zur Startseite
12

Staatliche Museen zu Berlin

Kontakt

Staatliche Museen zu Berlin
Genthiner Straße 38
D-10785 Berlin

Telefon: +49 (0)30-266 42 2201
Fax: +49 (0)30-266 42 2202
E-Mail: besucherdienste@smb.spk-berlin.de

Bewertungschronik

Staatliche Museen zu Berlin bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Staatliche Museen zu Berlin

Bunny Rogers: Self-Portrait as Clone of Jeanne d’Arc (Gothitelle Joan / Vanessa Joan / Becky Joan), 2019 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie 2020 Schenkung / Gift Courtesy the artist and Société
Ausstellung

Bunny Rogers

Self Portrait as clone of Jeanne D’Arc

Bunny Rogers’ künstlerische Praxis ist geprägt von persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen. In ihren Arbeiten thematisiert die US-amerikanische Künstlerin Empfindsamkeit und Verletzlichkeit, Freundschaft und Außenseitertum und spielt mit Identitätsvorstellungen. Oft inspirieren sie Charaktere aus Fernsehserien, Videospielen und dem Internet.

So adaptiert Rogers die Figur Joan of Arc aus der Kult-Zeichentrickserie Clone High, in der eine Schule von Klonen historischer Persönlichkeiten bevölkert wird. In 15 Prints ihrer Installation "Self Portrait as clone of Jeanne d’Arc" (2019) wandelt sie sich zu Joan of Arcs Alter Ego in unterschiedlichen Situationen voller persönlicher wie popkultureller Referenzen. In diesem Spiel mit Maskeraden reflektiert Rogers die Vielschichtigkeit jugendlicher Weiblichkeit, mit ihr verbundener Angst, Intensität und Narzissmus, und verwandelt den Raum in eine intime Stimmungsbühne.

Der Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin freut sich über die Schenkung dieses zentralen Werks von Bunny Rogers durch private Förder*innen als Dank an den im Herbst 2020 scheidenden Direktor der Nationalgalerie Udo Kittelmann.

Bunny Rogers bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Bunny Rogers

Christian Daniel Rauch, Narziss, 1831, Gips © Staatliche Museen zu Berlin / Andres Kilger
Ausstellung

Ideal und Form. Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie

27.10.2020 bis auf Weiteres

Die Ausstellung „Ideal und Form“ zeichnet mit Skulpturen und Plastiken von der Schinkelzeit bis zum Kaiserreich die Entwicklungslinien des langen 19. Jahrhunderts in die Moderne nach und lädt ein, die seinerzeit bereits international ausgerichtete Berliner Bildhauerschule neu zu entdecken.

Die von Karl Friedrich Schinkel geplante und in den Jahren 1824 bis 1830 erbaute Friedrichswerdersche Kirche ist seit 1987 Museumskirche und zugleich Dependance der Alten Nationalgalerie. Sie bietet die einzigartige Möglichkeit, Skulpturen des 19. Jahrhunderts in einer noch weitestgehend original erhaltenen Architektur aus eben jener Zeit zu erleben – und das bei wechselndem Licht immer wieder neu. Als die umfassendste Sammlung skulpturaler Kunst des 19. Jahrhunderts nimmt der Skulpturenbestand der Nationalgalerie eine herausragende Stellung innerhalb der deutschen Museumslandschaft ein.

Ideal und Form. Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Ideal und Form. Skulpturen des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung der Nationalgalerie

Francisco de Goya, Modo de volar / Eine Art zu fliegen (Los Proverbios 13), Detail, um 1815, Radierung © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Jörg P. Anders
Ausstellung

Wir heben ab!

Bilder vom Fliegen von Albrecht Dürer bis Jorinde Voigt

Am 31. Oktober soll Berlins Flughafen BER endlich an den Start gehen. Aus diesem Anlass widmet sich das Kupferstichkabinett unter dem Titel „Wir heben ab!“ dem Thema „Fliegen“ zwischen jahrhundertelanger Faszination und aktueller Flugscham. Gezeigt werden rund 80 Arbeiten von rund 60 Künstler*innen, darunter Werke von Albrecht Dürer, Rembrandt, Goya, Eugène Delacroix, Max Klinger, Käthe Kollwitz, Robert Rauschenberg bis hin zu Eberhard Havekost und Jorinde Voigt.

Wie lange dauert die Reise „Von der Erde zum Mond“? Das fragt sich wohl manch einer beim Blick zum nächtlichen Himmel. Im Untertitel seines gleichnamigen Romans aus dem Jahr 1865 behauptete der französische Schriftsteller Jules Verne, dass die „Direkte Fahrt in 97 Stunden und 20 Minuten“ zu absolvieren sei. Als rund 100 Jahre später – am 19. Juli 1969 – die Mondlandung Realität geworden war, hatte die Reisedauer 76 Stunden betragen. Jules Verne hatte also gut geschätzt.

Otto Lilienthal, Pionier der Fliegerei
Vögel und Insekten können seit jeher fliegen, Hexen und Dämonen wird diese Fähigkeit zugetraut. Aber der Mensch? Seine Gedankenflüge nahmen ihren Anfang auf dem Papier, bevor sie Realität wurden. Otto Lilienthal, einer der Pioniere der Fliegerei, verband die Luftfahrt mit der Hoffnung auf wirtschaftliche Freiheit, Mobilität und Frieden. 1894 formulierte er als Vision, dass „die Grenzen der Länder ganz ihre Bedeutung verlieren, weil man dieselben bis in den Himmel nicht absperren kann. Man kann sich kaum vorstellen, dass Zölle und Kriege dann noch möglich sind“. Wir sehen heute, dass sich Lilienthals friedvolle Vision nicht erfüllt hat. Wie alles, was der Mensch entwickelt, ist auch das Fliegen ambivalent. Flugzeuge können tödliche Waffen sein, ihre Abgase schädigen die Umwelt, ihre Motoren sind laut.

Faszination Fliegen
Und doch hat das Fliegen nicht an Faszination verloren: Seit 2001 gibt es den Weltraumtourismus, die Möglichkeit für Privatpersonen ins All zu fliegen. Und auch fliegende Autos sind heute nicht mehr Science Fiction. Flugtaxis könnten in den nächsten Jahren den Luftraum erobern, Tests mit Drohnen laufen. Im Januar dieses Jahres, 2020, hat zudem das Carplane des Australiers John Brown beim Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig seine Zulassung erhalten. Je nach Bedarf kann damit geflogen oder gefahren werden, jeder ist sein eigener Pilot.

Wie sich die bildlichen Vorstellungen vom Fliegen im Allgemeinen und vom „Homo Volans“, dem fliegenden Menschen, im Besonderen, im Lauf der Jahrhunderte verändert haben, zeigt das Kupferstichkabinett in rund 80 Werken aus dem eigenen Bestand: Zeichnungen, Druckgrafiken und Werke der Buchkunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart werden in acht Kapiteln der Sonderausstellung präsentiert.

Künstler*innen:
Filippo Angeli, Hans Baldung, Jacopo de Barberi, Nicolas Beatrizet, Jacques-Firmin Beauvarlet, Félix Bracquemond, KP Brehmer, Johannes Bronkhorst, Adriaen Collaert, George Cruikshank, Eugène Delacroix, Otto Dix, Gustave Doré, Albrecht Dürer, James Ensor, Willi Geiger, Carlo Giuseppe Gerli, Karl-Christian Glassbach, Hendrick Goltzius, Franciso de Goya, Matthäus Greuter, Haller von Hallerstein, Eberhardt Havekost, Joseph Hegenbarth, Eduard Hildebrandt, Wassily Kandinsky, Anselm Kiefer, Paul Klee, Max Klinger, Käthe Kollwitz, Stasys Krasauskas, Fernand Léger, Walter Leistikow, Max Liebermann, Wilhelm Loeillot, Donatello Losito, Henri Matisse, Wolfgang Mattheuer, Adolph Menzel, Johann Daniel Meyer, Nanne Meyer, Paul Paeschke, Panamarenko, Eduardo Paolozzi, Pablo Picasso, Robert Rauschenberg, Rembrandt van Rijn, Kai Schiemenz, Josef Anton Siedler, Peter Sorge, Klaus Staeck, Simon Starling, Hans Verhagen der Stomme, Jonas Suyderhoef, Hans Thoma, Lodewyk Toeput, Medardus Thoenert, Jorinde Voigt, Wolf Vostell, W.L. Walton, Friedrich Georg Weitsch und Michael Lucas Leopold Willmann.

Kuratorinnen
„Wir heben ab! Bilder vom Fliegen von Albrecht Dürer bis Jorinde Voigt" wird kuratiert von Anna Marie Pfäfflin, Kuratorin für die Kunst des 19. Jahrhunderts, gemeinsam mit Jenny Graser, Kuratorin für zeitgenössische Kunst, und Silvia Massa, Volontärin am Kupferstichkabinett.

Wir heben ab! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Wir heben ab!

Ausstellung

Michael Schmidt - Retrospektive

Fotografien 1965-2014

Michael Schmidt (1945–2014) bezieht in der deutschen Gegenwartsfotografie eine einzigartige Position. In Berlin geboren, fand er Mitte der 1960er-Jahre als Autodidakt zur Fotografie als künstlerischem Ausdrucksmittel. Die Retrospektive im Hamburger Bahnhof stellt erstmals das gesamte Lebenswerk chronologisch vor und ist die erste Übersichtsausstellung des Berliner Fotografen in seiner Heimatstadt nach 25 Jahren.

Für jede seiner Werkgruppen hat Schmidt eine individuelle fotografische Methode des Zugangs zur Wirklichkeit entwickelt. Sie umfassen Porträts, Selbstporträts, Stadtlandschaften, Landschaften und Stillleben. Neben den Werkgruppen „Waffenruhe“ (1987), „Ein-heit“ (1996), „Lebensmittel“ (2012) und weiteren Originalfotografien stellt die Ausstellung anhand von unveröffentlichten Arbeitsabzügen, Buchentwürfen und Archivmaterialien die Entwicklung von Schmidts künstlerischer Arbeit vor, die für eine jüngere Generation Fotografierender durch ihre ständige Erforschung und Innovation Vorbildcharakter hat.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Verlag Koenig Books mit einem Umfang von 400 Seiten. Die Katalogbeiträge haben Ute Eskildsen, Janos Frecot, Peter Galassi, Heinz Liesbrock und Thomas Weski verfasst, die alle mit dem Künstler in verschiedenen Projekten zusammengearbeitet haben.

Im Anschluss an die Ausstellung im Hamburger Bahnhof wird die Retrospektive in der Galerie Nationale du Jeu de Paume, Paris (11.5. – 29.8.2021), dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid (28.9.2021 – 28.2.2022) und dem Albertina Museum, Wien (24.3. –12.6.2022) gezeigt.

Die Ausstellung wird großzügig gefördert durch die Sparkassen-Finanzgruppe, vertreten durch die Berlin Hyp, Berliner Sparkasse, Deka Bank Deutsche Girozentrale, Deutsche Leasing, Feuersozietät Berlin Brandenburg, NORD/LB Kulturstiftung, den Sparkassen-Kulturfonds des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und den Sparkassenverband Westfalen Lippe, Hauptförderer der Staatlichen Museen zu Berlin, und ermöglicht durch den Hauptstadtkulturfonds.

Medienpartner der Ausstellung ist tip Berlin.

Die ursprüngliche Laufzeit vom 21. Mai bis 25. Oktober 2020 wurde aufgrund der coronabedingten Schließung des Museums verschoben. Über die geltenden Hygienevorkehrungen und Sonderöffnungszeiten während der neuen Ausstellungslaufzeit informieren wir Sie über die Website.

Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit der Stiftung für Fotografie und Medienkunst mit dem Archiv Michael Schmidt.

Michael Schmidt - Retrospektive bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Michael Schmidt - Retrospektive

Ausstellung

Magical Soup

Medienkunst aus der Sammlung der Nationalgalerie, der Friedrich Christian Flick Collection im Hamburger Bahnhof und Leihgaben

Auf über 2.000 Quadratmetern zeigt die Gruppenausstellung „Magical Soup“ in den Rieckhallen des Hamburger Bahnhof zentrale Werke ergänzt um Leihgaben der jüngsten Künstler*innengeneration, deren gemeinsamer Ausgangspunkt das Verhältnis von Ton, Bild und sozialem Raum ist.

Magical Soup bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Magical Soup

Arnold Böcklin, Die Toteninsel, Detail, 1883 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Andres Kilger
Ausstellung

Dekadenz und dunkle Träume

Der belgische Symbolismus

Der lustvolle Blick in den Abgrund, der übersteigerte Ästhetizismus einer übersättigten Gesellschaft, die sich zugleich in der Krise wähnte, der morbide Reiz zwischen Thanatos und Eros dies sind Themenfelder in der Kunst, die Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere im belgischen Symbolismus ihren Ausdruck fanden.

Gegen die Entwicklung des Oberflächenreizes von Naturalismus und Impressionismus formiert sich in den 1880er Jahren eine neue Kunstströmung, deren Kennzeichen die Sinnlichkeit, Magie, tiefgründige Bedeutsamkeit wie auch die Irrationalität ist. Der Symbolismus enthält hierin bereits vielfach eine künstlerische Vorwegnahme der Traumdeutung von Freud, dessen gleichnamige Studie 1899 erschien.

Die Entwicklung des Symbolismus
Das Spezifikum des belgischen Symbolismus ist eine Vorliebe für eine morbide und dekadente Motivik. Schon um die Jahrhundertmitte werden mit Antoine Wiertz Tod und Verfall zu Leitmotiven in der Kunst, die sich bis zu Bildhauern wie George Minne und dem Meister des Absurden James Ensor verfolgen lassen. Angeregt durch die zeitgenössische Literatur, versuchten die Künstler um 1900 eine neue Mystik mit einem extravaganten und kostbaren Stil zu verbinden wie es etwa Charles van der Stappen in seiner Bildhauerei durch die Kombination edler Materialien gelingt. Zur zentralen Gestalt avanciert in diesem Kontext die femme fatale als Ausdruck von Überfluss und Wollust etwa im Werk von Fernand Khnopff. Bei Felicien Rops oder auch Jean Delville gesellt sich hier der Aspekt des Esoterischen und Dämonischen hinzu. Der Symbolismus beeinflusste aber nicht allein das Portrait und Figurenbild, sondern schlug sich als paysage symboliste auch in der Landschaftsmalerei etwa von William Degouve de Nuncques und Fernand Khnopff nieder ebenso wie in den unheimlich erscheinenden Interieurs eines Leon Spilliaert, Xavier Mellery und Georges Lebrun.

Brüssel als Kulminationspunkt
Während der Impressionismus heute in nahezu allen Facetten und in den jeweiligen landesspezifischen Charakteristika erforscht und gewürdigt wurde, steht eine differenzierte Betrachtung des Symbolismus bis heute aus. Neben dem französischen Symbolismus, der als Ursprung und Inspiration gleichgearteter Bestrebungen auch in Deutschland betrachtet wird, stand die Ausprägung dieser Kunstströmung in Belgien bislang weniger im Fokus des Interesses. Dies zu Unrecht, denn von hier gingen viele Impulse für den Symbolismus aus: hierher kamen die in Paris erfolgreichen und einflussreiche Literaten wie Maurice Maeterlinck und Georges Rodenbach, während Brüssel zugleich die europäische Drehscheibe für Ausstellungen unterschiedlichster Kunststile war und an der Etablierung und Verbreitung des Symbolismus hohen Anteil hatte. Belgien fungierte in vielen Bereichen der Kunst als Scharnier zwischen England und dem Kontinent, ebenso war die Achse Paris-Brüssel besonders eng. Mit Les Vingt, dem Salon für zeitgenössische belgische und internationale Kunst, bot sich zwischen 1883 und 1893 in Brüssel eine neue Bühne, die unter anderen die Belgier Ensor, Khnopff, Rysselberghe mit so unterschiedlichen Künstlern wie Cezanne, Crane, Gauguin, Seurat, van Gogh, Klimt und McNeill Whistler zusammenbrachte.

Die Ausstellung will dieses Spektrum an bislang wenig bekannten belgischen Positionen einem breiten Publikum als eine wichtige Referenz für den europäischen Symbolismus von Gustave Moreau über Arnold Böcklin und Max Klinger bis zu Gustav Klimt und Edvard Munch vorstellen.

Eine Ausstellung der Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin, mit Unterstützung der Königlichen Kunstmuseen Belgiens, ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie

Dekadenz und dunkle Träume bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Dekadenz und dunkle Träume

2 Ausstellung

Germanen

Eine archäologische Bestandsaufnahme

Erstmals stehen die Germanen im Mittelpunkt einer großen archäologischen Übersichtsausstellung. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte zeigt in Kooperation mit dem LVR-Landesmuseum Bonndie Sonderausstellung „Germanen. Eine archäologische Bestandsaufnahme“ auf der Museumsinsel Berlin: Während im Neuen Museum die wechselhafte Geschichte der Germanenforschung und -rezeption präsentiert wird, sind in der aus Anlass der Ausstellung wiedereröffneten James-Simon-Galerie über 700 Exponate, darunter zahlreiche Neufunde und hochrangige Leihgaben aus Deutschland, Dänemark, Polen und Rumänien zu sehen.

Gegliedert in sieben Kapitel gibt die Ausstellung in der James-Simon-Galerie Einblicke in die Archäologie jener Gemeinschaften, die zwischen dem 1. Jahrhundert vor und dem 4. Jahrhundert nach Christus die Gebiete rechts des Rheins und nördlich der Donau besiedelten, und für die Caesar den Begriff „Germanen“ als Sammelbezeichnung und Ordnungsgröße prägte. Spektakuläre Funde wie auch einfache Gebrauchsgegenstände zeichnen das Bild einer agrarisch ausgerichteten Gesellschaft mit einer überregional vernetzten Oberschicht, die vor allem in üppig mit Edelmetall und römischen Importen ausgestatteten Gräbern sichtbar werden.

Das Schmiedehandwerk war hoch entwickelt und brachte Zeugnisse großer Kunstfertigkeit und Schönheit hervor. Einen Höhepunkt der Ausstellung stellt ohne Zweifel der reich verzierte Schildbuckel aus dem berühmten Fürstengrab von Gommern dar, der von versierten germanischen Metallhandwerkern aus einem massiven römischen Silbergefäß hergestellt und mit silbervergoldeten Pressblechen, Vergoldungen und Glaseinlagen verziert wurde.

Konflikte nur mit den Römern?
Allgemein bekannt sind die Germanenkriege Roms, allerdings nur aus römischer Sicht. Jedoch haben auch kriegerische Auseinandersetzungen zwischen germanischen Stammesverbänden untereinander archäologische Spuren hinterlassen. Umfangreichen Kriegsbeuteopfer, die in Norddeutschland und Skandinavien in Mooren versenkt wurden, vermitteln einen Eindruck von der Größe germanischer Heere, ihrer Ausrüstung und Organisation nach römischem Vorbild. Einer der wertvollsten Funde aus dem Thorsberger Moor nahe Schleswig ist ein Zierblech aus vergoldetem Silber- und Bronzeblech mit plastisch herausgearbeitetem Tierfries und eng aneinandergereihten Menschenköpfen, das den Göttern als Dank für den Sieg im Kampf geopfert wurde.

Germanische Schriftbelege
Ausgewählte Exponate illustrieren mit ihren Inschriften die seltenen Schriftbelege in der Germania. Die älteste germanische Inschrift aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. auf der Fibel von Meldorf ist von rechts nach links als lateinische Buchstaben IDIN (Ida) und von links nach rechts in Runenschrift als HIWI (der Häuslichen) lesbar und verbindet somit das Runenalphabet mit dem Lateinischen, aus dem es entwickelt wurde.

Forschungen zu Germanen waren und sind wesentlich durch das Spannungsfeld zwischen römischem Reich und der Germania geprägt, wobei die römische Perspektive häufig im Vordergrund steht. Die Ausstellung stellt nun das germanische Siedlungsgebiet in den Mittelpunkt, behandelt aber auch Roms Verhältnis zu den germanischen Gesellschaften.

Germanen in der Forschung damals und heute
Die Germanenrezeption, speziell in den Berliner Museen, beleuchtet der zweite Teil der Ausstellung unter dem Titel „Germanen. 200 Jahre Mythos, Ideologie und Wissenschaft“ für das 19. und 20. Jahrhundert. Dieses Thema wird im „Vaterländischen Saal“ des Neuen Museums an einem historischen Ort präsentiert: Die spektakulären Wandgemälde zur „Nordischen Mythologie“ vermittelten um die Mitte des 19. Jahrhunderts einer breiten Öffentlichkeit erstmals eine bildliche Vorstellung vom nordischen Götterhimmel, die allerdings erst auf mittelalterlichen Quellen fußte. Die ausführliche Interpretation dieses Bilderfrieses, der auf die Überlieferungen der Edda zurückgeht, bildet den ersten Schwerpunkt in diesem Ausstellungsteil.

Vor dem Hintergrund von 200 Jahren Germanenforschung wird darüber hinaus gezeigt, wie sich die Berliner Museen im jeweils aktuellen Forschungsdiskurs zu Fragen der Herkunft, Ausbreitung und Datierung der Germanen positionierten und mit wandelnden Museumskonzeptionen reagierten: Im frühen 19. Jahrhundert bestimmten die Erwähnungen der Germanen in den Texten antiker Autoren deren Identität. Ende des 19. Jahrhunderts begann die Verknüpfung des antiken Volksbegriffs der Germanen mit archäologischen Kulturen. Im frühen 20. Jahrhundert etablierte sich ein Streit darüber, ob archäologische Kulturen der Bronzezeit oder Jungsteinzeit schon „germanisch“ seien. Dies schuf eine verhängnisvolle Nähe zur nationalsozialistischen Rassenideologie. Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde nicht mehr vordergründig von Germanen, sondern von Trägern verschiedener archäologischer Kulturen der Vorrömischen Eisenzeit (ca. 600 v. Chr. bis zur Zeitenwende) oder der nachfolgenden Römischen Kaiserzeit (370/80 n. Chr.) gesprochen.

Germanen bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Germanen

Giovanni Battista Piranesi, Ansicht des Sibyllentempels in Tivoli, um 1761 © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Anna Russ
Ausstellung

Das Piranesi-Prinzip

Zum 300. Geburtstag des großen italienischen Meisters

Giovanni Battista Piranesi (1720-1778) machte als Archäologe, Künstler, Architekt, Sammler, Designer, Verleger und Autor international Karriere. Sein Erfolgsprinzip bestand darin, die Wirklichkeit in all ihren Facetten zu ergreifen und in Neues zu verwandeln. Die Jubiläumsausstellung anlässlich des 300. Geburtstags lässt das Piranesi-Prinzip in seiner ganzen Kreativität lebendig werden.

Im Mittelpunkt der fünf Ausstellungskapitel stehen Piranesis Meisterstiche, Bücher, Streitschriften, satirische Bilder und noch nie gezeigte Handzeichnungen aus den Beständen der Kunstbibliothek und des Kupferstichkabinetts.

Piranesis Rom
Die Ausstellung beginnt mit einer Zeitreise in Piranesis Rom: Während heutige Romtouristen die antiken Überreste in einer urbanen Umgebung bestaunen, erlebte der gebürtige Venezianer seinen Lebens- und Wirkungsort im 18. Jahrhundert als eine Stadt inmitten einer Ruinenlandschaft, in der von Pflanzen überwucherte Monumente aus dem Erdreich ragten. Hier fand Piranesi die Motive für seine Ansichten und Architekturfantasien, sammelte Artefakte für sein „Museo“ und betrieb kunst- und baugeschichtliche Forschungen, deren Ergebnisse er in monumentalen Werken wie den „Antichità Romane“ (1756) publizierte.

Piranesis Bühne
Oper und Theater waren seit dem Barock ein einflussreiches Massenmedium. Es fand nicht nur in Residenzen, sondern auch in den Straßen und auf Plätzen statt, wo etwa religiöse Feste als aufwändige Spektakel inszeniert wurden. Bühnenbilder und Dekorationen für das Theater im 18. Jahrhundert wurden von Künstlern und Architekten entworfen. Mit innovativen Spezialeffekten revolutionierten sie die Sehgewohnheiten des Publikums. Piranesi, der bereits in Venedig mit dieser Szene in Berührung gekommen war, griff diese Ideen auf und nutzte sie für die Dramatisierung seine Kompositionen. Sowohl seine Veduten als auch die berühmten „Carceri“ verdanken ihre Magie ganz wesentlich dem Einfluss des Theaters.

Piranesis Labor
Auch die technische Bilderwelt der Wissenschaften übte eine immense Faszination auf Piranesi aus. Wie in einem Labor experimentierte er in seiner Werkstatt mit zukunftsweisenden Bildtechniken, um Wege zu finden, die Ergebnisse seiner archäologischen und kunstwissenschaftlichen Forschungen in die Gelehrtenwelt und die Öffentlichkeit zu kommunizieren. In der Sektion „Piranesis Labor“ richtet die Ausstellung den Blick auf die monumentalen Schautafeln, Rekonstruktionen und Karten, die ihn in den Wissenschaften weit über Italien hinaus berühmt machten. Bahnbrechend und seiner Zeit voraus sind seine Darstellungen nicht zuletzt, da sie einem Computer-Desktop gleichen, auf dem gleichzeitig eine Vielzahl von Fenstern geöffnet ist.

Piranesis Palazzo
Im Palazzo Tomati unweit der Spanischen Treppe, wo Piranesi seit 1761 residierte, betrieb er eine große Werkstatt und machte sein „Museo“ (ein Verkaufslager antiker und selbst gefertigter Objekte) für Touristen und Kunstgelehrte zugänglich. Die in der Kunstbibliothek aufbewahrten Handzeichnungen Piranesis – darunter seine berühmten Kaminentwürfe – geben wichtige Aufschlüsse zu seiner Arbeitsweise. Piranesi verwertete die römische Antike ebenso wie die ägyptische, etruskische und griechische Kunst und wagte oft bizarre Kombinationen. Selbst im Papierabfall seines Ateliers fand er Anknüpfungspunkte und Ansporn für kreative Schaffensprozesse. Recycling und Re-Using gehörten für Piranesi zum Werkstattalltag, zumal Papier seinerzeit eine kostbare Ressource war.

Piranesis Arena
Unter dem Titel „Piranesis Arena“ wirft die Ausstellung schließlich auch Schlaglichter auf Piranesi als polarisierende Figur der internationalen Kunstszene. Exemplarisch werden vier Personen aus seinem Leben vorgestellt. Zum einen der ebenfalls aus Venedig stammende Papst Clemens XIII. (1693-1769), der als Auftraggeber eine herausragende Bedeutung hatte, zum anderen drei Antagonisten, die Piranesi in einer Weise wütend machten, dass er zu ungewöhnlichen künstlerischen Waffen griff.

Ausstellung und Katalog wurden gemeinsam von Studierenden, Kurator*innen und Forscher*innen der Kunstbibliothek und dem Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt Universität zu Berlin konzipiert.

Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin in Kooperation mit dem Kupferstichkabinett – Staatliche Museen zu Berlin

Das Piranesi-Prinzip bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Das Piranesi-Prinzip

Käthe Kollwitz, Die Pflüger, Detail, 1908 © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz
Ausstellung

Status macht Bewegung

Lust und Last körperlicher Aktivität

Was vereint eine Sänfte und einen sogenannten „Lotosschuh“ mit Gemälden und Druckgraphiken, die Szenen der Arbeit und Jagd, des Spiels und Sports darstellen? Sie alle erzählen von den Möglichkeiten und Zwängen der abgebildeten Personen bzw. der Besitzer*innen des Objektes den eigenen Körper zu bewegen und zeugen von deren Status. Die Ausstellung „STATUS MACHT BEWEGUNG. Lust und Last körperlicher Aktivität“ beleuchtet das Potenzial der Bewegung als Mittel der Statusrepräsentation über verschiedene kulturelle, zeitliche und geografische Räume hinweg.

Die fünf Ausstellungskapitel untersuchen, wie sich zum einen Status und Macht und zum anderen Notwendigkeit und Pflicht durch bestimmte Bewegungsformen ausdrücken können:

Arbeit als Grundlage
In der ersten Sektion steht zunächst Bewegung, die der Existenzsicherung dient, im Fokus. Die Exponate – vom Lederschuh bis zur Fliese, von Amphoren bis zur Druckgraphik – erzählen von arbeitenden Menschen und den Mühen des Nahrungserwerbs.

Auf zur Jagd!
Daran anknüpfend wird veranschaulicht, dass sich die Jagd von einer ursprünglich der Existenzsicherung dienenden Bewegung hin zu einem Statussymbol gewandelt hat und in vielen Kulturen mit großem Prestige und Privilegien verbunden war.

Stilvoll unterwegs
Über Jahrtausende hinweg war die Überwindung von Distanzen bestimmt durch das, was tierische und menschliche Körper physisch leisten konnten. Bis in die Gegenwart ist es wichtig, sich nicht nur komfortabel, sondern auch dem eigenen Status angemessen fortzubewegen, wie die Markenturnschuhe oder die prunkvolle Sänfte, die in der Ausstellung gezeigt werden, bezeugen können.

Süßes Nichtstun
Die Abwesenheit von zielorientierter, zweckgebundener Bewegung wird in der vierten Sektion beleuchtet. Die Exponate – u. a. Fotografien mit Freizeitmotiven, Trinkgefäße, Brettspiele aus Babylon und ein Game Boy Classic – geben Aufschluss darüber, wie bestimmte Bewegungsarten im Kontext von freier Zeit und Muße, aber auch die demonstrative Nicht-Bewegung den sozialen Status repräsentieren können.

Körper(ver)formung
Abschließend gilt es, eine gezielte Beeinflussung des menschlichen Körpers durch Bewegung oder ihre gezielte Einschränkung in den Blick zu nehmen. Die Kultivierung des Körpers durch z. B. Sport, die in zahlreichen Kulturen ursprünglich Teil der aristokratischen Erziehung war, spiegelt sich oftmals in der Herausbildung markanter Körperformen wider, die physische Überlegenheit und Leistungsfähigkeit signalisieren. Im Gegensatz dazu schränkt etwa der Gebrauch eines Korsetts die Möglichkeiten des Körpers stark ein und kann seine Integrität teilweise unumkehrbar verletzen.

Ausstellungsprojekt
Die Ausstellung ist ein gemeinschaftliches Projekt von Nachwuchswissenschaftler*innen der Staatlichen Museen zu Berlin sowie des Musikinstrumenten-Museums des Staatlichen Instituts für Musikforschung. Sie vereint Objekte aus den vielfältigen Beständen der verschiedenen Häuser. Die sammlungsübergreifende Schau ermöglicht neuartige Interpretationen und Sichtweisen auf die ausgestellten Exponate, wodurch die Besucher*innen angeregt werden, gängige Vorstellungen von Bewegung neu zu befragen.

Durch die Corona-Pandemie gewinnt Bewegung zusätzlich an Aktualität: Die Möglichkeiten, sich zu bewegen, sind für Menschen weltweit stark eingeschränkt. Die Art und Weise, wie wir uns bewegen, wie wir zur Arbeit gehen, wie wir reisen oder wie wir unsere Freizeit gestalten, hat sich grundlegend verändert. Was noch vor wenigen Monaten selbstverständlich war, gilt derzeit nur noch bedingt. Als Ein- und Rückblick auf die Entwicklung von Bewegungsformen im Laufe der Zeit und der Kulturen bietet die Ausstellung einen Denkraum, um über Bewegung als ein Privileg oder eine Last zu reflektieren.

Katalog zur Ausstellung
Zur Ausstellung ist die Publikation „STATUS MACHT BEWEGUNG. Lust und Last körperlicher Aktivität“ (herausgegeben von Frederik Grosser, Teresa Laudert, Silvia Massa und Philipp Zobel, 104 Seiten, ca. 50 Abbildungen) erschienen. Anhand von 16 von den Volontär*innen verfassten Essays sowie einem vollständigen Objektverzeichnis wird das Ausstellungsprojekt dokumentiert und bietet so einen interdisziplinären, sammlungsübergreifenden Ausblick auf das Verhältnis von Status, Macht und Bewegung.

Status macht Bewegung bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Status macht Bewegung

Albrecht Dürer, Melencolia I, 1514 © BPK / Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Foto: Volker-H. Schneider
Ausstellung

Zwischen Kosmos und Pathos

Berliner Werke aus Aby Warburgs Bilderatlas Mnemosyne

Parallel zur Ausstellung „Aby Warburg: Bilderatlas Mnemosyne – Das Original“ im Haus der Kulturen der Welt zeigt die Gemäldegalerie Kunstwerke von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Neuzeit, die Warburg als Vorlagen seiner enzyklopädischen Bildersammlung dienten. Werke aus zehn Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin treten als dreidimensionales Reenactment in einen eindrucksvollen Dialog mit Warburgs Magnum Opus.

Aby Warburg (1866–1929) war einer der bedeutendsten Kunsthistoriker des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der unermüdlich das „Nachleben“ antiker Motive in der europäischen Kultur seit der Renaissance studierte. Warburg war überzeugt, dass die Antike für die Künstler der Renaissance nicht nur ein schematisches Modell darstellt, sondern darüber hinaus auch eine urbildhafte, emotionale Bedeutung besitzt, die sich in Schlüsselmotiven und Kernthemen herauskristallisiert. Warburgs letztes Werk war eine gigantische Zusammenstellung von fast 1.000 Fotografien in seiner Hamburger Bibliothek, genannt „Bilderatlas Mnemosyne", die seine Studien der vergangenen Jahrzehnte resümierte und zugleich neue Wege in der Bildwissenschaft aufzeigen sollte.
Originale Werke zu Kosmos und Pathos

Im Frühjahr 2020 wird – erstmals seit 1929 – der Bilderatlas in seiner ursprünglichen Anordnung in einer Ausstellung im HKW präsentiert. Parallel würdigen die Staatlichen Museen zu Berlin den großen Bildwissenschaftler mit einer Präsentation von rund 50 originalen Kunstwerken, die von Warburg für die Themenbereiche Kosmos und Pathos im Bilderatlas ausgewählt wurden.
Warburgs komplexes Denken veranschaulicht

Die Werke aus zehn Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin – der Antikensammlung, der Gipsformerei, der Kunstbibliothek, dem Kunstgewerbemuseum, dem Kupferstichkabinett, dem Museum Europäischer Kulturen, dem Münzkabinett, der Skulpturensammlung, dem Vorderasiatischen Museum sowie der Gemäldegalerie, die mit Meisterwerken von van Eyck, Ghirlandaio, Botticelli, Rembrandt und Rubens prominent vertreten ist – zeigen eindrücklich die Fülle der Berliner Sammlungen, verdeutlichen die Beziehungen von Werken und Kulturen über Raum- und Zeitgrenzen hinweg und erläutern zugleich in exemplarischer Form das komplexe Denken, welches Aby Warburgs Magnum Opus zugrunde liegt.

Zwischen Kosmos und Pathos bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Zwischen Kosmos und Pathos

Joel Meyerowitz, Chuckle, Provincetown, 1980 © Joel Meyerwitz, courtesy of the Howard Greenberg Gallery
Ausstellung

America 1970s/80s

Hofer, Metzner, Meyerowitz, Newton

In der Berliner Helmut Newton Stiftung im Museum für Fotografie sind in der Ausstellung „America 1970s/80s“ Werke von Evelyn Hofer, Sheila Metzner, Joel Meyerowitz und Helmut Newton zu sehen.

Helmut Newton
Nach seiner Festanstellung bei der französischen Vogue im Jahr 1961 arbeitete Helmut Newton parallel auch für die amerikanische Ausgabe des Modemagazins. Einige dieser Aufnahmen entstanden in Europa, andere in den USA. In New York lieferte Newton seine Bilder direkt an Alexander Liberman, der die amerikanische Vogue von den 1960ern bis in die 1990er Jahre leitete – und nebenbei sehr erfolgreich als Maler, Bildhauer und Fotograf arbeitete.

Newton mochte die Vereinigten Staaten und die sprichwörtliche Freiheit in jenen Jahren, und so pendelte er regelmäßig zwischen der Alten und Neuen Welt hin und her. In den 1970er-Jahren fotografierte Newton Mode und Akt in Amerika vor allem in New York, Las Vegas, Miami oder Los Angeles; diese Aufnahmen wurden sowohl in unterschiedlichen Magazinen als auch teilweise in seinem zweiten Bildband („Sleepless Nights“, 1978) publiziert.

Nach 1980, als Helmut und June Newton regelmäßig nach Los Angeles reisten, um im Chateau Marmont die Wintermonate zu verbringen, kamen zahlreiche Porträts der "Berühmten und Berüchtigten" in und um Hollywood hinzu, entstanden für Zeitschriften wie Egoïste, Interview, Vanity Fair oder New Yorker, sowie einige Aktbilder für den Playboy. Die Fokussierung innerhalb der Ausstellung zeigt deutlich, dass sich Newtons Bildsprache während seiner Arbeit in den USA in diesen Jahren verändert hat und insbesondere das Genre Porträt für ihn immer wichtiger wurde.

Joel Meyerowitz
Etwa parallel zu den gezeigten Newton-Bildern entstanden die Porträts von Joel Meyerowitz in Provincetown, Massachusetts. Der Fotograf zog sich in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren von New York aus jeden Sommer in das ehemalige idyllische Fischerörtchen zurück – und porträtierte dort mit seiner Großbildkamera, meist plein air, gleichgesinnte Freigeister, die ebenfalls die Sommerfrische, die Erholung am Meer und die Natur suchten, Männer und Frauen, Junge und Ältere, allein oder als Paar. Wir sehen intensive und neugierige Blicke zurück in die Kamera und nur wenige Posen; die Menschen, darunter zahlreiche Freunde und Bekannte von Meyerowitz, wirken offen, unverstellt, authentisch.

Die groß angelegte Porträtserie hatte seinerzeit keinen Auftraggeber, es war ein freies Projekt. So entstand ein faszinierendes Gesellschaftsporträt einer liberalen, individualistischen Community an der amerikanischen Ostküste. Es zeigt ein anderes, freieres, mitunter freizügigeres Amerika, als wir es heute kennen. Meyerowitz hat diese Porträts vor Kurzem in seinem Archiv wiederentdeckt, eine Auswahl ist im Herbst 2019 erstmals in Buchform erschienen – und wird nun in der Helmut Newton Stiftung zum ersten Mal öffentlich ausgestellt.

Sheila Metzner
Die amerikanische Fotografin Sheila Metzner verband eine sehr enge Freundschaft mit Helmut und June Newton. Die gegenseitigen, bislang unveröffentlichten Porträts aus Südfrankreich, die in der Ausstellung in zwei Vitrinen ausgebreitet werden, bezeugen dieses besondere Verhältnis. Sheila Metzner arrangiert in ihrem Werk ansonsten minimalistische Dinge auf einer ebensolchen Bühne als pure Form; in der fotografischen Nahansicht wirken sie wie eine Erscheinung ihrer selbst, verdichtet als metaphysische Essenz. Die zarte Tonung der Fotografien, entstanden als Fresson-Prints, die an Bromöldrucke der Avantgardisten der 1910er-Jahre erinnern, entrückt den Bildinhalt, die floralen und künstlerischen Formen, ins Tagtraumhafte.

Aber auch Menschen tauchen im Werk von Sheila Metzner wiederholt auf, seien es die eigenen fünf Kinder, weibliche und männliche Modelle, etwa für ihre raffinierten Modeinszenierungen oder nackte, odaliskenhafte Schönheiten. Metzner, die noch immer in New York lebt, besuchte Joel Meyerowitz Ende der 1970er-Jahre in Provincetown und wurde dort von ihm porträtiert, wie wir hier sehen. So schließt sich in dieser Ausstellung, die einer Art Zeitreise in ein progressives und cooles Amerika entspricht, gleich mehrfach ein Kreis.

Evelyn Hofer
In June’s Room schließlich werden 30 Aufnahmen von Evelyn Hofer präsentiert, die in den 1960er und 70er-Jahren in New York entstanden sind, eine Art subjektives Stadtporträt mit Straßenszenen und Panoramen, Interieurs und Porträts, in Schwarz-Weiß und Farbe. Insbesondere ihre subtilen Farbbilder des New Yorker Alltagslebens, ausgeführt im DyeTransfer-Verfahren, sind neben denen von Saul Leiter oder Helen Levitt Pionierleistungen eines poetisch-magischen Realismus in der Street Photography, die nachfolgende Fotografengenerationen prägen sollten.

Hofer wurde in Deutschland geboren, verließ ihre Heimat mit der Familie 1933 Richtung Madrid, später nach Paris, Zürich und Mexiko, um 1946 schließlich nach New York überzusiedeln. Dort arbeitete sie im Auftrag unter anderem für Modemagazine und frei an eigenen Buchprojekten, stets mit großformatiger Plattenkamera und Stativ. Daraus resultierte ein bewusstes, konzentriertes und langsames Arbeiten, das spontane Reaktionen vor und hinter der Kamera ausschloss.

America 1970s/80s bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte America 1970s/80s

Ausstellung

Die Krone von Kertsch

Schätze aus Europas Frühzeit

Völkerwanderungszeitlicher Goldschmuck vom Schwarzen Meer, silberne Gewandspangen und prächtige Gürtel aus Gräbern des frühen Mittelalters in Frankreich, Italien, Spanien und Deutschland – Teile der Sammlung des Johannes von Diergardt werden nach über 80 Jahren wieder in Berlin zu sehen sein, wo sie bis 1934 ausgestellt waren.

Sie gewähren glänzende Einblicke in die europäische Geschichte, besonders in die Ereignisse zwischen Antike und Mittelalter. Nach dem Tod des Sammlers und Mäzens gelangten sie in das Römisch-Germanische Museum Köln. Umbauarbeiten im Kölner Museum bieten nun eine gute Gelegenheit, die Schätze nach langer Zeit wieder der Berliner Öffentlichkeit zu präsentieren.

Eine Sonderpräsentation des Museums für Vor- und Frühgeschichte – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Museum der Stadt Köln

Die Krone von Kertsch bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Die Krone von Kertsch

Ausstellung

Berlins größte Grabung

Forschungsareal Biesdorf

Was machen Archäolog*innen auf der Baustelle? Was sich viele angesichts der zahlreichen Großbaustellen Berlins schon gefragt haben mögen, bekommt in dieser Ausstellung die Antwort: Sie erforschen die Geschichte unter unseren Füßen.

Berlins größte Ausgrabung fand 1999 bis 2014 bauvorbereitend in Biesdorf statt – auf gut 22 Hektar Fläche konnten 10.000 Jahre Siedlungsgeschichte an der Wuhle dokumentiert werden, bevor hier erneut Häuser gebaut wurden. Die Sonderausstellung macht erlebbar, wie Forscher*innen arbeiten und präsentiert außergewöhnliche Funde, wie etwa eine steinzeitliche Hirschmaske, die zu den ältesten Funden Berlins zählt.

Berlins größte Grabung bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Berlins größte Grabung

Katharina Grosse, I Think This Is a Pine Tree, 2013, Ausstellungsansicht „Wall Works“, Detail, Hamburger Bahnhof, 2013 © Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie / Thomas Bruns / VG Bild-Kunst / Bonn 2019
Ausstellung

Katharina Grosse

It Wasn’t Us

Die Malerei von Katharina Grosse kann überall auftauchen. Ihre raumgreifenden Arbeiten sind multidimensionale Bildwelten, in denen Wände, Decken, Objekte und ganze Gebäude und Landschaften mit leuchtenden Farben überzogen sind. Für die Ausstellung „It Wasn’t Us“ hat die Künstlerin die Historische Halle des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin sowie den Außenbereich hinter dem Gebäude in ein expansives Bild verwandelt, das die bestehende Ordnung des musealen Raums radikal destabilisiert.

Entgrenzte Malerei
Als Bildgrund dienen ihr der Boden der Halle und eigens für die Ausstellung entworfene Styroporkörper, die sie in mehreren Arbeitsschritten und durch verschiedene Skalierungen in die finale Größe überführt hat. Außerdem erstreckt sich die Malerei über die Gebäudegrenze hinaus in den öffentlichen Raum, auf das weitläufige Gelände hinter dem Museum und die Fassade der Rieckhallen. „It Wasn’t Us“ verbindet dabei weder Innen und Außen, noch Museum und Umgebung, Kultur und Natur, sondern verhandelt unsere Sehgewohnheiten, Denk- und Wahrnehmungsformen neu.

Grosses Malerei überschreitet Grenzen mit Farbe, sie überschreibt Grenzzonen mit neuen Zusammenhängen. Das, was vorher da war, verschwindet nicht, sondern bleibt als Spur von etwas Vergangenem sichtbar, das seine Bedeutung verloren hat. Dabei entstehen phantastische Gebilde. In den Räumen, die sich eröffnen, zielt die Imagination ins Offene. Sie führt entschlossen und zugleich spielerisch in viele Richtungen.

Aus dem Katalogtext zur Ausstellung „Das Gegebene und das Mögliche“ von Julia Eckert

Katharina Grosse
Die Künstlerin Katharina Grosse (*1961, Freiburg i. Br.) hat in den vergangenen zwanzig Jahren zahlreiche Einzelausstellungen präsentiert, etwa 2015 im Museum Wiesbaden, 2018 in der Nationalgalerie Prag, in der Villa Medici in Rom, in Carriageworks in Sydney und im chi K11 art museum in Shanghai sowie 2019 im Museum of Fine Arts in Boston, wo eine neue Arbeit in Dialog mit dem Werk „Mural“ (1943) von Jackson Pollock getreten ist. Sie realisierte immer wieder Arbeiten im öffentlichen Raum, etwa 2016 für das MoMA PS1 im Rahmen des „Rockaway!“-Programms in Fort Tilden, New York. Seit 1998 waren ihre Beiträge auf Biennalen und Triennalen in Sydney (1998), São Paulo (2002), New Orleans (2008), Curitiba (2013), Venedig (2015) und Aarhus (2017) sowie in vielen weiteren Gruppenausstellungen zu sehen. 2015 wurde Grosse eingeladen, eine ortsbezogene Malerei in der Versammlungshalle des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses des Deutschen Bundestages anzufertigen. Von 2000 bis 2010 hatte sie eine Professur für Malerei an der Weißensee Kunsthochschule in Berlin inne, von 2010 bis 2018 war sie Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf.

Katharina Grosse bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Katharina Grosse

Andrea Mantegna, Darbringung im Tempel, Detail, ca. 1454, Berlin, Gemäldegalerie © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Christoph Schmidt
Ausstellung

Zu Mantegna und Bellini

Kunsttechnologie und Restaurierung

Im Nachklang der Ausstellung „Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance“, die von März bis Juni 2019 in der Gemäldegalerie stattfand, gibt diese Präsentation Einblick in die technologischen Forschungen und die praktische Arbeit der Restaurator*innen in Vorbereitung der Ausstellung. Gezeigt werden Gemälde von zwei großen Malern der italienischen Renaissance, Andrea Mantegna (ca. 1431-1506) und Giovanni Bellini (ca. 1435-1516), sowie Werke aus ihrem unmittelbaren Umkreis.

Von der Bildentstehung bis zur jüngsten Restaurierung
Jeder Restaurierung gehen Forschungen zu den vom Künstler verwendeten Materialien, der Maltechnik und zum Bildaufbau, zur Objekt- und Restaurierungsgeschichte sowie zu Veränderungen und ihren Ursachen voraus. Durch stereomikroskopische Untersuchungen, strahlendiagnostische Verfahren (Untersuchung mit UV-Strahlen, Röntgen, Infrarotreflektografie) und andere Materialanalysen ist es dabei möglich, den Prozess der Bildentstehung großenteils aufzudecken und den Malern auf die Schliche ihrer durchaus effektiven Bildproduktion zu kommen. Analysiert man die Bildschichten zusammen mit Archivalien, so tun sich mitunter erstaunliche Objektgeschichten auf. Wir zeigen, wie Künstler der Renaissance gelungene Kompositionen übernahmen und variierten, welche Veränderungen, Schäden und Verluste die Gemälde erfahren haben, und schließlich, wie Restauratoren mit solchen Zuständen umgehen.

Die Ausstellung möchte dem Besucher die Arbeit der Restauratoren transparent machen. Sie zeigt, welche Fragen die Gemälde selbst und ihre Erhaltungszustände aufwerfen. Wie viel Retuschen oder Rekonstruktion erforderlich und vertretbar sind, um ein Werk in allen seinen Aspekten lesbar zu machen, muss bei jeder Restaurierung neu verhandelt werden.

Zu Mantegna und Bellini bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Zu Mantegna und Bellini

Ausstellung

Anthony Caro

The Last Judgement Sculpture

Gemeinsam mit der Sammlung Würth präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin „The Last Judgement Sculpture“ (1995/1999), eines der eindrucksvollsten Werke des britischen Künstlers Sir Anthony Caro (New Malden, Surrey 1924 - 2013 London). Schon die Entstehung der 25-teiligen monumentalen Installation wurde durch den Sammler Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth begleitet.

Unmittelbar nach Erwerb durch die Sammlung Würth wurde das Werk erstmals 1999 auf der Biennale in Venedig der Öffentlichkeit präsentiert. Caro selbst charakterisierte die Installation als „Reaktion auf Greueltaten der Gegenwart“ – „auch wenn am Ende die Hoffnung auf eine hellere Zukunft nicht aufgegeben wird“. Der 2013 verstorbene Anthony Caro zählt zu den vielschichtigsten und bedeutendsten Bildhauern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Anthony Caro bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Anthony Caro

© Pablo Picasso / Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2017 / Staatliche Museen zu Berlin, Museum Berggruen / David von Becker
Ausstellung

Picasso und seine Zeit

16.03.2013 bis auf Weiteres

Am 16. März 2013 öffnete das zur Nationalgalerie gehörende Museum Berggruen wieder die Pforten für seine berühmte Sammlung der Klassischen Moderne. Der westliche Stülerbau wurde um das benachbarte Kommandantenhaus am Spandauer Damm und den neu angelegten Bettina-Berggruen-Garten erweitert.

Name und Entstehung der Sammlung gehen auf den Kunsthändler und Sammler Heinz Berggruen zurück (1914-2007). Über einen Zeitraum von mehr als vierzig Jahren trug er Meisterwerke von Pablo Picasso, Henri Matisse, Paul Klee und Alberto Giacometti zusammen. Unter dem Titel "Picasso und seine Zeit" wurde die Sammlung Berggruen 1996 erstmals im westlichen Stülerbau präsentiert und im Jahr 2000 von der Stiftung Preußischer Kulturbesitz für die Nationalgalerie erworben. Heute ist die Sammlung im Museum Berggruen - ergänzt durch weitere bedeutende Leihgaben der Familie - einer der wichtigsten Standorte der Klassischen Moderne.

Heinz Berggruen wurde 1914 in Berlin-Wilmersdorf geboren. 1936 emigrierte er aus dem nationalsozialistischen Deutschland in die USA, wo er zunächst als freier Kulturjournalist arbeitete und seit 1939 am San Francisco Museum of Art angestellt war. Nach dem Krieg gründete er in Paris eine Galerie, die viele der Künstler vertrat, die Berggruen auch privat zu sammeln begann. 1980 zog sich Berggruen aus seiner Galerie zurück und konzentrierte sich auf die Erweiterung seiner Sammlung. Hierbei interessierten ihn vor allem jene Künstler, die heute das Herzstück der Sammlung des Museums ausmachen.

Mit mehr als 120 Werken von Pablo Picasso (1881-1973) gibt das Museum Berggruen einen vielfältigen Gesamtüberblick über seine künstlerische Entwicklung. Zu sehen sind zentrale Arbeiten, wie etwa Picassos berühmtes Motiv des sitzenden Harlekins aus der Rosa Periode, eine eindrückliche Detailstudie für "Les Demoiselles d'Avignon" sowie zahlreiche Porträts der Dora Maar. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Schaffen Paul Klees (1879-1940). Henri Matisse (1869-1954) und Alberto Giacometti (1901-1966) sind vor allem mit ihrem späteren Werk vertreten. Darüber hinaus zeigt das Museum Werke von Georges Braque, Henri Laurens und Paul Cézanne.

Picasso und seine Zeit bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Picasso und seine Zeit

Modellbüste der Nofretete, Dreiviertelprofil nach rechts, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten © bpk / Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, SMB / Martin Specht
Ausstellung

Altes Ägypten

17.10.2009 bis auf Weiteres

In bislang nie gezeigtem Ausmaß von über 2 500 Exponaten präsentiert sich das Ägyptische Museum und Papyrussammlung im Nordflügel des Neuen Museums über drei Ebenen auf einer Fläche von 3 600 Quadratmetern.

Die Konzeption und Gestaltung der Schausammlung gewährt einen umfassenden Einblick in Kontinuität und Wandel der altägyptischen Kultur über vier Jahrtausende sowie in die Kulturgeschichte des antiken Sudan. Durch den Wiederaufbau mehrerer Opferkammern werden Grabarchitektur und Reliefkunst des Alten Reiches in einzigartiger Weise präsentiert. Neben der Thematisierung verschiedener kultureller Schwerpunkte wie Toten- und Götterkult, Königtum und Alltagsleben wird erstmals auch die Wissenschaftsgeschichte der Ägyptologie dargestellt und erläutert. Die Papyrussammlung zeigt in der "Bibliothek der Antike" eine große Auswahl hoch bedeutender Texte und Literaturwerke über die gesamte Zeitspanne altägyptischer bis spätantiker Schriftkultur.

Eine besondere Betonung der Ausstellungskonzeption liegt auf der Vermittlung des altägyptischen Menschenbildes durch die nach unterschiedlichen Gesichtspunkten in mehreren Räumen arrangierten Skulpturen, deren Höhepunkt die Präsentation der Büste der Nofretete im Nordkuppelsaal des Neuen Museums darstellt.

Altes Ägypten bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Altes Ägypten

Die Kaffeetrinkerin (Detail), Ludwigsburg, Johann Christian Wilhelm Beyer, Porzellan © Kunstgewerbemuseum, Foto: Saturia Linke
Ausstellung

Rokokowelten

Neupräsentation der Porzellan- und Fayencesammlung
seit 21. März 2019

Das 18. Jahrhundert war das Jahrhundert des Porzellans. Unter Fürsten, Aristokraten und vermögendem Bürgertum war man regelrecht süchtig nach dem „weißen Gold“, man sprach von der „maladie de porcelaine“. Wer sich das exklusive Porzellan nicht leisten konnte, griff zur Fayence, um seine Tafeln, Konsolen, Kaminsimse und Kommoden zu schmücken.

In der Ausstellung gibt es verschiedene Themenfelder:

Wie verlief der Weg des Porzellans von Asien nach Europa?
Inwieweit spiegeln sich in der Porzellan- und Fayencekunst die aristokratischen Lebensweisen des Rokoko wider?
Welche gestalterischen Besonderheiten gab es, und wie waren die Herstellungstechniken?

Dass Porzellan bis heute für Gestalterinnen und Gestalter aktuell ist, wird exemplarisch unter dem Aspekt „Porzellan und 3 D Druck“ beleuchtet.

Das Kunstgewerbemuseum arbeitet kontinuierlich an der Neupräsentation seiner Bestände, der Vielfalt der Sammlungsteile entsprechend in unterschiedlichen Formaten. Die europäischen Porzellane und Fayencen des 18. Jahrhunderts bilden einen Kernbereich des Museums und sind von herausragender Qualität. Ihre Neupräsentation innerhalb des historischen Rundgangs grenzt direkt an das 2014 neu eingerichtete Kabinett mit Mode und Accessoires des Rokoko, so dass sich hier viele Querbezüge ergeben.

Rokokowelten bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Rokokowelten

Online

Volkswagen ART4ALL Online Edition

Die durch Volkswagen, langjährigem Partner der Nationalgalerie, ermöglichte Initiative ART4ALL bietet an jedem ersten Donnerstag im Monat von 16 bis 20 Uhr kostenfreien Eintritt in den Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin sowie ein interdisziplinäres Programm aus Vorträgen, Performances und Künstler*innengesprächen. Während der aktuellen Schließung finden die Veranstaltungsformate online statt. Den Auftakt bildet ein Gespräch mit Künstler Walter Dahn, der in der Sonderausstellung „To Whom It May Concern. Schenkung Paul Maenz“ mit dem mit Jiří Georg Dokoupil entstandenen Zyklus der „Ricki-Bilder" vertreten ist. Beide Maler gehörten Anfang der 1980er-Jahre zur „Mülheimer Freiheit“, einer Künstlergemeinschaft in Köln, welche die Szene mit ihren neoexpressiven Gemälden aufmischte. Neben seinem künstlerischen Schaffen entwickelte Dahn auch ein musikalisches Werk, das er im Podcast mit Kurator Sven Beckstette reflektiert.

Volkswagen ART4ALL Online Edition bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Volkswagen ART4ALL Online Edition

© Staatliche Museen zu Berlin
Online

SMB-digital

Online-Datenbank der Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin:
www.smb-digital.de/eMuseumPlus

SMB-digital bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte SMB-digital

© Staatliche Museen zu Berlin
Online

Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek

Virtueller Rundgang

Logo, Leitsystem, Corporate Identity – was heute selbstverständlich zu jedem Firmenimage gehört, steckte Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Kinderschuhen. Bahnbrechend in der Entwicklung war das Grafische Atelier Stankowski + Duschek, das mehrere Jahrzehnte zu den führenden Büros für Kommunikationsdesign in Deutschland zählte. Die Sonderausstellung der Kunstbibliothek stellt das Werk des Ateliers incl. vieler berühmter Markenzeichen und Erscheinungsbilder – darunter die Deutsche Bank, Rewe oder das Berlin-Layout, das ab 1969 alle grafischen Produkte der Stadt bestimmte – anhand von rund 300 Exponaten vor. Der virtuelle 360°-Rundgang bietet Besucher*innen die Möglichkeit, sich frei durch den Ausstellungsraum zu bewegen, Objekte aus der Nähe zu betrachten und sich anhand begleitender Texte zu informieren.

Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Marken:Zeichen. Das Grafische Atelier Stankowski + Duschek

Bode Museum © Staatliche Museen zu Berlin / David von Becker
Online

Erkunden Sie die Museumsinsel Berlin online!

Geschichten, Architektur und Online-Ausstellungen:
artsandculture.google.com/project/museum-island-berlin

Erkunden Sie die Museumsinsel Berlin online! bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Erkunden Sie die Museumsinsel Berlin online!

Online

Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin

Dank des vielfältigen Online-Angebots lassen sich die 15 Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin rund um die Uhr erschließen – und viele der Museen können in virtuellen Rundgängen auch außerhalb der Öffnungszeiten erkundet werden. Zudem gibt es auf der Website www.smb.museum, in der Online-Datenbank SMB-digital und auf Museum and the City, dem Blog der Staatlichen Museen zu Berlin, eine Vielzahl von Objekten und Geschichten zu entdecken. Das Online-Angebot wird kontinuierlich weiterentwickelt und um spannende neue Inhalte ergänzt. Die Staatlichen Museen zu Berlin kommunizieren aktuell in den Sozialen Medien mit den Hashtags #SMBforHome und #ClosedButOpen.

Blog

Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin

Neben der Website der Staatlichen Museen zu Berlin mit fast 40 Landing-Pages aller Museen, Sammlungen und Institute bietet vor allem der Blog "Museum and the City" viele Hintergrundgeschichten, Interviews und Bildstrecken zu allen Museen und Sammlungen. Interessante Porträts von Mitarbeiter*innen oder thematische Reihen, zum Beispiel zur Sanierung der Neuen Nationalgalerie oder zu den Lieblingsstücken der Museumsmacher*innen, gewähren spannende Blicke hinter die Kulissen. In den Wochen des Shutdowns werden im Blog verstärkt unsere Kurator*innen zu Wort kommen, deren Sammlungsbereiche für die Besucher*innen geschlossen sind.

Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin

Online-Shop

Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin

Museen & Sammlungen
Bücher
Medien
Homedeko & Büro
Mode & Accessoires
Schmuck
Kinder

Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin

12

Staatliche Museen zu Berlin

Staatliche Museen zu Berlin bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Staatliche Museen zu Berlin

Ausstellungen / Museum Staatl. Kunstsammlungen Dresden Dresden, Taschenberg 2
Ausstellungen / Museum Deichtorhallen Hamburg Hamburg, Deichtorstr. 1-2
Ausstellungen / Museum Haus der Kunst München München, Prinzregentenstr. 1
Ausstellungen / Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Köln Köln, Cäcilienstraße 29-33
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Burg Wartburg Eisenach Eisenach, Auf der Wartburg 2
Ausstellungen / Museum Mudam Luxembourg Luxembourg, 3, Park Dräi Eechelen
Ausstellungen / Museum GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Museum Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Halle, Friedemann-Bach-Platz 5
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ausstellungen / Ausstellung OK im OÖ Kulturquartier LINZ Linz, OK-Platz 1
Ausstellungen / Messe Discovery Art Fair Virtual Köln, Gladbacher Wall 5
Ausstellungen / Museum Naturhistorisches Museum Bern Bern, Bernastrasse 15
Ausstellungen / Ausstellung James Francis Gill Venedig Venezia, Piazza San Marco 7
Ausstellungen / Galerie BORIS LURIE Virtual Gallery

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.