Die Geschichte des Opernhauses Zürich geht zurück auf das 1834 mit Mozarts «Zauberflöte» eröffnete «Actien-Theater». Es war das erste stehende Theater der Stadt und wurde von theaterbegeisterten Bürgern in Form einer Aktiengesellschaft gegründet. Die Aktiengesellschaft - heute Opernhaus Zürich AG - ist nach wie vor Trägerin der Institution.
Das alte «Actien-Theater» brannte 1890 ab und wurde durch einen von Fellner und Helmer entworfenen Neubau ersetzt. Auch das neue Theater, wurde fast vollständig privat finanziert. Es wurde 1891 mit Wagners «Lohengrin» unter dem Namen «Stadttheater» eingeweiht. Seit 1921 gehen Musiktheater und Schauspiel in Zürich getrennte Wege. Seit 1964 heisst das alte «Stadttheater» Opernhaus.
Das heute ca. 1100 Zuschauer fassende Theater wurde von 1982 bis 1984 umfassend saniert und bekam einen Erweiterungsbau am Uto-Quai, in dem auch die Studiobühne als zweite Spielstätte untergebracht ist.
Opera seria in zwei Akten
Libretto von Caterino Mazzolà nach Pietro Metastasio
Ein Putschversuch und der beste Freund ein Verschwörer – doch Tito will lieber auf sein Herrscheramt verzichten, als seine Macht auf Furcht und Schrecken zu gründen. «La clemenza di Tito» ist ein Werk, das die zeitlosen Fragen nach dem Umgang mit der Macht stellt, nach Schuld und Verzeihen. Wolfgang Amadeus Mozarts späte Opera seria enthält einige seiner schönsten Arien und Ensembles. Dirigent Marc Minkowski kehrt mit dieser Neuproduktion zurück ans Opernhaus Zürich, ebenso der italienische Regisseur Damiano Michieletto.
Musikalische Leitung: Marc Minkowski
Inszenierung: Damiano Michieletto
Bühnenbild: Paolo Fantin
Kostüme: Klaus Bruns
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Lichtgestaltung: Alessandro Carletti
Dramaturgie: Kathrin Brunner
In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Termine
So 26.4.2026, 18:00 | Premiere
Mi 29.4.2026, 19:00
So 3.5.2026, 20:00und weitere Termine
Fr 8.5.2026, 18:00
Fr 15.5.2026, 19:00
So 17.5.2026, 20:00
Mi 20.5.2026, 20:00
Mo 25.5.2026, 19:00
Oper in einem Akt mit einem neuen Vorspiel
Weitere Musik von Johann Strauss, Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Giuseppe Verdi
Giacomo Puccinis Einakter «Gianni Schicchi» endet nicht mit einem tragischen Operntod: Der Leichnam des reichen Buoso Donati ist bereits aufgebahrt, wenn sich der Vorhang hebt. Um ihn schart sich die laut klagende Verwandtschaft. Doch der Schein trügt: In Wirklichkeit ist in dieser schamlosen und habgierigen Erbengemeinschaft jeder auf seinen eigenen Vorteil aus… Die Regisseurin Lilli Fischer erweitert dieses quirlige Ensemblestück mit einer Vorgeschichte: Zu Musik von Puccini, Johann Strauss, Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Giuseppe Verdi inszeniert sie im ersten Teil des Abends eine rauschende Ballnacht rund um den verschwenderischen Buoso Donati und seine Familie. Der gewitzte Aussenseiter Gianni Schicchi beobachtet das Treiben dieser Familie genau. Als er gerufen wird, um deren Erbe gerecht zu verteilen, erweist er sich als der Schamloseste von allen. Ustina Dubitsky dirigiert das Internationale Opernstudio und das Musikkollegium Winterthur durch diesen zweiteiligen Abend, der vom Operettenwalzer bis zur beliebten Puccini-Arie «O mio babbino caro» reicht.
Légende dramatique in vier Teilen
Libretto vom Komponisten nach
Johann Wolfgang von Goethe
«La Damnation de Faust» gehört zu Hector Berlioz’ revolutionärsten Werken, ein Höllenfahrtsdrama zwischen Oper und Oratorium. «Ich versuchte weder, das Meisterwerk Goethes zu übersetzen, noch, es nachzuahmen, sondern liess es lediglich auf mich wirken, in dem Bestreben, seinen musikalischen Gehalt zu erfassen», bekannte der Komponist freimütig. Seine vielfarbige Musik ist imaginäres Theater, eine Reise in Fausts Inneres, dem auch der Teufel Méphistophélès selbst zu entsteigen scheint. Die konzertante Zürcher Aufführung ist prominent besetzt: als Faust ist Saimir Pirgu zu hören, Elīna Garanča singt Marguerite.
Méphistophélès: Stanislav Vorobyov
Marguerite: Elīna Garanča
Faust: Saimir Pirgu
Brander: Amin Ahangaran
Chor der Oper Zürich
Kinderchor
SoprAlti der Oper Zürich
Orchester der Oper Zürich
Musikalische Leitung: Yves Abel
Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot
Sprache: In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Termine
So 10.5.2026, 14:00 | Premiere
Do 14.5.2026, 19:30
So 17.5.2026, 14:00 | letzte Aufführung!
nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare
Musik von Sergej Prokofjew
In William Shakespeares Drama «Romeo und Julia» lässt die Kraft der Liebe zwei junge Menschen über sich hinauswachsen. Die Ballettbühne haben sich die Liebenden von Verona dank der Musik von Sergej Prokofjew erobert. Das Aufeinanderprallen von Liebe und Hass und das Nebeneinander von Zärtlichkeit und Gewalt hat er in seiner farbigen, glutvollen Partitur auf geniale Weise eingefangen.
Cathy Marston bringt die berühmteste Liebesgeschichte der Welt mit dem Ballett Zürich als eine Welt der Gegensätze auf die Bühne, in der sich von einer Sekunde zur anderen alles in sein Gegenteil verkehren kann: Hinter der nächsten Ecke wartet die Liebe deines Lebens oder bereits der Tod. Zum ersten Mal arbeitet die Zürcher Ballettdirektorin mit Generalmusikdirektor Gianandrea Noseda zusammen.
Choreografie und Inszenierung: Cathy Marston
Szenarium: Cathy Marston, Edward Kemp
Ausstattung: David Fleischer
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Dramaturgie: Edward Kemp, Michael Küster
Ballett Zürich
Junior Ballett
Orchester der Oper Zürich
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Die Vorstellung am 26. Juni wird im Rahmen von «Opernhaus für alle» live auf den Sechseläutenplatz übertragen.
Termine
Sa 23.5.2026, 18:00 | Premiere
Fr 29.5.2026, 19:00
Sa 30.5.2026, 19:00und weitere Termine
Do 4.6.2026, 19:00
Sa 6.6.2026, 19:00
So 7.6.2026, 19:30
Mi 10.6.2026, 19:00
Fr 12.6.2026, 19:30
So 14.6.2026, 14:00
Di 23.6.2026, 19:00
Fr 26.6.2026, 19:00 | letzte Aufführung!
Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten
Libretto von d’Albaret nach Ovids «Metamorphosen»
Scylla lebt zurückgezogen in sich selbst – wie in einem Winterschlaf der Gefühle. In ihrem Kosmos herrschen Vernunft, Ruhe und Harmonie. Als Glaucus in ihr Leben tritt, ändert sich alles: Sie erfährt die Liebe, in all ihren Farben und Facetten – und erkennt sich selbst nicht wieder. Die Oper beschreibt alle Lust, Wildheit, Panik und Verzweiflung, die die junge Frau durchlebt, als sie die Welt neu für sich entdeckt. Am Schluss wird sie eine andere sein. Jean-Marie Leclairs selten aufgeführte einzige Oper ist eine musikalische Entdeckung. Regisseur Claus Guth kehrt mit dieser Neuinszenierung zurück ans Opernhaus Zürich. Emmanuelle Haïm leitet ihr Ensemble Le Concert d’Astrée, das zu den profiliertesten Spezialensembles für Alte Musik zählt.
Musikalische Leitung: Emmanuelle Haïm
Inszenierung: Claus Guth
Bühnenbild: Etienne Pluss
Kostüme: Ursula Kudrna
Choreografie und Regiemitarbeit: Sommer Ulrickson
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Choreinstudierung: Florian Helgath, Alice Lapasin Zorzit
Dramaturgie: Roman Reeger, Yvonne Gebauer
Zürcher Sing-Akademie
Le Concert d'Astrée
Statistenverein am Opernhaus Zürich
In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Dauer: ca. 2 Std. 35 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 10 Min.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Eine Grand Guignol Opéra
Libretto von Elfriede Jelinek und Olga Neuwirth
nach einer Idee der Komponistin
Olga Neuwirth gehört zu den herausragenden Komponistinnen unserer Zeit. Zusammen mit der Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek schreibt sie an einem neuen Musiktheater. Als Avatarinnen ihrer selbst schicken sie zwei «Vampiretten» auf eine Reise um die Welt. Sie beobachten den Niedergang der Menschheit, während ein tyrannischer König und ein von ihm selbst heraufbeschworenes Seemonster um die Macht kämpfen. « Monster’s Paradise» ist Tragödie und Satyrspiel zugleich. Der Regisseur und Intendant der Staatsoper Hamburg, Tobias Kratzer, präsentiert sich mit dieser brandneuen Politgroteske erstmals am Opernhaus Zürich. Mit dem Schweizer Dirigenten Titus Engel steht ein Experte für zeitgenössische Musik am Pult.
Musikalische Leitung: Titus Engel
Inszenierung: Tobias Kratzer
Szenische Einstudierung: Matthias Piro
Ausstattung: Rainer Sellmaier
Video: Janic Bebi, Jonas Dahl
Lichtgestaltung: Michael Bauer
Live-Elektronik: Markus Noisternig
Dramaturgie: Christopher Warmuth, Fabio Dietsche
In deutscher und englischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Dauer: ca. 2 Std. 55 Min. Inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 30 Min.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Koproduktion mit der Staatsoper Hamburg und der Oper Graz
Termine
Fr 10.4.2026, 19:00
So 12.4.2026, 20:00 | letzte Aufführung!
Musik von Clara Schumann, Robert Schumann, Johannes Brahms und Philip Feeney
Clara Schumann war die wohl bedeutendste Pianistin ihrer Zeit und eine exzellente Komponistin. Hin- und hergerissen zwischen gesellschaftlichen Zwängen und ihrer Karriere, führte sie ein aufreibendes Leben. Ihre entsagungsreiche Kindheit, ihr aussergewöhnliches Talent, ihre grossen Erfolge als Pianistin, die frühe, gegen den Vater durchgesetzte Liebe zum Komponisten Robert Schumann und die Erziehung von sieben Kindern liefern genug Stoff für Mythen und Klischees: vom Wunderkind zum Idealweib romantisch verklärter Liebesvorstellungen, von der vorbildlichen Mutter bis hin zur verkannten Komponistin.
Nach ihrem Ballett The Cellist, in dem sie sich mit der grossen Cellistin Jacqueline du Pré auseinandersetzte, widmet sich Cathy Marston erneut einer bedeutenden Musikerin und spürt den unterschiedlichen Aspekten des von Höhen und Tiefen geprägten Lebens von Clara Schumann nach. Eines Lebens, das sie als Tochter, Künstlerin, Ehefrau, Mutter, Pflegerin, Managerin und Muse ganz in den Dienst der Musik gestellt hat.
Dabei sind es immer wieder Dreiecksverbindungen, die dieses Leben prägen: Clara und ihre geschiedenen Eltern, Clara zwischen ihrem Vater und Robert Schumann, Clara zwischen Robert und Johannes Brahms. Gerade das Verhältnis von Clara und Johannes Brahms hat die Fantasie des Biografen immer wieder angeregt. Fest steht, dass der 14 Jahre jüngere Brahms, als er sich den Schumanns 1853 in Düsseldorf vorstellte, sofort fasziniert war von Clara. Es entwickelte sich eine innige Freundschaft, die über Robert Schumanns Krankheit und seinen Tod 1856 hinaus, trotz zwischenzeitlicher Verstimmungen, bis zu Claras eigenem Tod 1896 anhielt.
In ihrem Ballett erzählt Cathy Marston von Hingabe und Leidenschaft, von Inspiration und Verantwortung. Wie fällt man die richtige Entscheidung zwischen Künstlertum und dem «wahren» Leben?
Philip Feeney, langjähriger Mitstreiter von Cathy Marston, verwebt in seine Ballettpartitur nicht nur Stücke von Clara, sondern auch von Robert Schumann und Johannes Brahms. Am Pult der Philharmonia Zürich steht Daniel Capps. Mit der deutschen Pianistin Ragna Schirmer ist eine ausgewiesene Spezialistin für das Werk von Clara Schumann am Klavier zu erleben.
Choreografie und Inszenierung: Cathy Marston
Musikalische Leitung: Daniel Capps
Musikarrangements und Originalkomposition: Philip Feeney
Szenarium: Cathy Marston, Edward Kemp
Bühnenbild: Hildegard Bechtler
Kostüme: Bregje van Balen
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Dramaturgie: Edward Kemp, Michael Küster
Philharmonia Zürich
Ballett Zürich
Junior Ballett
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Termine
Sa 11.4.2026, 20:00
So 12.4.2026, 13:00
Fr 17.4.2026, 19:00und weitere Termine
So 19.4.2026, 14:00
So 19.4.2026, 20:00
Fr 24.4.2026, 19:30 | letzte Aufführung!
Foto: T+T Fotografie / Toni Suter + Tanja Dorendorf
Oper
Arabella
Richard Strauss
Lyrische Komödie in drei Aufzügen
Libretto von Hugo von Hofmannsthal
Umgeben von zahlreichen Verehrern, erträumt sich Arabella den einzig «Richtigen». Sie findet ihn im kroatischen Grossgrundbesitzer Mandryka. Die letzte idealisierte Liebesheirat in der Operngeschichte ist ein Tanz auf dem Vulkan: Die Oper ist in Zeiten tiefer gesellschaftlicher Verunsicherung entstanden. Der operettenhafte Ton in Strauss’ «Lyrischer Komödie» ist merkwürdig gebrochen. 1933 in Dresden uraufgeführt, wurde es von den Nazis zu Propagandazwecken instrumentalisiert. Regisseur Robert Carsen blendet diese gesellschaftspolitischen Umstände nicht aus und verlegt die Handlung in die Hochphase des Dritten Reichs. Die Besetzung vereint unter anderem Diana Damrau, Michael Volle und Pavol Breslik.
Musikalische Leitung: Markus Poschner
Inszenierung: Robert Carsen
Ausstattung: Gideon Davey
Lichtgestaltung: Robert Carsen, Peter van Praet
Choreografie: Philippe Giraudeau
Choreinstudierung: Ernst Raffelsberger
Dramaturgie: Ian Burton, Kathrin Brunner
Dauer: 3 Std. Inkl. Pause nach ca. 1 Std.
In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Termine
Di 14.4.2026, 19:00 | Wiederaufnahme
Sa 18.4.2026, 19:00
Mi 22.4.2026, 19:00und weitere Termine
Sa 25.4.2026, 19:00
Di 28.4.2026, 19:00 | letzte Aufführung!
Choreografien von Cathy Marston, Lucas Valente und Ihsan Rustem
Der Begriff «Butterfly Effect» steht sinnbildlich für die Erkenntnis, dass in der Natur alles mit allem zusammenhängt und kleinste Eingriffe in ein natürliches Gleichgewicht grosse Wirkungen auslösen können. Nicht anders verhält es sich in der Kunst. Das Junior Ballett, das exemplarisch für den Tanz der Zukunft steht, setzt sich in diesem Programm mit dem «Butterfly Effect» auseinander. Neben Ballettdirektorin Cathy Marston haben mit Lucas Valente und Ihsan Rustem zwei Vertreter einer neuen Choreografen-Generation Stücke für das Junior Ballett kreiert. Das Projekt entstand in engem Dialog mit Zukunfts- und Klimaforscher:innen der ETH Zürich unter der Leitung von Chris Luebkeman.
A Question of Time
Choreografie von Cathy Marston
Musik: Louis Andriessen, Charles Ives
Bühnenbild: Cathy Marston, Jörg Zielinski
Kostüme: Louise Flanagan
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Dramaturgie: Michael Küster
Junior Ballett
Point of No Return
Choreografie von Lucas Valente
Musik: Eden Ahbez, Hildur Guðnadóttir, Thom Yorke, Daniel Lutz
Bühnenbild: Lucas Valente, Jörg Zielinski
Kostüme: Louise Flanagan
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Dramaturgie: Michael Küster
Junior Ballett
What if?
Choreografie von Ihsan Rustem
Musik: Davidson Jaconello, Felix Rösch
Bühnenbild: Ihsan Rustem, Jörg Zielinski
Kostüme: Louise Flanagan
Lichtgestaltung: Martin Gebhardt
Dramaturgie: Michael Küster
Junior Ballett
Dauer: ca. 2 Std. 05 Min.
Termine
Mo 13.4.2026, 19:30
Do 23.4.2026, 20:00 | letzte Aufführung!
Melodramma in drei Akten
Libretto von Antonio Somma nach Eugène Scribe
In der Mitte seines Schaffens ist Giuseppe Verdi mit «Un ballo in maschera» eine seiner vielfältigsten Partituren gelungen. Eingebettet in effektvolle Ensembleszenen, die zwischen operettenhafter Komödiantik, mysteriösem Orakelzauber und düsterem Verschwörungsdrama oszillieren, fokussiert Verdi das private Schicksal eines Politikers: Riccardo, der Gouverneur von Boston, ist in Amelia verliebt, die Frau seines besten Freunds und Beraters Renato. Als die beiden bei einem leidenschaftlichen nächtlichen Treffen entdeckt werden, schliesst sich Renato den Verschwörern an und macht Riccardos Verkleidung auf dem Maskenball ausfindig.
Musikalische Leitung: Gianandrea Noseda
Inszenierung: Adele Thomas
Choreografie: Emma Woods
Ausstattung: Hannah Clark
Lichtgestaltung: Franck Evin
Video: Tieni Burkhalter
Choreinstudierung: Klaas-Jan de Groot
Dramaturgie: Fabio Dietsche
Orchester der Oper Zürich
Chor der Oper Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich
Dauer: 2 Std. 50 Min. Inkl. Pause nach ca. 1 Std. 30 Min.
Sprache: In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung.
Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Termine
Fr 22.5.2026, 19:00
Do 28.5.2026, 19:00
So 31.5.2026, 19:30und weitere Termine
Bewertungen & Berichte Liederabend für «Zukunft Oper»
Kammerkonzert
9. Kammerkonzert: Bartholdy / Brahms
Violine: Michał Bielenia, Tatjana Pak
Viola: Maria Clément Opotskaya, Valentyna Pryshlyak
Violoncello: Lev Sivkov
Felix Mendelssohn Bartholdy: Quintett Nr. 2 B-Dur op. 87
Johannes Brahms: Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111
Die Kammerkonzerte bilden eine wichtige Säule des Programms. In verschiedenen Formationen und Ensembles widmen sich die Musiker:innen des Orchesters der Oper Zürich dem breiten Repertoire. Das Publikum erlebt die Intensität des Musizierens aus unmittelbarer Nähe in intimen Räumen. Jedes der neun Kammerkonzert-Programme im Spiegelsaal besitzt einen individuellen Schwerpunkt: Klassiker der Gattung treffen auf selten zu hörende Werke, Alte Musik auf Crossover. Bei Konzerten «Zur Premiere» erklingen speziell auf die jeweilige Opernpremiere zugeschnittene Programme. Die Kammerkonzerte finden in der Regel sowohl als sonntägliche Matinee als auch an Montagabenden statt. Darüber hinaus beleuchten drei Sonderkonzerte auf der Studio-Bühne prägende Komponist:innen der ersten und zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie der Gegenwart. Anlässlich der Premiere von Paul Hindemiths Oper «Cardillac» treffen Werke des zeitweilig in Zürich lebenden Komponisten auf Leoš Janáčeks Bläsersextett «Mládi». Zum 100. Geburtstag des amerikanischen Avantgardisten Morton Feldman (1926–1987) spielt das Ensemble Opera Nova dessen legendäres, über vier Stunden dauerndes Trio «For Philip Guston» in einem besonderen Konzertsetting mit bequemer Liegelandschaft. Eine Woche vor der Schweizer Erstaufführung von Olga Neuwirths neuem Musiktheater «Monster’s Paradise» stellt Opera Nova kammermusikalische Werke der österreichischen Komponistin in einem Portrait-Konzert vor.
CHF 35
Termine
So 3.5.2026, 11:15 | Ticket
Mo 4.5.2026, 19:00 | Ticket
In dieser Geschichten-Werkstatt wird improvisiert. Begleitet durch Profis und gemeinsam mit dem Publikum erfindet Christoph Betulius Geschichten. Figuren, Kostüme und Requisiten werden erwürfelt, und dann wird fröhlich fantasiert und aus dem Stegreif gespielt. Ein Format, das Musiktheater mit viel Spass aus dem Moment heraus entwickelt.
Dauer: 1:30 h
Treffpunkt Billettkasse
Termine
Sa 9.5.2026, 15:30 | Ticket
So 10.5.2026, 15:30 | Ticket
imprO-Opera «Die Welt der Mozart-Opern» (8+) bewerten:
Vielen Dank für Ihre Bewertung!
Bewertungen & Berichte imprO-Opera «Die Welt der Mozart-Opern» (8+)
Kulturveranstaltung
A Night at the Opera
«A Night at the Opera» ist die neue Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten der Nachwuchsarbeit des Opernhauses Zürich. Für eine Nacht wird das Opernhaus zur glamourösen Kulisse für künstlerische Glanzlichter, Tanz, Kulinarik und anregende Begegnungen.
Ab 17 Uhr wird der rote Teppich ausgerollt und Sie werden mit einem prickelnden Glas Champagner herzlich willkommen geheissen. Nachdem Sie mit alten und neuen Bekanntschaften angestossen haben, dürfen Sie sich auf ein Gastspiel aus dem Widder Restaurant freuen: Der mehrfach ausgezeichnete Spitzenkoch Stefan Heilemann entführt Sie mit einem 3-Gänge-Menü auf eine kulinarische Reise unter dem Kronleuchter. Und passend zum Motto des Abends erwartet Sie natürlich ein hochkarätiges künstlerisches Programm aus Oper und Ballett. Eine besondere Bühne bietet der Abend zudem herausragendem Engagement für die Zukunft der Kunstformen Oper, Ballett und Konzert sowie die gesellschaftliche Relevanz von Kultur.
Nach dem Galadinner gehört die Bühne bis tief in die Nacht hinein Ihnen und der Live-Band. Alle, die ihre Tischgespräche vertiefen möchten oder leisere Klänge bevorzugen, sind eingeladen, den glanzvollen Abend in der Lounge im Spiegelsaal ausklingen zu lassen und an der Open Bar einen Cocktail zu geniessen.
Bei einer stillen Auktion bietet sich zudem die Möglichkeit, eine bleibende Erinnerung an den glamourösen Abend zu ersteigern. Der gesamte Erlös kommt der Vermittlungsarbeit des Opernhauses zugute – und trägt dazu bei, sowohl Nachwuchstalente zu fördern als auch die Kunstformen Oper, Ballett und Konzert dem Publikum von morgen zu öffnen.
Programm
17.00
Eintreffen über den roten Teppich am Haupteingang
Champagner-Empfang im Eingangsfoyer und auf der Bühne
18.00
Galadinner auf der Bühne
3-Gänge-Menü von Sternekoch Stefan Heilemann (Widder Restaurant)
Künstlerisches Programm mit internationalen Opernstars und Tänzer:innen des Balletts Zürich
Stille Auktion
Im Anschluss
Live-Band auf der Hauptbühne
Open Bar, DJ und Lounge im Spiegelsaal
Für die Reservation einzelner Tische wenden Sie sich bitte an Grazia Usai und Sabrina Wälti unter ticketbestellung@opernhaus.ch.
Wenn Sie die Nachwuchsarbeit am Opernhaus Zürich bereits vor der Veranstaltung unterstützen möchten, freuen wir uns über Ihre Spende an:
IBAN: CH86 0022 5225 P271 7002 9
Opernhaus Zuerich AG
«A Night at the Opera»
Falkenstrasse 1
8008 Zürich
Führung für Kinder ab 7 Jahren in Begleitung von Erwachsenen
Ohrwurm Squillo hat sich vor mehr als hundert Jahren im Opernhaus Zürich eingenistet, kennt jeden Winkel und hat eine Menge Geschichten zu erzählen.
Er lädt Kinder und ihre erwachsenen Begleiter:innen auf eine anregende Entdeckungsreise durch Opernhaus ein, zeigt ihnen verborgene Winkel und lässt sie die Magie erleben, die diesem Haus innewohnt.
Mit Bernhard Heinrichs, Roger Lämmli und Squillo.
Dauer: 80 Minuten
CHF 15
Treffpunkt Billettkasse
Termine
Sa 18.4.2026, 14:00
Sa 16.5.2026, 14:00
Sa 6.6.2026, 14:00
Ausschnitte aus Gaetano Donizettis «Lʼelisir dʼamore» und Tänze osteuropäischer Komponisten
Das neu gegründete Kinderopernorchester führt unter der musikalischen Leitung von Gianandrea Noseda und Ann-Katrin Stöcker zusammen mit Solist:innen und dem Kinderchor der Oper Zürich Ausschnitte aus Georges Bizets «Carmen» und aus Engelbert Humperdincks «Hänsel und Gretel» auf.
Termine
Mo 25.5.2026, 11:15 | Premiere | Ticket
Sa 13.6.2026, 19:00 | auswärts | Ticket
Der 1-stündige Rundgang führt Sie in die Kostümabteilung und gewährt Ihnen Einblick in die Herstellung und Bearbeitung von Damen- und Herrenkostümen am Opernhaus Zürich.
Treffpunkt: Foyer Billettkasse / Eingang Bernhard Theater
Preis: CHF 20
Dauer: 1 Stunde
Sprache: Deutsch
Die Platzzahl ist beschränkt.
Termine
Fr 10.4.2026, 14:30
Fr 8.5.2026, 14:30
Fr 19.6.2026, 14:30und weitere Termine
Unter der Leitung von Mitgliedern des Balletts Zürich geht es für Kinder und Eltern zuerst auf einen Rundgang hinter die Kulissen des Opernhauses. Im anschliessenden Tanzworkshop können sich die Teilnehmenden einmal selbst als Ballerinas und Ballerinos versuchen. Im Vordergrund stehen dabei die eigene Kreativität und der Spass an der Bewegung. Mit Mélanie Borel, Shelby Williams, Iacopo Arregui, Lucas van Rensburg und Jesse Fraser
Bewertungen & Berichte Ballett-Führung mit Mini-Workshop
1Kurs
open space stimme
Dieses Angebot richtet sich an alle, die schon immer einmal mit Spass und ohne Leistungsdruck die eigene Stimme entdecken, die schauspielerischen Fähigkeiten erproben und sich auf neue Pfade begeben wollten. Wir experimentieren mit der Stimme und machen lustvolle Seitensprünge in verschiedene Musikepochen und Genres. Schauspielerisch improvisieren wir, entwickeln kleine Szenen und beleuchten die Komik und Tragik menschlicher Beziehungen. Wir besuchen Proben am Opernhaus oder gehen gemeinsam in eine Vorstellung.
dienstags, 19.00 - 21.00 Uhr, Eintritt frei
Probebühne Kreuzstrasse, Kreuzstrasse 5 im UG
Achtung!
Open space stimme findet nur an den Terminen statt, die online im Kalendarium aufgeschaltet sind! Wir empfehlen, immer kurz nachzuschauen, denn bei kurzfristiger Absage einer Session wird der betreffende Termin online gelöscht.
Während der Schulferien der Stadt Zürich, an Feiertagen und in der Sommerpause des Opernhauses findet kein open space stimme statt. Start ist jeweils nach dem Eröffnungsfest Mitte September.
Di 14.4.2026, 19:00
Di 5.5.2026, 19:00
Di 12.5.2026, 19:00und weitere Termine
Di 19.5.2026, 19:00
Di 26.5.2026, 19:00
Di 2.6.2026, 19:00
Di 9.6.2026, 19:00
Di 16.6.2026, 19:00
Di 23.6.2026, 19:00
Di 30.6.2026, 19:00
Di 7.7.2026, 19:00
«open space tanz» bietet einen Rahmen für alle, die sich mit Tanz, jenseits von Technik und Schritte üben, beschäftigen wollen. Dieser wöchentliche Workshop richtet sich an Menschen, die mit Tanz und Bewegung experimentieren, improvisieren und kreieren möchten. Wir beschäftigen uns mit zeitgenössischen Tanz- und Körperkonzepten, choreografischen Arbeitsweisen und Ausdrucksformen und stellen damit auch Bezüge zu aktuellen Produktionen des Balletts Zürich her.
mittwochs, 19.00 bis 21.00 Uhr, Eintritt frei
Ballettsaal A*
Von der Billettkasse aus die Treppe Richtung Studiobühne nehmen.
Achtung!
Open space tanz findet nur an den Terminen statt, die online im Kalendarium aufgeschaltet sind! Wir empfehlen, immer kurz nachzuschauen, denn bei kurzfristiger Absage einer Session wird der betreffende Termin online gelöscht.
Während der Schulferien der Stadt Zürich, an Feiertagen und in der Sommerpause des Opernhauses findet kein open space tanz statt. Start ist jeweils nach dem Eröffnungsfest Mitte September.
Die Geschichte des Opernhauses Zürich geht zurück auf das 1834 mit Mozarts «Zauberflöte» eröffnete «Actien-Theater». Es war das erste stehende Theater der Stadt und wurde von theaterbegeisterten Bürgern in Form einer Aktiengesellschaft gegründet. Die Aktiengesellschaft - heute Opernhaus Zürich AG - ist nach wie vor Trägerin der Institution.
Das alte «Actien-Theater» brannte 1890 ab und wurde durch einen von Fellner und Helmer entworfenen Neubau ersetzt. Auch das neue Theater, wurde fast vollständig privat finanziert. Es wurde 1891 mit Wagners «Lohengrin» unter dem Namen «Stadttheater» eingeweiht. Seit 1921 gehen Musiktheater und Schauspiel in Zürich getrennte Wege. Seit 1964 heisst das alte «Stadttheater» Opernhaus.
Das heute ca. 1100 Zuschauer fassende Theater wurde von 1982 bis 1984 umfassend saniert und bekam einen Erweiterungsbau am Uto-Quai, in dem auch die Studiobühne als zweite Spielstätte untergebracht ist.