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Staatliche Museen zu Berlin

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Staatliche Museen zu Berlin
Genthiner Straße 38
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30-266 42 2201
Fax: +49 (0)30-266 42 2202
E-Mail: besucherdienste@smb.spk-berlin.de

Bewertungschronik

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Ausstellung

SLOW - Slow Design for Fast Change

Das Kunstgewerbemuseum öffnet seine Dauerausstellung für einen Dialog mit „Slow Design“: Gezeigt werden unterschiedliche Möbelentwürfe und Objekte, die in einen Dialog mit historischen Exponaten vom Barock bis zum Jugendstil und Art Déco treten. Sie alle artikulieren einen spezifischen Zeitgeist und eine bewusste Auseinandersetzung, von der die Design-Welt aktuell geprägt wird: „Langsames“ Design für einen schnellen Wandel. Die Objekte wurden von jungen Designer*innen eigens für dieses Projekt entworfen und sind vollständig aus amerikanischen Laubhölzern gefertigt. Die Sonderausstellung wurde von den internationalen Designer*innen Hanne Willmann, Sebastian Herkner und Garth Roberts mentoriert und entstand in Kooperation mit dem American Hardwood Export Council (AHEC).

Slow Design
Unsere Gesellschaft ist seit einiger Zeit von einem spürbaren Wertewandel geprägt, der mit einem veränderten Verständnis von Qualität in Bezug auf Design einhergeht. Die Konsument*innen hinterfragen mehr denn je, was sie kaufen: Sie denken über den Designprozess nach, über die Produktionsstätten und verwendeten Materialien sowie die übergeordneten Themen Nachhaltigkeit und Langlebigkeit. Produkte und Objekte, die Materialien möglichst lange in Wertstoffkreisläufen zirkulieren lassen – also mit dem Ziel eines Circular Designs konzipiert sind – gewinnen immer mehr an Bedeutung.

Der Begriff „SLOW“ – so wie er im Zusammenhang mit der Entwicklung von Slow Fashion oder Slow Food verwendet wird – stützt sich auf einen ganzheitlichen Ansatz für kreatives Denken, kreative Prozesse und Produkte. Er bezieht sich nicht darauf, wie lange es dauert, etwas zu entwerfen oder zu realisieren. Es geht vielmehr um einen erweiterten Bewusstseinszustand, um Verantwortlichkeit für das tägliche Handeln und um das Potenzial für eine Bereicherung an Erfahrungen für Einzelpersonen und Gemeinschaften.

Verantwortung der Designer*innen
Designer*innen haben heute einen enormen Einfluss darauf, wie Produkte geplant werden, wo, mit welchen Ressourcen und wie sie hergestellt werden. Im Zuge der kritischen Diskurse zu Nachhaltigkeit und Wegwerfkultur gewinnt ein „langsamerer“ Ansatz im Design zunehmend an Bedeutung. In der heutigen schnelllebigen Kultur ist ein bewusster Wandel hin zu Objekten zu beobachten, die langlebig sind, ein zeitloses Design haben, von hoher Qualität sind und über Generationen hinweg Bestand haben werden. Die Zukunft für diese Entwicklung liegt in der nächsten Generation von Designer*innen. Dieser Wandel kündigt sich aber auch in Unternehmen an, die sich zunehmend auf diese Aspekte konzentrieren. „Slow Design“ entwickelt sich ebenfalls zu einer wirtschaftlichen Denkweise.

Zum Projekt SLOW von AHEC
Mit dem AHEC-Projekt SLOW wird der jungen Generation von Designerabsolvent*innen eine Plattform geboten. Die von einer Expertenjury ausgewählten Teilnehmer*innen sind dazu eingeladen, innovative Produkte und Objekte zu entwerfen und Ideen zu entwickeln, die eine Bewegung in Richtung „Slow Design“ widerspiegeln. Unter dem Einsatz von amerikanischer Roteiche, Hart- und Weichahorn sowie Kirsche hat jede/r Designer*in ein Objekt entworfen, das ihre/seine Interpretation des Ausdrucks „Slow Design for Fast Change“ aufzeigt. Da „Slow Design“ mit präziser Handwerkskunst einhergeht, werden die Entwürfe von der in Butzbach, Hessen niedergelassenen Werkstatt Holzfreude gefertigt.

Ausstellende Designer*innen:
Maximilian Beck, Clémece Buytaert, Simon Gehring, Hansil Heo, Sarah Hossli und Lorenz Noelle, Anna Koppmann, Haus Otto (Nils Körner und Patrick Henry Nagel), Theo Luvisotto und Max Rohregger.

Mentor*innen:
Sebastian Herkner, Garth Roberts, Hanne Willmann

Kooperationspartner AHEC
Der American Hardwood Export Council (AHEC) setzt sich intensiv für das Material Holz ein und hat erfolgreich eine nachhaltige Marke für Laubhölzer aus den USA aufgebaut. Er gehört zu den Pionieren bei der Analyse der Ökobilanz (Life Cycle Assessment/LCA) für Laubhölzer. Durch innovative Design-Projekte wie Legacy, The Smile und MultiPly für das London Design Festival demonstriert AHEC das Leistungspotenzial dieser nachhaltigen Materialien und liefert wertvolle Inspiration.

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Edgar Arceneaux, Church for Sale, 2013, Sammlung Haubrok © Edgar Arceneaux
Ausstellung

Church for Sale

Werke aus der Sammlung Haubrok und der Sammlung der Nationalgalerie

Zu seinem 25-jährigen Jubiläum zeigt der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin in einer eigens für diesen Anlass entwickelten raumgreifenden Architektur in der Historischen Halle des Museums bedeutende Werke aus der Sammlung der Nationalgalerie und aus der Sammlung Haubrok.

Die in der Ausstellung vertretenen Künstler*innen begreifen Kunst als politische Tätigkeit, die sich gegen allgegenwärtige Gewalt und Aggression, gegen Ausgrenzung und mangelnden Schutz von lebensrelevanten Gemeingütern richtet. In ihren Werken thematisieren sie die Verletzlichkeit der menschlichen Existenz in ihrer sozialen und kulturellen Umgebung und untersuchen Machtstrukturen im privaten und öffentlichen Raum.

Die Ausstellung „Church for Sale“ ist betitelt nach einer Werkserie von Edgar Arceneaux aus dem Jahr 2013, die Anzeigetafeln aus der vom finanziellen Bankrott bedrohten Stadt Detroit zeigt, auf denen für den Verkauf von Kirchenräumen und mithin von gemeinschaftsbildenden Versammlungsräumen geworben wird. Sie versammelt Kunstwerke, die das Spannungsfeld zwischen Härte und Verletzlichkeit in unterschiedlichen gesellschaftlichen Kontexten ausloten. Die Schau umfasst Skulpturen, Fotografien, Grafiken, Wand- und Videoarbeiten von Edgar Arceneaux, Siah Armajani, Christoph Büchel, Tom Burr, Claire Fontaine, Jenny Holzer, Alfredo Jaar, Emily Jacir, Carolyn Lazard, Park McArthur, Rodney McMillian, Bruce Nauman, Cady Noland, Ruben Ochoa, Santiago Sierra und Kara Walker.

Die von b+ (Arno Brandlhuber, Florian Jaritz, Gregor Zorzi) konzipierte Architektur greift die Thematik der Ausstellung auf, indem sie kritisch Bezug nimmt auf den für das Areal rund um das Museum gültigen Bebauungsplan und auf die noch nicht völlig geklärte Zukunft des für die Kunst genutzten Gebäudeensembles des Hamburger Bahnhofs. Sie übersetzt die aus der Flucht der Baugrenze resultierende zweidimensionale Linie in eine dreidimensionale Wand, die die Historische Halle von Norden nach Süden in zwei Teile zerschneidet.

Die Ausstellung führt die 2009 begonnene Zusammenarbeit mit der Haubrok Foundation fort. Seitdem besteht ein langfristiger Leihvertrag über dreizehn herausragende Werke der Haubrok Foundation, die in den vergangenen Jahren im Hamburger Bahnhof und in anderen Häusern der Nationalgalerie zu sehen waren, darunter Werke von Michael Elmgreen & Ingar Dragset, Olafur Eliasson, Paola Pivi, Gregor Schneider, Tino Sehgal, Andreas Slominski und Florian Slotawa.

Kuratiert von Gabriele Knapstein; Assistenzkuratorin: Franziska Lietzmann

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Ausstellung

Nation, Narration, Narcosis

Collecting Entanglements and Embodied Histories

„Nation, Narration, Narcosis: Collecting Entanglements and Embodied Histories“ im Hamburger Bahnhof widmet sich dem Verhältnis von Kunst zu politischen Protesten, historischen Traumata und gesellschaftlichen Narrativen vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. In einer Zeit, in der Eisberge schneller schmelzen als Gesellschaften darauf reagieren und in der das Ende der Welt vorstellbarer ist als das Ende des Kapitalismus, fasst die Ausstellung Klima und Umwelt nicht nur ökologisch, sondern auch sozial auf.

In diesem Zusammenhang stellt „Nation, Narration, Narcosis: Collecting Entanglements and Embodied Histories“ Fragen nach den oft brutalen Prozessen der Nationenbildung, der dabei der Kunst zukommenden Rolle und danach, welche hegemonialen wie alternativen Formen von Gemeinschaft und ihren Erzählungen denkbar sind und in Kunstwerken reflektiert werden. Ausgehend von Beuys‘ Konzept der sozialen Plastik konfrontiert die Ausstellung den im Namen „Nationalgalerie“ enthaltenen Begriff der Nation mit anderen Konzepten von Verbundenheit, Solidarität und Individualität.

Internationales Kooperationsprojekt mit Werken von über 50 Künstler*innen

Zu sehen sind Werke von über 50 Künstler*innen wie Amanda Heng, Apichatpong Weerasethakul, Arahmaiani, Ho Tzu Nyen, Käthe Kollwitz, Kawita Vatanajyankur, Marina Abramovic, Melati Suryodarmo, Tita Salina, Willem de Rooij und vielen anderen. Als fortlaufendes, internationales Kooperationsprojekt vereint die Ausstellung erstmals Kunstwerke aus den Sammlungen der Galeri Nasional Indonesia, des MAIIAM Contemporary Art Museum, des Singapore Art Museum und der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin.

„Collecting Entanglements and Embodied Histories“ ist ein seit 2017 durch das Goethe-Institut initiierter und geförderter Recherche-Dialog der beteiligten Kuratorinnen und der von ihnen ausgewählten Sammlungen der Galeri Nasional Indonesia, des MAIIAM Contemporary Art Museum, der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin und dem Singapore Art Museum. Im Sinne der „Shared Collection“ wird der Austausch der beteiligten Kuratorinnen und Institutionen auch in Zukunft fortgesetzt. Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof wird vom Excellenzcluster 2020 „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective“ begleitet.

Die Ausstellungen der jeweiligen Institutionen kuratieren Anna-Catharina Gebbers, Grace Samboh, Gridthiya Gaweewong und June Yap.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin im Dialog mit den Sammlungen der Galeri Nasional Indonesia (Jakarta, Indonesien), des MAIIAM Contemporary Art Museum (Chiang Mai, Thailand), des Singapore Art Museum (Singapur), initiiert vom Goethe-Institut Südostasien, gefördert von der Kulturstiftung des Bundes und dem Goethe-Institut.

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Anna Dorothea Therbusch, Selbstbildnis, Detail © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders
Ausstellung

Anna Dorothea Therbusch

Eine Berliner Künstlerin der Aufklärungszeit

Vor 300 Jahren, am 23. Juli 1721, wurde mit Anna Dorothea Therbusch eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 18. Jahrhunderts in Berlin geboren. Anlässlich des runden Jubiläums würdigt die Gemäldegalerie im Herbst 2021 diese außergewöhnliche Künstlerin und Vorreiterin der Emanzipation mit einer fokussierten Sonderausstellung mit wichtigen Werken aus den eigenen Beständen der Staatlichen Museen zu Berlin.

Ungewöhnlicher Karriereweg der Anna Dorothea Therbusch

Der ungewöhnliche Karriereweg von Anna Dorothea Therbusch (1721-1782) begann als Tochter des preußischen Hofmalers Georg Lisiewsky, von dem sie wie ihre Geschwister früh eine erste Ausbildung als Malerin erhielt. Doch als Ehefrau eines Gastwirts und Mutter von fünf Kindern blieben ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet zunächst ungenutzt. Umso energischer widmete sie sich ab ihrem 40. Lebensjahr der Malerei, sodass ihr als einer der wenigen Frauen überhaupt im Jahr 1767 die Aufnahme in die wichtigste europäische Kunstakademie der Zeit, die Pariser Académie royale de peinture et de sculpture, gelang. Zurück in ihrer Heimatstadt wurde sie eine gefragte Porträtmalerin und mit Bildnissen etwa von Henriette Herz, Friedrich II. und dem Arzt Christian Andreas Cothenius zur bedeutenden Chronistin der Zeit der Aufklärung.

Werke der großen Berlinerin finden sich in der Gemäldegalerie und in der Alten Nationalgalerie

Werke der großen Berlinerin finden sich in gleich zwei Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin – der Gemäldegalerie und der Alten Nationalgalerie. Von dort aus sind sie als Dauerleihgaben in weiteren Museen über die Stadt verteilt präsent – im Bode-Museum, im Kunstgewerbemuseum sowie im Jüdischen Museum. Besonders bekannt ist ihr um 1782 entstandenes großformatiges Selbstbildnis in der Gemäldegalerie; in ihm präsentiert sich Therbusch als gelehrte und elegante Respektsperson sowie als nahbare und hellwache Gesprächspartnerin, die durch das Buch in ihrer Hand sowie den frontalen Blick durchs Augenglas ihr Interesse an den Dingen und dem Gegenüber demonstriert.

Gemäldegalerie versammelt anlässlich des 300. Geburtsjubiläums fast den gesamten Bestand an Therbusch-Arbeiten aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin

Um dieses Hauptwerk versammelt die Gemäldegalerie anlässlich des 300. Geburtsjubiläums im Herbst 2021 den fast gesamten Bestand an Therbusch-Arbeiten aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin in einer fokussierten Sonderausstellung. Ergänzt durch Referenzwerke von Zeitgenossen ergibt sich ein repräsentatives Bild des Schaffens und beruflichen Netzwerks von Anna Dorothea Therbusch sowie ihrer Zeit.

Eine Sonderpräsentation der Gemäldegalerie in Kooperation mit der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

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Sitzende Frauenfigur, Chloritfigurine, Detail. Baktrien, 2. Hälfte 3. Jt. v. Chr. © The Sarikhani Collection / J. Bodkin
Ausstellung

Iran. Kunst und Kultur aus fünf Jahrtausenden

Erstmals steht in Berlin die Kulturgeschichte des Iran – von den frühen Hochkulturen bis zur Neuzeit – im Mittelpunkt einer großen kunsthistorischen Übersichtsausstellung. In der James-Simon-Galerie werden rund 360 Objekte aus der Sarikhani Sammlung, London mit Exponaten der Staatlichen Museen zu Berlin zu sehen sein. Die gezeigten Werke bezeugen die herausragende Bedeutung des Iran als Impulsgeber, Schmelztiegel und kulturellem Motor zwischen Afrika, Asien und Europa. Zudem präsentieren sie ein facettenreiches Kaleidoskop kultureller Schaffenskraft städtischer Gesellschaften.

Faszinierende Kulturlandschaft Iran
In Iran entwickelte sich über Jahrtausende hinweg eine faszinierende Kulturlandschaft. Zwischen Wüsten, Bergketten und Gewässern war die Region Heimat großer historischer Zivilisationen, doch seine künstlerischen Errungenschaften sind jenseits der Fachwelt weitgehend unbekannt. Dabei handelt es sich nicht nur um eine der ältesten und wichtigsten globalen Kulturregionen, sondern auch um einen überregional wichtigen kulturellen, künstlerischen und wissenschaftlichen Impulsgeber – auch für Europa. In der Sonderausstellung werden exquisite Kunstwerke aus der Sarikhani Sammlung um einzigartige Arbeiten aus den Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin ergänzt. Es ist eine Zeitreise durch das reiche kulturelle Erbe des Landes. Höhepunkte dieser Reise sind die Großreiche der Achämeniden und Sasaniden, die Ausbildung einer persisch-islamischen Kultur, die künstlerischen Meisterleistungen des 9. bis 13. Jahrhunderts und die Glanzzeit der Safawiden.

„Kulturautobahn“ zwischen Asien, Afrika und Europa
In der Ausstellung wird die zentrale Rolle des Iran im Kontext überregionaler politischer, wirtschaftlicher und kultureller Beziehungen aufgezeigt. Als „Kulturautobahn“ zwischen Asien, Afrika und Europa ist der persische Raum durch eine enorme ethnische und sprachliche Vielfalt geprägt. Immer wieder bilden Migration, die Wanderung von Kulturtechniken entlang der Seidenstraße(n) und Wissenstransfers über geographische und soziale Grenzen hinweg die Grundlage von Innovation und Kreativität. Von den frühen Hochkulturen, Elam und den Reichen der Alten Könige aus der Persis mit der Thronstadt Persepolis über die Eroberungszüge Dschingis Khans und der bedeutenden imperialen Stadt Isfahan bis zum Beginn der Moderne wird die Entwicklung des Iran in einem chronologischen Parcours gegliedert und mit Traditionen, Umbrüchen und vielschichtigen Beziehungen illustriert.

Fünftausend Jahre Kulturnation Iran
Die Ausstellung – ein Muss besonders für Freunde der Malerei und Keramik – zeigt, wie sich eine spezifisch iranische kulturelle Identität, ausgehend von Farsi als eigene Bildungs- und Kultursprache, über die Jahrtausende formt und vor allem immer wieder in den transregionalen Netzwerken von Händlern und Gelehrten oder in Umbrüchen von Krieg und Flucht verändert. Immer wieder übernahmen Invasoren oder Vertriebene Sprache und Kultur, nur um sie stetig zu erneuern.

Stefan Weber, Direktor des Museums für Islamische Kunst:
Denkt man an die enorme kulturhistorische Bedeutung des Irans, so ist die Ausstellung überfällig. Wie in vielen Ländern der Region wird unsere Wahrnehmung heute durch politische Probleme und Gegenwartsfragen bestimmt. Für den Iran gilt dies besonders seit der Revolution zur islamischen Republik 1979, die unser kollektives Gedächtnis bestimmt. Diese Ausstellung soll unabhängig, aber nicht losgelöst von der Gegenwart eine alte, auch für uns wichtige Kulturnation würdigen – wohl eine der wichtigsten überhaupt.

„Iran. Kunst und Kultur aus fünf Jahrtausenden“ wird kuratiert von Ute Franke in Zusammenarbeit mit Stefan Weber, Museum für Islamische Kunst und Ina Sandmann, Sarikhani Sammlung.

Begleitend zu der Ausstellung in der James-Simon-Galerie wird die auf Buchkunst beschränkte Sonderpräsentation „Sehnsuchtsort Garten. Persische Buchmalerei trifft Berliner Kleingartenidyll" im Buchkunstkabinett des Pergamonmuseums gezeigt.

Programm
Guides des Multaka-Projekts, mit familiären Bezügen zum Iran und Afghanistan, bieten buchbare Führungen in Deutsch, Englisch, Arabisch oder Persisch durch die Ausstellung an. Ebenso sind weitere Touren und Online-Workshops besonders auch für Schulen buchbar. Während der gesamten Laufzeit findet in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und dem Freundeskreis des Museums für Islamische Kunst ein umfangreiches Begleitprogramm mit Vorträgen, Lesungen, Filmvorführungen und statt. Der Pierre-Boulez-Saal / Barenboim-Said Akademie begleitet als Kooperationspartner die Ausstellung mit einem speziellen Konzertprogramm.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Hirmer Verlag: Hardcover, 396 Seiten, 610 Abbildungen in Farbe, ISBN 978-3-7774-3804-7, Buchhandelspreis: 49,90 Euro. Der Katalog wird ab Ende Oktober 2021 im Buchladen erhältlich sein.

Eine Sonderausstellung des Museums für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin und der Sarikhani Sammlung, London

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Ausstellung

Magische Spiegelungen - Johann Erdmann Hummel

Die Alte Nationalgalerie widmet dem bis heute trotz seiner Bedeutung wenig wahrgenommenen Maler Johann Erdmann Hummel (1769 – 1852) eine längst fällige Ausstellung. Bereits 1924 zeigte die Nationalgalerie unter Ludwig Justi eine Retrospektive zum Künstler. Ausgehend von Werken aus der Sammlung der Nationalgalerie präsentiert die Werkschau „Magische Spiegelungen – Johann Erdmann Hummel“ nun rund 100 Jahre später eine Wiederentdeckung von Hummels Malerei.

Originellen Spiegelungen, räumlichen Verschachtelungen und raffinierten Beleuchtungen galt Hummels besonderes Interesse. Seine kunstvoll konstruierten, mitunter überrealistisch erscheinenden Kompositionen weisen in ihrer zeichnerischen Klarheit auf Kunstströmungen wie die Neue Sachlichkeit voraus. Zugleich waren Hummels Lehrtätigkeit an der Berliner Akademie der Künste zur Optik, Perspektive und Architektur sowie seine Forschungen und Publikationen zu den Gesetzen der visuellen Wahrnehmung national und international richtungsweisend. Ab 1904 konnte Hugo von Tschudi mit „Die Schachpartie“, „Das Schleifen der Granitschale“ und „Die Granitschale im Berliner Lustgarten“ drei Hauptwerke Hummels für die Nationalgalerie erwerben. Die Ausstellung umfasst insgesamt etwa 45 Gemälde und 50 Zeichnungen von Hummel sowie einige ausgewählte Werke der Neuen Sachlichkeit.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Sandstein-Verlag mit einem Werkverzeichnis der Gemälde.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

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© The Sarikhani Collection, London
Ausstellung

Sehnsuchtsort Garten

Persische Buchmalerei trifft Berliner Kleingartenidyll

Ob Gartenparties oder Romanzen im Park, nicht erst in der Gegenwart träumen sich Menschen an Orte, die mit Erinnerungen an eine schöne Zeit verbunden sind. Gärten und Parks sind und waren Sehnsuchtsorte. Hier genießt man das Grillfest mit Freunden, entzieht sich den Blicken der Mitmenschen oder entspannt in Gartenlaube und Pavillon mit Blick ins Grüne. Dies gilt besonders in heißen und trockenen Regionen wie dem Iran, wo kultivierte Gärten mit kühlenden Wasserläufen und schattenspendenden Bäumen idyllische Rückzugsorte bilden. Diese gesellschaftliche Funktion von Gärten, ebenso wie die große Bedeutung der Gartenkultur als eigenständiger Kunstform, finden in der persischen Dichtung und Buchmalerei einen reichen Ausdruck.

Begleitend zur Sonderausstellung „Iran. Kunst und Kultur aus fünf Jahrtausenden“ schlägt die Sonderpräsentation im Buchkunstkabinett des Museums für Islamische Kunst eine Brücke zwischen iranischer Gartenkultur und der „Landlust“ heutiger Großstädter. Persische Buchmalereien illustrieren detailreich und farbintensiv den Zauber des Gartens. Sie werden kontrapunktisch in Bezug gesetzt zu dem Freiheitsversprechen der Kleingärten, Datschengrundstücke oder auch dem durch die Corona-Pandemie veränderten Bezug zu Parks und Gärten.

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© Helmut Newton Estate, courtesy Helmut Newton Foundation
Ausstellung

Helmut Newton. Legacy

Ab dem 31. Oktober 2021 zeigt die Berliner Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie die große Retrospektive „Helmut Newton. Legacy“. Die Ausstellung sollte ursprünglich anlässlich des 100. Geburtstags des Fotografen eröffnet werden, wurde jedoch aufgrund der aktuellen Situation um ein Jahr verschoben. Sie hält neben zahlreichen Bildikonen von Helmut Newton auch manche Überraschungen für die Besucher*innen bereit.

Auf der gesamten Ausstellungsfläche im ersten Stock des Museums wird das Leben und das visuelle Vermächtnis des gebürtigen Berliner Fotografen chronologisch nachgezeichnet. Mit etwa 300 Werken, von denen die Hälfte zum ersten Mal gezeigt wird, präsentiert der Stiftungskurator Matthias Harder unbekanntere Aspekte aus Newtons Werk, darunter vor allem seine ungewöhnlichen Modefotografien der unterschiedlichen Dekaden, die den sich wandelnden Zeitgeist widerspiegeln. Abgerundet wird die Präsentation durch Polaroids und Kontaktbögen, mit denen man in der Ausstellung der Entstehung berühmter Motive nachspüren kann, sowie Sonderveröffentlichungen, Archivalien und Zitate des Fotografen.

Seinen unnachahmlichen Stil fand Newton im Paris der 1960er-Jahre, etwa mit den Aufnahmen der damals revolutionären Modeentwürfe von André Courrèges. Neben den klassischen Studioaufnahmen arbeitete der Fotograf auch in den Straßen von Paris und inszenierte seine Modelle etwa als vermeintliche Demonstrantinnen oder im Rahmen einer Paparazzi-Story; stets im Auftrag bekannter Modemagazine. Die teilweise engen Rahmenbedingungen und Erwartungen seiner Auftraggeber waren für ihn gleichzeitig ein Anreiz, gegen die traditionellen Darstellungsmodi zu opponieren.

Seit den 1970er-Jahren hatte Newton hingegen nahezu unbegrenzte Möglichkeiten beim Shooting vor Ort, ob per Helikopter am Strand von Hawaii oder in einem Pariser Stundenhotel, wo er Unterwäsche fotografierte und über die Spiegel im Raum stets im eigenen Bild sichtbar blieb. So testete Newton immer wieder gesellschaftlich-moralische Grenzen aus und definierte sie mitunter neu; er verstörte und verzauberte die Menschen mit seinen Visionen und Visualisierungen von Mode und Weiblichkeit – und das bis zu seinem Lebensende. Wohl kein Fotograf wurde häufiger publiziert als Helmut Newton. Heute sind viele seiner ikonischen Bilder Bestandteil unseres kollektiven Bildgedächtnisses. Doch nach einer intensiven Recherche im Stiftungsarchiv kommen nun vergessene, überraschende Fotografien ans Licht.

In June’s Room wird während der Laufzeit der Retrospektive eine Sonderausstellung zum Werk von June Newton alias Alice Springs gezeigt – im Andenken an die Stiftungspräsidentin, die im April 2021 in Monte Carlo verstarb und inzwischen neben ihrem Mann in Berlin zur letzten Ruhe gebettet wurde.

Zur Ausstellung „Helmut Newton. Legacy“ erscheint die umfangreiche, gleichnamige Publikation im TASCHEN Verlag, hg. v. Matthias Harder, Hardcover, 24 x 34 cm, 424 Seiten, ISBN 978-3-8365-8458-6

Eine Sonderausstellung der Berliner Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie, Staatliche Museen zu Berlin.

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© Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Volker-H. Schneider
Ausstellung

Die Sammlung Solly 1821–2021

Vom Bilder-„Chaos“ zur Gemäldegalerie

Die Erwerbung der Sammlung Solly jährt sich im November 2021 zum 200. Mal und wird in der Gemäldegalerie mit einer Sonderausstellung gewürdigt.

Im frühen 19. Jahrhundert entstand in Berlin eine beispiellose Gemäldesammlung, die zur Grundlage der Galerie im 1830 eröffneten Königlichen Museum werden sollte. Der aus England stammende Kaufmann Edward Solly (1776–1844) hatte mit dem Handel von Getreide und Holz viel Geld verdient und es in Bilder aller Art investiert. Allein in seinen Berliner Jahren brachte er zwischen 1813 und 1818 über dreitausend Gemälde vor allem aus Italien, Deutschland und den Niederlanden zusammen.

Das Besondere: Viele dieser Bilder stammen von bis dahin kaum bekannten, heute aber hochgeschätzten Künstlern wie Giotto, Botticelli, Jan van Eyck oder Jan Gossart. Möglich war die Entstehung dieser gewaltigen Sammlung nur durch die aufgelösten Markt- und Besitzverhältnisse der nachrevolutionären Zeit. Erst nach langen Verhandlungen gelang die Erwerbung der Sammlung Solly im Jahr 1821 – und war damit ein unschätzbarer Glücksfall für die Berliner Museen.

Die Ausstellung wird den oft unterschätzten, weltoffenen und kunstbegeisterten Sammler Solly ebenso ehren wie die Gründer des Königlichen Museums, allen voran Karl Friedrich Schinkel, die den Grundstein für eine öffentliche Kunstsammlung von Weltrang legten.

Anhand ausgewählter Werke präsentiert die Ausstellung die Vielschichtigkeit und Breite der Sammlung Solly und beleuchtet unter verschiedenen Aspekten den Wandel in der Wertschätzung einzelner Stücke. Gezeigt werden Meisterwerke, Wiederentdeckungen und – wie es 1830 hieß – „historische Merkwürdigkeiten“.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der die Entstehung und die Ankaufsverhandlungen der Sammlung darlegt und diese herausragende Erwerbung in ihren zeitgeschichtlichen Kontext stellt.

Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin

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© Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Michael Mohr.
Ausstellung

A wie Advent, Z wie Zoff - Ein Weihnachts-ABC

Alle lieben Weihnachten … oder? Weihnachten hat als saisonales Fest einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Es wird heute auf der ganzen Welt gefeiert – egal, ob christlich oder nicht.

Jenseits der religiösen Botschaft werden kulturübergreifend vor allem die besondere Stimmung, der Familienbezug und der Konsum rund um Weihnachten gelebt. Als „Fest der Liebe“ ist es mit hohen Erwartungen verbunden – und damit auch Enttäuschungen. Weihnachten führt ebenso zu Ausgrenzungen – von denjenigen, die an den Feiertagen allein sind, sich kein Festessen und keine Geschenke leisten können oder es aus religiösen oder kulturellen Gründen nicht begehen. Am Weihnachtsfest lassen sich auch verschiedene gesellschaftliche Konfliktfelder wie unter einem Brennglas untersuchen, zum Beispiel die Debatten um Rassismus, die sich schon seit vielen Jahren am Zwarte Piet-Begleiter des Sinterklaas in den Niederlanden entzünden.

In einem Mix aus Objekten aus der Sammlung des MEK, Fotografien, Musik und Film umkreist die Sonderausstellung entlang des Alphabets Helles und Dunkles, Popkultur und Hochamt, Protest und Humor rund um Weihnachten. Typisch weihnachtliche Dinge wie Adventskalender und Wunschzettel stehen neben aktuellen Musikvideos, Hollywood-Filmen und Selfies: Sie beleuchten so unterschiedliche Themen wie N wie Nachhaltigkeit am Beispiel der Weihnachtsproduktion in der chinesischen Großstadt Yiwu, F wie Fernsehen als Teil der Festtagsrituale oder auch T wie Tradition, die ganz unterschiedlich gelebt werden kann.

Eine Sonderausstellung des Museums Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin.

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© Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum
Ausstellung

Nebukadnezar im Sozialismus

Das Vorderasiatische Museum in der DDR

Das Vorderasiatische Museum war das einzige Museum der Staatlichen Museen zu Berlin mit ausschließlichem Sitz in Ost-Berlin. Wie das „Kollektiv“ des Vorderasiatischen Museums in der DDR seine musealen Aufgaben in den Bereichen Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen und Vermitteln wahrnahm, ist Gegenstand dieser Sonderpräsentation im Pergamonmuseum. Anlass ist das 30-jährige Jubiläum der Wiedervereinigung der Berliner Museen am 1. Januar 2022.

Am 1. Januar 2022 jährt sich die Wiedervereinigung der Staatlichen Museen zu Berlin und der West-Berliner Staatlichen Museen Preußischer Kulturbesitz zum 30. Mal. Aus diesem Anlass setzt sich das Vorderasiatische Museum mit seiner jüngeren Vergangenheit auseinander und fragt nach der Rolle des Museums und des Museumsverbunds in der DDR. Wie sah die Einbindung des Museums in die internationale Forschungscommunity aus? Welche Sonderausstellungen im In- und Ausland wurden erarbeitet, und wie gestaltete sich die Arbeit des Museumspädagogischen Dienstes? Als integraler Bestandteil der Berliner Stadtgeschichte werden auch Stimmen und Erinnerungen von damaligen Museumsbesucher*innen in die Ausstellung integriert.

Die Rolle der Museen in der Gesellschaft der DDR

Die Rolle der Museen in der Gesellschaft der DDR und in der historisch-politischen Bildung spielte in der Aufarbeitung der SED-Diktatur bisher nur eine Nebenrolle. Gerne wird im Ost-West-Vergleich auch nach 30 Jahren Wiedervereinigung noch das Bild von der „Mauer“ im Kopf bemüht. Gilt das auch für die beiden Museumslandschaften? Welche Standards in Restaurierung und Museumspädagogik gab es in Ost und West und was hat sich durchgesetzt? Am Beispiel des Vorderasiatische Museums soll gezeigt werden, wie das Museum bzw. seine Mitarbeitenden in der DDR agiert haben.

Spannendes Archivmaterial, Fotografien, Filmausschnitte und Originalobjekte

Soviel sei verraten: Die Arbeit des Museums hatte keine Ähnlichkeit mit den von Spionage- und Stasi-Filmen geprägten Geschichtsbildern, und auch den internationalen Vergleich musste das Vorderasiatische Museum nicht scheuen: Es organisierte spektakuläre Veranstaltungen für Besucher*innen, die Forschung geschah auf Augenhöhe mit internationalen Kolleg*innen und seine Sonderausstellungen wurden im In- und Ausland gezeigt. Die Sonderpräsentation nähert sich diesem spannenden und wenig beleuchteten Kapitel anhand von ausgewähltem Archivmaterial, Fotografien, Filmausschnitten und zahlreichen Originalobjekten.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch den Förderverein Freunde der Antike auf der Museumsinsel Berlin e.V.

Zur Eröffnung der Ausstellung findet am Dienstag, 9. November 2021, ein ganztägiges Symposium im Auditorium der James-Simon-Galerie statt. Zeitzeug*innen und Historiker*innen führen unterschiedliche Perspektiven zusammen und diskutieren neue Forschungsansätze. Das Programm des Symposiums wird zeitnahe online veröffentlicht.

Eine Sonderausstellung des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin.

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© Staatliche Museen zu Berlin / Museum für Islamische Kunst
Ausstellung

Gurbet Şarkıları - Lieder aus der Fremde

Musik und Zugehörigkeit zwischen der Türkei und Deutschland (1961-2021)

Anlässlich des 60. Jahrestages des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Türkei am 30. Oktober 2021 zeigt das Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum die Musikausstellung "Gurbet Şarkıları – Lieder aus der Fremde". Die Ausstellung macht unterschiedliche Perspektiven der sogenannten Gastarbeiter*innen und nachfolgender Generationen sichtbar, indem sie sich dem Verhältnis zwischen Musik, individuellen Biographien und gesellschaftlicher Verortung widmet.
Sehnsucht und Identitätsfindung zwischen „Heimat“ und „Fremde“

Die Ausstellung nähert sich über Musik großen persönlichen und gesellschaftspolitischen Fragen: Was bedeutete für die erste Gastarbeiter*innengeneration damals Musik in der „Fremde“? Wie wurden Sehnsucht, Identitätsfindung zwischen „Heimat“ und „Fremde“ sowie Rassismuserfahrungen musikalisch verhandelt? Was bedeutet Musik heute für die Kinder und Enkelkinder dieser Menschen, die in Deutschland beheimatet sind? Der Ausstellungstitel „Lieder aus der Fremde“ bezieht sich dabei auf Musik, die türkeistämmige Menschen der ersten Generation in Deutschland geschaffen haben und die hierzulande gehört wurde und wird.

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Ausstellung

James Simon. Die Kunst des sinnvollen Gebens

Mit der James-Simon-Galerie würdigen die Staatlichen Museen zu Berlin auf der Museumsinsel Berlin den großen Philanthropen, Mäzen und jüdischen Weltbürger James Simon (1851-1932). Nun erinnern der Historiker Olaf Matthes und die Filmemacher*innen Felix von Boehm und Gerda Leopold in vier Filmen und einer Virtual-Reality-Anwendung an das Leben und Wirken des großen Berliners. Der Eintritt in die Sonderpräsentation in der oberen Sonderausstellungshalle des Kulturforums ist frei.

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Aida von Guiseppe Verdi, De Nationale Opera Amsterdam 2000, Regie Klaus Michael Grüber Bühne / Kostüme Eduardo Arroyo Radames Giorgio Giuseppini © Ruth Walz
1 Ausstellung

Ruth Walz. Theaterfotografie

Das Museum für Fotografie zeigt in einer großen Einzelausstellung Theaterfotografien von Ruth Walz aus den letzten 50 Jahren. Für die Schaubühne Berlin hat Walz von 1976 bis 1990 legendäre Inszenierungen unter anderem von Peter Stein, Luc Bondy oder Robert Wilson meisterhaft dokumentiert und viele weitere Meilensteine der jüngeren europäischen Theater- und der Operngeschichte als Fotografin begleitet.

In eineinhalb Jahrzehnten mit dem Ensemble der Schaubühne hat Ruth Walz (* 1941 in Bremen) auf ebenso beharrliche wie ergreifende Weise die Inszenierungen von Peter Stein, Klaus-Michael Grüber, Luc Bondy und Robert Wilson in den erinnerungshaltigen Räumen von Karl Ernst Herrmann, Gilles Aillaud und Eduardo Arroyo und den Kostümen von Moidele Bickel und Susanne Raschig festgehalten. Nach dieser maßstabsetzenden, glücklichen Epoche hat sie Weggefährten auf vielen Stationen des europäischen Theaters und der Oper begleitet und gleichzeitig die Spannbreite ihrer Fotografie technisch (von der Analog- zur Digitalfotografie) und durch neue Freundschaften unter anderem mit Krzystof Warlikowski, Peter Sellars, Dmitri Tcherniakov oder Romeo Castellucci erweitert.

Fotografie auf dem Theater
Dank ihres Spürsinns für den „entscheidenden Augenblick“, der im Theater nicht weniger gilt als in der street photography, sind über die Jahre eindringliche Porträts bedeutender Schauspieler*innen entstanden. Die Bilder von Ruth Walz erfassen in den Großaufnahmen die Gesichter der Akteur*innen so nahe, wie wir sie selbst nie gesehen haben und öffnen sich in den Totalen zu lange nachwirkenden Raumerzählungen. Intime Gesten und beredte Mienen verschränken sich mit dem chorischen Zusammenspiel des Ensembles.

Es gehört zu den Paradoxen der Theaterfotografie, dass sie vergänglichste Kunst um lebendige Bildschatten bereichert, die uns den Genuss wie den Verlust des unmittelbaren Erlebten beglückend wie schmerzhaft vor Augen führen. Die Fotografien von Ruth Walz besitzen einen untrüglichen ‚Fingerabdruck‘ – ihre Theaterbilder beschenken uns mit der jüngeren Geschichte und der auf Zeitgenossenschaft drängenden Gegenwart des Theaters.

Einblicke in das Labor von Ruth Walz
Neben großen Bildfolgen aus einzelnen Inszenierungen – darunter Stücke von Shakespeare, Aischylos oder Goethe – gewährt die Ausstellung auch einen Blick hinter die Kulissen und in das Labor von Ruth Walz, im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Dem Theater von Botho Strauss ist eine eigene Abteilung gewidmet, ebenso ihrem 2019 verstorbenen Lebensgefährten Bruno Ganz.

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin und der Fotografischen Momente

Publikation zur Ausstellung
Zur Ausstellung erscheint ein Bildband im Hatje Cantz-Verlag: „Ruth Walz: Theater im Sucher“, Deutsch, Englisch, 400 Seiten, ISBN 978-3-7757-5041-7, ca. 54 €.

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Bewertungen & Berichte Ruth Walz. Theaterfotografie

Press-Photo-Dienst Schmidt, Szene aus Menschen wie Du und Ich von Alfred Hermann Unger, 1929, Regie: Joachim von Ostau, Deutsches Volkstheater © bpk / Press-Photo-Dienst Schmidt
Ausstellung

Theater im Museum für Fotografie.
Ein Rückblick auf die 1920er Jahre

In einer detektivischen Spurensuche beleuchtet die Schau ein bisher kaum bekanntes Kapitel der Geschichte des ehemaligen Landwehrkasinos, des jetzigen Museums für Fotografie. Im Kaisersaal, dem großen Ausstellungsraum des Museums im 2. Obergeschoss wurde vor 100 Jahren ein Theater eingerichtet. In der Ausstellung wird anhand von Theaterfotografien, Programmheften, Besetzungszetteln, Postkarten und Plakaten dessen wechselhafte Geschichte vorgestellt.

Das Landwehrkasino wurde 1909 als Versammlungshaus des Reserveoffizierscorps errichtet. Nach dem 1. Weltkrieg fehlten dem Militär die Mittel, daher musste das repräsentative Herzstück des Kasinos, der Kaisersaal, vermietet werden. Dort eröffnete Gustav Charlé im August 1921 das Neue Theater am Zoo. Die Bühne lag im Neuen Westen, dem Zentrum der Vergnügungskultur der „goldenen“ Zwanzigerjahre rund um die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche und den Kurfürstendamm, und bot mit Operetten wie Tanztheater, mit Stücken von Shakespeare über Wedekind bis Roda Roda, mit Klavierabenden wie Lustspielen ein sehr breites und abwechslungsreiches Programm.

Vom Neuen Theaters am Zoo zum Deutschen Volkstheater
Das Theater erlebte eine schnelle Abfolge von Sensationserfolgen, Pleiten und Direktionswechseln. 1929 übernahm Joachim von Ostau die Bühne und benannte sie in Deutsches Volkstheater um. Bereits ein knappes Jahr später war sein Vorhaben gescheitert, ein kulturell bedeutsames Theater zu etablieren. Wie viele andere Bühnen wurde das Haus in Folge der Weltwirtschaftskrise in den frühen 1930er Jahren aufgegeben. Das Theaterexperiment im Landwehrkasino steht so exemplarisch für das Berliner Theaterleben der Weimarer Republik.

Vielfältige Einblicke in das Berliner Theaterleben der Zwischenkriegszeit
Theaterfotografien von Lotte Jacobi und Joseph Schmidt dokumentieren Inszenierungen des Neuen Theaters am Zoo / Deutschen Volkstheaters. Sie geben aufschlussreiche Einblick in die aufgeführten Stücke, die Bühnengestaltung und Kostüme der Zeit. Auch die Tanzfotografie ist mit Aufnahmen Suse Byks von Stücken des bekannten Choreografen und Tanztheoretikers Rudolph von Laban sowie Bildern Martin Badekows von der Nackttänzerin Celly de Rheidt vertreten.

Die Präsentation versammelt Objekte aus den Beständen der Kunstbibliothek, der bpk-Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte, der Staatsbibliothek zu Berlin, der Akademie der Künste, der Stiftung Stadtmuseum Berlin, des Museums Charlottenburg-Wilmersdorf in der Villa Oppenheim, des Bildarchivs akg-images und der Universitätsbibliothek Leipzig. Sie wird zusammen mit der Ausstellung „Ruth Walz. Theaterfotografie“ im Kaisersaal des Museums für Fotografie präsentiert.

Katalog zur Ausstellung
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation von Justine Tutmann im Deutschen Kunstverlag, 112 Seiten, 74 Abbildungen, ISBN 978-3-422-98696-1 ca. 19 Euro.

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin

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Tomas Schmit (1946-2006), and how they rise from nothing II, 1978, Detail © tomas schmit archiv, Berlin
Ausstellung

sachen m a c h e n.
Tomas Schmit. Zeichnung, Aktion, Sprache 1970–2006

Im Rahmen der Berlin Art Week widmen das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und der Neue Berliner Kunstverein (n.b.k.) dem deutschen Aktionskünstler und Zeichner Tomas Schmit (1943–2006) parallel zwei große Ausstellungen. Während sich der n.b.k. auf die Fluxus-Aktivitäten Schmits konzentriert, richtet das Kupferstichkabinett die erste Retrospektive seines zeichnerischen Werks in Berlin aus. Die rund 170 Exponate umfassende Ausstellung mit Werken aus eigenem Bestand, ergänzt durch herausragende Leihgaben, spiegelt das mannigfaltige Spektrum von Schmits nahezu 40 Jahre umfassender Sprach- und Zeichenkunst wider.

Als Performer und Organisator hatte Tomas Schmit an den Aktionen der europäischen Fluxus-Gruppe teilgenommen, bis sie sich 1964 allmählich aufzulösen begann. Ab 1966 widmete er sich vorrangig dem Schreiben und Zeichnen. Doch die Idee der Bühne als einem Ort, an dem eine Handlung vor und mit einem Publikum zur Aufführung gelangt, war damit nicht aus seiner Kunst verschwunden. Stattdessen avancierte nun das Zeichenpapier zum neuen Ort seines vom Fluxus durchdrungenen Credos „[...] sachen m a c h e n, eben nicht Sachen darstellen oder kommentieren oder schematisieren oder interpretieren, sondern m a c h e n“. Auf dem Papier inszenierte Schmit fortan „die Aufführung des Zeichnens“. Die enge Verzahnung von Aufführungs- und Zeichenpraxis, die Schmits gesamtes Schaffen kennzeichnet, wird erstmals in der Ausstellung des Kupferstichkabinetts in den Blick genommen.

Den Kern der Ausstellung bilden die Werke Schmits, die aus einer ereignishaften, Zufallsgeschehnisse integrierenden Zeichenpraxis hervorgegangen sind, wie dem Blindzeichnen. Ihnen ist das „sachen m a c h e n“ in besonderer Weise eigen. Umschlossen wird dieser thematische Fokus von einer chronologischen, alle Schaffensphasen des Künstlers umspannenden Werkpräsentation. Zu sehen sind Beispiele seiner frühen Aktionsliteratur wie auch die ab 1966 entstehenden Blei- und Buntstiftzeichnungen auf Papier, die Editionen der 1970er-Jahre, die durch Rechen- und Würfelspiele hervorgebrachten Zeichnungen der 1990er-Jahre, die späten Tuschezeichnungen auf Museumskarton ab 2003 sowie digitale Zeichnungen von 2004.

Ernsthaft und zugleich humorvoll, ging Schmit in seinem vielfältigen Werk, in seinen Aktionen, Büchern, Editionen und Zeichnungen, den Gesetzmäßigkeiten des Lebens nach, wobei er den Alltag betrachtete und weit darüber hinaus sein Augenmerk auf die Evolutionstheorie, auf Fragen von Bewusstsein und Wahrnehmung richtete. Stets begleitete und leitete ihn dabei die tief im Fluxus verwurzelte, mit den Jahren erweiterte Methode: nicht darstellen, nicht kommentieren oder imitieren, sondern „sachen m a c h e n“.

Die Ausstellung wird kuratiert von Jenny Graser, Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Kupferstichkabinett.

Katalog
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog im Hatje Cantz Verlag mit Textbeiträgen von Jenny Graser, Dorothy Iannone, Kasper König, Stefan Ripplinger, Tomas Schmit und Annette Tietenberg, herausgegeben von Jenny Graser und in Zusammenarbeit mit Barbara Wien: ca. 300 Seiten, 180 Abbildungen. ISBN 978-3-7757-5126-1.

Parallel-Ausstellung im Neuen Berliner Kunstverein
Während sich die Ausstellung im Kupferstichkabinett auf Schmits Arbeiten auf Papier konzentriert, werden die Fluxus-Aktivitäten des Künstlers parallel in der Ausstellung „Tomas Schmit. Stücke, Aktionen, Dokumente 1962–1970“ im Neuen Berliner Kunstverein (n.b.k.) beleuchtet.

Veranstaltungsprogramm
Beide Ausstellungen werden begleitet von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm zu Tomas Schmit und den Folgen des Fluxus. Geplant ist ein Filmabend im Kino Arsenal (22. Oktober 2021) und ein Symposium im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin (23. Oktober 2021).

Kooperation
Ein Projekt des Neuen Berliner Kunstvereins (n.b.k.) und des Kupferstichkabinetts der Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Arsenal – Institut für Film und Videokunst und dem tomas schmit archiv, Berlin.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Berlin Art Week statt.

Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin

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© Sung Tieu / Emalin, London and Sfeir-Semler, Hamburg & Beirut
Ausstellung

Preis der Nationalgalerie 2021:
Lamin Fofana, Calla Henkel & Max Pitegoff, Sandra Mujinga und Sung Tieu

Im Februar dieses Jahres wurden Lamin Fofana, Calla Henkel & Max Pitegoff, Sandra Mujinga und Sung Tieu von einer internationalen Jury für den Preis der Nationalgalerie 2021 nominiert. In der Shortlist-Ausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin thematisieren die nominierten Künstler*innen Bewegung und Migration, Zugehörigkeit und Entfremdung, Fremd- und Selbstwahrnehmung, Logiken von sich verändernden öffentlichen und privaten Räumen sowie die gesellschaftliche Kraft von Ton und Musik. Die Ausstellung zeigt existierende Arbeiten sowie zum Teil Neuproduktionen.

Die Entscheidung über den*die diesjährige*n Preisträger*in trifft eine zweite Jury am 7. Oktober 2021. Die Künstler*innen der Shortlist wurden nominiert von Adam Budak (Direktor, Kestner Gesellschaft, Hannover), Andrea Lissoni (Künstlerischer Leiter, Haus der Kunst, München), Zoé Whitley (Direktorin, Chisenhale Gallery, London) und Franciska Zólyom (Direktorin und Kuratorin, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig).

Der Preis der Nationalgalerie wird alle zwei Jahre vergeben und ist eine museale Förderung und Anerkennung der Arbeit von Künstler*innen unter 40 Jahren, die in Deutschland leben. Die Auszeichnung besteht in einer Einzelausstellung im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin im Laufe des Jahres 2022, die durch eine Publikation begleitet wird.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie und gefördert durch BMW.

Vorbesichtigung im Rahmen der Berlin Art Week am 15. September 2021 ab 20 Uhr

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Kaiserlicher Thron mit Paravent, China 17. Jh., Detail © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Asiatische Kunst / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR
Ausstellung

Ethnologische Sammlungen und asiatische Kunst

Ein Epochen und Kontinente umspannender Überblick über die Kunst und Kulturen der Welt ab Spätsommer 2021
Rund 20.000 Exponate aus den weltweit bedeutenden Sammlungen des Ethno­logischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin eröffnen in der zweiten und dritten Etage neue Blicke auf die vergangenen und gegenwärtigen Kulturen Afrikas, Amerikas, Asiens und Ozeaniens.

Ein mit Schnitzereien reich verziertes Haus aus Palau, eindrucksvolle Boote aus Ozeanien und Tondokumente aus aller Welt im Berliner Phonogramm­ Archiv: Die Dauerausstellung des Ethno­logischen Museums rückt materielles wie immaterielles Erbe gleichermaßen in den Fokus.

An einer japanischen Teezusammenkunft teilnehmen, in die Schönheit indo­islamischer Gärten eintauchen oder vor Buddha-Statuen meditieren: All das bietet die Präsentation des Museums für Asiatische Kunst.

20.000 Objekte auf 17.000 Quadratmetern

Der Besuch macht neugierig auf Sammlungsgeschichte, religiöse Fragen, zeitgenössische Kunst und die Bedeutung von Handwerkstechniken, thematisiert Rituale, Inszenierungen und Perspektiven indigener Communities, um sich mit dem Erbe des Kolonialismus und der Rolle Europas kritisch auseinanderzusetzen.

Afrika

Bronze- und Elfenbeinreliefs aus dem Königreich Benin, Holzfiguren und Masken aus Kamerun, ästhetisch herausragende Skulpturen aus dem Kongo sowie mit Eisen- und Glasperlen geschmückte Lederkleidung aus Namibia gehören zu den bekanntesten und außergewöhnlichsten Werken aus Afrika in Berlin. Gleichzeitig verließen viele von ihnen den afrikanischen Kontinent als Folge kolonialer Eroberung und Herrschaft. Die Ausstellungen der Afrika-Sammlungen des Ethnologischen Museums im Humboldt Forum werfen drängende Fragen auf: nach den Gesellschaften in Afrika, aus denen die Artefakte stammen, nach den Bedingungen, unter denen sie gesammelt wurden, nach den Dilemmata, in denen sich die Akteure*innen in Afrika befanden, und nach der kooperativen Auseinandersetzung mit der Geschichte des Kolonialismus und seinen Auswirkungen bis in die Gegenwart.

Amerika

Der Ausstellungsbereich zeichnet ein umfangreiches Bild der historischen und gegenwärtigen indigenen Kulturen Amerikas. Highlights sind unter anderem die Bestände aus dem zentralen und südlichen Andenraum, die beindruckenden Cotzumalhuapa-Stelen aus dem heutigen Guatemala, die beiden Wappenpfähle von First Nations in British-Columbia oder die Sammlungen früher Forschungsreisender aus der Amazonasregion. Die Vielfalt der Keramiken aus Nord-, Meso- und Südamerika sowie die Sammlungen der Ebenen und Prärien Nordamerikas werden in einem separaten Schaumagazin erlebbar

Asien

Das dritte Obergeschoss ist den Künsten und Kulturen des größten Kontinents der Erde gewidmet. Hier treten die Sammlungen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst erstmals in einen direkten Dialog, trifft zeitgenössische Kunst auf jahrhundertealte Meisterwerke. Sie erlauben es, chinesische Hofkunst in einem spektakulären Thronsaal zu erleben, eine japanische Teezusammenkunft zu verfolgen, rekonstruierte, vor 1500 Jahren ausgemalte buddhistische Höhlentempel zu bewundern, in die Welt indo-islamischer Gärten einzutauchen, der Faszination religiöser Rituale um die göttlichen Skulpturen Indiens nachzuspüren oder fantastische Theatertraditionen Südostasiens und die Vielfalt islamischer Lebenswelten kennenzulernen.

Ozeanien

Der Pazifik ist der größte Ozean der Welt und in der Weite des Meeres erscheinen die Inseln Ozeaniens klein und isoliert. Für die indigene Bevölkerung aber war das Meer nie trennend. Bis heute ist es für viele Teil ihrer Identität. Ihre Vorfahren legten große Entfernungen zurück und entdeckten als erste Menschen die pazifischen Inseln. Von ihren herausragenden Navigations- und Bootsbaukünsten zeugen die Wasserfahrzeuge im Humboldt Forum. Weitere Highlights des Ausstellungsbereichs Ozeanien sind die Häuser aus Palau und die der Abelam aus Papua-Neuguinea.

Zeitgenössische Kunst

In allen Ausstellungsbereichen des Ethnologischen Museums und Museums für Asiatische Kunst finden sich zeitgenössisches Kunstwerke und Interventionen. Neben António Oles Township-Wall und dem raumgreifenden Kunstwerk von Marianna Castillo Deball beeindrucken vor allem Installationen, die sich mit den Auswirkungen der Kolonialzeit in der afrikanischen Gegenwart auseinandersetzen.

Eine Dauerausstellung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin.

Ab 23.09.2021 bis auf Weiteres

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Rosa Barba, Portrait © Sara Masüger
Ausstellung

Rosa Barba. In a Perpetual Now

Zur Wiedereröffnung der Neuen Nationalgalerie präsentiert die in Berlin lebende Künstlerin Rosa Barba verschiedene Arbeiten unter dem Titel „In a Perpetual Now“. Neben zentralen Stücken ihres Gesamtwerks der Jahre 2009 bis 2021 wird auch ein neuer Film gezeigt, der anlässlich der Ausstellung entstanden ist.

Die raumgreifende Stahlkonstruktion nimmt in ihrer architektonischen Struktur Bezug auf Mies van der Rohes frühes Projekt „Landhaus aus Backstein“ und zeigt insgesamt 15 filmische und skulpturale Werke. Die eigens für die Architektur der Neuen Nationalgalerie entwickelte räumlich-architektonische Konstruktion folgt dem Prinzip der filmischen Montage, die eine Schlüsselrolle im Werk der Künstlerin einnimmt.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin.

Mit freundlicher Unterstützung der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst.

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Ausstellung

Die Kunst der Gesellschaft 1900–1945. Sammlung der Nationalgalerie

Die Neue Nationalgalerie präsentiert nach sechs Jahren sanierungsbedingter Schließung erstmals wieder die Hauptwerke der Klassischen Moderne aus der Sammlung der Nationalgalerie. „Die Kunst der Gesellschaft“ zeigt circa 250 Gemälde und Skulpturen aus den Jahren 1900 bis 1945, unter anderem von Otto Dix, Hannah Höch, Ernst Ludwig Kirchner, Lotte Laserstein und Renée Sintenis.

Die in der Ausstellung versammelten Kunstwerke reflektieren die gesellschaftlichen Prozesse einer bewegten Zeit: Reformbewegungen im Kaiserreich, Erster Weltkrieg, „Goldene“ Zwanziger Jahre der Weimarer Republik, Verfemung der Avantgarde im Nationalsozialismus sowie Zweiter Weltkrieg und Holocaust spiegeln sich in den Werken wieder. Über eine reine Geschichte der Ästhetik hinaus führt die Sammlung eindrücklich den Zusammenhang von Kunst und Sozialgeschichte vor Augen. Dabei bietet der offene Grundriss der ikonischen Architektur von Mies van der Rohe vielfältige Perspektiven auf die unterschiedlichen Strömungen der Avantgarde.

Katalog zur Ausstellung
Zur Ausstellung wird eine von Joachim Jäger, Dieter Scholz und Irina Hiebert Grun herausgegebene Publikation erscheinen: Die Kunst der Gesellschaft. 1900-1945, Ausstellungskatalog Neue Nationalgalerie, DCV Verlag, Berlin 2021. Preis: ca. 27 Euro.

Eine Sammlungspräsentation der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin.

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© Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie © Mies van der Rohe / VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Jörg P. Anders
Ausstellung

Die Neue Nationalgalerie.
Ihr Architekt und ihre Baugeschichte

Zur Wiedereröffnung widmet sich ein eigener Ausstellungsbereich der Baugeschichte der Neuen Nationalgalerie und dem Wirken ihres Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Die beiden Schwerpunkte bilden dabei die Bauzeit (1965–1968) und die Grundinstandsetzung durch David Chipperfield Architects in den letzten sechs Jahren (2015–2021). Ausgewählte Kunstwerke aus der Sammlung der Nationalgalerie mit Bezug zur Architektur des Museums ergänzen die dokumentarische Ausstellung. Neben Werken von Josef Albers und Isa Genzken sind jüngste Arbeiten von Michael Wesely und Veronika Kellndorfer zu sehen, die sich mit der Sanierung befassen.

Architekt Ludwig Mies van der Rohe
Die Neue Nationalgalerie gilt als ein Hauptwerk der westlichen Architektur des 20. Jahrhunderts. Innerhalb der Ausstellung wird der Museumsbau in das Gesamtwerk Ludwig Mies van der Rohes (1886–1969) eingeordnet. Seine Entwurfs- und Bautätigkeit kreiste lebenslang um sehr ähnliche Themen. Seit den 1920er-Jahren verfolgte er ein radikales Entwurfsprinzip: einen möglichst stützenfreien, offenen Raum zu schaffen, bei dem Innen und Außen ineinander übergehen. Würde und ein Streben nach Vollkommenheit kennzeichnen seine Bauten. Hinzu kommen Klarheit und Reduktion bei gleichzeitig hochwertiger Ausstattung und oftmals sichtbar inszenierter Konstruktion.

Baugeschichte der Neuen Nationalgalerie
Die Ausstellung im nördlichen Bereich des Untergeschosses, hinter der Garderobe, zeigt die typologische Reihe von Bauten, die Mies während seiner Berliner Schaffenszeit (1906–1938) und nach seiner Emigration in die USA in den 1950er-Jahren entwarf und die den Weg für sein letztes Werk ebneten: die Neue Nationalgalerie. Neben den Original-Grundrisszeichnungen vom Ober- und Untergeschoss der Neuen Nationalgalerie und Collagen zur Veranschaulichung des architektonischen Konzepts wird auch das große Entwurfsmodell von 1968 ausgestellt. Außerdem lässt ein kurzer Videoclip mit historischen Fotos von der Bauzeit und der Eröffnung, unterlegt mit Mies-Originaltönen, die Geschichte des Hauses lebendig werden.

Sanierung: So viel Mies wie möglich
Original-Möbel wie ein seit 1968 im Museum genutzter „Barcelona-Chair“ und ein Beistelltisch aus Glas verdeutlichen Mies’ umfassenden Gestaltungsanspruch und zugleich die Zeitgebundenheit des Baus. Diese Charakteristika des Museums betonte die Generalinstandsetzung durch David Chipperfield Architects, die unter dem Motto stand: „As much Mies as possible / So viel Mies wie möglich“. Wie sehr die Sanierung jedes Baudetail erfasste, zeigen Fotos und Original-Musterstücke wie eine Bodenfliese, ein Deckenelement und eine Leuchte.

Kuratiert von Uta Caspary

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Architekturführungen
Ab der Wiedereröffnung am 22. August 2021 werden regelmäßig sonntags und mittwochs Architekturführungen angeboten, die von Euroboden, dem Architekturpartner der Neuen Nationalgalerie, finanziert werden.

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Neue Nationalgalerie mit „Têtes et Queue“ von Alexander Calder, 1993 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Reinhard Friedrich
Ausstellung

Alexander Calder. Minimal / Maximal

Alexander Calder (1898–1976) ist durch sein Hauptwerk „Têtes et Queue“ (1965) seit Jahrzehnten eng mit der Neuen Nationalgalerie verbunden. Die Außenskulptur wurde zur Eröffnung von Mies van der Rohes Architekturikone aufgestellt und kehrt nun mit der Wiedereröffnung auf die Terrasse des Museums zurück.

Die raumgreifenden und oft beweglichen Objekte des US-amerikanischen Vertreters der kinetischen Kunst reichen von winzigen Miniaturen bis hin zu monumentalen Stabiles und Mobiles. Die Ausstellung spürt dem besonderen Verhältnis von Größe, Maßstab und Räumlichkeit nach und eröffnet durch die Konfrontation der organischen Formen von Calders Kunst einen besonderen Dialog zur strengen Geometrie von Mies van der Rohes Gebäude.

Der offene, experimentelle Ansatz der speziell für die Glashalle der Neuen Nationalgalerie konzipierten Ausstellung setzt dabei auf die Einbeziehung der Besucher*innen, die Calders Werke teilweise in Aktion erleben können.

Die Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

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© Staatliche Museen zu Berlin, Antikensammlung / Johannes Laurentius
Ausstellung

Klangbilder - Musik im antiken Griechenland

Kein Leben ohne Musik! Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Situation im kulturellen Leben erhält die Sonderausstellung der Antikensammlung im Alten Museum zu Musik und Tanz in der griechischen Antike eine besondere Aktualität.

Musik hat im antiken Griechenland in sämtlichen Lebensbereichen, in der Öffentlichkeit wie im Privaten, eine herausragende Rolle gespielt. Wie sie geklungen hat, können wir nur erahnen. Aber es gibt zahlreiche Bildzeugnisse, die uns erzählen, wer in welchen Situationen und bei welchen Anlässen mit welchen Instrumenten musiziert – und oft dazu getanzt – hat. Diesen „Klangbildern“ gilt das Interesse der Ausstellung.

Anhand von ausgewählten Vasenbildern, Terrakotta- und Bronzefiguren sowie einer großformatigen Apollonstatue wird ein Panorama der Kontexte geboten, in denen Musik erklang: in großem Rahmen bei religiösen Ritualen und Kultfesten, etwa im Theater und bei Musikwettbewerben, aber auch im Kampf; dazu im privaten Umfeld bei abendlichen Trinkfesten, in der schulischen Ausbildung und im Totenkult.

Depot-Objekte und Nachbau einer antiken Kithara
Die sehr qualitätvollen Objekte stammen aus eigenen Beständen. Viele von ihnen schlummerten im Depot und sind jetzt erstmals zu sehen. Zu den Exponaten gehört außerdem der Nachbau einer antiken Kithara, der eigens für die Ausstellung angefertigt wurde. Im Zentrum des Raumes empfindet die Ausstellungsarchitektur ein antikes Auditorium nach.

Medienstationen
Die darin eingebauten Medienstationen bieten Hörbeispiele sowie ein Video mit Demonstrationen, wie die antiken Instrumente und Chorstücke gespielt bzw. aufgeführt wurden. Sie geben auch einen Einblick, auf welchen Grundlagen Musikarchäolog*innen in den letzten Jahrzehnten versucht haben, antike Musik wieder zum Klingen zu bringen.

Audioguides
Ein deutscher und ein englischsprachiger Audioguide für Erwachsene sowie ein weiterer speziell für Kinder machen beide Bereiche der Ausstellung sinnlich erfahrbar.

Partnerausstellung „Klangbilder. Musik im alten Ägypten“ des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung
Während die Antikensammlung die Bildzeugnisse nach ihren Aussagen über die antiken Kontexte befragt, stellt die Partnerausstellung „Klangbilder. Musik im alten Ägypten“ des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung im Sonderausstellungsraum des Neuen Museums antike Musikinstrumente ins Zentrum. Vorderasiatisches Museum und Museum für Vor- und Frühgeschichte haben jeweils in ihren Dauerausstellungen Objekte zum Thema Musik besonders herausgestellt.

Publikation zur Ausstellung
Zur Ausstellung ist unter dem Titel „Klangbilder. Musik im antiken Griechenland“ eine reich bebilderte Begleitbroschüre zum Preis von 9,90 Euro erschienen (ISBN 978-3-88609-854-5), die im Museum und über den Webshop zu beziehen ist.

Eine Sonderausstellung des Vorderasiatischen Museums der Staatlichen Museen zu Berlin

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© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Dietmar Katz
Ausstellung

Utopie Kulturforum.
Transformation eines Stadtviertels

Die heutige Gestalt des Berliner Kulturforums ist durch Utopien geformt worden. Entstanden ist ein Ort, an dem deren Wirkmächtigkeit und Ambivalenz im Gelingen wie im Scheitern erfahrbar ist. Mit dem Projekt „Utopie Kulturforum" haben sich die Anrainer des Kulturforums – Stiftung St. Matthäus, Neue Nationalgalerie, Kunstbibliothek, Kunstgewerbemuseum, Philharmonie und Staatsbibliothek zu Berlin – zusammengefunden, um mit dezentralen Ausstellungen, Stadtgesprächen und Kunstaktionen die Geschichte dieser planungsleitenden Utopien sichtbar zu machen.

In ihrer Ausstellungsstation gibt die Kunstbibliothek in sechs Kapiteln einen einleitenden Überblick über die historische Entwicklung des Areals zwischen Landwehrkanal, Potsdamer Platz und Tiergarten. Große Träume und die Berliner Realität waren seit 1841 im Tiergartenviertel und später im Kulturforum untrennbar miteinander verbunden. Die Italiensehnsucht erfasste im 19. Jahrhundert preußische Herrscher und Berliner Bürger. Sie prägte Baustile und Lebensstile. Nach einem kurzen Intermezzo der Moderne führten die nationalsozialistische Dystopie „Germania" und der Zweite Weltkrieg zum Verschwinden des Tiergartenviertels.

Das Kulturforum wurde ab 1960 aus dem Schmerz geboren und war zur Vision verdammt. Am Anfang stand eine doppelte Negation: der endgültige Abriss der Altbauten des stark zerstörten Tiergartenviertels mit den baulichen Relikten der Nazi-Diktatur und die Abwehr des sozialistischen Deutschlands hinter der Mauer. Mit der Abräumung der Kriegsruinen wurden die Bauten, die Geschichte des Viertels und die Schicksale von Enteignung, Vertreibung und Tod seiner Bewohnerschaft entsorgt und vergessen.

Der Neubeginn stand im Zeichen Amerikas. Das Kulturforum wurde als autogerechte monofunktionale Kulturstadt im Schatten der Berliner Mauer geplant. Es wird von vielen Besucher*innen auch nach sechzig Jahren Entwicklung mit stadtplanerischen Initiativen und Wettbewerben noch immer als unvollendete Brache ohne Identität und Aufenthaltsqualität, als Nicht-Ort, wahrgenommen. Zahlreiche Architekturentwürfe und Planungen zur Weiterentwicklung des Standortes wurden nicht verwirklicht. Sie werden im Rahmen der Ausstellung und im begleitenden Film von Knut Klaßen und Carsten Krohn vorgestellt.

Kulturforum-Rundgang

Die Besucher*innen sind eingeladen, das Kulturforum zu durchwandern und zu erkunden. Zur Orientierung und Begleitung wird mit Beginn der Ausstellung eine Website zur Verfügung stehen, die die Zeitschichten des historischen Tiergartenviertels an den heutigen Standorten vor Augen führt. Während ihres Rundgangs können die Besucher*innen in der St. Matthäus Kirche, der Philharmonie, der Neuen Nationalgalerie, der Staatsbibliothek, der Kunstbibliothek, dem Kunstgewerbemuseum und der Eingangshalle der Staatlichen Museen zu Berlin Station machen und dort kostenfrei die kleineren und größeren Ausstellungen anschauen.

Eine Ausstellung der Kunstbibliothek im Kooperationsprojekt „Utopie Kulturforum" der Stiftung St. Matthäus, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und der Berliner Philharmonie

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin

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Göran Gnaudschun: „Zitronenernte II“ aus der Serie „Das bessere Leben“, Stadt Murcia/Region Murcia, 2020 © Göran Gnaudschun
Ausstellung

Murcia - Im Garten Europas

Die Sonderausstellung „Murcia: Im Garten Europas“ widmet sich einer eher unbekannten, für Konsument*innen in Deutschland jedoch wichtigen Gegend im Südosten Spaniens: Murcia.

„Huerta de Europa“
Die Region Murcia ist weder für ihre touristischen Qualitäten noch für ihre Landschaft oder Geschichte im Ausland populär. Dabei verfügt sie über eine abwechslungsreiche Geographie und eine fast 50.000 Jahre lange Besiedlungsgeschichte – unter anderem Iberer, Phönizier und Römer hinterließen ihre Spuren. Hier verlief im Mittelalter die Grenze zwischen islamischem und christlichem Spanien. Nicht nur die historischen Kulturkontakte zwischen „Mauren“, Christen und Juden prägen die Region bis heute. Unter islamischer Herrschaft wurden Bewässerungssysteme in Murcia eingeführt, die in der relativ trockenen Ebene den Obstanbau ermöglichten. So konnte sich Murcia zu einem der zentralen Anbaugebiete Europas entwickeln, das Hauptlieferant von Obst und Gemüse für den Verkauf in Deutschland ist.

Als „Huerta de Europa“ – als Garten Europas – ist die Region heute Ziel von Arbeitsmigrant*innen aus Europa und Nordafrika. Zugleich schätzen Rentner*innen vor allem aus Deutschland und England die 250 km lange Küste für ihren Lebensabend. Wirtschaft und Migration, Geschichte und aktuelle Entwicklungen machen Murcia zu einer reichen Region – reich an kulturellem Erbe und kultureller Vielfalt.

Geschichte und Gegenwart
Die Ausstellung „Murcia: Im Garten Europas“ bindet Geschichte und Gegenwart Murcias zusammen. Dokumentarische Fotografien von europäischen und außereuropäischen Einwanderern beleuchten das Thema Migration in Murcia. Als Ergebnis eines gemeinsamen Projekts mit Bewohner*innen der Region stellen persönliche Dinge den Alltag in der Region vor. Studierende der Universität von Murcia machen mit Kurzfilmen die Region nicht nur sichtbar, sondern auch hörbar. Historische Fotos aus der Sammlung des Museum Europäischer Kulturen (MEK) und des Ibero-Amerikanischen Instituts (IAI) ergänzen die Ausstellung.

Zusammenarbeit
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Europastudien und dem Aula de Cine (Servicio de Cultura) der Universidad de Murcia sowie der Sociedad Murciana de Antropología. Dank des Instituto Cervantes Berlin können Sie der Ausstellung mit ihrem Smartphone auch auf Spanisch folgen. Ein spezieller Dank geht an das Unternehmen Euro Pool System, das die Gemüsekisten für die Ausstellung bereitgestellt hat.

Familien entdecken die Ausstellung
Für Familien mit Kindern ab 6 Jahren gibt es zur Ausstellung ein Familienentdeckerheft.

17. Europäische Kulturtage
Begleitend stellen im August 2021 die Europäischen Kulturtage die Region mit Filmen, Vorträgen, Lesungen, kulinarischen Events und musikalischen Veranstaltungen vor.

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Asymmetrische Tiefleier mit Pferdeköpfen, © Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptische Museum und Papyrussammlung / Foto: J. Liepe
Ausstellung

Klangbilder – Musik im Alten Ägypten

Mit einer Kabinettausstellung im Neuen Museum widmet sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung dem Thema Musik. Zahlreiche bislang nur selten oder nie ausgestellte Objekte aus den Depots, ergänzt durch Highlights aus der Dauerausstellung, bieten einen Einblick in die Vielfalt der musikalischen Kultur des Alten Ägyptens.

Im Fokus der Ausstellung stehen die originalen Musikinstrumente, die in vier Hauptgruppen zu unterscheiden sind: Idiophone (Selbstklinger), Membranophone (Fellklinger), Aerophone (Luftklinger) und Chordophone (Saitenklinger). Von diesen befinden sich in den Beständen des Museums besonders interessante Exemplare, wie beispielsweise Klappern in Form von menschlichen Unterarmen, das als typisch altägyptisch zu bezeichnende Sistrum, eine Pferdekopfleier oder ein Aulos aus griechisch-römischer Zeit, bei dem durch einen Metallring die Tonart gewechselt werden konnte.

Der Klang dieser Instrumente und die Melodien der altägyptischen Musik lassen sich nur sehr eingeschränkt rekonstruieren. Aufschluss geben die sehr seltenen Notationen, die sich ab der griechisch-römischen Zeit erhalten haben, wie beispielsweise ein Notenblatt mit mehreren Musikstücken, die nachgesungen werden können.

Die Musikinstrumente werden durch bildliche und figürliche Darstellungen von Instrumenten und Musizierenden ergänzt und so in ihren kulturellen Kontext gestellt. Darstellungen von Musik auf Reliefs und in der Wandmalerei werden im Original oder reproduziert gezeigt.

Ziel der Ausstellung ist weniger ein umfassender Überblick über die Musikgeschichte des Alten Ägyptens als vielmehr ein Einblick in einige Facetten anhand der Sammlungsbestände des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung.

Anlass für die Ausstellung war ein für 2020 geplanter, aber aufgrund der Pandemie entfallener Musiktag in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Komponisten Radoslaw Pallarz, der nun als Finissage durchgeführt werden soll. Parallel zu dieser Präsentation im Neuen Museum zeigt die Antikensammlung im Alten Museum eine Ausstellung mit dem Titel „Klangbilder – Musik im antiken Griechenland“. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte und das Vorderasiatische Museum beteiligen sich mit Leihgaben und Verweisen in den jeweiligen Dauerausstellungen.

Publikation zur Ausstellung
Zur Ausstellung erscheint eine reich bebilderte Begleitbroschüre unter dem Titel „Klangbilder – Musik im Alten Ägypten“. (ISBN: 978-3-88609-855-2).

Die Ausstellung wird gefördert durch den „Verein zur Förderung des Ägyptischen Museums Berlin e. V.“ und „Museum & Location“.

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3 Ausstellung

Germanen

Eine archäologische Bestandsaufnahme

Erstmals stehen die Germanen im Mittelpunkt einer großen archäologischen Übersichtsausstellung. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigt in Kooperation mit dem LVR-Landesmuseum Bonndie Sonderausstellung „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ auf der Museumsinsel Berlin: Während im Neuen Museum die wechselhafte Geschichte der Germanenforschung und -rezeption präsentiert wird, sind in der aus Anlass der Ausstellung wiedereröffneten James-Simon-Galerie über 700 Exponate, darunter zahlreiche Neufunde und hochrangige Leihgaben aus Deutschland, Dänemark, Polen und Rumänien zu sehen.

Gegliedert in sieben Kapitel gibt die Ausstellung in der James-Simon-Galerie Einblicke in die Archäologie jener Gemeinschaften, die zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 4. Jahrhundert nach Christus die Gebiete rechts des Rheins und nördlich der Donau besiedelten, und für die Caesar den Begriff „Germanen“ als Sammelbezeichnung und Ordnungsgröße prägte. Spektakuläre Funde wie auch einfache Gebrauchsgegenstände zeichnen das Bild einer agrarisch ausgerichteten Gesellschaft mit einer überregional vernetzten Oberschicht, die vor allem in üppig mit Edelmetall und römischen Importen ausgestatteten Gräbern sichtbar werden.

Das Schmiedehandwerk war hoch entwickelt und brachte Zeugnisse großer Kunstfertigkeit und Schönheit hervor. Einen Höhepunkt der Ausstellung stellt ohne Zweifel der reich verzierte Schildbuckel aus dem berühmten Fürstengrab von Gommern dar, der von versierten germanischen Metallhandwerkern aus einem massiven römischen Silbergefäß hergestellt und mit silbervergoldeten Pressblechen, Vergoldungen und Glaseinlagen verziert wurde.

Konflikte nur mit den Römern?
Allgemein bekannt sind die Germanenkriege Roms, allerdings nur aus römischer Sicht. Jedoch haben auch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen germanischen Stammesverbänden untereinander archäologische Spuren hinterlassen. Umfangreichen Kriegsbeuteopfer, die in Norddeutschland und Skandinavien in Mooren versenkt wurden, vermitteln einen Eindruck von der Größe germanischer Heere, ihrer Ausrüstung und Organisation nach römischem Vorbild. Einer der wertvollsten Funde aus dem Thorsberger Moor nahe Schleswig ist ein Zierblech aus vergoldetem Silber- und Bronzeblech mit plastisch herausgearbeitetem Tierfries und eng aneinandergereihten Menschenköpfen, das den Göttern als Dank für den Sieg im Kampf geopfert wurde.

Germanische Schriftbelege
Ausgewählte Exponate illustrieren mit ihren Inschriften die seltenen Schriftbelege in der Germania. Die älteste germanische Inschrift aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. auf der Fibel von Meldorf ist von rechts nach links als lateinische Buchstaben IDIN (Ida) und von links nach rechts in Runenschrift als HIWI (der Häuslichen) lesbar und verbindet somit das Runenalphabet mit dem Lateinischen, aus dem es entwickelt wurde.

Forschungen zu Germanen waren und sind wesentlich durch das Spannungsfeld zwischen römischem Reich und der Germania geprägt, wobei die römische Perspektive häufig im Vordergrund steht. Die Ausstellung stellt nun das germanische Siedlungsgebiet in den Mittelpunkt, behandelt aber auch Roms Verhältnis zu den germanischen Gesellschaften.

Germanen in der Forschung damals und heute
Die Germanenrezeption, speziell in den Berliner Museen, beleuchtet der zweite Teil der Ausstellung unter dem Titel „Germanen. 200 Jahre Mythos, Ideologie und Wissenschaft“ für das 19. und 20. Jahrhundert. Dieses Thema wird im „Vaterländischen Saal“ des Neuen Museums an einem historischen Ort präsentiert: Die spektakulären Wandgemälde zur „Nordischen Mythologie“ vermittelten um die Mitte des 19. Jahrhunderts einer breiten Öffentlichkeit erstmals eine bildliche Vorstellung vom nordischen Götterhimmel, die allerdings erst auf mittelalterlichen Quellen fußte. Die ausführliche Interpretation dieses Bilderfrieses, der auf die Überlieferungen der Edda zurückgeht, bildet den ersten Schwerpunkt in diesem Ausstellungsteil.

Vor dem Hintergrund von 200 Jahren Germanenforschung wird darüber hinaus gezeigt, wie sich die Berliner Museen im jeweils aktuellen Forschungsdiskurs zu Fragen der Herkunft, Ausbreitung und Datierung der Germanen positionierten und mit wandelnden Museumskonzeptionen reagierten: Im frühen 19. Jahrhundert bestimmten die Erwähnungen der Germanen in den Texten antiker Autoren deren Identität. Ende des 19. Jahrhunderts begann die Verknüpfung des antiken Volksbegriffs der Germanen mit archäologischen Kulturen. Im frühen 20. Jahrhundert etablierte sich ein Streit darüber, ob archäologische Kulturen der Bronzezeit oder Jungsteinzeit schon „germanisch“ seien. Dies schuf eine verhängnisvolle Nähe zur nationalsozialistischen Rassenideologie. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde nicht mehr vordergründig von Germanen, sondern von Trägern verschiedener archäologischer Kulturen der Vorrömischen Eisenzeit (ca. 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende) oder der nachfolgenden Römischen Kaiserzeit (370/80 n. Chr.) gesprochen.

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16.03.21, 12:59, MAX Germanen als Menschen wie wir


Man wird noch vor der eigentlichen Ausstellung mit einer sehr schönen Karte im Zeitraffer durch die bewegte Ausbreitungsgeschichte der Germanen anhand von Fundorten geführt.
Dieses und die gut aufbereitete und einheitliche Präsentation der Fundstücke steht jedoch im Kontrast zu dem offensichtlichen und wiederholten Bemühungen von Aussagen verschiedener Wissenschaftler in Videoeinspielungen von kaum vorhandenen Gemeinsamkeiten der Bewohner Germaniens zu sprechen. Auch ist es unverständlich der Ausstellung die Überschrift Germanen zu geben um dann etwas bemüht erklären zu wollen, dass es diese eigentlich so gar nicht gäbe und die Unterschiede zwischen der verschiedenen Stämmen oder gar Völkern sehr groß seien.
Das entspringt vermutlich der Vorstellung, man müsse sich aufgrund der näheren deutschen Geschichte immer ein wenig auf Abstand halten, um nicht in einen verdächtigen Geruch zu geraten.
Gegen Abstand ist ja gar nichts einzuwenden, aber sollten wissenschaftliche Betrachtung nicht zuvorderst der Wissenschaft verpflichtet sein? Allzu ideologische oder gar politische Aspekte weder in die eine noch in die andere Richtung bleiben besser außen vor. Zunächst sollten sich Wissenschaftler der Wahrheit zu nähern versuchen und nicht den selben Fehler wie zuvor begehen. Einseitigkeiten, nur dann mit umgekehrten Vorzeichen entsprechen auch nicht der wissenschaftlichen Wirklichkeit.

Zunächst waren die Germanen vor 2000 Jahren Menschen, die jeden Tat neu ums Überleben gekämpft haben und zusehen dass sie die Kinder lebend über den Winter brachten. Und sicher waren auch Infektions- und andere Krankheiten auch damals schon eine Plage.
Mit ihrer dezentralen Struktur, Entscheidung wichtiger Belange in zentralen Versammlungen, den Things, zu fällen und der starken Stellung der Frau als Heilerin und Verwalterin von Hof und Haus haben zentrale Elemente dieser Kulturen durchaus ihren Einfluss bis in unsere heutige Zeit genommen. Und dass die Deutschen Reiseweltmeister sind, ist vielleicht auch ein Erbe unserer Vorfahren und ihres nach Süden gerichteten Lichtkultes.
Bis heute feiern wir mit Weihnachten und Ostern Feste, deren Ursprünge in der germanischen Kultur liegen und vom Christentum adaptiert wurden.

Wir wäre es, die Germanen als Menschen wie uns zu begreifen in all der Ambivalenz, wie uns auch heute noch zuteil ist.
Mit diesem Vorsatz kann man sich dieses Themas mit etwas mehr Gelassenheit nähern und unsere Ururur..großmütter und -väter nicht in Geiselhaft nehmen für jedwede Ideologien. Nehmen wir sie als das was sie sind: uns verwandte Menschen aus Mitteleuropa, die uns viel zu sagen haben.
Eine starker Ansatz dieser Ausstellung ist, die Sicht auf die Germanen nicht aus römischer Perspektive zu zeigen sondern sie durchaus selbst sprechen zu lassen.
Zu uns sprechen heute nur noch die Fundstücke und von denen wird in dieser Ausstellung reichlich geboten. Einige dieser Funkstücke reden sogar in besonderer Weise mit uns: die ältesten Artefakte mit germanischen Runen schon ab dem ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung sind nochmal ein besonderer Höhepunkt dieser unbedingt sehenswerten Ausstellung.

Ausstellung

Die Krone von Kertsch

Schätze aus Europas Frühzeit

Völkerwanderungszeitlicher Goldschmuck vom Schwarzen Meer, silberne Gewandspangen und prächtige Gürtel aus Gräbern des frühen Mittelalters in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland – Teile der Sammlung des Johannes von Diergardt werden nach über 80 Jahren wieder in Berlin zu sehen sein, wo sie bis 1934 ausgestellt waren.

Sie gewähren glänzende Einblicke in die europäische Geschichte, besonders in die Ereignisse zwischen Antike und Mittelalter. Nach dem Tod des Sammlers und Mäzens gelangten sie in das Römisch-Germanische Museum Köln. Umbauarbeiten im Kölner Museum bieten nun eine gute Gelegenheit, die Schätze nach langer Zeit wieder der Berliner Öffentlichkeit zu präsentieren.

Eine Sonderpräsentation des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln

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Modellbüste der Nofretete, Dreiviertelprofil nach rechts, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten © bpk / Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SMB / Martin Specht
Ausstellung

Altes Ägypten

Dauerausstellung

In bislang nie gezeigtem Ausmaß von über 2 500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen auf einer Fläche von 3 600 Quadratmetern.

Die Konzeption und Gestaltung der Schausammlung gewährt einen umfassenden Einblick in Kontinuität und Wandel der altägyptischen Kultur über vier Jahrtausende sowie in die Kulturgeschichte des antiken Sudan. Durch den Wiederaufbau mehrerer Opferkammern werden Grabarchitektur und Reliefkunst des Alten Reiches in einzigartiger Weise präsentiert. Neben der Thematisierung verschiedener kultureller Schwerpunkte wie Toten- und Götterkult, Königtum und Alltagsleben wird erstmals auch die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie dargestellt und erläutert. Die Papyrussammlung zeigt in der "Bibliothek der Antike" eine große Auswahl hoch bedeutender Texte und Literaturwerke über die gesamte Zeitspanne altägyptischer bis spätantiker Schriftkultur.

Eine besondere Betonung der Ausstellungskonzeption liegt auf der Vermittlung des altägyptischen Menschenbildes durch die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten in mehreren Räumen arrangierten Skulpturen, deren Höhepunkt die Präsentation der Büste der Nofretete im Nordkuppelsaal des Neuen Museums darstellt.

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Griff eines Weinkruges aus dem Fund von Neupotz mit einer Darstellung der Göttin Minerva, Ausschnitt © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Claudia Klein
Ausstellung

Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz

Dauerausstellung

Im Bacchussaal des Neuen Museums stand lange einsam der Xantener Knabe, eine römische Bronzestatue, 1858 im Rhein bei Xanten von Fischern entdeckt. Nun bekommt der Bronzejüngling Zuwachs en masse: eiserne Werkzeuge und Wagenteile, Vorhängeschlösser und Fußfesseln, Bronzekessel und Silbergeschirr. Der „Barbarenschatz von Neupotz“ – im 3. Jahrhundert n. Chr. im Rhein versunken – wird für die kommenden Jahre die Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte um eine Attraktion bereichern.

Nah am damaligen Alltag
Die einst in den Fluten des Rheins versunkenen Objekte stammen zumeist aus römischen Privathäusern. Es handelt sich etwa um einfaches Küchen- und Kochgeschirr, aber auch um wertvolles Tafelgeschirr zum Auftragen von Speisen und Getränken und zum Mischen von Wein. Viele Stücke zeigen Spuren intensiven Gebrauchs: Abnutzung, Reparaturen, Flicken. Die Objekte führen uns ganz nahe an die Menschen, die damit arbeiteten, an ihren Alltag. So auch die römischen Werkzeuge aus Eisen – wie Äxte, Zangen und Hacken –, deren Formen uns heute immer noch vertraut erscheinen. Sie haben sich über die Jahrhunderte nicht sehr verändert. Vorhängeschlösser und die schweren Eisenbeschläge römischer Lastwagen geben Aufschluss über den hohen Stand der antiken Technik. Fußfesseln erinnern an die weniger fortschrittlichen Züge der römischen Gesellschaft. Weiheinschriften auf manchen Stücken schließlich lassen vermuten, dass diese aus Heiligtümern genommen worden waren.

Der "Stumme Diener"
Im passenden Ambiente des Bacchussaals mit seiner an pompejanische Wandmalereien angelehnten Ausgestaltung wird ein Querschnitt aus den Neupotzer Metallmassen in zwei Hoch- und zwei Tischvitrinen präsentiert. Sie geben einen Überblick über den umfänglichen Fund. Der im Bacchussaal seit der Neueröffnung des Neuen Museums aufgestellte Xantener Knabe bleibt vor Ort. Auch er war im Rhein verloren gegangen, bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. In der Behausung eines vornehmen Römers aufgestellt, reichte er Gästen als „Stummer Diener“ einst Speisen und Getränke auf einem Tablett dar. Auch für seinen Verlust im Rhein werden Unruhen verantwortlich gemacht. So passen sie gut zusammen – der Xantener Knabe und der Schatzfund von Neupotz: die Schätze aus dem Rhein.

Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Schwerter und Lanze, Bronze. 9.-8. Jh. v. Chr., Stölln, Deutschland © Staatliche Museen zu Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte / Klaus Göken
Ausstellung

Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit

Dauerausstellung

Das Museum für Vor- und Frühgeschichte bietet in der oberen Etage einen Rundgang durch die ältesten Epochen der Menschheitsgeschichte. Mit seinen einzigartigen Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte Europas und der angrenzenden asiatischen Gebiete gelingt es, die großen Entwicklungslinien der frühen europäischen Geschichte anschaulich mit herausragenden Originalen aufzuzeigen.

Der Rundgang in Ebene 3 beginnt im Roten Saal, der das Ambiente einer Ausstellung des späten 19. Jahrhunderts aufleben lässt und die Herkunft wichtiger Bestände der vorgeschichtlichen Sammlung aufzeigt. Im starken Kontrast dazu steht die moderne Präsentation im folgenden Saal zur Archäologie in Berlin, der mit aktuellen Funden zeigt, was Archäologen heute mit Hilfe moderner Methoden aus dem Boden der Hauptstadt holen.

Unmittelbar danach geht es zurück in die frühesten Kapitel der Menschheitsgeschichte. Im Steinzeit-Saal begrüßen die Besucher der berühmte 11-jährige Neandertalerjunge aus Le Moustier in Frankreich und der beliebte Elch vom Berliner Hansaplatz. Die zweite Saalhälfte zeigt mit prächtigen Funden der Jungsteinzeit den Übergang zu Ackerbau und Viehzucht.

Im Bronzezeitsaal bilden die Großvitrinen mit beeindruckenden Exponatmontagen und einem dreidimensionalen Blick auf das älteste bekannte Schlachtfeld der Menschheitsgeschichte eine Prozessionsstraße hin zum berühmten Berliner Goldhut. Am Ende des Rundgangs in Ebene 3 präsentieren sich die eisenzeitlichen Kulturen mit hallstattzeitlichen Fürstengräbern und latènezeitlichen Fundkomplexen auch im Kontext der mittelmeerischen Kulturen.

Die Zeitmaschine über die Jahrtausende
Zwischen dem Bronzezeit- und dem Eisenzeitsaal erwartet die Besucher eine besondere Reise: Unsere Zeitmaschine führt in eine historische Landschaft am Fluss und beobachtet deren Bewohner über die Jahrtausende. Als Grundlage dafür dienen archäologische Erkenntnisse. In unserer Zeitmaschine wird dabei die wechselseitigen Einflüsse von Mensch und Umwelt deutlich.

In den eigens für die Ausstellung erstellten Zeichnungen, die für die Filmsequenzen animiert wurden, verbergen sich viele Exponate aus der neuen Präsentation und es wird nachvollziehbar, welche Rolle sie im Leben unserer Vorgänger gespielt haben. Damit wird die Grundidee dieser Ausstellungsebene auf den Punkt gebracht: Wir wollen den Besucher mitnehmen auf die spannende Reise zu den frühen Epochen der Menschheitsgeschichte in Europa.

Eine Dauerausstellung des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Blick in den Saal der Deutschrömer im 2. Ausstellungsgeschoss der Alten Nationalgalerie © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / David von Becker
Ausstellung

Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts

Dauerausstellung

Die Alte Nationalgalerie gilt als umfangreiche Epochensammlung für die Kunst zwischen Französischer Revolution und Erstem Weltkrieg, zwischen Klassizismus und Sezessionen. Einzigartig ist die große Harmonie zwischen Sammlung und Gebäude des Museums: Das unter der Leitung von Heinrich Strack nach Plänen von August Stüler entworfene Gebäude wurde von 1867 bis 1876 errichtet und beherbergt heute eine der schönsten Sammlungen mit Kunst desselben Jahrhunderts. Der Rundgang durch das Haus bietet somit einen tiefen Einblick in die Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts.

1. Ausstellungsgeschoss
Adolph Menzels Gemälde, darunter so wichtige Werke wie das "Balkonzimmer" und das "Eisenwalzwerk", zeigen den unermüdlichen Beobachter, der wichtige Themen der preußischen Geschichte aufgriff und dabei mit erstaunlicher Fantasie und feinem Kolorismus aufwartet.

Unter den Skulpturen des 19. Jahrhunderts befinden sich so berühmte Werke wie die Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow sowie Werke von Berthel Thorwaldsen, Antonio Canova, Ridolfo Schadow, Reinhold Begas, Adolf von Hildebrand sowie Constantin Meunier.

2. Ausstellungsgeschoss
Reichhaltig und qualitätvoll ist auch der Bestand an impressionistischer Malerei. Meisterwerke von Edouard Manet, Claude Monet, Auguste Renoir, Edgar Degas, Paul Cézanne und Skulpturen von Auguste Rodin wurden frühzeitig erworben.
Die Malerei der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist mit Werken von Hans Thoma, Anselm Feuerbach, Arnold Böcklin, Hans von Marées, Wilhelm Leibl und Wilhelm Trübner vertreten. Darüber hinaus präsentiert die Nationalgalerie ihren großen Bestand an Gemälden von Max Liebermann.

3. Ausstellungsgeschoss
Die Kunst der Goethezeit ist mit Landschaften Jakob Philipp Hackerts, mit Porträts von Anton Graff und seinen Zeitgenossen und mit Werken der in Rom tätigen Nazarener vertreten: Peter Cornelius, Friedrich Overbeck, Wilhelm Schadow und Philipp Veit schufen mit den Fresken zur Josephslegende ein bedeutendes Auftragswerk für die Casa Bartholdy in Rom.

Zwei Säle im Obergeschoss der Nationalgalerie bieten Platz für Preziosen der Romantik: Gemälde von Caspar David Friedrich aus allen Schaffensphasen veranschaulichen die Entwicklung des Hauptmeisters der deutschen Romantik. Die programmatischen Architekturvisionen Karl Friedrich Schinkels zeigen den Architekten als ingeniösen Landschaftsmaler. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die Werke Karl Blechens, der mit sprühender Farbigkeit und unkonventionellen Bildthemen seiner Zeit vorausgreift. Gezeigt werden ferner Porträts von Philipp Otto Runge und Gottlieb Schick, Landschaften von Joseph Anton Koch und Carl Rottmann. Das Biedermeier ist vertreten durch Berliner Stadtansichten von Eduard Gaertner und Johann Erdmann Hummel sowie durch Landschaften und Porträts von Ferdinand Georg Waldmüller.

Eine Dauerausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Prometheus-Gruppe © asisi / Tom Schulze
Ausstellung

Pergamonmuseum. Das Panorama

17.11.2018 bis auf Weiteres

PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi

Die einzigartige Zusammenarbeit der Antikensammlung mit dem Künstler Yadegar Asisi aus dem Jahr 2011/2012 wird nun fortgesetzt: Im temporären Ausstellungsgebäude „Pergamonmuseum. Das Panorama“ wird das Ausstellungsprojekt „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ präsentiert – mit Highlights aus den Beständen der Antikensammlung sowie einem vollständig überarbeiteten Panorama von Yadegar Asisi.

Das Panorama führt die Besucherinnen und Besucher zurück in das Jahr 129 n. Chr. und zeigt ihnen die antike Stadt Pergamon an der kleinasiatischen Westküste. Yadegar Asisi rekonstruiert den Zustand der Stadt in der hohen römischen Kaiserzeit unter der Regierung des Kaisers Hadrian (117-138 n. Chr.). Die Bildinhalte des ersten Pergamon-Panoramas sind umfassend überarbeitet worden. In Zusammenarbeit mit dem Team der Antikensammlung wurden etwa 40 neue Szenen konzipiert und in das Bild eingefügt. Dazu fand zuletzt im Oktober 2017 ein aufwändiges Fotoshooting in einem Berliner Filmstudio statt.

Restauration und künstlerische Interpretation
Für die vom Studio asisi gestaltete Ausstellung mit etwa 80 der wichtigsten Werken der Antikensammlung aus Pergamon – darunter der größte Teil des Telephos-Frieses vom Pergamonaltar – wurden aufwändige Restaurierungen der Originale durchgeführt. Dies gilt vor allem für die großen Frauenstatuen aus dem Hof und die Skulpturen vom Dach des Großen Altares. Mit Ausnahme der an das Metropolitan Museum of Art entliehenen Statue der Athena Parthenos aus der Bibliothek von Pergamon sind alle berühmten Bildwerke der Stadt wie der sog. „Schöne Kopf“, das kolossale Haupt des Herakles, die Porträts der Könige, die Tänzerin aus dem Palast, die Prometheus-Gruppe oder die Kreuzband-Athena zu sehen.

Verschiedene Installationen zeigen den Besucherinnen und Besuchern künstlerische Interpretationen zum besseren Verständnis der antiken Lebenwelt. Wesentliche Elemente sind dabei neu geschaffene Zeichnungen von Yadegar Asisi, die sich mit den Skulpturen, der Architektur und der Stadtanlage Pergamons auseinandersetzen.

Der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen Kontext
Die Antikensammlung lässt gemeinsam mit Yadegar Asisi mit „PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ ein Gesamtkunstwerk entstehen, das die Ergebnisse langjähriger archäologischer und bauhistorischer Forschungen mit der Arbeit eines zeitgenössischen Künstlers zu einer Gesamtheit verdichtet. Schon 2011/12 hatten rund 1,5 Millionen Menschen die Ausstellung Pergamon. Panorama der antiken Metropole besucht. Die Gesamtpräsentation der Skulpturen aus dem Pergamonmuseum mit dem Asisi-Panorama ermöglicht ein einmaliges Ausstellungserlebnis, das an der antiken Lebenswelt teilhaben lässt. Nicht zuletzt ist hier der Pergamonaltar in seinem ursprünglichen baulichen Kontext auf der Akropolis zu erleben.

„PERGAMON. Meisterwerke der antiken Metropole und 360°-Panorama von Yadegar Asisi“ wird ermöglicht durch die großzügige finanzielle Förderung der Adolf Würth GmbH & Co.KG.

Social Media
Für weitere Impressionen der Ausstellung suchen Sie einfach auf den gängigen Social-Media-Kanälen, wie Facebook und Instagram, nach dem Hashtag: #pergamon360

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Blick in die neue Dauerausstellung © Staatliche Museen zu Berlin/ Ute Franz-Scarciglia
Ausstellung

Kulturkontakte. Leben in Europa

Dauerausstellung

"Kulturkontakte. Leben in Europa" zeigt auf 700 Quadratmetern einen Querschnitt aus den vielfältigen Sammlungen des Museums Europäischer Kulturen. Mit dem thematischen Ansatz greift es Diskussionen über gesellschaftliche Bewegungen und Abgrenzungen auf.

Das im weitesten Sinne mobile Verhalten von Menschen in und nach Europa bewirkt auf der einen Seite kulturelle Begegnungen und Vermischungen, die zur Entwicklung globaler Kulturen führen können. Auf der anderen Seite wirft es Fragen nach Zugehörigkeiten und Identitäten von Individuen und Gruppen auf. Sie können sich bei aller Globalisierung "verloren" fühlen und besinnen sich deshalb auf das ihnen Vertraute: auf ihre Heimat, den Ort, die Region, oder ihr Land.

Spielen die kulturellen Gemeinsamkeiten Europas dabei eine Rolle? Die Dauerausstellung stellt Beispiele vor - mit zum Teil außergewöhnlichen Objekten. Eine Prachtgondel aus Venedig von 1910 steht dabei stellvertretend für alle Themenbereiche: Handel, Reisen, Bildmedien, Migration, kulturelle Verortungen und Frömmigkeit.

Eine Dauerausstellung des Museums Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin.

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Joseph Beuys: DAS ENDE DES 20. JAHRHUNDERTS, 1982/1983 © VG Bild-Kunst, Bonn 2013 / Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Sammlung Marx / Thomas Bruns
Ausstellung

Die Sammlungen. The Collections. Les Collections

Dauerausstellung

Die Sammlungen der Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof zeichnen die künstlerischen Strömungen von 1960 bis in die Gegenwart nach. Seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1996 hat die Präsentation der Sammlung Marx mit Werken von u. a. Joseph Beuys, Andy Warhol, Robert Rauschenberg und Cy Twombly einen besonderen Stellenwert – neben den Beständen der Nationalgalerie mit bedeutenden Arbeiten etwa von Dieter Roth, Bruce Nauman oder Carolee Scheemann. Ausgehend von diesen Pionieren der Entgrenzung traditioneller Kunstformen legt das Museum in seinen Ausstellungen und Programmen den Schwerpunkt auf die Interdisziplinarität zeitgenössischer Kunst. Zudem zeigen die Sammlungspräsentationen auch Werke aus der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof. Die Bestände werden in thematischen Ausstellungen und in wechselnden Sammlungspräsentationen unter dem Titel „Die Sammlungen. The Collections. Les Collections“ präsentiert.

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Online

Volkswagen ART4ALL Online Edition

Die durch Volkswagen, langjährigem Partner der Nationalgalerie, ermöglichte Initiative ART4ALL bietet an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 20 Uhr kostenfreien Eintritt in den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin sowie ein interdisziplinäres Programm aus Vorträgen, Performances und Künstler*innengesprächen. Während der aktuellen Schließung finden die Veranstaltungsformate online statt. Den Auftakt bildet ein Gespräch mit Künstler Walter Dahn, der in der Sonderausstellung „To Whom It May Concern. Schenkung Paul Maenz“ mit dem mit Jiří Georg Dokoupil entstandenen Zyklus der „Ricki-Bilder" vertreten ist. Beide Maler gehörten Anfang der 1980er-Jahre zur „Mülheimer Freiheit“, einer Künstlergemeinschaft in Köln, welche die Szene mit ihren neoexpressiven Gemälden aufmischte. Neben seinem künstlerischen Schaffen entwickelte Dahn auch ein musikalisches Werk, das er im Podcast mit Kurator Sven Beckstette reflektiert.

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© Staatliche Museen zu Berlin
Online

Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek

Virtueller Rundgang

Logo, Leitsystem, Corporate Identity – was heute selbstverständlich zu jedem Firmenimage gehört, steckte Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen. Bahnbrechend in der Entwicklung war das Grafische Atelier Stankowski + Duschek, das mehrere Jahrzehnte zu den führenden Büros für Kommunikationsdesign in Deutschland zählte. Die Sonderausstellung der Kunstbibliothek stellt das Werk des Ateliers incl. vieler berühmter Markenzeichen und Erscheinungsbilder – darunter die Deutsche Bank, Rewe oder das Berlin-Layout, das ab 1969 alle grafischen Produkte der Stadt bestimmte – anhand von rund 300 Exponaten vor. Der virtuelle 360°-Rundgang bietet Besucher*innen die Möglichkeit, sich frei durch den Ausstellungsraum zu bewegen, Objekte aus der Nähe zu betrachten und sich anhand begleitender Texte zu informieren.

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Online

Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin

Dank des vielfältigen Online-Angebots lassen sich die 15 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin rund um die Uhr erschließen – und viele der Museen können in virtuellen Rundgängen auch außerhalb der Öffnungszeiten erkundet werden. Zudem gibt es auf der Website www.smb.museum, in der Online-Datenbank SMB-digital und auf Museum and the City, dem Blog der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Vielzahl von Objekten und Geschichten zu entdecken. Das Online-Angebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und um spannende neue Inhalte ergänzt.

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© Staatliche Museen zu Berlin
Ausstellung

Klartext.
Zur Geschichte des Bode-Museums

18.11.2020 bis auf Weiteres

Erstmalig steht das Bode-Museum selbst im Mittelpunkt einer Ausstellung. Rund eine viertel Million Besucher*innen begrüßt das Bode-Museum jährlich, seine Fassade gehört zu den Wahrzeichen von Berlin. Seine Geschichte und die hier ausgestellten Sammlungen sind oftmals weniger bekannt. Dabei stehen die Vergangenheit und Gegenwart des Hauses in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschichte Berlins: Wie Berlin hat auch das Bode-Museum die beiden Weltkriege, den Nationalsozialismus und die deutsche Teilung überstanden und stellt sich auch den aktuellen Herausforderungen der Corona-Pandemie.

Die Ausstellungssonderseiten unter www.smb.museum/klartext ermöglichen es, auch online die einzelnen Themenbereiche zu erkunden. Unter anderem stehen Infoblätter zu ausgewählten Werken und ein chronologischer Überblick zur Geschichte des Museums zur Verfügung.

Gegliedert ist die Ausstellung in vier zentrale Sektionen, die das Museum definieren:
Die Sammlungen
Das Gebäude
Die Forschung
Das Publikum

Eine Sonderausstellung von Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst in Kooperation mit dem Münzkabinett und dem Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin.

Wichtige restauratorische Maßnahmen und kunsttechnologische Untersuchungen, die in der Ausstellung präsentiert werden, wurden durch die großzügige Unterstützung der Ernst von Siemens Kunststiftung ermöglicht.

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© Staatliche Museen zu Berlin
Online

SMB-digital

Online-Datenbank der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin:
www.smb-digital.de/eMuseumPlus

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Bode Museum © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker
Online

Erkunden Sie die Museumsinsel Berlin online!

Geschichten, Architektur und Online-Ausstellungen:
artsandculture.google.com/project/museum-island-berlin

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1 Blog

Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin

Neben der Website der Staatlichen Museen zu Berlin mit fast 40 Landing-Pages aller Museen, Sammlungen und Institute bietet vor allem der Blog "Museum and the City" viele Hintergrundgeschichten, Interviews und Bildstrecken zu allen Museen und Sammlungen. Interessante Porträts von Mitarbeiter*innen oder thematische Reihen, zum Beispiel zur Sanierung der Neuen Nationalgalerie oder zu den Lieblingsstücken der Museumsmacher*innen, gewähren spannende Blicke hinter die Kulissen. In den Wochen des Shutdowns werden im Blog verstärkt unsere Kurator*innen zu Wort kommen, deren Sammlungsbereiche für die Besucher*innen geschlossen sind.

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Online-Shop

Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin

Museen & Sammlungen
Bücher
Medien
Homedeko & Büro
Mode & Accessoires
Schmuck
Kinder

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Marianne Dietz, Greta Thunberg, Gips 2020, Leihgabe © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett, Foto: Johannes Kramer
Ausstellung

Von Eva bis Greta

Frauen auf Münzen und Medaillen

Aus 2.500 Jahren begegnet uns die Weiblichkeit auf Münzen und Medaillen. Den ewigen anthropoiden Göttinnen werden alsbald lebendige Frauen zur Seite gestellt. Zwischen Ursprungsvorstellung und Aktualität – oder beispielsweise "Eva" und "Greta" – eröffnen sich zahlreiche Facetten und Themenfelder. Neben Berühmtheiten wie Kleopatra werden in der Sonderausstellung ganz unterschiedliche Bilder und Bedeutungen von Frauen, wie sie anhand von Münzen, aber vor allem durch Medaillen erfahrbar sind, beleuchtet.

Frauen begegnen uns dabei nicht nur als Dargestellte oder Auftraggeberin, sondern etwa auch als Gestalterin, Sammlerin oder Wissenschaftlerin. Die Schau präsentiert neben Beständen aus den Tresoren des Münzkabinetts insbesondere zwei Künstlereditionen, die eigens für diese Ausstellung angefertigt wurden. Die Arbeiten zum Jahresthema des Berliner Medailleurkreises treffen hierbei auf Beiträge aus der Auslobung des Nachwuchspreises für eine Kunstmedaille „Die Drei Grazien“. Die Ausstellung fragt, inwieweit Münzen und Medaillen durch andere Quellen geprägte Vorstellungen von Frauen in der Gesellschaft bestätigen oder herausfordern können.

Eine Sonderausstellung des Münzkabinetts in Kooperation mit der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin e. V. und der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst e. V.

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Bewertungen & Berichte Von Eva bis Greta

Ausstellungsansicht Ideal und Form, Friedrichswerdersche Kirche 2020 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / David von Becker
Ausstellung

Ideal und Form.

Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie
27.10.2020 bis auf Weiteres

Die Ausstellung „Ideal und Form“ zeichnet mit Skulpturen und Plastiken von der Schinkelzeit bis zum Kaiserreich die Entwicklungslinien des langen 19. Jahrhunderts in die Moderne nach und lädt ein, die seinerzeit bereits international ausgerichtete Berliner Bildhauerschule neu zu entdecken.

Die von Karl Friedrich Schinkel geplante und in den Jahren 1824 bis 1830 erbaute Friedrichswerdersche Kirche ist seit 1987 Museumskirche und zugleich Dependance der Alten Nationalgalerie. Sie bietet die einzigartige Möglichkeit, Skulpturen des 19. Jahrhunderts in einer noch weitestgehend original erhaltenen Architektur aus eben jener Zeit zu erleben – und das bei wechselndem Licht immer wieder neu. Als die umfassendste Sammlung skulpturaler Kunst des 19. Jahrhunderts nimmt der Skulpturenbestand der Nationalgalerie eine herausragende Stellung innerhalb der deutschen Museumslandschaft ein.

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Bewertungen & Berichte Ideal und Form.

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Staatliche Museen zu Berlin

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Bewertungen & Berichte Staatliche Museen zu Berlin

Ausstellungen / Museum Staatl. Kunstsammlungen Dresden Dresden, Taschenberg 2
Ausstellungen / Museum Deichtorhallen Hamburg Hamburg, Deichtorstr. 1-2
Ausstellungen / Museum Haus der Kunst München München, Prinzregentenstr. 1
Ausstellungen / Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Köln Köln, Cäcilienstraße 29-33
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Burg Wartburg Eisenach Eisenach, Auf der Wartburg 2
Ausstellungen / Museum Musei Vaticani Città del Vaticano, Viale Vaticano
Ausstellungen / Museum Mudam Luxembourg Luxembourg, 3, Park Dräi Eechelen
Ausstellungen / Museum GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Museum Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Halle, Friedemann-Bach-Platz 5
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ausstellungen / Ausstellung OK im OÖ Kulturquartier LINZ Linz, OK-Platz 1
Ausstellungen / Messe Discovery Art Fair Virtual Köln, Gladbacher Wall 5
Ausstellungen / Museum Naturhistorisches Museum Bern Bern, Bernastrasse 15
Ausstellungen / Ausstellung Alexandra Kordas München München, Effnerstraße 44-46
Ausstellungen / Online-Galerie Falepi Online-Galerie Plate, Neue Straße 3 D
Ausstellungen / Galerie BORIS LURIE Virtual Gallery
Literatur / Museum Robert Musil Literatur-Museum Klagenfurt Klagenfurt, Bahnhofstraße 50
Literatur / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Sehenswürdigkeiten / Kirche Dom zu Salzburg Salzburg, Domplatz
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Weihnachtsmarkt / Lebkuchen Nürnberger Lebkuchen Webshop
Weihnachtsmarkt / Süßwaren Niederegger
Lübecker Marzipan
Webshop

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