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Wiener Konzerthaus

Konzerte der Wiener Konzerthausgesellschaft

Das Wiener Konzerthaus zählt zu den bedeutendsten Institutionen des internationalen Musiklebens. Gemeinsam mit Staatsoper und Musikverein bildet es jene prominente Trias, die den weltweiten Ruf Wiens als führende Musikmetropole begründet, und ist dank seiner wohl einmaligen Verbindung von Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude längst unentbehrlich für das lebendige kulturelle Klima Wiens.

Kontakt

Wiener Konzerthaus
Lothringerstraße 20
A-1030 Wien

Telefon: +43 1 242002
Fax: +43 1 24200-110
E-Mail: ticket@konzerthaus.at

 

Infotelefon: +43 1 24200-100
Bewertungschronik

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Klassik

Orpheus Chamber Orchestra / Lisiecki

Jan Lisiecki

Orpheus Chamber Orchestra
Jan Lisiecki, Klavier


Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (1799–1800)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 g-moll op. 25 (1831)
Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90 »Italienische« (1833)

Das Orpheus Chamber Orchestra, das grundsätzlich ohne Dirigent arbeitet, holt sich als Solisten den kanadischen Überflieger Jan Lisiecki, mit dem es kürzlich die beiden Klavierkonzerte von Mendelssohn Bartholdy eingespielt hat. Die Platte wurde von der britischen Zeitschrift »Gramophone« im April als eines der »Best New Classical Albums« ausgezeichnet.

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Klavierkonzert

Klavierabend Víkingur Ólafsson

Glenn Gould des hohen Nordens

Víkingur Ólafsson, Klavier

Johann Sebastian Bach: Aria variata alla maniera italiana a-moll BWV 989 (1710 vor)
Präludium und Fuge 5 D-Dur BWV 850 (Das wohltemperierte Klavier, Band I) (1722)
Concerto d-moll BWV 974 (1708–1717)
Präludium und Fuge 10 e-moll BWV 855 (Das wohltemperierte Klavier, Band I) (1722)
Partita Nr. 3 E-Dur BWV 1006 für Violine solo (2. Satz: Gavotte en Rondeau) (Bearbeitung für Klavier: Sergej Rachmaninoff) (1720/1933)
Invention Nr. 15 h-moll BWV 786 (1723)
Sinfonie Nr. 15 h-moll BWV 801 (1723)
Alexander von Siloti: Präludium h-moll nach Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach: Fantasie und Fuge a-moll BWV 904 (1725 ca.)
Ludwig van Beethoven: Sonate f-moll op. 2/1 (1795)
Sonate c-moll op. 13 »Grande Sonate Pathétique« (1798–1799)

Víkingur Ólafsson brennt vulkangleich für zeitgenössische Musik, aber auch für Johann Sebastian Bach. Mit seinem Philip-Glass- (2017) und Bach-Album (2018) sorgte der isländische Pianist weltweit für Furore und wurde für letzteres von der New York Times als »Islands Glenn Gould« gefeiert. Dabei war ihm Bachs Musik einst zu mathematisch, bis er seinen ganz persönlichen Zugang fand. Bei seinem Rezital, das den Zyklus »Klavier im Mozart-Saal« eröffnet, steht ebenfalls Bach im Zentrum – allerdings mit programmatischen Überraschungsmomenten. So kombiniert Víkingur Ólafsson u. a. einzelne Stücke des »Wohltemperierten Klaviers« mit selten zu hörenden Werken wie der »Aria variata«. Und auch der Bezug zur Moderne – mit Silotis Präludium nach Bach – sowie zum »Titanen« Beethoven, dessen erste Sonate und gewaltig-ergreifende »Pathétique« erklingen, sind tönend präsent.

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Konzert

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Alsop

"Marin Alsops Antrittskonzert als Chefdirigentin"
Wundervoll und fabelhaft

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Damen der Wiener Singakademie, Chor der Nonnen
Ausrine Stundyte, Susanna
Renée Morloc, Klementia
Annette Schönmüller, Alte Nonne
Caroline Baas, Eine Magd
Enzo Brumm, Ein Knecht
Kateryna Sokolova, Regie
Marin Alsop, Dirigentin


Lera Auerbach: Die Blumen, die niemals blühen werden (2019) (UA)
Kompositionsauftrag von ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Baltimore Symphony Orchestra, Radio Filharmonisch Orkest und Wiener Konzerthaus
Paul Hindemith: Symphonie »Mathis der Maler« (1933–1934)
Sancta Susanna. Oper in einem Akt op. 21 (1921)
Halbszenische Aufführung in deutscher Sprache

»Sie ist fabelhaft. Sie ist einfach wundervoll«, sagte Konzerthaus-Ehrenmitglied Leonard Bernstein über seine Studentin Marin Alsop. Nun gibt die US-Musikerin ihr Antrittskonzert als Chefdirigentin des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien mit einem Programm, das wundervoll und fabelhaft ist: Gefüllt mit Musikdramatik von Konzerthaus-Ehrenmitglied Paul Hindemith und Musikpoesie der Russin Lera Auerbach.

1933, als Deutschland NS-Diktatur wurde, spielte der exzellente Geiger und Bratschist Paul Hindemith im Wiener Konzerthaus Bibers »Rosenkranzsonaten«, in Berlin Bach für Verfolgte des Regimes im Untersuchungsgefängnis Moabit und wandte sich der Figur des Renaissancemalers Matthias Grünewald zu, dem mutigen und spirituellen Künstler, der sich in den Bauernkriegen von den erzbischöflichen Machthabern ab- und den Rebellen zuwandte. Der Komposition der Oper »Mathis der Maler« schickte Hindemith eine Symphonie voraus, deren Uraufführung Wilhelm Furtwängler 1934 in Berlin noch dirigieren konnte, ehe es einen Aufführungsboykott der Werke Hindemiths durch die Nazis gab, das den Komponisten ins Exil – zunächst in die Schweiz, dann in die USA – trieb. Auch wenn Hindemith nach dem Krieg europaweit große Anerkennung als Komponist und Dirigent fand, geriet seine Musik nach seinem Tod zusehends auf ein Nebengleis der Musik des 20. Jahrhunderts. Da steht sie bis heute.

Daher kommt es einem großartigen Statement gleich, dass die US-Amerikanerin Marin Alsop ihren »Landsmann« (Hindemith war seit 1946 US-Staatsbürger) gleich mit zwei Werken in den Mittelpunkt ihres Antrittskonzerts stellt: mit der Symphonie »Mathis der Maler« sowie dem Einakter »Sancta Susanna« aus dem Jahr 1921. Diesem ekstatischen Crescendo über satanische Erscheinungen einer Nonne wird man auch ein Jahrhundert später nichts von der aufrührerischen expressionistischen Kraft absprechen können, die von der halbszenischen Aufführung im Wiener Konzerthaus noch verstärkt werden wird. Dass Hindemiths heilige Musikdramatik der Susanna und des Mathis von einem neuen Werk Lera Auerbachs präludiert wird, die 2005 mit dem Hindemith- Preis des Schleswig-Holstein Musik Festivals ausgezeichnet wurde, ist eine fabelhafte Fügung. Der Titel von Auerbachs Novität »Die Blumen, die niemals blühen werden«, verspricht Poesie einer Komponistin, die auch als Dichterin vieles zu sagen hat.

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Konzert

The Happiness Machine

24 Stunden Glück mit dem Klangforum Wien

Klangforum Wien
Björn Wilker, Schlagwerk
Joonas Ahonen, Klavier
Chorus sine nomine, Chor
Jacqueline Kornmüller, Inszenierung
Peter Wolf, Dramaturgie
Uli Fussenegger, Musikdramaturgie
Krassimir Sterev, Musikdramaturgie
Martin Repka, Filmprojektion
Peter Böhm, Klangregie
Markus Urban, Klangregie
Konstantia Gourzi, Musikalische Leitung
Yalda Zamani, Dirigentin


Programm

Theater an der Wien, 25. Oktober 2019, 18.30 Uhr bis 22.00 Uhr:
Matthias Meinharter: Tiki Tiki Men (2011)
Carola Bauckholt: Die Flunder (Film: Elizabeth Hobbs) (2019)
Sven Hartberger
Eva Reiter: Lickalike (Film: Rebecca Blöcher) (2019)
Gerald Preinfalk
Misato Mochizuki: Pantopos (Film: Eni Brandner) (2019)
Vera Fischer
Ying Wang: Music Box (Film: Joanna Kozuch) (2019)
Andreea Dosa
Malin Bång: Bloomers (Film: Samantha Moore) (2019)
Vera Fischer
Electric Indigo: Hierarchy Glitch (Film: Vessela Dantcheva) (2019)
Christoph Walder
Hanna Hartman: The Happiness Machine (Film: Ana Nedeljkovic) (2019)
Andreas Eberle
Joanna Bailie: Vermessung der Distanz (Film: Susi Jirkuff) (2019)
Mikael Rudolfsson
Marianthi Papalexandri-Alexandri: Generator / Operator (Film: Andrea Schneider) (2019)
Anders Nyqvist
Iris ter Schiphorst: Suggestion of least resistance (Film: Michelle Kranot) (2019)

Semperdepot, 25. Oktober 2019, 22.00 bis 26. Oktober 2019, 8.00 Uhr:
Cornelius Cardew: The Great Learning
Christian Felber: 2030
Es spielt Peter Wolf

Abendessen

Karlheinz Stockhausen: Tierkreis. Zwölf Melodien der Sternzeichen (Realisation für Posaune und Streichquartett: Mike Svoboda) (1974–1975)
Es tanzen Manaho Shimokava und Pavel Dudus
Morton Feldman: For Philip Guston (1984)
James Tenney: Having Never Written a Note for Percussion (1971)

sowie Musik von Bernd Alois Zimmermann, Bruno Maderna, Luciano Berio, Herbert Eimert, Iannis Xenakis, Morton Subotnick, François Bayle, Pierre Henry, Justin Bennet, Michèle Bokanowski, Wolfgang Mitterer, Bill Laswell, Francisco López, Giuseppe Ielasi, Peder Mannerfelt, Uli Fussenegger u. a.

Gartenbaukino, 26. Oktober 2019, 9:00 Uhr (Frühstück ab 8:00 Uhr):
Hanna Hartman: The Happiness Machine (Film: Ana Nedeljkovic) (2019)

Coffee to go — Mit dem Geschmack der Vertreibung (2012)
Im Anschluss ein Gespräch mit Melanie Ossberger, FIAN

Wiener Konzerthaus, Mozart-, Schubert- und Berio-Saal, 26. Oktober 2019, 11.00 bis 18.30 Uhr:
Klangforum Wien: Combo
Beriotopia. Markus Sepperer, Fotografie und Oboe
Jutta Hieronymus: Ein gutes Leben für alle
Brandreden I
N. N.: Der große Irrtum
Brandreden I
Georges Aperghis: Situations. Une convivialité musicale (2013)
Fred Luks: Vom Wissen und vom Meinen
Brandreden II
Sven Hartberger: Wissenschaft oder Gegenaufklärung?
Brandreden II
Ludwig van Beethoven: 33 Veränderungen über einen Walzer von Diabelli op. 120 (C-Dur) »Diabelli-Variationen« (1819–1823)
Hans Zender: 33 Veränderungen über 33 Veränderungen. Eine »komponierte Interpretation« über Beethovens Diabelli-Variationen (2010–2019)

Drei Stunden Glück waren bereits im März zu erleben. Nun führt das Klangforum Wien sein ehrgeiziges Projekt »Happiness Machine«, das sich assoziativ mit Gemeinwohlökonomie beschäftigt, weiter: An vier Orten gibt es 24 Stunden lang Musik, Animationsfilme, Philippiken und Diskussionsforen.

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Klassik

Wiener Symphoniker / Bronfman / Shani

"Konzert zum Nationalfeiertag"

Wiener Symphoniker
Yefim Bronfman, Klavier
Lahav Shani, Dirigent


Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83 (1878–1881)
Franz Schubert: Symphonie Nr. 7 h-moll D 759 »Unvollendete« (1822)
Richard Wagner: Ouverture zu »Tannhäuser« (1845)

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Klavierkonzert

Klavierabend Till Fellner

Letzte Sonaten

Till Fellner, Klavier

Franz Schubert: Sonate A-Dur D 959 (1828)
Sonate B-Dur D 960 (1828)

Schubert brach mit seinen letzten Sonaten in das weite Land der Seele auf. Dieses Land kann nur ein Pianist wie Till Fellner erreichen, bei dem jeder Ton aus der Musik erfühlt und erdacht ist, frei von jeglicher interpretatorischer Selbstdarstellung.

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Klassik

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / The Swingles / Alsop

Eröffnungskonzert Wien Modern

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
The Swingles, Vokalensemble
Marin Alsop, Dirigentin


Agata Zubel: Fireworks (EA)
Peter Ablinger: 4 WEISS (2019) (UA)
Kompositionsauftrag von Wien Modern und RSO Wien
Clara Iannotta: Moult (2019) (EA)
Kompositionsauftrag WDR und Wien Modern
Luciano Berio: Sinfonia (1968–1969)
Jón Leifs: Hekla (1961)

Einen Monat lang ganz im Zeichen von Wien Modern: Diesmal werden unter dem Festivalmotto »Wachstum« an zahlreichen Spielstätten in ganz Wien vielfältige Formen des Maximalismus und Minimalismus zu entdecken sein. Den Auftakt dazu gibt das RSO Wien unter der Leitung seiner neuen Chefdirigentin mit einem aufwühlenden Programm, das in der klanglichen Beschreibung eines isländischen Vulkanausbruchs kulminiert.

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Klassik

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich / Wiener Singakademie / Ferlesch

Mit Pauken und Trompeten

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Wiener Singakademie
Lydia Teuscher, Sopran
Theresa Kronthaler, Mezzosopran
Ilker Arcayürek, Tenor
Josef Wagner, Bass
Heinz Ferlesch, Dirigent


Joseph Haydn: Messe d-moll Hob. XXII/11 »Nelson-Messe« (1798)
Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem d-moll K 626 (1791)

Trompeten schmettern, begleitet von Pauken, nicht nur zum Jüngsten Gericht. Sie künden mit Fanfaren von Sieg und Krieg – etwa in Haydns »Nelson-Messe«, eigentlich »Missa in angustiis«, »Messe in Bedrängnis«. Diese trägt den Namen Admiral Nelsons, der 1798 in Ägypten vor Abukir das französische Heer geschlagen hatte, das auch in Wien zur Zeit Haydns gefürchtet war. Aufgeführt wurde die Komposition 1800 in Eisenstadt, der Residenzstadt der Esterházy, der Nelson im selben Jahr einen Besuch abstattete. Mit Mozarts Requiem teilt die Messe nicht nur die von Pauken und Trompeten unterstützte Theatralik, sondern auch die Tonart d-moll. Die persönliche Bedrängnis durch den eigenen Tod, die aus Mozarts Opus ultimum zu sprechen scheint, hat die Legendenbildung über die Jahrhunderte beflügelt. Fest steht, dass sie ebenso wie Haydns »Nelson-Messe« zu den Höhepunkten der Wiener Klassik zählt, die nicht nur heitere, sondern auch äußerst dramatische Töne bereithält.

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Klassik

Wiener Symphoniker / Mallwitz

Alte Helden, neue Stars: Wagner konzertant

Wiener Symphoniker
Jennifer Holloway, Sieglinde
Stephen Gould, Siegmund
Hans-Peter König, Hunding
Joana Mallwitz, Dirigentin


Richard Wagner: Siegfried-Idyll (1870)
Die Walküre (Erster Aufzug) (1852–1856)

Als Wiener Konzerthaus- und Wiener Symphoniker-Debütantin wird Joana Mallwitz gewiss den hervorragenden Ruf bestätigen, der ihr vorauseilt. Der erste Akt der »Walküre« zählt mit seiner Beschränkung auf drei handelnde Personen zu den schlagkräftigsten, zielstrebigsten im ganzen »Ring des Nibelungen«. In genau ausbalanciertem Wechselspiel zwischen dramatischer Aufwallung und lyrischen Ruhepunkten, packenden Erzählungen und einer äußerlich gering erscheinenden Handlung, die sich aber mit der zwingenden Logik des Mythos vollzieht, erleben wir ein ebenso subtiles wie spannungsreiches Kammerspiel, eine bald sich entfaltende Dreiecksgeschichte im Widerstreit von Eros und Thanatos. Jennifer Holloway, ein neuer, nicht zuletzt in Dresden und Hamburg aufgegangener Stern am jugendlich-dramatischen Opernhimmel, und der gestandene Wagner-Recke Stephen Gould geben die Wotanskinder Sieglinde und Siegmund, Hans-Peter König steht als düsterer Hunding dazwischen.

Das lyrische Gegenstück dazu liefern Mallwitz und die Wiener Symphoniker vorab, und auch dieses steht in Beziehung zum »Ring«: Als »Tribschener Idylle mit Fidi-Vogelgesang und Orange-Sonnenaufgang, als symphonischer Geburtstagsgruß seiner Cosima dargebracht von Richard Wagner« war das morgendliche Präsent umständlich betitelt, das der Komponist seiner Gattin am 25. Dezember 1870 mit einer Musikerschar im Treppenhaus der Villa in Tribschen darbot – der Mutter seines damals 18 Monate alten, lang ersehnten Stammhalters Siegfried. Familienintern lange Zeit »Treppenmusik« genannt, kennt man das Werk heute als »Siegfried-Idyll« – benannt nicht nur nach dem Söhnchen, der verklärten musikalischen Stimmung der Musik und der ländlichen Beschaulichkeit des Uraufführungsortes, sondern auch, weil das Werk etliche Themen aus dem gleichnamigen dritten Teil der »Ring«-Tetralogie verwendet. Zu hören sind darunter das lyrische »Ewig war ich« der wiedererweckten Brünnhilde aus dem dritten Akt und das Zwitschern des Waldvogels, aber auch das »Schlummermotiv« aus der »Walküre«. Dramatische Aufwallungen werden völlig ausgespart, doch Wagners musikalisches Geschick sorgt für genügend Binnenspannung im Wechselspiel der symphonisch verarbeiteten Motive. Typisch für ihn, dass er schließlich aus finanziellen Gründen gezwungen war, das private Stück zu veröffentlichen. Heute sind wir freilich besonders dankbar für diese auch Nicht-Wagnerianern sympathische, weil gänzlich unheroische Musik.

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Klassik

Anima Eterna Brugge / Bauer / Immerseelneue Veranstaltung

Romantische Höhenflüge

Anima Eterna Brugge
Thomas E. Bauer, Bariton
Jos van Immerseel, Dirigent


Hugo Wolf: Der Feuerreiter (Mörike-Lieder Nr. 44) (1888)
Lebe wohl (Mörike-Lieder Nr. 36) (1888)
Nimmersatte Liebe (Mörike-Lieder Nr. 9) (1888)
Gustav Mahler: Adagietto (Symphonie Nr. 5) (1901–1902)
Lieder eines fahrenden Gesellen (1884–1885)
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-moll op. 68 (1876)

Jos van Immerseel und Anima Eterna Brugge überraschen immer wieder mit ihren Interpretationen beliebter Meisterwerke. Auch das Programm, mit dem sie in Wien gastieren, enthält Überraschendes. Da wäre zum Beispiel das beliebte Adagietto aus Gustav Mahlers Symphonie Nr. 5. Das Gründungsvorhaben des niederländischen Ensembles, die Orchestermusik mit den Instrumenten und Techniken, die den Komponisten bekannt waren, zur Aufführung zu bringen, macht zweifelsohne auch die Interpretation von Brahms’ erster Symphonie zu einem besonderen Ereignis. Und mit dem Gastauftritt von Thomas E. Bauer bleiben keine Wünsche mehr offen: Der gefragte Bariton gestaltet Mahlers ersten Liederzyklus »Lieder eines fahrenden Gesellen«. Zudem erklingen drei Werke aus den Mörike-Liedern, die zu den Höhepunkten des umfassenden lyrischen Œuvres von Hugo Wolf zählen.

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Klavierkonzert

Klavierabend Florian Hölscher

»Alberto Posadas: Erinnerungsspuren«

Florian Hölscher, Klavier

Alberto Posadas: Erinnerungsspuren. Zyklus von sechs Stücken für Klavier solo (2014–2018) (EA)
Anklänge an François Couperin (2014)
François Couperin: Ordre 21ème de clavecin (1730)
Claude Debussy: La cathédrale engloutie (Douze Préludes, 1. Buch) (1909–1910)
Feux d'artifice (Douze Préludes, 2. Buch) (1913)
Alberto Posadas: Anklänge an La cathédrale engloutie (2015)
Anklänge an Robert Schumann (2015)
Karlheinz Stockhausen: Klavierstück IX (1954–1961)
Giacinto Scelsi: Aitsi (1974)
Robert Schumann: Presto passionato (1833 ca.)
Alberto Posadas: Anklänge an Aitsi (2017)
Johann Sebastian Bach: Wachet auf, ruft uns die Stimme BWV 140 (Bearbeitung für Klavier: Ferruccio Busoni) (1731)
Alberto Posadas: Anklänge an Stockhausen (2017)
Anklänge an B. A. Zimmermann (2018)

Der Klavierzyklus »Erinnerungsspuren«, 2014–2018 von Alberto Posadas für Florian Hölscher komponiert, ist ein außerordentliches Stück Klaviermusik: Der Wunsch, das Repertoire vom Barock bis ins 20. Jahrhundert neu zu lesen und auf eine sehr subjektive Art zu verarbeiten, war der Ausgangspunkt. Entstanden ist eine virtuose Tour de Force, in der der Komponist wie der Pianist – beide bei Bedarf wild entschlossen zupackend – die »Erinnerungsspuren« einer überreichen Vergangenheit freischaufeln und beherzt neu sortieren.

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Lesung

Feridun Zaimoglu / Julia Hagen

Originalton

Feridun Zaimoglu, Lesung
Julia Hagen, Violoncello


präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«

Feridun Zaimoglu liest aus seinem aktuellen Roman »Die Geschichte der Frau«, Julia Hagen spielt dazu.
Sofia Gubaidulina: Zehn Präludien für Violoncello solo (1974)


Eine neue Menschheitsgeschichte – aus Sicht der Frauen – zeigt Feridun Zaimoglus Roman. Mit Sofia Gubaidulinas »Zehn Präludien für Violoncello solo« in der Interpretation von Julia Hagen kommt zudem eine der gewichtigsten Stimmen der Kompositionsgeschichte des 20. Jahrhunderts im übertragenen Sinne »zu Wort«.

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Klassik

Ural Philharmonic Orchestra / Yekaterinburg Philharmonic Choir / Liss

Mystische Klänge aus der russischen Seele

Ural Philharmonic Orchestra
Yekaterinburg Philharmonic Choir, Chor
Andrei Petrenko, Chorleitung
Yekaterina Goncharova, Sopran
Egor Semenkov, Tenor
Yury Laptev, Bariton
Dmitry Liss, Dirigent


Sergej Rachmaninoff: Große Vesperliturgie op. 37 (1915)
Kolokola »Die Glocken« op. 35 für Solisten, Chor und Orchester (1913)

Während eines milden italienischen Winters schuf Rachmaninoff eine der schönsten spätromantischen Chorsymphonien. Das Ural Philharmonic Orchestra und der Yekaterinburg Philharmonic Choir unter der Leitung von Chefdirigent Dmitry Liss geben Einblicke in die tiefsinnige russische Seele.

»Der Klang der Kirchenglocken beherrschte alle russischen Städte, die ich kannte – Nowgorod, Kiew, Moskau. Sie begleiteten jeden Russen von der Kindheit bis zum Tod, und kein Komponist konnte sich ihrem Einfluss entziehen. Wenn es mir gelungen ist, in meiner Musik das Schlagen der Glocken und das Fühlen der Menschen zum Klingen zu bringen, dann vor allem deshalb, weil ich den größten Teil meines Lebens inmitten der klingenden Glocken von Moskau verbracht habe«, erinnerte sich der Spätromantiker Sergej Rachmaninoff.

Wie kaum etwas Anderes wird das Glockengeläute mit der unergründlichen »russischen Seele« in Verbindung gebracht: Es bestimmte die wesentlichen Stationen des menschlichen Lebens von der Wiege bis zur Bahre – auch auf Rachmaninoff schien ihr vielstimmiger Klang, vom Silbrig-Hellen bis zum Düster-Ewiglichen reichend, eine magische Anziehungskraft auszuüben.

Eigentlich begann die Komposition des Werkes mit einem Rätsel: Im Jahr 1907 schnürte der Komponist ein anonymes Paket auf, das die russische Nachdichtung des Symbolisten Konstantin Balmont von Edgar Allan Poes »The Bells« enthielt. Erst nach Rachmaninoffs Tod enthüllte sich, dass es sich bei der Absenderin um die Cellostudentin Maria Danilova gehandelt hatte. Einige Jahre später, im Winter 1912, saß der Komponist in Rom an exakt jenem Schreibtisch, an dem rund 50 Jahre zuvor sein Landsmann Tschaikowsky nach Inspiration gesucht hatte – und in fiebriger Arbeit Tag und Nacht die Chorsymphonie »Die Glocken« verfertigte. 1913 war die von Rachmaninoff selbst als eines seiner Lieblingswerke bezeichnete Chorkomposition vollendet, sodass sie dem St. Petersburger Publikum vorgestellt werden konnte: durch den Chor des Mariinsky-Theaters unter der Leitung des Komponisten.

Die vier Stationen des farbenprächtigen Tonpoems beeindruckten bei der Uraufführung auch die im Saal anwesende Presse, die rühmend von »pessimistischer Leidenschaft und erhabener Tragödie« sprach. Auch seine nur einige Jahre später erstmals zur Aufführung gebrachte »Große Vesperliturgie« wurde vom Publikum wohlwollend aufgenommen – und zählt heute zu den eindrucksvollsten Werken der orthodoxen Kunstmusik.

Durch den russischen Winter mit dem klar-silbrigen Klang der Schlittenglocken über die golden-freudigen Hochzeitsglocken bis hin zum versöhnlichen Läuten der Totenglocken begleitet das Ural Philharmonic Orchestra, das nun bereits zum dritten Mal Botschafter seiner Heimat im Wiener Konzerthaus ist.

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Klavierkonzert

Klavierabend Denis Matsuev

Mit Passion

Denis Matsuev, Klavier

Robert Schumann: Kinderszenen op. 15 (1838)
Sergej Rachmaninoff: Variationen d-moll über ein Thema von Corelli op. 42 (1931)
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Méditation D-Dur op. 72/5 (18 morceaux) (1893)
Sergej Rachmaninoff: Etude a-moll op. 39/2 (Etudes-tableaux) (1916–1917)
Etude a-moll op. 39/6 (Etudes-tableaux) (1916–1917)
Sergej Prokofjew: Sonate Nr. 7 B-Dur op. 83 (1939–1942)

Was haben »See und Seelöwen« und die Geschichte von »Rotkäppchen und dem Wolf« gemeinsam? Sie inspirierten Rachmaninoff zur Komposition zwei seiner Etudes-tableaux (op. 39/2 und 39/6). Der Musik des russischen Komponisten fühlt sich Denis Matsuev besonders nahe – er spiele sie immer »mit Passion«. Neben den zwei erwähnten Stücken bringt der gebürtige Irkutsker auch Schumanns intime »Kinderszenen« zu Gehör und widmet sich der Klaviermusik seiner Landsleute Tschaikowsky und Prokofjew.

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Klassik

Michael Schade / Katharina Straßer / Bela Koreny

Heute Nacht oder nie

Michael Schade, Tenor, Schauspiel
Katharina Straßer, Gesang, Schauspiel
Bela Koreny, Klavier, Buch, Künstlerische Leitung


Lieder von Georg Kreisler, Friedrich Hollaender, Georg Danzer, Salve D'Esposito, Franz Lehár, Drafi Deutscher, Cole Porter, Robert Stolz u. a.

»Heute Nacht oder nie sollst du mir sagen nur das Eine: Ob Du mich liebst. Heute Nacht oder nie will ich Dich fragen, ob Du deine Liebe mir gibst. Heute Nacht oder nie will ich für Dich allein nur singen bis morgen früh nur die Melodie: Heute Nacht oder nie …« Der bekannte Schlager sollte Mischa Spoliansky 1932 zu Weltruhm verhelfen. Jetzt ist er titelgebend für ein charmantes Programm, in dem Michael Schade und Katharina Straßer eine kleine Geschichte der Liebe abbilden: Eine Frau, ein Mann – schüchterne Blicke, vorsichtige Annäherungsversuche, die erste Nacht, traute Zweisamkeit und nach einiger Zeit die ersten Konflikte … Neben kurzen Dialogen und Spielszenen steht die Musik großer Entertainer im Mittelpunkt, für deren Auswahl Bela Koreny, Doyen der Wiener Künstlerszene, verantwortlich zeichnet. So darf sich das Publikum auf bekannte Melodien von Cole Porter, Georg Kreisler, Friedrich Hollaender, Georg Danzer, Salve D'Esposito, Franz Lehár, Drafi Deutscher und Robert Stolz freuen. Ein ganz persönlicher Abend.

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Jazz

Christian Sands High Wire Trio

"Reach Further – Tribute to Erroll Garner"

Christian Sands High Wire Trio
Christian Sands, Klavier
Luques Curtis, Kontrabass
Terreon Gully, Schlagzeug


Der 1977 verstorbene Erroll Garner zählt zu den bedeutenden Pianisten der Jazzgeschichte, der junge Christian Sands gehört hingegen im Hier und Jetzt zu den aufstrebenden Stars am Klavier – eine Verbindung, die gespannt aufhorchen lässt.

Die Jahre 1954 und 1955 schienen Erroll Garner sehr gewogen: Sein überaus erfolgreiches Livealbum »Concert by the Sea« dürfte heute nach wie vor die Tonträgerregale vieler Jazzfans schmücken, und an dem kurz zuvor entstandenen Stück, seiner wohl bekanntesten Komposition, »Misty«, gibt es ohnehin kein Vorbeikommen. Diese zum beliebten Standard avancierte Ballade beflügelte nicht nur seine Karriere, sondern ist selbst Produkt eines wortwörtlichen Höhenflugs – soll das während einer Flugreise beobachtete Wettertreiben ihrem Schöpfer einst als Inspiration dafür gedient haben. Doch greift es viel zu kurz, den 1921 in Pittsburgh geborenen Jazzpianisten Erroll Garner auf diesen relativ kurzen, wenn auch mit großem Nachhall versehenen Schaffenszeitraum zu reduzieren. Denn der Werdegang Garners, der in den 1950er- und 1960er-Jahren zu den medial präsentesten Jazzmusikern im Fernsehen zählte, bietet aus unterschiedlichen Blickwinkeln Anlass, sich mit seinem Wirken und seinen Werken auseinanderzusetzen: Von der Anekdote, die ihm eine zentrale Rolle dabei zuschreibt, den bedeutenden Drummer und Bandleader Art Blakey dazu veranlasst zu haben, vom Klavier auf das Schlagzeug umzusatteln, bis zu seinen Aufnahmen mit Charlie Parker und der in diesem Zuge erfolgten Übertragung von Urheberrechten, um der dauerhaft angespannten Finanzlage des Saxophonisten mit einem kleinen monetären Freundschaftsdienst entgegenzuwirken. Musikalisch bildete das im Lauf der Zeit mit unterschiedlichen Partnern besetzte Pianotrio mit Bass und Schlagzeug als Kernformation das zentrale Fundament für Garners Kunst. Dass er sich als Autodidakt nie des Notenlesens bemächtigte, erwies sich für Erroll Garner nicht als Nachteil. Denn seine fantastische musikalische Auffassungsgabe machte sein Gehör zur Ausgangsbasis seiner virtuosen Tonfolgen, des orchestralen Einsatzes des Klaviers und für die sich zum Markenzeichen herauskristallisiert habende Spielweise seiner linken Hand.

Und auch für Christian Sands, den Wynton Marsalis einst zum »zukünftigen Jazzstar« ausrief, verkörpert Erroll Garner trotz der vielen zwischen diesen beiden Tastenkünstlern liegenden Jahrzehnte eine ergiebige Inspirationsquelle. Beeindruckt von der Spontanität und dem engen Zusammenspiel Garners mit seinen Triopartnern, erforscht Sands, angestoßen durch seine Rolle als Kreativbotschafter für das Erroll-Garner-Jazz-Projekt, seinen persönlichen Blick auf das künstlerische Erbe der Piano-Legende. Für sein eigenes Trio stehen ihm dabei der Bassist Luques Curtis und der Schlagzeuger Ulysses Owens, mit dem Sands zuvor im Trio von Christian McBride spielte, zur Seite.

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Klassik

Great Voices: Juan Diego Flórez

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz
Juan Diego Flórez, Tenor
Jader Bignamini, Dirigent


Giuseppe Verdi: Ouverture zu »Nabucco« (1842)
Questa o quella (Arie des Duca aus »Rigoletto«) (1851)
Ella mi fu rapita ... Parmi veder le lagrime ... Possente amor mi chiama (Arie des Duca aus »Rigoletto«) (1851)
Ouverture zu »Un giorno di regno« (Libretto: Felice Romani) (1840)
Oh dolore! ed io vivea (Arie des Foresto aus »Attila«)
La mia letizia infondere ... Come poteva un angelo (Cavatina und Szene des Oronte aus »I Lombardi«) (Libretto: Temistocle Solera) (1843)
Brezza del suol natio ... Dal più remoto esilio ... Dal consiglio alla presenza ... Odio solo, ed odio atroce (Jacopo Foscari aus »I due Foscari«) (1844)
Ouverture zu »La traviata« (1853)
Lunge da lei ... De' miei bollenti spiriti .. Oh mio rimorso! (Aria und Cabaletta des Alfredo aus »La traviata«) (1853)
Franz Lehár: Dein ist mein ganzes Herz (Lied des Souchong aus »Das Land des Lächelns«) (1922–1923)
Gern hab ich die Frau'n geküsst (Paganini) (1925)
Freunde, das Leben ist lebenswert (Lied des Octavio aus »Giuditta«) (1933)
Hector Berlioz: Ungarischer Marsch (La damnation de Faust op. 24) (1846)
Jules Massenet: Pourquoi me réveiller »Was bin ich aufgewacht« (Ossians Lied aus »Werther«) (1884–1886)
Georges Bizet: La fleur que tu m'avais jetée »Hier an dem Herzen treu geborgen« (Blumenarie des Don José aus »Carmen«) (1873–1874)
Pietro Mascagni: Intermezzo (Cavalleria rusticana) (1890)
Giacomo Puccini: Che gelida manina »Wie eiskalt ist dies Händchen« (Arie des Rodolfo aus »La Bohème«) (Libretto: Illica und Giacosa nach Murger)

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Klassik

Quatuor Van Kuijk / Julien-Laferrière

Neue Generation

Quatuor Van Kuijk
Nicolas Van Kuijk, Violine
Sylvain Favre-Bulle, Violine
Emmanuel François, Viola
François Robin, Violoncello
Victor Julien-Laferrière, Violoncello


Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento F-Dur K 125c (1772)
Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-moll op. 110 (1960)
Franz Schubert: Streichquintett C-Dur D 956 (1828)

Eine neue Generation: Gelernt hat das Quatuor Van Kuijk von den Besten – es konnte mit dem Alban Berg Quartett, dem Artemis Quartett und dem Hagen Quartett zusammenarbeiten. Mit Victor Julien-Laferrière gesellt sich einer der derzeit gefragtesten Cellisten des Hexagons dazu. Vive la France!

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Jazz

Thomas Quasthoff & Friends

»Eine Jazz-Session zum 60. Geburtstag«

Thomas Quasthoff, Gesang, Moderation
Pe Werner, Gesang
Nils Landgren, Posaune
Bruno Müller, Gitarre
Simon Oslender, Klavier
Dieter Ilg, Kontrabass
Wolfgang Haffner, Schlagzeug
Bill Evans, Saxophon
special guest


Thomas Quasthoffs Jazz-Abende sind bereits zu einer Wiener Institution geworden. Da muss eine Woche nach seinem »runden« Geburtstag dieser selbstverständlich an der Donau nachgefeiert werden! Vor 25 Jahren hat er hier mit Klassik debütiert, seit zehn Jahren macht er mit Jazzgesang in feinsten Schattierungen von verinnerlichten Tönen bis kraftvollen Statements Furore. So wird Thomas Quasthoff auch diesmal wieder einen unterhaltsamen wie besinnlichen Abend gestalten – und zeigen, wie viel Tiefe an Ausdruck und Aussage in diesen so leicht ins Ohr gehenden Songs stecken kann.

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Klavierkonzert

Klavierabend Mathilde Hoursiangou

Saiten-Tasten

Mathilde Hoursiangou, Klavier
Kimiko Krutz, Klavier
Luca Lavuri, Klavier
Eriko Muramoto, Klavier
Markus Bruckner, Live-Video


Saiten-Tasten. 21 Innenraumstudien für das andere Klavier (2017-2019) (UA)

Jérôme Combier: Laid in earth (2019) (UA)
Reinhard Fuchs: Tremante (2019) (UA)
Beat Furrer: Flagolett-Studie (2019) (UA)
Elisabeth Harnik: of all stars the most beautiful (2018) (UA)
Michael Jarrell: Petite danse (2019) (UA)
Katharina Klement: ordentlich inhaltslos (2018) (UA)
Bernhard Lang: DW 31. Loops für Edgar Froese (2017) (UA)
Klaus Lang: le voyage de Jonas (2019) (UA)
Misato Mochizuki: Ninja (2019) (UA)
Marco Momi: Sestante M.H. (2018) (UA)
Gérard Pesson: Neues Werk (2019) (UA)
Simeon Pironkoff: Lueurs (2017) (UA)
Gerald Resch: Notturno turbato (2017) (UA)
Rebecca Saunders: Neues Werk (2019) (UA)
Charlotte Seither: lauschgut (2018–2019) (UA)
Alexander Stankovski: Mélodie à deux (2018) (UA)
Johannes Maria Staud: À propos de ... raisins rouges (2019) (UA)
Wolfgang Suppan: Regenbild (2017) (UA)
Germán Toro Pérez: Cuerdas (2019) (UA)
Jaime Wolfson: Zeitfilter (2019) (UA)
Joanna Wozny: Inside-Piece (2019) (UA)
George Crumb: Celestial Mechanics (Makrokosmos IV) (1979)
Georg Crumb zum 90. Geburstag

»Das Projekt ›Saiten-Tasten‹ stellt eine Sammlung von 21 neuen Innenraumstudien für das andere Klavier vor. KomponistInnen aus elf verschiedenen Ländern erforschen in ihren für das Projekt entwickelten Miniaturen die verschiedensten Spieltechniken im Innenraum des Klaviers und erschließen zauberhafte Klangwelten des direkten Spiels an den Saiten. Bei der Uraufführung im Rahmen von Wien Modern wird diese erstaunliche Klangreise aus Anlass des 90. Geburtstages von George Crumb durch zwei Sätze aus dessen ›Celestial Mechanics‹ ergänzt. Dieses Werk wurde – welch schöner Zufall! – auf den Tag genau vor vierzig Jahren uraufgeführt.« (Mathilde Hoursiangou)

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Klassik

Wiener KammerOrchester / Chepovetsky / Julia Hagen / Pilsan / Poschner

Beethovens Tripelkonzert

Wiener KammerOrchester
Yevgeny Chepovetsky, Violine
präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«
Julia Hagen, Violoncello
präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«
Aaron Pilsan, Klavier
präsentiert im Rahmen des Förderprogramms »Great Talent«
Markus Poschner, Dirigent


Gioachino Rossini: Grand'overtura obbligata a contrabbasso D-Dur (1809)
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56 »Tripelkonzert« (1803–1804)
Franz Schubert: Symphonie Nr. 8 C-Dur D 944 »Große C-Dur-Symphonie« (1825 ?–1828)

Drei aufstrebende Stars der Klassikszene interpretieren das »Tripelkonzert«, das Beethoven mit Witz und revolutionärem Geist komponierte.

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Jazz

Synesthetic 4

Vincent Pongracz, Klarinette
Peter Felix Rom, Gitarre
Manu Mayr, Bass
Andreas Lettner, Drums


Vier Musiker, die seit geraumer Zeit in Wiens Jazzszene und weit darüber hinaus von sich reden machen, verschmelzen zeitgenössische Musik, Jazz, Funk und Elektronik stimmungsvoll schräg miteinander.

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Klassik

Belcea Quartet / Collins

Freundesgaben

Belcea Quartet
Corina Belcea, Violine
Axel Schacher, Violine
Krzysztof Chorzelski, Viola
Antoine Lederlin, Violoncello
Michael Collins, Klarinette


Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur K 465 »Dissonanzen-Quartett« (1785)
Benjamin Britten: Streichquartett Nr. 3 op. 94 (1975)
Wolfgang Amadeus Mozart: Klarinettenquintett A-Dur K 581 »Stadler-Quintett« (1789)

Das Belcea Quartet überrascht mit einer der schönsten musikalischen Freundesgaben der Musikgeschichte und einem prominenten Gast: Mozart komponierte sein Klarinettenquintett einst für seinen engen Freund, den Musiker Anton Stadler. Für die Interpretation des »Stadler-Quintetts« wurde der renommierte britische Klarinettist Michael Collins eingeladen.

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Film

ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Strobel

"Eisenstein: Alexander Newskij"

ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Wiener Singakademie
Marina Prudenskaya, Mezzosopran
Frank Strobel, Dirigent


Film »Alexander Newskij« (Regie: Sergej Eisenstein, 1938)

Sergej Prokofjew: Musik zu »Alexander Newskij« (Regie: Sergej Eisenstein, 1938) (Rekonstruktion: Frank Strobel) (EA)

Die Schlacht auf dem Eise

Winter is coming – und zwar filmisch und musikalisch im Wiener Konzerthaus: Das RSO Wien bringt mit der Wiener Singakademie unter der Leitung Frank Strobels die Musik Sergej Prokofjews zu »Alexander Newskij« zum Erklingen. Sergej Eisenstein inszenierte das russische Filmepos am Vorabend des Zweiten Weltkriegs – ein Film über den Sieg des Nowgoroder Fürsten über die deutschen Kreuzritter.

Im Sommer des Jahres 1938 entstand unter der Regie von Sergej Eisenstein »Alexander Newskij«, ein patriotisch-propagandistischer Film über den Fürsten von Nowgorod, Alexander Newskij (1220-1263), der am 5. April 1242 die russischen Bauern zu einem glänzenden Sieg über das plündernde und mordende Heer des Deutschen Ritterordens geführt hatte. Angesichts der außenpolitischen Bedrohung der Sowjetunion durch das Deutsche Reich bot der Film dem einige Jahre zuvor bei Josef Stalin in Ungnade gefallenen Regisseur die Möglichkeit, seinen Ruf zu rehabilitieren und seine ideologische Treue als »guter Bolschewik« zu beweisen.

Die 55-minütige Filmmusik aus der Feder Sergej Prokofjews, der sich im Frühjahr 1938 in den Walt Disney Studios über die neuesten Verfahren des film scoring informierte, unterstützt die Propagandawirkung des Films dadurch, dass sie den »guten« russischen Bauern und den »bösen« deutschen Aggressoren gleichsam leitmotivisch Themen und Klänge zuweist. Der Einsatz eines Chores ermöglicht die Vermittlung von wesentlichen ideologisch geprägten Texten. So wird beispielsweise der erste Leinwandauftritt Alexander Newskijs (dargestellt von Nikolaj Tscherkassow) von einem volkstümlich anmutenden Chorstück begleitet, welches unmissverständlich warnt: »Unser Heimatland geben wir nie auf. / Wer gen Russland zieht, findet nur den Tod!«

Den Höhepunkt des Films bildet die ungefähr dreißigminütige Schlachtszene auf einem gefrorenen See, die noch heute in Filmlehrbüchern wegen ihrer Schnitttechnik und des perfekten Zusammenwirkens von Bild und Ton analysiert wird.

Wie Charlie Chaplins »Modern Times« (USA, 1936) ist »Alexander Newskij« weder ein reiner Stummfilm noch ein Tonfilm: Bemerkenswert sind die »harten« Schnitte zwischen Szenen mit eienr realistischen Geräuschkulisse und Szenen, bei denen – wie in einer Oper – ausschließlich Musik erklingt. Da die Filmmusik von Sergej Prokofjew lediglich auf einer stark beschädigten Tonspur und – in stark veränderter Form – als siebenteilige Konzertkantate erhalten ist, wurde sie 2003 unter Leitung von Frank Strobel auf Grundlage des Originalmanuskripts rekonstruiert und für Live-to-Projection-Aufführungen veröffentlicht. So bietet das Filmkonzert »Alexander Newskij« die Möglichkeit, einen vordergründigen Schwarz-Weiß-Film mit zahlreichen Schattierungen zu erleben.

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Kammermusik

Faszination Kammermusik: Philipp Blom / Kit Armstrong

Philipp Blom, Gespräch
Kit Armstrong, Klavier, Gespräch


Interpretation – einem Geheimnis auf der Spur: Philipp Blom im Gespräch mit Kit Armstrong

Johann Sebastian Bach: Ouverture / Partita nach französischer Art h-moll BWV 831 (Clavier-Übung II) (1735))

Die Abenteuerreise »Interpretation« führt Philipp Blom mit Ausnahmetalent Kit Armstrong zu Bachs prunkvoller Ouverture nach französischer Art: eine behutsame Fährtenlese in klingendem Wort und erzählendem Ton.

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Klassik

Wiener Symphoniker / Kozhukhin / Trevino

Ein Architekt des Klangs

Wiener Symphoniker
Denis Kozhukhin, Klavier
Robert Trevino, Dirigent


Franz Liszt: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur S 124 (1848)
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5 (1901–1902)

Majestätisch ab der ersten Note, Orchester und Klavier in einem intensiven Zwiegespräch: Kraftvoll ist der Auftritt des Solisten in Liszts erstem Klavierkonzert – der russische Pianist Denis Kozhukhin, der dem Wiener Publikum durch seine Interpretationen romantischer und moderner Musik bekannt sein dürfte, vollführt ihn mit Grazie. Über 20 Jahre feilte Franz Liszt an dem Werk, erste Niederschriften datieren in seine junge Virtuosenzeit als gerade erst 20-jähriger »Paganini des Klaviers«. Den Orchesterpart notierte er erst Jahrzehnte später, bis die Komposition schließlich in der heute gebräuchlichen dritten Fassung in den 1850er-Jahren zur Uraufführung gelangte – durch den Komponisten selber, unter der Leitung von niemand Geringerem als Hector Berlioz. Dass das Konzert brillantes Virtuosentum mit kompositorischer Reife verbindet, macht es zu einem der bemerkenswertesten Klavierkonzerte seiner Zeit: Auffallend nicht zuletzt durch seine ungewöhnliche Viersätzigkeit. Ein Werk wie gemacht für einen »Architekten des Klangs« wie Denis Kozhukhin!

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Jazz

Tigran Hamasyan & Ambrose Akinmusire

Tigran Hamasyan, Klavier
Ambrose Akinmusire, Trompete


Tigran Hamasyan & Ambrose Akinmusire

Der von der Kritik gefeierte Jung-Star der Jazztrompete, der US-Amerikaner Ambrose Akinmusire tritt im Duo mit dem armenischen Ausnahmepianisten Tigran Hamasyan auf. Hamasyan zeichnete zuletzt im Mai 2018 in Eigenregie für einen unvergesslichen Abend im Mozart-Saal verantwortlich.

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Klavierkonzert

Klavierabend Frederic Rzewski

The People United

Frederic Rzewski, Klavier
Ingrid Schmoliner, Klavier
Alex Yannilos, Klangregie


Frederic Rzewski: The people united will never be defeated (1975)
Ingrid Schmoliner: MNEEM (2019) (UA)

Kompositionsauftrag von Wien Modern mit freundlicher Unterstützung von Bundeskanzleramt Österreich und Stadt Wien Kultur

Mit dem großformatigen Variationenwerk »The people united will never be defeated«, basierend auf dem chilenischen Protestlied »El pueblo unido«, legte Frederic Rzewski ein politisches Statement und einen Meilenstein der modernen Klaviermusik vor.

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Klassik

Wiener Symphoniker / Apkalna / Jörg Widmann / Hussain

Wachstum, Massenmord

Wiener Symphoniker
Jörg Widmann, Klarinette
Iveta Apkalna, Orgel
László Fassang, Hammondorgel
SWR Experimentalstudio, Live-elektronische Realisation
Michael Acker, Klangregie
Leo Hussain, Dirigent


Mark Andre: über für Klarinette und Orchester (2015) (EA)
Peter Eötvös: Multiversum für Konzertorgel, Hammond-Orgel und Orchester (2017) (EA)
Peter Ablinger: Wachstum, Massenmord (2011) (EA)

Aus dem Nichts nimmt das Abschlusskonzert von Wien Modern seinen Anfang: Beginnend mit einem leisen Hauch lassen Soloklarinette, Orchester und Live-Elektronik Atemzug um Atemzug eine Art Lebewesen entstehen. Zart und organisch nimmt eines der erstaunlichsten Klarinettenkonzerte der Musikgeschichte allmählich Formen an. Für die Interpretation des feinst dosierten Soloparts sorgt der Ausnahmemusiker Jörg Widmann, der sich die außergewöhnliche, extrem reduzierte, doch hochexpressive Klangsprache seines Komponistenkollegen Mark Andre in langer Zusammenarbeit besonders zu eigen gemacht hat. Ganz anders das »Multiversum« von Peter Eötvös, das eine durchaus maximalistische Annäherung an das Genre Orgelkonzert darstellt. Die Aufstellung des Orchesters in isolierten Gruppen, die auch hinter dem Publikum erklingende Hammond-Orgel, die von Iveta Apkalna gespielte große Wiener Konzerthausorgel und die im Saal verteilten Lautsprecher bringen ein Echo des Weltalls ins Wiener Konzerthaus. In unmittelbarer Nachbarschaft zweier so weltumspannender, virtuoser Kompositionen schafft das kürzeste Werk des Abends das Kunststück, extrem unspektakulär und gleichzeitig extrem spektakulär zu sein. Das Bauprinzip des 2011 entstandenen Werks von Peter Ablinger ist so einfach wie frappierend: Die beiden Worte des Titels – »Wachstum, Massenmord« – wurden vom Komponisten gesprochen, aufgenommen, einer Frequenzanalyse unterzogen und für großes Orchester instrumentiert. Die Wiener Symphoniker werden also erstmals in ihrer Geschichte tatsächlich als Orchester gemeinsam »sprechen«.

»Wie nahe wir an die Welt herankommen, hängt gewissermaßen von der Pixelgröße unseres Wahrnehmungsapparates ab. Eine ›hohe Auflösung‹ bedeutet ein realistisches Weltverständnis, eine geringere Auflösung dagegen ein abstraktes Verhältnis zur Wirklichkeit. Aber wie fein die Auflösung auch immer sein wird, niemals wird unsere Wahrnehmung analog werden, niemals die Welt erreichen.« (Peter Ablinger)

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7

Wiener Konzerthaus

Konzerte der Wiener Konzerthausgesellschaft

Das Wiener Konzerthaus zählt zu den bedeutendsten Institutionen des internationalen Musiklebens. Gemeinsam mit Staatsoper und Musikverein bildet es jene prominente Trias, die den weltweiten Ruf Wiens als führende Musikmetropole begründet, und ist dank seiner wohl einmaligen Verbindung von Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude längst unentbehrlich für das lebendige kulturelle Klima Wiens.

Infotelefon: +43 1 24200-100

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Bewertungen & Erfahrungsberichte Wiener Konzerthaus

Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Konzerte / Klassik Berliner Philharmoniker Berlin, Herbert-von-Karajan-Str. 1
Konzerte / Konzert Gürzenich-Orchester Köln Köln, Bischofsgartenstr. 1
Konzerte / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Konzerte / Konzert Internationale Stiftung Mozarteum Salzburg Salzburg, Schwarzstraße 26
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Konzerte / Konzert Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Stiftbergstraße 2
Konzerte Glocke Bremen Bremen, Domsheide 6-8
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik und Tanz Köln Köln, Unter den Krahnenbäumen 87
Konzerte / Musik Hochschule Luzern Luzern, Zentralstr. 18
Konzerte / Konzert Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar Weimar, Platz der Demokratie 2/3
Konzerte / Konzert Festival Strings Lucerne Luzern, Dreilindenstr. 93
Konzerte / Konzert Philharmonisches Orchester Erfurt Erfurt, Theaterplatz 1
Konzerte / Konzert Sinfonieorchester Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Konzerte / Konzert Gewandhaus zu Leipzig Leipzig, Augustusplatz 8
Konzerte / Konzert concerts Pamplona Kleinmachnow, Johannistisch 34

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