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HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zählt zu den wichtigsten internationalen Zentren der zeitgenössischen Künste in Deutschland und Europa. Seit Juli 2018 ist Carena Schlewitt Intendantin. Mit jährlich rund 250 Veranstaltungen agiert HELLERAU als interdisziplinäres Koproduktions- und Gastspielhaus und bietet den zeitgenössischen Künsten Tanz, Theater, Performance, Neue Musik, Medienkunst und Bildende Kunst Räume für Produktion und Präsentation. Fester Bestandteil ist das biennal stattfindende Festival TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik. HELLERAU. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist Company in Residence.

Zur Geschichte:
HELLERAU wurde 1911 als Festspielhaus und Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Wegbereiters der modernen Architektur Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques Dalcroze erbaut. Als kulturelles Zentrum der ersten deutschen Gartenstadt zog der legendäre Bau bis 1914 Künstler aus ganz Europa nach Hellerau, unter ihnen Rilke, Kafka, Diaghilew, Van de Velde, Kokoschka, Gropius, Van der Rohe, Werfel, Busoni, Milhaud, Le Corbusier, Nolde und Stefan Zweig.

Kontakt

HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Karl-Liebknecht-Str. 56
D-01109 Dresden

Telefon: +49 351-264 62 10
E-Mail: info@hellerau.org

 

Tickets online unter www.hellerau.org

Vorverkauf:
Besucherzentrum im Seitengebäude West
Karl-Liebknecht-Straße 56, 01109 Dresden
Montag-Freitag: 10 – 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11 – 18 Uhr
Telefon: +49 351-264 62 46
Email: ticket@hellerau.org
Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Vortrag

Das Gogol Center – Ein neues Theatermodell für Russland

Vortrag & Filme
Karussell

18:30 Uhr Vortrag und Gespräch mit Valeriy Pecheykin Seven
19:30 Uhr Seven, Film (50 Min.)
20:30 Uhr Der die Zeichen liest, Film (118 Min.)

Der Dramatiker, Journalist und langjährige Dramaturg des Gogol Centers Valeriy Pecheykin wird in einem Vortrag über das Gogol Center und seine enge Zusam­menarbeit mit dem Regisseur und künstlerischen Leiter des Thea­ters, Kirill Serebrennikov, sprechen. Danach berichten zwei Filme über das Gogol Center und die Arbeit von Kirill Serebrennikov. Der Film „Seven“ von Artem Firsanov ent­stand während des anderthalbjährigen Hausarrests von Serebrennikov und nimmt den Prozess gegen den Theater­ leiter wegen angeblicher Veruntreuung in den Fokus. Er reflektiert zugleich die Schwierigkeiten, im heutigen Russland, einen solchen Film zu machen.

„Der die Zeichen liest“ ist ein Film von Kirill Serebrennikov, der auf seiner Inszenierung des Theaterstücks „Märtyrer“ von Marius von Mayenburg basiert. Im Zentrum steht ein Schüler, der die säkularen Unterrichtsinhalte an seiner Schule mit Hilfe von Bibelzitaten infrage stellt. Schon bald fühlen sich die liberalen Lehrer*innen immer stärker in die Enge getrieben, bis es zu einer Katastrophe kommt. In Russland, wo Kunstausstellungen von radikalen orthodo­xen Gläubigen gestürmt und Operninszenierungen wegen Gotteslästerung abgesetzt werden, berührt der Film einen neuralgischen Punkt zwischen religiösem Fanatismus und Gesellschaft.

7 € Doppelpack*

Russisch mit Simultanübersetzung
Dauer: 3 Stunden

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Theater

Der Mann aus Podolsk | Человек из Подольска

Dmitry Danilov/Mikhail Ugarov/Igor Stam/teatr.doc
Karussell

Dokumentarisch absurdes Theater

Der bekannte russische Schriftsteller Dmitry Danilov schrieb mit der Komödie “Der Mann aus Podolsk” sein auf Anhieb erfolgreiches Debüt als Theaterautor.

Die Geschichte über einen Durchschnittsbürger der Russischen Föderation, der von kulturvollen und gebildeten Polizist*innen unter Druck gesetzt wird, sein Mutterland zu lieben, trifft den Kern der heutigen gesellschaftlichen Kluft: Die Polizei bzw. die Polizist*innen sind das beliebteste Ziel für Kritik. Nur wenige Menschen sind bereit, diejenigen zu unterstützen, die mit Gewalt und Einsatz unmenschlicher Mittel zur Unterdrückung der Freiheit in Verbindung gebracht werden. Die Polizist*innen im Stück jedoch sind anders: sie lesen die Texte der Strukturalisten, zitieren Sorokin, reden über Malewitsch und besuchen Konzerte der deutschen Band “Einstürzende Neubauten”. Aber über die reflexive, leicht depressive Atmosphäre hinaus, lässt uns Ugarovs Produktion im Geist des sehr eigenen doc.teatr-Naturalismus vor allem über die Bedeutung des Konzeptes “Patriotismus” nachdenken, das im Zentrum heutiger Kämpfe steht.

Der einunddreißigjährige Protagonist des Stückes, der jeden Tag von Moskaus Vororten ins Zentrum pendelt, hat keinen Respekt vor den Fertighäusern dieser autonomen Vororte – aber er liebt Amsterdam. Die örtliche Polizei erklärt ihm behutsam, aber deutlich, dass jede urbane Landschaft ihren eigenen Charme besitzt. Sie konfrontiert das Publikum mit der Wahl, die Heimat zu lieben wie sie ist oder nicht.

Dmitri Alexejewitsch Danilov hat vor allem Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht und gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen russischen Schriftstellern, dessen Werke auch ins Englische, Italienische und Niederländische übersetzt wurden. Er begann seine Karriere als Journalist und Reiseschriftsteller und machte sich mit seinem dokumentarischen Stil und trockenem Humor einen Namen. Sein bislang bekanntester Roman Beschreibung einer Stadt (russ. Opisanie goroda) war 2013 auf der Shortlist für den renommierten russischen Literaturpreis Bolschaja kniga. Der Mann aus Podolsk und Sergej ist dumm sind seine ersten beiden Theaterstücke. Sie wurden in Russland bereits mehrfach erfolgreich aufgeführt. Danilov lebt in Moskau.

Mikhail Ugarov, geboren am 23. Januar 1956 in Arkhangelsk in Nordrussland, war ausgebildeter Schauspieler, Dramatiker und seit 2002 Mit-Begründer und künstlerischer Leiter des theatr.doc, das er zusammen mit der Autorin und Dramatikerin Elena Gremina zur wichtigsten russischen freien Theaterbühne der letzten Jahre entwickelte. Er studierte Dramatische Künste am Gorki-Literaturinstitut, drehte zahlreiche Filme, TV-Serien und inszenierte viele Stücke fürs Theater. Er war einer der Organisatoren des Festivals der Jungen Dramaturgie Lubimovka sowie Mitbegründer des Festivals Das neue Drama. Er gewann mehrere Preise, u.a. die Goldene Maske und den Fernsehpreis Tefi für die Fernsehserie “Petersburg`s secret”.

Igor Stam studierte Schauspiel an der Schauspielakademie von Michail Schepkin, am teatr.doc ist er auch als Regisseur tätig.

teatr.doc (Moskau, Russland) wurde 2002 von mehreren Dramatiker*innen als ein nichtstaatliches, gemeinnütziges, unabhängiges Gemeinschaftsprojekt ins Leben gerufen. Viele Arbeiten werden von den Beteiligten auf freiwilliger Basis durchgeführt. Die meisten teatr.doc-Produktionen werden im Dokumentartheater – Genre produziert. Sie basieren auf authentischen Texten, Interviews und dem Leben realer Menschen. Das Dokumentartheater ist ein spezielles Genre, das an der Schnittstelle von Kunst und gegenwärtiger sozialer Analyse agiert. Die Kreativgruppen des Theaters entwickeln ihre Produktionen aus den Begegnungen mit „realen“ Menschen, aus Interviews, die die relevanten Themen der Gegenwart berühren. Als Elemente des Theaters sind die realen Personen ebenso wichtig wie die Methode der wörtlichen Wiedergabe (verbatim theatre), die Improvisation, das Theaterspiel und die Trainings. Viele Publikationen widmeten sich den Produktionen des teatr.doc, sie gewannen Preise, wurden zu renommierten Theaterfestivals in Polen, Frankreich, Deutschland, Österreich, Ungarn, den baltischen Ländern sowie in großen russischen Städten eingeladen. Das Theater wurde vom Magazin “Creative” mit dem Preis “Das kreativste Theater” und vom Filmfestival “Stalker” ausgezeichnet. Folgende Theateraufführungen waren Preisträger und Nominierte für die Goldene Maske: Ein Mann aus Podolsk, Oxygen, Life Is a Success, Light My Fire und Akyn-Opera. Derzeit umfasst das Repertoire 30 Shows.

Dauer: ca. 1 Std. 40 Min.

Stück: Dmitriy Danilov
Regie: Mikhail Ugarov
Ko-Regie: Igor Stam
Bühnenbild: Olga Kovaleva
Technik: Igor Pernikov

11/7 € Doppelpack

Russisch mit deutschen Übertiteln

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Kurs

Der Garten | Сад

zh v yu
Karussell

ohne Sprache | Publikumsgespräch im Anschluss am 24.01. | Workshop mit Künstler*innen von zh v yu am 25.01.

Ein leerer Raum. Topfpflanzen. Zwischen diesen Pflanzen bewegen sich Frauen in seltsamen Posen. Sie kriechen auf allen Vieren durch den „Garten“ und schütteln Hüften und Gesäß. Diese erotischen Bewegungen, eine Art Fruchtbarkeitstanz, muten komisch und gleichzeitig unheimlich an. „Weibliche“ Tänze dienen hier nicht mehr dazu, das Publikum zu verführen, sondern wirken als Mechanismus der Transgression und Emanzipation der Performerinnen, aber auch der Pflanzen. Sie verschmelzen mit Hilfe von lächerlichen Leggings zu siamesischen Zwillingen, bringen farbige Gummihandschuhe in Bewegung und versprühen gemeinsam mit den Pflanzen die Lebenskräfte der Natur. „Der Garten“ ist eine echte feministische Pflanzenperformance!

Die Performerinnen von „zh v yu“ haben verschiedene berufliche Hintergründe. Trotz dieser Unterschiede verbindet sie ein gemeinsames Interesse an verschiedenen Körper- und Tanzpraktiken, Bewegungsforschung und dem Phänomen der Körperlichkeit. Während ihrer Zusammenarbeit hat das Trio eigene praktische Ansätze der Forschung und Kreation entwickelt. Vor allem durch die Auseinandersetzung mit neuen philosophischen Theorien, sozialen Problemen, Wahrnehmungsprozessen und Experimenten untersuchen die Künstlerinnen, wie Kunst die Lücke zwischen Theorie/(Un)Bewusstsein und Praxis schließen kann.

Die Performerinnen sind auf der Suche nach den unauffälligsten Kombinationen von Alltagspraktiken und -objekten und schaffen Situationen, die im Alltag „nicht konstruierbar“ sind. Das Trio erarbeitet Projekte verschiedener Genres: site-specific, Interventionen sowie Performances in Museen und im Bühnenraum.

Dauer: ca. 35 Min.

Workshop mit Künstler*innen von zh v yu am 25.01.

Von und mit: Natalia Zhukova, Ekaterina Volkova, Asya Ashman, Daria Yurychuk

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Theater

Chapajev und Pustota | Чапаев и Пустота

Maxim Didenko/praktika teatr
Karussell

Nach dem Roman „Buddhas kleiner Finger“ von Viktor Pelevin

Viktor Pelevins 1996 erschienener Kultroman „Buddhas kleiner Finger“ spannt einen Bogen zwischen den Geburtswehen der Sowjetunion und ihrem Untergang. Pustota, ein eigentlich völlig unbescholtener Dichter und Lebenskünstler aus St. Petersburg, flieht 1919 vor der Geheimpolizei nach Moskau. Dort ernennt ihn Chapajev, legendärer Kommandeur der Roten Armee, umgehend zu seinem Politkommissar. Doch wie in einem Fiebertraum, findet sich Pustota plötzlich hineinkatapultiert in das Moskau der Gegenwart. Umgeben von lauter„neuen Russen“, bleibt ihm nur die Flucht in die Irrenanstalt.
Mit überbordender Fantasie und zugleich analytischer Schärfe schildert Pelevin eine Gesellschaft im Umbruch, verzweifelt auf der Suche nach Sinn. Maxim Didenko, einer der derzeit spannendsten jüngeren Regisseure Russlands, hat diesen Ritt durch die russische Geschichte und Gegenwart kraftvoll, einprägsam und höchst abwechslungsreich in Szene gesetzt. Hin- und hergerissen zwischen alten Mythen und neuen Märchen, Europa und Asien sowie Realität und Wahnsinn suchen die Figuren in seiner Inszenierung Zuflucht in revolutionären Posen und in der Ruhe der Natur, in Religion und Leibesübungen und nicht zuletzt in bewusstseinserweiternden Substanzen.

Maxim Didenko ist ein russischer Regisseur, Choreograf und Dozent. Er studierte an der Theaterakademie St. Petersburg, war Darsteller bei der deutsch-russischen Theatergruppe Derevo (St. Petersburg, Dresden) sowie mit dem russischen Theater Akhe. Er arbeitet als Regisseur u.a. in Moskau, St. Petersburg, Nowosibirsk, Prag, London, Mannheim und Karlsruhe. In seinen eigenen Inszenierungen verbindet er Einflüsse aus Bildender Kunst, Tanz, Musik, Film und Theater. Didenko wurde mit seinen Inszenierungen wiederholt für verschiedene Preise nominiert.

Viktor Pelevin gilt als einer der meist gelesenen und wichtigsten Erzähler des gegenwärtigen Russlands. Er genießt vor allem bei jungen Lesern und in seiner Internet-Fangemeinde Kultstatus. In seinen Werken berichtet er oft aus ungewöhnlicher surrealistischer Perspektive über chaotische Umstände in Russland, das mit dem Zerfall der Sowjetunion einhergehende neue Lebensgefühl und über die historische Vergangenheit sowie deren Aufarbeitung.

Das experimentelle praktika teatr wurde auf Initiative des Regisseurs Eduard Bojakow gegründet. Im Theater werden ausschließlich Werke zeitgenössischer Autor*innen inszeniert sowie verschiedene Kunstprojekte realisiert: ein Kinoclub, Ausstellungen, Performances und Diskussionsrunden mit bekannten Kulturschaffenden prägen die Atmosphäre dieses dynamischen Theaterortes. Das teatr praktika ist mittlerweile auch außerhalb der Grenzen Moskaus und Russlands für seine experimentellen, innovativen und gesellschaftskritischen Inszenierungen bekannt.

Dauer: ca. 3 Std. 30 Min., eine Pause

Regie: Maxim Didenko
Musik: Ivan Kushnir
Choreografie: Irina Ga
Bühne & Kostüm: Galia Solodovnikova
Licht: Sergey Vasiliev

Mit: Ilya Barabanov, Dmitriy Brusnikin, Vasiliy Butkevich, Aleksey Lyubimov, Gladston Makhib, Yuriy Mezhevich, Vasiliy Mikhaylov, Petr Skvortsov, Igor Titov, Yana Gladkikh

Produktion: praktika teatr, Moskau

23/11 €

Russisch mit deutschen Übertiteln | Audience discussion following on 24.01. | Festival closing party on 25.01.

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Kurs

The Gaze Workshop

mit Künstlerinnen von zh v yu

Ein Workshop zum Thema Beobachtung – offen für alle Interessierten. Während dieses Workshops werden zwei Dinge geübt: Das Beobachten des anderen und wie unter dieser Beobachtung gehandelt wird. Für den Menschen bedeutet „unter Beobachtung stehen“ angreifbar zu sein. Überwachung wird oft mit Macht assoziiert. Im Alltag sind wir von einem vielschichtigen, allgegenwärtigen Netz aus Überwachungsmechanismen umgeben, das auch zur Verstärkung von Ängsten beiträgt. Während des Workshops wird in verschiedenen Situationen unter Beobachtung agiert und dabei versucht, Kraft aus der eigenen Verletzlichkeit zu schöpfen. Gleichzeitig werden sich die Teilnehmer*innen selbst im Beobachten üben und erkunden, ob es Formen der Überwachung ohne Machtausübung gibt.

Englisch

Anmeldung an Marie Rault: rault@hellerau.org
Dauer: 3 Stunden

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Vortrag

Pioniere des Moskauer Gegenwartstheaters

Ekaterina Troepolskaya – Masterskaya Brusnikina
Karussell

Mit dem teatr.doc und dem praktika teatr sind zwei der wichtigsten russischen freien Theaterbühnen der letzten Jahre in HELLERAU zu Gast. Mit dem Tod der beiden Leiter vom teatr.doc Mikhail Ugarov und Elena Gremina und dem Tod von Dmitri Brusnikin, einen Tag nach seiner Ernennung zum künstlerischen Leiter des praktika teatr, befinden sich beide Moskauer Theater seit dem letzten Jahr in einer Umbruchsphase. Über Geschichte und Entstehung dieser einzigartigen Theaterorte wird der Kritiker und Autor Pavel Rudnev in einem Vortrag berichten und im Anschluss mit Vertreter*innen der beiden Theater über ihre jetzige Situation und die Zukunft der beiden Theater sprechen.

Russisch mit Simultanübersetzung

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Installation

Karussell – Installationen

21 – Erinnerungen ans Erwachsenwerden, Mats Staub | Grafische Reportage – Ein Wandbild, Viktoria Lomasko | Stille Gewalt, Daria Serenko
Karussell

21 – Erinnerung ans Erwachsenwerden
Mats Staub

Studio Ost/Ecksalon Ost | Videoinstallation

In welchem Jahr sind Sie 21 gewor­den? Was hat sich in diesem Jahr Videoinstallation ereignet? Und wie sind Sie erwach­sen geworden? Mats Staub nimmt sich viel Zeit, mit Menschen verschiedenen Alters über die­ se Fragen zu sprechen. Nach drei Monaten besucht er seine Protagonist*innen erneut: Während er ihnen die von ihm ver­ dichteten Tonaufnahmen vorspielt, filmt er die Reaktionen in den Gesichtern der Zuhörenden. „21“ ist ein Langzeitpro­jekt und erweitert sich von Ort zu Ort. Mit dieser wachsen­ den Sammlung von Einzelportraits entsteht eine außerge­ wöhnliche Galerie des vergangenen und des gegenwärtigen Jahrhunderts. In Dresden führt Mats Staub Gespräche mit Menschen, die einen russischen biografischen Hintergrund haben und erarbeitet fünf neue Portraits.

Mats Staub (*1972, Muri bei Bern, Schweiz), studierte Theaterwissen­ schaft, Journalistik und Religionswissenschaft in Bern, Fribourg und Berlin. Er entwickelt seit 2004 Langzeit­ und Kunstprojekte im Spannungsfeld zwischen Theater und Ausstellung, Wissenschaft und Literatur.

Stille Gewalt
Daria Serenko

Studio West | Aktionskunst

Die junge Künstlerin Daria Serenko wird sich neben ihrer Teilnahme am Gespräch zu Politischer Aktionskunst in Russland am Nachmittag des 12.01.2020 in der Folgewoche mit Fraueninitiativen und Mitarbeiter*innen von Krisenzentren zu häuslicher Gewalt treffen und recherchieren, wie in Dresden mit diesem Problem umgegangen wird. Am Ende steht eine ihrer Kunstaktionen zu geschlechtsspezifischer Gewalt, mit denen sie auch in Russland bekannt geworden ist. In öffentlichen Verkehrsmitteln und auf den Straßen Moskaus war sie bei ihrer Arbeit „tichie pikety“ (stille (Streik-)Posten) mit Plakaten unterwegs, die auf Homophobie und häusliche Gewalt aufmerksam machten.

Daria Serenko (1993) ist Lyrikerin und Kuratorin und hat das Gorki-Literaturinstitut abgeschlossen.

Grafische Reportage – Ein Wandbild
Viktoria Lomasko

Ecksalon West | Live painting

Die Künstlerin Viktoria Lomasko wird vom 07. bis zum 20. Januar ein Studio im Festspielhaus Hellerau beziehen und in dieser Zeit an einem Wandbild arbeiten. Lomasko beschäftigt sich mit sozialer Grafik. Seit 2008 entwickelt sie das Genre der „grafischen Reportage“, das es im vorrevolutionären Russland und in der Sowjetunion gegeben hat und das nach ihrem Zusammenbruch verschwunden ist. Als Künstlerin und Aktivistin arbeitet sie mit Medien und Menschenrechtsorganisationen zusammen. Sie reist durch Russland und ehemalige Sowjetrepubliken und untersucht das private, psychologische und geistige Leben verschiedener Randgruppen. Ihre Heldinnen und Helden sind Sexsklav*innen aus Nishni Nowgorod, Frauen aus geheimen lesbischen Clubs, Lehrer einer verlassenen Dorfschule, Gefangene einer Strafkolonie für Minderjährige und Menschen, insbesondere Frauen, aus dem postsowjetischen Raum.

Die Installationen starten an allen Festivaltagen in HELLERAU
eine Stunde vor Programmbeginn | nicht barrierefrei

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Karussell – Installationen

Konzert

Feature Ring

Zu Gast: K.ZIA (Singer-Songwriterin)

„I want my music to communicate the roots that have made me who I am. Roots from all over the world, without boundaries.” Die gebürtige Belgierin K.ZIA verbindet auf besondere Weise R&B, Soul, Pop und globale Musik. Als Tochter eines Martinikaners und einer belgisch-kongolesischen Mutter wuchs K.ZIA in vielen Kulturen auf und bereiste die Welt der Musik, um als aufstrebende Sängerin mit ihren Soloprojekten Kulturen und Genres verschmelzen zu lassen. K.ZIA bringt Menschen zusammen und feiert mit ihnen die Musik, die Liebe und die Erinnerung an die wichtigen Dinge des Lebens.

11/7 €

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Feature Ring

Tanz

LAPDANCE

Dresden Frankfurt Dance Company (DE)

Dresden-Premiere

Unter dem Titel LAPDANCE werden Jacopo Godani und die Dresden Frankfurt Dance Company ein außergewöhnliches zeitgenössisches musikalisches Programm präsentieren. In einem einzigartigen und intimen Rahmen kann unser Dresdner Publikum die Choreografien von Godani und die Musikkompositionen von zwei bahnbrechenden Komponisten des 20. Jahrhunderts erleben: Béla Bartók und Johannes Schöllhorn. Die Choreografie zur Komposition von Béla Bartók wird live vom Kubus Quartett begleitet.

23/11 €

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HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zählt zu den wichtigsten internationalen Zentren der zeitgenössischen Künste in Deutschland und Europa. Seit Juli 2018 ist Carena Schlewitt Intendantin. Mit jährlich rund 250 Veranstaltungen agiert HELLERAU als interdisziplinäres Koproduktions- und Gastspielhaus und bietet den zeitgenössischen Künsten Tanz, Theater, Performance, Neue Musik, Medienkunst und Bildende Kunst Räume für Produktion und Präsentation. Fester Bestandteil ist das biennal stattfindende Festival TONLAGEN – Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik. HELLERAU. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist Company in Residence.

Zur Geschichte:
HELLERAU wurde 1911 als Festspielhaus und Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Wegbereiters der modernen Architektur Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques Dalcroze erbaut. Als kulturelles Zentrum der ersten deutschen Gartenstadt zog der legendäre Bau bis 1914 Künstler aus ganz Europa nach Hellerau, unter ihnen Rilke, Kafka, Diaghilew, Van de Velde, Kokoschka, Gropius, Van der Rohe, Werfel, Busoni, Milhaud, Le Corbusier, Nolde und Stefan Zweig.
Tickets online unter www.hellerau.org

Vorverkauf:
Besucherzentrum im Seitengebäude West
Karl-Liebknecht-Straße 56, 01109 Dresden
Montag-Freitag: 10 – 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11 – 18 Uhr
Telefon: +49 351-264 62 46
Email: ticket@hellerau.org

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Bewertungen & Erfahrungsberichte HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Oper Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Theater Volkstheater München München, Brienner Straße 50
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
Aufführungen / Musical Ronacher Wien Wien, Seilerstätte 9

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