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Mudam Luxembourg

Mudam, das Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg, setzt sich für eine Vielfalt künstlerischer Disziplinen ein. Seine Sammlung und sein Ausstellungsprogramm stehen für die Tendenzen des zeitgenössischen Kunstschaffens und halten die Besucher ständig über neue künstlerische Arbeitsweisen auf dem Laufenden, auf nationaler wie auf internationaler Ebene.

Das Gebäude, ein Werk des chinesisch-amerikanischen Architekten Ieoh Ming Pei, steht in einem perfekten Dialog mit seinem natürlichen und historischen Umfeld. Erbaut unmittelbar hinter den Überresten des Fort Thüngen, dessen alte Wallmauern seinen Grundriss bestimmten, liegt es, nur wenige Schritte vom Europaviertel auf dem Kirchberg entfernt, im Park Dräi Eechelen, der vom Landschaftsarchitekten Michel Desvigne entworfen wurde und vom dem man eine herrliche Sicht auf die Altstadt hat.

Einfache Volumina und großzügig geschnittene Räume ebenso wie die Verbindung von Stein und Glas zeugen von der meisterhaften Beherrschung der architektonischen Mittel durch den berühmten Architekten. Das raffinierte Spiel zwischen Innen und Außen, bei dem eine Vielzahl von Ausblicken auf den umliegenden Park wie auch auf die Weite des Himmels durch die kühnen Glasdecken ermöglicht wird, wird unterstrichen durch die Verwendung von Magny Doré, einem honigfarbenen Kalkstein, der zu jeder Tages- und zu jeder Jahreszeit das Licht in subtilen farblichen Nuancen wiedergibt. Das Museum verfügt auf drei Etagen über 4500 m2 Ausstellungsfläche. Baubeginn war im Januar 1999, die Einweihung fand am 1. Juli 2006 statt.

Das kulturelle Projekt des Mudam beruht auf der Vorstellung von der Kunst als eine poetische Distanz zur Welt. Seine Hauptlinien lesen sich in den Worten Freiheit, Innovation, kritische Geisteshaltung, und all das nicht ohne Humor. In seinen Veranstaltungen wird nicht nur allen möglichen Ausdrucksformen Raum gegeben sondern es werden gleichzeitig auch unsere Gewohnheiten und überkommenen Vorstellungsweisen infrage gestellt. So werden Formen zeitgenössischen Denkens erforscht wie auch die ästhetische Sprache unserer sich entfaltenden Epoche vorgestellt.

Die Mudam Sammlung ist als Zeuge des zeitgenössischen Kunstschaffens in all seinen technischen und ästhetischen Formen offen gegenüber allen künstlerischen Disziplinen: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Fotografie, aber auch Design, Mode und die verschiedensten Formen der Graphik und der Neuen Medien präsentieren sich dem Blick der Besucher. Dabei erlaubt sich die entschieden in der Gegenwart verankerte Sammlung eine poetisch-künstlerische Bandbreite, die bei den großen Namen von Bernd und Hilla Becher bis zu Daniel Buren reicht, von Blinky Palermo bis hin zu Cy Twombly. Die Möblierung im Innern wie im Außenbereich wurde Künstlern und Designern wie Erwan und Ronan Bouroullec, Martin Szekely, Konstantin Grcic, Bert Theis, Andrea Blum oder David Dubois anvertraut. Die Sammlung entwickelt sich im Hinblick auf das internationale Kunstschaffen und bewahrt dabei eine besondere Aufmerksamkeit auch gegenüber den bedeutendsten Resultaten der regionalen Kunstszene.

Dieses Abenteuer erlebt Mudam gemeinsam mit seinen Besuchern. Die Besucher sind eingeladen, sich im Museum selbst neu zu erleben, Vorurteile hinter sich zu lassen und der Kunst mit einem neuen und befreiten Blick zu begegnen. Zahlreich sind die Möglichkeiten der verschiedensten Besichtigungen, von der detailliert geführten bis zur selbstständig freien hat der Besucher die Wahl. Als Ort für ästhetische Entdeckungen, für Reflexion und Betrachtung, ist das Mudam auch ein Ort der Geselligkeit in anregendem Rahmen (im Mudam Café) wie auch ein Ort für den anregenden Einkauf (im der Mudam Boutique).

Kontakt

Mudam Luxembourg
Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean
3, Park Dräi Eechelen
L-1499 Luxembourg

Telefon: +352 45 37 85-960
E-Mail: info@mudam.lu

 

Öffnungszeiten
Mittwoch - Freitag 11-20 Uhr
Samstag - Montag 11-18 Uhr
Feiertage 11-18 Uhr
Dienstags geschlossen sowie am 25.12.

Photos: © Pierre-Olivier Deschamps / Agence Vu, Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean, Architect: I.M. Pei

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Ausstellung

VIVIAN SUTER . NISYROS

NEUERWERBUNG – MUDAM SAMMLUNG

Ab Mai wird im Pavillon des Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean mit Nisyros eines der bedeutendsten Werke von Vivian Suter (*1949) zu sehen sein, das anlässlich der Dokumenta 14 in Athen präsentiert und kürzlich vom Mudam erworben wurde. Vivian Suter wurde in Buenos Aires geboren, nachdem ihre Eltern kurz nach dem Zweiten Weltkrieg aus Europa nach Argentinien ausgewandert waren. Nach ihrem Kunststudium im schweizerischen Basel entschloss Suter sich bei einer Lateinamerika-Reise, sich in Panjachel am Ufer des Lago de Atitlán in Guatemala niederzulassen. Dort lebt sie bis heute gemeinsam mit ihrer Mutter Elisabeth Wild, die ebenfalls Malerin ist, in einem Atelier-Haus, das sich ganz der umgebenden üppigen tropischen Vegetation öffnet. Diese Nähe zur Natur ist von großer Bedeutung für Suter und prägt ihre malerischen Arbeiten wesentlich, was in besonderem Maße auch in dem Werk Nisyros sichtbar wird.

Die Serie Nisyros entstand während eines Aufenthaltes der Künstlerin auf der gleichnamigen griechischen Vulkaninsel in der Ägäis. Sie besteht aus 19 Gemälden, die sich durchweg durch ihre leuchtenden Farben und ihren lebendigen Stil auszeichnen, in denen sich die Umstände ihrer Entstehung widerspiegeln. Gemalt im Freien an unterschiedlichen Orten der Insel – im Krater des Vulkans, an den Klippen oder auf dem Dach ihres Hauses mit Blick aufs Meer –, atmen die Bilder das helle Licht und die strahlenden Farben der Insel und tragen noch die Spuren der klimatischen Bedingungen. Dort ausgebreitet, wo sie gemalt wurden, verschmelzen sie perfekt mit der Landschaft. Im Museum ergibt sich ihre Hängung aus den Gegebenheiten vor Ort; da sie nicht auf Rahmen gespannt sind, können sie ungehindert in einen intensiven Dialog mit dem umgebenden Raum treten.

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Ausstellung

ETEL ADNAN ET LES MODERNES

Als Dichterin, Schriftstellerin und Künstlerin lässt die Libanesin Etel Adnan mit ihrem seit den 1960er-Jahren entstandenen Werk alle künstlerischen Konventionen hinter sich. In ihrer Arbeit führt sie Bild und Wort zusammen, um Fragen rund um Sprache, Übersetzung, Erinnerung, Geschichte, Landschaft, Abstraktion und auch Farbe zu verhandeln. Außerdem sind ihre Werke ein kultureller Brückenschlag zwischen Orient und Okzident. Die Ausstellung von Etel Adnan im Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean versammelt eine große Auswahl ihrer Gemälde, Zeichnungen, Wandteppiche und Leporellos, die in Zusammenschau mit Werken von Paul Klee und anderen modernen Künstlern des 20. Jahrhunderts, die ihre Arbeit inspirieren, präsentiert werden.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Paul Klee in Bern unter der kuratorischen Leitung von Sébastien Delot, dem Direktor des LaM von Villeneuve d’Ascq in Frankreich, entwickelt und bietet einen umfangreichen Überblick über das visuelle Werk von Etel Adnan von ihren Anfängen in den 1960er-Jahren bis heute. Im Fokus der Ausstellung steht die Beziehung der Künstlerin zum Werk diverser moderner Künstler, allen voran Paul Klee. „Ich glaube, Klee war der erste Künstler, in den ich mich verliebt habe. Ich war besessen von ihm. Unter Besessenheit verstehe ich, dass seine Bilder mich in einem Zustand der Ekstase versetzten. Sie ließen mich nicht mehr los. In Kairouan [in Tunesien] schrieb er: ‚Die Farben und ich sind eins’. Und ich habe begriffen, dass er da von einer Offenbarung spricht”, schreibt Adnan.

Neben bedeutenden Werken von Paul Klee sind bei der Ausstellung im Mudam außerdem eine Reihe von Werken anderer Künstler zu sehen, die den Werdegang von Etel Adnan geprägt haben, darunter Nicolas de Staël, Georges Mathieu und der ägyptische Architekt und Designer Ramses Wissa Wassef. Der Künstlerfilm Ismyrne (2016) des libanesischen Künstlerduos Joana Hadjithomas & Khalil Joreige eröffnet eine zeitgenössische Sicht auf das Leben und die Werke von Etel Adnan. So gewährt die Ausstellung einen einzigartigen Blick auf das vielgestaltige Werk der libanesischen Künstlerin, auf die Einflüsse, die ihre Arbeit prägten, sowie auf die Wirkung, die ihr Werk wiederum auf die junge Künstlergeneration hat.

Die Organisation der Ausstellung Etel Adnan et les modernes im Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean erfolgt in Kooperation mit dem Zentrum Paul Klee in Bern.

Im Juni 2018 wurde zum Anlass der Ausstellung von Etel Adnan im Zentrum Paul Klee, Bern ein Katalog von den Partnerinstitutionen herausgegeben.

Kuratoren: Sébastien Delot, assistiert von Sarah Beaumont und Grégoire Prangé

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Ausstellung

LA COLLECTION MUDAM ET LA COLLECTION PINAULT EN DIALOGUE

Mudam Luxembourg - Das Museum für moderne Kunst im Grand Duc Jean und die Sammlung Pinault freuen sich, ihre Zusammenarbeit bekannt zu geben, deren Ziel es ist, der Öffentlichkeit einen Einblick in ihre Sammlungen zeitgenössischer Kunst zu bieten. Die erste Präsentation findet vom 20. April bis 25. August 2019 im Skulpturengarten von Mudam statt, mit einer Gruppe emblematischer Werke des dänischen Künstlers Danh Võ, von denen viele bedeutende Werke in der Pinault-Sammlung enthalten sind.

Suzanne Cotter, Direktorin vom Mudam, begrüßte das Projekt: "Das Mudam freut sich über diese neue Zusammenarbeit mit der Pinault Collection, die unbestritten eine der wichtigsten Sammlungen zeitgenössischer Kunst in Europa ist. Durch dieses dynamische und intellektuell großzügige Gespräch möchte Mudam seinem vielfältigen Publikum einen breiteren Kontext bieten, um die Werke der wichtigsten Künstler unserer Zeit zu würdigen und eine ehrgeizige Vorstellung davon zu vermitteln, was eine Sammlung zeitgenössischer Kunst sein könnte . "

Dieses Gespräch zwischen den beiden Sammlungen wurde in enger Abstimmung mit Danh Võ und Caroline Bourgeois, Kuratorin der Pinault Collection, konzipiert. Der Vorstandsvorsitzende der Pinault Collection, Jean-Jacques Aillagon, sagte außerdem: "Ich freue mich sehr, dass die Pinault Collection und die Mudam, eine Institution, die ich sehr schätze, eine Zusammenarbeit eingehen, die ich lange hoffe fruchtbar. Dies sind übrigens sehr alte Erinnerungen, die mich an das Großherzogtum Luxemburg binden, ein Grund mehr, mir zu dieser Initiative zu gratulieren, zu der Herr François Pinault persönlich seine Unterstützung leisten wollte. "

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Ausstellung

LATOYA RUBY FRAZIER

Anlässlich des Europäischen Monats der Fotografie (Mai 2019) widmet das Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean LaToya Ruby Frazier, die als eine der bedeutendsten Fotografinnen ihrer Generation gilt, eine monografische Ausstellung. Seit Beginn der 2000er-Jahre widmet sich die amerikanische Künstlerin einer gleichermaßen persönlichen wie engagierten dokumentarischen Fotografie, die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Realitäten der USA ist.

Bekannt wurde LaToya Ruby Frazier mit ihrer ambitionierten Fotoserie The Notion of Family rund um drei Frauengenerationen – ihre Großmutter, ihre Mutter und sie selbst –, die zwischen 2001 und 2014 entstand und den Niedergang ihrer Heimatstadt Braddock dokumentiert, die einst Hochburg der Stahlindustrie vor den Toren von Pittsburgh, Pennsylvania, war und inzwischen weitgehend verlassen ist. Entlang von persönlichen Erfahrungen zeichnet sie eine kollektive Geschichte nach und wirft universelle Probleme auf. „Braddock”, so die Künstlerin, „ist überall.”

Die Ausstellung von LaToya Ruby Frazier im Mudam Luxembourg versammelt drei fotografische Ensembles. Neben The Notion of Family sind zwei jüngere Serien zu sehen, in denen sich die Beschäftigung der Fotografin mit der Arbeiterklasse fortsetzt und die eine Brücke zwischen ihrem eigenen Leben und gesellschaftlichen und politischen Problemen schlagen. Die erste Serie mit dem Titel On the Making of Steel Genesis: Sandra Gould Ford (2017) ist das Ergebnis ihrer engen Zusammenarbeit mit der Fotografin und Schriftstellerin Sandra Gould Ford, die in der Stahlindustrie von Pittsburgh arbeitete und die zahlreichen Lebensstile, die in den Fabriken zusammentrafen sowie die Schließung der Industrieanlagen dokumentierte. Et des terrils un arbre s’élèvera, so der Titel der zweiten Serie, ist aus einem ambitionierten Projekt in der Borinage unweit von Mons in Belgien in Zusammenarbeit mit ehemaligen Bergarbeitern und ihren Familien entstanden.

Die Ausstellung LaToya Ruby Frazier im Mudam Luxembourg – Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean ist eine Veranstaltung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie in Luxemburg.

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Ausstellung

ARCIPELAGO BERT THEIS

Zentraler Beweggrund für Bert Theis und sein gleichsam poetisches wie engagiertes, konzeptuelles und sinnliches, persönliches und kollektives Werk war die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Bedeutung Kunst in der Gesellschaft haben kann. Dies führte zur Gründung von „Plattformen“ und „Pavillons“ in verschiedenen europäischen und asiatischen Städten, die Besuchern, Passanten und Bewohnern offenstehen, um sich auszuruhen, nachzudenken, sich auszutauschen oder gemeinsam aktiv zu werden, von Orten, an denen die Konturen einer „konkreten Utopie“ Form annehmen konnten.

Anlässlich der Retrospektive, die das Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean vom 30. März bis 25. August Bert Theis’ Werk widmet, schließt sich das Museum mit verschiedenen Kulturinstitutionen zusammen, um aus einem Ensemble von – bestehenden oder neuen – Werken ein „Archipel Bert Theis“ entstehen zu lassen, das sich über ganz Luxemburg und gar über seine Grenzen hinaus erstreckt. Die verschiedenen Beiträge lassen in ihrer Vielseitigkeit die zahlreichen Facetten der Arbeit von Bert Theis aufscheinen und zeugen von der Bedeutung seines Erbes.

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Ausstellung

BERT THEIS

Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean widmet das gesamte Erdgeschoss der ersten Retrospektive des luxemburgischen Künstlers Bert Theis (1952–2016), bei der über 100 Werke zu sehen sein werden. Dabei handelt es sich um Modelle, vorbereitende Skizzen, Fotografien und Videos, die Theis’ Projekte im öffentlichen Raum dokumentieren, aber auch Werke, die weniger bekannte Aspekte seines Schaffens zeigen, wie etwa seine Collagen und seine konzeptuellen Arbeiten, in denen er sich kritisch mit Kunstgeschichte, Malerei und dem Status des Bildes auseinandersetzt, sowie auch eine Auswahl seiner Text works.

Vom Beginn seiner Laufbahn im Jahr 1990 bis zu seinem Tode im Jahr 2016 beschäftigte sich Bert Theis mit dem Verhältnis zwischen Kunst und öffentlichem Raum. Seine Werke, die er bewusst als „philosophisch” bezeichnete, lassen viel Raum zur Teilhabe und sind angesichts des rasenden Rhythmus unseres Alltagslebens Einladung zum Innehalten, zur Reflexion und zum Austausch. Ganz wie die temporären „Plattformen” und „Pavillons”, die Theis in verschiedenen europäischen und asiatischen Städten errichtete, sind seine Arbeiten spezifische Antworten auf gesellschaftliche, urbane, geografische oder künstlerische Fragestellungen, die sich aus dem Kontext ihrer Präsentation ergeben. Seine Auseinandersetzung mit dem Begriff „site-specific” mündete in die „fight-specific art”, die mit der Gründung des Isola Art Center in seiner Wahlheimat Mailand, einer kollektiven Plattform zum Austausch zwischen Künstlern, Historikern, Philosophen, Aktivisten und Bürgern über die Frage der Transformation des urbanen Raumes, Gestalt annahm.

Anlässlich der Ausstellung wird es rund um die Schau verschiedene Projekte und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit diversen Kulturinstitutionen geben, um in Luxemburg einen „Bert-Theis- Augenblick” zu schaffen. So wird zum Beispiel im LUCA – Luxembourg Center for Architecture die Installation out – Office for Urban Transformation präsentiert, die Veranstaltungsort für eine Vortrags- und Workshop-Reihe sein wird.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Monografie mit mehreren unveröffentlichten Essays und vielen Abbildungen.

Bert Theis (1952–2016) lebte in Luxembourg und Mailand. Seine Werke waren bei den bedeutendsten Schauen für Gegenwartskunst weltweit zu sehen, darunter die 46. Biennale von Venedig (1995), Skulptur Projekte Münster (1997), die 4. Biennale von Gwangju (2002) und die 10. Biennale von Istanbul. Im Rahmen von Auftragsarbeiten oder Wettbewerben schuf er außerdem mehrere dauerhafte Installationen für den öffentlichen Raum, so etwa die Spirale Warburg in Straßburg (2002), den European Pentagon in Brüssel (2005), Le troisième système im Park von Chamarande (2006) und 2551913 im Parc de la Butte du Chapeau-Rouge in Paris (2013). Weiterhin war seine Arbeit Gegenstand persönlicher Ausstellungen unter anderem im PAV – Padiglione d’Arte Vivente in Turin (2015), im Centro Pecci in Prato (2009), in der Federico Bianchi Contemporary Art Gallery in Lecco (2008) und im Mamco in Genf (2007). Er war einer der Gründer und wichtigsten Organisatoren des Projekts Isola Art Center, einer internationalen Plattform für Gegenwartskunst mitten im Stadtviertel Isola in Mailand.

Kuratoren: Enrico Lunghi, in Zusammenarbeit mit Christophe Gallois, assistiert von Marion Vergin

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Ausstellung

NAIRY BAGHRAMIAN

PRIVILEGED POINTS

Wie der Titel Privileged Points bereits andeutet, ist der Standort der Werke stets das Ergebnis einer gezielten Entscheidung: „Sie markieren“, so die Künstlerin, „Orte, die für die Präsentation von Kunst ‚ideal‘ sind – ob in einem Museum, an der Wand oder direkt auf dem Boden.“ Orte, die buchstäblich sinnvolle Perspektiven eröffnen. 2017 war die Serie Privileged Points bei der Kunstschau Skulptur Projekte Münster vertreten, wo die Art der Präsentation den provisorischen Charakter ihrer Installation im öffentlichen Raum deutlich machte.

Die verbogenen und verdrehten, von einer dicken Lackschicht überzogenen Metallstangen erinnern an Wucherungen, Prothesen, Adern, langgezogene Tropfen oder auch menschliche Körperteile und lassen sich gleichzeitig als Reflexion über Architektur, Kunsthandwerk, Funktionalität und Dekoration deuten. Die Künstlerin legt großen Wert auf die Umstände der Präsentation ihrer Werke und deren Bezug zum Raum, um auf diesem Wege Funktion und Geschichte des Ausstellungsortes zu hinterfragen. Häufig erscheinen die Werke in ihrer Konstellation ungeordnet oder enthalten zarte, fragile Strukturen, die, so glaubt man fast, jederzeit zusammenbrechen könnten und sich durch eine gewisse „Instabilität“ auszeichnen, um so dem Verhältnis der Künstlerin zur Bildhauerei und Kunstgeschichte Ausdruck zu verleihen.

Nairy Baghramian wurde 1971 in Isfahan im Iran geboren. Sie lebt und arbeitet in Berlin. Ihr Werk wurde bereits mit zahlreichen persönlichen Ausstellungen gewürdigt, unter anderem im Palacio de Cristal – Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid (2018), im Walker Art Center in Minneapolis (2017-2018), im SMK in Kopenhagen (2018), im Nasher Sculpture Center in Dallas (2018), im Museum der Moderne in Salzburg (2017), im S.M.A.K. Musée d’art contemporain in Gent (2016), im Museo Tamayo in Mexico (2015) und im Art Institute von Chicago (2014).

Kuratoren: Suzanne Cotter, assistiert von Vincent Crapon

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Ausstellung

SUBJECTS OF LIFE

FOTOGRAFIE IN DER MUDAM SAMMLUNG

Mit dieser Ausstellung präsentiert das Mudam Luxembourg – Musée d'Art Moderne Grand-Duc Jean weitere Arbeiten aus seiner stetig wachsenden fotografischen Sammlung, die die Bedeutung von Repräsentation und Einsatz von Bildern für die Konstruktion von realen und fiktionalen Narrativen deutlich machen.

Die Auswahl veranschaulicht charakteristische Praktiken in Werken von Bernd (1931-2007) und Hilla Becher (1934-2015), Sophie Calle (*1953), Izima Kaoru (*1954) und Nan Goldin (*1953), aber auch aktuelleren Arbeiten von Künstler wie Shirin Neshat (*1957), Thomas Demand (*1964) und Wolfgang Tillmans (*1968). Spontane und private oder auch kunstvoll arrangierte Porträtaufnahmen, Bezüge zum Archiv und konstruierte Narrationen von Orten und Menschen zeigen die ganze Vielfalt und Faszination des Mediums Fotografie und seiner Verwendung in der Kunst auf – von den konzeptuellen Strategien der 1960er-Jahre bis zum veränderlichen Status des Bildes und seiner Produktion in der Gegenwart.

Künstler: Bernd & Hilla Becher, Valérie Belin, Sophie Calle, Thomas Demand, Nan Goldin, Izima Kaoru, Shirin Neshat, Martin Parr, Pasha Rafiy, Wolfgang Tillmans, Kyoichi Tsuzuki

(Änderungen vorbehalten)

Kuratorinnen: Lisa Baldelli, Marie-Noëlle Farcy

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Bewertungen & Erfahrungsberichte SUBJECTS OF LIFE

Ausstellungen / Museum Staatlische Museen zu Berlin Berlin, Genthiner Straße 38
Ausstellungen / Museum Staatl. Kunstsammlungen Dresden Dresden, Taschenberg 2
Ausstellungen / Museum Deichtorhallen Hamburg Hamburg, Deichtorstr. 1-2
Ausstellungen / Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Köln Köln, Cäcilienstraße 29-33
Ausstellungen / Museum Folkwang Museum Essen Essen, Museumsplatz 1
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Museum Jüdisches Museum Berlin Berlin, Lindenstr. 9-14
Ausstellungen / Burg Wartburg Eisenach Eisenach, Auf der Wartburg 2
Ausstellungen / Museum GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Museum Stiftung Moritzburg Halle Halle, Friedemann-Bach-Platz 5
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ausstellungen / Kulturveranstaltung OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich Linz, OK-Platz 1

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