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Schauspiel Köln - Depot 1

Aufführungen im Depot 1 des Schauspiel Köln.

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Schauspiel Köln - Depot 1
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D-51063 Köln

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VIDEOS: © Schnittmenge - Büro für Bewegtbild
Theater

Pardon wird nicht gegeben

nach dem Roman von Alfred Döblin

Deutsche Erstaufführung: 24. Mai 2019

In einer Bühnenfassung von petschinka

Eine verarmte Witwe und ihre drei Kinder ziehen Anfang des 20. Jahrhunderts vom Land in die Großstadt Berlin. Vor allem der Älteste, Karl, ist von der neuen Umgebung, der Vielstimmigkeit, dem Durcheinander von Biographien und Lebensumständen erschüttert. Die Frage nach Zugehörigkeit wird zum Lebensthema für ihn: Soll er sich dem Streben nach Geld verschreiben oder dem Kampf um Gerechtigkeit? Wo ist Orientierung zu finden in einer Welt, die sich so rasend schnell wandelt, in der die Gewinner von Heute die Verlierer von Morgen sind?
Wie in seinem Jahrhundertroman BERLIN ALEXANDERPLATZ gelingt es Alfred Döblin, den Sound der Großstadt einzufangen. Die Gesellschaft, die er über mehrere Jahrzehnte portraitiert, ist im Umbruch – der fortschreitende Kapitalismus bringt Reichtum für einige und vergisst Viele. Der Kampf ums Überleben ist gnadenlos: Pardon wird nicht gegeben.

Regie: Rafael Sanchez
Bühne: Thomas Dreißigacker
Kostüme: Maria Roers
Video: Stefan Bischoff
Musik: Knut Jensen
Licht: Jürgen Kapitein
Dramaturgie: Lea Goebel
Theater

Medea

nach Hans Henny Jahnn

Es ist sicherlich eine der radikalsten Bearbeitungen des Medea-Stoffes, die Hans Henny Jahnn 1926 vorlegt. Die Magierin und Nichte des Sonnengottes Helios, mit Jason aus Kolchis geflohen, hilft ihm nicht nur beim Diebstahl des goldenen Vlieses, sondern schenkt Jason durch einen Zauber ewige Jugend. Als Ausgestoßene lebt sie in Korinth, ihr Körper verfällt, während ihr Geliebter in zeitloser Schönheit gefangen ist. Jason, der Held ohne Auftrag, verliert sich in erotischen Abenteuern, gequält von einem unersättlichen Begehren. Auch in ihren Kindern, die bei Jahnn erstmals eine eigene Stimme haben, erwachen die Triebe, und es ist nicht der Vater, der Kreons Tochter anfangs begehrt, sondern sein älterer Sohn. Es ist eine Welt voller Triebe und Aggressionen, Inzest und Begehren, eine Geschichte von Entwurzelung, Ausgrenzung und metaphysischer Sehnsucht.

Nach IWANOW inszeniert Robert Borgmann Jahnns sprachmächtige Überschreibung eines antiken Stoffes, eine antike Tragödie, in der sich das Drama des modernen Menschen in seiner Zerrissenheit widerspiegelt.

Regie | Bühne: Robert Borgmann
Kostüme: Bettina Werner
Musik: Robert Borgmann
Licht-Design: Carsten Rüger
Dramaturgie: Julian Pörksen
Theater

Die Räuber

von Friedrich Schiller

Schillers großes Freiheitsdrama, das die Zeitgenossen durch seine Wucht, Gewalttaten und destruktiven Leidenschaften verstörte, stellt die auch heute noch brisante Frage, wann unbedingter Freiheitswille und Idealismus pervertiert werden und in Terror und Zerstörung umschlagen.

Zwei unterschiedliche Brüder stellt Schiller einander gegenüber ̶ und damit zwei radikale Lebensprinzipien. Franz Moor, ein Rationalist und nihilistischer Menschenfeind, will den eigenen Vater und so die gesamte christliche Weltordnung vernichten. Sein Bruder Karl kämpft anfangs für humanistische Ideale, verliert dabei jedes Maß und wird schuldig am Tod Unschuldiger. Während Franz zu Hause auf infame Weise gegen Bruder und Vater intrigiert, geht Karl in die Wälder, um eine Räuberbande zu gründen. Beide revoltieren auf ihre Weise gegen die gesellschaftliche Ordnung. Nach Jahren des Räuberdaseins kehrt Karl nach Hause zurück. Er erkennt die Ränke seines Bruders und schwört Rache. Die Zerstörung der Familie ist nicht mehr aufzuhalten. Franz, der seinen Vater ins Grab gebracht hat, wird von Alpträumen und Schuldgefühlen geplagt und als er durch das Auftauchen seines Bruders Karl sein Leben bedroht sieht, nimmt er sich das Leben. Durch einen Treueid an die Räuberbande gebunden gibt es auch für Karl keinen Weg zurück.

Inszenierung | Bühne: Ersan Mondtag
Kostüme: Josa Marx
Video: Florian Seufert
Musik: Max Andrzejewski
Licht: Rainer Casper
Dramaturgie: Beate Heine
Text: Carolin Emcke
Theater

Die schmutzigen Hände

von Jean-Paul Sartre

Wie viel Pragmatismus braucht es, um Veränderungen herbeizuführen? Ist es möglich, an die Macht zu kommen, ohne sich die Hände schmutzig zu machen? Und gibt es eine politische Tat, die rein ist von persönlichen Motiven? Der junge Intellektuelle Hugo will endgültig mit seiner bürgerlichen Herkunft brechen und stellt sich in den Dienst des revolutionären Flügels der kommunistischen Partei. Er bekommt den Auftrag, den Parteifunktionär Hoederer zu töten, der für einen pragmatischen Kurs steht und ein Bündnis mit den bürgerlichen und nationalistischen Kräften im Land anstrebt. Hugo gibt sich als Sekretär aus und zieht gemeinsam mit seiner Frau Jessica in Hoederers gut bewachtes Haus. Doch die Begegnung mit dem charismatischen und selbstgewissen Hoederer lässt Hugo den Mord immer weiter hinauszögern. Als auch Hoederer und Jessica sich näher kommen, vermischen sich politische und persönliche Motive.Jean-Paul Sartres Schauspiel, uraufgeführt 1948, ist ein spannungsgeladener Politthriller und gleichzeitig eine kluge Reflexion über die Zusammenhänge von Macht und Moral, Freiheit und Verantwortung.

Regie: Bastian Kraft
Bühne: Wolfgang Menardi
Kostüme: Inga Timm
Video: Jonas Link
Musik: Fabian Ristau
Licht: Michael Gööck
Dramaturgie: Sibylle Dudek
Theater

Romeo und Julia

von William Shakespeare

Eigentlich war Romeo nur in der Hoffnung zum Maskenball des verfeindeten Capulet-Clans gegangen, seine Angebetete Rosalinde dort zu sehen. Stattdessen begegnet er Julia – Nachname: Capulet –, verliebt sich haltlos, heiratet sie heimlich, ermordet ihren Cousin, geht in die Verbannung, kehrt zurück in seine Heimatstadt Verona, um sich in der Gruft der vermeintlich toten (in Wahrheit jedoch nur betäubten) Geliebten umzubringen. Und Julia folgt ihm in die Unterwelt wie Orpheus der Euridike. »Two star-crossed lovers« … in unausweichlichem Schicksal oder frei und mutvoll handelnd? Zwei jedenfalls, die inmitten einer identitätswütenden Umgebung begreifen, dass man die Welt auch »vom Unterschied aus erfahren kann« (Alain Badiou). Zwei Liebende.

Die junge Regisseurin Pınar Karabulut eröffnete zuletzt die Außenspielstätte am Offenbachplatz mit ihrer Uraufführung von Dirk Lauckes Stück KARNICKEL. Mit dynamischen Inszenierungen, in denen sie klassische wie zeitgenössische Stoffe aus überraschenden Blickwinkeln betrachtet und mit großem szenischen Einfallsreichtum auf die Bühne bringt, hat sie sich innerhalb kurzer Zeit einen Namen in der deutschen Theaterlandschaft gemacht. Mit Shakespeares großer Liebestragödie ROMEO UND JULIA ist erstmals eine Arbeit Pınar Karabuluts im Depot 1 des Schauspiel Köln zu sehen.

Regie: Pınar Karabulut
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Teresa Vergho
Musik: Daniel Murena
Dramaturgie: Nina Rühmeier
Theater

Rheinische Rebellen

von Arnolt Bronnen

1923 – das Krisenjahr der Weimarer Republik. Französische und belgische Truppen besetzen das Ruhrgebiet. Aufstände und Inflation prägen die politische Landschaft. In Arnolt Bronnens Stück steht Occc im Mittelpunkt, ein wortgewandter und charismatischer Führer der Separatistenbewegung. Ziel ist die Gründung einer Rheinischen Republik. Occc verstrickt sich aber nicht nur in politische Machenschaften gegen das preußische Berlin, sondern auch in allerlei Frauengeschichten: Seine unverdrossene Assistentin Pola ist haltlos in ihn verliebt, muss aber dabei zusehen, wie er der politischen Gegnerin Gien verfällt. Aus mangelnder Liebes-Erwiderung beschäftigt er sich kurzzeitig mit Giens Schwester Erle – zum Entsetzen der Mutter und enteigneten Fabrikbesitzer-Gattin Vonhagen. Rebellion und Widerstand enden in Verzweiflung und Zerfall.

Die komödiantisch-politische Farce des umstrittenen Autors Arnolt Bronnen, der in seinem Leben mehrere Male die politische Gesinnung wechselte, wurde 1925 in Berlin uraufgeführt. Sebastian Baumgarten inszenierte am Schauspiel Köln bereits Dantes GÖTTLICHE KOMÖDIE und bringt nun die RHEINISCHEN REBELLEN auf die Bühne.

Regie: Sebastian Baumgarten
Bühne: Thilo Reuther
Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes
Video: Hanna Dörr
Musik: Stefan Schneider
Licht: Michael Gööck
Dramaturgie: Stawrula Panagiotaki
Theater

Tod eines Handlungsreisenden

von Arthur Miller

Unterm Strich lief es doch eigentlich ganz gut. Fast vierzig Jahre lang war Willy Loman als Handlungsreisender unterwegs. Und auch wenn er es nie bis nach oben geschafft hat, hat es irgendwie doch immer gereicht: Um die Familie mit den beiden Söhnen zu ernähren und sogar, um die Hypotheken für das kleine Mittelschichtshaus abzubezahlen. Doch der Traum vom kleinen Lebensglück ist ein zerbrechlicher: Kurz vor dem Ruhestand geht Willy die Puste aus. Die Welt dreht sich zu schnell für den alten Handlungsreisenden. Die alten Kontakte greifen nicht mehr, er verliert seinen Job und bei genauerem Hinsehen geht es nicht nur bei ihm, sondern auch bei seinen Söhnen ans Eingemachte. Wie konnte ihm das passieren? Hätte er noch härter für die eigene Zukunft arbeiten können? Gibt es eigentlich Gerechtigkeit? Oder hat Willy sich einfach ein Leben lang geirrt?

Arthur Millers Stück stellt 60 Jahre nach seiner Uraufführung die Fragen nach dem gefühlten und tatsächlichen Abstieg einer ganzen Gesellschaftsschicht mit erschreckender Aktualität.

Regie: Rafael Sanchez
Bühne: Thomas Dreißigacker
Mitarbeit Bühne: Hedda Ladwig
Kostüme: Maria Roers
Theater

Tyll

nach dem Roman von Daniel Kehlmann

in einer Bühnenfassung von Julian Pörksen und Stefan Bachmann

Tyll Ulenspiegel ist eine unsterbliche Figur, ein Narr und Gaukler, ein Schalk und Provokateur, der die Fantasie seit Jahrhunderten beflügelt. In seinem neuesten Roman hat Erfolgsautor Daniel Kehlmann diesen Sagenhelden auferstehen lassen, in einer Welt, die aus den Fugen ist. Der Dreißigjährige Krieg ist ausgebrochen, Europa wird von Seuchen und Gewalt überzogen, ganze Landstriche sind verwüstet, überall Armut, Hunger, religiöser Fanatismus. Durch dieses apokalyptische Panorama streift Tyll Ulenspiegel, Müllerssohn, Seiltanzvirtuose und dämonischer Schalk. Er trifft auf Könige und Königinnen, Mönche und Bauern, auf sprechende Esel, Schriftsteller und Drachenforscher, auf Gaukler und Gelehrte. So entsteht das Bild einer Epoche, die vielstimmige Geschichte eines Krieges, der im kollektiven Bewusstsein bis heute als große Menschheitskatastrophe verankert ist.

Es ist ein barockes Welttheater, das Daniel Kehlmann in TYLL entfaltet, historischer Roman und Dystopie zugleich. Und es ist ein großes Schelmenstück über die Macht der Kunst und das Elend des Krieges, eine Komödie, grausam, zärtlich und grotesk. Mit der Uraufführung von Kehlmanns neuestem Streich eröffnet Stefan Bachmann die Spielzeit.

Regie: Stefan Bachmann
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes
Mitarbeit Kostüme: Kerstin Grieshaber
Komposition und musikalische Einrichtung: Matti Gajek
Choreografie / Körperarbeit: Sabina Perry
Licht: Hartmut Litzinger
Dramaturgie: Julian Pörksen
Theater

Drei Schwestern

von Anton Tschechow

Drei Schwestern, Olga, Mascha, Irina, hängen in der Provinz fest. Einst lebten sie in Moskau – bis der Vater versetzt wurde und sie mit ihm. Die Stadt ihrer Kindheit ist zu einem unerreichbaren Traumbild geworden, in das sie sich flüchten, um dem Alltag und seinen Zumutungen zu entkommen. Geist, Seele, Liebe, Erfüllung sind immer anderswo und nur die Sehnsucht reicht noch hin. In der Realität aber schreitet das Leben unbarmherzig fort: Der Bruder (auch so eine Enttäuschung) bringt seine junge Frau ins Haus, die alsbald voller Tatkraft und Sinn für Gemeinheit das Regiment ergreift. Ein sinnloses Duell nimmt Irina den versprochenen Mann und für Olga und Mascha bleibt Liebe eine Verkettung von Missverständnissen.

Mit DREI SCHWESTERN wagt Tschechow einen schwindelerregenden Blick in den Abgrund der menschlichen Seele. Gnadenlos und zugleich tragikomisch zeichnet er das Bild einer Gesellschaft, die unfähig ist, zu handeln und die Wirklichkeit zu ertragen. Die junge Regisseurin Pınar Karabulut hat sich durch ihre hellwachen und originellen Sichtweisen auf Stoffe und Themen einen Namen gemacht. Am Schauspiel Köln war von ihr zuletzt die vielgelobte Inszenierung ROMEO UND JULIA zu sehen.

Regie: Pınar Karabulut
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Teresa Vergho
Musik: Daniel Murena
Licht: Michael Frank
Dramaturgie: Stawrula Panagiotaki
Aufführungen / Theater Schauspielhaus Zürich Zürich, Rämistrasse 34
Aufführungen / Theater Theater an der Wien Das neue Opernhaus Wien, Linke Wienzeile 6
Aufführungen / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Aufführungen / Theater Theater Konstanz Konstanz, Konzilstraße 11
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Aufführungen / Oper Wiener Staatsoper Wien, Opernring 2
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Aufführungen / Theater Vorarlberger Landestheater Bregenz, Seestr. 2
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Spinnereistr. 7
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Theater Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Aufführungen / Oper Staatsoper Stuttgart Stuttgart, Oberer Schloßgarten 3

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