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Salzburger Pfingstfestspiele

vom 29. Mai bis 1. Juni 2020

Donizettis Don Pasquale passt 2020 erstaunlich gut zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele, die üblicherweise mit Mozart und Strauss in Zusammenhang gebracht werden, und entspricht auch meinem Bemühen, das Festspielrepertoire stets weiter zu bereichern.

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Salzburger Pfingstfestspiele

Kartenbüro
Herbert von Karajan Platz 11
A-5010 Salzburg

Telefon: +43-662-8045-500
Fax: +43-662-8045-555
E-Mail: info@salzburgfestival.at

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Salzburger Pfingstfestspiele

Oper

Don Pasquale

Gaetano Donizetti

Opera buffa in drei Akten (1843)
Libretto von Giovanni Ruffini und Gaetano Donizetti
Rekonstruktion der Fassung für Pauline Viardot (Sankt Petersburg 1845)

„È finita“ — es ist vorbei! — jammert Don Pasquale, nachdem er von seiner neuen Frau nun sogar eine Ohrfeige einstecken musste, und eine karge Violinmelodie fängt seine ganze Niedergeschlagenheit ein. Welch ein Gegensatz zur vitalisierenden Vorfreude, in die ihn seine Heiratspläne noch kurz zuvor versetzt haben: Da sein Neffe Ernesto sich weigert, seine geliebte, doch arme Norina aufzugeben, will ihn der wohlhabende Don Pasquale enterben und für eigenen Nachwuchs sorgen. Sofronia, die ihm von Dottor Malatesta frisch aus dem Kloster zugeführt wird, verwandelt sich nach der Eheschließung schlagartig von einer scheuen Unschuld in eine extravagante, fordernde und streitlustige Frau. Pasquale weiß nicht, dass Sofronia in Wirklichkeit Norina ist und ihn eine bittere Lektion erwartet.

Mit Don Pasquale (1843) bescherte Donizetti dem Genre der Opera buffa ein spätes Meisterwerk. Zwar greift er auf einen uralten, von vielen komischen Opern durchgespielten Stoff zurück — ein betagter Junggeselle kommt auf die zweifelhafte Idee, sich eine (junge) Frau zu nehmen —, doch interessierte ihn nicht Wiederholung, sondern Weiterentwicklung: Donizetti betrachtet die tradierten Buffa-Typen durch die Brille romantischer Sensibilität und macht sie zu lebendigen Individuen mit einer ganz neuen Wirklichkeitsnähe und Menschlichkeit.

MUSIKALISCHE LEITUNG Gianluca Capuano
REGIE Moshe Leiser, Patrice Caurier
BESETZUNG Cecilia Bartoli, Péter Kálmán, Nicola Alaimo, Javier Camarena
Les Musiciens du Prince-Monaco, Philharmonia Chor Wien

In italienischer Sprache
mit deutschen und englischen Übertitel

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Don Pasquale

Oper

Orphée

Hector Berlioz

Tragédie (Drame héroïque) in vier Akten (1859)
Bearbeitung von Christoph Willibald Glucks Tragédie-opéra Orphée et Euridice (1774)
Libretto von Pierre-Louis Moline nach Ranieri de’ Calzabigi

Neueinstudierung

Ein Jahr nach Jacques Offenbachs Erfolg mit seiner Opéra-bouffon Orphée aux enfers eroberte die Erzählung über den göttlichen Sänger Orpheus 1859 erneut Paris, und zwar in seiner ursprünglichen tragischen Gestalt. Unter Verwendung von Glucks Orfeo ed Euridice (1762) und Orphée et Eurydice (1774) hatten Hector Berlioz und Pauline Viardot eine Mischfassung gefertigt, die einerseits für Viardots Stimme und dramatische Gestaltungsfähigkeit maßgeschneidert war und zudem ganz auf die Figur des Orpheus fokussierte. Mit 138 Aufführungen feierte nicht nur die Viardot als (erster weiblicher) Orpheus in Frankreich Triumphe, sondern wurde eine Gluck-Renaissance eingeläutet. „Es war ein Riesenspektakel — ein Fest, wie ich es noch nie in Paris gesehen habe — die Rolle des Orphée passt zu mir, als wäre sie für mich geschrieben worden“, schrieb Viardot nach der Premiere an ihren engen Freund Julius Rietz. Wie Zeugnisse belegen, rührte sie mit ihrer Darstellung der „ungeheuersten Seelenschmerzen“ das Publikum zu Tränen: „Es ist himmlisch schön, ich habe schon mehr als 20 Mal geweint“, bekannte etwa Berlioz.
In seiner Bühnenversion überträgt der Intendant und Chefchoreograf des Hamburg Ballett, John Neumeier, die mythologische Handlung in die Ballettwelt der Gegenwart.

In französischer Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln

REGIE, CHOREOGRAFIE, BÜHNE, KOSTÜM UND LICHT John Neumeier
MUSIKALISCHE LEITUNG Gianluca Capuano
BESETZUNG Marianne Crebassa, Edvin Revazov, Andriana Chuchman, Anna Laudere, Marie-Sophie Pollak
Hamburg Ballett John Neumeier, Camerata Salzburg, Bachchor Salzburg

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Orphée

Konzert

Arienkonzert · École classique

Gianluca Capuano, Musikalische Leitung
Varduhi Abrahamyan, Mezzosopran
Cecilia Bartoli, Special guest
Les Musiciens du Prince-Monaco


Eine Hommage an Pauline Viardot
mit Arien und Orchesterwerken von Gioachino Rossini, Giacomo Meyerbeer, Charles Gounod und Georg Friedrich Händel
(in Bearbeitungen von Hector Berlioz und Charles Gounod)

Die Opernproduktion im 19. Jahrhundert fokussierte nicht ausschließlich auf romantische Stoffe. Die Wiederentdeckung von Glucks Opern, etwa durch Hector Berlioz, dokumentiert auch einen Rückgriff auf klassische und mythologische Themen. Hector Berlioz, Giacomo Meyerbeer und Charles Gounod zählen zu jenen Opernkomponisten des 19. Jahrhunderts, die diese klassizistischen Tendenzen am stärksten beförderten.
Für die Pflege des Erbes der Oper des 18. Jahrhunderts war aber sicher das Engagement von Pauline Viardot am bedeutendsten. Nicht nur ihre Darstellung des Orphée ist Legende, sie setzte sich etwa auch für Händels Œuvre ein, dessen Werke im Repertoire des 19. Jahrhunderts kaum Platz fanden.
„Lascia ch’io pianga“ aus Rinaldo war jene Händel-Arie, die Pauline Viardot am öftesten interpretierte. „Ich möchte nicht sterben, ohne Sie noch einmal ,Lascia ch’io pianga‘ für mich singen zu hören“, schrieb ihr George Sand im Dezember 1847. Viardot hatte die Arie bereits in das Programm ihrer ersten Konzerttournee 1838 aufgenommen und sie wurde zu einem festen Bestandteil ihrer Konzerte — unter anderem auch in einer Instrumentierung von Meyerbeer. Charles Gounod wiederum bearbeitete um 1850 Händels Arie „Verdi prati“ aus Alcina derart, dass die Orchesterbegleitung Viardots reicher Mezzosopran-Stimme wohl optimal zupasskam.

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Konzert

Geistliches Konzert · Fauré-Requiem

John Eliot Gardiner, Musikalische Leitung
Orchestre Révolutionnaire et Romantique
Monteverdi Choir & Soloists


JOHANNES BRAHMS
Rhapsodie (Fragment aus Goethes Harzreise im Winter) op. 53 (1869) für eine Altstimme, Männerchor und Orchester
GABRIEL FAURÉ
Requiem op. 48 (1893)

Es war Camille Saint-Saëns, der seinen Schüler, den Organisten und Komponisten Gabriel Fauré, 1872 im Hause Viardot einführte, wo er die Bekanntschaft der bedeutendsten Intellektuellen und Künstler seiner Zeit machte und sich in Marianne, eine Tochter von Pauline Viardot, verliebte. Zu dieser Zeit hatte ihn sein Mentor Saint-Saëns auch für das Amt des maître de chapelle der Pariser Madeleine empfohlen. Nach der Trennung von Marianne folgte zwar eine Schaffenskrise, Faurés Beziehung zu Pauline Viardot, die ihn weiterhin zum Komponieren ermunterte, aber blieb bestehen. 1887 begann er mit der Komposition des Requiems, das in der ersten Fassung 1888 in der Madeleine uraufgeführt wurde. Das Requiem beschäftigte ihn noch viele Jahre: 1893 erklang erstmals die Kammerorchesterfassung, 1900 wurde es für großes Orchester eingerichtet.
Ab 1838 verband Pauline Viardot und Clara Schumann eine enge Freundschaft; gemeinsam bemühten sie sich um die Aufführungvon Werken Schumanns, Chopins und Brahms’. Nachdem sich Viardot 1863 von der Bühne zurückgezogen hatte und dem Komponieren widmete, entstand in Zusammenarbeit mit Iwan Turgenjew die Kammeroper Le Dernier Sorcier, die Brahms 1869 im Salon der Viardot dirigierte. Auf Brahms’ Wunsch hin kehrte Viardot im Jahr darauf noch einmal auf die Bühne zurück, um seine Alt-Rhapsodie uraufzuführen.

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Konzert

Liedermatinee · Jeux d’esprit

Vivica Genaux, Mezzosopran
Carlos Aragón, Klavier
Paco Azorín, Szenische Einrichtung
Pedro Chamizo, Video


„Vivica & Viardot“ – Eine szenische Liedermatinee
mit Liedern von Pauline Viardot sowie Werken und Bearbeitungen von Gioachino Rossini, Christoph Willibald Gluck, Robert Schumann und Camille Saint-Saëns

Ob in Paris, in Baden-Baden oder auf ihrem Landsitz, dem Schloss Courtavenel in Rozay-en-Brie — wo immer sich Pauline Viardot länger aufhielt, schuf sie „Gegenräume zum öffentlichen Opern- und Konzertbetrieb“ (Beatrix Borchard). Sie lud in ihren Salon, zu Matineen, Konzerten, Opernaufführungen im eigenen Gartentheater — und in kürzester Zeit avancierten diese Veranstaltungen zu musikalischen Höhepunkten im gesellschaftlichen Leben der jeweiligen Stadt. In solchem Rahmen führte sie gerne auch eigene Kompositionen auf: „Operettchen“ etwa, die in enger Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Weggefährten Iwan Turgenjew entstanden, russische Romanzen, französische Mélodies und sogar deutsche Lieder. „Pauline Viardot zitiert, parodiert, imitiert … Ihr ging es um Leichtigkeit, Witz, Lebendigkeit — Musik als Beziehungskunst. Der Begriff Jeux d’esprit — eigentlich gemünzt auf die abendlichen Schreibspiele im Viardot’schen Familien- und Bekanntenkreise — charakterisiert ihre Arbeit als Komponistin vielleicht am besten.“ (Borchard)
Spielerisch zeichnet auch Vivica Genaux ein vielschichtiges Bild der Musikerin Pauline Viardot und lässt — einer musikalischen Anthologie gleich — Kompositionen von Viardot auf französische, spanische, italienische, englische, deutsche und russische Texte Revue passieren.

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Konzert

Festkonzert · Une affaire de famille

Maxim Vengerov, Musikalische Leitung/Violine
Cecilia Bartoli, Mezzosopran
Varduhi Abrahamyan, Mezzosopran
Javier Camarena, Tenor
Julia Hagen, Violoncello
Khatia Buniatishvili, Klavier
Anna Laudere, Solotänzerin des Hamburg Ballett John Neumeier
Orchestra del Teatro di San Carlo


Arien, Lieder und Ausschnitte aus Instrumental- sowie Orchesterwerken:
GIOACHINO ROSSINI
Rezitativ und Kavatine des Malcom „Mura felici“ —
„Elena! oh tu, che chiamo!“ aus La donna del lago
FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY
Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64
Szene und Arie „Infelice! Ah, ritorna, età dell’oro“
für Sopran und obligate Violine
MICHAIL IWANOWITSCH GLINKA
Arie der Ljudmila „Ah ty dolya, dolyushka” aus Ruslan und Ljudmila
FRANZ LISZT
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 A-Dur
CAMILLE SAINT-SAËNS
Le cygne (Der sterbende Schwan) aus Le Carnaval des animaux
(in der Choreografie von Michel Fokine)

Keine Familie nimmt in der Geschichte des Gesangs eine derartige Bedeutung ein wie die García-Dynastie, deren Begründer Manuel del Pópulo Vicente García (1775—1832) ein schillerndes Leben auf den Bühnen zwischen Paris und New York, Madrid und Mexico City führte. Ohne das Wirken Garcías, der als einer der führenden Tenöre seiner Zeit galt, aber auch Baritonrollen wie den Grafen in Le nozze di Figaro oder Don Giovanni gestaltete — ohne diesen legendären Sänger, Komponisten und Pädagogen würden die Werke von Mozart und Rossini heute wohl nicht zu den Grundpfeilern des Opernrepertoires zählen. Neben seiner Tochter Josepha (vermutlich mit seiner ersten Frau Manuela Morales) hatte Manuel García drei Kinder mit seiner zweiten Frau, der Schauspielerin und Sopranistin María-Joaquina García-Sitchèz: die gefeierten Sängerinnen Maria Malibran (1808—1836) und Pauline Viardot-Garcia (1821—1910) sowie Manuel García Junior (1805—1906), der zwar eine weniger beachtete Karriere als Bariton machte, aber ein berühmter Gesangslehrer war.

Im konzertierenden Wechsel von Vokal- und Instrumentalwerken, Symphoniesätzen und Arien sowie einer Balletteinlage fangen Cecilia Bartoli als Maria Malibran, Varduhi Abrahamyan als Pauline Viardot, Javier Camarena als Manuel García père und andere das musikalische Kolorit der García-Familie ein.

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Salzburger Pfingstfestspiele

Kartenbüro

vom 29. Mai bis 1. Juni 2020

Donizettis Don Pasquale passt 2020 erstaunlich gut zum 100-Jahr-Jubiläum der Salzburger Festspiele, die üblicherweise mit Mozart und Strauss in Zusammenhang gebracht werden, und entspricht auch meinem Bemühen, das Festspielrepertoire stets weiter zu bereichern.

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Ereignisse / Festival Heinrich Schütz Musikfest 4. bis 13.10.2019
Ereignisse / Festival 30 Jahre Friedliche Revolution 3. bis 13.10.2019
Ereignisse / Festival Zwischentöne Engelberg Kammermusikfestival 25. bis 27.10.2019
Ereignisse / Festival Kasseler Musiktage 24.10. bis 3.11.2019
Ereignisse / Festival SPiELART Theaterfestival München 25.10. bis 9.11.2019
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