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Salzburger Pfingstfestspiele

ROMA ÆTERNA
vom 21. bis 24. Mai 2020

Künstlerische Leitung: Cecilia Bartoli

ROMA ÆTERNA – 2021 stellt Cecilia Bartoli Rom, die ewige Stadt, ihre Heimatstadt, ins Zentrum der Salzburger Festspiele Pfingsten. Rom inspirierte Dichter, Komponisten, Filmemacher und Maler als vielgestaltige Metropole: Seit 150 Jahren ist Rom die Hauptstadt des modernen Italiens und hat sich seine widersprüchliche Identität bewahrt: zwischen stolzem Glanz auf der einen Seite und Dekadenz und Verfall auf der anderen Seite.
„Als jemand, der in dieser Stadt geboren wurde, war ich diesen Kontrasten seit jeher ausgesetzt. Wenn man in Rom morgens seine Wohnung verlässt, weiß man nie, wann der Bus kommt – oder ob er überhaupt kommt. Und auch sonst lässt sich nicht vorhersehen, was der Tag bringen wird. Als ich jung war, war mir nicht bewusst, welch besondere Faszination Rom auf seine Besucher ausübt. Für mich war es ganz normal, meinen Hund im Park der Villa Doria Pamphilj auszuführen, mit meinem roten Fiat Cinquecento rund ums Kolosseum in Richtung Konservatorium zu steuern oder an einem antiken Aquädukt vorbeizufahren, nachdem mein Zug den Bahnhof Termini verlassen hatte. Ich schenkte den Stücken aus weißem Marmor, die in eine rote Ziegelmauer in der Nähe meines Hauses eingelassen waren, keine Beachtung. Ebenso wenig kam mir als zehnjähriger Sängerin des Hirtenknaben in Tosca an der römischen Oper in den Sinn, dass jeder der drei Akte in einem realen Gebäude spielte, das ich auf dem Weg ins Theater passiert hatte. Oder besser gesagt: Ich bemerkte es, doch erschien es mir als nichts Ungewöhnliches. Das Bewusstsein für diese Dinge wuchs, als ich Rom für immer längere Zeiträume verließ, um meinem Beruf nachzugehen, sowie im Zuge der tieferen Auseinandersetzung mit den Künsten und der Musik. Ich empfand plötzlich ein ergreifendes, prickelndes Gefühl, mit der Geschichte in Kontakt zu treten, als ich das Autograph von Bellinis Norma in der Bibliothek des Konservatoriums von Santa Cecilia durchblätterte, als ich erstmals lebende Mitglieder der Familie Pamphilj traf, als ich in einer Kirche sang, die sich buchstäblich im Forum Romanum befindet, oder als ich als erste Frau mit dem Chor der Sixtinischen Kapelle zusammenarbeitete“, sagt die Künstlerische Leiterin der Salzburger Festspiele Pfingsten, Cecilia Bartoli.

Kontakt

Salzburger Pfingstfestspiele

Kartenbüro
Herbert von Karajan Platz 11
A-5010 Salzburg

Telefon: +43-662-8045-500
Fax: +43-662-8045-555
E-Mail: info@salzburgfestival.at

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Oper

Il trionfo del Tempo e del Disinganno

Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)

Oratorium in zwei Teilen HWV 46a (1707)
Text von Kardinal Benedetto Pamphilj

Neuinszenierung

Gedanken an die Zukunft trüben den selbstverliebten Blick der Bellezza, der Schönheit, in ihren „treuen Spiegel“. Doch warum sich unnötig mit unbequemen Dingen wie der Vergänglichkeit abgeben? Lieber das Hier und Jetzt genießen, ermuntert Piacere, das Vergnügen, mit dem Bellezza einen Bund schließt. Viel später, als dieser endgültig zerbrochen ist, gesteht Piacere, er nähre sich einzig von „inganno“, von Täuschung: Keine Neuigkeit für Bellezza, denn längst haben sich Disinganno, die „Ent-Täuschung“ im Sinne von Erkenntnis, und Tempo, die Zeit, zusammengetan, um Bellezzas Sehnsucht von flüchtigen auf dauerhaftere Güter, ihren Blick von der Oberfläche auf die Essenz des Daseins zu lenken. Doch der Weg zum „Spiegel der Wahrheit“ ist dornenreich und fortwährenden Verlockungen des Piacere ausgesetzt …
Händel vertonte in seinem ersten Oratorium Il trionfo del Tempo e del Disinganno (1707) ein Libretto des einflussreichen Kardinals Benedetto Pamphilj, der ihn seit seiner Ankunft in Rom mit Aufträgen förderte. Trotz des religiös-allegorischen Konzepts erzählt Pamphilj die Geschichte der Bellezza mit einer psychologischen Wirklichkeitsnähe, die den 22-jährigen Händel hörbar beflügelte: Seine Musik mit ihrer neuen Affektivität und gestischen Prägnanz macht aus dem Trionfo ein unmittelbar berührendes, zutiefst menschliches Jedermann-Drama.

Gianluca Capuano, Musikalische Leitung
Robert Carsen, Regie
Gideon Davey, Bühne und Kostüme
Robert Carsen, Peter van Praet, Licht
Ian Burton, Dramaturgie
rocafilm, Video
Rebecca Howell, Choreografie

Mélissa Petit, Bellezza
Cecilia Bartoli, Piacere
Lawrence Zazzo, Disinganno
Charles Workman, Tempo
Les Musiciens du Prince-Monaco

In italienischer Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln

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Konzert

Orchesterkonzert · Poema Sinfonico

Maxim Vengerov, Violine
Zubin Mehta, Musikalische Leitung
Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino


Ottorino Respighi:
Pini di Roma – Poema sinfonico (1924)
Felix Mendelssohn:
Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 (1845)
Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 - „Italienische“ (1833)

Zwischen ihren Stämmen toben in der Villa Borghese spielende Kinder; als Wächter des Todes umschatten sie den Eingang einer Katakombe; in klarer Vollmondnacht wiegen sie ihre Wipfel zum Gesang der Nachtigall auf dem Gianicolo und nahe der Via Appia wachen sie im Morgennebel als stille Zeugen tragischer Geschichte über die römische Campagna: die römischen Pinien in Ottorino Respighis viersätziger symphonischer Dichtung Pini di Roma. Diese klassizistisch-romantische und zudem an unterschiedlichen Stileinflüssen reiche Programmmusik bildet mit den Fontane di Roma und den Feste Romane eine „Römische Trilogie“. Damit setzte der gebürtige Bologneser, seit 1913 Kompositionslehrer in Rom, seiner neuen Wahlheimat ein musikalisches Denkmal und schuf zugleich sein kompositorisches Hauptwerk.
Als „schönste Mischung von Lust und Ernst“ beschrieb Felix Mendelssohn 1831 seine Italienreise, die ihn zu seiner Vierten Symphonie — die „Italienische“ — inspirierte. Ohne ein konkretes Programm zu illustrieren, spiegeln sich darin die aufgeregte Heiterkeit und die von Kunst und Natur erfüllte Ergriffenheit des 21-Jährigen wider. Der lange Kompositionsprozess an seinem Violinkonzert op. 64 verlief dagegen zäh und schmerzhaft. Das Ergebnis zeugt jedoch von innovativer Meisterschaft und besticht durch fließende Melodien.

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Oper

La clemenza di Tito

Wolfgang Amadeus Mozart

Opera seria in zwei Akten KV 621 (1791)

Libretto von Caterino Tommaso Mazzolà
nach dem gleichnamigen Libretto (1734) von Pietro Metastasio

Konzertante Aufführung

„Es gibt eine Verschwörung in Rom“: Das Kapitol steht in Flammen, Entsetzen greift um sich. Die fälschliche Nachricht, Kaiser Tito sei ermordet worden, löst am Ende des ersten Akts von La clemenza di Tito eine überwältigende Trauermusik aus, in der Mozart die Solisten auf der Bühne und den Chor in der Ferne miteinander vereint. Unter den Klagenden befinden sich die Drahtzieherin des Anschlags und ihr willfähriges Werkzeug: die skrupellose Vitellia, die sich in ihren Hoffnungen auf Tito und den Thron getäuscht fühlt, und Sesto, dessen Hörigkeit gegenüber der begehrten Vitellia so blind ist, dass er bereit ist, seinen engsten Freund Tito töten zu lassen. Für Friedrich Rochlitz offenbarte sich in diesem Final-Quintett mit Chor „Mozarts shakespearsche, allmächtige Kraft im Großen, Prachtvollen, Schrecklichen, Furchtbaren, Erschütternden […] bis zum Haaremportreiben“ (1798). Die Tonsprache der 1791 entstandenen Oper ist von einer neuen Einfachheit geprägt, die dennoch feinste Seelenregungen widerspiegelt. So lässt uns Mozart im zweiten Akt gebannt an schmerzlichen inneren Prozessen teilhaben. Während Sesto und Vitellia mit Reue, Todesangst und Verantwortung konfrontiert werden, erringt Tito einen Sieg über sich selbst: Denn sogar in diesem äußersten Härtetest bleibt der römische Herrscher seiner Maxime der Güte und Gnade unerschütterlich treu.

Gianluca Capuano, Musikalische Leitung
Charles Workman, Tito Vespasiano
N. N., Vitellia
Mélissa Petit, Servilia
Cecilia Bartoli, Sesto
Lea Desandre, Annio
Peter Kálmán, Publio
Les Musiciens du Prince-Mon

In italienischer Sprache
mit deutschen und englischen Übertiteln

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Konzert

Geistliches Konzert · Dixit Dominus

Sir John Eliot Gardiner
Monteverdi Choir
English Baroque Soloists


Arcangelo Corelli
Concerto grosso D-Dur op. 6/1 (um 1712)
Georg Friedrich Händel
Kantate „Donna, che in ciel“ für Sopran, Alt, Chor und Orchester (1708)
Domenico Mazzocchi
Concilio de’ Farisei (um 1630)
Georg Friedrich Händel
Dixit Dominus HWV 232 (1706/07)

Nicht nur für den Salzburger Domorganisten Georg Muffat wurde er nach dessen Romreise im Jahr 1681 zur Stilikone: Der seit etwa 1675 als Violinvirtuose und Komponist in Rom wirkende Arcangelo Corelli schuf zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit seinen Concerti grossi und ihrem duettierenden Prinzip von Solistengruppe und großem Ensemble eine gänzlich neue Gattung der Instrumentalmusik. Seine Werksammlung Opus 6 von 1712 wurde über Italiens Grenzen hinaus stilprägend und wegweisend. Kurz vor seinem Tod lernte Corelli einen jungen sächsischen Komponisten kennen, der sich in der Kunstmetropole Rom neue Inspiration erhoffte: Georg Friedrich Händel. Mit Entwürfen zu seiner ersten italienischen — vermutlich in Venedig begonnenen — Komposition des Psalms Dixit Dominus im Gepäck, erreichte Händel die Heilige Stadt etwa Anfang des Jahres 1707. Seine Marienkantate Donna, che in ciel entstand wahrscheinlich vom römischen Senat beauftragt „zum Jahrestag der Befreiung Roms vom Erdbeben am Tag Mariä Lichtmeß“ im Februar 1708. Das groß angelegte, fast opernhafte Werk zeugt von Händels meisterhafter Kunst der Klangmalerei. Mehr als 70 Jahre zuvor hatte Domenico Mazzocchi mit seinen Sacrae concertationes römische Oratorienaufführungen bereichert — so auch mit der letzten der 19 biblischen Textvertonungen: Concilio de’ Farisei.

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Gala

Galadiner

Heinz Beck — mit drei Sternen ausgezeichneter Chef des Restaurants La Pergola in Rom — und das Weingut Ômina Romana der Familie Börner in Velletri bei Rom laden zum Galadiner mit den Künstlerinnen und Künstlern der Salzburger Festspiele Pfingsten 2021.

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Konzert

Cain, Overo Il Primo Omicidio

Oratorium in zwei Teilen (1707)
Libretto von Kardinal Pietro Ottoboni

Für den aus Palermo stammenden Alessandro Scarlatti wurde Rom schon früh zur Hauptwirkungsstätte seines Schaffens. Protegiert von der kunstsinnigen Königin Christina von Schweden, feierte er dort in den Jahren 1679 bis 1684 vor allem mit seinen Opern große Erfolge. Nach einer Zwischenstation in Neapel kehrte er im Jahr 1703 nach Rom zurück. Opern- und Theatervorstellungen waren zu der Zeit in Rom allerdings durch das päpstliche Dekret von 1698 verboten, sodass dramatische Stoffe nur als Oratorien getarnt vertont werden konnten. So erlebte Scarlattis Oratorienschaffen, befördert durch römische Kardinäle, in den Jahren 1703 bis 1708 seine Blütezeit: Es gewann an dramatischer Kraft und näherte sich mit der Reduzierung des Chores zugunsten eines verstärkten Wechsels von Rezitativen und Arien immer mehr dem Operngenre an. Religiöse Andacht wich dem Gefühlsausdruck der Protagonisten.
Mit Cain, overo Il primo omicidio schuf Scarlatti 1707 — wenn auch für Venedig — eine meisterhafte Interpretation des alttestamentarischen Stoffes über den ersten Mord in der Geschichte der Menschheit. In der Opernsprache Italienisch, anstatt wie gewöhnlich auf Lateinisch, vollzieht sich darin das menschliche Drama um brüderliche Missgunst, Reue und Erlösung als Folge der Vertreibung aus dem Paradies.

ALESSANDRO SCARLATTI
Cain, Overo Il Primo Omicidio
Oratorium in zwei Teilen (1707)
Libretto von Kardinal Pietro Ottoboni

Philippe Jaroussky, Musikalische Leitung
Kresimir Spicer, Adamo
Inga Kalna, Eva
Bruno de Sá, Abelle
Filippo Mineccia, Caino
Paul-Antoine Bénos-Djian, Voce di Dio
Yannis François, Voce di Lucifero
Ensemble Artaserse

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Oper

Tosca

Giacomo Puccini (1858 - 1924)

Melodramma in drei Akten (1900)
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
nach dem Drama La Tosca von Victorien Sardou

Konzertante Aufführung

Kaum eine Oper ist mit der Stadt Rom so eng verbunden wie Giacomo Puccinis Tosca. Eingebettet in den zeitgeschichtlichen Hintergrund des Sieges Napoleons in der Schlacht bei Marengo im Juni 1800 spielt sich eine fiktive Intrige im Herzen Roms ab. Das sich zwischen dem Maler Cavaradossi, dem Polizeichef Scarpia und der Sängerin Floria Tosca entspinnende Drama um Liebe, Eifersucht und Machtmissbrauch ist an drei konkreten Schauplätzen verortet: in der Kirche Sant’Andrea della Valle, der Wirkungsstätte des Malers Cavaradossi; im Palazzo Farnese, in dem der sadistische Polizeichef Scarpia sein Unwesen treibt; und im Castel Sant’Angelo als Gefängnis am Ufer des Tibers und Ort des Todes. Puccini beließ es jedoch nicht bei einer äußerlichen Milieuschilderung, sondern verlieh auch der Musik römisches Kolorit: Die Melodie des Te Deum im Finale des ersten Akts folgt römischem Ritualgebrauch; die originalen Tonhöhen des Glockengeläuts in der Umgebung der Engelsburg flossen in die Einleitungsmusik des dritten Akts ein und den Text zur Volksweise des Hirtenknaben ließ er eigens im Dialekt der Campagna, der hügeligen Umgebung Roms, dichten. Neben diesen reichhaltigen Rom-Bezügen der Oper bleibt oft unbeachtet, dass sie in Rom auch ihre Uraufführung erlebte, und zwar am 14. Januar 1900 im Teatro Costanzi.

Zubin Mehta, Musikalische Leitung
Lorenzo Fratini, Choreinstudierung
Wolfgang Götz, Einstudierung Kinderchor

Anja Harteros, Floria Tosca
Jonas Kaufmann, Mario Cavaradossi
Bryn Terfel, Il Barone Scarpia
Francesco Milanese, Cesare Angelotti
Alfonso Antoniozzi, Sagrestano
Francesco Pittari, Spoletta
Giulio Mastrototaro, Sciarrone
Ernesto Panariello, Carceriere
Cecilia Bartoli, Un pastorello
Orchestra e Coro del Maggio Musicale Fiorentino
Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor

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Salzburger Pfingstfestspiele

Kartenbüro

ROMA ÆTERNA
vom 21. bis 24. Mai 2020

Künstlerische Leitung: Cecilia Bartoli

ROMA ÆTERNA – 2021 stellt Cecilia Bartoli Rom, die ewige Stadt, ihre Heimatstadt, ins Zentrum der Salzburger Festspiele Pfingsten. Rom inspirierte Dichter, Komponisten, Filmemacher und Maler als vielgestaltige Metropole: Seit 150 Jahren ist Rom die Hauptstadt des modernen Italiens und hat sich seine widersprüchliche Identität bewahrt: zwischen stolzem Glanz auf der einen Seite und Dekadenz und Verfall auf der anderen Seite.
„Als jemand, der in dieser Stadt geboren wurde, war ich diesen Kontrasten seit jeher ausgesetzt. Wenn man in Rom morgens seine Wohnung verlässt, weiß man nie, wann der Bus kommt – oder ob er überhaupt kommt. Und auch sonst lässt sich nicht vorhersehen, was der Tag bringen wird. Als ich jung war, war mir nicht bewusst, welch besondere Faszination Rom auf seine Besucher ausübt. Für mich war es ganz normal, meinen Hund im Park der Villa Doria Pamphilj auszuführen, mit meinem roten Fiat Cinquecento rund ums Kolosseum in Richtung Konservatorium zu steuern oder an einem antiken Aquädukt vorbeizufahren, nachdem mein Zug den Bahnhof Termini verlassen hatte. Ich schenkte den Stücken aus weißem Marmor, die in eine rote Ziegelmauer in der Nähe meines Hauses eingelassen waren, keine Beachtung. Ebenso wenig kam mir als zehnjähriger Sängerin des Hirtenknaben in Tosca an der römischen Oper in den Sinn, dass jeder der drei Akte in einem realen Gebäude spielte, das ich auf dem Weg ins Theater passiert hatte. Oder besser gesagt: Ich bemerkte es, doch erschien es mir als nichts Ungewöhnliches. Das Bewusstsein für diese Dinge wuchs, als ich Rom für immer längere Zeiträume verließ, um meinem Beruf nachzugehen, sowie im Zuge der tieferen Auseinandersetzung mit den Künsten und der Musik. Ich empfand plötzlich ein ergreifendes, prickelndes Gefühl, mit der Geschichte in Kontakt zu treten, als ich das Autograph von Bellinis Norma in der Bibliothek des Konservatoriums von Santa Cecilia durchblätterte, als ich erstmals lebende Mitglieder der Familie Pamphilj traf, als ich in einer Kirche sang, die sich buchstäblich im Forum Romanum befindet, oder als ich als erste Frau mit dem Chor der Sixtinischen Kapelle zusammenarbeitete“, sagt die Künstlerische Leiterin der Salzburger Festspiele Pfingsten, Cecilia Bartoli.

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