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Mudam Luxembourg

Mudam, das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg, setzt sich für eine Vielfalt künstlerischer Disziplinen ein. Seine Sammlung und sein Ausstellungsprogramm stehen für die Tendenzen des zeitgenössischen Kunstschaffens und halten die Besucher ständig über neue künstlerische Arbeitsweisen auf dem Laufenden, auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Das Gebäude, ein Werk des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei, steht in einem perfekten Dialog mit seinem natürlichen und historischen Umfeld. Erbaut unmittelbar hinter den Überresten des Fort Thüngen, dessen alte Wallmauern seinen Grundriss bestimmten, liegt es, nur wenige Schritte vom Europaviertel auf dem Kirchberg entfernt, im Park Dräi Eechelen, der vom Landschaftsarchitekten Michel Desvigne entworfen wurde und vom dem man eine herrliche Sicht auf die Altstadt hat.

Einfache Volumina und großzügig geschnittene Räume ebenso wie die Verbindung von Stein und Glas zeugen von der meisterhaften Beherrschung der architektonischen Mittel durch den berühmten Architekten. Das raffinierte Spiel zwischen Innen und Außen, bei dem eine Vielzahl von Ausblicken auf den umliegenden Park wie auch auf die Weite des Himmels durch die kühnen Glasdecken ermöglicht wird, wird unterstrichen durch die Verwendung von Magny Doré, einem honigfarbenen Kalkstein, der zu jeder Tages- und zu jeder Jahreszeit das Licht in subtilen farblichen Nuancen wiedergibt. Das Museum verfügt auf drei Etagen über 4500 m2 Ausstellungsfläche. Baubeginn war im Januar 1999, die Einweihung fand am 1. Juli 2006 statt.

Das kulturelle Projekt des Mudam beruht auf der Vorstellung von der Kunst als eine poetische Distanz zur Welt. Seine Hauptlinien lesen sich in den Worten Freiheit, Innovation, kritische Geisteshaltung, und all das nicht ohne Humor. In seinen Veranstaltungen wird nicht nur allen möglichen Ausdrucksformen Raum gegeben sondern es werden gleichzeitig auch unsere Gewohnheiten und überkommenen Vorstellungsweisen infrage gestellt. So werden Formen zeitgenössischen Denkens erforscht wie auch die ästhetische Sprache unserer sich entfaltenden Epoche vorgestellt.

Die Mudam Sammlung ist als Zeuge des zeitgenössischen Kunstschaffens in all seinen technischen und ästhetischen Formen offen gegenüber allen künstlerischen Disziplinen: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, aber auch Design, Mode und die verschiedensten Formen der Graphik und der Neuen Medien präsentieren sich dem Blick der Besucher. Dabei erlaubt sich die entschieden in der Gegenwart verankerte Sammlung eine poetisch-künstlerische Bandbreite, die bei den großen Namen von Bernd und Hilla Becher bis zu Daniel Buren reicht, von Blinky Palermo bis hin zu Cy Twombly. Die Möblierung im Innern wie im Außenbereich wurde Künstlern und Designern wie Erwan und Ronan Bouroullec, Martin Szekely, Konstantin Grcic, Bert Theis, Andrea Blum oder David Dubois anvertraut. Die Sammlung entwickelt sich im Hinblick auf das internationale Kunstschaffen und bewahrt dabei eine besondere Aufmerksamkeit auch gegenüber den bedeutendsten Resultaten der regionalen Kunstszene.

Dieses Abenteuer erlebt Mudam gemeinsam mit seinen Besuchern. Die Besucher sind eingeladen, sich im Museum selbst neu zu erleben, Vorurteile hinter sich zu lassen und der Kunst mit einem neuen und befreiten Blick zu begegnen. Zahlreich sind die Möglichkeiten der verschiedensten Besichtigungen, von der detailliert geführten bis zur selbstständig freien hat der Besucher die Wahl. Als Ort für ästhetische Entdeckungen, für Reflexion und Betrachtung, ist das Mudam auch ein Ort der Geselligkeit in anregendem Rahmen (im Mudam Café) wie auch ein Ort für den anregenden Einkauf (im der Mudam Boutique).

Kontakt

Mudam Luxembourg
Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg

Telefon: +352 45 37 85-960
E-Mail: info@mudam.lu

 

Öffnungszeiten
Mittwoch - Freitag 11-20 Uhr
Samstag - Montag 11-18 Uhr
Feiertage 11-18 Uhr
Dienstags geschlossen sowie am 25.12.

Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei
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Ausstellung

Tacita Dean

Einzelausstellung

Seit den frühen 1990er Jahren arbeitet Tacita Dean (1965, Canterbury) an einem umfangreichen Gesamtwerk, für das sie unterschiedliche Medien wie Film, Fotografie, Ton, aber auch Zeichnung, Grafik und Collage verwendet. Ihre Arbeit, in der sie ein weites Panorama von Themen behandelt, zeichnet sich durch eine genaue Beobachtung der Zeit, eine präzise Betrachtung der Geschichte und die Liebe zu lebensnahen Details aus. Daneben ist Dean offen auch für den Zufall als eines der Grundprinzipien ihrer Arbeit. Als Freundin unfreiwilliger Handlungen erlaubt sie auch manchmal Unvorhergesehenes, den Umständen Geschuldetes oder Verunglücktes das Resultat ihrer Arbeit zu bestimmen. Seit 2011 geht es in ihrer Arbeit auch um die Verdrängung der analogen Fotografie, bzw. des analogen Films durch digitale Bildmedien, ein Thema, zu dem sie ausführlich geschrieben und gesprochen hat und bei dem sie die exponentielle Zunahme von Bildern beschrieb. „Eine Welt, die nicht vergisst, geht unter in ihrer Unfähigkeit zu vergessen.“

In der Ostgalerie sind Werke vereint, die für das Bühnenbild des Ballets The Dante Project angefertigt wurden, welches im Oktober 2021 im Royal Opera House in London uraufgeführt wurde.

Dean fertigte das Design für das Bühnenbild und für die Kostüme eines von Wayne McGregor (1970, Stockton) choreographierten Ballets, zu dem der Komponist Thomas Adès (1971, London) die Musik geschrieben hatte. Das auf der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri (1265, Florenz – 1321, Ravenna) beruhende Dante Project gliedert sich in drei Teile und stellt die Reise Dantes durch das Reich der Toten dar, durch Hölle, Fegefeuer und Paradies.

In den drei verschiedenen, für jeden Akt verwendeten Techniken (Zeichnung, Fotografie und Film), entwickelt sich Deans Bühnenbild vom Negativen ins Positive, vom Einfarbigen in die Farbe, von der Darstellung in die Abstraktion, während Dantes Reise in die Unterwelt grafisch dargestellt wird. Inferno(2019) ist Deans bisher größte Zeichnung auf einer Schiefertafel. Sie stellt eine umgekehrte gefrorene Berglandschaft im Negativ dar. Inspiriert von Dantes Beschreibung einer kalten Welt, erschuf Dean eine detailreiche Unterwelt, in der die Seelen unter einer tiefhängenden Decke tanzen. Über ihnen ermöglicht ein kleiner ellipsenförmiger Spiegel mit einem Blick auf den jetzt aufrecht stehenden umgekehrten Berg eine Ahnung der normalen Welt, die den Verdammten unzugänglich bleibt.

Purgatory (Threshold) (2020) ist eine großformatige, an die Wand gepinnte Fotografie, die intensiv mit weißem Stift bearbeitet wurde. So wie Dantes „Fegefeuer“ ein Zwischenzustand ist, verfolgte Dean die Idee, ein Bild irgendwo zwischen Negativ und Positiv zu machen. Die mit Hilfe einer analogen 8 x 10 Zoll Großformatkamera aufgenommenen Jacaranda-Bäume, deren Blüten im Frühling violett leuchten, werden in Drucken gezeigt, bei denen die Farben im Negativ zu sehen sind, was die deutlich violetten Blüten in ein sehr diesseitiges Grün verwandelt. Die durch den weißen Stift wie verhüllt wirkende städtische Umgebung gibt dem Ganzen einen zusätzlich befremdlichen Charakter.

In der Mitte des Ausstellungssaals steht ein Pavillon, in dem der 35mm-Film Paradise (2021) gezeigt wird, die letzte Arbeit dieser Trilogie. Paradise wird hier erstmals als Kunstwerk gezeigt, außerhalb seines ursprünglichen Kontextes als Bühnenbild eines Ballets. Die begleitende Musik ist eine digitale Simulation von Thomas Adès’ Partitur für Orchester, Paradiso. Unter Technikern als MIDI bekannt, wurde die musikalische Computersimulation ein wertvolles Tool, als es während des Covid-19 Lockdowns Orchestern nicht möglich war, Musik aufzunehmen. Paradise ist anamorphotisch und vollkommen abstrakt und bezieht sich auf die kreisförmigen und planetarischen Motive, die Dante in seinem Paradies beschreibt. Die üppigen Farben des Films entstammen der Palette von William Blake (1757 – 1827, London). Sie finden sich auch in den zehn handgedruckten Siebdrucken im Korridor, auf denen unterschiedliche planetarische Zustände dargestellt sind.

Weitere Arbeiten aus dem Kontext von The Dante Project sind zu sehen, darunter zwei Werke aus der Fegefeuer-Reihe, Purgatory (Mounts I & II) (2021) sowie eine achtteilige Fotogravur mit dem Titel Inferno(2021), die aus einem Panorama alter Fotografien mit Bergen collagiert und mit Beschriftungen versehen wurde, um die Reise von Dante und Vergil anzudeuten. Eine kleine Kohlezeichnung, Expulsion (2019), nach Masaccios (1401, San Giovanni Altura – 1428 Rom) Fresko in der Brancacci-Kapelle in Florenz zeigt die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies. Als Auftragsarbeit für das Magazin der Süddeutschen Zeitung entstand die Zeichnung als Antwort auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union.

Im zweiten Teil der Ausstellung geht es um Tacita Deans 16 mm-Film One Hundred and Fifty Years of Painting (2021), der in einem speziell entworfenen Pavillon gezeigt wird, in dem auch zwei Gemälde der im Film vorkommenden Künstler hängen: Luchita Hurtado (1920, Caracas - 2020, Santa Monica) und Julie Mehretu (1970, Addis Ababa). Der Film, der eine Unterhaltung zwischen beiden Frauen zeigt, kam zustande aufgrund ihrer Freundschaft mit Dean. Als diese realisierte, dass beide an einem 28. November geboren wurden, und Luchita im Jahr 2020 an Julies fünfzigsten Geburtstag einhundert Jahre alt werden würde, filmte sie beide bei einem Gespräch am 3. Januar 2020 in Luchita Hurtados Wohnung in Santa Monica. Der Titel, in dem eine absichtliche Übertreibung mitklingt, täuscht über eine Situation hinweg, in der beide Frauen offen über das Leben und den Tod sprechen, über ihre Situation als Immigrantinnen in den Vereinigten Staaten, über Mutterschaft, Klimawandel und natürlich über die Malerei. Über die beiden hier gezeigten Arbeiten, Hurtados Gemälde im Stil ihrer Sky Skin-Serie, Mascara (1975) und Mehretus Hineni (E.3:4) (2018) wird im Film gesprochen.

Zwei lithografische Reihen, die Dean in den Werkstätten des Meisterdruckers Gemini G.E.L. in Los Angeles anfertigte, hängen an den umliegenden Wänden. Es handelt sich um LA Exuberance (2016) und um LAMagic Hour (2021). Die Drucke, die nicht von Fotos, sondern von Zeichnungen ausgehen, zeigen beispielhaft Deans Entzücken über den Himmel von Los Angeles bei ihrer Ankunft aus Europa. Neben ihnen hängen sechs kleine Zeichnungen auf Schiefertafeln, ebenfalls zum Thema des Himmels über Los Angeles.

In der kleinen Westgalerie wird Buon Fresco (2014) gezeigt, ein Film über Giottos (1266, Vespignano – 1337, Florenz) Fresken in der Oberkirche der Basilika San Francesco in Assisi. Gefilmt mit einem Makroobjektiv aus geringem Abstand ermöglicht der Blick der Kamera dem Betrachter einen besonderen Zugang zu Giottos Fresken und hebt die vorzüglichen Details und die malerische Meisterschaft des Künstlers hervor.

Biografie
Tacita Dean (1965, Canterbury) hatte zuletzt Einzelausstellungen im Kunstmuseum Basel (2021), im EMMA – Espoo Museum für Moderne Kunst in Finnland (2020), in der Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen (2019), im Serralves Museum of Contemporary Art in Porto (2019) und im Kunsthaus Bregenz (2018). 2018 zeigte sie gleichzeitig die Ausstellungen LANDSCAPE, PORTRAIT und STILL LIFE in der Royal Academy, der National Gallery und der National Portrait Gallery in London. 2011 stellte sie als Teil der Unilever Series die Arbeit FILM in der Tate Modern aus, die den Beginn ihrer Kampagne zum Schutz und Erhalt fotochemischer Filmverfahren markiert. Im Oktober 2021 wird das auf Dantes Göttlicher Komödie beruhende neue Ballettstück The Dante Project des Royal Ballet mit einer Choreografie von Wayne McGregor (1970, Stockport) und einem Bühnenbild sowie Kostümen von Tacita Dean unter der Leitung des Dirigenten und Komponisten Thomas Adès (1971, London) am Royal Opera House in London Premiere feiern. 2014–2015 war sie Artist in Residence am Getty Research Institute. Sie lebt und arbeitet in Berlin und Los Angeles.

Kuratoren: Suzanne Cotter und Christophe Gallois, assistiert von Clémentine Proby
Szenografie: Tacita Dean, in Zusammenarbeit mit Polaris Architects
Filmprojektion: Kenneth Graham, KSO AV
Studio Tacita Dean: Cleo Walker
Medienpartner: Monopol

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Performance

Trajal Harrell. Sister or He Buried the Body

Nach seiner Vorstellung 2018 im Mudam von The Conspiracy of Performances (2010) wird der gefeierte Choreograph und Performer Trajal Harrel (1973, Douglas, Georgia) mit Sister or He Buried the Body (2021) ein weiteres Stück präsentieren. Dieses neue Werk ist eine gemeinschaftliche Auftragsarbeit des Mudam und der 13. Biennale von Gwangju, Südkorea, des Garage Museum of Contemporary Art in Moskau, des Schauspielhauses in Zürich und des CND – Centre national de la danse in Pantin, Frankreich.

Harrells internationale Anerkennung beruht auf einer Reihe von Werken, in denen er die Tradition des Voguing – ein in den 1980er Jahren in der Ballroom-Szene Harlems entwickelter Stil des Modern Dance – mit frühem postmodernem Tanz zusammen brachte. In seiner jüngsten Arbeit verbindet der Künstler das Voguing mit Gesten aus dem Butoh-Tanz, der in Japan in den späten ’50er und frühen ’60er Jahren entstand. In diesem neuen Werk geht es um eine spekulative Neuvermessung der Geschichte des zeitgenössischen Tanzes und seiner Komposition.

In der Verknüpfung zweier scheinbar entfernter Tanzkulturen stellt der Künstler den Körper in den Mittelpunkt seiner Untersuchung darüber, wie dieser zu einem Gefäß wird für Erinnerungen, Vergangenheit und die historischen Figuren, die seine Arbeit inspiriert hatten. Durch die Verflechtung von Begriffen wie Zeit und Geschichte mit transkulturellen Bezügen werden die vielen Schichten sichtbar, die den Reichtum der Geschichte des zeitgenössischen Tanzes ausmachen.

Biografie
Trajal Harrell (1973, Douglas, Georgia) hatte als Performer Auftritte in der Fondation Cartier, Paris (2021); auf dem Holland Festival, Amsterdam (2020); in The Kitchen, New York (2018); auf dem American Realness Festival, ICA Boston, Boston (2018); auf dem Philadelphia Fringe Festival (2018); bei Tanz im August, Berlin (2017); im REDCAT Theater, Los Angeles (2014); auf dem Festival d’Automne, Paris (2013); auf dem TBA Festival, Portland (2013) und dem Panorama Festival, Rio de Janeiro (2012). Er lebt und arbeitet in Athen, Griechenland.

Kuratorin: Joel Valabrega

Gebührenfrei, Museumseintritt ausgeschlossen
Buchung: mudam.com/rsvp-trajal-harrell

Mit Unterstützung von: AXA Luxembourg
Medienpartner: Mousse Magazine, L'Essentiel

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Ausstellung

Hana Miletić

Präsentation der Sammlung

Für diese Ausstellung hat Hana Miletić (1982, Zagreb) einen temporären Pavillon konzipiert, der auf einer ursprünglich für das Festival Precarious Pavilion 2018 entwickelten Konstruktion basiert. Der als intimer Raum entworfene Pavillon kann von den Besuchern betreten werden, die im Laufe der Ausstellung an einem Veranstaltungsprogramm teilnehmen können. Die Dimensionen und die Lage im Raum sollen einen Kontrapunkt zur monumentalen Treppe des Foyers bilden. Die gleiche Absicht spiegelt sich in der einfachen Montage eines mit leichtem Stoff bespannten Rohrrahmens wider. Das grau-weiße Schachbrettmuster verweist auf das transparente Raster, das als Maßstab in der digitalen Bearbeitungssoftware Photoshop verwendet wird, und auf das Raster, das Weber zur Herstellung von Mustern benutzen. Miletić ist ausgebildete Fotografin, die sich schließlich 2015 der Arbeit mit Textilien zuwandte. Ihr Werk bewegt sich auf einem schmalen Grat zwischen der Materialität des Webens und der Textur digitaler Bilder. So werden die Wände des Pavillons mit einem halbautomatischen Jacquard-Webstuhl, einem Vorläufer des ersten Computers, hergestellt. Durch die Verwendung einer lockeren Webart in Kombi-nation mit der Flexibilität der Gewebeabschnitte untergräbt die Künstlerin die binäre und serielle Ästhetik des normativen Rasters.

Diese Methode wurde auch bei Softwares (2019) angewandt, einem der beiden präsentierten Werke, die für die Sammlung von Mudam erworben wurden. Bei jedem Werk schöpft Miletić aus ihrer fotografischen Dokumentation von Zerstörung und Transformation in der urbanen Umwelt. In diesem Fall sind es Bilder einer zerbrochenen Autoscheibe oder einer mit Klebeband zusammengehaltenen Glastür, aus denen die Künstlerin die lineare Form der improvisierten Reparatur abstrahiert. Miletić ist sehr sensibel, was den sozioökonomischen Kontext ihrer Quellen angeht, und achtet auch sehr auf die Herkunft ihrer Materialien und die Art und Weise, wie sie umgewandelt werden, wobei sie einen ethischen und ökologischen Ansatz bevorzugt. Die oft zerbrechlich wirkenden Werke zeugen von dem Engage-ment der Künstlerin für das Ethos von Fürsorge und Reparatur. Hana Miletić ist Trägerin des Preises der Baloise Group 2021. Der 1999 ins Leben gerufene Preis wird jedes Jahr an zwei Kunstschaffende in der Sektion Statements der Art Basel verliehen.

Hana Miletić ist die sechste Künstlerin, die mit der großzügigen Unterstützung der Baloise Group in die Mudam Sammlung aufgenommen wurde, seit das Museum 2015 Partner des Preises wurde.

Kurator: Marie-Noëlle Farcy

Prix Baloise Group 2021

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Ausstellung

Monika Sosnowska

Präsentation der Sammlung

Die drei im Grand Hall ausgestellten Werke von Monika Sosnowska (1972, Ryki, Polen) wurden erst vor Kurzem für die Mudam Sammlung erworben. Die voneinander unabhängigen großformatigen Skulpturen aus bemaltem Beton und Stahl füllen den Raum in abstrakter Komposition. Dabei ist die Verwendung von traditionell im Bauwesen genutzten Materialien wie z. B. Trägern, Stangen, Armierungen oder Rohren charakteristisch für die Arbeit der Künstlerin. Hier werden sie bearbeitet, verdreht und verformt, um neue, von ihrer ursprünglichen Funktion losgelöste Formen zu schaffen. Die Formensprache der Architektur dient Monika Sosnowska immer wieder als direkte Inspirationsquelle, da sie für die symbolische, politische oder ideologische Bedeutung mancher Gebäude ein besonderes Gespür hat. Architektur ist oftmals Trägerin utopischer Visionen, ob sie nun gelungen oder gescheitert sind und die Künstlerin interessiert sich in diesem Bereich besonders für die modernistischen Strömungen des 20. Jahrhunderts, nicht nur in Europa (wie in der osteuropäischen Architektur der Sowjetzeit), sondern auch in Asien.

Während eines ihrer zahlreichen Aufenthalte in Bangladesch wurde sie in Dhaka auf den Architekten und Stadtplaner Muzharul Islam (1923, Murshidabad, Indien – 2012, Dhaka) aufmerksam, der auch ein engagierter Politiker war. Durch diese Begegnung wurde sie Zeuge, wie modernistische Prinzipien in einem anderen kulturellen und wirtschaftlichen Kontext umgesetzt wurden. Sie beobachtete auch die lokalen Baumethoden und -techniken, sei dies bei den Arbeitern, die von Hand an Flussufern Steine abbauten, um sie in Kies und dann in Beton zu verwandeln, oder sei dies bei den zahlreichen unfertigen Bauten, die ununterscheidbar entweder gerade im Entstehen oder schon aufgegeben waren und oben von freistehenden Armierungseisen gesäumt waren. Die hier ausgestellten Skulpturen entstammen direkt Sosnowskas Beobachtungen auf diesem Gebiet. Die englischen Titel beschreiben die Materialien, die sie enthalten: Rebar bezieht sich auf die Armierungseisen, die zur Verstärkung des „Betons“ (engl.: concrete) verwendet werden, ähnlich denen, die aus den unvollendeten Konstruktionen in Dhaka wild herausragen. Hier scheinen sie indes ihre Unabhängigkeit gewonnen zu haben, um freie Formen in den Raum zu zeichnen und mit der geometrischen Rationalität zu brechen, mit der die modernistische Architektur gemeinhin verbunden wird.

Kurator: Marie-Noëlle Farcy

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Ausstellung

Lynette Yiadom-Boakye

Fly In League With The Night

Fly In League With The Night ist die bisher größte Überblicksausstellung zum Werk der britischen Künstlerin Lynette Yiadom-Boakye (1977, London). Die Ausstellung präsentiert 67 Gemälde aus zwei Jahrzehnten.

Lynette Yiadom-Boakye malt figurative Bilder und schöpft dabei aus einer Vielzahl von Quellen. Ihre Figuren bewohnen absichtlich rätselhafte Umgebungen, die zeitlos und oft abstrakt sind. Mit ihrer Ölmaltechnik auf mehr oder weniger grober Leinwand hat sie eine ganz persönliche malerische Formensprache entwickelt.

Fly In League With The Night ist die erste Ausstellung, bei der das Werk von Yiadom-Boakye vor einem weiteren Hintergrund präsentiert wird. Sie umfasst Arbeiten aus ihrer Zeit als Studentin an der Londoner Royal Academy of Arts bis hin zu ihren jüngsten, 2020 während der Corona-Pandemie entstandenen Arbeiten. Dabei wurde die Auswahl und Hängung der Werke in enger Zusammenarbeit mit Yiadom-Boakye vorgenommen. Ohne einer strengen Chronologie zu folgen entfaltet sich die Ausstellung und folgt stattdessen der Dynamik und dem Dialog, der sich zwischen den Gemälden entwickelt. „Ich stellte mir einen Dialogen zwischen den Arbeiten vor, so ähnlich wie ich es tue, wenn ich sie bei mir im Atelier sehe, und wollte auch auf ihre Abfolge und den Rhythmus achten, der sich ergibt, wenn man sich durch den Saal bewegt,“ meinte die Künstlerin.

Die einzelnen Bilder werden nicht von erklärenden Texten begleitet. Stattdessen sind Sie aufgefordert, sich mit Yiadom-Boakyes Arbeiten auf ihre eigene Art auseinanderzusetzen. „Es gibt so viele Dinge, an die ich denke oder die ich tue, während ich male, dass ich dafür gar keine Worte habe. Jeder Versuch einer Erklärung ist, im besten Falle, überflüssig. Und, im schlimmsten Falle, völlig daneben.“

Neben ihrer Tätigkeit als Malerin schreibt Yiadom-Boakye auch Gedichte und Prosa. Für sie sind diese beiden Formen von Kreativität zwar verschieden, aber auch ineinander verflochten. „Ich schreibe über die Dinge, die ich nicht malen kann und male Dinge, die ich nicht sagen kann“, merkt sie an. Die aussagekräftigen Titel ihrer Arbeiten bezeichnet sie als „zusätzlichen Pinselstrich.“ Sie sind zwar wesentlicher Bestandteil einer jeden Arbeit, dienen aber nicht zur Erklärung oder Beschreibung. Der Titel dieser Ausstellung stammt von einem Gedicht der Künstlerin, das sie eigens hierfür geschrieben hat:

At Ease As The Day Breaks Beside Its Erasure
And At Pains To Temper The Light
At Liberty Like The Owl When The Need Comes Knocking
To Fly In League With The Night

– Lynette Yiadom-Boakye

MALEREI, EINFLÜSSE UND INSPIRATION

Yiadom-Boakye lernte zunächst nach dem Leben zu malen. Während ihres Studiums an der Falmouth School of Art an der Küste Cornwalls änderte sie jedoch schon früh ihre Denk- und Herangehensweise an die Malerei. Sie erkannte, dass sie weniger an Porträts interessiert war, als am Akt des Malens selbst, und damit immer ein Stück aus der Wirklichkeit entrückt. „Dort zu sein, weit weg von London, an diesem ruhigen und schönen Ort, ohne besondere Erwartungen an das, was ich tun sollte, das war an sich schon eine Ausbildung. Und irgendwie eine Befreiung.“

Das Malen ist für sie so etwas wie eine Sprache, ein machtvolles Kommunikationsmittel, jenseits aller Worte. Sie beginnt mit einer Farbe, einer Komposition, einer Geste oder einer bestimmten Richtung, aus der das Licht kommt. Gefundene Bilder, Erinnerungen, Literatur und die Geschichte der Malerei: all das sind Quellen für ihre Arbeit. Jedes Gemälde wird zusammengesetzt aus verschiedenen Bewegungen und Posen, die sie auf der Leinwandfläche erarbeitet. Die Geschichte der Malerei ist wichtig für sie, und durch ihre Arbeit wird deutlich, dass sie auch heute noch von Bedeutung sein kann.

Yiadom-Boakye besitzt eine umfangreiche Bibliothek, die ihr zur Inspiration dient. In ihrem Atelier im Osten Londons stapeln sich die Ausstellungskataloge. Ihre Arbeit ist durchdrungen von Kunstgeschichte, und doch bleibt ihre Malerei eigenständig und erzählt neue Geschichten. Auch die Musik hatte immer schon einen starken Einfluss auf sie. Prince (1958, Minneapolis – 2016, Chanhassen, Minnesota) zu hören führte sie zum Jazz, wobei sich eine Beziehung entwickelte zwischen den Rhythmen der improvisierten Musik und ihrem Pinselgestus. Miles Davis (1926, Alton, Illinois –1991, Santa Monica, Kalifornien), John Coltrane (1926, Hamlet, North Carolina –1967, Huntington, New York), Nina Simone (1933, Tryon, North Carolina –2003, Carry-le-Rouet, Frankreich) und Bill Evans (1929, Plainfield, New Jersey – 1980, New York) sind nur einige der musikalischen Legenden, die die Künstlerin in ihrer Spotify-Playlist The Sound of Lynette Yiadom-Boakye teilt. Das Timbre der Stimme von Nick Drake (1948, Rangun, Birma –1974, Tamworth-in-Arden, England) kann in ihrer Arbeit an einem Gemälde ein Echo finden. Sie lässt sich auch von der Kraft der Literatur inspirieren, innere Bilder hervorzurufen, indem sie Autoren liest wie James Baldwin (1924, New York –1987, Saint-Paul-de-Vence, Frankreich), Ted Hughes (1930, Mytholmroyd, England – 1968, London), Marlon James (1970, Kingston, Jamaika) oder Zora Neale Hurston (1891, Notasulga, Alabama – 1960, Fort Pierce, Florida).

Ich arbeite mit Scrapbooks, ich arbeite mit Bildern, die ich sammle, ich arbeite ein wenig mit dem Leben, ich suche die Bilder, die ich brauche. Ich mache Fotos. All das wird dann auf einer Leinwand zusammengesetzt. Auf diese Weise kann ich wirklich über das Bild nachdenken, es im wahrsten Sinne des Wortes als Gemälde betrachten und eine Sprache entwickeln, die sich nicht so anfühlt, als würde ich versuchen, etwas aus dem Leben zu nehmen und in Malerei zu übersetzen, sondern die es der Farbe selbst erlaubt, das Sprechen zu übernehmen.
— Lynette Yiadom-Boakye

FIGUREN UND STIMMUNGEN

Yiadom-Boakyes fiktive Figuren bewohnen persönliche Welten. Obwohl sie uns anzulächeln oder in unsere Richtung zu blicken scheinen, kümmern sie sich in erster Linie um ihre eigenen Dinge. Sie schauen durch Ferngläser auf Dinge, die wir nicht sehen können, denken nach oder unterhalten sich über Themen, die in den erfundenen Welten von Yiadom-Boakye verbleiben. Die Stimmung jedes Bildes wird mit sorgfältiger Aufmerksamkeit gegenüber dem Gesichtsausdruck, den Gesten und den Farben erzeugt. Ihre vielsagenden Titel bieten Hinweise auf mögliche Geschichten. Jede gemalte Szene wirkt wie eine abgeschlossene Erzählung, für die wir jedoch womöglich eine Fortsetzung in einem anderen Teil ihres Werkes finden. Die Bilder lassen uns fragen, was dieses rätselhafte Lächeln meinen könnte oder zu welchem Song sich jene Tänzer bewegen. Wenn sie etwas aufführen, dann gilt das nicht unbedingt uns. Es gibt etwas leicht Widerständiges in der Unabhängigkeit und der Introspektion der Figuren. Yiadom-Boakye hat ihre Kompositionen beschrieben als „… zusammengesetzt, chiffrenhaft, rätselhaft. Zwar von dieser Welt, aber doch nur teilweise von ihr betroffen. Betroffen von dem Teil, der ihnen das Leben schenkt, weniger vom Rest.“

Die Figuren in ihren Gemälden sind zeitlos. Sie sind absichtlich schwer zeitlich zu verorten. Sie fügt nur selten Dinge hinzu, die auf einen Stil, auf die Mode oder die Kultur einer bestimmten Epoche verweisen. So gibt es zum Beispiel nur sehr wenige Schuhe in ihren Bildern zu sehen. Wenige Gegenstände verbinden sie mit einer bestimmten Zeit. Gleiches gilt für die Innenräume, in denen architektonische Details oder spezielles Design fehlen. Ihre Figuren werden von ihrer Umgebung nicht definiert. Diese Unbestimmtheit ist wichtig für die Arbeit von Yiadom-Boakye. Die Zeitlosigkeit, die sie schafft, stellt für uns eine besondere Herausforderung dar, und regt unsere Neugier und Fantasie an.

“Schwarz zu sein, war für mich nie etwas Besonderes. Daher hatte ich nie das Bedürfnis, dieses in meiner Arbeit vorkommende Thema zu erklären, genauso wenig wie ich meine eigene Existenz in der Welt zu erklären habe, wann auch immer ich danach gefragt werde. Es hat mir nie gefallen, dass man mir sagte, wer ich sei, wie ich zu sprechen habe, was ich zu denken habe und wie ich es denken sollte. Ich hab es nie gebraucht, dass man mir das erklärt. Das habe ich von meiner Familie. Durch die Generationen wussten wir immer, wer wir waren. Gemessen zu werden an etwas, das tatsächlich nichts mit dir oder deiner Erfahrung zu tun hat, an einer selbst ernannten höherstehenden Person, am Gespenst dessen, der du sein solltest… all das hat nie irgendwelchen Sinn ergeben, und doch lebst du damit, lebst darin. Aber die Vorstellung der Unendlichkeit, eines Lebens und einer Welt unendlicher Möglichkeiten, wo dir alles offensteht, unverstellt von den alptraumhaften Vorstellungen anderer, die Geistesgegenwart zu haben, so unbändig voranzuschreiten, wie du es willst, das ist es, woran ich am meisten denke, das ist die Richtung, in die ich immer schon gehen wollte. Meiner eigenen Nase zu folgen und das zu tun, was mir verdammt gefällt, erschien mir immer schon das radikalste, was ich machen konnte. Es geht weniger darum, schwarze Menschen in ein Regelwerk zu zwängen, als zu sagen, dass wir schon immer hier waren, dass es uns schon immer gegeben hat, selbstgenügsam, jenseits der Alpträume und Fantasien, vor und nach einer sogenannten „Entdeckung“, und in keiner Weise davon bestimmt oder begrenzt, wie andere uns sehen.“
— Lynette Yiadom-Boakye

Kuratoren: Andrea Schlieker, Director of Exhibitions and Displays, und Isabella Maidment, Curator of Contemporary British Art, assistiert von Aïcha Mehrez, Assistant Curator, Contemporary British Art, Tate Britain
Kurator der Präsentation im Mudam: Clément Minighetti, assisiert von Sarah Beaumont

Mit Unterstützung von: Banque Degroof Petercam Luxembourg
Loo & Lou Foundation, under the aegis of the Fondation de Luxembourg

Publikation: Die Ausstellung wird von einem ausführlich illustrierten Katalog mit Texten der Künstlerin, der Kuratorinnen und der amerikanischen Dichterin und Schriftstellerin Elizabeth Alexander (Tate Publishing, 2020) begleitet.

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Ausstellung

Martine Feipel & Jean Bechameil

Einzelausstellung

Martine Feipel und Jean Bechameil (1975, Luxemburg / 1964, Paris) waren zunächst in Luxemburg aktiv, bevor sie sich dauerhaft in der europäischen Szene etablieren konnten. Seit 2008 entwickelt das Künstlerduo ein Werk, das sich durch eine vielfältige Formensprache und eine engagierte Auseinandersetzung mit der heutigen Gesellschaft auszeichnet. Das Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean hat die Künstler eingeladen, eine neue Installation für den Skulpturengarten des Museums zu konzipieren.

Die in der Tradition der Moderne und der Avantgarden der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verankerten Arbeiten von Martine Feipel und Jean Bechameil nehmen ihre Anleihen sowohl bei den Experimenten des Kubismus und den Kompositionen der Konstruktivisten als auch beim Funktionalismus des Bauhaus, der stylisierten Ästhetik des Jugendstils und der kinetischen Kunst. Indem sie sich deren ästhetisches und thematisches Vokabular aneignen, erschaffen sie immersive, physische und wahrnehmungsbezogene Installationen, in denen Illusion und Imagination miteinander verschmelzen.

Die Arbeiten von Feipel und Bechameil thematisieren darüber hinaus einen zentralen Aspekt der Moderne und der Gegenwart: die Automatisierung von Industrie und Alltag. Die fortschreitende Mechanisierung der Gesellschaft stellt sich in ihren Skulpturen in Form von Zahnrädern und unterschiedlichen Maschinenteilen dar, die dank einer Behandlung mit Harz oder synthetischem Gips an versteinerte Überreste erinnern, die jeglicher Funktionalität beraubt sind. Indem sie Formen erschaffen, die auf die industrielle Moderne verweisen, untersuchen die beiden Künstler auch die „Mechanismen“ zeitgenössischer Lebensstile und deren soziale und kollektive Rahmenbedingungen, um so neue „Möglichkeitsräume“ zu eröffnen.

Ausgangspunkt ihrer Arbeiten ist zumeist die Geschichte eines bestimmten Ortes oder die Analyse des jeweiligen Kontexts. Dabei beruht die visuelle Strahlkraft ihrer Arbeit jedoch vor allem auf ihrer Fähigkeit, Umgebungen zu schaffen, deren Theatralik durch eine dramatische Beleuchtung subtil untermalt wird. Die für den Skulpturengarten des Museums konzipierte Installation umfasst eine Reihe von Werken, die sich anhand von Zeitlupen-Effekten und Raschelgeräuschen zu einer theatralischen Kulisse zusammenfügen.

Biografie
Martine Feipel und Jean Bechameil (1975, Luxemburg / 1964, Paris) haben Einzelausstellungen in der HAB Galerie in Nantes (2020), im Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain (2017), im Cercle Cité in Luxemburg (2015), im Pavillon de l’Arsenal in Paris (2014), im Creux de l’enfer in Thiers, Frankreich (2013), im Centre d’art Nei Liicht in Düdelingen, Luxemburg (2010), im Centre des Arts Pluriels in Ettelbrück, Luxemburg (2010) und in Værnedamsvaj in Kopenhagen präsentiert. Sie sind in der Sammlung des Mudam mit der großen Installation Le Cercle fermé (2011) vertreten. Ihre großformatige Skulptur Many Dreams (2012) wurde 2014 im angrenzenden Park Dräi Eechelen ausgestellt. 2011 vertraten sie Luxemburg auf der 54. Biennale von Venedig. Ihre Arbeiten befinden sich in bedeutenden öffentlichen Sammlungen, unter anderem dem Mudam Luxembourg, dem MNHA – Nationalmuseum für Geschichte und Kunst in Luxemburg und dem Frac Lorraine in Metz. Sie leben und arbeiten in Brüssel.

Kurator: Clément Minighetti, Assistenz: Clémentine Proby

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Ausstellung

Tina Gillen. Faraway So Close

Der luxemburgische Pavillon auf der 59. Biennale von Venedig

Faraway So Close, das Projekt von Tina Gillen (1972, Luxemburg) für die 59. Biennale von Venedig, wird vom Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean produziert. Mit der speziell für den Luxemburger Pavillon konzipierten raumgreifenden Installation nimmt das Großherzogtum bereits zum 16. Mal an der internationalen Kunstausstellung teil.

Obwohl Tina Gillens Arbeit fest in der Tradition der Malerei verankert ist, sucht sie immer wieder die Schnittstellen zu anderen Medien wie Fotografie, Skulptur, Installation und Film. Ausgangspunkt ihrer Werke sind zumeist alltägliche Bilder, die sie zu Kompositionen verarbeitet, die zwischen Abstraktion und Figuration, Konstruktion und Improvisation schwanken und sich so eine gewisse Zweideutigkeit bewahren. Ihre jüngste Arbeit verlässt den traditionellen Rahmen der Leinwand, um die Beziehungen zwischen Bildfläche und dreidimensionalem Raum zu erforschen.

Faraway So Close versteht sich als raumgreifendes tableau vivant, in dem die vielfältigen Beziehungen zwischen Innenraum und Außenwelt reflektiert werden. Die Installation nimmt die Form einer von gemalten Filmkulissen inspirierten Rauminszenierung, in der mehrere der im Werk der Künstlerin wiederkehrende Themen wie Architektur, Landschaft und das Anthropozän behandelt werden. Zudem werden neue Gemälde und weitere ortsbezogene Werke entstehen, die in einen Dialog mit dem historischen Standort der Sale d’Armi im Arsenale und dem weitläufigeren Kontext der Biennale treten.

Die Ausstellung wird von einem Forschungsprojekt mit dem Titel Forms of Life begleitet, bestehend aus monatlichen Seminaren an der Royal Academy of Fine Arts Antwerpen, an der Gillen Malerei unterrichtet, und einem Workshop in Venedig während der Biennale.

Das Mudam Luxembourg wurde vom Kulturministerium als Projektträger mit der Organisation der offiziellen Teilnahme des Großherzogtums Luxemburg an der 59. Biennale von Venedig beauftragt.

Biografie
Tina Gillen (1972, Luxemburg) präsentierte Einzelausstellungen im BOZAR in Brüssel (2015), im Mudam Luxembourg (2012), im M Leuven in Löwen (2010) und in der Galerie Nosbaum Reding in Luxemburg, die sie seit 2001 vertritt. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Gruppenausstellungen gezeigt, unter anderem im Mudam Luxembourg (2009, 2010, 2018), im Künstlerhaus Bethanien in Berlin (2012), im Mu.ZEE in Ostende (2010), im Wiels in Brüssel (2009), im M HKA in Antwerpen (2007) und bei Platform Garanti in Istanbul (2004). Zwei Monografien dokumentieren ihre Arbeit: Echo (MER. Paper Kunsthalle, 2016) und Necessary Journey (Hatje Cantz, 2009). Sie lebt und arbeitet in Brüssel.

Unter der Leitung vom: Kulturministerium, Luxembourg
Organisator: Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean
Mit Unterstützung von: Let's make it happen + Kultur | lx

Kurator: Christophe Gallois, assistiert von Ilaria Fagone
Szenografie: Tina Gillen in Zusammenarbeit mir Polaris Architects

Publikation:
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Eva Wittocx, Jean-Philippe Antoine und Marielle Macé sowie einem Interview zwischen der Künstlerin und dem Kurator des Pavillons. Grafische Gestaltung: Kim Beirnaert.

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Ausstellung

Isamu Noguchi / Danh Vo

New Production

Als Teil des Ausstellungsprogramms im Henry J. und Erna D. Leir Pavilion zeigt das Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean eine Installation, die das Werk von Isamu Noguchi (1904, Los Angeles — 1988, New York), einer wichtigen Figur der modernen Kunst, mit der Arbeit des zeitgenössischen Künstlers Danh Vo (1975, Bà Rịa, Vietnam), einem der bedeutendsten Künstler seiner Generation, in einen Dialog setzt.

Diese neue Installation führt einen Dialog zwischen den beiden Künstlern weiter, der 2018 mit Vos Ausstellungen im M+ Pavilion in Hongkong (Noguchi for Danh Vo: Counterpoint) und im Statens Museum for Kunst in Kopenhagen (Take My Breath Away) begann. Sie besteht aus einer Ansammlung von Noguchis berühmten Akari-Lampen, die von der Glaskuppel des Pavillons hängen, und einer neuen „botanischen“ Installation aus Marmor- und Holzskulpturen, die von Noguchis Skulpturverständnis inspiriert sind. Die Arbeit reagiert auf die wechselnden Lichtverhältnisse im Laufe des Tages und während der vier Jahreszeiten, in denen sie zu sehen sein wird. Zugleich offenbart sie das Licht als Energiequelle für die Pflanzen und als immaterielles Phänomen, dem Noguchis Lampen eine skulpturale Form verleihen. Vos Installation, die aus einheimischen Pflanzen besteht und in Zusammenarbeit mit lokalen Gärtnern entsteht, wird sich im Laufe des Jahres stetig verändern.

Seit den frühen 2000er Jahren entwickelt Vo eine präzise und poetisch ansprechende Arbeit, in der persönliche Geschichten und kaum bekannte Ereignisse mit umfassenderen politischen, sozialen und historischen Themen verknüpft werden, um Prozesse der Identitätsbildung zu erforschen. Seine Arbeiten nehmen meist die Form von Installationen an, die auf sorgfältig durchdachte Anordnungen von Objekten und Artefakten aus verschiedenen kulturellen Kontexten beruhen, deren symbolische Bedeutung und evokative Kraft in einer engen und bewussten Beziehung zum Raum untersucht werden. In seine Arbeiten integriert Vo auch regelmäßig Werke anderer Künstler wie Noguchi, deren Bedeutung und Vermächtnis für die zeitgenössische Kunst er dadurch herausstellt.

Von den 1930er Jahren bis zu seinem Tod 1988 schuf Noguchi ein bildhauerisches Werk, das sich durch stromlinienförmige, organische und abstrakte Formen auszeichnet. Seine Arbeit ist stark beeinflusst von künstlerischen Traditionen aus dem asiatisch-pazifischen Raum und greift auf Materialien zurück, die eine enge Verbindung zur Natur verkörpern. Sein schöpferisches Werk umfasst unterschiedliche Bereiche, darunter Entwürfe für Landschaftsarchitektur sowie Möbel und andere Objekte. Bei seinen 1951 entworfenen Akari-Lampen aus Japanpapier, die von der Tradition der Gifu-Laternen abgeleitet sind, handelt es sich um wahre „Lichtskulpturen“, die Tradition und Moderne miteinander verbinden. Das japanische Wort akari steht für Leichtigkeit und Schwerelosigkeit. In den Worten von Noguchi: „Die Magie des Papiers verwandelt die kühle Elektrizität zurück ins ewige Licht der Sonne. Damit ihre Wärme auch in der Nacht weiter unsere Räume füllen kann.“

Biografien :

Isamu Noguchi (1904, Los Angeles — 1988, New York) ist eine bedeutende Figur in der Geschichte der Skulptur des 20. Jahrhunderts. Beeinflusst von seinem Mentor Constantin Brâncuși (1876, Hobita, Rumänien — 1957, Paris), aber auch von den abstrakten Formen eines Jean Arp (1886, Straßburg —1966, Basel) und japanischen Zen-Gärten, schuf er Skulpturen, Möbel, Bühnenbilder und Keramiken, in denen Moderne und Abstraktion, Lyrik und Ausdruckskraft miteinander in Einklang treten. Bei seinem Bestreben, japanische Ästhetik mit der westlichen Moderne zu vereinen, experimentierte er zeitlebens mit verschiedenen Disziplinen wie Kunst, Design, Theater und Architektur. Obwohl er keiner Schule angehörte, arbeitete er mit einer Vielzahl von Künstlern aus allen Bereichen zusammen. Die erste Retrospektive widmete ihm 1968 das Whitney Museum of American Art in New York City. 1986 vertrat er die USA auf der 42. Biennale von Venedig. Seine Arbeiten sind in zahlreichen öffentlichen Sammlungen weltweit und im Noguchi Museum in New York zu sehen. Zuletzt waren sie Gegenstand von Ausstellungen im Wadsworth Atheneum Museum of Art in Hartford, Connecticut (2020), im Cameron Art Museum in Wilmington, North Carolina (2020), im M+ Pavilion in Hongkong (2019), im Yokohama Museum of Art (2019), im Kagawa Museum in Takamatsu (2018) und im Museo Tamayo in Mexiko-Stadt (2016).

Danh Vo (1975, Bà Rịa, Vietnam) hat Einzelausstellungen im National Museum of Art in Osaka (2020), in der Winsing Arts Foundation in Taipeh (2020), in der South London Gallery in London (2019), im Solomon R. Guggenheim Museum in New York (2018), im M+ Museum in Hongkong (2018), im Statens Museum for Kunst in Kopenhagen (2018) und im Museum Ludwig in Köln (2015) präsentiert. Er wurde mit dem Arken Art Prize (2015), dem Hugo Boss Prize (2012) und dem blauorange – Kunstpreis der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (2007) ausgezeichnet. 2015 vertrat er Dänemark auf der 56. Biennale von Venedig. Im selben Jahr kuratierte er die Ausstellung Slip of the Tongue in der Punta della Dogana – Fondation François Pinault in Venedig. Er lebt und arbeitet in Berlin und Mexiko.

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Ausstellung

Nedko Solakov

A Cornered Solo Show #1

A Cornered Solo Show #1 (2021) ist eine bewusst unkonventionelle Intervention des Künstlers Nedko Solakov (1957, Tscherwen Brjag, Bulgarien) in einer Ecke des Museums (im Gegensatz zu den Ausstellungsräumen, in denen Kunstwerke normalerweise gezeigt werden). Für den Künstler ist es die erste einer Reihe von Einzelausstellungen in unbedeutenden Ecken in verschiedenen bedeutenden Museen.

Nedko Solakov, der für seinen scharfen Humor bekannt ist, verweist mit seinen Arbeiten immer wieder auf die Absurditäten und Widersprüche, die sozialen Normen innewohnen. Im Mudam ist die vom Künstler ausgewählte „Ecke“ die Garderobe des Museums. In diesem begrenzten und meist übersehenen Raum präsentiert Solakov nun eine Installation, die mit den ästhetischen Gepflogenheiten und den Codes einer Retrospektive spielt. Man kann die Ausstellung auch im Zusammenhang der Pandemie verstehen, als Antwort auf die soziale Vereinsamung, die durch sie ausgelöst wurde. „Dieses Projekt erzählt von unserer Zeit, in der wir überleben müssen, selbst wenn wir in eine Ecke gedrängt sind. Der Standpunkt eines Künstlers, aus seiner Ecke heraus, mag uns dabei helfen, der Bitterkeit des Alltags besser zu begegnen,“ so der Künstler.

Biographie des Künstlers
Seit den frühen 1990er Jahren hat Nedko Solakov (*1957, Tscherwen Brjag, Bulgarien, lebt in Sofia) bei zahlreichen Ausstellungen in Europa und den USA seine Arbeiten gezeigt. Seine Werke waren zu sehen bei Aperto ’93 (Biennale in Venedig), auf der 48., 49., 50. und 52. Biennale von Venedig,
der 3., 4. und 9. Biennale von Istanbul, bei São Paulo’94, auf der Manifesta 1, Rotterdam, der 2. und 4. Biennale von Gwangju, der 5. Biennale von Lyon, bei Sonsbeek 9, Arnhem, der 4. und 5. Biennale von Cetinje, der 1. Biennale von Lodz, der 7. Biennale von Sharjah, Vereinigte Arabische Emirate,
der 3. Biennale von Tirana, der 2. Biennale von Sevilla, der 2. Biennale von Moskau, der documenta 12, der 16. Biennale von Sydney, bei Prospect 1 New Orleans, der Biennale von Singapur 2011, der documenta 13, der Kathmandu Triennale, der 1. Riga International Biennial for Contemporary Art sowie auf der 2. Biennale von Lahore. Er hatte Einzelausstellungen im Museu do Chiado, Lissabon, in der Stichting De Appel, Amsterdam, dem CCA Kitakyushu, Japan, dem Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid, dem Israel Museum, Jerusalem, dem Centre d’Art Santa Monica, Barcelona, dem Kunsthaus Zürich, dem Castello di Rivoli, Rivoli, der Sofia City Art Gallery, der Galleria Borghese, Rom, dem Salzburger Kunstverein, dem BOZAR, Brüssel, dem ICA Sofia und in La Panacée, Montpellier. Von 2003-2005 wurde eine ausführliche Zwischenbilanz seiner Karriere mit der Ausstellung A 12 1/3 (and even more) Year Survey im Casino Luxembourg, dem Rooseum Malmö und dem O.K Centrum Linz gezeigt. 2008-2009 wurde das Emotions Solo-Projekt im Kunstmuseum Bonn, im Kunstmuseum St. Gallen und im Institut Mathildenhöhe, Darmstadt gezeigt. 2011-2012 war seine Retrospektive All in Order, with Exceptions in der Ikon Gallery, Birmingham, der Fondazione Galleria Civica Trento (All in (My) Order, with Exceptions), dem S.M.A.K., Gent und der Fundação de Serralves, Porto, zu sehen. Seine Werke befinden sich in über fünfzig internationalen Museen und öffentlichen Sammlungen, darunter das MoMA New York, die Tate Modern, London und das Centre Pompidou in Paris.

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1 Ausstellung

25 Jahre Mudam Sammlung

Präsentation der Sammlung

Die Feierlichkeiten zum fünfzehnten Jahrestag der Eröffnung des Mudam bieten Gelegenheit, die Vielfalt und die Stimmigkeit der Mudam Sammlung zu betonen, deren erste Ankäufe ja bereits im Jahr 1996, in der Vorphase des Museums, getätigt wurden. Anhand einer Auswahl von etwa vierzig Werken bietet diese neue Zusammenstellung nun einen Überblick von den 1960er Jahren bis in die ersten Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts, bei dem es um Formen, aber auch um Prozesse oder Haltungen in der zeitgenössischen Kunst geht. Der Parcours bleibt nicht statisch, da sich die Hängung der Werke im Laufe des Jahres verändern wird. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf den Bezügen, die sich zwischen den in den vergangenen 25 Jahren erworbenen Werken herstellen lassen, und auf gewissen Tendenzen und Themen, die sich daraus ableiten lassen.

Die Auswahl thematisiert eine Reihe von Begriffen, die unmittelbar mit dem zeitgenössischen Kunstschaffen zusammenhängen. Sie hebt beispielsweise den Einfluss der Konzeptkunst oder des Minimalismus auf heutige Kunstpraktiken hervor. Gleichzeitig unterstreicht sie den sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion ständig erneuernden Dialog und verweist auch auf den Stellenwert der Narration in der Herstellung von Bildern und der Darstellung der Welt. Bedeutsam ist auch die Vielfalt der Materialien und der unterschiedlichen, von den Künstlern verwendeten Verfahren, sei dies der Gebrauch industriell gefertigter Stoffe, die Verwendung fertig vorgefundener Dinge, die Verwandlung des Körpers in ein künstlerisches Werkzeug oder die Neudefinition des kreativen Prozesses. Diese Präsentation der Werke aus der Mudam Sammlung bietet so auch eine Gelegenheit, über ihre zukünftige Entwicklung nachzudenken und unterstreicht ihren Anspruch, das zeitgenössische Kunstschaffens in seiner ganzen Vielfalt darzubieten, ohne dabei den Blick auch auf die Gegenwart der Welt zu verliere

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Ausstellung

Mudam Sammlung

Die bedeutendste Sammlung für Gegenwartskunst in Luxemburg

Inhaltlich wie konzeptuell konsequent international, umfasst sie beinahe 700 Werke aller Medien von Künstlern aus Luxemburg und der ganzen Welt.

Dabei besteht ein kleiner Teil der Sammlung aus Mode- und Designobjekten. Über 54 Werke in der Sammlung waren Auftragsarbeiten für das Mudam und entstanden unter Berücksichtigung seiner spezifischen architektonischen Gegebenheiten. Eckdaten für den Sammlungsaufbau waren die ersten Erwerbungen in den 1990er-Jahren, die Gründung des Museums 1998 und seine Eröffnung 2006. Wenngleich die 1960er-Jahre als historischer Bezugspunkt für die Gegenwartskunst gelten, datiert die Mehrzahl der Werke in der Sammlung aus den Jahren 1989 bis heute. Eine Ausnahme bildet das Möbelensemble für das Paimio-Sanatorium, welches zwischen 1931 und 1933 von dem Architekten Alvar Aalto entworfen und 2002 durch das Mudam erworben wurde.

Dabei besteht ein kleiner Teil der Sammlung aus Mode- und Designobjekten. Über 54 Werke in der Sammlung waren Auftragsarbeiten für das Mudam und entstanden unter Berücksichtigung seiner spezifischen architektonischen Gegebenheiten. Eckdaten für den Sammlungsaufbau waren die ersten Erwerbungen in den 1990er-Jahren, die Gründung des Museums 1998 und seine Eröffnung 2006. Wenngleich die 1960er-Jahre als historischer Bezugspunkt für die Gegenwartskunst gelten, datiert die Mehrzahl der Werke in der Sammlung aus den Jahren 1989 bis heute. Eine Ausnahme bildet das Möbelensemble für das Paimio-Sanatorium, welches zwischen 1931 und 1933 von dem Architekten Alvar Aalto entworfen und 2002 durch das Mudam erworben wurde.

Nancy Spector (Artistic director – Chief Curator des Solomon R. Guggenheim Foundation in New York), Daniel Birnbaum (Direktor des Acute Art in London) und Adam Szymczyk (künstlerischer Leiter der Documenta 14) sind Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Mudam Sammlung bis 2020, zusätzlich zu Paul die Felice, der dort den Verwaltungsrat vertritt. Das Komitee wird geleitet von Suzanne Cotter, der Direktorin des Mudam.

Werke der Sammlung die aktuell im Mudam ausgestellt sind

Stephan Balkenhol, Portaits de SS.AA.RR. Le Grand-Duc Jean et La Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte
Ronan & Erwan Bouroullec, Mudam Café
Thomas Hirschhorn. Flugplatz Welt/World Airport
Suki Seokyeong Kang
Michel Paysant, Nano-portraits de SS.AA.RR. le Grand-Duc Henri et la Grande-Duchesse Maria Teresa
Recent Donations and Long-Term Loans
Martin Szekely, Lobby
Bert Theis, Drifters
Su-Mei Tse, Many Spoken Words
Worlds in Motion
Werke der Sammlung die aktuell im Park Dräi Eechelen ausgestellt sind

Maria Anwander, The Present
Nairy Baghramian, Beliebte Stellen/Privileged Points
Andrea Blum, gardens + fountains + summer café
Fernando Sánchez Castillo, Bird Feeder
David Dubois, Chênavélos & Bancs-terre
Ian Hamilton Finlay, HUIUS SECULI CONSTANTIA ATQUE ORDO INCONSTANTIA POST ERITATIS A ST.J

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3 Ausstellung

Enfin seules

Fotografien aus dem Archive of Modern Conflict

Enfin seules (Endlich allein) präsentiert eine Auswahl von über zweihundert Bildern aus dem Archive of Modern Conflict. Dieses 1992 in London gegründete Archiv beschreibt sich selbst als „Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.“ Von seinem ursprünglichen Fokus auf die Geschichte von Konflikten erweiterte es sich in etwas, das mehr einem Laboratorium ähnelt als einem herkömmlichen Archiv. Heute gehört es zu den größten Fotosammlungen der Welt mit über acht Millionen Bildern, mit Veröffentlichungen und Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Mit Fotografien aus allen Kontinenten und einem zeitlichen Umfang, der von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre reicht, bietet Enfin seules einen neuen Blick auf die Welt der Pflanzen in all ihrer Vielfalt und individuellen Besonderheit. Die ausgestellten Fotos spiegeln die Vielseitigkeit der Sammlung und präsentieren die Vorstellung einer Welt, in der alle Tiere von der Erde verschwunden sind.

Enfin seules ist eine immersive Ausstellung, die sich um einen zentralen, höhlenartigen Raum herum entwickelt. Die Wände der Ausstellung sind mit stark vergrößerten Fotos aus dem Archiv tapeziert. Aus Bildern von Blumen, Pilzen, Baumstämmen, Farnen, Tropfsteinen und Nordlichtern entsteht ein Panorama von Pflanzen, Felsen und Lichtern, welches den Hintergrund bildet für die Auswahl historischer und neuerer Abzüge. So stehen Werke bekannter Künstler und Fotografen neben Fotos von Botanikern, Astronomen, Mathematikern und anderen Wissenschaftlern wie auch neben solchen von begeisterten Laien und Unbekannten, die eine Zeitspanne von mehreren Generationen umfassen und zahlreiche fotografische Techniken und Prozesse repräsentieren.

The Archive of Modern Conflict hatte Ausstellungen bei: PHotoESPAÑA, Madrid (2018); Les Rencontres d’Arles (2018 und 2017); in der Tate Modern, der Hayward Gallery, London (2014), dem Museum of Contemporary Art Toronto (2013) und bei Paris Photo (2012). Ihr preisgekrönter Verlag AMC Books veröffentlichte bereits über 70 Bücher und unterhält auch eine Zeitschrift: AMC2.

Der Europäische Monat der Fotografie (EMOP) ist ein Netzwerk einzelner Fotofestivals, die alle zwei Jahre in Berlin, Lissabon, Luxemburg, Paris und Wien stattfinden. In diesem Zusammenschluss werden Partnerschaften der internationalen Fotoszene gestärkt, der Austausch gefördert und junge Künstler unterstützt. Der Europäische Monat der Fotografie in Luxemburg wird organisiert von Café-Crème asbl.

Mit Fotografien von:
Anna Atkins (1799, Tonbridge – 1871, Halstead), Paul Marcellin Berthier (1822, Paris – 1912, Paris), Brassaï (1899, Brașov – 1984, Beaulieu-sur-Mer), Adolphe Braun (1812, Besançon – 1877, Dornach), Fred Payne Clatworthy (1875, Dayton – 1953, Estes Park), Thomas Joshua Cooper (1946, San Francisco), William Craven (1809, London – 1866, Scarborough), Maxim Petrowitch Dmitriew (1858, Powalischino – 1948; Nischni Novgorod), Henry John Elwes (1846, Cheltenham – 1922, Cheltenham), Dmitri Ermakov (1845, Tiflis –1916, Tiflis), Amelia Elizabeth Gimingham (1833, London – 1918, Axbridge), Fay Godwin (1931, Berlin – 2005, Hastings), Conrad Theodore Green (1863, Kirkburton – 1940, Birkenhead), Petr Helbich (1929, Prag), John Karl Hillers (1843, Hannover – 1925, Washington D.C.), Frederick Hollyer (1838, London – 1933, Blewbury), Bertha Jaques (1863, Covington – 1941, Chicago), Edward Dukinfield Jones (1848, Derby – 1938, Los Angeles), August Kotzsch (1836, Dresden – 1910, Dresden), Axel Lindahl (1841, Mariestad – 1907, Södertälje), Lee Miller (1907, Poughkeepsie – 1977, Chiddingly), Paul-Émile Miot (1827, Trinidad – 1900, Paris), Charles Nègre (1820, Grasse – 1880, Grasse), Ferdinand Quénisset (1872, Paris – 1951, Juvisy-sur-Orge), Willy Ronis (1910, Paris – 2009, Paris), Jaroslav Rössler (1902, Smilov – 1990, Prag), José María Sert (1874, Barcelona – 1945, Barcelona), Carlo Baldassare Simelli (1811, Stroncone – nach 1877), Fredrick Carl Størmer (1874, Skien – 1957, Oslo), Josef Sudek (1896, Kolín – 1976, Prag), Graham Sutherland (1903, London – 1980, London), Eugen Wiškovský (1888, Dvůr Králové nad Labem – 1964, Prag) und Shikanosuke Yagaki (1897, Kyoto – 1966).

Ausstellungskonzept: Timothy Prus (Archive of Modern Conflict)

Kuratoren:
Timothy Prus
Assistiert von Ed Jones, Luce Lebart, Giulia Shah und Michelle Wilson
Michelle Cotton
Assistiert von Sarah Beaumont und Christophe Gallois

Ausstellungsdesign: Polaris Architects

Die Ausstellung wurde vom Archive of Modern Conflict für das Mudam konzipiert, im Rahmen des Europäischen Monats für Fotografie (EMOP).

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Bewertungen & Berichte Enfin seules

19.05.21, 23:32, KP Enfin seules heiß endlich allein

Die älteste Künstlerin dieser Ausstellung wurde 1799 geboren. Das ist insofern etwas Besonderes, weil es um Fotografie geht und die Fotografie erst um 1820 erfunden wurde. Enfin seules heiß endlich allein und ist der Name der Ausstellung mit Werken des Archive of Modern Conflict. Diese Archiev, dass sich zunehmend selbst zu einem Laboratorium rund um die Fotografie entwickelt, versteht sich selbst als “Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.” Und da liegt einiges wie diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) im Mudam Luxembourg Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxemburg stattfindet.

19.05.21, 23:32, KP Enfin seules heiß endlich allein

Die älteste Künstlerin dieser Ausstellung wurde 1799 geboren. Das ist insofern etwas Besonderes, weil es um Fotografie geht und die Fotografie erst um 1820 erfunden wurde. Enfin seules heiß endlich allein und ist der Name der Ausstellung mit Werken des Archive of Modern Conflict. Diese Archiev, dass sich zunehmend selbst zu einem Laboratorium rund um die Fotografie entwickelt, versteht sich selbst als “Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.” Und da liegt einiges wie diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) im Mudam Luxembourg Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxemburg stattfindet.

19.05.21, 23:32, KP Enfin seules heiß endlich allein

Die älteste Künstlerin dieser Ausstellung wurde 1799 geboren. Das ist insofern etwas Besonderes, weil es um Fotografie geht und die Fotografie erst um 1820 erfunden wurde. Enfin seules heiß endlich allein und ist der Name der Ausstellung mit Werken des Archive of Modern Conflict. Diese Archiev, dass sich zunehmend selbst zu einem Laboratorium rund um die Fotografie entwickelt, versteht sich selbst als “Aufbewahrungsort für die vergessenen und verborgenen Geschichten, die versteckt in seinem fotografischen Fundus liegen.” Und da liegt einiges wie diese Ausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie (EMOP) im Mudam Luxembourg Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean in Luxemburg stattfindet.

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Mudam Luxembourg

Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean

Mudam, das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg, setzt sich für eine Vielfalt künstlerischer Disziplinen ein. Seine Sammlung und sein Ausstellungsprogramm stehen für die Tendenzen des zeitgenössischen Kunstschaffens und halten die Besucher ständig über neue künstlerische Arbeitsweisen auf dem Laufenden, auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Das Gebäude, ein Werk des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei, steht in einem perfekten Dialog mit seinem natürlichen und historischen Umfeld. Erbaut unmittelbar hinter den Überresten des Fort Thüngen, dessen alte Wallmauern seinen Grundriss bestimmten, liegt es, nur wenige Schritte vom Europaviertel auf dem Kirchberg entfernt, im Park Dräi Eechelen, der vom Landschaftsarchitekten Michel Desvigne entworfen wurde und vom dem man eine herrliche Sicht auf die Altstadt hat.

Einfache Volumina und großzügig geschnittene Räume ebenso wie die Verbindung von Stein und Glas zeugen von der meisterhaften Beherrschung der architektonischen Mittel durch den berühmten Architekten. Das raffinierte Spiel zwischen Innen und Außen, bei dem eine Vielzahl von Ausblicken auf den umliegenden Park wie auch auf die Weite des Himmels durch die kühnen Glasdecken ermöglicht wird, wird unterstrichen durch die Verwendung von Magny Doré, einem honigfarbenen Kalkstein, der zu jeder Tages- und zu jeder Jahreszeit das Licht in subtilen farblichen Nuancen wiedergibt. Das Museum verfügt auf drei Etagen über 4500 m2 Ausstellungsfläche. Baubeginn war im Januar 1999, die Einweihung fand am 1. Juli 2006 statt.

Das kulturelle Projekt des Mudam beruht auf der Vorstellung von der Kunst als eine poetische Distanz zur Welt. Seine Hauptlinien lesen sich in den Worten Freiheit, Innovation, kritische Geisteshaltung, und all das nicht ohne Humor. In seinen Veranstaltungen wird nicht nur allen möglichen Ausdrucksformen Raum gegeben sondern es werden gleichzeitig auch unsere Gewohnheiten und überkommenen Vorstellungsweisen infrage gestellt. So werden Formen zeitgenössischen Denkens erforscht wie auch die ästhetische Sprache unserer sich entfaltenden Epoche vorgestellt.

Die Mudam Sammlung ist als Zeuge des zeitgenössischen Kunstschaffens in all seinen technischen und ästhetischen Formen offen gegenüber allen künstlerischen Disziplinen: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, aber auch Design, Mode und die verschiedensten Formen der Graphik und der Neuen Medien präsentieren sich dem Blick der Besucher. Dabei erlaubt sich die entschieden in der Gegenwart verankerte Sammlung eine poetisch-künstlerische Bandbreite, die bei den großen Namen von Bernd und Hilla Becher bis zu Daniel Buren reicht, von Blinky Palermo bis hin zu Cy Twombly. Die Möblierung im Innern wie im Außenbereich wurde Künstlern und Designern wie Erwan und Ronan Bouroullec, Martin Szekely, Konstantin Grcic, Bert Theis, Andrea Blum oder David Dubois anvertraut. Die Sammlung entwickelt sich im Hinblick auf das internationale Kunstschaffen und bewahrt dabei eine besondere Aufmerksamkeit auch gegenüber den bedeutendsten Resultaten der regionalen Kunstszene.

Dieses Abenteuer erlebt Mudam gemeinsam mit seinen Besuchern. Die Besucher sind eingeladen, sich im Museum selbst neu zu erleben, Vorurteile hinter sich zu lassen und der Kunst mit einem neuen und befreiten Blick zu begegnen. Zahlreich sind die Möglichkeiten der verschiedensten Besichtigungen, von der detailliert geführten bis zur selbstständig freien hat der Besucher die Wahl. Als Ort für ästhetische Entdeckungen, für Reflexion und Betrachtung, ist das Mudam auch ein Ort der Geselligkeit in anregendem Rahmen (im Mudam Café) wie auch ein Ort für den anregenden Einkauf (im der Mudam Boutique).
Öffnungszeiten
Mittwoch - Freitag 11-20 Uhr
Samstag - Montag 11-18 Uhr
Feiertage 11-18 Uhr
Dienstags geschlossen sowie am 25.12.

Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei

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Bewertungen & Berichte Mudam Luxembourg

Ausstellungen / Museum Staatlische Museen zu Berlin Berlin, Genthiner Straße 38
Ausstellungen / Museum Staatl. Kunstsammlungen Dresden Dresden, Taschenberg 2
Ausstellungen / Museum Deichtorhallen Hamburg Hamburg, Deichtorstr. 1-2
Ausstellungen / Museum Haus der Kunst München München, Prinzregentenstr. 1
Ausstellungen / Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Köln Köln, Cäcilienstraße 29-33
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Burg Wartburg Eisenach Eisenach, Auf der Wartburg 2
Ausstellungen / Museum Musei Vaticani Città del Vaticano, Viale Vaticano
Ausstellungen / Museum GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ausstellungen / Ausstellung OK im OÖ Kulturquartier LINZ Linz, OK-Platz 1
Ausstellungen / Museum Naturhistorisches Museum Bern Bern, Bernastrasse 15
Ausstellungen / Museum Jüdisches Museum Berlin
Ausstellungen / Museum Käthe Kollwitz Museum Köln
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München
Ausstellungen / Museum GRASSI Museum für Angewandte Kunst
Ausstellungen / Museum Jüdisches Museum Wien
Ausstellungen / Museum Panorama Museum Bad Frankenhausen
Ausstellungen / Museum Staatl. Münzsammlung München
Ausstellungen / Museum Historisches Museum Frankfurt
Ausstellungen / Museum LENTOS Kunstmuseum Linz
Ausstellungen / Museum Lutherhaus Eisenach
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Bregenz
Ausstellungen / Museum Wilhelm Busch Museum Hannover
Ausstellungen / Museum Museum Franz Gertsch Burgdorf
Ausstellungen / Museum Museo di Roma
Ausstellungen / Museum vorarlberg museum
Ausstellungen / Museum MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln
Ausstellungen / Museum NORDICO Stadtmuseum Linz
Ausstellungen / Museum MAK - Museum für angewandte Kunst Wien
Ausstellungen / Museum Kunstmuseum Wolfsburg
Ausstellungen / Museum Bernisches Historisches Museum
Ausstellungen / Museum Kunsthalle Düsseldorf
Ausstellungen / Museum Kunstmuseum Ravensburg
Ausstellungen / Museum Museum für Kommunikation Bern
Ausstellungen / Museum Zeppelin Museum Friedrichshafen
Ausstellungen / Museum NS-Dokumentations-Zentrum / EL-DE-Haus
Ausstellungen / Online-Galerie Falepi Online-Galerie Plate, Neue Straße 3 D
Ausstellungen / Museum Biblioteca Nazionale Marciana Venezia Venezia, Piazza San Marco n.52
Ausstellungen / Museum Bachhaus Eisenach
Ausstellungen / Museum Museum Rietberg Zürich
Ausstellungen / Museum KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Ausstellungen / Museum Übersee-Museum Bremen
Ausstellungen / Museum Marta Herford
Ausstellungen / Museum Kustodie Kunstsammlung Universität Leipzig
Ausstellungen / Museum Archäol. Landesmuseum Baden-Württemberg
Ausstellungen / Museum Fondation Beyeler Basel
Ausstellungen / Museum Deutsches Historisches Museum
Ausstellungen / Ausstellung ZKM Zentrum für Kunst und Medien Karsruhe
Ausstellungen / Museum Landesmuseum für Vorgeschichte
Ausstellungen / Museum Museum d. Westlausitz Kamenz
Ausstellungen / Museum Musei Civici
Ausstellungen / Galerie BORIS LURIE Virtual Gallery
Literatur / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Sehenswürdigkeiten / Kirche Dom zu Salzburg Salzburg, Domplatz
Ereignisse / Festival ImpulsTanz Wien 7.7. bis 7.8.2022
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Ereignisse / Messe art KARLSRUHE 7. bis 10.7.2022
Konzerte / Musik Hochschule Luzern
Bereich Musik
Luzern-Kriens, Arsenalstrasse 28a
Ereignisse / Konzert Intern. Brucknerfest Linz 4.9. bis 11.10.2022
Bildung / Werkstatt/Workshop WERKSTATTHAUS Stuttgart
Ausstellungen / Festival Ars Electronica Center Linz

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