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Staatliche Museen zu Berlin

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Staatliche Museen zu Berlin
Genthiner Straße 38
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30-266 42 2201
Fax: +49 (0)30-266 42 2202
E-Mail: besucherdienste@smb.spk-berlin.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Staatliche Museen zu Berlin

Albrecht Dürer, Melencolia I, 1514 © BPK / Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Foto: Volker-H. Schneider
Ausstellung

Zwischen Kosmos und Pathos

Berliner Werke aus Aby Warburgs Bilderatlas Mnemosyne

Parallel zur Ausstellung „Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – Das Original“ im Haus der Kulturen der Welt zeigt die Gemäldegalerie Kunstwerke von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Neuzeit, die Warburg als Vorlagen seiner enzyklopädischen Bildersammlung dienten. Werke aus zehn Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin treten als dreidimensionales Reenactment in einen eindrucksvollen Dialog mit Warburgs Magnum Opus.

Aby Warburg (1866–1929) war einer der bedeutendsten Kunsthistoriker des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der unermüdlich das „Nachleben“ antiker Motive in der europäischen Kultur seit der Renaissance studierte. Warburg war überzeugt, dass die Antike für die Künstler der Renaissance nicht nur ein schematisches Modell darstellt, sondern darüber hinaus auch eine urbildhafte, emotionale Bedeutung besitzt, die sich in Schlüsselmotiven und Kernthemen herauskristallisiert. Warburgs letztes Werk war eine gigantische Zusammenstellung von fast 1.000 Fotografien in seiner Hamburger Bibliothek, genannt „Bilderatlas Mnemosyne", die seine Studien der vergangenen Jahrzehnte resümierte und zugleich neue Wege in der Bildwissenschaft aufzeigen sollte.
Originale Werke zu Kosmos und Pathos

Im Frühjahr 2020 wird – erstmals seit 1929 – der Bilderatlas in seiner ursprünglichen Anordnung in einer Ausstellung im HKW präsentiert. Parallel würdigen die Staatlichen Museen zu Berlin den großen Bildwissenschaftler mit einer Präsentation von rund 50 originalen Kunstwerken, die von Warburg für die Themenbereiche Kosmos und Pathos im Bilderatlas ausgewählt wurden.
Warburgs komplexes Denken veranschaulicht

Die Werke aus zehn Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin – der Antikensammlung, der Gipsformerei, der Kunstbibliothek, dem Kunstgewerbemuseum, dem Kupferstichkabinett, dem Museum Europäischer Kulturen, dem Münzkabinett, der Skulpturensammlung, dem Vorderasiatischen Museum sowie der Gemäldegalerie, die mit Meisterwerken von van Eyck, Ghirlandaio, Botticelli, Rembrandt und Rubens prominent vertreten ist – zeigen eindrücklich die Fülle der Berliner Sammlungen, verdeutlichen die Beziehungen von Werken und Kulturen über Raum- und Zeitgrenzen hinweg und erläutern zugleich in exemplarischer Form das komplexe Denken, welches Aby Warburgs Magnum Opus zugrunde liegt.

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Ausstellung

Michael Schmidt – Retrospektive

Fotografien 1965—2014

Michael Schmidt (1945–2014) bezieht in der deutschen Gegenwartsfotografie eine einzigartige Position. In Berlin geboren, fand er Mitte der 1960er-Jahre als Autodidakt zur Fotografie als künstlerischem Ausdrucksmittel. Die Retrospektive im Hamburger Bahnhof stellt erstmals das gesamte Lebenswerk chronologisch vor und ist die erste Übersichtsausstellung des Berliner Fotografen in seiner Heimatstadt nach 25 Jahren.

Für jede seiner Werkgruppen hat Schmidt eine individuelle fotografische Methode des Zugangs zur Wirklichkeit entwickelt. Sie umfassen Porträts, Selbstporträts, Stadtlandschaften, Landschaften und Stillleben. Neben den Werkgruppen „Waffenruhe“ (1987), „Ein-heit“ (1996), „Lebensmittel“ (2012) und weiteren Originalfotografien stellt die Ausstellung anhand von unveröffentlichten Arbeitsabzügen, Buchentwürfen und Archivmaterialien die Entwicklung von Schmidts künstlerischer Arbeit vor, die für eine jüngere Generation Fotografierender durch ihre ständige Erforschung und Innovation Vorbildcharakter hat.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Koenig Books mit einem Umfang von 400 Seiten. Die Katalogbeiträge haben Ute Eskildsen, Janos Frecot, Peter Galassi, Heinz Liesbrock und Thomas Weski verfasst, die alle mit dem Künstler in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet haben.

Im Anschluss an die Ausstellung im Hamburger Bahnhof wird die Retrospektive in der Galerie Nationale du Jeu de Paume, Paris (11.5. – 29.8.2021), dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (28.9.2021 – 28.2.2022) und dem Albertina Museum, Wien (24.3. –12.6.2022) gezeigt.

Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch die Berlin Hyp, Berliner Sparkasse, Deka Bank Deutsche Girozentrale, Deutsche Leasing, Feuersozietät Berlin Brandenburg, NORD/LB Kulturstiftung, den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und den Sparkassenverband Westfalen Lippe, Hauptförderer der Staatlichen Museen zu Berlin, und ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds.

Medienpartner der Ausstellung ist tip Berlin.

Die ursprüngliche Laufzeit vom 21. Mai bis 25. Oktober 2020 wurde aufgrund der coronabedingten Schließung des Museums verschoben. Über die geltenden Hygienevorkehrungen und Sonderöffnungszeiten während der neuen Ausstellungslaufzeit informieren wir Sie über die Website.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit der Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit dem Archiv Michael Schmidt.

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Hans-Christian Adam (*1948), Unterwasser-Gruppenportrait (Salzburg College Photo Students), aus der Serie „Schwimmer“, Vigaun bei Hallein, Salzburg, 1985, Silbergelatinepapier, 19,2 x 26,5cm, Leihgabe des Künstlers © Hans Christian Adam
Ausstellung

FOTOGRAFIE
Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980

Das Berliner Museum für Fotografie eröffnet am 16. Juli 2020 die Sonderausstellung „FOTOGRAFIE. Wolfgang Schulz und die Fotoszene um 1980“. Im Mittelpunkt steht das Magazin „FOTOGRAFIE. Zeitschrift internationaler Fotokunst“ und sein Herausgeber Wolfgang Schulz. Anhand von rund 240 Arbeiten von Wolfgang Schulz und anderer Fotograf*innen beleuchtet die Ausstellung eine wichtige Zeit des Umbruchs in der Geschichte der westdeutschen Fotografie.

In den Jahren um 1980 erlangte die Fotografie einen neuen Stellenwert im Kunstbetrieb. Neue fotografische Herangehensweisen wurden erprobt, Museen begannen, sich für das Medium zu interessieren, erste Fotogalerien wurden gegründet, 1977 hatte die Fotografie auf der documenta ihren ersten großen Auftritt, und es wurden Zeitschriften gegründet. Ausgangspunkt der Ausstellung zu dieser spannenden Umbruchszeit ist das Magazin „FOTOGRAFIE. Zeitschrift internationaler Fotokunst“ (später „Fotografie: Kultur jetzt“), das zwischen 1977 und 1985 vierzigmal erschien und von Wolfgang Schulz herausgegeben wurde. Das Magazin entwickelte sich schnell zu einem viel beachteten, häufig umstrittenen überregionalen Szeneblatt: ein überaus lebendiges Forum für einen weitverzweigten Aufbruch, in dem Kunstkommerz noch keine prägende Rolle spielte.

Wolfgang Schulz: Redakteur und Fotograf
Wolfgang Schulz versuchte, sich festschreibenden Normen zu entziehen und verfolgte als Redakteur der Zeitschrift wie auch als Fotograf, der ein beachtliches Werk geschaffen hat, sehr unterschiedliche Stile und Sujets. Die Zeitschrift scheint heute beinahe vollständig vergessen. Doch die Leistungen des Herausgebers und der beitragenden Autor*innen und Fotograf*innen verdienen es, genauer betrachtet zu werden. Die von ihnen gefundene Mischung aus Bildern und Texten ist eine bedeutende Quelle zur Erkundung einer fotografischen Szene, die um 1980 mit Nachdruck an der Etablierung der Fotografie als einer eigenständigen Kunstform arbeitete.

Fotogeschichte in Westdeutschland
Das Projekt ist ein erster Versuch, ein wichtiges Stück Fotogeschichte in Westdeutschland wiederzuentdecken. Die Ausstellung gliedert sich in vier Abschnitte: Sie würdigt das fotografische Werk von Wolfgang Schulz aus der Zeit um 1980, stellt Werke verschiedener Fotograf*innen vor, deren Arbeit prägend für die Jahre um 1980 wurde, präsentiert alle vierzig Ausgaben der Zeitschrift „Fotografie“ (die in ihrem Nebeneinander ein eindrucksvolles gestalterisches Panorama ergeben) und lässt in Video-Interviews Zeitzeugen im Sinne einer „Oral History“ zu Wort kommen.

Fotografie um 1980
Wolfgang Schulz war nicht nur Herausgeber dieser Zeitschrift, sondern auch ein bemerkenswerter Fotograf. Er versuchte sich festschreibenden Normen zu entziehen und verfolgte unterschiedliche Stile und Sujets. So folgte er bei seinen Irland-Bildern der erzählerischen Tradition der Bildreportage, erstellte aber auch eine streng dokumentarisch anmutende Typologie von Scheunen und deren Erscheinungsformen. Mit einer Serie über Unterholz wendete er sich dem Unspektakulären zu und er porträtierte seinen Freundeskreis und die Fotoszene, die bei ihm ein- und ausging. Die Ausstellung zeigt zum ersten Mal überhaupt die fotografischen Arbeiten von Wolfgang Schulz aus der Zeit um 1980.

Fotograf*innen
Vorgestellt wird außerdem eine breite Auswahl von Werken der in der Zeitschrift vertretenen Fotograf*innen aus der Sammlung des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg und von zahlreichen weiteren Leihgebern. Ihre Arbeiten stehen stellvertretend für die verschiedenen Konzepte und künstlerischen Ansätze und lassen die fotografische Szene jener Zeit in Ausschnitten lebendig werden. Die Fotografien stammen von Hans Christian Adam, Gosbert Adler, Dieter Appelt, Heiner Blum, Joachim Brohm, Dörte Eißfeldt, Verena von Gagern, André Gelpke, Dagmar Hartig, Andreas Horlitz, Hans-Martin Küsters, Reinhard Matz, Angela Neuke, Heinrich Riebesehl, Wilhelm Schürmann, Holger Stumpf, Ulrich Tillmann/Wolfgang Vollmer, Petra Wittmar und Miron Zownir

Kurator*innen
Die Ausstellung wird kuratiert von Reinhard Matz, Steffen Siegel und Bernd Stiegler in Zusammenarbeit mit Esther Ruelfs, Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Für die Ausstellungsstation in Berlin wurde sie in Zusammenarbeit mit Ludger Derenthal, Kunstbibliothek, erweitert.

Katalog
Zur Ausstellung ist bereits ein Katalog bei Spector Books, Leipzig erschienen: 240 Seiten, ISBN: 9783959052825, Buchhandelspreis: 28 €.

Eine Sonderausstellung des Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg und der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin

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Ausstellung

Die Krone von Kertsch

Schätze aus Europas Frühzeit

Völkerwanderungszeitlicher Goldschmuck vom Schwarzen Meer, silberne Gewandspangen und prächtige Gürtel aus Gräbern des frühen Mittelalters in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland – Teile der Sammlung des Johannes von Diergardt werden nach über 80 Jahren wieder in Berlin zu sehen sein, wo sie bis 1934 ausgestellt waren.

Sie gewähren glänzende Einblicke in die europäische Geschichte, besonders in die Ereignisse zwischen Antike und Mittelalter. Nach dem Tod des Sammlers und Mäzens gelangten sie in das Römisch-Germanische Museum Köln. Umbauarbeiten im Kölner Museum bieten nun eine gute Gelegenheit, die Schätze nach langer Zeit wieder der Berliner Öffentlichkeit zu präsentieren.

Eine Sonderpräsentation des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln

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Andrea Mantegna, Kampf der Seegötter (linke Hälfte), um 1470-1480, Kupferstich und Kaltnadelradierung © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Volker-H. Schneider
Ausstellung

Mich tröstet die Liebe zur Kunst

Paul J. Kristeller zwischen Berlin und Italien

Das Kupferstichkabinett zeigt in seiner Reihe „Kabinett in der Gemäldegalerie“ herausragende Kupferstiche und Holzschnitte der italienischen Renaissance, darunter Werke von Andrea Mantegna, Giulio Campagnola und Marcantonio Raimondi. Die Kabinettausstellung lädt nicht nur dazu ein, die berühmten Meisterwerke der Graphik kennenzulernen, sondern auch dazu, sie durch die Augen des Kunsthistorikers Paul J. Kristeller zu sehen.

Paul James Kristeller (1863-1931) war Anfang der 1890er Jahre als Volontär im Kupferstichkabinett in Berlin tätig. Im Mittelpunkt seines Interesses standen vor allem italienische Holzschnitte und Kupferstiche bis in die erste Hälfte des 16. Jahrhunderts. Seine Erkenntnisse veröffentlichte Kristeller in einer Reihe von Publikationen, die bis heute zur wichtigsten Fachliteratur im Bereich der Renaissance-Druckgraphik zählen.

Wie alle ehemaligen und heutigen Volontäre im Kupferstichkabinett, erwarb Kristeller auch wichtige Kenntnisse zu verschiedenen Themen rund um die Organisation einer graphischen Sammlung. Mit diesem Hintergrund und getrieben von seiner Leidenschaft für die italienische Kunst, ging er schließlich nach Italien, wo er zwischen 1894 und 1898 an der Neugestaltung der graphischen Sammlungen von Museen und Bibliotheken nach dem Vorbild des Berliner Kupferstichkabinetts arbeitete. Auch wenn für Kristeller, einen Deutschen, der in Italien für das italienische Kulturerbe zuständig war, die Arbeit nicht immer einfach war, blieb seine Motivation stets die allen gemeinsame Liebe zur Kunst. So schrieb er 1898: „Se mi conforta l’amore dell’arte, che vedo in tutti, cercherò di lottare fino a che posso e casco“ („Wenn mich die Liebe zur Kunst, die ich bei allen sehe, tröstet, werde ich versuchen zu kämpfen, solange ich kann, bis ich falle.“).

Zusammen mit einigen der Meisterwerken, die Kristeller in seinen Aufsätzen thematisierte, zeigt die Kabinettausstellung auch Objekte, die sich auf die Bewahrung der Sammlung beziehen, um einen kleinen Einblick in Kristellers Engagement im kuratorischen Bereich zu gewähren.

Eine Ausstellung des Kupferstichkabinetts in der Gemäldegalerie.

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Ausstellung

Berlins größte Grabung

Forschungsareal Biesdorf

Was machen Archäolog*innen auf der Baustelle? Was sich viele angesichts der zahlreichen Großbaustellen Berlins schon gefragt haben mögen, bekommt in dieser Ausstellung die Antwort: Sie erforschen die Geschichte unter unseren Füßen.

Berlins größte Ausgrabung fand 1999 bis 2014 bauvorbereitend in Biesdorf statt – auf gut 22 Hektar Fläche konnten 10.000 Jahre Siedlungsgeschichte an der Wuhle dokumentiert werden, bevor hier erneut Häuser gebaut wurden. Die Sonderausstellung macht erlebbar, wie Forscher*innen arbeiten und präsentiert außergewöhnliche Funde, wie etwa eine steinzeitliche Hirschmaske, die zu den ältesten Funden Berlins zählt.

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Ausstellung

Raffael in Berlin. Meisterwerke aus dem Kupferstichkabinett

Anlässlich des 500. Todestags von Raffael widmen die Staatlichen Museen zu Berlin dem bedeutendsten Künstler der italienischen Renaissance zwei Sonderausstellungen. Parallel zu der im Dezember 2019 startenden Ausstellung „Raffael in Berlin. Die Madonnen der Gemäldegalerie“ zeigt das Kupferstichkabinett die kleine, aber bedeutende Gruppe eigenhändiger Zeichnungen des Künstlers aus eigenem Bestand.

Diese selten gezeigten Blätter führen die überragende schöpferische Bandbreite Raffaels vor Augen – ergänzt durch Werke seines Lehrers Perugino und seiner wichtigsten Schüler und Mitarbeiter Gianfrancesco Penni, Giulio Romano und Perino del Vaga sowie seines Kupferstechers Marcantonio Raimondi.

Begleitend zur Ausstellung ist die Publikation "Raffael in Berlin" bei den Staatlichen Museen zu Berlin erschienen.

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Mit Kamelen im Gebiet des Zweiten Katarakts (Ph. 5894) © Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Fotoarchiv.
Ausstellung

Momentaufnahmen - Nubien um 1900

Nubien – eine untergegangene Kulturlandschaft, der Orient und eine wissenschaftliche Expedition um die Jahrhundertwende.

Im März und April 1900 unternahmen die Ägyptologen Georg Steindorff, Ludwig Borchardt und Heinrich Schäfer gemeinsam mit dem klassischen Altertumswissenschaftler Hermann Thiersch und dem Diplomaten Curt von Grünau eine Reise in das Gebiet zwischen dem Ersten und Zweiten Nilkatarakt. Ziel waren u. a. die pharaonischen Grenzfestungen des Mittleren Reiches.

Nachdem die fotografische Dokumentation dieser Nubien-Reise lange als verschollen galt, wurde 2015 bei der Sichtung und Aufbereitung des Fotoarchivs des Ägyptischen Museums ein unbeschriftetes Konvolut von ca. 300 Fotos geborgen, das nach intensiver Forschung eindeutig der historischen Nubien-Reise zugeordnet werden konnte und nun im Rahmen der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird.

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Katharina Grosse, I Think This Is a Pine Tree, 2013, Ausstellungsansicht „Wall Works“, Detail, Hamburger Bahnhof, 2013 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns / VG Bild-Kunst / Bonn 2019
Ausstellung

Katharina Grosse

It Wasn’t Us

Die Malerei von Katharina Grosse kann überall auftauchen. Ihre raumgreifenden Arbeiten sind multidimensionale Bildwelten, in denen Wände, Decken, Objekte und ganze Gebäude und Landschaften mit leuchtenden Farben überzogen sind. Für die Ausstellung „It Wasn’t Us“ hat die Künstlerin die Historische Halle des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin sowie den Außenbereich hinter dem Gebäude in ein expansives Bild verwandelt, das die bestehende Ordnung des musealen Raums radikal destabilisiert.

Entgrenzte Malerei
Als Bildgrund dienen ihr der Boden der Halle und eigens für die Ausstellung entworfene Styroporkörper, die sie in mehreren Arbeitsschritten und durch verschiedene Skalierungen in die finale Größe überführt hat. Außerdem erstreckt sich die Malerei über die Gebäudegrenze hinaus in den öffentlichen Raum, auf das weitläufige Gelände hinter dem Museum und die Fassade der Rieckhallen. „It Wasn’t Us“ verbindet dabei weder Innen und Außen, noch Museum und Umgebung, Kultur und Natur, sondern verhandelt unsere Sehgewohnheiten, Denk- und Wahrnehmungsformen neu.

Grosses Malerei überschreitet Grenzen mit Farbe, sie überschreibt Grenzzonen mit neuen Zusammenhängen. Das, was vorher da war, verschwindet nicht, sondern bleibt als Spur von etwas Vergangenem sichtbar, das seine Bedeutung verloren hat. Dabei entstehen phantastische Gebilde. In den Räumen, die sich eröffnen, zielt die Imagination ins Offene. Sie führt entschlossen und zugleich spielerisch in viele Richtungen.

Aus dem Katalogtext zur Ausstellung „Das Gegebene und das Mögliche“ von Julia Eckert

Katharina Grosse
Die Künstlerin Katharina Grosse (*1961, Freiburg i. Br.) hat in den vergangenen zwanzig Jahren zahlreiche Einzelausstellungen präsentiert, etwa 2015 im Museum Wiesbaden, 2018 in der Nationalgalerie Prag, in der Villa Medici in Rom, in Carriageworks in Sydney und im chi K11 art museum in Shanghai sowie 2019 im Museum of Fine Arts in Boston, wo eine neue Arbeit in Dialog mit dem Werk „Mural“ (1943) von Jackson Pollock getreten ist. Sie realisierte immer wieder Arbeiten im öffentlichen Raum, etwa 2016 für das MoMA PS1 im Rahmen des „Rockaway!“-Programms in Fort Tilden, New York. Seit 1998 waren ihre Beiträge auf Biennalen und Triennalen in Sydney (1998), São Paulo (2002), New Orleans (2008), Curitiba (2013), Venedig (2015) und Aarhus (2017) sowie in vielen weiteren Gruppenausstellungen zu sehen. 2015 wurde Grosse eingeladen, eine ortsbezogene Malerei in der Versammlungshalle des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses des Deutschen Bundestages anzufertigen. Von 2000 bis 2010 hatte sie eine Professur für Malerei an der Weißensee Kunsthochschule in Berlin inne, von 2010 bis 2018 war sie Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf.

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Mariana Castillo Deball, No solid form can contain you, 2010, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, 2015 erworben durch die Stiftung des Vereins der Freunde der Nationalgalerie für zeitgenössische Kunst © Mariana Castillo Deball © Staatliche Musee
Ausstellung

Zeit für Fragmente

Werke aus der Sammlung Marx und der Sammlung der Nationalgalerie

Es sei gerade „eine Zeit für Fragmente“, bemerkte der Künstler Marcel Duchamp gegenüber der Schriftstellerin Anaïs Nin, als diese ihn im Jahr 1934 in seinem Pariser Atelier besuchte. Konkret meinte er die Dokumentation seines Werks Großes Glas, für die er Schriftstücke und Grafiken lose in einer grünen Schachtel sammelte. In einer Welt, deren Einheit und Ganzheit von der Physik ebenso in Zweifel gezogen wurde wie durch das Auseinanderfallen der Gesellschaft, erschien Duchamp das Fragment als einzig mögliche Form des künstlerischen Handelns.

In der Renaissance oder der Romantik brachte das Fragment als Rest eines ehemals Ganzen oder als Unvollendetes die Sehnsucht nach Einheit und Vollständigkeit zum Ausdruck. Entsprechend verweisen Motive wie Ruinen und Torsi auf ein Ideal von Vollkommenheit. Spätestens im 20. Jahrhundert wich diese Sehnsucht der Erkenntnis, dass die Welt stets eine unfertige ist. Es gibt immer einen Blickwinkel zu ergänzen oder einen weiteren Aspekt zu berücksichtigen. Teile, Überreste, Leerstellen und Ausschnitte verweisen in den Kunstwerken nicht mehr auf ein mögliches Ganzes, sondern auf die zugleich zerstörerische und schöpferische Kraft von Brüchen.

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Bildnis Alexanders des Großen © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Renate Kühling
Ausstellung

Starke Typen. Griechische Porträts der Antike

Das Porträt als Bildnis einer bestimmten, realen bzw. historischen Person ist eine wichtige Errungenschaft der griechischen Kunst. Sie wirkt über die römische Kaiserzeit und die Renaissance bis heute fort und bildet die Grundlage der westlich-abendländischen Porträttradition. Griechische Porträts sind jedoch keine fotografisch genauen Abbilder, die uns das tatsächliche Aussehen einer Person überliefern, sondern sie sind typengebunden und charakterisieren die Person nach Alter, sozialem Status und Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe. Maßgebend sind die jeweils gültigen Idealvorstellungen, Anlass und Ort der Aufstellung, die Eigenschaften der jeweiligen Bildträger (Statuen, Reliefs, Vasen etc.) sowie die programmatischen Absichten der Auftraggeber. Individualisierende Merkmale machen das Bildnis unverwechselbar, müssen jedoch nicht lebensecht sein. Identität wird durch Namensbeischrift hergestellt.

Die Ausstellung veranschaulicht die Entwicklung des griechischen Porträts im Spannungsfeld von Ideal und Individualisierung, die in ihren unterschiedlichen, jeweils nebeneinander existierenden Mischungen vielfältige Möglichkeiten zur Inszenierung von Identitäten boten. Zugleich beleuchtet sie verschiedene Aspekte des antiken Kontextes und der Überlieferungsgeschichte griechischer Porträts.

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Andy Warhol: Marilyn, Detail, 1967, Farbsiebdruck aus dem 10-teiligen Portfolio © 2020 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS), New York / Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders
Ausstellung

Pop on Paper

Von Warhol bis Lichtenstein

Das Berliner Kupferstichkabinett präsentiert erstmals in einer Ausstellung die Highlights seiner Pop Art-Sammlung, die zu den bedeutendsten in Europa zählt. Ausgehend von der US-amerikanischen Druckgraphik der 1960er-Jahre und den Pop Art-Pionieren Andy Warhol und Roy Lichtenstein entfaltet „Pop on Paper“ ein stilistisch wie thematisch breites Spektrum, das von Arbeiten so unterschiedlicher Künstler*innen wie Claes Oldenburg, James Rosenquist oder Elaine Sturtevant zu Allen Jones, Sigmar Polke und Maria Lassnig nach Europa und bis in die Gegenwart reicht.

Großes Thema der „klassischen“ Pop Art war der Umgang mit den trivialen, auf massenhafter Anfertigung und Verbreitung beruhenden Bild- und Produktwelten der US-amerikanischen Konsumgesellschaft – angefangen von der Suppenbüchse und dem Comic Strip bis hin zu den Pressefotos von Jackie, der Witwe des US-Präsidenten John F. Kennedy. Doch Pop war nicht gleich Pop, sondern umfasste neben „Außenseitern“ wie Jim Dine auch minimalistische Tendenzen, wie sie die abstrakt-flächenhaften Bildzeichen von Robert Indiana, Gerald Laing oder Allan D'Arcangelo erkennen lassen.

Farbsiebdruck und Great Graphic Boom
Was Warhol, Lichtenstein und Co. vereint, ist der offensive und kreative Einsatz der Druckgraphik, der es ihnen erlaubte, ihre in Malerei und Skulptur entwickelten Bildfindungen einem größeren Publikum jenseits des elitären Kunstmarktes zu vermitteln. Dies geschah vor allem über den Einsatz des ursprünglich aus der Werbung stammenden Verfahrens des Farbsiebdrucks, der es auch erlaubte, fotografische Vorlagen zu reproduzieren oder Kunststoff- und Silberfolien zu bedrucken. Dabei erweisen die meist farbkräftigen, bisweilen extrem großformatigen Werke, die in jenen Jahren des „Great Graphic Boom“ in New York und Los Angeles in ambitionierten Druckwerkstätten entstanden, dass die Pop Art in ganz entscheidendem Maße als „Pop on Paper“ ihre Wirkung entfaltete.

Zwischen Kunstdruck und Werbemittel
Künstler wie Roy Lichtenstein oder Robert Indiana wurden zudem zu Plakat-Gestaltern, warben mit unlimitierten Sieb- und Offsetdrucken für ihre eigenen Ausstellungen – etwa in der legendären New Yorker Galerie von Leo Castelli. Wie mehrere Leihgaben aus der Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin bezeugen, war der Übergang zwischen dem limitierten Druck als Handelsobjekt für den Kunstmarkt und dem dennoch hochwertigen, in hoher Auflage verbreiteten Werbemittel bisweilen fließend.

Die Entwicklung der Pop Art in zehn Kapiteln
In zehn Kapiteln nähert sich „Pop on Paper“ einzelnen Künstler*innen und Themen der Pop Art. Angefangen mit ihrem Aufkeimen in England (Eduardo Paolozzi, Richard Hamilton) sowie bei Künstlern wie Jasper Johns und Robert Rauschenberg bis hin zu europäischen Parallelentwicklungen und Reflexionen vor und nach 1970 etwa bei Sigmar Polke, K.P. Brehmer, Ulrike Ottinger, Maria Lassnig, Elaine Sturtevant und Equipo Crónica. Ein zeitgenössisches Echo des Pop-Styles findet sich abschließend bei Arbeiten von Antje Dorn und SUSI POP.

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Korakrit Arunanondchai, With history in a room filled with people with funny names 4, 2017 © Korakrit Arunanondchai 2019; courtesy the artist; Carlos / Ishikawa, London; Clearing, NewYork; Bangkok CityCity Gallery, Bangkok
Ausstellung

Magical Soup

Medienkunst aus der Sammlung der Nationalgalerie, der Friedrich Christian Flick Collection und Leihgaben

Auf über 2.000 Quadratmetern zeigt die Gruppenausstellung „Magical Soup“ in den Rieckhallen des Hamburger Bahnhof zentrale Werke ergänzt um Leihgaben der jüngsten Künstler*innengeneration, deren gemeinsamer Ausgangspunkt das Verhältnis von Ton, Bild und sozialem Raum ist.

Musik hat die Kraft, imaginäre Welten zu erzeugen. Durch Töne lassen sich Räume physisch erschüttern. Und Bilder können Klangräume heraufbeschwören, die über Leinwand oder Bildschirm hinausführen. Die Gruppenausstellung „Magical Soup“ erkundet das Verhältnis zwischen Hören, Sehen und gesellschaftlich geprägter Raumerfahrung. Zu sehen sind Medienkunstwerke, Installationen und Papierarbeiten von den 1970er-Jahren bis zur unmittelbaren Gegenwart. Ausgehend von Musik, Klängen, Geräuschen, Stimmen, ihren Notationen oder bildhaften Umsetzungen werden geographische, gesellschaftliche und imaginäre Räume verhandelt.

Die Werke bewegen sich zwischen genauer Beobachtung, radikalem Selbstausdruck und bewusster Dekonstruktion von Identität. Vorgeschlagen werden andere Sichtweisen auf eine sich ständig wandelnde Realität und vermeintliche Gewissheiten.

Ein Spektakel der Medienkunst
Die Nationalgalerie verfügt über eine der umfangreichsten musealen Medienkunstsammlungen in Europa. Die Bestände bedeutender historischer Videokunst wurden in den letzten Jahren durch herausragende neuere zeitbasierte Arbeiten erweitert. „Magical Soup“ versammelt Arbeiten von den Medienkunstpionieren*innen Nam June Paik, Jochen Gerz, Charlemagne Palestine, Ulrike Rosenbach und Keiichi Tanaami, von den multimedial arbeitenden Künstler*innen Nevin Aladag, Stan Douglas, Cyprien Gaillard, Douglas Gordon, Rodney Graham, Dmitry Gutov, Anne Imhof, Joan La Barbara, Pipilotti Rist, Diana Thater, Lawrence Weiner, Nicole Wermers und David Zink Yi sowie jüngere künstlerische Positionen von Korakrit Arunanondchai, Trisha Baga, Dineo Seshee Bopape, Christine Sun Kim, Sandra Mujinga und Sung Tieu.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Texten unter anderem von Anna-Catharina Gebbers, Chloe Stead und Jessica Lauren Elizabeth Taylor.

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Andrea Mantegna, Darbringung im Tempel, Detail, ca. 1454, Berlin, Gemäldegalerie © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt
Ausstellung

Zu Mantegna und Bellini

Kunsttechnologie und Restaurierung

Im Nachklang der Ausstellung „Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance“, die von März bis Juni 2019 in der Gemäldegalerie stattfand, gibt diese Präsentation Einblick in die technologischen Forschungen und die praktische Arbeit der Restaurator*innen in Vorbereitung der Ausstellung. Gezeigt werden Gemälde von zwei großen Malern der italienischen Renaissance, Andrea Mantegna (ca. 1431-1506) und Giovanni Bellini (ca. 1435-1516), sowie Werke aus ihrem unmittelbaren Umkreis.

Von der Bildentstehung bis zur jüngsten Restaurierung
Jeder Restaurierung gehen Forschungen zu den vom Künstler verwendeten Materialien, der Maltechnik und zum Bildaufbau, zur Objekt- und Restaurierungsgeschichte sowie zu Veränderungen und ihren Ursachen voraus. Durch stereomikroskopische Untersuchungen, strahlendiagnostische Verfahren (Untersuchung mit UV-Strahlen, Röntgen, Infrarotreflektografie) und andere Materialanalysen ist es dabei möglich, den Prozess der Bildentstehung großenteils aufzudecken und den Malern auf die Schliche ihrer durchaus effektiven Bildproduktion zu kommen. Analysiert man die Bildschichten zusammen mit Archivalien, so tun sich mitunter erstaunliche Objektgeschichten auf. Wir zeigen, wie Künstler der Renaissance gelungene Kompositionen übernahmen und variierten, welche Veränderungen, Schäden und Verluste die Gemälde erfahren haben, und schließlich, wie Restauratoren mit solchen Zuständen umgehen.

Die Ausstellung möchte dem Besucher die Arbeit der Restauratoren transparent machen. Sie zeigt, welche Fragen die Gemälde selbst und ihre Erhaltungszustände aufwerfen. Wie viel Retuschen oder Rekonstruktion erforderlich und vertretbar sind, um ein Werk in allen seinen Aspekten lesbar zu machen, muss bei jeder Restaurierung neu verhandelt werden.

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Ausstellung

Anthony Caro

The Last Judgement Sculpture

Gemeinsam mit der Sammlung Würth präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin „The Last Judgement Sculpture“ (1995/1999), eines der eindrucksvollsten Werke des britischen Künstlers Sir Anthony Caro (New Malden, Surrey 1924 - 2013 London). Schon die Entstehung der 25-teiligen monumentalen Installation wurde durch den Sammler Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth begleitet.

Unmittelbar nach Erwerb durch die Sammlung Würth wurde das Werk erstmals 1999 auf der Biennale in Venedig der Öffentlichkeit präsentiert. Caro selbst charakterisierte die Installation als „Reaktion auf Greueltaten der Gegenwart“ – „auch wenn am Ende die Hoffnung auf eine hellere Zukunft nicht aufgegeben wird“. Der 2013 verstorbene Anthony Caro zählt zu den vielschichtigsten und bedeutendsten Bildhauern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Heide Dobberkau: Schwalbennachwuchs, 1980 (Objektnummer 18211679), Gussmedaille, Bronze, einseitig, 75-94 mm © Staatliche Museen zu Berlin, Münzkabinett / Lutz-Jürgen Lübke (Lübke und Wiedemann)
Ausstellung

Bronzen wie Tiere

Heide Dobberkau und ihre Tierwelten

Kunst haucht toten Materialien seit Jahrtausenden Leben ein. Menschen erschaffen dabei ganze Tierwelten. Sie vermitteln zwischen Natur und Kultur. Abstrahierende Zugänge wetteifern mit naturalistischen. Die Renaissance feierte die Antike, und „das sensible, lebendige Wesen der Tiere“ (HD) wurde seither auch zu einem Motiv für die Kunstmedaille.

Heide Dobberkau schuf ihre Tierwelten aus Metall, aber auch aus Holz und auf Papier. Über Jahrzehnte hinweg entwickelte sie so ihren persönlichen Stil. Das Münzkabinett würdigt die Künstlerin aus Anlass ihres 90. Geburtstages. Heide Dobberkaus „Bronzen wie Tiere“ begegnen dabei Tierwesen antiker Münzbilder und treten mit aktuellen Annäherungen an ihr Werk in Dialog.

Eine Sonderausstellung des Münzkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Bronzen wie Tiere

© Pablo Picasso / Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Staatliche Museen zu Berlin, Museum Berggruen / David von Becker
Ausstellung

Picasso und seine Zeit

16.03.2013 bis auf Weiteres

Am 16. März 2013 öffnete das zur Nationalgalerie gehörende Museum Berggruen wieder die Pforten für seine berühmte Sammlung der Klassischen Moderne. Der westliche Stülerbau wurde um das benachbarte Kommandantenhaus am Spandauer Damm und den neu angelegten Bettina-Berggruen-Garten erweitert.

Name und Entstehung der Sammlung gehen auf den Kunsthändler und Sammler Heinz Berggruen zurück (1914-2007). Über einen Zeitraum von mehr als vierzig Jahren trug er Meisterwerke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Klee und Alberto Giacometti zusammen. Unter dem Titel "Picasso und seine Zeit" wurde die Sammlung Berggruen 1996 erstmals im westlichen Stülerbau präsentiert und im Jahr 2000 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Nationalgalerie erworben. Heute ist die Sammlung im Museum Berggruen - ergänzt durch weitere bedeutende Leihgaben der Familie - einer der wichtigsten Standorte der Klassischen Moderne.

Heinz Berggruen wurde 1914 in Berlin-Wilmersdorf geboren. 1936 emigrierte er aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA, wo er zunächst als freier Kulturjournalist arbeitete und seit 1939 am San Francisco Museum of Art angestellt war. Nach dem Krieg gründete er in Paris eine Galerie, die viele der Künstler vertrat, die Berggruen auch privat zu sammeln begann. 1980 zog sich Berggruen aus seiner Galerie zurück und konzentrierte sich auf die Erweiterung seiner Sammlung. Hierbei interessierten ihn vor allem jene Künstler, die heute das Herzstück der Sammlung des Museums ausmachen.

Mit mehr als 120 Werken von Pablo Picasso (1881-1973) gibt das Museum Berggruen einen vielfältigen Gesamtüberblick über seine künstlerische Entwicklung. Zu sehen sind zentrale Arbeiten, wie etwa Picassos berühmtes Motiv des sitzenden Harlekins aus der Rosa Periode, eine eindrückliche Detailstudie für "Les Demoiselles d'Avignon" sowie zahlreiche Porträts der Dora Maar. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Schaffen Paul Klees (1879-1940). Henri Matisse (1869-1954) und Alberto Giacometti (1901-1966) sind vor allem mit ihrem späteren Werk vertreten. Darüber hinaus zeigt das Museum Werke von Georges Braque, Henri Laurens und Paul Cézanne.

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Modellbüste der Nofretete, Dreiviertelprofil nach rechts, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten © bpk / Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SMB / Martin Specht
Ausstellung

Altes Ägypten

17.10.2009 bis auf Weiteres

In bislang nie gezeigtem Ausmaß von über 2 500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen auf einer Fläche von 3 600 Quadratmetern.

Die Konzeption und Gestaltung der Schausammlung gewährt einen umfassenden Einblick in Kontinuität und Wandel der altägyptischen Kultur über vier Jahrtausende sowie in die Kulturgeschichte des antiken Sudan. Durch den Wiederaufbau mehrerer Opferkammern werden Grabarchitektur und Reliefkunst des Alten Reiches in einzigartiger Weise präsentiert. Neben der Thematisierung verschiedener kultureller Schwerpunkte wie Toten- und Götterkult, Königtum und Alltagsleben wird erstmals auch die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie dargestellt und erläutert. Die Papyrussammlung zeigt in der "Bibliothek der Antike" eine große Auswahl hoch bedeutender Texte und Literaturwerke über die gesamte Zeitspanne altägyptischer bis spätantiker Schriftkultur.

Eine besondere Betonung der Ausstellungskonzeption liegt auf der Vermittlung des altägyptischen Menschenbildes durch die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten in mehreren Räumen arrangierten Skulpturen, deren Höhepunkt die Präsentation der Büste der Nofretete im Nordkuppelsaal des Neuen Museums darstellt.

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Die Kaffeetrinkerin (Detail), Ludwigsburg, Johann Christian Wilhelm Beyer, Porzellan © Kunstgewerbemuseum, Foto: Saturia Linke
Ausstellung

Rokokowelten

Neupräsentation der Porzellan- und Fayencesammlung
seit 21. März 2019

Das 18. Jahrhundert war das Jahrhundert des Porzellans. Unter Fürsten, Aristokraten und vermögendem Bürgertum war man regelrecht süchtig nach dem „weißen Gold“, man sprach von der „maladie de porcelaine“. Wer sich das exklusive Porzellan nicht leisten konnte, griff zur Fayence, um seine Tafeln, Konsolen, Kaminsimse und Kommoden zu schmücken.

In der Ausstellung gibt es verschiedene Themenfelder:

Wie verlief der Weg des Porzellans von Asien nach Europa?
Inwieweit spiegeln sich in der Porzellan- und Fayencekunst die aristokratischen Lebensweisen des Rokoko wider?
Welche gestalterischen Besonderheiten gab es, und wie waren die Herstellungstechniken?

Dass Porzellan bis heute für Gestalterinnen und Gestalter aktuell ist, wird exemplarisch unter dem Aspekt „Porzellan und 3 D Druck“ beleuchtet.

Das Kunstgewerbemuseum arbeitet kontinuierlich an der Neupräsentation seiner Bestände, der Vielfalt der Sammlungsteile entsprechend in unterschiedlichen Formaten. Die europäischen Porzellane und Fayencen des 18. Jahrhunderts bilden einen Kernbereich des Museums und sind von herausragender Qualität. Ihre Neupräsentation innerhalb des historischen Rundgangs grenzt direkt an das 2014 neu eingerichtete Kabinett mit Mode und Accessoires des Rokoko, so dass sich hier viele Querbezüge ergeben.

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Online

Volkswagen ART4ALL Online Edition

Die durch Volkswagen, langjährigem Partner der Nationalgalerie, ermöglichte Initiative ART4ALL bietet an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 20 Uhr kostenfreien Eintritt in den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin sowie ein interdisziplinäres Programm aus Vorträgen, Performances und Künstler*innengesprächen. Während der aktuellen Schließung finden die Veranstaltungsformate online statt. Den Auftakt bildet ein Gespräch mit Künstler Walter Dahn, der in der Sonderausstellung „To Whom It May Concern. Schenkung Paul Maenz“ mit dem mit Jiří Georg Dokoupil entstandenen Zyklus der „Ricki-Bilder" vertreten ist. Beide Maler gehörten Anfang der 1980er-Jahre zur „Mülheimer Freiheit“, einer Künstlergemeinschaft in Köln, welche die Szene mit ihren neoexpressiven Gemälden aufmischte. Neben seinem künstlerischen Schaffen entwickelte Dahn auch ein musikalisches Werk, das er im Podcast mit Kurator Sven Beckstette reflektiert.

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© Staatliche Museen zu Berlin
Online

SMB-digital

Online-Datenbank der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin:
www.smb-digital.de/eMuseumPlus

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© Staatliche Museen zu Berlin
Online

Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek

Virtueller Rundgang

Logo, Leitsystem, Corporate Identity – was heute selbstverständlich zu jedem Firmenimage gehört, steckte Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen. Bahnbrechend in der Entwicklung war das Grafische Atelier Stankowski + Duschek, das mehrere Jahrzehnte zu den führenden Büros für Kommunikationsdesign in Deutschland zählte. Die Sonderausstellung der Kunstbibliothek stellt das Werk des Ateliers incl. vieler berühmter Markenzeichen und Erscheinungsbilder – darunter die Deutsche Bank, Rewe oder das Berlin-Layout, das ab 1969 alle grafischen Produkte der Stadt bestimmte – anhand von rund 300 Exponaten vor. Der virtuelle 360°-Rundgang bietet Besucher*innen die Möglichkeit, sich frei durch den Ausstellungsraum zu bewegen, Objekte aus der Nähe zu betrachten und sich anhand begleitender Texte zu informieren.

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Bode Museum © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker
Online

Erkunden Sie die Museumsinsel Berlin online!

Geschichten, Architektur und Online-Ausstellungen:
artsandculture.google.com/project/museum-island-berlin

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Online

Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin

Dank des vielfältigen Online-Angebots lassen sich die 15 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin rund um die Uhr erschließen – und viele der Museen können in virtuellen Rundgängen auch außerhalb der Öffnungszeiten erkundet werden. Zudem gibt es auf der Website www.smb.museum, in der Online-Datenbank SMB-digital und auf Museum and the City, dem Blog der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Vielzahl von Objekten und Geschichten zu entdecken. Das Online-Angebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und um spannende neue Inhalte ergänzt. Die Staatlichen Museen zu Berlin kommunizieren aktuell in den Sozialen Medien mit den Hashtags #SMBforHome und #ClosedButOpen.

Blog

Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin

Neben der Website der Staatlichen Museen zu Berlin mit fast 40 Landing-Pages aller Museen, Sammlungen und Institute bietet vor allem der Blog "Museum and the City" viele Hintergrundgeschichten, Interviews und Bildstrecken zu allen Museen und Sammlungen. Interessante Porträts von Mitarbeiter*innen oder thematische Reihen, zum Beispiel zur Sanierung der Neuen Nationalgalerie oder zu den Lieblingsstücken der Museumsmacher*innen, gewähren spannende Blicke hinter die Kulissen. In den Wochen des Shutdowns werden im Blog verstärkt unsere Kurator*innen zu Wort kommen, deren Sammlungsbereiche für die Besucher*innen geschlossen sind.

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Online-Shop

Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin

Museen & Sammlungen
Bücher
Medien
Homedeko & Büro
Mode & Accessoires
Schmuck
Kinder

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Staatliche Museen zu Berlin

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Ausstellungen / Museum Staatl. Kunstsammlungen Dresden Dresden, Taschenberg 2
Ausstellungen / Museum Deichtorhallen Hamburg Hamburg, Deichtorstr. 1-2
Ausstellungen / Museum Haus der Kunst München München, Prinzregentenstr. 1
Ausstellungen / Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Köln Köln, Cäcilienstraße 29-33
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Burg Wartburg Eisenach Eisenach, Auf der Wartburg 2
Ausstellungen / Museum Mudam Luxembourg Luxembourg, 3, Park Dräi Eechelen
Ausstellungen / Museum GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Museum Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Halle, Friedemann-Bach-Platz 5
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ausstellungen / Ausstellung OK im OÖ Kulturquartier LINZ Linz, OK-Platz 1
Ausstellungen / Messe Discovery Art Fair Virtual Köln, Gladbacher Wall 5
Ausstellungen / Messe Art Cologne 19. bis 22.11.2020
Ausstellungen / Galerie BORIS LURIE Virtual Gallery
Ausstellungen / Ausstellung Museum der Völker Schwaz

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