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Wiener Konzerthaus

Konzerte der Wiener Konzerthausgesellschaft

Das Wiener Konzerthaus zählt zu den bedeutendsten Institutionen des internationalen Musiklebens. Gemeinsam mit Staatsoper und Musikverein bildet es jene prominente Trias, die den weltweiten Ruf Wiens als führende Musikmetropole begründet, und ist dank seiner wohl einmaligen Verbindung von Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude längst unentbehrlich für das lebendige kulturelle Klima Wiens.

Kontakt

Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien

Telefon: +43 1 242002
Fax: +43 1 24200-110
E-Mail: ticket@konzerthaus.at

 

Infotelefon: +43 1 24200-100

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Konzert

Orchestre de Paris / Harding

"Britten: War Requiem"

Orchestre de Paris
Wiener Singakademie
Schülerinnen und Schüler der Opernschule der Wiener Staatsoper, Kinderchor
Einstudierung: Johannes Mertl
Albina Shagimuratova, Sopran
Andrew Staples, Tenor
Christian Gerhaher, Bariton
Daniel Harding, Dirigent


Klingendes Mahnmal für den Frieden
»Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist warnen«: Benjamin Brittens ergreifendes »War Requiem« beweist mit prominenten Künstlerinnen und Künstlern aus England, Deutschland, Frankreich, Russland und Österreich unter der Leitung von Daniel Harding erneut seine Ausdruckskraft und ungebrochene Aktualität.

»Let us sleep now«, singen Tenor und Bariton gegen Ende in sanfter Entrückung, wenn alle irdische Last von ihnen abgefallen ist: Zwei Soldaten, die sich im Leben als Feinde begegnen mussten und doch nichts anderes waren als Opfer des Krieges, scheinen im Tode nun friedlich vereint. Knabenstimmen lassen aus der Ferne ein transzendentales Wiegenlied erklingen – und der Chor bittet neuerlich um die ewige Ruhe. Durch die herbe Tritonusspannung Fis-C der Totenglocken, die als Keimzelle, Leid- und Leitmotiv das ganze Werk bestimmt, scheint diese Ruhe allerdings unerreichbar. Doch die bange Stimmung löst sich – ein stets aufs Neue berührender Effekt – zum dritten und letzten Mal in friedvoll leuchtendes F-Dur auf: »Amen«. Mit solch kunstvoll ausgeklügelter Schlichtheit endet Benjamin Brittens »War Requiem«, dieses einzigartige, aufrüttelnde Bekenntnis zu Frieden, Menschlichkeit und Miteinander angesichts der Schrecken des Krieges.

Entstanden ist das »War Requiem« im Gedenken der Opfer aller Nationen für die Einweihung der neuen Kathedrale von Coventry im Jahr 1962. Deren 500 Jahre alter, kulturhistorisch unschätzbarer Vorgängerbau war 1940 von der deutschen Wehrmacht zerstört worden – zusammen mit Fabriken, Wohnvierteln und Krankenhäusern im Bombenhagel einer einzigen Nacht. 550 Tote und mehr als doppelt so viele Verletzte waren zu beklagen: »Coventrieren« galt im Nazijargon seither als Synonym für »dem Erdboden gleichmachen« – und eine rote Linie im Luftkrieg war überschritten …

Inspiriert auch von der modernen Architektur der neuen Kathedrale, die neben dem Torso der alten errichtet wurde, verbindet Brittens Partitur drei klar voneinander geschiedene Klangsphären, die am Ende desto ausdrucksvoller zusammenfinden: Für die lateinische Totenmesse setzt er Sopransolo, den bis zu achtstimmigen Chor und das große Orchester ein. Dabei fallen insbesondere die Schrecken des Jüngsten Gerichtes, wie sie der mittelalterliche Text im »Dies irae« beschwört, mit der Realität des Schlachtfeldes zusammen. Die konkrete, wenn auch dichterisch überhöhte Seelenpein der Soldaten findet dagegen ihren Ausdruck in den Soli von Tenor und Bariton, die von einem Kammerensemble begleitet werden: Es war Brittens geniale Idee, die Abstraktion des Requiems mit der Lyrik von Wilfred Owen zu kombinieren. 1918 mit nur 25 Jahren in Frankreich gefallen, gilt der Dichter als einzigartiger literarischer Zeitzeuge des Ersten Weltkriegs. Von ihm stammt auch das Motto, das Britten dem Werk voranstellt: »Mein Thema ist der Krieg und das Leid des Krieges. Die Poesie liegt im Leid … Alles, was ein Dichter heute tun kann, ist warnen.« Als dritte Sphäre kommt noch ein entrückt wirkender, gesondert postierter Knabenchor mit Orgel hinzu, der das Mysterium von Unschuld und Reinheit versinnbildlicht.

Brittens Lebensgefährte Peter Pears stand als Tenor der Uraufführung fest, Dietrich Fischer-Dieskau war der Bariton und Galina Vishnevskaja, Bolschoi-Diva und Gattin des Cellisten Mstislav Rostropovich, wollte den Sopran singen – allesamt allürenfreie Stars von Brittens und Pears’ Aldeburgh Festival, dieser herzlich-familiären Begegnungszone internationaler Spitzenkräfte. Doch im letzten Moment verweigerten die Sowjets Vishnevskaja die Ausreise: trauriger Indikator des Kalten Krieges. Erst bei einer späteren Aufführung nebst Plattenaufnahme konnte sie dabei sein.

Ist die Menschheit seither klüger geworden? Sind die alten Grenzen überwunden? Haben wir nicht längst neue, erbittert umkämpfte Fronten gezogen? Im Wiener Konzerthaus jedenfalls werden nun wieder erste Kräfte aus den einst feindlichen Nationen einander musikalisch die Hände reichen: am Pult der willensstarke Daniel Harding, dazu Albina Shagimuratova, zuletzt in Salzburg als Königin der Nacht gefeiert, der vielseitige Andrew Staples sowie Christian Gerhaher, dieser Inbegriff von musikalischer Klugheit und Intensität. Zusammen mit dem Orchestre de Paris, der Wiener Singakademie und den Kindern der Opernschule der Staatsoper bringen sie Brittens Vision der Versöhnung zum Klingen.

Benjamin Britten: War Requiem op. 66 (1962)

Veranstalter & Verantwortlicher: Wiener Konzerthausgesellschaft

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Klavierkonzert

Klavierabend Pierre-Laurent Aimard

Bach: Goldberg-Variationen

Pierre-Laurent Aimard, Klavier

Johann Sebastian Bach: Aria mit verschiedenen Veränderungen. Clavier-Übung IV BWV 988 »Goldberg-Variationen« (1741–1742)

Einem Monolithen der Klavierliteratur von einzigartigem Zuschnitt und Rang widmet sich Porträtkünstler Pierre-Laurent Aimard am letzten der drei Abende, die ihn diese Saison ins Wiener Konzerthaus geführt haben werden: »Die ›Goldberg-Variationen‹ sind ein eminent geschichtshaltiges Werk«, schreibt der Musikwissenschaftler Andreas Traub in seiner Monographie darüber. »Zweihundert Jahre Musikgeschichte sind in sie eingegangen, und sie wirken bis heute in die Musikgeschichte hinein.« Kein Wunder also, dass ein Künstler wie Aimard, der nicht nur mit seinen atemberaubenden Interpretationen fasziniert, sondern auch mit der historischen Perspektive, in die er diese zu rücken weiß, sich von einem solchen Werk gleichsam magnetisch angezogen fühlt. Zwei der großen Klavierzyklen des 20. Jahrhunderts hat er im Wiener Konzerthaus diese Saison schon eindrucksvoll dargestellt und dabei nicht zuletzt überzeugend gezeigt, in welchen Traditionen diese – bei all ihrer Innovativität – auch stehen. Gleiches gilt selbstverständlich erst recht für die 1741 im Druck erschienenen »Goldberg-Variationen«, die weit in die Vergangenheit zurückweisen und zugleich bis auf den heutigen Tag weiter und weiter aktualisiert werden wollen.

Veranstalter & Verantwortlicher: Wiener Konzerthausgesellschaft

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Konzert

Camerata Salzburg / Bell / Manze

Sehnsuchtsvolle Töne

Camerata Salzburg
Joshua Bell, Violine
Andrew Manze, Dirigent


Jean Sibelius: Rakastava »Der Liebende«. Suite op. 14 für Streichorchester, Pauken und Triangel (1893/1911)
Antonín Dvořák: Konzert für Violine und Orchester a-moll op. 53 (1879–1882)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36 (1801–1802)

Frühlingshaft mitreißend sind die Werke, denen sich das Kammerorchester im Mai widmet: Sibelius entzückend herzhafte Streicher-Suite op. 14 sowie Beethovens bewegende zweite Symphonie. In Dvořáks einzigem Violinkonzert brilliert Joshua Bell, der den sehnsuchtsvollen Tönen der Violine Glanz verleiht. Genauso wie einst ein Biograf des Komponisten es auszudrücken vermochte: »Als sänge eine Lerche über duftenden Heimatfluren.«

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Konzert

Wiener Symphoniker / Buchbinder

"play & conduct"

Wiener Symphoniker
Rudolf Buchbinder, Klavier, Leitung


Joseph Haydn: Konzert für Klavier und Orchester D-Dur Hob. XVIII/11 (1784 vor)
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester C-Dur K 503 (1786)
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15 (1795–1798)

Rudolf Buchbinder widmet sich der Wiener Klassik, nämlich je einem Klavierkonzert von Haydn, Mozart und Beethoven. Bei diesem außergewöhnlichen Projekt, das obendrein an gleich drei aufeinanderfolgenden Tagen auf dem Programm steht, leitet Buchbinder die Wiener Symphoniker in bewährter Manier vom Klavier aus selbst.

Veranstalter & Verantwortlicher: Wiener Konzerthausgesellschaft

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Konzert

Elīna Garanča

Wiener KammerOrchester
Elīna Garanča, Mezzosopran
Karel Mark Chichon, Dirigent


Giuseppe Verdi: Ouverture zu »Luisa Miller« (1849)
Nel giardin del bello saracin (Schleierlied der Eboli aus »Don Carlos«) (Libretto: Méry und Du Locle, nach Schiller) (1867)
Giacomo Puccini: Intermezzo 3. Akt (Manon Lescaut) (Libretto: Leoncavallo, M. Praga u. a., nach Prévost) (1893)
Francesco Cilea: Ecco! Respiro appena... Io son l'umile Ancella (Arie der Adriana aus »Adriana Lecouvreur«) (1902)
Giuseppe Verdi: Sinfonia (Aida) (1872)
O don fatale »Verhängnisvoll war das Geschenk« (Arie der Eboli aus »Don Carlos«) (Libretto: Méry und Du Locle, nach Schiller) (1867)
Federico Chueca: Prelude zu »El bateo«
Edvard Grieg: T'estimo (Bearbeitung: Langley)
Stanislao Gastaldon: Musica proibita (Bearbeitung: Karel Mark Chichon) (1881)
Franz von Suppé: Ouverture zu »Leichte Kavallerie« (1866)
Rosendo Mato Hermida, Alfonso Daniel Rodríguez Castelao
Lela (Bearbeitung: Durán)
Carlos Gardel: El dia que me quieras. Tango Canción (Bearbeitung: Karel Mark Chichon)
Jeronimo Gimenez: Intermezzo (La Boda de Luis Alonso)
Pablo Sorozabal: No puede ser (La tabernera del puerto)

Vor eineinhalb Jahren gab Elīna Garanča an der Pariser Opéra Bastille ihr mit Spannung erwartetes Debüt als Prinzessin Eboli in Giuseppe Verdis »Don Carlos«. Was sie »aus den Auftritten der Eboli macht«, berichtete begeistert »Der Standard«, »ist von der offensiven Verführerin bis zur Selbstanklage umwerfend. Nach ihrer letzten Arie tobt der 2.700-Plätze-Saal.« Beide Arien der Eboli präsentiert Elīna Garanča nun auch im Rahmen ihres Gala-Auftritts im Wiener Konzerthaus. Einen Ausflug in den packenden italienischen Verismo unternimmt sie dazwischen mit der Arie der Adriana Lecouvreur (aus Francesco Cileas gleichnamiger Oper), in der die französische Theaterdiva zu einer raffinierten Mischung aus Understatement, Laszivität und Berechnung ansetzt.

Begleitet wird die Mezzosopranistin vom Wiener KammerOrchester unter der musikalischen Leitung ihres Ehemannes Karel Mark Chichon, der zudem eine Anzahl an wirkungsvollen Opern-Vor- und Zwischenspielen dirigieren wird. Mit ihm hat Garanča unlängst eine CD aufgenommen, deren Programm vom südlichen Flair Gran Canarias und dem Meer inspiriert ist. Aus diesem ausgesprochen sinnlichen und zündenden Repertoire hat Elīna Garanča nun einige Highlights für den zweiten Teil des Abends ausgewählt. Darunter finden sich Klassiker wie die glutvolle Zarzuela- Arie »No puede ser« von Pablo Sorozábal oder eine zarte musikalische Kostbarkeit aus der Feder der Tango-Legende Carlos Gardel: Das von wundervollem Sentiment erfüllte Titellied aus dessen Film »El día que me quieras – Der Tag, an dem du mich lieben wirst«.

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Klavierkonzert

Klavierabend Hélène Grimaud

Hélène Grimaud, Klavier

Valentin Silvestrov: Bagatelle op. 1/1 (2005)
Claude Debussy: Arabesque Nr. 1 E-Dur (1890 ca.)
Valentin Silvestrov: Bagatelle op. 1/2 (2005)
Erik Satie: Quatrième Gnossienne (1890)
Frédéric Chopin: Nocturne e-moll op. 72/1 (1827)
Erik Satie: Première Gnossienne (1890)
En y regardant à deux foi. Danse de travers Nr. 1 (Pièce froides) (1897)
Claude Debussy: La plus que lente. Valse (1910)
Frédéric Chopin: Mazurka a-moll op. 17/4 (1832–1833)
Grande Valse brillante a-moll op. 34/2 (1831)
Claude Debussy: Clair de lune (Suite bergamasque) (1890/1905)
Rêverie (1890)
Erik Satie: Passer. Danse de travers Nr. 2 (Pièce froides) (1897)
Robert Schumann: Kreisleriana. Acht Fantasiestücke für Klavier op. 16 (1838)

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Konzert

Wiener Symphoniker / Kavakos

"play & conduct"

Wiener Symphoniker
Leonidas Kavakos, Violine, Dirigent


Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-moll op. 64 (1844)
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-moll op. 68 (1876)

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Konzert

Orfeo & Majnun

Webern Kammerphilharmonie
Ensemble des Jeunes de la Méditerranée
Brunnenchor, Chor
Einstudierung: Ilker Ülsezer
Superar-Kinderchor
Mercedes Echerer, Erzählerin
Judith Fa, Euridice (Sopran)
Yoann Dubruque, Orfeo (Bariton)
Nai Tamish Barghouti, Leila (Mezzosopran)
Loay Srouji, Majnun (Gesang)
Martina Winkel, Künstlerische Leitung, Regie
Airan Berg, Künstlerische Leitung, Regie
Roger Titley, Puppen, Tierfiguren
Veronika Schürr, Puppen, Einstudierung Tierfiguren
Filippo Bassi, Puppen, Einstudierung Tierfiguren
Marta Coronado, Choreographie
Bassem Akiki, Dirigent


Moneim Adwan, Howard Moody, Dick van der Harst: Orfeo & Majnun. Partizipatives Musiktheater (Libretto: Martina Winkel) (EA)
(Aufführung in deutscher und arabischer Sprache)

»Orfeo & Majnun« ist ein von der EU gefördertes partizipatives Projekt, das in sieben verschiedenen Ländern durchgeführt und in Österreich vom Wiener Konzerthaus in Kooperation mit Basis.Kultur.Wien und der Brunnenpassage umgesetzt wird. In »Orfeo & Majnun« trifft die griechische Sage von Orpheus und Eurydike auf die orientalische Liebesgeschichte von Leila und Majnun.

Das Projekt »Orfeo & Majnun« bietet Menschen jeden Alters und jeder Herkunft die Möglichkeit, sich bei künstlerischen Workshops kreativ mit den Themen Liebe, Verlust und Sehnsucht auseinanderzusetzen. Die Bandbreite reicht von Tanz und Musik über Poetry Slam, Film und Fotografie bis hin zu Workshops, bei denen verschiedene Tierfiguren gebastelt werden. Die Ergebnisse werden am 7. und 8. Juni 2019 im Rahmen des StraßenKunstFests am Yppenplatz präsentiert.

Den festlichen Abschluss des Projekts bildet die Aufführung des neu komponierten Werks »Orfeo & Majnun« im Großen Saal des Wiener Konzerthauses. Das in deutscher, englischer und arabischer Sprache gesungene Musiktheater bringt nicht nur Laien und professionelle Musikerinnen und Musiker gemeinsam auf die Bühne, sondern auch klassische europäische Instrumente mit jenen der orientalischen Kultur zusammen.

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Konzert

Quatuor Ebène

Ludwig van Beethoven

Quatuor Ebène
Pierre Colombet, Violine
Gabriel Le Magadure, Violine
Marie Chilemme, Viola
Raphaël Merlin, Violoncello


Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op. 59/1 (1805–1806)
Streichquartett e-moll op. 59/2 (1805–1806)

Beethoven und das Quatuor Ebène – eine Kombination, die kraftvolle Interpretationen garantiert. Anlässlich des bevorstehenden Beethovenjahrs 2020 widmet sich das französische Ensemble in einer auf mehrere internationale Spielstätten aufgeteilten Konzertreihe sämtlichen Streichquartetten des Komponisten.

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Konzert

Great Voices: Ildar Abdrazakov

Tatarstan National Symphony Orchestra
Ildar Abdrazakov, Bass
Alexander Sladkovsky, Dirigent


Giuseppe Verdi: Ouverture zu »Nabucco« (1842)
Tu sul labbro dei veggenti »Wie du, Vater, die Propheten« (Arie für Bass aus »Nabucco«) (1842)
Ouverture zu »Macbeth«
Studia il passo, o mio figlio ... Come dal ciel precipita (Rezitativ und Arie des Banco aus »Macbeth«) (Libretto: Francesco Maria Piave und Andrea Maffei nach Shakespeare) (1847)
Ella giammai m'amo ... Dormiro sol »Sie hat mich nie geliebt ... Schlaf find' ich erst« (Rezitativ und Arie des Filippo aus »Don Carlos«) (Libretto: Méry und Du Locle, nach Schiller) (1867)
Ballettmusik (Macbeth) (1847)
Che mai vegg'io! ... Infelice! E tuo credevi »Verhasster Anblick ... Unglücksel'ger! Und du vertrautest« (Arie des Silva aus »Ernani«) (Libretto: Piave, nach Hugo) (1844)
Ouverture zu »La forza del destino« (1862)
Ei tarda ancor! ... L'orror del tradimento (Rezitativ und Arie des Oberto aus »Oberto conte di San Bonifacio«)
Ouverture zu »Les vêpres siciliennes« (1855)
O patria ... O tu Palermo »Vaterland, geliebte Heimat ... O du mein Palermo« (Rezitativ und Arie des Procida aus »Les vêpres siciliennes«) (1855)
Ouverture zu »Attila«
Uldino! Uldin! ... Mentre gonfiarsi l'anima (Arie des Attila aus »Attila«) (1846)

lldar Abdrazakovs Bassstimme ist eine der klangschönsten und edelsten, die es in unserer Zeit zu hören gibt. Gemeinsam mit dem Tatarstan National Symphony Orchestra, aus der Nachbarregion seiner baschkirischen Heimat im Osten des europäischen Russland, präsentiert er ein ganz Giuseppe Verdi gewidmetes Programm. Seine Kunst setzt Abdrazakov dabei in Szenen ein, die ihm der große italienische Opernkomponist auf den Leib geschrieben haben könnte. Es sind Persönlichkeiten, die sich trotz ihrer durch ihr Amt als König, Priester, Hochadeliger oder Heerführer verliehenen Größe und Majestät als Menschen zeigen. In Ildar Abdrazakovs beseelter Interpretation werden verletzliche, innerlich kämpfende, liebende und verzweifelnde Charaktere lebendig gezeichnet. Im Laufe seiner Weltkarriere ist der Sänger bisher erst selten in Wien in Erscheinung getreten. Allein in Verdi-Partien wurde er unter anderem in New York und Barcelona in Attila, in Mailand in Don Carlo, in Rom in Ernani, in Petersburg in Vespri Siciliani, in Paris in Luisa Miller und in München in Macbeth gefeiert. Endlich kann das Publikum im Wiener Konzerthaus viel von dem nachholen, was es bisher versäumt hat.

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Konzert

Hilary Hahn, Violine

»Bach: Sonaten und Partiten für Violine solo II«

Hilary Hahn, Violine

Johann Sebastian Bach:
Sonate Nr. 2 a-moll BWV 1003 für Violine solo (1720)
Partita Nr. 3 E-Dur BWV 1006 für Violine solo (1720)
Sonate Nr. 3 C-Dur BWV 1005 für Violine solo (1720)

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Konzert

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Petra Lang / Mälkki

Liedkunst in ihrer höchsten Ausprägung

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Petra Lang, Sopran
Susanna Mälkki, Dirigentin


Alexander Zemlinsky: Sinfonietta op. 23 (1934)
Sechs Gesänge nach Texten von Maurice Maeterlinck op. 13 (1910–1913/1921)
Béla Bartók: Konzert für Orchester Sz 116 (1943)

»Ich freue mich ganz besonders darauf, erstmals Petra Lang, die ich schon seit langem bewundere, zu treffen und mit ihr zusammenzuarbeiten«, erzählte uns Dirigentin Susanna Mälkki. Die Vorfreude ist auch ganz unsererseits. Gemeinsam mit dem RSO Wien widmen sich die Musikerinnen u. a. Zemlinskys sechs Gesängen nach Maeterlinck, die die Liedkunst in ihrer höchsten Ausprägung offenbaren.

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Konzert

Chorus sine nomine / Hiemetsberger

"Gubaidulina"

Chorus sine nomine
Narek Hakhnazaryan, Violoncello
präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«
Christoph Sietzen, Percussion
präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«
Emiko Uchiyama, Percussion
György Handl, Celesta
Johannes Hiemetsberger, Leitung


Sir John Tavener: Svyati (1995)
Sofia Gubaidulina: Sonnengesang (1997)

Sofia Gubaidulina
Mit ihren 87 Jahren und einer an Umbrüchen wahrlich reichen Lebensgeschichte ist Sofia Gubaidulina die Grande Dame der zeitgenössischen Musik. Konzentriert auf ein Wochenende Mitte Juni widmet ihr das Wiener Konzerthaus im Rahmen des 39. Internationalen Musikfestes ein vierteiliges Porträt.

1931 in Tschistopol in der russischen Teilrepublik Tatarstan als Tochter eines Vermessungsingenieurs und einer Lehrerin geboren, studierte Sofia Gubaidulina in Kasan und in Moskau Komposition und verdiente ihren Lebensunterhalt ab 1963 vorwiegend mit dem Schreiben von Filmmusik. Ihre »eigentlichen« Werke, die der offiziellen Sowjetästhetik mitnichten entsprachen und in denen sich die Enkelin eines Mullahs ab den frühen 1970er-Jahren immer deutlicher zu ihren christlichen Überzeugungen bekannte, komponierte sie zunächst nur für die Schublade.

Gidon Kremer war es, der sie im Westen bekannt machte, als er 1981 ihr Violinkonzert »Offertorium« in Wien zur Uraufführung brachte. Seit 1992 lebt Gubaidulina – als, wenn auch erst spät, international erfolgreiche weibliche Musikschaffende eine Vorreiterin – in der kleinen Gemeinde Appen in der Nähe von Hamburg. Mit Kammermusik-, Chor- und Orchesterwerken aus den Jahren 1971 bis 2018 – u. a. der europäischen Erstaufführung ihres dritten Violinkonzerts – präsentieren nun namhafte Ensembles sowie Solistinnen und Solisten wie Yeree Suh, Noa Frenkel, Holger Falk und Vadim Repin einen konzentrierten Querschnitt aus Gubaidulinas umfangreichem Schaffen.

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Konzert

Minguet Quartett / Suh / Falk

"Gubaidulina"

Minguet Quartett
Ulrich Isfort, Violine
Annette Reisinger, Violine
Aroa Sorin, Viola
Matthias Diener, Violoncello
Mitglieder des Ensembles Musikfabrik
Axel Porath, Viola
Dirk Wietheger, Violoncello
Florentin Ginot, Kontrabass
Yeree Suh, Sopran
Holger Falk, Bariton
Christian Eggen, Dirigent


Sofia Gubaidulina: Streichquartett Nr. 1 (1971)
Perception (1981–1986)

Sofia Gubaidulina
Mit ihren 87 Jahren und einer an Umbrüchen wahrlich reichen Lebensgeschichte ist Sofia Gubaidulina die Grande Dame der zeitgenössischen Musik. Konzentriert auf ein Wochenende Mitte Juni widmet ihr das Wiener Konzerthaus im Rahmen des 39. Internationalen Musikfestes ein vierteiliges Porträt.

1931 in Tschistopol in der russischen Teilrepublik Tatarstan als Tochter eines Vermessungsingenieurs und einer Lehrerin geboren, studierte Sofia Gubaidulina in Kasan und in Moskau Komposition und verdiente ihren Lebensunterhalt ab 1963 vorwiegend mit dem Schreiben von Filmmusik. Ihre »eigentlichen« Werke, die der offiziellen Sowjetästhetik mitnichten entsprachen und in denen sich die Enkelin eines Mullahs ab den frühen 1970er-Jahren immer deutlicher zu ihren christlichen Überzeugungen bekannte, komponierte sie zunächst nur für die Schublade.

Gidon Kremer war es, der sie im Westen bekannt machte, als er 1981 ihr Violinkonzert »Offertorium« in Wien zur Uraufführung brachte. Seit 1992 lebt Gubaidulina – als, wenn auch erst spät, international erfolgreiche weibliche Musikschaffende eine Vorreiterin – in der kleinen Gemeinde Appen in der Nähe von Hamburg. Mit Kammermusik-, Chor- und Orchesterwerken aus den Jahren 1971 bis 2018 – u. a. der europäischen Erstaufführung ihres dritten Violinkonzerts – präsentieren nun namhafte Ensembles sowie Solistinnen und Solisten wie Yeree Suh, Noa Frenkel, Holger Falk und Vadim Repin einen konzentrierten Querschnitt aus Gubaidulinas umfangreichem Schaffen.

Veranstalter & Verantwortlicher Wiener Konzerthausgesellschaft

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Kammermusik

Vadim Repin & friends

Meisterwerk von Kammermusik

Vadim Repin, Violine
Nikita Boriso-Glebsky, Violine
Maxim Rysanov, Viola
Alexandre Kniazev, Violoncello
Denis Kozhukhin, Klavier


Johannes Brahms: Klavierquintett f-moll op. 34 (1865)
Antonín Dvořák: Klavierquintett A-Dur op. 81 (1887)

Vadim Repin und Denis Kozhukhin führen eine hochkarätige Klavierquintett-Besetzung an. Und für Kammermusikfans bringen sie gleich zwei der Hauptwerke dieses Genres zur Aufführung. »Mir ist nach dem Werk, als habe ich eine große tragische Geschichte gelesen«, beschrieb Clara Schumann Brahms’ Klavierquintett op. 34. Das »Meisterwerk von Kammermusik, wie wir seit dem Jahre 1828 (Schuberts Tod) kein zweites aufzuweisen haben« (Hermann Levi), zählt zu dessen dramatischsten Werken für kleinere Besetzung – und hinterlässt dennoch einen geradezu symphonischen Eindruck. Eine Synthese zwischen Schuberts Lyrismus und Brahms’ Dramatik sucht Dvořáks zweites Klavierquintett op. 81: Mit seinem vollem Klang und den volkstümlichen Anklängen erlebte es rasch seinen internationalen Durchbruch.

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Jazz

Anat Cohen & Marcello Gonçalves

"Outra coisa"

Anat Cohen, Klarinette
Marcello Gonçalves, Gitarre


Verwandte mit einer geteilten Leidenschaft für Musik finden sich auch im Jazz: von den Gebrüdern Jones bis zu den Familienmitgliedern Marsalis. Für Aufsehen sorgen ebenfalls immer wieder drei Geschwister, die sich bisweilen als »3 Cohens« gemeinsam auf der Bühne einfinden – nicht zuletzt 2016 bei ihrem Konzerthaus-Debüt. Doch auch losgelöst aus dem familiären Kontext gehört Anat Cohen zu den international gefragtesten Klarinettistinnen und Saxophonistinnen. Davon zeugen viele lobende Kritikerstimmen sowie regelmäßige Spitzenplatzierungen in renommierten Rankings. Bei dem Grammy-nominierten Duo-Projekt »Outra Coisa« lässt sie ihren musikalischen Blick nach Brasilien schweifen: Seite an Seite mit dem Gitarristen Marcello Gonçalves entstehen stimmungsvolle Dialoge, die, von Gonçalves eindrucksvoll arrangiert, ihren Ausgang im Schaffen des brasilianischen Komponisten Moacir Santos nehmen.

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Konzert

SWR Symphonieorchester / Currentzis

"Schostakowitsch: Symphonie Nr. 7"

SWR Symphonieorchester
Teodor Currentzis, Dirigent


Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 »Leningrader« (1941)

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Konzert

Wiener KammerOrchester / Arnold Schoenberg Chor / Ortner

"Schubert: Messe Es-Dur"

Wiener KammerOrchester
Arnold Schoenberg Chor
Einstudierung: Erwin Ortner
Martina Janková, Sopran
Anke Vondung, Alt
Ilker Arcayürek, Tenor
Lothar Odinius, Tenor
Manuel Walser, Bariton
präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«
Erwin Ortner, Dirigent


Felix Mendelssohn Bartholdy: Der 42. Psalm »Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser« op. 42 (1837)
Franz Schubert: Messe Nr. 6 Es-Dur D 950 (1828)

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Konzert

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Alsop

"Marin Alsops Antrittskonzert als Chefdirigentin"

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Damen der Wiener Singakademie, Chor der Nonnen
Ausrine Stundyte, Susanna
Renée Morloc, Klementia
Annette Schönmüller, Alte Nonne
Caroline Baas, Eine Magd
Enzo Brumm, Ein Knecht
Kateryna Sokolova, Regie
Marin Alsop, Dirigentin


Lera Auerbach: Die Blumen, die niemals blühen werden (2019) (UA)
Kompositionsauftrag von ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Baltimore Symphony Orchestra, Radio Filharmonisch Orkest und Wiener Konzerthaus
Paul Hindemith: Symphonie »Mathis der Maler« (1933–1934)
Sancta Susanna. Oper in einem Akt op. 21 (1921)
Halbszenische Aufführung in deutscher Sprache

Wundervoll und fabelhaft
»Sie ist fabelhaft. Sie ist einfach wundervoll«, sagte Konzerthaus-Ehrenmitglied Leonard Bernstein über seine Studentin Marin Alsop. Nun gibt die US-Musikerin ihr Antrittskonzert als Chefdirigentin des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien mit einem Programm, das wundervoll und fabelhaft ist: Gefüllt mit Musikdramatik von Konzerthaus-Ehrenmitglied Paul Hindemith und Musikpoesie der Russin Lera Auerbach.

1933, als Deutschland NS-Diktatur wurde, spielte der exzellente Geiger und Bratschist Paul Hindemith im Wiener Konzerthaus Bibers »Rosenkranzsonaten«, in Berlin Bach für Verfolgte des Regimes im Untersuchungsgefängnis Moabit und wandte sich der Figur des Renaissancemalers Matthias Grünewald zu, dem mutigen und spirituellen Künstler, der sich in den Bauernkriegen von den erzbischöflichen Machthabern ab- und den Rebellen zuwandte. Der Komposition der Oper »Mathis der Maler« schickte Hindemith eine Symphonie voraus, deren Uraufführung Wilhelm Furtwängler 1934 in Berlin noch dirigieren konnte, ehe es einen Aufführungsboykott der Werke Hindemiths durch die Nazis gab, das den Komponisten ins Exil – zunächst in die Schweiz, dann in die USA – trieb. Auch wenn Hindemith nach dem Krieg europaweit große Anerkennung als Komponist und Dirigent fand, geriet seine Musik nach seinem Tod zusehends auf ein Nebengleis der Musik des 20. Jahrhunderts. Da steht sie bis heute.

Daher kommt es einem großartigen Statement gleich, dass die US-Amerikanerin Marin Alsop ihren »Landsmann« (Hindemith war seit 1946 US-Staatsbürger) gleich mit zwei Werken in den Mittelpunkt ihres Antrittskonzerts stellt: mit der Symphonie »Mathis der Maler« sowie dem Einakter »Sancta Susanna« aus dem Jahr 1921. Diesem ekstatischen Crescendo über satanische Erscheinungen einer Nonne wird man auch ein Jahrhundert später nichts von der aufrührerischen expressionistischen Kraft absprechen können, die von der halbszenischen Aufführung im Wiener Konzerthaus noch verstärkt werden wird. Dass Hindemiths heilige Musikdramatik der Susanna und des Mathis von einem neuen Werk Lera Auerbachs präludiert wird, die 2005 mit dem Hindemith- Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals ausgezeichnet wurde, ist eine fabelhafte Fügung. Der Titel von Auerbachs Novität »Die Blumen, die niemals blühen werden«, verspricht Poesie einer Komponistin, die auch als Dichterin vieles zu sagen hat.

Veranstalter & Verantwortlicher: Wiener Konzerthausgesellschaft

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Bewertungen & Erfahrungsberichte ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Alsop

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Konzerte / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
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