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Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Die Dresdner Kunstsammlungen zählen zu den bedeutendsten und ältesten Museumsverbünden der Welt. Hervorgegangen sind sie aus den im 16. Jahrhundert angelegten Sammlungen der sächsischen Kurfürsten, vor allem aus der im Dresdner Residenzschloss eingerichteten Kunstkammer, deren 450jähriges Bestehen die SKD 2010 feierten. Heute umfassen die Staatlichen Kunstsammlungen insgesamt vierzehn Museen mit einer einzigartigen thematischen Vielfalt.

Kontakt

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Residenzschloss
Taschenberg 2
D-01067 Dresden

Telefon: +49 (0)351 / 49 14 - 0
E-Mail: besucherservice@skd.museum

Ausstellung

Tendenz Abstraktion - Kandinsky und die Moderne um 1910

Wassily Kandinsky, der „Erfinder der Abstraktion“, steht mit einem umfassenden Konvolut seiner Druckgrafik aus Privatbesitz im Zentrum der Ausstellung, die anhand von circa 80 Werken, darunter Druckgrafik, Zeichnungen, Aquarelle und Ölbilder, Tendenzen der Abstraktion in der Kunst um 1910 vorstellt. Insbesondere das von 1902 bis 1912 geschaffene Holzschnittwerk ist für das Verständnis von Kandinskys Idee vom „Geistigen in der Kunst“ und den Entstehungsprozess seiner Abstraktion entscheidend.

Dass die Suche nach formaler Vereinfachung und Abstrahierung ein Hauptanliegen der künstlerischen Avantgarde war, verdeutlicht die Ausstellung durch eine konzentrierte Auswahl weiterer Positionen. Diese sind mit Kandinsky und der Stadt Dresden verbunden und reichen vom Blauen Reiter und der Künstlergruppe Die Brücke über Lyonel Feininger und Paul Klee bis hin zu Otto Dix und Oskar Kokoschka. Die Ausstellung nimmt Bezug auf zwei im selben Jahr stattfindende Projekte, in die das Kupferstich-Kabinett sowohl inhaltlich als auch durch zahlreiche Leihgaben als Kooperationspartner eingebunden ist: ZUKUNFTSRÄUME. Kandinsky, Mondrian, Lissitzky in Dresden 1919 bis 1932 im Albertinum und Signal zum Aufbruch! 100 Jahre Gründung der Dresdner Sezession – Gruppe 1919 in der Städtischen Galerie Dresden.
Ausstellung

Heimo Zobernig: Piet Mondrian. Demonstrationsräume. Céline Condorelli, Kapwani Kiwanga, Judy Radul

Sa, 2.3.2019 | Eröffnung

Sa, 2.3.2019 - So, 2.6.2019

Ausgehend von Raumentwürfen der Moderne hinterfragen zeitgenössische Künstler*innen im Albertinum aktuelle Raum- und Ausstellungskonzepte: Der Österreicher Heimo Zobernig (*1958) befasst sich seit Mitte der 1980er Jahre künstlerisch mit Raumgestaltung und Displays sowie seit dem Jahr 2000 mit dem Werk Piet Mondrians. Im Lichthof des Albertinum präsentiert er eine neue Installation und interpretiert einen nicht realisierten Raumentwurf Mondrians, der 1926 für die Villa der Dresdner Kunstsammlerin Ida Bienert entstand.

Die Französin Céline Condorelli (*1974) und die Kanadier Kapwani Kiwanga (*1978) und Judy Radul (*1962) sind eingeladen, mit künstlerischen Eingriffen neue Display-Situationen in der Sammlungspräsentation zu erproben. Damit reflektieren sie auch Ausstellungsgestaltungen wie den Raum für Abstrakte Kunst von El Lissitzky, der 1926 für die Internationale Kunstausstellung Dresden entstand. Die innovativen Entwürfe Lissitzkys und Mondrians hatten damals zum Ziel, die Raum- und Kunsterfahrung der Betrachter*innen zu aktivieren. Bis heute wohnt ihnen das Potenzial inne, neue Denkansätze für Gestaltungs- und Raumkonzepte anzuregen.
Ausstellung

Anton Graff (1736–1813) – Porträts

Mit einem Selbstporträt bewarb sich der Schweizer Maler Anton Graff in den Jahren 1765 und 1766 erfolgreich um die Stelle des Kurfürstlich-Sächsischen Hofmalers. Als solcher schuf er spätbarocke Standesporträts, aber auch Bildnisse des aufstrebenden Bürgertums. Die Gemäldegalerie Alte Meister zeigt aus ihrem umfangreichen Bestand eine repräsentative Auswahl der Werke Antons Graffs, die einen kompakten Überblick über seine Porträtkunst gibt.

Die Galerie besitzt auch zwei Selbstporträts aus seiner mittleren und späten Schaffensphase, die seinen mentalen und physischen Zustand sowie seine künstlerische Entwicklung dokumentieren. Graff schaue bis in das „Innere der Seele“, er „male nicht den Leib, sondern den Geist“, schrieb der Schweizer Philosoph, Aufklärer und Kunstschriftsteller Johann Georg Sulzer. Zahlreiche Aufträge zeugen von seiner großen Beliebtheit als Porträtist. Doch trotz vieler Angebote blieb Graff dem sächsischen Hof sein Leben lang treu. Als Lehrer und seit 1789 als Professor an der Akademie wirkte er darüber hinaus stilbildend für die nachfolgende Generation Dresdner Maler.
Ausstellung

Medea muckt auf. Radikale Künstlerinnen hinter dem Eisernen Vorhang

Medea: Femme Fatale und Über-Frau aus dem Osten. Flucht in den Mythos? Nicht mit ihr! Zwar wichen vor 1989 gerade in Ostdeutschland Literaten und Maler häufig auf antike Schauplätze aus, wenn es galt, Unbehagen am Regime darzustellen. Für die hier vorgestellten Künstlerinnen, allesamt jenseits des Eisernen Vorhangs gereift, kam derlei Selbstverleugnung jedoch nicht in Frage. Ihre Interpretationen von Medea, Kassandra oder Penthesilea waren der reine Punk.

Sie zündelten, provozierten, protestierten, experimentierten unter dem Radar akzeptierter Medien, entblößten sich selbst und ihren Zorn, verweigerten sich sozialistischen und bürgerlichen Rollenmodellen gleichermaßen. Mit dieser doppelten Verweigerung gingen sie meist größere Risiken ein als ihre männlichen Kollegen. Doch dieses gebündelte Ausmaß an Trotz und Energie wirkt in ihrer Bildsprache bis heute nach.

Unter anderem mit: Magdalena Jetelova (CZ), Geta Bratescu (RO), Ana Lupas (RO), Angela Hampel (D), Zofia Kulik (PL), Sibylle Bergemann (D), Dora Maurer (HU), Gundula Schulze Eldowy (D), Christine Schlegel (D), Cornelia Schleime (D), Katalin Ladik (HU), Ewa Partum (PL/D), Magdalena Abakanowicz (PL) und Alina Szapocznikow (PL).
Kinderprogramm

Kinderbiennale - Dreams and Stories

Eine Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit der National Gallery Singapore

Kunstwerke besitzen die innere Kraft, Träumen eine Gestalt zu verleihen, Geschichten zu erzählen oder auch die uns umgebende Welt in all ihren Facetten widerzuspiegeln. Über sie lassen sich neue fantastische Welten eröffnen und Gedanken anregen. Die "Kinderbiennale Dreams & Stories" widmet sich dieser fantastischen Seite von Kunst und lädt ein, in künstlerische Welten einzutauchen, die sonst eher kontemplative Rolle im Museum zu verlassen sowie selbst kreativ tätig zu werden und eigene Visionen zu erschaffen.

Acht regionale und internationale Künstler verwandeln für die Laufzeit der Kinderbiennale das Japanische Palais in einem imaginären Ort, der zum Sehen, Hören, Fühlen und Mitmachen anregt. Interaktive und partizipative Kunstwerke sind wie ein Parcours angelegt und entfalten über verschiedene Ebene eine Reflektion über Träume und Geschichten, über fiktive und reale Welten und die Verbindung zwischen beiden.
Ausstellung

Gegen die Unsichtbarkeit

Designerinnen der Deutschen Werkstätten Hellerau 1898 bis 1938

Mit der Gründung der Deutschen Werkstätten Hellerau im Jahr 1898 rückte Dresden im Hinblick auf innovative Gestaltung und gesellschaftliche Erneuerung für einige Jahrzehnte ins Zentrum der internationalen Kunstgewerbe- und Lebensreformbewegung. Bislang nahezu unbekannt war die Öffnung der Deutschen Werkstätten Hellerau für Frauen als künstlerische Mitarbeiterinnen im frühen 20. Jahrhundert:

Nach absolvierter künstlerischer Ausbildung konnten sie hier in einem bislang von Männern dominierten Bereich wie dem Möbelentwurf tätig sein und eine professionelle Karriere als Gestalterin verwirklichen. Insbesondere bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges leisteten die Gestalterinnen einen bedeutenden Beitrag zur Herausbildung einer neuen Ästhetik. Ihre Werke waren auf zeitgenössischen Ausstellungen präsent, wurden in relevanten Medien besprochen und fanden unmittelbar Eingang in museale Sammlungen.

Die geplante Ausstellung wird die seit Langem in den Tiefen der Depots oder in Familienbesitz verborgenen Werke und Entwürfe dieser Design-Pionierinnen zeigen und anhand von Archivmaterialien die Netzwerke der Zeit zwischen 1898 bis 1938 verdeutlichen, die zu einem erweiterten Verständnis der Moderne beitragen.
Ausstellung

Kunstbesitz. Kunstverlust. Objekte und ihre Herkunft

Der Wert von Kunstwerken liegt nicht nur in ihrer Ästhetik, sondern auch in ihrer Bedeutung als Zeugnis der Geschichte. Die Provenienzforschung befasst sich mit der Herkunft von Kunstwerken, deren Eigentümern und Besitzern. Kunstwerke können auf die verschiedenste Art ihren Besitzer wechseln: durch Verkauf, durch Schenkung, durch Beschlagnahmung, durch Raub - oder durch Restitution. Bis heute besitzen Fragen nach Besitz und Herkunft von Kunstwerken eine politische, rechtliche, moralische und emotionale Dimension.
Ausstellung

Achtung PROBE!

Vor jeder glanzvollen Theaterpremiere stehen anstrengende Proben. Das ist bei der Puppenbühne nicht anders als bei der Staatsoper. Während der Proben entwickeln die Puppenspieler ihr Stück, arbeiten an Effekten, fühlen sich in Charaktere ein, setzen Pausen und Spannungsbögen, suchen Stimmen, testen Licht, Bühnenbilder und Geräusche. So entsteht Schritt für Schritt ein Abenteuer, das die Zuschauer*innen in den Bann zieht.

Ausstellungen / Museum Staatlische Museen zu Berlin Berlin, Genthiner Straße 38
Ausstellungen / Museum Deichtorhallen Hamburg Hamburg, Deichtorstr. 1-2
Ausstellungen / Museum Rautenstrauch-Joest-Museum Köln Köln, Cäcilienstraße 29-33
Ausstellungen / Museum Folkwang Museum Essen Essen, Museumsplatz 1
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Museum Jüdisches Museum Berlin Berlin, Lindenstr. 9-14
Ausstellungen / Burg Wartburg Eisenach Eisenach, Auf der Wartburg 2
Ausstellungen / Museum Mudam Luxembourg Luxembourg, 3, Park Dräi Eechelen
Ausstellungen / Museum GRASSI Museum für Völkerkunde Leipzig Leipzig, Johannisplatz 5-11
Ausstellungen / Museum Kunsthaus Zürich Zürich, Heimplatz 1
Ausstellungen / Museum Stiftung Moritzburg Halle Halle, Friedemann-Bach-Platz 5
Ausstellungen / Museum Naturhistorisches Museum Basel Basel, Augustinergasse 2
Ausstellungen / Museum Museum fünf Kontinente München München, Maximilianstraße 42
Ausstellungen / Kulturveranstaltung OK Offenes Kulturhaus Oberösterreich Linz, OK-Platz 1