibsen, “Onegin” von A. Pushkin, “KILL” nach “Kabale und Liebe” von F. Schiller, “Drei Schwestern” von A. Chekhov, “Der Prozess” von F. Kafka).

Seit 2009 ist Kuljabin auch als Opernregisseur tätig. Seine Oper “Tannhäuser” von Richard Wagner war 2014 eines der heftig diskutierten Kunstereignisse des Landes. 2016 inszenierte er die Oper “Don Pasquale” von G. Donizetti und 2019 “Rusalka” von A. Dvorzhak – beide am Bolschoi-Theater. Im Jahr 2017 folgte “Rigoletto” von G. Verdi im Opernhaus Wuppertal. Am Residenztheater München führte er 2018 Regie beim Stück “Am Kältepol”, nach “Kolyma Stories” von Warlam Schalamow. Ebenfalls 2018 inszenierte er “Nora, oder ein Puppenheim” nach dem Stück von Henrik Ibsen im Schauspielhaus Zürich.

Das Nowosibirsker Staatliche Akademische Theater “Rote Fackel” wurde vor 100 Jahren in Odessa gegründet. Sein Ensemble ist eine der führenden Theatergruppen Russlands. Tourneen und Festivaleinladungen führten das Theater “Rote Fackel” in zahlreiche Länder darunter Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Polen, Griechenland, Rumänien und Japan. Acht Inszenierungen des Theaters “Rote Fackel” wurden für den Nationaltheaterpreis “Die goldene Maske” nominiert. Kuljabins Inszenierungen “Onegin” und “Drei Schwestern” gewannen den Preis.

Dauer: ca. 2 Std. 15 Min., eine Pause

Regie: Timofey Kulyabin
Ausstattung: Oleg Golovko
Licht: Aleksandr Romanov
Dramaturgie: Olga Fedyanina
Sound Design: Timofey Pastukhov
Video: Maksim Rudenko

Russisch mit deutschen Übertiteln

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Konzert

Shortparis

Katharsis. Erlösung. Shortparis.
Karussell

Dieser kühne Groove, der dunkle Electronica mit Post-Punk, Noise und Chanson verschmelzen lässt, ist unwiderstehlich Ohrwurm-gefährdend. Tief verankert in der Dekadenz der Ästhetik und eng verwoben mit den dunklen Labyrinthen der russischen Seele brechen ihre Texte mit Erwartungen. In einer atemberaubenden rituellen Performance verschwindet die Grenze zwischen theatralem Erlebnis und Konzert. Im Publikum findet sich eine illustre Runde: während Ian Curtis alleine in der Ecke tanzt, schüttet Siouxsie Sioux Rotwein über die Köpfe der ersten Reihe, Blixa Bargeld und Nick Cave versuchen den Tango und Peter Murphy bucht Flugtickets nach Russland.

11/7 € Doppelpack

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Essen/Trinken

Festival Brunch

Zum Abschluss des Russisch-Deutschen Austauschforums gibt es am Sonntag einen offenen Brunch für alle Künstler* innen, Interessierte und Neugierige.

Anmeldung bis zum 10.01.2020 an Judith Hellmann: hellmann@hellerau.org

Eintritt frei

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Diskussion

Quo vadis russisches Theater?

Marina Davydova
Karussell

Das Interview mit Marina Davydova für das HELLERAU Magazin #2 – 2019 über die aktuelle russische Theatersituation endet mit einem bitteren Fazit: „Russland ist ein großes Land mit einer Menge talentierter Leute. In den Jahren des Stalinismus wurden so viele Leute umgebracht und trotzdem starb die russische Kunst nicht.“ Während das Interview eher einen Rückblick auf die letzten drei postsowjetischen Jahrzehnte gab, wird Marina Davydova nun einen Ausblick auf das Potenzial und die Tendenzen des russischen Gegenwartstheaters geben, auch mit Blick auf einige weiterführende Linien aus der Vergangenheit.

Marina Davydova ist Chefredakteurin der Zeitschrift TEATR und künstlerische Leiterin des Moskauer NET-Festivals. 2016 war sie Direktorin des Schauspielprogramms der Wiener Festwochen. Sie veröffentlicht regelmäßig in “Theater heute” und inszenierte am Berliner HAU (“Eternal Russia”) und am Thalia Theater Hamburg (“Checkpoint Woodstock”).

Russisch mit Simultanübersetzung

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Film

Kino: Leto

Kirill Serebrennikov
Karussell

Kirill Serebrennikov dreht eine atmosphärische Hommage an zwei Legenden der russischen Rock-Historie. Den grauen Sowjet-Alltag versetzt er mit Musical-Segmenten und westlichen Popsongs zu einer stimmungsvollen Collage über äußere Zensur und innere Freiheit. „In Kirill Serebrennikovs Musikfilm wird der Club zur architektonischen Manifestierung eines Russlands kurz vor der Perestroika, in dem es mit künstlerischer und persönlicher Freiheit nicht gut bestellt ist. Dass der Regisseur während der finalen Dreharbeiten selbst festgenommen wurde und der Weltpremiere in Cannes nicht persönlich beiwohnen durfte, verlängert seinen Film auch auf Produktionsebene in die Jetztzeit. Die bittere Wahrheit, dass die Geschichte sich im Kreis zu drehen scheint, schielt hier mit fieser Fratze um die Ecke.“

Filmmusik u.a. von Shortparis

6 € (Tickets im Thalia)

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Konzert

Dienstagssalon mit Max Rademann und dem A&C String Quartet

Karussell Festival-Spezial

In Kooperation mit Dmitry Kourliandsky, Elektroteatr Stanislawski in Moskau und der International Young Composers Academy in Tchaikovsky

Für die Dauer des Festivals Karussell vergibt HELLERAU zwei Residenzen an Komponist*innen aus Russland. In Kooperation mit dem Elektroteatr Stanislawski in Moskau und mit Dmitry Kourliandsky, Komponist und Leiter der International Young Composers Academy in Tchaikovsky wurden Darya Zvezdina (*1990), Oleg Gudachev (*1988) und Kirill Shirokov (*1990) ausgewählt. Das A&C String Quartet wird zusammen mit diesen jungen Komponist*in­nen und einigen ihrer aktuellen Werke zu Gast im Diens­tagssalon des Dresdner Künstlers und Moderators Max Rademann sein.

Das A&C String Quartet – wobei A&C für „Ancient and Contempo­rary“ steht – wurde 2016 am Mos­kauer Staatlichen Tschaikowsky­ Konservatorium von einigen der besten jungen Musiker*innen Russ­lands gegründet, die jeweils zahlreiche Musikwettbewerbe gewonnen haben. Zur aktuellen Besetzung des Quartetts gehören Gleb Khokhlov und Polina Babinkova (Geige), Irina Sopova (Bratsche) und Yulia Migunova (Cello). Seit 2017 kon­zentriert sich das Quartett auf die Aufführung zeitgenössi­scher Musik. Im Jahr 2019 hat A&C in Zusammenarbeit mit dem Elektroteatr Stanislawski und dem Theater der Nationen die beiden Konzertzyklen „Spectral Music“ und „Music of Continents“ veranstaltet, in denen das Quartett sowohl rus­sische als auch Weltpremieren präsentierte.

11/7 € Doppelpack*

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Vortrag

Das Gogol Center – Ein neues Theatermodell für Russland

Vortrag & Filme
Karussell

18:30 Uhr Vortrag und Gespräch mit Valeriy Pecheykin Seven
19:30 Uhr Seven, Film (50 Min.)
20:30 Uhr Der die Zeichen liest, Film (118 Min.)

Der Dramatiker, Journalist und langjährige Dramaturg des Gogol Centers Valeriy Pecheykin wird in einem Vortrag über das Gogol Center und seine enge Zusam­menarbeit mit dem Regisseur und künstlerischen Leiter des Thea­ters, Kirill Serebrennikov, sprechen. Danach berichten zwei Filme über das Gogol Center und die Arbeit von Kirill Serebrennikov. Der Film „Seven“ von Artem Firsanov ent­stand während des anderthalbjährigen Hausarrests von Serebrennikov und nimmt den Prozess gegen den Theater­ leiter wegen angeblicher Veruntreuung in den Fokus. Er reflektiert zugleich die Schwierigkeiten, im heutigen Russland, einen solchen Film zu machen.

„Der die Zeichen liest“ ist ein Film von Kirill Serebrennikov, der auf seiner Inszenierung des Theaterstücks „Märtyrer“ von Marius von Mayenburg basiert. Im Zentrum steht ein Schüler, der die säkularen Unterrichtsinhalte an seiner Schule mit Hilfe von Bibelzitaten infrage stellt. Schon bald fühlen sich die liberalen Lehrer*innen immer stärker in die Enge getrieben, bis es zu einer Katastrophe kommt. In Russland, wo Kunstausstellungen von radikalen orthodo­xen Gläubigen gestürmt und Operninszenierungen wegen Gotteslästerung abgesetzt werden, berührt der Film einen neuralgischen Punkt zwischen religiösem Fanatismus und Gesellschaft.

7 € Doppelpack*

Russisch mit Simultanübersetzung
Dauer: 3 Stunden

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Theater

Der Mann aus Podolsk | Человек из Подольска

Dmitry Danilov/Mikhail Ugarov/Igor Stam/teatr.doc
Karussell

Dokumentarisch absurdes Theater

Der bekannte russische Schriftsteller Dmitry Danilov schrieb mit der Komödie “Der Mann aus Podolsk” sein auf Anhieb erfolgreiches Debüt als Theaterautor.

Die Geschichte über einen Durchschnittsbürger der Russischen Föderation, der von kulturvollen und gebildeten Polizist*innen unter Druck gesetzt wird, sein Mutterland zu lieben, trifft den Kern der heutigen gesellschaftlichen Kluft: Die Polizei bzw. die Polizist*innen sind das beliebteste Ziel für Kritik. Nur wenige Menschen sind bereit, diejenigen zu unterstützen, die mit Gewalt und Einsatz unmenschlicher Mittel zur Unterdrückung der Freiheit in Verbindung gebracht werden. Die Polizist*innen im Stück jedoch sind anders: sie lesen die Texte der Strukturalisten, zitieren Sorokin, reden über Malewitsch und besuchen Konzerte der deutschen Band “Einstürzende Neubauten”. Aber über die reflexive, leicht depressive Atmosphäre hinaus, lässt uns Ugarovs Produktion im Geist des sehr eigenen doc.teatr-Naturalismus vor allem über die Bedeutung des Konzeptes “Patriotismus” nachdenken, das im Zentrum heutiger Kämpfe steht.

Der einunddreißigjährige Protagonist des Stückes, der jeden Tag von Moskaus Vororten ins Zentrum pendelt, hat keinen Respekt vor den Fertighäusern dieser autonomen Vororte – aber er liebt Amsterdam. Die örtliche Polizei erklärt ihm behutsam, aber deutlich, dass jede urbane Landschaft ihren eigenen Charme besitzt. Sie konfrontiert das Publikum mit der Wahl, die Heimat zu lieben wie sie ist oder nicht.

Dmitri Alexejewitsch Danilov hat vor allem Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht und gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen russischen Schriftstellern, dessen Werke auch ins Englische, Italienische und Niederländische übersetzt wurden. Er begann seine Karriere als Journalist und Reiseschriftsteller und machte sich mit seinem dokumentarischen Stil und trockenem Humor einen Namen. Sein bislang bekanntester Roman Beschreibung einer Stadt (russ. Opisanie goroda) war 2013 auf der Shortlist für den renommierten russischen Literaturpreis Bolschaja kniga. Der Mann aus Podolsk und Sergej ist dumm sind seine ersten beiden Theaterstücke. Sie wurden in Russland bereits mehrfach erfolgreich aufgeführt. Danilov lebt in Moskau.

Mikhail Ugarov, geboren am 23. Januar 1956 in Arkhangelsk in Nordrussland, war ausgebildeter Schauspieler, Dramatiker und seit 2002 Mit-Begründer und künstlerischer Leiter des theatr.doc, das er zusammen mit der Autorin und Dramatikerin Elena Gremina zur wichtigsten russischen freien Theaterbühne der letzten Jahre entwickelte. Er studierte Dramatische Künste am Gorki-Literaturinstitut, drehte zahlreiche Filme, TV-Serien und inszenierte viele Stücke fürs Theater. Er war einer der Organisatoren des Festivals der Jungen Dramaturgie Lubimovka sowie Mitbegründer des Festivals Das neue Drama. Er gewann mehrere Preise, u.a. die Goldene Maske und den Fernsehpreis Tefi für die Fernsehserie “Petersburg`s secret”.

Igor Stam studierte Schauspiel an der Schauspielakademie von Michail Schepkin, am teatr.doc ist er auch als Regisseur tätig.

teatr.doc (Moskau, Russland) wurde 2002 von mehreren Dramatiker*innen als ein nichtstaatliches, gemeinnütziges, unabhängiges Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen. Viele Arbeiten werden von den Beteiligten auf freiwilliger Basis durchgeführt. Die meisten teatr.doc-Produktionen werden im Dokumentartheater – Genre produziert. Sie basieren auf authentischen Texten, Interviews und dem Leben realer Menschen. Das Dokumentartheater ist ein spezielles Genre, das an der Schnittstelle von Kunst und gegenwärtiger sozialer Analyse agiert. Die Kreativgruppen des Theaters entwickeln ihre Produktionen aus den Begegnungen mit „realen“ Menschen, aus Interviews, die die relevanten Themen der Gegenwart berühren. Als Elemente des Theaters sind die realen Personen ebenso wichtig wie die Methode der wörtlichen Wiedergabe (verbatim theatre), die Improvisation, das Theaterspiel und die Trainings. Viele Publikationen widmeten sich den Produktionen des teatr.doc, sie gewannen Preise, wurden zu renommierten Theaterfestivals in Polen, Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn, den baltischen Ländern sowie in großen russischen Städten eingeladen. Das Theater wurde vom Magazin “Creative” mit dem Preis “Das kreativste Theater” und vom Filmfestival “Stalker” ausgezeichnet. Folgende Theateraufführungen waren Preisträger und Nominierte für die Goldene Maske: Ein Mann aus Podolsk, Oxygen, Life Is a Success, Light My Fire und Akyn-Opera. Derzeit umfasst das Repertoire 30 Shows.

Dauer: ca. 1 Std. 40 Min.

Stück: Dmitriy Danilov
Regie: Mikhail Ugarov
Ko-Regie: Igor Stam
Bühnenbild: Olga Kovaleva
Technik: Igor Pernikov

11/7 € Doppelpack

Russisch mit deutschen Übertiteln

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Kurs

Der Garten | Сад

zh v yu
Karussell

ohne Sprache | Publikumsgespräch im Anschluss am 24.01. | Workshop mit Künstler*innen von zh v yu am 25.01.

Ein leerer Raum. Topfpflanzen. Zwischen diesen Pflanzen bewegen sich Frauen in seltsamen Posen. Sie kriechen auf allen Vieren durch den „Garten“ und schütteln Hüften und Gesäß. Diese erotischen Bewegungen, eine Art Fruchtbarkeitstanz, muten komisch und gleichzeitig unheimlich an. „Weibliche“ Tänze dienen hier nicht mehr dazu, das Publikum zu verführen, sondern wirken als Mechanismus der Transgression und Emanzipation der Performerinnen, aber auch der Pflanzen. Sie verschmelzen mit Hilfe von lächerlichen Leggings zu siamesischen Zwillingen, bringen farbige Gummihandschuhe in Bewegung und versprühen gemeinsam mit den Pflanzen die Lebenskräfte der Natur. „Der Garten“ ist eine echte feministische Pflanzenperformance!

Die Performerinnen von „zh v yu“ haben verschiedene berufliche Hintergründe. Trotz dieser Unterschiede verbindet sie ein gemeinsames Interesse an verschiedenen Körper- und Tanzpraktiken, Bewegungsforschung und dem Phänomen der Körperlichkeit. Während ihrer Zusammenarbeit hat das Trio eigene praktische Ansätze der Forschung und Kreation entwickelt. Vor allem durch die Auseinandersetzung mit neuen philosophischen Theorien, sozialen Problemen, Wahrnehmungsprozessen und Experimenten untersuchen die Künstlerinnen, wie Kunst die Lücke zwischen Theorie/(Un)Bewusstsein und Praxis schließen kann.

Die Performerinnen sind auf der Suche nach den unauffälligsten Kombinationen von Alltagspraktiken und -objekten und schaffen Situationen, die im Alltag „nicht konstruierbar“ sind. Das Trio erarbeitet Projekte verschiedener Genres: site-specific, Interventionen sowie Performances in Museen und im Bühnenraum.

Dauer: ca. 35 Min.

Workshop mit Künstler*innen von zh v yu am 25.01.

Von und mit: Natalia Zhukova, Ekaterina Volkova, Asya Ashman, Daria Yurychuk

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Theater

Chapajev und Pustota | Чапаев и Пустота

Maxim Didenko/praktika teatr
Karussell

Nach dem Roman „Buddhas kleiner Finger“ von Viktor Pelevin

Viktor Pelevins 1996 erschienener Kultroman „Buddhas kleiner Finger“ spannt einen Bogen zwischen den Geburtswehen der Sowjetunion und ihrem Untergang. Pustota, ein eigentlich völlig unbescholtener Dichter und Lebenskünstler aus St. Petersburg, flieht 1919 vor der Geheimpolizei nach Moskau. Dort ernennt ihn Chapajev, legendärer Kommandeur der Roten Armee, umgehend zu seinem Politkommissar. Doch wie in einem Fiebertraum, findet sich Pustota plötzlich hineinkatapultiert in das Moskau der Gegenwart. Umgeben von lauter„neuen Russen“, bleibt ihm nur die Flucht in die Irrenanstalt.
Mit überbordender Fantasie und zugleich analytischer Schärfe schildert Pelevin eine Gesellschaft im Umbruch, verzweifelt auf der Suche nach Sinn. Maxim Didenko, einer der derzeit spannendsten jüngeren Regisseure Russlands, hat diesen Ritt durch die russische Geschichte und Gegenwart kraftvoll, einprägsam und höchst abwechslungsreich in Szene gesetzt. Hin- und hergerissen zwischen alten Mythen und neuen Märchen, Europa und Asien sowie Realität und Wahnsinn suchen die Figuren in seiner Inszenierung Zuflucht in revolutionären Posen und in der Ruhe der Natur, in Religion und Leibesübungen und nicht zuletzt in bewusstseinserweiternden Substanzen.

Maxim Didenko ist ein russischer Regisseur, Choreograf und Dozent. Er studierte an der Theaterakademie St. Petersburg, war Darsteller bei der deutsch-russischen Theatergruppe Derevo (St. Petersburg, Dresden) sowie mit dem russischen Theater Akhe. Er arbeitet als Regisseur u.a. in Moskau, St. Petersburg, Nowosibirsk, Prag, London, Mannheim und Karlsruhe. In seinen eigenen Inszenierungen verbindet er Einflüsse aus Bildender Kunst, Tanz, Musik, Film und Theater. Didenko wurde mit seinen Inszenierungen wiederholt für verschiedene Preise nominiert.

Viktor Pelevin gilt als einer der meist gelesenen und wichtigsten Erzähler des gegenwärtigen Russlands. Er genießt vor allem bei jungen Lesern und in seiner Internet-Fangemeinde Kultstatus. In seinen Werken berichtet er oft aus ungewöhnlicher surrealistischer Perspektive über chaotische Umstände in Russland, das mit dem Zerfall der Sowjetunion einhergehende neue Lebensgefühl und über die historische Vergangenheit sowie deren Aufarbeitung.

Das experimentelle praktika teatr wurde auf Initiative des Regisseurs Eduard Bojakow gegründet. Im Theater werden ausschließlich Werke zeitgenössischer Autor*innen inszeniert sowie verschiedene Kunstprojekte realisiert: ein Kinoclub, Ausstellungen, Performances und Diskussionsrunden mit bekannten Kulturschaffenden prägen die Atmosphäre dieses dynamischen Theaterortes. Das teatr praktika ist mittlerweile auch außerhalb der Grenzen Moskaus und Russlands für seine experimentellen, innovativen und gesellschaftskritischen Inszenierungen bekannt.

Dauer: ca. 3 Std. 30 Min., eine Pause

Regie: Maxim Didenko
Musik: Ivan Kushnir
Choreografie: Irina Ga
Bühne & Kostüm: Galia Solodovnikova
Licht: Sergey Vasiliev

Mit: Ilya Barabanov, Dmitriy Brusnikin, Vasiliy Butkevich, Aleksey Lyubimov, Gladston Makhib, Yuriy Mezhevich, Vasiliy Mikhaylov, Petr Skvortsov, Igor Titov, Yana Gladkikh

Produktion: praktika teatr, Moskau

23/11 €

Russisch mit deutschen Übertiteln | Audience discussion following on 24.01. | Festival closing party on 25.01.

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Kurs

The Gaze Workshop

mit Künstlerinnen von zh v yu

Ein Workshop zum Thema Beobachtung – offen für alle Interessierten. Während dieses Workshops werden zwei Dinge geübt: Das Beobachten des anderen und wie unter dieser Beobachtung gehandelt wird. Für den Menschen bedeutet „unter Beobachtung stehen“ angreifbar zu sein. Überwachung wird oft mit Macht assoziiert. Im Alltag sind wir von einem vielschichtigen, allgegenwärtigen Netz aus Überwachungsmechanismen umgeben, das auch zur Verstärkung von Ängsten beiträgt. Während des Workshops wird in verschiedenen Situationen unter Beobachtung agiert und dabei versucht, Kraft aus der eigenen Verletzlichkeit zu schöpfen. Gleichzeitig werden sich die Teilnehmer*innen selbst im Beobachten üben und erkunden, ob es Formen der Überwachung ohne Machtausübung gibt.

Englisch

Anmeldung an Marie Rault: rault@hellerau.org
Dauer: 3 Stunden

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Vortrag

Pioniere des Moskauer Gegenwartstheaters

Ekaterina Troepolskaya – Masterskaya Brusnikina
Karussell

Mit dem teatr.doc und dem praktika teatr sind zwei der wichtigsten russischen freien Theaterbühnen der letzten Jahre in HELLERAU zu Gast. Mit dem Tod der beiden Leiter vom teatr.doc Mikhail Ugarov und Elena Gremina und dem Tod von Dmitri Brusnikin, einen Tag nach seiner Ernennung zum künstlerischen Leiter des praktika teatr, befinden sich beide Moskauer Theater seit dem letzten Jahr in einer Umbruchsphase. Über Geschichte und Entstehung dieser einzigartigen Theaterorte wird der Kritiker und Autor Pavel Rudnev in einem Vortrag berichten und im Anschluss mit Vertreter*innen der beiden Theater über ihre jetzige Situation und die Zukunft der beiden Theater sprechen.

Russisch mit Simultanübersetzung

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Installation

Karussell – Installationen

21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden, Mats Staub | Grafische Reportage – Ein Wandbild, Viktoria Lomasko | Stille Gewalt, Daria Serenko
Karussell

21 – Erinnerung ans Erwachsenwerden
Mats Staub

Studio Ost/Ecksalon Ost | Videoinstallation

In welchem Jahr sind Sie 21 gewor­den? Was hat sich in diesem Jahr Videoinstallation ereignet? Und wie sind Sie erwach­sen geworden? Mats Staub nimmt sich viel Zeit, mit Menschen verschiedenen Alters über die­ se Fragen zu sprechen. Nach drei Monaten besucht er seine Protagonist*innen erneut: Während er ihnen die von ihm ver­ dichteten Tonaufnahmen vorspielt, filmt er die Reaktionen in den Gesichtern der Zuhörenden. „21“ ist ein Langzeitpro­jekt und erweitert sich von Ort zu Ort. Mit dieser wachsen­ den Sammlung von Einzelportraits entsteht eine außerge­ wöhnliche Galerie des vergangenen und des gegenwärtigen Jahrhunderts. In Dresden führt Mats Staub Gespräche mit Menschen, die einen russischen biografischen Hintergrund haben und erarbeitet fünf neue Portraits.

Mats Staub (*1972, Muri bei Bern, Schweiz), studierte Theaterwissen­ schaft, Journalistik und Religionswissenschaft in Bern, Fribourg und Berlin. Er entwickelt seit 2004 Langzeit­ und Kunstprojekte im Spannungsfeld zwischen Theater und Ausstellung, Wissenschaft und Literatur.

Stille Gewalt
Daria Serenko

Studio West | Aktionskunst

Die junge Künstlerin Daria Serenko wird sich neben ihrer Teilnahme am Gespräch zu Politischer Aktionskunst in Russland am Nachmittag des 12.01.2020 in der Folgewoche mit Fraueninitiativen und Mitarbeiter*innen von Krisenzentren zu häuslicher Gewalt treffen und recherchieren, wie in Dresden mit diesem Problem umgegangen wird. Am Ende steht eine ihrer Kunstaktionen zu geschlechtsspezifischer Gewalt, mit denen sie auch in Russland bekannt geworden ist. In öffentlichen Verkehrsmitteln und auf den Straßen Moskaus war sie bei ihrer Arbeit „tichie pikety“ (stille (Streik-)Posten) mit Plakaten unterwegs, die auf Homophobie und häusliche Gewalt aufmerksam machten.

Daria Serenko (1993) ist Lyrikerin und Kuratorin und hat das Gorki-Literaturinstitut abgeschlossen.

Grafische Reportage – Ein Wandbild
Viktoria Lomasko

Ecksalon West | Live painting

Die Künstlerin Viktoria Lomasko wird vom 07. bis zum 20. Januar ein Studio im Festspielhaus Hellerau beziehen und in dieser Zeit an einem Wandbild arbeiten. Lomasko beschäftigt sich mit sozialer Grafik. Seit 2008 entwickelt sie das Genre der „grafischen Reportage“, das es im vorrevolutionären Russland und in der Sowjetunion gegeben hat und das nach ihrem Zusammenbruch verschwunden ist. Als Künstlerin und Aktivistin arbeitet sie mit Medien und Menschenrechtsorganisationen zusammen. Sie reist durch Russland und ehemalige Sowjetrepubliken und untersucht das private, psychologische und geistige Leben verschiedener Randgruppen. Ihre Heldinnen und Helden sind Sexsklav*innen aus Nishni Nowgorod, Frauen aus geheimen lesbischen Clubs, Lehrer einer verlassenen Dorfschule, Gefangene einer Strafkolonie für Minderjährige und Menschen, insbesondere Frauen, aus dem postsowjetischen Raum.

Die Installationen starten an allen Festivaltagen in HELLERAU
eine Stunde vor Programmbeginn | nicht barrierefrei

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Konzert

Feature Ring

Zu Gast: K.ZIA (Singer-Songwriterin)

„I want my music to communicate the roots that have made me who I am. Roots from all over the world, without boundaries.” Die gebürtige Belgierin K.ZIA verbindet auf besondere Weise R&B, Soul, Pop und globale Musik. Als Tochter eines Martinikaners und einer belgisch-kongolesischen Mutter wuchs K.ZIA in vielen Kulturen auf und bereiste die Welt der Musik, um als aufstrebende Sängerin mit ihren Soloprojekten Kulturen und Genres verschmelzen zu lassen. K.ZIA bringt Menschen zusammen und feiert mit ihnen die Musik, die Liebe und die Erinnerung an die wichtigen Dinge des Lebens.

11/7 €

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Tanz

LAPDANCE

Dresden Frankfurt Dance Company (DE)

Dresden-Premiere

Unter dem Titel LAPDANCE werden Jacopo Godani und die Dresden Frankfurt Dance Company ein außergewöhnliches zeitgenössisches musikalisches Programm präsentieren. In einem einzigartigen und intimen Rahmen kann unser Dresdner Publikum die Choreografien von Godani und die Musikkompositionen von zwei bahnbrechenden Komponisten des 20. Jahrhunderts erleben: Béla Bartók und Johannes Schöllhorn. Die Choreografie zur Komposition von Béla Bartók wird live vom Kubus Quartett begleitet.

23/11 €

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10

HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zählt zu den wichtigsten internationalen Zentren der zeitgenössischen Künste in Deutschland und Europa. Seit Juli 2018 ist Carena Schlewitt Intendantin. Mit jährlich rund 250 Veranstaltungen agiert HELLERAU als interdisziplinäres Koproduktions- und Gastspielhaus und bietet den zeitgenössischen Künsten Tanz, Theater, Performance, Neue Musik, Medienkunst und Bildende Kunst Räume für Produktion und Präsentation. Fester Bestandteil ist das biennal stattfindende Festival TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik. HELLERAU. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist Company in Residence.

Zur Geschichte:
HELLERAU wurde 1911 als Festspielhaus und Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Wegbereiters der modernen Architektur Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques Dalcroze erbaut. Als kulturelles Zentrum der ersten deutschen Gartenstadt zog der legendäre Bau bis 1914 Künstler aus ganz Europa nach Hellerau, unter ihnen Rilke, Kafka, Diaghilew, Van de Velde, Kokoschka, Gropius, Van der Rohe, Werfel, Busoni, Milhaud, Le Corbusier, Nolde und Stefan Zweig.
Tickets online unter www.hellerau.org

Vorverkauf:
Besucherzentrum im Seitengebäude West
Karl-Liebknecht-Straße 56, 01109 Dresden
Montag-Freitag: 10 – 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11 – 18 Uhr
Telefon: +49 351-264 62 46
Email: ticket@hellerau.org

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Bewertungen & Erfahrungsberichte HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Oper Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Brienner Straße 50
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9

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