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Lessingtage 2022

Um alles in der Welt – Lessingtage Celebration of Life
20.1.2022 bis 6.2.2022


Es gibt wohl kein größeres Thema als das Leben selbst: als Gegenstand für ein Festival ist es so selbstverständlich wie unmöglich zugleich. Nichtsdestotrotz ist dies die erste Ausgabe der Lessingtage nach einer Zeit, in der sich unser Zusammenleben grundlegend verändert hat. Obwohl Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise von der Pandemie betroffen waren und sind, standen überall Vereinzelung und Endlichkeit noch mehr als sonst im Vordergrund. Dem wollen wir etwas entgegensetzen: „Celebration of Life“ soll dem jetzt so wichtigen und drängendem Bedürfnis der Freude am Leben Ausdruck verleihen. Mit der Kunst das Leben feiern!

Kontakt

Lessingtage 2022
Thalia Theater GmbH
Alstertor 1
D-20095 Hamburg

Telefon: +49 (0)40.32814-0
E-Mail: publikum@thalia-theater.de

 

Thalia in der Gaußstraße
Gaußstraße 190
D-22765 Hamburg

Kartenkasse
Mo-Sa 10-19 Uhr
So und Feiertage 16-18 Uhr
info@thalia-theater.de
Tel 040.32814-444
Fax 040.32814-212

Abonnementsbüro
abo@thalia-theater.de
Tel 040.32814-433

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Installation

Celebration of Life

Eine Open-Air-Kunstaktion von und mit Schülerinnen und Schülern

Bei der Kunstaktion der Schulgruppen zu den Lessingtagen 2022 wird es darum gehen, nach einer Zeit der Abgrenzung und Distanziertheit wieder (neue) Maßstäbe für Gemeinsamkeiten zu finden. Wir haben über 1000 Schülerinnen und Schüler aus Hamburg und der Metropolregion dazu angeregt, die eigenen Bedürfnisse nach (Wieder-Er-)Leben zu erkunden und den eigenen Wünschen dazu Ausdruck zu verleihen. Wie und warum möchten wir das Leben in all seinen Facetten feiern? Welche Fragen und Perspektiven für das Zusammenleben haben wir? Was gilt es konkret zu feiern, hier in Deutschland, in Europa, in Afrika, weltweit? Wer hat welche Gründe? Wofür? Kinder und Jugendliche zeigen ihre Gedanken und Überlegungen, warum es sich lohnt, das Leben positiv zu sehen, zu bewerten, trotz Pandemie, Klimawandel und anderer großer und kleiner Probleme. Schülerinnen und Schüler skizzieren hierzu ihre Statements in Wort und Bild auf konfektionierten Metall-Stoff -Streifen, die schließlich am Thalia Theater zusammengefügt werden und in langen „fences of life“ auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz präsentiert werden.

Konzept: Herbert Enge, Anne Katrin Klinge, Nora Hertlein
Umsetzung: Ute Radler

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Schauspiel

Der schwarze Mönch

von Kirill Serebrennikov / nach Anton Tschechow

Worum geht’s?
Kirill Serebrennikov sagt: „How can we find strategies to survive? By work? By love? By art? „It’s an amazing story about a man who turns mad and about his kind of parallel life.“
Und auf die Frage, wie er die Geschichte erzählen möchte: „It’s like a poetic thriller. Of course I would like to make it with video, with life music and opera singing.“

Kirill Serebrennikow ist ein entgrenzender Gesamtkunstwerker, der in seinen Arbeiten oft das Crossover von Schauspiel, Körper- und Musiktheater sucht. Er ist ein freier Geist und ein Star des europäischen Regietheaters. Seine Inszenierungen sind auf den großen europäischen Festivals zu sehen, eine besondere Freundschaft verbindet ihn mit Avignon, er inszeniert an den großen Opernhäusern, zuletzt „Parsifal“ an der Wiener Staatsoper. Zugleich dreht er Filme, und all dies, obwohl er zur Zeit sein Land (noch) nicht verlassen darf. Jetzt kommt er ans Thalia!

„Ich bin seit vielen Jahren mit ihm in Kontakt und glücklich, dass jetzt, nach seinem Gastspiel mit „Who is happy in Russia“ bei den Lessingtagen 2019, endlich eine Serebrennikov-Inszenierung am Thalia stattfinden könnte. Gegen viele Wahrscheinlichkeiten, und deswegen umso möglicher. Kirill Serebrennikov achtet die ihm auferlegten Regeln und transzendiert sie mit seiner Kunst, ohne zu verbittern.

Eine Zeitlang haben wir über Parsifal und dessen traumtanzenden Blick auf eine ihm fremde Welt gesprochen. Geworden ist es dann die hierzulande nahezu unbekannte Tschechow-Geschichte „Der schwarze Mönch“. Man kann die Geschichte multiperspektivisch von verschiedenen Seiten erzählen. Es geht – vereinfacht gesagt – um die Freiheit. Um die unbändige Sehnsucht des Menschen nach Freiheit und Selbstentgrenzung, nach dem Besonderen und Einzigartigen, nach Kunst und Genialität, und um die Erfahrung, dass dies zu Selbstzerstörung führen kann,- eine „Hamlet“-Figur, zerrissen zwischen der Anforderung, sich in den sozialen Körper einzugliedern und dem Anspruch, eigen und besonders zu sein. Um einen Gärtner, der mit Hingabe und Selbstaufopferung seinen Garten pflegt, von dem er lebt, dem alles Besondere fremd, dienende Arbeit aber heilig ist, um dessen Tochter, die Erlösung von der Garten-Fron in der Kraft der Liebe sucht, und – last but not least: um einen untoten, arabischen Legenden entlehnten, schwarzen Mönch, der zugleich aus dem Arsenal von Edgar Allan Poe stammen könnte. Tschechow treibt den Konflikt zwischen menschlicher Mediokrität und Hypostasierung des Ichs auf die Spitze. Und Kirill Serebrennikov verschärft die Grundkonstellation durch die musikalisch-kompositorische Form des Rondos.

‚How can we find strategies to survive? ‘, fragt Serebrennikov. Tschechow stellt diese Fragen, Serebrennikov stellt sie, beantworten aber muss sie jeder selbst. Anders geht es nicht.

Übrigens: Auch der Begriff vom Menschen als „Herdentier“ spielt beim Arzt und Naturwissenschaftler Tschechow vor mehr als hundert Jahren bereits eine Rolle. Wir mussten uns gerade wieder an diesen Begriff erinnern lassen, eine schwer erträgliche, gewissermaßen kopernikanische „Kränkung“, die wievielte eigentlich? Müssen wir diese je epochalen „Kränkungen“ akzeptieren? Können wir sie überwinden? Im Sinne der Freiheit? Worin besteht sie genau? Oder geht es in Wahrheit um den Aufbruch in ein posthumanes Zeitalter, das diese Konfliktlinien hinter sich lässt?“

Joachim Lux

Eine internationale Produktion mit deutschem und russischem Ensemble

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Schauspiel

Doughnuts

von Toshiki Okada / aus dem Japanischen von Andreas Regelsberger

Der japanische Theaterkünstler Toshiki Okada lässt Menschen der Hypermoderne an sehr konkreten Orten aufeinandertreffen: an einer nächtlichen U-Bahn-Station in Tokio („No¯ Theater“), in einer Karaoke-Bar („No Sex“), in einem Wohnhaus („The Vacuum Cleaner“). Dort nähert er sich ihnen dann mit den Mitteln einer zeitgenössischen Version der Technik des japanischen No¯ Theaters. Für „Doughnuts“ versammelt er eine Handvoll Gäste einer Konferenz in einer Hotellobby. Die Welt ist wie ein Doughnut: viel Rand und in der Mitte ein Loch. Eine Leerstelle, die immer größer wird, mit der zunehmenden Erosion aller Gewissheiten. Ein perfektes Sinnbild für ein modernes Phänomen: Eine Spezies erobert einen fremden Lebensraum und stiftet Verwirrung. Ein Bär im Supermarkt, ein mutierendes Virus oder Social Media ohne Herzen. Irgendwann weiß niemand mehr, ob die eigene Denkweise noch stimmt – nicht zuletzt, weil der Menschheit eine Neudefinition ihrer Werte in Hochgeschwindigkeit abverlangt wird. Oder eben: weil Menschen den Anschluss an die Außengeschwindigkeit verlieren.

Zusammen mit seiner Kompanie „Chelfitsch“ wurde Okada international bekannt und ist mit seinen Arbeiten regelmäßig in Asien, Nordamerika und Europa zu Gast. „The Vacuum Cleaner“ (Münchner Kammerspiele) war 2020 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Mit „Doughnuts“ inszeniert Okada erstmals am Thalia Theater.

Regie: Toshiki Okada
Bühne: Dominic Huber
Kostüme: Tutia Schaad
Dramaturgie: Julia Lochte, Makiko Yamaguchi
Musik: Kazuhisa Uchihashi

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Stadtführung

Ermunterungen zum Vergnügen des Gemüts

So hieß eine Zeitschrift, in der Lessing ab 1749 veröffentlichte. Als junger Erwachsener schrieb auch Lessing anakreontische Lieder und Gedichte, eine Stilrichtung, die auf altgriechische Lyrik zurückgeht und das Leben und seine Freuden ins Zentrum rückt. Aus Lessings Hamburger Zeit ist bekannt, dass er versuchte, das Leben in vollen Zügen zu genießen. Er besuchte Gasthäuser, Kaffeestuben und war gern gesehener Gast bei literarischen Teegesellschaften des Bürgertums. Doch sein Lebensweg war von finanziellen Sorgen, Rückschlägen und persönlicher Tragik geprägt. Wir flanieren durch die Stadt auf einer Spurensuche zu den verschwundenen Orten der Geselligkeit des 18. Jahrhunderts in Hamburg. Lessing wird uns mit seinen Gedichten begleiten und wir entdecken den Komponisten Georg Philip Telemann, sowie die Dichter Bartold Hinrich Brockes und Friedrich von Hagedorn, die in der Anakreonik auch eine Erneuerung der Kunst sahen und eine neue literarische Ausprägung der Aufklärung.

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Stadtführung

Das gute Leben und die Schattenseiten

Stadtführungen zu Lessing / Mit dem Stadtführer Michael Grill

Hamburg: ein Füllhorn der kulturellen Möglichkeiten, der Zerstreuung und Unterhaltung. Auf diesem Rundgang, immer Lessing im gedanklichen Gepäck, entdecken wir verschwundene und noch vorhandene Orte der Musik, der Literatur und des Theaters im 20. und 21. Jahrhundert in der Stadt. Orte, die auch einen Bezug zu gesellschaftlichen Veränderungen und Umbrüchen hatten, werden im Zentrum stehen. So z.B. der Alsterpavillon, als Ort eines frühen Antisemitismus, die ehemalige „Palette“ als subkulturelle Stätte von lustvoller Anstößigkeit und Vorbühne der 68iger-Bewegung. Wir besuchen Orte literarischer und musikalischer Erneuerung, blicken aber auch auf die in der Nazizeit verbotene und verfemte Swingmusik und die widerständige Aneignung eines swingigen Lebensgefühls in Clubs oder auf der Alster.

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Stadtführung

Lessing in Hamburg und die Frauen der Aufklärung auf der Bühne und im Freundeskreis

Die Frauenfiguren in Lessings Theaterstücken und die Frauen in Lessings Freundeskreis ähneln sich in gewisser Weise. Wie sich Emilia Galotti und Minna von Barnhelm über bestehende Konventionen hinwegsetzen und aus den ihnen zugedachten sozialen Rollen ausbrechen, so agieren auch Elise Reimarus, Meta Klopstock und Eva König emanzipiert, fortschrittlich und eigeninitiativ, entgegen dem damals herrschenden Frauenbild. Wir flanieren gedanklich mit ihnen durch Hamburgs Innenstadt.

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Tanz

Avremo ancora l’occasione di ballare insieme

Gastspiel Deflorian/Tagliarini Italien

Wir werden wieder miteinander tanzen können / Ein Projekt von Daria Deflorian und Antonio Tagliarini

„Wann werden wir wieder miteinander tanzen können?“, fragt Giulietta Masina mit bangem Blick auf ihren Filmpartner Marcello Mastroianni im Film „Ginger und Fred“ von Federico Fellini aus dem Jahr 1986. Am Ende einer langen Karriere wird dort das alternde Entertainer-Paar nochmals für einen letzten gemeinsamen Auftritt vor die Fernsehkameras geholt und stellt jene Frage, die die Gesellschaft allgemein, aber vor allem Künstlerinnen und Künstler in den letzten eineinhalb Jahren existenziell beschäftigt hat.

Frei inspiriert von diesem Film über die Vergänglichkeit von Künstlerexistenzen ist ein einfühlsamer Theaterabend entstanden, der das Zusammenkommen auf der Bühne selbst zum Thema macht. Eine Ballade, die Performerinnen und Performern gewidmet ist, und ihrer Sehnsucht, ihr Innerstes nach außen zu kehren für das Publikum, das ihnen als Gegenüber so lange verwehrt war. Denn manchmal muss man einfach tanzen, ob in Abendgarderobe oder Pyjama.

Das Regie- und Autoren-Duo, das in seinen Produktionen auch immer selbst mitspielt, arbeitet meisterhaft mit der suggestiven Kraft des intimen Geschichtenerzählens. Bereits auf mehreren internationalen Festivals eingeladen, sind sie mit dieser persönlichen Liebeserklärung an die Kunst und das Theater selbst erstmals in Deutschland zu sehen.

Aufgeführt und mitverfasst von:
Francesco Alberici, Martina Badiluzzi, Daria Deflorian, Monica Demuru, Antonio Tagliarini, Emanuele Valenti
Künstlerischer Berater: Attilio Scarpellini
Licht: Gianni Staropoli
Bühne: Paola Villani
Bühne und Regieassistenz: Andrea Pizzalis
Ton: Emanuele Pontecorvo
Kostüme: Metella Raboni
Bühnenfotos und Video: Andrea Pizzalis
Technische Leitung: Giulia Pastore
Leitung und Werbung: Giulia Galzigni / Parallèle
Verwaltung: Grazia Sgueglia
Bild: Videostandbild aus dem Prelinger Archiv

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Film

Leto

Ein Film von Kirill Serebrennikov / Filmvorführung Russland, Frankreich

Leningrad, ein Sommer zu Beginn der 1980er Jahre. Während Alben von Lou Reed und David Bowie heimlich die Besitzer wechseln, brodelt die Underground-Rockszene. Mike und seine Frau Natascha lernen den charismatischen Musiker Viktor Zoi kennen. Ihre unbändige Leidenschaft für die Musik verbindet sie schnell zu einer eigenwilligen Dreieckskonstellation. Als Teil einer neuen Musikbewegung werden sie trotz staatlich kontrollierter Konzerte das Schicksal des Rock’n’Roll in der Sowjetunion verändern.

Nach der wahren Geschichte um die legendäre russische Rockband „Kino“ fängt „Leto“ (Sommer) das Lebensgefühl einer sich nach Freiheit sehnenden Generation kurz vor der Perestroika ein. Kirill Serebrennikow gelingt ein mitreißendes und leichtfüßiges Zeitbild einer Jugend zwischen Rebellion und dem Leben unter Zensur. Eine Hymne auf die ungestüme Kraft von Musik, Liebe und Freundschaft. Der Regisseur selbst wurde während der Dreharbeiten 2017 festgenommen und musste den Film im Hausarrest fertigstellen. „Was dabei herauskam, hat seherische Kraft: ‚Leto‘ deutet an, wie die Ära Putin Russland einfriert.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

Im Sommer 2020 wurde der Song „Chotschu Peremen“ (Ich will den Wandel) von Viktor Zoi zur Widerstandshymne der Oppositionsbewegung in Belarus.

Filmvorführung Russland, Frankreich
Weltpremiere bei den Filmfestspielen Cannes
Weltkino Filmverleih GmbH, Leipzig

In russischer Sprache mit deutschen Untertiteln (OmU)

Drehbuch: Mikhail Idov, Lily Idova, Kirill Serebrennikov
Schnitt: Yury Karikh
Kamera: Vladislav Opelyants
Produzenten: Ilya Stewart, Murad Osmann, Pavel Buria, Mikhail Finogenov
Ko-Produzent: Charles-Evrad Tchekhoff
Mit: Roma Zver, Irina Starshenbaum, Teo Yoo

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Ausstellung virtuell

Das Leben feiern!

Anleitung in 10 Punkten / Ein Rechercheprojekt von und mit Schulgruppen

Die Entbehrungen für Jugendliche werden kleiner. Ganz langsam kehrt die Stadt trotz immer noch bestehender pandemiebedingter Einschränkungen zurück zum Leben vor Corona. Gemeinschaftliche Begegnungen werden wieder möglich. Wir entdecken die schönen Seiten des Zusammenlebens neu. Wie feiern wir das Leben? Was gibt es zu feiern? Welche Anlässe sind uns wichtig? Zu diesen Fragen kommen wir ins Gespräch. Angeregt von dem Buch des niederländischen Historikers und Journalisten Rutger Bregman „Im Grunde gut“ untersuchen wir in Schulen, wie Jugendliche aus unterschiedlichen Stadtteilen Leben feiern möchten und ganz positiv die Perspektiven für die Zukunft bestimmen. Die Ergebnisse des Recherche-Projektes mit Schulgruppen werden in einer Art digitalem Essay mit Texten, Fotos und Musik während der Lessingtage auf der Thalia-Homepage präsentiert.

Leitung: Michelle Affolter
Fotos: Fabian Hammerl
Idee: Herbert Enge

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Show

Die Welterlöserin

Eine feministisch-öko-faschistische Show von Madame Nielsen, Christian Lollike und dem Halvcirkel String Quartett / Gastspiel Madame Nielsen, Dänemark

Gastspiel Madame Nielsen, Dänemark

Die dänische Ausnahmekünstlerin – Autorin, Performerin, Musikerin – Madame Nielsen lebt in ständiger Verwandlung. Ihre Arbeiten provozieren und bringen Überzeugungen ins Wanken. Und nun, mit Blick auf die rasant fortschreitende Erderwärmung, stellt sie uns die Frage: Was wird aus dem Anspruch, die Welt zu verändern, wenn die Welt wirklich zu brennen beginnt? Wie ernst kann sich die Kunst noch nehmen, wenn sie nicht mindestens das Ziel hat, die Welt zu erlösen?

Und so betritt Madame Nielsen als schillernde Souveränin die Bühne, den Weltstaat, und setzt – umringt von den vier Amazonen des Halvcirkel-Streichquartetts – eine Bewegung in Gang. Schluss mit der Heuchelei und raus aus der Komfortzone! Die Rettung der Menschheit ist ein schmutziger Job!

„Nur dort, wo das Theater auf die Grausamkeit zielt, wo es in seiner Körperlichkeit spürbar wird, es seine Knochen und Sehnen zur Schau stellt – dort verliert es für einen Moment seine Betriebsamkeit und gewinnt im wahrsten Sinne des Wortes politische Sprengkraft. […] Nicht viele beherrschen diese Kunst des Abgleitens so wie dieser Mensch. Sie ist und bleibt sehenswert.“ - Frankfurter Allgemeine Zeitung

Konzept: Madame Nielsen, Christian Lollike
Regie: Christian Lollike
Dramaturgie: Anders Thrue Djurslev
Bühne: Mie Riis
Licht: Morten Kolbak
Ton: Mads Emil Nielsen
Foto: Sebastian Freire

Mit: Madame Nielsen Halvcirkel (Pernille Kristiansen (Violin))
Bettina Marie Ezaki (Violin)
Mika Persdotter (Viola)
Nicole Hogstrand (Cello)

Gefördert durch: the Danish Art Foundation und Wilhelm Hansen Fonden

In deutscher und englischer Sprache

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Schauspiel

The Sheep Song

Gastspiel Toneelhuis, Belgien / Eine Produktion von FC Bergman und Toneelhuis

Ein Schaf erhebt sich über die eigene Spezies, es möchte ein Mensch werden: Hybris oder der nur allzu nachvollziehbare Wunsch, sich zu verbessern, sich weiterzuentwickeln? In einer Tour de Force durch menschliche Erfahrungswelten muss es am eigenen Leib erfahren, dass trotz all seiner Bemühungen niemand auf dieses Wesen gewartet hat, das zwar zur absoluten Integration bereit ist, aber trotzdem nirgends richtig Anschluss findet.

Das belgische Kollektiv FC Bergman, das bereits bei den Lessingtagen 2016 zu Gast war, bedient sich in dieser ohne Worte auskommenden modernen Fabel einer opulenten und mitreißenden Bildsprache, die uns musikalisch und choreographisch mit einem Ur-Drama des Mensch-Seins konfrontiert. Wie kann man sich an andere anpassen, ohne sich selbst zu verlieren oder vor Einsamkeit krank zu werden? Was, wenn Gott als Referenzpunkt nicht mehr zur Verfügung steht, und man am Wunsch nach Veränderung des eigenen Lebens nur scheitern kann?

von FC Bergman (Stef Aerts, Joé Agemans, Thomas Verstraeten, Marie Vinck)
Licht: Ken Hioco
Ton: Senjan Janssen
Kostüme: Joëlle Meerbergen
Musik: Ruben Machtelinckx

mit: Joé Agemans, Jan Deboom, Dries De Win, Gudrun Ghesquiere, Ruben Machtelinckx, Jonas Vermeulen, Thomas Verstraeten

Dauer 1:30h
Sprache: ohne Worte

In Koproduktion mit: Holland Festival, Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, Piccolo Teatro di Milano - Teatro d'Europa
Gefördert durch: the Tax Shelter of the Belgian Federal Government, Casa Kafka Pictures Tax Shelter empowered by Belfius

Am 29. Januar im Anschluss: Hamburger Formation
We don’t suck, we blow! live im Nachtasyl
- Jazz, Fusion, Rock, Hip-Hop, Elektro-Arrangements und Improvisationen

Am 30. Januar im Anschluss: Maike Schiller (Hamburger Abendblatt) im Gespräch mit FC Bergman

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Schauspiel

Das letzte Fest

Nino Haratischwili - Festivalrede

Sie ist ein leidenschaftlich politischer Mensch, und sie ist eine sprachmächtig meisterhafte Erzählerin politischer (und anderer) Leidenschaften. Als Reisende zwischen Welten, zwischen Osteuropa und Westeuropa, zwischen Georgien und Deutschland, zwischen ihrer Geburtsstadt Tbilissi und ihren Wahlheimaten Hamburg und Berlin, ist sie eine wahre Grenzgängerin. Ihre literarische Vermessung der Welt erstellt ganz neue „kognitive Landkarten“. Diese – und das macht ihre Art der Zeitgenossenschaft so besonders – erschließen nicht nur geographisch unbekanntere Räume, sondern auch zeitlich, indem sie Gegenwart als etwas Gewordenes aufzeigen.

Ende Februar wird mit „Das mangelnde Licht“ nach „Das achte Leben (Für Brilka)“ und „Die Katze und der General“ zum dritten Mal ein großer Roman dieser vielfach ausgezeichneten Autorin in der Regie von Jette Steckel auf der Bühne des Thalia Theater uraufgeführt. Mit Nino Haratischwili hält erstmals eine Lessing-Preisträgerin (sie erhielt 2017 das Stipendium des Lessingpreises) die Festivalrede der Lessingtage, die in diesem Jahr mit „Celebration of Life“ überschrieben sind. Sie, die Aufklärung und Passion so eigensinnig zu verbinden vermag, wird von einem letzten Fest erzählen. Musikalisch begleitet von zwei außergewöhnlichen Musikerinnen aus Georgien: Keti Klimiaschwili und Nino Tskitischwili.

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Diskussion

Lebenszeichen

Neues Theater als Ausdruck gesellschaftlicher Dynamik in Osteuropa, Podiumsdiskussion

In Osteuropa und den Ländern der ehemaligen Sowjetunion vollziehen sich die verschiedensten politischen Entwicklungen, die sich auf die Freiheit der Künste auswirken. Die Lessingtage präsentieren zu Beginn einen Schwerpunkt mit dem Theater- und Filmregisseur Kirill Serebrennikov, der ganz konkreten Repressionen in Russland ausgesetzt ist, die seine Arbeit massiv beeinträchtigen.

In dieser Diskussionsrunde kommen nun Künstlerinnen und Künstler aus weiteren Kontexten zu Wort, die in ihren Institutionen ebenfalls mit einer schleichenden (Selbst-)Zensur und erschwerten finanziellen Möglichkeiten konfrontiert werden. Sie kommen aus Ländern, die entweder in die Diktatur abdriften, oder sich aus einer dysfunktionalen post-sowjetischen Kleptokratie in einen neuen, jungen Staat verwandeln. Trotzdem finden sie aber eine blühende Landschaft von jungen Theaterschaffenden vor, die sich kritisch gesellschaftlich relevanten Themen stellen. Jenseits der Aufmerksamkeit, die der Protest- oder gar Revolutionskultur in Osteuropa zuteil wird, finden neue Ausdrucksformen und Sprachen ihren Weg, die eine vielseitige Dynamik reflektieren.

Mit Kirill Serebrennikov sowie Elena Kovalskaya: seit 2013 Direktorin des Moskauer Meyerhold Zentrums. Anastasia Potlaj: Regisseurin und Schauspielerin, vor allem am russischen teatr.doc. Sie gibt jenen eine künstlerische Stimme, die sich sonst nicht auf Theaterbühnen wiederfinden. Nataliya Worozhbyt: ukrainische Dramaturgin und Drehbuchautorin. Moderation: Sonja Zekri: Slawistin, von 2008 bis 2011 Korrespondentin für die Süddeutsche Zeitung in Moskau, seit 2020 SZ-Kulturkorrespondentin in Berlin.

In russischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung

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Buchpräsentation

Jeder soll von da, wo er ist, einen Schritt näher kommen – Fragen nach Gott

Buchpremiere / Lesung, Gespräch und Musik

Abend für Abend für Abend erzählt ein Vater seiner Tochter von der Religion – nicht nur von der eigenen, dem Islam, sondern von den Religionen überhaupt, von Gott, dem Tod und dem Leben und der Unendlichkeit um uns herum. Und ist bald bei den großen Fragen, die sich alle Kinder stellen und viele vergessen, wenn sie erwachsen geworden sind: von Gott und dem Nichts, von Liebe und Tod. Eine Verzauberung ist dieses Buch, ein poetisches Meisterstück, gerade weil Navid Kermani auch ins Dunkle zu schreiben wagt und das Vertrauen die Ratlosigkeit nicht überdeckt. Aber natürlich auch, weil seine Sprache, seine Gedanken, sein Wissen aus zwei Kulturen einzigartig sind, so hell und so tief. Navid Kermani wurde für seine Romane, Essays und Reportagen vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kleist-Preis, dem Hölderlin-Preis sowie dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

„Die Weite seines Werks hat etwas Spielerisches, Experimentelles, vielleicht sogar Anarchisches. Und hätte es in der deutschen Übersetzung nicht schon etwas Schales, müsste man ihn Pontifex maximus, Oberster Brückenbauer nennen – das wäre, klar, eine Anmaßung, denn dieser päpstliche Titel steht ihm nicht zu. Aber sein Werk wäre damit, ziemlich vage noch und auch leicht gewagt, recht gut beschrieben.“ - Philip Gessler, taz

Mit: Barbara Nüsse, Navid Kermani
Ensemble Resonanz

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Schauspiel

Are we not drawn onward to new erA

Gastspiel Ontroerend Goed Belgien

Wie ihr Titel ist diese Aufführung ein Palindrom, man kann sie vorwärts und rückwärts lesen. Das Stück dreht sich um einen vom Menschen gemachten „point of no return“: zuerst etwas undurchsichtig, läuft der erste Teil ab einem Wendepunkt wieder zurück, mit berückender Raffinesse und überraschender Bedeutungsverschiebung. So formal brillant und unterhaltsam die Aufführung ist, so ernst ist allerdings ihr Thema: Der Abend dreht sich um die Frage, ob die Menschheit – in Anbetracht von Klimawandel, Plastikvermüllung und zunehmender Zerstörung der Natur – noch zu retten ist. Ist es für uns fünf vor oder schon fünf nach zwölf?

Das flämische Kollektiv Ontroerend Goed beweist in seinen Produktionen immer wieder außerordentlichen Einfallsreichtum und ersinnt formal überraschende und eindrucksvolle Theaterabende. Diese preisgekrönte Aufführung ist eine kluge visuelle Metapher: sie zeichnet den Prozess nach, in dem sich Menschen entweder ihrem Untergang oder doch ihrer Erlösung nähern, mit einem hoffnungsvollen Augenzwinkern für einen optimistischen Blick in die Zukunft.

Konzept und Regie: Alexander Devriendt
Bühne: Philip Aguirre Y Otegui
Dramaturgie: Jan Martens
Licht, Video & Ton: Jeroen Wuyts, Babette Poncelet
Technischer Assistent: Klaas Neyt, Jon Barron
Kostüme: Charlotte Goethals / Valerie Le Roy
Musik: William Basinski
Bearbeitung: Joris Blanckaert

mit: Angelo Tijssens, Charlotte De Bruyne, Jonas Vermeulen, Karolien De Bleser, Kristien De Proost, Vincent Dunoyer

In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Dauer 1:10h

In Koproduktion mit: Spectra, Kunstencentrum Vooruit Gent, Theatre Royal Plymouth, Adelaide Festival & Richard Jordan Productions

Am 1. Februar im Anschluss: Falk Schreiber (freier Journalist) im Gespräch mit Alexander Devriendt (Künstlerischer Leiter Ontroerend Goed) sowie Premierenfeier mit Publikum

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Lesung

Buchparty

Dramaturgie des Daseins. Everyday Live / Buchparty von und mit Carl Hegemann und Gästen

Celebration of Life – Everyday Live! Das Theater ist vom Leben nicht zu trennen, weil beides dieselbe Grundlage hat: Spannung, Konflikt, Drama. Und wie das Leben zeichnet sich die Kunst dadurch aus, dass man nicht schon vorher weiß, was kommt.

Der Dramaturg Carl Hegemann ist ein Free-Jazzer. Er nimmt Gedanken und Motive auf, umspielt sie, entrückt sie ins Philosophische. In den letzten 20 Jahren ist eine Sammlung von Texten entstanden, deren zentrale Pointe ist: Wir können uns nur selbst bestimmen, wenn wir von außen bestimmt sind. Hegemann und das Thalia-Ensemble präsentieren sein neues Buch über das Glück der Tragödie. Über romantische, käufliche und revolutionäre Liebe. Über Fluchtbewegungen in Familie, Kunst und Staat. Über Allmacht, Nichtstun und ewige Ruhe. Kurz, das Leben im Selbstwiderspruch – und welche Musik könnte diesen besser begleiten, als die von Neil Young: „The same thing that makes you live can kill you in the end“. Mit der Thalia Ensemble-Band aus „Die Nacht der von Neil Young Getöteten“, guten Drinks, Lesung und Gesprächen lassen wir uns überraschen, was der Abend bringt!

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Konzert

We don't suck, we blow!

Chris Lüers - Trombone
Adrian Hanack - Saxophon
Umut Abaci - Electronic, Synth
Florian Kiehn - Guitar
Falko Harriehausen - Bass
Johannes Metzger - Drums


„We don’t suck, we blow!“ stellen ihre neue Platte „In Vitro“ vor: eine Schatzinsel der stilinklusiven Abenteuerlust. Verspielt und trotzdem prägnant, zielgerichtet und zugleich in alle Richtungen offen. Die Musik der Hamburger Formation überschreitet Genregrenzen. Irgendwo zwischen Jazz, Fusion, Rock und Hip-Hop verortet, vereinen ihre innovativen Arrangements virtuose Soli und Improvisationen, elektronische Intermezzi, detailverliebte Klangtüfteleien und orchestralen Sound. In ihren Live-Shows beeindrucken die Hamburger Jungs durch ihre unbändige Energie und spontane Experimentierfreude – ausgelassene Stimmung garantiert!

Nach der Premiere von "The Sheep Song" am 29. Januar spielt die Haburger Formation live im Nachtasyl.

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Schauspiel

Das Leben des Vernon Subutex 1

von Virginie Despentes
Gastspiel Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

In einer Fassung von Florian Borchmeyer, Bettina Ehrlich und Thomas Ostermeier / Aus dem Französischen von Claudia Steinitz

Bei Vernon Subutex läuft es bemerkenswert schlecht. Als Inhaber eines in ganz Paris bekannten Plattenladens verliert er im Zeitalter digitaler Tauschbörsen und Streamingdienste seine Existenzgrundlage. Mehr noch: seine Existenzberechtigung. Dinosaurier der analogen Ära, vergräbt er sich erst über Jahre mit Sixpacks und Fernsehserien in seiner Wohnung und landet letztendlich auf der Straße. Vernon, fulminant als heruntergekommener Lebemann gespielt von Joachim Meyerhoff, beginnt eine Couchsurfing-Odyssee bei alten Bekannten und damit eine Reise zu den Abgründen einer zutiefst verunsicherten, von Spaltung, Ungleichheit und sozialer Verwahrlosung geprägten Gesellschaft.

Ob früherer Punk, jetzt „rechter Sack“, liberaler Moslem mit fundamentalistischer Tochter, oder feministischer Ex-Porno-Star – in schroffen Perspektivwechseln entwirft die französische Autorin und Filmemacherin Virginie Despentes ein schillerndes Panorama verschiedener sozialer Schichten, Geschlechtsidentitäten und politischer Orientierungen. Der erste Teil ihrer Trilogie um Vernon Subutex ist zugleich Parforce-Ritt durch die Themen unserer Zeit und faszinierendes Sozialpanorama.

Regie: Thomas Ostermeier
Bühne und Kostüme: Nina Wetzel
Video: Sébastien Dupouey
Musik: Nils Ostendorf
Dramaturgie: Bettina Ehrlich
Licht: Erich Schneider

In deutscher Sprache mit englischen Übertiteln

Dauer 4:15h, mit Pause

In Koproduktion mit dem Kroatischen Nationaltheater Zagreb

Am 4. Februar im Anschluss: Premierenfeier im Nachtasy
Am 5. Februar im Anschluss: Iris Radisch (DIE ZEIT) im Gespräch mit dem Ensemble

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Oper

Have a Good Day!

von Vaiva Grainytė, Lina Lapelytė, Rugilė Barzdžiukaitė
Gastspiel Operomanija, Litauen

Oper für zehn Kassiererinnen, Supermarktgeräusche und Klavier

Im kalten Licht der Supermarktbeleuchtung sitzen zehn Kassiererinnen in ihren Uniformen, gewappnet mit unerschütterlicher Freundlichkeit oder resignierter Routine. „Einen schönen Tag noch!“ und „Vielen Dank!“ sind oft die einzigen Interaktionen mit der Kundschaft, eine Parade eingeübter Grußformeln.

In „Have a Good Day!” werden die inneren Monologe und Biographien der Frauen an der Supermarktkasse in die Form zeitgenössischen Musiktheaters gegossen, und ihrem alltäglichen Kontext entrissen. Die Poesie und Monotonie der immer gleichen Lebensmittel, die am Kassenband vorbeiziehen, dieselben Handgriffe, rhythmisiert durch das immerwährende Piepsen der Barcodescanner, machen diese Oper zu einem musikalischen Manifest jener Arbeiterinnen, die durch die Pandemie kurzfristig als „systemrelevant“ medial in den Vordergrund gerückt wurden.

Die witzige und äußerst berührende Performance wurde bereits weltweit auf Festivals eingeladen und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Das Ringen mit den schlechten Arbeitsbedingungen in diesen prekären Jobs ist dabei omnipräsent: von Problemen mit der Kinderbetreuung bis zur vollen Blase, die stundenlang keine Erleichterung erfahren darf.

Konzept: Vaiva Grainytė, Lina Lapelytė, Rugilė Barzdžiūkaitė
Librettist: Vaiva Grainytė
KOMPOSITION und MUSIKALISCHE LEITUNG: Lina Lapelytė
Regie und Bühne: Rugilė Barzdžiukaitė
Licht: Eugenijus Sabaliauskas
Kostüme: Daiva Samajauskaitė
Ton: Arūnas Zujus
Produktion: Operomanija

In litauischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Am 5. Februar im Anschluss:
Catarina Felixmüller (freie Journalistin) im Gespräch mit dem Regieteam sowie Premierenfeier mit Publikum

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Szenisches Konzert

Der Traum von der Unsterblichkeit

Lange Nacht der Weltreligionen 2022

Erst leben, dann sterben und was kommt danach? Die Vorstellungen sind vielfältig. Aufgehen im großen Ganzen oder Wiedergeburt? Leibliche Auferstehung, ein Weiterleben der Seele oder durch Handlungen und Gedenken der Nachfahren – oder: nichts?



Religionen und Weltanschauungen bieten unterschiedliche Konzepte von Leben und Tod, Individualität, Körper und Geist. Auch in postreligiösen oder naturalistischen Weltbildern finden sich Vorstellungen von einer Fortsetzung des Lebens nach dem Tod – oder gar Versuche, den Tod zu überwinden. Was bedeutet Tod in einer Welt, in der das Leben zunehmend durch Technologie bestimmt wird? Was passiert, wenn sich das Versprechen der Unsterblichkeit dadurch einlöst, dass sich der Homo sapiens von der Biologie löst, „posthuman“ wird und die Gattungszukunft „postbiotisch“ auf digitalen Datenträgern stattfindet? Unsterblichkeit: Traum oder Alptraum?

Die Lange Nacht der Weltreligionen verbindet Diskussionsrunden, Musik, Performance und Textlesungen aus Religionen, Philosophie, Wissenschaften und Literatur.

Mit:
Prof. Dr. Aleida Assmann
Prof. Dr. Jan Assmann
Mathias Greffrath
Dr. Ana Honnacker
Prof. Dr. Hubert Knoblauch
M.A. Tuğrul Kurt
Moritz Riesewick und Hans Block („Die digitale Seele“)
Sung-Yon Lee
Dr. Janina Loh
Dr. Anna Briskina-Müller, u.a.
Prof. Dr. Claudia Waskow

Moderation: Dr. Christiane Florin (Deutschlandfunk)

In Kooperation mit der Akademie der Weltreligionen der Universität Hamburg und dem Deutschlandfunk

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Lessingtage 2022

Thalia Theater GmbH

Um alles in der Welt – Lessingtage Celebration of Life
20.1.2022 bis 6.2.2022


Es gibt wohl kein größeres Thema als das Leben selbst: als Gegenstand für ein Festival ist es so selbstverständlich wie unmöglich zugleich. Nichtsdestotrotz ist dies die erste Ausgabe der Lessingtage nach einer Zeit, in der sich unser Zusammenleben grundlegend verändert hat. Obwohl Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise von der Pandemie betroffen waren und sind, standen überall Vereinzelung und Endlichkeit noch mehr als sonst im Vordergrund. Dem wollen wir etwas entgegensetzen: „Celebration of Life“ soll dem jetzt so wichtigen und drängendem Bedürfnis der Freude am Leben Ausdruck verleihen. Mit der Kunst das Leben feiern!
Thalia in der Gaußstraße
Gaußstraße 190
D-22765 Hamburg

Kartenkasse
Mo-Sa 10-19 Uhr
So und Feiertage 16-18 Uhr
info@thalia-theater.de
Tel 040.32814-444
Fax 040.32814-212

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Tel 040.32814-433

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Bewertungen & Berichte Lessingtage 2022

Ereignisse / Festspiele Salzburger Festspiele Sommer 2022
Ereignisse / Tanz Dresden Frankfurt Dance Company Dresden / Frankfurt
Ereignisse / Festspiele Domstufen-Festspiele Erfurt 15.7. bis 7.8.2022
Ereignisse / Festival Lucerne Festival im KKL Luzern
Ereignisse / Festival ECLAT Festival Neue Musik 1. bis 6.2.2022 / Hybrid
Ereignisse / Festival Ars Electronica Festival Linz
Ereignisse / Festival Moritzburg Festival
Ereignisse / Kabarett Uwe Steimle Dresden
Ereignisse / Varieté Krystallpalast Varieté Leipzig
Literatur / Museum Robert Musil Literatur-Museum Klagenfurt Klagenfurt, Bahnhofstraße 50
Konzerte / Konzert Wiener Konzerthaus Wien, Lothringerstraße 20
Literatur / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Aufführungen / Theater Staatsschauspiel Dresden Dresden, Theaterstraße 2
Konzerte / Musik Hochschule Luzern
Bereich Musik
Luzern-Kriens, Arsenalstrasse 28a
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Weimar, Platz der Demokratie 2/3
Ausstellungen / Messe Discovery Art Fair Virtual Köln, Gladbacher Wall 5

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