zur Startseite
4

Vorarlberger Landestheater

Das Vorarlberger Landestheater trägt mit seiner Arbeit wesentlich zum Erfolg der Kulturmetropole Bregenz bei.

Unser Theater ist ein Raum für Geschichten, ein Ort, an dem Phantasie, Reflektion, Emotion, Wissen sich entfalten können, anschauliches Bild werden. Theater entwickelt seine soziale und gesellschaftliche Kraft aus seiner Widersprüchlichkeit und Unangepasstheit heraus und fordert vom Betrachter, aber auch von denen, die Theater machen Aufgeschlossenheit und Neugierde. Theater wirft Fragen auf, formuliert Hoffnungen und Ängste. Immer wieder erschließt es neue Blickwinkel, andere Perspektiven, sensibilisiert und inspiriert. Deshalb spielt das Theater eine wichtige und unverzichtbare Rolle in der Gesellschaft. Jede Inszenierung stellt die Frage, wie Theater in Gesellschaft und Politik, aber auch in historischen Dimensionen gedacht werden kann. Dieses anschauliche Denken geschieht durch einen kollektiven künstlerischen Prozess. Auf beiden Seiten des Vorhangs ist die gelungene Einlassung entscheidend, die gemeinsame kreative Beteiligung an der sozialen Kunstform Theater. In jedem Stück geht es um das Gelingen dieser gemeinsamen Arbeit, in sozialer und ästhetischer Hinsicht, jede Inszenierung ist der Entwurf eines gelungenen Miteinanders und so - auch - eine soziale Utopie.

Die kontinuierliche Arbeit des Vorarlberger Landestheaters Bregenz leistet durch einen facettenreichen Spielplan mit überregionaler Ausstrahlung einen wichtigen Beitrag innerhalb der reichen Kulturlandschaft der Landeshauptstadt. Das Vorarlberger Landestheater Bregenz bietet hochwertige Produktionen von sowohl klassischen als auch zeitgenössischen Stücken - auch aus dem Musiktheater - die mit der Leistung von größeren Bühnen durchaus Schritt halten und manchmal sogar Maßstäbe setzen. Das ist möglich, weil das Haus bewusst auf die Kooperation zwischen Erfahrung und Wagnis setzt. Dies gilt beim Personal, für Schauspieler, Regisseure, Bühnen-, Kostümbildner, Techniker und Beleuchter. Es gilt für die Auswahl der Stücke, es gilt für gelegentliche Ortswechsel, wenn die Bühne in den Stadtraum wandert, und es gilt für die Rolle des Theaters als Ort der Kommunikation, des Austauschs und Lernens. Verschiedene Veranstaltungsformen und -orte, erfahrene Kräfte und junge Talente, Experiment und Tradition stehen am Vorarlberger Landestheater Bregenz nicht im Konflikt, sondern ergänzen und beflügeln sich gegenseitig. Weithin ausverkaufte Vorstellungen, die sowohl das stetig wachsende, über Abonnements verbundene Stammpublikum als auch sporadische Besucher und Touristen begeistern, sind uns am Vorarlberger Landestheater verpflichtende Realität geworden.

Kontakt

Vorarlberger Landestheater
Seestr. 2
A-6900 Bregenz

Telefon: +43(0)5574 42 870
Fax: +43(0)5574 48 366
E-Mail: info@landestheater.org

 

KARTENBÜRO
Montag bis Donnerstag 8.30 bis 12.30 Uhr
Freitag 8.30 bis 12.30 Uhr & 13.30 bis 17.30 Uhr
Kornmarktplatz
A-6900 Bregenz
Telefon +43(0)5574 42 870–600
Email: ticket@landestheater.org

Vorarlberger Landestheater bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Vorarlberger Landestheater

Theater

COLD SONGS: ROM

William Shakespeare, Bettina Erasmy (UA) Inszenierungen: Agnes Kitzler, Johannes Lepper, Catharina May

Premiere: 21. September 2019

Es war so schön. Wir hatten es uns bequem gemacht. Wir hatten gedacht: Alles ist sicher. Das System funktioniert. Unser Weg ist der richtige. Wir hatten gedacht: Lasst sie doch kommen, die Rückwärtsgewandten, die Infragesteller, die Zerstörer. Lasst sie kommen, denn unsere Demokratie hält das aus.

Dann kamen sie – und wir müssen zusehen, wie sie alles, was wir für sicher hielten, auf ausnutzbare Schwachstellen prüfen, wie sie mit schweren Stiefeln die Zerbrechlichkeit unserer Fundamente testen, mit scharfem Skalpell das Gewebe unserer Gesellschaft an neuralgischen Punkten zu durchtrennen suchen, die Despoten und Spalter, die Hetzer und Verführer, die Trampeltiere und Schreihälse. Sie sind da, sie werden so schnell nicht wieder verschwinden und sie bringen den Grund, auf dem wir fest zu stehen glaubten, erheblich ins Wanken.

Hey, Demokratie – was ist da los bei dir?
Bist du eigentlich noch zu retten?
Und wenn ja: Wie? Von wem?
Was kann man da machen?
Theater, natürlich!

Wir gehen dahin zurück, wo wir mit unserer Kunst schon einmal waren: In den offenen Dialog, die direkte Kommunikation. Wir besinnen uns unserer ur-demokratischen Traditionen: der griechischen Agora, die ebenso Ort war für Musisches wie für Gemeinwesen und Politik. Des antiken Theaters, das immer auch den Diskurs herausforderte und keine Auseinandersetzung scheute. Des Theaters der elisabethanischen Zeit: ohne vierte Wand, sondern eher mit einer Membran, durchlässig in beide Richtungen, für Beteiligung und Befruchtung, für Zwischenrufe und Kurskorrekturen im Denken auf allen Seiten.

Das Großprojekt COLD SONGS: ROM öffnet die Bühne für Dramen und Diskussionen, für die Auseinandersetzung mit Europa, unserer Demokratie und der sehr greifbaren Gefahr ihres Verschwindens. Für drei Inszenierungen von drei Regisseur*innen, an einem Abend. Mit zwei shakespeareschen Römerdramen, einer Uraufführung von Bettina Erasmy und einem Prolog des Bürger*innenchors. Mit gemeinsamem Essen und Trinken. Mit Gesprächen. Und mit Ihnen: Denn unsere Demokratie wäre nichts ohne Sie.

COLD SONGS: ROM bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte COLD SONGS: ROM

Theater

DAS JAHR MAGISCHEN DENKENS

Joan Didion

Premiere: 12. Oktober 2019

Man setzt sich zum Abendessen, und das Leben, das man kennt, hört plötzlich auf. Neun Monate nach dem Tod ihres Mannes, des berühmten Journalisten und Autors John Gregory Dunne, ist dies einer der ersten Sätze, die Joan Didion schreibt.

Am Abend des 30. Dezember kehrt Didion mit ihrem Mann von der Intensivstation zurück, wo Tochter Quintana im künstlichen Koma liegt. Keiner spricht aus, wie hart der Tag gewesen ist. Die beiden wechseln ins Alltägliche. Sie macht Feuer im Kamin, schenkt ihrem Mann einen Drink ein, bereitet das Abendessen vor. Er liest den Korrekturabzug eines Buches, sie unterhalten sich. Mitten im Satz verstummt John. Joan denkt, er mache einen Witz, klopft ihm auf den Rücken – und John fällt leblos auf den Tisch, wird kurz darauf im Krankenhaus für tot erklärt. Vierzig Jahre einer innigen Liebes- und Arbeitsbeziehung: vorbei. Joans Gedanken stocken, fallen auseinander – bis sie schließlich beginnt, alles Vorgefallene akribisch zu ordnen, in der Erinnerung mögliche Vorzeichen zu finden und zu deuten. In allem, was an jenem Dezemberabend passierte, sucht sie Spuren, die helfen könnten, das Unbegreifliche zu verstehen. Als sie zu schreiben beginnt, geht es um nichts weniger als das Überleben. Unsestimental, selbstironisch und mit schonungsloser Offenheit dokumentiert Joan ihre Verdrängungsstrategien, ihre Sucht, immer alles im Griff haben zu müssen, und ihren Kampf gegen die Last der Schuld: Vielleicht hätte sie ihren Mann retten können.

Heidi Maria Glössner spielt den Bühnenmonolog, den die Journalistin und Schriftstellerin Joan Didion auf Basis ihres gleichnamigen internationalen Bestsellers verfasste. Ein Stück über das Nichtbegreifbare endgültiger Abschiede, über die Liebe und die fordernde Wahrhaftigkeit des Lebens.

Inszenierung: Wolfgang Hagemann

DAS JAHR MAGISCHEN DENKENS bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte DAS JAHR MAGISCHEN DENKENS

Theater

DER FLÜCHTLING

Fritz Hochwälder

Ein Haus nah einer Grenze in einem Dreiländereck in den Bergen. Hier wohnen der Grenzwächter und seine Frau. Das Land ist besetzt und die neuen Machthaber stellen Transporte zusammen, mit denen sie Menschen zu Arbeitseinsätzen in ihre Bergwerke verschleppen. Das dritte Land verheißt Freiheit. Eines Nachts – der Grenzwächter ist im Nachtdienst – steht plötzlich ein fremder Mann im Schlafzimmer. Ihm ist die Flucht von einem der Transporte gelungen. Seine Verfolger sind ihm dicht auf den Fersen. Er schlüpft zu der Frau in das Bett, ohne ihre Erlaubnis abzuwarten. Unmittelbar stehen die Verfolger in der Zimmertür. Aber die Frau schützt den Flüchtling. Sie behauptet, es seien nur sie und ihr Mann im Haus. Man solle sie in Ruhe lassen, von einem Flüchtling wüssten sie nichts. Viele Fragen entstehen. Wie soll der Flüchtling seine Flucht in das rettende Nachbarland fortsetzen? Können die Ereignisse der Nacht vor dem Grenzwächter verheimlicht werden? Gelingt es ihm, auf seiner Dienststelle zu erklären, dass er sehr wohl ordnungsgemäß seinen Dienst versehen hat, obwohl seine Frau behauptete, er sei in der Nacht bei ihr gewesen?

Die neuen Machthaber werden nicht ruhen, bis sie den Flüchtling wieder eingefangen haben. Ebenso ist damit zu rechnen, dass sie auch mit einer Fluchthelferin nicht nachsichtig sein werden. Der Autor Fritz Hochwälder konnte selber 1938 aus seiner Wiener Heimat über Vorarlberg, durch den Rhein schwimmend, vor nationalsozialistischer Verfolgung in die Schweiz fliehen. In seinem Theaterstück DER FLÜCHTLING thematisiert er gleich mehrere Probleme und Zwangslagen, die sich bei einer Flucht einstellen können. In der spannungsvollen Dreieckskonstellation seiner Figuren verleiht er den geschilderten Ereignissen eine große, allgemeingültige Dringlichkeit. So wird DER FLÜCHTLING zu einem grundsätzlichen Beitrag zum Thema „Flucht“, der über eine spezifische historische Epoche hinausstrahlt und auch im Heute eine Resonanz findet.

Inszenierung: Bérénice Hebenstreit

DER FLÜCHTLING bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte DER FLÜCHTLING

Theater

DIORAMA BREGENZ :: Der letzte Mensch

Mikeska/Kittstein

2009 wurde bei den Bauarbeiten zur zweiten Röhre des Pfändertunnels ein männliches Skelett der frühen Menschheitsgeschichte entdeckt. Es datiert lange vor den ältesten Siedlungsspuren im Bodenseeraum. Der Fund lässt den Schluss zu, dass der Mann völlig allein lebte. War er der einzige Überlebende einer bisher unbekannten Katastrophe, die die Menschheit an den Rand des Aussterbens brachte? Er kannte keine Freunde, keine Feinde. Nur Tiere waren seine Begleiter. Er war der letzte Mensch.

Ausgestattet mit einem Audioguide begibt sich jeder Zuschauer ganz allein auf den Weg durch eine Ausstellung über den Urmann. Immer tiefer gerät er in ein sonderbares Museum, in dem die Vergangenheit direkt neben der Zukunft zu liegen scheint. In vergessenen Lagerräumen und verlassenen Magazinen werden in direkten, intimen Begegnungen die Geister der Vergangenheit, Figuren aus Bregenz' und Vorarlbergs Geschichte, lebendig. Eine Begegnung mit sich selbst. Eine Reise nach innen.

Alle historischen Bücher, die keine Lügen enthalten, sind schrecklich langweilig.
Anatole France

Inszenierung: Bernhard Mikeska

DIORAMA BREGENZ :: Der letzte Mensch bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte DIORAMA BREGENZ :: Der letzte Mensch

Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3
Aufführungen / Oper Oper Leipzig Leipzig, Augustusplatz 12
Aufführungen / Aufführung Theater Naumburg
Di, 18.6.2019, 11:15 Uhr
Aufführungen / Aufführung Theater Naumburg
Di, 18.6.2019, 11:15 Uhr
Aufführungen / Aufführung Theater Naumburg
Di, 18.6.2019, 11:15 Uhr

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.