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Literatur+Sprache | Lesung

Feridun Zaimoglu:
Sohn ohne Vater

Literaturhaus Salzburg

Der Roman „Sohn ohne Vater“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch, 2025) von Feridun Zaimoglu erzählt von einem trauernden Sohn, vom Zusammenhalt einer Familie und von einer Reise in ein fremdes Land. Moderation: Tomas Friedmann. Es ist früh am Morgen, als die Mutter anruft, um ihm zu sagen, dass sein Vater gestorben sei. Der Erzähler weiß nicht, was er tun soll. Er ist allein in seinem Schmerz. Wer kann ihn trösten? Nach und nach wird ihm klar: Er muss in die Türkei, zu seiner Mutter – und am Grab des Vaters stehen, um sich von ihm zu verabschieden. Doch der Erzähler, ein Schriftsteller aus Kiel, leidet unter Flugangst. Er bittet zwei Freunde, ihn mit dem Wohnmobil mitzunehmen. Gemeinsam planen sie die Reise: über Linz, Szeged und Edirne bis nach Edremit und zurück. Über fünftausend Kilometer. Es ist der Beginn eines abenteuerlichen Roadtrips quer durch Europa, geprägt von den Erinnerungen an den Vater und seine vielen Leben: an den Ehemann und Akkordarbeiter, an den Geschichtenerzähler oder den Siebzigjährigen, dessen gefärbte Koteletten eine ganze Feriensiedlung in Aufruhr versetzen konnten. www.rauriser-literaturtage.at Feridun Zaimoglu, geb. 1964 in Bolu/Türkei, kam als Sohn türkischer Gastarbeiter nach Deutschland und lebt in Kiel. Er schreibt Romane, Erzählungen, Essays, Drehbücher und Theaterstücke, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, zuletzt mit dem Walter Kempowski Preis 2025. Sein Debüt „Kanak Sprak“ (1995) gehört zum Kanon der deutschsprachigen Literatur. Veranstalter: Rauriser Literaturtage, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Ulrike Draesner:
penelopes sch()iff

Literaturhaus Salzburg

„Die Figur erschien – und mit ihr eine Idee. Ich wollte Penelopes Geschichte in Überlappung mit dem Ende der Odyssee (…) erzählen. Vor allem aber wollte ich von Penelope erzählen in jenem dunklen Raum, in dem üblicherweise nur noch der Abspann läuft. Im Danach. Nun, erst nun, hören wir ihre Version der Geschichte.“ In Homers Odyssee erscheint Penelope als Inbegriff der treu dienenden Ehefrau. Dieses Narrativ wirft Ulrike Draesner in ihrer Um-Schreibung der antiken Vorlage beherzt über Bord: Ihre Penelope ist klug, leidenschaftlich, freiheitsliebend. Als deutlich wird, dass der Kriegsheimkehrer Odysseus als Herrscher nicht mehr tragbar ist, sticht sie gemeinsam mit hundert Frauen in See und fährt ins Ungewisse. Am Ende segelt die bunte Gesellschaft die Adria entlang und begründet die Stadt Venedig. Vielstimmig, mit klugem Witz und poetischem Furor erzählt Ulrike Draesner die Odyssee neu und stellt mit ihrem Text nicht zuletzt die hochaktuelle Frage nach einem „anderen“ Verständnis von Herrschaft und Macht. www.rauriser-literaturtage.at Ulrike Draesner, 1962 in München geboren, lebt in Berlin als Schriftstellerin und Professorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihre Romane, Essays und Gedichte wurden vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem Christine-Lavant-Preis. Ihr Roman „Die Verwandelten“ war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. „penelopes sch()iff“ ist im Penguin Verlag erschienen. Veranstalter: prolit, Rauriser Literaturtage
Literatur+Sprache | Lesung

Xaver Bayer:
Hauch

Literaturhaus Salzburg

Zwanzig Jahre hat uns Xaver Bayer warten lassen auf diesen Roman, und jetzt ist er da – und fällt völlig aus der Zeit. „Hauch“ (Jung und Jung Verlag, 2026) ist ein Briefroman, was darin passiert, steht in und zwischen den Zeilen, die einander zwei schreiben. Veit ist Schriftsteller, Dora Übersetzerin, sie haben die Abmachung getroffen, einander ein Jahr lang nicht zu sehen. Wir erfahren nicht, warum, es ist ein Spiel, ein Experiment. Dora lebt in der Stadt und fühlt sich den Zumutungen unserer Zeit zunehmend schutzlos ausgesetzt, Veit bezieht seinen Posten in einem alten Bauernhof am Land, streift durch die verlassene Gegend, beobachtet die Vögel, die Bäume, den Wind. Beide betrachten die Gegenwart, ohne sie zu teilen, beide üben den Rückzug, jeder auf seine Weise. Die Entfernung zwischen den beiden ist nicht groß, aber sie bleibt auch nicht gleich. Sie wächst, wie die Sehnsucht nach einem anderen Leben. (Jung und Jung Verlag) www.rauriser-literaturtage.at Xaver Bayer, geb. 1977 in Wien, wo er als Schriftsteller lebt; zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, zuletzt erhielt er 2023 das Robert-Musil-Stipendium, 2020 den Österreichischen Buchpreis für „Geschichten mit Marianne“ (Jung und Jung Verlag). Veranstalter: Literaturforum Leselampe, Rauriser Literaturtage
Literatur+Sprache | Lesung

Günther Marchner, Anton Menzl, Gudrun Winklhofer:
Landschaften

Literaturhaus Salzburg

Günther Marchner liest aus dem unveröffentlichten Roman-Manuskript „Geografie des späteren Lebens“: „Nach Jahren fahre ich wieder hinaus, um meinen alten Freund Franz zu besuchen, in jene Gegend, die mich gleichzeitig fasziniert wie abstößt. Ich fahre in eine Gegend, in der eine sich ausbreitende Materialschlacht Schönheit und Erinnerung begräbt.“ Exposé der Texte von Anton Menzl: „Welt ist ein weiter Weg. Eine lyrische Reise sowohl in dunkles Grenzland als auch zu sommerlich lichten Ufern.“ Auch Lufträume (birdland) werden erkundet. Vor allem aber – dem Wesen jeder Dichtung entsprechend – Seelenlandschaften. Und immer wieder Gedichte mit Schnee (als Metapher für Weglosigkeit und Altern). Gudrun Winklhofer beschreibt Landschaften … Die der Natur: Wald-, Berg-, Wolken-, Schnee-, Seen- und Küstenlandschaften. Die von Menschen gemachte: Bauern-, Industrie-, Grenz-, Stadt- und Dachlandschaften. Und die jedem Menschen eigene: Seelen-, Herzens- und Körperlandschaften. Ob Lyrik oder Prosa, Landschaften sind ein weites Gebiet für poetische und philosophische Gedanken. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG)
Literatur+Sprache | Lesung

Christoph W. Bauer, Andrea Grill, Marianne Jungmaier, Hubert Weinheimer:
Neue Bücher österreichischer Autor*innen

Literaturhaus Salzburg

Regelmäßig werden im Literaturhaus Salzburg an einem Abend neue Bücher österreichischer Autorinnen und Autoren vorgestellt. Diesmal sind Christoph W. Bauer, Andrea Grill, Marianne Jungmaier und Hubert Weinheimer eingeladen, ihre Neuerscheinungen aus 2026 vorzustellen. Moderation: Ines Schütz, Lily Friedmann, Anton Thuswaldner & Tomas Friedmann. Christoph W. Bauer stellt in seiner Novelle „Lärm“ (Haymon Verlag) die existenzielle Frage: Sind wir mehr als bloßer Zufall? Seit Jahren lebt Emil Murnau wieder in Innsbruck, obwohl er nie vorgehabt hatte, nach Tirol zurückzukehren. Der Baustellenlärm in unmittelbarer Nähe seiner Wohnung zehrt nicht nur an seinen Nerven, sondern bringt den Buchhändler ins Grübeln über sein Leben. Er plant einen Aufbruch: zurück nach Wien, zu sich selbst? Schließlich kommt alles anders und er begeht einen folgenschweren Fehler. Andrea Grill entfaltet in ihrem Roman „Sonnenspiel“ (Leykam Verlag) die Geschichte einer besonderen Freundschaft. Ein Dorf in Apulien. Ein Haus am Meer. Ein Garten voller Olivenbäume. Hier lebt Loredana, Mutter von drei Kindern, die in Heimarbeit Kleider für eine italienische Luxusmodemarke näht. Eine Journalistin auf Urlaub will aus ihren prekären Lebensumständen eine Enthüllungsstory machen. Doch die Näherin will davon nichts wissen und sperrt die neugierige Reporterin in ihre Speisekammer. Marianne Jungmaier erzählt in ihrem Buch „Kontinentaldrift. Reisestories“ (Otto Müller Verlag) von Menschen und von der Welt. Ihre poetische Reiseliteratur ist eine Liebeserklärung an Länder, Orte und Kulturen zwischen Armenien und Mexiko, zwischen London und New York. Die Geschichten sind Einladungen zum Zuhören und Entdecken, zu Begegnungen in Dubai und Kathmandu, zum Erkunden der Wälder Nordkaliforniens und Südfrankreichs – immer an der Seite von Fremden, die zu Freunden werden. Hubert Weinheimer schafft mit seinem Roman „Zirkus Morgana“ (Müry Salzmann Verlag) eine wortgewaltige Schöpfungsgeschichte rund um den Topos „Mensch und Maschine“. Die Informatikerin Kristin entwickelt als „Datenputzerin“ ein Computerprogramm zur Fehlerbehebung, das sich selbst Sisyphos nennt und eigenmächtig sein menschliches Alter Ego erfindet: Peter. Als ein Zirkus in der Stadt gastiert, folgt Peter der Welt aus Zuckerwatte und Kamelscheiße – und der Trapez-Akrobatin Jana Morgana. Christoph W. Bauer, geb. 1968 in Kärnten, lebt als Autor und Übersetzer in Innsbruck. Andrea Grill, geb. 1975 in Bad Ischl, lebt als Autorin, Biologin und Übersetzerin in Wien und Amsterdam. Marianne Jungmaier, geb. 1985 in Linz, schreibt Lyrik und Prosa, unterrichtet kreatives Schreiben, kuratiert, moderiert. Hubert Weinheimer, geb. 1983 in OÖ, lebt in Wien, schreibt, malt und spielt in der Band „Das Trojanische Pferd“. Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

4. Salzburger Literaturquiz

Literaturhaus Salzburg

Bei seinen Fans hat der Quiz-Abend im Literaturhaus längst Kultstatus. Wir freuen uns also auf die vierte Ausgabe und empfehlen dringend unseren Kartenvorverkauf! Wie funktioniert das Literaturquiz? Gäste kommen allein, als Paare oder Gruppen, Teams werden gebildet, Singles integriert, denn Quiz-Spielende sind kommunikative Menschen. Natürlich gibt es außer einem unterhaltsamen Abend u.a. Lesestoff zu gewinnen – sowie die eine oder andere Erkenntnis. Mitzubringen sind Neugier und gute Laune, der Rest passiert vor Ort. Quizjockey Robert Presslaber gestaltet wieder den Abend gemeinsam mit Musiker Vitus Denifl. Gewinn- und Ratespiele, Rätsel aller Art und Quizsendungen in Radio und TV sind beliebt. Beim „Pubquiz“ – erfunden auf den britischen Inseln – treten in lockerer Atmosphäre mehrere Gruppen gegeneinander an. Es wird gelacht und gestaunt, getrunken und gewonnen … Beim Quiz im Literaturhaus Salzburg dreht sich natürlich alles um Bücher, Autor:innen und Anekdoten drumherum. Beteiligte: Robert Presslaber, Vitus Denifl Eintritt € 10
Literatur+Sprache | Lesung

Birgit Birnbacher:
Sie wollen uns erzählen

Literaturhaus Salzburg

Birgit Birnbacher erzählt in ihrem neuen Roman „Sie wollen uns erzählen“ (Zsolnay Verlag) sensibel und literarisch vom Umgang mit Neurodiversität. Oz ist anders und tut sich schwer in der Schule, aber diesmal ist ihm etwas wirklich Blödes passiert. Auf dem Heimweg wünscht er sich deshalb zumindest eine kleine Katastrophe, die seine Mutter von dem Brief der Lehrerin, den er ihr geben muss, ablenken würde. Als Oz nach Hause kommt, ist Ann – auch sie ausgestattet mit einem flirrenden Nervenkostüm – nicht wie vermutet in Zeugnis-Feierlaune, sondern es ist tatsächlich etwas passiert. Die Zilly-Oma, die in den Bergen lebt, ist weg … „Dezent und zugleich glasklar, durchscheinend und subtil“ (Süddeutsche Zeitung) erzählt Birgit Birnbacher auch in ihrem neuen Roman von den Menschen – und von den Chancen, die der Wildwuchs im Denken eröffnet. Haben die, die sich nicht anpassen können, unserer überreizten Natur und Umwelt womöglich tatsächlich etwas entgegenzusetzen? (Zsolnay Verlag) www.leselampe-salz.at Birgit Birnbacher, geb. 1985, lebt als Schriftstellerin in Salzburg; zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Ingeborg-Bachmann-Preis 2019. Zuletzt erschienen die Romane „Ich an meiner Seite“ (2020) und „Wovon wir leben“ (2023, beide Zsolnay Verlag). Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

Vladimir Vertlib:
Der Jude der Kaiserin

Literaturhaus Salzburg

Bilderreich, fesselnd und beklemmend erzählt der österreichische Schriftsteller russisch-jüdischer Herkunft in seinem neuen Roman „Der Jude der Kaiserin“ (Residenz Verlag, 2026) von Liebe und Hass, von Glaube und Verrat – und von der Lust, trotz allem am Leben zu sein. Vladimir Vertlib liest und spricht mit Moderatorin Katherina Braschel. Wien um 1670: Barocke Herrlichkeit und bittere Armut prägen die Stadt. Kaiser Leopold I. leidet nicht nur unter Geldmangel für seine Feldzüge, er braucht auch dringend einen Thronfolger. Nur der Leibarzt kann der verzweifelten Kaiserin Margarita Teresa helfen. Doch Pedro de Rojas hat ein gefährliches Geheimnis: Er ist ein spanischer Converso, ein konvertierter Jude, der seinen Glauben im Geheimen praktiziert. Die katholische Kaiserin will die Juden aus Wien vertreiben, sie hält sie für die Ursache allen Übels. Wird es Don Pedro und seiner Geliebten gelingen, das zu verhindern? Vladimir Vertlib verbindet Komödie und Drama zu einem großen Roman über Glaubenskämpfe und Standesdünkel, Intrigen und tiefe Freundschaft. Vladimir Vertlib, geb. 1966 in Leningrad, lebt nach Jahren der Emi­gration seit 1981 in Salzburg und Wien. Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays sowie zahlreiche Artikel. 2024 wurde er mit dem Theodor-Kramer-Preis für Schreiben im Widerstand und Exil ausgezeichnet, 2025 mit dem Buchpreis der Salzburger Wirtschaft. Eintritt € 12/10/8
Literatur+Sprache | Lesung

Laura Freudenthaler:
Iris

Literaturhaus Salzburg

„… schmerzt es dich manchmal, dass du in allem, was du anschaust, sofort die Struktur vor Augen hast?, nein, von der Struktur ausgehend sehe ich mehr.“ Was bedeutet es für eine Frau, dass Erfahrungen in unsere Körper eingeschrieben sind, über Generationen und Jahrhunderte hinweg? Wie wirken wir selbst in der Geschichte mit, in der Gewalt immer weiter fortgeschrieben wird? Und wie können wir ihr entkommen? Iris ist als Schriftstellerin viel auf Reisen. Es sind Momente des Einverständnisses, die sie bei Begegnungen unterwegs erlebt. Momente der Bekräftigung in einem Leben, das sich oft am Rand der Erschöpfung bewegt. Wieder zu Hause, berichtet sie Anton von ihren Reisen, er zeigt Iris seinerseits die Fotografien, die er als Künstler macht. Die beiden teilen vieles, auch die Lust am sexuellen Spiel mit Gewalt und Unterwerfung. Während sich Iris’ Fantasie an der Geschichte der Hexenprozesse entzündet, drängen Erinnerungen aus ihrer Kindheit an die Oberfläche. Bis schließlich ihr Arrangement mit Anton eine tiefe Erschütterung erfährt. Laura Freudenthaler geb. 1984 in Salzburg, lebt in Wien; zuletzt erschien der Band „Arson“ (2023, Jung und Jung Verlag), zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt erhielt sie 2024 den Anton-Wildgans-Preis. Ihr neuer Roman „Iris“ ist 2026 im Jung und Jung Verlag erschienen. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

Inge Glaser, Petra Herzgsell:
Trugbilder

Literaturhaus Salzburg

Inge Glaser wird Apothekenpflichtiges und Rezeptfreies aus ihren Werken lesen und will ihre Zuhörer ein wenig überraschen. In Petra Herzgsells Geschichte treffen in einer Arztpraxis eine Frau und ein Mann aufeinander, beide überzeugt, den anderen aus der Vergangenheit zu kennen. Scham, Unsicherheit und alte Bilder stehen zwischen ihnen. Eine leise Kurzgeschichte zweier Menschen über Scham, verpasste Chancen und den Mut, jemandem wirklich zu begegnen – mit feinem Humor und einem Augenzwinkern zum Leben. Musik: Francisco Gonzalez (klassische Gitarre) Inge Glaser, geb. in Salzburg, schreibt Romane, Prosa und Lyrik. Petra Herzgsell, geb. 1973 in Salzburg, Belletristikstudium an der Hamburger Akademie, Debütroman „Zartbitter“, lebt in Salzburg. Veranstalter: Borromäus-Apotheke, SAG
Literatur+Sprache | Lesung

Lisa-Viktoria Niederberger:
LAHEA

Literaturhaus Salzburg

Lisa-Viktoria Niederberger spürt in ihren Texten den Beziehungen zwischen Mensch und Natur nach und lotet Möglichkeiten eines solidarischen Zusammenlebens aus. So auch im Romandebüt „LAHEA“ (OMV, 2026). Die Autorin erzählt von einer Welt zwischen archaischem Tun und fortschrittlicher Vision, von einer Gesellschaft zwischen Fürsorge und Verrat – und davon, wie weit eine Gemeinschaft gehen darf, wenn sie der Gewalt standhalten will, ohne selbst gewalttätig zu werden. Moderation: Eva Krallinger-Gruber. Als ein toter Wal an die Küste der Insel Ebria gespült wird, nehmen sich die Bewohner nur, was sie brauchen, denn sie leben im Gleichgewicht mit der Natur, in einer Gesellschaft, die Gier und Herrschaft hinter sich gelassen hat. Wie lange noch? Denn in den Höhlen von Ebria wächst eine Bewegung, die alles infrage stellt. Das erfährt Lahea bei ihrer Erkundungstour über die Insel. Dabei gerät die künftige Dorfvorsteherin in einen Sog aus Verrat, Rebellion und gefährlicher Sehnsucht nach alter Macht. Lisa-Viktoria Niederberger, geb. 1988 in Linz, wo sie als Autorin und Kulturwissenschafterin lebt. Für ihre Publikationen (Kinderbücher, Essays, Kurzprosa) wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Eintritt frei; Anmeldung in der Stadt:Bibliothek Kartenreservierung: stadtbibliothek@stadt-salzburg.at oder Tel: 0662 8072 2450 Veranstalter: Stadt:Bibliothek Salzburg, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Franz H. Kabelka, Wolfgang Kauer:
Absolute Bettruhe / Rätselhaftes

Literaturhaus Salzburg

In Franz Kabelkas Roman „Absolute Bettruhe“ hat Krimiautor Georg große Probleme: Seine Frau hat ihn verlassen, sein bester Freund wechselt während der Corona Pandemie die Seiten, und nach sieben Romanen ist er des Krimischreibens müde. Bald auch des Lebens, denn bei ihm wird Blasenkrebs in fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Soll er Suizid begehen, zum Mörder werden oder doch noch einen letzten Krimi verfassen – den Krimi seines Lebens? Wolfgang Kauers neues Buch „Rätselhaftes“ versammelt zwei kunsttheoretische Essays zum Thema magische Quadrate, v.a. bei Albrecht Dürer, und zum transzendentalen Hintergrund der Gralsburg, weiters zwei rätselhafte Gedichte und schließlich zehn Erzählungen, die Abgründe unterschiedlicher Art eröffnen, vom umweltpolitischen Vergehen bis zum weltpolitischen Ereignis. Umrahmt werden die Buchpräsentationen von Fabian Schumann, der der Zither unerhörte Klänge entlockt. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: GAV Salzburg
Literatur+Sprache | Lesung

Eva Löchli,Christa Stierl:
Alles auf Anfang

Literaturhaus Salzburg

Eva Löchli wird an diesem Abend Texte vorstellen, in denen Menschen an Orte zurückkehren, wo gute oder problematische Prägungen ihren Anfang genommen haben. Diese könnten verstärkt oder in Ansätzen vielleicht sogar überwunden werden. Es kann aber unter Umständen im Rückblick auch ein Anfang imaginiert werden, den es so wie in der Vorstellung nie wirklich gegeben hat. Manches an diesen Geschichten erscheint ganz wirklichkeitsnah, anderes surreal. Frühling nach einem endlos scheinenden Winter, Wege aus der Sackgasse, der Nacht oder dem Dunkel am helllichten Tag. Neu werden oder zumindest anders. Von vorne anfangen oder zumindest so tun als ob. Oder schon wieder vor dem nächsten Rätsel stehen, obwohl man gerade eines gelöst hat … Christa Stierls Figuren suchen, finden, verlieren, planen, verwerfen Pläne, fallen und fangen wieder von vorne an – wieder und wieder… Musik: Michael Walter (Klavier) Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG)
Literatur+Sprache | Lesung

Ilma Rakusa:
Wo bleibt das Licht

Literaturhaus Salzburg

„Poesie soll keine Kälte und kein Gefühl der Obdachlosigkeit erzeugen. Näher liegt sie bei der Liebe. Heller Horizont mit Äpfeln an den Rändern. Und Veränderungspotenzial.“ Notizen, Gedanken, Wahrnehmungen, beginnend im Sommer 2022, fügen sich in Ilma Rakusas neuestem Buch zu einem persönlichen Journal und zugleich zu einem Panorama der letzten Jahre. Ihre Tagebuchprosa spannt weite Bögen, sie verbindet Erinnerung mit Reflexion und mit dem Versuch, eine Form zu finden für das Nicht-Fassbare: die Gegenwärtigkeit des Kriegs in der Ukraine, die zunehmende Bedrohtheit der Demokratien, die globale Verdüsterung der Welt. Die Autorin versteht es, den kleinen biografischen Moment kurzzuschließen mit dem größeren Ganzen, und sie versteht es, in der eigenen Ratlosigkeit die gesellschaftliche Verunsicherung zur Sprache zu bringen. Ilma Rakusas Blick ist ein wacher, ihr Denken so offen wie unbestechlich. Begleitet von Lektüren und literarischen Weggefährten von Maria Zwetajewa bis Serhij Zhadan, schreibt sie an einem fortlaufenden Dialog mit der Gegenwart. Ilma Rakusa, geb. 1946, studierte Slawistik und Romanistik in Zürich, Paris und St. Petersburg. Sie lebt als Schriftstellerin, Übersetzerin, Literaturkritikerin und Universitätslehrbeauftragte in Zürich. Ihr Werk umfasst erzählende und essayistische Prosa, Journale, Gedichte und Poetikvorlesungen und wurde vielfach ausgezeichnet. „Wo bleibt das Licht“ ist im Droschl Verlag erschienen. www.prolit.at Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: prolit
Literatur+Sprache | Lesung

Christa Gürtler:
Barbara Frischmuth. Grenzgängerin zwischen Okzident und Orient

Literaturhaus Salzburg

Schriftstellerinnen und Schriftsteller als Reisende zwischen den Kulturen sind Übersetzer:innen und Grenzgänger:innen und „werden immer das Eigene mit dem Blick des Fremden und den Fremden mit dem Blick fürs Eigene ansehen“, schreibt Barbara Frischmuth in ihrer Salzburger Festspielrede „Das Heimliche und das Unheimliche“. Seit ihrem Übersetzerstudium in Graz interessieren sie ganz besonders die Differenzen zwischen Orient und Okzident, die heute mitten in Europa sichtbar sind. Frischmuths Romane, Erzählungen, Hör- und Fernsehspiele, Kinderbücher, Essays und ihre literarischen Gartenbücher zeichnen sich durch genaue Recherchen, umfangreiches Wissen und eine Vorliebe für das Karnevaleske und die Phantasie aus. Als „‚natural born‘ Feministin“ ist es ihr gelungen, in ihrem vielfältigen Werk darüber zu schreiben, was möglich sein könnte. Und dazu zählt eben auch zu „denken, was nicht sein darf“ und Grenzen zu überschreiten. Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht. Christa Gürtler vermittelt beim Literaturfrühstück Einblicke in Leben und Werk der großen österreichischen Schriftstellerin Barbara Frischmuth, die im Juli 2025 in Altaussee verstorben ist. www.leselampe-salz.at Eintritt € 9/7 Veranstalter: Literaturforum Leselampe
Literatur+Sprache | Lesung

Norbert Gstrein
Das erste Licht

Literaturhaus Salzburg

Wie leben im Schatten der Kriege und des Tötens? Mit einem furchtlosen Blick in die Vergangenheit stellt sich Norbert Gstrein in seinem neuen Roman „Im ersten Licht“ (Hanser Verlag, 2026) dieser großen Frage der Gegenwart. Der österreichische Schriftsteller liest und spricht mit Moderator Tomas Friedmann. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes Leben zerbrechlich in diesem Roman, der mit einem Axthieb beginnt: Adrians Vater macht ihn als Jugendlichen untauglich für den Ersten Weltkrieg, rettet ihn so vielleicht. Der störrische, zärtliche Mensch, der von da an durch über achtzig Lebensjahre hinkt, ist das Wunder dieses Erzählens. Adrian sieht zweimal seine Welt untergehen, hat zweimal mit jungen Männern zu tun, die weniger Glück hatten als er, und erlebt im Alter die unverhoffte Liebesgeschichte eines Mannes, der zu allem erzogen wurde, bloß nicht zum Lieben. Norbert Gstrein, geb. 1961 in Tirol, lebt in Hamburg. Seit seiner erfolgreichen Debüt-Erzählung „Einer“ (1988) erschienen zahlreiche Bücher, zuletzt die Romane „Der zweite Jakob“ (2021) und „Vier Tage, drei Nächte“ (2022) sowie der Essayband „Mehr als nur ein Fremder“ (2023). Viele Auszeichnungen, z.B. Bachmann-Preis 1989, Döblin-Preis 1999, Johnson-Preis 2003, Österreichischer Buchpreis 2019, Thomas-Mann-Preis 2021. Eintritt € 14/12/10
Literatur+Sprache | Lesung

Offene Lesebühne;
¡lesen lassen!

Literaturhaus Salzburg

Schreiber:innen aller Altersgruppen haben die Möglichkeit, außerhalb ihres Freundeskreises unterschiedliche Reaktionen und konstruktive Kritik zu erhalten. erostepost lädt nach Feierabend zu dieser freundlich erdnahen Runde ein! ¡lesen lassen! ist seit über 30 Jahren eine Salzburger Veranstaltungs-Serie des Literaturvereins erostepost. Teammitglieder sowie Neuankömmlinge werden dazu angeregt, ihren Gedanken Form zu geben. Kurze Ideen, kleine Geschichten und Verdichtung sind Herangehensweisen an das Schreiben, die das weite Feld der Kreativität öffnen. Dazu wird angeregt: Wofür steht Literatur? Was bewegt uns? Die Lesenden melden sich eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn mit zwei vorbereiteten Texten von jeweils 5 & 10 Minuten Lesezeit im Café des Literaturhauses an. In der ersten Runde lesen die Autor:innen den kurzen Text. Danach stimmen alle Anwesenden darüber ab, wer in die zweite Runde kommen soll. Nach einer Diskussion wird mittels Stimmzettel ein:e Sieger:in ermittelt. Hinein ins Vergnügen: ¡Lesen und lesen lassen! Veranstalter: erostepost
Literatur+Sprache | Lesung

Claudia Lanteri:
L`isola e il tempo/Die Insel und die Zeit

Literaturhaus Salzburg

Das Buch „Die Insel und die Zeit“ (Folio, 2025, Übersetzung: Verena von Koskull) ist eine Entdeckung. Der Debütroman von Claudia Lanteri mit dem Originaltitel „L’isola e il tempo“ (Einaudi, 2024) – inspiriert von der Insel Linosa, auf der die italienische Autorin viele Monate schreibend verbrachte – wurde in Italien als Sensation gefeiert. Lanteri stellt ihren Roman – ein Inselporträt der langsamen Veränderung – in Lesung und Gespräch vor. Moderation: Giorgio Simonetto. Deutsche Lesung: Ulrike Arp. Auf einer Insel, karg und winzig, irgendwo zwischen Sizilien und Tunis. Der Junge Nonò streift durch die trockene Hitze, er sieht alles und kann die Zeichen des Meeres lesen. Hat er Hunger, plündert er Nester der Sepiasturmtaucher. Dann strandet ein Paar auf der Insel, die Frau tot. Der Überlebende berichtet von einem Jachtunglück, von einer fünfköpfigen Familie, begraben im Meer. Nonò misstraut der Version und stürzt sich in die Suche nach der Wahrheit. Immer wieder, 30 lange Jahre, wird er davon erzählen, doch erinnert er sich richtig? Was macht die Insel, die Zeit, die Einsamkeit mit dem Denken? Was ist wirklich passiert? Claudia Lanteri, in Caltanissetta/Sizilien geboren, wurde bereits als Kind von ihren Eltern, Gründern eines Theaters, mit der Leidenschaft für Geschichten infiziert. Nach Jahren in London arbeitet sie als Buchhändlerin in Palermo und schreibt für „La Repubblica“ und „L’Espresso“. Eintritt € 12/10/8 Veranstalter: Società Dante Alighieri Salzburg, Verein Literaturhaus
Literatur+Sprache | Lesung

Literatur für Liebhaber: Das Johannisevangelium

Theater Münster

Das Johannesevangelium ist für Christen ein Glaubenszeugnis, doch es ist auch ein literarisches Werk. Marion und Markus von Hagen stellen einen der einflussreichsten Texte der abendländischen Religionsgeschichte unter diesem Gesichtspunkt vor. Während die drei anderen Evangelien, die sogenannten Synoptiker, einen erzählenden Charakter haben, entfaltet sich das Johannesevangelium mit seinen großen Dialogen und Szenen wie ein Drama – und zwar ein spannendes! Wie immer gibt es dazu ein Textheft. Eintritt: 12 bzw. 10 € Kartenvorbestellung nur unter 0157/58757211
Literatur+Sprache | Lesung

Torten & Stücke

Theater Konstanz

Lesung aktueller Theatertexte Eintritt frei

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