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Oper Stuttgart

EINES DER FÜHRENDEN MUSIKTHEATER WELTWEIT

Ehemals Königliche Hoftheater, 1909 bis 1912 von Max Littmann als Doppeltheater mit Opern- und Schauspielhaus erbaut. 1924 wurden die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Erhalten blieb nach dem II. Weltkrieg nur das mit klassizistischen Säulen geschmückte Große Haus.
Die Bühne des Opernhauses wird von der Oper Stuttgart und dem Stuttgarter Ballett bespielt. 1982 bis 1984 wurden die Innenräume wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgeführt. Das Foyer des Ersten Rangs beherbergt Marmorbüsten von Dichtern und Komponisten, im Zuschauerraum bildet ein großes Deckengemälde den oberen Raumabschluss.

Die Oper Stuttgart zählt zu den bedeutendsten europäischen Opernhäusern und ist zugleich Teil des größten Mehrspartenhauses Europas.
Die Oper Stuttgart setzt bis heute immer wieder wichtige Impulse für das Musiktheater der Gegenwart und gilt als eines der führenden Häuser weltweit. Ganz bewusst wird in diesem Haus das Ensembletheater gepflegt.

Kontakt

Oper Stuttgart
Oberer Schloßgarten 3
D-70173 Stuttgart

Telefon: +49 (0)7 11-20 32-0
Fax: +49 (0)7 11-20 32-3 89

Jugendprogramm

Antigone-Tribunal

von Leo Dick

Premiere: 09. März 2019

Libretto nach dem Stück Die drei Leben der Antigone von Slavoj Žižek
Fassung von Blanka Rádóczy und Leo Dick

Dreimal wird in Slavoj Žižeks 2015 erschienenem Theaterstück Die drei Leben der Antigone der Widerstand Antigones gegen jede staatspolitische Vernunft zu einem jeweils anderen Ende geführt. Der Chor, das Volk oder die Bürger*innen kommentieren dabei nicht nur, sondern werden selbst zum Akteur. Mit einem eigens gecasteten Bürgerchor beleuchten wir auf und hinter der Bühne Fragen nach dem Erhalt, der Veränderung, der Auflösung oder der Neuschaffung politischer Ordnung, die sich angesichts der unsicheren Zukunft Europas immer drängender stellen.

Altersempfehlung ab 16 Jahren

Komposition: Leo Dick
Musikalische Leitung: Christopher Schmitz
Regie und Bühne: Blanka Rádóczy
Kostüme: Andrea Simeon
Dramaturgie: Christoph Sökler
Oper

Der Prinz von Homburg

von Hans Werner Henze

Premiere: 17. März 2019

Oper in drei Akten nach dem Schauspiel von Heinrich von Kleist, für Musik eingerichtet von Ingeborg Bachmann

Wer wachen Auges träumt, lebt gefährlich. Er erfährt die Welt anders, vielleicht so, wie sie sein könnte. Dabei kann das Gewohnte in beängstigende Ferne rücken. Der Prinz von Homburg lebt bisweilen in Traumzuständen. Dadurch handelt er in der Schlacht wider höchsten Befehl, führt sein Heer mit traumwandlerischer Sicherheit aber zum Sieg. Dann wacht er im realen Albtraum auf – Befehlsverweigerern droht die Todesstrafe. Hans Werner Henze verließ Mitte der 1950er Jahre Deutschland in Richtung Italien, nicht aus Wirklichkeitsflucht, sondern um sich dort eine Welt nach eigenen Wünschen zu schaffen – mit Platz für „die sinnliche Lust auf einen neuen Schönheitsbegriff, eine neue ästhetische Glücksvorstellung“. Diese fand nördlich der Alpen im Elan von Aufbau plus Verdrängung ebenso wenig eine Heimat wie im strengen Regelwerk der musikalischen Nachkriegsavantgarde. In der Begegnung mit Heinrich von Kleists Schauspiel formulierte er mit Ingeborg Bachmann so etwas wie eine Utopie: Nicht Sach- und Systemzwänge, nicht Funktionen und Dienstgrade bestimmen die Beziehungen der Menschen, sondern Empfindungen. Ihre Opernfiguren begeben sich ins Risikogebiet der Traumverlorenheit, um zu sich und zueinander zu finden. Auf die Gefahr hin, die Wirklichkeit dabei als hinfällig zu erkennen.

Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Regie: Stephan Kimmig
Bühne: Katja Haß
Kostüme: Anja Rabes
Video: Rebecca Riedel
Licht: Reinhard Traub
Dramaturgie: Miron Hakenbeck

in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Weill: Die sieben Todsünden / Peaches: Seven Heavenly Sins

Ballett mit Gesang von Kurt Weill, Text von Bertolt Brecht / Live Testimonial by Peaches

Eine Koproduktion von Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart

„I wanna be your baby“ (Tony Braxton) – Frauenzeitschriften mit millionenstarken Auflagen, eine stagnierende Gender Pay Gap, achtzig Prozent der Hausarbeit von Frauen verrichtet – es steht nicht gut um die Gleichberechtigung. Und wenn es doch vereinzelt Frauen gibt, die ökonomisch und sozial selbstbestimmt sind, so befestigen diese tokens oft nur die streng biologische Einteilung der Welt in Mann und Frau. Das vor fast 100 Jahren von dem Choreographen George Balanchine in Auftrag gegebene ballet chanté Die sieben Todsünden von Bertolt Brecht und Kurt Weill erzählt mit Zynismus und Humor die Geschichte der jungen Frau Anna, die nicht nur von ihrer Familie zur Prostitution gezwungen wird, damit endlich Geld für das Eigenheim in die Kasse kommt, sondern sich angesichts einer patriarchal organisierten Welt auch außerhalb des familiären Kokons der Gewalt unterwerfen muss. Eine, die beispielhaft ihren selbstbestimmten Weg geht und dadurch zu einer Ikone der Freiheit geworden ist, ist die kanadische Electroclash-Sängerin Peaches, die nicht nur seit Jahrzehnten als unabhängige Künstlerin im männer- und geldgetriebenen Musikbusiness erfolgreich ist, sondern auch ihre Sexualität so frei und wild lebt, dass der Chauvinismus dagegen alt aussieht.

In der ersten Inszenierung seit 23 Jahren, die die Sparten Oper, Schauspiel und Ballett der Staatstheater Stuttgart zusammenführt, wird Peaches zusammen mit dem Staatsorchester Stuttgart, der Schauspielerin Josephine Köhler und dem Tänzer und Choreographen Louis Stiens auf der Bühne stehen. Ausgehend von Brecht/Weills Sieben Todsünden inszeniert die Regisseurin Anna-Sophie Mahler einen Abend zwischen Oper und Club, zwischen Theater und Autonomie.

Konzept: Anna-Sophie Mahler, Katinka Deecke
Musik: Kurt Weill, Peaches, Charles Ives
Text: Bertolt Brecht, Peaches
Regie: Anna-Sophie Mahler feat. Peaches
Musikalische Leitung: Stefan Schreiber, Staatsorchester Stuttgart
Choreographie: Louis Stiens
Bühne: Katrin Connan
Kostüme: Marysol del Castillo
Dramaturgie: Katinka Deecke
Oper

Les Contes d’Hoffmann
Hoffmanns Erzählungen

von Jacques Offenbach

Phantastische Oper in drei Akten, einem Vor- und Nachspiel
Libretto von Jules Barbier

Von Jacques Offenbach heißt es, er habe auf Soiréen gern nur mit einem Pelzmantel bekleidet Cello gespielt. Ob das wahr ist oder nur gut erfunden, ist nicht ganz klar. Es könnte aber durchaus ein Einfall E.T.A. Hoffmanns sein, in dessen surrealen Szenerien es immer wieder um den Einbruch des Phantastischen als Spiegel des Irrsinns im Alltag ging. „Ich denke mir mein Ich durch ein Vervielfältigungsglas – alle Gestalten, die sich um mich herumbewegen, sind Ichs, und ich ärgere mich über ihr Tun und Lassen“, gestand E.T.A. Hoffmann. Der gefeierte lyrische Tenor Atalla Ayan debütiert als Hoffmann unter dem Dirigat von Marc Piollet. Olga Busuioc und Beate Ritter verkörpern die drei obskuren Objekte der Begierde.

Musikalische Leitung: Marc Piollet
Regie: Christoph Marthaler
Regie-Mitarbeit: Joachim Rathke
Bühne und Kostüme: Anna Viebrock
Licht: Olaf Winter
Choreografie: Altea Garrido
Chor: Manuel Pujol
Dramaturgie: Malte Ubenauf

in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Il barbiere di Siviglia

von Gioachino Rossini

Grundsätzlich leitet sich das Personal in Rossinis Komischen Opern von der Commedia dell’arte ab und besteht daher meist aus etwas dusseligen älteren Herren, die sich in kapriziöse und manchmal bösartige, dabei aber sehr hübsche und schön singende Damen verlieben, die sich wiederum vor allem für nicht mit ihnen verheiratete junge, in der Regel mittellose Herren interessieren. Dass all dem Gedankentiefe abgehe, ist ein gängiges Vorurteil, das Heinrich Heine aufs Schönste als vollkommen egal klassifiziert: „Ich aber erfreue mich deiner goldenen Töne, deiner melodischen Lichter, deiner funkelnden Schmetterlingsträume“. Zum Leben erweckt werden diese von einem großartigen Ensemble um Diana Haller, Petr Nekoranec, Jarrett Ott und Adam Palka.

Musikalische Leitung: Thomas Guggeis
Bühne und Kostüme: Volker Pfüller
Chor: Bernhard Moncado
Dramaturgie: Peter Ross

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Theater

Medea

von Luigi Cherubini

Heiko Cullmann (Kritische Originalausgabe)
Bettina Bartz / Werner Hintze (Neue deutsche Textfassung)

Altersempfehlung für Schulklassen

Medea – ein Name als Inbegriff unbegreiflicher Grausamkeit: der Ermordung der eigenen Kinder. Schon in Korinth, wo Medea und Iason mit ihren Kindern eine neue Heimat suchen, löst er unheimliche Assoziationen aus: Zauberin, Meisterin blutiger Riten, Landesverräterin, Brudermörderin. Derart verleumdet, wird die fremde Frau ihrem Geliebten, für den sie alles verlassen hat, zum Hindernis und von ihm verstoßen. Der einzige Ausweg aus bitterer Einsamkeit: Rache bis zur Selbstzerstörung. Medea – das sind auch 3000 Jahre Mythos in zahllosen Variationen, die männliche Dominanz und weibliches Aufbegehren, zivilisatorisches Überlegenheitsgefühl und das barbarische Fremde fortwährend neu thematisieren. Simone Schneider und Matthias Klink geben in Luigi Cherubinis Deutung von 1797 ihr Rollendebüt in den Hauptpartien.

Musikalische Leitung: Marie Jacquot
Regie: Peter Konwitschny
Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker
Licht: Reinhard Traub
Chor: Bernhard Moncado
Dramaturgie: Bettina Bartz

in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
Oper

Madame Butterfly

von Giacomo Puccini

Japanische Tragödie in drei Aufzügen
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica

„Der kraftstrotzende Druck der Hand von Amerika, in freund­lichem Geist angeboten, aber mit einer Energie ausgestreckt, die sowohl zuschlagen als auch umarmen konnte, erschütterte die Isolation der Japaner und machte sie sensibel für die Beziehung mit dem Rest der Welt“, erinnerte sich Kapitän M. C. Perry, Kommandant der US­Kampfflotte, die Japan 1853 zur Öffnung seiner Häfen und zum Handel mit Amerika zwang. Puccini war nie in Japan. Aber seine „japanische Tragödie“ über die Geisha Cio­Cio San, die aus Liebe zum Navy­ Officer Pinkerton mit ihren Traditionen bricht und den American Way of Life einschlägt, um dann schwanger sitzen gelassen zu werden, ist ein berührendes Zeugnis über die gewaltsamen Folgen einseitigen Kulturtransfers.

Musikalische Leitung: Eun Sun Kim
Regie: Monique Wagemakers
Bühne: Karl Kneidl
Kostüme: Silke Willrett
Licht: Reinhard Traub
Chor: Bernhard Moncado
Dramaturgie: Prof. Klaus Zehelein

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Konzert Berliner Philharmoniker Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Aufführungen / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Konzert Gürzenich-Orchester Köln Köln, Bischofsgartenstr. 1
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen Glocke Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Lindenauer Markt 21
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39