zur Startseite
Tanztheater Wuppertal Pina Bausch, © Oliver Look
8

ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival

Von 7. Juli bis 7. August 2022 zieht das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival wieder in die Theater und Museen Wiens ein und präsentiert in seiner einzigartigen Dichte und Vielfalt die hochkarätigen Positionen aus Tanz und Performance.

Im Jahr 1984 von Karl Regensburger und Ismael Ivo gegründet, hat sich ImPulsTanz zu einem der bedeutendsten Festivals für zeitgenössischen Tanz und Performance weltweit entwickelt. Tausende professionelle Tänzer_innen, Choreograf_innen und Dozent_innen aus aller Welt, am Puls der Zeit, begegnen sich, arbeiten zusammen, zelebrieren den Tanz und versetzen die Stadt jeden Sommer für fünf Wochen in Bewegung. Mehr als 100.000 Menschen besuchen alljährlich das Festival: als Besucher_innen von mehr als 100 Vorstellungen auf den größten Bühnen Wiens, als Teilnehmer_innen der über 200 Workshops und Research Projects oder als Nachtschwärmer_innen auf den Festivalpartys oder in der ImPulsTanz Festival Lounge.

Kontakt

ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival
Museumstraße 5/21
A-1070 Wien

Telefon: +43.1.523 55 58
Fax: +43.1.523 55 589
E-Mail: info@impulstanz.com

Bewertungschronik

ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival

25.08.20, 14:20, Tini Trotz Corona ein Superprogramm

Die Public Moves Workshops 2020 waren eine Superidee. Tolle Dozent*innen, spannende und sehr abwechslungsreiche Workshops und eine Toporganisation

Tanz

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch (DE)

Vollmond. Ein Stück von Pina Bausch

Österreichische Erstaufführung

Einer Schönheit mit dunklen Sonnenbrillen und in langem, weißem Kleid hat sich ein Mann genähert. Die beiden finden einander interessant, er bietet sich als Fauteuil an. Aus dem Off klingt ein intimes Lied Tom Waits. Die Tänzerin setzt sich in das Mann-Möbel, nimmt einen Schluck aus ihrem Weinglas und frohlockt: „Das ist geil!“ Mit viel hintergründigem Humor leitete die Jahrhundertchoreographin Pina Bausch 2006 dieses bewegende und bildstarke Gruppenstück ein: Die Liebe ist ein Spiel aus Verführung und Abwehr, mit Posen und Fallen, bei dem unterm Vollmond gar Gespenster auftauchen. Im Hintergrund wartet ein großer, abgeschliffener Felsbrocken, vielleicht ein Relikt aus der Eiszeit. Bald beginnt es zu regnen. Einige Schlüsselszenen aus Vollmond sind auch berühmt geworden, weil sie in Wim Wenders’ 3D-Films Pina prominent aufscheinen: Tänzer*innen, die sich dem Rausch der Liebe in Form von wilden Wasserspielen hingeben, rennen in der Nässe ihren Sehnsüchten hinterher, platschen auf den Boden, verausgaben sich bis zur Erschöpfung. So irrwitzig ist das Leben!

Inszenierung & Choreografie: Pina Bausch
Bühne: Peter Pabst
Kostüme: Marion Cito
Musikalische Mitarbeit: Matthias Burkert, Andreas Eisenschneider
Mitarbeit: Marion Cito, Daphnis Kokkinos, Robert Sturm
Musik: Amon Tobin, René Aubry, Nenad Jelic, Magyar Posse, Leftfield, Jun Miyake, Cat Power, The Alexander Balanescu Quartett, Tom Waits u.a.
Probenleitung: Daphnis Kokkinos, Robert Sturm
Mit: Dean Biosca, Naomi Brito, Silvia Farias Heredia, Ditta Miranda Jasjfi, Alexander López Guerra, Nicholas Losada, Héléna Pikon, Azusa Seyama, Ekaterina Shushakova, Julie Anne Stanzak, Michael Strecker/Reginald Lefevbre, Christopher Tandy

Dauer: 150 Min (inkl. 20 Min Pause)

Preise: 8 / 15 / 29 / 55 / 72 / 95 / 125 Euro
Ermäßigt: 6 / 12 / 24 / 46 / 61 / 80 / 106 Euro

Tanztheater Wuppertal Pina Bausch (DE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Tanztheater Wuppertal Pina Bausch (DE)

Tanz

Willi Dorner / Mani Obeya (AT)

ME – NMU – AMI

Uraufführung

Wer ist Emmanuel „Mani“ Obeya? Die Wiener Tanzszene­-Größen Willi Dorner und Obeya haben lange Gespräche geführt, aus denen sich dieses Solo des in Nigeria geborenen Tänzers, Singer/Songwriters und Choreografen mit britischer Erziehung entwickelte. Obeya hat unter anderem als Solist bei Liz King an der Wiener Volksoper und der Forsythe Company eine herausragende Tänzerbiografie geformt und bei den Sofa Surfers als Sänger brilliert. Aktuell tritt er in Doris Uhlichs Gootopia auf, und seine eigenen Werke sind internationale Erfolge. Jetzt lässt Mani Obeya uns in diesem von Dorner gestalteten Stück an seinem Leben und seiner Kunst teilhaben.

Tanz und Choreografie: Emmanuel Obeya
Licht Design: Alex Wanko
Tontechnik: Paul Ebhart
Kostüme: Alba Rastl

Entstehung: Das Solo entstand aus einem dialogischen Prozess zwischen Mani Obeya und Willi Dorner.
Begleitung: Begleitet wurde der künstlerische Prozess von Esther Baio.
Produktion: Eine Produktion der Cie. Willi Dorner. Gefördert von MA 7 Kulturamt der Stadt Wien.

Dauer: 58 Min

Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Willi Dorner / Mani Obeya (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Willi Dorner / Mani Obeya (AT)

Performance

Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) / Judith Zagury & Nathalie Küttel (ShanjuLab) (CH/DE)

Temple du présent. Solo pour octopus: Film

Kann man einem Tier, das mit seinen drei Herzen und acht Armen beinahe außerirdisch wirkt, auf Augenhöhe begegnen, ohne ihm dabei seine faszinierend-andersartige Intelligenz zu nehmen, sie herunterzubrechen aufs für den Menschen Fassbare, Gewöhnliche? In Temple du présent. Solo pour octopus: Film, die in Kollaboration mit den Natur- und Kunstforscher*innen von ShanjuLab, einem Labor für Interspecies Performance am Théâtre Vidy, Lausanne, entstanden ist, lassen Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) den Oktopus Akteur sein statt bloßes Beobachtungsobjekt und denken damit die Hierarchie der klassischen Forschungssituation radikal um. Im Anschluss an die Performance sprechen wir mit Stefan Kaegi und Judith Zagury von ShanjuLab.

Eröffnung der Choreographic Convention VII – In Other Words: A Future

Konzept, Regie: Stefan Kaegi
In Zusammenarbeit mit: einem Oktopus, sowie Judith Zagury und Nathalie Küttel (ShanjuLab)
Wissenschaftliche Begleitung: Prof. Graziano Fiorito (Dept. of Biology and Marine Organisms, Stazione Zoologica Anton Dohrn, Naples), Marcel Gyger
Dramaturgie: Katja Hagedorn
Livemusik: Stèphane Vecchione (In Zusammenarbeit mit Brice Catherin)
Technik, Equipment: Théâtre Vidy-Lausanne
Licht: Pierre Nicolas Moulin
Video: Oliver Vuillamy
Produktion: Anouk Luthier

Produktion: Théâtre Vidy-Lausanne, ShanjuLab Gimel (Laboratoire de recherche théâtrale sur la présence animale), République Éphémère *et Théâtre Saint-Gervais, Genève
Koproduktion: Berliner Festspiele, Centre Pompidou – Paris, Rimini Apparat

Dauer: 105 Min

Preise: 8 Euro
Ermäßigt: 6 Euro

Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) / Judith Zagury & Nathalie Küttel (ShanjuLab) (CH/DE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Stefan Kaegi (Rimini Protokoll) / Judith Zagury & Nathalie Küttel (ShanjuLab) (CH/DE)

Diskussion

Choreographic Convention VII

What’s Done / Undone

Die Dringlichkeit der Klimakrise verlangt nicht bloß ein Handeln in der Politik, sondern ein gemeinsames Neudenken jeder gesellschaftlichen Facette. What’s Done / Undone widmet sich in drei Panels verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit: der Nachhaltigkeit des eigenen Körpers, neuen Wegen der künstlerischen Produktion und Präsentation sowie nachhaltigen Strategien des globalen und städtischen Zusammenlebens. Künstler*innen, Aktivist*innen und Expert*innen diskutieren, wie das Streben nach Nachhaltigkeit ihrer Arbeit sowohl Steine in den Weg legt als auch neue Türen öffnet. Die Paneldiskussionen stützen sich auf Ideen einer Reihe von Arbeitsgruppen, die eine Woche zuvor im Rahmen des Budapester Teils der Choreographic Convention VII von der Choreografin Anna Biczók, dem Autor, Tänzer und Tanzlehrer Gyula Cserepes, der Anwältin Lilla Bartuszek und der Architektin Orsolya Mátyus durchgeführt wurde.

Choreographic Convention VII bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Choreographic Convention VII

Tanz

impressions’22

Workshop Opening Lecture

Wir laden alle Teilnehmer*innen und Tanzinteressierten herzlich zur Programmpräsentation der Work­shop­-Dozent*innen im Arsenal ein. Hier können Sie unsere Gäste kennenlernen, bevor die Kurse beginnen!

Eintritt frei

impressions’22 bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte impressions’22

Tanz

a tg STAN & R.B. Jérôme Bel production (BE/FR)

Dances for an actress (Jolente De Keersmaeker)

Österreichische Erstaufführung

Abendprogramme gibt es für diese Aufführung nicht. Darauf besteht Jérôme Bel, denn der Konzeptualist des zeitgenössischen Tanzes arbeitet nach streng ökologischen Prinzipien. Also wird die belgische Schauspielerin Jolente De Keersmaeker zu Beginn dieses Solowerks, das Bel für sie geschaffen hat, vorspielen, was ansonsten gedruckt im Programm nachzulesen wäre. Jolente, die Schwester der berühmten Choreografin Anne Teresa De Keersmaeker, folgt hier Jérôme Bels Einladung, Stücke aus der Geschichte des modernen Tanzes aufzuführen. Denn viele im 21. Jahrhundert entstandene Choreografien sind, so Bel, ebenso bedeutsam und wichtig wie die aussagekräftigsten Theatertexte. Die exzellente Mimin ist keine professionelle Tänzerin. Also bringt sie sich mit dem in Stellung, was sie kann: Dafür verzichtet sie auf die formalen Normen des Tanzes und lässt ihrer Phantasie die Zügel schießen. Das ergibt einen so tänzerischen wie theatralischen Abend mit vollem Einsatz von Körper und Vorstellungskraft, Bewegung und Mimik, Choreografie und Sprache, bei dem auch gelacht werden darf.

Konzept: Jérôme Bel
Mit: Jolente De Keersmaeker
Produktion: a tg STAN production and R.B. Jérôme Bel
Koproduktion: tg STAN and CAMPO coproduction

Dauer: 58 Min

Preise: 10 / 16 / 22 / 29 / 36 Euro
Ermäßigt: 8 / 13 / 18 / 24 / 30 Euro

a tg STAN & R.B. Jérôme Bel production (BE/FR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte a tg STAN & R.B. Jérôme Bel production (BE/FR)

Tanz

Geumhyung Jeong (KR)

Spa & Beauty

Österreichische Erstaufführung

Spa & Beauty von Geumhyung Jeong untersucht die Beziehung zwischen Körper und Objekten und lässt sich dabei von der Industrie für Schönheits- und Körperpflegeprodukte inspirieren. Bürsten, Schwämme, Seifen und all die Objekte, mit denen wir täglich in Berührung kommen, inspirieren Jeong. Vertraute Gegenstände wie Plastikbadewannen oder Bürsten werden sorgfältig manipuliert, um zu etwas anderem zu werden. So entsteht ein bizarres Spa, dessen Objekte direkt mit dem Körper des Zuschauers in Berührung kommen. Die Beziehung zwischen Objekt und Benutzerin wird in Frage gestellt, und es entsteht eine Erzählung, die dazu einlädt, die Vorstellungen von Schönheit, Intimität und Konsum zu überdenken. Diese Gruppen von Artefakten werden durch eine Reihe von Demonstrationen aktiviert, die die Künstlerin durchführt, um das Publikum an ihrer besonderen Art der Verwendung teilhaben zu lassen. Dabei bringt sie ihren Körper ins Spiel, um die Vorzüge der Sprays, die Wunder des Kunststoffs und das Vergnügen des Konsums und der Berührung zu veranschaulichen.

Regie, Performance: Geumhyung Joeng

In Auftrag gegeben für The South Tank, Tate Modern (UK), als Teil von Tate Live: Geumhyung Jeong

Dauer: 30 Min

Preis: 15 Euro
Ermäßigt: 12 Euro

Geumhyung Jeong (KR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Geumhyung Jeong (KR)

Tanz

Geumhyung Jeong (KR)

Spa & Beauty, 7ways, Rehab Training

Österreichische Erstaufführungen

Die zarten und beunruhigenden Filme, Skulp­turen, Installationen und Performances von Geumhyung Jeong, einer der aufregendsten Künstler*innen ihrer Generation und 2022 bei der Biennale in Venedig zu sehen, sind oft poetische Studien einer Art von Animismus. ImPulsTanz 2022 präsentiert eine Werkschau der bildenden Künstlerin, Performerin und Tänzerin.

Spa & Beauty untersucht die Beziehung zwi­schen Körper und Objekt. Vertraute Objekte wie Plastikbadewannen oder Bürsten verwan­deln sich. So entsteht ein bizarres Spa, dessen Objekte direkt mit dem Körper des Publikums in Kontakt treten. 7ways sind 7 Interaktionen mit Objekten – 7 seltsame Duette. Trotz ihrer fast brutalen Einfachheit ist auch diese frühe Performance von Jeong ein amüsantes kleines Meisterwerk über die immer drängendere Frage nach den materiellen und imaginären Grenzen zwischen Körpern und Maschinen. In Rehab Training hat Jeong dafür ein Reha­ Programm für eine lebensgroße Puppe ent­wickelt. Im Lauf der Zeit wird das Objekt zur eigenen Lebensform. Wer kontrolliert nun wen? Und wie sollen wir diese Beziehung definieren?

Eröffnung: 11. Juli, 18:00
Eintritt frei

12.–14. Juli, 10:00–16:00
Eintritt mit mumok-Ticket

Geumhyung Jeong (KR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Geumhyung Jeong (KR)

Tanz

Simon Mayer (AT)

SunBengSitting

ImPulsTanz Classic

Schuhplatteln ohne Lederhose, geht so etwas? Ja, auch wenn es weh tut. Der Oberöster­reicher Simon Mayer jedenfalls macht das in diesem beherzten tänzerischen Befreiungs­versuch des Volkstümlichen aus den Schmud­delecken trachtelnder Verzopftheit. Er lässt auch das Peitscherl knallen und die Ketten­säge rattern. Mit letzterer formt er ein Bankerl, damit er sich nach getaner Arbeit hinsetzen und die Abendsonne genießen kann: Sunbeng = Sonnenbank, eh klar. Mayers Solo SunBengSitting ist gewagt und originell, es macht nachdenklich, und es gehört heute zu den Klassikern der österreichischen Tanz­performance.

Performance, Künstlerische Leitung, Musik: Simon Mayer
Sound & Live-Loop: Pascal Holper
Licht Design: Lucas Gruber, Hannes Ruschbaschan
Künstlerische Unterstützung: Frans Poelstra
Technische Leitung, Lichtdesign on Tour: Jeroen Smith
Produktion: Sophie Schmeiser
Tour Produktion: Hiros, Kopf hoch
Koproduktion: Kopf hoch/Simon Mayer, brut Wien, FREISCHWIMMER 2014/15, Im_flieger

Mit der Unterstützung von: Elio Gervasi/raum 33, ROSAS, Kunstencentrum BUDA, shareyourdarlings Plattform, das Land Oberösterreich, das Bundeskanzleramt, das Österreichische Kulturforum in Brüssel, der Hauptstadtkulturfonds und der Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – kulturelle Angelegenheiten

Danke an Kulturverein SPIEL, Trachtenverein Altstädter Bauerngmoa, die Goaflschnalzer Munderfing, Pramtaler Volkstanzgruppe, Fam. Mayer, Christian Schmeiser, Josef Schild, Jan Maria Lukas

Dauer: 70 Min

Preise: 10 / 16 / 22 / 29 / 36 Euro
Ermäßigt: 8 / 13 / 18 / 24 / 30 Euro

Simon Mayer (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Simon Mayer (AT)

Tanz

Claudia Bosse (AT/DE)

ORACLE and SACRIFICE oder die evakuierung der gegenwart

Zukunft und Vergangenheit sind aus dem­ selben Material. Wir tragen, was war – und demnach auch, was sein wird – in uns, es hat sich in unsere Organe eingeschrieben und muss deshalb lesbar sein, muss das Undenk­bare, nämlich einen Menschen, einen Körper, zu verstehen, möglich machen. Ausgehend von antiken Opferritualen und Eingeweide­ schauen, geschmückt mit einem Lammherz und gehüllt in Fettgewebe, schließt Claudia Bosse in ihrem Solo ORACLE and SACRIFICE oder die evakuierung der gegenwart vom Kleinsten aufs Unendliche, von organischen Texturen auf kosmische Zusammenhänge, vom engsten Kern des Körpers auf die äußerste Schicht unserer Möglichkeiten.

Konzept, Raum, Performance: Claudia Bosse
Kompliz*innen: Julia Zastava (Artistic Collaboration), Günther Auer (Sound und Artistic Advice), Claudia Bosse (on stage), Jonas Tonnhofer (on stage)
Outside Eye: Fanti Baum, Philipp Gehmacher
Technische Leitung und Spezial Effekte: Marco Tölzer
Licht: Phoenix / Andreas Hofer
Mitarbeit Kommunikation: Oliver Maus
Presse Ambassador: Michael Franz Woels
Produktion und Präparate: Dagmar Tröstler
Produktion: Eine Produktion von Theatercombinat in Koproduktion mit dem Tanzquartier Wien und FFT Düsseldorf, gefördert von Wien Kultur, vom Bundesministerium für Kunst und Kultur und durch die Kunststiftung NRW im Rahmen der Koproduktionsreihe „who is speaking?“.

Danke an Thomas Feuerstein, Laura Gianvittorio, Ulrike Hafl, Anne Juren, Ismael Karadza, Mun Wai Lee, Elisabeth von Samsonow, Chris Standfest, Robert Steiin, Lucie.

Teil der Choreographic Convention VII In Other Words: A Future

Dauer: 90 Min

Preise: 14 / 22 / 32 Euro
Ermäßigt: 11 / 18 / 27 Euro

Claudia Bosse (AT/DE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Claudia Bosse (AT/DE)

Tanz

Sara Lanner (AT)

MINING MINDS

„Unter der Oberfläche graben“ – so könnte das Motto der österreichischen Choreografin lauten, die 2021 mit dem renommierten H13 Niederösterreich Preis für Performance ausgezeichnet wurde. Inspiriert von Steve McQueens Western Deep bewegt sich Sara Lanner in MINING MINDS zwischen Berg­bau und Data­ Mining, zwischen materieller und immaterieller Ausbeutung, zwischen Wert, Ethik, Moral, Politik und Macht, und schafft dabei – mit Tänzer Costas Kekis, Licht­designer Bruno Pocheron und zum Sound von Peter Plos – eine Oberfläche der Interdepen­denzen, die an Denis Villeneuves Wüstenepos Dune erinnert.

Künstlerische Leitung: Sara Lanner
Choreografie, Performance: Costas Kekis, Sara Lanner
Lichtdesign, Raumkonzept: Bruno Pocheron
Sound: Peter Plos
Kostüm: Hanna Hollmann
Dramaturgie, Beratung: Gabrielle Cram
Performative Objekte, Raumkonzept: Sara Lanner
Produktionsleitung: Sara Lanner, Christina Vanek

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Dauer: 60 Min

Preis: 18 Euro
Ermäßigt: 15 Euro

Sara Lanner (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Sara Lanner (AT)

© Anne Van Aerschot
Tanz

Anne Teresa De Keersmaeker, Amandine Beyer / Rosas, Gli Incogniti (BE)

Mystery Sonatas / for Rosa

Österreichische Erstaufführung

Exquisite Musik und Feinheiten der Geometrie gehören zu den Grundsubstanzen, die Anne Teresa De Keersmaeker verwendet, wenn sie an ihren Stücken arbeitet. Doch was die belgische Großmeisterin hier tanzen lässt, ist nicht nur für Fans der Alten Musik eine erhellende Erfahrung: es sind die Mysteriensonaten, auch Rosenkranzsonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, zur Barockzeit ein gefeierter Geiger böhmischer Herkunft. Sechs fantastische Tänzer*innen bewegen sich zu Bibers Musik, live gespielt mit speziell gestimmter Geige (Scordatura) von der renommierten Violinistin Amandine Beyer und ihrem Ensemble Gli Incogniti.

Choreografie: Anne Teresa De Keersmaeker
Performer: Rosas
Probenleitung: Diane Madden, Cynthia Loemij
Musik: Mystery Sonatas, Heinrich Ignaz, Franz Biber
Musikalische Leitung: Amandine Beyer
Musiker*innen: Gli Incogniti
Set- und Lichtdesign: Minna Tiikkainen
Kostüme: Fauve Ryckebusch
Künstlerische Koordination und Planung: Anne Van Aerschot
Tourmanager: Bert De Bock, Laura Delaere
Technische Leitung: Marlies Jacques
Koordination Kostüme: Fauve Ryckebusch
Produktion: Rosas & De Munt/La Monnaie (Brussel/Bruxelles)
Koproduktion: Concertgebouw (Brugge), De Munt / La Monnaie (Brussel/Bruxelles), Dance Reflections by Van Cleef&Arpels

Dauer: 135 Min

Preise: 8 / 14 / 28 / 45 / 58 / 72 / 92 Euro
Ermäßigt: 6 / 11 / 23 / 38 / 49 / 61 / 78 Euro

Anne Teresa De Keersmaeker, Amandine Beyer / Rosas, Gli Incogniti (BE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Anne Teresa De Keersmaeker, Amandine Beyer / Rosas, Gli Incogniti (BE)

Tanz

Dig Up Productions / Elisabeth Tambwe (AT/DE/CD)

SALON SOUTERRAIN: BODIES IN TRANSFORMATION

Was ist alt? Es gibt einen neuen Blick auf den Körper, den alten Körper, den gealterten Körper. Covid hat ihn in den Vordergrund, Shows wie Germany’s Next Topmodel ins Rampenlicht gerückt. In ihrem musikalisch­ diskursiven Format Salon Souterrain, das die bürgerliche Idee des Salons im Kontext aktu­eller Debatten um Transformation neu denkt, gehen Elisabeth Tambwe und ihre Gäste der „Silberwirtschaft“ und dem neuen Hype um graue Haare an plastifizierten und profitablen Körpern nach. Dabei stellen sie die tatsächlich wichtige Frage: Was bedeutet es zu altern?

Künstlerische Leitung: Elisabeth Bakabamba Tambwe
Produktion: Indra Jäger
Kuration klassische Musik: Lena Fankhauser
Recherche: Benoit Jouan
Kommunikation: Francois Tambwe
Video: Eduardo Trivino Cely
Graphic Design: Tim Wikkering
Performance: Lau Lukkarila, Alexandru Cosarca
Panel Moderation: Prof. Dr. Vassilis Tsianos
DJ: Universal Beatnik
Bar: ContextCocktail

In Kollaboration mit: ImPulsTanz, Angewandte Interdisciplinary Lab, music
(CH)AMBER, Chateau Rouge

Mit der freundlichen Unterstützung von BMKÖS, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

Teil der Choreographic Convention VII In Other Words: A Future

Dauer: 360 Min

Preis: 8 Euro
Ermäßigt: 6 Euro

Dig Up Productions / Elisabeth Tambwe (AT/DE/CD) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Dig Up Productions / Elisabeth Tambwe (AT/DE/CD)

Tanz

Susanne Songi Griem with Pete Prison IV and Agnes Bakucz Canário (AT/DE/HU/PT)

Library of Unfinished Memories // Fisch und Schwan in Negligé

Für zwei Minuten sechsundfünfzig Sekunden / haben wir beide / gejault, / kurz bevor das Faultier den Kübel Autolack über sie gegossen hat. / Im Handschuhfach singt ein Fisch in Negligé / Balladen an die Stadt. Die bildende Künstlerin Susanne Songi Griem, die als Performerin u. a. mit Alexandra Pirici oder Xavier Le Roy und Scarlet Yu gearbeitet hat, lädt zu einer humorvollen Wunderkammer­ Wanderschaft durch ihre Library of Unfinished Memories ein und erzählt zusammen mit Pete Prison IV und Agnes Bakucz Canário, Geschichten vom Fremdsein, vom Alltag und von der Körperlichkeit des eigenen Erinnerns.

Konzept, Text: Susanne Songi Griem
Performance: Agnes Bakucz Canário, Susanne Songi Griem, Pete Prison IV
Live-Musik: Pete Prison IV
Auszüge im Sound von: Florian Berger, Shin Sun Suh, Elliot Reed, Susanne Songi Griem, Miriam Weiss
Kostüm: Mael Blau
Objekte: Susanne Songi Griem, Florian Berger
Lichtdesign: Sebastian Bauer
Mentoring/Moderation: Charlotta Ruth
Feedback: Stephanie Leonhardt
Produktion: Maiko Sakurai / samesame
Fotos: Elsa Okazaki

Eine Koproduktion von Susanne Songi Griem und LE STUDIO Film und Bühne
Gefördert von: Stadt Wien Kultur sowie dem Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Dauer: 55 Min

Preise: 15 / 18 Euro
Ermäßigt: 12 / 15 Euro

Susanne Songi Griem with Pete Prison IV and Agnes Bakucz Canário (AT/DE/HU/PT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Susanne Songi Griem with Pete Prison IV and Agnes Bakucz Canário (AT/DE/HU/PT)

Tanz

Cie. Mathilde Monnier (FR)

RECORDS

Österreichische Erstaufführung

Auf diesem performativen Plattenteller werden Danses macabres angespielt, wie sie ab und zu auf alten Fresken zu sehen sind. „Diese grotesken Tänze beschwören komische Figuren, die sich über den Tod lustig machen, ebenso herauf wie zugleich auch eher tragische Gestalten“, sagt Mathilde Monnier. Der erste Einfluss dieser zu Beginn der Pandemie entstandenen Arbeit war György Ligetis Oper „Le Grand Macabre“. Es geht um das Gedächtnis: um das Festhalten von Musik auf Platten ebenso wie um dokumentarische Aufzeichnungen gegen das Vergessen. Monnier ist überzeugt, dass dieses Gefühl, im Lockdown eingesperrt zu sein, in Erinnerung bleiben sollte. Daher zeigen ihre sechs erst wie betäubt, dann aber zunehmend fiebrig agierenden, ausschließlich weiblichen Performerinnen in RECORDS bald merkliche Anzeichen von Irrsinn. In diesem Gruppenstück hat die französische Choreografin eine Art Resonanzkasten gebaut, aus dessen Nachhall erst die Bewegungen und die Struktur des Stücks entstehen. So wird RECORDS zum Dialog zwischen der Choreografin und den Tänzerinnen.

Choreografie: Mathilde Monnier
Performerinnen: Sophie Demeyer, Lucia Garcia Pulles, Lisanne Goodhue, I-Fang Lin, Carolina Passos Sousa, Ashley Wright
Set Design, Videos: Jocelyn Cottencin
Dramaturgie: Stéphane Bouquet
Lichtdesign: Eric Wurtz
Sounddesign: Olivier Renouf
Kostüme: Laurence Alquier
Setkonstruktion: Atelier Martine Andrée
Musik: Luigi Nono and The Comet is Coming
Stimmarbeit: Violeta Rodriguez
Bühnenleitung: Emmanuel Fornès
Soundtechnik: Nicolas Houssin
Produktionsleitung: Margot Maizy
Distribution: Nicolas Roux - Otto Productions
Produktion: OTTO PRODUCTIONS / THÉÂTRE GARONNE

Mit der Unterstützung von: Fondation d'entreprise Hermës as part of the New Settings programme

Koproduktion: Compagnie MM, Chaillot-Théâtre national de la Danse, Centre Dramatique National de Valence, MA scene nationale Pays de Montbèliard, TPR - Centre neuchâtelois des arts vivants & ADN - Danse Neuchâtel, Centre national de la danse CN D de Pantin and the Centre National de Danse Contemporaine d'Angers

Dauer: 55 Min

Preise: 10 / 18 / 26 / 34 / 42 Euro
Ermäßigt: 8 / 15 / 22 / 28 / 35 Euro

Cie. Mathilde Monnier (FR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Cie. Mathilde Monnier (FR)

Film

Alive - Musikvideoprogramm

Music Video Programme with focus on dance and choreography

Mit Musikvideos aus den letzten Jahren zeigt dieses Programm eine geballte Vielfalt an unterschiedlichen Tanzstilen, Körperlichkeiten, Inhalten und Produktionstechniken: von glossy Popvideos und roughen Clubnächten über ausgeklügelte Choreografien und eksta­tischen Tanz bis hin zu Höhenflügen und Tiefschlägen.

Musikvideoprogramme kuratiert von Theresa Pointner und Christoph Etzlsdorfer

Dauer: 65 Min

Preis: 5 Euro
Ermäßigt: 4 Euro

Alive - Musikvideoprogramm bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Alive - Musikvideoprogramm

Tanz

Geumhyung Jeong (KR)

7ways

Österreichische Erstaufführung

7 Wege sind 7 Interaktionen der Künstlerin mit Objekten – 7 eigentümliche Duette. Alltägliche Dinge, sobald sie auf den Körper der Künstlerin treffen, erwachen zum Leben, werden zum Partner im Spiel von Ziehen und Schieben und lösen durch ihre geheimnisvolle Präsenz Unruhe aus. Das Ergebnis ist eine bewegende Choreografie von Körper und Geist, die die Grenzen zwischen belebt und unbelebt, menschlich und unmenschlich, Halluzination und Realität überschreitet. In einem leeren, nur mit kaltem Licht beleuchteten Raum erforscht Geumhyung Jeong das Potenzial des Körpers – seine Sinnlichkeit, seine Kraft, die Umgebung zu verändern und seine Fähigkeit, sich durch die Macht des Begehrens zu verwandeln. Die aufdringliche Einfachheit der Schau, ihr wörtlicher Charakter und ihre mechanische Genauigkeit offenbaren auf brutale Weise die Leere und Einsamkeit des Menschen. Dennoch bleibt die Show poetisch und amüsant und regt zum Nachdenken über die Spaltung im Inneren des Menschen an: Wo verläuft die Grenze zwischen Körper und Maschine?

Regie, Performance: Geumhyung Joeng

Dauer: 75 Min

Preis: 22 Euro
Ermäßigt: 18 Euro

Geumhyung Jeong (KR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Geumhyung Jeong (KR)

Film

Music Video Programme International

Into the Groove

Das internationale Musikvideoprogramm unter dem Titel Into The Groove, das bereits im Rahmen von Vienna Shorts 2022 zu sehen war, präsentiert internationale Musik­video­-Highlights des vergangenen Jahres auf der Leinwand des Österreichischen Film­museums. Das abwechslungsreiche Programm versucht einen Querschnitt des aktuellen Schaffens zu geben und macht ganz nebenbei auch noch riesigen Spaß beim Eintauchen in die akribisch gestalteten Welten der diversen Videos. Wir rasen mit Rosalía über die bekannteste Brücke Kiews, tauchen mit Arca in schaurig schöne Sphären ein und tanzen mit Mitski ekstatisch durch Raum und Zeit.

Musikvideoprogramme kuratiert von Theresa Pointner und Christoph Etzlsdorfer

Dauer: 65 Min

Preis: 5 Euro
Ermäßigt: 4 Euro

Music Video Programme International bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Music Video Programme International

Tanz

ImPulsTanz Party

A-Side

Live
Mina & Bryte (UK/GH)
DJ-Support
DJ Johanna (AT) & Kristian Davidek (AT)


An zwei Abenden schließt die ImPulsTanz Festival Lounge und das Kasino am Schwarzenberplatz öffnet seine Pforten für die legendären ImPulsTanz Parties.

Mina & Bryte lernten sich 2017 in Accra, Ghana, kennen und connecten sich sofort über ihre gemeinsame Liebe zur globalen Clubmusik. Seitdem haben sie mehrere Singles und ihre erste gemeinsame EP Abeka Bugatti veröffentlicht. Das Duo tourte international zu Veranstaltungsorten und auf Festivals wie dem Berghain, Cakeshop (Seoul) und dem Nyege Nyege Festival. Ihre Musik wurde von wichtigen Musikern wie Lauren Laverne, Ben UFO, Tom Ravenscroft und Branko unterstützt. Gemeinsam verfügen sie über eine ansteckende Energie und einen Sound, der Stile aus Großbritannien, Ghana und der ganzen Welt miteinander verschmelzen lässt. Brytes mehrsprachige Texte springen spielerisch über Minas peppigen und unverwechselbaren Produktionsstil und zeigen, wie zwei Künstler*innen mit sehr unterschiedlichen Backgrounds zusammenkommen können, um "exuberant, passionate, forward-thinking club music that slips between two continents“ [Clash Magazine] zu kreieren.

DJ Support kommt von der auf Soul, RnB, Hip Hop, Trap, UK Sounds, Drill, Future Beats und Afrobeats spezialisierten DJ Johanna sowie von Kristian Davidek, dessen DJ-Sets mit schnellen Beats und Breaks, dicken Synthie-Basslines, dunklen, grollende Vibes eingebettet in Disco, House sowie brasilianischen Percussionmonster und Techno überzeugen.

22:00–00:30 DJ Johanna
00:30–02:00 Mina & Bryte
02:00–end Kristian Davidek

Karten im Vorverkauf: € 12,– / € 10,– für Workshop- & Researchteilnehmer*innen
Karten an der Abendkasse: € 15,–

ImPulsTanz Party bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte ImPulsTanz Party

Tanz

Geumhyung Jeong (KR)

Rehab Training

Österreichische Erstaufführung

Die Künstlerin und Choreografin Geumhyung Jeong erforscht in ihrer Arbeit die Beziehung zwischen dem Körper und den ihn umgebenden Objekten. In ihrer Performance Rehab Training hat Jeong ein maßgeschneidertes Reha-Programm für eine unbewegliche, lebensgroße Puppe entwickelt. Sie verwendet ausgewählte Hilfsmittel und Rehabilitationsgeräte, um die Körperfunktionen und Bewegungsfähigkeiten der Puppe zu verbessern. Während der Sitzung müssen Jeong und die Puppe zusammenarbeiten, um verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Mit der Zeit entwickelt sich das anorganische Objekt zu einer eigenen, einzigartigen Lebensform. Wer kontrolliert hier wen? Und wie sollten wir diese Beziehung beschreiben oder definieren, wenn die Grenze zwischen Subjekt und Objekt nicht mehr klar ist?

Konzept und Regie: Geumhyung Joeng
Performerin: Geumhyung Joeng
Produktionsunterstützung von: Arts Council Korea
Ko-Produktion: PACT Zollverein (Essen), Audio Visual Pavilion (Seoul)

Danke an Nicolas Mondon, Invong An, Amdre Schallenberg, Stefan Hilterhaus, Seewon Hyun, Nathan Gray, Seoul Museum of Art, MediandShop.

Dauer: 180 Min

Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Geumhyung Jeong (KR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Geumhyung Jeong (KR)

Tanz

Sergiu Matis (DE/RO)

Hopeless.

Österreichische Erstaufführung

Was sagen Theokrits und Vergils Lobes­hymnen auf die Erde uns über die Trümmer, die ihre ursprüngliche Pracht nur noch er­ahnen lassen? Kann überhaupt dieselbe Welt gemeint sein? In Hopeless. setzen der rumä­nische, in Berlin lebende Choreograf Sergiu Matis und seine Mitstreiter*innen Martin Hansen und Manon Parent zusammen, was noch übrig ist, und huldigen ein letztes Mal der Idylle, die einst war. Wenn die Stimmen längst ausgestorbener Vogelarten erklingen und die drei brillanten Performer*innen ihre imaginären Schwingen ausbreiten, um zum wilden, doch unmöglichen Flug anzusetzen, wird deutlich, wie groß die Verluste in Wahr­heit sind.

Teil der Choreographic Convention VII In Other Words: A Future

Konzept, Choreografie: Sergiu Matis
Choreographische Mitarbeit, Performance: Martin Hansen, Sergiu Matis, Manon Parent
Text: Sergiu Matis, Mila Pavićević, based on translations of Virgil and Theocritus*
Dramaturgie: Mila Pavićević
Komposition, Soundscape: AGF aka Antye Greie
Set Design: Dan Lancea
Kostüm: Philip Ingman
Licht Design: Sandra Blatterer, Emma Juliard
Technische Leitung: Andrea Parolin
Sound: Ivan Bartsch
Recherche: Philip Ingman
Distribution: Danila – Freitag, Agentur für Performative Künste

Unterstützt von: DIEHL+RITTER/TANZPAKT RECONNECT, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen der Initiative NEUSTART KULTUR gefördert wird; apap - FEMINIST FUTURES 2020-2024 - ein Projekt, das durch das Programm Creative Europe der Europäischen Union kofinanziert wird; und das NATIONALES PERFORMANCE NETZ Internationaler Gastspielfonds für Tanz, das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert wird

Tierstimmen mit freundlicher Genehmigung der Macaulay Library des Cornell Lab of Ornithology und der Xeno-canto Foundation

*Übersetzung von Theocritus und Virgil von: Hine, Daryl (Übers.), 1982, Theocritus: Idylls and Epigrams, New York: Atheneum; und Holzberg, Niklas (ed. und trans.), 2016, ‘Bucolica / Hirtengedichte’ in Bucolica, Georgica / Hirtengedichte, Landwirtschaft, Berlin, Boston: De Gruyter, S. 42–50.

Dauer: 145 Min

Preise: 14 / 22 / 32 Euro
Ermäßigt: 11 / 18 / 27 Euro

Sergiu Matis (DE/RO) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Sergiu Matis (DE/RO)

Lesung

Barbara Frischmuth & Esther Kinsky (AT/DE)

Die Sprache zu Tage

Lesung & Gespräch

NATUR und die Versuche, ihr mit Sprache beizukommen – in ihrem Essay plädiert die vielfach ausgezeichnete Autorin Barbara Frischmuth nicht nur für größere Achtsamkeit im Umgang mit unserem Planeten, sondern deutet über den westlichen Tellerrand hinaus auf historische Weisen des Zusammenlebens, die zeigen, dass sich Natur und Kultur un­möglich getrennt voneinander denken lassen. Dabei bezieht sie sich auch auf den Gedicht­band Schiefern der diesjährigen Kleist­-Preis­trägerin Esther Kinsky, die sich in ihrem Werk schon lange Tiefenschichten des Planeten widmet, um der Gegenwart gebührend begeg­nen zu können.

Teil der Choreographic Convention VII In Other Words: A Future

Preis: 8 Euro
Ermäßigt: 6 Euro

Barbara Frischmuth & Esther Kinsky (AT/DE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Barbara Frischmuth & Esther Kinsky (AT/DE)

Tanz

Simon Mayer (AT)

Being Moved

Was bewegt Sie und Dich und uns, wie fühlt sich das an? Und: Wie geht es vor sich, das innere Bewegtsein? Simon Mayer, auch „Schamane der heimischen Tanzszene“ genannt, konzentriert sich erst einmal ganz auf den Atem. So ist es, wenn dir Luft in und aus Lungen strömt, das Herz schlägt, die Ge­danken kreisen und die Gefühle wirbeln. Ein Tänzer zeigt, was er bewegen kann. Dabei wird Bewegung zu Klang, Sound zum Tanz, der Sitzkreis zur Party. Mayer verwandelt seine Haut in ein Streichinstrument, verschmilzt mit der symphonischen Surround­-Musik von Pascal Holper, dirigiert ins Publikum und gerät in Trance.

Kompografie, Performance: Simon Mayer
Sounddesign, Kokreation: Pascal Holper
Dramaturgie: Guy Cools, Robert Steijn
Lichtdesign: Sabine Wiesenbauer
Kostüm, Bühnenbild: Diego Andrés Rojas Ortiz, Nicole Lechner (Harness), Magdalena Adriane (Schneiderin), Max Salesse (Requisite), Sabine Wiesenbauer (Federlampe)
Technische Leitung, Lichtdesign on Tour: Jeroen Smith
Allgemeine Leitung: Katrin Pröll
Beratung: Corine Sombrun, Karoline Maria Wimber
Produktion: Hiros, Kopf Hoch/Miriam Lesch
Koproduktion: brut Wien, Rosendal Theater, Tanz Ist
In Kollaboration mit: Kunstenwerkplaats, AMOK Festival/KAAP, CC Brugge, Dans in Brugge, IGNM-OÖ Linz

Danke an: Virginie Pfeiffer, Emilie Laurent, Justine François, Martina Knoll, Michael Hazod, Coupé Décalé, Needcompany

Mit der Unterstützung von: Kulturabteilung der Stadt Wien, Bundesministerium Republik Österreich für Kunst, Kultur, Öffentlichen Dienst und Sport Österreich, SKE Fonds

Dauer: 60 Min

Preise: 10 / 16 / 22 / 29 / 36 Euro
Ermäßigt: 8 / 13 / 18 / 24 / 30 Euro

Simon Mayer (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Simon Mayer (AT)

Tanz

Jan Lauwers / Needcompany (BE)

All the good

„Künstler müssen alles tun, um sicherzustellen, dass ihre ,Poetik‘ eine kraftvolle Antwort auf die alles verschlingende politische Erstickung liefert, in der wir uns gerade befinden“, schreibt Jan Lauwers zu diesem Stück, das ebenso eine Liebesgeschichte ist wie eine Reflexion über den Krieg. Es handelt von Elik, einem ehemaligen israelischen Soldaten, der nach einem Unfall Tänzer geworden ist, und von der jungen Romy, die fest daran glaubt, dass die Welt gut ist. Ebenfalls Teil der Erzählung sind Lauwers selbst mit Grace Ellen Barkey und ihren Kindern sowie eine alte Bäckerei, deren Heim und Arbeitsstätte. Aus all dem wuchert eine provokante Erkundung der Komplexität dieser Welt, in der Europa seine Werte opfert, die Gesellschaften sich spalten und vielfach Hass die Kommunikation vergiftet. All das Gute, das es gibt, wird begleitet von 800 Glasballons, die ein Handwerker aus dem Westjordanland geschaffen hat, einem mittelalterlichen Gemälde des niederländischen Meisters Rogier van der Weyden und der Frage, was Freiheit in der Kunst heute sein kann.

Text, Regisseur, Setdesign: Jan Lauwers
Musik: Maarten Seghers
Performers: Grace Ellen Barkey, Romy Louise Lauwers, Victor Lauwers, Jan Lauwers, Inge Van Bruystegem (replaces Sarah Lutz), Benoît Gob, Elik Niv, Yonier Camilo Mejia, Jules Beckman, Simon Lenski, Maarten Seghers, Elke Janssens
Kostüm: Lot Lemm
Dramaturgie: Elke Janssens
Lichtdesign: Ken Hioco, Jan Lauwers
Sound: Ditten Lerooij
Produktion: Management Marjolein Demey
Technische Leitung: Ken Hioco
Maske: Lot Lemm, Beno.t Gob
Assistenz Technik: Tijs Michiels
Assistenz Bühne: Nina Lopez Le Galliard
Assistenz Kostüm: Lieve Meeussen
Technische Leitung Tour: Saul Mombaerts, Bram Geldhof, Dries D'Hondt, Jannes Dierynck

Eine Needcompany Produktion in Zusammenarbeit mit: RIJEKA 2020 Llc. in the framework of Rijeka 2020 - European Capital of Culture, Croatian National Theatre “Ivan pl. Zajc”

Koproduktion: Ruhrtriennale, Festival Reims Sc.nes d'Europe, Concertgebouw Brugge, La Colline Paris

Kopräsentation: Zürcher Theater Spektakel, Teatro Central de Sevilla, Kaaitheater Brussel, Toneelhuis Antwerpen, Malta festival Poznań

Tax Shelter financing: uFund nv, Melissa Thomas, Christel Simons

Mit Unterstützung der Steuerbehörde der belgischen Föderalregierung und der flämischen Behörden

Dauer: 120 Min

Preise: 8 / 14 / 28 / 34 / 42 / 54 / 68 Euro
Ermäßigt: 6 / 11 / 23 / 28 / 35 / 45 / 57 Euro

Jan Lauwers / Needcompany (BE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Jan Lauwers / Needcompany (BE)

Tanz

Tiran Willemse (DE/CH/ZA)

blackmilk (melancholia)

Uraufführung

Tiran Willemse, der dem ImPulsTanz­-Publi­kum aus Trajal Harrells gefeiertem Maggie the Cat im Akademietheater in Erinnerung sein mag, taucht in blackmilk (melancholia), dem ersten Teil der Trilogie trompoppies (Afri­kaans für Trommelmajoretten in Uniform), nun ein in seine ganz eigene Ästhetik. Mit großartigem Sound, verstörenden Theater­effekten und Tanz, der zwischen Virtuosität und Verzweiflung schwankt, untersucht der aus Südafrika stammende Künstler die Verschiedenheit von afrikanischer und afroame­rikanischer männlicher Identität und öffnet dabei eine neue Tür: zur black male melan­cholia. Moon river, wider than a mile...

Choreografie, Performance: Tiran Willemse
Lichtdesign: Fudetani Ryoya, Tiran Willemse
Musik: Manuel Riegler, Tiran Willemse
Kostüm: lml studio
Mit besonderem Dank an: Nkisi, Kevin Bo, Mateusz Szymanówka, Thyago Sainte

Koproduktion: Eine Koproduktion von Tiran Willemse mit Tanzquartier Wien, SOPHIENS∆LE, Berlin, Gessnerallee Zürich and WPzimmer, Antwerp
Residency unterstützt durch Tanzhaus Zürich, Buda, Kortrijk, LesUrbaines, Lausanne

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Dauer: 55 Min

Preise: 15 / 18 Euro
Ermäßigt: 12 / 15 Euro

Tiran Willemse (DE/CH/ZA) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Tiran Willemse (DE/CH/ZA)

Tanz

Tanz*Hotel (AT)

TIME*SAILORS IV – The Return

Uraufführung der Neubearbeitung

Die Zeitsegler sind zurück! Mehr als ein Vier­teljahrhundert ist es her, seit die Crew des Wiener Tanz*Hotel erstmals als Time*Sailors losgetanzt ist: Destination unknown and back! Jetzt macht Captain Bert Gstettner sein Zeitschiff Hirn*Segel wieder flott und sticht mit neuer, junger Besatzung in See. Das unverwüstliche Tanz*Hotel gehört zu den erfolgreichsten Wiener Tanzensembles der 1990er. Die Geschichte dieses neuen Auf­bruchs: Nach einem Totalausfall aller Energie­ quellen in Europa machen sich Time*Sailors auf, um zu retten, was noch zu retten ist.

Choreograf, Skript, Regie: Bert Gstettner
Tanz/Performance-Crew: Łukasz Czapski, Marcin Denkiewicz, Michael Gross, Patric Redl, Thales Weilinger, Elia Zahnd (Zweitbesetzung)
Original-Musik: Klaus Obermaier, Robert Spour
Original-Bühnenbild: Gernot Sommerfeld
Original-Kostüm: Heidemarie Bauer-Just
Adaption: Hanna Adlaoui-Mayer
Künstlerische Produktions-Assistenz: Sara Wilnauer
Office, PR: Claudia Bürger
Produktion: Tanz*Hotel / Art*Act Kunstverein

Dauer: 70 Min

Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Tanz*Hotel (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Tanz*Hotel (AT)

Gespräch

Kurier Talk (AT)

KURIER-Gespräch All the good

Peter Jarolin im Gespräch mit Jan Lauwers & Grace Ellen Barkey / Needcompany

Moderiert von Kurier-Redakteur Peter Jarolin findet zur Produktion All the good von Jan Lauwers / Needcompany ein exklusives KURIER-Gespräch in der Roten Bar im Volkstheater statt – in Anwesenheit von Jan Lauwers, Grace Ellen Barkey und Festivalleiter Karl Regensburger.

Eintritt frei

Kurier Talk (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Kurier Talk (AT)

Tanz

Grace Tjang (Grace Ellen Barkey) / Needcompany (BE/ID)

MALAM / NIGHT

Installation

Wasser plätschert, Muster und Bilder geistern durch diese lunatische Installation, in der eine Solistin tanzt – eine Schatten­-Diva im glitzernden Paillettenkleid. Für dieses neue Werk hat die im indonesischen Surabaya geborene Grace Ellen Barkey, mit Jan Lauwers Gründerin der belgischen Needcompany, ihren Namen dekolonisiert. Jetzt nennt sie sich nach ihrer Großmutter Grace Tjang. In MALAM / NIGHT spielt sie die Dhalang, die Spielerin, im uralten Wayang-Schattenspiel aus Java und verzaubert mit traumhafter Poesie. Inspiration dafür waren Tjangs nächtliche Beobachtungen der Pflanzen in ihrem Garten.

Öffnungszeiten: 20.–22. Juli, 10:00–16:00
Eintritt mit mumok-Ticket

Grace Tjang (Grace Ellen Barkey) / Needcompany (BE/ID) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Grace Tjang (Grace Ellen Barkey) / Needcompany (BE/ID)

Tanz

Grace Tjang (Grace Ellen Barkey) / Needcompany (BE/ID)

MALAM / NIGHT

Österreichische Erstaufführung

Wasser plätschert, Muster und Bilder geistern durch diese lunatische Installation, in der eine Solistin tanzt – eine Schatten­-Diva im glitzernden Paillettenkleid. Für dieses neue Werk hat die im indonesischen Surabaya geborene Grace Ellen Barkey, mit Jan Lauwers Gründerin der belgischen Needcompany, ihren Namen dekolonisiert. Jetzt nennt sie sich nach ihrer Großmutter Grace Tjang. In MALAM / NIGHT spielt sie die Dhalang, die Spielerin, im uralten Wayang-Schattenspiel aus Java und verzaubert mit traumhafter Poesie. Inspiration dafür waren Tjangs nächtliche Beobachtungen der Pflanzen in ihrem Garten.

Installation, Video, Zeichnungen, Kostüm: Grace Tjang
Performance: Rombout Willems
Sound Installation, ‘Imaginary landscapes’: Ken Hioco
Technische Leitung: Ken Hioco
Technische Koordination: Tijs Michiels
Produktionsleitung: Marjolein Demey
Outside Eye: Emma van der Put
Künstlerische Assistenz: Kasia Tórz
Produktion: Needcompany
Koproduktion: Théâtre Garonne, scène européenne – Toulouse, Das Internationale
Figurentheaterfestival Erlangen, MA scène nationale – Pays de Montbéliard Tax Shelter funding BNP Paribas Fortis Film Finance NV/SA

Mit der Unterstützung von: Tax Shelter der belgischen Bundesregierung und der flämischen Behörden

Dauer: 60 Min

Preis: 22 Euro
Ermäßigt: 18 Euro

Grace Tjang (Grace Ellen Barkey) / Needcompany (BE/ID) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Grace Tjang (Grace Ellen Barkey) / Needcompany (BE/ID)

© Anno Wilms
Buchpräsentation

Johannes Odenthal (AT/DE)

ISMAEL IVO. Ich glaube an den Körper

1955 in São Paulo geboren wurde Ismael Ivo – Mitbegründer und gefeierter Choreograf, Tänzer und Lehrer bei ImPulsTanz – einer der bekanntesten Tänzer weltweit und zur Symbolfigur afro-brasilianischer Emanzipation. Er ging enge künstlerische Verbindungen mit Johann Kresnik, Marcia Haydée, Ushio Amagatsu, George Tabori, Koffi Kôkô und vielen anderen ein und schrieb als Initiator und Direktor von Institutionen, zuletzt das Balé da Cidade de São Paulo, Geschichte. In Interviews, Erinnerungen von Wegbegleiter*innen, Bildessays von Anno Wilms und Dieter Blum und einem umfassenden Werkverzeichnis werden erstmalig das Leben und Wirken dieses Ausnahmekünstlers und -menschen nachgezeichnet. Vorgestellt von Johannes Odenthal und mit künstlerischen Beiträgen von Wim Vandekeybus und dem brasilianische Percussionisten Dudu Tucci.

Herausgegeben von Johannes Odenthal
Mit künstlerischen Beiträgen von Ultima Vez / Wim Vandekeybus & Dudu Tucci

Eintritt frei mit Zählkarte

Johannes Odenthal (AT/DE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Johannes Odenthal (AT/DE)

Tanz

Philipp Gehmacher (AT)

In its Entirety

Hier kommt eines der persönlichsten Stücke des Tänzers, Performers, Choreografen und bildenden Künstlers Philipp Gehmacher. In its Entirety ist zweigeteilt und doch ein sich fest umschließendes Ganzes. Erst lässt Gehmacher den Körper klingen, die Arme sprechen und selbständig denken, lässt sie den Weg finden von der Dunkelheit ins Licht. Später reduziert er sich auf die eigene Stimme: gesanglich aus dem Off begleitet von Alex Franz Zehetbauer spricht er vom Chaos, von der Auflösung in die Bestandteile und vom unvermeidlichen Zurückfallen in den eigenen Körper, und regt doch zum Auskosten des Lebens „in seiner Gänze“ an.

Konzept, Performance und Text: Philipp Gehmacher
Musik, Klanggestaltung: Kutin I Kindlinger
Raum: Philipp Gehmacher, Lukas Kötz
Licht: Bruno Pocheron
Kostüm: Anna Schwarz
Stimme, Gesang: Alex Franz Zehetbauer
Dramaturgische Begleitung: Krassimira Kruschkova
Körperpraxis: Sabina Holzer
Künstlerische Mitarbeit: Lukas Kötz
Management, Produktion: Stephanie Leonhardt
Produktion: Eine Produktion von Mumbling Fish.

Koproduziert von Tanzquartier Wien.
Gefördert durch die Kulturabteilung der Stadt Wien.

In its Entirety basiert auf der Videoarbeit In its Entirety (a video piece in two parts), das mit Unterstützung von Le Studio, Film und Bühne entstand und im Februar 2021 online gezeigt wurde.

Dauer: 60 Min

Preise: 10 / 16 / 22 / 29 / 36 Euro
Ermäßigt: 8 / 13 / 18 / 24 / 30 Euro

Philipp Gehmacher (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Philipp Gehmacher (AT)

Tanz

Akemi Takeya (AT/JP)

Schrei X⁸

Uraufführung

Sie ist die Erfinderin des Zitronismus (Lemonism), einer performativen Toolbox, die es ihr ab 2015 ermöglichte, mit Arbeiten wie LEMONISM x JAPANISM x ACTIONISM einige der wichtigsten Kunst-„Ismen“ des 20. Jahrhunderts in neuem Licht erscheinen zu lassen. Akemi Takeya, seit über 30 Jahren ein Glanzlicht der Wiener Tanz- und Kunstszene, hat in der Heimat ihrer Wahl mit Größen wie Granular Synthesis, Carlotta Ikeda, Christian Fennesz oder Ko Murobushi gearbeitet. Ursprünglich wäre sie gern Jazzsängerin geworden, aber sie hat es geschafft, aus diesem Kindheitstraum mehr zu machen: Die heute renommierte Choreografin, Künstlerin und Tänzerin entwickelte sich zu einer Stimmkünstlerin, die jetzt in der Uraufführung von Schrei X8 ein performatives Ritual inszeniert, in dem sie an Kunstschaffende wie Diamanda Galás, Joseph Beuys, Yoko Ono, Nina Simone oder Laurie Anderson andockt. In Begleitung des Tänzers Evandro Pedroni und des Schlagzeugers Didi Kern fordert Akemi Takeya „Noise“-Musik und Sprache heraus, um so eine multimediale Collage ihres künstlerischen Potenzials zu schaffen.

Konzept, Text, Komposition, Kostüm, Performance: Akemi Takeya
Performance, Text: Evandro Pedroni
Performance, Sound: Didi Kern
Sounddesign: Ursula Winterauer
Video: Maximilian Pramatarov
Lichtdesign: Nick Steinkellner
Bau-Objekte: Mathias Lenz
Dramaturgische Mitarbeit: Johannes Maile
Kostümassistenz: Ruth Erharter
Gestaltungsassistenz: Yoh Morishita
Kommunikation: Vladimir und Estragon
Produktionsmanagement: partner in crime
Produktion: MEKAproduction

Zusatzinformation: Schrei X8 ist eine Produktion von IMEKAproduction
in Koproduktion mit ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival, gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien / MA7

Dauer: 60 Min

Preise: 14 / 22 / 32 Euro
Ermäßigt: 11 / 18 / 27 Euro

Akemi Takeya (AT/JP) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Akemi Takeya (AT/JP)

Tanz

Ultima Vez / Wim Vandekeybus (BE)

Hands do not touch your precious Me

Lehmverschmierte und mystisch mit Farben gezeichnete Körper wirbeln, stürzen und hechten durch archaische Transformationen. Getrieben von uralten Geschichten und modernen Techniken, mit flammenden Köpfen oder unter gespenstischen Masken geraten sie an die Grenzen des Menschseins. Für diesen bildgewaltigen Traum hat Wim Vandekeybus sich mit dem kongolesisch-französischen Künstler Olivier de Sagazan und der spanischen Komponistin Charo Calvo zusammengetan, um die 4.000 Jahre alte Hymne einer Priesterin an die zweigeschlechtliche sumerische Göttin Inanna neu zu erwecken.

Leitung & Choreografie: Wim Vandekeybus
Schlammkreation: Olivier de Sagazan
Musik: Charo Calvo
Zusätzliche Orginalmusik (red dance): Norbert Pflanzer
Live-Kamera: Wim Vandekeybus
Künstlerische Assistenz: Margherita Scalise
Dramaturgie: Erwin Jans
Kostümdesign: Isabelle Lhoas
Kostümassistenz & Accessoires: Isabelle de Cannière, Cèline de Schepper
Lichtdesign: Wim Vandekeybus & Thomas Glorieux
Ton: Christian Schröder
Produktion: Ultima Vez
Koproduktion: KVS Brussel, Teatro Comunale di Ferrara
Kreiiert und performt von: Olivier de Sagazan, Lieve Meeussen, Wim Vandekeybus, Maria Kolegova, Mufutau Yusuf, Borna Babić, Maureen Bator, Davide Belotti, Pieter Desmet and Anna Karenina Lambrechts
Technische Koordination und Bühnenmanagement: Thomas Glorieux
Bühnenassistenz: Benjamin Verbrugge

Ultima Vez wird von der Flämischen Regierung und der Flämischen Gemeinschaftskommission der Region Brüssel-Hauptstadt (BE) sowie von der Maßnahme "Tax Shelter" der belgischen Föderalregierung unterstützt.

Dauer: 80 Min

Preise: 8 / 14 / 28 / 34 / 42 / 54 / 68 Euro
Ermäßigt: 6 / 11 / 23 / 28 / 35 / 45 / 57 Euro

Ultima Vez / Wim Vandekeybus (BE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Ultima Vez / Wim Vandekeybus (BE)

Tanz

Mikko Niemistö (FI)

Odd Meters

Österreichische Erstaufführung

Lässt sich der eigene Körper – entrückt vom Selbst, verloren im digitalen Labyrinth – im Traum wiederfinden, neu zusammenfügen? In Odd Meters, basierend auf Notizen, die der Choreograf und Performer bei einem Aufenthalt auf dem Land im Sommer 2018 täglich um vier Uhr morgens gemacht hat, wagt Mikko Niemistö ebendiesen Versuch. Was entsteht ist rasend, losgelöst von Zeit, ein Tanz, der nicht filtert, sondern kanalisiert – ein forcierter Kontrollverlust, der sich auf die Unlogik von Träumen stützt, um uns die Realität wieder ein kleines Stückchen näher zu bringen.

Choreografie, Performance: Mikko Niemistö
Raumgestaltung: Elina Lifländer
Sounddesign: Johannes Vartola and Mikko Niemistö
Lichtdesign: Teo Lanerva
Produzent: Riikka Thitz
Künstlerischer Dialog: Karolina Ginman
Produktion: Zodiak - Center for New Dance, Mikko Niemistö
Internationale Vertriebsberatung: Moving in November-Festival
Residencies: Konstnärsnämndens internationella dansprogram: Atalante / Bjällansås studio, Ehkä productions
Unterstützt von: Koneen säätiö, Taiteen edistämiskeskus, Suomen kulttuurirahasto, Svenska kulturfonden

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Dauer: 54 Min

Preise: 15 / 18 Euro
Ermäßigt: 12 / 15 Euro

Mikko Niemistö (FI) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Mikko Niemistö (FI)

Tanz

Geumhyung Jeong (KR)

Oil Pressure Vibrator

ImPulsTanz Classic

Ein Klassiker! Erstmals 2014 im Rahmen von [8:tension] gezeigt, hat dieses Stück nichts von seinem Charme und seiner Intelligenz ver­loren. In Form einer ganz besonderen Lecture, eine Art Meta­-Performance ihrer Arbeit, erzählt uns Geumhyung Jeong von der Verfolgung des Subjekts ihrer Begierde: einem Bagger. Und während sie ihre Affäre erklärt, spricht sie über ihre Vergangenheit, und es wird unklar, ob die Künstlerin ihre Arbeiten vorstellt oder ob wir die Bekenntnisse einer Figur innerhalb der Geschichte hören. Die Performance mischt Elemente des Theaters, des Tanzes und des Dokumentarfilms zu einem rätselhaften und faszinierenden Geschehen.

Regie, Performance: Geumhyung Jeong
Kamera: Geumhyung Jeong, Hoseung Jeon, Bongwoo Park, Youngkyo Choi
Video Editor: Geumhyung Jeong, Younghyun Jeong
Englische Untertitel, Übersetzung: Yunkyung Hur
Textbearbeitung: Pol Rosenthal

In Auftrag gegeben von: Seoul Marginal Theatre Festival 2008

Dauer: 60 Min

Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Geumhyung Jeong (KR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Geumhyung Jeong (KR)

Tanz

IDOCDE Symposium/Residency

The Rest of Art, a Manifesto

Was bleibt von der Kunst übrig, wenn sie ruht? Was, wenn Kunst nur in Zwischenräumen
zu finden ist? Was, wenn Kunst nur gefunden werden kann, wenn man nicht nach ihr sucht? Das 10. IDOCDE Symposium ist eine Feier der Tatsache, dass du so weit gekommen bist und dass du immer noch ein*e Tänzer*in bist! Wir denken, dass es Zeit ist, sich auszuruhen, zu träumen und zu entdecken, was passieren wird, wenn wir uns endlich wieder treffen.

Anmeldegebühr: € 100,– / € 50,–
Anmeldung: workshopoffice@impulstanz.com
Nähere Infos: idocde.net & impulstanz.com/symposia

IDOCDE Symposium/Residency bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte IDOCDE Symposium/Residency

Tanz

Akram Khan Company (GB)

Jungle Book reimagined

Hier ist Mowgli ein Mädchen, und überhaupt ändert der britische Choreografie-Star Akram Khan in seiner sensiblen Neuinterpretation von Rudyard Kiplings Dschungelbuch so einiges an der Handlung dieses Buchs aus dem Jahr 1894. Er versetzt sie in eine von den Folgen des Klimawandels geprägte Zukunft. Die Welt erlebt eine große Flut, aus der es Mowgli nur durch ein Wunder in den Dschungel schafft. Hier verkörpern Khans Tänzer*innen meisterhaft die bekannten Tierfiguren wie Bagheera, Baloo, Raksha oder die unheimliche Kaa. Die Tiere werden von einem unheimlichen Jäger bedroht, die Affen wollen so mächtig werden wie die Menschen. Die Heldin Mowgli stellt sich einer großen Herausforderung. Wieder greift Akram Khan das große Thema der Klimakrise auf und versucht auf die Dringlichkeit aufmerksam zu machen, ohne zu verstören: mit herausragendem Tanz, poetischen Videoanimationen, unter die Haut gehender Musik und berührenden Texten. Auch die Stimme von Greta Thunberg ist zu hören wie aus weit zurückliegender Vergangenheit: „How dare you?!“

Regisseur/Choreografer: Akram Khan
Dancers: Lucia Chocarro, Tom Davis-Dunn, Thomasin Gülgeç, Max Revell, Matthew Sandiford, Pui Yung Shum, Fukiko Takase, Holly Vallis, Vanessa Vince-Pang, Luke Watson, Jan Mikaela Villanueva (guest artist)
Creative Associate/Coach: Mavin Khoo
Autor: Tariq Jordan
Beratung Dramaturgie: Sharon Clark
Komponist: Jocelyn Pook
Sounddesign: Gareth Fry
Lichtdesign: Michael Hulls
Visual Stage Designer: Miriam Buether
Art Direction and Director of Animation Adam Smith (YeastCulture)
Video Design: Nick Hillel (YeastCulture)
Rotoscope Artists/Animators: Naaman Azhari, Natasza Cetner, Edson R Bazzarin
Probenleitung: Nicky Henshall, Andrew Pan, Angela Towler (tour)
Assistenz Animation: Nisha Alberti, Geo Barnett, Miguel Mealla Black, Michelle Cramer, Jack Hale, Zuzanna Odolczyk, Sofja Umarik
Voice Actors: Tian-Lan Chaudhry, Joy Elias-Rilwan, Pushkala Gopal, Dana Haqjoo, Nicky Henshall, Su-Man Hsu, Kathryn Hunter, Emmanuel Imani, Divya Kasturi, Jeffery Kissoon, Mavin Khoo, Yasmin Paige, Max Revell, Christopher Simpson, Pui Yung Shum, Holly Vallis, Jan Mikaela Villanueva, Luke Watson, 3rd year students of Rambert School.
Produktionsleitung: Farooq Chaudhry
Production Manager Richard Fagan
Geschäftsführung: Isabel Tamen
Project Manager: Mashitah Omar
Technische Leitung: Tina Fagan
Production Manager Richard Fagan
Tourmanager & Prop Maker: Marek Pomocki
Lichttechnik: Stephane Dejours
Tontechnik: Philip Wood
Technik Video & Projektion: Matthew Armstrong
Technik Schaukeln: Samuel Collier

Koproduziert von: Curve Leicester, Birmingham Hippodrome, Edinburgh International Festival, Esplanade – Theatres on the Bay Singapore, Festspielhaus St. Pölten, Internationaal Theater Amsterdam, Maison de la Danse / Pôle européen de création – Lyon, National Arts Centre – Canada, New Vision Arts Festival – Hong Kong, Orsolina28, Pfalzbau Bühnen – Theater im Pfalzbau Ludwigshafen, Romaeuropa Festival, Sadler’s Wells London, Stanford Live / Stanford University, Teatros del Canal – Madrid, théâtre de Caen, Théâtre de la Ville – Paris

Mit der Unterstützung von: Garfield Weston Foundation, Genesis Foundation and Angela Bernstein CBE & Arts Council England

Dauer: 130 Min

Preise: 8 / 14 / 28 / 45 / 58 / 72 / 92 Euro
Ermäßigt: 6 / 11 / 23 / 38 / 49 / 61 / 78 Euro

Akram Khan Company (GB) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Akram Khan Company (GB)

Tanz

Boglárka Börcsök & Andreas Bolm (HU/DE)

Figuring Age

Österreichische Erstaufführung

Schon 2018 war Boglárka Börcsök im mumok zu bestaunen, damals mit Eszter Salamon und ihrer Performance The Valeska Gert Monument. In Figuring Age zeigt sich ihre Kraft zur Ver­wandlung erneut: Nach ihrem Treffen mit den überneunzigjährigen Ausdruckstänzerinnen Irén Preisich, Éva E. Kovács und Ágnes Roboz in 2015 traten die drei Frauen wie Geister in sie ein. Die Verkörperung dieser drei Frauen durch Börcsök ist ein kontinuierliches Werk des Werdens, ein Vertigo, das Geschichten und Erinnerungen mit Gesten des Alltags ver­webt, und eine direkte Verbindung zwischen Bewegungs­ und Überlebenspraxis zeichnet.

Konzept, Regie, Produktion: Boglárka Börcsök, Andreas Bolm
Performance: Boglárka Börcsök
Lichtdesign, Sounddesign: Andreas Bolm
Video Cast: Éva E. Kovács, Irén Preisich, Ágnes Roboz
Video-Bearbeitung: Andreas Bolm, Boglárka Börcsök
Kamera: Lisa Rave
Übersetzung: David Robert Evans
Produktionsleitung Video: Elisa Calosi
Video in Auftrag gegeben von: Montag Modus / MMpraxis

Video unterstützt von: Tanzfonds Erbe – an initiative by German Federal Cultural Foundation, La Musée de la Danse, Rennes, Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin

Performance unterstützt von: Die Irritierte Stadt Festival of Arts, Montag Modus/MM Praxis, Collegium Hungaricum Berlin, PACT Zollverein Atelier No.63 – Platform Experimental Platform for the Arts, Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste – Residency Program, Neustart Kultur – an initiative for the Federal Commissioner for Culture and Media as part of the support program DIS-TANZEN, an Umbrella Association for dance in Germany.

Ein Teil der Arbeit wurde im Rahmen der Performance-Ausstellung 20 Dancers for the XX Century von Boris Charmatz/Terrain entwickelt. Die Einführungsrede basiert auf Jacques Derridas Überlegungen zu Gespenstern in Ken McMullens Film Ghost Dance (1983).

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Dauer: 60 Min

Preis: 18 Euro
Ermäßigt: 15 Euro

Boglárka Börcsök & Andreas Bolm (HU/DE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Boglárka Börcsök & Andreas Bolm (HU/DE)

Tanz

Eva-Maria Schaller (AT)

FEMENINE

Uraufführung

So wird eine Gemeinschaft musiziert und getanzt: Unter freiem Himmel und über die organische Minimal Music Femenine (1974) des afroamerikanischen, homosexuellen Komponisten Julius Eastman verbinden sich sechs Tänzerinnen, die Wiener Jazzforma­tion Studio Dan und das Publikum zu einem virtuosen Miteinander aus Klang und Bewe­gung. Im Zentrum dieser improvisatorischen, sich über die Zeit zu ihrer ganzen Fülle aus­ breitenden Arbeit stehen Eastmans Experi­mente mit neuen Aufführungsformaten. Sie machen Räumlichkeit selbst zum performa­tiven Material. Daraus entsteht neuer Raum, mit dem interagiert werden kann.

Komponist: Julius Eastman (1940-1990, NY)
Choreografie, Konzept: Eva-Maria Schaller
Musikalische Leitung, Konzept: Daniel Riegler
Musik: Studio Dan
Tanz, Stückentwicklung: Lena Schattenberg, Verena Herterich, Chiara Aprea, Alberto Cissello, Eva-Maria Schaller, N.N.
Produktion: Julia Haas, Mascha Mölkner

Eintritt frei

Dauer: 75 Min

Eva-Maria Schaller (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Eva-Maria Schaller (AT)

Tanz

LIBR'ARTS / Nadia Beugré (FR/CI)

L’Homme rare

Österreichische Erstaufführung

Schüchtern sind die fünf Männer in diesem Stück nicht gerade. Getragen von Serge Gainsbourgs Stimme, treiben sie in einer Art Trance und machen sich nackt. Schwarze, weiße, braune Haut glänzt im Scheinwerferlicht. Hände streicheln Rücken, schlagen auf Hinterbacken, die Tänzer lassen die Becken kreisen. Ihre Bewegungen sind … wie jetzt? – „männlich“ oder „weiblich“? „Sie ist wild wie der Wind“, schreibt die New York Times über die ivorische Choreografin Nadia Beugré, die unter anderem bei Germaine Acogny in deren École des Sables und bei Mathilde Monnier ausgebildet wurde. Hier wirbelt sie jedenfalls die scheinbaren Selbstverständlichkeiten geschlechtertypischer Bewegungsmuster heftig durcheinander. Ihre Tänzer tanzen Funk Carioca oder Passinho wie Frauen oder als Tänzerinnen. Damit hinterfragt die feministische Künstlerin auch, was im Tanz als charakteristisch weiblich verstanden wird. So werden die an Männerkulturen trainierten Erwartungen an den „perfekten Körper“ relativiert und gewohnte Schauweisen leichtfüßig gekippt.

Performers: Nadim Bahsoun, Tahi Vadel Guei, Daouda Keita, Marius Moguiba, Mathieu Jedrazak
Licht Design, Technische Leitung: Anthony Merlaud
Musik: Serge Gainsbourg, Lucas Nicot, Percussions d’Oblio
Externe Mitarbeit: Faustin Linyekula
Produktion Leitung: Virginie Dupray
Executive Producer: LIBR’ARTS
Produktion: Studios Kabako

Mit Unterstützung von Latitudes Contemporaries

Dauer: 60 Min

Preise: 18 / 25 / 36 Euro
Ermäßigt: 15 / 21 / 30 Euro

LIBR'ARTS / Nadia Beugré (FR/CI) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte LIBR'ARTS / Nadia Beugré (FR/CI)

Tanz

Michael Turinsky (AT)

Precarious Moves

Erst einmal überlegt Michael Turinsky, ob er einen Liebesbrief an den Kommunismus „als reale Bewegung“ schreiben soll. Oder ist es besser, über den Sozialismus und seine Beziehung zum Fahrrad oder dem Rollstuhl zu twittern? Aber dann – Schuster bleib bei deinen Leisten! – widmet er sich in diesem Solo doch seinen devianten Gesten im Spiel­feld von Choreografie und Behinderung. Der herausragende Wiener Tänzer und Körper­philosoph setzt hier ein Zeichen gegen die Normen unserer Mobilitätskultur, macht sich stark für ein Verstehen von und Verständnis für das „andere“ Sichbewegen zusammen mit dem „eigenen“.

Performance, Choreografie, Text, Lyrics: Michael Turinsky
Musik, Lyrics: Tian Rotteveel
Bühne, Kostüm: Jenny Schleif
Licht: Sveta Schwin
Foto, Video: Michael Loizenbauer
Dramaturgische Beratung: Gabrielle Cram
Produktion: Anna Gräsel // groundworkers.at
Kooperationen/Koproduktionen: Tanzquartier Wien, HAU Hebbel am Ufer

Gefördert von Kulturstadt Wien, BMKOES

Eine Produktion von Michael Turinsky Verein für philosophische Praxis

Dauer: 70 Min

Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Michael Turinsky (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Michael Turinsky (AT)

Tanz

Maud Blandel feat. Maya Masse & Ensemble Contrechamps (CH/FR)

Diverti Menti

Österreichische Erstaufführung

Gemeinsam mit drei Solisten des renommier­ten Genfer Ensemble Contrechamps und der Tänzerin Maya Masse hat sich die Schweizer Choreografin Maud Blandel an eine Neuinstrumentalisierung und körperliche Interpreta­tion von Mozarts Divertimento K.136 gewagt. Das wunderbar freie, polyphone Spiel von Piano, Tuba, E­-Gitarre und Tänzerin und die Variationen in Rhythmus und Tempo unter­streichen die moderne Expressivität des beinahe zweihundertfünfzig Jahre alten Stücks und machen es damit nicht nur zeitgemäß, son­dern ganz und gar zeitunabhängig. Ein Tanz für Augen und Ohren gleichermaßen, ein selten zu erlebender synästhetischer Genuss.

Konzept, Choreografie: Maud Blandel
Choreografie, Interpretation: Maya Masse
Musik: W.A. Mozart, A. Françoise, S. Aeschima
Mit: Maya Masse, Simon Aeschimann, Serge Bonvalot, Antoine Françoise
In Kollaboration mit: Ensemble Contrechamps de Genëve
Licht: Daniel Demont
Assistenz und Lichtmanagement: Edouard Hügli
Technische Leitung: Silouane Kohler
Musikalische Analyse: Alain Franco
Outside Eye: Romane Peytavin
Produktion, Diffusion: Alice for Parallèle
Produktion: I L K A
Produktion, internationale Diffusion: Parallèle - International production pole for emerging practices

Koproduktionen: Arsenic - Zentrum für zeitgenössische Bühnenkunst Lausanne; ADC - Association pour la Danse Contemporaine, Genf; Contrechamps, Ensemble de musique contemporaine de Genève.

Residencies: La place de la danse - Centre chorégraphique national Toulouse - Occitanie; Arsenic - centre d'art scénique contemporain Lausanne Maison des arts du Grütli - Studio de danse de l'ADC; Centro Cultural do Cartaxo, organisiert im Rahmen von Materiais Diverses im Rahmen von MTT; Kanuti Guild Hall im Rahmen von MTT; Centre National de la Danse, im Rahmen der Formation edition spéciale #3; CN D.

Das Stück wurde im Rahmen des europäischen Projekts “More Than This“ entwickelt.

Unterstützung: Stadt Lausanne; Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung; Loterie Romande; Fondation Nestlé pour l'art; Corodis.

Mit der Unterstützung des Kulturfonds der Schweizerischen Autorenvereinigung (SSA).
I L K A hat ein Treuhandabkommen mit der Stadt Lausanne - 2021-2024

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Dauer: 55 Min

Preis: 18 Euro
Ermäßigt: 15 Euro

Maud Blandel feat. Maya Masse & Ensemble Contrechamps (CH/FR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Maud Blandel feat. Maya Masse & Ensemble Contrechamps (CH/FR)

Tanz

Elio Gervasi (AT/IT)

ELIO SOLO

Uraufführung

Er ist eine poetische Konstante der Wiener Tanzszene, und er bleibt immer ein Künstler nach eigenem Maßstab, wie launisch auch die Trends in der zeitgenössischen Choreografie sein mögen. Geboren 1953 in Italien, lebt Elio Gervasi seit gut einem halben Jahrhundert in Wien. Hier hat er vor 35 Jahren seine eigene Compagnie gegründet und bis heute gehalten. Als leidenschaftlicher Tanzschaffender beweist er seither, wie feinfühlig er mit Tänzer*innen arbeiten kann und wie aus dieser Gabe außer­gewöhnliche Stücke entstehen. Jetzt zeigt sich Gervasi in einem großen Solo in Zusammen­arbeit mit Karl Baratta endlich wieder selbst auf der Bühne.

Konzept und Gestaltung: Karl Baratta
Choreographie und Tanz: Elio Gervasi
Komposition und Livemusik: Alessandro Vicard
Licht Design: Patricia Schönangerer
Probenfoto: Tanz Company Gervasi

Dauer: 55 Min

Preise: 20 / 24 Euro
Ermäßigt: 17 / 20 Euro

Elio Gervasi (AT/IT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Elio Gervasi (AT/IT)

Tanz

Benoît Lachambre / Félix-Antoine Morin (CA)

Cathartic Quest

Uraufführung

Authentizität und die direkte Verbindung mit dem Leben sind entscheidende Faktoren in den Performances eines der wichtigsten kanadischen Gegenwartschoreografen, Benoît Lachambre. Und was kann wahrhafter sein als reale kathartische Erfahrungen? Zusammen mit dem Künstler und Musiker Félix­-Antoine Morin macht sich Lachambre in diesem Stück auf die Suche nach der „spirituellen Wahr­heit im Schaffen von Kunst“. Dabei spielen Heilpflanzenzeremonien, Delfine, Repression und Katholizismus wichtige Rollen. Ebenso wie die Singstimme und ihre Resonanz in der Architektur, das Echo, die Schwingung und das Heilige.

Dauer: 60 Min

Preis: 22 Euro
Ermäßigt: 18 Euro

Benoît Lachambre / Félix-Antoine Morin (CA) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Benoît Lachambre / Félix-Antoine Morin (CA)

© Danny Willems
Tanz

Ultima Vez / Wim Vandekeybus (BE)

Scattered Memories

Uraufführung

Es war eine Revolution! Vor 35 Jahren öffnete das Debüt einer neuen Company namens Ultima Vez dem Tanz neue Dimensionen: What the Body Does Not Remember, choreografiert von dem damals erst 24-jährigen Belgier Wim Vandekeybus. Er machte alles anders, zeigte Tanz mit roher Emotion, mit Körperkraft und Draufgängertum. Seither hat Vandekeybus einen sagenhaften Aufstieg hingelegt und zählt heute zu den einflussreichsten Tanzkünstlern weltweit. Dieses Jubiläum wird mit einem speziellen Projekt gefeiert: Scattered Memories in großer Besetzung trägt alles in sich, was den anhaltenden Erfolg von Ultima Vez ausmacht.

Choreografie: Wim Vandekeybus
Künstlerische Assistenz: Margherita Scalise
Movement Beratung: Iñaki Azpillaga, German Jauregui Allue
Performer: Alexandros Anastasiadis, Laura Aris Álvarez, Borna Babić, Maureen Bator, Tim Bogaerts, Damien Chapelle, Pieter Desmet, Saïd Gharbi, Rob Hayden, Germán Jauregui Allue, Luke Jessop, Kit King, Maria Kolegova, Anna Karenina Lambrechts, Anabel Lopez, Tanja Marin Friðjónsdóttir, Lieve Meeussen, Yassin Mrabtifi, Magdalena Oettl, Eddie Oroyan, Aymara Samira Parola, Wim Vandekeybus, Mufutau Yusuf
Kostüm: Isabelle Lhoas
Lichtdesign: Benjamin Verbrugge
Sounddesign: Schröder
Produktion: Ultima Vez

Ultima Vez wird von der Flämischen Regierung und der Flämischen Gemeinschaftskommission der Region Brüssel-Hauptstadt sowie von der Maßnahme "Tax Shelter" der belgischen Föderalregierung unterstützt.

Dauer: 80 Min

Preise: 8 / 14 / 28 / 45 / 58 / 72 / 92 Euro
Ermäßigt: 6 / 11 / 23 / 38 / 49 / 61 / 78 Euro

Ultima Vez / Wim Vandekeybus (BE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Ultima Vez / Wim Vandekeybus (BE)

Tanz

Anne Juren (AT/FR)

Sensorial Transference

Uraufführung

Sensorial Transference ist eine choreografi­sche „Sitzung“, bei der das Publikum eingela­den ist, an der körperlichen Erfahrung eines Patienten teilzunehmen. Mit solchen Experi­menten an leiblichen Symptomen kennt sich die aus Frankreich stammende Wiener Choreografin, Tänzerin und Forscherin Anne Juren aus. Sie arbeitet mit dem historischen, sensorischen und zellulären Körper und hat in jüngster Zeit eine ganze Reihe von Symptom Pieces geschaffen, in denen sie Fantasmical Anatomies entstehen ließ, um zu zeigen, wie die Fähigkeit, sich etwas vorzustellen, beispielsweise „Phantomglieder erschaffen kann, die so konkret sind wie Knochen“.

Performance, Text, Choreografie: Anne Juren zusammen mit Proxy Body
Licht Design: Emese Csornay
Sound Design: Paul Kotal
Produktion: WTKB Wien
Finanziert von der Stadt Wien

Dauer: 50 Min

Preis: 15 Euro
Ermäßigt: 12 Euro

Anne Juren (AT/FR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Anne Juren (AT/FR)

Tanz

Dada Masilo / The Dance Factory (ZA)

The Sacrifice

ImPulsTanz Classic

Das Original gilt als der größte Ballettklassiker des frühen 20. Jahrhunderts: Le sacre du printemps. Mit ihm verbunden sind Namen wie Serge Diaghilev, Vaslav Nijinsky und Igor Strawinsky. Die Uraufführung im Jahr 1913 war ein waschechter Skandal, doch seitdem haben viele große Choreograf*innen „Sacre“ bearbeitet. Mehr als ein Jahrhundert nach der Premiere packt die südafrikanische Meisterin Dada Masilo dieses russisch-europäische Frühlingsopfer an und verleiht dem Stück eine neue kulturelle Dimension. Mit ihren sensationellen Neupositionierungen von Tanzklassikern wie Schwanensee, Carmen oder Giselle in afrikanische Zusammenhänge hat sich Masilo weltweit einen Namen gemacht. Ihr ist es ein Anliegen, die schlichte Handlung des „Frühlingsopfers“ zu erweitern, weil sie „eine größere Geschichte erzählen“ will. So hat sie mit The Sacrifice ein ganz eigenständiges, sinnliches Werk für rund ein Dutzend Tänzer*innen geschaffen. In deren kraftvoller, aus Botswana stammender Tswana-Tanz schwingen rituelle Kraft und emotionale Rhythmen.

Inspiriert von Igor Stravinskys THE RITE OF SPRING
Choreografin: Dada Masilo
Musik: Tlale Makhene, Ann Masina, Leroy Mapholo, Nathi Shongwe
Performer: Dada Masilo, Sinazo Bokolo, Refiloe Mogoje, Thandiwe Mqokeli, Lwando Dutyulwa, Thuso Lobeko, Llewellyn Mnguni, Steven Mokone, Kyle Rossouw, Lebo Seodigeng, Thamsanqa Tshabalala, Tshepo Zasekhaya

Teilweise unterstützt durch The Prince Claus Fund Next Generation Award 2018

Dauer: 75 Min

Preise: 8 / 14 / 28 / 45 / 58 / 72 / 92 Euro
Ermäßigt: 6 / 11 / 23 / 38 / 49 / 61 / 78 Euro

Dada Masilo / The Dance Factory (ZA) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Dada Masilo / The Dance Factory (ZA)

Tanz

Liquid Loft / Chris Haring (AT)

Modern Chimeras

Uraufführung

Auf seiner unheimlichen Insel erklärt Dr. Moreau einem Besucher das Geheimnis seiner makabren Experimente: „Diese Kreaturen, die Sie gesehen haben, sind Tiere, die in neue Formen gebracht wurden. Dem Studium der Plastizität lebender Formen habe ich mein Leben gewidmet.“ Der Gast des irren Doktors in H. G. Wells’ Roman aus dem Jahr 1896 erfährt, dass hier Tiere in menschenähnliche Chimären umgewandelt werden. Das Motiv der Mischwesen zieht sich durch die Mythologien zahlreicher alter Kulturen, und die menschengemachte Chimäre wurde zum großen Thema der Moderne. Für Liquid Loft ist das der Stoff, aus dem die Gruppe um den Wiener Chris Haring den Stoff für ihr neues Stück gewinnt: Das Mischwesen tanzt hier als „neues Fleisch“ (vergleiche etwa die Filme von David Cronenberg) in trugbildhaften, experimenthaften Transformationen, ungreifbar und ohne bestimmte Form. In Modern Chimeras verbinden sich die Körper der Tänzer*innen zu seltsamen Kombinationen in optisch täuschenden Stoffen und Kostümen, die den Blick verwirren und die Fantasie beflügeln.

Tanz, Choreografie: Luke Baio, Stephanie Cumming, Dong Uk Kim, Katharina Meves, Dante Murillo, Anna Maria Nowak, Hannah Timbrell
Künstlerische Leitung, Choreografie: Chris Haring
Soundkonzept, Komposition: Andreas Berger
Lichtdesign, Szenografie: Thomas Jelinek
Kostüme: Stefan Röhrle
Stage Management: Roman Harrer
Theorie: Stefan Grissemann
Distribution: APROPIC – Line Rousseau, Marion Gauvent, Lara van Lookeren
Produktion: Marlies Pucher

Eine Produktion von Liquid Loft in Kooperation mit ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival.

Liquid Loft wird gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien (MA7) und vom Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport (BMKÖS).

Dauer: 65 Min

Preise: 18 / 25 / 36 Euro
Ermäßigt: 15 / 21 / 30 Euro

Liquid Loft / Chris Haring (AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Liquid Loft / Chris Haring (AT)

Tanz

Robyn Orlin / City Theatre & Dance Group (ZA)

in a corner the sky surrenders - unplugging archival journeys … # 1 (for nadia ❣️)...

Österreichische Erstaufführung

Manhattan, 1994. Die südafrikanische Tänze­rin Robyn Orlin sieht, wie Obdachlose in der Lower East Side Unterschlupf in Kühlschrankkartons suchen. Sie hat Probleme, einen Arbeitsraum zu finden und beginnt, in einer solchen Schachtel ein Solo zu entwickeln: in a corner the sky surrenders - unplugging archival journeys … # 1 (for nadia ❣️)... Heute ist Orlin weltweit und auch in Wien bekannt für kontroverse Stücke mit Titeln wie We Must Eat Our Suckers With the Wrapper On. Nun hat sie ihr Karton­-Solo an die ivori­sche Tänzerin Nadia Beugré übergeben, die in ihren eigenen Arbeiten ebenfalls von Politik und Selbstermächtigung spricht.

Performerin: Nadia Beugré
Kostüm: Birgit Neppl
Set-Bau: Annie Tolleter
Technische Leitung: Beatriz Kaysel Velasco e Cruz
Live-Musik, Sound: Cedrik Fermont
Mit der Teilnahme von Romain de Lagarde an der Beleuchtung
Booking: Damien Valette
Koordination: Louise Bailly
Produktion: City Theatre & Dance Group, Damien Valette Prod
Koproduktion: Montpellier Danse, Chaillot – Théâtre National de la Danse

Dauer: 50 Min

Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro

Mit der Unterstützung von DRAC Ile-de-France

Robyn Orlin / City Theatre & Dance Group (ZA) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Robyn Orlin / City Theatre & Dance Group (ZA)

Tanz

Lenio Kaklea (FR/GR)

Sonatas and Interludes

Österreichische Erstaufführung

Weil der Musikrevolutionär John Cage in den 1940er Jahren für die beiden afroamerikanischen Choreografinnen Syvilla Fort (1917–1975) und Pearl Primus (1919–1994) komponiert hat, wollte Lenio Kaklea dieses „Duett mit einem Pianisten“ erarbeiten. Cages Schlüsselwerk der Avantgardemusik Sonatas and Interludes ist zwischen 1946 und 1948 entstanden, einige Jahre nachdem er mit Bacchanale zu einem Stück von Fort sein erstes Werk für präpariertes Klavier geschaffen hatte. Im Jahr 1943 komponierte er für Primus’ Tanz Our Spring will Come die gleichnamige Musik. An diese Geschichte will Lenio Kaklea heute erinnern: „Herstory“ anstatt „History“! Darauf pocht die gebürtige Griechin mit Nachdruck, und dafür lässt sie ihr extrem fein strukturiertes und detailreiches Duett-Solo entstehen, in dem sie selbst lässig bis eckig im schwarzen Motorraddress und in einem roten Leotard tanzt, sich via Video vergrößert und mit dem großartigen Pianisten Orlando Bass ebenso miteinbezieht wie den eigenen Schatten. So überzeugend kann die Richtigstellung von Geschichtsschreibung auch im Tanz umgesetzt werden.

Musik: John Cage
Choreografie, Performance: Lenio Kaklea
Piano: Orlando Bass
Sound und Technische Leitung: Éric Yvelin
Licht Design: Jan Maertens
Kostüm: Pierre Paulin
Fabrikation: Laszlo Badet
Styling: Lenio Kaklea
Dramaturgie und Recherche: Lou Forster
Choreographische Assistenz: Dimitris Mytilinaios

Produktion: abd
Koproduktion: Bourse de Commerce – Pinault Collection, ADC/Association de la Danse-Genève, BUDA Kortrijk (BE) und NEXT Festival, La Place de la danse – CDCN Toulouse, CN D Pantin.

Enstanden im Rahmen der Residencys in: Tanzhaus Zürich, ICI – Centre chorégraphique national Montpellier Occitanie / Direction Chrisitan Rizzo und im Rahmen von Par / ICI. Das Projekt profitiert von der Unterstützung eines Aufenthalts in den Studios von CN D Pantin / National Center for Dance.

Mit der Unterstützung von DRAC Ile de France au titre de l’Aide au projet 2021.

Dauer: 60 Min

Preise: 8 / 12 / 22 / 32 Euro
Ermäßigt: 6 / 10 / 18 / 27 Euro

Lenio Kaklea (FR/GR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Lenio Kaklea (FR/GR)

Tanz

Freestyle Dance Contest

Rhythm is a Dancer

Tänzer*innen jeden Levels, jeden Alters und aller Stile sind eingela­den, um sich den heißbegehrten Preis – eine Residency bei ImPuls­ Tanz 2023 – zu ertanzen. Es geht aber nicht nur darum, Publikum und Jury zu begeistern, sondern sich auch spontan auf die Musik von DJ Worst Messiah einzulassen. Host ist HipHop­-Legende Storm.

Pay what it’s worth to you; first come, first served

Freestyle Dance Contest bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Freestyle Dance Contest

Tanz

Djibril Sall (US/SN)

evening.haiku

Österreichische Erstaufführung

Nach einer danceWEB Scholarship im Jahr 2019 kehrt Djibril Sall, im Senegal geborene und in den USA aufgewachsen, mit evening.haiku zu ImPulsTanz zurück, einer nach Sonia Sanchez’ Kollektion Morning Haiku betitelten Performance, die das Publikum zu einem abendlangenn Innehalten einlädt. Ausgehend von der Ruhe und Offenheit der traditionellen japanischen Gedichtform des Haikus widmen sich Sall und die grandiose Tänzerin Sointu Pere ihren tiefliegenden, durch Queerfeindlichkeit und Rassismus verursachten Traumata und halten an dem Glauben fest, dass jeder Schmerz mit Fürsorge und Bewusstsein in etwas anderes verwandelt werden kann.

Choreografie, Konzept, Performance: Djibril Sall
Performance: Sointu Pere
Sounddesign: Ari Robey-Lawrence
Lichtdesign: Thais Nepomuceno
Kostüm: Emmanuel Pierre
Dramaturgische Assistenz: Luisa Saraiva
Vielen Dank an: Gabrielle Curebal, Luisa Saraiva, Alice Heyward, Nasheeka Nedsreal, und James Batchelor
Eine Produktion von Djibril Sall in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE
Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa.
Mit freundlicher Unterstützung der Tanzfabrik Berlin e. V. und des Theaterhauses Berlin Mitte. Medienpartner: Siegessäule, tip Berlin, taz und Berlin Art Link.

[8:tension] Young Choreographers’ Series

Dauer: 50 Min

Preise: 15 / 18 Euro
Ermäßigt: 12 / 15 Euro

Djibril Sall (US/SN) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Djibril Sall (US/SN)

Tanz

Florentina Holzinger (DE/NL/AT)

TANZ. Eine sylphidische Träumerei in Stunts

O wie wunderschön ist das romantische Ballett! Zum Beispiel La Sylphide und darin die schwebenden Spitzentänzerinnen, die böse Hexe Madge. „Schweben“ und „Hexe“ sind die Stichworte für Florentina Holzinger, in deren Erfolgsstück TANZ aus dem Jahr 2019 – Inszenierung des Jahres bei der Zeitschrift Theater heute, ein Nestroy in Österreich für die beste Regie – sehr spezielle Sylphiden geistern. Auch bei TANZ gibt es Spitzenschuhe, und es wird geschwebt, aber Holzingers Tänzerinnen und Performerinnen vergnügen sich ebenso mit Stunt-Acts wie mit Balletttraining an der Stange oder beim Besenreiten. Denn hier hat sich Madge vervielfacht. Es wird getrickst, es wird akrobatisch, und es ist ein großer Auftritt für die über 80-jährige Ex-Ballerina Beatrice Cordua. Der einstige Star bei John Neumeier fühlt sich mit Florentina Holzinger so richtig frei. TANZ, das ist Witz, viele Überraschungen, Motorrad in den Lüften, Splatter, Pop und getanzter Wahnsinn. Den kann man zwei, drei Mal sehen und kommt doch aus dem Staunen nicht heraus.

Konzept/Performance/Choreografie: Florentina Holzinger
Performance von und mit: Renée Copraij, Beatrice Cordua, Evelyn Frantti, Lucifire, Annina Machaz, Netti Nüganen, Suzn Pasyon, Laura Stokes, Veronica Thompson, Lydia Darling
Videodesign: Josefin Arnell
Live-Kamera: Josefin Arnell, Jessyca R. Hauser
Sounddesign/Live-Sound: Stefan Schneider
Lichtdesign/Technische Leitung: Anne Meeussen
Bühnendesign: Nikola Knezevic
Bühnenassistenz: Camilla Smolders
Technische Assistenz: Koen Vanneste
Dramaturgie: Renée Copraij, Sara Ostertag
Coaching: Ghani Minne, Dave Tusk
Musik-Coach: Almut Lustig
Outside eye: Michele Rizzo, Fernando Belfiore
Theorie und Recherche: Anna Leon
Kostümberatung/Schneiderin: Mael Blau
Prothesen und Maske: Students of Wigs, Make-up and Special Make-up Effects for Stage and Screen - Theaterakademie August Everding Munich, Marianne Meinl
Stunt Support: Haeger Stunt & Wireworks
Stunt Instructors: Stunt Cloud GmbH (Leo Plank, Phong Giang, Sandra Barger)
Management: Something Great (Berlin - DE) & DANSCO (Amsterdam - NL)
Internationaler Vertrieb: Something Great (Berlin - DE)
Produktion: Spirit
Produktionsleitung: Laura Andreß
Finanzen: Julia Haas/SMART (Vienna - AT)

Koproduziert von: Tanzquartier Wien (Vienna - AT), Spring Festival (Utrecht - NL), Theatre Rotterdam (Rotterdam - NL), Mousonturm (Frankfurt - DE), Arsenic (Lausanne - CH), Münchner Kammerspiele (Munich - DE), Take Me Somewhere Festival (Glasgow - UK), Beursschouwburg (Brussels, BE) deSingel (Antwerp - BE), Sophiensaele (Berlin - DE), Frascati Productions (Amsterdam -NL), Theater im Pumpenhaus (Muenster - DE), asphalt Festival (Düsseldorf - DE)
Supported byO Espaço do Tempo (Montemor-o-Novo), Fondation LUMA (Arles) und De Châtel Award (NL).

Dank an: CAMPO Gent, ImPulsTanz, Eva Beresin, Stefanie Leitner, Tanz-Archiv MUK Wien, Stimuleringsfonds Creatieve Industrie

Finanziert durch: Kulturabteilung der Stadt Wien (AT), the Bundeskanzleramt für Kunst und Kultur, the Performing Arts Fund (NL) und Norma Fonds (NL)

Dauer: 120 Min

Preise: 8 / 12 / 25 / 32 / 39 / 50 / 62 Euro
Ermäßigt: 6 / 10 / 21 / 27 / 33 / 42 / 52 Euro

Florentina Holzinger (DE/NL/AT) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Florentina Holzinger (DE/NL/AT)

Tanz

Alexander Gottfarb (AT/SE)

Encounters #3

Uraufführung

Encounters ist eine Reihe von Tanzstücken, die in Räumen und an Orten mit Bezug zur Arbeit aufgeführt werden. Ob täglich, ein ganzes Jahr lang, in einem Wiener Gassen­lokal mit oder in einer verlassenen Fabrikhalle während der COVID­-Lockdowns – Gottfarb geht von der Vorstellung aus, dass Tanz Arbeit ist, und versucht, diese als Aktivität des Mit­einanders mit Performer*innen und Publikum zu teilen. Encounters #3 erkundet zusammen mit Clélia Colonna und den Teilnehmer*in­ nen der ImPulsTanz Pro Series die Arbeitsum­gebung eines Bauernhofs. Die Aufführungen finden auf einem Feld statt und sind für das Publikum kostenlos zugänglich.

Konzept, Produktionsmanagement: Alexander Gottfarb
Choreografie, Performance: Alexander Gottfarb, Soraya Emery, Katharina Illnar, Martyna Lorenc, Ra˙l Maia, Anna Maria Nowak
Dramaturgie: Guy Cools
Musik: Stephan Sperlich
Stimmtraining: Clèlia Colonna
Produktion: Mollusca productions
Administration, Accounting: smART.at – Encounters #3 ist eine Produktion von Archipelago.

Mit der freundlichen Unterstützung von der Kulturabteilung der Stadt Wien, dem österreichischen Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport und Arbeitsplatz Wien.

Eintritt frei

Alexander Gottfarb (AT/SE) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Alexander Gottfarb (AT/SE)

Tanz

Geumhyung Jeong (KR)

Homemade RC Toys

Installation

In Homemade RC Toys schafft Geumhyung Jeong choreografische Assemblagen mit selbst­ gebauten Roboterskulpturen. In intimen Begegnungen und sinnlichen Interaktionen mit ihren selbstgemachten Partner*innen setzt sie ihren Körper ein, um mit ihnen zu kommunizieren. Zwischen Momenten von Verbindung und Trennung entsteht die Frage, wer die Aktion antreibt – Mensch oder Maschine? Homemade RC Toys ist ein neu­ gieriges mechanisches Ballett zu Beginn einer technologisch unterstützten Zukunft und zu­ gleich eine anregende sexuelle Fantasie, wel­ che die sich ständig verschiebenden Grenzen zwischen dem Belebten und dem Unbelebten im Zeitalter des Cyborgs erforscht.

Eröffnung: 1. August, 17:00
Öffnungszeiten: 2.–5. August, 10:00–18:00

Eintritt frei

Geumhyung Jeong (KR) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Geumhyung Jeong (KR)

Ausstellung

Félix-Antoine Morin (CA)

Asemic Sound Mappings

Ob Bild, Klang oder sakrale Musik – der kanadische Künstler Félix­-Antoine Morin lässt sich in seinem Schaffen von dem ästhetischen Prinzip der poetischen Übersetzung leiten und spielt mit Realität, indem er sie in Fiktion und Abstraktion verlagert. In der Ausstellung Asemic Sound Mappings stellen grafische Partituren aus seinem kompositorischen Repertoire musikalische Formen dar. Und ob­ wohl ihre Musikalität unweigerlich in unseren Köpfen mitschwingt, sind diese nicht dazu bestimmt, entschlüsselt und interpretiert zu werden, sondern sich zu einem reinen Bildsymbolismus zu entfalten.

Vernissage: 1. August, 18:00, Eintritt frei
Öffnungszeiten: 2. + 3. + 5. August, 10:00–18:00 + 4. August, 10:00–21:00
Eintritt mit Leopold-Museum-Ticket

Félix-Antoine Morin (CA) bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Berichte Félix-Antoine Morin (CA)

Tanz

Philipp Gehmacher (AT)

The Slowest Urgency (an environment)

Uraufführung

Wenn es darum geht, die Scheinbarkeit mancher Gegensätze als Anregung zu kom­plexerem Denken zu erkennen, dann leben wir gerade in guten Zeiten. Und dieses Stück, das in einer komplett neuen Adaption in einem ganzen Geschoß des Wiener mumok zu sehen ist, wird zum Musterbeispiel dafür. Für ein Plädoyer, Dringlichkeit und Lang­samkeit als zusammengehörig zu sehen, hat Philipp Gehmacher sein einzigartiges Bewegungsvokabular auf sechs Tänzer*innen ausgeweitet. In klug ausgefeilten, sinnlich raffinierten Passagen werden die Verhältnisse zwischen Verstehen und dem Drang, in Aktion zu treten, ausgelotet.

Choreographie, Text: Philipp Gehmacher
Performance, Text: Roni Katz, Elizabeth Ward, Juan Pablo Cámara, Andrius Mulokas, Abigail Aleksander, Renato Miskolczi
Komposition, Sound Leitung: Peter Kutin
Objekte, Installationen: Liesl Raff
Kostüm, Objekte: Anna Schwarz
Künstlerische Assistenz: Lukas Kötz
Produktion, Management: Stephanie Leonhardt

Eine Koproduktion von Philipp Gehmacher/Mumbling Fish, Wiener Festwochen und PACT Zollverein (Essen), mit der Unterstützung von SZENE Salzburg.

Gefördert von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Bundeskanzleramt Österreich.

Mit besonderem Dank an Anne Juren, Krassimira Kruschkova, Edgar Lessig, Gudrun Büsel, Florian Kindlinger.

Dauer: 180 Min durational
Kommen und Gehen erlaubt

Preis: 24 Euro
Ermäßigt: 20 Euro