zur Startseite

Mudam Luxembourg

Mudam, das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg, setzt sich für eine Vielfalt künstlerischer Disziplinen ein. Seine Sammlung und sein Ausstellungsprogramm stehen für die Tendenzen des zeitgenössischen Kunstschaffens und halten die Besucher ständig über neue künstlerische Arbeitsweisen auf dem Laufenden, auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Das Gebäude, ein Werk des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei, steht in einem perfekten Dialog mit seinem natürlichen und historischen Umfeld. Erbaut unmittelbar hinter den Überresten des Fort Thüngen, dessen alte Wallmauern seinen Grundriss bestimmten, liegt es, nur wenige Schritte vom Europaviertel auf dem Kirchberg entfernt, im Park Dräi Eechelen, der vom Landschaftsarchitekten Michel Desvigne entworfen wurde und vom dem man eine herrliche Sicht auf die Altstadt hat.

Einfache Volumina und großzügig geschnittene Räume ebenso wie die Verbindung von Stein und Glas zeugen von der meisterhaften Beherrschung der architektonischen Mittel durch den berühmten Architekten. Das raffinierte Spiel zwischen Innen und Außen, bei dem eine Vielzahl von Ausblicken auf den umliegenden Park wie auch auf die Weite des Himmels durch die kühnen Glasdecken ermöglicht wird, wird unterstrichen durch die Verwendung von Magny Doré, einem honigfarbenen Kalkstein, der zu jeder Tages- und zu jeder Jahreszeit das Licht in subtilen farblichen Nuancen wiedergibt. Das Museum verfügt auf drei Etagen über 4500 m2 Ausstellungsfläche. Baubeginn war im Januar 1999, die Einweihung fand am 1. Juli 2006 statt.

Das kulturelle Projekt des Mudam beruht auf der Vorstellung von der Kunst als eine poetische Distanz zur Welt. Seine Hauptlinien lesen sich in den Worten Freiheit, Innovation, kritische Geisteshaltung, und all das nicht ohne Humor. In seinen Veranstaltungen wird nicht nur allen möglichen Ausdrucksformen Raum gegeben sondern es werden gleichzeitig auch unsere Gewohnheiten und überkommenen Vorstellungsweisen infrage gestellt. So werden Formen zeitgenössischen Denkens erforscht wie auch die ästhetische Sprache unserer sich entfaltenden Epoche vorgestellt.

Die Mudam Sammlung ist als Zeuge des zeitgenössischen Kunstschaffens in all seinen technischen und ästhetischen Formen offen gegenüber allen künstlerischen Disziplinen: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, aber auch Design, Mode und die verschiedensten Formen der Graphik und der Neuen Medien präsentieren sich dem Blick der Besucher. Dabei erlaubt sich die entschieden in der Gegenwart verankerte Sammlung eine poetisch-künstlerische Bandbreite, die bei den großen Namen von Bernd und Hilla Becher bis zu Daniel Buren reicht, von Blinky Palermo bis hin zu Cy Twombly. Die Möblierung im Innern wie im Außenbereich wurde Künstlern und Designern wie Erwan und Ronan Bouroullec, Martin Szekely, Konstantin Grcic, Bert Theis, Andrea Blum oder David Dubois anvertraut. Die Sammlung entwickelt sich im Hinblick auf das internationale Kunstschaffen und bewahrt dabei eine besondere Aufmerksamkeit auch gegenüber den bedeutendsten Resultaten der regionalen Kunstszene.

Dieses Abenteuer erlebt Mudam gemeinsam mit seinen Besuchern. Die Besucher sind eingeladen, sich im Museum selbst neu zu erleben, Vorurteile hinter sich zu lassen und der Kunst mit einem neuen und befreiten Blick zu begegnen. Zahlreich sind die Möglichkeiten der verschiedensten Besichtigungen, von der detailliert geführten bis zur selbstständig freien hat der Besucher die Wahl. Als Ort für ästhetische Entdeckungen, für Reflexion und Betrachtung, ist das Mudam auch ein Ort der Geselligkeit in anregendem Rahmen (im Mudam Café) wie auch ein Ort für den anregenden Einkauf (im der Mudam Boutique).

Kontakt

Mudam Luxembourg
Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg

Telefon: +352 45 37 85-960
E-Mail: info@mudam.lu

 

Öffnungszeiten
Mittwoch - Freitag 11-20 Uhr
Samstag - Montag 11-18 Uhr
Feiertage 11-18 Uhr
Dienstags geschlossen sowie am 25.12.

Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei

Mudam Luxembourg bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Mudam Luxembourg

Ausstellung

Giulia Cenci

2019 Baloise Kunst-Preis

Das Mudam Luxemburg zeigt eine Reihe neuerer Arbeiten von Giulia Cenci (*1988, Cortona), die mit der Unterstützung der Baloise Group erworben wurden. Für die Gewinnerin des Baloise Kunst-Preises 2019 ist es die erste museale Einzelausstellung.

Im Herbst 2020 werden vier Skulpturen von Giulia Cenci zu sehen sein. Ihre hybriden Gebilde bestehen aus verschiedenen Materialien – Metall, Polyurethanharz, Epoxidharz, Schaum, Fett, Staub vom Atelierboden – die mit erkennbaren Elementen wie Teilen eines Motors, Ästen oder dem Gipsabdruck eines Körperteils eines Wolfs gepaart wurden. Anhand eines aufwendigen Arbeitsprozesses fügt die Künstlerin Rohmaterialien, gefundene Objekte und Skulpturelemente zu halb organischen, halb mechanischen Installationen zusammen. Die hier gezeigten Arbeiten sind Teil von Territory, einer Installation bestehend aus einzelnen Skulpturen, die sich chaotisch entfalten und als scheinbar autonome, lebensähnliche Elemente den Raum bevölkern.

Der Baloise Kunst-Preis wird jedes Jahr an zwei KünstlerInnen vergeben, die in der Abteilung Statements der Art Basel ausstellen. Der Preis wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen und ist mit jeweils 30’000 CHF dotiert. Zudem werden eine oder mehrere Arbeiten der Gewinner angekauft und den beiden Partnermuseen geschenkt. Dank dieser Unterstützung fanden Arbeiten von Beatrice Gibson, Mary Reid Kelley, Martha Atienza und Seokyeong Suki Kang den Weg in die Sammlung des Mudam, das seit 2015 Partner des Preises ist. Die diesjährige Jury wurde geleitet von Martin Schwander, künstlerischer Berater der Baloise. Weitere Jurymitglieder waren Lionel Bovier, Direktor des MAMCO in Genf; Harald Falckenberg, Sammlung Falckenberg, Hamburg; Marie-Noëlle Farcy, Kuratorin und Leiterin der Sammlung des Mudam Luxembourg; sowie Gabriele Knapstein, Direktorin des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin.

Biografie
Das Werk von Giulia Cenci (*1988, Cortona) ist anlässlich von Einzelausstellungen bei Kunst Merano Arte in Merano (2019), De Ateliers in Amsterdam (2017) und Laboratorio del dubbio in Turin (2016) gezeigt worden. Ihre Arbeiten wurden ferner auf der 15. Biennale de Lyon (2019), in der Villa Médicis, Académie de France in Rom (2019) und der Colgate University in Hamilton, New York (2016), ausgestellt. Sie ist Preisträgerin des Werkbijdrage Jong Talent des Mondriaan Fonds sowie des Baloise Kunst-Preises 2019. Sie lebt und arbeitet in Amsterdam.

Kuratorin: Marie-Noëlle Farcy

Giulia Cenci bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Giulia Cenci

Online

Me, Family

Group show
Online-Projekt ab September

Anstelle der für den 30. Mai 2020 geplanten Eröffnung wird die Ausstellung Me, Family: Portrait of a Young Planet, einer der Höhepunkte des diesjährigen Ausstellungsprogramms des Mudam Luxemburg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean, in ein innovatives digitales Format umgewandelt. Die von Francesco Bonami in Anlehnung an Edward Steichens historische Ausstellung The Family of Man (1955) konzipierte Sammelschau zeichnet ein facettenreiches Bild der Menschheit zu Beginn des 21. Jahrhunderts anhand der Arbeiten von 36 KünstlerInnen.

Me, Family entwickelt sich zu einem Online-Projekt
Aufgrund der veränderten Situation im Zuge der Covid-19-Pandemie haben die Gastkuratoren Francesco Bonami und Emanuela Mazzonis in enger Zusammenarbeit mit dem Kuratorenteam des Mudam beschlossen, einen neuen Weg zu beschreiten, um das Projekt einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen und gleichzeitig zu gewährleisten, dass die KünstlerInnen und ihre Werke weiterhin im Fokus des Projekts stehen. Mit der Unterstützung von Base Design Brussels wird Me, Family daher im September dieses Jahres online gehen. Die Einrichtung dieser Plattform ist ein neues Kapitel in der Ausstellungsarbeit des Mudam und zeugt vom Wunsch der Verantwortlichen, den Fernzugang zum Museum auch in Zukunft weiter auszubauen.

Hierzu erklärt Suzanne Cotter, Direktorin des Mudam: „In dieser Zeit großer Unsicherheit sind die Themen, die in den Werken der KünstlerInnen in Me, Family zur Aussprache kommen, so relevant wie noch nie. Aus diesem Grund sind wir bestrebt, zusammen wir den Kuratoren Francesco Bonami und Emanuela Mazzonis eine zeitgemäße Plattform zur Verfügung zu stellen, die ihren Ideen treu bleibt und zeitlich sowie räumlich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich ist.“

65 Jahre nach ihrer Eröffnung im Museum of Modern Art in New York bildet The Family of Man den Ausgangspunkt für eine vielseitige Ausstellung mit neuen Skulpturen, Installationen, Videos, Fotografien und Performances von zeitgenössischen KünstlerInnen. Die von Edward Steichen (*1879 in Bivange, Luxemburg; †1973 in West Redding, Connecticut) kuratierte Fotoausstellung tourte von 1955 bis 1962 durch über 150 Museen weltweit und ist seit 1994 dauerhaft im Schloss Clervaux in Luxemburg zu sehen. Ganz im Sinne von Steichens radikalem Konzept präsentiert Me, Family Arbeiten von zeitgenössischen KünstlerInnen, die medien- und genreübergreifend untersuchen, wie die Menschheit mit ihren vielfältigen, koexistenten Geschichten umgeht und mit welchen Problemen sie heute konfrontiert ist. Die Ausstellung zeigt eine Realität, die zugleich schön, dramatisch und berauschend ist und bietet eine Reise durch vielfältige Welten: zeitgenössische Kunst, soziale Netzwerke, Mode, Informationstechnologien, Werbung, Sound, Musik und Performancekunst.

Zu sehen sind Werke von 36 KünstlerInnen aus 16 Ländern, darunter eine Auswahl von Werken aus der Sammlung des Mudam. Hierzu gehört die zum Anlass der 48. Biennale von Venedig erschaffene monumentale Installation World Airport (1999) von Thomas Hirschhorn (*1975, Bern), eine zeitgenössische Metapher für die vernetzte und globalisierte Welt.

Biografie des Kurators
Francesco Bonami (*1955, Florenz) hat zahlreiche bedeutende internationale Ausstellungen betreut, darunter die Whitney Biennale (2010), die 50. Biennale von Venedig (2003) und die Manifesta 3 (2000). Er hat zudem Ausstellungen für das Walker Art Center in Minneapolis, die Whitechapel Gallery in London, das Koreanische Nationalmuseum in Seoul, das Hara Museum in Tokio, das Museum of Contemporary Art in Chicago und den Palazzo Reale in Mailand kuratiert. Er hat zahlreiche Publikationen verfasst und herausgegeben, darunter Monographien über Yan Pei-Ming, Jeff Koons, Maurizio Cattelan, Damien Hirst und Glenn Brown. Er ist Ehrendirektor der Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in Turin und künstlerischer Leiter von JNBY Art Matters in Huangzhou. Er lebt und arbeitet in New York und Mailand.

Kurator: Francesco Bonami
Assistiert von Emanuela Mazzonis

Ausstellungskoordination: Clément Minighetti
Assistiert von Sarah Beaumont, Anaëlle Lec’hvien, Nelly Taravel

Medienpartner: RTL Luxembourg, Luxembourg Times, Beaux Arts Magazine, Mousse Magazine

Me, Family bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Me, Family

Ausstellung

Thomas Hirschhorn. Flugplatz Welt/World Airport

Präsentation der Sammlung

Thomas Hirschhorn (1957, Bern) fabriziert mit seinen riesigen Collagen komplexe Zusammenstellungen der unterschiedlichsten Dinge, die den Ort ihrer Ausstellung ganz einnehmen und ihn mit Spannung erfüllen. Flugplatz Welt/World Airport war 1999 für die Biennale in Venedig geschaffen worden und ist nun Teil der Mudam Sammlung. Für einen großen Raum stellte der Künstler eine Unmenge von Dingen her, die zu einem Flugplatz gehören und zu denen sich noch weitere, ganz unterschiedliche Elemente gesellen. Diese wurden, wie es für sein Werk typisch ist, aus billigen Materialien hergestellt. Die Verwendung alltäglichen Materials im Gegensatz zu noblem ist Teil der Strategie Hirschhorns, den Betrachter nicht einzuschüchtern und es ihm zu ermöglichen, sich seinen Arbeiten auf Augenhöhe zu nähern. Nicht eine für ihn elitäre Vorstellung von ästhetischer Qualität ist sein Ziel, sondern eine „Energie“, die zum Dialog mit dem Werk einlädt.

Flugplatz Welt/World Airport ist eine Arbeit zum Thema der heute so sehr diskutierten Globalisierung und zu ihren scheinbar paradoxen Begleiterscheinungen. Einige Elemente indes geben (Denk-) Richtungen vor: die Altäre stehen für bestimmte Themen (Geist – Körper – Seele), Bücher laden zur Lektüre ein, während die silbernen Löffel eine ironische Anspielung auf die mit oder ohne silbernem Löffel im Mund Geborenen sind, die in der globalisierten Welt aufseiten der Gewinner oder der Verlierer stehen. Dennoch ist Flugplatz Welt/World Airport kein ausdrücklich politisches Werk, das Stellung bezieht. Eine eindeutige, klare Lektüre bleibt dem Betrachter angesichts der Fülle verwehrt.

Thomas Hirschhorn. Flugplatz Welt/World Airport bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Thomas Hirschhorn. Flugplatz Welt/World Airport

Ausstellung

Jean-Marie Biwer

D’après nature

Mudam Luxembourg zeigt eine Ausstellung mit jüngeren und neuen Gemälden des Luxemburger Malers Jean-Marie Biwer (*1957, Düdelingen). Die monografische Werkschau mit Arbeiten aus den letzten 15 Jahren zeugt von Biwers persönlichem Umgang mit bildnerischen Themen wie Landschaft, Natur und Alltag. Die erste umfassende Ausstellung des Malers in einem Luxemburger Museum krönt ein mittlerweile 40-jähriges Schaffen.

In den vergangenen vier Jahrzehnten entwickelte Biwer eine malerische Praxis, in der sich sein eigener aufmerksamer auf die Welt vermittelt. Seine Aufmerksamkeit gilt dabei nicht nur seinem unmittelbaren Umfeld, sondern auch der heutigen Gesellschaft im weiteren Sinne. Biwer setzt sich in seinen Arbeiten mit der Geschichte der Malerei und ihren etablierten Genres – Landschaft, Stillleben, Interieur, Porträt – auseinander und fragt nach der Rolle, die sie heute, in einer von Bildern und Informationen gesättigten Welt, noch spielen kann.

D’après nature versammelt einige der wichtigsten Werke des Künstlers seit 2005. Die Ausstellung beleuchtet Schlüsselthemen und wiederkehrende Sujets wie Natur- und Stadtlandschaften – Bäume, Himmel, Wolken, die Jahreszeiten – sowie das unmittelbare Arbeitsumfeld, in erster Hinsicht das Atelier. Gemälde wie Arbre (2007–2008) und Before the Flood (2016–2018) laden den Betrachter ein, den Blick zu verlangsamen und die schier unendlichen Variationen von Licht und Atmosphäre zu beachten, die das Bild beleben. Andere Werke, wie das großformatige, dreiteilige Gemälde Ciel no 3 (2010) aus der Sammlung des Luxemburger Nationalmuseums für Geschichte und Kunst (MNHA) oder das 9-teilige Ensemble Last Waltz (2017) unterstreichen Biwers Stil eines sparsamen Umgangs mit den Mitteln, mit dem er sich mitunter einer Form von Abstraktion nähert.

Im Zentrum der Ausstellung steht die 2004 begonnene Werkreihe Wooden Sketchbook, eine Gruppe von über 150 kleinen Gemälden auf Holz, die der Künstler selbst als ein „Labor der Malerei“ bezeichnet. Die Präsentation der für diese Reihe angefertigten Skizzenbücher, Zeichnungen und Studien gewährt weiterführende Einblicke in den Forschungs- und Arbeitsprozess. Außerdem zu sehen sind öffentliche Auftragsarbeiten wie die großformatige Gemäldereihe für die Stadt Düdelingen (Dudelange, 2006) und Landscape (2015) für die Stadt Troisvierges.

Biografie
Das Werk von Jean-Marie Biwer (*1957, Düdelingen) wurde in zahlreichen Einzelausstellungen präsentiert, unter anderem im CAW, Walferdingen (2017), im Mudam Luxembourg (2015), im IKOB – Museum für zeitgenössische Kunst, Eupen (2011), in der Galerie Nosbaum Reding, Luxemburg (2007 und 2009), und in der Galerie Clairefontaine, Luxemburg (2003). 1993 vertrat er Luxemburg bei der 45. Biennale von Venedig. Seine Werke befinden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, wie dem Nationalmuseum für Geschichte und Kunst (MNHA), dem IKOB – Museum für zeitgenössische Kunst und dem Mudam Luxembourg. Seiner Arbeit sind mehrere monografische Publikationen gewidmet, darunter Journal de Paris (2009), ein Band mit drei Reise- und Arbeitsskizzenbüchern, und das Tagebuch L’Anarchiste bigot (1992). Er lebt und arbeitet in Basbellain, Luxemburg.

Kurator:
Christophe Gallois
Assistiert von Nelly Taravel

Jean-Marie Biwer bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Jean-Marie Biwer

Ausstellung

Mudam Sammlung

Die bedeutendste Sammlung für Gegenwartskunst in Luxemburg

Inhaltlich wie konzeptuell konsequent international, umfasst sie beinahe 700 Werke aller Medien von Künstlern aus Luxemburg und der ganzen Welt.

Dabei besteht ein kleiner Teil der Sammlung aus Mode- und Designobjekten. Über 54 Werke in der Sammlung waren Auftragsarbeiten für das Mudam und entstanden unter Berücksichtigung seiner spezifischen architektonischen Gegebenheiten. Eckdaten für den Sammlungsaufbau waren die ersten Erwerbungen in den 1990er-Jahren, die Gründung des Museums 1998 und seine Eröffnung 2006. Wenngleich die 1960er-Jahre als historischer Bezugspunkt für die Gegenwartskunst gelten, datiert die Mehrzahl der Werke in der Sammlung aus den Jahren 1989 bis heute. Eine Ausnahme bildet das Möbelensemble für das Paimio-Sanatorium, welches zwischen 1931 und 1933 von dem Architekten Alvar Aalto entworfen und 2002 durch das Mudam erworben wurde.

Dabei besteht ein kleiner Teil der Sammlung aus Mode- und Designobjekten. Über 54 Werke in der Sammlung waren Auftragsarbeiten für das Mudam und entstanden unter Berücksichtigung seiner spezifischen architektonischen Gegebenheiten. Eckdaten für den Sammlungsaufbau waren die ersten Erwerbungen in den 1990er-Jahren, die Gründung des Museums 1998 und seine Eröffnung 2006. Wenngleich die 1960er-Jahre als historischer Bezugspunkt für die Gegenwartskunst gelten, datiert die Mehrzahl der Werke in der Sammlung aus den Jahren 1989 bis heute. Eine Ausnahme bildet das Möbelensemble für das Paimio-Sanatorium, welches zwischen 1931 und 1933 von dem Architekten Alvar Aalto entworfen und 2002 durch das Mudam erworben wurde.

Nancy Spector (Artistic director – Chief Curator des Solomon R. Guggenheim Foundation in New York), Daniel Birnbaum (Direktor des Acute Art in London) und Adam Szymczyk (künstlerischer Leiter der Documenta 14) sind Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Mudam Sammlung bis 2020, zusätzlich zu Paul die Felice, der dort den Verwaltungsrat vertritt. Das Komitee wird geleitet von Suzanne Cotter, der Direktorin des Mudam.

Werke der Sammlung die aktuell im Mudam ausgestellt sind

Stephan Balkenhol, Portaits de SS.AA.RR. Le Grand-Duc Jean et La Grande-Duchesse Joséphine-Charlotte
Ronan & Erwan Bouroullec, Mudam Café
Thomas Hirschhorn. Flugplatz Welt/World Airport
Suki Seokyeong Kang
Michel Paysant, Nano-portraits de SS.AA.RR. le Grand-Duc Henri et la Grande-Duchesse Maria Teresa
Recent Donations and Long-Term Loans
Martin Szekely, Lobby
Bert Theis, Drifters
Su-Mei Tse, Many Spoken Words
Worlds in Motion
Werke der Sammlung die aktuell im Park Dräi Eechelen ausgestellt sind

Maria Anwander, The Present
Nairy Baghramian, Beliebte Stellen/Privileged Points
Andrea Blum, gardens + fountains + summer café
Fernando Sánchez Castillo, Bird Feeder
David Dubois, Chênavélos & Bancs-terre
Ian Hamilton Finlay, HUIUS SECULI CONSTANTIA ATQUE ORDO INCONSTANTIA POST ERITATIS A ST.J

Mudam Sammlung bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Mudam Sammlung

Online-Shop

Mudamstore

Besuchen Sie den Online-Store!

Mudamstore bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Mudamstore

Mudam Luxembourg

Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean

Mudam, das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg, setzt sich für eine Vielfalt künstlerischer Disziplinen ein. Seine Sammlung und sein Ausstellungsprogramm stehen für die Tendenzen des zeitgenössischen Kunstschaffens und halten die Besucher ständig über neue künstlerische Arbeitsweisen auf dem Laufenden, auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Das Gebäude, ein Werk des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei, steht in einem perfekten Dialog mit seinem natürlichen und historischen Umfeld. Erbaut unmittelbar hinter den Überresten des Fort Thüngen, dessen alte Wallmauern seinen Grundriss bestimmten, liegt es, nur wenige Schritte vom Europaviertel auf dem Kirchberg entfernt, im Park Dräi Eechelen, der vom Landschaftsarchitekten Michel Desvigne entworfen wurde und vom dem man eine herrliche Sicht auf die Altstadt hat.

Einfache Volumina und großzügig geschnittene Räume ebenso wie die Verbindung von Stein und Glas zeugen von der meisterhaften Beherrschung der architektonischen Mittel durch den berühmten Architekten. Das raffinierte Spiel zwischen Innen und Außen, bei dem eine Vielzahl von Ausblicken auf den umliegenden Park wie auch auf die Weite des Himmels durch die kühnen Glasdecken ermöglicht wird, wird unterstrichen durch die Verwendung von Magny Doré, einem honigfarbenen Kalkstein, der zu jeder Tages- und zu jeder Jahreszeit das Licht in subtilen farblichen Nuancen wiedergibt. Das Museum verfügt auf drei Etagen über 4500 m2 Ausstellungsfläche. Baubeginn war im Januar 1999, die Einweihung fand am 1. Juli 2006 statt.

Das kulturelle Projekt des Mudam beruht auf der Vorstellung von der Kunst als eine poetische Distanz zur Welt. Seine Hauptlinien lesen sich in den Worten Freiheit, Innovation, kritische Geisteshaltung, und all das nicht ohne Humor. In seinen Veranstaltungen wird nicht nur allen möglichen Ausdrucksformen Raum gegeben sondern es werden gleichzeitig auch unsere Gewohnheiten und überkommenen Vorstellungsweisen infrage gestellt. So werden Formen zeitgenössischen Denkens erforscht wie auch die ästhetische Sprache unserer sich entfaltenden Epoche vorgestellt.

Die Mudam Sammlung ist als Zeuge des zeitgenössischen Kunstschaffens in all seinen technischen und ästhetischen Formen offen gegenüber allen künstlerischen Disziplinen: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, aber auch Design, Mode und die verschiedensten Formen der Graphik und der Neuen Medien präsentieren sich dem Blick der Besucher. Dabei erlaubt sich die entschieden in der Gegenwart verankerte Sammlung eine poetisch-künstlerische Bandbreite, die bei den großen Namen von Bernd und Hilla Becher bis zu Daniel Buren reicht, von Blinky Palermo bis hin zu Cy Twombly. Die Möblierung im Innern wie im Außenbereich wurde Künstlern und Designern wie Erwan und Ronan Bouroullec, Martin Szekely, Konstantin Grcic, Bert Theis, Andrea Blum oder David Dubois anvertraut. Die Sammlung entwickelt sich im Hinblick auf das internationale Kunstschaffen und bewahrt dabei eine besondere Aufmerksamkeit auch gegenüber den bedeutendsten Resultaten der regionalen Kunstszene.

Dieses Abenteuer erlebt Mudam gemeinsam mit seinen Besuchern. Die Besucher sind eingeladen, sich im Museum selbst neu zu erleben, Vorurteile hinter sich zu lassen und der Kunst mit einem neuen und befreiten Blick zu begegnen. Zahlreich sind die Möglichkeiten der verschiedensten Besichtigungen, von der detailliert geführten bis zur selbstständig freien hat der Besucher die Wahl. Als Ort für ästhetische Entdeckungen, für Reflexion und Betrachtung, ist das Mudam auch ein Ort der Geselligkeit in anregendem Rahmen (im Mudam Café) wie auch ein Ort für den anregenden Einkauf (im der Mudam Boutique).
Öffnungszeiten
Mittwoch - Freitag 11-20 Uhr
Samstag - Montag 11-18 Uhr
Feiertage 11-18 Uhr
Dienstags geschlossen sowie am 25.12.

Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei

Mudam Luxembourg bewerten:

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Bewertungen & Erfahrungsberichte Mudam Luxembourg

Ausstellungen / Museum Staatlische Museen zu Berlin Berlin, Genthiner Straße 38
Ausstellungen / Museum Staatl. Kunstsammlungen Dresden Dresden, Taschenberg 2
Ausstellungen / Museum Deichtorhallen Hamburg Hamburg, Deichtorstr. 1-2
Ausstellungen / Museum Haus der Kunst München München, Prinzregentenstr. 1
Ausstellungen / Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Köln Köln, Cäcilienstraße 29-33
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Burg Wartburg Eisenach Eisenach, Auf der Wartburg 2
Ausstellungen / Museum GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Museum Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) Halle, Friedemann-Bach-Platz 5
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ausstellungen / Ausstellung OK im OÖ Kulturquartier LINZ Linz, OK-Platz 1
Ausstellungen / Messe Discovery Art Fair Virtual Köln, Gladbacher Wall 5
Ausstellungen / Messe Art Cologne 19. bis 22.11.2020
Ausstellungen / Galerie BORIS LURIE Virtual Gallery
Ausstellungen / Ausstellung Museum der Völker Schwaz

Sie haben noch keinen Login? Dann registrieren Sie sich gleich hier!

Bitte schauen Sie in Ihrem E-Mail-Postfach nach der Registrierungsmail und klicken Sie auf den darin enthaltenen Link.