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Szenenwechsel - Zwischen den Tönen

vom 28. Januar bis 3. Februar 2019

«Zwischen den Tönen»
Das Musikfestival Szenenwechsel 2019 widmet sich dem klanglichen und rhythmischen Ausdruck von Sprache in der Musik.

Musik entsteht fast immer aus realen Ereignissen oder aus literarischen Vorlagen heraus. Manchmal inspirieren nur einzelne Wörter, manchmal auch ganze Texte, Lyrik, Erzählungen
und Theaterstücke Komponierende zu Opern und Liedern, zu sinfonischen Werken und sehr oft auch zu «reiner» Instrumentalmusik. Dabei steht die Bedeutung der daraus entstandenen Musik oft «zwischen den Tönen»: Unaussprechliches wird musikalisch hörbar, Musik bezieht sich auf konkrete Texte, manchmal ist die Musik selbst das «Gesprochene». Bedeutungen, Emotionen, Aussagen werden dabei manchmal in Worten oder Gesang ausgedrückt. Oft aber spricht Musik einfach für sich und muss nicht erst noch erklärt werden. Das Musikfestival Szenenwechsel 2019 der Hochschule Luzern geht diesen Zusammenhängen nach und versucht heraus zu kristallisieren, was zwischen den Tönen steht.
So gibt es in unserem Programm wiederum viel Spannendes und Neues zu entdecken: Vom Jodel ohne Worte bis zum expressiven Kunstlied Arnold Schönbergs, vom Dialog der Soloinstrumente mit dem Orchester von Mozart bis zur lautmalerischen Ursonate Kurt Schwitters, von tanzbaren Orgelstücken bis zur Feststellung, dass die Zukunft genau jetzt stattfindet – eine starke Aussage von unserer Big Band. Unsere Studierenden führen Sie auch dieses Jahr durch die grosse musikalische Bandbreite, von der intimen Kammermusik bis zum sinfonischen Grosswerk, von der spirituellen Musik bis zum Ländler und von der jugendlichen Wiener Klassik bis zur abgeklärten Avantgarde.
Die Hochschule Luzern – Musik möchte nicht nur zwischen den Zeilen etwas sagen, sondern durchaus klare Aussagen machen: Unabhängig davon, ob Musik von einem sprachlichen Text
motiviert ist, ob sie zu einem Text komponiert oder ob sie an sich als Text zu interpretieren ist: die hier präsentierten musikalischen Werke sollen tolle Konzerterlebnisse ermöglichen, neue Zusammenhänge aufzeigen – und ganz einfach grossen Spass machen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Michael Kaufmann
Direktor der Hochschule Luzern – Musik

Kontakt

Szenenwechsel - Zwischen den Tönen
Zentralstrasse 18
CH-6003 Luzern

Telefon: +41 41 249 26 00
Fax: +41 41 249 26 01
E-Mail: musik@hslu.ch

Konzert

Volksmusik-Konzert

Alpini Vernähmlassig
Dayana Pfammatter, Jenny Lötscher, Maritta Lichtensteiger, Simone Karman, Jodel
Emanuel Krucker, Hackbrett
Dominik Flückiger, Florian Gass, Schwyzerörgeli
Kristina Brunner, Cello und Schwyzerörgeli
Helen Maier, Lukas Bircher, Violine
Madlaina Küng, Kontrabass
Jonas Gisler, Klavier
Albin Brun, Leitung

Teilnehmende Themenworkshop:
Kristina Brunner, Cello und Schwyzerörgeli
Dominik Flückiger, Florian Gass, Schwyzerörgeli
Flavia Frey, Antonia Gasser, Norma Haller, Gesang
Helen Maier, Violine
Emanuel Krucker, Hackbrett
Jonas Gisler, Klavier


Die Alpini Vernähmlassig – die Formation, die sich als Volksmusik-Labor der Hochschule Luzern versteht – präsentiert eine Auswahl von Stücken, die sie im Laufe des Herbstsemesters erarbeitet hat. Die Kompositionen von verschiedenen Ensemble-Mitgliedern sowie von Albin Brun kreieren ihre eigenen Atmosphären. Mit vier Jodlerinnen sind nun erstmals auch Stimmen bei den Alpinis vertreten, welche dem Klangbild ganz neue Facetten hinzufügen. Der Begriff Volksmusik wird hier weit gefasst, Einflüsse aus andern Stilen und Weltgegenden sind unüberhörbar.
Bereichert wird das Konzert durch die Teilnehmenden des Themenworkshops mit Albin Brun. Während des Herbstsemesters haben sie ihre Stimmen erkundet, lernten deren Register gezielt einzusetzen und haben sich an gängige, aber auch an neue Formen des Jodelns herangewagt.

Programm nach Ansage

Eintritt frei, Kollekte

anschliessend Stubete im Restaurant Jazzkantine
Konzert

Orgelvesper

Studierende der Orgelklasse Suzanne Z'Graggen:
Susanne Brenner Scheiwiller, Philipp E. Gietl, Lukas Punter, Mirjam Wagner, Orgel

Studierende des Bereichs Musik und Bewegung:
Razia Chaudhry, Simone Karmann, Maritta Lichtensteiger, Elina Marianne Lukkarinen, Laura Sabrina Anna Oswald, Nils Fisher, Hu Panpan, Rosalin Birnstiel, Marion Bolfing, Michèle Fella, Romina Désirée Peter, Nicole Zgraggen, Tanz
Sonia Rocha, Sarah Keusch, Choreographie


Jehan Alain (1911 – 1940):
«Joies» aus Trois Danses

Zwischenraum 1
Louis Vierne (1870 – 1937):
Impromptu aus 24 Pièces de fantaisie op. 54
Astor Piazzolla (1921 – 1992):
Libertango

Zwischenraum 2
Charles-Marie Widor (1844 – 1937):
Toccata aus Symphonie Nr. in 5 f-Moll op. 42 (1879)

Bei dieser Orgelvesper werden mit Tanz und Orgelmusik zwei Künste und ihre Aufführenden zusammengeführt. Mit dem Tanz der Orgel entsteht bei dieser einzigartigen Aufführung Bewegung zwischen den Tönen.
Studierende des Bachelor-Studiengangs Musik und Bewegung gestalten den Bereich der Stille aus und lassen das Publikum den einmaligen Raum der Jesuitenkirche für einmal anders erfahren.
Auf spannende Art und Weise werden schliesslich Tanz und Musik mit einem der berühmtesten Werke der Orgelmusik, Charles-Marie Widors Toccata aus der 5. Symphonie, zusammengeführt.

Eintritt frei, Kollekte

18:00 Uhr: Konzerteinführung in der Sakristei
18:15 Uhr: Vesper
Konzert

Tönende Sprachlosigkeit

Sinfoniekonzert

Junge Philharmonie Zentralschweiz
Luzerner Sinfonieorchester
Lisa Schatzmann, Violine
Isabel Charisius, Viola
Heiner Reich, Violoncello
Yaron Traub, Leitung


Wolfgang Amadé Mozart (1756 – 1791):
Sinfonia Concertante A-Dur KV 104 (Fragment Ergänzung)
Sinfonia Concertante Es-Dur KV 364
Paul Hindemith (1895 – 1963):
Symphonische Metamorphose über Themen von Carl Maria von Weber
Richard Strauss (1864 – 1949):
Rosenkavalier-Suite

Gemeinschaftskonzert mit dem Luzerner Sinfonieorchester

Im ersten Teil des Konzertes entdeckt man die Versuche Mozarts, das Dialogische zwischen den Soloinstrumenten und dem Orchester zum Klingen zu bringen: Einige Skizzen dazu hat er unvollkommen liegen gelassen, um dann in der Sinfonia Concertante KV 364 ein Meisterwerk für die beiden «sprechenden» Instrumente, Violine und Viola, zu schreiben. Veränderte Zitate finden sich bei Paul Hindemith, der in seinen sinfonischen «Metamorphosen» ein Thema von Carl Maria von Weber aufnimmt, um Neues zu kreieren. Zum Schlussbukett trumpfen das Luzerner Sinfonieorchester und die Junge Philharmonie gemeinsam mit der Rosenkavalier-Suite auf. Die Musik aus seiner gleichnamigen Oper hat Richard Strauss zu einer opulenten Suite verdichtet. Sie geht über die durch den Librettisten Hugo von Hofmannsthal geortete Sprachlosigkeit im menschlichen Zusammenleben weit hinaus: «Es ist augenblicklich und ewig, und hier ist Raum für Musik».

Ticketvorverkauf www.kkl-luzern.ch
Konzert

Vocal Transformations

Projekt des Studios für zeitgenössische Musik

Ensemble HELIX der Hochschule Luzern
Erik Borgir, Sascha Armbruster, Uli Fussenegger, Einstudierung


Luigi Dallapiccola (1904 – 1975):
Due liriche di Anacreonte (1944/45) für Sopran, Klarinetten, Viola, Klavier
Arnold Schönberg (1874 – 1951):
Aus Pierrot lunaire (1912) für Stimme, Flöte, Klarinette, Klavier, Violine, Violoncello
1. Mondestrunken – 24 . Eine blasse Wäscherin – 36. Madonna – 47. Der kranke Mond
Kurt Schwitters (1887 – 1948):
Ursonate (1932) ) für Sprecher
Dieter Schnebel (1930 – 2018):
Aus Maulwerke (1970) ) für Ensemble
Mauricio Kagel (1931 – 2008):
Tango Aléman (1978) für Stimme, Violine, Akkordeon und Klavier
Peter Ablinger (*1959):
Aus Voices and Piano (1998 – 2018)
1. Alvin Lucier – 2. Billie Holiday – 3. Hanna Schygulla
Georges Aperghis (*1945):
Wild Romance (2013) für Sopran und Ensemble

Dass Wörter von ihrer Bedeutung entkoppelt werden, Silben, Vokale in scheinbar sinnentleerten Erscheinungen entstehen, ist nicht nur ein Phänomen der literarischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts. Es spiegelt sich ebenso in der Geschichte der Musik während den letzten hundert Jahren.
In diesem Konzert begibt sich das Studio für zeitgenössische Musik auf eine musikalische Reise durch das zwanzigste Jahrhundert. Teilweise historische Marksteine veranschaulichen, inwieweit und in welche Richtungen sich der kompositorische Umgang mit Sprache und Stimme verändert und entwickelt hat.

Kollekte zugunsten des Stipendienfonds der Hochschule Luzern – Musik.
Das Konzert wird unterstützt durch die Albert Koechlin Stiftung AKS, Luzern.
Konzert

Musikalische Enthüllungen - Kammermusik "Akzente"

Hélène Mottas, Klavier
Bettina Klinglmayr, Oboe
Rahel Trinkler, Klarinette
Reto Maag, Horn
Federico Loy, Fagott
Heini Mätzener, Einstudierung


Wolfgang Amadé Mozart (1756 – 1791):
Quintett Es-Dur KV 452 für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott KV 452

Milena Bonaventurova, Violine
Nora Vetter, Viola
Luca de Falco , Violoncello
Rahel Trinkler, Klarinette
Federico Loy , Fagott
Erwin Fonseca, Reto Maag, Horn
Michael von Schönermark, Einstudierung


Miroslav Weber (1854–1906)
Septett E-Dur «Aus meinem Leben» für Klarinette, zwei Hörner, Fagott und Streichtrio
1. An den Ufern der Moldau; Jugendträume
2. Studienzeit; Lebensideale
3. An den Gräbern seiner Lieben
4. Im Kampfe ums Dasein; Getäuschte Hoffnungen; Jugenderinnerungen

«Das Beste, was ich noch in meinem Leben geschrieben habe!» - so äusserte sich Mozart über sein Quintett KV 542. Das Werk besticht denn auch nicht nur durch die nuancenreiche Behandlung sämtlicher Stimmen, sondern ebenso durch den ausgeglichenen Dialog zwischen Bläsern und Klavier. So hat Mozart gleichsam zwischen den Tönen sämtliche Parameter seiner Kompositionskunst einfliessen lassen. Ganz anders gestaltet sich die Ausdruckskraft von Miroslav Webers Septett «Aus meinem Leben». Weber übernahm von Smetanas zweitem Streichquartett nebst dem Titel auch die Idee einer musikalischen Lebensrückschau. Dies ist nicht nur ein Zugeständnis an den damaligen Geschmack, sondern das Werk weist auch autobiografische Züge auf. Die dadurch erreichte Authentizität des Ausdrucks, verbunden mit dem subtilen Einsatz der Blasinstrumente beweist, dass Webers Œuvre zu Unrecht im Schatten von Brahms und Dvořák steht.

Kollekte zugunsten des Stipendienfonds der Hochschule Luzern – Musik.
Das Konzert wird unterstützt durch die Albert Koechlin Stiftung AKS, Luzern.
Konzert

The Future Is Now

Big Band der Hochschule Luzern:
Pascal Fernandes, Nico Stettler, Martin Gilgen, Niki Jäger, Trumpets
Maurus Twerenbold, Georg Demel, Aarni Häkkinen, Jasmin Lötscher, Trombones
Benjamin Hecht, Marius Hösli, Jonas Pescatore, Mirjam Scherrer, Michael Koller, Reeds
Mario Castelberg (g), Jeremy Lenoir (p), Laurin Moor (b), Simon Hafner (dr), Rhthm Section
Luca Koch, Daniela Moser, Elian Frei, Esrin Sossai, Giulia Bättig, Lea Stuber, Michelle Fella, Pascale Etter, Vera Baumann, Chiara Schönfeld, Vocals
Ed Partyka, Leitung Vorproben
Martin Fondse, Arrangements, Kompositionen, Leitung


«The Future Is Now» ist eine Suite für Jazzorchester, die der niederländische Pianist, Komponist und Band-Leader Martin Fondse seit 2016 in Zusammenarbeit mit verschiedenen Nachwuchs-Jazz-Orchestern erarbeitet. Fondse nennt das Stück eine «Ode an die Zukunft»: er versteht es als ein Ausdruck der Hoffnung, dass Authentizität und persönliche Kommunikation auch in einer technokratischen Welt möglich ist. Es ist kein Zufall, dass die menschliche Stimme, unser primäres Kommunikationsmittel, in «The Future Is Now» eine tragende Rolle spielt. Fondse entwickelt die Suite stetig weiter; das nächste Kapitel schreibt er zusammen mit der Big-Band der Hochschule Luzern.

Martin Fondse (*1967) studierte Komposition bei Bob Brookmeyer, Dolf de Kinkelder und Bill Dobbins, sowie Klavier bei Robert Vermeulen und weiteren renommierten Pianisten. Er hat mit Pat Metheny, Peter Erskine, Nils Wogram, George Duke und zahlreichen anderen Musikerinnen und Musikern zusammengearbeitet. Er war 2015-2017 Leiter des Nationaal Jeugd Jazz Orkest (Niederländisches Jazz-Jugendorchester) und leitet seit vielen Jahren das Martin Fondse Orchestra. Er hat 2017 den BUMA Boy Edgar Prize gewonnen und ist Gastdozent an der Hochschule Luzern.

CHF 35.– bis 60.–
Kartenverkauf: KKL Luzern:, T +41 041 226 77 77; www.kkl-luzern.ch

16:00 Uhr, Luzerner Saal KKL Luzern
Pre Concert Talk: Prof. Dr. Olivier Senn im Gespräch mit Martin Fondse (in englischer Sprache).
Ereignisse / Festival Salzburger Festspiele Salzburg, Herbert von Karajan Platz 11
Ereignisse / Festival Mozartwoche Salzburg Salzburg, Schwarzstraße 26
Ereignisse / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Ereignisse / Festival Lucerne Festival Luzern, Hirschmattstr. 13
Ereignisse / Festival Museumsnacht Bern Bern 8, Postfach
Ereignisse / Festival Händelfestspiele Halle Halle, Große Nikolaistraße 5
Ereignisse / Messe ART KARLSRUHE Rheinstetten, Messeallee 1
Ereignisse / Festival Salzburger Pfingstfestspiele Salzburg, Herbert von Karajan Platz 11
Ereignisse / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Wuppertal, Kurt-Drees-Straße 4
Ereignisse / Blues Blues Festival Basel Basel, Rebgasse 12
Ereignisse / Festival Mülheimer Theatertage Mülheim an der Ruhr, Akazienallee 61
Ereignisse / Festival Domstufen-Festspiele Erfurt Erfurt,
Ereignisse / Festival Richard-Strauss-Festival Garmisch-Partenk., Schnitzschulstr. 19